Covid-19/2
Der erste Thread zu diesem heftigen Geschehen hat nahe 1000 Postings.
Deswegen bitte hier weiter schreiben.
Euch allen Bewahrung und Gesundheit
wünscht
Inge
Bundestrainer!
Juhuu, wir sind alle Bundestrainer!
Hoffentlich dauert die WM nicht mehr so lange 😊
Ich geh jetzt mal zum praktischen Training in die Sonne...
Viele Tote aber im Sommer wäre es vorbei
In einem Worst-Case-Szenario beschreiben die Wissenschaftler, was passiert, wenn der Staat gegen die Corona-Epidemie nur wenig unternimmt, etwa nur Großveranstaltungen verbietet und Reisetätigkeiten einschränkt. Infolgedessen wären bald 70 Prozent der Bevölkerung infiziert, mehr als 80 Prozent der Intensivpatienten müssten von den Krankenhäusern abgewiesen werden, die Todeszahlen in Deutschland überstiegen die Millionengrenze.
Knapp 1,2 Millionen Tote bis Juni dann ruhe im Karton.
Danach müüsten die psychotherapeuten Extra Scichten schieben wegen massenhaft traumatisierter Angehöriger ud Pflegepersonal
So lange es hierfür keinen Impfstoff gibt, wird dieses Virus hin und wieder für Probleme sorgen. Andere Szenarien sprechen von 2 Jahre.
M.
Nö bei diesem Szenario wäre im Juni Schluss, 70% wären immun der virus könnte sich nicht mehr ausbreiten. Allerdings frag sich natürlich wie man mit 10000 Toten täglich über einen zeitraum von 3 Monaten noch die zivilisation aufrechterhalten kann. Trump hat diese idee aber favourisiert.
10000 Toten täglich? Widersprichst dich da nicht?
Es wird weniger werden das ist Fakt und das Virus existiert noch. Man wird mit Distanz und vermeiden von Massenveranstaltung leben müssen und zwar so lange bis es ein Impfstoff geben wird.
Der Betrieb geht wieder weiter, aber so lange corona noch da ist wird es hier und da viel ändern.
M.
Das ist das SCHLECHTMÖGLICHSTE Szenario. Dabei sterben 1,2 Millionen menschen in 90 tagen. über 10000 jeden tag.
Ich rechne mit zw. 5 und 25 Millionen weltweit. Du redest von Zahlen in den reicheren Ländern. Ich denke globaler.
M.
Veröffentlicht von: @johannes22Knapp 1,2 Millionen Tote bis Juni dann ruhe im Karton.
Immer vorausgesetzt, die geschätzte hohe Sterblichkeit entspricht der Realität.
Ich gehe zwar nach den bisherigen Zahlen auch von einer hohen Zahl von Opfern aus - eine Million erscheint mir allerdings zu hoch gegriffen.
Das ist Worst case, nur Massenveranstaltungen werden verboten sonst nichts. Dann müssten halt 80% der menschen die auf eine Intensivstation müssten abgelehnt werden, die Mortalität läge bei 2-4% aus diesem grund halt.Es würden 600000 Menschen pro Monat sterben bis Ende Mai halt.
Ja, mir ist schon klar dass die Intensivstationen das Problem sind. Trotzdem ist die Zahl zu hoch.
Spielt für die Problematik aber keine Rolle... die Intensivstationen reichen auch für 100.000 nicht aus, schon da wird es zu den beschriebenen Szenen kommen.
Das ist die zahl der bundesregierung ich frag mich woher du weißt das die zu hoch ist? Die Mortalitätszahlen ohne Intensivbehandlungen sind doch aus Wuhan ganz gut dokumentiert.
Veröffentlicht von: @johannes22Das ist die zahl der bundesregierung ich frag mich woher du weißt das die zu hoch ist?
Weil wir mit den Fallzahlen in Deutschland jetzt schon deutliche Einschnitte bemerken müssten. Ich denke, dass wir uns von den "worst case" Szenarien langsam verabschieden können.
Whow das ist ja wohl ein Missverständnis: Ich habe nur zitiert was das Worst case Szenario wäre. Und es fragt sich halt doch ob wir das wirklich langfristig verhindern können, eine Eindämmung scheint mir nicht mehr möglich, eine langsamere Ausdehnung führt aber auch zu Wuhan ähnlichen zahlen denn wir können es ja nicht über Jahrzehnte strecken eine Überlastung des Gesundheitssystems ist unumgänglich.
Offener Brief von Sucharit Bhakdi an Angela Merkel
Für die, die es interessiert: Sucharit Bhakdi, emeritierter Professor für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Universität Mainz, der bekannt wurde durch drei Youtube-Filmchen, in welcher er die RKI Position infrage gestellt hat (die Massnahmen der Regierung seien "grotesk, überbordend und direkt gefährlich" hat einen offenen Brief an Angela Merkel geschrieben:
https://swprs.files.wordpress.com/2020/03/sucharit-bhakdi-letter-merkel.pdf
Da finden sich nun auch die Quellenangaben, die er in den an ein breiteres Publikum gerichteten Youtube-Filmchen nicht genannt hatte.
emeritierter Professor
Ah, der Mann ist im Ruhestand. Das mit der Virologie ist also nicht mehr ganz uptodate. Da vertraue ich dich eher Leuten, die aktuell in der Materie drin stecken.
Interessant, was für eine Vorstellung von Wissenschaft manche Leute haben...
Du und ich wissen, dass nicht jeder Professor nach seiner Emeritierung in den Ruhestand geht. Aber du und ich wissen auch, dass es durchaus solche Professoren gibt.
Der Mann ist über 70. Das muss man nicht wissen. Man muss aber auch nicht wissen, dass der Mann bis heute in Kiel forscht. Statt dich hier so überheblich zu geben, hättest du schlicht informieren können.
Veröffentlicht von: @lubovStatt dich hier so überheblich zu geben, hättest du schlicht informieren können.
Ah, meine Antwort ist überheblich. Aber das hier:
Ah, der Mann ist im Ruhestand. Das mit der Virologie ist also nicht mehr ganz uptodate.
ist nicht überheblich. Interessante Wahrnehmung.
*g* Das
Veröffentlicht von: @moorwacklerAber das hier:[...] ist nicht überheblich.
hab ich nicht behauptet, unterstell mir bitte nicht, das gedacht zu haben. Danke. (Es muss aber nicht überheblich sein, ich hab es schlicht als uninformiert wahrgenommen.) Ich bin nur erstaunt und verwirrt, warum gerade du auf dieser unsachlichen Ebene einsteigst. (Warum mir das momentan passiert, weiß ich...*g*)
Im Grunde schätze ich deine Postings und deine Art, zu argumentieren. Hier gerade weniger (und schon ein zweites Mal in kurzer Zeit), und das war mir auffällig, drum hab ich es erwähnt.
Aber wenn du möchtest, melde ich Herbstrose, dass ihr Beitrag Uninformiertheit vermuten lässt und als überheblich wahrgenommen werden kann.
Gruß und Segen
lubov
Veröffentlicht von: @herbstroseAh, der Mann ist im Ruhestand. Das mit der Virologie ist also nicht mehr ganz uptodate. Da vertraue ich dich eher Leuten, die aktuell in der Materie drin stecken.
Es ist doch oft so, dass die Alten die unbequemen Wahrheiten aussprechen.
Wenn ich jung bin und meine Karriere noch vor mir habe, soll ich meine Karriere riskieren, und eine Gegenmeinung vertreten? Wenn ich falsch liege ist zumindest die Reputation hin, vielleicht sogar Karriere und Job.
Wenn ich das sage, was alle sagen, passiert mir nichts, auch wenn ich falsch liegen, denn dann liegen ja alle falsch.
Also warum einem Älteren, der diesen Zwängen nicht unterliegt und dazu immer noch in der Forschung tätig ist, nicht glauben? Außerdem kommt es darauf an die Botschaft zu prüfen.
In Anbetracht dessen, dass es Personen gibt, die sich aktuell aktiv mit der Materie befassen, bin ich eher geneigt, denen zu glauben.
Warum geht dieser Herr direkt an die Öffentlichkeit? Warum schlägt er nicht den üblichen Weg ein?
Da ich beruflich in die aktuelle Situation involviert bin, setze ich das um, was über die "Befehlskette" bei mir landet. Das sind geprüfte Aussagen. Denn genau das ist es, was Wissenschaft ausmacht: man stellt eine These auf, die überprüft wird. Und wenn das Ergebnis verifiziert ist, wird es veröffentlicht.
Danke für den Brief!
Ich lese auf Seite 3:
>>Gleichzeitig wird weltweit der Fehler begangen, virusbedingte Tote zu melden, sobald festgestellt wird, dass das Virus beim Tod vorhanden war – unabhängig von anderen Faktoren. Dieses verstößt gegen ein Grundgebot der Infektiologie: erst wenn sichergestellt wird, dass ein Agens an der Erkrankung bzw. am Tod maßgeblichen Anteil hat, darf die Diagnose ausgesprochen werden. <<
Eine genaue Information könnte nur eine Obduktion ergeben.
Und, was der Wissenschaftler - der übrigens nicht vor Ort an Untersuchung teilnehmen kann, weil bereits in Rente - nicht erklärt, ist, weshalb sind so viele beispielsweise in Italien und in Spanien gestorben?
Und, was spricht dagegen, zumindest 2 oder 3 Wochen die Vorschriften der Regierungen einzuhalten, um dann ein etwas feineres Bild zu bekommen?
Ich lese immer wieder, daß es sich um die Interessen der Wirtschaft handelt. Mir kommt eine gewisse Leichtfertigkeit vor oder Desinteresse, da man davon ausgeht, daß ein tödlicher Verlauf nur bei Leuten über 50 stattfinden könne.
Und schon alleine dieser Satz ist befremdlich:
Veröffentlicht von: @moorwackler(die Massnahmen der Regierung seien "grotesk, überbordend und direkt gefährlich"
Die Gefahr geht doch eher von Leuten aus, die leichtfertig mit der Gesundheit und dem Leben der Bevölkerung umgehen.
Gruß
Jour
Nachtrag vom 29.03.2020 0800
Seltsam finde ich auch das von ihm:
Immer wieder wird die erschreckende Situation in Italien als Referenzszenario herangezogen. Die wahre Rolle des Virus in diesem Land ist jedoch aus vielen Gründen völlig unklar – nicht nur, weil die Punkte 3 und 4 auch hier zutreffen, sondern auch, weil außergewöhnliche externe Faktoren existieren, die diese Regionen besonders anfällig machen.
Veröffentlicht von: @jourNachtrag vom 29.03.2020 0800
Seltsam finde ich auch das von ihm:
Immer wieder wird die erschreckende Situation in Italien als Referenzszenario herangezogen. Die wahre Rolle des Virus in diesem Land ist jedoch aus vielen Gründen völlig unklar – nicht nur, weil die Punkte 3 und 4 auch hier zutreffen, sondern auch, weil außergewöhnliche externe Faktoren existieren, die diese Regionen besonders anfällig machen.
Ja, das finde ich auch seltsam. Zumal inzwischen davon ausgegangen wird, dass Italien bereits die zweite Welle erlebt. Es gab im November schon eine Zeit mit überdurchschnittlich vielen Toten.
Veröffentlicht von: @herbstroseJa, das finde ich auch seltsam. Zumal inzwischen davon ausgegangen wird, dass Italien bereits die zweite Welle erlebt. Es gab im November schon eine Zeit mit überdurchschnittlich vielen Toten.
Im offenen Brief steht auch:
>>Meine Frage: Welche Bemühungen werden unternommen, um der Bevölkerung diese elementaren Unterschiede nahe zu bringen und den Menschen verständlich zu machen, dass Szenarien wie in Italien oder Spanien hier nicht realistisch sind?<<
Gleiches hat doch die Bundesregierung einige Tage gemeldet und wurde doch eines Besseren belehrt! Ich bin dankbar für das Schnelle Handeln!
Es betrifft ja nicht nur Italien und Spanien. Da ist doch Asien, die USA ..
Welches Land ist verschont worden?
Und, wenn alles ein Zufall wäre, warum gerade jetzt?
Vor Wochen hatte ich gelesen, daß es sich hier nicht um ein einziges Virus handele, was die Bekämpfung erschwert. Es seien mehrere, und "das" Virus könne sich schnell verändern. Die Lunge muß also nicht als erste angegriffen werden. Es kann auch andere Organe betreffen, die besonders anfällig sind.
(Muß nachher den Artikel dazu raus suchen)
Vor Wochen hatte ich gelesen, daß es sich hier nicht um ein einziges Virus handele, was die Bekämpfung erschwert. Es seien mehrere, und "das" Virus könne sich schnell verändern. Die Lunge muß also nicht als erste angegriffen werden. Es kann auch andere Organe betreffen, die besonders anfällig sind.
Man sollte nicht allen Gerüchten glauben es gibt nur einen Virus und auch in italien ist es der gleiche. Und im Gegensatz zur Influenza ist er eher mutationsunfreunlich. Übrigens wen diese these stimmt werden wir bei der Ansteckungsrate schlicht alle sterben. alle. da können wir gar nichts gegen machen.
Und das hat noch nicht mal die spanische Grippe geschafft eigentlich ja die amerikanische Grippe.
Mutation -> bessere Übertragung -> Multiorganversagen
Ich habe den Beitrag gefunden, worin steht, daß Ähnliches bereits 2012 gemeldet wurde.
Einige Absätze daraus:
„Die meisten mutieren so, daß sie eine verbesserte Übertragungsfähigkeit gewinnen.“ Mehrere Szenarien seien hier denkbar - im schlimmsten Fall verändere sich der Mers-Erreger so, daß er sich rapide vermehren kann.
Aus diesem Absatz:
Impfstoff muss erst erprobt werden
„Wir wissen nicht, ob das Virus so bleibt wie es ist. Das ist das große Problem“, sagte etwa Christian Drosten vom Institut für Virologie des Universitätsklinikums Bonn Anfang Dezember. Der Professor konnte gemeinsam mit Kollegen vor zehn Jahren das Sars-Virus identifizieren. Nun forscht er mit seinen Mitarbeitern seit mehreren Monaten an Mers. Coronaviren seien in der Lage, schnell zu mutieren, erklärt der Virologe. „Die meisten mutieren so, daß sie eine verbesserte Übertragungsfähigkeit gewinnen.“ Mehrere Szenarien seien hier denkbar - im schlimmsten Fall verändere sich der Mers-Erreger so, daß er sich rapide vermehren kann.
Immerhin: Ein möglicher Lebendimpfstoff gegen Mers wurde bereits an der Ludwig-Maximilians-Universität München hergestellt. Forscher testeten das Vakzin erfolgreich an Mäusen. Doch bis zum Einsatz an Menschen ist es ein langer Weg. „So ein Impfstoff muss erst klinisch erprobt und dann offiziell zugelassen werden“, sagt Drosten. „Wenn das Vorgehen irgendwo beschleunigt werden muss, dann an dieser Stelle.“
Der Beitrag beginnt u.a. mit:
Freitag, 10.01.2014, 10:40
„Das neue Coronavirus ist eine Gefahr für die ganze Welt“ - warnte die Weltgesundheitsorganisation vor einer neuen Krankheit. Diese Warnung greift nun auch die Bundesregierung in einer Risikoanalyse auf. Woher das Virus stammt, bleibt ein Rätsel.
Die Bundesregierung warnt in einem offiziellen Bericht für den Bundestag vor der Gefahr einer Epidemie mit einem neuen gefährlichen Virus. Wie die „Bild“-Zeitung vom Freitag berichtet, handelt es sich bei dem Erreger um ein sogenanntes Coronavirus mit der Bezeichnung „Mers-CoV“. Demnach warnt die Regierung in ihrem Bericht „zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2013“ vor dem Erreger, der im Sommer 2012 entdeckt worden ist. Er führe zu Fieber, Atemnot, schweren Lungeninfektionen, Nierenversagen oder Multiorganversagen. Weltweit haben sich bis Ende September 130 Menschen angesteckt, 58 starben. Dazu kommen weitere 17 Verdachtsfälle,(…)
In Deutschland habe es zwei Fälle gegeben, einer endete tödlich. „Bei ca. der Hälfte der Patienten, bei denen „Mers-CoV“nachgewiesen wurde, nahm die Krankheit einen tödlichen Verlauf“, zitiert die Zeitung aus dem Bericht. Die Herkunft ist des Erregers ist noch nicht ganz geklärt. Coronaviren können sowohl in Vögeln als auch in Säugetieren vorkommen. Mehr und mehr Studien weisen darauf hin, daß Mers seinen Ursprung in Fledermäusen hat. Experten konnten das Virus inzwischen auch in einer Kamelherde in Katar nachweisen, zu der zwei infizierte Menschen Kontakt hatten.(…)
„Mers“ steht für „Middle East Respiratory Syndrome“. Die Weltgesundheitsorganisation hatte bereits im Frühjahr 2013 vor dem neuen Virus gewarnt. „Das neue Coronavirus ist eine Gefahr für die ganze Welt“, hieß es damals. Mers ähnelt dem Sars-Erreger, der vor zehn Jahren eine Pandemie auslöste. Weltweit starben damals etwa 800 Menschen. Ähnlich wie Sars befällt das neue Virus die Lunge. Und ähnlich wie bei der Sars-Krankheitswelle gibt es unter Forschern und in Gesundheitsbehörden seit dem Mers-Ausbruch viele Fragen und Sorgen. Klinisch präsentieren sich nachgewiesene Fälle laut RKI zu Beginn mit einer akut beginnenden, grippeähnlichen Erkrankung. Sie verschärft sich im Verlauf der ersten Woche häufig zu einer Lungenentzündung und geht später teilweise in ein akutes Atemnotsyndrom über. Ein häufiges Begleitsymptom ist Durchfall. Bei schweren Verläufen kann auch Nierenversagen auftreten. Patienten mit chronischen Vorerkrankungen, wie Diabetes, Krebs oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, hatten die schwersten Verläufe.
Daher kann ich nichts mit dem offenen Brief anfangen.
Die Angelegenheit hat sich bereits so weit entwickelt, daß man sie sehr ernst nehmen muß!
Gruß
Jour
Der Artikel spricht vom MERS-CoVirus. Wir kämpfen gerade mit SARS-CoV-2.
Die sind zwar Verwandte, aber nicht gleich.
Wenn dir das bewusst ist, gut. Aber ich fand deinen Beitrag gerade verwirrend, drum wollte ich drauf hinweisen.
Gruß und Segen
lubov
MERS-CoV und SARS-CoV-2 - Steigerung
Kann gerade mit dem iPad nicht viel kopieren.
Ich versuche mal: z.B.:
https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/covid-19/was-ist-covid-19/
Ein kleiner Ausschnitt:
Der Namensgeber des Erregers, die Coronavirus-Studiengruppe des Internationalen Komitees zur Taxonomie von Viren (International Committee on Taxonomy of Viruses) bezieht sich mit dem Namen Sars-CoV-2 auf die sehr enge Verwandtschaft zum Sars-Virus (Sars-CoV), an dem 2002/2003 Hunderte Menschen gestorben waren. Die Viren sind Experten zufolge Varianten ein und derselben Virusart.
Coronaviren wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert.
Ist also nichts völlig Neues. Eine Verharmlosung könnte zu weiteren Steigerungen jener Erreger führen.
Gruß und Segen
Jour
Nachtrag vom 29.03.2020 1418
Und:
https://www.fr.de/wissen/covid-19-symptome-corona-coronavirus-sars-cov-2-schutz-inkubationszeit-ansteckung-13502988.html
Aaaaalso, die eigene Adresse entfernen finde ich ja schon feige, aber dann die Adresse des Gegenübers stehen lassen finde ich einfach nur mies.
Veröffentlicht von: @belannaAaaaalso, die eigene Adresse entfernen finde ich ja schon feige, aber dann die Adresse des Gegenübers stehen lassen finde ich einfach nur mies.
Die Adresse der Bundeskanzlerin findest Du mit einem Klick im Internet.
Die Weglassung der eigenen Adresse dient dem eigenen Schutz. Das muss man nicht machen, sollte man aber verstehen.
Veröffentlicht von: @ostwindDie Adresse der Bundeskanzlerin findest Du mit einem Klick im Internet.
Das ist mir auch klar, dass ein Weglassen nur "pro forma" gewesen wäre - umso mehr hätte ich das erwartet.
Veröffentlicht von: @ostwindDie Weglassung der eigenen Adresse dient dem eigenen Schutz.
Und eben das finde ich feige. Wenn ich eine Meinung derart öffentlich mache, dann muss ich auch damit leben können, dass nicht alle diese Meinung gut finden.
Veröffentlicht von: @belannaUnd eben das finde ich feige
So gesehen sind wir alle "feige". Niemand veröffentlicht im Profil seine Adresse. Warum wohl?
Veröffentlicht von: @belannadann muss ich auch damit leben können, dass nicht alle diese Meinung gut finden.
Das tut er ganz gewiss.
Niemand von uns schreibt aber auch offene Briefe und veröffentlicht fremde Adressen.
Aber das Ding mit den Hassverbrechen hast Du schon irgendwie mitgekriegt in den letzten Wochen, oder?
Ich verstehe das Problem nicht: Hier, in einem christlichen Forum, kann man schon mitkriegen, wie z.B. Moorwackler angegangen wird für das Äußern seiner (momentan noch) Minderheitenposition. Öfters wird da ad personam argumentiert.
Und nun soll ein Wissenschaftler (noch dazu mit einem ausländisch klingenden Namen - ein echter Trigger für manche Vollpfosten) seine private Adresse unter einen "offenen", d.h. für die Verbreitung in den Medien vorgesehenen, Brief an die Kanzlerin setzen? Warum sollte er so blöd sein, sich und seine Familie in Gefahr zu bringen? Das hat mit Feigheit wenig, mit vernünftiger Vorsicht dafür umso mehr zu tun.
Und selbst, wenn es sich bei ihm um einen Feigling handeln sollte - so what?
Was hat das mit dem Inhalt des Briefes zu tun? Warum immer diese Fokusverschiebung weg von der Botschaft und hin auf die Person des Überbringers oder auf unwesentliche Formalitäten?
Ist die Botschaft sooo schwer erträglich?
Veröffentlicht von: @blackjackIst die Botschaft sooo schwer erträglich?
Anscheinend schon.
Ich erwarte nicht, dass er seine Privatadresse veröffentlicht, aber zumindest eine "Dienstadresse", oder, falls er das auch nicht will, dann Merkels auch nicht. Was ich für mich in Anspruch nehme, soll ich dem Anderen auch zugestehen.
Über den Inhalt kann ich nichts Fundiertes sagen, da fehlt mir schlicht das Wissen.
Veröffentlicht von: @blackjackwie z.B. Moorwackler angegangen wird für das Äußern seiner (momentan noch) Minderheitenposition.
Also mal abgesehen von einem anderen User, der ab und zu etwas heftig wurde für meinen Geschmack,
kann ich nicht feststellen, dass Moorwackler wegen seiner Minderheitenposition angegriffen wird. (Es sei denn, man wertet schon einen sachlichen Widerspruch als Angriff.)
Speziell hier, etwas weiter oben, wurde er angegriffen, weil:
Wer austeilt, muss auch einstecken können. 😎
Er hat etliche interessante Fakten ausgegraben, andere haben das auch, das gibt ein ganz gutes Gesamtbild.
Aber ich bilde mir nicht ein, dass irgendjemand hier die letztlich "richtigen" Schlüsse daraus ziehen kann.
Lassen wir die Experten machen, wobei sich hoffentlich jetzt Wirtschaftswissenschaftler mit Epidemiologen und Ärzten zusammensetzen und hoffen wir auf eine gute Strategie, wie es jetzt weitergehen soll.
Veröffentlicht von: @belannaNiemand von uns schreibt aber auch offene Briefe
Jeder weiß, wer den Brief geschrieben hat. Er schreibt nicht anonym.
Insofern ist er nicht feige. Warum er seine Privatadresse veröffentlichen soll, erschließt sich mir nicht. Oder willst Du ihn besuchen?
Seine E-Mai Adresse ist leicht zu finden, also kann jeder über diesen Weg seine Missbilligung ausdrücken.
Veröffentlicht von: @belannaveröffentlicht fremde Adressen.
Er veröffentlicht nicht Merkels Privatadresse, sondern er schreibt an eine offizielle Anschrift.
Und meine Frage an Dich: Warum veröffentlichst Du Deine Privatadress nicht hier im Forum?
Unklarheit
Beim Lesen des Briefes kommt mir der Gedanke, dass dem Schreiber viele Dinge unklar sind.
Vielleicht wird sich jemand finden, ihm seine zu beantworten, bis dahin, ist sicherlich eine pragmatische und risikominimierende Handlungsweise angebracht.
Danke!
Danke für die Verlinkung.
Dass Du für einen interessanten und informativen Hinweis mehr Rot als Grün bekommst... - ach, lassen wir das.
Veröffentlicht von: @blackjackDass Du für einen interessanten und informativen Hinweis mehr Rot als Grün bekommst... - ach, lassen wir das.
Wo siehst du hier eine "Information"? Das sind Fragen, die jetzt zu klären sind, ganz banal und offensichtlich.
Wo ist jetzt das Besondere, das hier erwähnenswert wäre?
Nachtrag vom 29.03.2020 2120
Nein, ich hab das nicht mit Rot bewertet... ich habe es gar nicht bewertet, aufgrund dieser Banalität.
Danke für den Link.
Es wäre - für alle Beteiligten - interessant, wenn es auf diesen Brief eine fachkundige Antwort gäbe.
Was mich stört ist. Hat er nicht mitbekommen das es auch zahlen über geheilte gibt die ebenfalls steigen?
Verstehe ich seine Frage falsch?
M.
Herr Bhakdi hat sicher nicht in allem unrecht, aber diesen Punkt finde ich extrem gefährlich:
"Sollte sich herausstellen, dass dem COVID-19 Virus kein bedeutend höheres Gefahrenpotential zugeschrieben werden darf als den bereits kursierenden Coronaviren, würden sich offensichtlich sämtliche Gegenmaßnahmen erübrigen."
Allein der Umstand, dass in Deutschland derzeit extrem viele Beatmungsplätze belegt sind und diese ausgeweitet werden müssen, um das Schlimmste zu verhindern, zeigt doch, dass frühere Coronaviren entweder nicht oder seltener in Deutschland kursiert sind oder aber eben doch deutlich ungefährlicher waren, als der neuartige Erreger. Solche Umstände lassen sich schließlich kaum vertuschen, nicht mal in China oder in anderen nicht demokratisch regierten Staaten. Einen vergleichbaren Notstand hatten wir in Deutschland und Europa in den letzten 70 Jahren nicht mal im Ansatz. Die Hochrüstung im Zeitalter des Kalten Krieges mit dem Höhepunkt der Kubakrise war zwar eine große latente Gefahr, aber die ist nach 1989 im Großen und Ganzen auch eher gestiegen als gesunken.
Politisch betrachtet zähle ich mich gerade nicht zu den großen Merkel-Fans, aber es dürfte klar sein, dass gerade sie jetzt nicht mehr oder weniger "aus Spaß" mit derart unpopulären Maßnahmen das nahende Ende ihrer Kanzlerschaft verdunkeln möchte. Ich denke nämlich nicht, dass bis zur BTW im September 2021 bereits alles ausgestanden ist. Sie wäre sicher lieber in einer Hochphase der Wirtschaft von der Bühne abgetreten. Schwedens Sonderweg ist gerade auch hoch umstritten (da nicht wirklich mit anderen Maßnahmen à la Südkorea verknüpft) und den Herren Trump und Putin fällt die Katastrophe gerade vor die Füße.
Veröffentlicht von: @tertullianPolitisch betrachtet zähle ich mich gerade nicht zu den großen Merkel-Fans, aber es dürfte klar sein, dass gerade sie jetzt nicht mehr oder weniger "aus Spaß" mit derart unpopulären Maßnahmen das nahende Ende ihrer Kanzlerschaft verdunkeln möchte.
Genau das denke ich auch. Niemand legt eine ganze Volkswirtschaft lahm, wenn es dsafür nicht zwingende Gründe gibt.
Veröffentlicht von: @tertullianIch denke nämlich nicht, dass bis zur BTW im September 2021 bereits alles ausgestanden ist.
Ich glaube das auch nicht. Bis ein wirksames Medikament und/oder ein Impfstoff gefunden und für jedermann zugäglich ist, wird es noch ein bis eineinhalb Jahre dauern - nach sehr optimistischen Schätzungen.
So lange kann man nicht eine ganze Gesellschaft einsperren und die ganze Volkswirtschaft lahmlegen, das dürfte klar sein. Aber bis wir ganz zur Normalität zurückkehren können, das wird noch länger dauern.
Ich gehe davon aus, dass es weiterhin Beschränkungen und Auflagen geben wird, z.B. Großveranstaltungen weiterhin nicht stattfinden dürfen, in allen (hoffentlich ab Juni wieder geöffneten) Geschäften und Gastronomie-Betrieben Mindestabstände eingehalten werden müssen und es für Angehörige von Risikogruppen weiterhin verschärfte Auflagen geben wird.
Was wird der Politik hier unterstellt?
Das sind die ganz normale und banale Fragen, die jetzt zu klären sind. Ich weiss nicht, was jetzt daran so besonders sein soll... unterstellt Bhakdi der Regierung, dass sie aus politischen Gründen auf einem gefährlichen Virus beharren will, selbst wenn es sich als harmlos herausstellen sollte?
Eine solche Vorgehensweise, bei der die Wirtschaft für nichts und wieder nichts lahmgelegt wurde, käme wohl einem politischem Selbstmord gleich... selbstverständlich muss es jetzt darum gehen, aufgrund der Daten zu entscheiden, wie es weitergeht.
Und wenn nach Datenlage klar ist, dass die Sache nicht so gefährlich ist wie gedacht, dann müssen die Maßnahmen selbstverständlich unverzüglich wieder rückgängig gemacht werden... was auch sonst?
Meine volle Zustimmung.
Veröffentlicht von: @lucan-7Eine solche Vorgehensweise, bei der die Wirtschaft für nichts und wieder nichts lahmgelegt wurde, käme wohl einem politischem Selbstmord gleich...
Genau so wird es auch kommen.
Also, ich kann in dem Brief jetzt keine prinzipiell neue Frage entdecken, die nicht schon gestellt wurde.
Dass manche Studie, für die in größerem Umfang getestet werden müsste, noch nicht gemacht wurde, liegt sicher daran, dass bisher die Testkapazitäten dafür nicht ausreichend gewesen wären.
Aber alle die 5 Fragen, die er stellt, habe ich schon durch andere Experten gestellt gelesen - und zum Teil auch angekündigt, dass das stattfinden soll.
Und auf der anderen Seite finde ich, dass, solange diese Fragen nicht beantwortet werden können (aus verschiedenen Gründen) doch lieber Vorsicht walten sollte und die Gesundheit der Menschen an die erste Stelle gehört.
Aber ja, natürlich sollten diese und andere Frage beantwortet werden, die Testkapazitäten stark erweitert werden und baldmöglichst eine Strategie entwickelt werden, wie es ab dem 20.4. weitergeht. Ein Artikel unten (Süderkup? oder so) erklärt ganz gut, wie lange unsere Wirtschaft den jetzigen Zustand aushalten könnte, etwa einen Monat.
Kann mir jemand erklären, warum COVID zum hohen Anteil Männer dahin rafft.
Das mit Vorerkrankungen habe ich verstanden. Aber warum sehr stark bei Männern.
M.
Kann mir jemand erklären, warum COVID zum hohen Anteil Männer dahin rafft.
Frauen haben ein fitteres Immunsystem
Männer leben deutlich ungesunder
Männer rauchen öfter (vor allem in China, da rauchen frauen überhaupt nicht)
Das gilt aber nicht für Italien.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Zigarettenkonsum
Das macht Sinn.
Heute habe ich mal einen Artikel auf Welt-Wissen gelesen. Darin ging es um die sog. „Schweiß-Krankheit ging. Diese tauchte in England plötzlich auf und verschwand auch plötzlich. Vor allem Männer, auch junge und kräftige, starben daran.
https://de.wikipedia.org/wiki/Englischer_Schweiß
M.
Nachtrag vom 29.03.2020 1218
https://de.wikipedia.org/wiki/Englischer_Schweiß
Interview mit Jens Südekum
Die Überschrift klingt erst mal stark nach Wirtschaftslobbyismus. Aber im Interview zeigt sich der Mann dann doch ziemlich durchdacht:
Den Artikel finde ich sehr lesenswert, vor allem weil er dafür plädiert, dass ein interdisziplinäres Team, in dem auch Wirtschaftswissenschaftler sein sollten, über eine Strategie beraten sollte, wie es jetzt weitergeht.
Ich geb deinem Beitrag mal grün, danke fürs Verlinken.
Was macht die Situation mit unseren Politikern?
Bei allen Überlegungen, bei aller Kritik und allen Diskussionen - lasst uns unsere Politiker nicht vergessen.
Mir geht gerade die Nachricht vom Tod des hessischen Finanzministers Dr. Thomas Schäfer an die Nieren. - Scheinbar haben ihn die Sorgen und die schwierige Situation so sehr belastet, dass er es nicht mehr ertragen konnten. Der Nachruf des Ministerpräsidenten
Betet mit mir für seine Familie - aber auch für seine Kollegen im hessischen Landtag und für alle anderen, die in dieser schwierigen Zeit Verantwortung tragen.
Sie stehen an vorderster Front, müssen weitreichende Entscheidungen treffen, von denen sie erst im Nachhinein wissen ob sie richtig oder falsch waren, und für die sie - egal wie - auf jeden Fall von Menschen angegriffen werden, entweder jetzt schon oder später.
Ich glaube wir können uns alle nicht vorstellen, was diese Situation für die Entscheidungsträger in unserem Land bedeutet, und unter welcher Last sie leiden. Die meisten sind auch Ehepartner und Elternteile.
Ich fände es gut, wenn der Tod von Dr. Thomas Schäfer da auch eine aufrüttelnde Wirkung hätte und uns die psychische Belastung, unter der die Verantwortungsträger jetzt stehen, ganz neu oder wieder bewusst machte.
Die Warnungen der Verfassungsrechtler
Leider wieder ein Welt plus Artikel. Ich fass zusammen und zitiere großzügig.
Christoph Möllers ist Professor für Öffentliches Recht an der Berliner Humboldt-Universität. Er ist beunruhigt über die "Verschiebung der rechtlichen Maßstäbe". Generell ist er nicht gegen die Maßnahmen zur Kontaktreduktion. Aber das Infektionsschutzgesetz gibt die weitreichenden Beschränkung der Freiheitsrecht nicht her.
Man kann auf dieser Grundlage nicht wochenlang ein ganzes Land zumachen
Möllers befürchtet, dass Gerichte die Verschärfungen eben jenes Infektionsschutzgesetzes (IfSG), die der Bundestag in der vergangenen Woche im Eilverfahren beschlossen hat, einfach durchwinken werden. „Auch Richter lesen Zeitung und sind anfällig für Stimmungen“, sagt der Verfassungsrechtler. „Gegenwärtig kommt es mir so vor, als ob jede politische Debatte vermieden werden soll – Hauptsache, das Ergebnis stimmt.“
Gerade die neuen Befugnisse des Bundesgesundheitsministers sieht er sehr skeptisch.
Regierungshandeln muss begründet sein. Von welchen Szenarien und welchen Gegenmaßnahmen wird überhaupt ausgegangen.
„Dazu hat die Regierung nicht mehr vorgetragen als das, was jeder aufmerksame Zeitungsleser wissen kann“, sagt Möllers. Also: viel zu wenig.
Die Hagener Verfassungsrechtlerin Andrea Edenharter warnt ebenfalls vor unverhältnismäßigen Eingriffen in die Grundrechte durch Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Dies gelte besonders im Hinblick auf die bayerischen Regelungen, die gerade für alleinstehende Menschen ohne Familie eine besondere Härte darstellten. Doch wer so argumentiert wie Edenharter, muss sich im Netz beschimpfen lassen: Fast scheint es, als sehne sich ein Teil der Bevölkerung in der Krise geradezu nach autoritären Maßnahmen.
Der Kieler Verfassungsrechtler Sebastian Graf von Kielmansegg befürchtet, dass die hastig verabschiedeten Gesetzesänderungen nicht bis zu Ende gedacht sind und handwerkliche Fehler aufweisen. Die große Eile des Gesetzgebungsverfahrens hält er für problematisch: „Ich habe den Eindruck, dass da auch Dinge beschlossen wurden, die wir gar nicht mehr für die aktuelle Corona-Krise brauchen, sondern allenfalls für die nächste Epidemie“, sagt er.
Der Göttinger Kirchen- und Verfassungsrechtler Hans Michael Heinig weist auf die Gefahr hin, „dass sich unser Gemeinwesen von einem demokratischen Rechtsstaat in kürzester Frist in einen faschistoid-hysterischen Hygienestaat“ verwandelt. Wie tief greifend die Zäsur durch das Coronavirus sei, zeige sich auch daran, dass „zum ersten Mal seit der Christianisierung Europas keine Ostergottesdienste stattfinden dürfen“, sagt Heinig. „In jedem Krieg, in jeder Katastrophe haben die Gemeinden zusammen gebetet. Natürlich lässt sich das nicht durch Onlinegottesdienste auffangen. Die flächendeckende Absage der Gottesdienste ist auch Ausdruck einer tief greifenden Säkularisierung unserer Gesellschaft.“
Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, sieht Freiheitsbeschränkungen, die über die bisher eingeführten noch hinausgehen, äußerst kritisch: „Notlagenmaßnahmen rechtfertigen nicht die Außerkraftsetzung von Freiheitsrechten zugunsten eines Obrigkeits- und Überwachungsstaates“, sagt Papier. „Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sind an sich schon schwerwiegende Grundrechtseingriffe. Sie mögen im Hinblick auf die gegenwärtige Gefährdung von Leib und Leben der Menschen noch verfassungsgemäß sein – aber sie müssen auf jeden Fall aufgehoben oder gelockert werden, wenn die Gefährdungslage es zulässt. Eine totale Ausgangssperre, die weder regional, zeitlich, noch personell oder sachlich begrenzt ist, würde definitiv das Verhältnismäßigkeitsgebot verletzen.“
Papier sorgt sich auch über Maßnahmen, die nur angedacht wurden wie die Handyauswertung. Eine epedemische Fußfessel sei verfassungsrechtlich problematisch.
Ulrich Battis, lange Jahre Staatsrechtslehrer an der Humboldt-Universität zu Berlin, hat vor allem Bedenken, dass das Parlament sich in der gegenwärtigen Krise selbst marginalisiert. „Wir sind trotz aller dramatisierenden Rhetorik nicht im Krieg“, sagt er, „deshalb sollten Verfassungsänderungen oder Regelungen für Notfallparlamente auf keinen Fall übers Knie gebrochen werden. Panik ist zu vermeiden.“
Battis sieht die „Expertenherrschaft“ von „drei oder vier Vertretern des Robert-Koch-Instituts oder der Berliner Charité“ kritisch. „Auch die haben doch ihre Meinung zur Seuche schon dreimal geändert.“ Starvirologe Christian Drosten sagte im Interview mit „Zeit online“ wie zur Illustration von Battis’ These: „Wenige Entscheidungen der letzten Tage waren rein evidenzbasiert – viele waren vor allem politisch … Sie sind zum Teil sicher auch unter dem Eindruck der strikten Maßnahmen in den Nachbarländern zustande gekommen.“
Entscheiden müsste die Legislative, sie sei dazu da die Exekutive vor Fehlern zu bewahren. Generell gelte: Die Medizin dürfe nicht schlimmer sein als die Krankheit.
Hier der Link für Welt Leser, ich muss echt sagen, ich bin froh ein Welt Abbo zu haben:
Hallo Jadwin,
an dieser Stelle ging es mir nicht um Recht und Politik, sondern um die psychische Verfassung unserer Politiker und aller Verantwortungsträger.
Sie stehen unter unvorstellbarem Druck und was immer sie sagen oder tun kann richtig oder falsch sein und hat in diesen Tagen mehr oder weniger große Auswirkungen auf viele Menschen.
Der Tod von Dr. Schäfer hat mir diesen Druck bewusst gemacht und ich möchte in diesem Strang nicht über Sachthemen diskutieren, sondern den Blick mal auf die Personen der Verantwortlichen richten (und ihre Familien).
Über Sachfragen wird so viel gesprochen, auch über die Betroffenen der unterschiedlichen Maßnahmen, Arbeitnehmer, Unternehmer, Infizierte, Kranke, ... in die können wir uns auch mehr oder weniger einfühlen, weil wir selbst zur einen oder/und anderen Gruppe gehören. - Warum nicht auch mal "nicht-sachlich" an die Entscheidungsträger denken?
Liebe Pinia,
ich habe meinen Beitrag leider falsch angehängt. Ich wollte eigentlich im Hauptstrang schreiben.
Ansonsten sehe ich deinen Punkt.
Liebe Grüße
Ralf
Er hat sich, wie es scheint, sehr einsam gefühlt.
Es tut mir sehr leid für ihn und seine Familie.
Nein, es sind gerade nicht die Politiker und sonstigen Verantwortungsträger, die am meisten leiden.
Im Gegenteil: Die können gerade etwas tun! Sie können aktiv sein um die Krise zu beenden!
Es sind die ohnehin schon depressiven.
Wer eh schon einsam war, wer so langsam den Lebenswillen verliert, bei dem wird es jetzt nicht besser.
Wer gerade kein/e Entscheidungsträger/in oder Mediziner/in ist, kann aktuell nur daheim bleiben und alles ohnmächtig geschehen lassen. Und manch einen macht gerade das fertig, es wird jetzt noch weit mehr Suizide geben als nur der von Herrn Schäfer. Von den meisten hört man aber nichts!
Oder Personen die unter häuslicher Gewalt leiden, in 80% der Fälle schlägt der Mann, in 20% die Frau.
Und die Kinder die darunter leiden. Kinder die schon vorher geschlagen wurden, da wird es jetzt nicht besser. Die Eltern werden jetzt in der Situation nicht plötzlich die liebevollsten sanftmütigsten Engel, ganz im Gegenteil.
Glaube mir, es gibt etliche die gerade mehr leiden als unsere Politiker.