Christsein im Allta...
 
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Christsein im Alltag

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tristesse
Themenstarter
Beiträge : 20559

Moin,

ich hab momentan den Eindruck, dass hier im Forum sehr viel theoretisch über Glauben, Christsein, etc. diskutiert wird, auch gerade dann, wenn sich Nichtchristen beteiligen. Das ist an sich ja auch völlig in Ordnung und so gewollt, nicht falsch verstehen 😉 Aber mir fehlt hier irgendwie ein Austausch über das lebendige Leben als Christ, ohne dass man sich für seinen Glauben rechtfertigen oder sich anhören muss, es gäbe keine Wunder, etc. pp. 

Darum eröffne ich diesen Thread in einem Forum, in dem sich nur Christen beteiligen dürfen. 

Meine Frage ist: wie erlebt Ihr Gott in Eurem Alltag, wie lebt Ihr Euren Glauben täglich aus, was gibt es vielleicht für Fragen oder wo habt Ihr Schwierigkeiten?

Ich freu mich über eine konstruktive, ermutigende Austauschrunde.

Trissi

Antwort
62 Antworten
13 Antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387
Veröffentlicht von: @tristesse

Moin,

ich hab momentan den Eindruck, dass hier im Forum sehr viel theoretisch über Glauben, Christsein, etc. diskutiert wird, auch gerade dann, wenn sich Nichtchristen beteiligen.

Für mich gehört Theorie zur Praxis. Beispiel: was muss ich tun, um Gott zu gefallen. Das ist jetzt eine Frage, die mein Christsein, mein Handeln und mein alltägliches Gebet in meiner Jugend stark geprägt haben. Bis ich gelernt habe, dass es nichts gibt, was ich tun kann, damit mich Gott mehr oder weniger liebt. Das ist eine theoretische Erkenntnis, die meinen Alltag und mein Gebet massiv verändert hat. 

Meine Frage ist: wie erlebt Ihr Gott in Eurem Alltag, wie lebt Ihr Euren Glauben täglich aus, was gibt es vielleicht für Fragen oder wo habt Ihr Schwierigkeiten?

Ich freu mich über eine konstruktive, ermutigende Austauschrunde.

Trissi

Ich erlebe Gott nicht immer, und vor allem nicht immer gleich. Aber ich erlebe ihn am ehesten in der Meditation, still sein, und warten, fällt mir nicht immer leicht, aber es ist oft der Weg auf dem ich meinen Vater am deutlichsten wahrnehme und erlebe. 

Und dann im Studium des Wortes dort begegne ich ihm genauso. Wie die Bibel zu verstehen ist, hat einen Einfluss darauf, wie ich lobpreise, bete und wie ich mit meinen Geschwistern umgehe. 

Also ich persönlich kann Praxis und Theorie nicht trennen. 

arcangel antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @arcangel
Veröffentlicht von: @tristesse

Moin,

ich hab momentan den Eindruck, dass hier im Forum sehr viel theoretisch über Glauben, Christsein, etc. diskutiert wird, auch gerade dann, wenn sich Nichtchristen beteiligen.

Für mich gehört Theorie zur Praxis. Beispiel: was muss ich tun, um Gott zu gefallen. Das ist jetzt eine Frage, die mein Christsein, mein Handeln und mein alltägliches Gebet in meiner Jugend stark geprägt haben. Bis ich gelernt habe, dass es nichts gibt, was ich tun kann, damit mich Gott mehr oder weniger liebt. Das ist eine theoretische Erkenntnis, die meinen Alltag und mein Gebet massiv verändert hat. 

Ja. Ich könnte ganz sicher mehr für Gott tun (oder mir mehr Gedanken drüber machen, ob ich mehr für Gott tun könnte oder ob das, was ich tue, für Gott ist), aber an seinem Verhältnis zu mir würde sich nicht wirklich was ändern.
Meine Kinder sind auch dann meine Kinder, wenn sie nicht für mich aktiv sind. 

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@chai 

Wenn ich auch mal antworten darf, ich lese ja mit und mach mir auch so meine Gedanken:

Nein, an dem reinen Verhältnis zu Gott, also dass er mich liebt, würde sich nichts ändern, wohl aber die Qualität, die Intensität, das Erleben, weil es viel zu entdecken gibt, viel zu lernen und noch viel mehr Geschenke zum Auspacken ... es geht ja nicht allein um Erlösung und die Tatsache, dass Gott mich liebt, es geht darum, wie viel reicher mein Leben wird, je enger wir zusammen sind, zusammen arbeiten, zusammen wirken ...

neubaugoere antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@neubaugoere 

Da gebe ich dir vollkommen recht. 

Aber um mal ein Beispiel eines Verhaltensmusters zu geben, welches mein Glaubensleben lange geprägt hat:' Da habe ich mich wieder einmal meiner Liebessünde hingegeben. Und um anstatt gleich wieder zurück zum Vater zu gehen, habe ich mich erst einmal richtig mies gefühlt und emotional kasteit. Erst als ich das Gefühl hatte mich genug bestraft zu haben für meine Sünde, erst dann begann ich wieder zu beten und zum Vater zu kommen.' 

Total ungesund, total schädlich, und nicht im Geringsten zielführend diese Sünde zu überwinden. Ich musste erst lernen, dass ich quasi noch in der Sünde zum Vater kommen kann und einfach zu ihm kommen kann, ohne Selbstkasteiung, ohne Anklage, einfach nur zurück zum Vater. Erst diese Wahrheit hat mir geholfen, diese Sünde zu überwinden. Zu dieser Erkenntnis bin ich aber nicht im Gebet oder durch Erfahrung gekommen, sondern durch das Studium der Bibel. Gott hat einen Zugang zu meinem Herzen über den Verstand gefunden. 

Darum nerven mich aussagen, dass wahres Spiritualität nur im Gebet gefunden werden kann. 

Wir sollten lernen, die Gaben des anderen zu feiern. Wer nachts aufwacht und zum Gebet gerufen wird, Träume und Visionen hat, super, cool, das ist mega ermutigend für mich. Was dann aber ein tritt, in die Genitalien ist, wenn so jemand impliziert, dass wahre Spiritualität nur so und nicht anders ist. 

Ich kenne viele, die entmutigend werden, weil deren Zugang zu Gott anderes aussieht, sie aber die Meinung sind, dass wahre Spiritualität so wie oben auszusehen habe. 

Mk 12,30 Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft.

Keiner deckt alles ab, und jeder ist an einem Punkt stärker. Wir sollten einander feiern, wo der andere Stärken hat und tragen, wo der andere Schwächen hat. 

Das ging jetzt ein wenig ins Gelände, aber das ist der Grund warum Praxis und Theorie für mich ein und dasselbe sind. Und ich weiss, dass nicht jeder meine Faszination für Details und Feinheiten der Bibel teilt und den Wert von Diskussionen infrage stellt (zugegeben, manche sind wertlos). Aber Gott zu erkennen und kennenzulernen, hat einen Einfluss darauf, wie ich bete, warum ich bete und was ich bete. Und es hat einen Einfluss darauf, was ich tue und warum ich etwas tue und wie ich etwas tue. 

arcangel antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@arcangel Moin 🙂

Veröffentlicht von: @arcangel

Darum nerven mich aussagen, dass wahres Spiritualität nur im Gebet gefunden werden kann. [u.a.]

ich hoffe, die hast du nicht bei mir gefunden ... wenn doch, wäre ich um einen Hinweis dankbar, denn ich glaube, dass die meisten Dinge nur Missverständnisse sind und man die hervorragend beseitigen kann. Wenn nicht, erklärt sich mir nicht, warum du mir das sagst/schreibst ...

Veröffentlicht von: @arcangel

Erst diese Wahrheit hat mir geholfen, diese Sünde zu überwinden.

Hallelujah! Und dabei spielt es doch gar keine Rolle, auf welchem Weg du diese Wahrheit für dich endlich annehmen konntest. Es ist ein Grund zum Feiern.

Und da bin ich beim Rest deiner Ausführungen total bei dir.

Veröffentlicht von: @arcangel

Aber Gott zu erkennen und kennenzulernen, hat einen Einfluss darauf, wie ich bete, warum ich bete und was ich bete. Und es hat einen Einfluss darauf, was ich tue und warum ich etwas tue und wie ich etwas tue. 

Mit deinen Worten kann ich so nicht ganz mitgehen; da ich aber vermute zu wissen, was du meinst und aussagen möchtest, bin ich bei dir. Mit der Formulierung (also der reinen Wortwahl) tue ich mich etwas schwer zugegeben. Vielleicht erkläre ich's mal so: dieses "Wie" (ich bete, was ich bete, warum ich bete) beschreibt eine Herzenshaltung Gott gegenüber. Und Ja, dieses "Wie" - da geht es bei mir lediglich um die Art (und Weise), den Weg, den Stil oder wie auch immer jeder das nennen möchte.

Fakt ist, je mehr wir uns mit Gott beschäftigen, umso enger wachsen wir mit ihm zusammen, umso mehr verstehen wir ...

Veröffentlicht von: @neubaugoere

wohl aber die Qualität, die Intensität, das Erleben, weil es viel zu entdecken gibt, viel zu lernen und noch viel mehr Geschenke zum Auspacken ... es geht ja nicht allein um Erlösung und die Tatsache, dass Gott mich liebt, es geht darum, wie viel reicher mein Leben wird, je enger wir zusammen sind, zusammen arbeiten, zusammen wirken ...

Und ich vermute, dass wir beide das Gleiche meinen, nur anders ausdrücken. Vielleicht "möpt" da was in dir bei solch Begriffen wie "Erleben" und "Intensität" - ist es das? Gemeint sind von mir genau diese Dinge, die ich vorher beschrieb: je mehr wir uns mit Gott beschäftigen ...

Es gibt so viel zu entdecken. Und nein, nicht "gefühlsmäßig" ... So wir uns in Gottes Welt bewegen, sie entdecken - auf allen Wegen, weil sie alle zusammenhängen und zu dem Einen führen -, wachsen wir immer mehr mit ihr zusammen ... Näher zu dir, mein Gott ... <-- fällt mir da ein ... und auf dem Weg zu Ihm können wir so viel entdecken ... an der Stelle kommt bei mir jetzt der Leib ins Spiel und unsere Unterschiedlichkeiten ... 

Ja, der eine wird beim Studieren des Wortes angesprochen und bezeugt Gott. Der nächste wird im Gebet angesprochen und bezeugt Gott. Wieder jemand wird im Kreis seiner Geschwister angesprochen und bezeugt Gott. Wobei auch immer ... beim Studieren des Wortes, im Gebet, im Austausch ... alles durch den einen Gott (Heiliger Geist, vgl. 1. Kor 12) und alles mit einem Ziel: Bau Seines Reiches. 

1. Petrus 4

10 Dient einander mit den Fähigkeiten, die Gott euch geschenkt hat – jeder und jede mit der eigenen, besonderen Gabe! Dann seid ihr gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes. 11 Wenn jemand die Gabe der Rede hat, soll Gott durch ihn zu Wort kommen. Wenn jemand die Gabe der helfenden Tat hat, soll er aus der Kraft handeln, die Gott ihm verleiht. Alles, was ihr tut, soll durch Jesus Christus zur Ehre Gottes geschehen. Ihm gehört die Herrlichkeit und die Macht für alle Ewigkeit! Amen. 

Du kennst sicher noch andere Stellen, wo es darum geht, dass wir alle zusammen ... und dass es eben nur gemeinsam geht und so von Gott gedacht ist.

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@neubaugoere 

ich hoffe, die hast du nicht bei mir gefunden

Nein, nicht wirklich, mein Beitrag war auch mehr ein Addendum und kein Kontrapunkt. 

Und ich vermute, dass wir beide das Gleiche meinen, nur anders ausdrücken. Vielleicht "möpt" da was in dir bei solch Begriffen wie "Erleben" und "Intensität" - ist es das?

Jain, meine persönliche Erfahrung ist die, dass ich Gott sehr oft und sehr intensiv erfahren habe und erfahre. Und ich möchte dies um nichts in der Welt missen, Gott als Freund und als Herr zu erleben ist, was meinen Glauben ausmacht. 

Nur und es ist kein aber, die Lektionen und Erkenntnisse, die mein Leben, Denken und Handeln verändert haben. Sind nicht in diesen Erfahrungen geschehen, sondern im Stillen und im Studieren. Ich kann das eine nicht gegen das andere ausspielen, und sagen eines ist mir wichtiger als das andere, da beides Früchte produziert, die ich nicht missen möchte. 

Du kennst sicher noch andere Stellen, wo es darum geht, dass wir alle zusammen ... und dass es eben nur gemeinsam geht und so von Gott gedacht ist.

Absolut, deshalb möchte ich auch die Erfahrungen und die gelebte Spiritualität von anderen Feiern und nicht schlecht reden. 

arcangel antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@arcangel 

Veröffentlicht von: @arcangel

Nur und es ist kein aber, die Lektionen und Erkenntnisse, die mein Leben, Denken und Handeln verändert haben. Sind nicht in diesen Erfahrungen geschehen, sondern im Stillen und im Studieren. Ich kann das eine nicht gegen das andere ausspielen, und sagen eines ist mir wichtiger als das andere, da beides Früchte produziert, die ich nicht missen möchte. 

Ist das im Grunde nicht immer so? - Die Wahrheit ist in Christus offenbart. Gott hat sich mitgeteilt in seinem Wort. Ich verstehe das so, dass wir die Wahrheit in der Schrift finden und sie uns Gott beim Studieren/Lesen aufschließt oder auch in anderen Situationen; denn in denen holt der Heilige Geist das Gelesene dann hervor, sodass wir erkennen.

neubaugoere antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@neubaugoere 

Ja so sollte es eigentlich sein. 

Ich begegne nur leider oft der Einstellung, dass Gott doch das eigene Herz gefälligst auf übernatürliche Weise verändern soll, und Weisheit und Erkenntnis ins Hirn beamen soll. Und ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich diese Haltung auch lange hatte, auch wenn ich es zu dem Zeitpunkt wohl eher anders gesehen habe. 

arcangel antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@arcangel 😀

Ja, MIR wäre das auch am liebsten - schnell, einfach, gründlich. 😀 Doch Gott möchte ja unser Herz verändern, das geht nicht auf Knopfdruck, so gern ich das hätte. 

Veröffentlicht von: @arcangel

Ja so sollte es eigentlich sein. 

So ist es. - Dass andere so ihre Vorstellungen haben, berührt die Tatsache nicht, dass Gott sich in seinem Wort mitgeteilt und geoffenbart hat. 🙂

neubaugoere antworten
oblacko
(@oblacko)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 4

@neubaugoere 

Eine schöner Gedanke. Iteressant, wie Sie Ihre Gabe entdeckt hast. Ich habe ein paar Mal dafür gebetet, aber bisher habe ich noch keine klare Antwort bekommen

oblacko antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@oblacko 

Worauf nimmst du Bezug, und welche Gabe meinst du?

neubaugoere antworten
oblacko
(@oblacko)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 4

@neubaugoere 

1. Petrus 4

10 Dient einander mit den Fähigkeiten, die Gott euch geschenkt hat – jeder und jede mit der eigenen, besonderen Gabe! Dann seid ihr gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes. 11 Wenn jemand die Gabe der Rede hat, soll Gott durch ihn zu Wort kommen. Wenn jemand die Gabe der helfenden Tat hat, soll er aus der Kraft handeln, die Gott ihm verleiht. 

Ich meine diese Gaben im Petrus 4.

Und auch die Gaben des Heiligen Geistes.

 

oblacko antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@oblacko 

Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Magst du erklären?

neubaugoere antworten
Moni_schreibt
Beiträge : 10

@tristesse Hallo tristesse, 

ganz praktisch haben wir erstmals bei uns in der Gemeinde eine 24/7prayer- Gebetswoche ins Leben gerufen. Ganz mutig habe ich mich erstmals fürs Planungsteam gemeldet und wachse grad glaubensmäßig bissl über mich hinaus. Gott sei alle Ehre, wie er uns hilft, das zu planen und ich vertraue darauf, wenn sie am Sonntag beginnt, dass er mächtig in den Räumen wirken wird. 

Ich habe Plakate und Flyer verteilt und zum ersten mal auf facebook eine/diese Veranstaltung erstellt. 

Ich komme mit mehr Leuten dadurch über den Glauben ins Gespräch und konnte schon gute neue Kontakte knüpfen. 

Ich bin in meinem Umkreis aus diesem Grund andere Gemeinden besuchen gegangen, was sehr inspirierend war. Ich glaube und erlebe, dass da ein großer Segen drauf liegt. 

Was meinen Glauben in der Sache besonders herausfordert: Trotz der ganzen Werbung für die Gebetswoche sind noch viel zu viele Kalendertermine frei, für die man sich zum Gebet anmelden kann. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Gott sie noch rechtzeitig füllen wird. 😇 

LG Moni

moni_schreibt antworten


AjAkim81
Beiträge : 6

@tristesse   Gerade jüngst beschäftigt mich genau diese Frage. Praktisches Christ sein im Alltag ist manchmal nicht so einfach

man wird konfrontiert mit Leuten die ganz unterschiedliche Ansichten haben, man kann sich angefeindet oder verletzt fühlen wenn man äussert, dass man an Jesus glaubt und, vor allem, Christ ist. Das war mir erst vor kurzem passiert. Ein gutes Beispiel ist ein Satz aus der Deutung des Gleichnisses des Sämanns (Matthäus 13, 20): "Auf dem felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freuden aufnimmt; er hat aber keine Wurzel in sich sondern ist wetterwendisch. Wenn nun Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, so nimmt er sogleich Anstoss."

Ich hatte jemand zuhause, dem ich sagte , dass ich Christ bin und an Gott glaube, er schlug im Internet die 10 Gebote auf und lästerte fürchterlich und hasserfüllt über bestimmte Stellen, dass ich direkt Angst kriegte. Manches konnte er nachvollziehen, aber seine Einstellung konnte ich dann gleich verstehen, denn er ist in der Punkerszene unterwegs und mir war klar, dass er ein unbändiges, Antigesellschaftliches und Freiheitsstrebendes Wesen hat. Er war laut und hatte Hass in der Stimme, als er das Gebot "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben, du sollst nicht verehren, was unter den Wassern ist, du sollst mich alleinig verehren (usw.)" und hatte ein dickes Problem damit dass Gott sonst ein strafender Gott ist.

Er argumentierte, dass Gott es nicht nötig habe, verletzt zu sein, wenn man anderes anbetet, und es schon gar nicht nötig hätte, jemand zu bestrafen, als ob er beleidigt wäre.

Manchmal (muss ich sagen) ist es in der Realität nicht einfach, richtig auf solche Auseinandersetzungen zu reagieren, weil ich natürlich auch nicht alle Antworten auf alle Fragen habe. Im Nachhinein bete ich dann zu Jesus und schilder ihm die Situation um auf Antworten zu kommen.

 

Hat schonmal jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt oder was sagt ihr dazu

 

ajakim81 antworten
3 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@ajakim81 

Das ist keine einfache Situation, wenn da plötzlich jemand aus dem Stand an die Decke geht.

Du kannst jederzeit den Heiligen Geist um Weisheit und entprechende Antworten bitten. Niemand soll dich nötigen, das Diskussionstempo des Aufgeregten zu übernehmen. Die wahrgenommenen Emotionen verleiten gerne dazu, auch hitzig zu werden.

Durch die Gesprächsreflexion im Nachhinein wirst du immer erfahrener, wie du gelassener reagieren kannst. Du musst auch nicht alles beantworten können an Fragen. Nur Gott ist allwissend.

Jesus hat uns gesagt, seine Zeugen zu sein... nicht seine Verteidiger oder Diskutierer. Es geht ihm immer um Beziehung. Diese Gesprächsebene anzusteuern wäre vielleicht hilfreich. Da lerne ich auch immer noch dazu.

deborah71 antworten
AjAkim81
(@ajakim81)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 6

@deborah71 Danke! Das hilft mir, ich hatte mir zu der Zeit auch verinnerlicht, dass es beim Christsein um das Miteinander geht. Das hatte mir in der Diskussion geholfen, sonst wär das in nem hässlichen Streit ausgeartet.

ajakim81 antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@ajakim81 

Er war laut und hatte Hass in der Stimme, als er das Gebot "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben, du sollst nicht verehren, was unter den Wassern ist, du sollst mich alleinig verehren (usw.)" und hatte ein dickes Problem damit dass Gott sonst ein strafender Gott ist.

Er argumentierte, dass Gott es nicht nötig habe, verletzt zu sein, wenn man anderes anbetet, und es schon gar nicht nötig hätte, jemand zu bestrafen, als ob er beleidigt wäre.

Manchmal (muss ich sagen) ist es in der Realität nicht einfach, richtig auf solche Auseinandersetzungen zu reagieren, weil ich natürlich auch nicht alle Antworten auf alle Fragen habe. Im Nachhinein bete ich dann zu Jesus und schilder ihm die Situation um auf Antworten zu kommen.

Manchmal müssen wir einfach Ruhe bewahren, dürfen uns nicht einbilden, wir könnten Menschen überzeugen und auf einen besseren Weg bringen. Meistens ist es besser, die Meinung Anderer zu hören als selbst zu reden. Die besten Gesprächspartner, an die sich Menschen erinnern und die bei ihnen einen positiven Eindruck hinterlassen, sind nicht diejenigen, die viel reden, sondern solche, die zuhören. 

Ich kenne Christen, die in solchen Situationen bemüht sind, mit Hilfe vieler christlichen, geistlichen, nächstenliebenden Argumenten ihre Gegenüber zu überzeugen. Das ist meist vergebliche Mühe. Denn es ist nichts anderes, als es viele christliche Missionare getan hatten, als sie versuchten, den Nichtgläubigen unsere christliche Religion und unser Glaubens- und Wertesystem "überzustülpen". 
Und wir müssen nicht glauben, dass wir als Christen automatisch einen klareren Blick und bessere Argumente haben und im Vollbesitz der ewigen Wahrheit sind. Und wenn wir mit diesem Wissen in Gespräche gehen, dann können wir lockerer bleiben. 

Mir wäre jemand wie der beschriebene Gesprächspartner wohl nicht ganz unsympathisch. Denn ist sehe, dass er sich Gedanken über Gott gemacht hat, dass er eine Vorstellung hat, ein gar nicht mal so falsches Gottesbild. Und über dieses Gottesbild könnte man ja reden. Auch ich habe mit der Vorstellung des "strafenden Gottes" so meine Probleme, obwohl ich dieses Bild nicht negiere. 

Aber es ist grundsätzlich leichter, mit solchen Menschen tiefer gehende Gespräche zu führen und sich offen auszutauschen als mit Leuten, denen eh alles egal ist, was mit "Gott und der Welt", "Religion und Glaube", "Ethik und Werten" zu tun hat. 

 

bepe0905 antworten
neubaugoere
Beiträge : 19188

Praktisch im Alltag: Weihnachten in der Familie

Jahrelang habe ich bei Erzählungen anderer geschmunzelt über die Formulierungen, dass an Weihnachten einer auf heile Welt gemacht wird, dass Familien ihre Streitigkeiten wegdrücken oder runterschlucken, um des lieben Friedens willen. Ich konnte sie schlicht nicht verstehen.

Dieses Jahr ist das anders. Zack. Die Herausforderung ist schwierig zu beschreiben. In diesem Jahr machen wir wieder ein Familientreffen und dieses Mal sind auch noch mein Bruder und meine Nichte (seine Tochter) mit dabei. Wir alle fahren mit Autos Richtung Ostsee zu einem anderen Teil der Familie. - Da gibts einiges zu organisieren. Noch dazu hatte meine Cousine (dort) vor Kurzem eine Halswirbelsäulen-OP und kann nicht sooo viel machen. Macht nüscht, haben wir alle gesagt, das wuppen wir alle gemeinsam. Wir haben eine Familien-Gruppe (Messenger), in der einzig mein Bruder nicht bei is (der mag das laufende Gebimmel nich 😉 ).

Wir Berliner werden quasi auf dem Laufenden gehalten über: Grünkohl ist fertig gekocht und eingefroren oder jetzt kommt die familientraditionelle Vorsuppe in den Topf und solche Sachen. - Mein Bruder schreibt mir (!), wir Berliner wären aufgefordert, für das Kaffeezeug zu sorgen, weil alles andere da oben organisiert wird. Und schreibt, er habe einen 1-kg-Stollen (Dresdner) gekauft. Prima. Für ihn. - ICH weiß, unsere Eltern wissen, dass "die da oben" gar keinen Stollen mögen. *schluck* Das weiß aber mein Brüderlein nicht. Sag ich's ihm? In der Familiengruppe schreibt dann mein liebes Cousinchen, es wäre schön, wenn wir vielleicht ein paar Plätzchen, Lebkuchen oder andere Sachen mitbringen könnten, dass wir eine schöne Auswahl haben, wenn jeder was beisteuert.

Jetzt die Erinnerung an die letzten Jahre gemeinsames Weihnachten bei mir: meine Plätzchen/mein Gebackenes wurde ausschließlich bei jedem Kaffeeklatsch und jeder Naschaktion liegengelassen, stattdessen wurden die eigenen Gebäcke verzehrt. Ja, mich bitten, zu backen und selbst auch was machen - wie war das mit der Aufteilung? Und ich hatte mir so viel Mühe gemacht und viel gebacken. Ich durfte die Hälfte wieder mit nach Hause nehmen. Das traf mich, dass sie (also alle "da oben") meine Plätzchen nicht mochten und ihr überzuckertes Zeug bevorzugten. Das tat mir weh.

Und nun heißt es: backt Plätzchen! Ich reagierte mit "hab alles aufgefuttert". Gekontert hat mein Cousinchen mit: dann leg noch mal Nachtschichten ein, hast ja noch ein paar Tage, und backe neu.

Oijoiundjoi. - Jesus, hab ich gesagt, ich brauch grad gannnnnnnnnnnnz viel Liebe, um sehen zu können, was du siehst; meine Emotionen, meine Enttäuschung stehen mir im Weg. (ich will dann immer von ihm die Situation erklärt bekommen)

Das war gestern. - Meine Eltern reagierten mit "Lebkuchen - kein Problem" in der Familiengruppe. Mir persönlich sagten sie noch was von Mini-Stollen, die sie einpacken würden und Lebkuchen (obwohl sie wussten, dass mein Bruder -ihr Sohn- einen großen Stollen gekauft hat und die anderen den ja eh nicht essen *wunder*). Heute reagiert meine Nichte damit, dass sie Urlaub hat und noch mal backen wird und hat nach Wünschen gefragt.

Einen Tag und eine Nacht lang keine Liebe für die Situation. Sollte ich schweigen? Wem gegenüber sollte ich, wenn, was sagen? Soll ich was sagen? Was?

Au wei, da war ein Stück Unversöhnlichkeit in mir, steht noch vor der Tür und klopft immer wieder an, versucht sich reinzuschleichen und großzumachen. Der "Ärger" über die Plätzchen-Ablehnung. Keine große Sache, mag selbst ich denken. Und doch isses da, dieses Scheiß-Gefühl und diese Fragezeichen ... dieses: ach das heißt es, wenn andere erzählen, für die Familie was wegzuwischen? Oder: gute Miene zum bösen Spiel zu machen?

Und Jesus? Lässt Liebe fließen ... regnen ... redet mit mir, zeigt mir verschiedene Perspektiven auf und seine Liebe ... seine Welt ...

... sodass ich mich bereiterklären konnte, am Freitag (1,5 Tage vor Abfahrt) noch Kokosmakronen zu backen, während meine Nichte eben andere Sachen backt, sodass wir als Familie alle am Ende nen großen Stollen haben, Lebkuchen unterschiedlicher Art und eben auch Vanillekipferl, Spritzgebäck und Kokosmakronen - für jedes Herz etwas. - Es fühlt sich noch nicht "real" an. Im Kopf ist alles geordnet, neu sortiert, einzig die Emotionen, das Gefühl kommt noch nicht hinterher. Es wird aufgehalten von Zahnarztgeschichten, Angespanntheit deshalb, Umgewöhnungen und anderem im Zusammenhang mit eben den Zähnen, mit Kofferpacken und dem dazugehörigen: ich mag das nicht, mich auf was (Kleidung) festlegen zu müssen, eigentlich find ich es total doof, so weit weg von zu Haus und und und ... 😉 *seufz* 🙂

neubaugoere antworten
2 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@neubaugoere

Au Mann, was für eine Aufgabe 😑 

Wie ist denn dann gelaufen? 

 

tristesse antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@tristesse 

Da ich arbeiten musste, hab ich gar nicht mehr gebacken, meine Nichte hat alles gebacken und hatte mega-Freude dran (2 große Dosen voll, die nicht mal alle wurden 😀 😀 ). Ich hatte Ruhe und Frieden über die Situation, dass ich nicht mehr backen konnte und dass es eben so ist, wie es ist. (Meine Ellis hatten keinen Stollen eingepackt, aber Lebkuchen, der jetzt "unbemerkt" noch immer dort liegt 😀 )

Und Weihnachten kam dann ganz anders als gedacht ... an so'ne Hausnummer hätte ich nie im Leben gedacht. Und ich muss alles erst sortieren, verarbeiten. Ich "fürchte" mich ein wenig davor, wenn alles durchkommt, dass ich den ganzen Tag nur noch weine (weil so vieles ans Licht kam, aber auch viel Heilung geschah - das war unser Weihnachtswunder), parallel das Älterwerden meiner Eltern, die wohl die letzte große Fahrt mit eigenem Auto hatten. Der Papa, der die Cousine nicht mehr erkannte, obwohl er sie am Vortag noch gesehen hatte ... so Sachen halt ... is nicht einfach für mich.

Freud und Leid immer so nahe beieinander ... ich erzähl später ...

neubaugoere antworten


CoffeeandBible
Beiträge : 325

Ich komme dieses Jahr so rein gar nicht in Weihnachtsstimmung (die letzten Jahre auch nicht wirklich) & habe immer ein relativ schlechtes Gewissen deswegen.. Aber ich denke mir dann wiederrum, ich kann mich über Jesu Geburt im Juli beispielsweise doch genauso sehr freuen wie im Dezember & das das ganze Jahr über im Herzen tragen - oder wie sieht ihr das?

coffeeandbible antworten
4 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@coffeeandbible 

Mir fallen kleine (ich nenne sie mal) "Ungereimtheiten" in Formulierungen auf ... Es scheint manchmal bei manchen, als käme Jesus immer wieder neu auf diese Welt, jedes Jahr ... dabei reicht es doch sozusagen, dass er einmal kam und ist doch hier - er kommt nicht immer wieder, er ist da. 😉 Genauso wie viele Jesus immer einladen, da zu sein oder zu kommen ... mei, er ist doch da ... er muss nicht erst kommen, er lebt doch in uns ... ja, und wie du erwähnt hast, dich über Jesu Geburt auch im Sommer freuen zu können, freue ich mich das ganze Jahr über sein Werk am Kreuz ... steht für mich viel höher als seine Geburt irgendwie ... also hat mehr Gewicht(ung). 

neubaugoere antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@neubaugoere 

Genauso wie viele Jesus immer einladen, da zu sein oder zu kommen ... mei, er ist doch da ... er muss nicht erst kommen, er lebt doch in uns

Natürlich ist er da, aber dieses Gebet halte ich für wichtig für die Leute, die Jesus im Alltag etwas aus den Augen verloren oder sich entfernt haben. Jesus drängt sich ja nicht auf und wenn er ungebeten ist, dann respektiert er das durchaus.

Ich finde es völlig okay, wenn man Jesus in dem Moment bewusst zu sich einlädt und ihm die Tür aufmacht. 

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tristesse 

Zum Beitrag

Mir fällt dazu eine vor längerem gesehene Zeichnung ein: 

Ein kleiner Mensch steht auf der großen Hand Gottes und schaut über dessen Fingerspitzen in die Ferne und fragt: "Gott, wo bist du?!"
Dabei bräuchte er sich doch nur umdrehen, um mit Ihm von Angesicht zu Angesicht (wieder vertraut) zu reden.

 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@deborah71 

Ein schönes Bild. Danke dafür. *behalt* 😉

neubaugoere antworten
CoffeeandBible
Beiträge : 325
Veröffentlicht von: @neubaugoere

ja, und wie du erwähnt hast, dich über Jesu Geburt auch im Sommer freuen zu können, freue ich mich das ganze Jahr über sein Werk am Kreuz ... steht für mich viel höher als seine Geburt irgendwie ... also hat mehr Gewicht(ung). 

Geht mir genauso.

Und seien wir mal ganz ehrlich, klar gilt Weihnachten als Fest der Liebe, aber in weiten Teilen der Gesellschaft ist bereits seit Langem ein reines Konsum - und Familienfest daraus geworden & auf Kaufräusche & das ganze Familientrara kann zumindest ich persönlich ausgesprochen gut verzichten 😉 

coffeeandbible antworten
4 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@coffeeandbible 

als ehemaliger Postmann bin auch ich eher der "Weihnachtsmuffel."

Aber in meinen Beziehungen kommt es nicht nur auf mich an.

Für andere Menschen ist Weihnachten überhaupt das wichtigste Fest. ..........

Auch das Familientrara........

Es ist fast wie in allen Beziehungsdingen, was dem einen gefällt, sei es Weihnachten,

Musik, Gottesdienstformen......usw, findet jemand anders  unmöglich.

Das versuchen anzunehmen, ist für mich auch eines der schwersten Dinge.....

Aber Christus nimmt mich auch als Weihnachtsmuffel an.......

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=1xZlKR4p5iU&pp=ygUhbmVobXQgZWluYW5kZXIgYW4gYXJuZSBrb3BmZXJtYW5u

"nehmt einander an."

 

 

 

deleted_profile antworten
CoffeeandBible
(@coffeeandbible)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 325

@hundemann Ja, ich kann schon vollkommen nachvollziehen, dass vielen Menschen die Familienzusammenkünfte & Feiern mit der Familie sehr viel bedeuten, vor allem, wenn man sich sonst nicht so häufig sieht - ich finde es auch total schön, mit meiner Familie Heiligabend zu feiern & gemeinsam in die Kirche zu gehen & zu essen, so ist es nicht 😉

Hauptthema ist bei mir wirklich, dass diese feierliche Weihnachtsstimmung bei mir nicht mehr so sehr aufkommt, vor allem als Kind hatte ich diese extrem stark..

Ich saß dieses Jahr an einem heißen Sommertag unter einem wunderschönen Baum, kurz davor hatte ich eine kleine Kapelle besucht. Es war traumhaft schön, die Sonne schien herab, der Wind raschelte durch die Blätter & ich dankte Jesus für alles & erzählte ihm, wie dankbar ich bin, dass es ihn gibt usw. & es war ein SO unfassbar schöner, spiritueller & großartiger Moment! 🙂

Und da denke ich mir, wer sagt denn, dass solche Momente & Erlebnisse nicht mindestens genauso wertvoll sein können wie eine feierliche Adventsstimmung 😉

coffeeandbible antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5440

@coffeeandbible 

Bei mir geht es bei der Advents- bzw. Weihnachtstimmung um was anderes als "wertvoll" zu sein. Es ist mehr die Vorfreude, die Lichter im Dunkeln, das Zusammenkommen bei Adventsfeiern - die Gemeinschaft.

Gefeiert wird Jesus Geburtstag. So hab ich es meiner dreijährigen Nichte erklärt. Wir freuen uns, dass er geboren ist, auch wenn er nicht mehr lebt (okay, theologisch falsch, aber es ist eine dreijährige), weil er eben vor gaaaaanz langer Zeit  gelebt hat (nein, nicht ganz so lange her wie die Dinos). Aber weil er halt ein ganz besonderer Mensch war, freuen wir uns heute noch darüber. Und weil wir ihm keine Geburtstagsgeschenke mehr machen können, schenken wir uns gegenseitig was. Und das ist für mich eben der Unterschied zwischen mich an Jesu Geburt im Sommer erinnern und Weihnachten. An Weihnachten erinnern wir uns gemeinsam daran.

Und klar, ich liebe es auch, dass Weihnachten (und Ostern) die beiden Gelegenheiten sind, an denen ich meine Verwandtschaft (Oma, Onkels, Tanten, Großtante, Cousinen und Cousins mit Anhang) sehe. Das ist sonst nur an runden Geburtstagen der Fall inzwischen und wir haben dann doch immer auch viel Spaß.

Aber ja - ich finde es total toll, die vielen Lichterketten und die glitzernde Weihnachtsdeko und das Licht im Dunkel zu sehen. Nach Weihnachten, wenn alles abgeräumt wir, wird der Winter wieder so dunkel... Das mit Jesus bringt Licht ins Dunkel, wird da irgendwie so erfahrbar und wörtlich.

channuschka antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

liebe coffeeandBible,

als ehemaliger Postmann hatte ich um die Weihnachtszeit herum am meisten zu tun.

Habe es schon gerne gemacht, aber viele Menschen waren schon vor Weihnachten gestresst,

und nach Weihnachten noch viel mehr. Oh diese Familienbeziehungen hörte ich öfters......

Ja, wenn Menschen sich nicht nur an Weihnachten einander von Herz zu Herz begegnen

können ist das wirklich etwas Schönes. Zusammen lachen, verbunden sein, Leid und Freude

gemeinsam teilen können...

Das gehört auch zu meinen tiefsten und schönsten Gefühle die ich kenne.

Doch leider gibt es auch das Gegenteil, verletzende, zerstörerische Wort, seelische,

ja auch körperliche Gewalt........

Die Beziehung untereinander gehen nicht immer. Und dann das Kind in der Krippe........

Könnte eigentlich zu guten Beziehungen beitragen....

Und das dieser Christus dann gesagt hat, Gott lieben, mich selbst, andere Menschen,

Tiere. Die Ermutigung, geduldig und barmherzig mit mir selbst umzugehen, und dann

mit den Menschen..............

Toll, das du zur Ruhe kommen durftest, für diesen tollen Moment mit Christus......

Das ist jetzt auch für mich eine Ermutigung, gerade auch an Weihnachten, mehr zur Ruhe zu kommen......

Und aus dieser Ruhe heraus, aus dieser Beziehung zu Christus, Beziehungen zu anderen 

Menschen, zu leben.

Das es nicht nur auf meine Wünsche und Vorlieben ankommt, sondern auch auf das, was

anderen Menschen denen ich begegne, meiner Familie gut tut.

Nicht alle Menschen mögen meine Musik, meine Schokolade, meine Art, meinen Stil.....

Da auch versuchen, mich auf andere Menschen einfühlen zu können, versuchen zu 

verstehen, denn jeder Mensch, auch meine Familie hat seine Geschichte........

 

liebe Grüße,

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kristinchristin
Beiträge : 20
Veröffentlicht von: @tristesse

Meine Frage ist: wie erlebt Ihr Gott in Eurem Alltag, wie lebt Ihr Euren Glauben täglich aus, was gibt es vielleicht für Fragen oder wo habt Ihr Schwierigkeiten?

Hallo meine Liebe, 

Gott erlebe ich in meinem Alltag meist durch Gebet, Bibellesen, Lobpreis und auch zwischendurch, wenn ich einfach mal innehalte und meine Gedanken Jesus widme. Oft fühle ich mich unendlich leicht und dann spüre ich, dass Gott ganz nah ist. 

Ich achte darauf, Zeit in den Glauben zu investieren und bete täglich, dass Gott immer mein Zentrum sein und ich fest im Glauben verankert sein möge. Mit Jesus als meinen Mittelpunkt gibt es mittlerweile kaum mehr Momente, wo ich mich nicht frage "was würde Jesus tun?". Bei all den kleinen täglichen Entscheidungen gehe ich seinen Weg und danke ihm zu jeder Zeit. 

Schwierigkeiten im Glauben habe ich nur durch meine Umgebung: alle meine "Freunde" mögen mich (meist auch offen gesagt) nicht und ich bin die einzig Gläubige in meiner Familie. Da ich nicht in die Kirche gehen kann, weil ich meinen Glauben versteckt halten muss, kann ich mit niemandem richtig sprechen, weshalb ich froh bin, dieses Forum gefunden zu haben, um zu sehen, womit sich andere Gleichgesinnte beschäftigen und um einfach in Kontakt zu kommen. Jeden Abend muss ich heimlich meine Bibel lesen, ständig mit der Angst im Rücken, dass meine Eltern hereingeplatzt kommen und die meisten meiner "Freunde" haben mich verlassen, weil ich ihnen zu "gläubig und ultrakonservativ" war. 

Trotz allen kleinen Schwierigkeiten würde ich niemals den Gedanken haben, meinen Glauben aufzugeben oder nicht teilen zu wollen! Jesus hat mich von Grund auf erneuert, mir eine fröhliche und liebevolle Seele geschenkt und mir einen inneren Frieden gegeben. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, wo ich nicht gläubig war, merke ich extremst, wie viel positives Gott in mir bewirkt hat. Ich hoffe, dass ich bald eine Gemeinschaft finde und das mein Glaube standhaft bleiben mag.

Ganz liebe Grüße und einen gesegneten Tag🫶🏼

kristinchristin antworten
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