Covid-19/2
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Euch allen Bewahrung und Gesundheit
wünscht
Inge
6 Millionen Atemmasken für Deutschland
verschwunden auf dem Flughafen von Kenia. Ich finde Pannen-Spahn könnte zurück treten.
Am 05.02.20 informieren ihn die Schutzkleiderhersteller, dass sie so große Bestellungen haben, dass in Kürze alle Läger aufgebraucht sind. Was macht Spahn? Statt dem Bund die letzten verfügbaren Einheiten zu sicher, tut er nichts.
Nun kündigt er vollmundig an 10 Millionen Schutzmasken zentral zu besorgen und dem medizinischen-pflegerischen Sektor zur Verfügung zu stellen. Und nun - 6 Millionen davon lösen sich in Luft auf.
Veröffentlicht von: @jadwinIch finde Pannen-Spahn könnte zurück treten.
Und davon tauchen die dann wieder auf, oder was?
Veröffentlicht von: @belannaUnd davon tauchen die dann wieder auf, oder was?
Nein, aber vielleicht bekommen wir dann einen fähigen Krisenmanager. Erstens hätte er am 05.02. reagieren müssen, als sich die Hersteller der Schutzbekleidung an ihn gewandt hätten.
Und jetzt hätte er aus Risikogründen nicht mehr als die Hälfte der Bestellung in einem Entwicklungsland machen dürfen.
Dass irgendwelche, eventuell weniger dramatische Gründe eine Lieferung verzögern können, das hätte auch ihm klar sein müssen und dann muss man streuen.
Die Kliniken, Ärzte und Pfleger haben sich auf seine vollmündige Ankündigung verlassen, jetzt sind sie verlassen.
Im Nachhinein ist man immer schlauer.
Ich denke, er macht einen ganz guten Job (wie Trump sagen würde) und bis sich ein anderer da reingearbeitet hat, ist es Ostern....
Veröffentlicht von: @belannaIm Nachhinein ist man immer schlauer.
Ich denke, er macht einen ganz guten Job (wie Trump sagen würde) und bis sich ein anderer da reingearbeitet hat, ist es Ostern....
Ich habe gelesen, dass die Bundeswehr die Bestellung übernommen hat. Das entlastet ihn natürlich.
Veröffentlicht von: @belannaund bis sich ein anderer da reingearbeitet hat, ist es Ostern....
Wenn man einen Experten nehmen würde, der sowieso schon mit der Sache beschäftigt ist, wahrscheinlich nicht.
50.000 Atemschutzmasken der Kölner Kliniken gestohlen
Ich möchte nicht wissen, wie viele Kleindiebe es sonst noch gibt.
Veröffentlicht von: @jadwinIch finde Pannen-Spahn könnte zurück treten.
Sind die Masken nicht der Bundeswehr gestohlen? Ich bin kein Freund von Spahn- Er tendiert zu Zwangsmaßnahmen. Das steht aber zum Thema Corona auf einen anderen Blatt.
Massnahmen waren/sind laut Experten vermutlich übertrieben
Immer mehr Experten deuten an oder sagen sehr deutlich, dass sie die politischen Massnahmen für übertrieben halten. Hier eine kleine Auswahl der letzten Tage:
- In Phoenix hat der Virologe Hendrik Streeck von der Universiät Bonn noch am 17.3. (vor den Massnahmenverschärfungen des Wochenendes) gesagt, man solle die Massnahmen nicht weiter verschärfen: https://www.youtube.com/watch?v=cZFDmcA36aU . Nach der Massnahmenverschärfung (22.3.), wieder in Phoenix, weicht er der Frage aus, was er nun von dieser Verschärfung hält und antwortet diplomatisch, aber wenn man beide Interviews schaut, finde ich es relativ offensichtlich, dass er die Massnahmen übertrieben findet: https://www.youtube.com/watch?v=vYV3qAjkCAI
- Am Samstag (21.3.) sagte der Infektologe und Chefarzt des Kantonsspitals St. Gallen, Pietro Vernazza, gegenüber der Aargauer Zeitung, "alle teilweise überstürzt getroffenen Entscheidungen in den letzten Wochen nun zu reflektieren":
Vor allem die Schulen zu schliessen, hält er für falsch wie auch eine Ausgangssperre im epidemiologischen Sinn nicht das Richtige wäre. Seine Nachfrage beim BAG habe gezeigt, dass die Entscheidung der Schulschliessungen nicht auf wissenschaftlicher Basis erfolgt sei, sondern weil die anderen Länder diese auch durchgeführt haben.
- Aus dem Live-Ticker des Schweizer Fernsehens, 22.8.20:
Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt europäische Regierungen davor, im Kampf gegen das Coronavirus vor allem auf die Einschränkung des gesellschaftlichen Lebens zu setzen. «Worauf wir uns wirklich konzentrieren müssen, ist die Kranken mit Infektionen zu finden und sie zu isolieren», sagte der WHO-Experte Mike Ryan in der BBC.
- Prof. em. Dr. Sucharit Bhaktdi vom Institut für Medizinische Bikrobiologie und Hygiene der Universität Mainz bezeichnet die Massnahmen als „grotesk, überbordend und direkt gefährlich“: https://www.youtube.com/watch?v=7koRiBx3yiQ
- Der Infektiologe Prof. Dr. Manuel Battegay, Chefarzt Infektiologie und Spitalhygiene am Universitätsspital Basel, fordert heute im Gespräch mit dem Schweizer Fernsehen den Mut, „nach dem 19. April […] die Massnahmen wieder loszulassen. Man sollte das gesellschaftliche und berufliche Leben dann wieder erlauben. Allerdings mit vermehrten Tests und Selbst- und Kontaktisolationen“.
https://www.srf.ch/news/schweiz/infektiologe-zu-den-aussichten-eine-zweite-welle-kommt-sicher-aber-sie-koennte-kleiner-sein
Abgesehen vom emeritierten Professor in dieser Aufzählung sagen diese Experten natürlich nicht ganz so deutlich, was sie von den Massnahmen halten, aber die Tendenz wird schon klar.
Hoffen wir, dass nach der ganzen Panikmache die breite Bevölkerung das Vertrauen in die Experten findet und wieder etwas entspannter wird.
Nachtrag vom 24.03.2020 1739
Nicht zu vergessen: Prof. em. Dr. Karin Mölling (Virologin der Universität Zürich):
Hier: https://www.radioeins.de/programm/sendungen/die_profis/archivierte_sendungen/beitraege/corona-virus-kein-killervirus.html?fbclid=IwAR3FE6OPqMWkD-r65hGRsxMYcu70oVPO_Goqt144FJefrzgdbSbCL6zVwAc
und hier: https://youtu.be/jpSOVxjWgDs?list=TLPQMjEwMzIwMjClXwSTrFHEFw&t=108
Veröffentlicht von: @moorwacklerHoffen wir, dass nach der ganzen Panikmache die breite Bevölkerung das Vertrauen in die Experten findet und wieder etwas entspannter wird.
Das Vertrauen in die Experten hat uns in diese Situation geführt. Soll das jetzt falsch oder richtig sein? Irgendwie ist nicht klar, was du jetzt meinst...
Und hoffen wir, dass die Pläne nicht leichtfertig zurückgeschraubt werden, sondern durch bessere und vernünftige Pläne ersetzt werden.
Für "Entspannung" ist es jetzt wirklich noch viel zu früh.
So wenig mir die Einschränkungen meiner persönlichen Freiheit gefallen und so sehr ich gerade für Kinder und Jugendliche aus prekären sozialen Verhältnissen die Schul- und Kitaschließungen sowie die Betretungsverbote für Spielplätze bedaure: ich gehe - so wie du auch, wenn ich dich bislang richtig verstehe - davon aus, dass sie unausweichlich sind/waren, um die Ausbreitung dieses gefährlichen Virus zu verlangsamen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Und hoffen wir, dass die Pläne nicht leichtfertig zurückgeschraubt werden, sondern durch bessere und vernünftige Pläne ersetzt werden.
Davon gehe ich aus. Ich finde, die Regierung hat bisher Umsicht, Besonnenheit und Augenmaß gezeigt.....ich bin mit den bisherigen Entscheidungen so weit zufrieden, wie man überhaupt in dieser Situation zufrieden sein kann.
Veröffentlicht von: @suzanne62ich gehe - so wie du auch, wenn ich dich bislang richtig verstehe - davon aus, dass sie unausweichlich sind/waren, um die Ausbreitung dieses gefährlichen Virus zu verlangsamen.
Genau. Ich sage, sie waren nach den vorliegenden Informationen ethisch richtig.
Das heisst nicht, dass sie auch sachlich unbedingt notwendig sind - aber um das mit Sicherheit sagen zu können fehlten uns die Informationen, und deshalb gab es tatsächlich vorerst keine andere Wahl.
Veröffentlicht von: @suzanne62ich bin mit den bisherigen Entscheidungen so weit zufrieden, wie man überhaupt in dieser Situation zufrieden sein kann.
Ich würd nicht sagen, dass ich zufrieden bin, aber deswegen, weil zu spät was getan wurde. Am besten hätte man schon zu Karneval Einiges herunterfahren sollen, aber das hat sich niemand getraut.
Aber momentan scheinen wir auf dem richtigen Weg zu sein. Die Steigerungsrate zeigt einen deutlichen "Knick" am 20.März: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/#coronavirus-deaths-log
Auf der (halb-)logarithmischen Darstellung bedeutet eine gerade Linie exponentielles Wachstum. Deutlich zu sehen, dass wir vom 5. bis zum 20.März exponentielles Wachstum hatten, und ab dem 20. offenbar ebenfalls, aber mit deutlich niedriger Steigerungsrate.
Verdoppelung jetzt also alle 5 bis 6 statt wie vorher alle drei Tage. Und vermutlich griffen da schon die Maßnahmen vor dem Wochenende, so dass wir auf weitere Verlangsamung hoffen dürfen - aber sicher ist das natürlich nicht.
Helmut
Verzerrte Daten
Veröffentlicht von: @hkmwkAber momentan scheinen wir auf dem richtigen Weg zu sein. Die Steigerungsrate zeigt einen deutlichen "Knick" am 20.März:
Mit den Daten solltest du aber vorsichtig sein. Das basiert auf den Daten des RKI (Ist in der Quellenangabe zu finden), und da hat es Übermittlungsprobleme am Wochenende ergeben, das heisst, es wurden nicht alle direkt Fälle erfasst sondern erst mit Verzögerung. Das verfälscht natürlich die Kurve.
nicht rki
Veröffentlicht von: @lucan-7Mit den Daten solltest du aber vorsichtig sein. Das basiert auf den Daten des RKI (Ist in der Quellenangabe zu finden),
Hm, das wirft zwei Fragen auf:
1. Welche Quellenangabe?
2. Wieso veröffentlicht das RKI andere Zahlen, statt die des worldometers (die svviw mit den Zahlen der John Hopkins Universität identisch sind)?
Veröffentlicht von: @lucan-7und da hat es Übermittlungsprobleme am Wochenende ergeben
Und die dauern bis zum 24. März (Dienstag!) an?
Ick wunder mir ....
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkHm, das wirft zwei Fragen auf:
1. Welche Quellenangabe?
Das hier:
Veröffentlicht von: @hkmwkUnd die dauern bis zum 24. März (Dienstag!) an?
Ick wunder mir ....
Offenbar schon... die Daten sind eh generell mit Vorsicht zu geniessen. Schliesslich hängt da viel von der Messmethodik und der Verfügbarkeit der Tests ab.
Letztlich sind die einzigen Zahlen, die wirklich zählen, die Erhöhung der Anzahl der aufgrund von Corona Viren schwer erkrankten Personen.
Und auch da haben wir in Deutschland noch keine wirklich ausschlaggebenden Zahlen.
Wobei da natürlich die Frage mitschwingt, ob das überhaupt wünschenswert wäre...
Veröffentlicht von: @lucan-7Das hier:
Das war aber keine Quellenangabe vom worldometer.
Natürlich sind auch die Daten von Hopkins nicht 100%-ig exakt. Aber doch aktueller als die von rki (ca. 4000 Fälle mehr).
Die nahezu perfekt exponentielle Kurve von Hopkis vom 5. bis 20.März lässt die Vermutung zu, dass das der Realität ziemlich nahe kommt - und wie gesagt: auch jetzt geht es exponentiell weiter. Nur eben etwas langsamer.
Helmut
Von der Expertise des RKI hältst du wohl weniger?
Veröffentlicht von: @ungehorsamVon der Expertise des RKI hältst du wohl weniger?
Jedenfalls nicht so viel, dass ich der Meinung bin, Herr Drosten sei unfehlbar und irrtumslos und alle Experten, die eine abweichende Meinung haben, seien unwissenschaftlich.
Das von Ostwind oben verlinkte Interview von Prof. Dr. Stefan Hockert, Immuntoxikologe an der Universität Hamburg, ist das Beste, was ich bisher überhaupt gehört habe, nicht nur, weil er vieles, was in Italien abgeht, erhellt, sondern auch, weil er etwas darüber sagt, wie das wissenschaftliche System funktioniert, besonders da, wo es politiknah ist. Er habe in Gesprächen mit Fachkollegen noch niemanden getroffen, der die Massnahmen für sinnvoll hält, aber es traue sich praktisch niemand, darüber zu sprechen.
Ich empfehle wirklich, sich das wenigstens einmal anzuhören:
https://www.youtube.com/watch?v=7wfb-B0BWmo&feature=youtu.be
Herr Drosten
ist Virologe an der Charité. Das ist ein Krankenhaus.
Das RKI (Robert-Koch-Institut) ist die höchste Instanz in Sachen Infektionen. Richtlinien des RKI sind allgemeinverbindlich. Auch ein Herr Drosten muß sich den Ansagen des RKI beugen.
Nachtrag vom 24.03.2020 2110
Falls du dich in Berlin nicht so auskennst: Charitè und RKI sind quasi Nachbarn....
Veröffentlicht von: @moorwacklerDas von Ostwind oben verlinkte Interview von Prof. Dr. Stefan Hockert, Immuntoxikologe an der Universität Hamburg, ist das Beste, was ich bisher überhaupt gehört habe, nicht nur, weil er vieles, was in Italien abgeht, erhellt, sondern auch, weil er etwas darüber sagt, wie das wissenschaftliche System funktioniert, besonders da, wo es politiknah ist. Er habe in Gesprächen mit Fachkollegen noch niemanden getroffen, der die Massnahmen für sinnvoll hält, aber es traue sich praktisch niemand, darüber zu sprechen.
Dieses Interview habe ich mir komplett angehört.
Darin eine wieder neue Hypothese zu den hoen Todeszahlen in Italien gefunden.
Krankenhauskeime als Usachen der hohen Sterblichkeit.
In dem von Ostwind verlinkten 2. Artikel müssen falsche Beatmungstechniken dazu her halten.
Nun ja, die Bandbreite der Hypothesen scheint groß.
So ganz nach dem Motto:
"Von nichts Genauem weiß man nichts Genaues."
Einen Fakt konnte mir aber hier bisher niemand erklären:
Warum um alles in der Welt läuft das Pflegepersonal, lufen die Ärzte in solchen " Ausserirdischenkluften" um ihre ifizierten Patienten herum?
Wenn doch alles sonst masslos überzogen ist?
Warum fehlt es teilweise schon an Schutzkleidung?
Warum sind einfache Mundschutze, die sonst va. 40 Cent kosten, im Moment so verknappt, dass sie Einkäufern von Krankenhäusern jetzt für 10 Euro das Stück angeboten werden?
Und noch etwas:
Herrn Drosten habe ich bisher nur 3 mal gehört.
Was ich bis gestern nicht wußte ist, dass er schon seit einigen Jahren an Corona Viren forscht.
Aber ich habe gerade einen sehr informativen und auch abwägenen Artikel gelesen, den ich hier gerne weitergeben möchte
https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/nachrichten/covid-19-wo-ist-die-evidenz
Veröffentlicht von: @irrwischDarin eine wieder neue Hypothese zu den hoen Todeszahlen in Italien gefunden.
Ja, die Leute versuchen, die hohen Zahlen aus Italien und Spanien zu erklären, weil sie nicht übereinstimmen mit den Zahlen, wie wir sie aus China, Südkorea oder Japan haben.
Im Unterschied dazu kann ich nicht sehen, dass diejenigen, die behaupten, in Deutschland werde genau das eintreten wie in Italien, bisher irgendwelche Erklärungen dafür geliefert haben, warum die Zahlen in China, Südkorea, Japan u.a., wo das Virus schon länger ist als in Italien, so tief sind. Am ehesten hört man noch Verschwörungstheorien (Japan will die Olympia nicht absagen, etc.).
Fakt ist, dass die Zahlen in Deutschland oder der Schweiz sich bisher eher wie in den asiatischen Ländern entwickeln als wie in Italien oder Spanien. Die NZZ hat zum wiederholten Male vorgerechnet, dass die Schweiz pro Kopf nach Italien das wohl am stärksten betroffene Land sei (wir sind ja auch direkte Nachbarn Italiens, mit viel mehr Grenzarbeitern als die anderen Nachbarn Italiens), jedenfalls ganz an die Spitze der infizierten Länder gehöre. Trotzdem sind die Spitäler nicht einmal ansatzweise ausgelastet. Man hört von Spitälern, wo Pflegepersonal nachhause geschickt wird, weil nichts läuft, von Ärzten, die sagen, so wenig sei noch nie gelaufen (weil alle, die nicht dringend ins Spital müssen, aus Angst vor Corona nicht gehen, während Corona-Patienten nur einzeln reintröpfeln).
Aus welchem Grund sollte ich also davon ausgehen, dass wir in der Schweiz eher italienische als asiatische Szenarien haben werden?
Veröffentlicht von: @moorwacklerFakt ist, dass die Zahlen in Deutschland oder der Schweiz sich bisher eher wie in den asiatischen Ländern entwickeln als wie in Italien oder Spanien.
Ich habe mich auch über die Meldung gewundert, dass NRW 10 Corona-Patienten aus Italien aufnehmen kann. Dabei haben die auch schon über 9000 bestätigte Fälle. Offensichtlich kommt das Gesundheitssystem sehr gut damit klar.
Kann ich bitte noch meine Fragen beantwortet bekommen?
Bisher läuft es so, dass du kaum auf meine Argumente eingehst, sondern mir ständig neue Fragen und Berichte hinwirfst. Vielleicht ist es mir erlaubt, zwischendurch auch mal ein Argument oder eine Frage von dir beantwortet zu kriegen?
Veröffentlicht von: @moorwacklerVielleicht ist es mir erlaubt, zwischendurch auch mal ein Argument oder eine Frage von dir beantwortet zu kriegen?
Welche wären das?
Aktuell: Aus welchem Grund sollte ich also davon ausgehen, dass wir in der Schweiz (oder ihr in Deutschland) eher italienische als asiatische Szenarien haben werden?
Wie es in der Schweiz aussieht, weiß ich nicht.
Deutschland ist 14 Tage hinter Italien.
Von daher wäre nur ein Vergleich sinnvoll, wenn wir in 14 Tagen die heutigen italienischen Zahlen mit dann deutschen Zahen vergleichen.#
Und auch dann nur, wenn die zugrunde liegenden Parameter identisch sind.
In Deutschland werden die Zahlen von den Gesundheisämtern an das RKI übermittelt und sind somit amtlich bestätigt.
Veröffentlicht von: @moorwacklerFakt ist, dass die Zahlen in Deutschland oder der Schweiz sich bisher eher wie in den asiatischen Ländern entwickeln als wie in Italien oder Spanien. Die NZZ hat zum wiederholten Male vorgerechnet, dass die Schweiz pro Kopf nach Italien das wohl am stärksten betroffene Land sei (wir sind ja auch direkte Nachbarn Italiens, mit viel mehr Grenzarbeitern als die anderen Nachbarn Italiens), jedenfalls ganz an die Spitze der infizierten Länder gehöre. Trotzdem sind die Spitäler nicht einmal ansatzweise ausgelastet. Man hört von Spitälern, wo Pflegepersonal nachhause geschickt wird, weil nichts läuft, von Ärzten, die sagen, so wenig sei noch nie gelaufen (weil alle, die nicht dringend ins Spital müssen, aus Angst vor Corona nicht gehen, während Corona-Patienten nur einzeln reintröpfeln).
Aus welchem Grund sollte ich also davon ausgehen, dass wir in der Schweiz eher italienische als asiatische Szenarien haben werden?
Es verwundert mich schon, dass dann die Schweiz Italien keine Hilfe anbietet.
Zu den Zahlen:
Die Zahlen sind doch nicht in Vergleich zu setzen.
Es gibt viele Parameter, die in diese Zahlen hinein spielen.
Zum Beispiel:
Die Verlässlichkeit
Die Testmenge
Die Infektionszeitpunkte einzelner Länder ( wann setzte die Verbreitung ein)
Der Beginn restriktiver Massnamen
Der Zustand des jeweiligen Gesundheitssystems ( ich kenne den Zustand des Gesundheitssystems von GB etwas)
Von einer Kinik in Deutschland weiß ich, dass Stationen leer geräumt wurden, um für Corona Notfälle frei zu sein.
Von dem Leiter einer Klinik in Eschweiler gibt es einen Bericht schon letzte Woche, der verzweifelt nach Schutzkleidung suchte.
Sich aber noch in einer besseren Situation wähnte, weil er, im Gegensatz zu seinen italienischen Kollegen in der Lombardei noch nicht entscheiden muss, welche Menchen er noch behandelt und welche er gleich zum Sterben frei gibt, weil nicht genügend Intensivbetten und Beatmungsgräte verfügbar sind.
Er sprach davon, dass er Kontakt zu italienischen Kollegen hat und wie diese von solchen Szenarien mitgenommen sind, pschisch neben all der physischen Anforderung.
Veröffentlicht von: @irrwischEs verwundert mich schon, dass dann die Schweiz Italien keine Hilfe anbietet.
Was willst du damit sagen? Dass die Schweizer Spitäler überfüllt sind? Und woher weisst du, dass die Schweiz keine Hilfe anbietet? Zumindest Erkrankte aus dem Elsass sind bereits in der Schweiz in Behandlung, weil wir noch Platz haben. Ob aus Italien auch, weiss ich nicht, aber das würde man wohl nicht allzu offensiv kommunizieren.
Veröffentlicht von: @irrwischDie Verlässlichkeit
Die Testmenge
Die Infektionszeitpunkte einzelner Länder ( wann setzte die Verbreitung ein)
Der Beginn restriktiver Massnamen
Der Zustand des jeweiligen Gesundheitssystems ( ich kenne den Zustand des Gesundheitssystems von GB etwas)
Und was tragen all diese Paramenter dazu bei, anzunehmen, dass es in Deutschland und der Schweiz eher so wird wie in Italien als wie in den asiatischen Ländern?
Veröffentlicht von: @irrwischSich aber noch in einer besseren Situation wähnte, weil er, im Gegensatz zu seinen italienischen Kollegen in der Lombardei noch nicht entscheiden muss, welche Menchen er noch behandelt und welche er gleich zum Sterben frei gibt, weil nicht genügend Intensivbetten und Beatmungsgräte verfügbar sind.
Und woher weisst du, dass solche Szenen in Italien nicht jedes Jahr vorkommen, wie z.B. der Immunologe und Toxikologe Stefan Hockertz andeutet, wenn er sagt, die Spitäler in Italien seien chronisch überlastet und es sei jetzt einfach das erste Mal, dass Kameras uns die Zustände zeigen?
wie Asien????
Veröffentlicht von: @moorwacklerAus welchem Grund sollte ich also davon ausgehen, dass wir in der Schweiz eher italienische als asiatische Szenarien haben werden?
Was heißt "asiatisch"? Der Iran ist sviw noch schlimmer dran als Italien, auch das ist Asien. China und Südkorea sind so unterschiedliche Szenarien, dass man das nicht einfach zusammenfassen kann.
China hat totalitär reagiert, das geht noch deutlich über alles hinaus, was in D angeordnet wurde. Schon deshalb werden wir keine Zustände wie in China bekommen.
Südkorea hat einen Brennpunkt, der dank intensiver Testung schnell regional eingedämmt werden konnte, außerhalb dieses Gebiets sind gerade mal 1419 Fälle nachgewiesen worden, und man geht von einer niedrigen Dunkelziffer aus. Das ist schon jetzt ein völlig anderes Szenario als bei uns.
Es wird in D also weder wie in China noch wie in Südkorea werden. Das schnelle Wachstum ähnelt eher der Situation in Italien, wir hinken zeitlich hinterher. Hoffentlich koppeln wir uns gerade davon ab, aber 35.000 Fälle bei 80 Mio. Menschen sind nun mal was Anders als 9.000 Fälle auf 50 Mio. Einwohner (Korea).
Veröffentlicht von: @moorwacklerFakt ist, dass die Zahlen in Deutschland oder der Schweiz sich bisher eher wie in den asiatischen Ländern entwickeln
Ich sehe da mehr Ähnlichkeiten zu Italien und Spanien. Natürlich ist es nicht 1:1,schon gar nicht was die Schwere der Lage angeht. Aber wir wissen ja nicht, was die Zukunft bringt.
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkWas heißt "asiatisch"?
Das heißt: weit weg, kein Plan, die essen komisches Zeugs und sehen seltsam aus. Und tragen alle Mao-Anzüge.
🙄
Och, so unzutreffend finde ich das nun nicht.
Möglicherweise ist das anderen Menschen etwas zu verkürzt.
Kommt vor.
Veröffentlicht von: @hkmwkWas heißt "asiatisch"?
Ich habe gerade davor China, Südkorea und Japan explizit genannt. Mit ein bisschen gutem Willen sollte man verstehen, was ich meine, wenn ich das anschliessend unter "asiatisch" zusammenfasse.
Möglicherweise ist das anderen Menschen etwas zu verkürzt.
Veröffentlicht von: @moorwacklerIch habe gerade davor China, Südkorea und Japan explizit genannt. Mit ein bisschen gutem Willen sollte man verstehen, was ich meine, wenn ich das anschliessend unter "asiatisch" zusammenfasse.
Zu Japan kann ich nicht viel sagen, aber ich habe aufgezeigt, dass China und Korea zwei ganz verschiedene Szenarien sind, und das keins von beiden den ähnelt, was in D passiert. Schon allein deshalb, weil wir inzwischen ein Vielfaches von Fällen pro Kopf haben.
Natürlich gibt es, was den Verlauf angeht, gewisse Ähnlichkeiten zwischen China und Korea, genauso wie zwischen Deutschland, der Schweiz und Italien. Das ist (wenn wir uns auf diese 5 Länder beschränken) die grobe Einteilung in zwei Gruppen. Und das ist keien Zukunftsmusik, das ist Fakt (Gegenwart).
Helmut
Es ging mir nicht um die Massnahmen, sondern darum dass in China, Südkorea und Japan mit ganz unterschiedlichen Vorgehensweisen die Todeszahlen tief blieben, während sie in Spanien und Italien hoch sind. In Deutschland und der Schweiz entwickeln sich die Zahlen aber nicht wie in Italien und Spanien, sondern eher wie in China, Südkorea und Japan.
Du kannst schlecht chinesische Zahlen mit italienischen vergleichen. Wenn dann chinesische Provinzen mit europäischen Ländern. Und auch dann gibt es in Europa diese Ballungsräume nicht so.
Veröffentlicht von: @moorwacklerIn Deutschland und der Schweiz entwickeln sich die Zahlen aber nicht wie in Italien und Spanien
Sie steigen stark an, sind jetzt schon weit über den Zahlen in Korea (50 Mio. Einwohner), über denen von Japan (noch mehr Einwohner als D oder China.
Was die Todesraten angeht, so wird sich das in D auch ändern, wenn die Kliniken an ihre grenzen kommen. Soweit sind wir nicht, und wenn es gelingt, die Fallzahlen unter 100.000 zu halten (unter 50.000 wirds mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr), dann besteht Hoffnung, dass es nie so schlimm wie in Italien wird.
Helmut
Japan hat aber wenige Maßnahmen ergriffen.
Veröffentlicht von: @hkmwkaber ich habe aufgezeigt, dass China und Korea zwei ganz verschiedene Szenarien sind,
Veröffentlicht von: @hkmwkNatürlich gibt es, was den Verlauf angeht, gewisse Ähnlichkeiten zwischen China und Korea,
Muss nochmal nachlesen gehen.
Veröffentlicht von: @hkmwkNatürlich gibt es, was den Verlauf angeht, gewisse Ähnlichkeiten zwischen China und Korea, genauso wie zwischen Deutschland, der Schweiz und Italien. Das ist (wenn wir uns auf diese 5 Länder beschränken) die grobe Einteilung in zwei Gruppen. Und das ist keien Zukunftsmusik, das ist Fakt (Gegenwart).
Nach wiederholten Berechnungen der NZZ ist die Schweiz nach Italien das pro Kopf am zweitstärksten betroffene Land der Welt. Du sagst nun, es sei Gegenwart, nicht Zukunftsmusik, dass Deutschland und die Schweiz sich eher wie Italien entwickeln als wie China und Korea.
Hier nun ein Bericht von heute über den Zustand im Kanton Zürich, dem bevölkerungsreichsten Kanton der Schweiz:
Weiter zeigen aktuelle Zahlen, dass derzeit weniger Patienten intensive Pflege benötigen als prognostiziert. Die Zürcher Spitäler pflegen momentan rund 140 Patienten mit Coronavirus, 25 davon wurden bis jetzt auf der Intensivstation beatmet. Weshalb dies vergleichsweise weniger sind als in andern Ländern wie Italien, ist laut Unispital-Direktor Gregor Zünd unklar.
Um noch das Verhältnis herzustellen: Im Kanton gibt es 366 Intensivbeten mit Beatmungsmöglichkeit, die für Corona-Intensivpatienten vorgesehen sind.
Gegenwart ist also: 25 Intensivpatienten auf 366 Intensivbetten im pro Kopf am zweitstärksten betroffenen Land der Welt und keine Erklärungen, warum es keine solchen Zahlen gibt wie in Italien.
Veröffentlicht von: @moorwacklerNach wiederholten Berechnungen der NZZ ist die Schweiz nach Italien das pro Kopf am zweitstärksten betroffene Land der Welt.
Ich weiß ja nicht, wie die NZZ rechnet, aber nach meinen Informationen (die z.T. in Links standen, die du gepostet hast) wird in Italien zu wenig getestet, deshalb fallen vor allem Erkrankte auf, also die schwer Erkrankten sind gut erfasst, bei den Infizierten gibt es eine hohe Dunkelziffer, deutlich höher als in D (und wohl auch in der Schweiz).
Und in Italien würden weniger Menschen sterben, wenn nicht das Gesundheitssystem überlastet wäre. Sollten also in D oder CH die Fallzahlen so schnell steigen, dass die Krankenhäuser ans Limit kommen, wird auch die Todesrate sich erhöhen.
In Korea wurde noch mehr getestet, da gibt es aktuell 158 Tote und 59 Schwerkranke bei 9.661 nachgewiesenen Infektionen. Zur Zeit sind sviw (habs von einer Koreanerin, und kenne keine englische Quelle) die meisten Neuinfektionen Rückkehrer (also Koreaner), die bei der Einreise positiv getestet werden.
Also dass es in CH bei weniger als 2000 Infizierten bleibt (das würde koreanischen Verhältnissen entsprechen), das ist nun wirklich unmöglich. Die Schweiz ist da deutlich näher an Italien als an Korea.
Helmut
Veröffentlicht von: @moorwacklerIch empfehle wirklich, sich das wenigstens einmal anzuhören:
Ein schönes, gut verständliches Interview. Vielen Dank für den Hinweis!
Ich verstehe allerdings nicht, wie er die derzeitige Situation in Italien zu erklären versucht. Wenn ich nichts überhört hat, bringt er dafür zwei Argumente:
- Nosokomiale Infektionen (ich habe das Wort heute erstmals gehört und mußte es jetzt doch wenigstens einmal 'bringen' 😀 ). Es leuchtet ein, daß die Krankenhäuser Italiens laut seinen Worten seit langem in einem "erbarmungswürdigen Zustand" sind und sich Menschen daher in den Kliniken mit todbringenden Keimen infizieren. Es erklärt m.E. aber nicht, warum dies aktuell so gehäuft auftritt, daß Kliniken zu kollabieren drohen.
- Angst in der Bevölkerung, die dazu führt, daß sich Menschen in die Krankenhäuser aufnehmen lassen, die dort eigentlich (noch) nichts verloren hätten. Auch dies könnte schlüssig sein, mit Blick auf eine allgemeine Überlastung der Krankenhausverwaltung, lange Wartezeiten für Patienten, Menschen müssen auf den Fluren übernachten...
Hypochonder werden aber nicht beatmungspflichtig. Die Zustände im Bereich der Intensivpflege, Triage usw. kann dieses Argument in meinen Augen nicht erklären.
Es bleibt also auch nach diesem Interview der Zustand in Italien (und mittlerweile auch Spanien) nach meinem Verständnis nicht erklärt, so man denn nicht davon ausgeht, daß Corvid-19 ursächlich ist.
Er hat noch ein weiteres Interview gegeben, wo er weitere Gründe nennt:
https://corona.rs2.de/blog/interview/das-virus-macht-uns-nicht-krank/
Unter anderem seien die Spitäler in Italien nicht nur jetzt, sondern chronisch überlastet und uns würden einfach jetzt die Bilder dazu gezeigt, sonst habe man darüber nichts gehört in den Medien. Zudem greife ja das Corona-Virus die Lunge an und sei besonders gefährlich für Menschen, mit schon geschädigten Lungen, was in Norditalien auch noch einmal viel verbreiteter sei als z.B. in Deutschland, weil die Luftverschmutzung in Norditalien extrem hoch sei.
Kannst Du den Link reparieren? Ich kann keine Verbindung herstellen.
Ich komme momentan auch nicht drauf, auch nicht über Google (mit "Stefan Hockertz" und "die letzten 24h anzeigen" findet man den Link leicht (corona.rs2.de), aber es scheint, dass die Seite momentan überlastet ist (oder vielleicht gehackt vom RKI 😈 )
Hab aber gesehen, dass es schon auf youtube zu finden ist:
https://www.youtube.com/watch?v=WWfn-Ep8ST4
Etwa 80% ist deckungsgleich mit dem, was er im anderen Interview sagt, einzelne neue Dinge sind aber mit dabei.
Experten ...
Veröffentlicht von: @moorwacklerDas von Ostwind oben verlinkte Interview von Prof. Dr. Stefan Hockert, Immuntoxikologe an der Universität Hamburg, ist das Beste, was ich bisher überhaupt gehört habe
Da redet ein Toxikologe und Immunologe über ein epidemiologisches Thema, also über etwas außerhalb seines Fachgebiets.
Spätestens als er meinte, die Erklärungen seien mit "cui bono" und Nachplappern, Angst gegen den Mainstream zu schwimmen o.ä. zu erklären, habe ich entschieden, dass ich lieber den Experten vom Fach glaube als dem Experten vom Nachbargebiet.
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkSpätestens als er meinte, die Erklärungen seien mit "cui bono" und Nachplappern, Angst gegen den Mainstream zu schwimmen o.ä. zu erklären, habe ich entschieden, dass ich lieber den Experten vom Fach glaube als dem Experten vom Nachbargebiet.
Ich nehme mal an, du hast das schon entschieden, bevor du überhaupt auf den Link geklickt hast.
Veröffentlicht von: @moorwacklerIch nehme mal an, du hast das schon entschieden, bevor du überhaupt auf den Link geklickt hast.
Nö, da wusste ich ja noch nicht, was er sagt.
Und da war mir auch nicht klar, dass er kein Epidemiologe ist.
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkDa redet ein Toxikologe und Immunologe über ein epidemiologisches Thema, also über etwas außerhalb seines Fachgebiets.
So gesehen dürfte sich Drosten auch nicht zu dem Thema äußern und die Bundesregierung beraten. Denn der ist ja Virologe.
Veröffentlicht von: @ostwindSo gesehen dürfte sich Drosten auch nicht zu dem Thema äußern
Äußern schon, aber wer den Epidemiologen (also den Experten vom Fach) widerspricht, der muss schon bessere Gründe haben als "ich weiß nicht, warum die das so sehen, ich als Toxikologe denke, dass es an den italienischen Krankenhäusern liegt ..."
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkÄußern schon, aber wer den Epidemiologen (also den Experten vom Fach) widerspricht,
Du siehst das sehr einseitig.
Zur Beurteilung der Lage, der Maßnahmen und der Konsequenzen sind da nicht nur die Epidemiologen gefragt, sondern auch Virologen, Immunologen, Sozialmediziner und Risikobewerter. Und wenn die Epidemiologen aus der Sicht und auf Grund von Erkenntnissen des anderen Fachbereichs die Situation falsch einschätzen, sollte man das auch nicht so einfach abtun. Dazu ist der Sachverhalt zu kompliziert.
Hier die Stimme eines Epidemiologen, der das auch ein wenig differenzierter sieht:
Veröffentlicht von: @ostwindZur Beurteilung der Lage, der Maßnahmen und der Konsequenzen sind da nicht nur die Epidemiologen gefragt
Vielleicht hast du es nicht gemerkt, aber du hast das Thema gewechselt. Die Kritik von Willich ist ja völlig anders als die von Hockert. Der widerspricht den Epidemiologen auf deren Fachgebiet, Willich widerspricht Droste nicht in den Fakten, sondern bewertet die Situation anders.
Das Interview kam unmittelbar vor der Verschärfung zur Ausgangsbeschränkung. Die Wirkung der bisherigen Maßnahmen ist inzwischen klar: seit dem 20. März steigt die Zahl der Infektionen deutlich langsamer, aber soweit erkennbar immer noch exponentiell. Die Auswirkung der Maßnahmen, die Willich für ausreichend hielt, ist bis heute nicht erkennbar, also offenbar minimal, demnächst werden wir sehen, was die Ausgangsbeschränkung gebracht hat. Ob Willich heute noch meint, dass sie nicht nötig war, weiß ich nicht.
Helmut
Dramatische Situation in Spanien
Aus Spanien erreichen uns schlimme Nachrichten von unseren Freunden, einer Ärztin und einem Rettungssanitäter.
Sie arbeiten am Rande der Erschöpfung, Schutzkleidung ist Mangelware.
Es ist furchtbar. Die wären froh, wenn sie unsere Probleme, die wir in Deutschland haben, hätten.
Für nächste Woche war eigentlich ein Besuch in Spanien geplant. Wir hoffen, daß es bis Oktober ausgestanden ist, dann wird der Besuch nachgeholt.
Veröffentlicht von: @ungehorsamAus Spanien erreichen uns schlimme Nachrichten von unseren Freunden, einer Ärztin und einem Rettungssanitäter.
Sie arbeiten am Rande der Erschöpfung, Schutzkleidung ist Mangelware.
Es ist furchtbar. Die wären froh, wenn sie unsere Probleme, die wir in Deutschland haben, hätten.
Das kann aber gar nicht sein, weil das doch nur eine andere Form der Grippe ist. Deshalb ist da auch alles ganz normal.
Zumindest sind anscheinend immer noch manche Leute dieser Meinung. Sorry für den Zynismus, aber für mich ist das unverständlich.
Zumindest sind anscheinend immer noch manche Leute dieser Meinung.
Es dürfte inzwischen jeder begriffen haben, daß die Lage ernst ist. Die Bilder von überlasteten Kliniken sind doch sehr schockierend.
Veröffentlicht von: @ungehorsamEs dürfte inzwischen jeder begriffen haben, daß die Lage ernst ist.
Das sollte man eigentlich meinen. Aber wenn ich mich die letzten Tage hier durch einige Threads gelesen habe und vor allem die Beiträge mancher User, die ich bisher für ganz vernünftig gehalten habe, dann ergibt sich leider ein anderes Bild.
Veröffentlicht von: @ungehorsamDie Bilder von überlasteten Kliniken sind doch sehr schockierend.
Ja, ich denke, die Bilder aus Italien und Spanien wird man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommen.
Ich bin wirklich alles andere als froh über die Schließung der Kitas und Schulen sowie alle weiteren Maßnahmen, die unsere Wirtschaft und unser öffentliches Leben einschränken.
Ich sehe, dass vor allem Kinder und Jugendliche (speziell solche aus ohnehin prekären Verhältnissen) einen verdammt hohen Preis zahlen müssen, ich fürchte eine Zunahme von häuslicher Gewalt und Kindesmisshandlungen und dass Menschen, die vorher schon psychische Probleme hatten, zusätzlich unter der Schließung ihrer gewohnten Anlaufstellen leiden.....aber trotz der enormen wirtschaftlichen und sozialen Probleme, die sich aus den jetzigen Maßnahmen ergeben: um italienische/spanische Verhältnisse zu vermeiden, sind sie notwendig.
Tests, Zahlen und Quarantäne
Ich weiß, dass Anekdoten nicht repräsentativ sind, ich frag jetzt einfach trotzdem mal.
ich bekomme im Umfeld von sehr vielen Leuten mit, die Symptome haben, aber nicht getestet werden (es sind inzwischen wohl nicht mehr genügend Tests da). Die werden dann in Quarantäne geschickt, oder auch nicht.
Wie kommt Deutschland (das RKI?) da auf seine Zahl derer, die Infiziert sind? Und darauf, dass es keine hohe Dunkelziffer gibt? Werden diese Menschen direkt mit eingerechnet?
Und woher soll man dann nach den 14 tagen wissen, ob man jetzt immun ist oder nur eine Erkältung hatte? Ob man das Virus weiter übertragen kann oder jetzt sicher für die Mitmenschen ist?
Helft mir mal bitte auf die Sprünge...
Grüße aus "dann schreib ich Sie für diese Woche krank" - zu Hause
Veröffentlicht von: @lilianaWie kommt Deutschland (das RKI?) da auf seine Zahl derer, die Infiziert sind? Und darauf, dass es keine hohe Dunkelziffer gibt? Werden diese Menschen direkt mit eingerechnet?
Festgehalten werden nur die Zahlen, bei den der Virus nachgewiesen ist. Die Dunkelziffer wir höher liegen.Die Verstorben, die infiziert waren, gelten als Coronatote. Übertrieben gesagt, wir jemand der infiziert war erschossen, taucht er in der Statistik als Coronatoter auf.
Die WHO empfiehlt so viele wie möglich zu testen. Südkorea ist hier auch vorbildlich. Wir haben nicht die Kapazitäten und haushalten. Hier kann man die Zahlen, die relativ sicher feststehen einsehen. https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/
Veröffentlicht von: @lilianaUnd woher soll man dann nach den 14 tagen wissen, ob man jetzt immun ist oder nur eine Erkältung hatte? Ob man das Virus weiter übertragen kann oder jetzt sicher für die Mitmenschen ist?
Das kann man nicht wissen. Spahn hat gesagt, dass man in der Nachlese untersuchen will, wie viele Menschen infiziert waren. Falls ein Impfstoff auftaucht, habe ich meine Zweifel , ob man das dann noch zuverlässig kann. Wesentlich ist, dass diese Krise überwunden wird und einer Katastrophe, wie in Italien umgangen wird.
Aber wieso wird dann behauptet die Dunkelziffer in Deutschland sei niedrig? Und wieso wird, wenn man beim Gesundheitsamt anruft noch immer abgefragt, ob man Kontakt zu einer Person aus dem Risikogebiet hatte? Ist das Risikogebiet nicht inzwischen eher flächendeckend? Oder lasse ich mich da zu sehr von Erfahrungen im Umfeld beeindrucken?
Veröffentlicht von: @lilianaAber wieso wird dann behauptet die Dunkelziffer in Deutschland sei niedrig? Und wieso wird, wenn man beim Gesundheitsamt anruft noch immer abgefragt, ob man Kontakt zu einer Person aus dem Risikogebiet hatte? Ist das Risikogebiet nicht inzwischen eher flächendeckend? Oder lasse ich mich da zu sehr von Erfahrungen im Umfeld beeindrucken?
Die Frage ist berechtigt. Es wird ja so gespart, dass selbst bei denen, bei denen eine Infektion wahrscheinlich ist, nachhause geschickt. Ein Reporter der mit infizierten zusammenarbeitete wurde nachhause geschickt. Er kämpfte für einen 'Test und kam mit folgendem Argument durch. Er kommt beruflich mit Politikern zusammen. Er wurde getestet und hat den Virus. Quarantäne wurde ihm aufgelegt. Seine Frau wollte auch einen Test machen. Der Grund ist berechtigt, sie wurde aber vom Gesundheitsamt abgewiesen. Wenn sie sowieso in Quarantäne ist, ... Die Merkel ist nicht infiziert, aber sie wird drei Mal hintereinander getestet. Dies obwohl sie kurz vorher bei der Pressekonferenz sagte, wie isoliert von den anderen arbeitet.
Offensichtlich ist unser System, was die Test betrifft, überfordert.
Ich kann nur hoffen, dass, wenn die Epidemie ihren Höhepunkt hat, die Behandlungen nicht entgleisen.
Wenn sich Familienmitglieder im Normalfall ohnehin anstecken, ist es unnötig sie zu testen und so weitere Testkapazitäten zu verbrauchen.
Hallo Liliana (schön dich wieder zu lesen),
soweit ich mich erinnern kann, wird allgemein gesagt, die Dunkelziffer sei hoch und keineswegs niedrig.
Die Dunkelziffer derjenigen, die einen leichten Verlauf haben und nicht in einem Krankenhaus landen wohlgemerkt. Es wird eine Menge Leute in Deutschland geben, die eine Covid-19-Erkrankung bereits hinter sich haben und es aber nicht wissen.
Antikörper-Tests (die also feststellen, ob man schon betroffen war) seien noch nicht zuverlässig genug und zur Zeit auch nicht erforderlich, sagte Christian Drosten. In einigen Monaten sei es aber sicher sehr nützlich diese Leute herauszufinden, weil sie ohne besonderen Schutz als Helfer(innen) eingesetzt werden könnten.
Veröffentlicht von: @mirwirdnichtsmangelnHallo Liliana (schön dich wieder zu lesen),
Hallo zurück 😊
Ich lese hier viel mit, ich bin nur meistens zu erledigt um auch mitzudenken und zu schreiben
Veröffentlicht von: @orangsayaSüdkorea ist hier auch vorbildlich. Wir haben nicht die Kapazitäten und haushalten.
Auch in Korea hätte ich keine Chance gehabt, getestet zu werden (außer evtl. gegen Bezahlung).
Mit Erkältung (laufender Nase, Husten) eingereiht, Symptome schwächen sich ab, aber sind auch nach 6 Wochen noch da - aber weder spezifische Symptome noch irgendwelche Verdachtsfälle in der Umgebung (der Stadtbezirk Mitte in Seoul, in dem ich die meiste Zeit war, hat als einziger in Seoul nur einen einzigen bestätigten Fall) ... damit bin ich durchs Raster gefallen (ja, ich hab ins Internet geschaut, ob und was ich tun kann, sollte mich einer der Chinesen in der endlosen Schlange vor der Passkontrolle angesteckt haben).
Will sagen: Auch dort wird mit Tests "hausgehaltet". Aber eben deutlich mehr getestet als hier.
Helmut
Veröffentlicht von: @lilianaWie kommt Deutschland (das RKI?) da auf seine Zahl derer, die Infiziert sind? Und darauf, dass es keine hohe Dunkelziffer gibt? Werden diese Menschen direkt mit eingerechnet?
Es gibt Schätzungen zu den Dunkelziffern. So soll es zwischen 5 bis 10 mal mehr Infizierte geben als offiziell gemessen. Basis dasfür sind Untersuchungen aus China, die sich hier nur bedingt übertragen lassen.
Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist dabei nur ein statistischer Wert, der zumindest innerhalb Deutschlands so lange aussagekräftig ist wie sich die Messmethodik nicht verändert. Vergleiche mit anderen Ländern sagen nicht viel aus, wenn dort nicht die gleichen Bedingungen herrschen und die gleichen Methoden verwendet werden.
Falls sich die Methodik oder die Begleitumstände ändern, etwa, weil es bald nicht mehr ausreichend Tests gibt, dann werden auch die Statistiken langfristig verfälscht.
Die Zahlen geben also nur Tendenzen wieder, sind aber nicht absolut zu sehen. Aber was Anderes haben wir leider nicht...
Strategieaenderung: Jeder soll getestet werden.
https://www.focus.de/gesundheit/pressekonferenz-des-rki-rki-weitet-tests-aus-wieler-warnt-junge-leute_id_11811691.html
Interessant, danke.
doch keine wirklich neue Strategie
Wenn es der Arzt anordnet wird es gemacht, wenn nicht, nicht, auf Patientenwunsch wird nicht eingegangen.
Und nach welchem Kriterium sollen die Ärzte entscheiden? Symptome, Kontakt mit Kranken, Risikogruppe, medizinisches Personal.
So neu hört sich das nicht an, sie sprechen auch nur von Präzisierung der Kriterien. Es mangelt an allem, Labore, Personal, Reagenzien und Schutzmaterial, die Testkapazitäten können nicht beliebig erhöht werden. Bisher nur 10% Treffer, das heißt 90% der Test sind negativ.
Die meiste Zeit geht es um die Vorbereitungen auf den zu erwarteten Sturm.
Veröffentlicht von: @lilianaWie kommt Deutschland (das RKI?) da auf seine Zahl derer, die Infiziert sind? Und darauf, dass es keine hohe Dunkelziffer gibt? Werden diese Menschen direkt mit eingerechnet?
Ich schätze die Dunkelziffer um einen Faktor zwischen 100 und 1000 höher ein als die offiziellen Zahlen.
Wie sollte man sich den sonst auch anstecken, bei nur 35000 infizierten in ganz Deutschland?
Veröffentlicht von: @qdspielerWie sollte man sich den sonst auch anstecken, bei nur 35000 infizierten in ganz Deutschland?
Genau aus dem Grund hier es die letzten Wochen, als ich starke Halsschmerzen hatte noch zu mir, das kann zu dem Zeitpunkt noch kein Corona sein...
Veröffentlicht von: @qdspielerIch schätze die Dunkelziffer um einen Faktor zwischen 100 und 1000 höher ein als die offiziellen Zahlen.
3500000 drei Millionen fünfhundert Tausend
35000000 fünfunddreißig Millionen
Infizierte in Deutschland.
Ich denke die 3,5 Millionen sind es mindestens. Wobei ja viele schon wieder gesund sind. Bei vielen, die ich kenne ist ja die Quarantäne schon lange abgelaufen die wurden alle nicht getestet, weil sie nicht schwer krank waren. Andere wurden gar nicht erst in Quarantäne gesteckt, weil sie eine Woche zu früh aus dem Urlaub zurückkamen. Die hatten natürlich Gelegenheit die in den Faschingsferien erworbenen Viren in ihren Schulklassen oder am Arbeitsplatz munter weiterzuverbreiten, was sie auch getan haben. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass die zwei Wochen Schule nach dem Ende der Faschingsferien ausgereicht haben, um sehr viele Jugendliche und Kinder zu infizieren.
Normalerweise hätte die Infektionsrate jetzt deutlich zurückgehen müssen, nachdem nun alle zu Hause sind. Die geht aber nicht wirklich zurück, was eben nach meiner Beobachtung an den Kindern in den Familien liegt, die das Virus munter innerhalb der Familie weitergeben.
35 Millionen sind es vermutlich aber eher nicht.
Giuseppe Remuzzi: Das Virus war womöglich zuerst in Italien
Endlich gibt's diese Theorie auch auf Deutsch. Klick.
auch das noch
Sag bloß die Chinesen haben Recht mit der These, dass die Krankheit nach Wuhan eingeschleppt wurde.
Noch bin ich skeptisch.
Helmut
Gibt es aber auch eine Theorie darüber, wie das Virus dann in Italien entstanden sein könnte?
Ich halte es für am wahrscheinlichsten, dass das Virus schon in China entstanden ist und in einem relativ frühen Stadium schon nach Italien eingeschleppt wurde.
So viele ich weiß, ist die Lombardei sehr in die "Neue Seidenstraße" eingebunden.
Dann wäre es natürlich noch mal mehr sträflich, dass den chinesischen Ärzten verboten wurde, von Anfang an aufzuklären.
Veröffentlicht von: @polyglottIch halte es für am wahrscheinlichsten, dass das Virus schon in China entstanden ist und in einem relativ frühen Stadium schon nach Italien eingeschleppt wurde.
Stimmt. Die Möglichkeit fiel mir nicht gleich ein, aber jetzt wo du es sagst ...
Außerdem soll ja ein Fußballfinale (in einer Regionalliga oder so) mit anschließenden feiern sehr zur Ausbreitung beigetragen haben.
Helmut
Atalanta Bergamo gegen Valencia - das Ereignis 🙁
Mein Mann und seine Kollegen sind traurig, denn sie hatten und haben noch ein Projekt in Bergamo, wo sie sehr oft und sehr gern waren. Italienisches Essen, nette italienische Kollegen. Die Stadt wird nicht mehr sein, was sie vorher war.
Veröffentlicht von: @hkmwkSag bloß die Chinesen haben Recht mit der These, dass die Krankheit nach Wuhan eingeschleppt wurde.
Ich glaube es nicht.
Warum vor allem Menschen mit Vorerkrankungen sterben: Blutdrucksenker
Irgendwo zwischendurch hat jetzt Moorwackler gefragt, warum evtl. gar nicht das Alter der Risikofaktor für die Tödlichkeit ist, sondern Vorerkrankungen.
Dazu gibt es jetzt eine Theorie (unter vermutlich vielen):
Es könnte sein, dass bestimmte Blutdrucksenker, die sogenannten ACE-Hemmer, es dem Corona-Virus ermöglichen, leichter in die Zellen einzudringen. (Ich hoffe, ich habe das so richtig verstanden). Eine Corona-Erkrankung wird also durch die ACE-Hemmer evtl. verstärkt.
Man findet Quellen zu dieser Theorie sehr schnell über eine Suchmaschine.
Wichtig! Selbst wenn das stimmen sollte, wird schon jetzt gewarnt, dass alle Personen, die diese Blutdrucksenker nehmen, sie unbedingt weiter nehmen sollen. Sonst ist am Ende das Risiko höher, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung schwer zu erkranken als am Coronavirus.
Die Theorie würde evtl. auch erklären, warum manche jungen Menschen schwer erkranken, die meisten aber nicht.