Gebete GEGEN Trump
Die unfassbare Unterstützung, die Trump & die Seinen immer noch in den USA von sovielen Christen, Gemeinden & evangelikalen Wortführern bekommt, ist das eine. Wie wir selbst aber gerade als Christen unterwegs sind in der Trump-Wahrnehmung, ist das Andere ... Immer noch zirkulieren die bekannten Glaubens-Ansichten, die eher vorsichtig und zurückhaltend daherkommen:
Die Berufung auf das Gebot, FÜR die Obrigkeit um Weisheit etc. zu beten (1. Tim 2,1f.) ...
Das Argument, Gott habe die Freiheit, doch auch gottlose Machthaber für seine Pläne zu benutzen (wie im AT)...
Wer für Israels Schutz und gegen seine Feinde sich stark macht, ist doch grund-sätzlich gesegnet (oder gar berufen) mit Gottes Wohlwollen.
Und Gottes (weltgeschichtlich-konkretes) "Walten & Regieren" kennen wir halt nicht, wohl aber steht fest: Die prophezeite "Endzeit" (Mt. 24, Offb.) wird unabwendbar kommen und da machste nix ....
???
Ich denke, für uns Christen ist die Stunde nun definitiv gekommen, unsere Bitt-Gebete GEGEN Trump und seine so mittlerweile maskenlos "anti-christliche", geistlose und geisteskranke "Regentschaft" und seine so gott- und maßlos gestörte Macht- und Gewaltanmaßung zu richten.
Für mich ist diese Haltung nun mittlerweile zu einer "Bekenntnisfrage" und einem Gebot geworden - und die Karte, "für Trump" um Weisheit, Einsicht, Verantwortungsbewusstsein und Good Will zu beten, ist ausgespielt.
Und dabei geht es mir nicht um persönliche Empörung, sondern um die Frage, was das Gebot der Stunde ist.
L'Chaim
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden?
FÜR-Bitte beinhaltet auch Grenzen setzen nach Gottes Willen. Es gab früher öfter die Predigt: wir sehen nur die Unterseite des Teppichs, der das Muster unklar darstellt und auch sehr unordentlich aussieht. Gott aber sieht das gelungene Muster von oben.
Gib mir doch ein paar Bibelstellen, die deine GEGEN-Gebete stützen. Wie sehen deine GEGEN-Gebete aus?
Nein, ich gebe Dir nicht "ein paar Bibelstellen" ...
Gottes Wille geschieht eben gerade NICHT im Tun, Denken, Wollen & Agieren dieses Mannes - braucht Du dazu Bibelstellen? 😉
L'Chaim
Kneifen??? ... Ich kneife mich höchstens selbst, weil es sofort von Dir wieder ein Gegenposting gibt 😉 Mit einer meinerseits zu begründender Bibelstellen-Bitte, dem vertröstenden Teppich-Gleichnis (das mir nun wirklich im Blick auf Zerstörung & Leid sehr unangemessen scheint, um es gelinde auszudrücken) und der Frage, ob ICH ungeduldig sei, weil "Gott MEINEN Willen nicht in MEINEN Zeitrahmen umsetzt"? Gerade den letzten Satz kann ich nun wirklich nicht ernst nehmen, der ist ein schlechter Witz.
Nein, ich gebe Dir keine Bibelstellen, weil die nun wirklich nicht nötig sind, um Gebete gegen Trump (d.h. einem Ende seines Waltens und Agierens) zu begründen. Wenn Du da Bibelstellen brauchst und Dich fügst in einen vermeintlich höheren Sinn (oder was auch immer), dann bleib so unterwegs.
Haben eigentlich treue Christenmenschen damals bis zum Schluss auch noch FÜR Hitler (und seine Obrigkeit) zu beten gemeint - dass Adolf auch auf 44/45 hin zu Vernunft, Umkehr und Einsicht kommt? Oder haben sie um ein Ende gefleht, GEGEN den Führer, und fühlten sich eher berufen, notfalls für ein Ende des Tyrannen zu beten?
L'Chaim
Adolf, wieder mal dein Totschlagsargument. Es wäre schön gewesen, wenn er zur Einsicht und Umkehr gekommen wäre. Leider war er so feige, dass er sich selbst umgebracht hat und seine Nächsten gleich mit über die Giftkapseln.
Lk 18: Schaffe mir Recht vor meinem Widersacher. Darin ist beides enthalten: Umkehr und Bitte um Ende der Tyrranei.
Ich gewinne so den Eindruck, dass du unter Für-Bitte sowas Lenorweichgespültes verstehst. Kein Wunder, dass du dagegen opponierst.
Deborah, lass gut sein! Es wird nicht besser mit Deinen Antworten ...
"Totschlagargument" ist hier schon sehr makaber (!!!) ... selber gemerkt?
"Es wäre schön gewesen, wenn er (Hitler) zur Einsicht und Umkehr gekommen wäre", ist auch nicht wirklich Dein Ernst, oder??
Und der letzte Satz (mein Fürbittenverständnis von Dir analysiert als "Lenorweichgespült" und verknüpft mit "kein Wunder, wenn Du ...") ist ebenfalls als "Eindruck" und Antwort ziemlich daneben.
L'Chaim
Ich habe eine andere Einstellung zu Fürbitte und ich werden nicht darüber schweigen. Auch nicht darüber, wie deine Worte bei mir ankommen.
Du führst einen verbalen und emotionalen Feldzug gegen Trump, für den du auf der geistlichen Ebene eine Autorisierung brauchst, sonst wird es schräge.
So, jetzt reicht es ... Es geht nicht um "Deine Einstellung zur Fürbitte" und auch nicht um einen "von mir geführten verbalen und emotionalen Feldzug gegen Trump".
Dass ich eine "Autorisierung auf der geistlichen Ebene" brauche .... Puuhhh, Ende im Gelände 🙁
L'Chaim
Denke mal an Bileam. Gott erlaubte ihm nicht, GEGEN die Israeliten zu prophezeien.
Solange du dein GEGEN nicht hinreichend erklärst, hängt das GEGEN in der Luft.
Du möchtest doch jetzt nicht allen Ernstes ein Verfluchen Israels mit Gebeten gegen Trump vergleichen?
Inzwischen bekommt der sogar Ärger mit einigen seiner evangelikalen Fans, nachdem er sich als Jesus präsentiert hat. Klick. (Artikel dazu: Klick). Aber gut, er hat ja noch genügend Fans, die ihn ihm eine Art Messias, Gesandten Gottes oder ähnliches sehen.
Im Zorn zu beten kann leicht eine Grenze überschreiten und kann dazu führen, dass man nicht mehr vom Herzen Gottes aus betet.
Gebet ist eine hohe Verantwortung, gerade im politischen Bereich. Was weiß ich denn, wenn ich tatsächlich jemand aus seinem Amt herausbeten würde/könnte, wer danach kommt und es würde schlimmer?
Mich interessiert das genannte GEGEN schon intensiv.
Im Zorn zu beten kann leicht eine Grenze überschreiten und kann dazu führen, dass man nicht mehr vom Herzen Gottes aus betet.
Gebet ist eine hohe Verantwortung, gerade im politischen Bereich. Was weiß ich denn, wenn ich tatsächlich jemand aus seinem Amt herausbeten würde/könnte, wer danach kommt und es würde schlimmer?
Das ist mMn kein "destruktives Beten", sondern ganz biblisch (und fromm ausgedrückt) ein Klagen, Sehnen, Wünschen und Appellieren an Gottes Handeln, der dem Tun der Gottlosen ein Ende bereiten möge.
Ganz ehrlich, ich halte Trump für einen derjenigen, die in der Bibel unter dem Label "Gottlose" laufen.
Wenn man sieht, dass wieder mal eine einzelne Person mit ihrer Clique derart viele Menschen ins Unglück stürzt - ist es dann wirklich verwerflich, darum zu bitten, dass Gott dem Treiben ein Ende bereiten möge?
In der Bibel findet man etliche Gebete, wo darum gefleht wird, dem Treiben der Gottlosen ein Ende zu bereiten. Oder nicht?
Du hast übrigens meine Frage nicht beantwortet:
Du möchtest doch jetzt nicht allen Ernstes ein Verfluchen Israels mit Gebeten gegen Trump vergleichen?
Deine Frage: Nein, es ist das andere Extrem wo man unvorsichtigerweise landen kann.
Habakuk 2,1-3 ist mir in der Fürbitte wichtig geworden:
1 Ich will auf meinem Posten stehen, / will auf den Wachtturm mich stellen, / will spähen, um zu sehen, was er sagt, / was er auf meine Klage entgegnet.
2 Jahwe gab mir Antwort und sagte: / „Schreib nieder, was du siehst, / schreib es deutlich auf die Tafeln, / dass man es geläufig lesen kann.
3 Denn was du schaust, gilt zur bestimmten Zeit, / es weist aufs Ende hin, / es täuscht dich nicht. / Und wenn es sich verzögert, warte darauf, / denn es kommt bestimmt, / es bleibt nicht aus![1]
Habakuk (übersetzt: Umarmung) ist nicht bei der Klage stehen geblieben. Er ging von der Klage weiter zum Hören.
Die Wirkung von Hilflosigkeit in der Angst und wohin das führen kann, kann sehr eindrücklich sein und Menschen gefangen halten. AWHler ist seit Wochen in der Klage, wer hindert, dass eine Ermutigung zu ihm kommen kann? Daniel musste 21 Tage warten, bis der Engelbote zu ihm kommen konnte.
Lk 18,7-8...Gott hört und arbeitet schon im Hintergrund, auch wenn ich direkt nichts sehe oder spüre. Diese Verse schützen vor Depression und Verzweiflung, fordern Geduld heraus und Gottvertrauen.
Veröffentlicht von: @deborah71Im Zorn zu beten kann leicht eine Grenze überschreiten und kann dazu führen, dass man nicht mehr vom Herzen Gottes aus betet.
Wie betet man vom Herzen Gottes aus?
Gebet ist eine hohe Verantwortung, gerade im politischen Bereich. Was weiß ich denn, wenn ich tatsächlich jemand aus seinem Amt herausbeten würde/könnte, wer danach kommt und es würde schlimmer?
Kann ein Beter einen anderen aus dem Amt 'herausbeten'?
Entweder Gott will das oder der Beter betet und Gott will das nicht.
Und dann kann der Beter soviel beten wie er will.
Entweder Gott will das oder der Beter betet und Gott will das nicht.
Und dann kann der Beter soviel beten wie er will.
In Bezug zu Gott ja.
Aber der feind bekommt Kraft durch manipulative Gebete. Damit rechnen viele nicht, dass sie damit Schwierigkeiten auslösen.
Ein Beispiel ist Bileam. Er durfte und konnte die Israeliten nicht verfluchen, aber er gab Balak einen "teuflischen" seelischen Rat, wie er über sexuelle Verführung negativen Einfluß nehmen konnte.
Veröffentlicht von: @deborah71Entweder Gott will das oder der Beter betet und Gott will das nicht.
Und dann kann der Beter soviel beten wie er will.In Bezug zu Gott ja.
Aber der feind bekommt Kraft durch manipulative Gebete.
Damit rechnen viele nicht, dass sie damit Schwierigkeiten auslösen.
Keine Ahnung, was Du unter 'manipulativen Gebeten' verstehst.
Gott lässt sich nicht manipulieren.
Und ich hab mir abgewöhnt, immer um acht oder noch mehr Ecken zu denken.
Manipulative Gebete...z.B. Beziehungen kaputt beten. Wenn die Schwiegermutter nicht mit der Schwiegertochter einverstanden ist, oder wenn eine Frau unbedingt den Partner einer anderen haben will. Das fällt in den Bereich Hexerei und Manipulation. Da kommt der feind auf den Plan. Er bekommt soviel Macht, wie ein Mensch ihm gibt, der seinen eigenen Willen durchgesetzt haben will.
Veröffentlicht von: @deborah71Manipulative Gebete...z.B. Beziehungen kaputt beten. ...
Wir reden hier von Gebeten zu Gott.
Da meint einer, er betet zu Gott, spricht ihn an, aber sein Gebet entspricht nicht dem Willen Gottes. Das gibt eine offene Tür für das Wirken des Feindes und der Beter merkt es nicht einmal. Ja, es gibt falsche Gebete. Dazu muss derjenige nicht mal den feind ansprechen und um sein Wirken bitten. Das ist nochmal eine andere Kategorie.
Für gut gemeinte, aber falsche Gebete hat Gott doch sicher einen Papierwolf….
@rosanne Ich kann mir vorstellen, daß der größte Anteil an Gebeten überhaupt irgendwie nicht "politisch korrekt", einer Situation nicht 100% angemessen oder auch zwischenmenschlich nicht übermäßig korrekt ist. Nicht aus Böswilligkeit, sondern weil Menschen nur von ihrem eigenen, begrenzten Horizont aus beurteilen können und damit eine wirkliche Objektivität nicht gegeben kann.
Und wenn man nun argumentiert, daß deswegen es ja viel Chaos in der Welt gibt, weil böse Mächte auf dem Plan usw.- die logische Konsequenz wäre zum Einen, sich mit Fürbittengebet zurückzuhalten, dann geht man auch kein Risiko ein. ?
Zum anderen: Wie vereinbart man das denn mit der dann wieder gerne herangebrachten Sichtweise, daß Jesus ja mit dem Kreuzestod das Böse besiegt habe...?
Also was denn nun...?
lg Tatokala
Genau, politisch korrekte Gebete wird es wohl kaum geben. Es ist wie beim Fussballmatch, da sind beide Parteien von ihrer Gewinnberechtigung überzeugt. Die beste Fürbitte wäre hier wohl: „Lieber Gott, möge der Beste gewinnen“.
So auch in der Politik. Gott weiss wohl, wer unter dem Strich der Beste bzw. das Beste ist.
Ich bin aber nicht gegen Fürbitten, gäll. Es war Deborah, die hier lieber Vorsicht walten lässt. Ich persönlich bin der Meinung, dass jede und jeder für seine Anliegen fürbeten darf und soll.
Gott wird richtig von falsch unterscheiden können, das Falsche „entsorgen“ und dem Fürbeter anstattdessen früher oder später etwas Richtiges geben.
Und nun verstehe ich die letzte Frage mit dem besiegten Böse nicht ganz… kannst du es noch anders sagen?
Veröffentlicht von: @rosanneGenau, politisch korrekte Gebete wird es wohl kaum geben. Es ist wie beim Fussballmatch, da sind beide Parteien von ihrer Gewinnberechtigung überzeugt. Die beste Fürbitte wäre hier wohl: „Lieber Gott, möge der Beste gewinnen“.
So auch in der Politik. Gott weiss wohl, wer unter dem Strich der Beste bzw. das Beste ist.
So kann man das sagen.
Und Gott lässt sich auch nicht von Mehrheiten beeindrucken - was ja manchmal auch gut ist.
Stellt Euch vor, es beten x Millionen für einen bestimmten Herrscher (es gibt ja nicht nur diesen Einen) und x Millionen und 45 gegen diesen Herrscher, dann geben diese 45 Stimmen mehr bei der himmlischen Gebetsstimmen-Auszählung eben keine qualifizierte Mehrheit beim lieben Gott.
Ich persönlich bin der Meinung, dass jede und jeder für seine Anliegen fürbeten darf und soll.
Gott wird richtig von falsch unterscheiden können, das Falsche „entsorgen“ und dem Fürbeter anstattdessen früher oder später etwas Richtiges geben.
Genau davon geh ich auch aus.
Das ist genau so. In beunruhigenden Zeiten wie diese, dürfen und sollen wir immer wieder den Kontakt mit Gott suchen. Unser Herz ausschütten, Ihm unsere Sorgen (indirekt immer mit Wünschen verbunden) mitteilen.
Vor allem aber mit Gott in Kontakt bleiben. Damit wir nicht verzweifeln.
Gott wird richtig von falsch unterscheiden können, das Falsche „entsorgen“ und dem Fürbeter anstattdessen früher oder später etwas Richtiges geben.
Sehe ich auch so.
Und nun verstehe ich die letzte Frage mit dem besiegten Böse nicht ganz… kannst du es noch anders sagen?
Hm... nee, fällt mir irgendwie nicht anders ein... Ist so eine im Allgemeinen relativ häufig strapazierte Phrase.
lg Tatokala
@deborah71 Wir sollen sein wie die Kinder. Wir sind seine Schafe. Unbedarft dürfen wir mit ihm sprechen. Beten ist für mich in Kontakt treten. Wir schildern unsere Klagen wie schon die Psalmisten. Und wie hier schon von anderen gesagt sind die Psalme voll von Bitten gegen etwas. Wir schütten unser Herz aus. Nicht weil wir uns etwas wünschen dürfen. Sondern um unser Herz auszuschütten. Uns ihm anzuvertrauen und zu öffnen.
Magst du mal erklären, was falsche Gebete sind?
In Jakobus 4 ist eine mehrere Verse lange Stelle zu "falschem" Gebet.
Eine größere Abhandlung hat Dr. Daryl Burrling gegeben. Er reflektiert auf die Herzenshaltung mMn. In meinem Rechner wird der Text in deutsch angezeigt. Evtl muss man die Übersetzungsfunktion benutzen
3 Anzeichen für falsche Gebete, auf die Sie achten sollten
In der Einleitung erwähnt er deutlich, dass sein Text zur Selbstprüfung gedacht ist und nicht zum Verurteilen anderer.
Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, persönliches Gespräch nicht verlassen, keine öffentliche Show machen.... wird angesprochen.
@deborah71 Das deckt sich für mich mit dem "Urteilt nicht" das uns Jesus mit gibt.
"Gott, mach das ihm ein Bein abfällt" ist etwas anderes als "Gott, hilf mir, sodass er mit seinem Plan nicht durchkommt".
Ich glaube der Unterschied ist, dass wohl die meisten mit mir denken, dass Ersteres ohne Außenwirkung bleibt und du findest, dass es eben doch wirkt, nur nicht durch Gott, sondern böse Kräfte. Verstehe ich dich richtig?
Jep. Es gibt manche Erfahrungen, die ich lieber nicht gemacht hätte.
Bzgl Plan: es gibt noch C: Sprüche 19,21 Viele Dinge nimmt ein Mensch sich vor, doch zustande kommt der Ratschluß des HERRN.
oder: Phil 2,13 als Gebet: Gott, bitte wirke das Wollen und Vollbringen zu deinem Wohlgefallen in dieser Angelegenheit (oder auch : in mir...wenn es meine Veränderung betrifft)
Hexerei und Manipulation.
Das sind aber meiner Meinung nach verschiedene Dinge.
lg Tatokala
@deborah71 Manipulation gibt es immer in irgendeiner Form. Bei Hexerei kann man drüber streiten.
Wenn die Schwiegermutter nicht mit der Schwiegertochter einverstanden ist
Wenn ich so lese, wie viele Christen finden, dass man nur Christen heiraten solle, und dann kommt der Sohn mit einer Atheistin, Muslima oder Buddhistin daher - für die ist dann so ein Gebet womöglich schon in Gottes Sinne und keine Manipulation und Hexerei. Man bittet dann, dass sich der Sohn von der Ungläubigen abwenden und einer Gläubigen zuwenden möge. Aber das nur am Rande.
Du findest es also falsch, wenn man z.B. betet, dass Gott dem Treiben der Gottlosen ein Ende bereiten möge? Sind dann für Dich Bitten wie:
"Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel vor den Gottlosen, die mir Gewalt antun, vor meinen Feinden, die mich ringsum bedrängen." (Psalm 17,8+9)
"Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen." (Psalm 71,4)
"Lass enden der Gottlosen Bosheit, den Gerechten aber lass bestehen; denn du, gerechter Gott, prüfest Herzen und Nieren. Mein Schild ist bei Gott, er, der den frommen Herzen hilft. Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich strafen kann. Kehrt einer nicht um und wetzt sein Schwert und spannt seinen Bogen und zielt, so hat er sich selber tödliche Waffen gerüstet und feurige Pfeile bereitet. Siehe, er hat Böses im Sinn, mit Unheil ist er schwanger und wird Lüge gebären. Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt – und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. Sein Unheil wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen. Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhöchsten." (Psalm 7,10-18)
auch manipulativ?
Wenn man den Psalmisten zugesteht, dass sie Klage führen und Gott aufrufen, ihnen gegen Gottlose zu helfen und ihrer Bosheit ein Ende zu bereiten, warum auch nicht Usern bei jesus.de?
Ist dann z.B. manipulativ, wenn man bittet, Trumps Bosheit ein Ende zu setzen?
@deborah71 Nein, das Beispiel mit der Schwiegermutter würde genau reinpassen. 😉
Die würde ihr Vorgehen ja selber nicht als Egoismus, sondern als legitim empfinden.
Trotzdem ist es nicht richtig, eine Ehe zerstören zu wollen. Denn Gott möchte nicht, dass Ehen zerstört werden, weil jemand deren Leben kontrollieren und dominieren will und sich selbst erhöht hat.
Die Schwiegermutter würde schon so beten, bevor die Ehe zustande kommt.
@deborah71 Wieso nicht? Ich dachte, hier ist ein Diskussionsforum. 😉
Lass es einfach. Diese Art zu argumentieren kommt nicht gut.
Nachdem Du auf ernstgemeinte Fragen meinerseits nicht antwortest und mir Verdrehung vorwirfst, muss ich das Kompliment leider zurückgeben.
Deine Art, Diskussionen abzuwürgen und die Schuld daran anderen zuzuschieben, weil Du keine Lust hast, Dich mit Fragen auseinanderzusetzen, kommt auch nicht gut.
@alescha Irgendwo vermischt sich hier Politik, Glaube und Persönliches.
Diese Schwiegerleute, die um die passende Schwiegertochter beten, die a) gläubig und b) evtl. auch noch kompatibel mit dem Familienbetrieb ist, kennen vermutlich viele in irgendeiner Form. Manchmal kommt b) auch vor a) ...
Ach so.
Wenn Psalmisten beten, Gottlosen Einhalt zu gebieten, ist das o.k. Wenn ein jesus.de-User vergleichbares tut, ist das falsch.
Denn darum ging es ja: Um das Anliegen, dass Trump gestoppt werden möge.
Und da kann man, finde ich, in den von mir zitierten Sätzen aus den Psalmen ja mal versuchsweise Gottlose durch Trump ersetzen:
"Mein Gott, hilf mir aus der Hand Trumps, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen." (Psalm 71,4)
"Lass enden Trumps Bosheit, den Gerechten aber lass bestehen; denn du, gerechter Gott, prüfest Herzen und Nieren. Mein Schild ist bei Gott, er, der den frommen Herzen hilft. Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich strafen kann. Kehrt einer nicht um und wetzt sein Schwert und spannt seinen Bogen und zielt, so hat er sich selber tödliche Waffen gerüstet und feurige Pfeile bereitet. Siehe, er hat Böses im Sinn, mit Unheil ist er schwanger und wird Lüge gebären. Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt – und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. Sein Unheil wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen. Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhöchsten." (Psalm 7,10-18)
Wenn das krasser Egoismus ist, warum ist es das bei den Psalmisten nicht? Magst Du mir den Unterschied erklären?
Ich meinte hier nicht Deine Beispiele, die um die Zerstörung einer bestehenden Ehe gehen.
Beim "Beten gegen Trump" geht es darum, jemanden zu stoppen, der Gottes Gebote mit Füßen tritt.
Ich bin nicht katholisch, aber der Papst findet einfach die richtigen Worte
Und die Reaktion Trumps: Die üblichen Hetztiraden.
@deborah71 Aber Trump ist doch keine Schwiegermutter.
Ich sehe übrigens einen Unterschied, ob man gegen eine Person (in diesem Fall Herrn Trump) oder deren Bosheit betet.
Aber Trump ist doch keine Schwiegermutter.
🤣Wer behauptet denn, dass Trump gegen seine Schwiegerkinder beten würde?
Ich sehe übrigens einen Unterschied, ob man gegen eine Person (in diesem Fall Herrn Trump) oder deren Bosheit betet.
Den Unterschied sehe ich auch.
Das habe ich erwartet.
Das Schwiegermutterbeispiel war für mich nur nebensächlich, das habe ich auch so gekennzeichnet.
Mir ging es um etwas anderes. Das habe ich deutlich benannt. Davon willst Du nichts wissen.
Weiter oben kritisierst das Ansinnen, gegen Trump zu beten.
Wenn ich jetzt wissen will, warum das nicht richtig sein soll, wenn es in der Bibel Beispiele für ähnliche Gebete gibt, wo gegen Leute, die Unrecht tun gebetet wird und ihnen Einhalt geboten werden soll, ziehst Du Dich aus der Diskussion zurück und wirfst mir Verdrehung vor.
Alles klar.
@alescha nicht nur Trumps Bosheit, sondern auch die gottlosen Tyrannen Putin, Xi chi ping, und der Tyrann aus Nordkorea. Ich bete dafür das Gott sie zur Umkehr bewegt, weiß aber auch das Gott sich nicht spotten läßt und sie bestraft wenn sie nicht umkehren wollen. Mag sein das ihr meine Meinung naiv findet. Aber Hass bringt mich nur weg von Gott und tut mir nicht gut.
@deborah71 Wie ich in den anderen Posts schrieb, sind für mich Gebete in Beziehung treten. Niemand kann Gott manipulieren, denke ich. Ich glaube weder an "Wünsche an das Universum" noch Flüche oder Verhexungen. Aber ich glaube an Gott, den Vater...und an Jesus Christus...so spreche ich das Glaubensbekenntnis.
Verstehe ich dich richtig, dass "falsche Gebete" nicht von Gott gehört werden, aber dennoch wirken? Und du darum Sorge hast dass hier dazu appelliert wird?
Veröffentlicht von: @leibesglieder@deborah71 Wie ich in den anderen Posts schrieb, sind für mich Gebete in Beziehung treten. Niemand kann Gott manipulieren, denke ich. Ich glaube weder an "Wünsche an das Universum" noch Flüche oder Verhexungen. Aber ich glaube an Gott, den Vater...und an Jesus Christus...so spreche ich das Glaubensbekenntnis.
Dito.
Verstehe ich dich richtig, dass "falsche Gebete" nicht von Gott gehört werden, aber dennoch wirken? Und du darum Sorge hast dass hier dazu appelliert wird?
Ich hab mir das so zusammengereimt, dass davon ausgegangen wird, dass die 'Gegenseite' mithört und Gott in die Suppe spuckt, indem sie 'falsche Gebete' 'erhört' und damit den Eindruck entstehen lässt, Gott hätte das getan.
Falsche Gebete können wirken, aber nicht jedes falsche Gebet löst etwas aus. Gott hört jedes Gebet, aber er er-hört nicht jedes.
Da der Appell bzgl Trump nicht eindeutig definiert war und geeignet, ihn falsch zu verstehen (Jack hat das in seinem ersten Post benannt), habe ich mich dazu geäussert.
Für mich hast du den Krisenpunkt sehr gut erfasst.
@deborah71 Jetzt komme ich wieder nicht mit der Forum-Struktur zurecht 🙂 Den ersten Post von Jack den ich beim Durchscrollen finde, bestätigt awhler in seiner Motivation. Den meinst du vermutlich nicht? 🙂
Nein, ich suche..... es ist ein langes post.
@deborah71 Ich glaub, das Posting von mir, auf dass Du Dich bezogst, ist aus dem Threaf verschwunden, ich find's jedenfalls auch nicht und wenn ich in meinem eigenen Diskussionsverlauf (Aktivität) auf es klicke, gelange ich einfach nur zum Eingangsposting dieses Threads . Keine Ahnung warum, von den Mods habe ich jedenfalls noch keine Verwarnung oder Hinweise darauf bekommen, ob ich da irgendwie gegen die Forumsregeln verstieß oder so.
Upps - nun wird es angezeigt mit dem Vermerk "Moderation ausstehend".
Ich dachte mir schon, dass es erstmal versteckt worden war, als ich es nicht fand.
@jack-black Spannend, was soll das?
Kann man auch zu "eiskalt-analysierend" sein evtl.?
@tatokala Kann man auch zu "eiskalt-analysierend" sein evtl.?
Ich denke nicht, dass ich in dem Posting - das inzwischen übrigens wieder hier zu lesen ist, unabhängig davon, ob ich "angemeldet" oder unangemeldet danach suche - eiskalt-analysierend war. Gut vorstellbar, dass es - wie so manche meiner Postings - als tendenziell den Zielen des Forums entgegenstehend empfunden wurde. Das könnte ich nachvollziehen insofern, als ich tatsächlich das hier Diskutierte fundamentaler betrachte: indem ich das grundlegende Problem nicht bei Trump sehe, sondern in der christlichen Ideologie, oder sogar noch allgemeiner: im religiös-dualistischen Denken in einer kapitalistisch verfassten Welt.
Eingemischt hatte ich mich ja in den Disput zwischen AHWler und Deborah darüber, ob es statthaft sei gegen Trump zu beten und falls ja, in welcher Art und Weise. Anlass war speziell die Erfüllung von Godwins Law oder das Totschlagsargument, wie Deborah es bezeichnete. Godwin's Law ist ja im Grunde genommen nur die Beschreibung eines typischen Verlaufs von strukturellen Endlosdiskussionen: dass da den Beteiligten irgendwann die vernünftigen, auf Überzeugung hin ausgelegten Argumente ausgehen, und sie dann, statt sich "geschlagen zu geben", eben der Gegenseite einfach unterstellen, böse zu sein (zu denken, zu handeln oder zu argumentieren, wie Hitler/die Nazis es tun würden).
Warum aber, bzw. wann wird eine Diskussion zur Endlosdiskussion, in der sich eine Seite (häufig sogar beide) dazu motiviert findet, von der sachlichen auf die emotionale Schiene zu wechseln? Doch dann, wenn die eigenen vorher gebrachten Argumente, die darauf zielten, die Gegenseite zu überzeugen, sich als untauglich erwiesen: durch die implizite Beleidigung (Identifikation der gegnerischen Position mit Nazi-Moral) bricht sich der Frust über die mangelnde Qualität der vorher gebrachten eigenen Argumente Bahn. Indem man die Gegenseite beleidigt, lenkt man sich selbst davon ab, ein Problem zu verdrängen, das in der eigenen Position zu liegen scheint, dessen Natur man aber nicht zu erkennen vermag. Konkret hat man in der Diskussion erlebt, dass die eigenen Sachargumente nicht zu überzeugen vermögen - aber man versteht nicht, warum sie nicht zu überzeugen vermögen. Und irgendetwas hindert einen an dieser Stelle daran, dieser Schwäche der eigenen Argumente nachzugehen, irgendeine Angst und Bangigkeit, dass diese Schwäche der eigenen Argumente auf der Schwäche der eigenen Weltanschauung beruhen könnte. Bevor ich das konkret auf das Thread-Thema bezogen weiter ausführe, möchte ich ein "unverfängliches Beispiel" bringen, wie Ideologen, deren Ideologie ich näher stehe als dem Christentum, momentan sich in ihrer ideologischen Positionierung hinsichtlich eines Problems verfangen und so die grundlegendere Problematik ausblenden/verdrängen: die im Zusammenhang mit dem Irankrieg steigenden Benzin- und damit Verbraucherpreise. Da wird ja nun drüber gestritten, wie unsere Regierung da lenkend einzugreifen habe: ob per Erhöung der Pendlerpauschale, Senkung der Mineralölsteuer (den Weg geht gerade die kanadische Regierung), Tausend-Euro-steuerfrei-Prämien an die "Arbeitnehmer"... Linke Ideologen halten sich da nicht aus dem Aktionismus-Chor heraus, sondern fordern mal mehr, mal weniger lautstark, dass eben ihre "Klientel" in dieser Krise stärker unterstützt werden müsse, so, wie rechte Ideologen (wie unsere Wirtschaftsministerin) für ihre Klientel sich einsetzen und auf einmal betonen, in Krisenzeiten müssten auch Impulse nach dem Gießkannenprinzip (Pendlerpauschale, die allen Pendlern dient, aber vor allen halt jenen Besserverdienern, die im Schnitt deutlich weitere Strecken im Privatauto pendeln als Kleinverdiener) gegeben werden, um "etwas zu bewirken" (sinngemäß ein "Wirtschaftsxperte der CDU", den ich gestern im Radio hörte). Die linken Ideologen sind zwar gegen die "Problemlösungsvorschläge" der rechten Ideologen - sie hinterfragen aber nicht, ob es da überhaut ein per Verteilungsgerechtigkeit lösbares Problem namens "Zu hohe Energiepreise" gibt. Sie blenden das tiefer liegende Problem aus: dass Energiepreise für nicht erneuerbare Energie so lange nicht hoch genug sein können, bis man auf fossile Energieträger komplett verzichtet. Die linken Ideologen haben, ebenso wie die angeblich neoliberalen Ideologen, die ihren Ideologien zugrunde liegenden Ideen vergessen oder, falls diese Ideen falsch sein sollten, eben immer noch nicht zuende durchdacht, und so sind sie alle sich einig, das Problem auf die falsche Weise zu betrachten: Nicht die Energiepreise sind zu hoch - sondern unser Verbrauch endlicher Ressourcen ist zu hoch. Die (ökonomisch) linken Ideologen wollen so wenig wie die (ökonomisch) rechten Ideologe einsehen, dass es Grenzen des Wachstums gibt und dass ein stetiges Übertreten dieser Grenzen nicht ohne entsetzliche Folgen möglich ist. Sie argumentieren moralisch, statt sachlich: Dass es ungerecht sei, wenn ihre Klientel nicht genügend viel von der Beute abbekommt. Beide Seiten, die Rechten und die Linken, bekämpfen sich aus ihren gewohnten und heimligen Schützengräben heraus auf gewohnte und heimlige Weise, indem sie sich gegenseitig vorwerfen, wieviele Tote dabei inkauf genommen würden - während, um das Bild mal etwas wolkig weiter zu malen, diese Schützengräben langsam voll Waser laufen und am Ende alle, die sich in ihnen verschanzten bis zum Schluss, ersaufen.
Ständig werden dabei Sekundärprobleme, d.h. sich aus dem Grundproblem notwendig ergebende Symptomein den Fokus gerückt: Konkurse in der Autoindustrie, Armutsemigranten, zwei-Klassen-Medizin, Wahlerfolge der AgD, Hiobsbotschaften aller Art von der Bildungsfront, Streiks bei den Fluggesellschaften oder in der Müllwirtschaft und und und und. Das (zwei- eventuell dreiteilige) Grundproblem wird nicht fokussiert: die Systemfrage (Kapitalistische Weltordnung) im Zusammenhang mit der Umweltfrage (selbstmöderischer Verbrauch endlicher Rohstoffe) und dem irrigen Annahme, dass die Leute ein naturgegebenes Recht auf einen bestimmten "Lebensstandard" hätten: Linke wie Rechte vermischen Ontologie und Ethik, das, was Tatsache ist, mit dem, was (ihrer Ansicht nach) Tatsache sein sollte. Sie verwechseln das Recht auf Streben nach Glück (das deswegen existiert - und also wirklich ein "Naturrecht" per genetischer Determiniertheit der menschlichen Psyche ist - weil so ein Streben praktisch nicht zu verhindern ist) mit dem Recht auf Glück (das in der Realität nicht existiert, weil es praktisch nicht gewährleistet werden kann).
Die hohen Energiepreise sind also das Problem, um dessen Lösung sich die Leute, auch "meine" Linken, streiten, obwohl sie nur Symptom einer weltökonomischen Verfasstheit sind, die per falsch ist.
Nun komme ich auf Trump zurück und den Streit, wie das Problem Trump zu lösen sei. Hier im Forum wird darüber gestritten, ob man für oder gegen ihn beten solle. Das tatsächliche Problem ist aber nicht Trump - er ist nur das Symptom. Das tatsächliche Problem ist, dass Trump an die Macht gelangen konnte und sogar zwei Mal an die Macht gewählt werden konnte: irgendetwas ist da gewaltig schief gelaufen, falls man die Auswirkungen des Trump-Regimes auf die Welt als negativ empfindet.
Sowohl AWHler als auch Deborah begeben sich aber nicht in die Analyse dessen, was falsch gelaufen sei, sondern behaken sich darüber, welche der von ihnen alternativen Schein-Problemlösungen, bzw. Problemverdrängungstrategien die bessere sei. Darüber, dass man sich zur Lösung des Problems irgendwie an Gott zu wenden habe, sind sie sich allerdings einig - wider alle Indizien, die sich allein aus Logik-Gründen leicht finden ließen.
Es gibt m.A.n, und das kann ja in einer komplexen Welt gar nicht anders sein, eine ganze Reihe von Ursache-Wirkungs-Ketten-Faktoren, derentwegen das Trump-Regime als Problem vor uns steht. Eine der wichtigstens dieser Ursache-Wirkungs-Ketten ist m.A.n. die religiös-ideologische und ja, um es noch konkreter zu benennen: die christlich-ideologische. Zweitausend Jahre christlichen Moralisierens konnten weder Putin noch Trump verhindern - beide treten als Repräsentanten christlicher Moral auf und werden nicht vom christlichen Pulikum unisono von der Bühne gebuht, sondern im Gegenteil: diejenigen Christen, die am lautesten sind, feiern und bejubeln sie. Wie kann das angehn? Wie kommt sowas von sowas? Vorhin musste ich echt laut lachen, als ich diesen kurzen Artikel auf SPON las: JD Vance gibt dem Papst den Tipp, sich theologisch zurückzuhalten und erfüllt dabei - wer hätte es geahnt? - mal eben wieder Godwins Law. Wie soll man das noch satirisch ironisieren - wenn der römisch-katholische Vance seinem einen Chef und best buddy Christi auf Erden zu theologischer Vorsicht rät, in Verteidigungsabsicht seines anderen Chefs und best buddys Jesu Christi auf Erden?
Ich musste auch deswegen laut lachen bei der Artikel-Lektüre, weil JDVance ja in der Sache recht hat: Die mahnenden Worte des Papstes hatten keine wirkliche argumentatorische Substanz, denn alles, was sie inhaltlich zu bieten hatten, war: "Gott ist so, und nicht so!" Das ist kein Argument, sondern bloße Behauptung. Der Papst und viele Christen mögen davon überzeugt sein, dass Gott den Irankrieg oder auch den Genozid im Gaza oder nun die aus dem Irankrieg und seinen ökonomischen Folgen resultierenden zehntausenden von Hungerstoten in absehbarer Zukunft nicht befürworte, sondern dagegen sei. Aber wissen tun sie's nicht und dass kein himmlisches Wunder die bisherigen Toten, die auf Trumps Regierungs-Konto stehen, verhindert hat, ist ein Indiz dafür, dass, falls es einen Gott gibt, er da nicht so sonderlich engagiert in der Sache ist, wie des Papstes Worte dies insinuieren.
Für mich ist der Umstand, dass die Worte des Papstes als irgendwie besonders wichtig und erwähnenswert gefeiert wurden, eher ein weiteres Symptom des Problems als ein Silberstreif hinsichtlich dessen Lösung: es besteht darin, dass mit (m.A.n. unbegründeter) Autorität vorgetragene Behauptungen schon das höchste der argumentatorischen Gefühle zu sein scheinen. Was für ein Schein-Problemlösungsdenken steckt dahinter! Am Golf kloppen sich drei Theokratien - Iran, USA und Israel - die Köppe ein und da soll nun eine typisch ohne Namensnennung auskommende "Mahnung" eines der obersten (christlichen) Führers irgendwas bewirken können, ausser dass sicherlich einige Zig-Millionen Christen zustimmend nickend sich selbst vor ihrem Selbstbild etwas besser von den Kriegstreibern distanzierend exkulpieren können? Leo XIV bringt keinen Beleg für seine Behauptung und dürfte auch keine sonderlich überzeugend Replik hinsichtlich des WK2-Vergleichs von Vance haben, steht also in all seiner religiösen Autorität argumentatorisch ziemlich nackt da - aber diese Nacktheit übersieht die halbe Welt geflissentlich, weil er Trump doof zu finden scheint, wie man selbst Trump ja auch doof zu finden scheint.
Dass Trump maßgeblich mittelst religiöser Autorität von frommen Christen gewählt wurde und dass also religiöse Autorität, das Sich-auf-den-Willen-Gottes-Berufen selbst womöglich eins der Grundprobleme sein könnte - das verdrängt man, denn das darf, äh, kann ja unmöglich sein, dass die eigene Ideologie auf einem Irrtum basiert!
Wie absurd das alles für ein hypothetisches Alien auf seinem Beobachterposten in einem der Deckung bietenden Mondkrater aussehen muss: Da bekämpfen sich Juden und Muslime und Christen bis auf's Blut, alle in der Gewißheit, ihr Gott stehe auf ihrer Seite, und dann mischen sich noch andere Christen ein, die zu wissen behaupten, Gott finde das alles ganz doof, und dann halten sich wieder andere Christen (und, ich vermute das stark, woanders auf der Welt auch andere Muslime und Juden) damit auf, auf welche Art man Gott darum zu bitten habe, dass das irgendwie aufhören möge... Die faktischen Grundlagen all dieser Streitereien sind dermaßen dünn und dürftig, aber das ficht niemanden weiter an, wer braucht Fakten, wenn er Imame, Rabbis und Pastoren hat?
Da stupst das eine Alien, sein Hochleistungsfernglas runternehmend und die Hälfte der Stöpsel aus den Radiowellenkopuskeln puhlend, das andere mit dem siebten linken Haupttentakel in die geschuppte Seite: "Was meinst du, sollen wir schon Meldung durchgeben, dass die da unten bald fertig sind und die Konzernleitung die Wiederbesiedlungs-Panspermiatortraktoren auf den Weg schicken soll? Die brauchen ja etwas, seit die Wurmlochtunnel auf der Warp-Linie 34 halbseitig gesperrt wurden."
- "Nee, warte mal, ich will mir das noch in aller Ruhe bis zum Ende anschauen und vor allem mithören. So sehr eilt's doch nicht, vielleicht lerne ich noch ein weiteres lustiges Wort, so wie letztens erst."
"Welches meinst du?"
@deborah71 Mit Eichenlaub und Lorbeer und Sternchen am Bande.
Mit Lorbeer kann ich kochen.... aber für Eichenlaub habe ich keine Rezepte. Das Zeugs ist ziemlich bitter und färbt in der Fußpflege erheblich.
Ein Königin-Esther-Sternchen wäre schick 😉
@awhler "Totschlagargument" ist hier schon sehr makaber (!!!) ... selber gemerkt?
Was sie damit wohl meinte, war, dass Du da gerade einen klassischen Godwin brachtest, bzw. Godwin's Law erfülltest. Interessant übrigens in dem Zusammenhang der Absatz "Einschränkung" in dem Artikel: Wurde Eure Diskussion schon 2024 vorhergesehen? 😉
Ich finde ja, dass Ihr beide es sehr raffiniert anstellt, nicht konkret genau zu sagen, was Ihr für Christen handlungsmäßig geboten haltet hinsichtlich Trump.
Deborah dreht es so hin, als wären auf Trump gemünzte Fürbitte-Gebete genug und zu deutlicheren Reaktionen wären Christen nicht verpflichtet, bzw. könne es sogar sein, dass deutlichere Reaktionen gewissermaßen Gottes Souveränität und Weisheit infrage stellen würden. Auf gesellschaftspolitischer Ebene wirkt ein Verhalten, wie Deborah es für geboten hält, so, als wenn Christen eben nichts gegen Trump einzuwenden haben und die Konfrontation mit jenen Glaubensgeschwistern, die Trump als eine Art neuen Messias oder zumindest Kyros 2.0 bejubeln, scheuen, d.h. sich feige benehmen. Genau das wirfst Du ihr implizite mit Deinem Godwin vor.
Umgekehrt ist es auch raffiniert, dass Du Dich weigerst, zu erkläutern, wie genau denn bitteschön gegen Trump gebetet werden soll. Zwar braucht es schon deutlich mehr Phantasie, als mir z.B. zur Verfügung steht, etwas anderes als Unheils-Gebete darunter zu verstehen, aber Du hältst Dich fein bedeckt, indem Du nicht konkret wirst. So kannst Du jederzeit bestreiten, dazu aufgefordert zu haben, Trump im Namen Deines Gottes zu verfluchen, ihm den Tod oder sonst etwas auf den Hals zu beten/wünschen, das ihn "rausnimmt" aus dem Spiel.
Darüber hinaus ist Dein Aufruf, gegen Trump zu beten, auch insofern raffiniert, als Du damit das christlich-religiöse Element, das Trump im Amt überhaupt erst ermöglicht hat, gewissermassen aus der Schusslinie nimmst. Wenn es christlich sein sollte, gegen Trump zu beten, dann kann der Grund, dessentwegen Trump an die Macht kam, ja wohl kaum im Christentum liegen, nicht wahr? Nicht die christliche Ideologie hat dann also irgendwo Konstruktionsfehler, sondern nur ein paar Zigmillionen Christen haben diese nicht richtig verstanden oder wurden irgendwie, womöglich vom sogenannten "Widersacher", verführt und auf Abwege gebracht.
Wie dem auch sei: die US-Amerikaner, unter ihnen die besonders "frommen" Christen in überdurchschnittlicher Zahl, haben den Verbrecher Trump nicht nur ein- sondern zweimal in's Amt gewählt. Und viele Millionen von ihnen, ebenfalls überdurchschnittlich christlich fromm, halten ihm nach wie vor die Stange. Was würde sich also ändern, wenn der liebe Gott irgendwelche Gebete gegen Trump erhörte, und den ganz oldschoolmäßig per Blitz erschlagen oder alternativ sich beim nächsten Verlassen seiner Airforce One das Genick per Stolpern auf der Treppe brechen ließe? Würden die Verbrechen der Regierungsbande im White House danach aufhören, wenn Vance, Hegseth, Rubio oder Miller die Orange ersetzen würden?
Kurz: was würden solche Gebete gegen Trump überhaupt in der Sache* nützen?
*Dass es da einen Nutzen für's Selbstbild der Betenden geben mag, welcher in "seelischer Entlastung" liegt, insofern, als man sich deutlich von dem Verbrecher distanziert, sei nicht bestritten.
Ziemlich gut skizziert, wobei ich kein Trump-Fan bin und in persönlichen Gesprächen auch auf seine Schwachstellen hinweise. Aber noch ist er designierter Präsident und mir graut ein wenig davor, wie bei einer vorzeitgen Wahl sein Nachfolger sein könnte. Schlimmer geht immer.
Letztes Jahr hat mich eine Person deutlich davor abgeschreckt, mir explizite Feindbilder aufzubauen. A) demontieren sie meine Fürbitteberufung b) sagte die Person - und es klang sehr ernsthaft und hasserfüllt - "wenn niemand ihn beseitigt muss ich hinfahren und ihn erschiessen".
Deshalb wähle ich c) die Anweisungen aus der Timotheusstelle, wie Fürbitte vorgegeben ist.
Aber noch ist er designierter Präsident und mir graut ein wenig davor, wie bei einer vorzeitgen Wahl sein Nachfolger sein könnte. Schlimmer geht immer.
In der Tat.
Deshalb fürchte ich mich auch ein wenig davor, Trump jetzt wegen "Unzurechnungsfähigkeit" oder "mentaler Instabilität" oder was auch immer da jetzt gesagt wird abzusetzen.
Denn dann würde Vance Präsident werden. Und der wäre vermutlich in der Lage, die extremen Vorstellungen der reichen Elite tatsächlich umzusetzen und den US Staat so weit zu unterhöhlen, dass demnächst die Oligarchen regieren. Also mehr und schamloser, als sie es ohnehin schon tun.
Dann doch lieber das Chaos, das Trump anrichtet, und das hoffentlich dazu führen wird, dass seine Kumpels am Ende seiner Amtszeit als nicht mehr wählbar angesehen werden... momentan ist er da diesbezüglich auf einem guten Kurs.
@deborah71Aber noch ist er designierter Präsident und mir graut ein wenig davor, wie bei einer vorzeitgen Wahl sein Nachfolger sein könnte.
Ich verstehe das Szenario, das Du da vor Augen zu haben scheinst, nicht. Was meinst Du mit "vorzeitiger Wahl"? Die kann ich nirgends sich abzeichnen sehen, wobei ich nicht so genau weiß, wie es laut der US-Verfassung nach einem erfolgreichen Impeachment weitergehen würde. Und da:
Schlimmer geht immer.
würde ich in diesem Fall widersprechen. Obwohl ich ja der Ansicht bin, dass Trump eher Symptom denn Grund der derzeitig kranken Verfassung der USA ist, denke ich ich, dass er sowas wie das Fieber der Krankheit ist - das schnellstmöglich gesenkt werden muss, um überhaupt eine Chance zu behalten, dass der Patient nicht stirbt. Weniger blumig formuliert: in meinen Augen ist der Mann geistig instabil und darf nicht den Finger am Atomknopf haben. Im Moment ist er die personifizierte Gefahr eines WK3 mit Einsatz nuklearer Waffen, seine Drohungen, in einer Nacht mit dem Iran eine ganze Zivilisation auszulöschen, sind Beleg genug dafür. Schlimmer geht m.A.n. daher realistischerweise nicht mehr*.
Würde Trump, was ich persönlich ihm von Herzen wünsche, morgen an einem Schlaganfall sterben, hätte J.D.Vance zu übernehmen. Bei dem ich nicht davon ausgehe, dass er die Nuklearoption ernsthaft in Erwägung zöge. Erstens, weil recht überzeugend kolportiert wurde, dass er im Vorfeld gegen den Angriffskrieg war (und deswegen in den ersten ein, zwei Wochen auch ziemlich von der Bildfläche verschwand) und deswegen nun auch als Verhandler nach Islamabad geschickt wurde. Zweitens, weil er sich zwar auch als ein unsäglicher Opportunist und Arschkriecher sowohl bei Thiel als auch bei Trump profiliert hat, aber mir immer noch nicht so sehr ein Ideolge dem Herzen nach zu sein scheint, wie es Pete Hegseth und Steven Miller ganz offenbar sind. Der Mann ist immer noch eher geschmeidiger Karrierist als Überzeugungstäter und hat übrigens vor Trump den Vorteil, noch ein paar Lebensjahrzehnte mehr vor sich zu haben, die er sich m.A.n. nicht durch wahnwitzige Exzesse wie das Lostreten eines Weltkriegs potentiell selbst verkürzen wollen würde. Ich verachte den Mann zutiefst, aber neben seiner "Jugend" und seiner mangelnden ideologischen Überzeugheit hat er einen dritten "Pluspunkt": er ist nicht wirklich charismatisch, er ist seinem Naturell nach kein archetypischer Trickster, wie Trump stets einer war (auch wenn dem diese Eigenschaft im letzten Jahr zunehmend abhanden kam). Jemand wie er würde, übernähme er das Präsidentenamt, es nicht wie Trump schaffen, die MAGA-Leute ungeachtet dessen, wie schlecht und gegen ihre Interessen auch seine Politik sein mag, weiter an sich zu binden. Na gut - ich habe mich in solchen Dingen früher geirrt, ich könnte mich auch da wieder irren, und Vance womöglich doch in die Rolle eines von seinen Anhängern gefeierten Thronfolgers in einer theokratischen Monarchie USA hineinwachsen, wie ein Peter Thiel es sich ja wohl einst erträumte. Und dennoch... ein Trump, der sich gerade gestern, von KI gemalt, als Messias auf seiner eigenen Lügen-Plattform darstellen ließ, scheint mir im Moment eine solche akute Gefahr für die Welt zu sein, dass schlimmer eigentlich nicht mehr geht.
*Vor anderthalb bis zwei Jahren hätte ich das noch anders gesehen, denn damals wünschte ich sogar, dass Trump der republikanische Kandidat würde. Irrtümlich ging ich davon aus, dass die US-Wähler so einen Clown nicht ein zweites Mal in's Amt hieven würden und hielt Hardcore-Evangelikale wie De Santis für gefährlicher, weil ideologischer als den letztlich "nur" narzisstischen Trump. Dass die Democrats derart strohdumm sein könnten, an Biden bis kurz vor Schluß festzuhalten, um ihn erst dann zu canceln, als er sich in der Debatte mit Trump vor aller Welt zum Gespött gemacht hatte - und ihn dann mit Harris zu ersetzen, also mit einer farbigen Frau, nachdem die MAGA-Sphäre spätestens seit der Trump-Biden-Debatte im wahrsten Sinne des Wortes Blut geschnuppert hatte... Das hätte ich nicht erwartet. Da hatte ich mich gleich mehrfach geirrt: Ich hätte 1. nicht gedacht, dass die Reps nochmal Trump erküren würden. Ich hätte 2. nicht gedacht, dass die Democrats so taktisch desaströs vorgehen könnten. Und ich hätte 3. nicht gedacht (und da erlag ich der blödsinnigen Logik, dass doch wohl nicht wahr werden könne, was nicht wahr werden dürfe), das die US-Wähler dann tatsächlich Trump wieder wählen würden.
Weil Korrekturzeit schon abgelaufen:
Ich behauptete oben fälschlicherweise, De Santis sei ein Hardcore-Evangelikaler. Das stimmt nicht, er macht lediglich Politik wie ein Harcore-Evangelikaler. Tatsächlich ist er offiziell nach wie vor römisch-katholisch.
Gut hingeschaut.
Abschnitt mit dem Sternchen: Der Kick zur Trump-Wahl wurde sehr wahrscheinlich durch die Schwäche und Mäntelchen nach dem woke-Wind hängen von Biden ausgelöst und auch durch den Versuch von Harris, durch Abtreibungsforcierung zu punkten, was sie evangelikale Stimmen kostete.
Also eher eine Notwahl, damit Harris nicht ins Amt kam und auch nicht Hillary Clinton, die im Hintergrund etliche Fäden für sich zog, was nicht so bekannt war.
Mein Mann kam mit der Nachricht, dass Harris wohl ins Auge fasst, erneut zu kandidieren. Vance scheint aber eher der nächste Kandidat zu werden.
Veröffentlicht von: @deborah71... Also eher eine Notwahl, damit Harris nicht ins Amt kam ...
Das ist auch einer meiner Gedanken.
Es gab einfach keinen Kandidaten, den man guten Gewissens wählen konnte.
@deborah71 Der Kick zur Trump-Wahl wurde sehr wahrscheinlich durch die Schwäche und Mäntelchen nach dem woke-Wind hängen von Biden ausgelöst und auch durch den Versuch von Harris, durch Abtreibungsforcierung zu punkten, was sie evangelikale Stimmen kostete.
Kann ich nicht nachvollziehen. Das mit dem woke-Wind verstehe ich nicht und was eine Abtreibungsforcierung sein könnte, erschließt sich mir genauso wenig. Ja, Harris positionierte sich pro Frauenrechte in der unsäglichen Abtreibungsdebatte. Aber selbst, wenn sich in der evangelikalen Ecke ansonsten jemand für sie entschieden hätte, so hätte sie dadurch m.A.n. diejenigen vergrault, die ebenfalls für die Frauen/Abtreibungsrechte waren - und das war meines Erinnerns die Mehrheit der Wähler. Harris hatte nicht wegen, sondern trotz ihrer Positionierung in dieser Frage verloren: Frauenrechte waren den Wählern einfach nicht wichtig genug - abgesehen von ein paar evangelikalen single-issue-voters, die aber wohl kaum plötzlich ihre MAGA-Blase verlassen hätten um eine "frisch konvertierte" Abtreibungsgegnerin Harris zu wählen - denn Abtreibungsgegnerschaft liefern ja die rechts-religiösen REPs seit Jahrzehnten zuverlässig* und Trump tat sich in seiner ersten Amtszeit in dieser Hinsicht dergestalt hervor, dass er wichtige Richterposten mit rechts-religiösen Hardlinern besetzte.
Falls also Harris' Positionierung in der Abtreibungsfrage sie Stimmen gekostet haben sollte, dann wohl eher in dem Sinne, dass ihre potentiellen Wähler genervt davon waren, dass sie solche sekundären Probleme nach deren Ansicht zu sehr fokussierte statt der "ordinary people"-Probleme im ökonomischen Bereich.
Also eher eine Notwahl, damit Harris nicht ins Amt kam und auch nicht Hillary Clinton, die im Hintergrund etliche Fäden für sich zog, was nicht so bekannt war.
Verstehe auch da nicht so recht, was Du meinst. Notwahl? Meinst Du, dass Harris die Kandidaten-Notwahl der Democrats war, nachdem sich Biden bei der Fernsehdebatte zum Gespött gemacht hatte? In dem Falle ergäbe aber Dein Zusatz hinsichtlich Hillary Clinton keinen Sinn. Meinst Du, es hätte da interne Kämpfe bei den Democrats gegeben, wo die eine Seite Clinton nachnominieren wollte, was die andere Seite durch die Nachnominierung von Harris zu verhindern suchte? Ich denke, dass Harris deswegen nachnominiert wurde, weil sie als Bidens Vice-President die einzige (und allerdings schlechte) Option in dem kurzen Zeitfenster (dass durch die eine Woche, die es brauchte, Biden davon zu überzeugen, von der Kandidatur zurückzutreten, noch zusätzlich verkleinert wurde - Herrschaftszeiten, was für eine Qual in Zeitlupe, dieser Selbstlähmung der Democrats zuzuschauen!) war.
Aber das kann wohl nicht gemeint gewesen sein, denn Du schreibst ja: ... damit Harris nicht ins Amt kam. Und das bedeutet meinem Verständnis nach, dass Trump gewählt wurde, weil eine Präsidentin Harris als eine derartig große Gefahr für's Land betrachtet wurde, dass jeder Gegenkandidat als "immer noch besser als die da" betrachtet worden wäre.
Das mag in gewisser Weise sogar zutreffen, falls die Trump-Voters aus Angst vor Schlimmeren gewählt haben sollten** - aber beschreibt eben den Grad der Wähler-Verblendung, ja der Wähler-Blödheit. Hhmm... Ich krieg das mit der im Hintergrund Fäden ziehenden Clinton dennoch nicht in Zusammenhang.
*Wieder einmal empfehle ich hierzu die Lektüre von Annika Brockschmidts Büchern, die aufzeigt, von wie langer Hand seitens der REPs dieses Thema schon als zentrales Wahlkampfthema lanciert wurde, beginnend in den Siebzigern, nachdem die Rassismus-Karte sich nicht mehr als Unique selling point für die Rechten positiv an den Wahlurnen rechnete und man sich nach neuen innenpolitischen Feindbildern umschaute.
** Ich hab da starke Zweifel und denke eher, sie wählten aus Überzeugung für Trump und nicht aus Angst vor Harris - aber naja, ich irrte mich ja nachweislich in dieser Sache schon mehrfach und möchte vielleicht auch einfach nur nicht akzeptieren, dass sie die armen Opfer-Wähler waren, die aus Angst wählten und sozusagen nicht voll für ihr Wahlverhalten verantwortlich gemacht werden sollten...
Interessante Rückmeldung, danke.
Ich bleib mal auf der Ebene (oder innerhalb des Koordinatensystems) des Glaubens, den Du nicht teilst, aber der hier das Hin- & Her bestimmt.
GEGEN Trump zu beten,heißt für mich, dass ich das schnelle Ende seiner Präsidentschaft herbeisehne, eine wirksame Abwendung seiner Unterstützer und Befürworter, ein Aufwachen seiner Anhänger, eine Kehrtwende zur Absetzung und Machtabgabe - und das bringe ich (so mein Gebetsverständnis an dieser Stelle) bittend, klagend und ersehnend "vor Gott".
Wie das faktisch passieren kann, bestimme ich nicht - politisch, systemisch, juristisch, verfahrensmäßig, mit wirksamem Druck, im persönlichen Ergehen (gesundheitlich, medizinisch) oder wie immer ihm (und den Seinen) "in die Speichen" gegriffen wird.
Die Sinn- und Wirkungsfrage einer solchen Gebets-Haltung bleibt natürlich offen, dem Urteil der Naivität und Nutzlosigkeit ausgesetzt & fragwürdig. Aber mir geht es primär nicht um einen "Blitz vom Himmel" (obwohl solche Eingriffe von oben ja auch recht biblisch denkbar sind 😉 , sondern um eine breite, wirksame werdende Mobilisierung unter denen, die als Christen mMn im artikulierten Widerstehen gefordert sind
Das Gebet GEGEN Trump ist aber vorallem Ausdruck einer Grundhaltung der Verweigerung - sowohl ggü. einem Fatalismus (der nicht nur vom Beten, sondern überhaupt wenig bis garnichts mehr am Veränderung zum Guten & Besseren im US-System erwartet), wie auch ggü. den Ergebenheiten, dem Stille-Halten und den Unterstützungen dieses POTUS.
Das alles ist in meinem Herzen - und das halte ich "Gott hin"
L'Chaim
Ich finde ja, dass Ihr beide es sehr raffiniert anstellt, nicht konkret genau zu sagen, was Ihr für Christen handlungsmäßig geboten haltet hinsichtlich Trump.
-
Trump ist nicht unser Präsident, sondern der Präsident der USA, solange wir nicht mindestens 1 Jahr in den USA gelebt haben, können wir deren Politik gar nicht beurteilen
-
Weder Fürbitten noch Gegenbitten richten irgendetwas aus, beten wir lieber für uns selbst, den es sind unsere Herzen, die wir Gott hinhalten, nicht unsere politischen Meinungen und Weltverbesserungsvorschläge
-
Kein Mensch ist nur böse und kein Mensch ist nur gut. Warum sollten wir uns anmaßen, für irgendjemanden fürzubitten oder gegen ihn. Jeder Mensch hat irgendwo eine Leiche im Keller, sogar gegen Mutter Teresa gibt es Missbrauchsvorwürfe. Wem kann man eigentlich noch vorbehaltlos vertrauen? Einem Menschen sicherlich nicht.
-
Wir wissen gar nicht, was sonst noch im Verborgenen so alles abläuft, was niemals ans Licht kommt - wie können wir da über einen einzelnen Politiker urteilen?
-
Es gab schon seit Anbeginn der Geschichte üble Gestalten, die die Macht hatten. Das wird sich auch nie ändern? Warum hätte ausgerechnet unsere Generation einen vollkommenen Frieden erleben sollen? Gewünscht hätte ich es mir ja, hat aber nicht sollen sein.
- Und last but not least: Jesus hat uns sehr die Abkehr von der Welt nahe gelegt.
Ich finde, als Christ braucht man sich mit Trump überhaupt nicht zu befassen, aus folgenden Gründen:
Trump ist nicht unser Präsident, sondern der Präsident der USA, solange wir nicht mindestens 1 Jahr in den USA gelebt haben, können wir deren Politik gar nicht beurteilen
Dass die christlichen Glaubensgeschwister in den USA so einen wählten und unterstützen, ist also kein Grund für Christen, sich mit dem Thema zu befassen?
Ich behaupte ja für mich, durchaus die us-amerikanische Politik beurteilen zu können, zumindest hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf mein Leben. Das mit dem "mindestens 1 Jahr in den USA gelebt haben", kam mir vor ein paar Monaten schon mal in einer Diskussion als ziemlich fragwürdiges Argument unter: analog dürfte ich dann ja auch nicht über Politik/Politiker in Berlin, Hamburg, Köln oder München urteilen, weil ich in all diesen Städten auch noch kein ganzes Jahr gelebt habe... Ob ich über us-Politik stets korrekt urteile, ist nochmal ein anderer Schuh, doch auch über deutschle Politik/Politiker kann ich jederzeit irrtümlich urteilen...
Aber nun gut, ich bin ja kein Christ und halt nur ab und an überrascht, wie leicht es manchen Christen fällt, zu dem Unheil, das manche ihrer Geschwister im Glauben so anrichten, dröhnend zu schweigen.
Indes - die anderen Deiner Punkte sind auf Fragen gezielt, die Christen untereinander auszuhandeln haben und insofern ist Dein Beitrag, wenn er auch formal an mich gerichtet wurde, eher in Richtung des Threaderöffners gerichtet, oder?
Dass die christlichen Glaubensgeschwister in den USA so einen wählten und unterstützen, ist also kein Grund für Christen, sich mit dem Thema zu befassen?
Das waren nicht DIE christlichen Glaubensgeschwister, sondern einige.
Indes - die anderen Deiner Punkte sind auf Fragen gezielt, die Christen untereinander auszuhandeln haben und insofern ist Dein Beitrag, wenn er auch formal an mich gerichtet wurde, eher in Richtung des Threaderöffners gerichtet, oder?
Du hast Recht, aber ich wollte darauf eingehen, dass es nicht unsere christliche Pflicht sein kann, zu allem und jedem eine Meinung zu haben oder gar sich ein Urteil zu bilden.
@mariposa22 Das waren nicht DIE christlichen Glaubensgeschwister, sondern einige.
... Millionen.
Du hast Recht, aber ich wollte darauf eingehen, dass es nicht unsere christliche Pflicht sein kann, zu allem und jedem eine Meinung zu haben oder gar sich ein Urteil zu bilden.
Ob es keine Pflicht sein könne - darüber weiß ich als Nicht-Christ freilich wenig. Wer sich allerdings einer milliardenstarken Weltanschauungsgruppe als zugehörig definiert und dann sagt: "Über XYZ brauche ich mir kein Urteil zu bilden, dazu bin ich nicht verpflichtet." - könnte sich zumindest mal selbst fragen, welchen Sinn das hat, wenn es sich bei XYZ um eine relevante Angelegenheit handelt. Entweder, die Zugehörigkeit zum Christentum hat eine verbindliche Positionierung zu bestimmten moralischen Fragen in konkreten Zusammenhängen - oder nicht.
Mir ist der Deiner Position zugrunde liegende Gedanke bekannt: Das Zwei-Reiche-Konzept, nach welchem es nicht auf dieses weltliche Reich ankommen, sondern allein auf Gottes Reich.
Dieses theologische Konzept ist m.A.n. eine billige Ausflucht vor Verantwortlichkeit in dieser Welt, in der wir Menschen heute leben, ein billiger Rechtsanspruch auf Ignoranz: moralische Faul- oder Feigheit. Wenn's einem passt, reklamiert man für sich selbst, keine Meinung zur ethischen Frage X haben zu müssen. Wenn's einem passt, attestiert man sich allerdings, zu den ethischen Fragen Y oder Z sehr wohl eine Meinung haben zu dürfen, ja sogar qua Christ-Sein sich dazu verpflichtet zu fühlen. Für beides lassen sich bequemermaßen irgendwelche Bibelverse zitieren, denn man hat ja den lieben Jesus zum Vorbild, der einerseits vom jenseitigen Reich Gottes redete, sich andererseits aber sehr diesseitig in ehtisch relevante Konflikte einmischte.
Was christliche Pflicht sei und was nicht - das mögen die Christen untereinander ausmachen. Aber ich darf Dir von der Aussenperspektive her dies verraten: Jemand, der für sich in Anspruch nimmt, von Christen begangene Handlungen, die zu Krieg, millionenfachem Tod durch Krankheiten und Hunger, sowie Umweltzerstörung in gigantischem Ausmaß führen, keine Meinung haben, keine ethische Positionierung einnehmen zu brauchen - den/die kann ich dann, wenn er/sie als Christ Beliebiges zu Kindererziehungs-, Sexualmoral- oder auch nur Religionsfreiheitsthemen anmerken möchte, nicht ernst nehmen, da diese doch alle ethisch relevante Themen in dieser Welt sind.
Ignoranten taugen nichts als Salz der Erde.
wenn er zur Einsicht und Umkehr gekommen wäre.
Und was hätte das genützt bzw. geändert? Praktisch eigentlich nichts.
Wenn du bei irgendetwas zur Einsicht und Umkehr gekommen bist, ändert sich da nicht dein Verhalten und deine Denkweise? Das ist doch das Wesen von Einsicht und Umkehr.
Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt es bei A. passiert wäre, hätte es doch deutliche Änderungen und weniger ermordete Juden bzw gar keine gegeben.
Wir hatten in der Seelsorgeschule zwei Einheiten über a) falsches Lastentragen und b) richtiges Lastentragen im Leben als Christ. a) bedeutet..ich bete zwar, mache es aber selber weil ich evtl Gott nicht vertraue, falsch an eine Aufgabe herangehe, weil Gott mir zu langsam ist und ich Ihm vorgreifen will. b) den Menschen und seine Not/seine Seltsamkeiten im Gebet zu Gott bringen und bei Ihm lasse und frei für die nächste Aufgabe bin.
@deborah71 Schon, aber da du im nächsten Satz gleich dich auf den Selbstmord bezogst, dachte ich auf dieses Zeitfenster kurz vor Ende des Krieges bezogen. Eine Einsicht und Umkehr vorher wäre natürlich besser gewesen, allerdings in der Praxis ziemlich unwahrscheinlich. Selbst wenn der Willen dagewesen wäre. Das war ja kein Alleinhandelnder, sondern es gab auch eine Menge Mitstreiter, die sicher nicht einfach mal so einen Gesinnungswechsel akzeptiert hätten und ihn im Zweifelsfall vielleicht einfach nur ersetzt und das System im Großen und Ganzen fortgeführt hätten. Eine Person zeigt Reue und dann wird gleich alles anders? - wenn das so einfach wäre.. Insofern ist eine Diskussion darüber ziemlich müßig, finde ich.
Ah, ich hättte den Zeitabsatz deutlicher machen sollen zum allgmeinen Prinzip hin.
Der Gruppendruck, dem er ausgesetzt war, war unglaublich hoch. Was aus der Literatur noch hervorgeht, ist ein Hang zu anderen Göttern. Damit wären wir bei Eph 6,10ff..... nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen (die Attentate waren ja nicht erfolgreich) sondern gegen Mächte und Gewalten der Finsternis. Unsichtbare böse Kräfte, die durch die Gruppe hindurch wirken konnten, weil sie Übereinstimmungen gefunden hatten.
Die punktuelle Innere Änderung braucht einen Zeitprozess, um nach aussen zu gelangen.
Ja, weiter brauchen wir an dem Strang nicht mehr gehen. 🙂
Ja, weiter brauchen wir an dem Strang nicht mehr gehen.
Ja, nicht wahr. Sonst kommen wir noch darauf, daß das eigentlich ein schlechtes Beispiel ist für "den Dingen ihren Lauf lassen".
Gegen Trump heißt für Frieden, für Nächstenliebe, für Gerechtigkeit zu beten. Dafür brauchst du Bibelstellen?
Lies bitte nochmal das Eingangspost. Da wird genau gegen diese Inhalte aus der Timotheustelle gegengehalten und deutet an, dass das GEGEN einen anderen nichtgenannten Inhalt denken lässt.
FÜR Weisheit und Erkenntnis bei Trump beten, bedeutet ebenso, um Gerechtigkeit, Frieden, Nächstenliebe, Umkehr, usw. zu beten. Auf meine Frage nach dem Inhalt von GEGEN habe ich bis jetzt keine vernünftige Antwort bekommen.
deutet an
einen anderen nichtgenannten Inhalt
Ziemlich ungenau. Über nichtgenannte Inhalte kann man ja viel spekulieren.
lg Tatokala
@deborah71 Ob man nun gleich an die radikalste Lösung denkt (warum sollte man das eigentlich?), liegt aber an einem selbst. 😀
Im Grunde könnte schon sowas hier helfen - wenn es denn hilft:
Trumps politische Karriere auf der Kippe: Neues Drama entfaltet sich
Lies bitte nochmal das Eingangspost.
Brauche ich nicht. Ich habe den Beitrag gelesen.
FÜR Weisheit und Erkenntnis bei Trump beten,
Trump hat sich schon klar positioniert, wo er steht und was er von Nächstenliebe hält. An den Früchten sollen wir ja die guten Menschen erkennen. Gestern erst hat er ein KI Bild von sich selbst in Jesus-Gewand gepostet, wie er jemanden heilt. Er stellt sich selbst als Gott dar, als König. Die Früchte von Trump sind eindeutig: Hass, Korruption, Spaltung, Feindschaft. Wer da noch Hoffnung auf Umkehr hat, kann ja gern in sein Scheinwelt leben und weiter für "Weisheit bei Trump" beten.
Ich bete lieber dafür das er und MAGA in den USA wieder verdrängt werden; ich bete also "Gegen Turmp und MAGA".
Gegen Trump heißt für Frieden, für Nächstenliebe, für Gerechtigkeit zu beten.
Gegen Trump beten, heisst gegen Trump beten. Sonst würde der Thread auch anders heissen können.
Frieden, für Nächstenliebe, für Gerechtigkeit zu beten
Wenn man das will, kann man das tun und es auch so nennen. Hat aber vielleicht nicht unmittelbar Auswirkung auf Trump. Und selbst wenn der morgen tot umfällt, ist Frieden, Nächstenliebe und Gerechtigkeit nicht wesentlich näher gerückt. Wenn Frieden, Nächstenliebe und Gerechtigkeit das Ziel ist, müsste man vieleicht doch für all diese Dinge beten und die Umsetzung offen lassen.
Gegen Trump beten, heisst gegen Trump beten. Sonst würde der Thread auch anders heissen können.
Man sollte schon mehr als die Überschrift lesen.
Hat aber vielleicht nicht unmittelbar Auswirkung auf Trump.
Doch natürlich. Trump tritt all das mit Füßen. Oder glaubst du nicht, dass Gott Gebet erhört?
Und selbst wenn der morgen tot umfällt, ist Frieden, Nächstenliebe und Gerechtigkeit nicht wesentlich näher gerückt.
Doch. Allein, wenn ICE wieder kontrolliert und auf demokratischen Boden zurück geholt wird, ist dies ein guten Schritt hin zu mehr Nächstenliebe und weniger Gewalt in den USA.
Wenn Frieden, Nächstenliebe und Gerechtigkeit das Ziel ist, müsste man vieleicht doch für all diese Dinge beten und die Umsetzung offen lassen.
Oder man macht einfach beides.
Veröffentlicht von: @lhoovpeeGegen Trump beten, heisst gegen Trump beten. Sonst würde der Thread auch anders heissen können.
Man sollte schon mehr als die Überschrift lesen.
Hab ich sicher getan - und doch stolpere ich regelmäßig über diese Überschrift.
Wenn Frieden, Nächstenliebe und Gerechtigkeit das Ziel ist, müsste man vieleicht doch für all diese Dinge beten und die Umsetzung offen lassen.
Oder man macht einfach beides.
Ich denke, man kann Gott doch einfach seine Gedanken sagen.
Man sollte schon mehr als die Überschrift lesen.
Sind wir im Kindergarten? Kannst du mal aufhören so zu tun, als wären hier alle, die nicht deiner Meiung sind minderbemittelt?
Doch natürlich. Trump tritt all das mit Füßen.
Dass ist deine Einschätzung. Es gibt eine Menge Leute, die all das mit Füssen treten. Da ist Trump wirklich nicht der einzige Hebel, sondern ein Zahnrad im Getriebe. Wenn es darum geht, das Getriebe wieder in die richtige Richtung dreht, kann es genauso gut sein, dass an einem Punkt umzubauen.
Oder glaubst du nicht, dass Gott Gebet erhört?
Diese unsinnige Diskussion hab ich neulich erst mit irgendwem geführt. Diese Person war der Meinung, dass Gott jedes Gebet erhört. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass wir garnicht das gleiche unter "erhören" verstehen. Also wenn du unter "erhören" Wunscherfüllung verstehst lautet die Antwort: Manchmal.
Doch. Allein, wenn ICE wieder kontrolliert und auf demokratischen Boden zurück geholt wird, ist dies ein guten Schritt hin zu mehr Nächstenliebe und weniger Gewalt in den USA.
ICE war auch schon unter den Vorgängerpräsidenten eine problematische Geschichte. Und es ist ein rein innenpolitisches Problem der USA. Und global betrachtet kein besonders Grosses.
Oder man macht einfach beides.
Lass dich nicht aufhalten.
@deborah71 bin nun nicht der OP, hier aber mal Fluchpsalme die "Gegengebete" sind:
Psalm 58,7.11 „O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Maul [...] Der Gerechte wird sich freuen, wenn er die Rache sieht; er wird seine Füße baden im Blut des Gottlosen.“
Psalm 69,23-25 „Ihr Tisch vor ihnen werde zur Schlinge, und [ihr Friede] zum Fallstrick! Ihre Augen sollen finster werden, dass sie nicht sehen, und ihre Lenden mache beständig wanken! Gieße deinen Zorn über sie aus, und die Glut deines Zornes erreiche sie!“
Psalm 109,6-9 „Setze einen Gottlosen über ihn, und ein Ankläger stehe zu seiner Rechten! Wenn er gerichtet wird, soll er schuldig gesprochen werden, und sein Gebet werde ihm zur Sünde! Seine Tage seien wenige, und sein Amt empfange ein anderer! Seine Kinder sollen Waisen werden und seine Frau eine Witwe!“
Psalm 58,7.11 „O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Maul [...] Der Gerechte wird sich freuen, wenn er die Rache sieht; er wird seine Füße baden im Blut des Gottlosen.“
Übersetzung: Schlachter 2001
@deborah71
Vor allem im AT finden wir Situationen und menschliche Reaktionen, die wir kennen oder zumindest gut verstehen. Aus dem AT können wir lernen, dass unsere Gedanken, Ängste, Triebe, unser Verlangen nach einem Eingreifen durch Gott, ja, auch unsere Rachegefühle „normal“ und menschlich sind.
Menschliche Reaktionen, die im NT von Jesus neu gelenkt werden. Wird das AT daneben gestellt, so zeigt es uns, wie unglaublich schön und heilbringend, aber auch wie unglaublich schwierig der Umkehr der Jesus uns vorlebt für uns Menschen ist. Der Kontrast zwischen den beiden zeigt die Essenz des Christentums.
Wir brauchen beide Testamente.
Hier ein Ausschnitt von der heutigen Berichterstattung von CNN, wo u.a. Frau Bishop Budde gefragt wird, wie sie mit Gott bzgl. Donald Trump betet.
https://www.cnn.com/2026/04/14/us/video/the-arena-bishop-budde-pope-leo-trump-iran-war
Frau Budde betet, wenn ich sie recht verstanden habe, im Sinne der Timotheusstelle und eindeutig, dass Gottes Wille geschehe. Sie gibt ein neutestamentliches Beispiel.
Lk9, 52 Und er sandte Boten vor sich her; die gingen hin und kamen in ein Dorf der Samariter, ihm Herberge zu bereiten. 53 Und sie nahmen ihn nicht auf, weil er sein Angesicht gewandt hatte, nach Jerusalem zu wandern. 54 Als aber das die Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und sie verzehre. 55 Er aber wandte sich um und bedrohte sie. 56 Und sie gingen in ein anderes Dorf.
Jakobus und Johannes waren voller Zorn und Temperament und dachten wahrscheinlich an den Propheten, der Feuer auf eine 50er Soldatenschar fallen liess. Jesus duldete es nicht, dass sie die Menschen vernichten wollten.
Bislang hatte ich auch "Zürnt, aber sündigt nicht" nur im privaten seelsorgerlichen Bereich verstanden. Im Blick auf die politischen Akteure bekommt diese Stelle für mich nochmal eine weitere Bedeutung und führt mich zu dem anderen Thread von Alescha: Warum ist soviel Hass da und wird hemmungslos ausgelebt. Reinfressen oder Rausexplodieren löst keine Probleme.
@deborah71 da kommt am ehesten das ran:
Offenbarung 6,10 „Und sie schrien mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“
2. Thessalonicher 1,6 „... wie es denn gerecht ist vor Gott, dass er denen, die euch bedrängen, mit Bedrängnis vergilt,“
Veröffentlicht von: @deborah71Findest du diese Anweisungen bei Jesus im NT? Der neue Bund hat andere Regeln.
Was liest Du da als 'Anweisung'?
An anderer Stelle hatte ich schon erwähnt, dass Jesus zwei Jüngern verwehrt hat, tödliches Feuer auf Menschen runterzubeten(befehlen), über die sie sich geärgert hatten.
Dann die Anweisung Segnet, die euch fluchen. Tut Gutes denen, die euch hassen. Das korrespondiert für mich direkt mit der Timotheusstelle zur Fürbitte.
Die Psalmen wurden nun mehrfach erwähnt... das Herz ausschütten, den Zorn vor Gott bringen...da fallen harte Worte. Aber dann gibt es eine Wende. Gott kümmert sich um die aufgebrachte Person und zieht sie in Seinen Frieden. Er lässt ihn nicht im Zorn. Korrespondiert mit Zürnt, aber sündigt nicht.
Wenn alle im Zorn ausgesprochenen Worte direkt eintreffen könnten, wäre die Welt schon längst entvölkert.
@deborah71 https://forum.jesus.de/community/politik-wirtschaft-soziales/gebete-gegen-trump/#post-449729
Wenn du so willst, dann passt Bileam auch nicht als Beispiel.
@awhler Zwar glaube ich bekanntlich nicht, dass Gebete irgendwie hinsichtlich des Gebeteten funktionieren. Aber Deine Motivation, Dich von dieser speziellen Christsein-Version zu distanzieren, gefällt mir dennoch, daher: Daumen hoch! 🙂
Ich denke, für uns Christen ist die Stunde nun definitiv gekommen, unsere Bitt-Gebete GEGEN Trump und seine so mittlerweile maskenlos "anti-christliche", geistlose und geisteskranke "Regentschaft" und seine so gott- und maßlos gestörte Macht- und Gewaltanmaßung zu richten.
Das ist natürlich sehr unspezifisch... ich gehe davon aus, dass man es so interpretieren kann, dass du DAFÜR bist, dass diese Leute ihre Macht verlieren?
Ich denke, für uns Christen ist die Stunde nun definitiv gekommen, unsere Bitt-Gebete GEGEN Trump und seine so mittlerweile maskenlos "anti-christliche", geistlose und geisteskranke "Regentschaft" und seine so gott- und maßlos gestörte Macht- und Gewaltanmaßung zu richten.
Ähm nö. Destruktives Beten ist im Christentum nicht vorgesehen. Da müsste man sich eine andere Religion suchen, wenn man das will.
Dass Trump ein Arsch ist nunja ... blöd. Die iranischen Mullahs sind allerdings die grösseren Ärsche. Gegen Trump beten ist imo nicht das Gebot der Stunde, sondern der falsche Fokus.
Vorgesehen ist wohl doch, dass Christen in bestimmten Situationen aufgefordert und dazu berufen sind, den Geboten & Machtanmaßungen der vermeintlichen "Gott-Könige" und "Herren dieser Welt", den Despoten und Unrechtsregimen zu widerstehen und dafür zu beten, dass ihr Tun & Agieren ein Ende findet.
Das ist mMn kein "destruktives Beten", sondern ganz biblisch (und fromm ausgedrückt) ein Klagen, Sehnen, Wünschen und Appellieren an Gottes Handeln, der dem Tun der Gottlosen ein Ende bereiten möge.
Und wer wo wie auf der Welt die größeren ******* sind, das muss ich nicht verrechnen. Hier geht es mir um unsere naheliegenden Bezüge in der Frage der Beziehung zu Weltmacht der USA und ihrem POTUS.
L'Chaim
Vorgesehen ist wohl doch, dass Christen in bestimmten Situationen aufgefordert und dazu berufen sind, den Geboten & Machtanmaßungen der vermeintlichen "Gott-Könige" und "Herren dieser Welt", den Despoten und Unrechtsregimen zu widerstehen und dafür zu beten, dass ihr Tun & Agieren ein Ende findet.
Schliesst das du woraus?
Das ist mMn kein "destruktives Beten", sondern ganz biblisch (und fromm ausgedrückt) ein Klagen, Sehnen, Wünschen und Appellieren an Gottes Handeln, der dem Tun der Gottlosen ein Ende bereiten möge.
Und das kannst du nicht positiv ausdrücken?
Und wer wo wie auf der Welt die größeren ******* sind, das muss ich nicht verrechnen. Hier geht es mir um unsere naheliegenden Bezüge in der Frage der Beziehung zu Weltmacht der USA und ihrem POTUS.
Ich sag ja, dein Focus stimmt nicht. In der jetzigen Weltsitution nun ausgerechnet Trump vom Thron zu beten und den Rest zu ignorieren ist wirklich sehr seltsames Denken.
In der jetzigen Weltsitution nun ausgerechnet Trump vom Thron zu beten und den Rest zu ignorieren ist wirklich sehr seltsames Denken.
Ich sag' mal so: Trump weg vom Thron wäre schon mal ein erster Schritt. Das heißt ja nicht, dass man den Rest ignoriert.
Ich sag' mal so: Trump weg vom Thron wäre schon mal ein erster Schritt.
Der Schritt erfolgt automatisch in 2.5 Jahren. Im Gegensatz zur Abdankung Putins, des Mullahregimes, den Kims, der Hamas- und Hisbollahterroristen ect. pp.
Das heißt ja nicht, dass man den Rest ignoriert.
Da hab ich inzwischen erhebliche Zweifel.
Bis dahin kann der allerdings noch allerhand Schaden anrichten
Das trifft auf alle zu. Er ist trotzdem der einzige zweifelhafte Staatschef, der garantiert abtritt.
Worauf gründen die sich?
Auf meine Erfahrungen mit den Threads, in denen gegen Putin, Xi Jinping und Kim Jong-un gebetet wurde...
Hier werden einfach politische Ansichten in ein religiöses Mäntelchen verpackt und dabei vernachlässigt, dass Trump global gesehn eher ein mittleres Problem ist.
Das trifft auf alle zu. Er ist trotzdem der einzige zweifelhafte Staatschef, der garantiert abtritt.
Jeder zweifelhafte Staatschef tritt garantiert ab. Spätestens durch den Tod.
Und wenn Du durch Wahlen meinst: Es gibt ja Befürchtungen, dass Trump die Midterms ausfällen lässt, und mit seiner Save America Act schätzungsweise 21 Millionen Menschen einfach nicht zur Wahl zulässt bzw. den Zugang zur Wahl erheblich erschwert. Beispielsweise für People of Colour, Transpersonen, verheiratete Frauen, die bei der Eheschließung den Namen ihres Gatten angenommen haben und Menschen mit fehlenden finanziellen Mitteln.
und dabei vernachlässigt, dass Trump global gesehn eher ein mittleres Problem ist.
Ich finde nicht, dass der nur ein mittleres Problem ist, wenn man sich anschaut, was der global so für Schaden anrichtet. Wenn das nur ein mittleres Problem ist, würde mich interessieren, was für Dich ein großes Problem ist.
Hier werden einfach politische Ansichten in ein religiöses Mäntelchen verpackt
Ich persönlich tue mich sowieso schwer, für politische Anliegen zu beten, inkl. für oder gegen irgendwelche Politiker.
Wenn ich aber sehe, was für einen Schaden einzelne Menschen anrichten, an Leib und Leben von Menschen, der Umwelt, dem Klima, der FDGO und ja, auch, der Wirtschaft kann ich nachvollziehen, dass man sich wünscht, dass Gott dem Treiben der Gottlosen ein Ende bereiten möge, wie es in den Psalmen heißt.
Jeder zweifelhafte Staatschef tritt garantiert ab. Spätestens durch den Tod.
Idr. erst durch Tod. Indessen Trump tritt in 2.5 Jahren ab. Amtszeitbeschränkung.
Und in der USA besteht immerhin die Möglichkeit, dass es wieder bessere Zeiten gibt. In Russland, China, Iran, Nordkorea und Co kommt einfach der nächste Despot.
Und wenn Du durch Wahlen meinst: Es gibt ja Befürchtungen, dass Trump die Midterms ausfällen lässt,
Die Midterms werden nicht ausfallen.
und mit seiner Save America Act schätzungsweise 21 Millionen Menschen einfach nicht zur Wahl zulässt bzw. den Zugang zur Wahl erheblich erschwert.
Jemand nicht zur Wahl zulassen, ist etwas anderes als den Zugang zur Wahl zu erschweren.
Die Regelungen des Save Amerika Act gelten für alle. Weshalb jetzt ausgerechnet People of Colour, Transpersonen, verheiratete Frauen vermehrt nicht in der Lage sein sollen, sich einen Ausweis oder eine Geburtsurkunde zu besorgen, ist jetzt nicht so ganz schlüssig.
Das unterpriviligierte Menschen vorwiegend Demokraten wählen, ist genausowenig ein Automatismus, wie die es die Verschiebung bei tieferer Wahlbeteiligung ist.
Ich brauche in Deutschland auch einen Ausweis, um an einer Wahl teilzunehmen. Und um einen Ausweis zu bekommen, musste man bisher auch eine Geburtsurkunde oder ein geichwertiges Dokument vorlegen.
Ich finde nicht, dass der nur ein mittleres Problem ist, wenn man sich anschaut, was der global so für Schaden anrichtet.
An welche Schäden denkst du konkret?
Wenn das nur ein mittleres Problem ist, würde mich interessieren, was für Dich ein großes Problem ist.
- der Krieg vor unserer Haustür, der mittlerweile so lang wie der 1. WK dauert und kein Ende absehbar ist.
- das Erstarken der Rechtsextremen in Europa
- die Abhängigkeit Europas von autokratischen/diktatorischen Staaten
- mangelnde Innovationskraft in Europa
- eine völlig inkompetente Bundesregierung
- das Verschwinden demokratischer und pluralistischer Werte in der Bedeutungsarmut
- libertäre Multi-Milliardäre
- ect. pp.
dass man sich wünscht, dass Gott dem Treiben der Gottlosen ein Ende bereiten möge, wie es in den Psalmen heißt.
Klar kann man das.
Veröffentlicht von: @derelchdass man sich wünscht, dass Gott dem Treiben der Gottlosen ein Ende bereiten möge, wie es in den Psalmen heißt.
Klar kann man das.
NICHTS anderes steckt hinter meiner Threaderöffnung.
L'Chaim
😉 ... Was habe ich denn anderes geschrieben oder hätte es "anders formulieren" sollen?
Augenzwinkernd: Ich bin überzeugt, dass der Empfänger meines Gebets und der darin sich artikulierenden Gefühle von Entsetzen, Trauer, Ohnmacht & Wut (womit ich wohl definitiv nicht der einzige Beter bin) mir nicht gesagt hat: "So nicht, mein Freund!"
Ich glaube, dieser Threadverlauf spiegelt hier und da in den Antworten & Anfragen an mich und im "Hin- & Her" wieder, dass Manche(r) zu schnell etwas reingelesen oder rausgelesen hat ... und meine erklärenden Antwort-Postings (wir sind mittlerweile auf Seite 3) u.U. auch nicht gelesen hat.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlerIch glaube, dieser Threadverlauf spiegelt hier und da in den Antworten & Anfragen an mich und im "Hin- & Her" wieder, dass Manche(r) zu schnell etwas reingelesen oder rausgelesen hat ... und meine erklärenden Antwort-Postings (wir sind mittlerweile auf Seite 3) u.U. auch nicht gelesen hat.
Ich hab alles gelesen und ich verstehe, was Du meinst.
Aber ich glaube auch, dass Du als Meister der Worte es hättest anders formulieren können.
Veröffentlicht von: @awhlerAber meine ehrliche Rückfrage bleibt: WAS hätte ich WIE "anders formulieren können"?
Das hab ich auch schon überlegt.
Evtl. 'FÜR eine andere Politik' oder 'Gegen Trump & Co.'
Es greift zu kurz, sich nur auf diese eine Person zu konzentrieren.
Ein reines „Gebet gegen eine Person“ verschiebt den Fokus: weg von Gottes Wirken hin zu unserer Ablehnung.
Auf mich wirkt das Eingangsposting zu absolut. Im Sinne von: nur diese Form des Gebets ist jetzt „geboten“ und alles andere ist vorbei.
Das kann die eigene Gewissensentscheidung schnell zur Norm für alle anderen Christen machen und genau da wird’s heikel - bzw. regt sich Widerstand.
OK ... da sind und bleiben wir halt unterschiedlich unterwegs.
Trump ist - bei aller Komplexität des "GEGEN", die mir schon bewusst ist - der POTUS, der Machtausübende und die Personifizierung all der politschen, wirtschaftlichen & ideologischen Kräfte, die ihn ins Amt gebracht haben und im Amt halten ...
Nochmal: Ich bin sicher, dass der Empfänger meines Gebetes mich dafür nicht tadelt und Gebete, die das Ende seines Schaltens & Waltens im Fokus haben, nicht verwerflich oder unangemessen sind.
Amen
L'Chaim
Amtszeitbeschränkung.
Gibt trotzdem welche, die von einer 3. Amtszeit schwurbeln. Aber gut, das wird der Supreme Court nicht mitmachen.
Die Midterms werden nicht ausfallen.
Ich halte auch für eher unwahrscheinlich, dass sie das tun. Aber für völlig ausgeschlossen halte ich das nicht. Da muss Trump nur bürgerkriegsähnliche Zustände provozieren. Entsprechende Befürchtungen gab es schon.
Die Regelungen des Save Amerika Act gelten für alle. Weshalb jetzt ausgerechnet People of Colour, Transpersonen, verheiratete Frauen vermehrt nicht in der Lage sein sollen, sich einen Ausweis oder eine Geburtsurkunde zu besorgen, ist jetzt nicht so ganz schlüssig.
Das neue Gesetz soll verlangen, dass der Name auf Ausweisen und anderen Dokumenten mit dem auf der Geburtsurkunde übereinstimmt.
Tja, und dann steht bei verheirateten Frauen, die den Namen ihres Mannes angenommen haben, ein anderer Name auf der Geburtsurkunde als beispielsweise auf Führerschein oder im Pass oder einem anderen geeigneten Dokument. Und schon gibt es nach dem Save America Act ein Problem. Bei Transpersonen stimmt dann zusätzlich noch das Geschlecht nicht überein.
Klar kann man dann noch Heiratsurkunden oder sonstige Nachweise zusammensammeln, das ist aber mit Aufwand, Zeit und Kosten verbunden.
PoC sind überdurchschnittlich oft von fehlenden Dokumenten, Bürokratiehürden und Armut betroffen, haben es also auch erheblich schwerer.
Für Deutsche ist das Problem nicht ganz nachvollziehbar. Hierzulande bekommt jeder Wahlberechtigte ein nettes Schreiben zugeschickt, mit dem man dann ins Wahllokal marschiert. Da hierzulande eine Ausweispflicht besteht, hat man seinen Personalausweis oder seinen Reisepass griffbereit, mit dem man dann seine Identität und Staatsangehörigkeit belegen kann. Ob der Name dabei mit dem auf der Geburtsurkunde genannten identisch ist, interessiert hier niemanden.
In den USA muss man sich aktiv registrieren, und jetzt sollen dafür Dokumente erforderlich sein, die nach Einschätzung des Brennan Center for Justice mehr als 21 Millionen US-Amerikanerinnen und -Amerikaner nicht haben. Die wären dann von der Stimmabgabe ausgeschlossen oder der Zugang dazu wäre erheblich erschwert.
Ich brauche in Deutschland auch einen Ausweis, um an einer Wahl teilzunehmen. Und um einen Ausweis zu bekommen, musste man bisher auch eine Geburtsurkunde oder ein geichwertiges Dokument vorlegen.
Das war hier aber schon immer so. In den USA aber offensichtlich nicht, das fängt ja schon damit an, dass die meisten US-Bürger keinen Reisepass haben. Teilweise war bisher nicht mal ein Lichtbildausweis erforderlich. Und soweit ich mitbekommen habe, ist in den USA auch nicht so einheitlich geregelt wie hier, was wie nachgewiesen werden muss. Das lässt sich also schlecht vergleichen.
Das unterpriviligierte Menschen vorwiegend Demokraten wählen, ist genausowenig ein Automatismus,
Tendenziell tun sie das aber, allerdings wären nicht nur Frauen, Transpersonen, PoC etc. betroffen, aber ja, das würde nicht nur Wähler von Demokraten treffen.
An welche Schäden denkst du konkret?
Schrieb ich ja:
Wenn ich aber sehe, was für einen Schaden einzelne Menschen anrichten, an Leib und Leben von Menschen, der Umwelt, dem Klima, der FDGO und ja, auch, der Wirtschaft
Und da sehe ich Berührungspunkte mit Deiner Aufzählung.
- das Erstarken der Rechtsextremen in Europa
Dass Trump und seine MAGA-Truppe da durchaus eine Rolle spielen setze ich mal als bekannt voraus. Große Teile der AfD und deren Fans halten ja große Stücke auf Trump. Allerdings kann der Schuss inzwischen auch nach hinten losgehen, wie sich in Ungarn gezeigt hat.
- das Verschwinden demokratischer und pluralistischer Werte in der Bedeutungsarmut
Daran arbeitet Trump ja fleißig.
- libertäre Multi-Milliardäre
Mit denen ist ja Trump auch dicke.
Deiner Aufzählung schließe ich mich an, würde sie allerdings noch um den Klimawandel erweitern. Und auch hier ist es wieder Trump, der Klimaschutz für Mumpitz hält.
Kurz: Trump ist halt nicht nur ein kleines Licht, der in irgendeiner Bananenrepublik Unheil stiftet ohne größere Auswirkungen auf den Rest der Welt.
Gibt trotzdem welche, die von einer 3. Amtszeit schwurbeln. Aber gut, das wird der Supreme Court nicht mitmachen.
Das ist wirklich Geschwurbel.
Ich halte auch für eher unwahrscheinlich, dass sie das tun. Aber für völlig ausgeschlossen halte ich das nicht. Da muss Trump nur bürgerkriegsähnliche Zustände provozieren. Entsprechende Befürchtungen gab es schon.
Befürchtungen gibt es immer und eine Menge. Ob es um Trump geht oder sonstwen.
Die Suppe ist noch nicht mal angesetzt und die Hälfte der Gäste ruft, dass man sich an der Suppe verbrennen den Mund verbrennen wird.
Das neue Gesetz soll verlangen, dass der Name auf Ausweisen und anderen Dokumenten mit dem auf der Geburtsurkunde übereinstimmt.
Das steht aber nicht in dem verlinkten Artikel und in dem Gesetzentwurf ist das jetzt auch nicht so offenkundig. Wobei ich nicht der Experte für englische Gesetzestexte bin, wobei noch hinzukommt, dass das US-Amerikanische Rechtsverständnis auch deutlich vom deutschen unterscheidet.
Ich halte das ehrlich gesagt für ein Märchen.
Tja, und dann steht bei verheirateten Frauen, die den Namen ihres Mannes angenommen haben, ein anderer Name auf der Geburtsurkunde als beispielsweise auf Führerschein oder im Pass oder einem anderen geeigneten Dokument. Und schon gibt es nach dem Save America Act ein Problem. Bei Transpersonen stimmt dann zusätzlich noch das Geschlecht nicht überein.
Das betrifft praktisch alle. Namesänderungen sind recht einfach für möglich.
Klar kann man dann noch Heiratsurkunden oder sonstige Nachweise zusammensammeln, das ist aber mit Aufwand, Zeit und Kosten verbunden.
Ja und? Das zeugs brauchst du in Deutschland auch alles, um einen Ausweis zu beantragen. Das ist nichts unmögliches.
Für Deutsche ist das Problem nicht ganz nachvollziehbar.
Das seh ich anders.
Hierzulande bekommt jeder Wahlberechtigte ein nettes Schreiben zugeschickt, mit dem man dann ins Wahllokal marschiert.
Nö. Von den 4 Millionen Auslanddeutschen, sind vielleicht 2 Millionen wahlberechtigt. Die müssen sich für jede Wahl erneut registrieren.
Da hierzulande eine Ausweispflicht besteht, hat man seinen Personalausweis oder seinen Reisepass griffbereit, mit dem man dann seine Identität und Staatsangehörigkeit belegen kann.
Du glaubst garnicht wieviele Leute ohne gültigen Ausweis durch die Gegend laufen, meistens merken sie es erst, wenn eine Flugreise ansteht.
Ob der Name dabei mit dem auf der Geburtsurkunde genannten identisch ist, interessiert hier niemanden.
Es ist ja auch normal. Dafür gibt es andere Papiere, die den Unterschied erklären. Geburtsurkunden werden nur in wenigen Fällen geändert.
In den USA muss man sich aktiv registrieren, und jetzt sollen dafür Dokumente erforderlich sein, die nach Einschätzung des Brennan Center for Justice mehr als 21 Millionen US-Amerikanerinnen und -Amerikaner nicht haben. Die wären dann von der Stimmabgabe ausgeschlossen oder der Zugang dazu wäre erheblich erschwert.
Es ist in jedem Land anders. In Deutschland das Wahlsystem einfach, dafür ist es Mist. In der Schweiz ist das Wahlsystem partiell besser, aber saumässig kompliziert. In den USA braucht man vielleicht bald das richtige Papier. Auf all das kann man sich einstellen.
Zum rest vielleicht später.
Das betrifft praktisch alle. Namesänderungen sind recht einfach für möglich.
O.k., dann betrifft es alle, die warum auch immer ihren Namen geändert haben. 🙄
Ich halte das ehrlich gesagt für ein Märchen.
Obwohl Du selbst sagst:
Wobei ich nicht der Experte für englische Gesetzestexte bin, wobei noch hinzukommt, dass das US-Amerikanische Rechtsverständnis auch deutlich vom deutschen unterscheidet.
Warum hältst Du es dann ganz einfach für ein Märchen, was diverse Leute, die da vielleicht einen besseren Einblick haben, behaupten? Z.B. das Brennan Center for Justice, auf den sich der zdf-heute-Artikel beruft? Oder das Campaign Legal Center? Oder das Bipartisan Policy Center? Oder Organisationen wie das Southern Poverty Law Center?
Verbreiten die Märchen, oder stellen die sich einfach nur an?
Du glaubst garnicht wieviele Leute ohne gültigen Ausweis durch die Gegend laufen, meistens merken sie es erst, wenn eine Flugreise ansteht.
Ich musste schon öfter meinen Perso zum Identitätsnachweis vorzeigen. Inkl. Gültigkeitsprüfung. Und nein, das war nicht anlässlich von Flugreisen.
In den USA braucht man vielleicht bald das richtige Papier. Auf all das kann man sich einstellen.
Anscheinend ist das nicht so einfach.
Zum rest vielleicht später.
Gerne.
Zur 1. Frage: Wenn ich DAS jetzt noch begründen soll, verstehen wir wohl Nachfolge, Reich Gottes, Bergpredigt und das 1. Gebot unterschiedlich.
zur 2. Frage: Das tue ich doch ... auch wenn ich das GEGEN zum Thema gemacht habe, fundiert es sich doch "positiv" in dem Wunsch & Sehnen, dass das Gottwidrige & Geistlose ein Ende finden möge.
Wieso sollte mein Fokus nicht stimmen? Aus europäischer, deutscher und westlicher Sicht beantworte ich das, was uns unmittelbar betrifft im Westbündnis ... dass ich damit den Rest ignoriere, ist damit ja nicht verbunden und ich ignoriere es an keiner Stelle (wo tue ich das denn?)
L'Chaim
Zur 1. Frage: Wenn ich DAS jetzt noch begründen soll, verstehen wir wohl Nachfolge, Reich Gottes, Bergpredigt und das 1. Gebot unterschiedlich.
Vielleicht, woher soll ich das aber wissen, wenn du statt die Frage zu beantworten rhetorische Floskeln von dir gibst. Wenn du schon die Bergpredigt erwähnst, solltest du sie mal wieder lesen bevor du auf die Idee kommst, dass diese dein Anliegen stützt.
zur 2. Frage: Das tue ich doch ... auch wenn ich das GEGEN zum Thema gemacht habe, fundiert es sich doch "positiv" in dem Wunsch & Sehnen, dass das Gottwidrige & Geistlose ein Ende finden möge.
Ist mir unverständlich, dass du die Unterschiedlichkeit der beiden Sachverhältnisse nicht siehst. Wenn dir das Ende des Gottwidrigen und Geistlosen ein Anliegen ist, bete doch direkt dafür.
Ansonsten ist das Verschwinden von Trump wohl vielleicht doch wichtiger, als das Verschwinden von Gottwidrigem und Geistlosem.
Wieso sollte mein Fokus nicht stimmen? Aus europäischer, deutscher und westlicher Sicht beantworte ich das, was uns unmittelbar betrifft im Westbündnis ...
Trump führt einen Wirtschaftskrieg gegen diverse Länder, U.a. die der EU. Unangenehm. Blöderweise haben das das die Vorgänger (einschliesslich der demokratischen) auch schon getan. Nur etwas subtiler.
Wieso sollte mein Fokus nicht stimmen?
Weil Trump global gesehn, nur ein mittelschweres Problem darstellt. Er ist ein Rad im Getriebe, aber nicht das Getriebe. Den kannst du jetzt wegbeten wollen, aber das Getriebe läuft immer noch nicht in die richtige Richtung.
Die Bergpredigt passt insofern sehr exakt, als dass sie Trump von vorne bis hinten entlarvt und ihn widergöttlich und anti-christlich ins Unrecht setzt.
Zu den "Gottwidrigen und Geistlosen" " gehört Trump als dezeitiger POTUS in seiner Machtanmaßung und Machtausübung - und als Figur, hinter der soviele stehen, die sich mit ihm verbunden fühlen, ihn unterstützen und sich FÜR ihn aussprechen - Plural & Singular zu unterscheiden, wie Du es tust ("dann bete doch direkt dafür") oder zu vermuten, ich sähe nicht, dass er ein ganzes Konglumerat an Macht- und Einfluss (pareilich, wirschaftlich, ideologisch) verkörpert, erschließt sich mir nicht.
Wenn ich geopolitisch "unsere" Sicht vertrete, verkenne ich ja nicht seine globale und vielfältige Kriegserklärung. Der Zusammenhang war, wieso ich mich so auf Trump beziehe, wo es doch auch noch die anderen Schurken und Diktatoren und Regime gibt. DARAUF habe ich betont, dass wir als Deutsche und Europäer eben westliche Bündnis-Beziehungen haben, die uns besonders auf die USA blicken lassen und in dieser Beziehung gefordert sind.
Und ihn als "mittelschweres Problem" zu benennen und nur als "Rad im Getriebe" - da widerspreche ich entschieden. Die Weichen die er stellt und das, was er anrichtet (global, militärisch., ökonomisch, ökologisch") bewerte ich nicht in Abstufungen (!!!), sondern für das, was es faktisch ist. Und wenn ich ihn auch als "Rad im Getriebe" sehe, ist es doch ein großes Schwungrad und bedeutet ja nicht, dass ich nicht sehr wohl das Getriebe und "Big Picture" in die falsche Richtung im Blick habe ...
L'Chaim
Am 25.April 2026 hat jemand das GEGEN mal wieder buchstäblich genommen:
Veröffentlicht von: @deborah71Am 25.April 2026 hat jemand das GEGEN mal wieder buchstäblich genommen:
Und was möchtest Du MIR damit sagen?
L'Chaim
Ich hätte es schade gefunden, wenn der Attentäter Erfolg gehabt hätte, bevor Trump die Gelegenheit zur Umkehr und Rettung gehabt hätte, einschließlich aller mit erschossener Menschen. Allein schon die Angstverstärkung bei den Teilnehmern durch das Attentat ist ein großer Schaden.
Meine Bedenken, Gebet von einer negativen Seite her anzugehen, sind nicht weniger geworden, denn es ist nicht eindeutig wieviel negative Kraft im unsichtbaren Raum verstärkt würde dadurch. Wir leben nicht im luftleeren Raum.
Tod und Leben stehen in der Gewalt der Zunge. Spr 18,21
Meinst Du, mein Gebetsadressierung an den HERRN würde auf halbem Wege von den finsteren Gewalten zwischen Himmel & Erde "einkassiert" und gestohlen ---und Gott als Adressat würde sagen: "Sorry, hat mich garnicht erreicht, was Du da gebetet hast!" ... Während die finsteren Mächte sich ins Fäustchen lachen und meine "negativen Energien" für sich nutzen und auf ihrem Konto verbuchen?
L'Chaim
Interessante Vorstellung.
Gottes Wille ist von Paulus in der Timotheusstelle wiedergegeben. Das braucht keiner weiteren Diskussion. Dazu haben sich auch andere user hier schon entsprechend geäussert.
Veröffentlicht von: @deborah71Das braucht keiner weiteren Diskussion. Dazu haben sich auch andere user hier schon entsprechend geäussert.
Na, dann ist ja "alles klar"! 😉
L'Chaim
@deborah71 Die Gruppen, die für den Schutz des Präsidenten gebetet haben, werden sich in ihren Gebeten bestätigt fühlen und jubeln.
Es sei ihnen gegönnt.
Jedenfalls war es noch nicht der Zeitpunkt der Abberufung nach Gottes Willen oder Zulassung.
Mir fällt in dem Zusammenhang ein Predigt zum Schlaf des Petrus im Gefängnis des Herodes ein. Der Prediger betonte den Punkt, dass die Berufung des Petrus noch nicht erfüllt war und Petrus deswegen in Ruhe schlief, weil der Plan des Herodes nicht zustande kommen würde.
Die betende Gemeinde aber war völlig überrascht, dass Petrus durch den Engel befreit worden war und plötzlich vor der Tür stand.
Es gibt noch viele Zusammenhänge zu entdecken und Überraschungen zu erleben im Bereich der Fürbitte.