Post um Vergebungsbelange
Hier hatte ich Folgendes teils als Zeugnis, teils als Information geschrieben und damit Nachfragen ausgelöst.
Das Zeugnis:
Es sind nicht meine Erfolge, sondern Gottes Treue zu seinem Versprechen, das Jesus hier formuliert:
Lk 18, 7 Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er bei ihnen lange warten? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, wird er dann Glauben finden auf Erden?
Recht bald zu Beginn aller Wiederherstellung meiner Person nachdem Jesus mir begegnet ist, liess ER mich diesen Vers so verstehen, dass er jeden Splitter in meiner Seele sofort herauszieht und die Wundheilung in Gang setzt in dem Moment, in dem ich Vergebung ausspreche vor Gott. Das glaube und erfahre ich seit über 30 Jahren und es korrespondiert für mich mit dem Vorgang von Jesu Gewand berühren, wie es die Geschichte der blutflüssigen Frau beschreibt. Sie berührte und wurde heil von diesem ihrem Leiden.
Das Hilfsbild vom Splitter in der Seele, wenn eine seelische Verletzung stattgefunden hat, ist angelehnt an die Vorstellung einer körperlichen Verletzung, wie z.B. ein Splitter im Finger und wie man mit diesem umgeht. Ob man nun einen kleinen Splitter vor Augen hat oder einen Pfeil, es ist klar, dass er nicht in der Wunde bleiben kann, damit sie sich nicht entzündet und in Folge die ganze Hand oder mehr beeinträchtigt....
Mit Splitter kann man nichts und niemanden berühren und sticht evtl sogar noch einen anderen. Der Einfluß auf einen anderen ist besonders störend, wenn man etwas klären will und Versöhnung zum Ziel hat. Da seelische Splitter unsichtbar sind, aber trotzdem sehr wirkungsvoll, empfiehlt es sich, sie so bald als möglich durch Vergebung entfernen zu lassen.
Ich denke, anhand der Grafik wird nun deutlich, dass es nicht ratsam ist, eine verletzte Person unbehandelt in ein Klärungsgespräch mit Ziel Versöhnung zu drängen.
Nach dem Entfernen des Splitters kann man sich auch besser in weitere ( wenn notwendige) Seelsorgeschritte begeben, da der Splitter nicht mehr berührt werden und unnötigen Schmerz auslösen kann.
Ebenso kann man sich selbst nichtmehr unnötige Schmerzen bereiten mit jedem Gedanken an das Ereignis, der einer erneuten Berührung des Splitters gleichkäme.
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Informationen zu Belangen rund um Traumaverarbeitung:
Versöhnung mit dem Erlebten der Vergangenheit, dass es mir passiert ist, ist ein anderer Vorgang. Anerkennung statt Verdrängen und Kündigen einer Generalisierung durch Übertragung auf Unbeteiligte. Dieser Schritt kommt für mich nach dem obigen Vergeben.
Manchmal werden Traumageschehen von Körper und Seele so stark verdrängt, dass keine Erinnerung mehr daran vorhanden ist. Man kommt ihnen oft auf die Spur, durch starke Reaktionen auf völlig normale Inputs oder sich zwingend wiederholende Lebensmuster.
Den Begriff Generalisierung möchte ich mal an den Reaktionen auf ein Hundebisstrauma darstellen. Eine Person, die ein Hundebisstrauma erlebt hat, für die ist meist später jeder Hund ein Trigger = Angstauslöser. Also generell alle Hunde, die ins Blickfeld kommen, lösen Angst aus und damit dann auch einen veränderten Körpergeruch. Den nimmt ein Hund wahr und das animiert ihn auf die Person zuzulaufen, was die Angst verstärkt. Die meisten Besitzer sagen ...aber der tut doch nichts.... muss er auch nicht. Seine Anwesenheit genügt für eine Triggerauslösung.
Versöhnung mit einer Person, die einsichtig ist, ist wieder ein anderer Vorgang.
Für diesen Versöhnungsbereich ist mir der Vorlauf, wie oben geschildert sehr wichtig geworden, denn er verhindert, dass ich wie ein stacheliger Kaktus in eine Versöhnungsklärung gehe und der Vorgang sich schwieriger als nötig gestalten kann.
Siehe Grafik oben.
Der Bereich der Versöhnung steht nicht am Anfang einer Aufarbeitung. Wie lange eine Aufarbeitung eines Einzelereignisses oder einer längeren Situation dauert, hängt immer von der Person und den Belangen ab. Es können viele kleine Vergebungsschritte in der heilsamen Gegenwart Gottes nötig sein. Versöhnung dagegen hängt auch von der anderen Person ab, ob sie zustande kommen kann.
Liebe Deborah, ich habe lange überlegt, ob ich mich hier auch zu Wort melde. Nun tue ich es.
Ja, das Thema Vergebung bei seelischen und körperlichen Verletzungen ist nicht so einfach und es kommt wohl
auch auf die Härte der Verletzung und den dazugehörigen Verlusten an.
Die Verarbeitung der Verletzung bis es nicht mehr schmerzt bis hin zur Versöhnung mit den Täter, wenn das möglich ist,
ist ja auch ein Prozess, der seine Zeit braucht und auch das hängt noch mit der Tiefe der Wunde zusammen.
Ebenso, ob man Gott die Schuld gibt für das was einem widerfährt, oder ob man ihn als Verbündeten hat, der einen durch trägt,
hilft und heilt.
Vergeben ist bei mir wohl der 1. Schritt, den ich seit ich Jugendliche war, wohl erst bei Gott und dann bei den Familienangehörigen
ausgesprochen habe, damit der Umgang mir wieder leichter fiel. Stärker verstanden habe ich Vergebung allerdings erst besser,
als mir Gott 1995 eine große Schuldenlast abnahm. Da merkte ich dann, wie gut das tut, befreit von Sünde/Schuld zu sein.
Das war dann so, als wäre das Schuldenkonto bei Gott zerrissen worden und dafür bekam ich ein Sparkonto in dem ich einzahlen
konnte, wenn ich eine meiner Gaben gebrauchte. Meine Blickrichtung hat sich dadurch verändert. Nicht mehr so fixiert auf
die Fehler oder Schuld des anderen, sondern auf das Gute.
Vielleicht ist das mit dem Vergeben erstmal ein Schritt, um mich von dem Verletzter emotional zu trennen, damit ich ihm seine
Schuld nicht hinterher tragen muss. Es befreit erstmal und richtet meinen Blick wieder in die Gegenwart und Zukunft, sonst bleibe
ich in der Vergangenheit gefangen.
Manches Mal bin ich auch an den Ort des "Geschehens" vorbei gegangen und habe nachgespürt, ob es mir noch schwer fällt, oder
ob es schon überwunden ist und dabei für den Betroffenen gebetet und ihn gesegnet. Ich habe mal gehört, dass wenn man einem
"Feind" gutes wünscht, es bei einem selbst doppelt zurück kommt. Das macht die Sache etwas einfacher.
Schwieriger finde ich allerdings, die eigene Veränderung der Verhaltens- und Glaubensmuster, damit ich nicht immer wieder in
die Falle tappe und erneut (in der gleichen Sache) verletzt werde.
Daran arbeiten wir jetzt. Was läuft unbewusst noch ab? Welchen Traumata sind noch nicht verarbeitet? und wie lösen sie sich auf?
Ich bin mal gespannt, was noch passiert und wie ich mich entwickeln werde.
Gut finde ich so wie du es beschreibst, wenn du Bilder für dich gefunden hast, um deinen Standpunkt deutlich zu machen. Ich habe dein Posting auch so verstanden, dass es sich auf dich und deine Erfahrung bezieht. Die Leser können selbst prüfen, ob sie es für
Leben und ob es sich auf ihre Leidenserfahrungen anwenden lässt. Nicht jeder hat den Heiligen Geist, als Tröster und Ratgeber
an seiner Seite. Wir sind da wohl eher eine Ausnahme.
Lieben Gruß
Evana
Liebe Evana,
herzliches Danke dass du dich zum Schreiben entschlossen hast.
Dein Erleben deckt sich in so vielen Punkten mit meinem. Das finde ich sehr ermutigend. Und nicht nur wir sind zwei Zeugen für die heilsame Absicht, die Gott mit Vergebung im Sinn hat, vom Sinai über das Kreuz bis heute in die Herzen hinein.
Ich kenne noch mehr, die die Liebe Gottes in der Anweisung zu Vergeben erkannt haben und praktizieren.
Gerade jetzt, in den 10 Tagen zwischen dem jüdischen Neuen Jahr und dem großen Versöhnungstag, werden Gespräche gesucht, um miteinander ins Reine zu kommen.
Diese Tradition spiegelt sich im Vater unser wieder in der Bitte vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben (haben). Sie bereinigen ihre Beziehungen so gut es geht und danach feiern sie den Versöhnungstag, der auf der Vergebung Gottes am Sinai beruht, nachdem sie von ihrem Götzendienst um das goldene Kalb umgekehrt waren.
Mich hat das frohe Lied Adon HaSelichot (englische Untertitel), HErr der Vergebung, vor Jahren schon sehr angesprochen. Sie feiern in der Umkehr den Geber der Vergebung und Versöhnung. Da kommt eine Leichtigkeit hinein und eine Zuversicht auf Freude in der Vergebung.
Wieviel mehr hat Gott uns mit Christus dies alles geschenkt.
Liebe Grüße
Deborah
Gerade jetzt, in den 10 Tagen zwischen dem jüdischen Neuem Jahr und dem großen Versöhnungstag?
Von wann bis wann ist das genau?
Durch das "Vater unser" ist wohl bei uns der 1. Schritt: das Vergeben!
Bei mir war es außerdem auch noch das Lied: Danke für diesen guten Morgen ..., das ich sehr gerne singe.
In der 2. Strophe heißt es: Danke, dass auch dem größten Feinde ich verzeihen kann.
Daher habe ich wohl immer schon durch das Danken die Bereitschaft/die Kraft zum Vergeben/Verzeihen von Gott bekommen.
Da mir schon als Jugendliche die Bergpredigt sehr wichtig war, habe ich dann auch den 2. Schritt angewandt.
Mt. 5, 23 Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh vorher hin, versöhne dich mit deinem Bruder; und dann komm und bringe deine Gabe dar!
Wenn Jesus das fordert, wird er wohl ja auch dafür die Kraft bereitstellen, die ich dazu brauche.
Auch meine Glaubenssätze kann und konnte ich anhand seines Wortes ändern.
Dachte ich vorher das und das ist verboten und habe ich es übertreten, so fühlte mich schuldig,
so konnte ich es Dank Paulus ändern in
1. Kor. 6,12: Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.
Und so werden wir wohl in die Vergebung zu anderen und zu uns selbst, immer tiefer hineingeführt und es fällt
uns immer leichter, da es zum Lebensstil gehört.
Gerade jetzt, in den 10 Tagen zwischen dem jüdischen Neuem Jahr und dem großen Versöhnungstag?
Von wann bis wann ist das genau?
Neujahr (Rosh Hashana) begann am 25.9.2022 abends und der große Versöhnungstag beginnt am 4.10.2022 abdnes und endet am 05.10.2022 abends.
Das Morgenlied habe ich früher auch oft gesungen. Es gibt auch ein Abendlied dazu. Gefällt mir beides, weil es so fein in den Alltag hineinsingt und mich daran erinnert, dass nichts selbstverständlich ist.
Zu der Vergebungszeile habe vor einiger Zeit noch einen weiteren Blickwinkel gelesen: sich nicht zu einem Feind machen lassen. Vergeben gehört auch dazu....
Vor einigen Tagen schaute ich mit das 7x70 und in einer anderen Übersetzung 7x70x an und spaßeshalber nahm ich den Laptoprechner und liess in kein einfaches Malnehmen ausführen, sondern die Potenzierung x² anklicken. Die Zahl die da herauskam, hat mich sehr beeindruckt. Nicht in dem, oh wie oft kann ich verletzt werden, sondern wieviel Gnadentaler in der Summe stellt Jesus bereit zum Weitergeben. In Mt 18 wird ja von dem Erlaß einer großen Summe geschrieben, daher gefällt mir das Wort Gnadentaler.
Danke, dann bin ich ja im Gottes Zeitplan mit meinem neusten Gedicht. Ich will es am 03. Oktober veröffentlichen. Dann sind das sehr besondere Tage. Der Gedanke mich auf diesen Tag festzulegen,
kam mir auch erst am Dienstag. Aber das nur so nebenbei.
Der Gedanke mit den Gnadentalern gefällt mir sehr gut. Wenn wir vergeben, sparen wir im Himmel Gnadentaler, wir sammeln Schätze an im Himmel. Und wo unser Schatz ist, da ist auch unser Herz.
Anderer Gedanke:
Wenn man bedenkt, wie David mit Saul umgeht, der ihn töten wollte. David verschonte Saul bei jeder
Gelegenheit. Wie groß war sein vergebendes Herz. Kein Wunder, dass Gott ihn zum König salben ließ,
als Mann nach Gottes Herzen. Schade nur, das David bei Batseba schwach wurde und diesen Großmut
verlor. Er hätte sich viel Leid erspart, wenn er Abstand von Batseba genommen hätte, aber dann wäre
Jesus evtl. nicht geboren worden.
Leben und ob es sich auf ihre Leidenserfahrungen anwenden lässt. Nicht jeder hat den Heiligen Geist, als Tröster und Ratgeber
an seiner Seite. Wir sind da wohl eher eine Ausnahme.
Sprichst Du da nur von Euch beiden oder bezieht sich das auch auf andere hier?
Gut, dass du nachfragst.
Ich denke, dass ich da eher von der Masse und nicht nur von den Lesern ausgehe. Meine Lebenserfahrung hat
mit anderen Menschen hat mir gezeigt, dass nicht jeder, sondern nur wenige Jesus als ihren Herrn angenommen haben und dadurch seinen Heiligen Geist empfangen haben. Bei den Geschwistern spüre ich es und es fließt mehr Liebe zueinander und deshalb empfinde ich es eher als Ausnahme. Ich wünschte es wäre andersherum und alle wären von Jesus
begeistert.
Hier auf Jesus.de weiß ich es nicht, wie das Verhältnis ist. Da will ich mir kein Urteil erlauben. Wahrscheinlich
ist das Verhältnis hier wesentlich besser und es lesen und schreiben mehr Geschwister mit.
Danke für die Erklärung.
Ich persönlich ziehe es vor, nicht so verurteilend über "die meisten" zu reden, sondern davon auszugehen, dass es mehr Blumen in Gottes großem Garten gibt, als ich vermute.
@tristesse Da liest du den Beitrag wohl weniger verurteilend für die meisten hier als ich.
Naja. Ich hab nachgefragt und da sie den Beitrag wohl doch allgemeiner gepostet hab, hab ich das zur Kenntnis genommen.
Die Verurteilung hab ich natürlich kritisiert.
Veröffentlicht von: @deborah71Dein Post hatte mich sehr ungut an den damaligen Leiter erinnert, als ich nach dem Aufbruch des Abtreibungstraumas bei ihm um Rat und Hilfe vorstellig wurde. Ich wurde eiskalt abgeschmettert: Du willst dich nur wichtig machen.
Ich kann mir daraufhin auch vorstellen, wie er dann weiter im Leitungskreis seine Sicht weiterverbreitet hat und welche Fahrt das in der Gemeinde aufgenommen hat, wie welche Reaktionen damals zustande gekommen sind.
Das ist aber jetzt deine höchst eigene Interpretation, liebe Deborah!
Niemand hat behauptet, dass Du Dich wichtig machen willst.
@deborah71 Hallo deborah,
Ich hab keine Ahnung, was du da gerade für einen Film fährst.
Ich vermute nach deinen Ausführungen keinen der hier her gehört, sondern den du aus der Vergangenheit mit hier hinein nimmst und gerade nicht mehr rauskommst.
Das einzige was dir hier je unterstellt wurde, ist dass du aus deinen Erfahrungen ein Prinzip gemacht hättest.
Meine Idee warum es bei manchen so ankommt hab ich in meinem Post an neubaugöre geschrieben
Das habe ich aus deinem Zeugnis auch so nicht rausgelesen, denn das ist wirklich nicht mehr als ein Zeugnis, ein Bericht. Und das unterscheidet es von Deborahs, die ihrem Zeugnis Erklärungen mit Bibelstellen hinzufügt(e) und damit eine Art Prinzip machte für mich als Leser. Und als Prinzip scheiteren viele Erfahrungen mit Gott an der Wirklichkeit der Menschen.
Ich vermute inzwischen, dass die erklärend Bibelstellen mehr dazu dienen, dir selbst zuversichern, dass dein Erleben im Einkang mit der Bibel steht. Vielleicht aus der Erfahrung heraus, dass dir nicht geglaubt wurde, dir unterstellt wurde dich wichtig zu machen oder sonst was negatives. Das hat hier aber keine getan.
Wir haben uns nur dagegen gewehrt, dass dein Zeugnis die Regel ist - was durch die Bibelstellen suggeriert wird. Denn das ist es eben nicht. Trotzdem ist es dein Zeugnis und die Wahrheit. Bei dir hilft Gott auf diese Weise und sofort. Und das glaube ich und auch vermutlich die andern alle dir.
Nur wünsche ich mir, dass du auch anerkennst, dass Gott eben nicht immer so handelt und dass das nicht am Menschen liegt. Den egal wie deine Antwort war - es war immer der Mensch, warum Gott diese Erwartung, die du mit deinem Zeugnis untermauert mit Bibelstellen aufgebaut hast, nicht erfüllt.
Und ja, das mag deine Erfahrung sein. Aber es entspricht eben nicht der Erfahrung vieler anderer Menschen. Nur darum, dass dieser Punkt anerkannt wird, geht es.
Liebe Grüße,
Channuschka
Du bringst jetzt einen anderen Punkt als Irrwisch.
Abgesehen davon ergibt sich die Antwort doch schon daraus, dass ich von einem persönlichen Zeugnis gesprochen habe und keineswegs, das müssen alle so erleben. Wenn du das anders gehört hast, dann hast du das so gehört, ich habe es nicht gesagt.
Hier laufen wohl mehrere Filme und in jedem soll ich mitspielen. Das wird mir zu anstrengend, daher kündige ich das Mitspielen auf.
Veröffentlicht von: @deborah71Oder befürchtest du etwas aus dem Heilungsseminar, an dem ich neulich teilgenommen habe? Da ging es um Hören von Gott und sicherer darin werden durch die Rückkopplung der Teilnehmer untereinander, wie Jakobus es bei dem Ältestengebet für Kranke beschreibt. Auch nichts exotisches.
Hi Deborah,
zwar war mir deine Teilnahme an einem Seminar bekannt.
Aber nicht, welchen Inhalt dieses Seminar hatte.
Das Gebet nach Jakobus kenne ich.
Habe schon selbst mitgewirkt bei Bitten von Menschen darum.
Habe sehr unterschiedliche weitere Wege der Kranken miterleben können.
Weswegen ich auch sehr bestimmt gegen die hier immer wieder durchleuchtenden " Automatismen" von Handeln Gottes anschreibe.
Gott ist kein " Bittenerfüllautomat"
Aber mit Paul Gerhard kann ich sagen:
" Er weiß vieltausend Weisen, zu retten aus der Not"
getextet von einem Mann, der 3 seiner 4 Kinder in jungen Jahren verlor.
In diesem Thread wird oft das Vaterunser angeführt.
Zum Thema Vergebung.
Was ich vermisse bei der Bitte um Heilung ist die demütige Haltung Gott gegenüber in all den aufgezeigten " Mechanismen" hier, das ist ein kleiner, aber für mich extrem wichtiger Satz am Ende dieses Gebetes
" Dein Wille geschehe!"
Der Wille Gottes wird in bestimmte Bibelverse, die nicht im Kontext gesehen werden, allgemeingültig hinein interpretiert.
Ganz ausser acht gelassen werden die" viel tausend Wege", die Gott mit uns Menschen geht.
Bei dir lese ich immer nur zack, Splitter gezogen, alles gut.
Das gibt für mich die Bibel aber nicht her.
In ihr finde ich immer, sowohl im AT, als auch im NT, Gottes und auch Jesu Zugewandtheit zu Menschen in ihren jeweiligen Lebenssituationen.
Das ist für mich tröstlich und verbietet mir, Gott diesen Automatismus zuzuschreiben.
Gott in Seiner Heiligkeit weiß besser, was Seine jeweiligen Kinder zu ihrer Zeit brauchen und was es an Zeit braucht,um ihre Wege zum Ziel zu führen.
Ganz heil werden wir sowieso erst in der Ewigkeit sein, so meine Erkenntnis
lg
Inge
Die Zuverlässigkeit von Gottes Zusage und das Vertrauen darauf als Automatismusverständnis zu beschreiben, geht an meiner Wirklichkeit vorbei. Du magst dein Empfinden noch so oft wiederholen, es beschreibt nicht mein Liegen am Herzen Gottes in Seiner Liebe.
@deborah71 Das meinte dich damit, wenn ich darauf hinweise, dass viele Christen vor Verbindlichkeit zurückschrecken. Alles muss schön vorsichtig formuliert sein, damit man ja nicht verantwortlich gemacht werden kann. Diese Angst begegnet mir immer wieder hier im Land. Es gibt sogar einen Ausdruck dafür "The German Angst". 😆
Der Deutsche und seine Vergangenheit ... "The German Angst" muss ja jemand "Nichtdeutsches" erfunden haben ... 😀 ... ja nicht mutig sein ... ja nicht vorwärts gehen ... schon gar nicht "vorangehen", damit am Ende nicht wieder so ein Desaster herauskommt und in die Geschichte der Menschheit eingeht ...
Wobei "Verbindlichkeit" schon auch alle Welt betrifft, aber leider seit vielen Jahren das auch immer mehr auf "Christen" überzugreifen scheint. Ich kämpfe damit auch ... vorwiegend noch bei der jüngeren Generation ...
Aah ! Das fällt auch unter German Angst? Das sagt mir sehr viel.
Das,wovon du hier schreibst,hat aber nichts damit zutun,sichklar ubd deutlich auszudrücken.
Was dasThema Mut betrifft............ich würde mir nicht anmassen, den Mut von anderen Menschen via Internet zu beurteilen!
HiEborah,
ich lasse dir doch deine Wirklichkeit.
Aber in deinen Postings kommt es leider so rüber,dass andere Menschen,die diese Erfahrung nicht gemacht haben,nicht am Herzen Gottes oder ebenso Gott am Herzen liegen.
Das ist mein Punkt. Sonst keiner!
Neee ne? Das ist bei 30 Tagen immer wieder Gottes Liebe (und die gilt allen, steht so in der Bibel, ist Anfangsmilch) bezeugen, nicht bei dir angekommen? Das ist sehr bedauerlich.
Ich kenne jetzt aber durch die vielen geäußerten Befürchtungen, Vermutungen und Gesprächen auch über mich in meinem Beisein, was so für eigene Vorstellung die Kommunikation hier untereinander so schwierig macht: die unterschiedlich gefüllten Inhalte von Begriffen, bei denen nicht offen nachgefragt wird, sondern der eigene Inhalt vorausgesetzt und darauf reagiert wird. Passiert mir auch... versuche ich aber zu verändern.
Warum lässt du Deborah nicht ihre Erfahrungen? Und ich denk nicht, dass es für sie "ein kurzer Spaziergang" war, dorthin zu kommen. Dazu gehört meiner Einschätzung nach auch viel Wille und auch Arbeit. Wenn sie sagt, es sei gut, steht es keinem zu, das in Zweifel zu ziehen, weil man selbst vielleicht andere Erfahrungen gemacht hat. Zumindest ist das meine Meinung.
Muss ihr Zeugnis Überforderung für andere bedeuten oder kann es auch die Idee sein, mal etwas anderes zu probieren? Vielleicht weckt es ja auch die Sehnsucht nach einem 'mehr' und jemand wagt sich (neu) offen an die zärtliche Seite Gottes heran? Wagt sich an einen persönlichen Gott heran? Einen Gott der liebt.
Ich denke bei ihren Schilderungen an das Buch "Nicht wie bei Räubers". Zu lernen, mit sämtlichem Schmerz,(aber auch allem anderen) zuerst zu Gott zu gehen und Antwort zu erwarten. Etwas, was mir immer noch schwer fällt, aber es lohnt sich, da dran zu bleiben. Zu lernen, Gott komplett zu vertrauen. Seine Liebe zulassen.
Etwas anderes noch: Wie radikal sind denn Jesu Worte? Liebe, Selbstaufgabe, Feindesliebe, Vergebung, Nachfolge, Dämonen austreiben und Kranke heilen? Gilt das alles nicht mehr? Muss man alles relativieren?
Warum man manchmal nichts sieht, weiß ich nicht. Aber den Glauben, dass Gott kann, deswegen aufgeben?
Enge ich Gott und seine Kraft damit nicht ein? Und warum kann ich zwar an den Opfertod Jesu für meine Schuld glauben, aber nicht, dass diese Auferstehungskraft bereits in mir ist?
Dass die Liebe aus der Beziehung zum Vater kommt und mit der zu mir selbst zusammenhängt ist klar.
Was glaube ich? Wem glaube ich? Und worauf gründet sich dieser Glaube?
Wenn Jesus gekreuzigt wurde und starb und dann wieder lebendig wurde, kann er alles. Egal, ob ich es fühle oder nicht.
@goldapfel Nachdem du hier den Vorwurf der Überforderung ansprichst, den ich hier geäußert habe, bin ich mal mutig und oute mich, dass ich seit 20 Jahren mit einer diegnostizierten Depression meinen Alltag lebe. Nein, ich schreibe jetzt nicht die ICD-Bewertung.
Es gibt ein ständiges Auf und ab, so drei Schritte vorwärts, zwei zurück. Ich bin medikamentös gut eingestellt, habe fachärztliche Begleitung, der mir offen sagte, dass ich damit leben lernen muss. (und ja, dieser Facharzt ist bekennender Christ). Es gehören auch Nebenwirkungen dazu, die mir nicht gefallen, aber die ich abwägen muss, was wichtiger ist.
Ich frage nicht (mehr) nach dem Warum. Ich weiß um die Auslöser, die z.T. heute noch bestehen, weil ich ja auch nicht einfach den Wohnort wechseln kann.
Ich definiere mich auch nicht über meine Körperbehinderung oder über meine Depression. Ich bin mehr als das ...
Nur: Solche Zeugnisse von schneller Löschen von Triggerpunkten und spontaner Heilung überfordern mich wirklich,. Vor allem dann noch die Vorwürfe, man würde Gott nichts zutrauen.
@goldapfel
Ich glaube durchaus, dass Gott kann.
Und als Zeugnis freu ich mich für Deborah.
Wenn aber zu dem Zeugnis eine biblische Erklärung kommt (die richtig sein mag), dann kommt unweigerlich die Frage auf, warum es nicht jeder so erlebt.
Ich bin mit dieser Idee aufgewachsen und musste erleben, dass sie nicht stimmt. Und darauf kommt noch der Vorwurf, dass ich nicht richtig glaube oder Gott nichts zutraue. Und die Last wird schwerer.
Ich konnte mich von der Last befreien. Mit Hilfe lieber Christen und Christinnen, die mir eine andere Perspektive auf die Dinge zeigten - und Gebet und Begegnungen mit Gott.
Und deswegen schreibe ich so vehement dagegen an. Weil ich weiß, dass nicht nur ich, sondern viele ander auch verletzt wurden und werden, weil ihnen diese Idee von Gott der gibt und man muss nur nehmen eingepflanzt wird, aber ihre Realität mit Gott sich davon aber unterscheidet.
Deborahs Weg war sicher lang und nicht einfach. Aber es sind meiner Erfahrung nach wenige mit denen Gott diesen Weg geht.
Und für all die anderen gilt, dass es nicht unbedingt an ihrem Vertrauen, ihrem Glauben liegt, sondern einfach an Gott, der aus uns unbekannten Gründen mit uns einen anderen Weg gehen möchte.
Hat Evana gestern abend schon beantwortet weiter oben:
Gut, dass du nachfragst.
Ich denke, dass ich da eher von der Masse und nicht nur von den Lesern ausgehe. Meine Lebenserfahrung hat
mit anderen Menschen hat mir gezeigt, dass nicht jeder, sondern nur wenige Jesus als ihren Herrn angenommen haben und dadurch seinen Heiligen Geist empfangen haben. Bei den Geschwistern spüre ich es und es fließt mehr Liebe zueinander und deshalb empfinde ich es eher als Ausnahme. Ich wünschte es wäre andersherum und alle wären von Jesus
begeistert.Hier auf Jesus.de weiß ich es nicht, wie das Verhältnis ist. Da will ich mir kein Urteil erlauben. Wahrscheinlich
ist das Verhältnis hier wesentlich besser und es lesen und schreiben mehr Geschwister mit.
Veröffentlicht von: @goldapfelWarum lässt du Deborah nicht ihre Erfahrungen? Und ich denk nicht, dass es für sie "ein kurzer Spaziergang" war, dorthin zu kommen. Dazu gehört meiner Einschätzung nach auch viel Wille und auch Arbeit. Wenn sie sagt, es sei gut, steht es keinem zu, das in Zweifel zu ziehen, weil man selbst vielleicht andere Erfahrungen gemacht hat. Zumindest ist das meine Meinung.
Deborah lasse ich ihre Erfahrungen nur zu gerne.
Ich habe auch meine Erfahrungen.
Sogar immer wieder auch sehr positive Erfahrungen in meinem Glauben und mit der Liebe Gottes.
Mit unserer Beziehung (Gott - Irrwisch),um es vielleicht noch etwas klarer zuformulieren.
Aber ich mag sie nicht als allgemein und für jeden so erlebbar hinstellen.
Denn so,wie jeder Mensch und dessen Geschichte einzigartig ist, so ist auch dessen Gottesbeziehung einzigartig.
Deborah lasse ich ihre Erfahrungen nur zu gerne. ----- Aber ich mag sie nicht als allgemein und für jeden so erlebbar hinstellen.
Du weißt schon, dass ein Ja, aber....ein Nein bedeutet? So jedenfalls wirkt deine Auseinandersetzung mit deiner Befürchtung auf mich.
Denn so,wie jeder Mensch und dessen Geschichte einzigartig ist, so ist auch dessen Gottesbeziehung einzigartig.
Dann lass mein persönliches Zeugnis doch auch als mein einzigartiges so stehen und lege nicht deine Befürchtung drüber. Das vernebelt die Einzigartigkeit.
Ich bin aber andererseits der Meinung, daß heutzutage oft zuviel zum Trauma erklärt wird.
Ein echtes Trauma ist immerhin etwas sehr schwerwiegendes.
Ich weiß das, denn aus meiner katastrophalen Jugend hatte ich letzten Endes keine Chance, ohne Trauma rauszukommen.
Heutzutage gibt es aber Zeitgenossen mit einer gewissen - entschuldigung - emotionalen Egozentrik, die sich von jeder Kleinigkeit ganz furchtbar getroffen fühlen, damit aber jede Diskussion, jeden echten Meinungsaustausch unmöglich machen.
Man muss als erwachsene Person einfach auch mal etwas aushalten, ohne gleich einen auf ganz furchtbar verletzt zu machen.
Wer nur um die eigene Verletztlichkeit kreist, tut weder sich selbst noch der Umgebung einen Gefallen damit.
Ich bin aber andererseits der Meinung, daß heutzutage oft zuviel zum Trauma erklärt wird.
Das sehe ich auch so.
Ein echtes Trauma ist immerhin etwas sehr schwerwiegendes.
Ich weiß. Ich benenne meine drei Schwerwiegenden jetzt nicht inhaltlich.
Ich weiß das, denn aus meiner katastrophalen Jugend hatte ich letzten Endes keine Chance, ohne Trauma rauszukommen.
Diese Situationen sind leider öfter der Fall und ich wünschte mir, solche Katastrophen könnten verhindert werden.
Man muss als erwachsene Person einfach auch mal etwas aushalten, ohne gleich einen auf ganz furchtbar verletzt zu machen.
Etwas, ja, aber nicht alles. Wo die Grenze des Aushaltbaren ist, ist bei jedem anders. Das lässt sich nicht von aussen beurteilen.
Danke, dass du dich noch hier gemeldet hast.