Gebete GEGEN Trump
Die unfassbare Unterstützung, die Trump & die Seinen immer noch in den USA von sovielen Christen, Gemeinden & evangelikalen Wortführern bekommt, ist das eine. Wie wir selbst aber gerade als Christen unterwegs sind in der Trump-Wahrnehmung, ist das Andere ... Immer noch zirkulieren die bekannten Glaubens-Ansichten, die eher vorsichtig und zurückhaltend daherkommen:
Die Berufung auf das Gebot, FÜR die Obrigkeit um Weisheit etc. zu beten (1. Tim 2,1f.) ...
Das Argument, Gott habe die Freiheit, doch auch gottlose Machthaber für seine Pläne zu benutzen (wie im AT)...
Wer für Israels Schutz und gegen seine Feinde sich stark macht, ist doch grund-sätzlich gesegnet (oder gar berufen) mit Gottes Wohlwollen.
Und Gottes (weltgeschichtlich-konkretes) "Walten & Regieren" kennen wir halt nicht, wohl aber steht fest: Die prophezeite "Endzeit" (Mt. 24, Offb.) wird unabwendbar kommen und da machste nix ....
???
Ich denke, für uns Christen ist die Stunde nun definitiv gekommen, unsere Bitt-Gebete GEGEN Trump und seine so mittlerweile maskenlos "anti-christliche", geistlose und geisteskranke "Regentschaft" und seine so gott- und maßlos gestörte Macht- und Gewaltanmaßung zu richten.
Für mich ist diese Haltung nun mittlerweile zu einer "Bekenntnisfrage" und einem Gebot geworden - und die Karte, "für Trump" um Weisheit, Einsicht, Verantwortungsbewusstsein und Good Will zu beten, ist ausgespielt.
Und dabei geht es mir nicht um persönliche Empörung, sondern um die Frage, was das Gebot der Stunde ist.
L'Chaim
Ich denke nicht. Denn ein "Gebet" ... ein Gebet! (Aufforderung) ... geb'et (gib es) ... ist eine Bitte in Gottes Richtung, eine passive Haltung.
Ein Fluch ist etwas Aktives, aus einer aktiven Haltung heraus ...
denke ich gerade
…für uns Christen ist die Stunde nun definitiv gekommen, unsere Bitt-Gebete GEGEN Trump und seine so mittlerweile maskenlos "anti-christliche", geistlose und geisteskranke "Regentschaft" und seine so gott- und maßlos gestörte Macht- und Gewaltanmaßung zu richten.
Für mich ist diese Haltung nun mittlerweile zu einer "Bekenntnisfrage" und einem Gebot geworden - und die Karte, "für Trump" um Weisheit, Einsicht, Verantwortungsbewusstsein und Good Will zu beten, ist ausgespielt.Und dabei geht es mir nicht um persönliche Empörung, sondern um die Frage, was das Gebot der Stunde ist.
Kannst du persönlich ja gerne so halten.
Musst du dich selbst für verantworten.
Nur gestehe bitte anderen Christen eine andere Umgehensweise mit dem Thema Trump zu, ohne dass du sie in eine Ecke drängst, dass sie sich rechtfertigen müssen, wenn sie vielleicht anderer Ansicht sind als du.
Ich finde dich gerade sehr übergriffig.
Betest du eigentlich auch schon seit Jahren schon „gegen“ die Iranische Regierung, „gegen“ die Diktatoren in Nordkorea?
„Gegen“ die Taliban und und und?
(Wollte ich mir nicht verkneifen)
Ich hoffe, dass du es tust. Nicht, dass du dir von irgendjemandem vorwerfen lassen müsstest, du seist ein Heuchler?
Deren (Iran, Taliban, Kim Dynastie) himmelschreiende Untaten und Bedrohungen wurden aber natürlich auch weniger im Spiegel zB erwähnt als das, was ein Trump so macht oder nicht macht. Und alles schön durch eine bestimmte Brille gesehen.
Da scheint man sich im Großen und Ganzen eher mit abgefunden zu haben.
Weiter unten vergleichst du (in deinem Beitrag an Deborah) Trump mit Hitler. Das finde ich ziemlich *piep*.
Und @Alescha ,
da ich davon ausgehe, dass du es dir nicht verkneifen willst, mir auf diesen Beitrag zu antworten, tu, was du meinst tun zu müssen.
Erwarte nur nicht meine Zustimmung oder, dass ich mich hier auf eine weitere Diskussion mit dir einlasse.
Mit den Bitten in den Psalmen, wo es um gottlose Unterdrücker geht, hat dieser „Gebets“ Aufruf hier so gar nichts zu tun.
Aber das siehst du mit Sicherheit anders.
Aber vielleicht überrascht du mich ja mal?
Eigentlich wollte ich mich hier nicht mehr weiter zum Thema einbringen, weil ich zu Genüge mit meinen Postings (wer sie denn alle und differenziert gelesen hat, oder wer nur hier und da punktuell etwas aufgreift/aufgegriffen hat, weiß ich nicht) mein Anliegen erklärt habe ...
Aber ich tue es doch nochmal.
Über das "Gebot der Stunde" für Christen kann, muss und soll man streiten. Und am Streiten & Ringen um Wahrheit und Richtigkeiten auch unter Christen und in der Kirche ist nichts falsch, es ist Fakt und Notwendigkeit. Es führt wohl immer wieder kein Weg dran vorbei. Wenn ich etwas für das "Gebot der Stunde" hier einbringe, ist es meine Überzeugung - und die teile ich. Du und Andere tun es nicht - so ist es.
Aber bestimmte Postings hier verkürzen oder verdrehen mein Anliegen und meine Haltung doch schon sehr - z.B. ob ich wohl einen "Fluch" herbeibete (!) oder die anderen furchtbaren Greuel, Zerstörer & bösen Strippenzieher überhaupt nicht sehe (!) oder ob ich nur auf verbohrte, selektive Weise "gegen" bin
Hintergrund meines Threads ist
- zu einen das Entsetzen darüber, wie sehr die MAGA-Bewegung und das Agieren Trumps Unterstützung, Wohlwollen oder Gewährenlassen seitens sovieler evangelikalen und frommen Christen in den USA bekommt. Da die USA aber kein Kosmos "da drüben" ist, weit weg von uns, und wir alle - auch als weltweite Christenheit & weltweite Kirche - global betroffen sind vom Handeln der derzeitigen US-Regierung, geht die Frage der Positionierung auch an uns (mit unseren Verbindungen, die wir auch zu Kirchen & Christen in den USA haben). Und da möchte ich all diejenigen in den USA (auch in meinem persönlichen Radius, den Kontakten & Verbindungen) stärken, die als Christen (mit Anderen) Trump & der MAGA-Ideologie widerstehen.
- zum anderen in der Tat die deutsche Geschichte und die Frage, wie die Christen und die Kirche in der Diktatur des 3. Reiches sich verhalten und größtenteils versagt haben. Ich habe nicht geschrieben oder gesagt, dass Trump mit Hitler gleichzusetzen ist. Aber in den USA ist Trump & seine Gefolgschaft dabei, das System umzukrempeln zu einer MAGA-Autokratie und agiert mit verheerender Demokratie-Abschaffung und einer Politik, die militärisch, ökonomisch & ökologisch für die ganze Welt verheerend ist und weiter sein wird.
Noch was zum scheinbar so reizauslösenden "GEGEN TRUMP" - mit einem einfachen, historischen Vergleich: Auch die Abschaffung der Sklaverei in den USA (positives Anliegen) konnte nur zum Ziel führen, wenn die Befürworter und Vorantreiber dieser Abschaffung sich GEGEN die Veteidiger und Befürworter der Sklaverei gestellt haben und wohl auch dafür gebetet haben, dass deren Einfluss und deren Macht gebrochen wird. Und in den Schwarzen Kirchen sang man Gospels GEGEN die Herrschaft der Unterdrücker ...
So, jetzt ist meinerseits aber echt genug.
L'Chaim
Wir sind hier ja in einem auf Jesus ausgerichtetem Forum, dh er steht im Mittelpunkt.
Und so wie ich Jesus verstehe, sollen wir eben keine Kraft dazu aufwenden, dem Bösen entgegen zu wirken. Dass man sich für das Gute einsetzt, ja. Aber keine Energie gegen das Böse.
Woran hapert es bloß, dass die Verständigung nicht gelingen will? 😉
Dass wir es in der Welt und im Leben mit "dem Bösen" (=Widergöttlichen, Zerstörerischen, Verführerischen) zu tun haben, ist biblisch und neutestamentlich. Wir sollen ihm "widerstehen", dem Bösen "wehren", ihm keinen Raum geben, uns gegen Böse zu stellen...
Deshalb verstehe ich Deine Antwort garnicht ... Es kostet doch immer wieder durchaus auch Kraft, dieses Widerstehen - und im Gebet bitten wir um diese Kraft, die wir vielleicht nicht aus uns selber haben.
Aber wie soll es gehen, sich FÜR das Gute einzusetzen, ohne dass es gleichzeitig eine Herausforderung und ein Einsatz gegen das Böse ist?
Wir sind doch nicht aufgefordert, Alles Gott zu überlassen, sonderrn Verantwortung, Tatkraft und unser Tun in der Nachfolge wirksam werden zu lassen.
L'Chaim
Woran hapert es bloß, dass die Verständigung nicht gelingen will?
Ich verstehe dich schon….ich bin nur anderer Meinung 🙂
Leider muss ich jetzt arbeiten gehen und habe keine Zeit mehr übrig um zu antworten…also bis später 👋🏻
Veröffentlicht von: @awhlerWoran hapert es bloß, dass die Verständigung nicht gelingen will? 😉
Zumindest ein Teil der Verständigungsprobleme könnten am Denkansatz und Titel liegen.
Ganz sicher wäre es gut, es gäbe in der Politik andere Personen.
Aber in diesem speziellen Fall weiß ich nicht, ob die zur Verfügung stehenden potentiellen Nachrücker eine tatsächliche Verbesserung der Situation bedeuten würden. Somit ist ein Gebet gegen eine Person evtl. wirklich keine Verbesserung.
'Be careful, what you pray for' - dieser Satz passt hier ganz gut.
Tja - und was noch?
Du bist ein Mann des Wortes, Du hast den Titel bewusst gewählt - und jetzt musst Du mehr erklären, um verstanden zu werden, als Du gedacht hast ... Du schaffst das 😉
"Denkansatz und Titel" waren/sind in der Tat wohl heraus-fordernd, ja ...
Dass der POTUS dabei selbst im Fokus steht, ist er selber schuld 😉 - nein, im Ernst: Ich sehe natürlich, dass ein ganzes komplexes System, andere Akteure & Kräfte, Verflechtungen & Bestrebungen hinter Trump stehen. Und dass es längst von all diesen die Zeit "n.Trp" auf den Weg gebracht wird.
Aber wer sich so aufs Schild hebt und gehoben wird, wie er selbst, wird dann eben auch (durchaus stellvertretend & in persona) benannt werden dürfen - und er ist es ja z.Zt. auch (noch), der als Potentat agiert, Sachen inszeniert, herumpoltert und Fakten schafft.
Dass ich offensichtlich "mehr erklären muss, um verstanden zu werden", das hab ich ja durch eingeschobene Erklärungen, Beantwortungen und Ergänzungen versucht. Dass es dabei bleibt, dass Andere die Dinge anders sehen, das ist so ...
L'Chaim
Aber wie soll es gehen, sich FÜR das Gute einzusetzen, ohne dass es gleichzeitig eine Herausforderung und ein Einsatz gegen das Böse ist?
Stelle dir einen Menschen vor, der in seinem Leben keine Liebe erfahren hat und deshalb der Welt voller Angst und Hass begegnet. Er terrorisiert seine Mitmenschen, seine Familie, ist gewalttätig, kommt immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt.
Nun kannst du sagen: Du bist gegen Gewalt, gegen Hass, gegen den Konflikt. Aber wohin bringt dich das? Nirgendwohin, du bleibst auf der Stelle stehen. Schön, du bist "dagegen"... aber was hast du anzubieten?
Wenn du aber sagst: Ich bin für Gemeinschaft, für Liebe, für Respekt. Und du bietest diesem Menschen genau das an - nämlich die Liebe und den Respekt, den er im Leben nicht bekommen hat -, dann kommst du plötzlich weiter. Vielleicht muss dieser Mensch einfach mal in den Arm genommen werden, und dann kann er erkennen, dass noch nicht alles verloren ist.
Das ist ein gewaltiger Unterschied! Deshalb sagte Jesus ja auch: "Liebet eure Feinde!"
Nun muss man natürlich ergänzen, dass es in der Realität nicht so einfach ist. Einem Tyrannen, der eine Militärmaschinerie in Gang setzt, kann man nicht einfach mit Liebe und Respekt begegnen, und die Forderung nach "diplomatischen Lösungen" ist angesichts hasserfüllter Terroristen, die nur Zerstörung im Sinn haben, reichlich naiv.
Aber es ist eine völlig andere Motivation, wenn ich weiß, wo ich hin will - nämlich in eine Welt des Vertrauens und des gegenseitigen Respekts - als wenn ich nur sage, dass ich "gegen" das bin, was gerade geschieht.
Denn indem ich nichts Positives anbiete reihe ich mich damit nur ein in die Reihe der Gegner. Und das ist ein Feld, das die Tyrannen dieser Welt sehr gut kennen - das stachelt sie an, das motiviert sie, Gegner müssen vernichtet werden - und damit kennen sie sich aus! Da können sie ihre Anhänger mobilisieren.
Aber was ist, wenn man Liebe und Frieden anbietet? Wie wollen sie sich dann rechtfertigen und ihre Anhänger mobilisieren? Man würde ja womöglich erkennen, wer sie wirklich sind... das bereitet dann schon mehr Probleme!
Und deshalb ist es ein großer Unterschied, wohin man schaut... ob auf das "dagegen" - oder das "dafür".
Dass wir es in der Welt und im Leben mit "dem Bösen" (=Widergöttlichen, Zerstörerischen, Verführerischen) zu tun haben, ist biblisch und neutestamentlich. Wir sollen ihm "widerstehen", dem Bösen "wehren", ihm keinen Raum geben, uns gegen Böse zu stellen...
Röm 12,21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
DAS ist die geistliche Waffe, die Gott uns in die Hand gibt und auf der Gelingen liegt, auch wenn wir dazu manchmal übernatürliche Geduld brauchen und Stehvermögen.
Aber wie soll es gehen, sich FÜR das Gute einzusetzen, ohne dass es gleichzeitig eine Herausforderung und ein Einsatz gegen das Böse ist?
Das Gute ist der Einsatz gegen das Böse. Röm 12,21
Das Post von Lucan-7 geht in diese Richtung.
Wir sind doch nicht aufgefordert, Alles Gott zu überlassen, sonderrn Verantwortung, Tatkraft und unser Tun in der Nachfolge wirksam werden zu lassen.
Ja, und zwar mit den geistlichen Waffen, die Gott uns gibt.
Hallo, im Prinzip haben Lucan und Deborah schon gesagt, was ich auch denke. Unsere Tatkraft auf das zu lenken, wo wir gut und hilfreich handeln können, ist ja unser aller Aufgabe. Dass ich nicht für Passivität werbe will ich nochmal betonen.
Und um es noch etwas zu erweitern:
Dass man dem Bösen widerstehen soll, sehe ich schon auch in der Bibel, aber in einem anderen Kontext, nämlich wenn es deinen persönlichen Wirkbereich betrifft. Sprich: DU sollst dich gegen das Böse „dicht“ machen und ihm keinen Einlass gewähren, bei dir selbst. Also zB -das altbewährte Beispiel- dich selbst daran hindern (Auge ausreissen 😉) eine Frau zu begehren die dir nicht gehört. Damit leistest du ja auch aktiv Widerstand und verschließt dich dem. Wenn du jetzt aber hingehst und jeden den du einer Frau hinterherschielen siehst obwohl er verheiratet ist, aktiv daran hindern willst das zu tun, dann stiftest du im Prinzip nur Unruhe und Streit.
Vorhin ist mir wieder dieser herausfordernde Vers eingefallen:
Spr 16, 7 Wenn eines Menschen Wege dem HERRN wohlgefallen, so lässt er auch seine Feinde mit ihm Frieden machen.
Dann hörte ich, dass die Verhandlungen im Iran weitergehen und möglicherweise die Nuclearsache auf Friedenswege kommen könnte.
Was mich wundert.... oft habe ich den Vers aus Sprüche gesucht und gesucht, nicht gefunden... und heute, zack, war er da. Er ermutigt mich, um Weisheit in den Verhandlungen einzustehen für ein gutes Ergebnis, das auch unsere Sicherheit erhöhen würde.
Dann hörte ich, dass die Verhandlungen im Iran weitergehen und möglicherweise die Nuclearsache auf Friedenswege kommen könnte.
Ich denke, was man bei diesen (und nicht nur diesen) Verhandlungen berücksichtigen muss, ist dass sie nicht auf gegenseitiger Liebe beruhen, sondern auf Schadensbegrenzung und eigene Interessen. Dass trotzdem etwas dabei herauskommt, was dem Frieden ein Stück näher kommt, ist ja zum Glück trotzdem drin.
Veröffentlicht von: @lucan-7Und deshalb ist es ein großer Unterschied, wohin man schaut... ob auf das "dagegen" - oder das "dafür".
Ja - was Du da schreibst, macht tieferen Sinn, wenn ein "NUR" (im Sinne von entweder - oder) dazwischen steht.
Das "Dagegen" und das "Dafür" sind aber nicht zu trennen - sprich das eine wollen/tun UND das andere auch.
In Concreto heißt das "Dafür" mMn innenpolitisch (in den USA) eine Regierung, die (ich sage vorsichtig: mehr und gewollt) für mehr Gerechtigkeit, Menschenrechte, sozialen Ausgleich, ökonomische Vernunft, ökologische Verantwortung etc.) steht - außenpolitisch keine Kriege, Zerstörungen & Invasionen (aus egoistischen Motiven) beginnt, sondern maßvoll, zurückhaltend und in Konfliktfeldern förderlich für alle Parteien agiert - und global die Umweltzerstörung und Vernichtung von Lebensraum & Lebensgrundlagen nicht vorantreibt.
Das sind Richtungen, das sind Ziele, das sind positive Inhalte - kursorientiert.
Ich denke, es ist stichwortartig genügend - um sofort zu zeigen, dass die jetzige US-Regierung, ihre Kräfte und Ziele genau dies nicht bezwecken, wollen und tun.
L' Chaim
Ja - was Du da schreibst, macht tieferen Sinn, wenn ein "NUR" (im Sinne von entweder - oder) dazwischen steht.
Das tut es ja nicht.
Wenn du dich irgendwo befindest, wo du nicht sein willst, dann wirst du sagen: "Ich will hier weg!". Und das stimmt ja auch.
Aber du wirst erst dann den Ort verlassen können, wenn du dich für eine Richtung entscheidest, in die du gehen willst. So lange du nur einfach "weg" willst, aber nicht weist, wo du eigentlich hinwillst (Und sei es nur "ich gehe nach links!" oder "ich gehe nach rechts!") wirst du auch nirgendwo hinkommen. Und Richtungen bzw. Möglichkeiten gibt es viele.
Und entscheidend ist die Motivation: Warum gefällt dir der Ort nicht, an dem du bist - und was erhoffst du dir von dem neuen Ort, an den du gehen willst?
Ein simples "dagegen!" führt nur zur Konfrontation. Und das ist genau das, was Leute wie Trump kennen - daraus beziehen sie ja ihren Erfolg: "Wer gegen uns ist, ist unser Feind! Den machen wir fertig! Uns hält keiner auf!". Und am Ende hat Trump nur einen neuen Erfolg, wenn seine Anhänger über deine Niederlage jubeln.
Wenn du aber sagst: "Ich will Frieden und Wohlstand für alle Völker, deshalb darf Trump nicht mehr Präsident sein!", dann ist die Situation eine völlig andere. Denn Frieden und Wohlstand ist etwas positives. Dann muss Trump (bzw. seine Anhänger) sich rechtfertigen und erklären, wieso ausgerechnet Trump dem nicht entgegen steht... und wieso sie gegen deine Ansicht sind, obwohl es doch etwas Gutes ist, wovon du redest.
Deshalb hat Jesus ja auch nicht verkündet: "Ich bin gegen die Sünde!", sondern: "Ich bin für Vergebung!". Er stellt nicht das Problem in den Mittelpunkt - sondern die Lösung.
Du hast aber jetzt schon gelesen, was ich - auf die Anfrage hin, wofür bzw. woraufhin denn mein "gegen" positiv und als Kompass-Anzeige zielt - benannt habe und was ich inhaltlich geschrieben habe, oder?
L'Chaim
Du hast aber jetzt schon gelesen, was ich - auf die Anfrage hin, wofür bzw. woraufhin denn mein "gegen" positiv und als Kompass-Anzeige zielt - benannt habe und was ich inhaltlich geschrieben habe, oder ?
Ich hatte da eigentlich von Anfang an wenig Zweifel "wofür" du bist... aber das ändert ja nichts an der Blickrichtung: Zeige ich auf das Problem ("Das Problem muss weg!") oder auf die Lösung ("Das hier ist viel besser, da müssen wir hin!")?
Nicht einmal Jesus hat das gemacht.
Daher halte ich das nicht für angemessenes christliches Verhalten.
Ich denke über deine Unterschrift nach.
Frodo hatte eine Abneigung gegen Gollum und ja, irgendwie wünschte er dem Gollum nichts gutes,
In so einem gespräch sagte Gandalf zu Frodo.
"Viele, die leben, verdienen den Tod, und viele, die tot sind, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben, Frodo? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand."
Seitdem weiß ich, ich darf wütend sein. Aber ich muss auch aufpassen.
Habe ich mit dem "gegen" ein "Todesurteil" ausgesprochen oder ausdrücklich gefordert ??? ...Nein. Ich habe meine Differenzierungen doch nun wirklich erklärt und dargelegt!
"Viele, die leben, verdienen den Tod" - dass es der POTUS ist, der mit Unterstützung seiner "christlichen" Anhänger sich aber anmaßt, genau dies auf seiner Agenda zu haben (bis zur "Auslöschung einer Zivilisation" und dem "Zurückbomben in die Steinzeit") , ist ja gerade der Ausgangspunkt für Überschrift & Ausgangsposting meinerseits.
L'Chaim !!!
NACHTRAG
Auch wenn es mir nicht gefällt, aber da gebe ich Jesus volle Zustimmung und das ist verdammt schwer. Aber welches Gebot von ihm ist leicht? Ich kenne keine leichtes Gebot.
Betet für die, die Euch verfolgen. Betet für eure Feinde (nicht gegen).
Mein ist die Rache. Das spricht der Herr selber usw usw....
Was glaubste wie ich in meiner Wohnung tobe und zähneknirschend Nachrichten lese und höre. Das darf ich ja.
Der Papst hat es treffend ausgesprochen. Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen verwüstet.
Ja, es ist so und ja, es wird schlimmer und schlimmer und schlimmer. Diese Tyrannen kommen und gehen und hinterlassen hunderttausende Tote, Ängste und Verwüstungen.
Ja, und wir wissen, dass es so kommt ... und dürfen dabei ruhig sein und bleiben.
Ich sag gern: ich könnte mich auch über viele Dinge aufregen, aber dann kriegt man die ganze Zeit schlechte Laune. 😉 Muss ich nicht haben.
Aber im Ernst ... diese "Aufregung" bringt auch nichts Gutes mit sich und aus sich hervor. Mein alter Pastor verwies mich immer auf: Kühle Köpfe und heiße Herzen, statt heißer Köpfe und kühler Herzen. Mich berührt das nicht so wie dich, scheint es. Ich würde dir gern was von dieser inneren Ruhe abgeben, wenn das ginge ...
Ich denke, für uns Christen ist die Stunde nun definitiv gekommen, unsere Bitt-Gebete GEGEN Trump und seine so mittlerweile maskenlos "anti-christliche", geistlose und geisteskranke "Regentschaft" und seine so gott- und maßlos gestörte Macht- und Gewaltanmaßung zu richten.
Trumps Regentschaft paßt meines Erachtens nach perfekt zur bereits weitgehend endsolidarisierten, spätkapitalistischen amerikanischen Gesellschaft. Die darf man sicher 'anti-christlich' nennen, sollte das dann aber vielleicht nicht nur auf den Kapitalismus Trump'scher Prägung beschränken.
In so fern kann man Trump sogar ein bisschen dankbar sein. In so vulgärer und drastischer Form vorgeführt zu bekommen, wohin es führt (bzw. führen könnte), wenn das große Geld die politischen Institutionen kapert und sich primär nur noch um Seinesgleichen kümmert: Wie hätte ein warnendes Beispiel noch deutlicher ausfallen können.
Statt eines Gebets 'gegen' Trump würde ich daher eher für sich öffnende Augen bei den ihn unterstützenden Amerikanern, aber auch bei uns beten. Es sind nicht nur die Charakterschwächen Trumps, die seine Politik widerlich machen.
Wie hätte ein warnendes Beispiel noch deutlicher ausfallen können.
Nicht deutlich genug als dass immer noch etliche Anhänger zu ihm halten... Doppelmoral macht's möglich: Wenn sich Demokraten im Amt bereichern, dann sind diese deshalb "Staatfeinde" und "korrupt".
Wenn Trump sich im Amt auf noch viel schamlosere Weise in aller Öffentlichkeit bereichert, dann zeigt das "Stärke" und "wirtschaftliche Intelligenz".
Wenn Menschen mehrheitlich so drauf sind, dann funktioniert Demokratie wirklich nicht mehr... ich hoffe jedenfalls, dass die Tendenz nicht noch weiter in diese Richtung geht. Orban ist gescheitert, Putin verliert den Krieg, Trump wirkt hilflos im Irankrieg - vielleicht gibt es ja noch Hoffnung.