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Zuletzt gesehener Film 2024

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tristesse
Themenstarter
Beiträge : 18924

Hallo Filmfreunde,

neues Jahr, neuer Thread 😉 Wir tauschen √ľber gesehene Filme aus, egal ob auf der gro√üen Leinwand, im Streaming oder Fernsehen.

Bewährt hat sich, in Fettbuchstaben den Titel anfangs zu posten. Wer möchte kann gern auch eine Kritik schreiben und / oder den Trailer verlinken.

Viel Spaß uns allen,

Trissi 

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55 Antworten
Suchender_2.0
Beiträge : 234

@tristesse  Mission: Joy - Zuversicht & Freude in bewegten Zeiten

Deutscher Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=n2ns4S-SLjM

Man kann den Film auf YouTube ausleihen.

suchender_2-0 antworten
2 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 18924

@suchender_2-0 

Willkommen zur√ľck 😉¬†

tristesse antworten
Suchender_2.0
(@suchender_2-0)
Beigetreten : Vor 3 Wochen

Beiträge : 234

@tristesse  Danke!

suchender_2-0 antworten


Lucan-7
Beiträge : 20936

Das Bildnis des Dorian Gray (2009)

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(Spoiler?)

Lief vor kurzem noch auf Netflix. Lohnt sich nicht. Auf "sch√∂n" getrimmte Bilder, die bekannte Story wird lustlos und ohne Tiefsinn erz√§hlt. Was √§rgerlich ist, denn die Thematik w√§re eigentlich sehr aktuell. Zum Thema Oberfl√§chlichkeit und sch√∂ner Schein sowie Genuss um jeden Preis und ohne Reue h√§tte man sehr viel sagen k√∂nnen, zumal in den 2 Stunden des Films auch genug Raum daf√ľr gewesen w√§re. Stattdessen wird noch weniger erz√§hlt als in der literarischen Vorgabe... braucht man nicht.

lucan-7 antworten
12 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 18924

@lucan-7 

 Auf "schön" getrimmte Bilder, die bekannte Story wird lustlos und ohne Tiefsinn erzählt.

Selten so einen seelenlosen und lieblosen Film gesehen.

tristesse antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@tristesse 

Welche Fassung wäre denn empfehlenswert?

queequeg antworten
Suchender_2.0
(@suchender_2-0)
Beigetreten : Vor 3 Wochen

Beiträge : 234

@queequeg Da gibt es doch eine alte Verfilmung von 1970 mit Helmut Berger. Habe ich zwar nie gesehen, aber häufig sind so alte Literaturverfilmungen besser als neuere (zumindest nach meinem Geschmack). Dein Name hat mich auch gleich an eine erinnert: Moby Dick mit Gregory Peck als Kapitän Ahab. Einer meiner Lieblingsfilme.

suchender_2-0 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@suchender_2-0 

Ja, ein toller Film. Und eine herausragende Interpretation dazu von Drewermann: "Vom Ungeheuren, ein Mensch zu sein".

queequeg antworten
Suchender_2.0
(@suchender_2-0)
Beigetreten : Vor 3 Wochen

Beiträge : 234

@queequeg¬† Danke f√ľr den Tipp mit Drewermann. Ich habe es mir angeh√∂rt und bin begeistert. Vielleicht werde ich demn√§chst mal den Roman lesen. (Ich kenne ja nur die Verfilmung.) Bob Dylan hat √ľbrigens 2017 in seiner Nobelpreis Lecture Moby Dick als einen von drei Romanen genannt, die seine Texte stark beeinflusst haben. (Seine genauen Worte waren: "That theme [of Moby Dick] and all that it implies would work its way into more than a few of my songs.")

suchender_2-0 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@suchender_2-0 

Freut mich, dass Dir Drewermanns Interpretation gefällt. Sie ist fast so gewaltig wie der Roman selbst.

queequeg antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 18924

@queequeg 

Welche Fassung wäre denn empfehlenswert?

Ich kenne nur die eine leider 😕¬†

tristesse antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 3366

@queequeg Ich denke, die "klassische" 45er-Version d√ľrfte ganz okay sein. Immerhin gab's daf√ľr einen Oscar f√ľr die beste Kamera. Ich kann mich erinnern, den Film mal im TV gesehen zu haben und von dem Sprung das SW-Films auf Farbe (wenn die Portraits gezeigt wurden: eigentlich unbewegte Bilder...) √ľberrascht worden zu sein.

Im Vergleich zur literarischen Vorlage fand ich die Version aber auch schwach, wobei ich allerdings schon die Vorlage nicht so berauschend fand, vermutlich, weil ich die Thematik "Homoerotik" darin nicht bemerkte oder nicht bemerkenswert fand und √ľberhaupt der gesamte Plot mir zu moralingetr√§nkt erscheint.

jack-black antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@jack-black 

Hm. Mal sehen. Eigentlich steht Roman und/oder Film auf meiner to-do-Liste. Aber vielleicht erspare ich mir das dann doch lieber.

queequeg antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 3366

@queequeg Hast Du von F. Scott Fitzgerald "Der gro√üe Gatsby" schon gelesen, oder eine seiner Verfilmungen schon gesehen? Das Buch hatte mir um L√§ngen besser als der Dorian Gray* gefallen, was einerseits nat√ľrlich auch daran liegen d√ľrfte, dass es ein paar Jahrzehnte sp√§ter erschien und deutlich moderner und also auch ambivalenter ist als der Wilde-Roman. Das Thema "Dekadenz" und damit verbunden der verf√ľhrerische Esprit des Nihilistischen (oder tats√§chlich des Amoralischen?) sind bei Fitzgerald interessanter und mehrschichtiger¬† behandelt. Es gibt u.a. eine Verfilmung des Stoffes von Baz Luhrmann aus dem Jahr 2013. Bei der ich mir jetzt, als ich nochmal den Wikipedia-Eintrag durchgelesen habe, nicht mehr ganz so sicher bin, ob mich mein Faible f√ľr Carey Mulligan (welche die weibliche Hauptrolle spielt) wom√∂glich mehr f√ľr den Film in toto begeisterte, als es berechtigt war. Vielleicht aber fand ich den Film auch deswegen gut, weil Leonardo di Caprio darin den (letztlich doch eher unsympathischen) Titelhelden spielt - und mir der Schauspieler ja aus unerfindlichen Gr√ľnden selbst unsympathisch ist (dabei ist sein Name auf der Darstellerliste i.d.R. ein Garant f√ľr gutes Kino...). Das passte also irgendwie zusammen... ūüėÄ

 

 

*Ich las den, nachdem ich vorher Fitzgeralds Meisterwerk gelesen hatte und hegte wohl irgendwie deswegen vielleicht auch zu hohe Erwartungen. Dachte, Wildes ber√ľhmter Roman m√ľsse noch besser sein...

jack-black antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@jack-black 

Nein, kenn ich leider nicht, werde es aber mal als Anregung nehmen. Aber erstmal will ich mir "B√∂se Philosophen" von Philipp Blom und "Geschichte der Sintflut" von Harald Haarmann zu Gem√ľte f√ľhren.

queequeg antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 3366

@queequeg Sachb√ľcher - o weh! 😵¬† Die B√∂sen Philosophen scheinen mir nach Lekt√ľre des Wiki-Artikels (der aber mal eines gl√§ttenden Lektorats bed√ľrfte) aber durchaus interessant. Da werd' ich mal schauen, ob's die auch als H√∂rbuchversion gibt - die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...

jack-black antworten
neubaugoere
Beiträge : 15053

Winterreise

Ber√ľhrender Film mit Bruno Ganz, der einem die Bedeutung des "Nie wieder" sehr nahe bringen kann:

"Martin Goldsmith wuchs als ein gew√∂hnlicher amerikanischer Junge auf. Aber von seiner Kindheit an hing ein gro√üer Schatten √ľber der Familie. Der inzwischen bekannte Radiomoderator wusste nur, dass seine Eltern, beide s√§kulare Juden, aus Deutschland stammten und dass seine Verwandtschaft im Zweiten Weltkrieg gestorben sei. F√ľr seine Eltern hatte in Amerika ein neues Leben angefangen, ein Leben, in dem man keine Fragen √ľber die Vergangenheit stellt. Erst als erwachsener Mann, nach dem Tod seiner Mutter, brach Martin den Bann und befragte seinen Vater zu der deutschen Vergangenheit seiner Eltern und der gesamten Familie in den 1930er-Jahren."

Jemand schrieb in einer Kritik: "Schwere Kost, doch absolut sehenswert"

neubaugoere antworten


Lucan-7
Beiträge : 20936

Lords of Chaos

Heavy Metal ist ja bekannt als Musikrichtung mit "bösem" Image, wobei sich Musiker wie Fans in der Realität aber meist als harmlose Typen mit wildem Image herausstellen, die gerne Bier trinken, die Musik gerne laut hören und Spaß dabei haben.

Angesichts der großen Szene ist es aber kaum verwunderlich, dass es dabei auch Ausnahmen gab und gibt... besondere Bekanntheit erlangte dabei die Norwegische Black-Metal Szene Anfang der 90er Jahre, als es nicht nur zu zahlreichen Kirchenbränden, sondern auch zum Mord kam.

Der Film behandelt dabei die Geschehnisse um die Bands "Mayhem" und "Burzum", die damals durch die Presse gingen und auch heute noch in der Metal Szene Anlass verschiedener Diskussionen sind... denn wenn das Umfeld einer Band nicht nur gespielt "b√∂se" ist, sondern echte Verbrechen passieren, dann l√∂st das nat√ľrlich auch eine gewisse Faszination aus. √Ąhnliches kennt man wohl auch aus der Rap-Szene, wobei ich in dem Umfeld √ľberhaupt nicht bewandert bin.

Es handelt sich hier also um eine "True Crime" Story, denen ich ja immer etwas skeptisch gegen√ľberstehe, weil man nie so genau wei√ü, ob es nun allein um Voyeurismus geht, oder ob die Geschichte auch allgemein von Bedeutung ist, also quasi eher "historisch" zu sehen ist. Angesichts der Aufmerksamkeit in der Presse und der Bedeutung f√ľr die Musikszene w√ľrde ich den Film doch eher als gesellschaftlich zumindest nicht irrelevant einordnen... wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Geschichte f√ľr Leute, die sich √ľberhaupt nicht f√ľr die Metal Szene interessieren √ľberhaupt interessant sein kann. An Dramaturgie fehlt es dabei nicht, es h√§ngt eher mit der gew√§hlten Erz√§hlweise zusammen.

 

Ich war mir zun√§chst nicht ganz sicher, was von dem Film zu halten ist, und habe deshalb noch einige Kritiken gelesen und mich weiter mit den Hintergr√ľnden besch√§ftigt, die mir bislang nur im Groben bekannt waren. Die Schauspieler, obwohl sie selbst √ľberhaupt nichts mit der Szene zu tun haben, liefern hier eine recht glaubw√ľrdige Darstellung ab. Was allerdings fehlt sind die tieferen pers√∂nlichen Hintergr√ľnde, eine m√∂gliche Erkl√§rung f√ľr die Motive oder dergleichen. Das macht es einerseits f√ľr viele Zuschauer uninteressant, hilft aber der Authentit√§t insofern, dass hier eine Menge Spielraum bleibt... die Macher geben nicht vor, sie k√∂nnten die Taten und ihre Gr√ľnde genau verstehen, sie zeigen nur, was damals mehr oder weniger passiert ist, was der Glaubw√ľrdigkeit durchaus entgegenkommt.

Der wohl wichtigste Punkt des Films, den man ihm wohl auch hoch anrechnen muss, ist der Umstand dass er sich weigert, hinter den Taten eine "Ideologie" zu sehen, die von den fanatischsten Fans immer wieder dort gesehen und propagiert wird. Das Thema des Films dreht sich um die Frage, "true" zu sein, also "echt und glaubw√ľrdig", und hinter dem Black Metal eine Ideologie zu sehen, die konsequent in ihrem ganzen Hass und Ablehnung der Gesellschaft gelebt wird, statt einfach nur auf einer B√ľhne zu posen, dem Publikum zu gefallen und Geld zu verdienen. Diese "Ideologie" setzt sich aus Versatzst√ľcken von Satanismus, Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Nationalsozialismus und folkloristischem Heidentum zusammen... und stellt sich am Ende doch selbst als nichts anderes als "Posen" heraus, als leere, hohle Geste, mit einer Menge Wut und (Selbst-)Hass dahinter - aber sicher nicht als echte "Bewegung". Denn am Ende erwies sich das Ganze als Seifenblase und die Protagonisten letztlich als simple Kriminelle, die sich irgendeine pers√∂nliche Ideologie zusammenbastelten, aber nie zu einem gemeinsamen Nenner fanden.

Eine gr√∂√üere Einordnung in Bezug auf die Metal Szene findet von Seiten des Films nicht statt, auch das bleibt dem Zuschauer √ľberlassen... und auch das finde ich richtig so, weil die Ereignisse von damals ohnehin schon genug √ľberh√∂ht werden... und wenn man dem schon mit einem Film weiteren Vorschub leistet, dann muss man das nicht noch weiter steigern. Der Film schrumpft die Ereignisse vielmehr auf das Wesentliche... als Helden taugen seine Figuren nicht. Gerade das macht den Film aber interessant, wenn man mit dem Thema etwas anfangen kann.

Gewarnt sei allerdings, dass auf Netflix die ungeschnittene Version läuft und es einige doch sehr drastische Szenen gibt, die dramaturgisch zwar sinnvoll, aber nur schwer zu ertragen sind.

 

lucan-7 antworten
Seite 3 / 3
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