Kochen im Oktober 2022
Na, was landet bei euch so Interessantes auf den Tellern? ☕ 🍔 🍵
Schreibt doch bitte die Gerichte fett markiert, das wäre toll und übersichtlich. Das "@ Name" könnt ihr rauslassen, ist ja für uns alle, nur beim Antworten auf jemanden ist das für die Benachrichtigung wichtig. Rezepte dann auf Nachfrage.
Na dann, auf gegenseitige Inspiration. 🙂
Schluffkes (Reibekuchen) und Apfelmus
@deborah71 Gibt es Anfang nächsten Jahres für mich bei einer Freundin, als Zinsen für die 400€ die ich ihr geliehen habe.
Da ich morgen (Sonntag) in einer Vorortgemeinde Gottesdienst halten werde,
habe ich schon mal das Mittagessen für morgen vorbereitet:
Gemüsesuppe mit Grießnockerln,
Hirschkeule mit Grünkohl und gebratener Kürbispolenta
Bratapfel mit Mandelpudding
@blackhole
Grünkohl KANN sehr lecker sein, es kommt auf die Zubereitung an...
... und vielleicht auch auf etwas Gewöhnung.
Als ich das erste Mal Grünkohl vorgesetzt bekam, fand ich ihn eher bääääh.
Heute - lecker, mit viel Schmalz, etwas Butter, mit Kartoffelmehl leicht gebunden, alternativ auch mit Schmand oder einem Hauch Sauce Hollandaise und auf jeden Fall mit süßen Kartoffeln....
@tristesse
Die Sauce darf nicht dominieren und der Grünkohl muss grün bleiben.
Aber ein Hauch heller Sauce (oder Sahne) mildert die Strenge und schmeckt nicht vor.
Schließlich muss man auch an die Enkel denken, die den Grünkohl schon wegen der grünen Farbe nicht so besonders mögen.
Ich weiß nicht, ob dir das auch schon aufgefallen ist: Kinder mögen nicht so gern grüne Gerichte, egal ob Gemüse (Spinat) oder Salat. Kinder essen lieber rot (Wurst) oder hell bzw. gelb (Pommes).
Hi,
da ich keine Kinder bekoche, kann ich meinen Grünkohl ganz ohne Sahne oder Sauce Hollandaise kochen 😉 Das ist für uns Westfalen fast ein Sakrileg, den schönen Grünkohl durch Milchprodukte optisch aufzuhübschen. Ich hab das echt noch nie gehört, auch bei Familien nicht. Wenn die Patenkinder da sind, experimentiere ich auch nicht mit Grünkohl oder ähnlichem, sondern erfülle Wünsche. Das ist das Vorrecht der Patentante.
Die Kinder, die ich kenne essen durchaus auch grüne Gerichte wie Gurke, Erbsen, Spinat, Salat, etc. Dass sie lieber Pommes und Würstchen als Grünzeug essen liegt meiner Erfahrung nach nicht an der Farbe, sondern am Produkt in sich. Ich esse ja auch Pommes lieber als Erbsensuppe 😆
Original wird Grünkohl mit Gerstengrütze eingedickt... das kann ich mir schwerlich zu Hirsch vorstellen.
Sauce Hollandaise schon eher...
Ich habe auch schon eindicken mit Reis und dann mit Sahne abmildern gegessen. Das war sehr lecker.
Tust du am Anfang ein paar Tropfen Zitrone in den Grünkohl für die Farbe und Frische?
@deborah71
ja, ein Spritzer Zitronensaft ist gut für die Farbe. Aber nur ganz minimal, denn schließlich solls kein "Sauerkraut" werden.
Und als Alternative zur Gerstengrütze habe ich auch einen Weg gefunden: Normalerweise schwitze ich erst einige Zwiebeln an, dann kommt der Grünkohl in den Topf dazu und darauf etwas kräftige Brühe. Leider musste ich feststellen, dass im weder im Gefrier- noch im Vorratsschrank irgendwelche Fleisch- oder Gemüsebrühe zu finden war, noch nicht mal eine passende Tütensuppe.
Aber dann fand ich noch eine fast vergessene Packung Gerstelsuppe - und der Grünkohl hatte jetzt genügend Flüssigkeit zum Schmoren und die kleinen Gerstenkörnchen der Suppe passten hervorragend. Trotzdem kam noch etwas Kartoffelmehl zum eindicken rein und zum abmildern etwas Sauce Hollandaise.
Grünkohl kann auch sehr lecker sein auf Pizza ... 😀 also jedenfalls hat eine Schwester mal eine "schnelle Pizza" gemacht aus Blätterteig, mit Schmand oder irgendwas drauf und Grünkohl. Der wird dann etwas "trocken" und knuspert zart und ist voll lecker. 🙂
@neubaugoere klingt lecker!
Hab auch schon von Grünkohlchips aus dem Ofen gelesen.😋
Am besten schmeckt mir Grünkohl bislang als Eintopf, mit Kohlwurst und Kartoffeln und etwas geräuchertem. Noch besser am nächsten Tag- wenn man so viel gekocht hat, dass etwas überbleibt.
Aber vermutlich, weil ich ihn tatsächlich bislang noch nicht anders gegessen habe.
@goldapfel ... also wenn ich einen Charakterfehler benennen soll, ist das unzweifelhaft noch vor der Neugier (die ja ab und zu positiv sein kann) die Klugscheißerei. Ich hab jetzt drei mal versucht, dieses Posting nicht zu schreiben. *sich selbst auslacht*
Wie kann die Grünkohl "am besten" schmecken, wenn du ihn noch nicht anders als auf diese eine Weise probiert hast? Die kleine, ehemalige Deutschlehrerin in mir besteht geradezu verzweifelt darauf, dass das nicht geht, weil du ja keinen Vergleichspunkt hast.
Die Köchin in mir mag dich, fernab jeder Klugscheißerei, ermutigen, Grünkohl ruhig mal anders zu machen - ich finde ihn z.B. mit Currysoße und Aprikosen auch total lecker.
@lubov
🤣 Stimmt schon irgendwie...
Kann dazu nur sagen, dass ich früher mal versuchte, Grünkohl ohne diese enorme Zugabe von tierischen zu kochen und es mir nicht mundete. Dafür aber das Zusammenspiel der Zutaten eines "ordentlichen westfälischen Grünkohleintopfes" für mich perfekt ist. Und stur, wie man es den Westfalen nachsagt, man etwas Gutes nicht unbedingt verändern muss.
Oder wie es man meinem Opa nachsagte : Wat der Bauer nich kennt, dat fritter nicht... 🤣
Sobald ich endlich wieder über eine richtige Küche verfüge werde ich aber ohnehin wieder ganz viel komplexere Gerichte, außerhalb eines E-Kochers ausprobieren. 😉
Vielleicht auch einmal Grünkohl mit Curry und Aprikosen. Denn eigentlich bin ich schon experimentierfreudig, was kochen anbelangt.
@goldapfel Aaaaah - du hast also einen Vergleichspunkt! Alles klar, dann kann dir natürlich der ordentliche westfälische Grünkohleintopf "am besten" schmecken. 😀
Nachdem ich mal 4 Jahre vegan gegessen habe und seit ca. 20 Jahren kein Schwein mehr vertrage, behaupte ich an dieser Stelle ja mit einer gehörigen Portion Fiesheit, dass einem an dieser (und auch an der bremischen Variante, die ich ähnlich lecker finde) Art, Grünkohl zu kochen, nicht der Kohl, sondern das gemischte Fleischaroma schmeckt. 😉
Nee, ernsthaft, wenn man erwartet, dass Grünkohl auch die Aromen von Kassler, Pinkel, Kohlwurst, Bauchfleisch, ordentlich Speck und so weiter oder so ähnlich hat - dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine "Reduktion" nicht schmeckt, weil ja Aroma fehlt.
Nicht zu geizen mit anderen Aromen, und ganz gezielt in eine andere Richtung zu gehen, hilft da bestimmt. Das hier klingt, als könnte es ganz tauglich sein.
Dies hier übrigens auch.
Grünkohl kann auch sehr lecker sein auf Pizza ...
Vermutlich bastelst Du irgendwann auch mal nen Burger draus 😉
Mein ostwestfälisches Herz blutet, wenn ich lese, wie hier teilweise Grünkohl gegessen wird.
@tristesse Hihihihi.
Ich finde hier in der Gegend ja keinen schönen frischen Grünkohl für wilde Experimente, und ob die Dose aus dem Lippischen für Burger geeignet wäre, wage ich für mich zu bezweifeln. Aber ich habe tatsächlich schon mal nen Winterburger gegessen, hier auf dem Weihnachsmarkt, da waren ganz zarte Grühnkohlblätter, leicht angeschmort, mit drauf, und irgendwas Preisselbeeriges, und ich glaube, der Patty hatte Wild in sich... jedenfalls war der sehr lecker. Aber ich bin in Lippe auch "nur" geboren - vielleicht sorgt die unorthodoxe Herkunft meiner Eltern dafür, dass ich Grünkohl auch in anderen Varianten mag. 😀
Das mit den "Chips" habe ich mit Wirsing schon ausprobiert, war tatsächlich lecker.
@lubov
Diese Grünkohl Chips waren vor Jahren mal absolut in. Natürlich aus den USA nach Deutschland gekommen, soweit ich weiß. Warum nicht? Die hätte ich schon probiert, würde ich aber nicht mit "zubereiteten Grünkohl" in Verbindung bringen. Weil sie vermutlich nicht satt machen.
@goldapfel Na ja, so wie andere Chips sind sie halt nicht zum "Sattessen" gedacht, sondern als Knabberei. Zumindest die aus Wirsing haben aber, wenn man die Ladung auf dem Blech alleine vertilgt hat, gut satt gemacht. Ich hatte sie als Topping auf einer Kartoffelcremesuppe, arabisch gewürzt. Das war super, selbst mein bekennend mäkeliger Vater fand sie toll (hatte danach aber etwas mit Blähungen zu tun). Meine Mutter meinte, sie könne sich die auch als "Zweitgemüse" neben karamellisierten Möhrchen zu Braten und Kartoffelpü vorstellen. Na, jetzt kommen Herbst und Winter, da nehme ich die Idee mal wieder auf.
@lubov hattest du nicht genug Kreuzkümmel im arabischen Gewürz?
@goldapfel Für mich und Ma schon. PA ist da etwas empfindlich.
@lubov
Ich finde hier in der Gegend ja keinen schönen frischen Grünkohl für wilde Experimente, und ob die Dose aus dem Lippischen für Burger geeignet wäre, wage ich für mich zu bezweifeln.
Gibt es den bei Euch gefroren? Den aus der Dose finde ich nicht soooo lecker. Aber vermutlich kann man auch mit gefrorenem Grünkohl keine Pattys draus basteln.
Aber ich habe tatsächlich schon mal nen Winterburger gegessen, hier auf dem Weihnachsmarkt, da waren ganz zarte Grühnkohlblätter, leicht angeschmort, mit drauf, und irgendwas Preisselbeeriges, und ich glaube, der Patty hatte Wild in sich... jedenfalls war der sehr lecker.
Bestimmt kann das sehr lecker schmecken und ich würde den vermutlich auch probieren. Ich find es nur so lustig, was hier für Grünkohlideen auftauchen, auf die ich vermutlich nie käme.
Aber ich bin in Lippe auch "nur" geboren - vielleicht sorgt die unorthodoxe Herkunft meiner Eltern dafür, dass ich Grünkohl auch in anderen Varianten mag.
Einmal Lipper, immer Lipper 😆
@tristesse Ja, gefroren gibt es hier auch, und der ist sicher nochmal besser als die Dose mit dem "Hermann" drauf, die ich aus eher nostalgischen Gründen kaufe, 😀 aber Pattys würde ich weder aus dem einen noch aus dem anderen basteln. Rote-Beete-Pattys hab ich neulich mal gesehen und gerochen, das war einladend (ich war leider satt), aber Grünkohl-Pattys... ich würde sie wohl kosten, aber nicht selbst basteln.
Ideen muss man ja auch nur entwickeln, wenn man gezwungen ist, das alte zu verändern (wie ich mit meiner Schweine-Unverträglichkeit) oder man entwickelt sie, weil man neugierig ist. Wenn man zufrieden ist mit dem, was man hat und kennt - was soll man dann experimentieren? Nee, kann man auch lassen.
Einmal Lipper, immer Lipper
Ich sag ja auch heute noch, nachdem ich seit mehr als 30 Jahren nicht mehr dort lebe, dass ich Lipperin bin. Ob das die aus "meinem" Dorf je so gesehen haben, wage ich ja zu bezweifeln, aber dass man da nicht ungeprägt weggeht, ist auf jeden Fall so, und ich bin stolz drauf, inklusive Vorliebe für Grünkohl, Pickert und Strohsemmeln! "... mit'm Truderidera.. ja die Lipper die sind da! Öhm-ta, öhm-ta..."
Nudelsalat
mit Roter Bete, Thunfisch, Apfel, Gemüsezwiebel (vorher in Salz ziehen lassen)
Dressing aus Apfelessig, Pariser Pfeffer (ua mit Koriander), ger. Walnussöl und etwas Zitronenolivenöl, fr. Rosmarin
Pasta waren Knoblauchspirelli
@goldapfel Rote Beete ist zwar nicht mein Fall, aber großes Lob dafür, daß dein Nudelsalat kein Myonaisematsch ist, wie bei Nudelsalat ja leider meistens der Fall.
Mag auch lieber Nudelsalat ohne Mayo 😊
Durch das Zitronenöl wird das ganze etwas frischer. In Verbindung mit dem Rosmarin wirkt die rote Bete dann nicht mehr so "erdig". Statt Zitronenöl kann man auch Abrieb nehmen.
Probiere ich morgen aus, mal sehen wie es wird
Kürbisravioli
Einen halben Hokkaidokürbis entkernen und kleinschneiden. Dann in der Pfannen braten, bis er etwas angeröstet ist. Anschließens pürrrrrrieren. Das Kürbismus mit Ziegenfrischkäse, ordentlich Thymian, einen odentlichen EL Honig, etwas geriebenem Parmesan, und damit es nicht zu flüssig wird 2 Eiern, und ein kleinwenig Salz vermischen. In fertig gekauften Nudelteig füllen und kochen, bis oben schwimmend.
Dazu eine aus Gemüsebrühe, zermustem Tiefkühlbrokkoli und Kräuterfrischkäse mit etwas Soßenbinder bereitete Soße reichen.
Klingt lecker! Womit bindest du die Soße? Ich nehme meist nur ein wenig Grieß.
@goldapfel Schnöden ordinären Soßenbinder von Mondamin.
Keineswegs kalte Butter, wie ein berühmter Feinschmeckerpapst immer behauptete.
@blackhole mit Butter hab ich nie abgebunden. Zum einen muss man es können, zum anderen zuviel Kalorien.
So ein Pulver hab ich gar nicht 🙈. Das liegt aber daran, dass ich die Konsistenz nicht ganz so gerne mag.
Rindergulasch, Rotkraut ohne Apfel, Salzkartoffeln
Schweinebraten
Ganz einfach, aber mit einer fantastischen Sauce.
Leider war das Fleisch - wie auch sonst, egal, ob selbst gekocht oder im Restaurant gegessen - ziemlich trocken.
@queequeg Lecker! Wie schade, daß das Fleisch zu trocken war. Ich hatte erst letzte Woche einen wunderbar saftigen Schweinekrustenbraten in einem oberbayrischen Restaurant, mit zwei Knödeln. Aber was den Unterschied macht zwischen trocken und saftig, wüßte ich auch gerne... 😉
Möglicherweise sind es die fehlende Kruste und Knochen. Und das Fleisch war, außer eine dicken Fettschicht auf einer Seite, sehr mager.
Aber ich kenne das auch von anderen Zubereitungen. Einer der besten Dosenmahlzeiten, die ich kenne von einem Bauern im Westfälischen, hat auch Schweinebraten im Programm, der ungemein lecker schmeckt, aber leider auch sehr trocken. Von Pfefferpotthast aus Schweinefleisch kenne ich das auch.
Pfefferpotthast muss ich bald auch noch einmal mache, aber aus Rindfleisch.
ein wenig warm.... allgemein wird zwischen 75-120° empfohlen. Dauert halt.... und ein Tipp soll sein, den Braten nach dem Herausnehmen aus dem Ofen noch etwas stehen lassen, damit sich die Feuchtigkeit innen besser verteilt. Den Tipp habe ich aber nicht selbst ausprobiert.
170 Grad stand im Rezept und nach dem Braten habe ich das Fleisch in Alufolie geparkt.
Papier ist geduldig 😉
einfach mal eine andere Temperatur ausprobieren, bevor du dich jedesmal über trockenen Braten ärgerst.
Ist dein Ofen eigentlich temperatursicher? mein alter Herd hatte einen Unterschied von 20° zum angegebenen Sollwert.