Thread für und Infos von Jigal
Es gibt ein neues Heftchen der ICEJ zur "Zweistaatenlösung" für Israel und einem möglichen zweiten Staat Palästina.
Sonderbroschüren Archive - ICEJ - Deutscher Zweig e.V.
@deborah71 für den Elch ist es eine Hetzschrift. Das Heft zeigt auch, welche Möglichkeiten die Araber ausgeschlagen haben. Man hätte ja schon 1948 eine Staat Palästina haben können. Wollte aber lieber die Juden ins Meer zurückjagen. Na und dass die "Grenzen von 1967" nur Waffenstillstandslinien des ersten Krieges sind, wollen manche auch nicht hören. Es ist damals leider nicht gelungen ganz Jerusalem zu halten. Man kann Jerusalem nicht mehr teilen, das hätte ja eine Klagemauer zur Folge, deren freier Zugang nicht mehr sicher gestellt ist.
Wenn ich auf youtube schaue dann gibt es ja so Kanäle "was wäre wenn", z.B. Hitler den Krieg gewonnen hätte.
Wenn jetzt die Araber die Teilung akzeptiert hätten und es hätte 1948 zwei Staaten gegeben. Diese staatenlosen Flüchtlingen im Libanon und Syrien würde es nicht geben. Sie wären Bürger eines der beiden Staaten und vielleicht wären auch welche aus Israel ausgewandert. Was wäre aus dem arabischen Staat geworden? Hätte er sich Ägypten und Syrien angeschlossen, die sich ja mal zur Vereinigten Arabischen Republik zusammengeschlossen hatten? Ich bin mir jetzt nicht sicher ob der damalige Plan ein israelisches Eilat beinhaltet. Die Blockade israelischer Schiffe durch Ägypten in der Straße von Tiran wäre ohne den israelischen Hafen nicht gekommen. Die Bedrohung Israels vermute ich aber trotzdem, wenn wir mal davon ausgehen, dass die selben Politiker in Ägypten und Syrien an der Macht gewesen wären. Vielleicht hätten sie versucht Israel zu erobern um die ganze Fläche als Teil der Republik zu haben.
Das Problem der religiösen Komponente eines jüdischen Staates auf ehemals muslemischen Gebiet würde ja weiter existieren.
Interessant ist ja. Jordanien hat das mit britischer Unterstützung eroberte Gebiet ins Land eingegliedert und die Leute wurden Jordanier. Erst in den 1960ern tauchte der Begriff "Palästinenser" auf.
Die anderen Länder haben den Flüchtlingen keine Staatsbürgerschaft gegeben, Jordanien gab sie alle die den Jordan überquert haben.
Nun, das sind ein paar Gedanken, oder Infos von Jigal die jetzt keiner Diskussion bedürfen.
Wer will kann sich das Heftchen ja anschauen.
Es ist ja interessant, wenn Bibel TV das auch versendet.
Ich bin mir jetzt nicht sicher ob der damalige Plan ein israelisches Eilat beinhaltet.
Dann schau dir die Karte an, ich hab das doch schon mal hier verlinkt.
Wobei ich gerade sehe, dass sie etwas anachronistisch ist: 1948 lag der Spiegel des Toten Meers sviw bei ca. 395 m unter Nomal-Null, entsprechend größer war der See denn auch.
Das Heft zeigt auch, welche Möglichkeiten die Araber ausgeschlagen haben.
Das Heft zeigt vor allem die religiös motivierte Meinung einer christlichen Splittergruppe, der es relativ egal ist, ob es korrekt und vollständig ist, was sie von sich geben.
@chai Danke. Diese kleinen Hefte sind Argumentationshilfen. Das Heft
"nichts gegen Juden, aber" zeigt wie man mit Israelkritik umgehen kann. Liefert fundierte Argumente gerade nach dem schwarzen Sabbat für Leute die das auch interessiert. Das Israel ein demokratischer Staat ist gibt es auch viel Kritik an der Regierung im Land selbst. Einmal umzurechnen wie viel deutsche prozentual gesehen umgerechnet am 7 Oktober ermordet wurden finde ich erschreckend. In den deutschen Medien wurde auch selten erwähnt, dass in Gaza deutsche Staatsbürger gefangen gehalten werden. Aufgefallen ist mit bei einer Kundgebung zur Freilassung in Berlin wie viele Namen deutschen Ursprungs haben. Leute deren Vorfahren so im deutschsprachigen Raum verwurzelt waren, dass sie keine hebräischen Namen angenommen haben.
Nun denn, ich habe gelesen wenn ein Jude im Schtetl in Polen, Russland oder der heutigen Ukraine ins jiddisch übersetze, dann nannte er das "daitschen". Ich sehe da die Sprachwurzel der Pfalz. Die wichtigen Städte Mainz, Worms und Speyer sind heute in Rheinland-Pfalz. Der Pfälzer sagt auch daitsch statt deutsch wie der Badener und Schwabe auch.
Ich sehe da die Sprachwurzel der Pfalz. Die wichtigen Städte Mainz, Worms und Speyer sind heute in Rheinland-Pfalz. Der Pfälzer sagt auch daitsch statt deutsch wie der Badener und Schwabe auch.
»daitsch« statt »doitsch« war lange die Standardsprache. Noch Goethe ging u.a. nach Weimar, um korrektes Deutsch zu lernen.
Erst im 19. Jh., mit der deutschen Bühnenhochlautung des Herrn Siebs, wurde doitsch zur Standardaussprache.
Nur so war es auch möglich, dass die freidigkeit zur Freudigkeit wurde. Beide Schreibweisen wurden gleich ausgesprochen, das Wort freidig war irgendwann ausgestorben, da bot sich freudig als falsche Etymologie an.
@chai Hier ist das ja eher etwas für die Mitlesenden, sehen was Frau von der Tamm nicht sagt. Das war aber vor 20 Jahren schon so, mit entsprechenden Zeitschriften, die das berichteten was sonst untergeht.
Wen diese Hefte interessieren findet auch andere auf ICEJ.de
@derelch da das Geld dafür, wie für die TV Sendungen und die sozialen Projekte aus Spenden kommt, gibt es viele Leute weltweit als Unterstützer der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem.
So sind die Gemeinden auch zahlreich, die Referenten einladen.
In Haifa finanziert man ein Heim für Holocaustüberlebende.
Aktuell kümmert sich der deutsche Zweig um den Wiederaufbau eines Reha Zentrums und einer Zahnklinik im Kibbuz Be´eri.
Es wurden auch schon einige Schutzbunker finanziert.
Aktuell sammelt man für abgelegene Beduinengemeinden im Süden Israels.
In Haifa finanziert man ein Heim für Holocaustüberlebende.
Aktuell kümmert sich der deutsche Zweig um den Wiederaufbau eines Reha Zentrums und einer Zahnklinik im Kibbuz Be´eri.
Es wurden auch schon einige Schutzbunker finanziert.
Aktuell sammelt man für abgelegene Beduinengemeinden im Süden Israels.
Und man zwischendrin betreibt noch Desinformation und versucht die Gräben noch tiefer zu machen.
Und man zwischendrin betreibt noch Desinformation
Wenn du was dagegen hast, dann benenne doch die Desinformation und stelle ihr echte Information dagegen. Damit die, die das dort geschriebene glauben, eines Besseren belehrt werden.
Wenn du was dagegen hast, dann benenne doch die Desinformation und stelle ihr echte Information dagegen.
Darf ich dir dann eine Rechnung schicken?
Ich weiss garnicht, wie du drauf kommst, dass ich das tun müsste und auch Zeit dafür hätte, während andere munter belegfrei irgendwas erzählen können.
Damit die, die das dort geschriebene glauben, eines Besseren belehrt werden.
Was nicht passiert.
Ich weiss garnicht, wie du drauf kommst, dass ich das tun müsste und auch Zeit dafür hätte,
Du darfst also eine massive Anschuldigung ins Netz stellen, die, wenn sie nicht stimmt, eine massive Verleumdung darstellt, ohne sie zu begründen. Hmm …
Du darfst also eine massive Anschuldigung ins Netz stellen,
Ich mache nichts anderes, als das was hier tagtäglich passiert. Unter anderem durch die Veröffentlichung von "christlichen" Werbematerial. Stört dich sonst auch nicht.
Stört dich sonst auch nicht.
Du weißt nicht, was ich mitbekomme und was nicht (etwa wenn ich ein Thema nicht abonniert habe und nur die direkten Antworten auf meine Beiträge lese).
Du weißt nicht, was mich stören würde, wenn ich es mitbekommen würde,
Dass ich an der Broschüre auch nicht alles richtig finde, habe ich hier auch schon gesagt.
Also hör auf, mir einfach so was zu unterstellen.
Und ich rechne auch mit der Möglichkeit, dass du die Broschüre für eine Hetzschrift hältst, weil du selber falsch informiert bist. Aber du du nicht darüber reden willst, werde ich das wohl nie herausbekommen …
Hoffentlich lesen es noch einige andere hier.
Ich finde es witzig, dass es beim Umblättern raschelt.
Wer nicht selbst lesen möchte, sondern lieber einem - wie ich finde - kurzweilig erzählenden Historiker mit ausgewiesener Expertise zuhören möchte, dem empfehle ich Peter Samuel Josts Podcastfolge "Wem gehört das Heilige Land?".
Er hat Prof. Michael Wolffsohn eingeladen und man kann sich bei Youtube durch die einzelnen Artikel klicken.
Z.B "Nahostkonflikt 19. Jhdt bis heute" ab 1:06 bis 1:19
und "UNO 2-Staaten-Lösung und der 1. Krieg" ab 1:21 bis 1:35.
Da werden die Themen behandelt, über die wir hier schreiben und lesen:
Youtube, 14.04.2026
@martha Interessant ist ja schon mal das Thema der Forderung der Rückkehr der Flüchtlinge, auf die Abbas nicht verzichtet, die er mit einem Flüchtlingsstatus in Deutschland führen würde. Würde man das bei uns auch so sehen würden hätten wir dreistellige Millionenzahlen mit dem Rückkehrrecht in die Ostgebiete.
@hkmwk wir hatten wohl 12 Millionen Flüchtlinge, die haben Kinder und Enkel.
Die Palästinenser vererben ihren Flüchtlingsstatus, außer sie sind in den östlichen Teil des Mandatsgebietes Palästina geflohen, dann sind sie jordanische Staatsbürger.
@hkmwk Wenn 12 Mio Flüchtlinge 10 Kinder / Enkel / Urenkel in 80 Jahren haben dann sind wir bei 120 Mio Nachfahren, davon ausgehend dass die Generation die geflohen ist nicht mitgerechnet wird, da sie ja zum Großteil verstorben ist.
Wenn 12 Mio Flüchtlinge 10 Kinder / Enkel / Urenkel in 80 Jahren haben dann sind wir bei 120 Mio Nachfahren, davon ausgehend dass die Generation die geflohen ist nicht mitgerechnet wird, da sie ja zum Großteil verstorben ist.
Nur wenn die sich durch Knospung vermehren.
Für gewöhnlich paaren sich aber Menschen untereinander, so dass etliche Menschen sich die Kinder/Enkel/Urenkel miteinander teilen, je mehr, je weiter die Generation voranschreitet.
Die Rechnung geht also nicht auf. So schnell verzehnfacht sich eine Bevölkerung nicht.
@lucan-7 Ja, die Bundesrepublik Deutschland hat allen "Reichsdeutschen" in den Grenzen von 1937 die deutsche Staatsbürgerschaft zuerkannt, ebenso den Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland, Ungarn etc. Das haben Libanon und Syrien für Flüchtlinge auf dem späteren Gebiet des Staates Israel nicht gemacht. Ägypten für Gaza auch nicht.
Willy Brandt hat auch nicht gefordert, dass sich die Ostpreussen, Schlesier und Mecklenburger in Polen ansiedeln dürfen. Er hat akzeptiert, dass man einen Friedensvertrag nur erreicht, in dem man die Eingliederung der von Polen verwalteten Gebiete in das Gebiet der Volksrepublik als Folge des verlorenen Krieges akzeptiert.
Ja, die Bundesrepublik Deutschland hat allen "Reichsdeutschen" in den Grenzen von 1937 die deutsche Staatsbürgerschaft zuerkannt, ebenso den Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland, Ungarn etc.
Willy Brandt hat auch nicht gefordert, dass sich die Ostpreussen, Schlesier und Mecklenburger in Polen ansiedeln dürfen. Er hat akzeptiert, dass man einen Friedensvertrag nur erreicht, in dem man die Eingliederung der von Polen verwalteten Gebiete in das Gebiet der Volksrepublik als Folge des verlorenen Krieges akzeptiert.
Damit wurden lediglich die politischen Realitäten akzeptiert, dass die Sieger das Geschehen bestimmen. Denn die Sowjetunion wollte den Teil Polens, den sie in Zusammenarbeit mit den Nazis 1939 erobert hatte, nicht mehr herausgeben.
Nur deshalb war eine Rückforderung der deutschen Gebiete nicht mehr möglich. Man hatte auch kein Druckmittel, denn ein neuer Krieg war undenkbar.
Letztlich hat man die Sache ausgesessen und gewartet, bis die Generation der Vertriebenen verschwunden war - denn die waren praktisch die Einzigen, die wirklich Wert darauf legten.
Letztlich hat man die Sache ausgesessen und gewartet, bis die Generation der Vertriebenen verschwunden war
Meine Eltern haben damals noch gelebt, die sind beide in Schlesien geboren (1922 bzw. 1928). Gerade mein Vater hat sich mit dem endgültigen Verlust der Heimat nur schwer abfinden können.
Verschwunden sind die Vertriebenen um 2000 herum - natürlich haben einige noch länger gelebt, aber das waren dann wirklich wenige.
Verschwunden sind die Vertriebenen um 2000 herum - natürlich haben einige noch länger gelebt, aber das waren dann wirklich wenige.
Leute die 1940 geboren sind und sich damit bewusst an die Vertreibung erinnern können, waren 2000 gerade mal 60. Und die mit Baujahr 1930 waren 70. So wenige können das nicht gewesen sein.
Hast Recht, da muss man noch ein paar Jahre dazurechnen.
Aber eigentlich war ja mein Argument, dass die vertriebenen in den 70-er Jahren (als es um die »Ostverträge« ging) noch nicht verschwunden waren.
Ja, die Bundesrepublik Deutschland hat allen "Reichsdeutschen" in den Grenzen von 1937 die deutsche Staatsbürgerschaft zuerkannt, ebenso den Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland, Ungarn etc.
Was denn auch sonst? Die waren schon vorher Deutsche.
Das haben Libanon und Syrien für Flüchtlinge auf dem späteren Gebiet des Staates Israel nicht gemacht. Ägypten für Gaza auch nicht.
Weshalb auch? In Deutschland ruft auch kaum einer "Hurra" wenn (Kriegs-)Flüchtlinge eingebürgert werden. Eigentlich hofft man ja, dass sie sich wieder verkrümeln.
Willy Brandt hat auch nicht gefordert, dass sich die Ostpreussen, Schlesier und Mecklenburger in Polen ansiedeln dürfen. Er hat akzeptiert, dass man einen Friedensvertrag nur erreicht, in dem man die Eingliederung der von Polen verwalteten Gebiete in das Gebiet der Volksrepublik als Folge des verlorenen Krieges akzeptiert.
Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Ostgebieten war trotzdem Unrecht und der Warschauer Vertrag fand damals keineswegs nur Zustimmung.
Für gewöhnlich paaren sich aber Menschen untereinander
Wenn jede* Vertriebene eine* Nichtvertriebene* heiratet, haben die Nachkommen nur jeweils einen Elternteil, insofern ist das nur bedingt ein Argument gegen Jigals Rechnung.
PS: Die * sind natürlich Gender-Sternchen.
Wenn jede* Vertriebene eine* Nichtvertriebene* heiratet, haben die Nachkommen nur jeweils einen Elternteil, insofern ist das nur bedingt ein Argument gegen Jigals Rechnung.
Dann hätten wir als Basis 24 Millionen Menschen und nicht 12 Millionen. Und die folgende Generation heiratet wieder untereinander - es passt also auch dann nicht.
Dass die Rechnung nicht realistisch ist, habe ich ja selber schon angemerkt. Nur deine Argumentation ist offenbar mehr aus dem Bauch heraus, denn 24 Mio. können wieder 24 Mio. andere in der Restbevölkerung finden … bis dahin passt es doch 😉
Kannst du diesen massiven Kritikpunkt näher begründen?
Klar, aber für wen?
Die Heftchen tun so, als wären sie ein Infoblättchen. Aber eigentlich sind sie nur ein religiös-politisches Statement. Eine sachbezogene Auseinandersetzung mit der Thematik findet nicht statt. Es dient ausschliessllich der Delegitimierung Palästinas und des palästinensischen Volkes.
Aber eigentlich sind sie nur ein religiös-politisches Statement
Du hattest von Desinformation geschrieben, Das ist wesentlich mehr als nur eine mehr oder weniger einseitige Darstellung.
Entweder ziehst du den Vorwurf zurück und reduzierst ihn auf das, was du oben schriebst, oder du begründest ihn.
Desinformation geschrieben, Das ist wesentlich mehr als nur eine mehr oder weniger einseitige Darstellung.
Nicht zwingend. Eine einseitige Darstellung lässt schließlich Informationen weg. Damit alleine entsteht schon Desinformation.
Wikipedia:
Desinformation (Zusammensetzung[1] aus des- lat. de‑ „ab-, weg-, fort-, herab-“[2] und Information von lat. informatio „Auskunft, Benachrichtigung“ bzw. informare „bilden, befähigen, unterrichten“[3]) wird das gezielte Verbreiten von Informationen genannt, dessen Ziel ist, die öffentliche Meinung, einzelne Gruppen oder Einzelpersonen im Sinne politischer oder wirtschaftlicher Interessen zu täuschen.[4]
Nicht jede einseitige Information ist Desinformation.
Und bei einem komplexen Thema wie Nahostkonflikt schreibt man entweder ein mehrbändiges Werk mit tausenden von Seiten, oder lässt unweigerlich irgend etwas aus …
Ich würde, wenn ich dazu einen Auftrag hätte, an der Broschüre hier und da was ändern. Aber ich sehe nicht, wieso sie Desinformation sein soll! Was wird falsch dargestellt, welche wichtigen Infos unterschlagen?
Und ich sehe gerade, dass das Wort Desinformation in einem anderen Thread gefallen ist. Hier hat der Elch sogar Hetzschrift gesagt. Wo ist die Hetze?
@hkmwk Wiki bezieht sich auf das "digitale Wörterbuch der deutschen Sprache",
Desinformation – Schreibung, Definition, Bedeutung, Synonyme, Beispiele | DWDS
unterschlägt aber, wenn ich richtig sehe, die zweite Bedeutung, die dort steht, nämlich
"2. als falsch und als Täuschungsversuch betrachtete Information"
Das wäre schon etwas erweitert.
Ich habe die Broschüre nicht gelesen, deswegen kann ich zum einzelnen nichts sagen.
lg Tatokala
Wikipedia:
Desinformation (Zusammensetzung[1] aus des- lat. de‑ „ab-, weg-, fort-, herab-“[2] und Information von lat. informatio „Auskunft, Benachrichtigung“ bzw. informare „bilden, befähigen, unterrichten“[3]) wird das gezielte Verbreiten von Informationen genannt, dessen Ziel ist, die öffentliche Meinung, einzelne Gruppen oder Einzelpersonen im Sinne politischer oder wirtschaftlicher Interessen zu täuschen.[4]
Nicht jede einseitige Information ist Desinformation.
Und bei einem komplexen Thema wie Nahostkonflikt schreibt man entweder ein mehrbändiges Werk mit tausenden von Seiten, oder lässt unweigerlich irgend etwas aus …
Ich würde, wenn ich dazu einen Auftrag hätte, an der Broschüre hier und da was ändern. Aber ich sehe nicht, wieso sie Desinformation sein soll! Was wird falsch dargestellt, welche wichtigen Infos unterschlagen?
Und ich sehe gerade, dass das Wort Desinformation in einem anderen Thread gefallen ist. Hier hat der Elch sogar Hetzschrift gesagt. Wo ist die Hetze?
@hkmwk Es ist keine Hetze. Es ist auch keine Desinformation.
Es ist eine Argumentationshilfe von Christen aus Jerusalem für Christen.
Ähnlich wie "Israel und die Medien" der Medieninitiative pro.
Hefte die man auch verschenken kann und nicht so viel Platz in der Tasche wegnehmen wie Bücher des SCM Verlages, die ebenfalls Fakten enthalten.
Es ist eine Argumentationshilfe von Christen aus Jerusalem für Christen.
Was denkst du, wer sich von solchen "Argumenten" überzeugen lässt? Ausser den Christen, die sowieso schon proisraelisch und antipalästinensich eingestellt sind wohl kaum jemanden.
Veröffentlicht von: @derelchEs ist eine Argumentationshilfe von Christen aus Jerusalem für Christen.
Was denkst du, wer sich von solchen "Argumenten" überzeugen lässt?
Ausser den Christen, die sowieso schon proisraelisch und antipalästinensich eingestellt sind wohl kaum jemanden.
In erster Linie ist es wohl als Information aus einer anderen Perspektive für die Leser selbst gedacht.
Beantworte doch mal meine Frage:
Was wird falsch dargestellt, welche wichtigen Infos unterschlagen? Worin liegt die Hetze?
Bisher hast du nur so was behauptet, nicht belegt.
Beantworte doch mal meine Frage:
Hab ich bereits, die Antwort wird nicht anders, wenn man eine Frage mehrfach stellt.
Was wird falsch dargestellt, welche wichtigen Infos unterschlagen? Worin liegt die Hetze?
Bisher hast du nur so was behauptet, nicht belegt.
Da du viel mehr Zeit hast, als dich und auf die Blättchen so grossen Wert legt, kannst du dich gerne befleissigen zu belegen, dass deren Inhalt korrekt ist. Viel Spass.
Hab ich bereits
Das nennst du eine Antwort? Du wiederholst deinen Vorwurf, ohne auch nur einen Punkt konkret zu benennen. Irgendwelche sachlichen Fehler? Du nennst keinen. Irgendeine Formulierung, die Hass erzeugen könnte? Du nennst keine.
kannst du dich gerne befleissigen zu belegen, dass deren Inhalt korrekt ist
Du verlangst einen Nachweis dafür, dass es 1947/48 den ersten Nahostkrieg gegeben hat, dass das Oslo-Abkommen gescheitert ist, oder dass das Land seinerzeit von Kaiser Hadrian in Palästina umbenannt wurde?
Wenn du solche Sachen nicht weißt, dann schweige besser zum Nahostkonflikt.
oder dass das Land seinerzeit von Kaiser Hadrian in Palästina umbenannt wurde?
Die Frage ist nicht, ob das so war, sondern aus welchem Grund Interesse darin besteht, diesen für die heutige politische Situation vollkommen unrelevanten Fakt zu betonen...
1947/48 den ersten Nahostkrieg
Nur heißt das nicht, daß da vorher nur Frieden herrschte. Es gab Gewalt schon seit den zwanziger Jahren. Das auszuklammern, heißt, den Eigenanteil Israels am Nahostkonflikt zu verschweigen. Und damit entsteht ein vollkommen einseitiges Bild.
lg Tatokala
Das nennst du eine Antwort?
Ja. Ich kann nicht dafür, dass es nicht das ist, was du hören willst.
Du wiederholst deinen Vorwurf, ohne auch nur einen Punkt konkret zu benennen. Irgendwelche sachlichen Fehler? Du nennst keinen. Irgendeine Formulierung, die Hass erzeugen könnte? Du nennst keine.
Ich habe den Inhalt zusammen gefasst und kann es gern nochmal wiederholen:
Die Boschüre dient ausschliesslich der Delegitimierung der Palästinser als Volk und deren Anspruch auf einen eigenen Staat. Um das festzustellen, muss man das Ding mal lesen und nicht andere Leute anpampen.
Das nenne ich Hetze, genauso wie die Kriminalisierung der UN und der UNRWA.
Du verlangst einen Nachweis dafür, dass es 1947/48 den ersten Nahostkrieg gegeben hat, dass das Oslo-Abkommen gescheitert ist, oder dass das Land seinerzeit von Kaiser Hadrian in Palästina umbenannt wurde?
Nein ich verlange keinen Nachweis über die paar harten Fakten, die da drin stecken. Interessant wäre der Nachweis, dass der Gesamtkontext korrekt ist. Aber den kannst du nicht erbringen und musst du auch nicht. Jedenfalls nicht für mich.
Wenn du solche Sachen nicht weißt, dann schweige besser zum Nahostkonflikt.
Geh mal bei Gelegenheit deine Kinderstube suchen.
Ich habe den Inhalt zusammen gefasst und kann es gern nochmal wiederholen:
Dann mach mal an Beispielen klar, dass du das korrekt zusammengefasst hast.
Die Boschüre dient ausschliesslich …
Ist ein schlechtes Argument.Über andere Broschüren könnte man sagen: Die dienen ausschließlich der Verteufelung der NSDAP …
Die Frage ist nicht, welche Wirkung die Broschüre hat, sondern ob das stimmt was drin steht.
Nein ich verlange keinen Nachweis über die paar harten Fakten
Eigentlich stecken nur harte Fakten da drin, und darunter solche, die in der öffentlichen Diskussion selten genannt werden.
Interessant wäre der Nachweis, dass der Gesamtkontext korrekt ist
Ich habe schon gesagt, dass ich die Broschüre auch für etwas einseitig halte. Aber wer so extrem wie du urteilt, hat offenbar auch einen einseitigen Standpunkt.
@hkmwk Die Hetze ist nicht vorhanden.
Für die Mitleser es geht um die Sonderbroschüre Zweistaatenlösung.
https://icej.de/icej-media-kategorien/sonderbroschueren/
Interessant ist auch noch Israel im Faktencheck
https://icej.de/icej-mediathek/israel-im-faktencheck/
von Apartheid bis Zionismus.
Wer sich für die Gesellschaft interessiert.
https://icej.de/icej-mediathek/die-israelis-das-bunte-mosaik-einer-vielfaeltigen-gesellschaft/
Nazi und Palästinenserführer: Amin Al-Husseini
Ein Youtube Video über den Großmufti von Jerusalem und seine Zusammenarbeit mit dem Mann aus Braunau.
Dauer 24 Minuten.
Arafat gehört auch zur Sippe der Al Husseini
@hkmwk Propaganda ist eher der Geburtsort Jerusalem wo die Familie Al Husseini viel Grundbesitz hat.
Muhammad Abdel Rahman Abdel Rauf Arafat Al-Qudwa Al Husseini ist vermutlich in Kairo geboren,
auch wenn seine Frau in die Todesurkunde Al Quds hat schreiben lassen.
Ich kenne eben jemanden der bei seiner Beerdigung war
Na, wenn das kein Insider-Wissen ist 😆
Also da wurde bekannt, dass (1) die behauptete (weitläufige?) Verwandtschaft mit dem Großmufti stimmte, und (2) der Geburtsort Jerusalem Propaganda.
@hkmwk Die Palästinenser, Volk im Brennpunkt der Geschichte SCM Hänssler Verlag (c) der deutschen Ausgabe 2011. 3. Auflage 2012
Seite 26 Kapitel die Herkunft des Jasser Arafat. Quellenangabe hierzu:
Lisa Beyer: Trying to take two steps Time 36 September, 6 1993, 25
Siehe auch das Kapitel der SS Mufti Tilman Tarach. Der ewige Sündenbock, Heiliger Krieg, "die Protokolle der Weißen von Zion" und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt.
Verbotene Bücher.
Auf 3 Sat kommt gerade eine Dokumentation über Evangelikale die Bibliotheken in den USA zensieren.
Entfernt werden Bücher die sexuelle Themen haben und auch die Bücher von Afro-Amerikanern.
Verbotene Bücher - 3sat-Mediathek
Selbst Bücher über Menstruation werden verboten.
Ich habe die teilweise gesehen, sie scheint schon knapp zwei Jahre alt zu sein.
Eine Taktik dagegen war: Den Antrag zu stellen, die Bibel aus den Bibliotheken zu entfernen. Angesichts der strengen Maßstäbe, nach denen beurteilt wurde, was pornographisch oder sonstwie jugendgefährdend ist, konnte das auch problemlos begründet werden … Ups!
Moin. 👋
Bei euch wettermäßig alles i.O.? Man liest so einiges...
@martha Ja alles in Ordnung. Das Bücherthema hat wohl niemand interessiert.
Vor rund drei Wochen war ich im Hochschwarzwald. 12 Mai 10 Uhr Feldberg (der höchste im Südwesten) rund 1.500 Meter. Kalter Wind, ich konnte aber gut hochgehen, ein Weg parallel zur Piste. Es lag Schnee. Ich bin den gleichen Weg wieder zurück, da der fast schneefrei war. In der anderen Richtung war der Schnee höher als die Schuhkuppe, das war mir zu riskant, es war ja auch stellenweise vereist. Den anderen Weg kannte ich.
Diese Woche heiß um die 30 Grad, gerade eben ist ein Gewitter mit etwas Regen vorbei.
Dokumentation über die UNRWA
- Dokumentation über die UNRWA
„Wer ist der Wolf? Die Juden!“
Deutschland gehört schon viele Jahre zu den zahlungskräftigsten Förderern des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA). Seit 2018 kam Deutschland viermal auf Rang 2 der größten Geber, viermal war Berlin Zahlmeister. Im Schnitt beliefen sich die Überweisungen auf rund 180 Millionen Euro pro Jahr, 2023 waren es rund 213 Millionen Euro.
Das 1949 nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg gegründete Werk kümmert sich nach eigenen Angaben um die inzwischen rund 5,9 Millionen „palästinensischen Flüchtlinge“. Es bietet etwa medizinische Versorgung an und betreibt Schulen.
Zugleich erheben Kritiker den Vorwurf, das Werk stehe in engem Kontakt mit palästinensischen Terrorgruppen wie der Hamas. Besonders nach dem Terrormassaker vom 7. Oktober ist das Werk in den Fokus gerückt, da sich Mitarbeiter der UNRWA an den Gräueltaten beteiligt hatten. Auch wurde bekannt, dass sich die Terroristen Strom vom Hauptsitz in Gaza abzapften – die UNRWA will davon nichts mitbekommen haben.
Die Aktivitäten der UNRWA kritisch zu beleuchten, sollte vor diesem Hintergrund gerade in Deutschland eigentlich journalistische Relevanz haben. Doch die Sender ZDF und ARTE waren hier offenbar anderer Meinung: Wie die „Bild“-Zeitung am Montag berichtete, haben die öffentlich-rechtlichen Sender einer Dokumentation über die UNRWA bislang eine Absage erteilt. „Bild“ entschied sich daher, den Film zwei Wochen lang selbst zu zeigen.
Die Doku trägt den Titel „Entwirrung der UNRWA“ (Unraveling UNRWA). Sie wurde von den Brüdern Reinhardt und Christian Beetz produziert und vom israelischen Sender „Kan“ entwickelt. Die Produzenten geben an, dass ARTE das Vorhaben entgegen den Absprachen nicht genehmigt habe. Als Grund habe der Sender von einer „Überbuchung des Sendeplatzes“ gesprochen.
Hier der Link zum Film: UNraveling UNRWA: Sehen Sie hier den ganzen Film | Politik | BILD.de
Dauer 1 Stunde 15
NEW YORK (inn) – Zehntausende Menschen haben am Sonntag in New York an der jährlichen Israel-Parade teilgenommen.Bürgermeister Zohran Mamdani (Demokraten) war allerdings beim „Israel-Tag auf der Fünften“ nicht zugegen, wie internationale Nachrichtensender berichteten; der Name bezieht sich auf die Fifth Avenue in Manhattan. Mamdami ist damit der erste Bürgermeister der Stadt, der der Veranstaltung seit ihrer Gründung im Jahr 1965 fernblieb.
Obwohl in den vergangenen Monaten international vermehrt antisemitische Angriffe Schlagzeilen machten, kam es beim Festumzug auf der „Manhattan Fifth Avenue“ zu keinen Ausschreitungen. Die New Yorker Polizeipräsidentin Jessica Tisch erklärte: „Es ist wahrscheinlich das größte Polizeiaufgebot, das die Stadt bei einer Veranstaltung dieser Art je gesehen hat.“ Die jüdische Polizeichefin nahm ebenfalls am Umzug teil. Sowohl Juden, als auch Christen und Muslime beteiligten sich an der Veranstaltung. (cb)
Der Komplette Artikel:
https://www.israelnetz.com/trotz-mamdanis-boykott-zehntausende-feiern-israel-tag/
Sowohl Juden, als auch Christen und Muslime beteiligten sich an der Veranstaltung
Im Vorfeld war bei yahoo.com zu lesen:
"Bürgermeister Zohran Mamdani sieht sich mit Problemen aus der muslimischen Gemeinschaft konfrontiert. Lokale muslimische Aktivisten planen für Dienstagabend eine Demonstration vor der Gracie Mansion, bei der sie dem Bürgermeister vorwerfen, eine ihrer Ansicht nach extreme Form des Islamismus zu fördern.
Anila Ali, Präsidentin des American Muslim & Multifaith Women's Empowerment Council, kündigte an, sich der Demonstration am Dienstagabend anzuschließen. Sie befürchtet, dass Mamdanis Politik gemäßigte Muslime verprellt und die Beziehungen zwischen muslimischen und jüdischen Gemeinden in New York belastet."
Quelle: Artikel von FoxNews 👇 Mamdani steht vor einem muslimischen Problem im Vorfeld der Proteste in der Gracie Mansion. Michael Dorgan Dienstag, 26. Mai 2026 um 22:57 Uhr
Laut Pressemitteilung des ZDF sind die Vorwürfe von BILD haltlos:
ZDF weist Vorwürfe zu "unraveling UNRWA" entschieden zurück: ZDF-Presseportal
Also wenn Bild jemand schlechten Journalismus vorwirft, hat das schon eine gewisse Ironie und Absurdität.
VG
Chey
@chey Nun, ich habe die Info von einer christlichen Seite, der ich vertrauen kann. Die Einstellung von Frau von der Thann ( Studio Tel Aviv) ist da eher bedenklich.
Die Einstellung der Bild Zeitung zu Israel ist zu begrüßen. Hier ist immer noch eine Grundhaltung spürbar, die früher Voraussetzung für die Arbeit bei Axel Springer Voraussetzung war.
Und woher haben die Ihre Informationen?
Es geht ja nicht um die UNRWA. Über deren 'Schweinereien' berichtet auch der öffentliche Rundfunk. Habe da selbst schon einiges gesehen.
Es geht um diese konkrete Reportage. Und da traue ich eher dem ZDF als BILD, egal was eine christliche Seite sagt.
VG
Chey
@chey Hier mal ein Bericht der christlichen Seite Israelnetz zu ARD/ZDF und die bedenkliche Berichterstattung.
Israel am Pranger
Doch auch das ZDF steht der Stimmungsmache gegen Israel in nichts nach. Der Sender arbeitete über ein Partnerunternehmen mit Hamas-Mitgliedern zusammen, will von solchen Angestellten aber nichts gewusst haben. Chefredakteurin Bettina Schausten versuchte kürzlich vor dem ZDF-Fernsehrat, diesen Skandal zu entkräften – auf Kosten Israels: „Wir müssen die Berichterstattung sicherstellen“, sagte sie und ergänzte: „Wir können es eben nicht so halten, wie Israel es hält, die israelische Bevölkerung nicht über die Situation im Gazastreifen zu informieren.“
Diese Sicht ist dreist und überheblich. Israelische Medien berichten durchaus über die Lage in Gaza. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Volker Beck kommentierte die Äußerung mit treffender Ironie: „Wir als ZDF wussten nichts, aber trotzdem immer alles besser als Israel.“ Eigentlich muss man es schärfer formulieren. Was Schausten hier getan hat, ist der typische Reflex aller Antisemiten dieser Welt: Um von eigenem Versagen abzulenken, wird auf Juden eingedroschen.
Gefährliche Stimmungsmache
Diese Art von Ausfällen bewirkt eine gewisse Stimmung. Antisemiten, die mehr als nur Verunglimpfungen im Sinn haben, fühlen sich bestärkt. Die Hemmschwelle für Gewalt gegen Juden in aller Welt sinkt.
Während die „Zivilgesellschaft“ ständig „Wehret den Anfängen“ ruft, merkt sie nicht, dass wir über die Anfänge längst hinweg sind – wie sonst sind die Terroranschläge und Nachstellungen gegen Juden in Israel und weltweit zu deuten? Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk leistet dazu seinen Beitrag – durch dummdreiste Satire, Geschichtsklitterung, Überheblichkeit und dumpfe Reflexe.
Hier der ganze Artikel.
https://www.israelnetz.com/der-oeffentlich-rechtliche-rundfunk-zeigt-seine-fratze/
Israelische Medien berichten durchaus über die Lage in Gaza.
Dieser Satz allein sagt überhaupt nichts über die Quantität dieser Berichterstattung (und über die Qualität auch nicht) aus. Nur mal rein methodisch.
Und andererseits auch darüber nicht, inwiefern diese Nachrichten interessiert konsumiert werden. Stellungnahmen aus israelischen Kreisen darüber, daß da in Teilen der Gesellschaft komplette Ignoranz besteht, sind mir vor längerer Zeit schon begegnet.
Um von eigenem Versagen abzulenken, wird auf Juden eingedroschen.
Völlig unzulässige Verallgemeinerung. Es geht hier um die israelische Presse und nichts anderes.
@tatokala Das christliche Medienmagazin Pro hat schon eine Reichweite über die letzten Jahrzehnte.
Das ist eben auch eine Zeitschrift die über christliche Grenzen hinaus über christliche Dinge berichtet.
Israelnetz ist da nur eine Sparte. Der Evangeliumsrundfunk eine andere in diesem Verbund, wie auch SCM Medien, Hänssler Verlag und andere. Der Hänssler Verlag war in den 70er / 80 / 90er Jahren die Quelle für Liederbücher, Bücherstände usw. in evangelikalen Gemeinden / Freikirchen / Jugendkreisen
Jesus de hatte auch mal einen Artikel.
https://www.jesus.de/nachrichten-themen/christlicher-medienverbund-wachsende-zeitschriften-auflagen-und-mehr-spenden/ Der Artikel ist von 2011 , die Verbreitung und erst recht die digitale Ausgabe sind sicher gestiegen.
In seinem Bericht vor den Vereinsmitgliedern wies der Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake, darauf hin, dass die Auflage der beiden Printpublikationen des Verbundes, "Christliches Medienmagazin pro" und "Israelreport", im Jahr 2011 von 75.500 auf 78.000 gestiegen sei. Das kostenlose wöchentliche pdf-Magazin "proKOMPAKT" hätten 12.400 Leser pro Ausgabe empfangen, eine Steigerung um mehr als 1.000 gegenüber 2010.
Das Netzt sagt noch die Zeitschrift gibt es seit 1982 - kostenlos -
@tatokala Und andererseits auch darüber nicht, inwiefern diese Nachrichten interessiert konsumiert werden. Stellungnahmen aus israelischen Kreisen darüber, daß da in Teilen der Gesellschaft komplette Ignoranz besteht, sind mir vor längerer Zeit schon begegnet.
Dazu hat Yuval Noah Harari im Gespräch mit Ezra Klein etwas Interessantes gesagt, ich verlinke mal die ungefähre Stelle: Klick mich!
Harari merkt im Zusammenhang des Themas, wie Moralität und Leid miteinander in Zusammenhang stünden, an, dass ihm im Zusammenhang mit dem Palästina-Konflikt bei vielen seiner israelischen Mitbürger aufgefallen sei, dass diese große Probleme damit hätten, das Leid der Palästinenser überhaupt anzuerkennen. Intellektuell betrachtet, so Harari, wüßten sie es. Aber in vielen Fällen könnten sie es einfach nicht bemerken (observe it). Wenn man ihnen beispielsweise das Bild eines hungernden Kindes im Gaza-Streifen zeige, so würden sie das entweder als "Fake news" bezeichnen, oder das Thema wechseln: "Das kommt von der Schuld der Hamas!" Selbst wenn man ihnen zugestehen würde, dass alles die Schuld der Hamas sei, dass alles, was Israel tue, hundertprozentig korrekt sei, so wären sie dennoch nicht in der Lage, zu bemerken/anzuerkennen, das dies - das Leiden eines Kindes - die Konsequenz des so korrekten Handelns Israels sei.
Das Verdrängen des Leids der anderen, das ist mir auch im Zusammenhang mit anderen Konflikten schon aufgefallen, scheint so eine Art Schlüssel-Inkompetenz von uns Menschen zu sein. Dieser Blinde Fleck in der Wahrnehmung, der durch das Apellieren an Zugehörigkeiten noch verstärkt wird und der insbesondere beim Nahostkonflikt zum Schnapp-Reflex geworden ist.
Ob nun in Israel "genug" über die Lage im Gaza berichtet wird oder nicht - wenn das ZDF "falsch" begründet, warum es womöglich mit Hamas-Mitarbeitern zusammenarbeitete, am Ende wird darüber diskutiert, wer von den Journalisten nun aus welchen Motiven welche Art der Berichterstattung bringt.
Während zig tausende, zig zehntausende Wehrlose weiter leiden in diesem imperialistischen Krieg.
Wenn man mag, kann man sich das Gespräch ja noch ein bißchen weiter anschauen, irgendwann kommt Harari auf die "Ironie" der Geschichte des Volkes Israel zu sprechen. Das wurde von den imperialistischen Römern vertrieben, die Juden waren ein Volk ohne (militärische) Macht, ohne Herrschaftsgebiet... und wurden über die Jahrhunderte zu einem Volk der Bildung, des Lesens und Lernens. Das war irgendwann sozusagen ihr uniques Kennzeichen: Friedlich und ohne staatliche Macht, aber dafür intellektuell beschlagen, gebildet, lernend. Zweitausend Jahre stiftete das Identität. Und was machten sie draus?
Unter Netanjahu und mit Trump im Rücken verhalten sie sich nun wie die Römer, setzen knallhart ihre militärische Macht gegen die Palästinenser und die arabischen Nachbarn ein, verfolgen also ganz "normale" (imperialistische) Macht-Politik.
Was wird da am Ende übrig bleiben von der jüdischen Identität?
Unter Netanjahu und mit Trump im Rücken verhalten sie sich nun wie die Römer, setzen knallhart ihre militärische Macht gegen die Palästinenser und die arabischen Nachbarn ein, verfolgen also ganz "normale" (imperialistische) Macht-Politik.
*seufz*
Ich will gar nicht abstreiten dass Leute wie Netanjahu oder erst recht die Gestalten, mit denen er da zusammen regiert, möglicherweise "imperialistische" Gelüste haben. Zuzutrauen ist es ihnen allemal, und die Siedlungspolitik gehört auf jeden Fall in diese Kategorie.
Aber Israels Angriffe gelten nicht den "arabischen Nachbarn" wie etwa Jordanien, Ägypten oder Syrien - sondern Gaza, dem Libanon und dem Iran, welche Israel unmittelbar militärisch bedrohen.
Das Verdrängen des Leids der anderen, das ist mir auch im Zusammenhang mit anderen Konflikten schon aufgefallen, scheint so eine Art Schlüssel-Inkompetenz von uns Menschen zu sein. Dieser Blinde Fleck in der Wahrnehmung, der durch das Apellieren an Zugehörigkeiten noch verstärkt wird und der insbesondere beim Nahostkonflikt zum Schnapp-Reflex geworden ist.
Scheint die gleiche Fähigkeit zu sein, mit der man die erklärten Absichten, Waffen und Raketenarsenale der Hamas, Hisbolah und des iranischen Regimes selbst dann noch ignoriert und verharmlost, nachdem selbst die USA die Gefahr nicht abwenden konnten, etliche Militärbasen durch eben diese Waffen in der Golfregion zerstört wurden, über tausend Israelis bei einer Terrorattacke starben, die ganze Weltwirtschaft noch immer bedroht wird und auch das US Militär keine konkreten Mittel mehr hat, diese Bedrohung zu beseitigen.
Aber hey, dass Israel genau diese Bedrohung auszuschalten versucht muss "imperialistische" Gründe haben, eine andere Möglichkeit ist auch für intelligente, gewöhnlich gut informierte und politisch interessierte Menschen gar nicht vorstellbar! Die Terroristen wollen ja nur spielen, das muss man nicht ernst nehmen!
Aber schön, dass du zumindest die Möglichkeit erkennst, dass Menschen bei der Beurteilung von ihnen nicht genehmenen Situationen "blinde Flecken" haben können... das ist ja zumindest ein Anfang.
@lucan-7 *seufz*
Sei beruhigt, Du hast mir gegenüber keinerlei Erziehungsauftrag.
Aber schön, dass du zumindest die Möglichkeit erkennst, dass Menschen bei der Beurteilung von ihnen nicht genehmenen Situationen "blinde Flecken" haben können... das ist ja zumindest ein Anfang.
Du brauchst Dir insofern allerdings auch gar kein solches pädagogisches Lob ausdenken. 🙂
Andererseits ist ja in der Cyberwelt jede Form von Aufmerksamkeit willkommen und also danke ich, denn vielleicht wird so ein wenig Aufmerksamkeit auf das verlinkte Gespräch zwischen Harari und Klein gelenkt, selbst wenn's ein wenig lang und dann auch noch auf Englisch geführt wurde.
Sei beruhigt, Du hast mir gegenüber keinerlei Erziehungsauftrag.
Warum sollte mich das beruhigen...? Gerade weil ich das alles so hinnehmen muss verzweifle ich ja an solchen Darstellungen.
Und ich weiss genau, dass du dieses Gefühl auch kennst, wenn du dir die Beklopptheiten der Welt so anschaust.
Und sollte ich deiner Ansicht nach einmal zu eben dieser Beklopptheit auf meine Weise beitragen, dann bitte ich um eine entsprechende Mitteilung... ohne Garantie, aber es gehört zumindest zu meinem Anspruch, darüber nachzudenken.
Du brauchst Dir insofern allerdings auch gar kein solches pädagogisches Lob ausdenken.
Das Lob war echt, der "pädagogische" Ansatz, so weit vorhanden, eher ein Nebeneffekt.
Und das macht die Sache halt nicht besser. Könnte ich dich einfach für dumm halten, dann wäre es einfach - bist halt doof, dann kommt halt so was bei raus, kann man nicht mehr erwarten... passt schon.
Ist aber halt nicht so. Und das macht die Sache eben so kompliziert.
Den Gedanken von Harari, dass Menschen das Leid der anderen Seite oft ausblenden, finde ich nachvollziehbar. Das sieht man aber nicht nur in Israel, sondern eigentlich in fast jedem Konflikt. Menschen haben oft mehr Mitgefühl für die eigene Gruppe als für die Gegenseite.
Deshalb finde ich es etwas einseitig, wenn dieses Problem hier vor allem den Israelis zugeschrieben wird. Auch auf palästinensischer Seite und bei vielen Unterstützern beider Lager gibt es die Tendenz, das Leid der jeweils anderen Seite kleinzureden oder zu ignorieren.
Auch der Vergleich mit den Römern überzeugt mich nicht ganz. Man kann Israels Politik kritisieren, ohne Israel gleich mit einem alten Eroberungsreich zu vergleichen. Das macht die Sache eher einfacher, als sie tatsächlich ist.
Am interessantesten finde ich die Frage, wie man das Leid anderer Menschen wahrnehmen kann, selbst wenn man ihre Politik, ihre Führung oder ihre Taten ablehnt. Das ist wahrscheinlich eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt – und sie betrifft nicht nur Israel und Palästina, sondern uns alle.
@martha Deshalb finde ich es etwas einseitig, wenn dieses Problem hier vor allem den Israelis zugeschrieben wird.
Es wurde von einem Israeli am Beispiel der Israelis konstatiert. Und ich hatte auf den Austausch zwischen tatokala und Jigal reagiert . Ach naja, ich will da jetzt nicht all das Hin und Her der Zusammenhänge referieren, das lässt sich ja in den Beiträgen oben nachlesen.
Mir geht es übrigens nicht nur um die Israelis, sondern auch um diejenigen hier im Westen, die in Nibelungentreue zu dem Netanjahu-Regime stehen. Die Diskussion darüber, wie das ZDF hier in Deutschland über den Konflikt berichtet, in der dann reflexhaft Antisemitismus-Vorwürfe aufkamen, ist ja eine zwischen uns Deutschen. Da wird mit der Überschrift "Der Öffentlich-Rechtlche-Rundfunk zeigt seine Fratze" ein Tonfall gesetzt, der, nun ja... Da bleibt kaum die Möglichkeit, noch über das, was im Gaza-Steifen geschieht, zu diskutieren, denn die gegenseitigen Beißreflexe setzen ein, sodaß ich mich frage: Wozu? Wozu verhakt man sich da in gegenseitigen moralischen Herabsetzungen?
Vielleicht, weil man das Leid einfach nicht sehen will? Weil man lieber weiter die "wer-hat-angefangen?"-Zirkel drehen möchte, weil man ansonsten, mit dem tatsächlichen Leid direkt konfrontiert, gar keine andere Möglichkeit hätte als zu sagen: "Das muss sofort aufhören!"?
Wir hier im Westen, insbesondere in den USA und Deutschland, sind durch allzu rückhaltlose Unterstüzung nicht Israels, sondern des Netanjahu-Regimes mitverantwortlich, was da geschieht. Wir sind auch mitverantwortlich an dem Angriffskrieg gegen den Libanon. Wenn wir noch genauer hinschauen, tragen wir auch unseren Teil Verantwortung am Krieg gegen den Iran. Insbesondere tragen wir Verantwortung an dem Leid der Gaza-Bewohner. Das, wie alles Leid von zivilen Kriegsbetroffenen, irgendwann nicht mehr den Reiz der Neuigkeit hat und also in der öffentlichen Aufmerksamkeit zurückzutreten hat hinter das Leid von gestrandeten Buckelwaalen oder was sonst so in der Ablenkungsindustrie trendet.
Auch der Vergleich mit den Römern überzeugt mich nicht ganz. Man kann Israels Politik kritisieren, ohne Israel gleich mit einem alten Eroberungsreich zu vergleichen. Das macht die Sache eher einfacher, als sie tatsächlich ist.
Hast Du Dir das verlinkte Video angeschaut? Ich möchte da jetzt nicht die gesamten argumentatorischen Zusammenhänge skizzieren, hier aber kurz darauf hinweisen, dass die "Vereinfachung", die Du da herausliest, auf meine Kappe geht.
Harari argumentiert sehr abwägend, und gewiss nicht platt oder einseitig anklagend. Es geht in dem Gespräch darum, was überhaupt ein realistischer Blick auf die Geschichte sei, ob es stimme, dass wie Steven Miller in einem anfangs eingespielten Beispiel behauptet, in der realen Welt nur Macht und das Recht der Stärkeren zähle - oder nicht. Und da bringt Harari dann später eben das Beispiel der Juden, die sich, obwohl doch wohl eben gerade nicht mächtig und über Jahrhunderte hinweg nicht die Starken, gewissermaßen erfolgreich sich behaupteten, indem sie (gezwungenermaßen*) friedlich und tolerant wurden, sich auf das konzentrierten, was eben keine militärische Macht und Stärke braucht. Sie wurden von einem Imperium verjagt. Und nun sind agiert Israel unter Netanjahu imperialistisch (den - aus der marxistischen Kritik übernommenen - Begriff "imperialistisch" bringe ich hier immer wieder an, weil Imperialismus logisch mit Nationalismus und Kapitalismus zusammengehört**. Israel hätte ja ohne das imperialistische British Empire nicht starten können, und ohne die imperialistischen USA nicht überleben können, und die isrealische Aussenpolitik unter Netanjahu und seinen rechtsnationalistischen Religionsfanatikern ist klassich imperialistisch-aggressiv) und der Vergleich mit den Römern bietet sich an - aufgrund der ironischen Note. Auch die Römer befanden sich ja gefühlt/realistischerweise ständig von ihren Nachbarn bedroht, und hatten entsprechend keine Probleme damit, auch wirklich drastisch gewaltsam die entsprechenden Probleme zu lösen: Wie z.B. das Problem mit den Juden in Palästina, die ständig irgendwelche Aufstände anzettelten und die römischen Besatzer mit Angriffen nervten. Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem und die genozidale Vertreibung der Juden in die Diaspora nach den Kriegen um 70 n.Chr. war typtisch imperialistische "Realpolitik". Und nun wird also im Gaza-Streifen durch die israelischen Besatzer typisch imperialistische Realpolitik betrieben.
*Wie Harari anführt, war die jüdische Religion/Kultur damals, in der Antike, alles andere als tolerant oder friedlich, sondern im Gegenteil in Relation zu anderen (polytheistischen) Religionen eher intolerant und aggressiv-kriegerisch. Was übrigens, der Gedanke ist jetzt von mir, der Grund dafür gewesen sein dürfte, dass die Juden sich so unwillig zur Assimilierung ins römische Reich zeigten und es dann zur gewaltsamen "Problemlösung" durch die Römer kam. Das tolerante, tendenziell friedliche und tiefsinnig vergeistigte Judentum, wie es sich in der Diaspora dann entwickelte, hatte sozusagen die Katastrophe der totalen Niederlage in den jüdischen Kriegen als Voraussetzung gebraucht.
** Dass Nationalismus und Imperialismus in einer kapitalistisch strukturierten Welt wie siamesische Zwillinge zusammenhängen, habe ich erst vor ein paar Wochen zum ersten Mal so richtig verstanden, als ich mir einen Vortrag eines Historikers anhörte, dessen Namen ich leider wieder vergessen habe. Diesen Zusammenhang näher auszuführen, fehlt mir an dieser Stelle die Zeit und die Gewohntheit an die ensptrechenden Argumente.
der Vergleich mit den Römern bietet sich an - aufgrund der ironischen Note.
Die Ironie, die Harari beschreibt, ist nachvollziehbar: Ein Volk, das selbst unter imperialer Herrschaft litt, greift später selbst auf militärische Macht zurück.
Trotzdem hinkt der Vergleich.
Das Römische Reich war ein expansives Weltreich. Israel ist ein Nationalstaat, der sich selbst als von Feinden umgeben wahrnimmt und seine Politik primär als Selbstverteidigung interpretiert.
Man kann diese Selbstbeschreibung kritisieren, aber der Unterschied ist erheblich.
@martha So ist es keiner möchte einen Staat Israel in der biblischen Größe.
Was will man mit noch mehr Wüste jenseits des Jordans.
Der Großteil der Israelis wäre zufrieden die Araber los zu sein, wenn die dann auch Ruhe geben.
Was will man mit noch mehr Wüste jenseits des Jordans.
Das Land östlich des Jordans war kein Teil des verheißenen Landes, wie die Angabe, dass der Jordan die Ostgrenze bildet (sowohl in der Thora wie in Hesekiel) eindeutig zeigt.
@hkmwk Es gibt Karten von den Gebieten der Stämme. Der Stamm Ruben hatte sein Gebiet laut diesen Karten östlich des Jordan. Ebenso die Gebiete von Gad und Manasse. Ebenso gibt es biblische Gebiet im Norden das heute zum Libanon gehört.
Die Gebäude in Bethel sind nach biblischen Städten benannt. Eine Gemeinschaft sind die Sarepta Schwestern. Als ich beiderseits des Jordan mit einer unterwegs war hat der Reiseleiter Sarepta nicht gekannt, aber herausgefunden dass es nördlich der Grenze des Staates Israel liegt.
@chey Das Medienmagazin ist mehr Christentum in den Medien. Wenn das Medienmagazin positiv über Bild berichtet wird Bild nicht christlich.
Bild ist aber auch nicht so gegen Israel wie mancher Beitrag hier.
Die Bildzeitung berichtet loyal, für dich mag es einseitig sein.
Ich möchte eine Berichterstattung nicht nach dem Vorbild von Frau von der Tann.
Sie sieht zerstörte Tunnel unter Krankenhäusern und verschweigt die militärische Nutzung der Krankenhäuser durch die Hamas. Die Bild verschweigt das nicht.
Irgendwie erinnert mich diese Spitzfindigkeit an den tschechischen Portier im Hotel in Prag im Juni 1967. Er hat mitbekommen die Vereinigte Arabische Republik kämpft mit sowjetischen Panzern, sowjetischen Flugzeugen und sonst auch mit sowjetischer Ausrüstung. Er mag die Sowjets nicht.
Die Zeitung berichtet über die Vernichtung ägyptischer Flugzeuge am Boden.
Jeden Tag berichtet die Zeitung über die Erfolge der Israelischen Verteidigungskräfte.
Der vierte Tag, der Portier ist immer fröhlicher. Die Israelis scheinen erfolgreich zu sein.
Am 5. Tag macht er ein trauriges Gesicht.
Was ist los, Israel scheint zu gewinnen.
Jemand hat mir gesagt die Israelis sind Juden.
Dass ein Medium christlich ist, ist noch kein Beleg dafür, dass es nicht einseitig ist.
Und einen Artikel mit Der ÖRR zeigt seine Fratze zu überschreiben ist ein eindeutiger Hinweis auf Einseitigkeit und Hetze. Dass er auch sachliche Fehler enthält überrascht da nicht.
Sie sieht zerstörte Tunnel unter Krankenhäusern und verschweigt die militärische Nutzung der Krankenhäuser durch die Hamas
Diese Nutzung konnte nicht für alle angegriffenen Krankenhäuser gezeigt werden.
Bei all den Meldungen habe ich mich gefragt, woher Israel die Informationen über die militärischen Ziele hat? Im schlimmsten Fall kam der Tipp von jemand, der »nur« seinem Nachbarn, den er hasst, die IDF auf den Hals hetzen wollte - oder von einem Hamas-Mitglied, dass sich als Helfer der Israelis tarnt, damit immer die falschen Ziele (Zivilisten, über die Hamas sich echauffieren kann) getroffen werden.
Klar, viele Angriffe der IDF galten echten Zielen. Aber alle? Und wie steht es um die Verhältnismäßigkeit?
Hmmm, warum gibt es dann immer noch so viele funktionierende Abschussbasen?
Und wie wird sicher gestellt, dass es nicht zu viele Kollateraltote gibt, also dass die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt?
@hkmwk Wenn ich die Berichte von 80 Raketen täglich aus dem Jahr 2008 für die Stadt Sderot sehe, dann brauchen diesen selbst zusammengebrozelten Raketen keine Abschussbasen. Das sind ja keine Scud oder V1 / V2 Raketen.
Es war schon damals möglich Mobiltelefone zu lokalisieren und die Israelischen Verteidigungskräfte haben Gegenschläge per SMS und über Flugblätter angekündigt. Wenn die Drohnen Personen auf den Dächern gesehen haben wurden die Gegenschläge auch abgebrohen. Die interviewten Raketenschützen sagen sie nehmen bevorzugt Häuser und Wohnungen von Christen, damit deren Häuser zerstört werden. Auch dies ist schon lange bekannt. Der Bericht mit dem Interview der Raketenschützen habe ich in der Zeitschrift factum aus der Schweiz gelesen.
Verärgerte Pflegekräfte demonstrieren in Stuttgart.
Rund 200 Autos in der Stadt: Verärgerte Pflegekräfte protestieren in Stuttgart
Die neue Pflegereform wäre der Tod für viele Unterstützungsangebote.
Pflegedienste die nach Tarif, oft TVÖD bezahlen werden bestraft, wenn der Tarif bei der Bezahlung ignoriert wird.
@hkmwk So wie ich es verstanden habe verhandelt die Diakonie für die diakonischen Pflegedienste mit den Kranken- und Pflegekassen die Vergütung.
Grundlage der Vergütung von Leistungen sind die Kosten die eine Sozialstation hat, das neue Gesetz würde jetzt nicht mehr berücksichtigen was die Einrichtungen jetzt für Personalkosten haben, so nach dem Motto ist doch dein Problem wenn du nach TVÖD bezahlst, das machen ja nicht alle und wir vergüten nur einen Durchschnittswert.
Mit anderen Worten: Wer nach TVÖD bezahlt, muss am Personal (oder wo sonst?) sparen - oder eben Kostensätze erhöhen bzw. pleite gehen. Fragt sich nur noch, was da das kleinste Übel wäre - übel sind alle Möglichkeiten. ☹️
Also dagegen wurde protestiert.
Also wenn ein Unternehmen keinen Gewinn, sondern Verlust macht, wird es früher oder später pleite gehen.
So wie Diakonie und Caritas wahrscheinlich.
Zwischen gewinnorientiert wirtschaften und pleitegehn liegen Welten. Aber Hauptsache mal widersprechen.
@derelch Richtig dazwischen liegen Welten die vom Finanzamt auch geprüft werden.
Diese Pflegedienste der Diakonie oder Caritas sind oft gemeinnützige GmbHs oder noch öfter gemeinnützige Vereine als man Ende der 70er gemerkt hat.
Eine Diakonisse oder Ordensschwester mit der Krankenpflege zu beauftragen, die das für ein Taschengeld und jeden Mittag bei einem anderen Bauernhof für ein Mittagessen macht, das geht nicht mehr.
Schwester Agnes in der DDR wird beim Staat oder beim DRK angestellt gewesen sein, das vom Staat Geld bekommen hat.
Also gibt es gemeinnützige Vereine, die Krankenschwestern, Altenpflegerinnen etc. angestellt haben und Defizite konnten von den Kirchengemeinden abgedeckt werden. Mit der Einführung der Pflegeversicherung konnten die Kosten gedeckt werden. Ich kenne Leute auf dem Finanzamt. Alle drei Jahre müssen die Bilanzen eingereicht werden. Einnahmenüberschüsse können als Rücklagen ausgewiesen werden. Das aber auch nicht unendlich. Man kann Rücklagen für geplante Investitionen bilden, man muss Rücklagen für die Gehälter von mehreren Monaten bilden.
Es sagte mal einer, was ist denn der Unterschied von meiner Firma und einer Sozial/Diakonie/Caritasstation.
Das Privatunternehmen hat das Ziel der Gewinnmaximierung. Das ist in unserer freien und sozialen Marktwirtschaft normal.
Die kirchliche Station hat das Ziel so viele Menschen wie möglich, so gut wie möglich zu versorgen und dabei kostendeckend zu sein.
Man muss zumindest so weit gewinnorientiert sein, dass ständige Verluste vermieden werden.
Und die würde es ja geben, wenn nach TDÖV bezahlt, aber nach von den Kassen einem geringerem Lohn vergütet wird. Das war doch der Zusammenhang, in dem du das Wort »gewinnorientiert« in die Debatte eingebracht hattest:
[Elch:] Oder aufhören gewinnorientiert zu arbeiten.
Das kann ja in dem Zusammenhang nur bedeuten: Bereit sein, Verluste zu machen …
@hkmwk Diese Verluste müssen ausgeglichen werden. In den 80er Jahren wurden die oft durch die örtlichen Kirchengemeinden ausgeglichen, das Geld ist ja auch nicht mehr da. Die älteren haben gesagt 5 Mark pro Seele haben wir bezahlt. Das wären für meine Kirchengemeinde jedes Jahr rund 20.000 Euro die wir zum Zeitpunkt als mir das gesagt wurde für den Kindergarten brauchen. Denn was damals 5 Mark waren sind jetzt 4 eher 5 Euro.
@derelch Der Elch. Ein Kirchlicher Pflegedienst arbeitet nicht gewinnorientiert, das ist gar gesetzlich verboten und die Bilanzen werden vom Finanzamt geprüft, sonst würden sie die Gemeinnützigkeit verlieren.
@derelch Andere gibt es auch, auch andere die nicht nach TVÖD bezahlen. Ein Mensch sollte aber von der Arbeit leben können, dazu benötigt es auch eine entsprechende Erstattung für die Leistung. Ich kenne genügend Pflegpersonal, in der badischen Landeskirche verdient die Gemeindeschwester nicht schlecht, nach TVÖD und das ist höher als der Mindestlohn in der Pflege.
@hkmwk Ja es ist so und die Kostensätze werden mit den Kassen vereinbart. Tariftreue war ein Teil um kostendeckende Sätze zu erhalten. Wenn das Gesetz so beschlossen werden würde, dann könnte z.B. die AOK sagen, das Gehaltsniveau ist wo anders niedriger, also zahlen wir weniger. Dass der TVÖD einen Tarifsteigerung hatte ist das Problem der Diakoniestationen.
Eindrücke von der DEMO in Stuttgart - YouTube
Hier mal ein Short einer Diakoniestation aus dem Kreis Heilbronn die auch dort waren.
Wenn das Gesetz so beschlossen werden würde, dann könnte z.B. die AOK sagen, das Gehaltsniveau ist wo anders niedriger, also zahlen wir weniger
Das machen die Krankenkassen bereits. Je nachdem welcher Sachbearbeiter da sitzt, bist du ganz schnell wieder weg vom Kunden und sie holen lieber einen Hausmeisterdienst, der dann die Wohnung sauber macht.
@stern Es geht auch um ambulante Pflege, oder Tagespflege, bei einem privaten kleinen Dienst wird es natürlich schwieriger in Einzelverhandlung.
Ich kann nicht als Politiker hinstehen und für Pflegepersonal klatschen und dann sagen, dass du nach meinen Tarifvertrag öffentlicher Dienst bezahlst ist dein Problem.
Die neue Pflegereform wäre der Tod für viele Unterstützungsangebote.
Eben habe ich die Bundespressekonferenz "Kommunalfinanzen im freien Fall – Forderungen der kommunalen Spitzenverbände an Bund und Länder"
mit Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT),
Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages (DST) und
Ralph Spiegler, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB)
auf youtube angehört.
Unser OBM, der gleichz. Präsident des Dt. Städtetages ist, lässt uns wissen, dass durch die neue Pflegereform in der stationären Altenpflege unserer Stadt 1 Milliarden Mehrkosten entstehen, weil die zu Pflegenden "Hilfe zur Pflege" beanspruchen werden (= Sozialhilfe).
👇
BPK Kommunalfinanzen, 22.06.2026
Ab Minute 8:55.
(Achtung, der Inhalt der BPK ist insgesamt sehr ernüchternd...)
@martha Es ist auch nichts gewonnen wenn die Kosten von der linken auf die rechte Tasche verteilt werden.
Zerstört würden Strukturen die seit 40 Jahren bestehen.
Es ist bescheuert die Beratungsbesuche nach SGB XI nicht mehr von Pflegepersonal durchführen lassen zu wollen.
Guten Morgen. Die Stuttgarter Nachrichten möchten, dass ich eine Trackingliste abhake. Deshalb kann ich den Artikel nicht lesen.
Stattdessen empfehle ich die aktuelle Sendung "Fokus Jerusalem - Europa gegen Israel" mit den Themen
Regavim – Warum Europa eine israelische Organisation mit Sanktionen belegt,
Kirschenernte: Warum die süßen Früchte aus Gush Etzion politisch brisant sind,
Biblischer Impuls von Dr. Petra Heldt: Warum das Lied „Michelle“ bedeutend ist.
(Special guest: Sarah Maria Sander.)
@martha Ja die sind bekannt.
Auf dem Rotebühlplatz in Stuttgart protestieren Hunderte gegen geplante Reformen in der Pflege. Ihre Sorge: noch mehr Druck auf ein System, das schon jetzt an seinen Grenzen ist.
Die Sonne brennt auf den Rotebühlplatz. Es ist einer der heißesten Tage des bisherigen Jahres. Trotzdem haben sich Hunderte versammelt. Viele arbeiten in der Pflege, bei ambulanten Diensten oder Wohlfahrtsverbänden. Die Stimmung ist entschlossen, nicht verbittert.
Zwischen zwei Redebeiträgen rollt ein Autokorso vorbei. Rund 160 Fahrzeuge sind vom GAZi-Stadion aus durch Stuttgart gestartet, viele mit Bannern und Fahnen geschmückt. Aus den Fenstern wird gewunken, auf dem Platz mit Applaus geantwortet.
Vor allem direkt Betroffene nehmen an Protest teil
„Heute, morgen, irgendwann – Pflege geht uns alle an“, ruft die Menge. Der Satz ist Parole und unbequeme Diagnose. Denn auf dem Rotebühlplatz stehen vor allem Menschen, die ohnehin jeden Tag mit Pflege zu tun haben: Pflegekräfte, Mitarbeitende ambulanter Dienste, Vertreterinnen sozialer Träger. Pflegende Angehörige können oft nicht kommen, weil sie zu Hause gebraucht werden.
Doch wo sind die anderen? Wo ist die Politik und wo sind diejenigen, die noch nicht betroffen sind, aber es jederzeit werden könnten? Auf einem Pappschild steht ein Satz zwischen Warnung und Appell: „Sei lieb zu mir, ich könnte eines Tages deine Pflegerin sein.“
Hintergrund des Protests sind die aktuellen Pläne der Bundespolitik zur Reform von Pflege- und Krankenversicherung, darunter das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz und das Pflegeneuordnungsgesetz. Aufgerufen hat die Diakonie Württemberg, beteiligt sind unter anderem Landesseniorenrat, Landespflegerat, Liga der freien Wohlfahrtspflege und weitere Pflegeanbieter. Die Sorge der Verbände: Pflegebedürftige, Angehörige, Mitarbeitende und Träger könnten stärker belastet werden. Pflege brauche keine kurzfristigen Sparsignale, sondern verlässliche Rahmenbedingungen, so die Überzeugung.
Auf der Bühne kritisiert Dr. Kornelius Knapp, Vorstand Sozialpolitik des Diakonischen Werks Württemberg, die Entwürfe scharf. Niemand verweigere sich notwendigen Veränderungen, betont er in seiner Rede. Reformbedarf gebe es durchaus. Aber nicht auf dem Rücken der Menschen, die von Pflege betroffen sind oder sich täglich dafür einsetzen. „Nicht am Menschen sparen! Nicht an den Patienten, nicht an den Angehörigen und nicht an den Pflegekräften!“, ruft Knapp unter Applaus.
„Das treibt die Menschen in die Altersarmut.“
Entspricht dem Resümee vom Präs. des Deutschen Städtetags.
Fielen Refinanzierungen weg, könnten Dienste Tariflöhne nicht mehr zahlen
Die Bundesregierung plant, die vollständige Gegenfinanzierung von Tariferhöhungen zu beschränken, um die steigenden Kosten für Pflegebedürftige und die Pflegeversicherung zu begrenzen.
Die Kosten für Pflegebedürftige lassen sich so nicht begrenzen.
Als Kommune kann ich gar nicht anders als nach TVÖD zu bezahlen.
Geplant ist ja die Entlastungsleistungen nicht mehr so abrechnen zu können. Ich habe jetzt aber das Ziel die Leute zu versorgen, kann das aber nicht mit Steuergeldern billiger machen, die Sozialstation muss kostendeckend sein. Die Folge sind als zwei Leute. Person a kann die Differenz bezahlen und ist dies auch gewillt, Person b kann es nicht. Das führt zu Altersarmut und zu Unterversorgung. Es wurden die letzten 15 Jahre viele Leute in der Hauswirtschaft eingestellt, es gibt gar Firmen ddie ie machen gar nichts anderes als hauswirtschaftliche Versorgung, Hol- und Bringdienste etc. für das es keine Ausbildung benötigt. Wird das wie geplant nur noch als private Leistung angeboten werden können, dann hat wer Geld hat eine saubere Wohnung, wer es nicht hat lebt im Schmutz. Die Nachbarin die für 20 Euro die Stunde die Wohnung putzt gibt es in der Regel nicht mehr. Der Dienst der seit 15 Jahren alle zwei Wochen 1 oder 1,5 Stunden die Wohnung geputzt hat wird diese Leute entlassen müssen. Der Bereich wird nicht mehr angeboten werden. Die Firma die sich auf Entlastungsleistungen spezialisiert hat wird ganz schließen, denn von den Leuten die es selbst zahlen können, kann man die Arbeitsplätze nicht halten.
Mal ganz davon abgesehen, so wie es geplant ist kann der Dienst / die Firma es nicht mehr mit der Kasse abrechnen. Die Geschäftsgrundlage gibt es also nicht mehr.
Irgendwann riecht es bei Martha in der Wohnung, die Nachbarn beklagen sich. Sie kann nicht mehr selbst putzen, findet aber auch keine Person, die ihr putzt.
Martha wird ins Heim kommen, dafür reicht aber ihre Rente nicht und ihre Wohnung in der Platte ist gemietet. Häuschen verkaufen und Heim bezahlen ist also nicht drin. Also muss das Sozialamt den Rest bezahlen.
Die Versorgung zuhause ist immer noch die günstigste Version.
Spinnen wir das mal weiter.
Also die Hauswirtschaft in dem kommunalen Pflegedienst gibt es nicht mehr, da die Entlastungsleistungen nicht mehr vom Dienst abgerechnet werden können. Essen auf Rädern könnte teurer werden, das sagt jemand vielleicht aber es gibt doch den Bundesfreiwilligendienst. Es gibt diese Leute aber nicht wie früher beim Zivildienst sicher. Also gibt es Leute die nach TVÖD angestellt werden müssen. Was die mehr kosten wurde vielleicht durch den hausw. Bereich gegenfinanziert und wenn die Haushaltsmittel beim Staat erschöpft sind, das Geld für den Freiwilligendienst also schon verplant ist, bekommt man keine Bufdi-Stelle besetzt und FSJ ist ohne Erstattung vom Bund. Die Umsatzsteuerpflicht, die wir als Feuerwehrleute schon bei den Feuerwehrfesten am Essen merken hat auch Essen auf Rädern verteuert. Kann ich mir noch ein Essen am Tag leisten?
Das ist etwas warum man von Altersarmut spricht und die geht ja weiter.
Wenn ich eine Person die in der Hauswirtschaft arbeitet so bezahle, dass die Leute die bereit sind jemand selbst zu bezahlen, dann funktioniert das nicht mit den 20 Euro, die man der Nachbarin gibt. Diese Person die bisher dort sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat und durch das Gesetz den Job verloren hat könnte natürlich die Leute die sie bisher hatte schwarz versorgen. Legal wäre es möglich, wenn die Seniorin sie als Minijob anmeldet. Davon kann die Person aber nicht leben, Minijobs sollen auch wegfallen. Für die Person wird nicht mehr in die Rentenkasse einbezahlt und wenn sie nirgends angestellt ist gibt es auch keine BG die Kosten trägt, wenn sie z.B. von der Leiter stürzt. Das zahlt dann die Krankenkasse.
Nehmen wir mal an jemand sagt. Die Entlastungsleistungen gibt es nicht mehr.
Eine Firma sucht sich, meist Frauen, die für das Geld arbeiten, mit dem die Firma noch Gewinn macht. Das ist zwar weniger als damals im kommunalen oder kirchlichen Pflegedienst. Betriebsrente gibt es auch keine, aber wenigsten habe ich Arbeit. Die Person hat weniger verdient, weniger einbezahlt, erhält nach heutigem Stand weniger Rente. Die Folge ist aufstocken mit Grundsicherung und Altersarmut.
Ich hatte am Anfang der Diskussion ein youtube Video einer Sozialstation zur Demo in Stuttgart verlinkt und eines von einer Zeitung in Stuttgart.
Da war auch ein Dienst aus Sankt Georgen dabei. Die haben im Schwarzwald Probleme wie in Thüringen, im Harz, im Erzgebirge. Viele kleine Orte und einzelne Höfe. Also viel unproduktive Fahrzeit. Dann noch der Konkurrenzkampf der unterschiedlichen Bezahlung. Eine Altenpflegerin in der alten Bundesrepublik verdient eben mehr als im Osten. Folglich sind viele da hin wo es besser bezahlte Arbeit gab. Es ist also mit dem Geld das man jetzt hat schon schwierig. Wenn die Pflegedienste nur noch die heutigen Grade 4 und 5 bezahlt bekommen und die Möglichkeit einen Pflegegrad zu bekommen noch deutlich erschwert wird. Dann hat man nur noch die Tätigkeiten bei denen man nicht kostendeckend arbeiten kann.
Dienste im Hochschwarzwald, je mehr südlich je stärker, habe das Problem wie die Dienste in der Nähe zum Tarifgebiet West. Was für Thüringen Bayern oder Hessen ist, das ist für die Leute im Süden die Schweiz. Dort ist zwar alles teuer, aber das Lohnniveau entsprechend hoch. In Grenznähe zur Schweiz leben und dort arbeiten ist attraktiv und schwächt die Versorgung der Leute im Schwarzwald.
Wenn ich als junger Mensch überlege was ich beruflich mache und ohne die Refinanzierung der Tarife nur noch Mindestlohn Pflege als Aussicht habe. Dann setzt ich mich einfacher bei Aldi an die Kasse, das bekanntlich gut bezahlt wird.
Wenn ich in den medizinischen Bereich möchte dann ist die Alternative die "Arzthelferin", denn ob ich im Krankenhaus genug verdiene ist fraglich. Da haben wir ja auch den TVÖD und bei uns im Landkreis soll jetzt die Lungenfachklinik geschlossen werden, aus Kostengründen.
So das war jetzt viel Information und viele Gedanken. Danke fürs Lesen.
Für eine Diskussion darüber habe ich zur Zeit keine Motivation, wir haben hier seit Samstag amtliche Warnungen vor großer Hitze. Mir ist es schlicht abends zu heiß dazu.
Veröffentlicht von: @jigalSo das war jetzt viel Information und viele Gedanken. Danke fürs Lesen.
Gern.
Für eine Diskussion darüber habe ich zur Zeit keine Motivation, wir haben hier seit Samstag amtliche Warnungen vor großer Hitze.
Mir ist es schlicht abends zu heiß dazu.
Nachvollziehbar. Aber zum Gespräch gehören mindestens zwei. Sonst ist es ein Monolog.