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Covid-19/2

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Irrwisch
Themenstarter
Beiträge : 3640

Der erste Thread zu diesem heftigen Geschehen hat nahe 1000 Postings.

Deswegen bitte hier weiter schreiben.

Euch allen Bewahrung und Gesundheit
wünscht
Inge

Antwort
983 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Medis in der Testung: Remdesivir; (Hydroxy)chloroquin
Hoffnung macht, dass inzwischen mehrere Medikamente in der Testung gegen CoVid-19 sind.

Remdesivir hindert die Viren wohl an der Vermehrung und scheint die große Hoffnung zu sein.

Das (Hydroxy)Chloroquin, ein Malariamittel, sieht Trump als Wundermittel an. Soweit ich aber gelesen habe, setzen viele Mediziner da weniger Hoffnungen rein, weil Nebenwirkungen wohl gravierend sein können. Hauptsächlich Nebenwirkungen auf die Augennetzhaut, Herz (?), auch Nierenkranke sollten es eher nicht nehmen.

Alles diese Informationen kann man leicht mit einer Suchmaschine finden.

Anonymous antworten
2 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

Bei einer Unverträglichkeit von Chloroquin gibt es meines Wissens kein Gegenmittel, nur Ausspülen mit viel Wasser.

Es sei denn, sie haben inzwischen etwas gefunden.

deborah71 antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Scheint auch ganz nebenbei eh nicht zu wirken

johannes22 antworten


Johannes22
Beiträge : 2973

Harald Lesch
rechnet mal nach, in Italien hat sich die tägliche Sterblichkeit verstärkt und zwar um 20%.
In Bergamo hat sie sich verdoppelt.
Die Behauptung von einigen das ohne Testung diese statistische steigerung nicht aufgefallen wäre ist also falsch
https://www.youtube.com/watch?v=Fx11Y4xjDwA

johannes22 antworten
24 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Unser "Volkswissenschaftler" soll sich beim Thema mal raushalten. Der hat schon so viel Stuss erzählt...

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Nun ja, eine Steigerung der todesrate von 20% und in einigen Gebieten um 50% das hat mit lesch nix zu tun die quelle ist verlinkt

johannes22 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johannes22

Nun ja, eine Steigerung der todesrate von 20% und in einigen Gebieten um 50% das hat mit lesch nix zu tun die quelle ist verlinkt

Harald Lesch spricht von zusätzlich 400 Corona Toten pro Tag.

Am 21. März in der ARD Tagesschau sagt Angelo Borrelli, Leiter der Zivilschutzbehörde Italien:

"Ich möchte aber nochmal darauf hinweisen, dass wir alle Verstorbenen zählen, dass wir nicht unterscheiden zwischen Corona-Infizierten die gestorben sind und denen die wegen des Coronavirus gestorben sind".

Die "Welt" interpretiert das in einer Meldung so:

"Zivilschutzchef Angelo Borrelli betonte in Rom, dass bei den Verstorbenen die Todesursache nicht abschließend geklärt sei: Also ob die Menschen nur an Covid-19 starben oder ob der Grund eine andere Krankheit war.

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Nein Harald Lesch hat einfach nur festgehalten, dass in Italien jeden tag 20% mehr Menschen sterben als vor corona. Nich woran diese 20% gestorben sind. ein Tipp: hat was mit Corona zu tun.

johannes22 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Jetzt habe ich es auch verstanden.

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johannes22

dass in Italien jeden tag 20% mehr Menschen sterben als vor corona.

Und wer bestreitet das? Bei jeder großen Grippe-Epidemie sterben jeden Tag mehr Menschen als davor. Lesch macht sich nur wichtig und diskreditiert alle, die die Situation anders beurteilen.

Dabei nutzt er die Corona-Krise gleich noch für ganz billige Polemik:

So sagte er am 18.03. in "ZDF-Spezial":

„Solche Epidemien werden, möglicherweise durch den Klimawandel angetrieben, häufiger über uns kommen...“

Anonymous antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

Gehört habe ich aber bisher nie, dass............

Veröffentlicht von: @ostwind

Und wer bestreitet das? Bei jeder großen Grippe-Epidemie sterben jeden Tag mehr Menschen als davor. Lesch macht sich nur wichtig und diskreditiert alle, die die Situation anders beurteilen.

............Leichen in einer großen Eishalle deponiert werden, wie in Madrid im Moment.
Weil die Bestatter niht nachkommen!

irrwisch antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @irrwisch

............Leichen in einer großen Eishalle deponiert werden, wie in Madrid im Moment.
Weil die Bestatter niht nachkommen!

Was hast du denn über Madrid, über das Gesundheitssystem in Madrid und über den Umgang mit Leichen in Madrid vor der Corona-Krise bisher alles so gehört?

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Man lagert die Massen von Grippe Toten immer schon in einer Eissporthalle, das haben SIE aber bisher noch nie berichtet.

johannes22 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johannes22

Man lagert die Massen von Grippe Toten immer schon in einer Eissporthalle, das haben SIE aber bisher noch nie berichtet.

Nach einem Bericht der "Welt" liegt es aber daran, dass die städtische Leichenhalle wegen fehlender Schutzmaßnahmen keine Corona-Toten mehr aufnimmt. Vieles was wir jetzt an Auswirkungen lesen, ist auch Folge der Maßnahmen das öffentliche Leben herunterzufahren.

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Das leugnet ja auch keiner, die Italiener sind auch deshalb so arm dran weil das medizinische system grottig ist. aber das zelt in new york?

johannes22 antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Aber ich bitte dich, das ist in Spaniem Standard im Winter bei Grippe, es wurde bisher nur nicht berichtet!

johannes22 antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

"Und wer bestreitet das? Bei jeder großen Grippe-Epidemie sterben jeden Tag mehr Menschen als davor. "

Dieser komische Lungenfacharzt bestreitet das. Er meint das uns das gar nicht aufgefallen wäre wenn wir nicht Corona testen würden.

Doch wäre es. Wir hätten Influenca getestet, nicht gefunden und was anderes gesucht.

johannes22 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johannes22

Doch wäre es. Wir hätten Influenca getestet, nicht gefunden und was anderes gesucht.

Gunnar Kaiser beschäftigt sich in diesem Video mit den Aussagen von Lesch und der Kritik an den derzeitigen Maßnahmen.

Sehr sehenswert!

https://www.youtube.com/watch?v=RqaRXSiBnRM

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Wir halten also fest, der Lungenfacharzt hat unrecht eine Steigerung der Sterblichkeit (von inzwischen sogar erheblich mehr als 20%) wäre uns aufgefallen.

johannes22 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johannes22

Wir halten also fest,

Halte fest, was immer Du willst.

Ich halte fest, dass Lesch sich in seiner Argumentation da ein bissel verhaspelt hat....

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Halte fest, was immer Du willst.

Der Lungenfacharzt hat Blödsinn gelabert, eine Steigerung von 20% täglich wäre uns aufgefallen.

Er müsste das auch zugeben. bin mir sicher das er das nicht macht.

johannes22 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johannes22

Der Lungenfacharzt hat Blödsinn gelabert, eine Steigerung von 20% täglich wäre uns aufgefallen.

Hast Du wenigstens mal versucht die Argumente von Kaiser zu verstehen?

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Der Lungenfacharzt hat blödsinn gelaber die täglichen Todeszahlen sind inzwischen dramatisch gestiegen und das wäre uns auch ohne Corona testung aufgefallen.

johannes22 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @johannes22

Der Lungenfacharzt hat blödsinn gelaber die täglichen Todeszahlen sind inzwischen dramatisch gestiegen und das wäre uns auch ohne Corona testung aufgefallen.

Die Schallplatte hat einen Sprung.

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Der Lungenfacharzt hat blödsinn gelaber die täglichen Todeszahlen sind inzwischen dramatisch gestiegen und das wäre uns auch ohne Corona testung aufgefallen.

johannes22 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218
Veröffentlicht von: @ostwind

Ich halte fest, dass Lesch sich in seiner Argumentation da ein bissel verhaspelt hat....

Vielleicht ein bisschen.

Aber dass die Lage in Wuhan (inzwischen Vergangenheit), Italien, Spanien, New York und so weiter (die Vorhersage fällt leicht, dass da noch eine Reihe weiterer Beispiele dazukommen werden) dramatisch ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr, das sollte doch inzwischen klar sein.

Wenn das stolze Frankreich Deutschland um Hilfe bittet, weil sein Gesundheitssystem am Limit ist, dann ist das nicht normal. Bei welcher Grippewelle ist das bitteschön bisher passiert?

Helmut

hkmwk antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769
Veröffentlicht von: @johannes22

Die Behauptung von einigen das ohne Testung diese statistische steigerung nicht aufgefallen wäre ist also falsch

Jein, wenn sie sich bis Dezember wieder den Zahlen der Vorjahre angleicht, dann eben nicht.

stundenglas antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Du meinst wenn über einen Zeitraum von mehreren Monaten jeden Tag 20% mehr menschen sterben ist das an einer kurve nicht auffällig? und das diese Menschen später nicht noch mal sterben können und es deswegen Monate geben wird in denen 20% weniger sterben sagt was?
das würde sogar passieren wenn ALLE italiener am corona sterben würden, es gäbe dann nämlich ganz am Ende nur noch null tote. und zwar für immer.

johannes22 antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Petition für repräsentative Corona Tests
Hier eine Beschreibung, um was es geht

https://www.focus.de/gesundheit/news/es-grassiert-ungewissheit-repraesentative-tests-sollen-wahres-ausmass-in-deutschland-zeigen_id_11813688.html

hier ein link zur Teilnahme an der Petition
https://www.change.org/p/ministerpr%C3%A4sident-dr-markus-s%C3%B6der-f%C3%BChren-sie-systematische-repr%C3%A4sentative-covid-19-tests-durch-um-die-pandemie-zu-stoppen?recruiter=1059455175&recruited_by_id=8978e940-6c44-11ea-9c88-37f2a75f65db&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=petition_dashboard

Bitte erbarmt sich jemand noch mal und bringt mir bei, wie man die links vernüftig setzt. Am besten per pm, dann archiviere ich es mir, dass ich es nicht noch einmal vergesse.

Anonymous antworten
16 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Hab Dir eine PM dazu geschrieben. Aber scheinbar klappt das Verlinken in PMs nicht korrekt.

Klick mich!

So verlinkt man richtig per url-Tag.

[ url=Internetadresse]Klick mich![ /url]
Nur ohne die Leerzeichen innerhalb der eckigen Klammern.

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

Links setzen
Mit "url"-Tags umgeben:
[url=beispiel.com]Beispiel eines Links[/url]

oder einfach die Adresse markieren und auf den "Link"-Knopf klicken, der die Tags einfügt. Das ergibt dann
[url]beispiel.com[/url]
also eine reine Adresse ohne normalen Lintext, und das sieht dann so aus:
beispiel.com

Helmut 😎

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Danke!

Anonymous antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769

Corona Tests - gibt es denn Kapazitäten?
Es scheitert doch wohl an den Kapazitäten. Und mir persönlich ist es auch vergleichsweise egal, ob ich nun Grippe habe oder Corona, so lange ich das daheim im Griff habe. Und sonst auch.

stundenglas antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @stundenglas

Es scheitert doch wohl an den Kapazitäten. Und mir persönlich ist es auch vergleichsweise egal, ob ich nun Grippe habe oder Corona, so lange ich das daheim im Griff habe. Und sonst auch.

Nein, scheitert es nicht. Wenn ich eine Testkapazität von 160.000 pro Woche habe, dann werde ich mal 1000 oder 2000 erübrigen können.

Aber irgendwo habe ich gelesen, dass das RKI das auch machen will, aber warten will bis die Tests auf Antikörper zur Verfügung stehen. Hoffentlich dauert das nicht noch Wochen.

Anonymous antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769
Veröffentlicht von: @jadwin

Nein, scheitert es nicht. Wenn ich eine Testkapazität von 160.000 pro Woche habe,

Ich hatte da andere Zahlen in Erinnerung.

Veröffentlicht von: @jadwin

dann werde ich mal 1000 oder 2000 erübrigen können.

Ich steh auf dem Schlauch, wofür?

stundenglas antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @stundenglas

Ich hatte da andere Zahlen in Erinnerung.

In Deutschland konnten anfangs 84 000 Tests pro Woche durchgeführt werden, darauf 160 000 und zuletzt mehr als 240 000 Tests pro Woche durchgeführt werden. Zu Beginn der Epidemie wurden die Kapazitäten nicht einmal zur Hälfte ausgeschöpft. Derzeit spricht das RKI von einer vollen Auslastung.
Quelle: Klick Musst ein bisschen runter scrollen. Danke, dass du gefragt hast nun bin ich auch schlauer.

Das habe ich oben geschrieben: Damit man verlässliche Zahlen hat, wie viele Menschen in Deutschland infiziert sind. Das ist so ähnlich wie bei der Sonntagsumfrage. Du nimmst 1000-2000 Leute und fragst sie wen sie wählen würden.

Hier würdest du einfach Menschen raus greifen und einen Test machen, ganz egal, ob sie Symptome haben oder nicht.

Dann könnte man hoch rechnen wie viele das Virus in sich tragen und könnte abschätzen, wie schnell es um sich greift und welche Maßnahmen angebracht sind.

Alles andere ist ein Blindflug, weil du nur Leute mit Symptome, die einen Bezug zu einem Risikogebiet haben, testest. Wenn nun mehr Leute einen positiven Test haben weiß man nicht, ob die Seuche um sich gegriffen hat oder man einfach mehr Infizierte erwischt hat.

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218
Veröffentlicht von: @jadwin

Das habe ich oben geschrieben: Damit man verlässliche Zahlen hat, wie viele Menschen in Deutschland infiziert sind. Das ist so ähnlich wie bei der Sonntagsumfrage. Du nimmst 1000-2000 Leute und fragst sie wen sie wählen würden.

Hier würdest du einfach Menschen raus greifen und einen Test machen, ganz egal, ob sie Symptome haben oder nicht.

Du kannst nicht einfach irgendwelche Leute nehmen, die müssen schon repräsentativ sein.

Wobei jetzt schwer zu ermitteln ist, welche Faktoren alle zu berücksichtigen sind.

Ohne Repräsentatives Sample droht ein systematischer Fehler. Also eine nicht zufällige Abweichung vom wahren Wert.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @hkmwk

Du kannst nicht einfach irgendwelche Leute nehmen, die müssen schon repräsentativ sein.

Doch sehr wohl. Das einzige was das repräsentativ bringt, ist dass der Stichprobenumfang kleiner sein kann, bzw. bei gleichem Stichprobenumfang die Varianz kleiner wird. Mach ein paartausend zufällige Tests und du bekommst ein gutes Ergebnis, es sei denn alle Tests weisen einen Fehler auf z.B. du testest nur Leute die zum Arzt gehen. Aber selbst das, auf genau solchen Daten beruht die "Hochrechnung" wie viele Grippefälle es in Deutschland gibt. Da gibt es Testpraxen, da werden alle die hingehen auf Influenza getestet. Ich dachte eigentlich, diese Testpraxen würden auch auf Corona Viren testen. Dann hätten wir doch eigentlich schon einen Anhaltspunkt.

Alternativ könnte man wie bei der Telefonumfrage vor gehen, anrufen per Wählcomputer, bitten, dass sich die Leute unverzüglich testen lassen.

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218
Veröffentlicht von: @jadwin

Doch sehr wohl. Das einzige was das repräsentativ bringt, ist dass der Stichprobenumfang kleiner sein kann, bzw. bei gleichem Stichprobenumfang die Varianz kleiner wird.

ich hab Kurse in Statistik für Linguisten und Statistik für Informatiker gemacht, ich sag dir dass systematische Fehler nichtz kleiner werden wenn die Stichprobe größer wird. Zufällige Fehler werden (relativ) kleiner.

Veröffentlicht von: @jadwin

Mach ein paartausend zufällige Tests

Was heißt zufällig?

Wenn du zufällige Telefonnummern nimmst, fallen alle raus, die kein Festnetz haben (weil obdachlos, oder weil ihnen ein Smartphone reicht und Festnetz uncooll ist oder was auch immer), und Leute mit mehr als einer Nummer sind überrepräsentiert.

Wenn du nach Adressen gehst, sind größere Haushalte (mehr Personen pro Adresse) unterrepräsentiert ...

Wohnort wird auf jeden Fall ein wichtiger Faktor sein, wobei es da vermutlich nicht einfach auf so was wie "Bayern oder NRW" ankommt, sondern die Unterschiede deutlich kleinteiliger sind - je erreichbarer Leute sind, desto wahrscheinlicher könnte sein, dass sie wegen ihrer Erreichbarkeit auch besser vom Virus erreicht wurden ...

Du hast also weder die Möglichkeit, wirklich zufällig (ohne Verzerrungen) auszuwählen, noch weißt du, wie du eine wirklich repräsentative Auswahl bekommst.

Klar, mir einer fünfstelligen Zahl an Tests sollte es möglich sein, eine Auswahl zu treffen, die größere Abweichungen ausschließt.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @hkmwk

ich hab Kurse in Statistik für Linguisten und Statistik für Informatiker gemacht, ich sag dir dass systematische Fehler nichtz kleiner werden wenn die Stichprobe größer wird. Zufällige Fehler werden (relativ) kleiner.

Das ist richtig.
Alle Probleme, die du ansprichst, betreffen auch die Sonntagsumfrage. Also sehe ich nicht warum dies grundsätzlich hin bekommen soll.

Die streben eine Testkapazität von 500k pro Tag an. 500k pro Woche haben sie schon. Da sollte doch was gehen. Norwegen hat nun beschlossen solche Tests an der Gesamtbevölkerung durchzuführen.

Wenn man die Gesamtbevölkerung als Grundgesamtheit nimmt, sollte es eigentlich keine systematischen Fehler geben. Ist eben nur die Frage was macht man, wenn man die Leute nicht dazu bekommt, den Test machen zu lassen.

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218
Veröffentlicht von: @jadwin

Alle Probleme, die du ansprichst, betreffen auch die Sonntagsumfrage.

Stümmt. Weshalb kein Wahlforscher die rohen Umfragewerte als Antwort veröffentlichen wird, sondern vorher noch die Antworten gemäß irgendwelchen Erfahrungswerten gewichten wird. Solange die hinter diesen Werten liegenden Faktoren konstant bleiben, klappt das. Aber wenn sich das ändert (z.B. weil eine neue Partei viel Zulauf hat), wirds ungenau.

Da spielen natürlich auch Faktoren herein wie dass manche Leute mehr Hemmungen haben, sich an einer Umfrage zu beteiligen als andere, also das ist ein komplizierter Fall für Spezialisten - und diese Nachkorrekturen haben wenig mit Statistik zu tun.

Veröffentlicht von: @jadwin

Die streben eine Testkapazität von 500k pro Tag an. 500k pro Woche haben sie schon. Da sollte doch was gehen.

Ach so. Ja, dann sollte ne fünfstellige Zahl drin sein ...

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @hkmwk
Veröffentlicht von: @hkmwk

Die streben eine Testkapazität von 500k pro Tag an. 500k pro Woche haben sie schon. Da sollte doch was gehen.

Ach so. Ja, dann sollte ne fünfstellige Zahl drin sein ...

RKI sagt, letzte Woche hätten wir 350k Tests gehabt und viel mehr wäre nicht drin.

Aber dennoch sollte eine ordentliche Stichprobe der Gesamtbevölkerung drin sein.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Norwegen machts vor
Norwegenmachtsvor
Man muss ein bisschen durchscrollen um es zu finden:

In Norwegen sollen Bürgerinnen und Bürger per Zufallsauswahl auf das neue Coronavirus getestet werden. Das werde Antworten auf die Fragen liefern, wie viele Menschen, die sich angesteckt zu haben scheinen, tatsächlich infiziert sind und wie weit sich das Virus ausgebreitet hat, berichteten die norwegischen Gesundheitsbehörden. Vorbild dieser Tests sei ein Experiment in Island, meldete der norwegische Rundfunksender NRK. In Island seien 12.000 zufällige Tests in der Bevölkerung von 340.000 gemacht worden – dies sei die größte Zahl an Tests pro Kopf weltweit. Norwegen hat 5,4 Millionen Einwohner. Bislang sind dort über 4000 Coronavirus-Fälle gemeldet worden, 25 Menschen sind gestorben.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Studie in Heinsberg soll Klarheit bringen
Heute war es im Heute Journal zu sehen und hier stet es auch:

https://www.focus.de/gesundheit/ergebnisse-schon-kommende-woche-heinsberg_id_11833285.html

Es soll eine repräsentative Studie in Heinsberg geben. Ende kommende Woche soll man Ergebnisse zur Durchseuchung haben und die Dunkelziffer bestimmen können.

Da hat man meiner Meinung nach unnötig Zeit verloren, da sich das RKI nicht selbst drum gekümmert hat.

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218
Veröffentlicht von: @jadwin

Es soll eine repräsentative Studie in Heinsberg geben.

Hier wurde die Repräsentativität dadurch erreicht, dass des Einwohnermeldeamt Daten herausgegeben hat. Eine Möglichkeit, die Wahlforscher nicht haben (da könnte ja jeder kommen und Daten sammeln ...).

Veröffentlicht von: @jadwin

Da hat man meiner Meinung nach unnötig Zeit verloren, da sich das RKI nicht selbst drum gekümmert hat.

Offenbar hatte das RKI andere Prioritäten. Die haben zur Zeit ja viel zu tun. Aber natürlich kann man fragen, ob da nicht jemand die Übersicht verloren hat ...

Helmut

hkmwk antworten


stundenglas
Beiträge : 4769

Hefe
Warum ist sie eigentlich nicht mehr zu kaufen?

stundenglas antworten
10 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Weil die Leute offenbar auf einmal Brot selbst backen.

Oder schwarzbrennen. 🤔

alescha antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769

Auch samstags um acht? Als ich Bärchenklopapier kaufen musste.

stundenglas antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @stundenglas

Auch samstags um acht?

Ja wann denn sonst?

Veröffentlicht von: @stundenglas

Als ich Bärchenklopapier kaufen musste.

Hast Du etwa welches bekommen? 😨

alescha antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769

Nur das. Allerdings keine Hefe.

stundenglas antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @stundenglas

Warum ist sie eigentlich nicht mehr zu kaufen?

Weil ich alle gekauft habe. Habe doch tatsächlich drei Frischhefe erbeutet, waren sogar zwei oder drei ganze Paletten da. Hätte zwar lieber Trockenhefe gekauft, eignet sich besser zum Brotbacken, aber da habe ich in den letzten zwei Wochen keine mehr gesehen. Gibt es morgen eben Pizza.

Anonymous antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769

Ich bekomme seit 10 Tagen keine Hefe mehr. Habe noch 15-20g im Eisfach, das reicht noch für mindestens 4kg Brot.

Veröffentlicht von: @jadwin

Hätte zwar lieber Trockenhefe gekauft, eignet sich besser zum Brotbacken,

Das sollten wir in einem andere Thread besprechen. 😉

stundenglas antworten
Simmy
 Simmy
(@simmy)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 2518

Ich hab noch! Brauchst du welches? 😉
Tausche gegen Mehl oder Klopapier 😛

simmy antworten
nili
 nili
(@nili)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 42

Entschuldige die Fäkalsprache:
Klopapier, Mehrl und Hefe sind aus, weil die Menschen mehr backen und zu Hause kacken

nili antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @nili

Entschuldige die Fäkalsprache:
Klopapier, Mehrl und Hefe sind aus, weil die Menschen mehr backen und zu Hause kacken

Das wäre doch nur ein Verteilungsproblem. Die Leute werden nicht mehr essen, also wird in Großbäckereien weniger Hefe und Mehl benötigt. Und die Menge an täglichem Schieß geht deswegen auch nicht hoch, sondern es wird bei den Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen weniger gebraucht.

Sollte es längerfristig knapp sein, dann nur weil Leute das Zeugs horten.

Anonymous antworten
Zaphod
 Zaphod
(@zaphod)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 459
Veröffentlicht von: @jadwin

Sollte es längerfristig knapp sein, dann nur weil Leute das Zeugs horten.

Vor allem ist es nur in den Läden knapp...das Problem ist zur Zeit wohl, bedingt durch den Ein/Ausreisestopp in vielen Ländern, das die Hersteller ihre Waren nicht transportiert bekommen. Etliche Fahrer in Deutschland kommen zum Beispiel aus Polen und da sind viele schnell nach Hause zurück, solange das noch möglich ist.

Erfahren wir in unserer Firma am eigenen Leib, bei unseren Lieferanten fehlt mittlerweile fast die Häfte des Personals 😕

zaphod antworten
stundenglas
Beiträge : 4769

Cornona-Ferien?1?!?
Was sagen eure Kinder so dazu? Und macht es euch noch "Spaß"?

stundenglas antworten
11 Antworten
Simmy
 Simmy
(@simmy)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 2518

Nope.
Immerhin schien heute die Sonne und wir haben einen Garten. Wann verbringt man denn mal wieder so viel Zeit zusammen - wie wunderbar 😀 😉
Ich staune wie schnell der Tag trotzdem rum geht. Immerhin haben wir noch keinen schulischen Druck - und ich bin trotzdem froh, wenn wieder alles seinen gewohnten Gang geht.
Meine Kinder stört es kaum - vor allem die jüngere nicht.

simmy antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769

Ok, Kleinkinder halt.

stundenglas antworten
Simmy
 Simmy
(@simmy)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 2518

Wie geht es denn deinen Kindern? Für ältere ist es wohl vor allem unheimlich langweilig.

simmy antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @stundenglas

Was sagen eure Kinder so dazu? Und macht es euch noch "Spaß"?

Unsere Kinder sehnen sich nach Schule - das ist vllt ein Vorteil, dass sie es schätzen lernen zur Schule gehen zu dürfen.
Die Lehrerin versorgt uns abendlich mit einem Lernplan und Aufgaben für den Folgetag - das ist ein straffes Programm, zumal ich die Aufgaben kontrolliere und Korrekturen einfordere. - Allerdings sind unsere beiden auch in der 4.Klasse und der Übertritt steht an.

Die Kinder leiden zunehmend auch darunter, dass sie keinen Kontakt zu ihren Klassenkameraden und Kindern im Verein haben, sondern nur auf sich und uns Eltern angewiesen sind.

Allerdings wissen sie sich zu bewegen- sie haben das Springseil als Sportgerät für sichfür drinnen entdeckt.

Früher hätte ich mir mal Homeschooling vorstellen können, aber seit dieser Erfahrung bin ich davon geheilt, wobei ... Homeschooling in Eigenregie, d.h. die Kinder können auch lernen wofür sie sich momentan interessieren, multiplizieren lernen beim Backen, ... ist nochmals etwas anderes als einen Lernplan abzuarbeiten.
Was mir echt fehlt ist die kinderfreie Zeit zuhause, Zeit für mich und um Dinge vorzubereiten.

pinia antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769
Veröffentlicht von: @pinia

Allerdings sind unsere beiden auch in der 4.Klasse und der Übertritt steht an.

Man könnte sich ja ausnahmnsweise auch bayernweit mal entspannen. 🙄

Veröffentlicht von: @pinia

Die Kinder leiden zunehmend auch darunter, dass sie keinen Kontakt zu ihren Klassenkameraden und Kindern im Verein haben

Gar nicht? Auch nicht virtuell?

Veröffentlicht von: @pinia

Früher hätte ich mir mal Homeschooling vorstellen können, aber seit dieser Erfahrung bin ich davon geheilt, wobei ... Homeschooling in Eigenregie, d.h. die Kinder können auch lernen wofür sie sich momentan interessieren, multiplizieren lernen beim Backen, ... ist nochmals etwas anderes als einen Lernplan abzuarbeiten.

Ja, auf jeden Fall. Ich finde die deutsche Reglung zum Homeschooling falsch. Das heißt aber noch lange nicht, dass Homeschooling der richtige Weg für meine Kinder wäre.

Veröffentlicht von: @pinia

Was mir echt fehlt ist die kinderfreie Zeit zuhause, Zeit für mich und um Dinge vorzubereiten.

Das kann ich gut verstehen. Kannst du die Kinder nicht mal rausschicken?

stundenglas antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @stundenglas

Gar nicht? Auch nicht virtuell?

Nein, tatsächlich nicht. - Gestern mussten sie als Teil der Aufgabe einen Brief an einen Klassenkameraden schreiben - ich hoffe sie bekommen auch einen von jemandem. An virtuellen Kontakt habe ich noch gar nicht gedacht, aber das wäre eine Möglichkeit.

Veröffentlicht von: @stundenglas

Das kann ich gut verstehen. Kannst du die Kinder nicht mal rausschicken?

Kann ich schon, aber sie kommen schnell wieder - hier ist eisig kalter Wind. Außerdem wissen sie nicht was draußen spielen - die Spielplätze sind ja zu und die beiden zusammen im Wald, das geht nicht, da sind die Interessen zu unterschiedlich.
Wir sind schon ein paar Mal gemeinsam geradelt.

pinia antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Es fällt schwer zu vermitteln, daß eben noch keine Ferien sind. Das ist halt schon eine andere Situation wie in der Schule, wo einem eigentlich nichts anderes übrig bleibt, als sich mit dem Stoff zu befassen. Hier fällt den Kindern alles mögliche ein. Meine Tochter z.B. hat Bücher für sich entdeckt. Ich finde es ja toll, daß sie so viel liest - in der Grundschule war sie noch ein extremer Lesemuffel - aber ihre Lernpfade muß sie halt trotzdem machen.
Bei meiner Tochter (5. Klasse) und meinem Jüngsten (3. Klasse) habe ich Zugriff auf das, was zu machen ist. Bei meiner Tochter werden Lernmaterialien in einem Portal hochgeladen und die Eltern laden das runter. Bei meinem Ältesten (6. Klasse) ist das anders. Die kriegen ihre Aufgaben direkt von ihren Lehrern an ihre E-Mail-Adresse, da sind die Eltern außen vor. 😐

alescha antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @stundenglas

Was sagen eure Kinder so dazu?

Von den Kindern und Jugendlichen in meinem Umfeld haben das nur wenige so genannt - inzwischen nimmt diesen Ausdruck niemand mehr in den Mund. Dafür sind die Bilder aus den Nachrichten viel zu bedrückend.

suzanne62 antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769

Den Aspekt habe ich so noch nicht betrachtet. Mir ging es eher um das Empfinden der schulhausbesuchsfreien Zeit.

stundenglas antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @stundenglas

Mir ging es eher um das Empfinden der schulhausbesuchsfreien Zeit.

Sie vermissen ihre Klassenkameraden und ihren normalen Alltag.....ihnen ist sehr bewusst, dass das jetzt keine normalen Ferien sind. Außerdem können sie ja vieles, was sie normalerweise in den Ferien machen würden, im Moment nicht machen....Schwimmbäder, Skaterhalle, Kletterhalle, ja sogar die Spiel- und Bolzplätze sind ja zu.

suzanne62 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Meine Kinder sind beide schon der Schule entwachsen. Der Jüngere macht gerade seine Berufsausbildung, die nun auch erst einmal pausieren muß. Die Abschlußprüfung steht nun an. Die Ausbilderin schickt ihm regelmäßig die Prüfungsaufgaben der letzten Jahre, die er selbständig löst. Ansonsten geht er mit seiner Foto-Kamera durch Wald und Flur. Heute brachte er Fotos und ein Kurzvideo von einem Fuchs mit, den er bei der Jagd auf Mäuse beobachten konnte. Den Rest des Tages telefonierte er mit seinen Freunden. Denen ist auch schon ziemlich langweilig.

ungehorsam antworten


Anonymous
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Ungleichbehandlung geplant: Junge duerfen raus Alte muessen daheim bleiben
Hier ein interessanter Artikel, in welchem behauptet wird, die Regierung plane, die Jungen bald wieder raus zu lassen, Alte und Schwache hingegen weiter Beschränkungen aufzuerlegen.

Ungleichbehandlung

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107 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Lustig, das klingt in etwa nach dem, was ich (mit etwas Schützenhilfe von JackShaftoe) hier schon seit Tagen sage: Die Massnahmen sind unverhältntinsmässig und überbordend, man soll nicht 100% in die Quarantäne schicken, um die Risikogruppen zu schützen. Dafür habe ich mehrheitlich aufs Dach gekriegt. Ich nehme mal an, dass an die 90% der Diskussion vehement gegen eine solche Lösung wäre und lieber auf Nummer Sicher geht: Wirtschaft zerstören um Risiken zu vermindern.

Nachtrag vom 26.03.2020 0741
Sorry, irgendwie hängt meine Solar-Tastatur gelegentlich. Nochmals:

Ich nehme mal an, dass an die 90% der Diskussionsteilnehmer vehement gegen eine solche Lösung wäre und lieber auf Nummer Sicher geht: Wirtschaft zerstören um Risiken zu vermindern.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Veröffentlicht von: @moorwackler

Lustig, das klingt in etwa nach dem, was ich (mit etwas Schützenhilfe von JackShaftoe) hier schon seit Tagen sage: Die Massnahmen sind unverhältntinsmässig und überbordend, man soll nicht 100% in die Quarantäne schicken, um die Risikogruppen zu schützen. Dafür habe ich mehrheitlich aufs Dach gekriegt. Ich nehme mal an, dass an die 90% der Diskussion vehement gegen eine solche Lösung wäre und lieber auf Nummer Sicher geht: Wirtschaft zerstören um Risiken zu vermindern.

Ja und ja.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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Unterschied zwischen jetzt und in Zukunft...

Veröffentlicht von: @moorwackler

Lustig, das klingt in etwa nach dem, was ich (mit etwas Schützenhilfe von JackShaftoe) hier schon seit Tagen sage: Die Massnahmen sind unverhältntinsmässig und überbordend, man soll nicht 100% in die Quarantäne schicken, um die Risikogruppen zu schützen. Dafür habe ich mehrheitlich aufs Dach gekriegt.

Du hast "aufs Dach gekriegt" für die Behauptung, die Maßnahmen seien hier und jetzt bereits übertrieben gewesen. Dabei gab es zunächt keine andere Möglichkeit - wie genau hättest du denn in der kurzen Zeit bestimmen wollen, wer genau zur Risikogruppe gehört und wie diese Leute vom Rest des Volkes zu isolieren sind?

Deshalb ging es zunächst mal darum, die Verbreitung des Virus zu stoppen, um weitere Tote und die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Und damit haben wir jetzt die Zeit gewonnen, genau zu planen wie es jetzt weitergehen kann.

Das kann jetzt zum Beispiel bedeuten, dass man Risikogruppen entsprechende Schutzkleidung zur Verfügung stellt, während man die Jungen den Virus ungehemmt weiter verbreiten lässt.

Nur ist zur Zeit solche Schutzkleidung nicht verfügbar. Und man muss ganz nebenbei den Leuten auch klar machen, dass sie sich gefälligst isolieren und die Schutzkleidung tragen sollen... ich will mir gar nicht vorstellen wie da manche sture Alten reagieren, die das nicht einsehen wollen... und manche Familien deshalb dann das ein oder andere Familienmitglied verlieren werden.

Es ist also noch einiges an Vorbereitung, Planung und Aufklärung zu leisten: Wer gehört zu welcher Risikogruppe, wie müssen sich diese Leute schützen, inwieweit kann der Staat da eingreifen, um die Leute zu schützen?

Wenn du meinst, diese Frage hätte man genau so gut auch letzte Woche mal eben über Nacht klären können, um dann die nichtvorhandene Schutzkleidung an Leute zu verteilen, die genau so wenig über Corona wissen wie viele Fachleute... dann ist genau das der Grund, weshalb du hier "mehrheitlich aufs Dach bekommen" hast.

Dass in Zukunft andere Regelungen gefunden werden müssen würde ich nie bestreiten - denn auf lange Sicht schadet der jetzige Zustand weit mehr als er nutzt.

Aber für den Moment war es die einzig richtige Wahl.

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Du hast "aufs Dach gekriegt" für die Behauptung, die Maßnahmen seien hier und jetzt bereits übertrieben gewesen. Dabei gab es zunächt keine andere Möglichkeit - wie genau hättest du denn in der kurzen Zeit bestimmen wollen, wer genau zur Risikogruppe gehört und wie diese Leute vom Rest des Volkes zu isolieren sind?

Es gab genug Experten, die man sich wenigstens hätte anhören können, als sie einfach von Vornherein und mit fadenscheinigen Argumenten für unwissenschaftlich zu erklären.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 29398
Veröffentlicht von: @moorwackler

Es gab genug Experten, die man sich wenigstens hätte anhören können, als sie einfach von Vornherein und mit fadenscheinigen Argumenten für unwissenschaftlich zu erklären.

Ich habe immer die Möglichkeit eingeräumt, dass die Sache auch harmloser sein könnte. Aber selbst bei den optimistischen Rechnungen wäre unser Gesundheitssystem immer noch überlastet worden - wie es in Spanien und Italien ja gerade der Fall ist.

Und genau deshalb war die radikale Lösung jetzt auch richtig. Denn die Zeit, mehr Daten auszuwerten und bessere Lösungen zu organisieren war schlichtweg nicht vorhanden, jeder einzelne Tag zählte.

Jetzt haben wir Zeit gewonnen, um einerseits die Datengrundlage zu verbessern und andererseits zu überlegen wie es jetzt sinnvoll weiter gehen kann - und das bedeutet: Wie schützen wir die Risikogruppen?

Dafür brauchen wir aber zunächst mal eine klare Checkliste, wer genau überhaupt zur Risikogruppe gehört und wann genau welche Maßnahmen erforderlich sind, bevor man eine weitere Verbreitung des Virus zulässt.

Einfach alles auf eine Karte zu setzen, tausende von Leben zu riskieren und hoffen dass es schon gut gehen wird halte ich jedenfalls für keine Option - wohin das führt haben wir jetzt in anderen Ländern gesehen.

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich habe immer die Möglichkeit eingeräumt, dass die Sache auch harmloser sein könnte. Aber selbst bei den optimistischen Rechnungen wäre unser Gesundheitssystem immer noch überlastet worden - wie es in Spanien und Italien ja gerade der Fall ist.

Daran hältst du hartnäckig fest, obwohl ich schon lange darauf hingewiesen habe, dass Deutschland schon am Anfang der Krise 4,5x so viele Intensivplätze pro Million Einwohner hatte (350) als Italien (80)?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Jetzt haben wir Zeit gewonnen, um einerseits die Datengrundlage zu verbessern und andererseits zu überlegen wie es jetzt sinnvoll weiter gehen kann - und das bedeutet: Wie schützen wir die Risikogruppen?

Aber was dafür alles zerstört wurde, das spielst du noch immer herunter.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 29398
Veröffentlicht von: @moorwackler

Daran hältst du hartnäckig fest, obwohl ich schon lange darauf hingewiesen habe, dass Deutschland schon am Anfang der Krise 4,5x so viele Intensivplätze pro Million Einwohner hatte (350) als Italien (80)?

Und ich habe dir bereits vorgerechnet, dass auch das nicht reichen würde.

Auch in Spanien und Italien greifen inzwischen die Maßnahmen gegen die Verbreitung. Und die steht hier wie dort erst am Anfang - da hätte auch die zehnfache Menge an Betten in den Intensivstationen nichts mehr genutzt.

Veröffentlicht von: @moorwackler

Aber was dafür alles zerstört wurde, das spielst du noch immer herunter.

Du schliesst dich also der Ansicht dieses merkwürdigen texanischen Gouverneurs an, dass man für die Wirtschaft auch mal ein paar Menschenleben opfern sollte?

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Du schliesst dich also der Ansicht dieses merkwürdigen texanischen Gouverneurs an, dass man für die Wirtschaft auch mal ein paar Menschenleben opfern sollte?

Wenn du anderer Meinung bist, müsstest du z.B. befürworten, dass man bei jedem Ausbruck einer Grippewelle einen Lockdown macht, denn auch dann liessen sich einige Menschenleben retten. Und du müsstest dafür sein, dass man in Deutschland auf den Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit einführt, auch damit liessen sich ein paar Menschenleben retten. Wenn man den Gedanken konsequent weiterdenkt, muss man ehrlicherweise sagen, dass wir permanent dabei sind, die Verhältnismässigkeit abzuwägen zwischen wirtschaftlichen Interessen (die auch mit Menschenleben verbunden sind!!!), der Einschränkung oder Aufrechterhaltung menschlicher Freiheit und dem Retten von mehr oder weniger Menschenleben. Nur ist das natürlich ein Tabu und man redet nicht darüber.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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Veröffentlicht von: @moorwackler

Wenn du anderer Meinung bist, müsstest du z.B. befürworten, dass man bei jedem Ausbruck einer Grippewelle einen Lockdown macht, denn auch dann liessen sich einige Menschenleben retten. Und du müsstest dafür sein, dass man in Deutschland auf den Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit einführt, auch damit liessen sich ein paar Menschenleben retten.

Damit sprichst du in der Tat einen interessanten Punkt an. Die Frage lautet einerseits, was uns ein Menschenleben wert ist... und andererseits, ob wir an dieser Stelle tatsächlich so rational handeln, wie wir das selber vorgeben.

Denn wir wissen, dass nach wie vor jedes Jahr Menschen, darunter auch Kinder, im Straßenverkehr sterben. Aber wir nehmen das als gegeben hin. Offensichtlich ist es uns das wert. Und es wird nach einem schwerem tödlichen Unfall immer die Frage nach der Schuld gestellt werden... aber seltsamerweise wird nie die Frage gestellt, ob die Fahrt überhaupt generell nötig war. Denn wenn ein Unfall dadurch verhindert worden wäre, dass man mit niedrigerer Geschwindigkeit fährt, dann wäre er erst recht verhindert worden, wenn die Fahrt erst überhaupt nicht stattgefunden hätte. Das hinterfragt aber keiner.

Insofern handeln wir an dieser Stelle tatsächlich irrational. Wobei man allerdings auch einräumen muss, dass es kaum möglich ist, eine optimale Verhältnismäßigkeit zu errechnen... wieviel Verkehr ist notwendig, wieviel überflüssig, worauf sind wir bereit zu verzichten? Da wird mehr mit dem Gefühl als mit dem Verstand entschieden...

Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass im Zuge der Corona Krise irrational entschieden wurde. Auch wenn wir eine gewisse Anzahl Verkehrstoter hinnehmen mögen - wir schreiben auch Sicherheitsgurte und Airbags vor, wir stellen Regeln auf und Systeme, diese zu überwachen, um Unfälle zu verhindern.

Und was der ewige Vergleich mit der Grippewelle betrifft: Ja, die Grippe (Und andere ansteckende Krankheiten) fordern jedes Jahr viele Tote. Aber sie überlasten nicht das Gesundheitssystem, denn das ist darauf ausgerichtet.

Und du ignorierst immer wieder mit einer bemerkenswerten Sturheit, dass unser Gesundheitssystem selbst bei optimistischen Rechnungen NICHT auf eine Corona-Epidemie vorbereitet ist. Es ist eben nicht einfach "nur" eine weitere, etwas heftigere Grippewelle... es ist eine Pandemie, die potentiell in der Lage ist unser Gesundheitssystem für Wochen und Monate komplett ausser Gefecht zu setzen - mit allen Konsequenzen!

Wenn du sagst, dass man das um der Wirtschaft willen halt einfach mal in Kauf nehmen muss... nun gut.

Aber deine Strategie scheint es ja eher zu sein, die Tatsachen einfach zu ignorieren. Und bei "Tatsachen" spreche ich davon, dass auch bei optimistische Prognosen die Kapazitäten unseres Gesundheitssystems nicht ausreichen!

lucan-7 antworten
Anonymous
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Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Und du ignorierst immer wieder mit einer bemerkenswerten Sturheit, dass unser Gesundheitssystem selbst bei optimistischen Rechnungen NICHT auf eine Corona-Epidemie vorbereitet ist. Es ist eben nicht einfach "nur" eine weitere, etwas heftigere Grippewelle... es ist eine Pandemie, die potentiell in der Lage ist unser Gesundheitssystem für Wochen und Monate komplett ausser Gefecht zu setzen - mit allen Konsequenzen!

Wenn das wahr ist (bisher behauptest du das einfach gebetsmühlenartig, ohne auf die Gegenargumente einzugehen), ist es grobfahrlässig, wenn man jetzt in Deutschland schon damit beginnt, die über die starke Lockerung der Massnahmen zu sprechen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber deine Strategie scheint es ja eher zu sein, die Tatsachen einfach zu ignorieren. Und bei "Tatsachen" spreche ich davon, dass auch bei optimistische Prognosen die Kapazitäten unseres Gesundheitssystems nicht ausreichen!

Welche Tatsachen?

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @moorwackler

Wenn das wahr ist (bisher behauptest du das einfach gebetsmühlenartig, ohne auf die Gegenargumente einzugehen), ist es grobfahrlässig, wenn man jetzt in Deutschland schon damit beginnt, die über die starke Lockerung der Massnahmen zu sprechen.

Das ist wieder deine alles-oder-nichts Argumentation. Entweder alle Maßnahmen auf einmal - oder überhaupt keine Maßnahmen mehr.

Das hat aber nichts mit der Realität zu tun, sondern ist ein rhetorisches Stilmittel deinerseits, um unbedingt recht zu behalten. Und das ist auf Dauer einfach nur ermüdend.

Dennoch - obwohl ich dir zutraue, es eigentlich besser zu wissen, aber man weiss ja nie - noch einmal für dich: Eine "Lockerung der Maßnahmen" kann selbstverständlich nur im Zusammenspiel mit anderen notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Risikogruppen erfolgen.

lucan-7 antworten
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Das ist wieder deine alles-oder-nichts Argumentation. Entweder alle Maßnahmen auf einmal - oder überhaupt keine Maßnahmen mehr.

Und das ist wieder einmal ein Beispiel für deinen fehlenden Willen oder deine fehlende Fähigkeit, richtig zu lesen oder zu zitieren. Wie du von

Veröffentlicht von: @lucan-7

starke Lockerung der Massnahmen

auf "entweder alle Massnahmen auf einmal - oder überhaupt keine Massnahmen mehr" kommst, bleibt wohl dein Geheimnis.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das hat aber nichts mit der Realität zu tun, sondern ist ein rhetorisches Stilmittel deinerseits, um unbedingt recht zu behalten.

Ich glaube, diese Unterstellung sagt mehr über dich als über mich aus.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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Veröffentlicht von: @moorwackler

auf "entweder alle Massnahmen auf einmal - oder überhaupt keine Massnahmen mehr" kommst, bleibt wohl dein Geheimnis.

Indem du davon schriebst, dass es "grob fahrlässig" sei, jetzt von einer Lockerung der Maßnahmen zu sprechen.

"Grob fahrlässig" kann es aber nur dann sein, wenn die Maßnahmen ohne weitere Vorkehrungen zum Schutz der Risikogruppen gelockert werden. Folglich bist du genau von diesem Szenario ausgegangen - oder deine Aussage ergibt keinen Sinn.

Such' dir aus, was zutrifft... mir ist das wurscht.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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In Entwicklungsländern könnte es durchaus sinnvoll sein, ein paar Corona Tote in Kauf zu nehmen, um viele Versorgungstote zu vermeiden.

Selbst im Westen ist die Frage, ob die Vorsichtsmaßnahmen nicht zu Toten/Kranken an anderer Stelle führen. Die Panik wirkt sich sicherlich nicht gut auf unsere Gesundheit aus. Wenn die Leute nicht mal zum Sport raus dürfen, geht die Gesundheit auch runter. Wenn die Alten isoliert sind, dann geht die Lebenslust runter, was sich negativ auf die Lebensdauer auswirkt und die Demenz wird fortschreiten.

Wenn die Isolation für psychisch angeschlagene schwer ist, gehen vielleicht sogar die Selbstmordraten hoch.

Diese Sekundäreffekte haben nur sehr wenige auf dem Schirm.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und was der ewige Vergleich mit der Grippewelle betrifft: Ja, die Grippe (Und andere ansteckende Krankheiten) fordern jedes Jahr viele Tote. Aber sie überlasten nicht das Gesundheitssystem, denn das ist darauf ausgerichtet.

Sie überlasten aber vielleicht nur deshalb unsere Gesundheitssysteme nicht, weil es keine Panik gibt. Es gibt Stimmen die sagen, dass z.B. in Italien die Intensivbettenauslastung in jedem Winter gegen 85-90% strebt wegen der Grippe. Nun kommt die Panik und das System kollabiert. Und weil das System kollabiert, gibt es so viele Tote.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Wenn du sagst, dass man das um der Wirtschaft willen halt einfach mal in Kauf nehmen muss... nun gut.

Es geht nicht nur um die Wirtschaft, es geht auch um die ganzen Sekundäreffekte, die ich oben beschrieben habe.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber deine Strategie scheint es ja eher zu sein, die Tatsachen einfach zu ignorieren. Und bei "Tatsachen" spreche ich davon, dass auch bei optimistische Prognosen die Kapazitäten unseres Gesundheitssystems nicht ausreichen!

Dabei kommt es auch auf die Panik an. Und darauf wie viele Menschen beschließen sich einliefern zu lassen. Wenn ich alter Mensch und Hochrisikopatient wäre und wüsste im Krankenhaus haben sie vielleicht 10-20% Chance mich zu retten, also das realistische Szenario ist, ich sehe meine Familie nie wieder und sterbe allein, oder ich sterbe im Kreis meiner Lieben, die mich pflegen wollen und keine Risikopatienten sind, ich würde zum Nachdenken kommen. Bei uns kommt der Palliativdienst auch ins Haus.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398
Veröffentlicht von: @jadwin

Es gibt Stimmen die sagen, dass z.B. in Italien die Intensivbettenauslastung in jedem Winter gegen 85-90% strebt wegen der Grippe. Nun kommt die Panik und das System kollabiert. Und weil das System kollabiert, gibt es so viele Tote.

Egl wieviel "Panik" die Menschen auch haben... es sind immer noch die Mediziner, die bestimmen ob ein Aufenthalt auf der Intensivstation notwendig ist oder nicht. Freiwilig will da niemand hin.

Veröffentlicht von: @jadwin

Es geht nicht nur um die Wirtschaft, es geht auch um die ganzen Sekundäreffekte, die ich oben beschrieben habe.

Ja, aber das sind ja eher langfristige Effekte wenn der shutdown jetzt über viele Monate anhält. Das wäre tatsächlich unverantwortlich, es gilt jetzt schnelle Lösungne für eine weitgehende Rückkehr zur Normalität zu finden.

lucan-7 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640
Veröffentlicht von: @moorwackler

Es gab genug Experten, die man sich wenigstens hätte anhören können, als sie einfach von Vornherein und mit fadenscheinigen Argumenten für unwissenschaftlich zu erklären.

Nun, wer als Experte aussagt, dass die hohen Zahlen in Italien, speziell in der Lombardei, mit der rößeren Luftverschmutzung zu tun hätte ( auch im Vergleich zu China), der ist zumidest hinterfragbar in seiner Argumentation.
Denn in China, gerade auch in Wuhan,einer Industriehochburg, dürfte die Luftverschmutzung deutlich höher sein.

irrwisch antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Luftverschmutzung in Norditalien?

Veröffentlicht von: @irrwisch

Nun, wer als Experte aussagt, dass die hohen Zahlen in Italien, speziell in der Lombardei, mit der rößeren Luftverschmutzung zu tun hätte ( auch im Vergleich zu China), der ist zumidest hinterfragbar in seiner Argumentation.
Denn in China, gerade auch in Wuhan,einer Industriehochburg, dürfte die Luftverschmutzung deutlich höher sein.

Das hat von den Experten, die ich zitiert habe, einer gesagt und nicht alle. Und wenn dieses Filmchen keine Fake ist (kann es noch nicht sicher einschätzen bisher), dann hat er damit möglicherweise sogar recht:
https://www.youtube.com/watch?v=Xqq8iDi8faI

Veröffentlicht von: @irrwisch

Denn in China, gerade auch in Wuhan,einer Industriehochburg, dürfte die Luftverschmutzung deutlich höher sein.

Das ist nun allerdings kein Argument, sondern eine Vermutung. Ohne verifizierte Zahlen kann ich das Luftverschmutzungsargument nicht beurteilen.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Hab gerade gesehen, dass das Filmchen vom Magazin "Stern" stammt, was die Echtheit m.E. bestärkt.

Anonymous antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Also, Spiegel und Stern bestätigen das von mir verlinkte Filmchen. Dann hatte der genannte Experte (Sucharit Bhakdi) ja anscheinend sogar recht.

Anonymous antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

Ich bin irritiert.

Denn Wihan wird doch auch zu wenigen Toten herangezogen.
Oder habe ich etwas überlesen?

irrwisch antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Die Bilder zeigen ja nicht gerade eine besonders drastische Luftverschmutzung für Wuhan im Gegensatz zu Italien.

Anonymous antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

Während der Sperren nicht.
Vorher schon.

Im übrigen ist dort noch immer das Leben ganz herunter gefahren, wenn ich einen Korrospondenten von heute recht erinnere.

Was logisch macht, warumZahlen aus China kaum noch ansteigen.

irrwisch antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Hast du geschaut, wo Wuhan auf der Karte ist?

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stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769

Wuhan

Bergamo

stundenglas antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Das zeigt aber die Verschmutzung jetzt an, oder verstehe ich das falsch?

Anonymous antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769

In der Übersichtskarte, ja. Einfach anklicken, dann bekommt man mehr Daten.

stundenglas antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

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Faktencheck: Bhakdi

Veröffentlicht von: @moorwackler

Dann hatte der genannte Experte (Sucharit Bhakdi) ja anscheinend sogar recht.

Naja, dieser "Experte" scheint ja mit falschen Zahlen zu argumentieren. Ich würde mich da nicht so drauf verlassen:

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-faktencheck-bhakdi-100.html

littlebat antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Vielleicht versteht er als Experte mehr von der Sache als die "Experten" des ZDF. Er argumentiert mit den Zahlen dieser Studie der Fachzeitschrift "Science":
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32179701
Diese Studie (erschienen am 16.3.) hat gezeigt, dass in der Risikobewertung das Risiko um ca. Faktor 10 zu hoch veranschlagt war.

Auf diese Studie hat auch der Infektiologe Pietro Vernazza hingewiesen:
https://infekt.ch/2020/03/neues-verstaendnis-der-covid-19-epidemie/

Diese neue und nicht überraschende Erkenntnis muss rasch zu einer evidenzbasierten Korrektur unserer Massnahmen führen.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Ein gestern im "New England Journal of Medicine" erschienener Artikel einer Forschergruppe stützt die Aussage von Bhakdi auch, dass die Risikoeinschätzung bisher wohl ungefähr um Faktor 10 zu hoch war:

https://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMe2002387?articleTools=true

Aber vermutlich wissen es die "Experten" vom ZDF auch besser als diese Leute.

On the basis of a case definition requiring a diagnosis of pneumonia, the currently reported case fatality rate is approximately 2%.4 In an-other article in the Journal, Guan et al. report mortality of 1.4% among 1099 patients with laboratory-confirmed Covid-19; these patients had a wide spectrum of disease severity. If one as-sumes that the number of asymptomatic or mini-mally symptomatic cases is several times as high as the number of reported cases, the case fatal-ity rate may be considerably less than 1%. This suggests that the overall clinical consequences of Covid-19 may ultimately be more akin to those of a severe seasonal inf luenza (which has a case fatality rate of approximately 0.1%) or a pandemic inf luenza (similar to those in 1957 and 1968) rather than a disease similar to SARS or MERS, which have had case fatality rates of 9 to 10% and 36%, respectively.

Anonymous antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1813

Englische Texte sind hier nicht erwünscht. Die Mühe der Übersetzung solltest du dir als Mod schon machen...

littlebat antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

Ich bin schon lange kein Mod mehr. Hier die deutsche Wiedergabe, die ich dazu anderswo im Thread schon formuliert habe:

Kurze deutsche Wiedergabe des Inhaltes: Bisher hat man mit einer "Case Fatility Rate" (also Rate an Sterbefällen) von 1.4-2% gerechnet. Da neuere Daten aber zeigen, dass die Zahl von asymptomatisch oder minimal Infizierten deutlich höher ist also die Anzahl an reportierten Fällen (das ist der Punkt der Studie vom 16. März; derselbe Punkt, den auch Bhakti macht), dann dürfte die Rate an Intensivfällen wesentlich tiefer sein als 1% und die klinischen Gesamtkonsequenzen von Covid-19 liegen dann eher im Bereich einer schweren saisonalen Grippe (etwa 0.1%) oder einer pandemischen Influenza.

Nachtrag vom 27.03.2020 1534
"dann dürfte die Rate an [del]Intensivfällen [/del]wesentlich tiefer sein als 1%"

Müsste heissen an Todesfällen

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

"Zerstörung" der Wirtschaft?

Veröffentlicht von: @moorwackler

Ich nehme mal an, dass an die 90% der Diskussionsteilnehmer vehement gegen eine solche Lösung wäre und lieber auf Nummer Sicher geht: Wirtschaft zerstören um Risiken zu vermindern.

Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen einem "wirtschaftlichem Einbruch", wie wir ihn in der ein oder anderen Form immer mal wieder hatten und einer "Zerstörung" der Wirtschaft.

Aber Hauptsache, mal was dramatisches unterstellen, gell?

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen einem "wirtschaftlichem Einbruch", wie wir ihn in der ein oder anderen Form immer mal wieder hatten und einer "Zerstörung" der Wirtschaft.

Wann denn zum letzten Mal seit den 1930er Jahren? Wirtschafts- und Finanzexperten in der Schweiz sprechen schon jetzt davon, dass die bisherigen Massnahmen 5x so viele Unternehmen treffen wie die Finanzkrise vor 10 Jahren, der Schaden ist enorm, diverse Existenzen sind zerstört, viele Kleingewerbler und Selbstständig Erwerbende sind verzweifelt.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber Hauptsache, mal was dramatisches unterstellen, gell?

Wäre schön, wenn du mal anfängst, dich mit den Realitäten und den Konsequenzen der Massnahmen zu beschäftigen, statt zu verharmlosen und herunterzuspielen.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @moorwackler

Wäre schön, wenn du mal anfängst, dich mit den Realitäten und den Konsequenzen der Massnahmen zu beschäftigen, statt zu verharmlosen und herunterzuspielen.

Ich kenne selber genug betroffene Betriebe und Selbstständige um die momentane Situation einschätzen zu können. Da muss ich nichts verharmlosen.

Die Gefahren betreffen auf Dauer auch nicht nur die kleinen Unternehmen, sondern auch die großen Firmen, wenn Spekulanten versuchen in großem Stil angeschlagene Firmen aufzukaufen... sei es, um sie zu übernehmen oder zu zerschlagen. Und ich bin nicht sicher, inwiefern unsere Regierung diese Gefahr im Blick hat.

Allerdings sind wir noch lange nicht so weit, und wenn wir schnell genug reagieren, um mit geeigneten Maßnahmen die Situation wieder zu normalisieren, dann wird da am Ende auch gesamtwirtschaftlich nicht viel passieren (wobei das natürlich immer relativ ist). Dann geht es in erster Linie darum, einzelnen Härtefällen zu helfen.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
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Recht haben oder Lösungen finden?
Ich höre jetzt schon seit ungefähr 2 Tagen, dass man sich etwas Neues einfallen lassen muss für nach Ostern, eben nur noch bestimmte Risikogruppen schützen, die anderen wieder normal weitermachen lassen.

So klar schien das aber alles bis jetzt noch nicht gewesen zu sein. Denn die Idee, nur die Risikogruppen zu schützen, gab es auch ganz am Anfang schon mal. Da wurde sie aber, u.a. von Lauterbach, zurückgewiesen.

Ich weiß nicht, ob es gleich anders gegangen wäre, nur mit Schutz der Risikogruppen. Aber dazu muss man ja auch die Risikogruppen erst mal identifizieren und Strukturen schaffen, dass nur die dann zu Hause bleiben. So einfach ist das nun auch wieder nicht.

So richtig weiß ich hier die ganze Zeit nicht, worauf du hinauswillst?

Du bringst ab und zu ganz interessante Zahlen. Dann aber wieder verrennst du dich in deinen Ausführungen.

Ist es dir wichtig, dass du zum Schluss immer recht gehabt hast?

Aber was hätten wir anderen und die deutsche und Schweizer Gesellschaft davon, dass du zum Schluss immer recht gehabt hast?

Vielleicht wäre es eine gute Idee, wenn du in die Politik gehst, um an eine Stelle mit mehr Einfluss zu kommen. Und das meine ich ganz ernst. (habe ich für mich auch schon überlegt...)

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Veröffentlicht von: @polyglott

So richtig weiß ich hier die ganze Zeit nicht, worauf du hinauswillst?

Ich will, dass am Schluss diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die kritische Stimmen von Experten ignoriert haben und leichtfertig die Existenz vermutlich tausender von Menschen ruiniert haben, Menschen in die Schuldenfalle und in den Konkurs getrieben haben, etc.

Ich habe den Eindruck, dass viele noch nicht verstanden haben, dass mit den Massnahmen, die man getroffen hat, ganze Existenzen vernichtet wurde, das, wofür Menschen lange gearbeitet haben mit einem Wisch weg ist, etc. Ich wehre mich gegen die ganze Verharmlosung, ich weiss von vielen verzweifelten Kleinunternehmern, Selbstständigerwerbenden usw. und ich akzeptiere es nicht, wenn man darüber einfach herzlos und salopp hinweggeht, wie viele es hier meinem Empfinden nach tun.

Ich selber hänge nicht existenziell drin, mein Einkommen ist gesichert und von daher ist es mir wurst, ob ich Recht behalte oder nicht. Aber man kann nicht gleichzeitig weitreichende, zerstörerische Entscheide treffen gegen die deutlichen Kritiken von Fachleuten und dann hinterher so tun, als habe man keine andere Wahl gehabt.

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Veröffentlicht von: @moorwackler

Ich will, dass am Schluss diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die kritische Stimmen von Experten ignoriert haben und leichtfertig die Existenz vermutlich tausender von Menschen ruiniert haben, Menschen in die Schuldenfalle und in den Konkurs getrieben haben, etc.

Wer soll hinterher denn feststellen, ob jemand fahrlässig oder falsch gehandelt hat?

Natürlich hätte jeder mit dem Wissen, das wir heute haben, von Anfang an vielleicht anders gehandelt.

Der einzige Punkt, wo ich wirklich Fahrlässigkeit erkennen würde, ist der eklatante Mangel an Schutzausrüstungen. Dies wäre vorhersehbar gewesen und man hätte viel früher handeln müssen.

Veröffentlicht von: @moorwackler

ganze Existenzen vernichtet wurde, das, wofür Menschen lange gearbeitet haben mit einem Wisch weg ist, etc.

Ja, da ist unglaublich und schlimm. Aber die Auswirkungen dessen zu mildern oder zu heilen, dafür wird es wohl eher eine riesige Solidarität der Gesellschaft geben müssen. ich setze da wenig Hoffnung auf Strafverfahren...

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Veröffentlicht von: @polyglott

Wer soll hinterher denn feststellen, ob jemand fahrlässig oder falsch gehandelt hat?

Eben, niemand. Bezahlen tut am Schluss die Unterschicht und die untere Mittelschicht. Die Verantwortung übernimmt dann mal wieder niemand, Pech für die, die halt als Kollateralschaden für die Politik "auf Nummer Sicher" draufgegangen sind. Wenn das nicht aufgearbeitet wird, wird das auf Jahre hinaus das gesellschaftliche Klima vergiften und eine sehr wütende Masse "kleiner Leute" zurücklassen.

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Veröffentlicht von: @moorwackler

Wenn das nicht aufgearbeitet wird, wird das auf Jahre hinaus das gesellschaftliche Klima vergiften und eine sehr wütende Masse "kleiner Leute" zurücklassen.

Ich hoffe, so wie du, dass es aufgearbeitet wird.

(Ich zweifle nur daran, dass das Strafrecht dann das geeignete Instrument dafür sein wird.)

Veröffentlicht von: @moorwackler

Bezahlen tut am Schluss die Unterschicht und die untere Mittelschicht.

Ich denke, an dieser Stelle wären wir alle gefragt, uns politisch zu engagieren. Fridays for economic justice?

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Veröffentlicht von: @moorwackler

Ich selber hänge nicht existenziell drin, mein Einkommen ist gesichert und von daher ist es mir wurst, ob ich Recht behalte oder nicht

P.S. Übrigens kann es gut passieren, dass ich existenziell drin hänge. Wenn nämlich mein Mann seine Arbeit verliert. In der ersten April-Hälfte müssen seine Kollegen und er schon Zwangsurlaub nehmen.

Meine größte Hoffnung ist gerade, dass Deutschland vielleicht doch noch mit einem - zugegeben zu großen - blauen Auge davonkommt.

Und natürlich daraus dann gelernt wird! Ob Globalisierung "auf Teufel komm raus" denn nun wirklich der Weg sein kann...

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @moorwackler

Ich will, dass am Schluss diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die kritische Stimmen von Experten ignoriert haben und leichtfertig die Existenz vermutlich tausender von Menschen ruiniert haben, Menschen in die Schuldenfalle und in den Konkurs getrieben haben, etc.

Und auf welcher Basis willst du das tun? Dafür hätte doch von Anfang an klar sein müssen, dass die Maßnahmen überflüssig sind. Es hätte dafür ganz klare Belege geben müssen, die zeigen, dass die getroffenen Maßnahmen absurd sind.

Bei deiner Argument läuft es aber letztlich nur auf pures Glück hinaus, welche Experten am Ende wohl recht hatten.

Und jetzt erkläre mir mal bitte, auf welcher Basis ein Politiker entscheiden soll, welcher Experte recht hat, wenn sie zwei völlig entgegengesetzte Ansichten vertreten?

Du bist der Meinung, dass die Politik immmer die optimistische, kostengünstige Variante nehmen soll. Schön. Das geht so lange gut, bis mal tatsächlich eine große Katastrophe kommt und die Pessimisten recht haben.

Anderen Worten: Mit der als Politiker, der von Fall zu Fall unterscheiden muss, schlittern wir auf jeden Fall auf eine Katastrophe zu.

Geht man allerdings immer vom pessimistischeren Fall aus, so kostet das im Zweifelsfall mehr Geld - dafür wird die ganz große Katastrophe aber immer verhindert werden.

Mir ist im übrigen auch völlig schleierhaft, warum du jetzt anscheinend von einem ewigen Dauerzustand ausgehst, der völlig grundlos über Monate und Jahre anhalten soll... dass man die Schulen auch einfach wieder aufschliessen könnte, sobald die Harmlosgkeit von Covid-19 belegt ist, kam dir noch nicht in den Sinn?

lucan-7 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Ich habe den Eindruck, dass viele noch nicht verstanden haben, dass mit den Massnahmen, die man getroffen hat, ganze Existenzen vernichtet wurde

Doch, hat man verstanden. Deshalb hat der Deutsche Bundestag in Windeseile ein Hilfspaket geschnürt, das teilweise über Kredite finanziert wird.

ungehorsam antworten
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Veröffentlicht von: @ungehorsam

Doch, hat man verstanden. Deshalb hat der Deutsche Bundestag in Windeseile ein Hilfspaket geschnürt, das teilweise über Kredite finanziert wird.

In der Schweiz gibt es ein Hilfspaket das meines Wissens noch weiter geht als das in Deutschland. Trotzdem hiess es heute, dass seit Ausbruch der Krise die Zahl an Arbeitslosen um 12'000 Personen gewachsen ist und die Zahl der Stellensuchenden (die sich also noch nicht bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet haben) um 17'000. Das bedeutet, dass schon 29'000 Personen ihre Stelle verloren haben. Wenn die Zahlen in Deutschland proportional zur Schweiz ungefähr identisch sind, dann wären das (D ist etwa 10x so gross) knapp 300'000 Menschen in Deutschland. Hilfspakete hin oder her.

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Anonymous
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(@Anonymous)
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Schlimm wird es erst, wenn es noch lange dauert.
Die Frage ist, was heißt "seit Ausbruch der Krise"?

Sprechen wir von 1 Woche, 2 Wochen, 6 Wochen?

Arbeitslosenzahl absolut in der Schweiz

Januar 2020: ca. 121.000, Quote 2,6%
Februar 2020: ca. 117.000, Quote 2,5%

es entsprechen also ca. 48.000 Arbeitslose einer Quote von 1%

Dann wäre die Arbeitslosigkeit mit absolut 29000 Menschen mehr jetzt bei einer Quote von knapp über 3%.

Ähnlich in Deutschland, wir hatten zuletzt etwa 2,41 Mill, Arbeitslose. Quote 5,3%. Sehr vereinfacht gerechnet, entsprechen dann ca.
0,5 Mill, Arbeitslose einer Quote von 1%. D.h. 300.000 Arbeitslose mehr würden die Quote auf etwa 6% steigen lassen.

Das ist erst mal noch machbar (für die Einzelnen natürlich übel). Vergleichsweise hatte wir jedenfalls in Deutschland schon weit schlimmere Arbeitslosenzahlen, z.B. nach dem Zusammenbruch der ostdeutschen Wirtschaft vor 30 Jahren.

Mir scheint die Krise noch zu bewältigen zu sein - es sei denn, sie dauert wirklich mehrere Monate. Dann wäre eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen in diesem Tempo eine Katastrophe.

Ich hätte aber tatsächlich auch nicht gewusst, wie ich an der Stelle unserer Politiker anders hätte handeln sollen.

Eigentlich bin ich auch froh, dass er Erhalt von Menschenleben und Gesundheit über alles andere gestellt wurde.

Mir stellt sich eher die Frage, ob das Virus nicht von vornherein zu sehr auf die leichte Schulter genommen wurde.

Ich könnte mir vorstellen, dass es in künftigen ähnlichen Situationen leichter möglich sein wird, mal sofort den Flugverkehr komplett einzustellen oder die Grenzen zu schließen... Und dass man es wieder für normal halten wird, dass es eine größere Staatsreserve an Schutzkleidung, Desinfektion u.ä., evtl. auch Lebensmitteln geben wird.

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stundenglas
(@stundenglas)
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Veröffentlicht von: @polyglott

Ich könnte mir vorstellen, dass es in künftigen ähnlichen Situationen leichter möglich sein wird, mal sofort den Flugverkehr komplett einzustellen oder die Grenzen zu schließen...

Der taiwanesische Weg. Italien hat, wenn ich mich recht entsinne, als erstes Land Flüge aus China verboten. Dann sind die Leute eben anders gereist.

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Veröffentlicht von: @stundenglas

Dann sind die Leute eben anders gereist.

Anders gereist und schlechter kontrolliert, das hat keiner kommen sehen.

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stundenglas
(@stundenglas)
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Flüge streichen war unwirksam, oder gar kontraproduktiv. An den Flughäfen in Europa wurde gar nicht kontrolliert.

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Veröffentlicht von: @stundenglas

Flüge streichen war unwirksam, oder gar kontraproduktiv. An den Flughäfen in Europa wurde gar nicht kontrolliert.

Soweit ich weiß wurde kontrolliert. Zumindest bei jedem der Symptome zeigte.

Bei den Rückholern, da hat man nicht kontrolliert, was ich absolut daneben finde. Auch wenn die natürlich in häusliche Quarantäne sollen. Aber es ist etwas anderes, wenn sie wissen, sie sind infiziert.

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stundenglas
(@stundenglas)
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Anfang Februar wurde nicht kontrolliert.

stundenglas antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Mir stellt sich eher die Frage, ob das Virus nicht von vornherein zu sehr auf die leichte Schulter genommen wurde.

Ja, das denke ich. Ich hätte es für nötig gefunden, den Karneval komplett abzusagen.

Und dass man es wieder für normal halten wird, dass es eine größere Staatsreserve an Schutzkleidung, Desinfektion u.ä., evtl. auch Lebensmitteln geben wird.

Das halte ich für unbedingt notwendig!

ungehorsam antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @polyglott

Vielleicht wäre es eine gute Idee, wenn du in die Politik gehst, um an eine Stelle mit mehr Einfluss zu kommen. Und das meine ich ganz ernst. (habe ich für mich auch schon überlegt...)

Ganz ehrlich: Ich würde es vorziehen, wenn er sich auf Foren und Leserbriefe beschränkt. Und das hat jetzt nichts mit Moorwackler als Mensch zu tun, dazu kann ich nichts sagen, sondern mit seinem unverantwortlichen "Krisenmanagement", das er hier vorschlägt.
Es einfach drauf ankommen zu lassen hat nichts mit verantwortlichem Handeln zu tun - auch dann nicht, wenn man am Ende recht behalten sollte, denn darum geht es hier nicht. Politik hat etwas mit dem Abwägen von Risiken zu tun, nichts mit Wahrsagerei oder Lottospielen.

lucan-7 antworten
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Veröffentlicht von: @moorwackler

Lustig, das klingt in etwa nach dem, was ich (mit etwas Schützenhilfe von JackShaftoe) hier schon seit Tagen sage:

Ach, wart mal ab, unsere Perspektive sickert mit bemerkenswerter Raschheit in den Mainstream durch. Schau Dir diesbezüglich mal die gestrige Sendung mit Dieter Nuhr an. Seit der sich die billigen Lacher zunehmend dadurch zu verschaffen suchte, dass er gegen Fridays for future anblödelte und sich über Greta lustig machte, hatte er bei mir ja eigentlich verschissen, aber was er gestern bezüglich der Corona-Krise brachte, fand ich durchaus richtig und des Lachens wert.

Und hey - allein schon für die göttliche Lisa Eckhardt lohnt sich das Gucken dieses Mal besonders. Sie war ja - mit Thorsten Sträter - bisher schon der Hauptgrund, sich die Sendung anzuschauen. Aber gestern wäre ich am liebsten in den Fernseher hineingestiegen, um sie zu entführen und ganz für mich allein zu haben - mit ihr haben sich alle chauvinistischen Rest-Vorurteile, Frauen könnten doch nicht so richtig witzig sein, bei mir im Kopf vaporisiert.

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Veröffentlicht von: @blackjack

Ach, wart mal ab, unsere Perspektive sickert mit bemerkenswerter Raschheit in den Mainstream durch.

In den Schweizer Pressekonferenzen ist es auch jetzt schon so, dass die wirtschaftlichen Probleme inzwischen vor den gesundheitlichen Problemen angesprochen werden und dass auch insgesamt die wirtschaftlichen Probleme den viel grösseren Anteil haben (auch bei den Journalistenfragen). Offenbar arbeiten auch die Wirtschaftsverbände mit Hochdruck inzwischen auf eine möglichst rasche Abmilderung der Massnahmen hin.

Mir kommt es ein bisschen so vor, als habe man am Anfang die Wahl zwischen Pest und Cholera gehabt und dann ausschliesslich Pest-Experten gefragt, was man tun soll. Die haben natürlich alle gesagt: Pest um jeden Preis verhindern, das hat man gemacht und jetzt ist die Cholera ausgebrochen und nun beginnen die Cholera-Experten Gegensteuer zu geben.

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Veröffentlicht von: @moorwackler

Wahl zwischen Pest und Cholera

Gutes Bild, das bleibt so schön on topic! 😊

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Ist das erste Mal überhaupt, dass ich Dieter Nuhr schaue. Wirklich recht amüsant.

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Anonymous
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Hier noch einige Ausschnitte des von dir verlinkten Artikels (vielen Dank!), die ich nicht ohne Genugtuung lese:

Er scheint dabei die Unterstützung der wichtigsten Ratgeber der Regierung auf seiner Seite zu haben: der Virologen. Der Biochemiker und Virologe Alexander Kekulé sagte bezogen auf die jetzigen Ausgangsbeschränkungen: „Wir müssen uns auf jeden Fall für nach Ostern etwas anderes ausdenken, was einen ähnlichen Effekt hat.“ Er sprach von „neuen Formen der Isolation“, die man überdenken müsse. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass wegen der vielen milden Verläufe viele Infektionen nicht auffielen.

Auch der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sprach von einer „Nachsteuerung der Maßnahmen“ und insbesondere davon, einen „ganz besonderen Fokus auf den Schutz der Risikogruppen zu legen, auf die älteren Leute pauschal und dann auf die Risikopatienten innerhalb der jüngeren Leute“.

"Nachsteuerung der Massnahmen". Schöne Formulierung für: Wir sind zu heftig reingefahren.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @moorwackler

"Nachsteuerung der Massnahmen". Schöne Formulierung für: Wir sind zu heftig reingefahren.

Nein, genau das heisst es eben nicht!

Wie bitteschön hättest du denn die Risikogruppen in den letzten Tagen schützen wollen, ohne Schutzanzüge, ohne Atemmasken, ohne Isolierstationen - und ohne Konzept, wer überhaupt genau geschützt werden muss?

Das sind Fragen, die erst jetzt angegangen werden können, nachdem die Notbremse gezogen wurde... andernfalls müssten wir uns über die Risikogruppen jetzt auch keine Gedanken mehr machen, denn die würden jetzt längst die Gänge der Krankenhäuser verstopfen und nach und nach versterben...

Und ich habe selten jemanden erlebt, der derartig selektiv liest und interpretiert wie du es hier demonstrierst...

lucan-7 antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Und ich habe selten jemanden erlebt, der derartig selektiv liest und interpretiert wie du es hier demonstrierst...

Nach meiner Wahrnehmung wurden bisher (von fast allen) die kritischen Stimmen unter Fake-news "selektiert".

Ich bin ja auch eher ein Befürworter der momentanen Maßnahmen, aber so geht man mit Wissenschaftlern nicht um, die eine andere Meinung haben. Aber das kennen wir ja schon von anderen Themen...

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Unterschied Meinung und Maßnahme

Veröffentlicht von: @ostwind

Ich bin ja auch eher ein Befürworter der momentanen Maßnahmen, aber so geht man mit Wissenschaftlern nicht um, die eine andere Meinung haben. Aber das kennen wir ja schon von anderen Themen...

Da musst du aber auch noch mal genauer unterscheiden: Geht es lediglich um eine andere Meinung - oder um konkrete Forderungen, die Maßnahmen einzustellen, aufgrund dieser Meinung?

Ich akzeptiere es, wenn ein Wissenschaftler sagt, die Situation sei eigentlich gar nicht so gefährlich, wie die Leute vermuten. Das ist eine Möglichkeit, und ich würde mich freuen wenn sie zutrifft.

Wenn aber derselbe Wissenschaftler - oder Leute, die sich auf ihn berufen - im gleichen Atemzug fordern, aufgrund dieser Einschätzung alle Maßnahmen wieder rückgängig zu machen, dann sage ich ganz klar dass dafür eine einzige Meinung kaum ausreicht. Dafür brauchen wir mehr Sicherheit, konkrete Daten und eine weitgehende Einigkeit unter Fachleuten.

Denn andernfalls würden wir hier nur mit Menschenleben Lotterie spielen... vielleicht hat der Typ recht, vielleicht nicht. Und ich bin nicht bereit das Leben meiner Eltern (Und Anderer) zu riskieren, die als Angehörige der Risikogruppe in einem gefährdeten Gebiet leben, nur weil irgendwer sich durch eine andere Meinung profilieren will.

lucan-7 antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Und ich habe selten jemanden erlebt, der derartig selektiv liest und interpretiert wie du es hier demonstrierst...

Lustig ist ja, dass ich durch diese angeblich "selektive" Lektüre und Interpretation schon seit mindestens einer Woche zu den Schlussfolgerungen komme, zu denen jetzt offenbar Kekolé und Drosten auch kommen. Allein dadurch, dass ich nicht jeden kritischen Experten für einen Vollidioten halte, sondern ihren Kritiken nachgegangen bin. 😊

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @moorwackler

Lustig ist ja, dass ich durch diese angeblich "selektive" Lektüre und Interpretation schon seit mindestens einer Woche zu den Schlussfolgerungen komme, zu denen jetzt offenbar Kekolé und Drosten auch kommen. Allein dadurch, dass ich nicht jeden kritischen Experten für einen Vollidioten halte, sondern ihren Kritiken nachgegangen bin.

Dass man die Maßnahmen nicht für 18 Monate in dieser Form durchhalten kann ist ja nun eine Binsenweisheit... das waren Rechenmodelle, aber keine realistischen Pläne. Das war auch von Anfang an klar, dass es nur darum geht Zeit zu gewinnen.

Aber hey, wenn du dich dafür als Prophet fühlen willst... wer bin ich, dass ich dir das nehmen wollte...?

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber hey, wenn du dich dafür als Prophet fühlen willst... wer bin ich, dass ich dir das nehmen wollte...?

Wieso Prophet? Die kritischen Experten, auf die ich (im Unterschied zu dir) gehört habe, haben faktenbasiert argumentiert und nicht einfach ins Dunkle hinein prophezeit.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398
Veröffentlicht von: @moorwackler

Die kritischen Experten, auf die ich (im Unterschied zu dir) gehört habe, haben faktenbasiert argumentiert und nicht einfach ins Dunkle hinein prophezeit.

Andere Experten, die du aber imer gerne ignoriert hast, sagen aber, basierend auf denselben Fakten, etwas völlig anderes. Und erst wenn man beide Seiten berücksichtigt kann man verantwortungsvolle Entscheidungen treffen - und nicht, indem man nur auf die Seite hört die so wenig wie möglich kostet!

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

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Veröffentlicht von: @moorwackler

Lustig ist ja, dass ich durch diese angeblich "selektive" Lektüre und Interpretation schon seit mindestens einer Woche zu den Schlussfolgerungen komme, zu denen jetzt offenbar Kekolé und Drosten auch kommen.

Nein, zu denen kommen die nicht erst jetzt.
Bitte korrigiere mich, wenn ich irre. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, daß Kekolé oder Drosten gefordert haben, die jetzt geltenden Maßnahmen über Monate hinaus aufrecht zu erhalten.

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sollten dem Virologen Christian Drosten zufolge zu einem geeigneten Zeitpunkt stufenweise aufgehoben werden. "Natürlich muss man da raus", sagt Drosten, ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Es müsse geklärt werden, wo und für wen dies zuerst gelten solle. Hier sei die Wissenschaft gefragt, es brauche Modellvorhersagen. Risikogruppen wie ältere Menschen einfach zu isolieren, funktioniere aber nicht.

Klick
Ich finde es schon seltsam, jetzt so zu tun, als würde Drosten oder andere Dir und den Kritikern recht geben, wenn jetzt eine allmähliche Lockerung der Maßnahmen gefordert wird, wenn m.W. keine gefordert hat, das öffentliche Leben auf unbestimmte Dauer derart runterzufahren. Es war von Anfang an klar, daß es nur darum gehen kann, den Anstieg der Infektionen zu verlangsamen.

Und nach wie vor widerspricht Drosten der Auffassung, es reiche, Risikogruppen einfach zu isolieren.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Sorry, aber wenn ich vor zwei, drei Tagen noch gefordert habe, man solle die Schulen wieder öffnen, hast auch du zu denen gehört, die der Meinung waren: Soferne man nicht ganz sicher ist, dass Kinder das Virus nicht übertragen können, darf man die Schulen nicht öffnen, einfach zur Sicherheit. Ich fand das unverhältnismässig. Kommen Drosten und co. jetzt zur Ansicht, dass man nicht gefährdete Gruppen wieder rauslassen kann, weil man nun sicher weiss, dass Menschen ohne Symptome nicht ansteckend sind? Nein, weil es unverhältnismässig ist. Was genau hat sich von gestern auf heute geändert, dass man plötzlich das in Betracht ziehen kann, was auch du noch bis vor ein zwei Tagen für unverantwortlich gehalten hast? Hat sich irgendetwas geändert an Erkenntnissen oder an Fakten, ausser dass Drosten u.a. umschwenken?

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @moorwackler

hast auch du zu denen gehört, die der Meinung waren: Soferne man nicht ganz sicher ist, dass Kinder das Virus nicht übertragen können, darf man die Schulen nicht öffnen, einfach zur Sicherheit.

Nein. Das habe ich so nicht gefordert. Ich war allerdings der Ansicht, daß es richtig war, die Schulen zu schließen. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich irgendwo gesagt hätte, daß es falsch wäre, die Schulen wie geplant nach den Osterferien wieder zu öffnen.

Veröffentlicht von: @moorwackler

Was genau hat sich von gestern auf heute geändert, dass man plötzlich das in Betracht ziehen kann, was auch du noch bis vor ein zwei Tagen für unverantwortlich gehalten hast?

Gar nichts hat sich geändert. Nochmal: Meines Wissens hat niemand gefordert, das öffentliche Leben und die Wirtschaft auf unbestimmte Dauer lahmzulegen. Deswegen frage ich mich, wie Du darauf kommst, daß hier jemand umschwenkt.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Ich kann mich nicht erinnern, daß ich irgendwo gesagt hätte, daß es falsch wäre, die Schulen wie geplant nach den Osterferien wieder zu öffnen.

Was ändert sich denn nach den Osterferien genau? Ist das Virus dann plötzlich nicht mehr gefährlich?

Thomas House, Statistiker der Universität Manchester, erstellte Simulationen mit verschiedenen Covid-Szenarien. Er hält es für durchaus möglich, dass die strikten Massnahmen, die viele Länder jetzt verhängen, die Epidemie nicht verlangsamen, sondern nur um einige Wochen oder Monate verschieben. Irgendwann müsse aber das normale Leben wieder aufgenommen werden. Wenn bis dahin keine Immunität in der Bevölkerung erreicht werde, nehme die Epidemie sofort wieder an Fahrt auf.

https://www.infosperber.ch/Medien/Coronavirus-Covid-19-uberfordert-die-Medien

Dass man diese Strategie ca. 18 Monate durchziehen muss, damit sie Erfolg verspricht, ändert sich ja nicht einfach aufgrund eines hoffnungsvollen christlichen Feiertages, oder?

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Nach den Osterferien gibt es eventuell das eine oder andere Medikament. es gibt ganz sicher einen Antikörpertest mit dem man einfach und beim Hausarzt herausbekommen kann ob man eventuell schon immun ist. Man kann auf die Art auch bedeutend bessere Rückschlüsse auf die Dunkelziffern machen und die Mortalität besser berechnen. Die Krankenhäuser haben etwas Luft und brauchen vielleicht wie jetzt im Elsass die über 80 jährigen nicht mehr sterben zu lassen (die werden im Elsass grade nur noch narkotisiert aber nicht mehr behandelt.

Nachtrag vom 26.03.2020 1612
Es wäre auch schön wenn das so bliebe, ich bin sicher das in Italien und Spanien die über 80jährigen unnarkotisiert ersticken.

johannes22 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @moorwackler

Was ändert sich denn nach den Osterferien genau? Ist das Virus dann plötzlich nicht mehr gefährlich?

Es ging ja darum, den Verlauf flach zu halten. Daß der Virus später weniger gefährlich ist hat ja nun wirklich niemand behauptet.

Veröffentlicht von: @moorwackler

Thomas House, Statistiker der Universität Manchester, erstellte Simulationen mit verschiedenen Covid-Szenarien. Er hält es für durchaus möglich, dass die strikten Massnahmen, die viele Länder jetzt verhängen, die Epidemie nicht verlangsamen, sondern nur um einige Wochen oder Monate verschieben. Irgendwann müsse aber das normale Leben wieder aufgenommen werden. Wenn bis dahin keine Immunität in der Bevölkerung erreicht werde, nehme die Epidemie sofort wieder an Fahrt auf.

Jetzt können wir das Spiel weiter spielen, daß x Experten auf verschiedene Szenarien kommen. Und man sich dann aussuchen kann, welches man für überzeugender/plausibler hält.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Jetzt können wir das Spiel weiter spielen, daß x Experten auf verschiedene Szenarien kommen. Und man sich dann aussuchen kann, welches man für überzeugender/plausibler hält.

Es ist aber eben kein Spiel. Der Punkt ist folgender: Alle Studien, auf die ich bisher gestossen bin, und Prognosen sagen, dass man einen Lockdown wesentlich länger durchhalten muss, als zwei, drei Wochen, damit er Sinn macht.

Das bedeutet, wenn Drosten und Kekulé plötzlich die Meinung wechseln, dann muss sich eine Veränderung in der Risikoeinschätzung ergeben haben. Das ist auch tatsächlich der Fall und zwar durch diese Studie, die am 16. März in der Zeitschrift "Science" erschienen ist:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32179701

Gute Erläuterungen dazu finden sich hier:
https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/Gute-Nachricht-Corona-Dunkelziffer-ist-wohl-viel-hoher

Auf diese Studie spielt Sucharit Bhakdi mit Sicherheit an, wenn auch ohne sie zu nennen, wenn er in seinem Youtube-Filmchen sagt, die bisherigen Prognosen seien um Faktor 10 zu hoch, weil nicht einkalkuliert sei, dass rund 90% der Infizierten (laut Studie sind es 85%) keine Symptome zeigen und darum von den Tests gar nicht erfasst wird:
https://www.youtube.com/watch?v=N2cn-uI8pDE&t=2s
Hier der Wortlaut:

Nun, bei Corona-Viren verlaufen tatsächlich 90% der Infektionen ohne Krankheitssymptome, das heisst, der Mensch bleibt gesund. Das können Sie auch in den Zahlen einsehen, die für jeden öffentlich zugänglich sind. Nun, wenn man also eine Hochrechnung angestellt hat und davon ausgegangen ist, dass die Infektion - die Zahl der Infektionen - massgeblich ist für die Errechnung des Bedarfs, dann sage ich, Sie müssen diese Ergebnisse durch Zehn teilen. Und wenn Sie das tun, werden Sie sehen, dass das Virus unser Gesundheitssystem nie und nimmer zum Zusammenbruch bringen kann.

Er wird zwar in den Medien bis jetzt nicht ernst genommen, aber er hat recht und ich gehe davon aus, dass das inzwischen auch Drosten und Kekulé festgestellt haben und darum inzwischen auch zu einer anderen Risikoeinschätzung gekommen sind.

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Irrwisch
(@irrwisch)
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wer sich infiziert hat, der hat Antikörper.

Durchaus ohne Symptome, aber Antikörper sind die Immunantwort auf einen Virus

irrwisch antworten
Alescha
(@alescha)
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Veröffentlicht von: @moorwackler

Das bedeutet, wenn Drosten und Kekulé plötzlich die Meinung wechseln

Haben die irgendwann einen monatelangen Lockdown gefordert? Hilf mir mal bitte auf die Sprünge, mein Gedächtnis streikt hier. Wenn nein, haben sie inwiefern ihre Meinung geändert?

Veröffentlicht von: @moorwackler

Veränderung in der Risikoeinschätzung ergeben haben

Und das halte ich auch für legitim.

Veröffentlicht von: @moorwackler

Sucharit Bhakdi

Das Robert-Koch-Institut (RKI) nennt in seinem Coronavirus-Steckbrief unter Verweis auf drei wissenschaftliche Studien jedoch einen Manifestationsindex (Anteil der Infizierten, die tatsächlich auch erkranken) zwischen 51 und 81 Prozent. Weiter sagt das RKI, dass rund 20 Prozent aller Erkrankungen schwer oder lebensbedrohlich verlaufen. Beides sind deutlich höhere Werte, als Bhakdi angibt.

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-faktencheck-bhakdi-100.html
Hier scheint es also unterschiedliche Studien zu geben, mit Zahlen, die unterschiedliche Schlüsse zulassen.
(Und sorry, ich kann hier nicht in Ruhe youtube gucken. Es nervt unglaublich, wenn 1-3 Kinder angerannt kommen, sobald sich irgendwas auf dem Bildschirm bewegt 😐)

Veröffentlicht von: @moorwackler

Studie, die am 16. März in der Zeitschrift "Science" erschienen ist

Da komme ich gerade nicht dazu...

Veröffentlicht von: @moorwackler

Gute Erläuterungen dazu finden sich hier

Ja. Aber auch hier wird vermutet, hochgerechnet, geschätzt, müssen sich diese Dunkelziffern erst bestätigen.
Das ist ja auch o.k., mir fällt nur auf, daß Du mit Vermutungen und Schätzungen anderer härter ins Gericht gehst.

alescha antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Veröffentlicht von: @alescha

Haben die irgendwann einen monatelangen Lockdown gefordert?

Sie haben eine Strategie eingeschlagen, die von Anfang an nur Sinn macht, wenn man sie lange durchzieht. Das habe ich jetzt geschätze 10 mal erläutert, selbst wenn du es nicht glaubst, solltest du mindestens mein Argument verstehen.

Es gibt kein plausibles Argument, von dieser Strategie abzurücken, wenn man nicht zu einer anderen Risikoeinschätzung kommt. Dass man nicht von Anfang sagt, wir machen jetzt monatelang alles zu, sondern mal eine mittlere Frist als nächsten Zielpunkt angibt, versteht sich ja von selbst, aber wenn sich an der Risikoeinschätzung nichts ändert, wird man nach dieser Frist die Massnahmen nicht zurücknehmen können.

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
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Veröffentlicht von: @moorwackler

Sie haben eine Strategie eingeschlagen, die von Anfang an nur Sinn macht, wenn man sie lange durchzieht.

So wie ich das verstanden habe ging es darum, erst mal Zeit zu gewinnen.

Daß wir es angeblich nur mit einer gewöhnlichen Grippewelle zu tun haben scheint allerdings immer noch nicht zu allen Wissenschaftlern durchgedrungen zu sein. Jedenfalls las ich heute morgen sowas:

In einem Worst-Case-Szenario beschreiben die Wissenschaftler, was passiert, wenn der Staat gegen die Corona-Epidemie nur wenig unternimmt, etwa nur Großveranstaltungen verbietet und Reisetätigkeiten einschränkt. Infolgedessen wären bald 70 Prozent der Bevölkerung infiziert, mehr als 80 Prozent der Intensivpatienten müssten von den Krankenhäusern abgewiesen werden, die Todeszahlen in Deutschland überstiegen die Millionengrenze.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-in-deutschland-vertrauliche-regierungsstudie-beschreibt-verschiedene-szenarien-a-1cafaac1-3932-434d-b4de-2f63bce0315d

Ein anderes Szenario setzt auf umfangreiche Tests und eine strenge Isolierung der Infizierten, aber dafür

müssten die Testkapazitäten in den nächsten Wochen gesteigert, mobile Teststationen müssten aufgebaut werden. In der Studie geht man zunächst von einer Erhöhung der Testkapazitäten auf 100.000 pro Tag, wenige Wochen später auf 200.000 pro Tag aus. Derzeit werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums 200.000 Tests pro Woche in Deutschland durchgeführt.

Da macht es also durchaus Sinn zu versuchen, die Ausbreitung der Epidemie zu verlangsamen, um Zeit zu gewinnen. Die gute Nachricht:

Folgt man diesem Modell, würden sich nach Berechnungen der Wissenschaftler rund eine Million Menschen in Deutschland infizieren, aber nur 12.000 würden sterben. Das strenge Vorgehen müsste zwei Monate durchgehalten werden.

alescha antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Naja, der Punkt der am 16. März erschienenen Studie, auf die ich hier verschiedentlich hingewiesen habe, ist ja, dass die Risikobewertung um etwa Faktor 10 zu hoch ist. Einige der Experten, die ich nenne, werfen ja dem Robert Koch Institut vor, dass sie die Risikobewertung nicht entsprechend anpassen. Von daher ist es für mich kein Gegenargument gegen diese Kritik, wenn du auf eine vertrauliche Regierungsstudie hinweist, die mit deutlich höheren Risikofaktoren rechnet, denn die Kritiker kritisieren ja gerade, dass die Risikobewertung nicht angepasst wird.

Heute bin ich auf diesen Fachartikel im "New England Journal of Medizine" gestossen (gestern publiziert), der auch die Kritiker stützt:

https://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMe2002387?articleTools=true

On the basis of a case definition requiring a diagnosis of pneumonia, the currently reported case fatality rate is approximately 2%. In an-other article in the Journal, Guan et al.5 report mortality of 1.4% among 1099 patients with laboratory-confirmed Covid-19; these patients had a wide spectrum of disease severity. If one as-sumes that the number of asymptomatic or mini-mally symptomatic cases is several times as high as the number of reported cases, the case fatal-ity rate may be considerably less than 1%. This suggests that the overall clinical consequences of Covid-19 may ultimately be more akin to those of a severe seasonal inf luenza (which has a case fatality rate of approximately 0.1%) or a pandemic inf luenza...

Kurze deutsche Wiedergabe des Inhaltes: Bisher hat man mit einer "Case Fatility Rate" (also Rate an Intensivfällen) von 1.4-2% gerechnet. Da neuere Daten aber zeigen, dass die Zahl von asymptomatisch oder minimal Infizierten deutlich höher ist also die Anzahl an reportierten Fällen (das ist der Punkt der Studie vom 16. März), dann dürfte die Rate an Intensivfällen wesentlich tiefer sein als 1% und die klinischen Gesamtkonsequenzen von Covid-19 liegen dann eher im Bereich einer schweren saisonalen Grippe (etwa 0.1%) oder einer pandemischen Influenza.

Es ist ganz offensichtlich, dass sich die Stimmen - auch in medizinischen Fachjournalen - inzwischen häufen, dass die Risikoeinschätzung um ca. Faktor 10 zu hoch war und wenn die Regierung nach wie vor mit diesem zu hohen Faktor rechnet, dann sind die Zahlen der Regierungsstudien kein Argument gegen die Kritiker, sondern Ursache, warum sich die Kritiker überhaupt zu Wort melden.

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stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

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Veröffentlicht von: @moorwackler

"Case Fatility Rate" (also Rate an Intensivfällen)

Das ist die Letalitätsrate.

stundenglas antworten
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Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Ja, danke für die Korrektur.

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Anonymous
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Veröffentlicht von: @alescha

Haben die irgendwann einen monatelangen Lockdown gefordert?

Vor 5 Tagen hat Drosten jedenfalls noch keine Rückkehr zur Normalität prognostiziert:

https://www.stern.de/sport/virologe-christian-drosten-im-stern--keine-vollen-fussballstadien-bis-maerz-2021-9191854.html

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B'Elanna
(@belanna)
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Zwischen fast komplettem Lockdown (also dem momentanen Zustand) und vollen Fußballstadien gibt es ja noch einige Grade an Normalität, z.B. Schul- und Unibetrieb, Handwerker und Ladengeschäfte - das wäre schonmal was....

belanna antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Veröffentlicht von: @belanna

Normalität, z.B. Schul- und Unibetrieb, Handwerker und Ladengeschäfte - das wäre schonmal was....

Unsere Bundeskanzlerin will momentan aber nicht darüber sprechen.

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B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1793

Was, wie ich finde, sogar für sie spricht.
Bevor sie falsche Versprechungen macht, wartet sie lieber noch auf weitere Daten....

belanna antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Veröffentlicht von: @belanna

Was, wie ich finde, sogar für sie spricht.
Bevor sie falsche Versprechungen macht, wartet sie lieber noch auf weitere Daten....

Na ja, hoffentlich kriegt sie dann aber auch die Kurve und bleibt nicht in der "Wir schaffen das - Schleife" hängen.

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B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

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Das ist in der Tat wichtig und bleibt zu hoffen.

belanna antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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Veröffentlicht von: @###user_nicename###

https://www.stern.de/sport/virologe-christian-drosten-im-stern--keine-vollen-fussballstadien-bis-maerz-2021-9191854.htm l"

Ich brauch bloß den Titel zu lesen, um mir sicher zu sein, dass du was fehlinterpretierst (bei über 400 ungelesenen Postings kürz ich gerne ab).

Grund: Ich war in Südkorea.

Da wird z.B. die katholische Kirche gelobt, weil sie alle Gottesdienste landesweit abgesagt hat. Protestantische Kirchen haben das unterschiedlich gehandhabt (die Kirche, die ich dort besuchte, hat Gottesdienste ohne Besucher, dafür als Video). Deswegen gab es in einigen Kirchen Fälle, wo sich Leute dutzendfach angesteckt haben. (ich rede jetzt nicht von der Sekte, die indirekt an mehr als 50% aller Fälle schuld ist)

Auch in Korea sind Unis und Schulen geschlossen (ok, ich hab jetzt nicht verfolgt, ob die Ferien ein zweites Mal verlängert werden, am 1. März war jedenfalls so ziemlich jede Schule und jede Uni zu, bis Ende März oder z.T. auch schon für länger entscheiden).

Und Großveranstaltungen abgesagt, Lehrer mit Problemen beim Onlineunterricht, Regierung diskutiert Hilfe für die Wirtschaft ...

... und all das in einem Land ohne generelles Ausgangsverbot. Aber so ungefähr kannst du dir das vorstellen, was Drosten meint. Es wird gelockert, aber nicht alles auf normal gestellt. Großveranstaltungen mit mehr als 5000 (oder welche Zahl Droste genannt hat) werden bis 2021 verboten sein - klingt realistisch.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Veröffentlicht von: @hkmwk

Ich brauch bloß den Titel zu lesen, um mir sicher zu sein, dass du was fehlinterpretierst

Ich habe nicht viel interpretiert. Die Frage ist lediglich, was man unter "Normalität" versteht. Da mag es unterschiedliche Ansichten geben.

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Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

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Es wurde von Regierungsseite immer gesagt, dass Anordnungen vorläufig sind und nachgesteuert werden.

Wo ist dein Problem?

Hast du schon einmal ein Land in einer Pandemie regiert?
Es gibt für unsere Situation nichts Vergleichbares aus vergangenen Zeiten.

irrwisch antworten
Simmy
 Simmy
(@simmy)
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Interessanterweise gibt es aber ein offizielles Regierungsdokument, indem genau beschrieben steht, wie im Falle einer Pandemie vorgegangen werden soll. Wurde sich auch nur nicht wirklich dran gehalten.

Ansonsten finde ich die Überlegungen richtig- auf Dauer führt das sonst zum wirtschaftlichen Kollaps und da hängt u.a. auch das Sozialsystem dran.

simmy antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640
Veröffentlicht von: @simmy

Interessanterweise gibt es aber ein offizielles Regierungsdokument, indem genau beschrieben steht, wie im Falle einer Pandemie vorgegangen werden soll. Wurde sich auch nur nicht wirklich dran gehalten.

Was genau meinst du oder sprichst du an?

irrwisch antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Hallo Irwisch,

warum greifst du mich an? Ich habe doch praktisch gar nichts gesagt und einfach den Link reingestellt und im Konjunktiv zusammen gefasst. Eine Meinung habe ich doch überhaupt nicht vertreten.

Liebe Grüße

Ralf

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Irrwisch
(@irrwisch)
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Deine Überschrift hat mich dazu veranlasst und auch deine Worte bezüglich Spahn.

irrwisch antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Veröffentlicht von: @irrwisch

Deine Überschrift hat mich dazu veranlasst und auch deine Worte bezüglich Spahn.

Bei der Überschrift habe ich mich an den Artikel gehalten.

Zu Spahn habe ich meine Kritik relativiert, als ich erfuhr, dass die Bundeswehr für die Beschaffung zuständig war. Den ersten Kritikpunkt, dass Herrn Spahn am 05.02.20 nicht auf den Appell eines Herstellers von Schutzbekleidung reagiert hat, konnte man auch im Fernsehen sehen, ich glaube "Frontal" hat es aufgegriffen.

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stundenglas
(@stundenglas)
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Leider verschwindet auch der hinter einer Paywall. 🙁

stundenglas antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Da steht eine Paywall im Weg.

Dass über Kurz oder Lang so eine Ungleichbehandlung kommt, ist eigentlich logisch: wenn wir als Gesamtgesellschaft zum Schutz einer Teilgesellschaft unser wirtschaftliches Leben runterfahren, besteht die dringende Gefahr, dass die wirtschaftlichen Folgen am Ende dazu führen, dass auch die gefährtdete Teilgesellschaft nicht mehr geschützt werden kann.

Eine solche "Ungleichbehandlung" hätte meiner Ansicht nach schon von Anfang an gelten sollen. Inzwischen ist schon viel Schaden angerichtet. Naja, besser spät, als nie...

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @blackjack

Eine solche "Ungleichbehandlung" hätte meiner Ansicht nach schon von Anfang an gelten sollen. Inzwischen ist schon viel Schaden angerichtet. Naja, besser spät, als nie...

Das Problem ist aber: Auf welcher Basis hättest du so etwas organisieren wollen?

Natürlich kannst du einfach pauschal allen Menschen über 60 oder 70 verbieten auf die Straße zu gehen und sich das Virus in der übrigen Bevölkerung einfach ausbreiten lassen.

Aber ob das so funktioniert hätte wage ich mal zu bezweifeln - zumal es ja an allen Ecken und Enden an notwendiger Schutzausrüstung fehlt, die man den Risikogruppen zur Verfügung stellen müsste.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber ob das so funktioniert hätte wage ich mal zu bezweifeln

Die bisherigen Maßnahmen haben nicht funktioniert und konnten, wenn man das ihnen zugrunde liegende Infektionskurvenverflachungs-Konzept zuende denkt, nicht funktionieren.

Veröffentlicht von: @lucan-7

zumal es ja an allen Ecken und Enden an notwendiger Schutzausrüstung fehlt, die man den Risikogruppen zur Verfügung stellen müsste

Welche Schutzausrüstung? Die Risikogruppen müßten eben daheim bleiben, unter Quarantäne. Ich hab das an anderer Stelle weiter ausgeführt, will mich hier nicht wiederholen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Natürlich kannst du einfach pauschal allen Menschen über 60 oder 70 verbieten auf die Straße zu gehen und sich das Virus in der übrigen Bevölkerung einfach ausbreiten lassen.

Da das Durchschnittsalter der Verstorbenen bei 80 lag, würde ich die Grenze zwischen 75 und 80 legen und hinzu noch Menschen mit schweren (und daher den Krankenkassen ja bekannten) Vorerkrankungen nehmen.
Aber ich bin kein Fachmann - die Definition jener zu schützenden Teilgruppe unserer Gesellschaft würde ich guten Gewissens den Fachleuten übertragen.

Von mir aus auch schon alle ab 70. Oder erst ab 80 (dazu müßte man genau wissen, inwiefern das Alter der Verstorbenen nicht einfach bloß mit den Vorerkrankungen korreliert und womöglich es schon ausreichen würde, sich auf die Menschen mit schweren Vorerkrankungen als zu schützende Gruppe zu konzentrieren).

Wie auch immer - dass eine Gesamtgesellschaft sich lahm legt, um einen Gruppenteil zu schützen, kann einfach nicht, bzw. nur über einen übersichtlich kurzen Zeitraum hinweg funktionieren. Da aber gemäß dem Grundgedanken, auf dem die "Eindämmungsmaßnahmen" fußten, der entsprechende Zeitraum gar nicht kurz sein kann, bzw. sein darf, war dieses Konzept von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Meine Befürchtung ist, dass beim demnächst notwendig anstehenden Zurückrudern zuviel Zeit damit verbracht wird, herumzulavieren, weil diejenigen, die für die falschen, aktivistischen Maßnahmen verantwortlich waren/sind ihr Gesicht nicht verlieren dürfen, oder, um es mal in die üblichen sprachlichen Formeln zu gießen: das Vertrauen der Bevölkerung nicht erschüttert werden soll.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 29398
Veröffentlicht von: @blackjack

Die bisherigen Maßnahmen haben nicht funktioniert und konnten, wenn man das ihnen zugrunde liegende Infektionskurvenverflachungs-Konzept zuende denkt, nicht funktionieren.

Da sich meine Eltern, die mit 80 Jahren in einem Risikogebiet leben und teils Vorerkrankungen haben, bislang nicht angesteckt haben möchte ich dir da entschieden widersprechen... und ich gehe mal davon aus, dass meine Eltern nicht die einzigen Personen sind, auf die das zutrifft.

Veröffentlicht von: @blackjack

Welche Schutzausrüstung? Die Risikogruppen müßten eben daheim bleiben, unter Quarantäne. Ich hab das an anderer Stelle weiter ausgeführt, will mich hier nicht wiederholen.

Und wie willst du das durchsetzen, für nur einen Teil der Bevölkerung?

Denn das hiesse ja, dass die 80-jährige Risikopatientin, die alle zwei Tage zum Einkaufen geht, dann vor der Wahl stünde zu verhungern... oder sich unverändert ins Getümmel im Supermarkt zu stürzen, wo sie sich innerhalb der nächsten Wochen garantiert anstecken würde.

Veröffentlicht von: @blackjack

Aber ich bin kein Fachmann - die Definition jener zu schützenden Teilgruppe unserer Gesellschaft würde ich guten Gewissens den Fachleuten übertragen.

Eben jene Fachleute haben jetzt aber den "shutdown" vorgeschlagen. Irgendwie scheinst du es also doch besser wissen zu wollen...

Denn das Problem ist ja wohl auch, dass sich die Risikogruppe bisher gar nicht konkret eingrenzen liess. Es ist ja, wie du ganz richtig sagst, nicht nur eine Frage des Alters. Wen genau willst du da mit welcher Begründung in Quarantäne schicken, ohne ständig Diskussionen und Widersprüche zu riskieren...?

Veröffentlicht von: @blackjack

Wie auch immer - dass eine Gesamtgesellschaft sich lahm legt, um einen Gruppenteil zu schützen, kann einfach nicht, bzw. nur über einen übersichtlich kurzen Zeitraum hinweg funktionieren.

Da stimme ich dir zu. Deshalb muss es jetzt in der Tat darum gehen, diesen Zustand "übersichtlich", also so kurz wie möglich zu halten.

Und diese Zeit muss dann dazu genutzt werden, das nachzuholen was bislang eben noch nicht möglich war: Anhand der vorhandenen Daten Riskikogruppen zu definieren und Schutzmaßnahmen für diese zu ergreifen.

Dazu gehört dann häusliche Quarantäne ebenso wie zur Verfügung gestellte Schutzkleidung wie Schutzmasken und dergleichen... welche es ja momentan immer noch nicht gibt.

Veröffentlicht von: @blackjack

Meine Befürchtung ist, dass beim demnächst notwendig anstehenden Zurückrudern zuviel Zeit damit verbracht wird, herumzulavieren, weil diejenigen, die für die falschen, aktivistischen Maßnahmen verantwortlich waren/sind ihr Gesicht nicht verlieren dürfen, oder, um es mal in die üblichen sprachlichen Formeln zu gießen: das Vertrauen der Bevölkerung nicht erschüttert werden soll.

Da habe ich weniger Sorgen... denn aus einem Herumlavieren werden sich die Verantwortlichen kaum herausreden können. Dafür sind die potentiellen Schäden zu groß - deshalb ist es auch im Interesse der Politiker, den Laden so bald als möglich wieder zum Laufen zu kriegen.

lucan-7 antworten
Anonymous
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Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Und wie willst du das durchsetzen, für nur einen Teil der Bevölkerung?

Du meinst, es sei einfacher durchsetzbar, die gesamte Bevölkerung mit einer Ausgangssperre zu beglücken, statt nur jene Teilmenge, die übrigens ohnehin schon aus weniger den durchschnittlich weniger mobilen Leuten besteht? 🤨

Veröffentlicht von: @lucan-7

Denn das hiesse ja, dass die 80-jährige Risikopatientin, die alle zwei Tage zum Einkaufen geht, dann vor der Wahl stünde zu verhungern...

Im Ernst? Nein. Dass hieße selbstverständlich, dass die entsprechende Bevölkerungsgruppe von der Restbevölkerung unterstützt wird, beispielsweise, indem die Daheimbleibenmüssenden mit den benötigten Waren des täglichen Bedarfs beliefert werden. Aber wie schon gesagt - das hatte ich an anderer Stelle ausführlichder dargelegt und will mich nicht wiederholen.

Der Grundgedanke lautet: diese Art "Hausarrest" der Risikopgruppe wäre auf wenige Wochen, bzw. Monate begrenzt. Sobald die Herdenimmunität in der Bevölkerung vorläge, könnte diese Maßnahme wieder beendet werden.

Im Unterschied zu der jetzigen, auf unbestimmte Dauer angelegten Lösung, in der nicht nur die Risikogruppe, sondern die gesamte Republik daheim zu bleiben hat.

Es ist ja schon fast zum Lachen - wenn's nicht so traurig wäre - wie schnell da nun die Prognosen hinsichtlich der wirtschaftlichen Folgeschäden einander die Klinke in die Hand geben. Vor vier Tagen befürchteten die Experten "bis zu einer Million zusätzliche Arbeitslose aufgrund der Coronakrise". Gestern waren es schon "bis zu 1,87 Millionen" (witzig: die Nachkommazahl suggeriert größere wissenschaftliche Gewißheit, das soll vermutlich auch irgendwie beruhigen)...
Bleiben wir mal bei der konservativen ersten Prognose und ignorieren, dass ebensogut morgen sich schon manche Experten mit drei oder vier Millionen zusätzlichen Arbeitslosen aus der Deckung trauen könnten: Eine Million Bundesbürger, die zukünftig nicht produktiv sein, keine Steuermittel erwirtschaften werden (jene Mittel, mit denen man ja am Ende die Fluschäden wird beheben müssen...): Für solche Beträge ließe sich durchaus eine zeitlich begrenzte Versorgung der Risikogruppe organisieren, meinst Du nicht?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Eben jene Fachleute haben jetzt aber den "shutdown" vorgeschlagen. Irgendwie scheinst du es also doch besser wissen zu wollen...

Ja, aber eben diese Fachleute beginnen - das ist Thema dieses Seitenstranges - inzwischen zurückzurudern. Man muß im übrigen schon die richtigen Fragen an die Fachleute stellen und darf nicht davon ausgehen, dass Virologen oder Epidemiologen auch fachfremdes Faktoren wie z.B. volkswirtschaftliche Zusammenhänge, mit in ihre Überlegungen einfließen lassen.

Denn: das Konzept der Ansteckungskurvenverflachung an sich funktioniert ja, da hatten die "Fachleute" ja recht. Nur funktioniert es so gut, dass die entsprechenden Maßnahmen entsprechend bis zum St. Nimmerleinstag oder mindestens bis irgendwann nächstes Jahr (wenn denn dann endlich der mit quasireligiöser Inbrunst herhoffte Impfstoff irgendwann in ausreichender Menge bereitstehen sollte) durchgezogen werden müssen, also die Wirtschaft gründlich zerstört wird.

Die ordnungspolitischen Maßnahmen sind aus rein epidemiologischer Perspektive richtig und insofern kann man den Fachleuten (Medizinern usw.) da keinen Vorwurf machen. Sondern der Vorwurf muß in Richtung der Verantwortlichen gehen, also in Richtung jener Politiker, die aus Angst vor unschönen Bildern (Motto: "Wir wollen nicht solche Bilder wie in Italien auch hier in Deutschland sehen!") nicht den Mut hatten, die Bürger - für einen, ich wiederhole mich, begrenzten Zeitraum - unterschiedlich je nach Alter und Vorerkrankungslage zu behandeln. Womöglich hatten sie Angst, dass dann ein rüstiger 82jähriger vor's Bundesverfassungsgericht zöge und dort "Diskriminierung aufgrund Alters" als Klagegrund vorgäbe.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Wen genau willst du da mit welcher Begründung in Quarantäne schicken, ohne ständig Diskussionen und Widersprüche zu riskieren...?

Erwartest Du von mir ernsthaft Lösungsvorschläge, die sich ohne Diskussionen durchführen ließen? Nochmal: das würde ich Fachleuten überlassen. Wenn die sagen: Alle die folgende Vorerkrankungen xyz haben oder über 75 Jahre alt sind, haben daheim zu bleiben - dann wird das halt so gemacht. Und dann wird es sicherlich ein paar Fälle geben, wo Jüngere an Sars2/Corona erkranken und auf die Intensivstation gebracht werden müssen und sogar sterben.
So what? Gesetzliche Regelungen und administratorische Maßnahmen können nie sämtliche Einzelfälle abdecken. Das mag dann dem 74jährigen, der noch nicht unter die Regelung fiel, sich ansteckte und an den Folgen der Coronaansteckung dann verstirbt, nicht viel helfen. Aber dafür vielleicht jenen Menschen weltweit, die heute schon aufgrund des Shutdowns täglich in größeren Zahlen ihre Lebensgrundlage verlieren. Und wenn man da ein kleiner Fabrikarbeiter in Indien oder Thailand oder Vietnam oder dem Sudan ist, wo man Kündigungsfristen aufgrund wegbrechender Kundennachfrage nicht ganz so ernst nimmt, dann helfen einem die Kurzarbeitergeld-Regelungen in Deutschland auch nicht groß weiter, die hungrigen Mäuler der Familie zu stopfen.
DAS sind so Zusammenhänge, die Politiker zu bedenken haben, und die nicht in den Kompetenzbereich von Medizinern und Epidemiologen fallen (die dann eben auch nicht als Ratgeber in dieser Hinsicht Fachkompetenz liefern können).

Veröffentlicht von: @lucan-7

Da stimme ich dir zu. Deshalb muss es jetzt in der Tat darum gehen, diesen Zustand "übersichtlich", also so kurz wie möglich zu halten.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und diese Zeit muss dann dazu genutzt werden, das nachzuholen was bislang eben noch nicht möglich war: Anhand der vorhandenen Daten Riskikogruppen zu definieren und Schutzmaßnahmen für diese zu ergreifen.

Na siehste. Alles was ich sage, ist: Das hätte man gern früher tun dürfen. 😀

Veröffentlicht von: @lucan-7

Da habe ich weniger Sorgen... denn aus einem Herumlavieren werden sich die Verantwortlichen kaum herausreden können. Dafür sind die potentiellen Schäden zu groß - deshalb ist es auch im Interesse der Politiker, den Laden so bald als möglich wieder zum Laufen zu kriegen.

Es gibt einen interessanten Zusammenhang, der Dir doch eigentlich auch bekannt sein dürfte: In der Krise können sich die Regierenden auf zunehmende Zustimmung in der Bevölkerung verlassen.
Die Umfragewerte für SPD und CDU sind gestiegen, diejenigen für die Opposition sind gefallen.

In der Coronakrise wird rund um den Globus von den Regierenden gern Kriegsmetaphorik bemüht - in der Hinsicht unterscheiden sich Trump und Macron witzigerweise kaum. Und warum? Weil es aus Perspektive der Macht auf dasselbe hinausläuft: der Solidarisierungseffekt ist sehr ähnlich, er beruht auf dem Gefühl des Bedrohtseins durch einen "gemeinsamen Feind" in der Bevölkerung, was den Wunsch nach Führung und Orientierung auslöst. Diese Massenpsychologischen Effekte sind doch nun wirklich ein so alter Hut, dass jeder Berater eines an innenpolitischen Problemen leidenden Herrscherst entsprechende Strategien (sich einen äußeren Feind suchen) im Schreibtisch haben sollte.

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Anonymous
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(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @blackjack

Es gibt einen interessanten Zusammenhang, der Dir doch eigentlich auch bekannt sein dürfte: In der Krise können sich die Regierenden auf zunehmende Zustimmung in der Bevölkerung verlassen.
Die Umfragewerte für SPD und CDU sind gestiegen, diejenigen für die Opposition sind gefallen.

Das gilt sogar für Trump. Gerade unter demokratisch gesinnten Wählern soll seine Zustimmung erheblich gestiegen sein.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Im Prinzip dürften wir uns da einig sein, vielleicht erinnerst du dich auch an einen früheren Beitrag von mir an dem ich eine Art Umkehrpunkt erwähnte... nämlich der Zeitpunkt, an dem die jetzigen Maßnahmen mehr schaden als nutzen. Und dieser Zeitpunkt kommt natürlich sehr viel früher als in einigen Monaten, egal wie man die Schaden/Nutzen Rechnung jetzt auch aufstellen mag.

Mein Argument für die jetzigen Maßnahmen bezieht sich auf zwei wesentliche Faktoren: Der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems - und die fehlende Möglichkeit, die Risikogruppen genau zu definieren und zu schützen, weil dafür zum einen einfach noch keine Daten vorliegen - und sich so etwas zum Anderen auch nicht einfach über Nacht organisieren lässt. Da kann man noch so viele Millionen oder Milliarden Euro in die Hand nehmen, so etwas braucht eine gewisse Vorlaufzeit. Oder du hast am Ende eben doch den Zusammenbruch des Gesundheitssystems.

Dass wir jetzt schnell wieder von den Maßnahmen weg kommen müssen steht auch ausser Frage.

Veröffentlicht von: @blackjack

Man muß im übrigen schon die richtigen Fragen an die Fachleute stellen und darf nicht davon ausgehen, dass Virologen oder Epidemiologen auch fachfremdes Faktoren wie z.B. volkswirtschaftliche Zusammenhänge, mit in ihre Überlegungen einfließen lassen.

Nein, darum ging es auch nicht. Es ging immer um die mögliche Anzahl schwer Erkrankter innerhalb einer bestimmten Zeit. Auf dieser Basis wurden die Maßnahmen beschlossen.

Veröffentlicht von: @blackjack

Es gibt einen interessanten Zusammenhang, der Dir doch eigentlich auch bekannt sein dürfte: In der Krise können sich die Regierenden auf zunehmende Zustimmung in der Bevölkerung verlassen.
Die Umfragewerte für SPD und CDU sind gestiegen, diejenigen für die Opposition sind gefallen.

Das gilt für den Moment, richtig. Aber da würde ich mich nicht darauf verlassen - in dem Moment, in dem in der Bevölkerung die Meinung vorherrscht, dass die Maßnahmen übertrieben sind oder waren kann das schnell ins Gegenteil umschlagen. Und das wissen auch die Leute in der CDU.

Veröffentlicht von: @blackjack

Weil es aus Perspektive der Macht auf dasselbe hinausläuft: der Solidarisierungseffekt ist sehr ähnlich, er beruht auf dem Gefühl des Bedrohtseins durch einen "gemeinsamen Feind" in der Bevölkerung, was den Wunsch nach Führung und Orientierung auslöst.

Richtig. Nur wird das in der Regel so gedeichselt, dass die Bevölkerung einen äusseren Feind präsentiert bekommt, der zwar strenge Maßnahmen rechtfertigt... wenn aber die Leute mehr und mehr Einschränkungen zu beklagen haben oder gar um ihre Existenz gebracht werden, der äussere Feind sich derweil aber gar nicht zeigt oder gar als harmlos erweist - dann funktioniert die Methode nicht mehr.

lucan-7 antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 4 Sekunden

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Dass wir jetzt schnell wieder von den Maßnahmen weg kommen müssen steht auch ausser Frage.

Gut, dass da Einigkeit herrscht! 😊

Veröffentlicht von: @lucan-7

Nein, darum ging es auch nicht. Es ging immer um die mögliche Anzahl schwer Erkrankter innerhalb einer bestimmten Zeit. Auf dieser Basis wurden die Maßnahmen beschlossen.

Ja. Man hörte - wie Moorwackler das so schön in ein Bild faßte - eben nur den Pest-Fachleuten zu. Auf deren Aussagen als Basis wurden die Maßnahmen beschlossen. Die Cholera-Experten wurden nicht ernst genommen, ihre (schon früh geäußerten!) Einwände wurden meinem Empfinden nach gern mit der Moralkeule beiseitegefegt nach dem Motto, dass, wer sich gegen die Shut-down-Maßnahmen ausspreche, wohl nicht mit den Gefährdeten solidarisch sei. Diese Moralkeule fand dann sogar in dem Stereotyp der Coronaparty feiernden Jugendlichen eine plakative Fahne. Welche nun schön im Hinterkopf immer mitflattert.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das gilt für den Moment, richtig. Aber da würde ich mich nicht darauf verlassen - in dem Moment, in dem in der Bevölkerung die Meinung vorherrscht, dass die Maßnahmen übertrieben sind oder waren kann das schnell ins Gegenteil umschlagen. Und das wissen auch die Leute in der CDU.

Ja. Dann, getrieben nicht von der Angst vor den Folgen getroffener Entscheidungen, sondern getrieben von der Angst vor dem Volkszorn, wird man, ganz die großen Lenker, umsteuern. Nicht ohne Beteuerung, vorher aber alles nach bestem Wissen und Gewissen getan zu haben. Und vermutlich werden sie sogar damit durchkommen und sich einen "wir lernen immer dazu!"-Sticker an's Revers heften.
Wofür sich dann diejenigen, die durch die Maßnahmen längst ruiniert wurden, auch nix kaufen können.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Richtig. Nur wird das in der Regel so gedeichselt, dass die Bevölkerung einen äusseren Feind präsentiert bekommt, der zwar strenge Maßnahmen rechtfertigt... wenn aber die Leute mehr und mehr Einschränkungen zu beklagen haben oder gar um ihre Existenz gebracht werden, der äussere Feind sich derweil aber gar nicht zeigt oder gar als harmlos erweist - dann funktioniert die Methode nicht mehr.

Daher warten wir seit dreißig Jahren darauf, dass diese Methode sich im Iran als nicht funktionierend erweist...

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398
Veröffentlicht von: @blackjack

Ja. Man hörte - wie Moorwackler das so schön in ein Bild faßte - eben nur den Pest-Fachleuten zu. Auf deren Aussagen als Basis wurden die Maßnahmen beschlossen. Die Cholera-Experten wurden nicht ernst genommen,

Moorwackler plädiert aber nicht dafür, zwischen den beiden Ansichten abzuwägen - er sagt, dass man ausschliesslich auf die "Cholera" Experten hätte hören sollen, weil die "Pest" Fachleute nicht ernst zu nehmen sind. Diese Strategie verfolgt er hier von Begin an. Und darin sehe ich kein verantwortungsvolles Handeln.

Veröffentlicht von: @blackjack

Diese Moralkeule fand dann sogar in dem Stereotyp der Coronaparty feiernden Jugendlichen eine plakative Fahne. Welche nun schön im Hinterkopf immer mitflattert.

An dem entscheidenden Wochenende, nachdem die Schulschliessungen bereits beschlossen waren, war von vernünftigem Verhalten auch weit und breit nichts zu sehen... die "Corona-Partys" fanden tatsächlich statt.

Veröffentlicht von: @blackjack

Nicht ohne Beteuerung, vorher aber alles nach bestem Wissen und Gewissen getan zu haben. Und vermutlich werden sie sogar damit durchkommen und sich einen "wir lernen immer dazu!"-Sticker an's Revers heften.

Und inwiefern haben sie nicht nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt? Moorwackler hat ja schon geäussert, Menschen "zur Verantwortung" ziehen zu wollen... und da frage ich mich schon: Auf welcher Basis denn?

Denn die Politiker hätten nur dann etwas falsch gemacht, wenn sie wider besseres Wissen gehandelt hätten.

Wider besseres Wissen mal eben die Wirtschaft zu ruinieren und Menschen um ihre Existenz zu bringen ist allerdings für einen Politiker in einer westlichen Demokratie nicht unbedingt das cleverste Vorgehen, wenn man an der Macht bleiben möchte... und da frage ich mich schon, welches verquere Weltbild denn dahinterstecken mag, wenn man Politikern einer derartige Motivation unterstellt...?

Veröffentlicht von: @blackjack

Daher warten wir seit dreißig Jahren darauf, dass diese Methode sich im Iran als nicht funktionierend erweist...

Die aufgeklärten Menschen im Iran wissen ganz genau, dass sie von ihrer Regierung betrogen werden. Und das seit Jahrzehnten.

lucan-7 antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769

Wenn die Risikogruppen sich weitgehend nicht unter's Volk mischen, brauchen die, die keine Pflege benötigen, auch keine Schutzausrüstung.

stundenglas antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398
Veröffentlicht von: @stundenglas

Wenn die Risikogruppen sich weitgehend nicht unter's Volk mischen, brauchen die, die keine Pflege benötigen, auch keine Schutzausrüstung.

Ja, sie könnten auch auf einen hohen Baum klettern und dann dort bleiben...

Soll heissen: wie realistisch ist das, sich sicher und geschützt in einer Gesellschaft zu bewegen, in der irgendwann die Hälfte aller Leute Träger des Virus sind?
Da reicht doch, wenn der Postbote die Lebensmittellieferung mit seinen verschwitzten Händen berührt, und dann war's das...

lucan-7 antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4769
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ja, sie könnten auch auf einen hohen Baum klettern und dann dort bleiben...

Oh, da hatte ich wohl eine falsche Vorstellung von Risikogruppen! Dann mal gut klettern!

stundenglas antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2973

Probieren die russen auch, meine Schwiegereltern befinden sich (beide älter als 65) für 3 Monate in Quarantäne und werden auch von der Stadt versorgt. Also es wird für sie eingekauft. Keine schlechte Idee fragt sich nur ob es klappt.

Nachtrag vom 26.03.2020 1508
Ein paar Gründe warum das nicht klappen könnte: Schwiegervater ist Diabetiker, die ärzte in russland machen hausbesuche aber was wenn die infiziert sind? Dann hat es auch die schwiegermutter erwischt.

johannes22 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

So ein Quark. Wenn, dann dient es der eigenen Sicherheit.

tatokala antworten
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