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Darf man als Christ ein schönes Leben anstreben?

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallöchen,

ich habe einige schädigende Ansichten über das Leben als Christ übernommen und kämpfe mich da gerade raus.

Was mir sehr geholfen hat, um meine Psyche zu stabilisieren, ist die Perspektive, dass ich so wie bisher nicht weitermachen muss.

Bisher hieß: Total wenig besitzen zu müssen, penibel auf die Umwelt achten (ich rede hier von nur bei Fairtrade-und Bioshops kaufen und nur feste Seife statt Duschgel), immer Lächeln, um anderen ein gutes Gefühl zu geben, alles ertragen, ohne meine echten Gefühle zu zeigen, zwanghaft positiv denken (obwohl man anders denkt), mich nicht schützen zu dürfen und mit Leuten, die mir schaden Kontakt haben um sie zu Jesus zu führen, etc.

Nun fange ich an etwas lockerer mit mir zu sein und mir Raum zu geben und mich atmen lässt. Ich habe Vorfreude auf die Zeiten die kommen könnten, was schon lang nicht mehr so war. Doch unsicher bin ich noch.

Jetzt frage ich mich, ob ich ein schönes Leben anstreben darf. Also auch mal in den Urlaub fliegen statt mit der Bahn zu fahren wegen der Umwelt. Nur noch Menschen in mein Leben lassen (engster Kreis) die mir gut tun. Letzteres geht ja generell nicht im Berufsleben aber privat. Nur soviel tun, wie es mir psychisch gut tut?

Ich hatte/habe ja dieses Bild sich komplett zurückzustellen wenn man nachfolgt. Lebenspläne nach der Bekehrung über Bord werfen.
Auch alles und jeden aushalten müssen.

Wieviel erlaubt Ihr Euch und warum?

LG Anonyma

Nachtrag vom 18.10.2020 1546
Wichtig: Da auch mal verstanden wurde, dass ich mir unter einem schönen Leben ein ausschweifendes Luxusleben vorstelle u. überhaupt nicht mehr auf die Umwelt achten will. Nein. So war es nicht gemeint. Ich will weder eine Menge sinnloser Güter anhäufen, mich überfressen, betrinken, nur noch mit dem Flieger unterwegs sein noch Gottes Gebote nicht mehr einhalten. Ich habe auch mit Nächstenliebe kein Problem, sondern mir was zu gönnen.

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Deborah71
Beiträge : 23277

nichts soll dich gefangen nehmen....

Veröffentlicht von: @anonyma-7f5d16877

ich habe einige schädigende Ansichten über das Leben als Christ übernommen und kämpfe mich da gerade raus.

Sehr gut, dass du da rausgehst und rauskommst.

Veröffentlicht von: @anonyma-7f5d16877

Was mir sehr geholfen hat, um meine Psyche zu stabilisieren, ist die Perspektive, dass ich so wie bisher nicht weitermachen muss.

Was oder wer hat den Perspektivwechsel veranlasst? ...falls du erzählen magst.

Vieles, was so gefordert wird, wie Christen sich verhalten sollten, ist auf dem Mist von Menschen gewachsen und nie von Jesus verlangt worden.

Veröffentlicht von: @anonyma-7f5d16877

Nun fange ich an etwas lockerer mit mir zu sein und mir Raum zu geben und mich atmen lässt. Ich habe Vorfreude auf die Zeiten die kommen könnten, was schon lang nicht mehr so war. Doch unsicher bin ich noch.

Du stellst meine Füße auf weiten Raum.... das klingt nach Jesus und dem Vater .... und du hast eine wichtige Wahrnehmung als persönlichen Maßsstab: wenn du spürst, dass jemand dir den Raum zum Atmen nimmt.... Achtung!

Wenn die Lebensfreude und Hoffnung wieder aufblüht... dann empfinde ich den Geruch von Wiederherstellung.

Klar ist da anfangs noch Unsicherheit, Freiheit ist ungewohnt...... die Sicherheit kommt mit der Zeit.

Jesus sagt: Ich will, dass sie Leben haben und es überfliessend haben.
Darin ist Freiheit zu Sein.... man selbst zu sein.... Gegenüber zu sein....

deborah71 antworten
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Anonymous
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(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @deborah71

Du stellst meine Füße auf weiten Raum.... das klingt nach Jesus und dem Vater .... und du hast eine wichtige Wahrnehmung als persönlichen Maßsstab: wenn du spürst, dass jemand dir den Raum zum Atmen nimmt.... Achtung!

Also ist meine Hoffnung so nicht weiter machen zu müssen deiner Ansicht nach richtig.

Veröffentlicht von: @deborah71

Wenn die Lebensfreude und Hoffnung wieder aufblüht... dann empfinde ich den Geruch von Wiederherstellung.

😊

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23277
Veröffentlicht von: @anonyma-7f5d16877

Also ist meine Hoffnung so nicht weiter machen zu müssen deiner Ansicht nach richtig.

Ja. Goldrichtig.

Jesus schätzt dich wert als seine Braut...und so kann deine Sichtweise auf dich auch werden und auch dein Umgang mit dir als Königstochter des Allerhöchsten... nicht wie ein Aschenputtel.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Taste sie nicht selbst an....

Gott hat die Erde wunderbar gemacht und im Geniessen erhält er Lob und Ehre.

deborah71 antworten
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @deborah71

Jesus schätzt dich wert als seine Braut...und so kann deine Sichtweise auf dich auch werden und auch dein Umgang mit dir als Königstochter des Allerhöchsten... nicht wie ein Aschenputtel.

Darf ich mich so schon sehen, als Königstochter? Ich muss zugeben, dass ich Angst habe das wäre zu hoch irgendwie. Gottes Tochter ist zwar dasselbe, doch es ist irgendwie anders. Ich will nicht prahlerisch sein. Man hat mich auch leider klein gehalten, Aschenputtel trifft es gut. 🙁
Bin das nicht gewöhnt. Bin froh wenn jemand überhaupt mit mir reden will.

Ist Braut nicht ein Gleichnis? Dachte es soll einfach nur die Herzensnähe symbolisieren. Mit dem Status ihn Bruder nennen zu dürfen wäre ich schon total aus dem Häuschen.

Veröffentlicht von: @deborah71

Gott hat die Erde wunderbar gemacht und im Geniessen erhält er Lob und Ehre.

So hab ich das nie betrachtet. Man macht ihm ein Kompliment, wenn man das alles schätzt und genießt. Danke!

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23277
Veröffentlicht von: @anonyma-7f5d16877

Darf ich mich so schon sehen, als Königstochter?

Meiner Sichtweise nach Ja.
Gott ist der höchste König und wenn Jesus mein Herr und Bruder ist, dann bin ich durch Ihn Königstocher.

Wie wir uns manchmal fühlen und welche Aschenputtel-Label uns an die Wange geklebt worden sind, könnten sehr starken Einfluß nehmen.
Das ändert aber nichts daran, wie Gott uns sieht. Und Seine Beurteilung gilt... ER hat das Sagen und ich sag so wie ER....

Auf die neue Sichtweise bin ich beim Durcharbeiten dieses Buches gekommen:

Berufen zum Königskind: Gefangen im Trauma - Durchbruch zur Freiheit (Deutsch) Taschenbuch von Ulrike Willmeroth (Autor), Ursula Roderus (Autor)

Ich fühle mich nicht immer als Königstocher, aber Gott zu widersprechen, finde ich nicht so gut.

Königstochter zu sein, heißt für mich nicht, andere herumzuschicken oder mich bedienen zu lassen oder was ähnlich schräges.... es hat aber viel mit der Stabilisierung in der Identität und im Selbstrespekt zu tun, damit sie auf der Sichtweise Gottes gegründet sind.

Die Frau Hüls drückt das für mich gut aus:

Mit Respekt behandelt werden
https://www.youtube.com/watch?v=lwzC6z4tlUs

deborah71 antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @deborah71

Königstochter zu sein, heißt für mich nicht, andere herumzuschicken oder mich bedienen zu lassen oder was ähnlich schräges.... es hat aber viel mit der Stabilisierung in der Identität und im Selbstrespekt zu tun, damit sie auf der Sichtweise Gottes gegründet sind.

Das könnte ich ganz gut brauchen. Danke für die Buchempfehlung.
Ich sah in so einem Status immer eine Menge Verantwortung meinen Mitmenschen gegenüber, hab ich gerade gemerkt. König oder Prinzessin zu sein bedeutet im Dienst der Allgemeinheit zu stehen.
Irgendwie gehen wohl alle meine Schlussfolgerungen in die Richtung ich muss irgendwelche Anforderungen erfüllen.

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Jigal
 Jigal
Beiträge : 3889

Also da hier einige wieder am Thema vorbei diskutieren.

Ein Christ muss nicht in Armut leben, auch wenn es viele Mönche und Nonnen tun.
Ein Christ darf auch was gutes essen und Freude am Leben haben.
Es gibt Gemeinden die feiern keine Geburtstage, halte ich für falsch auch wenn ich nicht gerne Geburtstag feiere. Es zu verbieten ist eben falsch.
Es gibt auf Bibel TV so viele reiche Leute die ein schönes Leben haben.
Sie führen ihr Unternehmen aber entsprechend. Wenn man die Schweizer Sendung "Fenster zum Sonntag " sieht. Freundlich sein, Mitarbeiterführung, Nachhaltigkeit. Familienunternehmen haben da einen Vorteil.

jigal antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @jigal

Ein Christ muss nicht in Armut leben, auch wenn es viele Mönche und Nonnen tun.
Ein Christ darf auch was gutes essen und Freude am Leben haben.
Es gibt Gemeinden die feiern keine Geburtstage, halte ich für falsch auch wenn ich nicht gerne Geburtstag feiere. Es zu verbieten ist eben falsch.
Es gibt auf Bibel TV so viele reiche Leute die ein schönes Leben haben.
Sie führen ihr Unternehmen aber entsprechend. Wenn man die Schweizer Sendung "Fenster zum Sonntag " sieht. Freundlich sein, Mitarbeiterführung, Nachhaltigkeit. Familienunternehmen haben da einen Vorteil.

Ja, dachte am Existenzminimum muss man Leben und zufrieden sein.
Kenne ich zwar auch und es war ok aber schöner ist es wenn man auch mal mehr hat als nur gerade so was zu Essen zu kaufen.
Sogar reiche Leute?
Strebe ich nicht an, wird wohl nicht passieren aber macht auch nichts.

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Orangsaya
Beiträge : 3016

Der Antwort kann man schon näher kommen, wenn man die Frage anders stellt. Ist es erstrebenswert, soll, oder muss ein Christ ein unschönes Leben anstreben?

Veröffentlicht von: @anonyma-7f5d16877

ich habe einige schädigende Ansichten über das Leben als Christ übernommen und kämpfe mich da gerade raus.

Das ist ein Problem, dass in christlichen Gemeinschaften mehr, oder auch weniger besteht, Es ist ein großes soziales Problem. Das fängt harmlos mit Stigmatisierungen, an geht in Ausgrenzungen über und kann zu einer Spaltung in der Familie gipfeln. Die Schattierungen, wie intensiv solche Dinge durchgezogen werden, sind verschieden. Es kann auch religiöse Konsequenzen haben. Man soll an einige Treffen nicht teilnehmen, oder wird gar vom Abendmahl/Herrenmahl ausgeschlossen. Ich sage, wenn jemand ein Problem mit so einer Gemeinschaft hat, "Du bist im falschen Club" andere sprechen hier schon von geistlichen Missbrauch. Das gibt es für mich auch, aber ich denke, die meisten sind in der Lage, wenn auch nicht sofort, ihre Situation irgendwann zu überdenken, und können ihre Entscheidungen überdenken. Es gibt Gemeinschaften, das ist Gemeindezucht, oder wie sie es nennen groß geschrieben. Solche Gemeinschaften haben irgendwie auch eine Berechtigung, wenn alle sich dieser Zucht anschließen wollen.
Deswegen wäre für einen persönlich auch die Frage interessant, ob andere Christen dir vorschreiben können, was ein schönes Leben ist. Das sind Fragen, die kannst du nur dir aus deinem Gewissen, nicht aus deinem gelenkten Gewissen beantworten kannst. Einfach ist so eine Antwort nicht und aus der Rückblende, sieht man es häufig anders, als wenn man akut drinnen steckt.
Anders herum ist es auch fraglich, ob die Würdigung, der Menschen, die die Norm für ein richtiges Leben erfüllen, gerechtfertigt ist. Es gibt einige, die haben einen Stand, aufgrund ihre Anpassung an die Gemeinschaft. Das ist in einem gesunden Rahmen auch okay. Ich kannte früher einige Freikirchen intern. In einer Freikirche war ich auch fest. Was ich beobachtet habe, ist dass häufig jemand Gemeindeältester wurde, der eine besondere Leistung für die Gemeinschaft brachte. In erster Linie war es Geld, da gilt wohl unreflektiert wohl auch die Regel, wer das Geld hat, der hat das Sagen. Was mir auch aufgefallen ist, es waren in verschiedenen Gemeinden viele Gemeindeälteste die waren Architekten und haben sich beim Bau, oder Umbau der Gemeinde besonders angaschiert. Die Problematik, ob Annahme, oder Ablehnung kann gleichermaßen in einem Missverhältnis stehen. Hier habe ich meine Meinung, aber das ist Sache der einzelnen Gemeinschaft.
Was auch für mich auffällig ist, dass die Gemeinschaften, die einen großen Wert auf Gemeindezucht legen, auch einen Wert auf Gemeindewachstum legen. Es ist auffällig, dass die Menschenfischer viel labile Fische an ihrem Haken haben. Die ecken langfristig durch ihre Lebensart besonders häufig an. Ich meine, das hat auch eine Funktion für die Gemeinschaft, denn man misst sich daran, wie gut und richtig man eigentlich liegt, weil man nicht so ist. In der Hundeerziehung heißt das selbstbelohnender Effekt. Man stößt sich indem man die Fehler der Anderen macht quasi gesund.
Ich denke, jeder sollte sich selbst reflektieren und sich entscheiden, was man will. Für einige ist so eine Gemeinschaft gut, für den anderen ist es zumindest streckenweise ein Grauen. Wenn man an einen Punkt kommt, wo man sich nicht mehr wohl fühlt, sollte man eine Entscheidung für sich treffen.

orangsaya antworten


Orangsaya
Beiträge : 3016

Der Antwort kann man schon näher kommen, wenn man die Frage anders stellt. Ist es erstrebenswert, soll, oder muss ein Christ ein unschönes Leben anstreben?

Veröffentlicht von: @anonyma-7f5d16877

ich habe einige schädigende Ansichten über das Leben als Christ übernommen und kämpfe mich da gerade raus.

Das ist ein Problem, dass in christlichen Gemeinschaften mehr, oder auch weniger besteht, Es ist ein großes soziales Problem. Das fängt harmlos mit Stigmatisierungen, an geht in Ausgrenzungen über und kann zu einer Spaltung in der Familie gipfeln. Die Schattierungen, wie intensiv solche Dinge durchgezogen werden, sind verschieden. Es kann auch religiöse Konsequenzen haben. Man soll an einige Treffen nicht teilnehmen, oder wird gar vom Abendmahl/Herrenmahl ausgeschlossen. Ich sage, wenn jemand ein Problem mit so einer Gemeinschaft hat, "Du bist im falschen Club" andere sprechen hier schon von geistlichen Missbrauch. Das gibt es für mich auch, aber ich denke, die meisten sind in der Lage, wenn auch nicht sofort, ihre Situation irgendwann zu überdenken, und können ihre Entscheidungen überdenken. Es gibt Gemeinschaften, das ist Gemeindezucht, oder wie sie es nennen groß geschrieben. Solche Gemeinschaften haben irgendwie auch eine Berechtigung, wenn alle sich dieser Zucht anschließen wollen.
Deswegen wäre für einen persönlich auch die Frage interessant, ob andere Christen dir vorschreiben können, was ein schönes Leben ist. Das sind Fragen, die kannst du nur dir aus deinem Gewissen, nicht aus deinem gelenkten Gewissen beantworten kannst. Einfach ist so eine Antwort nicht und aus der Rückblende, sieht man es häufig anders, als wenn man akut drinnen steckt.
Anders herum ist es auch fraglich, ob die Würdigung, der Menschen, die die Norm für ein richtiges Leben erfüllen, gerechtfertigt ist. Es gibt einige, die haben einen Stand, aufgrund ihre Anpassung an die Gemeinschaft. Das ist in einem gesunden Rahmen auch okay. Ich kannte früher einige Freikirchen intern. In einer Freikirche war ich auch fest. Was ich beobachtet habe, ist dass häufig jemand Gemeindeältester wurde, der eine besondere Leistung für die Gemeinschaft brachte. In erster Linie war es Geld, da gilt wohl unreflektiert wohl auch die Regel, wer das Geld hat, der hat das Sagen. Was mir auch aufgefallen ist, es waren in verschiedenen Gemeinden viele Gemeindeälteste die waren Architekten und haben sich beim Bau, oder Umbau der Gemeinde besonders angaschiert. Die Problematik, ob Annahme, oder Ablehnung kann gleichermaßen in einem Missverhältnis stehen. Hier habe ich meine Meinung, aber das ist Sache der einzelnen Gemeinschaft.
Was auch für mich auffällig ist, dass die Gemeinschaften, die einen großen Wert auf Gemeindezucht legen, auch einen Wert auf Gemeindewachstum legen. Es ist auffällig, dass die Menschenfischer viel labile Fische an ihrem Haken haben. Die ecken langfristig durch ihre Lebensart besonders häufig an. Ich meine, das hat auch eine Funktion für die Gemeinschaft, denn man misst sich daran, wie gut und richtig man eigentlich liegt, weil man nicht so ist. In der Hundeerziehung heißt das selbstbelohnender Effekt. Man stößt sich indem man die Fehler der Anderen macht quasi gesund.
Ich denke, jeder sollte sich selbst reflektieren und sich entscheiden, was man will. Für einige ist so eine Gemeinschaft gut, für den anderen ist es zumindest streckenweise ein Grauen. Wenn man an einen Punkt kommt, wo man sich nicht mehr wohl fühlt, sollte man eine Entscheidung für sich treffen.

orangsaya antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Hallo Orangsaya,

was du beschreibst habe ich auch kennen gelernt. Geld schien total wichtig. Ich wurde auch durch fehlende Erwachsenentaufe vom Abendmahl ausgeschlossen.

Ich denke du hast da einige Punkte beschrieben, die auf die Gemeinde zutreffen.

Danke, sehr aufschlussreicher Beitrag. 😊

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Anonymous
 Anonymous
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Übrigens danke für deine Frage!

Ich finde sie prinzipiell sehr interessant.

Das geht schon damit los, dass die Auffassungen, was ein "schönes Leben" ist, unter den Menschen sehr auseinandergehen, auch unter den Christen.

Prinzipiell halte ich mich für einen ziemlich toleranten Menschen. Für mich haben aber manche früher "harmlose" Vergnügungen, wie schwere, große Autos, ihre Unschuld verloren.

Ich meine auch, dass ich z.B. Ausbeutung einer Kobalt-Mine im Kongo mit gravierenden Auswirkungen auf die Arbeiter für weit schlimmer halte, als wenn der Minenbesitzer z.B. Ehebruch begeht...

Für mich sind das, was du schilderst, 2 verschiedene Dinge:
- Die Einstellung, allen alles recht machen zu wollen, ist für mich generell eine schädigende. Gut, dass du dagegen etwas unternehmen möchtest.

- Die Einstellung, aus Einsicht bestimmte Dinge zu tun oder zu lassen, ist wieder eine ganz andere, die nicht schädlich sein muss. Sie wird nur problematisch, wenn die falschen Gedanken und Motivationen dahinter stehen.

Für mich klingt das so, als wenn du schon in sehr jungen Jahren viel zu viel Verantwortung übernehmen musstet - "die Last der ganzen Welt auf deinen Schultern" (Parentifizierung?) Deswegen habe ich auch unten geschrieben, dass du ja nicht allein auf dieser Welt bist. Ich finde es auch gut, dass du dir offenbar Hilfe gesucht hast. Ein Psychotherapeut oder guter Seelsorger kann dir bestimmt helfen, diese Mechanismen zu durchschauen und zu verändern.

Wenn deine christliche Gemeinde dir den beschriebenen Druck macht, würde ich sie verlassen. Das ist nicht gesund.

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 3016
Veröffentlicht von: @polyglott

Prinzipiell halte ich mich für einen ziemlich toleranten Menschen. Für mich haben aber manche früher "harmlose" Vergnügungen, wie schwere, große Autos, ihre Unschuld verloren.

Warum darf ein Christ bestimmte Autos nicht fahren. Es soll doch jeder selber entscheiden, Wie komfortabel sein Auto sein soll und was für ihn komfortabel ist. Obwohl, meistens entscheidet es das Portmonee und Missgunst scheint eine typisch deutsche Eigenschaft zu sein.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @orangsaya

Missgunst scheint eine typisch deutsche Eigenschaft zu sein.

Es geht nicht um Missgunst, sondern um Klimawandel.

Auch andere Ressourcen sind begrenzt: z.B. Parkraum und Straßenbreite in einer Kleinstadt.

Wenn der Förster einen SUV braucht, halte ich das für angebracht.

Wenn in unserer Kleinstadt jede zweite Familie ein SUV fährt, ist das äußerst unzweckmäßig und letzten Endes sogar gefährlich. Z.B. für Kinder im Straßenverkehr.

Wenn jeder wirklich alle Auswirkungen seines Autofahrens bezahlen sollte, dann müsste die Steuer für ein SUV viel höher sein (schon allein, weil es oft 2 Parkplätze blockiert) und auch Treibstoff noch viel mehr kosten.

Was jemand sich von seinem Geld kauft, ist mir in den allermeisten Fällen ansonsten herzlich egal.

Ich liebe übrigens kleine Autos, mir kann es gar nicht klein genug sein. Und ja, da habe ich Glück, dass das außerdem noch ressourcenschonend ist.

Anonymous antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 3016
Veröffentlicht von: @polyglott

Es geht nicht um Missgunst, sondern um Klimawandel.

Na ja, Klimawandel ist ja kein Thema. Aber ich stelle nur mal infrage, ob die eigene Meinung ausreicht, um soetwas verbindlich für eine christliches Leben zu erklären.
Es gibt auch andere Dogmen oder Halbdogmen die neu geschaffen wurden.
Beispiele:
So wie Jesus für mich sein Leben geopfert hat, so opfere ich ggf. mein Leben zwecks Organspende.
Oder die Behauptung das tragen einer Maske, gehört zur Nächstenliebe.
Zur Nächstenliebe gehört auch, dass man die Meinung des Anderen zumindest stehen lässt. Das meine ich allerdings nicht verbindlich für alle. Nur so ein Gedanke.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @orangsaya

um soetwas verbindlich für eine christliches Leben zu erklären.

Ich erkläre das nicht für verbindlich für ein christliches Leben.

Wie gesagt, natürlich gibt es Personen und Situationen, für die ein SUV sinnvoll ist.

Aber es gibt auch viele Situationen und Personengruppen, wo zu viele SUVs in mehrfacher Hinsicht nicht mehr sinnvoll sind. Darüber nachzudenken, ob man nun auch noch unbedingt eins braucht, hat für mich weniger mit christlich oder nichtchristlich zu tun, sondern mehr mit Vernunft und sozialem Verhalten (in dem Sinne, dass ich auch die Bedürfnisse z.b. aller anderen Bewohner meiner Stadt sehe, um den Ball mal flach zu halten.)

Veröffentlicht von: @orangsaya

dass man die Meinung des Anderen zumindest stehen lässt.

Ich respektiere deine Meinung und spreche sie dir nicht ab. Und mein Respekt besteht gerade darin, nachvollziehbare Argumente zu bringen.

Ich bin weit davon entfernt, jedem SUV-Fahrer abzusprechen, dass er vielleicht eins benötigt - und noch viel weiter davon entfernt, irgendjemandem wegen irgendwas das Christentum abzusprechen (da müsste ich nämlich mit mir selbst anfangen...)

Solange wir nicht persönlich und pauschal werden, sehe ich kein Problem darin, wenn wir konkrete Argumente austauschen. Darin sehe ich eigentlich auch den Sinn eines Diskussionsforums.

Übrigens berührt das Thema, was wir gerade haben, genau den Punkt, dass eben jeder unter einem "schönen Leben" etwas anderes versteht.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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P.S.
Was ich dazu noch sagen möchte:
Natürlich verstehe ich z.B. auch jeden, der sich um ein großes Grundstück oder einen Wald kümmern muss, dass er dafür ein SUV braucht. Damit habe ich gar kein Problem.

Ich kenne aber, wie gesagt, hier in unserer Kleinstadt jede Menge Familien, wo das definitiv nicht der Fall ist. Da bringt der SUV-Wahn jedem nur Probleme. Wir haben z.B. ungefähr 3 Jahre gekämpft, bis an eine Durchgangsstraße Poller kamen, damit nicht jeder mit überhöhter Geschwindigkeit einfach über die Gehwege hinwegfährt, weil die Straße für diese Art Autos einfach zu schmal ist, wenn sie beidseitig befahren werden soll und auch muss. Für Kinder und Alte war das richtig gefährlich. Einen Parkplatz findet man auch kaum noch. Und als Radfahrer fühle ich mich ebenfalls unbehaglich.

Anonymous antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @polyglott

Für mich klingt das so, als wenn du schon in sehr jungen Jahren viel zu viel Verantwortung übernehmen musstet - "die Last der ganzen Welt auf deinen Schultern" (Parentifizierung?)

Hallo polyglott,

ja. Verantwortung ist leider mein zweiter Vorname.
Genau so war es. Ist es. 🙁

Die abzulegen fällt mir sehr schwer. Denke auch Gott erwartet das von mir und dass es mich nur gibt damit ich anderen helfen soll.
Meint ihr man darf auch einfach da sein und ist nicht egoistisch wenn man für sich etwas angenehmer leben will?
Ich hab so ein schlechtes gewissen, wenn ich nicht immer freundlich gucken kann, weil es mir nicht gut geht. Andere könnten sich nicht wohl fühlen, wenn sie mich dann sehen.

Veröffentlicht von: @polyglott

Wenn deine christliche Gemeinde dir den beschriebenen Druck macht, würde ich sie verlassen. Das ist nicht gesund.

Ich bin da weg aber die haben mir noch ne Portion schlechtes Gewissen mitgegeben.

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @anonyma-7f5d16877

Meint ihr man darf auch einfach da sein

Na klar darf man.

Veröffentlicht von: @anonyma-7f5d16877

Andere könnten sich nicht wohl fühlen, wenn sie mich dann sehen.

Andere sind für sich selbst verantwortlich!

Ich bin der Meinung, du solltest das alles wirklich mal in Ruhe mit einer seelsorgerlich und/oder psychotherapeutisch geschulten Person besprechen. Weil du ja offenbar einen Leidensdruck hast und merkst, dass es so irgendwie nicht weitergeht. Sonst endest du wahrscheinlich in der Erschöpfung.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @polyglott

Ich bin der Meinung, du solltest das alles wirklich mal in Ruhe mit einer seelsorgerlich und/oder psychotherapeutisch geschulten Person besprechen. Weil du ja offenbar einen Leidensdruck hast und merkst, dass es so irgendwie nicht weitergeht. Sonst endest du wahrscheinlich in der Erschöpfung.

In der Erschöpfung bin ich schon. Daher der Thread. Möchte mich irgendwie "absichern" weil ich noch zu unsicher bin, ob ich mir Raum geben darf. Danke für Eure hilfreichen Beiträge! Eine Therapie werde ich auf jeden Fall machen.

Anonymous antworten


Anonymous
 Anonymous
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Wer will das gerne und wer hat das schon?

M.

Anonymous antworten
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