Noch kein Thread zu Corona?
Ich hoffe, hier bei jesus.de ist noch keiner direkt betroffen.
Macht ihr euch Gedanken oder Sorgen darüber oder geht ihr eher ganz gelassen mit den momenaten Entwicklungen um?
Hier in der Großstadt ist alles an Handdesinfektionszeug und Mundschutz ausverkauft. Das hat mir heute erstmal vor Augen geführt, dass doch eine Menge Leute schon vorsorgen.
Nach meinem Empfinden ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis es hier richtig umgeht.
Sorgen mache ich mir dabei nicht unbedingt um mich selber sondern um nahe Verwandte im engen Umfeld, die Vorerkrankungen haben oder schon sehr betagt sind. Da will man bestimmt keinen anstecken 🙁
Wir werden am Wochenende wohl auch nochmal einen Großeinkauf starten, um im Fall der Fälle nicht gleich rauszumüssen.
Naja...ich gebe zu: Ich bin doch leicht beunruhigt.
Lg,
Simmy
spannender Freitag...
...nachdem gestern Abend sich die Ministerpräsidenten im Kanzleramt ja nicht zu gemeinsamem Vorgehen durchringen konnten, wird heute wohl jedes Bundesland für sich entscheiden, wie es mit den Enpfehlungen der Fachleute, des Gesundheitsministers und der Kanzlerin ("Sozialkontakte möglichst meiden") umgehen wird.
Das kleine Saarland hat heute Nacht schon die Schulschließungen verkündet.
Ich bin gespannt, wie ernst diese Empfehlung wirklich genommen wird wann wer nachzieht, welche Auswirkungen das für die Gesellschaft haben wird und hoffe sehr, dass sich das Virus wirklich davon einschränken lässt.
Bleibt gesund!
Es ist wohl nicht die Frage, ob auch die übrigen Schulen geschlossen werden, sondern lediglich wann das der Fall sein wird.
Ich schätze mal, dass die Regelung nächste Woche in der ganzen Bundesrepublik gilt.
Veröffentlicht von: @lucan-7Es ist wohl nicht die Frage, ob auch die übrigen Schulen geschlossen werden, sondern lediglich wann das der Fall sein wird.
Die Situation ist nicht an allen Schulen gleich. Fahren die meisten Schüler mit dem ÖNVP ("Schulbus" etc.) zur Schule, oder kommen sie zu Fuß, mit Fahrrad/Mofa/ERoller/..., wie viele Schüler gibt es, wie ist der bauliche Zustand, insbesondere der Waschräume/Toiletten, gibt es ausreichend Desinfektionsmittel oder wenigsten Seife, ...
... und natürlich, wie die Gefährdung einzuschätzen ist, dass eins der Kinder Kontakt zu Infizierten hatte.
Das kann von Region zu Region verschieden sein, ist es teilweise auch von Schule zu Schule. Da kann es schon sinnvoll sein, je nach Situation unterschiedlich zu entscheiden.
Man muss ja auch bedenken, dass Kinder, die nicht in der Schule sind, dann vielleicht mehr Kontakt zu Erwachsenen haben, wenn sie nicht den ganzen Tag in der Wohnung "eingesperrt" sind ... Großeltern, Nachbarn, die Aufsichtsperson am anderen Ende der Stadt, die noch vier andere Kinder in ihre Wohnung nimmt, ...
Gestern kam in den Tagesthemen, dass die Situation in Großstädten anders ist als auf dem Land (weiß nicht mehr welcher Politiker oder so das sagte).
Die Kriterien zur Schließung sollten einheitlich sein, aber ich vermute, das sind sie leider nicht.
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkDie Kriterien zur Schließung sollten einheitlich sein, aber ich vermute, das sind sie leider nicht.
Warum sollten sie einheitlich sein, wo du doch gerade selber die Unterschiede betont hast?
Und natürlich mag der Gefährdungsgrad unterschiedlich sein, aber wie willst du das messen? Letztlich sind Schulen Begegnungsstätten, die relativ einfach zu kontrollieren sind. Also ist es auch vernünftig, diesen potentiellen Übertragungsweg zu kappen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Warum sollten sie einheitlich sein, wo du doch gerade selber die Unterschiede betont hast?
Ich hab von Kriterien gesprochen, nicht von Entscheidungen. Einige Kriterien, die herangezogen werden sollten, hab ich genannt - wobei ich es den Fachleuten überlasse, wie die zu gewichten sind.
Veröffentlicht von: @lucan-7Letztlich sind Schulen Begegnungsstätten, die relativ einfach zu kontrollieren sind.
In der Praxis werden sie teilweise durch "Begegnungsstätten" ersetzt, die nicht kontrollierbar sind.
Aber die Diskussion wird zu theoretisch, wenn ich es wichtig mitbekommen habe sind am Montag alle Schulen zu, je nach Bundesland evtl. mit Notfallbetrieb, falls die Eltern nicht betreuen können (z.B. als Krankenpfleger gebraucht werden).
Helmut
Ja, hier sollen ab nächste Woche stufenweise Kitas und Schulen geschlossen werde.
Nahverkehr soll reduziert werden, bei den Bussen darf man schon nicht mehr vorne einsteigen, Fahrkarten werden nicht mehr verkauft (ist auch mit Absperrband abgesichert).
Mein Mann kommt dann wohl auch nur noch eingeschränkt zur Arbeit. Ich frage mich sowieso, ob meine Arbeit dann noch Sinn macht, da ich eigentlich nur im Kontakt mit Menschen bin. Mal sehen, wie der Träger nächste Woche entscheidet. Letztendlich wird das finanziell kaum zu stemmen sein aus eigener Kraft, wenn die Gehälter weiter gezahlt werden sollen.
Veröffentlicht von: @simmyIch frage mich sowieso, ob meine Arbeit dann noch Sinn macht, da ich eigentlich nur im Kontakt mit Menschen bin.
Ich weiß zwar nicht genau, in welchem Bereich du arbeitest, aber bei vielen sozialen Bereichen frage ich mich das schon auch. So wirklich konsequent ist das nicht, was hier gerade passiert. Und es jeweils in die Verantwortung der einzelnen Träger zu stellen, ist halt auch etwas zu leicht.
Ist wahrscheinlich auch eine finanzielle Frage.
Werde Montag weitersehen.
"Soziale Kontakte so weit möglich einschränken"
Das hat ja die Kanzlerin gerade angemahnt. Wie sieht das bei euch konkret aus? Lasst ihr den Gottesdienst ausfallen? Geht ihr nicht mehr ins Fitness-Studio, Kino, Museum...? Sagt ihr Verabredungen mit Freunden ab? Treffen nur noch zuhause, nicht im Café? Einkaufen nur noch nachts, wenn keiner da ist 😀 ? Ich habe gerade mit zwei Freundinnen Termine für unseren regelmäßigen Brunch ausgemacht und dachte nur so "Wahrscheinlich sitzen wir alleine da"... Wo zieht ihr die Grenzen?
Veröffentlicht von: @tinkerbellWo zieht ihr die Grenzen?
Da ich nicht so der Fan von Massenveranstaltungen bin, auch nicht so der regelmässige Kneipengänger, fällt mir der Verzicht nicht sonderlich schwer.
Um meine Mutter muss ich mich kümmern, da kann ich nichts *einschränken*
Als Kinoersatz hab ich Netflix, amazone prime und rund 350 DVD und BD.
Ansosnsten.. viel WA, telefonieren ab und an in kleinerem Kreis mit Freunden treffen geht weiter wie gehabt
in etwa 2 Wochen ist die Lage in BaWü zahlenmäßig wie Norditalien
Das kommt wohl darauf an, in welchem Bundesland man wohnt und wie hoch dort die Fallzahlen sind.
Gestern Abend haben wir zu Hause mal "spaßeshalber" ausgerechnet, wann Baden-Württemberg in einer Lage mit ähnlichen Fallzahlen wie Norditalien sein wird, wenn keiner sein soziales Verhalten ändert und die Ansteckungsrate bei etwa einem Drittel mehr Fällen pro Tag liegt: Dies würde in erschreckenden 13 Tagen der Fall sein.
Übrigens: In Gesamtdeutschland ist die Fallzahl von gestern auf heute von ca. 1600 auf 2400 gestiegen. Das ist dann kein Faktor mehr von
1 1/3, sondern Faktor anderthalb = 1,5
Dann geht es noch bedeutend schneller...
Meine Rechnung von gestern Abend, falls jemand noch mal nachprüfen will (ist kein Hexenwerk...):
"Heute haben wir hier zu Hause ausgerechnet:
15000 nachgewiesene Infektionen in Italien bei 60.000.000 Einwohnern, das macht 15000:60.000.000 = 1: 4000, also 0,25 Promille der Einwohner sind nachweislich erkrankt.
Wenn man nur Norditalien betrachtet, also etwa 6.000.000 Einwohner (?), wären wir bei 15000 : 6.000.000 = 1:400, also 0,25 % der Einwohner.
Und bei diesem Anteil der erkrankten Bevölkerung ist das italienische Gesundheitssystem AM LIMIT.
Baden-Württemberg dürfte etwa so viele Einwohner haben, hat z. Zt. (ich vereinfache...) etwa 500 nachgewiesene Infektionen. Seit gestern ist diese Zahl um etwa ein Drittel gestiegen.
Der Faktor, mit dem sich die Fallzahl erhöht, ist also von Tag zu Tag etwa 1 1/3, sagen wir 1,3.
Wenn wir nichts unternehmen - wann sind wir in Baden-Württemberg also in ähnlicher Lage wie Italien:
500 * 1,3^x = 15000 (x ist Zahl der Tage ab heute)
1,3^x = 30
x*ln1,3 = ln 30
x = ln 30 / ln 1,3 = ca. 13
Wenn also nicht die Ansteckungsmöglichkeiten drastisch reduziert werden, wären wir in etwa 2 Wochen in der Lage der Italiener...
(dazu muss gesagt werden, dass Deutschland viel eher und mehr getestet hat, Italien also eine hohe Dunkelziffer hat - und dass Deutschland vielleicht doch mehr Intensivbetten und Beatmungsgeräte hat)
Nutzen wir also die Zeit, die wir noch haben!
"Man muss nicht immer Spaß haben..."
Hoffe, dass manche von euch das lesen.
Wenn ich mich verrechnet haben sollte, korrigiert mich bitte."
Veröffentlicht von: @polyglottWenn ich mich verrechnet haben sollte, korrigiert mich bitte."
😀 bestimmt nicht. Ich finde es gerade sehr interessant, wie in so einer Ausnahmesituation das Besondere an den jeweiligen Persönlichkeiten hervortritt. Ich käme nie auf die Idee, jetzt zu rechnen. Aber es ist gut, dass es Menschen gibt, die es tun.
Gerade Entscheidungen im Gesundheitsbereich treffe ich meistens sehr rational. ( außerdem hab ich in grauer Vorzeit mal Mathe studiert...)
Und vor diesem Studienhintergrund wünsche und hoffe ich eigentlich, dass die verantwortlichen Politiker möglichst viele Zahlen geliefert bekommen - und diese dann hoffentlich interpretieren können (ich fürchte allerdings, eher nein...) - bzw. diese von den Fachleuten gut erklärt bekommen.
Hallo polyglott
Veröffentlicht von: @polyglottHoffe, dass manche von euch das lesen.
Dankeschön für deine Berechnung. 😊 Habe schon deinen Beitrag weiter oben gesehen.
Was bedeuten die Zeichen
Veröffentlicht von: @polyglott^
und
Veröffentlicht von: @polyglottln
?
Ich denke ein direkter Vergleich zwischen D und I ist zwar interessant aber nicht ohne weiteres möglich, weil Sozialverhalten, Hygienebewusstsein usw. ziemlich verschieden sind. Zudem wurde Italien auf dem falschen Fuss erwischt. Die anderen Länder Europas hatten durch die schockierende Entwicklung in Italien nun doch etwas mehr an Zeit um Massnahmen zu ergreifen und konnten sich von daher besser und länger vorbereiten.
Norditalien hat meines Wissens etwa 26 Mio. Einwohner (Lombardei, Piemont, Emiglia-Romagna, Trentino-Südtirol, Venetien) alleine die Lombardei hat schon 10 Mio. Zudem kommen natürlich noch massig Touristen/Tagesgäste usw. dazu. Bei dieser Bevölkerungszahl würde dies bedeuten, dass das italienische Gesundheitssystem bereits bei ca. 0,05 % infiziertem Bevölkerungsanteil ans Limit gerät... 😯 Kann das sein?
Ich denke, bei der Verbreitung des Virus entwickelt jedes Land seine eigene Dynamik. Sieht man ja auch in Ostasien, wo China, Japan und Südkorea unterschiedliche Verläufe haben.
Veröffentlicht von: @polyglottWenn also nicht die Ansteckungsmöglichkeiten drastisch reduziert werden, wären wir in etwa 2 Wochen in der Lage der Italiener...
Von daher rechne ich im nördlichen Europa mit einer nicht ganz so dramatischen Entwicklung wie in Italien, denke aber trotzdem, dass die bisher getroffenen Massnahmen absolut in Ordnung und von Nöten sind.
Im Moment lieber rigoros durchgreifen und hoffen, dass die Lage einigermassen unter Kontrolle bleibt, als zunehmend chaotischen Zuständen ausgesetzt sein.
^ zeigt an, dass es sich bei x um den Exponenten handelt (also "1,3 hoch x")
ln ist der Logarithmus naturalis (man könnte auch einen anderen Logarithmus nehmen, ist egal)
Die Gleichung, die ich da hatte
1,3 "hoch" x * 500 = 15000
ist eine Exponentialgleichung. Erst durch 500 geteilt auf beiden Seiten.
Dann auf beiden Seiten den Logarithmus anwenden (egal zu welcher Basis, muss nicht ln sein)
Dass man dann den Exponenten als Faktor davor ziehen kann, ist eine Regel der Logarithmenrechnung. Der Rest ist eine Division.
Man kann sich das Anwachsen der Fallzahlen auch mit Excel leicht veranschaulichen, indem man die Ausgangszahl in ein Feld schreibt, dann nach unten jeweils von Feld zu Feld mit dem Wachstumsfaktor (z.B. 1,3 ) multipliziert.
Was die Besonderheiten der einzelnen Länder betrifft, stimmt natürlich vollkommen.
Die Rechnung war nur ein kurzer Überschlag meinerseits.
Ich denke außerdem, dass es in Italien noch eine große Dunkelziffer von Fällen geben muss, sonst wären es auf die Gesamtzahl der Fälle bezogen zu viele Tote.
Veröffentlicht von: @tamaroNorditalien hat meines Wissens etwa 26 Mio. Einwohner (Lombardei, Piemont, Emiglia-Romagna, Trentino-Südtirol, Venetien) alleine die Lombardei hat schon 10 Mio. Zudem kommen natürlich noch massig Touristen/Tagesgäste usw. dazu. Bei dieser Bevölkerungszahl würde dies bedeuten, dass das italienische Gesundheitssystem bereits bei ca. 0,05 % infiziertem Bevölkerungsanteil ans Limit gerät... 😯 Kann das sein?
Wenn du mit der Einwohnerzahl recht hast - dann ja... leider!
Ich tanze Squaredance, bei dem man mit vielen Menschen automatisch in Handkontakt kommt. Für unseren Club (mit vielen Mitgliedern aus der Risikogruppe) an meinem Heimatort haben wir entschieden, daß wir geplante Veranstaltungen erst einmal ausfallen lassen und Ende April neu entscheiden.
Ansonsten finde ich 'Sozialkontakte nach Möglichkeit meiden' einen guten Plan, solange das nicht mit dem Beruf kollidiert.
Veröffentlicht von: @mrorleandersolange das nicht mit dem Beruf kollidiert.
Was ist Ihnen in Ihrem Beruf im Umgang mit Menschen besonders wichtig?
Desinfektionsmittel
Ist so bei uns der "running Gag"
Veröffentlicht von: @mrorleanderIch tanze Squaredance,
Schade, dass es hier den Herzchensmiley ausm Handy nich gibt ...
😀
❤
Neee, den meinte ich nicht ... den mit den Herzchen um den Smiley drumherum ...
Als Einwohner des Bundeslandes NRW werden da einem viele Entscheidungen abgenommen. Konzerte abgesagt, Mittelaltermärkte abgesagt, bei uns auch kleinere Veranstaltungen (unter 1000 Personen) abgesagt, Besuche im Altenheim reduziert etc. etc.
Mit meinen Freunden treffe ich mich ganz normal, notgedrungen dann halt eher privat als in Clubs. Die Pubs haben bisher allerdings noch offen 😎
Da die Fallzahlen im Kreis Unna stetig steigen bemerkt so langsam doch eine gewisse Unruhe, auch unsere Gastronomen kriegen das schon zu spüren (habe da recht enge Kontakte 😌)
Ich hab das Gemeindecafé, dass wir in der Woche nachmittags haben und an dem vorwiegend ältere Damen und Herren erscheinen, abgesagt. Gottesdienst überlege ich noch. Weil ich nicht weiß, inwieweit ich betroffen bin, möchte ich andere nicht unnötig gefährden.
Ich habe grundsätzlich mal überschlagen, wie meine Chancen stehen. Da ich viel mit Kindern und jungen Leuten zusammen bin, ist die Ansteckungsgefahr hoch. Da ich über 50 nicht perfekt gesund und gleichzeitig doch recht gesund lebend bin, ist kein schwerer Verlauf zu vermuten, wenn ich gut vorbereitet bin.
Ich gehe zu allen Veranstaltungen, die ich normalerweise besuche, also Arbeit, Gottesdienst, kleinere Treffen, Schwimmen, Einkaufen und im Haus fahre ich auch mit dem Fahrstuhl.
Vorbereitung heißt für mich auch, die Online-Möglichkeiten für Gruppen einzurichten, nochmal das Rad reparieren lassen, damit ich nicht in öffentliche Verkehrsmittel muss, Arzbesuche, eventuell zum Frisör.
Die Spinnvorführung im Museum habe ich bis auf weiteres abgesagt, da interessierte Erwachsene und Kinder beim praktischen Üben mir doch sehr nahe kommen.
Ansonsten suchen wir uns kundenarme Einkaufszeiten aus.
Aktuell müssen wir für die Schwiegereltern (86, herzkrank) mit einkaufen und ihnen eine Infektion ins Haus zu tragen, ist nicht das Ding der Stunde.
Hände desinfizieren, Abstand halten, Besuche kurz halten, evtl Mundschutz verwenden zu ihrem Schutz. Bislang ist noch kein akuter bekannter Fall in unserer Stadt. Da wir aber Feriengebiet sind für sehr viele Gäste, kann sich das schnell ändern.
Veröffentlicht von: @tinkerbellWo zieht ihr die Grenzen?
Hallo,
ich meide alle Veranstaltungen und Orte, wo mehrere Leute zusammen kommen. Hauskreis, Gemeinde (fallen bei uns sowieso gerade aus wegen Corona, wir sind eine Gemeinde mit rund 500 Leuten), Stammtisch, etc.
Aber ich treffe mich mit einzelnen, der Familie, gehe auf Arbeit, setze mich in den Zug und geh normal einkaufen, wenn auch nicht Samstags mittags, wo die Läden voll sind.
Ansonsten mache ich hinter mir die Tür zu und warte, bis der Sturm vorbei ist.
Veröffentlicht von: @tinkerbellDas hat ja die Kanzlerin gerade angemahnt. Wie sieht das bei euch konkret aus? Lasst ihr den Gottesdienst ausfallen? Geht ihr nicht mehr ins Fitness-Studio, Kino, Museum...? Sagt ihr Verabredungen mit Freunden ab? Treffen nur noch zuhause, nicht im Café? Einkaufen nur noch nachts, wenn keiner da ist 😀 ? Ich habe gerade mit zwei Freundinnen Termine für unseren regelmäßigen Brunch ausgemacht und dachte nur so "Wahrscheinlich sitzen wir alleine da"... Wo zieht ihr die Grenzen?
Alles was du genannt hast.
Einkäufe werden auf ein Minimum reduziert und ganz eingestellt, wenn sich die Situation noch weiter verschlimmert. Was ja vermutlich in den nächsten Tagen der Fall sein wird...
Ich benutze keine Nahverkehrsmittel mehr, allerhöchstens zu Zeiten wo es sehr leer ist. Aber eher gar nicht. Fittnesstudio und Wellness lass ich bleiben. Essen gehen auch. Bleiben eigentlich nur noch Spaziergänge im Park.
Habe jetzt 5 Wochen frei.
Mit meinem Sohn auf den Spielplatz gehe ich allerdings noch. Der braucht das natürlich.
Nachtrag vom 13.03.2020 1629
Ach ja und Einkaufen tue ich zwischen 7 und 8 morgens da ist es leer.
Kontaktperson positiv getestet
Ich bekam gerade einen Anruf von meiner Firma, daß bei einer Kontaktperson das Coronavirus nachgewiesen wurde.
Möglicherweise muß ich heute noch zum Test.
Alles Gute! Gehörst du zur Risikogruppe?
Danke.
Ich gehöre nicht zur Risikogruppe, aber ich habe auf Arbeit ständig mit solchen Leuten zu tun.
Veröffentlicht von: @ungehorsamIch bekam gerade einen Anruf von meiner Firma, daß bei einer Kontaktperson das Coronavirus nachgewiesen wurde.
Möglicherweise muß ich heute noch zum Test.
Dann hoffen und beten wir mal, dass du das so oder so überstehst. Hoffentlich sind deine Tests negativ.
Helmut
Ich bin am Test vorbeigeschrammt. Aber zwei Kollegen, die mit der infizierten Person länger zu tun hatten, wurden zur Quarantäne verdonnert.
Veröffentlicht von: @ungehorsamIch bin am Test vorbeigeschrammt.
Findest du das gut?
Mit Test hättest du Klarheit über dieses Ereignis und wärst keine potentielle unentdeckte Ansteckungsquelle.
Vermutlich ...
Veröffentlicht von: @deborah71Mit Test hättest du Klarheit über dieses Ereignis und wärst keine potentielle unentdeckte Ansteckungsquelle.
Ich tippe darauf, dass er Kontakt zu einem mutmaßlich infizierten hatte, der aber negativ getestet wurde.
Helmut
Er schrieb nicht von mutmaßlich....
lg
Deborah
Nein, er ist sicher infiziert. Gerettet hat meinen Kollegen und mich, daß wir Handschuhe trugen und er bei seinem Vater hinten im Krankenwagen saß. Deshalb sah das Gesundheitsamt keinen Anlaß zu einem Test bei uns. Die haben jetzt ohnehin genug zu tun.
Hab ich doch richtig gelesen... 😊
Ohje... Hoffe alles gute. Bei mir ist heute ein Kollege zum Test :((
Sohn testen lassen?
Tja, und ich sitze hier und überlege, ob wir unseren Sohn testen lassen sollen.
Wir waren in keinerlei Risikogebiet und hatten auch keinen Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person.
Er hat eine ganz banale Erkältung mit etwas Temperatur...
Ist ohnehin seit gestern daheim.
Es würde jetzt die Sache vereinfachen, wenn Ba-Wü tatsächlich mal die Schulen schlösse...
Sorgen mache ich mir keine - ich möchte mich nur verantwortlich verhalten.
Veröffentlicht von: @polyglottEs würde jetzt die Sache vereinfachen, wenn Ba-Wü tatsächlich mal die Schulen schlösse...
Das Kabinett trifft sich erst am Nachmittag. Ich denke sie werden den Bayern folgen. Man weiß aber nie. Ich finde es schade, dass man so etwas nicht schneller entscheiden kann. Uns trifft es nicht, aber je mehr Vorwarnzeit, desto mehr Zeit haben die Eltern noch was zu organisieren.
nach längerem Telefongespräch
mit meinem Mann haben wir nochmals festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Infekt des Sohn an Corona liegt, nahezu Null ist. Zumal sich ein Kumpel, mit dem er letzte Woche unterwegs war, aufgrund der gleichen Symptome hatte testen lassen - Ergebnis negativ.
Also lege ich diese Gedanken jetzt zu den Akten.
Veröffentlicht von: @jadwinIch denke sie werden den Bayern folgen.
Das wäre sinnvoll, vor allem auch wegen des Risikogebiets Grand Est in Frankreich, die ja unsere unmittelbaren Nachbarn sind.
Veröffentlicht von: @jadwinaber je mehr Vorwarnzeit, desto mehr Zeit haben die Eltern noch was zu organisieren.
Das ist zwar korrekt, aber die Schulschließung würde auch nur wirklich Sinn machen, wenn sie baldmöglichst erfolgt. Sonst kann man es wohl dann auch lassen...
Ich vermute ohnehin eine recht hohe Dunkelziffer an Infektionen hier in Ba-Wü wegen der Faschingsreisen nach Italien und wegen der vielen international aufgestellten Unternehmen. Da haben wohl einige das Virus schon gehabt, ohne es auch nur zu merken.
Veröffentlicht von: @polyglottwegen des Risikogebiets Grand Est in Frankreich, die ja unsere unmittelbaren Nachbarn sind.
Dann wohnst DU offenbar nicht so weit weg von mir *mal rüberwink*
Da winke ich mal ganz diszipliniert zurück 😎
Veröffentlicht von: @polyglottWir waren in keinerlei Risikogebiet und hatten auch keinen Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person.
Unter diesen Voraussetzungen werden die Deinen Sohn vermutlich gar nicht testen wollen.
Ich wünsche gute Nerven und möglichst bald Klarheit, was die Schulsituation angeht.
Zu dem Ergebnis sind wir auch gekommen.
Veröffentlicht von: @mrorleanderUnter diesen Voraussetzungen werden die Deinen Sohn vermutlich gar nicht testen wollen.
Veröffentlicht von: @polyglottWir waren in keinerlei Risikogebiet und hatten auch keinen Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person.
Hallo,
dann werdet Ihr vermutlich keinen Test bekommen.
Es wird, wie ich das verstanden habe, nicht drauflos getestet, wenn es keinen Grund gibt. Jedenfalls hat das jemand vom Gesundheitsamt meinem Bruder erklärt, der auch einen erkälteten Sohn zu hause hat. Die sparen sich die Test dann auf für welche, wo es mehr Verdachtsmomente gibt.
Ja, dachte ich mir auch so.
Ich war überhaupt nur auf einen Test gekommen, weil Sohn auf dem oben schon erwähnten Volksfest war, das noch letztes Wochenende hier stattfand (aber da waren die Fallzahlen noch viel kleiner, daher eine Infektion beim Sohn seeehr unwahrscheinlich)
Für den Fall wünsche ich Dir ein negatives Testergebnis.
Alles Gute Dir und Gottes Schutz und Bewahrung.
Was machen eure Kirchgemeinden???
Ich denke mal, dass in den meisten Kirchgemeinden grössere Veranstaltungen - und solche mit Beteiligung von Risikogruppen - ausfallen.
Dadurch entstehen erstaunliche personelle Freiräume 😎
Wir prüfen als Kirchgemeinde, wie wir Einkaufs- und Hilfsdienste für Seniorinnen/Senioren organisieren, die darauf angewiesen sind, bzw. Angebote zur Kinderbetreuung für Berufstätige, die ihre Kinder nicht wie gewohnt betreuen lassen können.
Alles im Rahmen der behördlichen Vorgaben natürlich.
Mich würde interessieren, ob ihr in euren Gemeinden schon erste Schritte getan habt. Und was genau.
Veröffentlicht von: @jeddie-xWir prüfen als Kirchgemeinde, wie wir Einkaufs- und Hilfsdienste für Seniorinnen/Senioren organisieren, die darauf angewiesen sind, bzw. Angebote zur Kinderbetreuung für Berufstätige, die ihre Kinder nicht wie gewohnt betreuen lassen können.
super Ideen!
Veröffentlicht von: @jeddie-xAlles im Rahmen der behördlichen Vorgaben natürlich.
Hoffe, dass diese, gerade bei der Kinderbetreuung, nicht zu eng sind...
Veröffentlicht von: @jeddie-xMich würde interessieren, ob ihr in euren Gemeinden schon erste Schritte getan habt. Und was genau.
Weiß ich leider nicht. Und da unser Sohn gerade einen Infekt hat (wir allerdings nicht zu einer Risikogruppe gehören), muss ich jetzt erst mal überlegen, ob wir uns von anderen fernhalten sollten...
Das ist zu verstehen, meiner hatte ne Lungenentzündung. Bin auch sehr beunruhigt deswegen
Veröffentlicht von: @jeddie-xWir prüfen als Kirchgemeinde, wie wir Einkaufs- und Hilfsdienste für Seniorinnen/Senioren organisieren, die darauf angewiesen sind, bzw. Angebote zur Kinderbetreuung für Berufstätige, die ihre Kinder nicht wie gewohnt betreuen lassen können.
Finde ich super! Wir treffen uns erst morgen, mal sehen was bei uns beschlossen wird.
Nach aktuellem Stand sollen in Baden bis auf weiteres alle Gottesdienste abgesagt werden und zwar schon an diesem Wochenende. Hauptgrund ist, dass da häufig sehr viele ältere Menschen anwesend sind.
Und natürlich gibt es auch öffentlichen Druck, wenn schon Sportvereine, Schulen usw pausieren, können sich dem die Kirchengemeinden nicht entziehen.
Veröffentlicht von: @qdspielerNach aktuellem Stand sollen in Baden bis auf weiteres alle Gottesdienste abgesagt werden und zwar schon an diesem Wochenende. Hauptgrund ist, dass da häufig sehr viele ältere Menschen anwesend sind.
Und natürlich gibt es auch öffentlichen Druck, wenn schon Sportvereine, Schulen usw pausieren, können sich dem die Kirchengemeinden nicht entziehen.
Da muss ich widersprechen. Wir werden morgen früh entscheiden. Laut Dekanin ist die Linie der Landeskirche, die Behördlichen Auflagen zu erfüllen, sprich keine Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern.
Ich bin gespannt wie morgen entschieden wird, denn bei uns haben die Gottesdienste leider keine 100 Teilnehmer mehr. Wir sind also frei zu entscheiden, wie wir es für richtig halten. Die Kirche ist groß, die Leute könnten sich verteilen und müssen nicht wie in der Schule nebeneinander sitzen. Ich denke aber, dass die Vorsicht obsiegen wird und wir darauf verzichten werden.
Ein weiteres Thema wird der Konfirmationsgottesdienst sein. Abendmahl wohl nur für die Konfis.
Ich bin gespannt und werde berichten.
Veröffentlicht von: @qdspielerNach aktuellem Stand sollen in Baden bis auf weiteres alle Gottesdienste abgesagt werden und zwar schon an diesem Wochenende. Hauptgrund ist, dass da häufig sehr viele ältere Menschen anwesend sind.
Und natürlich gibt es auch öffentlichen Druck, wenn schon Sportvereine, Schulen usw pausieren, können sich dem die Kirchengemeinden nicht entziehen.
Dieses WE findet der normale Gottesdienst unter verstärkten Vorkehrungen statt. Die Godis in Krankenhäuser und Altenheimen sind schon seit Tagen abgesagt.
Keine Godis mehr bis Ostern. Die Kirche wird für Gebet und innere Einkehr offen sein.
An Ostern nur Auferstehungsgottesdienst auf dem Friedhof geplant. Unser Kirchenbezirk liegt zu einem Teil in Württemberg. Dort gilt ein Versammlungsverbot ab 50 Personen, da sind die Kirchen schon dieses WE dicht.
Veröffentlicht von: @jadwinDieses WE findet der normale Gottesdienst unter verstärkten Vorkehrungen statt.
Stimmt, bei uns ist morgen auch Gottesdienst. Ich bin mal gespannt wie viele Leute da überhaupt kommen oder ob nur die Konfis unter sich sind.
Empört mich
Veröffentlicht von: @qdspielerStimmt, bei uns ist morgen auch Gottesdienst. Ich bin mal gespannt wie viele Leute da überhaupt kommen oder ob nur die Konfis unter sich sind.
Na, dann hoffe ich mal auf den gesunden Menschenverstand der Mitglieder und dass Du mit dem Pastor allein in der Kirche standst heute morgen.
Es ist völlig unverantwortlich in einer Zeit in der überall Schulen, Einrichtungen, Kinos schließen und jegliche Konzerte, Versammlungen öffentlich verboten werden, Gottesdienst zu feiern. Schaut Euer Gemeindevorstand keine Nachrichten?
Ich werde nie verstehen, warum manche Christen meinen, jeglichen Verstand ausschalten und ihr eigenes Ding machen zu müssen. Ich hoffe, es gibt bald ein Versammlungsverbot für alle so wie in Österreich.
Veröffentlicht von: @tristesseNa, dann hoffe ich mal auf den gesunden Menschenverstand der Mitglieder und dass Du mit dem Pastor allein in der Kirche standst heute morgen.
Der Gottesdienst war auffällig gut besucht. Die Konfis hockten ganz dicht aufeinander, während die Gemeindeglieder einen auffällig großen Abstand zueinander hielten.
Bei uns im Ort sind einige in Quarantäne. Allerdings endet die jetzt auch für viele, die in den Faschingsferien in Südtirol waren, so dass sich die Lage insgesamt wieder entspannt.
Veröffentlicht von: @tristesseIch hoffe, es gibt bald ein Versammlungsverbot für alle so wie in Österreich.
Ich glaube das wird nicht nötig sein, weil die Leute inzwischen so sensibilisiert sind, dass schon allein durch das Verhalten weniger Ansteckungen stattfinden werden.
Veröffentlicht von: @qdspielerIch glaube das wird nicht nötig sein, weil die Leute inzwischen so sensibilisiert sind, dass schon allein durch das Verhalten weniger Ansteckungen stattfinden werden.
Nein.
Solange es Gemeinden wie Eure gibt, die den Konfis erlauben, dicht aufeinander zu hocken ist das sogar dringend nötig.
dem stimme ich zu ...
Veröffentlicht von: @tristesseNein.
Solange es Gemeinden wie Eure gibt, die den Konfis erlauben, dicht aufeinander zu hocken ist das sogar dringend nötig.
Wer kann sich das Recht rausnehmen den jungen Menschen das zu verbieten?
Gut wir könnten es natürlich auch so machen wie im Islam, bei dem die Mädchen ihre Sozialkontakte vom Elternhaus vorgeschrieben bekommen.
Die eigenen Eltern und die Veranstaltungsleiter sind verantwortlich. Die Konfis denken offensichtlich noch nicht so weit.
Verbieten vielleicht nicht, aber ihnen den Ernst der Lage bewusst machen, das ist unser aller Verantwortung. Hier in Berlin haben sich die Infizierten vorwiegend im Berliner Nachtleben angesteckt, was nachvollzogen werden konnte.
Veröffentlicht von: @neubaugoereVerbieten vielleicht nicht, aber ihnen den Ernst der Lage bewusst machen, das ist unser aller Verantwortung.
Ich hab überhaupt kein Problem damit, wenn der Hirte einer Herde seinen Schäfchen zu ihrem Schutz ein Verbot ausspricht. Wenn es ihnen nicht passt, können sie ja woanders ihre Köpfe zusammen stecken. Natürlich nicht ohne es ihnen zu erklären und zuerst eine Bitte auszusprechen.
Ich bin wirklich entsetzt, wie leichtfertig hier die Gemeinde von qdspieler mit der Situation umgeht und er scheinbar völlig okay findet.
Veröffentlicht von: @qdspielerWer kann sich das Recht rausnehmen den jungen Menschen das zu verbieten?
Es ist Euer Haus. Ihr habt die Verantwortung dafür, dass alle, die am Gottesdienst teilnehmen sicher sind, auch vor Ansteckung.
Man nennt das "Hausrecht"- funktioniert im jedem Haus, wo andere ihre Füße unter den Tisch stellen.
Veröffentlicht von: @qdspielerGut wir könnten es natürlich auch so machen wie im Islam, bei dem die Mädchen ihre Sozialkontakte vom Elternhaus vorgeschrieben bekommen.
Ernsthaft 🙄
Du willst die Diskussion auf dieses Niveau runtersenken?
Nicht mit mir.
Bei uns fand der Gottesdienst auch statt. Geplant war, dass die Konfis den Gottesdienst machen. Da ein Lehrer in einer Realschule positiv getestet wurde, wurden die Konfis gestern Nacht noch ausgeladen.
Der Gottesdienst war schwach besucht, die Leute weit auseinander, der Gottesdienst war sehr intensiv.
Keine Klingelbeutel, kein Begrüßungsdienst, die Leute mussten sich die Sitzkissen und Gesangbücher selber holen.
Nach dem Gottesdienst wurden die Besucher aufgefordert beim Hinausgehen den Sicherheitsabstand einzuhalten.
Das war's jetzt bis Ostern. Am Ostersonntag ist nur die Auferstehungsfeier draußen auf dem Friedhof geplant. Auch alle Andachten und alle kirchlichen Aktivitäten sind abgesagt.
Was ich empörend finde: Am Montag soll in besagter Realschule noch Unterricht statt finden. Und das obwohl ein Lehrer positiv getestet wurde. Die Jungs in der Klasse meiner Tochter sind ausgesperrt, weil sie Sport bei diesem Lehrer hatten. Der Rest soll kommen. Ich fürchte meine Kinder sind am Montag krank, damit sie nicht krank werden.
Frage
Veröffentlicht von: @qdspielerBei uns im Ort sind einige in Quarantäne. Allerdings endet die jetzt auch für viele, die in den Faschingsferien in Südtirol waren, so dass sich die Lage insgesamt wieder entspannt.
Seid ihr in einer Gegend, wo noch nicht viel los ist? Anders gefragt: Gibt es in eurem Landkreis noch keine bestätigten Covid-19-Fälle?
Veröffentlicht von: @qdspielerDie Konfis hockten ganz dicht aufeinander
Also gerade die Gruppe, bei der eine Infektion am ehesten unerkannt bleibt (weil praktisch keine Symptome) und die, falls sie sich gegenseitig angesteckt haben, somit das Potential haben, das Virus dutzendfach zu verbreiten.
Veröffentlicht von: @qdspielerIch glaube das wird nicht nötig sein, weil die Leute inzwischen so sensibilisiert sind, dass schon allein durch das Verhalten weniger Ansteckungen stattfinden werden.
Darauf würde ich bei pubertierenden Jugendlichen nicht setzen. Und dass die Konfis alle über 18 waren, schließe ich mal aus 😉
Das mindeste wär doch gewesen, dafür zu sorgen, dass jeder zweite Platz frei bleibt (Verbot, sich direkt nebeneinander zu setzen). Neben der direkten Verminderung der Ansteckungsgefahr hätte das auch einen gewissen Lerneffekt bei den Konfis ausgelöst.
Wenn ihr in einer (noch) coronafreien Zone seid, dann war so was verantwortbar (obwohl es auch da das Risiko durch unerkannte Infektionen gibt). Ansonsten find ich das auch empörend.
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkSeid ihr in einer Gegend, wo noch nicht viel los ist? Anders gefragt: Gibt es in eurem Landkreis noch keine bestätigten Covid-19-Fälle?
Im Landkreis gibt es einige Fälle. Im Ort und auch den Nachbarorten nicht. Obwohl einige in Ischgl und auch in Südtirol waren.
Veröffentlicht von: @hkmwkAlso gerade die Gruppe, bei der eine Infektion am ehesten unerkannt bleibt (weil praktisch keine Symptome) und die, falls sie sich gegenseitig angesteckt haben, somit das Potential haben, das Virus dutzendfach zu verbreiten.
.
Das ist schon richtig. Ziel der ganzen Maßnahmen ist aber kein kompletter Stopp, sondern eine Verlangsamung des Infektionsgeschehens.
Den zum absoluten Supergau käme es, wenn die 5 Wochen rum sind und wir immer noch dastehen wo wir jetzt stehen.
Denn länger können die staatlichen Restriktionen kaum durchgehalten werden.
Ich denke auch dass durch die Sensibilisierung der Bevölkerung weniger Infektionen passieren als beispielsweise in Italien, wo vor 3 Wochen noch keiner was von der Ausbreitung wusste. Wie man sieht führten die eingeleiteten italienischen Maßnahmen unter anderem dazu, dass sich Kranke nicht mehr melden und dann erst wenn es schon zu spät ist im Krankenhaus ankommen. Das ist ja auch schon bei uns so zu beobachten. Wer ein bisschen hustet hat keine Chance zum Arzt zu kommen. Getestet wird auch nicht, weil husten nicht reicht. Kein Wunder wenn es da Tote gibt, weil man keine Chance auf Behandlung hat. Ohne Antibiotika ist eine Lungenentzündung nicht zu stoppen und wenn man eine Beatmungsmaschine braucht ist es zu spät.
Veröffentlicht von: @hkmwkWenn ihr in einer (noch) coronafreien Zone seid, dann war so was verantwortbar (obwohl es auch da das Risiko durch unerkannte Infektionen gibt). Ansonsten find ich das auch empörend.
Offiziell sind wir coronafrei. Wenn ich mir allerdings das allgemeine Krankheitsgeschen im Januar und Februar so ansehe, dann weiß ich das nicht wirklich.
Veröffentlicht von: @qdspielerOhne Antibiotika ist eine Lungenentzündung nicht zu stoppen und wenn man eine Beatmungsmaschine braucht ist es zu spät.
Falsch und falsch.
1. Eine Lungenentzündung durch Sars-CoV-2 ist nicht durch Bakterien ausgelöst. Ein Antibiotikum hilft da gar nichts. Falls eine bakterielle Infektion sich obendrauf setzt, braucht es das Antibiotikum, aber eben nicht bei Corona-Viren, die ebenso Lungenentzüdungen auslösen können.
2. Es ist nicht zu spät, wenn man die Beatmungsmaschine braucht. Wofür sollte es da zu spät sein? Was hätte man vorher machen sollen? Gegen Viren hilft nichts, außer Symptome lindern. Wenn die Symptome so schlimm werden, dass man eben eine Maschine braucht, dann ist es gut, wenn es eine solche gibt. Dann hat der Körper Zeit gewonnen, mit dem Virus fertig zu werden.
Welche Behandlung erwartest du denn für jemanden, der Sars-CoV-2-positiv getestet wird? Solange die Symptomatik mild ist, wird nämlich gar nichts gemacht, außer denjenigen in häusliche Quarantäne zu schicken. Falls die Beschwerden heftiger werden, kommt er z.B. ins Krankenhaus.
Wenn ich jetzt Husten und Fieber bekommen würde, würde ich beim Hausarzt anrufen, damit er mich krankschreibt und würde zu Hause bleiben. Fertig. Einen Test würde ich nur machen lassen, wenn der Arzt das verlangt.
Gruß, Tineli
Konkret
Wir örtlichen Gemeinden (Grosskirchen und Freikirchen) reden viel miteinander. Überwiegend sieht es bei uns so aus, dass wir uns bemühen um
regelmässigen Infofluss, Plattformen für Austausch und „schwarzes Brett“ (Ich brauche…, Ich habe anzubieten…) aktivieren, Videobotschaften/ Predigtdownload
Treffen in kleinen Gruppen sinnvoll weiterführen und öffnen
Nachbarschaftshilfe, Unterstützung von Menschen die zur Risikogruppe gehören, Gastfreundschaft leben und der Isolierung entgegenwirken
Super! Ich wollte so etwas gäbe es bei uns.
Moin.
Veröffentlicht von: @jeddie-xGastfreundschaft leben und der Isolierung entgegenwirken
Ich gebe ja zu, eine von denen zu sein, die hoffen, dass noch Reste des sozialen Miteinanders erhalten werden können, z.B. Gottesdienste mit Platz zwischen den Leuten, oder die Abendandachten (wir waren gestern 6 Leute in einer Kirche, die über 100 fasst), damit die, die nicht isoliert sein müssen, nicht vereinsamen. Aber gerade "intime" Treffen wie Hauskreis und "Gastfreundschaft leben" finde ich gefährlich - ich meine, nach dem Gottesdienst in der Kirche wischt man die Klinke ab, und 7 Tage später sind die Viren daran hoffentlich eh eingegangen. Aber Leute in Wohnungen einzuladen bedeutet doch mehr Intimität, engere Räume... finde ich eher schwierig, oder denke ich da falsch?
Gruß und Segen
lubov
Hallo lubov,
Veröffentlicht von: @lubov. Aber Leute in Wohnungen einzuladen bedeutet doch mehr Intimität, engere Räume... finde ich eher schwierig, oder denke ich da falsch?
Ich glaube nicht, dass Du falsch denkst, im Gegenteil.
Ich denke nicht, dass die Isolation monatelang aufrecht erhalten werden kann. Aber momentan geht es ja um eine Eindämmung und Reduzierung und da würde ich mich einfach, auch wenn ich es vielleicht nicht glauben kann, an die Empfehlung der Kanzlerin halten, Sozialkontakte so gut es geht zu reduzieren, bzw. ganz einzustellen.
Es gibt Telefon, WhatsApp, Gottesdienste im Netz, Youtube... natürlich ersetzt das keinen Besuch, aber in der heutigen Zeit müssen wir nicht vereinsamen und gerade unserer Senioren sind meistens in der Lage, ein Handy oder einen Computer zu bedienen, sofern sie das haben.
Natürlich kann man helfen, indem man Einkäufe vor die Tür stellt, so machen wir das mit meiner Mama gerade. Oder wenn es einen Balkon oder Garten gibt über eine Entfernung kurz zu sprechen.
In normalen Zeiten finde ich Gastfreundschaft sehr wichtig.
Aber wir leben gerade nicht in einer normalen Zeit, sondern in einer, wo Gastfreundschaft fatale Folgen hat.
So finde ich Facebook Memes wie "Würde Jesus die Kirchentür verschließen??" völlig panne und daneben.
Jesus würde ...
Veröffentlicht von: @tristesseSo finde ich Facebook Memes wie "Würde Jesus die Kirchentür verschließen??" völlig panne und daneben.
Jesus würde wohl an der offenen Kirchentür stehen und jeden heilen, der hineingeht 😉
Aber es gab laut Bibel drei Zeiten, in denen Gott besonders viele Wunder getan hat: Bei Mose und Josua, bei Elija und Elischa, sowie bei Jesus und den Aposteln (außerdem wären noch die ersten 11 Kapitel von Adam bis Noah ...). In "normalen" Zeiten gab es deutlich weniger Wunder. Und für die letzte Zeit ist vorhergesagt, dass große Wunder lügenhafte Zeichen der Verführung sein werden.
Von daher: Jeder darf hoffen und beten, dass Gott ihn vor Covid-19 verschont, aber mit Sicherheit wird Gott nicht massenhaft Wunder tun.
Also besser Kirchentür zu als Gräber offen für die nächsten Toten wg. Covid-19.
Helmut
Es heißt:
17 Die Glaubenden aber werde ich durch folgende Wunder bestätigen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben und in unbekannten Sprachen reden. 18 Gefährliche Schlangen und tödliches Gift werden ihnen nicht schaden, und Kranke, denen sie die Hände auflegen, werden gesund.
Markus 16
Warum sollte das jetzt anders sein?
Veröffentlicht von: @neubaugoereWarum sollte das jetzt anders sein?
Schau doch einfach mal in die Bibel, was für Wunder wann geschehen sind. Dann merkst du, dass Gott zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich gehandelt hat.
Veröffentlicht von: @neubaugoere17 Die Glaubenden ...
τοις πιστευσασιν, Partizip Aorist. Also geht es nicht (wie beim Partizip Präsens) um eine fortdauernde Handlung, sondern um eine Handlung, die "von außen" als abgeschlossen betrachtet wird. Es geht also um Leute, die glaubten, insofern trifft "Glaubenden" nicht ganz das, was im Griechischen gesagt wird.
Es gibt daher auch die Übersetzung "die geglaubt Habenden", die es natürlich auch nicht exakt trifft, bei griechischen Partizipien geht es ja nicht um Zeit.
Wie das nun auszulegen ist, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein (es gibt ja welche, die Mk 16,17f als Verheißung nur für die ersten Jünger bzw. die Apostel verstehen). Zu beachten ist auf jeden Fall, dass auch im NT schon deutlich wird, dass die Wunder nach einiger zeit zurückgingen: Hatte Paulus in Ephesus noch mit seinen Schweißtüchern heilen können, musste er später Trophimus in Milet krank zurücklassen.
Gott heilt auch heute noch, aber ich glaube nicht, dass es auch nur einen Christen gibt, der jetzt sich an die Kirchentür stellen kann und sämtliche Infizierte, die zum Gottesdienst kommen, heilt, so dass sich keiner ansteckt.
Helmut
Hey,
der Vers steht; er gilt auch heute, wie alles auch heute gilt.
Gottes Zusagen - ich werde folgen lassen den Glaubenden - gilt auch heute. Wir stellen uns nur nicht drauf. Die Zusage aber gilt. Unser - auch mein - Glaube ist zu klein.
Ich hatte auch nicht vor Augen, dass wir uns so gedankenlos und unverantwortlich an die Tür stellen und jeden mit Handschlag begrüßen. So kopflos bin dann selbst ich nicht. 😉 Und doch steht da Gottes Zusage. Was mache ich damit? Was machst Du damit? Was machen wir damit? - Ich mache mir Gedanken darüber.
Und Danke für Deine Sichtweise.
Lieben Gruß
Veröffentlicht von: @neubaugoereder Vers steht; er gilt auch heute
Kann man so sehen, nur ein "Wer keine Wunder erlebt, der glaubt nicht richtig" würde ich nicht unterschreiben wollen.
Veröffentlicht von: @neubaugoereIch hatte auch nicht vor Augen, dass wir uns so gedankenlos und unverantwortlich an die Tür stellen und jeden mit Handschlag begrüßen.
Ausgangspunkt war ja die Frage "Was würde Jesus tun", die von Einigen (woanders) so gestellt würde, als wäre ein Absagen des Gottesdiensts wegen Covid-19 schon Sünde o.ä.
Ich hatte daraufhin gesagt: Der würde jeden, der kommt hineinlassen und alle Infizierten heilen, so dass sich keiner ansteckt. Und erläutert, dass wir uns das nicht zum Vorbild nehmen können.
Natürlich dürfen wir nicht so glaubenslos werden, dass wir Wunder von vornherein ausschließen. Es kommt auf die Balance an. Und da sind wir vermutlich näher beieinander als du dachtest.
Helmut
Hey,
Veröffentlicht von: @hkmwkIch hatte daraufhin gesagt: Der würde jeden, der kommt hineinlassen und alle Infizierten heilen, so dass sich keiner ansteckt. Und erläutert, dass wir uns das nicht zum Vorbild nehmen können.
ein tatsächlich richtig guter Gedanke. Denn ich glaube, Jesus würde DAS wiederum NICHT tun. 😀 - Und warum genau sollten wir uns das nicht zum Vorbild nehmen? 🤨 Wenn wir ihn doch immer zum Vorbild haben? 😉
Veröffentlicht von: @hkmwkNatürlich dürfen wir nicht so glaubenslos werden, dass wir Wunder von vornherein ausschließen. Es kommt auf die Balance an. Und da sind wir vermutlich näher beieinander als du dachtest.
Möglicherweise ... die Reduzierung auf das Sprachliche kann schon schwierig sein oft ... 😌
Lieben Gruß
Veröffentlicht von: @neubaugoereDenn ich glaube, Jesus würde DAS wiederum NICHT tun.
Da er, wenn er zurückkommt, nicht so handeln wird wie beim ersten mal, sind solche Überlegungen sowieso rein theoretisch, das lass ich jetzt auf sich beruhen.
Veröffentlicht von: @neubaugoereUnd warum genau sollten wir uns das nicht zum Vorbild nehmen? 🤨
Hatte ich doch gesagt: Weil die Zeit vorbei ist, in der wir so was erwarten können wie es z.B. Paulus in Ephesus erlebte. Sondern nur noch "normale" Wunder wie beispielsweise Abraham oder David.
Helmut
Sich nicht angemessen vor einer Ansteckung zu schützen wäre wie auf die Zinne des Tempels zu steigen und sich hinabzustürzen. Wie Jesus darauf reagiert hat, wissen wir.
Gruß, Tineli
Hey,
Veröffentlicht von: @hkmwkHatte ich doch gesagt: Weil die Zeit vorbei ist, in der wir so was erwarten können wie es z.B. Paulus in Ephesus erlebte. Sondern nur noch "normale" Wunder wie beispielsweise Abraham oder David.
Warum sollte diese Zeit vorbei sein? *malsofrag* Was hat sich geändert? Oder steh ich grad auf dem Schlauch?
Lieben Gruß
Veröffentlicht von: @neubaugoereWarum sollte diese Zeit vorbei sein?
Erinnere dich daran, was ich [url= https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?tx_scmforum_pi1 [post_uid]=12746940&tx_scmforum_pi1[disablepreset]=0]oben[/url] zu drei Zeiten mit besonders vielen und spektakulären Wundern gesagt habe ...
Jemand hat sich beschwert, dass das hier mit ca. 1000 Beiträgen zu viel wird. Wenns nicht mehr um covid-19 geht: Mach ein neues Thema auf und lad mich dazu ein.
Helmut
AUf den Einwand hab ich schon gewartet... 😀
Ja stimmt doch.
🙄
Da macht man einen Vorschlag und gleich wird einem das um die Ohren gehauen.
Veröffentlicht von: @tristesseDa macht man einen Vorschlag und gleich wird einem das um die Ohren gehauen.
Ich hab eigentlich nur mit dem Zaunpfahl gewinkt, dass ich dir den dabei unabsichtlich um die Ohren gehauen habe, war mir nicht bewusst ...
🙁
Helmut
Nachtrag vom 17.03.2020 0315
Zur Frage des Dispensationalismus und der damit zusammenhängenden Frage, ob es Zeiten besonderer Wunder und andere Zeiten gibt, habe ich jetzt ein neues Thema eröffnet:
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12747563
Sry, ich bin wahrscheinlich ein wenig empfindlich gerade, ist nicht persönlich gemeint.
Hallo Neubaugöre,
unser Pfarrer hat uns geraten Christen mit dem Spruch: "Der Herr segne dich" und dem Gegenspruch "Der Herr behüte dich" zu begrüßen. So geht das unangenehme Gefühl, dass man sich nicht die Hand geben kann schnell weg und man ist dabei doch viel mehr mit dem Herrn und den Geschwistern verbunden, als mit einem Handschlag.
Liebe Grüße
Ralf
Veröffentlicht von: @hkmwkSchau doch einfach mal in die Bibel, was für Wunder wann geschehen sind. Dann merkst du, dass Gott zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich gehandelt hat.
Kommt mir bekannt vor, wenn es auch lange her ist - kenne ich aus dem Reli-Unterricht unter der etwas sperrigen Bezeichnung "Dispensationalismus", was wohl eine Lehre von bestimmten Heilszeiten bedeutet.
Zeichen und Wunder geschehen demnach vor allem am Beginn einer neuen Heilszeit. Ich finde das durchaus plausibel.
Veröffentlicht von: @hkmwkZu beachten ist auf jeden Fall, dass auch im NT schon deutlich wird, dass die Wunder nach einiger zeit zurückgingen: Hatte Paulus in Ephesus noch mit seinen Schweißtüchern heilen können, musste er später Trophimus in Milet krank zurücklassen.
Dass bei "richtigem" und ausreichendem Glauben in jedem Fall ein Fingerschnipp genügt hätte, damit das Gewünschte passiert, das war wohl auch in biblischen Zeiten nicht so.
Veröffentlicht von: @hkmwkich glaube nicht, dass es auch nur einen Christen gibt, der jetzt sich an die Kirchentür stellen kann und sämtliche Infizierte, die zum Gottesdienst kommen, heilt, so dass sich keiner ansteckt.
Gott sei Dank! Eine solches Verhalten wäre kein Ausdruck von Frömmigkeit und Gottvertrauen, sondern von Verantwortungslosigkeit und geradezu gefährlicher Realitätsverweigerung.
Bitte hier weiter
Veröffentlicht von: @suzanne62Kommt mir bekannt vor, wenn es auch lange her ist - kenne ich aus dem Reli-Unterricht unter der etwas sperrigen Bezeichnung "Dispensationalismus", was wohl eine Lehre von bestimmten Heilszeiten bedeutet.
Und damit lagere ich jetzt das Thema aus:
[url= https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12747563]Dispensationalismus etc.[/url]
unser Gottesdienst findet weiterhin statt - vermutlich kommenden Sonntag ohne Besucher vor Ort (außer uns). Aber das macht nichts, da unsere Gemeindeglieder eh durch die Diasporasituation viele der Gottesdienste online mitfeiern. Auf unsere Gemeindearbeit hat die Situation also keine Auswirkungen.
Da unsere Nachbarn auch von der Schulschließung betroffen und beide Ärzte sind, kam mir auch der Gedanke ob wir nicht die Gelegenheit nutzen und in unseren Gemeinderäumen die Möglichkeit zur Betreuung für Schüler anbieten sollten. Allerdings ... gehört mein Mann aufgrund seiner Vorerkrankung und gesundheitlichen Situation zur Risikogruppe, bei der COVID19 einen schweren, wenn nicht tödlichen Verlauf nehmen kann. Deshalb muss das alles gut überlegt sein.
Veröffentlicht von: @piniaDa unsere Nachbarn auch von der Schulschließung betroffen und beide Ärzte sind,
Bei uns in Hessen können diese Kinder von derartigen Funktionsträgern weiter in die Schule und werden dort betreut.
Hessen hat ja auch nicht die Schulen geschlossen, sondern "nur" die Schulpflicht aufgehoben. (zumindest Stand vor 1h)
Das ist aber generell so die Regelung glaube ich.
Hier gibt es auch Notbetreuung für die Berufsgruppen, die nicht wegfallen dürfen (Medizin. Personal, Pflege, Feuerwehr Polizei)
Meine Rede von der aufgehobenen Schulpflicht in Hessen war nicht richtig. Auch dort sind die Schulen inzwischen geschlossen + Notbetreuung für relevante Gruppen (sorry für die Verwirrung, die ich gestiftet habe)
In BW auch.
Veröffentlicht von: @piniaAber das macht nichts, da unsere Gemeindeglieder eh durch die Diasporasituation viele der Gottesdienste online mitfeiern. Auf unsere Gemeindearbeit hat die Situation also keine Auswirkungen.
Interessant - aber eben auch speziell, dass ihr da so weit seid..
Veröffentlicht von: @piniakam mir auch der Gedanke ob wir nicht die Gelegenheit nutzen und in unseren Gemeinderäumen die Möglichkeit zur Betreuung für Schüler anbieten sollten
Man muss ja nicht die Kirchgemeinderäume nutzen.
Bei uns haben die umliegenden Dörfer sofort ihre Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Die Kirche darf sie gern nutzen.
Das finde ich eine tolle Idee!
Berichte mal dann darüber.
Hier trifft sich heute der Kirchenvorstand mit dem Pastor. Ich wäre dafür, die Gottesdienste ausfallen zu lassen. Alles mögliche wird geschlossen, da kann man sich nicht munter weiter zum Gottesdienst treffen.
Veröffentlicht von: @simmyAlles mögliche wird geschlossen, da kann man sich nicht munter weiter zum Gottesdienst treffen.
Ganz genau so sehe ich das auch. Natürlich schade für die vielen älteren Menschen, die die Gottesdienste (zumindest bei uns) für ein Mittel gegen ihre Einsamkeit nutzen.
Veröffentlicht von: @blondschopf10000Alles mögliche wird geschlossen, da kann man sich nicht munter weiter zum Gottesdienst treffen.
Ganz genau so sehe ich das auch. Natürlich schade für die vielen älteren Menschen, die die Gottesdienste (zumindest bei uns) für ein Mittel gegen ihre Einsamkeit nutzen.
Wir feiern vorerst weiter Gottesdienste. Halt kein Apéro, kein Abendmahl. Haben aber auch sehr grosse Räume. ... Und viele Menschen werden selbst entscheiden, dass sie nicht kommen. Das ist gut so.
Unsere Gemeinde hat jetzt alles bis Anfang April abgesagt.
Hier in der Stadt sind jetzt alle Versammlungen ab 50 Personen verboten. Von daher wäre der Gottesdienst sowieso betroffen.
Veröffentlicht von: @jeddie-xMich würde interessieren, ob ihr in euren Gemeinden schon erste Schritte getan habt. Und was genau.
Hier in Seoul fallen die Gottesdienste "meiner" Gemeinde schon seit Anfang März aus.
Wie es in Berlin ist, weiß ich noch nicht. Inzwischen gibts da pro Kopf mehr Fälle als in Seoul (aber in Seoul, der Umgebung [Provinz Gyeonggi] sowie in der Großstadt Busan und der Kleinstadt Sejong (sollte mal Hauptstadt werden, deshalb Provinzfreie Stadt) steigen die Zahlen.
Ich werd auf jeden noch ne Mäil schreiben wie es meine Gemeinde in Berlin hält. Vielleicht am Montag. Und nächste Woche gehts zurück.
Helmut
OT
Bist du berufsbedingt in Südkorea, oder lebst du da?
Veröffentlicht von: @hkmwkWie es in Berlin ist, weiß ich noch nicht.
Gestern abend kam ne Mäil (an alle) mit der Ankündigung, dass der GoDi mit Einschränkungen (z.B. kein Handschlag bei der Begrüßung) stattfindet, und heute morgen (gestern Abend deutscher Zeit) kam ne Mäil, dass der Gottesdienst ganz abgesagt wird, weil die Obergrenze für Versammlungen auf 50 gesenkt wurde. D.h. wer es nicht mehr mitbekommen hat, wird morgen reingelassen, aber jeder muss Anschrift etc. Angeben.
Den Gottesdienst gibt es auch bzw. nächsten Sonntag nur im Netz.
Helmut
PS: Da gefragt wurde: Habe angeheiratete koreanische Verwandtschaft. Also ein längerer Besuch.
Veröffentlicht von: @jeddie-xDadurch entstehen erstaunliche personelle Freiräume 😎
Das habe ich von den hiesigen Pfarrern noch nicht gehört. Die sind momentan eher alle sehr gestresst, weil sie die ganzen Entscheidungen treffen und kommunizieren müssen.
Aber schön wäre es!
Ich bin sehr empört darüber, dass hier in einem kleinen Ort morgen eine Goldene Konfirmation stattfindet. Der Chor dazu wurde zwar abgesagt, weil die Leiterin in Quarantäne ist, aber die ganzen Senioren (Risikogruppe!) sind trotzdem eingeladen - und es ist eine eher kleine Kirche, bei der man sich nicht aus dem Weg gehen kann. Das finde ich wirklich unverantwortlich.
Im Gegensatz zu Konfirmationen von Jugendlichen hängt an einem solchen Fest ja auch nicht soooo viel Organisation, dass man das nicht auf den Herbst verschieben könnte.
Veröffentlicht von: @blondschopf10000Die sind momentan eher alle sehr gestresst, weil sie die ganzen Entscheidungen treffen und kommunizieren müssen.
Na ja.
Veröffentlicht von: @blondschopf10000Ich bin sehr empört darüber, dass hier in einem kleinen Ort morgen eine Goldene Konfirmation stattfindet.
Ich bin tatsächlich für den Selbstentscheid. Das sind mündige Menschen. ... Ich gehe mal davon aus, dass da nicht die Massen kommen.
In der Nähe, online live stream Angebot
Quelle: https://rheiderland.de/lokales/regional/artikel/28805/absagen-ansagen-aktuelles-rund-um-corona
"Jesus House" verschoben
Die geplante "Jesus House"-Woche von Jugendlichen der Evangelischen Gemeinschaft Weener, die vom 17. bis 21. März stattfinden sollte, wird verschoben. Einen neuen Termin gibt es noch nicht - aber die Möglichkeit, "Jesus House" in einem Stream bei YouTube zu sehen: Unter www.jesushouse-live.de ist in der kommenden Woche von Dienstag bis Samstag jeweils von 18.30 bis 19.30 Uhr eine bundesweite Übertragung vorgesehen.
Das "offizielle" Gemeindeleben findet im Moment nicht statt.
Bis Karfreitag sind sämtliche Gottesdienste und sonstigen Gemeindeveranstltungen abgesagt.
Natürlich finde ich das krass, natürlich wird mir die Sonntagsmesse fehlen - aber ich denke, es geht einfach nicht anders.
Selbstverständlich hat die Sicherheit von Menschen höchste Priorität.
Veröffentlicht von: @jeddie-xMich würde interessieren, ob ihr in euren Gemeinden schon erste Schritte getan habt. Und was genau.
Das Pastoralbüro arbeitet noch und jeder, der Hilfe braucht oder anbieten möchte, kann sich dort melden. Die koordinieren das dann.
Virenherd Handy
Ich weiss nicht, ob dies hier in Zusammenhang mit dem Corona-Virus schon irgendwo thematisiert wurde..., aber:
Auf einem Handy (oder auch Computern, Tablets, Notebooks etc.) sollen bis zu zehnmal mehr Keime als auf einer Toilette haften. Deshalb sei es sinnvoll das Telefon regelmässig (täglich mind. einmal) gründlich zu reinigen.
Oftmals ist es ja so, dass man mit den Händen irgendwas anfasste, seien es Türklinken, Einkaufswagen, Türknopf etc. und sobald sich die Gelegenheit bietet - also ca. alle fünf Minuten - ist danach immer der Griff zum Handy absolute Überlebensnotwendigkeit.
Auf diese Weise ist es wohl möglich, dass Viren von der tendenziell warmen und feuchten Oberfläche in den Mundbereich gelangen, sobald mit dem Gerät telefoniert wird oder man sich mit den Händen ins Gesicht fasst.
Ich stelle auch immer wieder fest dass es Menschen gibt, die z.B. in Toiletten von Restaurants mit dem Handy telefonieren oder dieses manuell bedienen.
Ich zeige da grosses Verständnis und bin sehr tolerant, denn es kann ja nicht sein, dass man die Ewigkeit eines stillen Örtchenbesuches mal ohne Handy-Benutzung überstehen kann. Das wäre eine absolut unmenschliche Unzumutbarkeit - nein! - kannste vergessen.
Guter Hinweis
Danke dafür!
Danke für den Hinweis.
Da ich jetzt für meine Schwiegereltern einkaufen gehe und ihre bevorzugten Marken nicht kenne, fotografiere ich die Produktverpackungen bei ihnen und habs dann leichter, das Gewünschte im Geschäft zu wählen.
Da gibt es natürlich jede Menge Gelegenheit das Handy zu belasten.
Bakterien können sich auch außerhalb des Körpers vermehren - so entsteht bei nicht gereinigten Oberflächen, in nassen Spülschwämmen etc. ein Bakterienherd.
Viren können sich nur in Wirtszellen vermehren, also nur innerhalb eines Körpers. Auf Oberflächen können sie sich zwar eine Zeitlang halten, aber sie vermehren sich nicht.
Dadurch ist die Infektionsgefahr über Kontaktflächen bei Viren wesentlich geringer als bei Bakterien.
Wenn ihr Sorgen wegen des Handys habt, wischt es mit einem frischen Küchenpapier gründlich ab und wascht euch anschließend die Hände.
Gruß, Tineli
Ich desinfiziere mein Handy auch in Nicht-Corona-Zeiten regelmässig.
Langzeitfolgen?
Womöglich hab ich's bislang übersehen/überlesen, vielleicht mache ich auch einen gewaltigen Denkfehler. Aber irgendwie scheint mir, dass niemand so recht an die Langzeitfolgen der derzeitigen Verlangsamungs-Bemühungen hinsichtlich der Infektionsverbreitung denkt.
Meine Überlegungen (korrigiert mich, wo ich falsch liege - ich möchte falsch liegen! 😉 ):
Um das erwünschte Ergebnis hinsichlich einer Abflachung der Infektionskurve zu erreichen, müssen die entsprechenden Maßnahmen über einen langen Zeitraum hinweg durchgezogen werden. Wenn die Maßnahmen darin bestehen, praktisch das gesamte kulturelle und gastronomische Wirtschaftssegment Richtung Null herunterzufahren, werden die wirtschaftlichen Einbußen gewaltig sein. Kleinbetriebe in der Branche werden reihenweise in Konkurs gehen. Kurzarbeitsgeld wird vielleicht Angestellen bezahlt werden - aber woher bekommen Selbständige das Geld? Gut, klar, es sollen Kredite schnell, unbürokratisch, womöglich auch praktisch zinsfrei, vergeben werden. Aber der Umsatz bricht über Monate hinweg weg: die aufgenommenen Kredite werden irgendwann zurückgezahlt werden müssen.
Und über die Güterproduktion ist damit noch gar nichts gesagt worden. In meinem Bekanntenkreis habe ich nun schon mehrere Fälle, wo Leute wohl keine andere Möglichkeit haben, als "krank zu feiern", falls die Schulen und Kitas demnächst geschlossen sind und sie sich um ihre Kinder kümmern müssen (damit Oma und Opa zu beauftragen kommt ja logischerweise nicht infrage).
Nun heißt es zwar immer, man dürfe den Kommerz nicht über die Gesundheit stellen.
Nur ist das eine Nullaussage, denn: Kommerz und Gesundheit stehen in einer Beziehung zueinander. Das größte Gesundheitsrisiko, das es gibt, ist Armut! Erinnern wir uns mal der Asien-Krise kurz vor der Jahrtausendwende. Damals gingen viele Betriebe in Konkurs, begingen viele wirtschaftlich Ruinierte Selbstmord.
Gibt es Statistiken, wie sich eine zu erwartende gravierende Rezession hierzulande auf die Bevölkerungsgesundheit, d.h. auch auf die Lebenserwartung auswirken könnte?
Gestern im Gespräch mit einem befreundeten Restaurantbetreiber kamen diesem die Tränen: "Ich kann jetzt schon die Mädels nicht mehr bezahlen (die Frauen, die in der Küche und an den Tischen arbeiten) und muß ihnen sagen: brauchst erstmal nicht mehr kommen. Aber Miete und Strom und alles muß gezahlt werden. Und ich muß überlegen: mach ich wegen der paar Leute, die noch kommen, überhaupt noch auf? Wenn die dann ewig auf ihr Essen warten müssen, bleiben sie morgen auch noch zuhause und dann kann ich den Laden dicht machen. Und meine Ex will weiter die Alimente und da müßte ich dann vor Gericht gehen und dazu brauch ich nen Anwalt." (Er ist Italiener und spricht nur gebrochen Deutsch und alles, was mit Anträgen/Formularen/Behörden usw. zu tun hat, ist für ihn mit einem Vielfachem an Streß und Auwand verbunden im Vergleich mit jemandem, der fließend Deutsch spricht). Der Mann ist jetzt schon verzweifelt - und dabei müßten ja die Einschränkungen, wie sie nun allerorten gefordert oder angeordnet werden (Beschränkung sozialer Kontakte), über Monate hinweg durchgezogen werden.
Hat mal jemand durchgerechnet, wieviele Menschen in Deutschland in ähnliche Situationen geraten werden - und wie sich das auf deren wirtschaftliche und damit auch gesundheitliche Verfassung auswirken wird?
Bei der spanischen Grippe Anfang des letzten Jahrhunderts war meines Wissens die zweite Welle diejenige, die die meisten Todesopfer forderte. Wenn man daraus lernen will, wird man dieses Mal nicht zu "vorschnell" wieder zum Business as usual zurückkehren - das heißt, man wird die Restriktionen für das öffentliche Leben nicht so schnell wieder zurücknehmen. Insbesondere dann nicht, wenn jeder, der mit wirtschaftlichen Erwägungen argumentiert, sofort die vollen moralischen Breitseiten zu spüren bekommt nach dem Motto: "Wie kann man nur so verantwortungslos sein und finanzielles Gewinndenken über Menschenleben stellen?"
Ich selbst hab ja schon sozusagen innerliche Hemmungen, mal zu überlegen, wessen Leben mehr wert sei: das eines Achtzigjährigen im Altenheim, oder das eines Vierzigjährigen, der ein kleines Konzert-Unternehmen leitet? Der Achtzigjährige könnte, wenn sich die Infektionskurve nicht abflacht, womöglich erkranken und dann nicht rechtzeitig ein Bett auf der Intensivstation ergattern.
Der Vierzigjährige könnte, wenn er ein halbes Jahr nicht's verdient, aber Miete usw. weiter zahlen muß, vor den Trümmern seiner Lebensplanung stehend, vor die Bahn werfen.
Übrigens hört man in den letzten Tagen immer mehr Meinungen mit dem Tenor: die Globalisierung ist an der derzeitigen Misere schuld. Lange, unnötig aufwendige "Dokumentationen" im TV kommen zu dem Schluß, dass es schlimm sei, dass die Medikamentenproduktion "allein aus Kostengründen" in den letzten Jahren nach Asien verlegt worden sei, dass nicht ausreichend Pflegepersonal und medizinische Ressourcen vorrätig seien.
Ja, im Nachhinein ist man immer schlauer, nicht wahr? Und was wird man darauf für Schlüsse ziehen? Demnächst eine chronisch defizitäre Medikamentenproduktion in Deutschland etablieren und sich gegen günstigere Präparate aus dem Ausland per protektionistischer Instrumente wehren?
Die Globalisierung rückgängig machen? Im Ernst? Was wird das kosten und womit soll das dann bezahlt werden, wenn man nebenbei ja auch immer noch andere Baustellen wie beispielsweise den Klimawandel oder die anscheinend dringend notwendige Aufrüstung mit "modernen Waffen" zu wuppen hat? Woher soll das zusätzliche Geld kommen? Ich rate mal: nicht von den Reichen, die heute schon alle Möglichkeiten haben, sich privat gegen Krankheitsrisiken abzusichern...
Die Corona-Pandemie schlägt weltweit zu. Die wirtschaftlichen Folgen werden weltweit zu spüren sein. Wenig Hoffnung, dass sich da dann "von der Krise verschonte" Staaten der besonders gebeutelten Länder werden annehmen können.
Die Weltwirtschaftskrise ist noch nicht ganz so lange her wie die Spanische Grippe. Sie veränderte die Welt auch grundlegender...
Veröffentlicht von: @blackjackMeine Überlegungen (korrigiert mich, wo ich falsch liege - ich möchte falsch liegen! 😉 ):
Volle Zustimmung zu deinem Posting. Nur drückst du das wesentlich besser, ausführlicher und detaillierter aus als ich das kann und erhältst dementsprechend auch mehr Resonanz als das bei meinen wenigen Beiträgen der Fall ist. 😀 Von daher kann ich dich - leider - nicht korrigieren.
Die wirtschaftlichen und kulturellen Folgen sind für mich momentan nicht abschätzbar. In der NZZ vor ein paar Wochen war zu lesen, dass dieses Coronavirus das Potenzial hat unser Leben auf den Kopf zu stellen.
Was die Kultur- resp. Unterhaltungsindustrie betrifft, analysiere ich das Ganze besonders im Blick auf den Fussball, da ich mich damit seit vielen Jahren intensiv auseinandersetze. Die normalen Durchschnittsvereine sind da m.E. in gewisser Weise vergleichbar mit Betrieben der Unterhaltungsindustrie.
Nachtrag vom 13.03.2020 1723
Passend zum Thema:
https://www.srf.ch/news/schweiz/veranstalter-in-coronakrise-eine-ganze-branche-aechzt
Der Artikel, auf den Du verlinkst, illustriert schon einen Aspekt dessen, worum es mir geht, sehr gut. Meine Perspektive ist womöglich noch allgemeinerer Art. Erstens versuche ich, den Zeithorizont etwas weiter zu stecken: wenn jetzt schon, nach zwei Wochen (!!), die ersten Kleinunternehmen vor dem Bankerott stehen - was ist dann zu erwarten, wenn wir mal annehmen, dass die entsprechenden Maßnahmen noch vier, fünf, gar acht Monate durchgezogen werden müssen? Und Kredite, möglicherweise auch zinsloser Art, können ja nicht aus dem Vakuum hervorgezaubert werden. Die müssen irgendwo herkommen. Wer nun mehrere Monate lang nicht produktiv arbeiten kann/darf, wird dennoch in dieser Zeit weiter Waren konsumieren. Die müssen von irgendwem hergestellt werden...
Ich bin kein Ökonom, aber mir scheint, dass der Wandel von einer Industrieproduktions-Gesellschaft hin zur Dienstleistungsgesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten sozusagen das war, was man als gesellschaftlichen Fortschritt verstand. Gerade aber die Dienstleister erleben durch das "Runterfahren" des kulturellen Betriebs einen gewaltigen Rückschlag. Wie schnell werden sie sich davon erholen können?
Auf der Suche nach Vergleichen bin ich beim Narrativ des Weissen Hais gelandet. In dem bekannten Spielberg-Film wird es exemplarisch auserzählt: Eine akute Naturgewalt-Gefahr bedroht das Leben. Der Fachmann fordert drastische Maßnahmen, um dieser aktuen Gefahr zu begegnen. Die Naturgewalt selbst taugt nicht als Bösewicht, aber ein Bösewicht wird gebraucht: der Bürgermeister. Der hat "nur" das wirtschaftliche Wohl seiner Gemeinde im Sinn und ist deswegen gegenüber den Warnungen taub.
Kein Politiker möchte der Bösewicht sein...
Und so verhält sich unsere Politik genau anders herum: niemand möchte auch nur in den Verdacht geraten, die Naturgeahr zu unterschätzen. In Zeiten Skandalisierung als üblichem Politikmechanismus kann es sich als tödlich für die Politikerkarriere herausstellen, wenn man im falschen Moment vielleicht zu zynisch rüberkommt, nur weil man sagt: wir müssen auch an's Geschäft denken!
Nun wurden gerade unbegrenzte Kredite versprochen. Geld, das Scholz und Altmaier nicht persönlich erwirtschaften brauchen...
Kann man immer erst im Rückblick sagen
Prognosen sind gefährlich vor allem wenn sie sich auf die Zukunft beziehen.
Aber man wird es in ein oder 2 jahren ja gut vergleichen können, Hyperaktivität (China) und Aktivität (Europa) versus totale Gleichgültigkeit , Russland und USA zum Beispiel.
Nur: was vergleichen? Wirtschaftlicher Einbruch, Tote, individuelles Leid.
Wüsste nicht wie das gehen sollte.
übrigens
Veröffentlicht von: @blackjackUnd über die Güterproduktion ist damit noch gar nichts gesagt worden.
Was mich noch bedenklich stimmt sind die Lieferketten, die unterbrochen sind, gerade was die Produktion in China betrifft.
Unsere grössten Detailhändler in der Schweiz haben zur Coronaproblematik Krisenstäbe gebildet. Der Nachschub für zwei, drei Monate sollte sicher kein Problem sein - aber was, falls die Krise länger andauern sollte?
Diese Gedanken mache ich mir auch gerade...
Man mag die Wirtschaft mal für ein, zwei Wochen runterfahren... aber nicht für ein halbes Jahr, wie es wohl nötig wäre. Denn das wird am Ende auch wieder Leben kosten, von ruinierten Existenzen mal ganz zu schweigen.
Es wird also voraussichtlich darauf hinauslaufen die Sache bis Ostern zu verlangsamen und danach wieder zu "business as usual" überzugehen - mit der Folge, dass Corona dann erst richtig ausbricht.
Diese Übergangszeit werden wir nutzen müssen, um uns auf die kommenden Fälle einzurichten. Mit Augen zu und durch ist es nicht getan...
Nunja, die meisten "Pausen" sind erst einmal nur für 2-3 Woche geplant. Ich denke man versucht so einige Ansteckungsherde zu dezimieren.
So blauäugig dass man dadurch Corona aufhält ist ja zum Glück niemand.
Mit einer Reduzierung der Ansteckungsherde reduziere ich die Anzahl der Neuinfektionen (Verringerung möglicher Kontaktpersonen).
Bei dem Tempo mit dem sich der Virus verbreitet habe ich meine Zweifel wie lange dieser Effekt anhält...wenige Tage?
Man müsste diese Maßnahme in regelmässigen Abständen bis zum Sommer durchziehen, dann hofft man auf einen natürlichen Rückgang bis zum Herbst/Winter...und dann beginnt das Spiel von vorn 😕
Hallo Blackjack,
solche Gedanken habe ich mir bis jetzt verboten... und ich werde das auch weiter tun.
Setze lieber Schritt vor Schritt, versuche positiv zu bleiben.
Denn, egal wie es kommt - ich werde das nicht ändern können. Aber hoffe, dass diese sicher große Krise auch Chancen bietet.
Ich bleib im Jetzt, das ist besser.
Nachtrag vom 13.03.2020 1704
Ach so, und die Arbeit an Impfstoff/ Medikament geht ja hoffentlich auch langsam, aber stetig, weiter.
Veröffentlicht von: @polyglottsolche Gedanken habe ich mir bis jetzt verboten... und ich werde das auch weiter tun.
Schön, wenn du dir das leisten kannst... das gilt nur leider nicht für jeden. Bekannte von mir stehen bereits jetzt unmittelbar vor einer existenzbedrohenden Situation... bei mir könnte es nach Ostern so weit sein.
Und das bedeutet natürlich, dass ich mir schon jetzt den ein oder anderen Gedanken darüber machen muss, wie es dann weitergeht...
Veröffentlicht von: @lucan-7Schön, wenn du dir das leisten kannst...
Ja, in der Tat, ich habe Glück, dass wir uns jedenfalls jetzt um so etwas noch keine Gedanken machen müssen.
Und ich verstehe, dass andere davon mehr betroffen sind und sich natürlich konkret damit beschäftigen.
Nur hilft es ja weder deinem Bekannten noch dir noch anderen Selbständigen, wenn ich mir Sorgen oder Gedanken mache über Dinge, die ich nicht ändern kann.
Nur so war es gemeint und nicht anders.
Dir und allen Selbständigen wünsche ich baldige konkrete Zusagen der Politik.
Veröffentlicht von: @polyglottNur hilft es ja weder deinem Bekannten noch dir noch anderen Selbständigen, wenn ich mir Sorgen oder Gedanken mache über Dinge, die ich nicht ändern kann.
Es ist sicher vernünftig, jetzt nicht ständig den Teufel an die Wand zu malen und das Schlimmste zu befürchten.
Aber ich mache mir schon Gedanken über das ein oder anderes Szenario... das heisst etwa, geplante Reisen zu verschieben, Besuche abzusagen, größere Anschaffungen vermeiden etc... einfach, weil man halt nicht weiss was jetzt kommen wird.
Veröffentlicht von: @polyglottDenn, egal wie es kommt - ich werde das nicht ändern können.
Naja, vielleicht passen meine Überlegungen auch nicht hier in's Forum, sondern wären eher in der Politik-Rubrik angebracht. Denn ich bezog mich nicht so sehr auf meine persönliche Situation, sondern das, was man - mir fällt gerade kein besserer Ausdruck ein - die übliche Meinung zum Problem bezeichnen könnte.
In einer der vielen Talk-Sendungen zu Thema meinte gestern jemand, die Politiker hätten gerade das Problem, dass alles, was sie entscheiden, falsch sei/sein könne.
Das mag in gewissem Maße stimmen: aufgrund von unsicherem Tatsachen-Wissen kann man schwerlich gute Entscheidungen treffen.
Aber das könnte man ja für alle Politik-Felder so behaupten. Ist nun mal das Berufsrisiko von Politikern, dass sie sich irren können.
Mir kommt es bloß so vor, als würde die Politik im Moment vor allem von der Angst der Protagonisten bestimmt, später als "verantwortungslos" dargestellt zu werden. All die Quarantäne-Maßnahmen, das ganze Verbieten von Veranstaltungen, Schließen von Schulen usw. - das sind so Dinge, die sich leicht entscheiden und im Nachhinein immer mit dem Satz "Das Wichtigste in der Situation war doch, Menschenleben zu retten!" begründen lassen. Ich denke mal zwei, drei Jahre in die Zukunft, ans womöglich dann angestrengte Gerichtsverfahren gegen "Verantwortliche": Diejenigen, die heute ratzfatz alles Mögliche schließen und verbieten, befinden sich da auf der "sicheren Seite". Denn es wird sich im Nachhinein schwerlich belegen lassen, dass die Maßnahmen nicht notwendig gewesen seien. Ganz unabhängig davon, wie gut die Maßnahmen dazu taugten, die Infektionskurve abzuflachen, kann nachträglich immer argumentiert werden:"Wären die Maßnahmen nicht durchgeführt worden, wäre es vermutlich noch schlimmer gekommen!"
Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung wird man aber nicht an einzelnen Politiker-Entscheidungen festmachen können. Ob Altmaier oder Scholz, Merkel oder sonst ein Politiker: sollte es aufgrund der harten Maßnahmen zu einer Rezession kommen, wird man keinen der Verantwortlichen persönlich ausfindig machen können.
Kurz: ich habe so das ungute Gefühl, als wenn wir kollektiv, als Gesellschaft, es uns zu einfach machen, wenn nun überall immer das Primat der Gesundheit vor das der Wirtschaft gesetzt wird, so, als hätte eine Rezession nicht auch gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung. Es entsteht da so eine Art "moralischer Druck" auf die Entscheider, schnell und aktionistisch Maßnahmen durchzudrücken und die Langzeitfolgen dabei zur Seite zu schieben.
Manch einen Gedanken wage ich dabei kaum aufzuschreiben, so sehr wirkt dieser moralische Druck auch auf mich: muß nicht abgewogen werden, wieviel uns gesellschaftlich das Überleben von Achtzigjährigen in Relation zu dem Überleben von Zwanzig- bis Vierzigjährigen wert ist? Nochmal: ich habe die Weltwirtschaftskrise ab 1929 vor Augen - deren direkte und indirekte Folgen gruselig waren. Man darf durchaus behaupten, dass z.B. Hitler ohne den Schwarzen Freitag nie an die Macht geraten, der zweite Weltkrieg womöglich ausgefallen wäre. Mal davon abgesehen, dass eine starke Rezession selbstverständlich immer zuerst die sozial Schwachen traf und trifft. Auch medizinische Versorgung ist ja nicht kostenfrei, muß also erwirtschaftet werden.
Veröffentlicht von: @polyglottIch bleib im Jetzt, das ist besser.
Naja, woanders als im Jetzt leben wir alle nicht. Aber was willst Du mit "das ist besser" denn sagen? Dass man sich nicht über die Konsequenzen dessen, was jetzt entschieden wird, Gedanken machen sollte?
Veröffentlicht von: @polyglottAch so, und die Arbeit an Impfstoff/ Medikament geht ja hoffentlich auch langsam, aber stetig, weiter.
Das ist in der Tat ein gewichtiges Argument. Nur sind die Infos, die ich zu dem Thema bislang gehört habe, solche, dass wir nicht hoffen sollten, da vor Ende des Jahres einen Impfstoff zu bekommen. Und falls bis dahin die Wirtschaft "runtergefahren" bleiben sollte...
Veröffentlicht von: @blackjackNaja, vielleicht passen meine Überlegungen auch nicht hier in's Forum, sondern wären eher in der Politik-Rubrik angebracht.
Das würde ich für eine gute Idee halten.
Und - sicher kann ich mir darüber Gedanken machen. Eigentlich bin ich sogar ein sehr politischer Mensch.
Nur - hier ist eine Situation, wo ich mir nicht anmaße, die Zusammenhänge zu überblicken.
Von daher ziehe ich es vor, meine täglichen Verrichtungen zu erledigen.
Und zu überlegen, wen ich konkret jetzt unterstützen kann (z.B. mit Kinderbetreuung).
Es nützt niemandem, wenn ich mich in Gedanken stürze, was alles sein könnte oder nicht - wenn ich nicht die Möglichkeit habe, das zu beeinflussen oder zu ändern. Und es tut mir nicht gut.
Also, wie gesagt, darum mach ich mir gerade höchstens Gedanken über Dinge, die ich ändern kann.
Dr. Marylyn Addo ......
..ist mit den ersten Impfstoffmodellen schon in der Testphase am Menschen.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-infektiologin-suche-impfstoff-100.html
Es geht nur nicht, einen unsicheren Impfstoff anzuwenden, der evtl Schaden anrichtet.
Hi Blackjack, ich fürchte du hast recht. Die hoffen vielleicht auch auf den Sommer.... Aber bedenkt man das Italien und Spanien hart betroffen sind, wo heute soviel UV Strahlung da ist wie hier im April oder Mai, dann muss man hier zurück haltend sein.
Ich hab kleine Kinder, ein Vater mit Copd und Schulden wegen Immobilien. Man macht sich Sorgen. Was soll an Ostern besser werden? Ich vermute das geht bis zum Sommer weiter
Mittelfristig werden auf jeden Fall in ca. 9 Monaten deutlich mehr Babys zur Welt kommen als ein Jahr zuvor.
Du glaubst, das einzige, was Menschen miteinander machen können, wenn sie für längere Zeit auf engerem Raum verbringen, ist sich zu vermehren?
Ich glaub allerdings auch, dass vielen das Spaß machen wird... 😇
verhustet und verschnupft??? 😀
Neeeeeeeeeeeeeeeeee 😀 😀
na gut, bei den anderen, die keine Symptome haben ... möchlich ...
Veröffentlicht von: @neubaugoereDu glaubst, das einzige, was Menschen miteinander machen können, wenn sie für längere Zeit auf engerem Raum verbringen, ist sich zu vermehren?
😀
Aber es reicht ja schon, wenn jedes 10 Paar deswegen sich "zusätzlich vermehrt", und wir haben einen deutlichen Anstieg der Geburten.
Ich denke aber, die meisten werden verhüten ... in 9 Monaten sind wir jedenfalls schlauer 😎
Helmut
Hast du irgendein Problem damit, wenn Menschen Liebe machen?
Ganz im Gegenteil.
Ich hab ein Problem damit, wenn es die einzige Beschäftigungsmöglichkeit von tausenden ist, die ihnen einfällt. 😉
Veröffentlicht von: @neubaugoereDu glaubst, das einzige, was Menschen miteinander machen können, wenn sie für längere Zeit auf engerem Raum verbringen, ist sich zu vermehren?
Manche scheinen das jedenfalls vorzuziehen... was sollen sie auch schon sonst machen? Etwa miteinander reden? Wo soll das hinführen?
Veröffentlicht von: @lucan-7Manche scheinen das jedenfalls vorzuziehen... was sollen sie auch schon sonst machen? Etwa miteinander reden? Wo soll das hinführen?
😨😨😨 *Panik*
😀 😀
Veröffentlicht von: @qdspielerMittelfristig werden auf jeden Fall in ca. 9 Monaten deutlich mehr Babys zur Welt kommen als ein Jahr zuvor.
Wie das?
Ich hab noch nicht gehört, dass Fernsehen und Streamen eingestellt wird 😊
Hilfe vom Staat?
In Deutschland will ja die Regierung dafür sorgen, dass Betriebe leichter an Kredite kommen können (Bürgschaften über KfW etc.).
Also wenn dein Italiener in D ist, kann er vermutlich seine "Mädels", die Miete etc. mit einem günstigen Kredit bezahlen.
Die Hoffnung ist, dass nach Covid-19 es wieder normal wird, dann verdient dein Italiener wieder und kann Kredite zurückzahlen.
Veröffentlicht von: @blackjackDie Weltwirtschaftskrise ist noch nicht ganz so lange her wie die Spanische Grippe. Sie veränderte die Welt auch grundlegender...
In den USA führte sie zum "New Deal" von Roosevelt, in D zur Machtergreifung Hitlers.
Vorhersagen lassen sich daraus nicht ableiten außer: Es wird vermutlich so Einiges passieren.
Helmut
Veröffentlicht von: @blackjackWenn die Maßnahmen darin bestehen, praktisch das gesamte kulturelle und gastronomische Wirtschaftssegment Richtung Null herunterzufahren, werden die wirtschaftlichen Einbußen gewaltig sein. Kleinbetriebe in der Branche werden reihenweise in Konkurs gehen.
Das wird so sein.
Es wird sich zeigen, ob wir als Gesellschaft zu Solidarität und Liebe fähig sind. Ob wir - das ist meine Meinung - als Gesellschaft an die Rettung von Eigeninteressen denken, oder ob wir Umkehren zu mehr Gerechtigkeit.
Veröffentlicht von: @belannaAlso wenn ich mir anschaue, was derzeit im Einzelhandel abgeht, dann fürchte ich eher das.
Vor allem, warum zum Henker ausgesprochen Klopapier?!
Es gibt kaum was, was man beliebiger austauschen könnte als das. Taschentücher, Feuchttücher, man könnte sogar Lappen nehmen und dann auskochen und wiederverwenden.
Was ist am Klopapier, dass das so gehamstert wird?
Mehl, Zucker, etc. kann ich ja noch nachvollziehen, aber Klopapier?
Vielleicht weil Feuchttücher dann über den Restmüll entsorgt werden müssen. Bei einer größeren Familie ist dann gleich mehr an Abfall. Wenn ich mir vorstelle, man muss dass noch auskochen - geht vielleicht für agile und fitte Menschen. Aber für so manche Großfamilie oder ältere Menschen halte ich das schwer prktikabel.
Veröffentlicht von: @frischebriseBei einer größeren Familie ist dann gleich mehr an Abfall.
Naja.
Aber kurzfristig dürfte das nicht wirklich sooo problematisch sein. Wie gesagt, es gibt noch Zewa und Taschentücher.
Veröffentlicht von: @frischebriseAber für so manche Großfamilie oder ältere Menschen halte ich das schwer prktikabel.
Meine Vermutung ist einfach eine andere.
Da hat irgendwer angefangen, Klopapier zu hamstern, dann haben alle Angst bekommen und sind losgerannt. Rational ist das nicht zu erklären.
ALso Deine Vorschläge halte ich für unsere 6köpfige Familie für wenig praktikabel.
Und es ist ja nicht nur Klopapier. Es gibt kaum noch Seife, Mehl, Zucker, H-Milch (außer die widerliche fettarme), von Desinfektionsmitel mal ganz abgesehen....
Apropos: Wird Desinfektionsmittel eigentlich schlecht? Also wirkungslos?
Ich habe in den Untiefen meiner Schränke noch zwei Sprühflaschen mit Bacillol gefunden, abgelaufen vor 14 Jahren.... ^^
Veröffentlicht von: @belannaALso Deine Vorschläge halte ich für unsere 6köpfige Familie für wenig praktikabel.
Das mag sein.
Es gibt aber auch noch jede Menge Familien, die kleiner sind, Pärchen ohne Kinder und Singles.
Und es sah beim Hamstern gestern nicht unbedingt danach aus, als würden nur die Großfamilien Klopapier holen. Da hätte ich es ja noch verstanden. Ich hab 10 Jahre im Marktkauf an der Kasse gesessen und kann ganz gut einschätzen, wer was für wen einkauft 😊 Den meisten sieht man es tatsächlich an.
Veröffentlicht von: @belannaUnd es ist ja nicht nur Klopapier. Es gibt kaum noch Seife, Mehl, Zucker, H-Milch (außer die widerliche fettarme), von Desinfektionsmitel mal ganz abgesehen....
Ja, aber das beruhigt sich ja schnell wieder. Und es gibt meistens noch irgendwelche Alternativen. Man kann übrigens bei Rewe online für 50 Euro versandkostenfrei ordern und die haben Klopapier in allen Preisklassen, allerdings darf man "nur" 7 Packungen bestellen 😊
Als die Nudeln aus waren hat meine Kollegin z.B. Miracoli geholt. Was sie mit der Soße macht, weiß sie noch nicht, aber sie hat Nudeln.
Veröffentlicht von: @belannaApropos: Wird Desinfektionsmittel eigentlich schlecht? Also wirkungslos?
Ich habe in den Untiefen meiner Schränke noch zwei Sprühflaschen mit Bacillol gefunden, abgelaufen vor 14 Jahren.... ^^
Oh wow 😀
Stell es mal bei Ebay rein.
Ich würde sagen, besser als gar nichts. Wir haben da mal mit dem Chef drüber gesprochen gestern. An sich wird Alkohol und nichts anderes ist es ja, nicht "schlecht". Es kann natürlich in der Wirkung irgnendwann schwach werden, weil Alkohol schnell verdunstet. Passieren kann Dir nichts, kann nur sein, dass es nicht mehr viruzid ist.
Im Übrigen reicht es an sich, wenn man wenn man heimkommt sehr gründlich die Finger wäscht, überhaupt wenn man die Möglichkeit dazu hat. Notfalls geht das auch mit Duschgel oder Spüli. Man muss nicht desinfzieren.
Aber es gibt schon wieder bezahlbare Angebote von Firmen, die Desinfektionsmittel an Apotheken liefern, wir haben die Woche was reinbekommen und bekommen auch noch die nächste Zeit. Das wird sich bald beruhigen.
Wenn die Leute einfach etwas weniger unvernünftig wären, dann würde es für alle reichen. 🙄
Veröffentlicht von: @tristesseDen meisten sieht man es tatsächlich an.
Echt? Das interessiert mich jetzt.... wäre allerdings nen eigenen Thread wert.... 😀
Veröffentlicht von: @tristesseAber es gibt schon wieder bezahlbare Angebote von Firmen, die Desinfektionsmittel an Apotheken liefern, wir haben die Woche was reinbekommen und bekommen auch noch die nächste Zeit. Das wird sich bald beruhigen.
Ich bin jemand, der quasi NIE mit Desinfektionsmittel arbeitet, sonst wäre das kaum abgelaufen. Das war noch von einer Noro-Aktion, wo wir zwei Tage später Besuch bekamen und ich vermeiden wollte, dass die ein Souvenir mitnehmen... ich würde auch jetzt keines kaufen.
Nur: Wenns schonmal da ist, dachte ich, ich frag mal, bevor ichs werfe.... 😉
Veröffentlicht von: @tristesseWenn die Leute einfach etwas weniger unvernünftig wären, dann würde es für alle reichen. 🙄
Wahre Worte...
Nachtrag vom 14.03.2020 1806
..bevor ichs wegwerfe...
Veröffentlicht von: @belannaEcht? Das interessiert mich jetzt.... wäre allerdings nen eigenen Thread wert.... 😀
Das ist auch total spannend. Natürlich ist das jetzt 25 Jahre her, aber es gibt so ein paar Grundsätzlichkeiten.
Veröffentlicht von: @belannaNur: Wenns schonmal da ist, dachte ich, ich frag mal, bevor ichs werfe.... 😉
Schmeiss es nicht weg. Zumal Du das nicht über den Hausmüll entsorgen darfst. Das ist flammbar, das heißt das ist Sondermüll.
Ich würde es bedenkenlos verwenden.
Veröffentlicht von: @tristesseDas ist auch total spannend. Natürlich ist das jetzt 25 Jahre her, aber es gibt so ein paar Grundsätzlichkeiten.
Kann ich bestätigen... ich war auch einige Jahre im Verkauf, und es ist schon erstaunlich was man da in kürzester Zeit an privaten Dingen über Menschen mitbekommt.