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Kraftorte

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CoffeeandBible
Themenstarter
Beiträge : 325

Hallo zusammen,

habt ihr bestimmte "Kraftorte?" Wo ihr euch besonders geborgen fühlt & ihr besonders gute Kräfte & eine göttliche Energie spürt?

Bei mir sind es vor allem Kirchen & Kapellen (inklusive deren Vorplätze), da merke & spüre ich das immer ganz besonders! 😊 

Zudem die Natur im Allgemeinen, vor allem in der Nähe von Bäumen...

Es gibt aber auch viele andere Orte, wo ich die Aura von Frieden spüren konnte, teilweise auch in der Stadt. In den Bergen, bei einem Kloster, auf Spazierwegen...

Bin gespannt auf eure Antworten 🙂

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Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

Wenn ich von "Kraftorten" höre, dann bin ich meistens sehr skeptisch. 
Weil in den meisten mir bekannten Fällen sehr viel esoterisches Gedankengeschwurbel ist, angereichert durch das Wunschdenken der Betreffenden. 
Andererseits denke ich schon, dass es so eine Art "Kraftorte" mit positiver Wirkung auf Menschen gibt. Genauso, wie es auch Orte gibt, die uns nicht gut tun. Aber die können individuell ganz unterschiedlich sein - was für die eine ein "Kraftort" ist, bedeutet anderen rein gar nichts. 

Allerdings kenne auch ich so etwas wie "Kraftorte": ich fühle mich meistens innerlich bewegt und gestärkt, wenn ich auf einem hohen Berg stehe und ins Land schaue. Ein Kraftort kann für mich auch eine Kirche sein (eher eine kleine alte als eine größere, moderne) und generell die Natur. So gibt es Wälder, wo ich mich innerlich "gepackt" fühle.

Und manchmal sind es keine Orte, sondern eher Momente. Einen dieser Augenblicke erlebte ich mal bei einem Fallschirmsprung: ich schwebte über den Dingen, über allen Problemen, über all den Kleinigkeiten und Belanglosigkeiten, die so tief unter mir lagen...

Ein ganz besonderes Erlebnis hatte ich vor Jahren in Lappland, als ich im Padjelanta-Nationalpark an eine bestimmte Stelle kam: Ich hatte des Gefühl, jetzt in diesem Moment nach Hause zu kommen (mitten in der Wildnis) - und es fiel mir schwer, wieder weiter zu gehen. Dies war etwas, was mich als rational denkenden und handelnden Mann bewegt hat, weil mir solche Gefühle eigentlich fremd sind. 

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2 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@bepe0905 

Off topic:

Wenn ich von "Kraftorten" höre, dann bin ich meistens sehr skeptisch. 
Weil in den meisten mir bekannten Fällen sehr viel esoterisches Gedankengeschwurbel ist, angereichert durch das Wunschdenken der Betreffenden.

Hach, lieber Dschordsch,

für Dir würde ich mir manchmal einfach ein wenig mehr erlebnisorientiertes Christenleben wünschen 🤗 (Nicht böse gemeint, sondern aus dem Herzen)

❤️

tristesse antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@tristesse 

Liebe Triss, 
da sage ich Dir gleich mal DANKE für diese guten Worte. 
Denn ich spüre, dass diese Wünsche ganz aufrichtig gemeint sind. 
Also nochmals Danke - und ich habe mich darüber wirklich gefreut!

Vielleicht sollte ich aber auch noch einige Zeilen hinzufügen, damit du mich besser einschätzen kannst. 
Ich bin nämlich der Meinung, dass ich eigentlich ein sehr erlebnisorientiertes Christenleben führe - vielleicht heute nicht mehr ganz so impulsiv, bewegt und energiegeladen wie vor 30, 40 Jahren - aber bestimmt überdurchschnittlich, wenn ich mich mit anderen Christen vergleiche. 

Dazu haben mich ca. 40 Jahre Jugendarbeit im CVJM und in der christlich-bündischen Jugend (Pfadfinder) deutlich geprägt, dazu Rüstzeiten (auch in klösterlichen Kommunitäten), Freizeiten und Großfahrten mit meinen Gruppen (von Lappland bis Griechenland), etwas ausgefallene Aktivitäten (von Feuerlaufen bis Paragliding), Besuche von Kirchentagen und "Christivals", Mitarbeit beim Verband "Christen in der Wirtschaft" bis hin zu meiner jetzigen Aufgabe als Prädikant in  Gemeinden unseres Dekanats.
Besonders prägend waren die Jahre im CVJM-Umfeld - sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Denn gerade in dieser Zeit lernte ich sehr unterschiedliche (meist jüngere) Menschen aus verschiedenen Glaubensrichtungen kennen, von denen ich heute mit einiger Zurückhaltung viele als "christliche Schwärmer:innen" bezeichnen möchte. Genauso übrigens, wenn ich an die großen "Kongresse christlicher Führungskräfte" in den letzten Jahren denke, wo ich vorrangig viele Menschen aus den allerunterschiedlichsten Freikirchen kennen lernte. 

Oft waren diese Kontakte eine echte Bereicherung - leider aber auch oft eine totale Enttäuschung. Weil ich merkte, dass bei vielen dieser Menschen wohl das tägliche "Erlebnis mit Gott" stark im Vordergrund stand, aber dann doch etwas geistliche Substanz fehlte - und damit auch das Durchhaltevermögen in weniger erlebnisreichen Zeiten. Und manche von denen, die ich früher mal wegen ihres intensiven und authentischen Glaubenslebens bewundert hatte, landeten plötzlich in esoterischen Kreisen, bei recht obskuren Sekten - oder sie hatten ihren Glauben plötzlich abgestreift und wollten nichts mehr davon wissen. So waren da wohl viele Strohfeuer zu sehen - hell leuchtend aufflackernd, aber schnell heruntergebrannt. 
Dagegen bin ich wohl eher "ein dicker Holzscheit", der nur langsam und mit kleinerer Flamme brennt. Aber er brennt - beharrlich und ausdauernd! Und so hoffe ich, dass der "dicke Holzscheit" Dschordsch noch lange Zeit brennt und dabei etwas Licht und Wärme abgeben darf. 

OK - von alledem mal abgesehen bin ich wohl tatsächlich ein eher ruhiger, nüchterner, rational denkender und handelnder Mensch. Natürlich kann ich auch impulsiv sein - aber bitte nicht so plötzlich...
So überlege ich mir dreimal, ob ich im Gottesdienst bei einem Lied mitklatschen oder die Hände in die Höhe strecken muss - nur weil das alle Anderen tun. 

Und noch etwas: wenn ich - wie hier bei Je.de etwas schreibe, dann bemühe ich mich ganz besonders, ruhig zu bleiben und möglichst wenig Emotionen zu zeigen (was leider nicht immer gelingt). Denn ich möchte vermeiden, damit Anderen auf die Füße zu treten (was leider noch weniger gelingt). Und so kam mir bei dem Schlagwort "Kraftorte" auch gleich einige Erinnerungen und der Drang, hierzu meine Meinung zu schreiben. Wobei ich auch hier meinen Text einige Male änderte, um sachlicher zu bleiben und niemanden vor den Kopf zu stoßen. 

Soweit einige Worte - vielleicht zum besseren Verständnis. 
Bleib so, wie du bist - und sei gegrüßt!
Dschordsch

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GoodFruit
Beiträge : 4219

@coffeeandbible Mein bevorzugter Kraftort ist mein Bett - und genau da gehe ich jetzt hin.

Gute Nacht Euch allen!

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Scylla
 Scylla
Beiträge : 351

" habt ihr bestimmte "Kraftorte?" "

Im Sinne von "hier fühle ich mich Gott noch näher als sonst, kann zur Ruhe kommen, selbst wenn dort hunderte Menschen mit gleichzeitig sind, dann "die Batterien aufladen"?

Ja, da gibt es einige

Sacre Cœr auf dem Mont Matre, der Kölner Dom, kleine Kapellen versteckt in den Tiroler Bergen, eine ganz bestimmte Bank unter einem ganz bestimmten Baum bei einem ganz bestimmten Bauernhof.

Und ganz bestimmte Menschen...

 

Obwohl ich mich eigentlich als ehr sachlichen Verstandesmensch sehr. Aber Menschen verändern sich

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neubaugoere
Beiträge : 19188

@coffeeandbible 

Ich würde da unterscheiden, glaube ich. Zwischen der "Kraft", die von oben kommt, also aus dem Wort - das ist dann sozusagen "ortsunabhängig" und der Kraft, die wir hier als Menschen tanken, um zur Ruhe zu kommen. Das tun die meisten wohl an Orten, wo es still ist, wo sie möglicherweise allein sind, oder bei Menschen, die ihnen nahestehen. So geht es mir jedenfalls. 

neubaugoere antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

Ich spüre Gott ebenfalls in bestimmten Kirchen, Kapellen und Naturplätzen sehr stark. Aber auch in manchen Menschen.

In Musik, Texten und Kunst allgemein. Und manchmal wird man so still, dass man ihn in sich fühlen kann.

"Seine Spuren mitten in unserer Welt.[...]

Und ich will hören was Du mir damit sagst, hören was Du sagst. Mit offenen, Ohren,  mit offenem Herzen...(Zehendner)."

Der kurze Auszug aus meinem Lieblingslied beschreibt das Suchen in der Welt nach seinen Spuren.

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Beiträge : 30188

@coffeeandbible Liebe coffeeandbible, du sprichst von Kraftorten. Die Bibel spricht von einem Bergungsort - vgl. Ps 32,7 Es ist der Platz unterm Kreuz. Kennst du ihn? Gottes Segen, learner.

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4 Antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@learner 

 

Wo in der Bibel finde ich das?

irrwisch antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@irrwisch In Psalm 32 und Vers 7 (Altes Testament)

Du bist ein Bergungsort für mich; vor Bedrängnis behütest du mich; du umgibst mich mit Rettungsjubel.

Gottes Segen Dir!

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Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@learner 

 

Da ist aber Gott mit gemeint.

Im AT gab es das Kreuz noch nicht.

 

 

irrwisch antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@irrwisch Das hast du sehr gut beobachtet. Ja, da war in erster Linie Gott gemeint, die Gläubigen des Alten Bundes hatten ja nur eine sehr begrenzte Kenntnis vom Erlöser. Gottes Segen.

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