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Ganz großes Kino in Thüringen

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Alescha
Themenstarter
Beiträge : 8520

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sensation-in-thueringen-fdp-mann-kemmerich-zum-ministerpraesidenten-gewaehlt-a-744a8d7b-243c-4f36-b4db-ca1e188d65d8

Gerade so in den Landtag gerutscht, stellt die FDP jetzt den Ministerpräsidenten. Da bin ich mal auf sein Kabinett gespannt.

CDU-Landeschef Mike Mohring sagte direkt im Anschluss an die Wahl Kemmerichs: "Wir haben den Kandidaten der Mitte gewählt, wir sind nicht verantwortlich für das Wahlverhalten anderer Parteien." Aber es sei wichtig, dass "Thomas Kemmerich klar macht, dass es keine Koalition mit der AfD gibt".

Ja klar. 🤣

Immerhin hat ihn eine Koalition mit der AfD Kemmerich zum Ministerpräsidenten gemacht. 😠

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702 Antworten
love.israel
Beiträge : 125

Großes Theaterdonnern im Landtag
mit viel Getöse, aber kein richtiges Gewitter.

Minderheitsregierungen kennen wir aus Dänemark. Von 32 Regierungen nach dem Weltkrieg waren lediglich 4 mit Regierungsmehrheit, 28 waren Minderheitsregierungen. Minderheitsregierungen haben überraschende Spielregeln.
1. eine Minderheitsregierung muss die Duldung durch die Opposition haben,
2. eine Minderheitsregierung sucht sich für verschiedene Projekte wechselnde Mehrheiten, manchmal auch mit Stimmen aus anderen Parteien und gegen die Stimmen einer der Regierungspartei.

Herr Ramelow möchte eine Minderheitsregierung bilden und sorgt im Vorfeld nicht für eine Duldung durch die Opposition. Das ist ganz schlechtes Management. Nur ein Gedanke am Rande: eine Minderheitsregierung ist nur deshalb nötig, weil die bisherige Regierung nicht die Mehrheit der Wählerstimmen erhalten hat.

Und jetzt kommt die große Überraschung: die CDU, die im Wahlkampf ihren Wählern versprach, einer Neuauflage von Rot-Rot-Grün nicht zuzustimmen, stimmt nicht zu. Und die AFD tut es auch nicht, obwohl sie auf jedem Wahlplakat geschrieben hat, die Neuauflage von Rot-Rot-Grün zu verhindern. Oh, welch Wunder.

Nun kommt ein anderer Abgeordneter aus einer demokratischen Partei (bürgerliche Mitte) und stellt sich als Gegenkandidat auf, um in einem dritten Wahlgang die erneute Posse einer Nichtwahl (eines extremenLinken) zu verhindern und wird mit Stimmenmehrheit (auch der extremen Rechten) gewählt. Oh, wie undemokratisch!

Unsere demokratischen Spielregeln sehen anders aus:
1. eine Bundespartei kann einer Landespartei nicht vorschreiben, was oder wie sie abstimmt.
2. selbst ein Landesparteitag kann Abgeordneten des Landtages nicht vorschreiben, wie sie abzustimmen haben, denn Abgeordnete sind bei der Meinungsbildung und Abstimmung nur ihrem Gewissen, nicht der Landespartei verpflichtet.

Das ist nicht ungewöhnlich, aber völlig demokratisch. Völlig unakzeptabel ist es, wenn eine Fraktionsvorsitzende dem gewählten Ministerpräsidenten die Blumen vor die Füße wirft. Das sollte eigentlich eine Strafe durch die Landtagspräsidentin wegen Missachtung des Amtes des Ministerpräsidenten zur Folge haben.

Und völlig undemokratisch ist es, wenn Diskussionen aufkommen, wie kleine Parteien es wagen können, mit ihren Stimmen womöglich eine Entscheidung herbeiführen zu können.

Die ganzen Szenen im TV zeigen nur, wie große Volksparteien, die es gewohnt sind hemmungslos durchzuregieren, mit Parlamenten (und damit dem Wählerwillen) mit vielen unterschiedlichen Parteien und Standpunkten nicht mehr fertig werden. Sieger ist in diesem Fall (leider) die AFD, die bei ihren Wählern ordentlich gepunktet hat. Keine guten Aussichten für eine jetzt schon geforderte Neuwahl.

love-israel antworten
15 Antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778

Unsere demokratischen Spielregeln sehen anders aus:
1. eine Bundespartei kann einer Landespartei nicht vorschreiben, was oder wie sie abstimmt.
2. selbst ein Landesparteitag kann Abgeordneten des Landtages nicht vorschreiben, wie sie abzustimmen haben, denn Abgeordnete sind bei der Meinungsbildung und Abstimmung nur ihrem Gewissen, nicht der Landespartei verpflichtet.

Ja, die Auftritte der Funktionäre in Berlin und Bayern waren kein Glanzstück.

johnnyd antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

Nett ausgeführt... die Sache hat nur einen winzigen Haken: Jetzt haben wir eine Minderheitsregierung, die auf die AfD angewiesen ist.

Und alle übrigen Parteien haben genau das zuvor ausgeschlossen. Deshalb sind sie auch von vielen Leuten gewählt worden. Diese Leute wurden jetzt um ihre Stimmen betrogen, denn de facto hat die AfD jetzt eine Regierungsbeteiligung.

Demokratie bedeutet eben auch, dass die Parteien so handeln, wie sie es dem Wähler versprochen haben. Und das ist hier nicht mehr der Fall.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nett ausgeführt... die Sache hat nur einen winzigen Haken: Jetzt haben wir eine Minderheitsregierung, die auf die AfD angewiesen ist.

Mal eine ganz blöde Frage: Wieso eigentlich? Wenn Rot-rot-grün nicht kategorisch jede Zusammenarbeit verweigern würde, hätte man 63 Stimmen beisammen und könnte auf die AfD pfeifen.

Man kann sich daher fragen, ob jetzt nicht Rot-rot-grün nun ihrerseits dafür sorgt, daß man auf die AfD angewiesen ist.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478
Veröffentlicht von: @alescha

Mal eine ganz blöde Frage: Wieso eigentlich? Wenn Rot-rot-grün nicht kategorisch jede Zusammenarbeit verweigern würde, hätte man 63 Stimmen beisammen und könnte auf die AfD pfeifen.

Rein rechnerisch stimmt das natürlich. Aber ich fürchte, das ist jetzt nicht einfach nur ein mathematisches Problem. Denn sie haben dort jetzt eine von der AfD gewählte und geduldete Minderheitsregierung. Diese Regierung zu unterstützen und tragfähig zu machen hiesse damit gleichzeitig, auch die AfD tragfähig zu machen - und zwar erst mal unabhängig von konkreten Sachthemen.

Das wäre zumindest das Signal nach aussen, und das wird sich kaum vermitteln lassen. Denn auf Dauer bedeutet es die Etablierung der AfD - genau das war ja auch das erklärte Ziel hier.

lucan-7 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778
Veröffentlicht von: @lucan-7

Diese Regierung zu unterstützen und tragfähig zu machen hiesse damit gleichzeitig, auch die AfD tragfähig zu machen

Eine tragfähige Exekutive wird nur möglich sein, wenn die SPD und die GRÜNEN mitmachen und die AfD nicht dabei ist. Auch dann ist es schwierig, da die Thüringer nun mal die in der Legislative die beiden Extreme stark gemacht haben.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das wäre zumindest das Signal nach aussen, und das wird sich kaum vermitteln lassen.

Der LINKEN und der AfD braucht man nichts zu vermitteln. Die sollen nur zugucken.

Veröffentlicht von: @lucan-7

auf Dauer bedeutet es die Etablierung der AfD - genau das war ja auch das erklärte Ziel hier.

Wer hat das erklärt? FDP, CDU, SPD, GRÜNE?

johnnyd antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520
Veröffentlicht von: @johnnyd

Eine tragfähige Exekutive wird nur möglich sein, wenn die SPD und die GRÜNEN mitmachen

Das reicht rechnerisch nicht. Hast Du Dir mal die Sitzverteilung im Thüringer Landtag angeschaut? CDU, SPD, Grüne und FDP kommen zusammen auf 39 Sitze. Der Landtag hat 90 Sitze. Merkst Du was?

Selbst eine schwarz-rot-grün-gelbe Regierung wäre auf die Stimmen entweder von den Linken oder der AfD angewiesen. Das hier:

Veröffentlicht von: @johnnyd

Der LINKEN und der AfD braucht man nichts zu vermitteln. Die sollen nur zugucken.

bleibt damit Dein Wunschdenken.

alescha antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253
Veröffentlicht von: @alescha

Wieso eigentlich? Wenn Rot-rot-grün nicht kategorisch jede Zusammenarbeit verweigern würde

Es geht nicht um rrg. Auch mit SPD und Grüne wär keine Merheit drin. Da muss schon die Linke mitmachen.

Ohne AfD geht es nur mit Linke einerseits und CDU bzw. FDP andererseits (und natürlich SPD/GRüne).

Kemmerich lässt sich lieber von der AfD wählen statt eine Regierung Ramelow punktuell zu unterstützen.

Dass das die Linke vergibt und dafür sorgt, dass er sein Programm auch ohne AfD einigermaßen verwirklicht, halte ich für ausgeschlossen. Da spielen ja schließlich auch Emotionen mit!

Helmut

hkmwk antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 806

Angela Merkel will das Ergebnis ja rückgängig machen. Wie sie mit Wählerstimmen umgeht, hat ja das Beispiel Wahl zur neuen EU-Ratspräsidentschaft gezeigt. Da wurden auch Kandidaten aufgestellt und gewählt und dann kam Merkel und stellte entgegen der Wahl einfach ihre Personalie auf den Posten. Das ist das Demokratieverständnis der Bundeskanzlerin...

helle antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 806

Bei der CDU...
Weil die AfD mitgewirkt hat, wird großes Theater gemacht. Dass aber die CDU und FDP ebenfalls den Ministerpräsidenten gewählt hat, interessiert keinen. Für mich ist die Haltung der CDU und FDP reine Heuchelei, weil sie die Mitwahl durch die AfD laut betonen! Naja, mir scheint, als würden diese Parteien alles dafür tun, sich selbst zu schädigen.

helle antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253
Veröffentlicht von: @helle

Für mich ist die Haltung der CDU und FDP reine Heuchelei, weil sie die Mitwahl durch die AfD laut betonen!

Die Betonung ist angebracht. Denn eine Regierung, einmal gewählt, kann nicht allzu viel tun, wenn ihre Gesetzesvorschläge im Parlament keine Mehrheit finden.

Heuchelei ist es, so zu tun, als seine Linke und AfD gleich schlimm. Das ist gerade in Thüringen eben nicht der Fall.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478
Veröffentlicht von: @helle

Weil die AfD mitgewirkt hat, wird großes Theater gemacht. Dass aber die CDU und FDP ebenfalls den Ministerpräsidenten gewählt hat, interessiert keinen.

Am Ministerpräsidenten selbst hatten sie ja auch nichts auszusetzen. Das war nicht das Problem.

Veröffentlicht von: @helle

Für mich ist die Haltung der CDU und FDP reine Heuchelei, weil sie die Mitwahl durch die AfD laut betonen!

Betont wird vor allem die Mitregierung - denn genau das bedeutet es. Genau dieses Szenario wurde aber zuvor ausgeschlossen. Heuschlerisch wäre es demnach also, wenn sie das durchgezogen hätten.

lucan-7 antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 806

Mitregieren?
Naja, das wäre doch die Möglichkeit gewesen, dass andere Parteien noch etwas zusammenrücken, oder? Die AfD stünde wohl oft mit ihrer Meinung alleine da und könnte bei vielen Themen aufgrund zu geringer Stimmenzahl Entscheidungen nicht verhindern.

helle antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478
Veröffentlicht von: @helle

Naja, das wäre doch die Möglichkeit gewesen, dass andere Parteien noch etwas zusammenrücken, oder?

Die AfD hat den entscheidenden Impuls gegeben und die Regierung bestimmt. Das ist das Problem. Der Ministerpräsident wäre immer ein Ministerpräsident von Gnaden der AfD gewesen.

lucan-7 antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @lucan-7

Der Ministerpräsident wäre immer ein Ministerpräsident von Gnaden der AfD gewesen.

oder der linken.

mrb-ii antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253
Veröffentlicht von: @mrb-ii

oder der linken.

Es läuft also darauf hinaus: was ist das kleinere Übel: AfD oder Linke?

In Thüringen sollte die Antwort klar sein.

Helmut

hkmwk antworten


mrb-II
 mrb-II
Beiträge : 954

Da bin ich mal auf sein Kabinett gespannt.

Wenn er clever wäre, sässen dort Leute aus 5 verschiedenen Parteien drin. Aber wahrscheinlich ist er nicht clever.

mrb-ii antworten
5 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Höcke als Innenminister!

alescha antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954

5 nicht 6

mrb-ii antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

Danke für die Korrektur. Jetzt kann ich schon nicht mal mehr zählen.

alescha antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253
Veröffentlicht von: @mrb-ii

5 nicht 6

Ja und? Die Linkspartei bleibt doch draußen, wozu hat er sich sonst wählen lassen?

"Update": Weiß er wohl selber nicht mehr, ist zurückgetreten.

Helmut

hkmwk antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 3336

Auf mich wirkt er wie ein König ohne Land.

ungehorsam antworten
Alescha
Themenstarter
Beiträge : 8520

Ich nehme Kemmerich die Überraschung nicht ab
https://www.mdr.de/thueringen/schreiben-hoecke-kemmerich-100.html

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß er nach diesem Schreiben nicht damit gerechnet hat, daß außer der CDU auch noch die AfD für ihn stimmen wird.

alescha antworten
8 Antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253

Ich sitze gerade mal wieder im Ausland und verfolge Tagesschau, -themen und Nachtmagazin per Internet-Download. Und ich muss sagen, dass ich mich etwas wunderte, dass der Gesichtsausdruck von Kemmerich als "überrascht" beschrieben wurde, Für mich sah es eher nach Pokerface (ausdruckslos) aus.

Den Brief hatte ich noch gar nicht mitbekommen - der erklärt auch Einiges. Mohring hat ja indirekt schon gesagt, dass es der CDU darum ging, Ramelow um jeden Preis "in den Ruhestand zu versetzen", das war ein indirektes Eingeständnis, dass er mindestens ahnte, dass die AfD auch für Kemmerich stimmen würde. Jetzt ist klar woher.

Nach diesem Brief muss es keine Gespräche gegeben haben, die AfD war ja danach ziemlich berechenbar, was ihr Abstimmungsverhalten anging.

Helmut

hkmwk antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778
Veröffentlicht von: @hkmwk

der Gesichtsausdruck von Kemmerich als "überrascht" beschrieben wurde, Für mich sah es eher nach Pokerface (ausdruckslos) aus.

Es ist möglicherweise beides. Es ist ja klar, dass in diesem Moment jede Zuckung wild interpretiert wird. Über irgendwas müssen Medien ja berichten; wenn es inhaltlich nicht reicht, dann kommt halt Projektionen und Geschwurbel.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Nach diesem Brief muss es keine Gespräche gegeben haben, die AfD war ja danach ziemlich berechenbar, was ihr Abstimmungsverhalten anging.

Es gibt alle möglichen Wichtigtuer, die irgendwelche Briefe schreiben. Ich würde die AfD-Führung da nicht auf ein Podest heben. Es wurde innerhalb der Parteien sicher ständig gesprochen. Über Parteigrenzen hinweg nicht ganz so viel.

Das Abstimmungsverhalten war nicht völlig geschlossen bzw. klar vorhersehbar. Es musste schon viel zusammenkommen: Ramelow hatte mehr Stimmen als die Summe von LINKE, SPD und GRÜNEN; auch im 3. Wahlgang. Herr Kemmerich hatte auch weniger Stimmen als die Summe von CDU, FDP und AfD. Und es gab ja auch eine Enthaltung und nicht einmal eine Stimme auf den AfD-Kandidaten.

Die Wahl des FDP-Kandidaten war eine gute Strategie für FDP und CDU, um aus den zahlreichen Abgrenzungen zur LINKEN und zur AfD herauszukommen und SPD und GRÜNEN anschließend zu ermöglichen, aus der LINKEN-Fixierung herauszufinden. Wäre es im 3. Wahlgang zur Wahl von Ramelow gekommen, hätten CDU und FDP das zumindest nicht durch eine Enthaltung/Nein-Stimme unterstützt.

johnnyd antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253
Veröffentlicht von: @johnnyd

und SPD und GRÜNEN anschließend zu ermöglichen, aus der LINKEN-Fixierung herauszufinden

Noch einmal: Entweder AfD oder Linke, Das ist in Thüringen die Alternative, eine weitere gibt es nicht.

Wie da SPD und Grüne aus der Zusammenarbeit mit der Linken herauskommen sollen, ist mir schleierhaft. Durch Zusammenarbeit mit/Duldung von AfD?

Helmut

hkmwk antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778
Veröffentlicht von: @hkmwk

Wie da SPD und Grüne aus der Zusammenarbeit mit der Linken herauskommen sollen, ist mir schleierhaft. Durch Zusammenarbeit mit/Duldung von AfD?

durch Duldung der LINKE

johnnyd antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253
Veröffentlicht von: @johnnyd
Veröffentlicht von: @johnnyd

Wie da SPD und Grüne aus der Zusammenarbeit mit der Linken herauskommen sollen, ist mir schleierhaft. Durch Zusammenarbeit mit/Duldung von AfD?

durch Duldung der LINKE

Das nennst du "Befreiung von den Linken"? 😀

Die Frage wär auch, ob die Linke das mitmacht. Stärkte Kraft, stellte bisher den MP; warum sollte sie als halbe Opposition tolerieren, statt sich tolerieren zu lassen?

Helmut

hkmwk antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778
Veröffentlicht von: @hkmwk

Das nennst du "Befreiung von den Linken"? 😀

Ja. Es ist ein Unterschied, ob die LINKE an der Führung ist oder ob es hie und da ein paar Stimmen von einer der beiden Extremistenparteien braucht.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Die Frage wär auch, ob die Linke das mitmacht. Stärkte Kraft, stellte bisher den MP; warum sollte sie als halbe Opposition tolerieren, statt sich tolerieren zu lassen?

Die Machbesoffenheit ist tatsächlich ein Problem. RRG hätte mit FDP und CDU vernünftig reden müssen. Da wäre viel möglich gewesen. Gescheitert ist das an einzelnen Personen und an der Bundes-CDU.

johnnyd antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253
Veröffentlicht von: @johnnyd

RRG hätte mit FDP und CDU vernünftig reden müssen.

Da gabs Angebote von rrg. Die liefen darauf hinaus, das Ramelow MP wird und "projektbezogen" unterstützt wird.

Können wir uns darauf einigen, dass das die beste realistische Lösung wäre (noch könnte das ja demnächst so kommen) und die Bundes-CDU das besser nicht torpediert hätte?

Helmut

hkmwk antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778
Veröffentlicht von: @hkmwk

Da gabs Angebote von rrg. Die liefen darauf hinaus, das Ramelow MP wird und "projektbezogen" unterstützt wird.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Können wir uns darauf einigen, dass das die beste realistische Lösung wäre (noch könnte das ja demnächst so kommen) und die Bundes-CDU das besser nicht torpediert hätte?

Weitgehend ja. RRG sollte das dann aber nicht als Unterstützung Ramelow zu verkaufen suchen. Da kann die CDU nicht mitmachen. Es müsste schon um die jeweilige Sache gehen.

johnnyd antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Frau Merkel verlangt, Wahl des Ministerpräsidenten "rückgängig" zu machen
Das ist das Eigentliche, worüber ich heute morgen erschrocken bin.

Es fanden Wahlen statt, die gegen kein Gesetz verstoßen haben.

Geschickt und klug war das alles nicht. Kemmerich, CDU und FDP haben sich keinen Gefallen getan. Herr Kemmerich wird wohl (leider) auch keine Regierung bilden können.

Das kann es ja irgendwie auch nicht sein: Es finden demokratische Wahlen statt - und dann wollen die Politiker aus den Partei-Führungsspitzen und die Demonstranten auf der Straße die Wahl umstoßen.

Es wird wohl auf Neuwahlen hinauslaufen. Das Ergebnis wage ich mir allerdings nicht vorzustellen.

Anonymous antworten
6 Antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @polyglott

Herr Kemmerich wird wohl (leider) auch keine Regierung bilden können.

was soll ihn denn daran hindern?

mrb-ii antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @mrb-ii
Veröffentlicht von: @mrb-ii

Herr Kemmerich wird wohl (leider) auch keine Regierung bilden können.

was soll ihn denn daran hindern?

Dass die SPD und die Grünen sich verweigern.

Er könnte eine Expertenregierung berufen, überparteilich, aber auch dann würden ihm die nötigen Mehrheiten im Parlament zum Regieren fehlen.

Die Atmosphäre ist jetzt schon so vergiftet, dass ich nicht sehe, wie da wieder Ruhe reinkommen soll.

In meinen Augen war die Reaktion der SPD gestern auch sehr voreilig: alle geplanten Minister der SPD kündigten an, auf keinen Fall bei Kemmerich anzutreten. Manchmal ist es vielleicht besser, erst mal etwas innezuhalten.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Eine (braunbreiige) Rose ist eine Rose ist eine Rose

Veröffentlicht von: @polyglott

In meinen Augen war die Reaktion der SPD gestern auch sehr voreilig: alle geplanten Minister der SPD kündigten an, auf keinen Fall bei Kemmerich anzutreten. Manchmal ist es vielleicht besser, erst mal etwas innezuhalten.

Inwiefern war da etwas "voreilig"? Was wäre besser gewesen daran, sich erst heute auf die einzig für SPD-Leute tragbare Position festzulegen? Als müsse da lang nachgedacht werden?
Die FDP und auch die CDU mögen ja ihre ohnehin nur rhethorsichen "Brandmauern" abfackeln, wie's ihnen beliebt. Aber wenn nun auch SPD-Leute öffentlich spekulieren sollten, in dieser braunen Brühe auch noch mit herumzurühren, wäre das der letzte Sargnagel für ihre Partei.

Bis gestern wäre es für mich bei komplizierten Gemengelagen vor Wahlen eine denkmögliche Option gewesen, FDP aus rein taktischen Erwägungen heraus zu wählen um z.B. Schlimmeres zu verhindern.

Diese Option fällt nun flach, bis die Generation Lindner/Kemmerich aus der Mogelpackung mit der täuschenden Bezeichnung "Liberaldemokraten" verschwunden ist (also wohl bis zu meinem Lebensende hin). Würden nun SPD-Leute den gewählten MP Thüringens in irgendeiner Weise, wenn auch bloß indirekt, indem sie einzelne Gesetzesvorhaben seitens seiner Regierung passieren ließen, unterstützen, wäre damit die SPD als denkmögliche Wahlalternative für mich ebenso mausetot.

Was braun ist, nach Kacke riecht, sich wie Kacke anfühlt und aus dem Hintern eines Straßenköters kommt, ist Kacke. Was muß man da groß "innehalten", um sich noch groß seines Urteils zu vergewissern?

Anonymous antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @polyglott

Dass die SPD und die Grünen sich verweigern.

das behindert doch keine regierungsbildung. kemmerich wird die vermutlich noch nicht mal fragen, ob sie teil der regierung sein wollen.

Veröffentlicht von: @polyglott

Er könnte eine Expertenregierung berufen, überparteilich, aber auch dann würden ihm die nötigen Mehrheiten im Parlament zum Regieren fehlen.

das ist nicht notwendigerweise so. mehrheiten können sich themenbezogen bilden. das könnten die deutschen politiker eigentlich endlich mal lernen.

Veröffentlicht von: @polyglott

Die Atmosphäre ist jetzt schon so vergiftet, dass ich nicht sehe, wie da wieder Ruhe reinkommen soll.

indem sich alle mal in den hintern kneifen und sachorientiert arbeiten. zur not halt mit anderen leuten, wenn die jetzigen darauf keinen bock haben.
vielleicht sollten die deutschen mal bei den schweizern zum hospitieren gehn. dort sich wechselnde mehrheiten quer durch die parteien völlig normal.

Veröffentlicht von: @polyglott

In meinen Augen war die Reaktion der SPD gestern auch sehr voreilig: alle geplanten Minister der SPD kündigten an, auf keinen Fall bei Kemmerich anzutreten.

ja dann machen es halt andere.

mrb-ii antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 526

Das kann es ja irgendwie auch nicht sein: Es finden demokratische Wahlen statt - und dann wollen die Politiker aus den Partei-Führungsspitzen und die Demonstranten auf der Straße die Wahl umstoßen.

Genau das ist der Punkt. Die Wahl wird quasi annuliert, weil das Ergebnis irgendwie unschön erscheint. Was glaubt Frau Merkel denn, was bei Neuwahlen herauskommen wird?
Die AFD-Wähler werden in ihrer Meinung bestärkt, das "die da oben" die Demokratie zurechtbiegen. Ich hätte Schwierigkeiten, dem Argumente entgegenzusetzen.
Wenn es Neuwahlen gibt, werden hinterher vermutlich nur noch Linkspartei und AFD im Parlament sitzten.

eldarion antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 806

Die demokratischen Wahlen sind wohl nicht mehr demokratisch, weil die AfD wie auch die CDU und FDP für den Ministerpräsidenten gestimmt hat? Ich bin entsetzt von so viel demokratischen Verständnisses. Und dass man einem frisch gewählten Ministerpräsidenten einfach die Blumen vor die Füße wirft, zeugt nicht von Respekt. Ich habe noch keinen Linken diesen Vorgang kritisieren hören.

helle antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ein guter Kommentar zum Thema. Sachliche Berichterstattung, die in unserer Presse mal wieder kaum zu finden ist:

https://www.nzz.ch/international/deutschland/tabubruch-ein-skandal-das-ist-demokratie-ld.1538784

Anonymous antworten
33 Antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @ostwind

Sachliche Berichterstattung, die in unserer Presse mal wieder kaum zu finden ist:

was will man von einer rechtsliberalen zeitung und einem redakteur der nächstens für springer arbeitet auch anderes erwartet als beifall.

mrb-ii antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @mrb-ii

was will man von einer rechtsliberalen zeitung und einem redakteur der nächstens für springer arbeitet auch anderes erwartet als beifal

Ich zitiere mal Wiki:

"Politisch steht die NZZ der FDP Schweiz nahe; sie vertritt eine liberal-bürgerliche Haltung."

Und Beifall für wen? Für die Afd? Nein. Für die Demokratie. Es ist schon bezeichnend, wenn manche ein demokratisches Verfahren nicht mehr ertragen können.

Anonymous antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 526

So einen Artikel hat man hier tatsächlich vergeblich gesucht.

eldarion antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954

ist vielleicht ein bisschen viel erwartet, wenn inländische presse, den blickwinkel eines ausländers abbilden soll.

mrb-ii antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @ostwind

Nein. Für die Demokratie.

unsinn. her gehts nicht um demokratie.

Veröffentlicht von: @ostwind

Es ist schon bezeichnend, wenn manche ein demokratisches Verfahren nicht mehr ertragen können.

es ist schon bezeichnend, dass manche alles nutzen können, um sich in eine opferposition zu begeben.

mrb-ii antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253

Im Auge des Betrachters

Veröffentlicht von: @ostwind

Ein guter Kommentar zum Thema. Sachliche Berichterstattung

Was"sachlich" ist, liegt im Auge des Betrachters. Ich kann da nicht viel Sachlichkeit entdecken. Schon das die AfD nicht Rechtsextrem, sondern "Rechtsextrem" (mit Gänsefüßchen) genannt wird, macht den Kommentar einseitig.

Vielleicht liegt es auch daran, das Schweizer weniger Erfahrung mit Alt- und Neonazis haben? Oder hält der Kommentator die AfD immer noch für ne Partei wie unter Lucke?

Helmut

hkmwk antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @hkmwk

Vielleicht liegt es auch daran, das Schweizer weniger Erfahrung mit Alt- und Neonazis haben?

das liegt vielleicht auch daran, dass schweizer einen sehr speziellen blick auf deutschland und vielmehr erfahrungen haben mit einer partei wie der afd. das schweizer pendent zur afd ist dort stärkste partei im bundesparlament.

mrb-ii antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

Das kann man...
definitiv nicht so sagen.

Veröffentlicht von: @mrb-ii

das schweizer pendent zur afd ist dort stärkste partei im bundesparlament.

Die SVP würde ich definitiv nicht als Pendant zur AfD bezeichnen. Als Schweizer kann ich diese Aussage so nicht stehen lassen.

Eher wären das die Schweizer Demokraten oder gar die PNOS (Partei National Orientierter Schweizer). Beide Parteien sind aber nur sehr klein.

Zudem... Was meinst du damit? Was meinst du mit einem sehr speziellen blick auf Deutschland?

Veröffentlicht von: @mrb-ii

dass schweizer einen sehr speziellen blick auf deutschland

tamaro antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253

Ich hab mich auch schon gewundert. Die größte Partei im Schweizer Bundesparlament fordert einen Systemwechsel, bezeichnet politische Gegner als Volksfeinde, hetzt gegen die Pressefreiheit (Stichwort "Lügenpresse"), verbreitet Lügen am laufenden Band und arbeitet mit gewaltbereiten Rechtsextremisten zusammen?

Gut, dass es einen Schweizer (Tamaro) gibt, der dieselben "Wahrnehmungsprobleme" hat wie ich.

Ich vermute, das deutsche Pendant zur SVP ist die CSU - wobei vermutlich jeder Vergleich irgendwie hinkt, es sind verschiedene "Parteiensysteme".

Helmut

hkmwk antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055
Veröffentlicht von: @hkmwk

Ich vermute, das deutsche Pendant zur SVP ist die CSU - wobei vermutlich jeder Vergleich irgendwie hinkt, es sind verschiedene "Parteiensysteme".

Vielleicht könnte man es so sagen: Bei der SVP handelt es sich um eine aus den Fugen geratene CSU, wofür insbesondere ein Milliardär namens Christoph Blocher verantwortlich ist.

tamaro antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @hkmwk

Ich hab mich auch schon gewundert. Die größte Partei im Schweizer Bundesparlament fordert einen Systemwechsel, bezeichnet politische Gegner als Volksfeinde, hetzt gegen die Pressefreiheit (Stichwort "Lügenpresse"), verbreitet Lügen am laufenden Band und arbeitet mit gewaltbereiten Rechtsextremisten zusammen?

die politische kultur in der schweiz ist etwas anders geartet. weniger direkt, aber nicht weniger bösartig. auch wenn deine beispiele nur ein kleinen teil der afd wiedergeben, ist bei der svp das verunglimpfen politisch andersdenker, das schimpfen auf die presse, die verbreitung von lügen alltag.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Gut, dass es einen Schweizer (Tamaro) gibt, der dieselben "Wahrnehmungsprobleme" hat wie ich.

schweizer sein, bedeutet nicht recht haben.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Ich vermute, das deutsche Pendant zur SVP ist die CSU

die csu passt eher zur bdp, einer gemässigigteren abspaltung der svp, die zwar stockkonservativ ist, aber nicht die fremdenfeindlichkeit der svp pflegt. leider ist diese relativ erfolglos.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Ich vermute, das deutsche Pendant zur SVP ist die CSU - wobei vermutlich jeder Vergleich irgendwie hinkt, es sind verschiedene "Parteiensysteme".

was ist den an den parteiensystemen verschieden? es gibt viel mehr nischenparteien, die auch im parlament vertreten sind. aber das wars dann auch schon. zu vielen schweizer parteien gibt es ein deutsches pendent und das ändert sich auch nicht dadurch, dass sie sich nicht exakt am gleichen platz im politischen spektrum befinden oder in einzelnen bereichen andere positionen einnehmen.

mrb-ii antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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Veröffentlicht von: @mrb-ii

auch wenn deine beispiele nur ein kleinen teil der afd wiedergeben

Insbesondere aber den Flügel von Höcke.

Veröffentlicht von: @mrb-ii

zu vielen schweizer parteien gibt es ein deutsches pendent und das ändert sich auch nicht dadurch, dass sie sich nicht exakt am gleichen platz im politischen spektrum befinden oder in einzelnen bereichen andere positionen einnehmen.

Wenn der Platz im Spektrum ein anderer ist, ist es kein exaktes Pendant.

Bei unterschiedliche Systemen dachte ich vor allem daran, dass die CSU ja nicht bundesweit antritt. Ein "Pendant" dazu wäre eine Partei, die nur in, sagen wir mal, der italienischen Schweiz antritt und ein Bündnis mit einer Partei hat, die nur in der Deutsch- und Welschschweiz antritt.

Oder andersrum gesagt: Eigentlich müsste man als Pendant zur SVP (oder wem auch immer) eine bundesweite Partei nennen und nicht die CSU ...

Helmut

hkmwk antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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Veröffentlicht von: @mrb-ii

die politische kultur in der schweiz ist etwas anders geartet. weniger direkt, aber nicht weniger bösartig.

Genau dieses bösartige Element hat aber wirklich Blochers Zürcher Flügel in die SVP gebracht und jene, die von der Auto-/Freiheitspartei resp. der SD übergetreten sind.

Wenn du nun die meistgewählte Partei der Schweiz als Quasi-Afd hinstellst, so stimmt das einfach nicht. Ich habe mich nun extra herumgefragt und niemand hat mir bestätigt, dass er/sie die SVP als Pendant zur AfD bezeichnen würde.

Zudem: Die Zeiten ändern sich, der Stil der SVP ändert sich, die Boys vom Zürcher Flügel werden älter, Nachfolger mit dem Charisma Blochers usw. fehlen, die Partei verliert auf allen Ebenen an Wählern. Dein Bild der SVP resp. wohl auch der Schweiz allgemein, entspricht etwa demjenigen vor fünf Jahren.

Veröffentlicht von: @mrb-ii

schweizer sein, bedeutet nicht recht haben.

Mir geht es auch nicht ums Recht haben, was für Deutsche offenbar immer so wichtig ist, sondern darum, hier meine Ansicht zu formulieren.

tamaro antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
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Veröffentlicht von: @tamaro

Dein Bild der SVP resp. wohl auch der Schweiz allgemein, entspricht etwa demjenigen vor fünf Jahren.

welche inhalte vertritt die svp denn jetzt nicht mehr, die sie vor 5 jahren noch vertreten hat? nur weil ihre plakate jetzt nicht mehr in nazifarben daher kommen, ist es keine andere partei. gleiche themen, gleiche haltung.

Veröffentlicht von: @tamaro

Mir geht es auch nicht ums Recht haben, was für Deutsche offenbar immer so wichtig ist, sondern darum, hier meine Ansicht zu formulieren.

hindert dich ja keiner dran, für hkwmk schien deine staatsangehörigkeit ein argument zu sein. du hättest den anwesenden ja auch erklären können, weshalb das schweizer wahlsystem dafür sorgt, dass die parteipolitik eine etwas geringere rolle spielt, als in deutschland.

mrb-ii antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
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Veröffentlicht von: @tamaro

definitiv nicht so sagen.

das denke ich schon.

Veröffentlicht von: @tamaro

Die SVP würde ich definitiv nicht als Pendant zur AfD bezeichnen.

es gibt sehr grosse überschneidungen in der politischen ausrichtung. und teils auch in der artikulation. die afd hat die bei ihrer programmatik munter bei der svp bedient.

nationalistisch, protektionistisch, fremdenfeindlich, in teilen rassistisch, wirtschaftsliberal mit libertären ansätzen, gesellschaftlich konservativ, sozialfeindlich, protektionistisch, islamfeindlich, populistisch, eu-feindlich ...

welcher dieser aspekte treffen denn auf die svp nicht zu? wir reden hier nicht mehr über die bauernpartei von früher. ich weiss wohl, dass man diesen vergleich in der schweiz nicht gern hört.

Veröffentlicht von: @tamaro

Eher wären das die Schweizer Demokraten oder gar die PNOS (Partei National Orientierter Schweizer). Beide Parteien sind aber nur sehr klein.

das pendent zur pnos wäre die npd.

mrb-ii antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

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Ich gebe dir insofern Recht, dass es zwischen SVP und AfD eine grosse Überschneidung in der politischen Ausrichtung gibt und ich kann den Vergleich auch nachvollziehen.

Wenn ich den Wiki-Artikel über die AfD durchlese, so gewinne ich aber schon den Eindruck, dass diese Positionen von der AfD wesentlich aggressiver und mit mehr Vehemenz vertreten werden als dies bei der SVP je der Fall war. Offenbar werden von der AfD auch Kontakte zur äussersten Rechten gepflegt, was für mich bei der SVP zumindest nicht offensichtlich der Fall zu sein scheint.

Auch die Parteigeschichten sind verschieden. Die AfD wurde neu gegründet, die SVP hat eine lange Vorgeschichte und brachte eine treue, bodenständige Wählerschaft mit, als Christoph Blocher mit seinem Zürcher Flügel die ganze Partei nach rechts zog. Ein grosser Teil der Wählerbasis war/ist mMn nicht rechtskonservativ, sondern eher Mitte-Rechts positioniert. Die Posten in der Parteiführung wurden allerdings teilweise mit Rechtsaussen besetzt. Wer nicht mitzog wurde mitunter auch gemobbt.

Du musst zudem auch berücksichtigen, dass wir eine andere Mentalität und Geschichte haben als Deutschland. Diese Unterschiede führen somit auch zu anderen Grundvoraussetzungen, was das Wirken einer Partei, wie es AfD/SVP sind, anbelangt.

Wenn du nun betonst, dass die SVP die stärkste Partei im CH-Bundesparlament sei und man sich das in D herumerzählt, entsteht mMn bei nicht genauerem Reflektieren ein Bild von der Schweiz, das nicht der Realität entspricht, weil eben die Unterschiede womöglich nicht miteinbezogen werden. Der Vergleich ist für mich von daher nicht stimmig.

Wir sind kein einig Volk von SVP-Wählern sondern immer noch zwei Drittel (und es werden wieder mehr) die eben ganz und gar nicht SVP-Wähler sind. In der Schweiz tat man sich – zum Glück – mit extremen Positionen (und lauten Polteris) seit jeher schwer. Bei einem Drittel Wähleranteil ist bei Parteien wie der SVP idR Schluss.

tamaro antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @hkmwk

Was"sachlich" ist, liegt im Auge des Betrachters.

Richtig.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Ich kann da nicht viel Sachlichkeit entdecken.

Da ist mir auch klar. Aber ich spreche hier für mich. Es war kein Plädoyer für die AfD, sondern für die Demokratie. Davon verstehen die Schweizer offensichtlich mehr als unsere Kanzlerin mit ihrer abstrusen Forderung.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Schon das die AfD nicht Rechtsextrem, sondern "Rechtsextrem" (mit Gänsefüßchen) genannt wird, macht den Kommentar einseitig.

Die ganze Partei ist ja auch nicht "rechtsextrem". Der rechte Flügel sicher.

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Alescha
(@alescha)
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Veröffentlicht von: @ostwind

Die ganze Partei ist ja auch nicht "rechtsextrem". Der rechte Flügel sicher.

Naja, Gauland hat ja Höcke - der ja nun wirklich rechtsextrem ist - in der Mitte der Partei verortet. Wenn ein Rechtsextremer bei einer Partei in der Mitte ist, ist die Partei was?

alescha antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @alescha

Naja, Gauland hat ja Höcke - der ja nun wirklich rechtsextrem ist - in der Mitte der Partei verortet. Wenn ein Rechtsextremer bei einer Partei in der Mitte ist, ist die Partei was?

Höcke gehört zum rechten Flügel.

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
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Auch. Und laut Gauland zur Mitte der Partei. Was sagt uns das jetzt?

alescha antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @alescha

Auch. Und laut Gauland zur Mitte der Partei. Was sagt uns das jetzt?

Mir sagt erst einmal, dass Du Gauland glaubst. Gauland will vermitteln, um eine Spaltung der Partei zu verhindern.

Uns jetzt zitiere ich mal den Parteivorsitzenden Meuthen (aus einem Phoenix-Interview)

"Extremismus ist mit uns nicht machbar". An der Unvereinbarkeitsliste, die rechtsextreme Vereine und Organisationen aus der AfD fernhalten soll, "müssen wir strikt festhalten. Wir brauchen diese Brandmauer nach Rechtsaußen", meinte Meuthen. Ähnlich äußerte sich auch der brandenburgische AfD-Landeschef Andreas Kalbitz. "Wer Verbrechen leugnet oder verharmlost, der hat auch keinen Platz in der AfD", so Kalbitz. Auch der stellvertretende AfD-Bundessprecher Kay Gottschalk gab sich unmissverständlich: "Es liegt an uns, konsequent bei deutlichem Überschreiten von roten Linien vorzugehen. Das haben wir im Übrigen auch schon getan."

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Ist doch nur hohles Geschwätz.

ungehorsam antworten
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Veröffentlicht von: @ungehorsam

Ist doch nur hohles Geschwätz.

Kannst Du natürlich so sehen. Ich habe den Eindruck, dass Meuthen bemüht ist, den Einfluss der Rechtsextemen einzudämmen. Ob ihm das allerdings gelingt, ist fraglich.

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Wie will er das denn erreichen? Das Einzige, was er dagegen tun kann, ist der Parteiausschluß. Und der erste Versuch ist gescheitert.

ungehorsam antworten
Alescha
(@alescha)
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Ja, die AfD schmeißt immer mal wieder Leute raus, die allzu offensichtlich rassistische oder antisemitische Sprüche raushauen.

Wenn sie konsequent wäre, müßten das allerdings wesentlich mehr sein.

Veröffentlicht von: @ostwind

Ähnlich äußerte sich auch der brandenburgische AfD-Landeschef Andreas Kalbitz.

😀 Ausgerechnet der.

Veröffentlicht von: @ostwind

"Wer Verbrechen leugnet oder verharmlost, der hat auch keinen Platz in der AfD"

Warum ist er dann noch dabei?
https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-11/andreas-kalbitz-afd-bundesvorstand-fluegel-jlo-hdj-bjoern-hoecke
Der Mann ist beim Flügel. Allein daß der von der AfD geduldet wird zeigt, wie ernst dieses "Extremismus ist mit uns nicht machbar" gemeint ist.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @alescha

Warum ist er dann noch dabei?

Du fragst mich jetzt Sachen, da muss ich passen.
Ich bin kein Anhänger der AfD😀

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MrOrleander
(@mrorleander)
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Veröffentlicht von: @ostwind

"Extremismus ist mit uns nicht machbar". An der Unvereinbarkeitsliste, die rechtsextreme Vereine und Organisationen aus der AfD fernhalten soll, "müssen wir strikt festhalten. Wir brauchen diese Brandmauer nach Rechtsaußen", meinte Meuthen.

Vermutlich wird er damit über kurz oder lang allein dastehen.
Aktuell gibt es in der ZEIT ein Interview mit AfD-Aussteigern, und zwar nicht dem Fußvolk, sondern Landtags- und Bundestagsmitgliedern. Tenor: Höcke und sein Flügel unterwandern die Partei und der Zug ist schon so weit abgefahren, daß die weitere Mitgliedschaft keinen Sinn mehr ergibt (was - und das mag für den einen oder anderen ja auch lebensplanerisch wichtig sein - damit auch zum Verlust des Mandats bei der nächsten Wahl führt).

mrorleander antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
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Veröffentlicht von: @ostwind

Davon verstehen die Schweizer offensichtlich mehr als unsere Kanzlerin mit ihrer abstrusen Forderung.

seltsamerweise fanden es die schweizer rechte überhaupt nicht demokratisch, als ihr vertreter c. blocher mit einem ähnlichem winkelzug wie in erfurt aus der schweizer bundesregierung gekickt wurde. 😀

mrb-ii antworten
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Veröffentlicht von: @mrb-ii

seltsamerweise fanden es die schweizer rechte überhaupt nicht demokratisch, als ihr vertreter c. blocher mit einem ähnlichem winkelzug wie in erfurt aus der schweizer bundesregierung gekickt wurde. 😀

Ich habe ja auch nicht auf ein Statement der Schweizer Rechten verwiesen, sondern auf eins aus der bürgerliche Mitte. Was also soll ich mit dem Hinweis anfangen?

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Helmut-WK
(@hkmwk)
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Veröffentlicht von: @ostwind

Ich habe ja auch nicht auf ein Statement der Schweizer Rechten verwiesen, sondern auf eins aus der bürgerliche Mitte. Was also soll ich mit dem Hinweis anfangen?

Es war doch die bürgerliche Mitte, die diesen "Winkelzug" mitgetragen hat ...

Helmut

hkmwk antworten
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(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @hkmwk

Es war doch die bürgerliche Mitte, die diesen "Winkelzug" mitgetragen hat

Für sie war es offensichtlich kein "Winkelzug", genau wie das Verfahren in Thüringen für sie ein demokratischer Vorgang war.

Also geht dieser Hinweis auch an die falsche Adresse.

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mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
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Veröffentlicht von: @ostwind

Ich habe ja auch nicht auf ein Statement der Schweizer Rechten verwiesen, sondern auf eins aus der bürgerliche Mitte.

der schweizer freisinn ist bürgerlich, aber kaum mitte.

Veröffentlicht von: @ostwind

Was also soll ich mit dem Hinweis anfangen?

das du damit nichts anfangen willst, ist mir klar.

mrb-ii antworten
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Veröffentlicht von: @mrb-ii

der schweizer freisinn ist bürgerlich, aber kaum mitte.

Die Grenzen sind da fließend und das weißt Du auch.

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Anonymous
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Neuwahlen
https://www.welt.de/politik/deutschland/article205652153/Thomas-Kemmerich-gibt-auf-FDP-in-Thueringen-will-Landtagsaufloesung.html?fbclid=IwAR0EFqvyaVZEJ0CeYhWiG8CY73xNKPsTCgUFgfMZMcvPlsL67wDO-vskKYc

oder doch keine

https://www.welt.de/politik/deutschland/live205615625/Wahl-in-Thueringen-CDU-lehnt-Neuwahlen-weiter-ab.html

Ich bin mal gespannt, sollte es tatsächlich zu Neuwahlen kommen, wo dann die AfD landet

30 oder vielleicht sogar 35 %?

Für die FDP seh ich schwarz ... keinen Wiedereinzug, ein Einknicken sowas wie Suizid aus Angst vor dem Tod

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4 Antworten
21thdigitalmen
(@21thdigitalmen)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 120

da wäre ich mal nicht so voreilig. Nur weil Höcke so ne geile Fascho Locke hat, bekommt der nicht auf einmal 10 % mehr.
Ramelows Werte sind auch gestiegen.
Wenn jetzt die aufrechten CDU und FDP Wähler ihr Kreuz beim Ministerpräsidenten machen, meinetwegen auch bei der SPD ist dem Land schon mal gedient.

#keimMM den Faschos

21thdigitalmen antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778
Veröffentlicht von: @scylla

Für die FDP seh ich schwarz ... keinen Wiedereinzug, ein Einknicken sowas wie Suizid aus Angst vor dem Tod

mal gucken; der Name ist jetzt bekannt. Der Wille und die Kraft sich von Anfang bis Ende klar gegen die extremistischen Lager zu positionieren auch bekannt. Soweit Wähler nicht nur unter den Extremisten wählen wollen, haben sie jetzt jemanden, dem sie ihre Stimme geben können.

Um den Einzug in den Landtag zittern müssen die GRÜNEN und auch für die SPD ist es knapp.

johnnyd antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018

Ja, wir können uns jetzt über das Impeachment Verfahren unterhalten. Da ist nämlich viel Potential das niedrige Niveau fortzusetzen. Nachdem die Behauptung es wäre abgesprochen, dass Kemmerich von der AfD gewählt wird, verbraucht wird. Mittlerweile dürfte jedem klar sein, dass die vermeintlichen Quellenangaben gar nicht diese Aussage haben, die Quellen dialektisch aufgearbeitet nur verwendet werden, können sich bei diesem Thema User finden, die fast behaupten, dass sie bei Trumps Telefonat mitgehört haben, und Trump dieses, oder jenes gesagt haben soll. Quellen, die die Behauptung belegen, tatsächlich aber nichts belegen, wird es jede Menge geben. Ein guter Stoff für Eiferer.

orangsaya antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10253
Veröffentlicht von: @orangsaya

Mittlerweile dürfte jedem klar sein, dass die vermeintlichen Quellenangaben gar nicht diese Aussage haben

So direkt nicht, aber was ist in den Monaten passiert, seit die AfD so was angeboten hat? Und warum wollte AKK "eine FDP-Kandidatur vermeiden"?

Oder ist das hier total falsch abgehängt (wieso kommt Trump ins Spiel?)?

Helmut

hkmwk antworten
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