Der große Potus Wahl Thread
hmmm die Vorschau kann offenkundig kein ß darstellen. Egal zurück zum Thema. Potus = President of the United States of America.
Als Fan der USA fiebere ich der Wahl am 3. November entgegen. Ich dachte, es sei eine gute Idee zu versuchen alle Themen, die die Wahl in den USA betreffen, inklusive der Wahlnacht, in einem Thread zu verbinden.
Demgemäß ist die Wahl das große Thema. Hier wiederum gibt es eine Menge von beigeordneten Themen, die jedoch allesamt in der Frage Trump oder Biden kulminieren und hier gleichermaßen willkommen sind.
Die Wahl ist aus meiner Sicht extrem spannend, da es nicht klar ist, wer sich am Ende durchsetzen wird. Erinnern wir uns an 2016, da war sonnenklar, dass Frau Rodham-Clinton gewinnt... Die Prognosen konnten falscher nicht sein. Und wieder sehen die Umfragen den Demokraten vorne... sind die Umfragen dieses Mal zutreffender? Oder wird Trump noch dominater gewinnen, dieses mal sogar den sogenannten "popular vote" (die Mehrheit der abgegebenen Stimmen insgesamt) für sich reklamieren können?
Was hat es auf sich mit dem Skandal um Hunter Biden? Warum findet er kaum statt in den (Mainstream) Medien? Warum kommt er jetzt zum passenden Zeitpunkt auf?
Wie steht es um die geistige Verfassung von Joe Biden? Konservative Medien zeichnen ein Bild eines Biden in der Frühphase der Demenz, der nach einem Wahlkampfauftritt erstmal drei Tage Ruhe braucht. Und tatsächlich sind die Ausfälle oder Lapsi (?!) von Joe Biden in dieser Häufigkeit durchaus bedenklich (Zuletzt meinte er die größte Organisation für Wahlbetrug anzuführen und gegen George W. Bush anzutreten). Ist so jemand überhaupt in der Lage dazu die mächtigste Nation der Erde anzuführen?
Das alles und noch viel mehr darf hier rein, wenn ihr mögt. 😊
"Größte Spender sind dem Bericht zufolge nach dieser Definition die Deutsche Telekom mit 1,065 Millionen Dollar vor dem Chemiekonzern BASF (423.250 Dollar), Fresenius Medical Care (413.000 Dollar) und Bayer (313.500 Dollar). Laut "Welt" ließen diesmal BASF, Continental, Fresenius Medical Care und Siemens – anders als vor vier Jahren – den Demokraten von Joe Biden mehr Geld zukommen als den Republikanern."
"
Ob die das wohl hier von den Steuern absetzen?
Veröffentlicht von: @alf-melmacOb die das wohl hier von den Steuern absetzen?
Denkbar. Als Werbekosten vielleicht.
Die Welt ist schlecht.
Klar wird das steuerlich geltend gemacht.
Die Demokratie hat schon versagt
In Amerika wird uns gerade das Versagen der Demokratie vor Augen geführt... und das meine ich nicht reisserisch, sondern absolut ernst.
Irgendwo an anderer Stelle hatte Jack mal erwähnt, dass Demokratie wesentlich durch die Möglichkeit geprägt ist, einen schlechten Politiker wieder abzusetzen.
So konnte man vor vier Jahren vielleicht noch der Ansicht sein, Trump sei ein "guter Geschäftsmann" oder könne als "Aussenstehender" mit dem "Establishment" aufräumen. Es mag also irgendwie tatsächlich Gründe gegeben haben, diesen Mann zu wählen, auch wenn sie für mich schon damals nicht nachzuvollziehen waren.
Wenn aber ein Mann wie Trump nach derartigen vier Jahren nicht eindeutig abgewählt wird, sondern vielmehr ein knappes Rennen liefert - dann kann man nicht mehr von einer funktionierenden Demokratie sprechen.
Und ich bin mit solchen Aussagen über Politiker sehr vorsichtig. Es hat auch nichts mit der Partei zu tun, in der er sich befindet - wäre er bei den Demokraten oder den Grünen oder sonst einer Partei würde ich genau so urteilen.
Es geht auch nicht um ihn als Person, sondern allein um sein Verhalten. Seine Reaktionen, sein Auftreten, sein Umfeld. Sein Umgang mit den Menschen, mit demokratischen Institutionen und sein Selbstverständnis.
Das so ein Mann von der Hälfte der Wähler noch einmal im Amt gewünscht ist erschüttert mich, offen gesagt, zutiefst.
Aus dieser Verachtung für den politischen Gegner, aus so viel Hass und Dummheit erwächst nichts Gutes mehr... und auch wenn Biden noch gewinnt, ist er nicht der richtige Mann um den Menschen dort das Vertrauen in die Demokratie wieder zurück zu geben, fürchte ich.
Ich sehe schwarz für die Zukunft, im Moment...
Veröffentlicht von: @lucan-7In Amerika wird uns gerade das Versagen der Demokratie vor Augen geführt... und das meine ich nicht reisserisch, sondern absolut ernst.
Ist ja interessant, dass du vor dem Wahlergebnis schon weißt, das die Demokratie versagt hat. Vielleicht wäre ja China für dich das richtige Land für dich. Da gibt es nicht die demokratiebedingten Spannungen.
Die USA ist eine starke Demokratie und die USA haben einen starken Rechtsstaat. Auch, wenn es manchmal schwer ist, alles auszustehen.
Versagt hat bisher Black Lives Matter, die eine Demokratie mit Brandschatzung verwechselt haben. Da scheint wohl er ein Nachholbedarf zum Thema Demokratie zu bestehen.
Ansonsten möge der Gewinnen, der die Wahlen der Bürger gewinnt. Bis wir das wissen, dauert es ein bischen.
Veröffentlicht von: @orangsayaIst ja interessant, dass du vor dem Wahlergebnis schon weißt, das die Demokratie versagt hat.
Das ist unabhängig vom tatsächlichen Wahlausgang (Ich gehe davon aus, dass Biden trotz allem gewinnen wird). Allein das bisher knappe Ergebnis stellt bereits ein Versagen der Institutionen dar.
Es ist zudem wahrscheinlich, dass Trump ohne das Coronavirus zu diesem Zeitpunkt bereits eindeutig wiedergewählt worden wäre.
Veröffentlicht von: @lucan-7(Ich gehe davon aus, dass Biden trotz allem gewinnen wird).
Sieht für mich nicht so aus. Hast Du mal geguckt, mit welchem Vorsprung Trump z.B. in Pennsylvania führt? Mit über zehn Prozent. Da müssen die Briefwähler schon extrem demokratisch gewählt haben, damit bei den noch ausstehenden 25% dieser Vorsprung noch umgekehrt wird.
Veröffentlicht von: @lucan-7Allein das bisher knappe Ergebnis stellt bereits ein Versagen der Institutionen dar.
Welche Institutionen meinst Du?
Mir fällt da gerade eine Institution ein, die Du vermutlich nicht meinst: die Medien mit ihren "Politikexperten". Wo ist der angeblich so viel größere Vorsprung von Biden (im Vergleich zu Clinton vor vier Jahren) aus den Umfragen bloß abgeblieben? Wo die Phantasien von einem "Erdrutschsieg" der Demokraten?
Veröffentlicht von: @lucan-7Es ist zudem wahrscheinlich, dass Trump ohne das Coronavirus zu diesem Zeitpunkt bereits eindeutig wiedergewählt worden wäre.
Denke ich auch.
6:3 im Supreme Court, 4 Jahre weiter Anti-Klima-Politik und 4 weitere Jahre, um noch mehr reaktionäre Richter auf Lebenszeit zu benennen...
Als ich heute früh die Wahlergebnisse sah, hat mich nur ein Gedanke abgehalten, in 'ne Depression zu verfallen: "Zum Glück hab ich keine Kinder."
Veröffentlicht von: @jack-black6:3 im Supreme Court, 4 Jahre weiter Anti-Klima-Politik und 4 weitere Jahre, um noch mehr reaktionäre Richter auf Lebenszeit zu benennen...
Als ich heute früh die Wahlergebnisse sah, hat mich nur ein Gedanke abgehalten, in 'ne Depression zu verfallen: "Zum Glück hab ich keine Kinder."
Warum hat eine Wahl auf einem anderen Kontinent so eine Bedeutung für dich? Genausogut könntest du in Depressionen verfallen weil in Indien ein Klerikalfaschist die Wahl gewonnen hat oder in Nigeria. Wayne juckt es wer die USA regiert?
Veröffentlicht von: @johannes22Warum hat eine Wahl auf einem anderen Kontinent so eine Bedeutung für dich?
1. Weil ich den Klimawandel/die Umweltzerstörung für das zentrale Problem der Menschheit halte. Und einer erfolgreichen "Rettung in letzter Minute" (die wirklich eine konzertierte Anstrenung aller wesentlichen politischen Mächte weltweit bräuchte) wü(u)rde mit Trumps Wiederwahl endgültig das Genick gebrochen.
2. Weil auch mir die Großmacht USA bisher (immer noch, ungeachtet aller z.T. beträchtlichen Schönheitsfehler) als zentrale Kraft des demokratisch-aufgeklärten Denkens galten. Womöglich war das schon seit längerem eine Illusion, an die ich mich klammerte - nun ist die halt endgültig zerstört.
Veröffentlicht von: @jack-blackWeil ich den Klimawandel/die Umweltzerstörung für das zentrale Problem der Menschheit halte. Und einer erfolgreichen "Rettung in letzter Minute" (die wirklich eine konzertierte Anstrenung aller wesentlichen politischen Mächte weltweit bräuchte) wü(u)rde mit Trumps Wiederwahl endgültig das Genick gebrochen.
Ja das stimmt die sind ziemlich vorne dabei. Allerdings könnte Europa hier auch einiges reißen.
Veröffentlicht von: @jack-black2. Weil auch mir die Großmacht USA bisher (immer noch, ungeachtet aller z.T. beträchtlichen Schönheitsfehler) als zentrale Kraft des demokratisch-aufgeklärten Denkens galten. Womöglich war das schon seit längerem eine Illusion, an die ich mich klammerte - nun ist die halt endgültig zerstört.
Nein diese Illusion hatte ich schon lange nicht mehr. Den letzten US Präsidenten den ich für einigermaßen Integer hielt war Carter. Und das ist schon ein bischen was her.
Nachtrag vom 05.11.2020 0648
Übrigens glaube ich auch kein bischen das die Demokraten den Klimawandel verhindern. Biden ist ja schon vor der Wahl vor der Ölindustrie eingeknickt
Veröffentlicht von: @jack-blackSieht für mich nicht so aus. Hast Du mal geguckt, mit welchem Vorsprung Trump z.B. in Pennsylvania führt? Mit über zehn Prozent.
Ja, ich habe mir auch gerade die Details angesehen und mir ist da gerade ziemlich schlecht geworden...
Veröffentlicht von: @jack-blackWelche Institutionen meinst Du?
Das war eher allgemein gedacht für alles, was da schiefläuft... von allen Kontrollinstanzen, die von der Verfassung her eine Autokratie verhindern sollen, bis hin zu den Medien, denen es nicht gelungen ist, ein überzeugendes Gesamtbild von Trumps Politik und deren Konsequenzen zu vermitteln.
Veröffentlicht von: @jack-blackHast Du mal geguckt, mit welchem Vorsprung Trump z.B. in Pennsylvania führt?
Da wo noch Stimmen zählen wird hauptsächlich demokratisch gewählt. Also schon ohne die Briefwahlstimmen würde der Vorsprung geringer. Und mit Briefwahl noch mal. CNN sagt: Pennsylvania ist noch offen.
Biden reichen auch Arizona (er führt da), Wisconsin (inzwischen führt er, nachdem Trump zunächst einen komfortablen Vorsprung hatte), Michigan (ähnlihes Bild, voraussichtlich wird er dort in einer Stunde führen) und Nevada (er führt) und zwei von drei Wahlkreisen im Maine. Alternativ zu dem einen anderen dieser Staaten könnte man Georgia ins Spiel bringen ...
Noch ist alles offen. Heute Abend wissen wohl etwas mehr, aber ob es dann schon eine Entscheidung gibt, oder der Gewinner immer noch nicht feststeht ...
Helmut
Nachtrag vom 04.11.2020 1627
Inzwischen führt Biden in Michigan, wie vorhergesagt. Die Vorhersage war leicht, was mit Pennsylvanien wird ist deutlich schwieriger zu erkennen. Aber noch ist alles offen ...
Ich hoffe, Deine Hoffnung erweist sich als zutreffend. Nichts hätte ich lieber, als mich gründlich zu irren in dieser Angelegenheit.
Veröffentlicht von: @jack-blackIch hoffe, Deine Hoffnung erweist sich als zutreffend. Nichts hätte ich lieber, als mich gründlich zu irren in dieser Angelegenheit.
Selbst wenn Biden gewinnt wird der Senat alles blockieren, so wie vorher auch. Denn da werden die Demokraten noch immer keine Mehrheit haben.
Düstere Aussichten, so oder so...
Nachtrag vom 04.11.2020 1947
"Vorher auch" bezieht sich auf Obama, nicht auf Trump...
Insbesondere wird er wegen der Senats-Ergebnisse keinesfalls die Möglichkeit bekommen, den Supreme Court zu "erweitern". Naja - mir ist ehrlich gesagt die Innenpolitik der USA da ein wenig egal - mit Biden als Präsident wäre in Sachen Klimaschutz noch was drin, das allein ist mir im Moment wichtig und dafür bräuchte er wohl einfach "nur" Präsident werden.
In dem Punkt wäre China und Brasilien viel wichtiger. Ob die USA nun im Klimaabkommen sind oder nicht, wird auf das Klima vermutlich nur geringen Einfluss haben.
mit Biden als Präsident wäre in Sachen Klimaschutz noch was drin,
Ja, er hat schon eine Rückkehr zum Pariser Abkommen angekündigt, sollte er Präsident werden.
Veröffentlicht von: @ungehorsamJa, er hat schon eine Rückkehr zum Pariser Abkommen angekündigt, sollte er Präsident werden.
Aber auch deutlich gesagt das er das Fracking auf keinen Fall auch nur einschränken wird.......
In Deutschland wird auch gefrackt, obwohl wir dem Klimaabkommen beigetreten sind.
Ich habe ja auch Deutschland gar nicht verteidigt nur angemerkt das ich die Klimaschutzerwartungen in Bieden nicht sehr hoch einschätze.
Veröffentlicht von: @johannes22Aber auch deutlich gesagt das er das Fracking auf keinen Fall auch nur einschränken wird.......
... auf Privatland.
Fracking lohnt sich übrigens erst ab einem bestimmten Ölpreis. Der Plan, alternative Energieerzeugungsweisen zu unterstützen, macht diese relativ konkurrenzfähiger zur fossilen Energieerzeugung. Langfristig bräuchte dann das Fracking gar nicht mehr gesetzlich eingeschränkt zu werden, da es sich halt wirtschaftlich nicht mehr rechnet.
Dass Biden vorhat, den Wandel von fossiler zu nachhaltiger Energieerzeugung zu forcieren, hat er m.M.n. in der zweiten TV-Debatte mit Trump deutlich gemacht (und ich fand es schon wieder beinahe verstörend, wie wenig auf diesen, in meinen Augen wesentlichen politisch-inhaltlichen Aspekt in der Nach-Berichterstattung von den Kommentatoren jeglicher couleur eingegangen wurde).
Veröffentlicht von: @jack-blackDass Biden vorhat, den Wandel von fossiler zu nachhaltiger Energieerzeugung zu forcieren, hat er m.M.n. in der zweiten TV-Debatte mit Trump deutlich gemacht
Na da bin ich mal gespannt ob den Worten auch taten folgen (und nein ich glaube es nicht, genauso wenig wie bei uns in deutscheland)
Veröffentlicht von: @johannes22Na da bin ich mal gespannt ob den Worten auch taten folgen (und nein ich glaube es nicht, genauso wenig wie bei uns in deutscheland)
Biden wird so gut wie nichts tun können, weil der Senat alles blockieren wird. Völlig egal was er tut. Die Republikaner werden ihm nicht den geringsten Erfolg gönnen.
Das war schon bei Obama so... und die Verantwortlichen dort sind noch dieselben.
Auch so ein Punkt von wegen Ende der Demokratie... denn so war es nie gedacht...
Veröffentlicht von: @lucan-7Biden wird so gut wie nichts tun können, weil der Senat alles blockieren wird. Völlig egal was er tut. Die Republikaner werden ihm nicht den geringsten Erfolg gönnen.
Dann sollte ein moralisch auch nur halbwegs integrer Mensch das auch öffentlich sagen und zurücktreten. Hätte auch obama machen müssen. hat er aber nicht und deswegen sind die USA doch in einem solchen Schlamassel. Ich unterstelle übrigens Obama das er ganz froh war das er keine Mehrheit hatte. Er hätte nämlich auch mit mehrheit nichts geändert einfach deswegen weil er nichts ändern wollte.
Veröffentlicht von: @johannes22Dann sollte ein moralisch auch nur halbwegs integrer Mensch das auch öffentlich sagen und zurücktreten.
Verstehe ich nicht. Was sollte denn ein Rücktritt in so einem Fall bringen?
Veröffentlicht von: @johannes22Dann sollte ein moralisch auch nur halbwegs integrer Mensch das auch öffentlich sagen und zurücktreten.
Bittesehr?! 🤨 Ein halbwegs moralisch integrer Präsident sollte zurücktreten, weil die Gegenpartei ihm Steine in den Weg legt?
Veröffentlicht von: @johannes22Ich unterstelle übrigens Obama das er ganz froh war das er keine Mehrheit hatte. Er hätte nämlich auch mit mehrheit nichts geändert einfach deswegen weil er nichts ändern wollte.
Dafür hast Du sicherlich eine gut belegbare Begründung, die mich wirklich interessieren würde.
Veröffentlicht von: @johannes22Ich unterstelle übrigens Obama das er ganz froh war das er keine Mehrheit hatte.
Er hat so Einiges getan, indem er die rechte der Exekutive bis zum Exzess ausschöpfte, also mit Erlassen statt mit Gesetzen regierte.
Trump hat dann Obamas Erlasse zum Schutz der Umwelt serienweise zurückgenommen, z.B. um eine neue Pipeline durch Naturschutzgebiete und Indianerreservate legen zu können.
Da hätte ich schon gerne deutliche Hinweise, dass Obama froh war, nicht mehr tun zu können, als er getan hat. Allenfalls könntest du ihm unterstellen, dass ihm Obamacare wichtiger war als die Umwelt und er deshalb nicht genug Arbeit (fast hätte ich "Enerie2 gesagt) in den Sektor Umweltschutz gesteckt hat.
Helmut
Veröffentlicht von: @lucan-7Irgendwo an anderer Stelle hatte Jack mal erwähnt, dass Demokratie wesentlich durch die Möglichkeit geprägt ist, einen schlechten Politiker wieder abzusetzen.
Ich dachte bisher in einer Demokratie entscheidet die Mehrheit was ein schlechter Politiker ist. Oder sollen wir eine Maschine bauen (ein Schlechtometer?) die das entscheidet?
Veröffentlicht von: @johannes22Ich dachte bisher in einer Demokratie entscheidet die Mehrheit was ein schlechter Politiker ist.
Im Prinzip schon. Das funktioniert aber nur so lange, wie die Menschen auch in der Lage sind zu erkennen, was ein Politiker tatsächlich tut.
Beispiel: Wenn die Leute Arbeitsplätze und eine funktionierende Wirtschaft wollen, die Regierung beides völlig ruiniert, den Leuten aber Lügen erzählt, alles beschönigt - und die Leute dann diese Lügen glauben, dann funktioniert eine Demokratie nicht mehr. Denn die Leute wählen nicht das, was sie eigentlich haben wollen.
Konkret betrifft das zum Beispiel die Latinos in Florida. Denen wurde von Seiten der Republikaner weisgemacht, die Demokraten seien genau so wie die Sozialisten in Kuba und wollen aus den USA einen sozialistischen Staat machen.
Viele Latinos haben diese Lügen offenbar tatsächlich geglaubt und Trump gewählt - obwohl er für sie persönlich die schlechtere Wahl darstellt.
In dem Moment aber, wo die Menschen nicht mehr in der Lage sind, zumindest halbwegs objektiv zu unterscheiden und sich an Lügen und Filterblasen in den sozialen Medien orientieren kann eine Demokratie nicht mehr funktionieren.
Dann haben wir Verhältnisse vergleichbar zu Russland, wo die Regierung eine Strategie der vermeintlichen "Stärke" auf der einen Seite und der Desinformation und Unsicherheit auf der anderen Seite fährt.
Aber stimmt sie mit der Wirklichkeit überein?
Mit Börsenboom? Immobilienboom? Vollbeschäftigung?
Veröffentlicht von: @lucan-7Ich sehe schwarz für die Zukunft, im Moment...
Amerikaner sind meist Optimisten! Das erzeugt Tatkraft!
Veröffentlicht von: @alf-melmacAber stimmt sie mit der Wirklichkeit überein?
Mit welcher Wirklichkeit?
Veröffentlicht von: @alf-melmacMit Börsenboom? Immobilienboom? Vollbeschäftigung?
Ich kann mich irren... aber "Demokratie" bezieht sich auch nach amerikanischen Begriffen nicht allein auf einen Börsen- oder Immobilienboom, sondern auf die Mitbestimmung des Volkes.
Nun kann man natürlich sagen: Wenn die Leute in den USA unbedingt einen Lügner und Betrüger als Präsidenten haben wollen, nun, dann muss man das eben anerkennen. Das wäre ja immer noch Demokratie.
Mein Punkt bezieht sich aber darauf, dass hier jemand unter falschen Voraussetzungen gewählt wurde.
Zum einen gibt es da offensichtliche Irrtümer, die aber vielfach geglaubt werden: Dass es keinen Klimawandel gibt, dass die Demokraten eine sozialistische Diktatur errichten wollen, dass internationale Zusammenarbeit verzichtbar ist ohne der Wirtschaft zu schaden, dass Corona harmlos ist bis hin zu übelsten Verschwörungstheorien.
Wer unter solchen Voraussetzungen wähl, wählt höchstwahrscheinlich nicht in seinem eigenen Interesse, weil die Informationen fehlerhaft sind.
Es gibt aber auch Leute, die politisch einfach nicht so interessiert sind, dass sie langfristige Konsequenzen berücksichtigen würden. Es gab da einen interessanten Bericht über Rinderzüchter aus Montana, die sich von Trump wirtschaftliche Vorteile erhofften und damit kurzfristig auch nicht falsch lagen. Weiter haben sie auch nicht gedacht. Dass aber der internationale Handel und der Klimwandel in naher Zukunft auch ihre Einkünfte betreffen würde bedenken sie dabei nicht.
Wirklich gravierend ist aber die Zerstörung der demokratischen Institutionen selbst. Trump ist nicht die Ursache, aber das Produkt eines unversöhnlichen Hasses gegenüber dem politischen Gegner, der nicht mehr als politischer Mitbewerber, sondern als Feind betrachtet wird, der dem Land schadet und den es deshalb zu vernichten gilt.
Diese Vernichtung findet statt, indem man alle verfügbaren Mittel erbarmungslos zum eigenen Vorteil ausschöpft. So werden Wahlbezirke derartig verschoben, dass eigene Kandidaten bevorzugt werden. Wahllokale werden geschlossen, um Wähler des politischen Gegners die Wahl zu erschweren. Richterposten werden besetzt, um politische Ziele durchzusetzen. Kontrollmechanismen werden ausgehebelt und stattdessen eine Kultur des bedingungslosen Gehorsams und Schweigens etabliert.
Das sind keine demokratischen Strukturen mehr, das sind Strukturen einer Autokratie. Und das passt, weil ein Großteil des amerikanischen Volkes die Regierung ohenhin als Gegner betrachtet. Die Installation einer Regierung, die allein die Interessen des eigenen Lagers vertritt erscheint vielen Amerikanern wünschenswert.
Das sind bereits die Wesensmerkmale einer faschistischen Diktatur (Und an dieser Stelle bitte noch einmal den Unterschied zwischen "Faschismus" und "Nationalsozialismus" berücksichten... das ist nicht dasselbe!) - und es widerspricht ganz sicher auch der Absicht der amerikanischen Verfassung, die eben diese Zustände zu verhindern sucht.
Sehe ich leider absolut genauso.
Mit einer gewissen Verzögerung wird das hier auch so sein. Die Rechten werden rechter, die Linken werden linker.
Da kann man sich eigentlich nur noch frustriert ins Private zurückziehen und zusehen, wie alles zusammenbricht.
Fähigkeit zur Koalition
Veröffentlicht von: @eldarionMit einer gewissen Verzögerung wird das hier auch so sein.
Das ist in der Tat auch meine Befürchtung.
Allerdings gibt es bei uns einen wesentlichen Unterschied, der mir Hoffnung macht: Die Fähigkeit, Koalitionen einzugehen.
In Spanien gab und gibt es eine ähnliche Spaltung... und da haben die Parteien bisher auch immer über absolute Mehrheiten verfügt. Das hat zur Spaltung beigetragen, weil immer eine Partei allein an der Macht war.
Kürzlich gab es keine absolute Mehrheit in Spanien. Statt dann zu koalieren wurden Neuwahlen ausgerufen... was aber zu weiteren Verlusten statt zur absoluten Mehrheit führte. Also ist man jetzt doch eine Koalition eingegangen... man wird sehen, wie sich das weiter auswirkt...
In Deutschland sind wir eher dazu fähig, einen Konsens zu finden... sogar eine Koalition der CDU mit den Grünen ist möglich. Und das wirkt sich durchaus positiv aus.
Kann sein. Aber ich stelle mir das Jahr 2024 vor.
Deutschland und Frankreich werden vermutlich enger zusammenarbeiten - um sich von den USA zu lösen. Dabei wird vermutlich eher Frankreich führen. Das wird mit Sicherheit die EU - und noch schlimmer - die NATO spalten, oder sprengen. Denn Osteuropa wird eher an Bündnissen mit den USA festhalten.
Glaubst du, dass ein geschwächtes Deutschland eine liberale Demokratie aufrechterhalten kann, wenn die Welt sich zwischen einer trumpistischem USA und einer chinesischen Überwachungsdiktatur aufteilt? Beides wird ansteckend wirken.
Ich seh da wirklich schwarz.
Veröffentlicht von: @eldarionDas wird mit Sicherheit die EU - und noch schlimmer - die NATO spalten, oder sprengen.
Verbündete wie die Nato müssen sich ohnehin neu orientieren. Das kann auch positive Aspekte haben.
Und ob sich Osteuropa wirklich so sehr an ein Land hängen wird, das allein mit sich selbst beschäftigt ist und sich einen Dreck um ihre Sicherheit schert halte ich dann auch noch für fraglich.
Veröffentlicht von: @eldarionGlaubst du, dass ein geschwächtes Deutschland eine liberale Demokratie aufrechterhalten kann, wenn die Welt sich zwischen einer trumpistischem USA und einer chinesischen Überwachungsdiktatur aufteilt?
Nun ja... bisher hin Deutschland immer am Rockzipfel der USA. Sollte Trump tatsächlich gewinnen wird das nicht mehr funktionieren. Die USA mögen dann noch wirtschaftlich führend sein, aussenpolitisch wären sie tot. Und dann ist die Frage, ob man den Chinesen das Feld überlassen - oder selbst Verantwortung übernehmen will.
Wer weiss... vielleicht ist das ja auch der "heilsame Schock", den Europa braucht...
Und dann ist die Frage, ob man den Chinesen das Feld überlassen - oder selbst Verantwortung übernehmen will.
Wieso den Chinesen? Da wäre noch Rußland als europäische Großmacht mit Ambitionen.
Veröffentlicht von: @ungehorsamWieso den Chinesen? Da wäre noch Rußland als europäische Großmacht mit Ambitionen.
Russlands Wirtschaft ist viel zu unbedeutend, um noch eine "Großmacht" wie China oder die USA zu sein. Selbst Deutschland liegt da noch vor Russland.
Vor allem fehlt es dort an verlässlichen Strukturen, was langfristig noch viel entscheidender ist.
Das mag sein, aber unterschätze mal das Militär nicht. Immerhin verfügen sie über das weltweit größte Atomwaffen-Arsenal. Wenn ich mich nicht irre, wurde auf der traditionellen Militärparade eine neuartige Waffe erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Nachtrag vom 05.11.2020 1726
Ergänze: ... auf der traditionellen Militärparade am 9. Mai ...
Veröffentlicht von: @eldarionSehe ich leider absolut genauso.
Mit einer gewissen Verzögerung wird das hier auch so sein. Die Rechten werden rechter, die Linken werden linker.
Ich denke in Amerika, haben wir die Wahlergebnisse nicht, weil alles ins extrem ist. Zumindest nicht nur. Trump wurde nicht gewählt, weil er so extrem war, sondern weil Clinton eine denkbar schlechte Kandidatin war. Wie kann man jemanden nominieren, bei dem der Ruf im Hinblick Korruption derartig schlecht ist? Trump war auch nicht nach dem Geschmack der Republikaner. Er stieg unerwartet quer ein und dass Risiko, dass er nominiert würde, wurde anfänglich unterschätz. Trump war eine Alternative zur Clinton. Sie haben sich für den Showjungen entschieden, dass war anfänglich in einigen Zügen so ungefähr, dann wählen wir lieber Rudi Carrell.
Veröffentlicht von: @eldarionDa kann man sich eigentlich nur noch frustriert ins Private zurückziehen und zusehen, wie alles zusammenbricht.
Es kann durchaus sein, dass sich ein Extremismus an der Macht etabliert. Doch das Problem der Gegenwart ist ein anders. Zurückliegend gab es bei der Bundesregierung nur drei Parteien. CDU, SPD und FDP. Die Koalitionen wechselten, aber der FDP wurde immer ein eigenes Profil zugestanden. So war die FDP ein Garant für Stabilität. CDU und SPD waren austauschbar, aber ein Grundkurs blieb. Heute haben wir neben CDU, SPD, und FDP noch die Grünen, die Linken, und die AfD. Drei Parteien sind im Bundestag mehr und wer weiß, vielleicht kommt noch eine dazu. So haben wir Zusammensetzungen die nicht nur die möglichen Koalition variabler machen, sondern die Stabilität einer Regierung fragiler. Bis jetzt haben wir uns mit einer großen Koalition gerettet, aber die Zukunft könnte so aussehen, wie es lange in Italien aussah, nämlich, wie am nächsten Tag die Regierung ist, ist genauso unsicher, wie die Lire.
Nicht Carell
Veröffentlicht von: @orangsayaTrump war auch nicht nach dem Geschmack der Republikaner. Er stieg unerwartet quer ein und dass Risiko, dass er nominiert würde, wurde anfänglich unterschätz. Trump war eine Alternative zur Clinton. Sie haben sich für den Showjungen entschieden, dass war anfänglich in einigen Zügen so ungefähr, dann wählen wir lieber Rudi Carrell.
Carell ist das flache Beispiel, den könnter man höchstens mit Selenski vergleichen. Eher passt: Dann wählen wir Ackermann, oder Maschmeier. Aber genu genommen gibt es kein wirklich adäquates Gegenstück.
Trump ist ein Geschäftsmann, der ohne Unterstützung durch die Deutsche Bank (bei Geschäften, die vermutlich was mit Geldwäsche zu tun haben) längst bankrott wäre. Mehrere seiner Firmen haben seinerzeit bankrott gemacht - die Simpson witzelten ja, dass Lisa ein ruiniertes Land übernimmt, weil der Vorgänger Trump hieß, Jahre bevor Trump überhaupt über eine Kandidatur nachdachte.
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkCarell ist das flache Beispiel, den könnter man höchstens mit Selenski vergleichen.
Rudi Carrell war als Showmensch für die Medien nicht so interessant. Er war dafür zu solide. Trump war für die Medien, wegen seiner Frauengeschichten immer ein gefundenes Fressen.
Veröffentlicht von: @hkmwkTrump ist ein Geschäftsmann, der ohne Unterstützung durch die Deutsche Bank (bei Geschäften, die vermutlich was mit Geldwäsche zu tun haben) längst bankrott wäre.
Trump hat die Firma von seiner Familie übernommen und geändert. Nicht mehr nur Immobilien, sondern das schöne Leben, wie Hotels, Golfplätze waren sein Schwerpunkt. Er hatte ein Phase, da wäre er fast Pleite gegangen. Das gibt es in der Vita, von so manchen großen Geschäftsleuten auch. Ob die Auslegung seiner Gegner so stimmt, dass lasse ich mal offen.
Ich sehe das eh nicht so verbissen und meine, der Wechsel der in Deutschland nächstes Jahr ansteht, ist wichtiger. Was passiert nach Merkel mit der CDU? Falls Biden gewählt wird, dann stehen zwischen Deutschland/EU und den USA dieselben Themen an. Deutschland leistet keinen hinreichenden Beitrag für die Friedensgemeinschaft Nato.
Die EU verhindert die Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten aus den USA.
Zum Greendeal hat Biden bislang nichts gesagt, aber er wird nicht einfach bei den Verträgen von Paris einsteigen, sondern im Falle eines Einstiegs amerikanische Interessen verfolgen.
China wird auch ein Thema sein. Es wird vielleicht nicht so scharf ausgetragen werden, aber das alles sind Themen, die schon vor Trump Spannungen zwischen den USA und uns bestanden.
Donald und Kathi
Vor etwa zwei Wochen habe ich eine Dokumentation über
"das schönste Gesicht des Sozialismus" gesehen.
Katharina Witt berichtet darüber wie sie in den USA ein Star war. Ein gewisser Donald Trump hat ihr seine Visitenkarte geben.
Er hat sich darüber beklagt, dass sie in nicht angerufen habe.
Das war neu für ihn.
Er hat sich darüber beklagt, dass sie in nicht angerufen habe.
Hat unsere Kathi Witt das nötig?
Veröffentlicht von: @orangsayaEr hatte ein Phase, da wäre er fast Pleite gegangen.
Jein. Es gab mehrere Unternehmen, die pleite gegangen sind. Trump als Person nicht, eine Firma in die Pleite zu führen ist (mindestens in den USA) eine legale Möglichkeit, sich um Zahlungsverpflichtungen zu kümmern.
Worauf ich hin wies: Seit kurzem werden Trump Towers errichtet, die nicht von Trump finanziert werden, sondern quasi als Franchise von vor allem russischen Geschäftsleuten, die so vermutlich (mit Hilfe der Deutschen Bank) Geld gewaschen haben.
Über deutsche Politik habe ich nichts gesagt ...
Helmut
In der Tat! Es gab da einen Comic. Eine rote Person und eine blaue Person. Sie waren zusammen. Sie haben politische Differenzen, lieben sich aber ansonsten. Darunter stand: diese Differenzen dürfen nicht dazu führen, dass sie sich als Paar hassen und entfremden.
Der Hatemob war erwartungsgemäß schnell zur Stelle und meinte: wer mit Parteigängern der Roten was zu tun hat, sie gar unterstützt von dem sollte man sich schnell trennen. Wie sagen Ultralinke: das private ist politisch. Das mag auf manche Themen zutreffen generell aber ist es entmenschlichend.
Don Lemon (CNN) hat dementsprechend auch einen Beitrag veröffentlicht, er müsse jetzt endlich mal rotwählende Menschen aus seinem Freundeskreis ausmisten. Hass und Intoleranz ist keine einseitige Geschichte. Vielmehr müsste man hier doch eigentlich erkennen, dass die eine Seite eigentlich den richtigen Impuls hatte.
Diese versöhnlichen Stimmen gibt es auf beiden Seiten. Sie werden wie gezeigt nicht nur ausgeblendet sondern regelrecht niedergemacht. Das darf so nicht sein. Zum Schweigen gebracht werden müssen als diejenigen, die die Versöhnung verachten, ablehnen und niedermachen.
Veröffentlicht von: @solaireDiese versöhnlichen Stimmen gibt es auf beiden Seiten. Sie werden wie gezeigt nicht nur ausgeblendet sondern regelrecht niedergemacht. Das darf so nicht sein. Zum Schweigen gebracht werden müssen als diejenigen, die die Versöhnung verachten, ablehnen und niedermachen.
Ich stimme dir grundsätzlich zu. Es gibt nur inzwischen ein Problem: Donald Trump hasst alles, was mit "Versöhnung" zu tun hat. Wer es wagt, kritsch aufzumucken oder den Demokraten zuzustimmen konnte seine Karriere vergessen.
Mit dem Ergebnis, dass jetzt nur noch Leute übrig sind, die sich einer Zusammenarbeit veweigern (Und damit auch die Erwartungen ihrer Wähler erfüllen wollen).
Biden hatte wohl mal die Möglichkeit eingeräumt, einen Republikaner mit in die Regierung zu holen. Das wäre sehr zu begrüssen... ich bezweifle nur, dass er einen finden wird...
Veröffentlicht von: @lucan-7Biden hatte wohl mal die Möglichkeit eingeräumt, einen Republikaner mit in die Regierung zu holen.
Das wird doch eigentlich immer so gemacht. Soweit ich weiß, haben das viele Präsidenten so gehandhabt. Meistens war das was weniger wichtiges - das Verkehrsministerium oder so.
Obama hingegen hat den Verteidigungsminister von Bush längere Zeit beibehalten ( Robert Gates)
Bei Trump war das vermutlich nicht so. Ich hab mir gerade mal das Kabinett angesehen. Scheinbar hat nur ein Minister die komplette Amtszeit durchgehalten 😊
https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Trump
Mir ging es nicht um Donald Trump. Die geforderte Nibelungentreue ist ein Thema für sich. Hier lassen sich sicher wieder pro und kontra finden. Allein schon deshalb weil er so eine polarisierende Person ist.
Mir ging es aber zuvörderst um den Riss in der Gesellschaft. Darüber müsste man diskutieren, darüber welche Kräfte Hass und Spaltung schaffen und fördern. Hier einseitig und ausschließlich Trump zu benennen halte ich für irreführend und falsch.
Du hast insofern recht, als die Berufung eines Republikaners ein Signal für Versöhnlichkeit senden könnte.
Veröffentlicht von: @solaireMir ging es nicht um Donald Trump. Die geforderte Nibelungentreue ist ein Thema für sich. Hier lassen sich sicher wieder pro und kontra finden. Allein schon deshalb weil er so eine polarisierende Person ist.
Es geht tatsächlich nicht um die Person Donald Trumps. Der bewirkt letztlich gar nichts, weil er im Grunde keine Politik macht.
Die entscheidende Frage ist vielmehr: Was ist mit einer Gesellschaft los, die eine solche Person als ihr Staatsoberhaupt wählt?
Wie kann sich eine solche Gesellschaft noch als "frei" oder "demokratisch" bezeichnen, wenn ein Großteil offenbar weder Freiheit, noch Toleranz, noch Respekt, noch Demokratie wünscht?
Du bist nicht in der Lage Trump von seiner Wählerschaft zu trennen. Wie gesagt: ich habe einige Male auf die #walkaway Kampagne verwiesen. Sie ist so bunt, gemischt und brüderlich untereinander wie man sich das nur wünschen kann. Alles was du forderst ist dort wahr. Wenn aber Hautfarbe, Herkunft, Sexualität noch sonst eine dieser "Äußerlichkeiten" eine Rolle spielen, was fehlt diesen Menschen dann, um sie zu Demokraten zu machen?
Veröffentlicht von: @solaireWenn aber Hautfarbe, Herkunft, Sexualität noch sonst eine dieser "Äußerlichkeiten" eine Rolle spielen, was fehlt diesen Menschen dann, um sie zu Demokraten zu machen?
Der Wunsch nach Demokratie. Denn das schliesst den Respekt vor dem politischen Gegner ein.
Und falls du denkst das wäre bei den Demokraten genau so: Biden ist für die Möglichkeit offen, einen Republikaner zum Minister zu machen.
Für Trump sind die Demokraten so etwas ähnliches wie Satanisten, die ins Gefängnis gehören.
Das macht wirklich keinen Sinn so.
Ok ich versuch´s nochmal:
Wenn in dieser Kampagne überwiegend Menschen vertreten sind, die sich der demokratischen Partei zugehörig sahen, weil sie sie als Gegengewicht, als die Partei der Offenheit, der sozialen Wärme und Menschenwürde sahen. Sie wandten sich jedoch ab weil sie dort Erfahrungen machten, die genau das Gegenteil dessen sind, was du unter demokratisch verstehst.
Sind diese Menschen dort weggegangen weil sie selbst undemokratisch sind oder weil sie dort undemokratische Kräfte am eigenen Leib erfuhren?
Am betroffensten hat mich die Geschichte eines Weltkriegsveteranen gemacht, der sein Leben auf´s Spiel gesetzt hat, weil er es als Demokrat als seine Pflicht ansah die Welt von der Geisel der Nazis zu befreien. Dieser Mann durfte sich mit seinen über 90 Jahren anhören, dass er als Weißer ein Rassist und Nazi sei.
Dave Rubin meinte einmal, durchaus treffend wie ich finde, dass was hier gerade stattfindet ist kein politischer Streit mehr. Vielmehr ist es ein Streit darüber was real ist. Sollten wir uns nicht darauf einigen und verständigen können was wirklich ist, dann befürchte ich allerdings, dass es die Evolution uns offenbaren wird.
Veröffentlicht von: @solaireAm betroffensten hat mich die Geschichte eines Weltkriegsveteranen gemacht, der sein Leben auf´s Spiel gesetzt hat, weil er es als Demokrat als seine Pflicht ansah die Welt von der Geisel der Nazis zu befreien. Dieser Mann durfte sich mit seinen über 90 Jahren anhören, dass er als Weißer ein Rassist und Nazi sei.
Was soll so ein einzelnes Beispiel jetzt bringen? Hat Biden oder die Führung der Demokraten behauptet, dieser Mann sei ein "Nazi"?
Hast du denn überhaupt ernsthaft über die letzten vier Jahren verfolgt, was da von Seiten der Republikaner alles gelaufen ist? Wie Trump versucht die Justiz unter Druck zu setzen und seine Kumpels begnadigt, wenn sie vor Gericht dichthalten? Wie McConnel als Führer im Senat während des Impeachments die Anhörung von Zeugen verhindert hat?
Hast du mitbekommen, was Trump praktisch täglich so alles vom Stapel lässt?
Und ich will die Demokraten gar nicht zu Heiligen erklären. Da hast du genügend Korruption und Kungelei, keine Frage. Aber bisher sind die Demokraten im direkten Vergleich trotz allem nicht so stramm antidemokratisch und autoritär unterwegs wie die Republikaner es mittlerweile sind. Der Kurs wurde damals bereits mit der "Tea Party" Bewegung gesetzt, und Trump ist der vorläufig traurige Höhepunkt davon.
Einzelne Beispiele finde ich da genügend, da habe ich massig Auswahl... aber darum geht es nicht. Es geht um das Gesamtbild. Um möglichst jede relevante Information, nicht nur um das was möglicherweise ins eigene Weltbild passt.
Veröffentlicht von: @solaireVielmehr ist es ein Streit darüber was real ist. Sollten wir uns nicht darauf einigen und verständigen können was wirklich ist, dann befürchte ich allerdings, dass es die Evolution uns offenbaren wird.
Über Realität kann im Grunde nicht gestritten werden. Realität IST.
Man kann sie zur Kenntnis nehmen oder sich dem verweigern.
Trump verweigert sich der Realität massiv. Einzelbeispiele wie die aggressive Wirtschaftspolitik Chinas ändern daran nichts.
Wie ich an anderer Stelle schon schrieb: Wenn man Trump ernst nimmt, dann ist er ein Autokrat. Nimmt man ihn nicht ernst, dann ist er ein Trottel.
Halb Amerika wünscht sich demnach entweder einen Autokraten oder einen Trottel als Präsident. Viel Spielraum hat man da nicht.
Veröffentlicht von: @lucan-7Einzelne Beispiele finde ich da genügend, da habe ich massig Auswahl... aber darum geht es nicht. Es geht um das Gesamtbild. Um möglichst jede relevante Information, nicht nur um das was möglicherweise ins eigene Weltbild passt.
Der Punkt ist, es gibt eine Denkrichtung, die sich gesellschaftlich in allerlei Formen ausdrückt. Politisch wird das von AOC, Ilhan Omar, Kamala Harris reflektiert. Sie sympathisieren mehr oder weniger offen mit Bewegungen, die so demokratiefeindlich sind, wie man sich das nur "wünschen" kann. Sie sind gewissermaßen das politische Sprachrohr derjenigen, die jeden für defizitär halten, der nicht ihrer Meinung ist.
Demgegenüber charakterisieren die Aussteiger die Republikaner als freundlich, offen und tolerant. Das was du sagst könnte also falscher nicht sein.
Aber ich gebe dir recht. Man sollte wenigstens darum bemüht sein einen Blick hinter die Kulissen wagen zu wollen.
Wir drehen uns gewissermaßen im Kreis.
Veröffentlicht von: @solaireWie gesagt: ich habe einige Male auf die #walkaway Kampagne verwiesen. Sie ist so bunt, gemischt und brüderlich untereinander wie man sich das nur wünschen kann.
Na ja, eine Kampagne, die möglicherweise ein Fall von "astroturfing" ist, würde ich nicht nach ihrem Webauftritt allein beurteilen wollen.
Veröffentlicht von: @solairewas fehlt diesen Menschen dann, um sie zu Demokraten zu machen?
Die meisten Teilnehmer dürften Demokraten sein, aber wenn die Drahtzieher (die Gruppe scheint eine Verbindung zu russischen Hackern haben, die per Bot sie im Netz groß machen, aber auch für Verbindungen zum Kreml bekannt sind) keine Demokraten sind, dann sind sie Opfer einer Verführung, und die Bewegung ist nicht demokratisch.
Helmut
Veröffentlicht von: @lucan-7Aus dieser Verachtung für den politischen Gegner, aus so viel Hass und Dummheit erwächst nichts Gutes mehr... und auch wenn Biden noch gewinnt, ist er nicht der richtige Mann um den Menschen dort das Vertrauen in die Demokratie wieder zurück zu geben, fürchte ich.
Das passt ziemlich gut zu einem Satz, den ich heute las:
"Trump ist eine Ein-Mann-AfD". Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. 😊
Veröffentlicht von: @klappstool"Trump ist eine Ein-Mann-AfD". Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. 😊
Durch solche Aussagen macht man die AfD bedeutungsvoller als sie ist.
Sie ist falsch, den
1. Trump ist nicht AfD, sondern gehört zur altehrwürdigen Partei der Republikaner.
2. Mittlerweiler stehen die Senatoren, der Republikaner hinter Trump und er ist nicht ein Ein-Mann-Vertreter.
Veröffentlicht von: @orangsayaDurch solche Aussagen macht man die AfD bedeutungsvoller als sie ist.
Sie ist falsch, den1. Trump ist nicht AfD, sondern gehört zur altehrwürdigen Partei der Republikaner.
2. Mittlerweiler stehen die Senatoren, der Republikaner hinter Trump und er ist nicht ein Ein-Mann-Vertreter.
Sorry, aber die Partei hat in dem Moment aufgehört "ehrwürdig" zu sein, als sie sich hinter Trump stellte.
Und ich sage so etwas nicht leichtfertig. Leute reden ja gerne mal vom "Untergang des Landes", nur weil ein Politiker an die Macht kommt der ihnen selbst nicht passt.
Man muss aufpassen, mit solchen Aussagen die Sachebene nicht zu verlassen.
Hier aber liegt die Sache anders. Trump ist anders als jeder andere Politiker, der jemals in einer westlichen Demokratie zur Wahl gestanden hat. Und da hat es weiss Gott genug Lügner, Faschisten, Betrüger und sonstige Gestalten gegeben.
Aber keine war jemals so dreist, so schamlos, so unverschämt, so primitiv und so offensichtlich fehl am Platz wie Donald Trump.
Und ich habe alle seine Skandale im Detail verfolgt, die Tweets, die Dreistigkeiten, Lügen um Lügen, seine Arroganz, seine Unverschämtheiten, seine völlige Unfähigkeit.
Und all das war offen zu sehen. Nicht etwa die bösen Medien oder die Opposition... er selbst, ganz persönlich, hat seine Unfähigkeit immer wieder zur Schau gestellt.
Und er wurde trotzdem gewählt. Nicht von einer kleinen Splittergruppe, sondern von einer überwältigtend großen Wählerzahl... groß genug vielleicht, um ihn wieder vier Jahre ins Amt zu bringen.
Da gibt es nichts mehr zu beschönigen. Es ist das Ende einer Ära... die nicht von Trump selbst beendet wurde, aber er steht Symbolisch für das Ende der amerikanischen Demokratie und der bisherigen US Weltpolitik.
Wirtschaftlich undf militärisch mögen die USA noch eine Macht sein.
Politisch sind sie tot.
Veröffentlicht von: @lucan-71. Trump ist nicht AfD, sondern gehört zur altehrwürdigen Partei der Republikaner.
2. Mittlerweiler stehen die Senatoren, der Republikaner hinter Trump und er ist nicht ein Ein-Mann-Vertreter.
Es kann ja sein, dass alles, was dir nicht gefällt für dich entwertet gehört. Die Demokraten und die Republikaner kann man zurecht als altehrwürdig bezeichnen. Beide Parteien sind älter, als die SPD in Deutschland. Beide Parteien haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass die USA eine freie Demokratie sind. Selbst wenn sie in ihrer Geschichte die Positionen gewechselt haben, so sind sie dennoch altehrwürdig. Ein akuter Einzelhass gegen Trump interessiert mich herzlich wenig.
Veröffentlicht von: @orangsayaEs kann ja sein, dass alles, was dir nicht gefällt für dich entwertet gehört.
Ich argumentiere hier auf der reinen Sachebene.
Du hast schon mitbekommen, dass Donald Trump die Auszählungen stoppen lassen will?
Dass er die Post sabotieren liess, um Briefwahlen zu verhindern?
Dass er Richterposten besetzen lässt, um gegen die Wahl zu klagen und im Amt bleiben zu können?
Dass er ausländische Regierungen erpresst, um innenpolitische Gegner auszuschalten?
Dass er einen Kadavergehorsam verlangt, den ihm die republikanischen Parteispitzen (mit Ausnahme von Romney) auch widerspruchslos gewährt?
Dass er wieder und wieder von "Wahlbetrug" redet, um die Wahl anfechten zu können?
Und da sind seine täglichen Ausfälle und ständigen Lügen noch nicht einmal mit eingeflossen...
Es gibt einfach Grenzen, an denen ein demokratischer Politiker aufhört, demokratisch zu sein. Selbst wenn man noch so viel guten Willen in die Sache legt - Trump agiert nicht wie ein Demokrat. Das tat er noch nie.
Trump sieht sich in seinem Selbstverständnis als Patriarch, der eine große Firma führt und dort nach Gutdünken schalten und walten kann. Demokratie ist ihm allenfalls Mittel zum Zweck und wird nur so lange akzeptiert, wie es einen Nutzen bringt.
Es gibt dutzende Quellen, die genau das bestätigen... und in der Regel sind das nicht irgendweche dubiosen Whistleblower, sondern Trump selbst.
Möglicherweise hast du ja nicht alle Vorgänge im Detail verfolgt, oder es hat sich auch bei dir ein gewisser Gewöhnungseffekt (Nach dem Motto: "so ist er halt") eingestellt... aber ich habe das schon sehr genau beobachtet.
Und das Erschreckende ist nicht etwa, dass Trump von der Demokratie grundsätzlich nichts hält... da gibt es mit Sicherheit etliche andere Politiker, die ebenso viel Verachtung für demokratische Strukturen haben, auch wenn sie sich darin bewegen.
Aber keine hat die Demokratie so offen und schamlos verachtet wie Trump.
Und er wurde trotzdem gewählt.
Sorry... aber egal wie die Sache jetzt noch ausgehen mag: Die Demokratie in den USA ist tot. Weil sie von einem Großteil der Bevölkerung ganz offensichtlich nicht mehr gewünscht ist.
Denn keiner kann mir erzählen, dass er von Trump das alles nicht mitbekommen haben will... die Medien waren täglich von seinen Ausfällen und Tiraden!
Veröffentlicht von: @lucan-7Du hast schon mitbekommen, dass Donald Trump die Auszählungen stoppen lassen will?
Dass er die Post sabotieren liess, um Briefwahlen zu verhindern?
Dass er Richterposten besetzen lässt, um gegen die Wahl zu klagen und im Amt bleiben zu können?
Dass er ausländische Regierungen erpresst, um innenpolitische Gegner auszuschalten?
Dass er einen Kadavergehorsam verlangt, den ihm die republikanischen Parteispitzen (mit Ausnahme von Romney) auch widerspruchslos gewährt?
Dass er wieder und wieder von "Wahlbetrug" redet, um die Wahl anfechten zu können?
Auch, wenn man erst abwarten müsste, was bei den Vorwürfen herauskommt, sagt mir mein Bauchgefühl, dass Trump damit nicht durchkommt. Es ist mehr, als der so pauschale Vorwurf. Es sind Menschen in der Öffentlichkeit aufgetreten, die behaupten meine Stimme wurde mir geklaut. Die weitere Behauptung ist, dass Leute registriert wurden, die nicht den Vorschriften entsprechen mindestens drei Monate in dem Land lebten. Auch wird vorgeworfen, dass wegen der Pandemie bereits verstorbene als Wähler registriert wurden. Ein Teil der Prüfer behaupten, dass man sie nicht hat prüfen lassen. Was daran ist, weiß ich nicht und wie soll eine Normalbürger in Europa solche Vorwürfe verifizieren können.
Nehmen wir mal es an, diese Vorwürfe würden sich bestätigen, dann wäre noch die Frage, welchen Umfang haben diese Vorwürfe und was für Entscheidungen treffen die Richter dazu.
Die Klagen werden entschieden in den Staaten in denen der Vorwurf besteht und teilweise werden es Gerichte in den Bezirken sein. Ich weiß nicht, was Du meinst, Trump hätte die Richter dafür bestellt. Vermutlich meinst du den Zirkus um Barrett .Dazu muss man sagen, es ist höchst unwahrscheinlich, dass Barrett dafür zuständig sein wird. Wenn Du mehr Richter sehen solltest, die Trump zwecks Manipulation eingesetzt hast, dann nenne sie beim Namen!
Sollten die Vorwürfe, die nicht nur Trump macht stimmen, wäre es ein Skandal der Watergate gleichkommt. Ich glaube nicht daran, aber ich glaube auch nicht daran, dass Trump angeblich alle einschließlich Richter manipuliert hat. Wir sollten abwarten was bei der Prüfung der Vorwürfe herauskommt und erst dann ein Bild machen.
Was altehrenwürdig betrifft, würde sich herausstellen, dass die Vorwürfe stimmen, dann wären die Demokraten jetzt genauso altehrenwürdig, wie die Demokraten. Nur müssten die Demokraten neu aufstellen.
Das Trump sich nicht benehmen kann, können wir ja sehen, genauso wie wir es bei Pelosi sehen konnten. Warum sollte ich mich bei Figuren, die sich lächerlich machen auf eine Seite stellen? Das hast du nicht gefordert, aber bei deiner Salve über Trump überschlägst du dich. Ich hingegen kann mich zurücklegen und mir sagen mein Präsident wird Trump nicht sein, denn ich bin kein Amerikaner. Das Durcheinander sollen die Amerikaner unter sich klären.
Veröffentlicht von: @orangsayaEs ist mehr, als der so pauschale Vorwurf. Es sind Menschen in der Öffentlichkeit aufgetreten, die behaupten meine Stimme wurde mir geklaut. ...
Solche Vorwürfe hat es immer wieder gegeben, als Einzelfälle hat es so was vermutlich bei jeder US-Wahl gegeben. Die USA sind nun mal ein großes Land.
Veröffentlicht von: @orangsayaNehmen wir mal es an, diese Vorwürfe würden sich bestätigen, dann wäre noch die Frage, welchen Umfang haben diese Vorwürfe und was für Entscheidungen treffen die Richter dazu.
Es gibt kein Anzeichen dafür, dass es da ein System gibt. Wenn auch das republikanische Mitglied der Wahlkommission (je nach Staat sind es 2, ein Dem und ein Rep, oder 4, noch zwei Unabhängige dazu) versichert, dass Alles in Ordnung ist,dann spricht das gegen eine Verschwörung.
Veröffentlicht von: @orangsayaDas Trump sich nicht benehmen kann, können wir ja sehen, genauso wie wir es bei Pelosi sehen konnten.
Woran machst du das bei Pelosi fest? Dass sie demonstrativ ein Manuskript von Trump zerriss, weil es voller Lügen war?
Es ist mehr als sich nicht benehmen. In einer rede, fast im gleichen Satz fordert er, dass in Arizona auf jeden Fall bis zu Ende gezählt werden soll, schließlich führt da beiden und das könnte sich beim weiteren Auszählen ändern, und dann, dass in Pennsylvania nicht weiter gezählt werden soll, denn da könnte ein weiteres Auszählen seinen Vorsprung vernichten.
Unbegründete Vorwürfe gegen Briefwahl hat Trump schon seit Monaten erhoben und damit Zweifel bei seinen Anhängern gesät. Das ist kein schlechtes Benehmen, das ist Kalkül, um nachher behaupten zu können, ihm sei der Sieg gestohlen worden. Es war so absehbar, dass ich darüber überhaupt nicht erstaunt bin, jetzt wo es genau so kommt.
Außerdem hat Trump schon angedeutet, dass er am liebsten nicht nur 4, sondern 12 weitere Jahre will ...
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkSolche Vorwürfe hat es immer wieder gegeben, als Einzelfälle hat es so was vermutlich bei jeder US-Wahl gegeben. Die USA sind nun mal ein großes Land.
Also ich kann mich nicht erinnern. Weder bei Jimmy Carter, Bei Regen, bei Bill Clinton, war es so. Nur bei Bush und Al Core war dies von ungefähr 20 Jahren so. Seit dem hat es so eine Behauptung nach Wahlen immer wieder gegeben. Es hat auch einen Vorteil, wenn die Anhänger unbewiesen behaupten konnten, eigentlich hatte der andere mehr Stimmen. Bei Trump ordne ich bislang dies auch in diese Kategorie ein.
Veröffentlicht von: @hkmwkEs gibt kein Anzeichen dafür, dass es da ein System gibt. Wenn auch das republikanische Mitglied der Wahlkommission (je nach Staat sind es 2, ein Dem und ein Rep, oder 4, noch zwei Unabhängige dazu) versichert, dass Alles in Ordnung ist,dann spricht das gegen eine Verschwörung.
Darum geht es. Egal, wer es ist jeder kann dies einklagen und prüfen lassen . Es wird im jedem Staat nach Zuständigkeit geprüft, jeder Staat hat in bisschen ein eigenes Wahlrecht. Wir haben einen Bundeswahlleiter und es wird im Bund geklärt.
Veröffentlicht von: @hkmwkWoran machst du das bei Pelosi fest? Dass sie demonstrativ ein Manuskript von Trump zerriss, weil es voller Lügen war?
In Sprache und benehmen ist sie genauso wie Trump. Von mir aus können meinen, zu dem den ich halte ist gut. Das ist dann halt so, beide hätten verdient zum Thema Kinderstube nachzusitzen.
Veröffentlicht von: @hkmwkEs ist mehr als sich nicht benehmen. In einer rede, fast im gleichen Satz fordert er, dass in Arizona auf jeden Fall bis zu Ende gezählt werden soll, schließlich führt da beiden und das könnte sich beim weiteren Auszählen ändern, und dann, dass in Pennsylvania nicht weiter gezählt werden soll, denn da könnte ein weiteres Auszählen seinen Vorsprung vernichten.
Bei den Details überlasse ich der Zukunft, was dabei rauskommt. Wir können hier eh nichts klären, oder durchschauen. Ich denke Trump kommt nicht durch.
Veröffentlicht von: @hkmwkUnbegründete Vorwürfe gegen Briefwahl hat Trump schon seit Monaten erhoben und damit Zweifel bei seinen Anhängern gesät.
Ich habe heute am späten Nachmittag mitten in eine Pressekonferenz gesehen, wo es nicht unbegründet war. Wenn sich herausstellt, dass die Wahlen akkurat waren, dann begrüße ich das.
Wenn man sich über das Wahlergebnis geeinigt hat und nehmen wir an die Republikaner stellen in Michigan, Pennsylvania und Georgia die Republikaner die Wahlmänner, dann ist Trump immer noch Präsident. 2016 haben 5 Wahlmänner, die zu den Republikanern gehören Trump nicht gewählt.
Veröffentlicht von: @orangsayaNur bei Bush und Al Core war dies von ungefähr 20 Jahren so.
Redest du von Einzelfällen, die keine Rolle spielen und deshalb praktisch nirgends erwähnt werden, oder davon, dass eine Seite solche Vorfälle sammelt, um damit vor Gericht ziehen zu können?
200 war es in Florida so knapp,. dass die Fehlermarge wg. herausfallender Stanzen beim ständigen nachzählen größer sein dürfte als der offizielle Unterschied im Endergebnis, nachdem der Supreme Court die Sache stoppte. Da waren auch Einzelfälle so wichtig, dass sie von beiden Seiten gesucht und gefunden wurden.
Veröffentlicht von: @orangsayaIn Sprache und benehmen ist sie genauso wie Trump.
Kannst du mal ein paar Beispiele nennen, die mit Trumps Entgleisungen ("Lock her up", Flüchtlinge als Kriminelle, Nazis als "good boys", einer Frau in die Muschi greifen etc.) vergleichen lasen?
Bei Trump sind über 60% aller tweets unehrlich (Halbwahrheiten oder grobe Lügen), wie hoch ist der Prozentsatz bei Pelosi?
Veröffentlicht von: @orangsayaBei den Details überlasse ich der Zukunft, was dabei rauskommt
Es geht nicht darum, ob Trump durchkommt. innerhalb einer halben Minute zwei Forderungen aufgrund zweier sich einander widersprechende Prinzipien aufstellen, nur damit das Ergebnis wird wie gewünscht, ist nicht einfach schlechte Kinderstube, dass ist Unehrlichkeit. So was würde ich auch nicht bei jemanden durchgehen lassen, der sich wie ein Gentleman benimmt.
Veröffentlicht von: @orangsayaWenn man sich über das Wahlergebnis geeinigt hat
Es geht nicht darum, sich zu einigen, es geht darum, auszuzählen. Wahlergebnisse sind kein Fall von politischen Verhandlungen. Wie es ein (republikanischer) Wahlleiter sagte: Wenn jemand Beweise hat, soll der die zur Anzeige bringen bzw. vor Gericht ziehen. Wer keine Beweise hat, soll bitte aufhören, unbegründete Verdächtigungen im Netz zu verbreiten.
In Pennsylvania wird Biden am Ende wohl einen fünfstelligen Vorsprung haben. Einen Hinweis auf größere Unstimmigkeiten, die das umdrehen könnten, ist bisher nicht aufgetaucht.
Helmut
Trump ernst nehmen... oder nicht. Beides dasselbe.
Veröffentlicht von: @orangsayaDas Trump sich nicht benehmen kann, können wir ja sehen, genauso wie wir es bei Pelosi sehen konnten. Warum sollte ich mich bei Figuren, die sich lächerlich machen auf eine Seite stellen? Das hast du nicht gefordert, aber bei deiner Salve über Trump überschlägst du dich.
Weisst du... man kann das im Grunde mit einer simplen Frage klären.
Soll man Trump ernst nehmen?
Das würde bedeuten, alles was er sagt ist tatsächlich auch so gemeint. Mit allen Konsequenzen.
Es gäbe nichts mehr zu entschuldigen - die Menschen hätten jemanden gewählt, der von Demokratie nichts hält und versucht, demokratische Institutionen zu umgehen. Ob er das tatsächlich schafft wäre dabei zweitrangig, die Absicht zählt. Und die Chancen, dass er in einer zweiten Amtszeit zum Ziel kommen würde wären erheblich.
Oder soll man Trump nicht ernst nehmen?
Das würde bedeuten, die Leute hätten tatsächlich einen Clown gewählt. Jemanden, der alle an der Nase herumführt, nichts ernst nimmt, keinen Respekt kennt, weder vor internationalen Gepflogenheiten, noch Menschen, noch Institutionen.
Auch dann wäre die Demokratie irreparabel beschädigt.
Also... entweder nimmst du Trump ernst.
Oder du nimmst ihn nicht ernst.
Entweder hast du einen Autokraten... oder einen Volltrottel. Aber in keinen Fall hast du einen seriösen Politiker, der für die Demokratie einsteht.
Stell' dir einfach mal vor, du stellst einen Typen als Leibwächter ein, der dich beschützen soll.
Der Kerl legt sofort los und schlägt jedem, wirklich jedem, voll in die Fresse, den er sieht.
Aber er schlägt immer daneben, so dass niemandem etwas passiert. Auch den Leuten nicht, die dich angreifen wollen.
Dann kannst du sagen, der Typ will ja gar nicht jeden verletzen, deshalb schlägt er immer daneben. Dann wäre er aber kein Leibwächter, weil er auch deinen Feinden nichts tut.
Oder du kannst sagen, der Typ will die Leute verletzen, aber er trifft halt nicht. Dann wäre er auch kein Leibwächter, weil er blindlings auf jeden losstürmt, egal ob Freund oder Feind.
Genau dieser Typ "Leibwächter" ist Trump. Egal ob er nicht will oder nicht kann - in keinem Fall ist er ein demokratischer Politiker.
Seltsamerweise sehe ich aber eine Tendenz, den Typen "halbernst" zu nehmen... immer gerade so, wie es halt gerade passt, schnell mal ein Auge zudrücken, schnell mal etwas entschuldigen, auf richtige Sachen hinweisen...
Sorry. Aber das funktioniert nicht. Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Mit Demokratie spielt man nicht - aber genau das tut Trump!
Mit Demokratie spielt man nicht - aber genau das tut Trump!
Richtig - aber Trump ist nicht die Demokratie.
Wenn man ganz ehrlich ist, muss man erkennen, dass jemand wie Trump bei uns auch gewisse Chancen hätte einen Teil der Wähler zu überzeugen.
Deswegen ist die Demokratie aber nicht tot, oder irreparabel beschädigt.
Die amerikanische Demokratie ist 244 Jahre alt. Sie wird nicht mit Trump enden.
Veröffentlicht von: @eldarionRichtig - aber Trump ist nicht die Demokratie.
Nein.
Aber knapp die Hälfte der Wähler, die ihn gewählt haben, sagen einiges aus über das Demokratieverständnis und die Wünsche der Gesellschaft.
Und das zählt.
Veröffentlicht von: @eldarionDeswegen ist die Demokratie aber nicht tot, oder irreparabel beschädigt.
Fast 50% der Wähler wünschen eine Abschaffung der Demokratie.
Ich würde nicht die Hand ins Feuer dafür legen, dass es jedem einzelnen von ihnen auch bewusst ist... im Endergebnis ist es aber so.
Das würde ich schon als eine "irreperable Schädigung" werten. Zumindest für den Moment.
Veröffentlicht von: @eldarionDie amerikanische Demokratie ist 244 Jahre alt. Sie wird nicht mit Trump enden.
Irgendwann wird sie enden. Ob mit Trump oder sonstwem. Nichts ist für ewig.
Du hast da einen Autokraten, der sich wie ein Clown benimmt, um zu täuschen.
Kürzlich kam ..ich meine, es war auf 3sat... eine Art Lebenslauf von Trump..wie sein Vater war und wie er ihn erzogen hat... voll autokratisch und einen sogenannten "Winner" der niemals verlieren darf... Trump senior 2.0
Trump ist so derart dreist, dass er das, was er vorhat, verdeckt ankündigt in den Vorwürfen und Anwürfen bzgl der Wahl und sich dabei noch als der Mann der weißen Weste präsentiert, der das Volk vor seiner Projektion retten will.
Veröffentlicht von: @deborah71Du hast da einen Autokraten, der sich wie ein Clown benimmt, um zu täuschen.
Ich glaube noch nicht einmal, dass Trump tatsächlich so raffniert ist. Ich vermute, dass es ihm ursprünglich nur darum ging, Werbung für sich als Geschäftsmann zu machen.
Seinen Erfolg hat er vermutlich bis heute selbst nicht verstanden... aber er macht konsequent das weiter, was sich als effektiv erwiesen hat.
Schaun wer mal 😉
Veröffentlicht von: @deborah71Schaun wer mal
Momentan sieht es danach dass er die Wahl verliert und erst mal weg vom Fenster ist...
Das würde bedeuten, dass er keine politische Funktion mehr hätte... und ich kann mir nicht vorstellen, dass er seine Fans vier Jahre bei der Stange halten kann, um noch weiter eine politische Bedeutung zu haben. Schliesslich wäre er künftig der Verlierer...
Aber das werden wir sehen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Das würde bedeuten, dass er keine politische Funktion mehr hätte... und ich kann mir nicht vorstellen, dass er seine Fans vier Jahre bei der Stange halten kann, um noch weiter eine politische Bedeutung zu haben. Schliesslich wäre er künftig der Verlierer...
Vor allem: Jetzt hat er keinen Senat mehr, wenn er angeklagt wird, sondern eine Jury. Und Staatsanwälte, die nicht durch politische Winkelzüge daran gehindert werden, den Fall vollständig aufzuklären. Es würde mich nicht wundern wenn er in einem oder zwei Jahr ins Gefängnis muss. Verdachtsmomente (unzulässige Wahlbeeinflussung, Konspiration mit Landesfeinden, Steuerhinterziehung, Geldwäsche ...) gibts genug. Schon dass er bei Schließung der Wahllokale, als nicht einmal er sagte, dass der die Wahl schon gewonnen hätte, sein "Hauptquartier" im weißen Haus hatte, wird aktuell als Straftat untersucht (mangelnde Trennung von Amt und Privatperson).
Helmut
Ich glaube, der Satz ist auch nicht so gedacht, dass er sämtliche Kriterien eines Vergleiches zwingend erfüllen soll. Ich sah mich bei der Beschreibung Trumps halt an diesen Satz erinnert und fand ihn - was die Beschreibung angeht - auch für die AfD zutreffend. Zudem gehören Politker der AfD ja auch zu den glühendsten Verehrern Trumps. Passt doch. 😊
Veröffentlicht von: @lucan-7In Amerika wird uns gerade das Versagen der Demokratie vor Augen geführt... und das meine ich nicht reisserisch, sondern absolut ernst.
In den USA gibt es die Demokratie schon länger als bei uns.
Wir haben gerade mal 70 Jahre funktionierende Demokratie hinter uns. Das ist sehr wenig im Vergleich zur USA. Da wäre etwas mehr Demut angebracht.
Veröffentlicht von: @lucan-7Irgendwo an anderer Stelle hatte Jack mal erwähnt, dass Demokratie wesentlich durch die Möglichkeit geprägt ist, einen schlechten Politiker wieder abzusetzen.
Vielleicht ist er ja gar nicht so schlecht. Immerhin hatte er den Mut China und seine weltweite Expansionspolitik zum öffentlichen Thema zu machen.
Er möchte das fungieren der USA als Weltpolizei beenden. Das das in Europa nicht gut ankommt ist klar, weil man da ja Außen- und Sicherheitspolitisch absolut nichts auf die Reihe bekommt. Da war es immer bequem die USA die Drecksarbeit machen zu lassen.
Kurzfristig hatte Trump wohl so einige Stimmen gewonnen, weil er die Angst vor einer "Europäischen" Coronapolitik schürte. Biden hat ja mehrmals deutlich gemacht, dass er die Menschen einsperren möchte und da doch tatsächlich gedacht er würde damit das Rentnerparadies Florida für sich gewinnen. An dieser Fehleinschätzung sieht man natürlich auch wie weit ein Politiker und sein Beraterstab den Realitäten entrückt ist.
Veröffentlicht von: @lucan-7Es geht auch nicht um ihn als Person, sondern allein um sein Verhalten. Seine Reaktionen, sein Auftreten, sein Umfeld. Sein Umgang mit den Menschen, mit demokratischen Institutionen und sein Selbstverständnis.
Das ist sicherlich einzigartig...
Häufig legt er seine Finger aber auch in die richtige Wunde.
Veröffentlicht von: @lucan-7Ich sehe schwarz für die Zukunft, im Moment...
Ich sehe auch schwarz für die Zukunft, allerdings für die Zukunft Europas.
Veröffentlicht von: @qdspielerBiden hat ja mehrmals deutlich gemacht, dass er die Menschen einsperren möchte
Habe ich nicht mitbekommen. Hast Du mal einen Link, wo er das sagt?
Veröffentlicht von: @hkmwkDas hat Trump über Biden gesagt.Gemeint war natürlich ein Lockdown, den Biden wollte.
Die Rhetorik Trumps zu übernehmen ist nicht unbedingt übezeugend... vor allem wenn man statt "Leben retten" das Wort "einsperren" benutzt...
Veröffentlicht von: @lucan-7.. vor allem wenn man statt "Leben retten" das Wort "einsperren" benutzt...
Da möchte ich doch glatt mal nachfragen, wie du zu der Annahme kommst, dass die europäischen Verbotsmaßnahmen hier weniger Opfer produzieren.
Aktuell sieht es so ganz und gar nicht danach aus.
Wie viele Jahre soll denn das so gehen, dass Amateursport verboten wird?
Veröffentlicht von: @qdspielerDa möchte ich doch glatt mal nachfragen, wie du zu der Annahme kommst, dass die europäischen Verbotsmaßnahmen hier weniger Opfer produzieren.
Es ist davon auszugehen, dass es irgendwo eine kritische Grenze gibt, an der die Maßnahmen mehr schaden als nutzen, das ist klar.
Es dürfte allerdings extrem schwer sein, genau zu bestimmen wo diese Grenze liegt... und "Bauchgefühl" halte ich für kein geeignetes Instrument an dieser Stelle.
Das Fass mache ich hier bestimmt nicht auf, danke auch.
Veröffentlicht von: @lucan-7Das Fass mache ich hier bestimmt nicht auf, danke auch.
Dann behaupte eben nicht, dass die Politik Trumps mehr Coronaopfer produziert als anderswo.
Insbesondere Europa ist da nämlich einsame Spitze und zur Zeit.
Veröffentlicht von: @qdspielerDann behaupte eben nicht, dass die Politik Trumps mehr Coronaopfer produziert als anderswo.
Stell' dir vor... das Argument habe ich hier nirgendwo bemüht.
Schlechte Politik zu betreiben ist nämlich nicht dasselbe, wie die Demokratie abschaffen zu wollen. Auch wenn man Trump in diesem Fall Beides anlasten kann.
Veröffentlicht von: @qdspielerWir haben gerade mal 70 Jahre funktionierende Demokratie hinter uns. Das ist sehr wenig im Vergleich zur USA. Da wäre etwas mehr Demut angebracht.
Warum sollte ich Demut bezüglich der Zeitdauer einer Demokratie haben? Wenn die Institutionen zerstört werden, dann sind sie zerstört. Dann nützt auch keine "Demut" mehr.
Veröffentlicht von: @qdspielerVielleicht ist er ja gar nicht so schlecht. Immerhin hatte er den Mut China und seine weltweite Expansionspolitik zum öffentlichen Thema zu machen.
Das ist ungefär so, als wenn ein Psychopath an Kinder Lutscher verteilt und dann mit einem Flammenwerfer Häuser abfackelt.
Und die Leute sagen: "Hey, er ist gar nicht so schlecht... er schenkt Kindern Lutscher!"
Veröffentlicht von: @qdspielerBiden hat ja mehrmals deutlich gemacht, dass er die Menschen einsperren möchte und da doch tatsächlich gedacht er würde damit das Rentnerparadies Florida für sich gewinnen.
Wenn will er "einsperren"? Du meinst Quarantäne, oder was?
Na ja, wem sein Leben egal ist oder an Verschwörungstheorien glaubt, für den mag das kein Argument sein. Macht die Sache aber nicht besser, weil Bildung eine wichtige Voraussetzung für funktionierende Demokratie ist.
Ich war gestern vermutlich ebenso entssetzt, wie du. Aber ich finde, jetzt gehst du etwas zu weit.
[url]Wenn die Institutionen zerstört werden, dann sind sie zerstört.[/url]
Das hat Trump ja eben nicht geschafft. Versucht hat er es, sicherlich.
Aber die meisten seiner aktuellen Klagen mit dem Ziel, die Stimmauszählung zu stoppen, wurden abgewiesen.
Das Wahlsystem an sich funktioniert auch. Er hat die Demokratie geschädigt, aber nicht zerstört.
Veröffentlicht von: @eldarionDas hat Trump ja eben nicht geschafft. Versucht hat er es, sicherlich.
Aber die meisten seiner aktuellen Klagen mit dem Ziel, die Stimmauszählung zu stoppen, wurden abgewiesen.Das Wahlsystem an sich funktioniert auch. Er hat die Demokratie geschädigt, aber nicht zerstört.
Das eigentliche Problem ist aber nicht Trump. Natürlich scheitern seine Versuche zunächst noch, denn noch funktioneirt der Rechtsstaat.
Aber offenbar steht ein Großteil des amerikanischen Volkes nicht mehr hinter Demokratie und dem Rechtsstaat und wünscht einen Autokraten an der Regierung, der mit der Opposition "aufräumt".
Dass Trump genau dieser Mann ist und genau das vorhat... darüber hat er vier Jahre lang keinen Zweifel gelassen.
Und genau dafür wurde er wieder gewählt.
Diesen Leuten sind andere Dinge wichtiger als Toleranz, Demokratie und ein funktionierender Rechtsstaat. Und wenn sich das Volk von der Demokratie abwendet - dann gibt es auch keine Demokratie mehr. Denn das Volk ist der Souverän.
Auch wenn es in diesem Fall absurd ist, denn offenbar wollen sie es gar nicht sein...
Veröffentlicht von: @lucan-7Dass Trump genau dieser Mann ist und genau das vorhat... darüber hat er vier Jahre lang keinen Zweifel gelassen.
Und genau dafür wurde er wieder gewählt.
Na solche kleinen Trumps, die sich einen Dreck um den Rechtsstaat scheren, haben wir im Kleinen in Berlin Kreuzberg zB auch.
Veröffentlicht von: @qdspielerNa solche kleinen Trumps, die sich einen Dreck um den Rechtsstaat scheren, haben wir im Kleinen in Berlin Kreuzberg zB auch.
Kreuzberg verfügt aber über keine Atomwaffen soviel ich weiss. Um mal nur auf einen Unterschied hinzuweisen...
Wenn ich mal eine kleine Anekdote beifügen darf.
Stephen King hat in den 80ern das Buch "The Death Zone" geschrieben.
Darin gibt es einen Politiker - Greg Stillson - der erstaunliche Ähnlichkeiten mit Donald Trump aufweist. Ist auch verfilmt worden.
Ich hab heute auf Kings Twitter Seite ein Video dazu gefunden. Fast ganz oben.
https://twitter.com/stephenking
Das "Phänomen-Trump wird darin sehr anschaulich erklärt.
Ich denke, dass Trump sich nach der Wahl so drastisch als Quasi-Diktator aufführt, demaskiert ihn endgültig.
Wenn schon Fox-News sich von ihm abwendet, zusammen mit einem erheblichem Teil der prominenten Republikaner, dann ist das sein endgültiges, politisches Ende.
Sicher hat er noch viele Fans. Aber auch die werden deutlich weniger werden, wenn er erst mal aus dem Weißen Haus raus ist.
Ich glaube, der demokratische Schaden wird heilen.
Bleiben wir optimistisch.
Veröffentlicht von: @eldarionIch glaube, der demokratische Schaden wird heilen. Bleiben wir optimistisch.
Zumal die Amerikaner ja schon einige durchgeknallte Präsidenten überstanden haben 😊
Veröffentlicht von: @tristesseZumal die Amerikaner ja schon einige durchgeknallte Präsidenten überstanden haben
Ich denke, zumindest in diesem Punkt übertrumpft Trump tatsächlich alle seine Vorgänger..
Veröffentlicht von: @lucan-7Ich denke, zumindest in diesem Punkt übertrumpft Trump tatsächlich alle seine Vorgänger..
Das ist doch absurd. Vor Trump gab es Präsidenten die ich als Kriegstreiber bezeichnen würde. Dagegen ist doch Trump ein kleines Licht. Der hat doch nirgendwo einen Krieg angezettelt.
Wenn ich da an Bush und den Einmarsch in den Irak denke, dann ist das doch eine ganz andere Nummer als das was sich Trump bisher geleistet hat.
Veröffentlicht von: @qdspielerDas ist doch absurd. Vor Trump gab es Präsidenten die ich als Kriegstreiber bezeichnen würde. Dagegen ist doch Trump ein kleines Licht. Der hat doch nirgendwo einen Krieg angezettelt.
Kommt jetzt drauf an, wie wir "durchgeknallt" definieren. Das ist nicht zwangsläufig das Gleiche wie "gefährlich".
Veröffentlicht von: @eldarionBleiben wir optimistisch.
Das versuche ich jeden Tag. Aber die Welt macht es da einem echt nicht immer leicht.
Immerhin... meine gelegentliche Arbeit mit Jugendlichen macht mir da durchaus Hoffnung. Die sind auch nicht immer einfach und haben manchmal seltsame Ideen... aber es sind meist keine schlechten Menschen und vielfach besser als ihr Ruf. Ganz egal wo sie herkommen.
So etwas baut mich dann doch wieder auf...
Veröffentlicht von: @qdspielerNa solche kleinen Trumps, die sich einen Dreck um den Rechtsstaat scheren, haben wir im Kleinen in Berlin Kreuzberg zB auch.
Beispiel? (wohne selber in Kreuzberg)
Helmut
Da gibt es einen gewissen Sonnenkönig Schmidt, mitsamt seiner Vorgesetzten, denen es auf Gesetze, Recht und Ordnung nicht so groß ankommt.
Veröffentlicht von: @qdspielerDa gibt es einen gewissen Sonnenkönig Schmidt, mitsamt seiner Vorgesetzten, denen es auf Gesetze, Recht und Ordnung nicht so groß ankommt.
Ach der.
Das ist aber was ganz anderes als Trump: Nicht der eigene Vorteil, sondern ein politisches Programm wird durchgedrückt. Nicht besser, aber doch eine völlig andere "Schublade".
Und die Wohnungswirtshaft in Berlin arbeitet auch nicht immer mit sauberen Methoden ...
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkUnd die Wohnungswirtshaft in Berlin arbeitet auch nicht immer mit sauberen Methoden ...
"Die" Wohnungswirtschaft gibt es nicht. Es ist aber immer wieder Interessant, dass unsaubere Methoden zum legitimen Mittel werden, wenn es gilt die präferierte Politik durchzusetzen.
Veröffentlicht von: @hkmwkNicht der eigene Vorteil, sondern ein politisches Programm wird durchgedrückt. Nicht besser, aber doch eine völlig andere "Schublade".
Du meinst Trump arbeitet für die eigene Tasche? Das ist doch gerade bei einem amerikanischen Präsidenten nahezu ausgeschlossen, wenn man bedenkt wieviel Geld einer braucht um an das Amt zu kommen.
Veröffentlicht von: @qdspieleru meinst Trump arbeitet für die eigene Tasche?
Er arbeitet nur für sich.
Obs der eigenen Tasche nützt, ist ne andere Frage. Möglicherweise wurde er nur Präsident, um sich an Obama zu rächen, der ihn mal in einer Rede bloßgestellt hat ...
Helmut
Auf jeden Fall hat Trump sich demaskiert. Wer ein Ergebnis schon anfechten will, das noch nicht feststeht und auch noch den Stopp der Zählung fordert, der ist ganz sicher kein Demokrat sondern nicht besser als Putin, Lukaschenko, Erdogan usw.
Veröffentlicht von: @birgit704Auf jeden Fall hat Trump sich demaskiert. Wer ein Ergebnis schon anfechten will, das noch nicht feststeht und auch noch den Stopp der Zählung fordert, der ist ganz sicher kein Demokrat sondern nicht besser als Putin, Lukaschenko, Erdogan usw.
Trump hat sich vier Jahre lang wieder und wieder demaskiert. Es wurde offensichtlich von der Hälfte der Wähler nicht wahrgenommen oder ignoriert. Und das ist entsetzlich genug.
Nicht alles, was D. Trump in seiner Amtszeit bisher tat war schlecht.
Aber sein Verhalten und Auftreten (Beleidigungen, Abwertungen) anderen Menschen gegenüber ist und war einfach widerwärtig! Und ein wahrer Christ würde so etwas nicht tun bzw. solche Menschen nicht wählen.
Veröffentlicht von: @birgit704Nicht alles, was D. Trump in seiner Amtszeit bisher tat war schlecht.
Aber sein Verhalten und Auftreten (Beleidigungen, Abwertungen) anderen Menschen gegenüber ist und war einfach widerwärtig!
Wenn er denn nur "widerwärtig" wäre, dann wäre alles halb so schlimm...
Viele seiner Wähler mögen seinen "Stil" auch nicht, wählen ihn aber trotzdem, weil sie glauben, er würde eine "gute Politik" machen.
Aber das tut er nicht... Trump macht überhaupt keine "Politik".
Er glaubt, er würde eine "Firma" führen. Das bedeutet für ihn, die Firma muss "Gewinn" abwerfen (Für ihn und seine Schergen), während die "Konkurrenz" bekämpft und zerschlagen werden muss. Das ist sein Stil, das versteht unter seinem täglichen "Geschäft"... irgendwo zwischen twittern, Fernsehen und Golfen.
Und ich wollte das erst auch nicht wahrhaben. Aber ich fürchte, es ist tatsächlich so...
Keine Sorge, die Welt wird auch diesmal nicht untergehen.
Veröffentlicht von: @qdspielerKeine Sorge, die Welt wird auch diesmal nicht untergehen.
Doch... diesmal vermutlich schon.
Wir leben bereits in einer Zeit des Massensterbens. Trump hat nicht die Absicht, daran etwas zu ändern... im Gegenteil.
Ich glaube zwar nicht an den Untergang der ganzen Menschheit. Aber von der Welt, wie wir sie kannten, werden wir uns wohl verabschieden müssen. Und zwar auf weitaus drastischere Weise, als viele das vor kurzem noch für möglich hielten.
Veröffentlicht von: @lucan-7Wir leben bereits in einer Zeit des Massensterbens.
Da ist sicher Trump schuld.
Er ist sicher auch an dem weltweiten Tötungsaktionen im Namen des Islam verantwortlich.
Es ist doch einfach so praktisch, wenn man einem Mann alles in die Schuhe schieben kann. Das bietet sich ja auch durch sein allgemeines Verhalten so wunderbar an.
Veröffentlicht von: @lucan-7Ich glaube zwar nicht an den Untergang der ganzen Menschheit. Aber von der Welt, wie wir sie kannten, werden wir uns wohl verabschieden müssen.
Ja, in der Tat. Wir bekamen in der Schule noch einen mitleidigen Blick auf China vermittelt. Die sind quasi innerhalb der letzten 30 Jahre zur weltweiten absoluten Wirtschaftsmacht aufgestiegen. Ich möchte gar nicht wissen wieviele mittelständische Unternehmen alleine in Deutschland in chinesischer Hand sind.
Deren System ist allen anderen Systemen der Erde weit überlegen. Und der stärkere setzt sich eben durch. Und die ganz schwachen versuchen ihr System mit Terrorismus durchzudrücken. In China würde ihnen das aber sicherlich nicht gelingen. Bei uns hingegen können die schalten und walten und ihre Terrorinfrastruktur weiter aufbauen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Wir leben bereits in einer Zeit des Massensterbens. Trump hat nicht die Absicht, daran etwas zu ändern... im Gegenteil.
Biden auch nicht.
Es gibt übrigens ein Land das bis 2060 klimaneutral ist und das den Anteil der erneuerbaren Energien von 2% auf 29% gesteigert hat und damit Weltmarktführer bei Solar und Windenergie geworden ist.
Veröffentlicht von: @johannes22Es gibt übrigens ein Land das bis 2060 klimaneutral ist
Zwischen Wunsch un Realität liegen manchmal Welten:
https://www.erneuerbareenergien.de/weltweit-ueber-1000-neue-kohlebloecke-in-bau-und-planung
Naja das ist eine Prognose. Was sagst du denn zu dem Anstieg der erneuerbaren Energien von 2 auf über 30%? ich würde mal sagen Weltrekord. EU liegt bei 18,9% und die USA bei 23%
Nachtrag vom 05.11.2020 0835
Sorry au fast 30%, übrigens irritierend das die USA einen höheren Anteil haben als die EU
Veröffentlicht von: @johannes22Sorry au fast 30%, übrigens irritierend das die USA einen höheren Anteil haben als die EU
Da haben klimabewusste Einzelstaaten (z.B. Kalifornien) ihren Anteil daran, Einiges ist auch schon zur Zeit von Clinton/Gore passiert ...
... und auf der anderen Seite haben wir Länder wie Polen, die in Bezug auf Klima noch Null Antrengungen gemacht haben. Und mit Kalifornien kann in Europa wohl nur Norwegen mithalten.
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkUnd mit Kalifornien kann in Europa wohl nur Norwegen mithalten.
Veröffentlicht von: @hkmwkund auf der anderen Seite haben wir Länder wie Polen, die in Bezug auf Klima noch Null Antrengungen gemacht haben.
Das kann Norwegen Dank der natürlichen Ressourcen. Die Wasserkraftwerke erzeugen 87% des Stroms. Windkraft macht ca. 6% aus. Polen erzeugt ca. 2% der Energie aus Wasserkraft. Etwa 19% werden aus erneuerbaren Energien erzeugt. Damit liegt Polen etwa im Durchschnitt aller europäischen Länder.
Ohne deren genaue Voraussetzungen zu benennen, kann man die Länder nicht einfach so vergleichen.
Und Norwegen ist zusätzlich auch ein bischen verlogen weil es ja vom verkauf fossiler Energieträger lebt.
Veröffentlicht von: @johannes22Und Norwegen ist zusätzlich auch ein bischen verlogen weil es ja vom verkauf fossiler Energieträger lebt.
Das ist richtig:
Klarstellung
Veröffentlicht von: @ostwindOhne deren genaue Voraussetzungen zu benennen, kann man die Länder nicht einfach so vergleichen.
Es ging ja um Quote bei regenerativen Energien. Da wurde ja auch einfach USA und Europa ohne Berücksichtigung der Unterschiede.
Bei Polen habe ich mich offenbar geirrt.
Helmut
Es gibt übrigens ein Land das bis 2060 klimaneutral ist und das den Anteil der erneuerbaren Energien von 2% auf 29% gesteigert hat und damit Weltmarktführer bei Solar und Windenergie geworden ist.
Ich habe gestern gelesen, daß Putin seine Regierung angewiesen hat, dafür zu sorgen, daß der Co2-Ausstoß um 70 Prozent gesenkt wird.
Ihm fliegen nämlich die Waldbrände in der Taiga und das Auftauen des Permafrostes um die Ohren.
Veröffentlicht von: @johannes22Es gibt übrigens ein Land das bis 2060 klimaneutral ist und das den Anteil der erneuerbaren Energien von 2% auf 29% gesteigert hat und damit Weltmarktführer bei Solar und Windenergie geworden ist.
Man muss China tatsächlich anrechnen, dass die Wichtigkeit des Klimawandels erkannt wurde und auch benannt wird.
2060 wird es allerdings schon zu spät sein. Und ob die genannten Ziele am Ende nur Propaganda sind kann auch niemand beurteilen. Unabhängige Prüfstellen internationaler Organisationen wird man da ja kaum zulassen...
Veröffentlicht von: @lucan-7In Amerika wird uns gerade das Versagen der Demokratie vor Augen geführt... und das meine ich nicht reisserisch, sondern absolut ernst.
Diese Einlassung hilft nicht drüber hinweg, dass sie Schmarrn ist. Sry falls zu direkt oder was auch immer.
Veröffentlicht von: @lucan-7Irgendwo an anderer Stelle hatte Jack mal erwähnt, dass Demokratie wesentlich durch die Möglichkeit geprägt ist, einen schlechten Politiker wieder abzusetzen.
So konnte man vor vier Jahren vielleicht noch der Ansicht sein, Trump sei ein "guter Geschäftsmann" oder könne als "Aussenstehender" mit dem "Establishment" aufräumen. Es mag also irgendwie tatsächlich Gründe gegeben haben, diesen Mann zu wählen, auch wenn sie für mich schon damals nicht nachzuvollziehen waren.
Das amerikanische System ist insoweit eines der besten weltweit. Nach 8 Jahren ist Schluss. Nur eine Ausnahme (iirc) gab es bislang. Und DEUTLICH abwählbar wäre er gewesen. Nur teilen nicht genug Menschen deine Ansicht. Und noch viel schlimmer: die Gegenseite konnte diese Wähler, die deplorables nicht für sich gewinnen. Warum auch. Man hatte ihnen nichts anzubieten. Das ist in der Tat eine Schande für die Politik.
Deine Einschätzung teile ich gar nicht. Die Demokratie hat sich als am Leben präsentiert, lebendiger und stärker wie noch Jahre zuvor. Beleg: die hohe Wahlbeteiligung. Die Leute wussten, dass es um etwas geht. Nur weil einem der politische Gegner nicht passt halte ich es für zu früh für ein Requiem auf die Demokratie.
Sagt doch einiges über den Zustand der US Demokratie aus, dass eine Wahlbeteiligung von 66% als hoch gilt oder?
Veröffentlicht von: @johannes22Sagt doch einiges über den Zustand der US Demokratie aus, dass eine Wahlbeteiligung von 66% als hoch gilt oder?
Bei deutschen Landtagswahlen ist 66% inzwischen auch schon eine hohe Wahlbeteiligung ...
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkBei deutschen Landtagswahlen ist 66% inzwischen auch schon eine hohe Wahlbeteiligung ...
ja und das sagt eben auch einiges über den zustand der deutschen demokratie aus.
Was sagt die Wahlbeteiligung denn über die Demokratie aus?
Veröffentlicht von: @tristesseWas sagt die Wahlbeteiligung denn über die Demokratie aus?
Nun wie sehr die Demokratie in der Bevölkerung verankert ist? Wie sehr sich die Menschen durch die Parteien vertreten fühlen? Wie stark die Motivation ist sich zu engagieren?
Veröffentlicht von: @johannes22Nun wie sehr die Demokratie in der Bevölkerung verankert ist? Wie sehr sich die Menschen durch die Parteien vertreten fühlen? Wie stark die Motivation ist sich zu engagieren?
Sind das Antworten oder fragst Du mich jetzt 🤨
Ein Problem, dass dein Vorzeigestaat China natürlich nicht hat...
Jeder Chinese steht voll Begeisterung hinter der Regierung des großen und allseits beliebten Vorsitzenden. Wozu da noch wählen gehen?
Veröffentlicht von: @eldarionEin Problem, dass dein Vorzeigestaat China natürlich nicht hat...
Jeder Chinese steht voll Begeisterung hinter der Regierung des großen und allseits beliebten Vorsitzenden. Wozu da noch wählen gehen?
Es gibt in China aber keine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. In den USA schon.
Nicht?
China stellt den Anspruch, ein Land mit Religionsfreiheit, Menschenrechten und einem frei gewähltem Volkskongress zu sein.
Es steht sogar was vom Schutz des Privateigentums in der Verfassung.
Der Unterschied zu den USA besteht darin, dass niemand es wagt auf die Strasse zu gehen, und auf gewisse Diskrepanzen hinzuweisen.
Veröffentlicht von: @eldarionNicht?
Nein ich glaube nicht das China sich als Demokratie versteht.Bzw wie ich grade gewikipediat habe als
"unter der demokratischen Diktatur des Volkes“
Es gibt in China aber keine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Das ist der Witz des Tages!
Echte Demokratie bedeutet, dass man sich frei entscheiden darf, wählen zu gehen oder nicht 😊
Veröffentlicht von: @johannes22Es gibt in China aber keine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. In den USA schon.
Doch, natürlich.
Egal ob es um die Erziehung der Uiguren geht, oder um den heldenhaften Kampf Chinas gegen Covid-19 (der Arzt, der als Erstes auf die Gefahr hinwies, wird inzwischen totgeschwiegen, aus verständlichen Gründen ...), wie in jeder Diktatur klafft ein großer Abgrund zwischen Anspruch um Wirklichkeit. Der ist größer als in den USA oder bei uns.
Helmut
Veröffentlicht von: @solaireDeine Einschätzung teile ich gar nicht. Die Demokratie hat sich als am Leben präsentiert, lebendiger und stärker wie noch Jahre zuvor. Beleg: die hohe Wahlbeteiligung. Die Leute wussten, dass es um etwas geht.
Die Leute haben fast zur Hälfte jemanden gewählt, der sich nicht um demokratische Werte schert und das Land wie ein Autokrat führt, dem sich alles unterwerfen muss.
Wenn die Menschen jemanden wählen, der sie ununterbrochen belügt und Demokratie de facto abzuschaffen gedenkt - was für eine Zukunft soll diese Demokratie dann noch haben?
Veröffentlicht von: @solaireNur weil einem der politische Gegner nicht passt halte ich es für zu früh für ein Requiem auf die Demokratie.
Trump ist nicht einfach nur ein "politischer Gegner". Er ist ein Gegner des politischen Systems und der Demokratie als solcher.
Und es gehört wahrlich nicht viel dazu, das zu erkennen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Die Leute haben fast zur Hälfte jemanden gewählt, der sich nicht um demokratische Werte schert und das Land wie ein Autokrat führt, dem sich alles unterwerfen muss.
Streng genommen nur zu 30% . 40% haben gar nicht gewählt.
Die Leute haben fast zur Hälfte jemanden gewählt, der sich nicht um demokratische Werte schert und das Land wie ein Autokrat führt, dem sich alles unterwerfen muss.
Seit meiner gestrigen - nun sagen wir mal - mentaler beinahe-Krise infolge der Nachrichtenlage glaube ich, hat sich die Situation etwas verändert.
Wenn man genau hinsieht, hat Biden den Stimmenrekord von Obama übertroffen. Trump hat in absoluten Zahlen zwar auch zugelegt ( wegen der höheren Wahlbeteiligung), aber soo knapp, wie es scheint, ist es gar nicht. Falls Biden nun noch Arizona, Nevada und vielleicht Georgia gewinnt, hat er deutlicher gewonnen, als noch gestern abend angenommen.
Veröffentlicht von: @eldarionWenn man genau hinsieht, hat Biden den Stimmenrekord von Obama übertroffen. Trump hat in absoluten Zahlen zwar auch zugelegt ( wegen der höheren Wahlbeteiligung), aber soo knapp, wie es scheint, ist es gar nicht.
Wenn es um das Wahlmännergremium geht: ob das knapp wird oder deutlich, ist zur Zeit völlig unklar (auch ohne die Prozessdrohungen von Trump).
Wenn es um die "popular vote" geht: Über 47% kann getrost als "die Hälfte" bezeichnet werden, da ist nicht allzu viel aufgerundet. Vor allem wenn die Stimmen für sonstige Kandidaten nicht berücksichtigt werden: der Abstand zu Trump betrug heute nachmittag (als ich bei CNN nachschaute) auf 2,6%. Also quasi 51,3% zu 48,7%.
Helmut
Sry aber das ist mir viel zu platt und einseitig. Darauf gehe ich nicht ein.
Veröffentlicht von: @solaireSry aber das ist mir viel zu platt und einseitig. Darauf gehe ich nicht ein.
Verlangt auch niemand.
Das war also beabsichtigt? 😀
Veröffentlicht von: @solaireDas war also beabsichtigt?
Dass ich keine Antwort von Leuten erwarte, die nicht antworten wollen oder dem nicht folgen, was ich geschrieben habe?
Sicher. Wir müssen doch beide nicht unsere Zeit verschwenden...
Da hast du recht.
Veröffentlicht von: @solaireDas amerikanische System ist insoweit eines der besten weltweit. Nach 8 Jahren ist Schluss. Nur eine Ausnahme (iirc) gab es bislang.
Das mit maximal 8 Jahren gibts erst seit 1951. Allerdings war Roosevelt der Erste, der nicht der "Tradition" folgte, dass man nach zwei Amtszeiten nicht mehr antritt.
Die US-Demokratie hat ihre Defizite (wie jede Demokratie), einige waren zeitweise so groß, dass die Demokratie an sich auf dem Spiel stand. Momentan steht sie das auch. Wenn Trump der zweite Präsident wird, der als Sieger bestätigt wird, obwohl er die Wahl offensichtlich verloren hat, dann ist das ein herber Rückschlag für die Demokratie.
Und da die Welt nicht komfortabler wird (man denke nur an steigende Flüchtlingszahlen und Kriege als indirekte Folge des Klimawandels), wird die Zahl der US-Bürger, die Sicherheit (wie sie sie verstehen) und ihre Interessen höher stellen als Demokratie, langfristig steigen.
Helmut
man denke nur an steigende Flüchtlingszahlen und Kriege als indirekte Folge des Klimawandels),"" "
Ich denke nicht das dies Mehrheitlich dem Klimawandel geschuldet ist bisher obwohl es sicher betragen tut
Veröffentlicht von: @derneinsagerIch denke nicht das dies Mehrheitlich dem Klimawandel geschuldet ist bisher obwohl es sicher betragen tut
Noch nicht...
Klimawandel
Veröffentlicht von: @derneinsagerIch denke nicht das dies Mehrheitlich dem Klimawandel geschuldet ist bisher obwohl es sicher betragen tut
Die Konflikte in Westafrika heben zu einem guten Teil damit zu tun, dass Viehzüchter aus gebieten, die zur Wüste geworden sind, in Gebiete kommen, in denen Kleinbauern leben. Die sich daraus ergebenden Konflikte sind dann sofort ethnisch und/oder religiös aufgeladen. Klar mischt da auch der islamische Staat mit, aber hätte der ne Chance gehabt, wenn dort alles so wäre wir vor 50 Jahren?
Nur ein Beispiel, es gibt sviw weitere. Und in Zukunft werden sie zunehmen.
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkDie US-Demokratie hat ihre Defizite (wie jede Demokratie), einige waren zeitweise so groß, dass die Demokratie an sich auf dem Spiel stand. Momentan steht sie das auch. Wenn Trump der zweite Präsident wird, der als Sieger bestätigt wird, obwohl er die Wahl offensichtlich verloren hat, dann ist das ein herber Rückschlag für die Demokratie.
Selbstverständlich hat sie die. Der Name, der hier im Raum schwebt ist McCarthy, Watergate, Vietnam.
Die Wahl vor Gericht anzufechten ist sein gutes demokratisches Recht. Ich habe die Wahl im Kreise von konservativen Amerikanern verfolgt. Und man konnte in der Tat sehen, dass hier Bestürzung herrschte. Es ist wie gesagt sein gutes Recht ein Wahlergebnis anzufechten zumal es im Vorfeld Aktionen gab, die auf eine unlautere Einflussnahme hindeuteten. Allerding ist die Art wie er das vorgetragen hat als Bruch und Verstoß gewertet worden. Tatsächlich ist das Wahlsystem dort viel offener für Betrügereien, wenn ich das richtig verstanden habe. So muss man für die Stimmabgabe zu keiner Zeit eine Ausweis vorzeigen. Vielmehr reicht es aus, sich unter Angabe einer gemeldeten Adresse zur Wahl anzumelden, dann im Wahlbüro auftauchen, sagen man sei der und der, um dann zu wählen.
Veröffentlicht von: @solaireSelbstverständlich hat sie die. Der Name, der hier im Raum schwebt ist McCarthy, Watergate, Vietnam.
Im 19. Jh. gabs auch schlimmere Beispiele, Hayes war ein trauriger Tiefpunkt.
Veröffentlicht von: @solaireTatsächlich ist das Wahlsystem dort viel offener für Betrügereien, wenn ich das richtig verstanden habe
Andererseits ist es schwieriger, einen großen Betrug zu organisieren, da die Entscheidungen und Durchführung vor Ort von lokalen Behörden erbracht werden, da müssten schon viele Leute in vielen Counties sich dran zu beteiligen - ohne dass ein Whistleblower was mitbekommt.
Veröffentlicht von: @solaireSo muss man für die Stimmabgabe zu keiner Zeit eine Ausweis vorzeigen.
Es gibt keinen Personalausweis. Häufig wird der Führerschein als quasi-Ausweis benutzt. Aber wie man sich legitimiert, ist je nach Ort verschieden.
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkAndererseits ist es schwieriger, einen großen Betrug zu organisieren, da die Entscheidungen und Durchführung vor Ort von lokalen Behörden erbracht werden, da müssten schon viele Leute in vielen Counties sich dran zu beteiligen - ohne dass ein Whistleblower was mitbekommt.
Das ist ein wirklich guter Punkt. Danke. Ich habe einen Beitrag, eine Bewertung der Vergiftung von Nawalny anhand der Spieltheorie (Wirtschaftswissenschaften) gesehen. Wenn schon ein an sich professionelles System (d. russ. Geheimdienst) nicht vor den Mißgeschicken des Lebens gefeit ist, wie offenkundig muss ein so groß angelegter Betrugsversuch grandios scheitern bzw. auffallen.
dabei ist noch gar nichts entschieden
der Weltuntergang muss noch warten.... 😊
Veröffentlicht von: @alf-melmacdabei ist noch gar nichts entschieden
Bis die Stimmen ausgezählt sind, kann bis zu neun Tage dauern. Alles ist offen, das einzige, was nicht offen ist, dass der Quantensieg von Biden nicht eingetroffen ist und das Ergebnis, sondern, wie in der Vergangenheit, von den Swing Staaten abhängt.
nicht nur in USA, auch bei uns gab es zuletzt ein Desaster nach dem nächsten
wenn also mal wieder einer damit kommt, allerhöchste Vorsicht 😊
Na ja, da hast du nicht ganz unrecht. Das Biden aber einen Rückstand von knapp 10% in Pensylvania aufholt, nachdem er Florida verloren hat, konnte ich mir heute Nacht nicht vorstellen. Und jetzt auch noch nicht wirklich.
Was mir ein wenig Hoffnung macht, sind die letzten beiden tweets von Trump. Ihm scheint auch der Boden unter den Füßen zu brennen.
https://twitter.com/realdonaldtrump
Falls er doch noch verliert, werde ich mich hier entschuldigen, für den Panikanfall 😊
Veröffentlicht von: @eldarionWas mir ein wenig Hoffnung macht, sind die letzten beiden tweets von Trump. Ihm scheint auch der Boden unter den Füßen zu brennen.
... und zwei Tweets früher musste wieder einer seiner Tweets hinter einer Warnung versteckt werden. Der Typ ist doch völlig aus dem Rad. Ich schätze auch dass es Angst hat vor Gerichtsverfahren die ihm drohen könnten.
Biden ist "president elect"
Also Wahlsieger.
Sagt CNN. Pennsylvanien wird jetzt ihm zugerechnet.
Helmut
Nachtrag vom 07.11.2020 1732
Und gerade im Internet nach Fox News geschaut: die geben ihm in einer "breaking news" auch noch Nevada (und schon früher Arizona).
Muss hart für Trump sein, dass "sein" Sender ihm da in den Rücken fällt, sogar im Vergleich zu CNN 😉
Und jetzt sollten wir beten, dass es Joseph R. Biden jr. gelingt, die Spaltung zu überwinden und "das Land zu heilen", wie er es versprochen hat.
Habe es auch gerade gelesen.
Gut wäre, die noch verbliebenen offenen Staaten würden auch noch überwiegend für ihn die Wahlmänner stellen
Sein Haus wird deswegen schon seit gestern geschützt.
Ja es wäre gut wenn es eindeutig wäre und nicht knapp.
Sagt nicht nur CNN. The Associated Press berichtet es live. Nach deren Angaben hat Biden 284 Wahlmänner hinter dich. Die noch auszählendrn Staaten Nevada und Georgia werden wohl ebenfalls an Biden gehen, North Carolina und Alaska gehen wohl an Trump.
Veröffentlicht von: @herbstroseSagt nicht nur CNN. The Associated Press berichtet es live. Nach deren Angaben hat Biden 284 Wahlmänner hinter dich.
Nicht hinter mich 😀 AP hat Arizona schon seit Tagen Biden zugerechnet, hat CNN bis jetzt nicht getan, obwohl da auch schon zu hören war, dass Biden seinen Vorsprung wohl knapp halten wird.
Veröffentlicht von: @herbstroseDie noch auszählendrn Staaten Nevada und Georgia
Pennsylvanien, Arizona und Nevada sind auch noch nicht ausgezählt, gestern waren sie auch in Kalifornien noch am Zählen (heute immer noch?).
Helmut
Inzwischen ist - laut AP - auch Nevada an Biden gegangen.
Der Präsident ist abgewählt, es lebe der Präsident.
Vor ein paar Stunden hat Trump noch gepostet, dass er deutlich gewonnen hat 😊
Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für meine leicht panische Reaktion in der Wahlnacht.
Noch ist Biden nicht vereidigt. Er wird es nicht leicht haben, den Übergang hin zu bekommen, so lange Trump das Ergebnis nicht akzeptiert.
Es ist eine Schande
... was für ein schlechter Verlierer Donald Trump ist.
Sein gesamtes Verhalten während der Auszählung ist dermassen abstoßend und unsportlich. Da fehlen einem die Worte.
Das entspricht aber seiner Persönlichkeit. Er wurde von seinem Vater so erzogen, dass er sich selbst als eine Person sieht, die nicht verlieren kann. Und hat eigentlich fast immer es geschafft, am Ende doch zu triumphieren, z.B. indem jede Klage mit Gegenklagen (und den besten Anwälten, die auch Mafiabosse vertreten haben) beantwortet wurde.
Offensichtlich ist es außerhalb seines Denkhorizontes, dass er diesmal nicht damit durchkommt. Wie hieße eine "breaking" news auf CNN: Trump ist mit der Leistung (performance) seiner Anwälte (legal team) unzufrieden.
Helmut
Biden hat wohl in Philadelphia nach Schließung der Wahllokale noch 300000 Stimmzettel drucken lassen. Sagte Trumps Anwalt vorhin auf WELT TV.
Veröffentlicht von: @herbstroseBiden hat wohl in Philadelphia nach Schließung der Wahllokale noch 300000 Stimmzettel drucken lassen. Sagte Trumps Anwalt vorhin auf WELT TV.
Sehr unglaubwürdig.
Wenn schon mogeln, dann richtig: Biden hätte dann sicher auch für bessere Ergebnisse bei der Wahl zum Senat gesorgt. Außerdem müsste noch geklärt werden, wieso Biden nur da geschummelt hätte, wo er bei den Wählern nicht zulegen konnte ...
Und wie sind die Wahlzettel unter den Augen der gemischten (1 Dem, 1 Rep und zwei neutrale) Beobachtergruppe vorbei in den Zählprozess gekommen?
Gemäß dem Prinzip "cui bono?" können die Fälscher nur Reps gewesen sein: Die haben Trump abserviert, aber ihre Senatsmehrheit nicht angetastet.
Herr Anwalt, das nächste mal müssen Sie besser lügen!
Helmut
Meinetwegen kann er sich noch weiter in Rage twittern und toben.
Damit macht er sich endgültig zur tragischen Witzfigur. Es gab ja schon die Idee, dass er in vier Jahren nochmal antritt. Mit so einem Abgang kann man den Gedanken getrost vergessen.
Hoffentlich
Veröffentlicht von: @eldarionDamit macht er sich endgültig zur tragischen Witzfigur. Es gab ja schon die Idee, dass er in vier Jahren nochmal antritt. Mit so einem Abgang kann man den Gedanken getrost vergessen.
Wenn man so manche Äußerungen von Trump-Fans (nicht jeder Trump-Wähler ist auch Trump-Fan) hört, dann wird klar, dass es eine nicht allzu kleine Minderheit geben wird, die Trump tatsächlich als Opfer eines Wahlbetrugs sieht. Und nach vier Jahre könnte das die Keimzelle zu einem Wiederaufstieg werden. Vor allem wenn es unter Biden nicht völlig rund läuft.
Hoffen wir mal, dass es nicht so kommt.
Helmut
Was ich gelernt habe
Ich habe relativ viel damit verbracht, US-Fernsehen (CNN)zu schauen. Anders als Fox kann ich den ohne Zusatzabo sehen. Und dabei lernt man einiges.
"Provisional votes": Man kann Stimmen abgeben, und erst nachher wird entschieden, ob man wahlberechtigt war oder nicht (natürlich muss der Fall unklar sein, z.B. wenn jemand beim falschen Wahllokal aufkreuzt).
Es gibt ein Houston County in Pennsyvanien, und das wird (anders als die berühmte Stadt in Texas) wie "Hausten" ausgesprochen. Auch bei "Dekalb" in Georgia wurde der Moderator bei der Aussprache korrigiert: "Es ist nicht dikaalb oder dikälb, sondern dikääb" (wer Englisch kann wird sicher verstehen, wie sich das ohne Akzent anhört). Ob das allerdings für jedes "Dekalb" gilt, das Wiki auflistet, weiß ich jetzt aber nicht.
Pennsylvania nennt sich nicht "state", sondern "commonwealth". So ähnlich wie Bayern kein (Bundes-)Land, sondern ein Freistaat ist. Und auch dere für die Wahl verantwortliche hat (wenn ich das richtig mitbekommen habe) einen anderen Titel als sonst.
Außerdem viele Details bezüglich Geographie une Demographie, die icjh aber wohl größtenteils vergessen werde ...
Aber noch was: Jemand (hab vergessen, wer sie war) erwähnte, was ihr Frau Biden erzählt hat: Joe Biden kann nicht nur vergeben (das kann seine Frau auch), sondern auch tatsächlich vergessen. Hallelujah!
Helmut
Veröffentlicht von: @hkmwkAber noch was: Jemand (hab vergessen, wer sie war) erwähnte, was ihr Frau Biden erzählt hat: Joe Biden kann nicht nur vergeben (das kann seine Frau auch), sondern auch tatsächlich vergessen. Hallelujah!
Feine Info 😊
Zu Trump möchte ich eigentlich nichts mehr sagen. Ich bin unendlich erleichtert, diese merkwürdigen Grimassen bald nicht mehr jeden Tag in den Nachrichten zu sehen und nicht mehr zu lesen was er jetzt schon wieder geisteskrankes fabriziert hat. Und wenn es selbst Fox News mittlerweile reicht, dann ist es wohl gottseidank so, daß auch der von mit befürchtete Bürgerkrieg ausfallen wird.
Zu Biden:
Thomas Gottschalk kritisiert, daß Biden kein Charisma hat, so wie Obama. Keine Lichtgestalt ist.
Obama war allerdings auch nicht in allem ein Engel und Heiliger. Er hat den Drohnenkrieg intensiviert und Whistleblower so gnadenlos verfolgt wie selbst sein republikanischer Vorgänger nicht. Weil er aber cool, intelligent, smart und gebildet ist und sympathisch rüberkommt, eine Lichtgestalt eben, wurden ihm Dinge durchgehen gelassen, bei denen auch sein Vorgänger mit heftigsten Protesten hätte rechnen müssen.
Und einige Jahre vor meiner Geburt war es wieder eine Lichtgestalt,. nämlich Kennedy, die den Vietnamkrieg verbrochen hat. Sein Nachfolger Johnson durfte ihn ausbaden.
45% der CDU-Anhänger wollen Merz als Vorsitzenden, einen schmierigen Lobbyisten und egomanen, der wirtschaftspolitisch in den 1950ern und sozialpolitisch im 19. Jahrhundert stehengeblieben ist. Weil er ein gewisses Charisma hat, und ein Norbert Röttgen einfach nur seine Arbeit macht, statt blöde Sprüche rauszuhauen.
Ehrlich gesagt habe ich massiv die Schnauze voll von "Lichtgestalten" in der Politik. Von "Heilanden". Von "Charisma".
Ich will Politiker die einfach nur sauber arbeiten. Denn das ist Politik: Ein Job! Für den die Leute bezahlt werden! Wie ich auch! Nur würde ich mich hochgradig lächerlich machen, wenn ich mich für jede einzelne Berechnung stundenlang selbst loben würde!
Die Vorstellung daß von charismatischen Königen mit göttlicher Macht irgendwie geheimnisvoll Heil heruntertropfen würde, die gehört in die Bücher von J.R.R. Tolkien.
Selbst Obama hat über Biden gesagt, falls man jemand sucht, der es in den Sand setzt, dann soll man Biden holen.
Irgendwo am Rande fiel mir eine Überschrift ins Auge, dass Biden mit jeder seiner Entscheigungen falsch lag.
Was ich nicht wusste ist, dass Biden stottert. Seine sprachlichen Aussetzer sind deshalb nicht unbedingt seiner Senilität geschuldet. Andererseits wollte er ohne Verhaspler für den Senat kandidiern...
Merz finde ich auch total schrecklich. Die personifizierte soziale Kälte. Trotzdem respektiere ich den Wunsch der Basis für eine konservative Erneuerung der CDU. Die hat sie in der Tat dringend nötig. Allerdings stehen die meisten auf dem Schlauch, was das wohl bedeuten könnte.
Veröffentlicht von: @blackholeEhrlich gesagt habe ich massiv die Schnauze voll von "Lichtgestalten" in der Politik. Von "Heilanden". Von "Charisma".
Ich will Politiker die einfach nur sauber arbeiten. Denn das ist Politik: Ein Job! Für den die Leute bezahlt werden! Wie ich auch! Nur würde ich mich hochgradig lächerlich machen, wenn ich mich für jede einzelne Berechnung stundenlang selbst loben würde!
Dann muss dir ja Obama massiv mißfallen haben. xD
Da unsere Gesellschaft zu einem Großteil auf Kompetenz aufgebaut ist muss ich widersprechen. Die Rede und das Wirken eines kompetenten, charismatischen und integren Anführers kann tatsächlich ein nicht gekanntes Feuer in Menschen entzünden, ihnen zeigen, dass ihr Beitrag wichtig ist, sie mitnehmen. Gesegnet ist jede Generation, die in den Genuß einer solchen Person kam (ich meine hier AUSDRÜCKLICH NICHT Hitler, Stalin, Mao und alle diesen Schlags!).
Es ist eine Krankheit unserer Kultur, ein Übermaß an Selbstdarstellung mit Kompetenz zu verwechseln.
Das haben wir noch von früher, als wir noch vom Adel beherrscht wurden.
Veröffentlicht von: @solaireWas ich nicht wusste ist, dass Biden stottert.
Nö. Als Kind hat er gestottert, und er hat es sich abtrainiert, indem er Gedichte auswendig lernte und rezitierte.
Veröffentlicht von: @solaireSelbst Obama hat über Biden gesagt, falls man jemand sucht, der es in den Sand setzt, dann soll man Biden holen.
Das bezog sich vermutlich auf die Präsidentschaftswahl 2020 😉 Obama hat Biden als Vermittler zum Kongress benutzt, da hat er immerhin Obamacare durchbekommen, und auch international als "Proxy" benutzt. Gerade deswegen traut man es jetzt in erster Linie Biden zu, die Spaltung des Landes zu überwinden (ob ers wirklich schafft, ist damit leider noch nicht gesagt).
Veröffentlicht von: @solaireDie Rede und das Wirken eines kompetenten, charismatischen und integren Anführers
Nur ob jemand integer ist, lässt sich nicht einfach ermitteln. Es gab (gibt?) ja Leute, die Trump wegen seiner groben, dierekten Art als aufrichtig ansahen ... und Obama war auch keineswegs durch und durch integer. In einem Ort mit verseuchten Wasser hat er die Einwohner schwer enttäuscht, als er ein Glas des Leitungswasser nahm, an den Mund setzte , und [del]trank[/del] so tat als würde er trinken (wie Kameraaufnahmen beweisen): Seht, ist doch gar nicht so schlimm! Hab ich als kurze Szene in einer TV-Doku gesehen, aus der ich aber wieder rausgezappt bin (zu spät am Abend, um mir noch schwere Kost zuzumuten).
Blackhole hat andere Punkte genannt. Und auch auf Kennedy verwiesen, der auch eine eher dunkle Lichtgestalt war.
Helmut
The King s speech König und Moses waren Stotterer
Seit dem Film The King s speech weiss man der Vater von Königin Elizabeth II hat auch gestottert. Stottern hat nichts mit Intelligenz zu tun.
Man sagt von Moses er hatte eine schwere Zunge. Also auch Moses hat gestottert.
Veröffentlicht von: @jigalStottern hat nichts mit Intelligenz zu tun.
Du bist hier der Erste, der eine solche Verbindung erwähnt (nur um sie verneinen zu können). 😉
Veröffentlicht von: @jigalMan sagt von Moses er hatte eine schwere Zunge. Also auch Moses hat gestottert.
"Schwere Zuimnge" wird im Allgemeinen so gedeutet,dass er sich nicht zutraute, eloquent zu formulieren.Hatt nix mit Stottern zu tun.
Helmut
Nun ich kenne die Auslegung er hat gestottert, bzw. nicht flüssig gesprochen.
Ich muss dir hier absolut zustimmen. Leider scheint die Sehnsucht der Menschen nach irgendwelchen "Über-Menschen" aber doch zu groß zu sein, so dass der "ehrliche Macher" dem "protzigen Selbstdarsteller" in der Wählergunst immer unterlegen sein wird.
Ich habe selbst auch nie verstanden, wie man aggressiven Egoismus immer wieder mit "Führungsstärke" verwechseln kann... aber so ist es leider in der Realität.