Geschichtslehrer enthauptet
Hallo Ihr Lieben
In Frankreich wurde mutmaßlich ein Gesichtslehrer enthauptet, weil er seinen Schülern die Mohammed-Karrikaturen aus der Zeitschrift 'Charlie Hebdo' zeigte. ( https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/conflans-saint-honorine-mann-bei-paris-enthauptet-17006155.html)
Wie wirkt diese Nachricht auf Euch? Insbesondere auf Euch als Christen? Sehr Ihr darin einen drohenden Religionskrieg? Die irre Tat eines Einzelnen? Das Schicksal, welches wir als Christen auszuhalten haben? Die Entfaltung eines Klimas der Angst? ....?
Persönlich tue ich mich schwer damit, diese Nachricht einzuordnen. Einerseits gibt es in Frankreich rund 5 Millionen Muslime, die ganz offenkundig nicht dazu bereit sind, Geschichtslehrer zu ermorden.
Andererseits zeigt nicht zuletzt der aktuelle Charlie Hebdo Prozeß, wie einschneidend die Terroraktionen einzelner Muslime die freie Medienlandschaft Frankreichs (und anderer europäischer Nationen) beeinflußen und dazu führen, Muslime und die Praxis ihres Glaubens lieber nicht mehr zu kritisieren. Seht Ihr diese 'Schere im Kopf' auch in Deutschland oder ist das eher ein französisches Problem?
Beste Grüße
Orleander
Hi,
Veröffentlicht von: @mrorleanderWie wirkt diese Nachricht auf Euch? I
Ich finde sowas tragisch. Es ist schrecklich für eine Gesellschaft, wenn in ihr Terror heranwächst. Es ist schrecklich für eine Gesellschaft, wenn wertvolle Mitglieder ermordet werden.
Veröffentlicht von: @mrorleanderInsbesondere auf Euch als Christen? Sehr Ihr darin einen drohenden Religionskrieg?
Das finde ich nun eine seltsame Frage. Es ist - da in Frankreich, wo es traditionell sehr wenige Christen gibt - reichlich unwahrscheinlich, dass da ein gläubiger Christ ermordet wurde. Und auch Charlie Hebdo hat vor den Mohammed-Karrikaturen eher dadurch Schlagzeilen gemacht, dass sie Auseinandersetzungen (vor Gericht, aber sicher nicht nur) mit Christen hatten, die sie genüßlich und bösartig durch den Kakao gezogen haben.
Als Beispiel, schaut euch mal die zweite hier an, ich erwarte Begeisterung, weil Meinungsfreiheit und so...
https://qz.com/322550/charlie-hebdo-has-had-more-legal-run-ins-with-christians-than-with-muslims/
Also eine Auseinandersetzung Christen vs. Muslime finde ich ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ich bezweifle auch, dass sich Christen mehr fürchten müssen als alle anderen.
Veröffentlicht von: @mrorleanderIhr darin einen drohenden Religionskrieg?
Die Frage ist, wer da gegen wen Krieg führt. Ich sehe da eher Hardliner gegen den rest der Welt...
Veröffentlicht von: @mrorleanderDie Entfaltung eines Klimas der Angst?
Das ist das Ziel von Terror, egal welcher Terror.
Veröffentlicht von: @mrorleanderDie irre Tat eines Einzelnen?
Nein. Natürlich haben Terroristen (auch die, die jetzt nicht im Auftrag und mit der Unterstützung einer klar definierten Gruppe handeln) ein Netzwerk, in dem ihr Denken geteilt wird. Nur ist das heute halt nicht mehr so wie vor 50 Jahren, dass man sich dafür persönlich kennen und gegenüber sitzen musste. Heute reicht es manchmal, wenn man weiß, dass es ein Forum gibt, in dem man für seinen Bullshit gefeiert wird.
Auf der anderen Seite ist Bereitschaft zum Mord immer und überall seltener als die berühmte große Klappe.
Veröffentlicht von: @mrorleanderSeht Ihr diese 'Schere im Kopf' auch in Deutschland oder ist das eher ein französisches Problem?
In Deutschland gab es nie eine so beißende Satire-Szene wie in Frankreich. Daher sind die Probleme hier anders.
Ich sehe auch in Deutschland andere Terroristen als aktiver. Mag natürlich Zufall sein, man weiß es nicht.
LG Bat
Veröffentlicht von: @littlebatAls Beispiel, schaut euch mal die zweite hier an, ich erwarte Begeisterung, weil Meinungsfreiheit und so...
Wieso Begeisterung? Mehr als Toleranz kann man nicht erwarten von denjenigen, deren Glaube gerade durch den Kakao gezogen wird.
Veröffentlicht von: @littlebatAlso eine Auseinandersetzung Christen vs. Muslime finde ich ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ich bezweifle auch, dass sich Christen mehr fürchten müssen als alle anderen.
Es gab aber durchaus schon gezielte Angriffe auf Christen, z.B. 2016 die Ermordung eines Priesters während einer Messe.
Veröffentlicht von: @miss-piggyEs gab aber durchaus schon gezielte Angriffe auf Christen, z.B. 2016 die Ermordung eines Priesters während einer Messe.
Ich habe auch nicht geschrieben, dass Christen nichts zu befürchten hätten 🙄 Lies was ich schrieb: Eine Auseinandersetzung Christen vs. Muslime halte ich für an den Haaren herbei gezogen.
Weil Islamisten alle im Visier haben, eine ganze Gesellschaft. Und in Frankreich sind die Angriffe doch recht eindeutig seltener gegen ausgewiesene Christen verübt worden. Oder möchtest du Orte wie das Bataclan nun zur Kirche deklarieren?
Ich finde es seltsam, wie manche einen Religionskrieg herbeizureden scheinen, den es so hier nicht gibt. Von einer Religion, die einfach nicht mehr den großen gesellschaftlichen Einfluss hat - die aber in der fundamentalistischen Ausprägung nicht gerade ein Ausbund an Demokratie, Gleichberechtigung oder Freiheit ist. So wird halt Christentum nur noch von wenigen praktiziert. Oh Wunder - wie bei den Moslems oder Juden...
Veröffentlicht von: @miss-piggyMehr als Toleranz kann man nicht erwarten von denjenigen, deren Glaube gerade durch den Kakao gezogen wird.
Aber das haben Christen auch nicht durch die Bank hinbekommen. Immerhin gab es viele Jahre sehr viele Prozesse von Christen wegen dieser "Satiren".
Und auch Christen sind nicht per se friedlich - google mal nach Army of God.
Übrigens ist mein Problem nicht, dass ich scheiße finde, wenn Terroristen terroristische Dinge tun. Mir fehlt da völlig das Verständnis. Nur geht mir das mit allen Terroristen so. Und ich sehe außerdem nicht, dass Islamisten ein besonderes Problem mit europäischen Christen haben, wenn man das in Relation zu sämtlichen Opfern setzt.
Verstehe ich das richtig?
Veröffentlicht von: @littlebatVon einer Religion, die einfach nicht mehr den großen gesellschaftlichen Einfluss hat - die aber in der fundamentalistischen Ausprägung nicht gerade ein Ausbund an Demokratie, Gleichberechtigung oder Freiheit ist. So wird halt Christentum nur noch von wenigen praktiziert. Oh Wunder - wie bei den Moslems oder Juden...
Du bist der Meinung, dass die Mehrheit der Muslime ihre Religion demokratisch, gleichberechtigt und in Freiheit praktiziert?
Veröffentlicht von: @littlebatNö.
Ach so. Besten Dank für deine Antwort.
Ich sehe hier auch keinen Religionskrieg, sondern einen Krieg einiger islamischer Hardliner gegen den Rest der Welt. Die allermeisten Opfer sind "Zufallsopfer", die zur falschen Zeit am falschen Ort waren.
Und dennoch gibt es auch (!) gezielte Angriffe, z.B. auf Christen und ganz besonders auf Juden und jüdische Einrichtungen. Ob das statistisch ins Gewicht fällt, weiß ich nicht. Bei den jüdischen Opfern eventuell schon.
Veröffentlicht von: @littlebatSo wird halt Christentum nur noch von wenigen praktiziert.
Das ist mir bekannt, besonders in Frankreich sind es noch viel weniger als in Deutschland. Mich stört es auch gar nicht, dass die Volkskirchen allmählich auf ein Maß zurückschrumpfen, das den wirklichen Anteil an Christen realistisch darstellt. Im Gegenteil, ich begrüße das.
Veröffentlicht von: @littlebatAber das haben Christen auch nicht durch die Bank hinbekommen. Immerhin gab es viele Jahre sehr viele Prozesse von Christen wegen dieser "Satiren".
Das ist doch in Ordnung, wenn man mit rechststaatlichen Mitteln versucht dagegen vorzugehen. Ich persönlich würde meine Energie nicht für so einen Kampf verschwenden, ich ignoriere solche Zeitschriften oder Kabarettisten halt einfach. Aber grundsätzlich ist dagegen nichts zu sagen.
Veröffentlicht von: @littlebatUnd auch Christen sind nicht per se friedlich.
Ja, das wissen wir spätestens seit den Kreuzzügen.
Veröffentlicht von: @miss-piggyIch sehe hier auch keinen Religionskrieg, sondern einen Krieg einiger islamischer Hardliner gegen den Rest der Welt. Die allermeisten Opfer sind "Zufallsopfer", die zur falschen Zeit am falschen Ort waren.
Genau. Und daher habe ich die Frage im Ausgangsposting eben so beantwortet. Dort wurde nämlich die Frage nach dem Religionskrieg gestellt.
Veröffentlicht von: @miss-piggyUnd dennoch gibt es auch (!) gezielte Angriffe
Hab ich ja nicht bestritten.
Veröffentlicht von: @miss-piggyDas ist doch in Ordnung, wenn man mit rechststaatlichen Mitteln versucht dagegen vorzugehen.
Ich habe da sicher nichts gegen gesagt.
Es ging darum, dass anscheinend die Idee vorherrscht, dass man solche Bösartigkeiten gutheißen müsse, weil sie ja "Meinungsfreiheit" seien.
Veröffentlicht von: @miss-piggyJa, das wissen wir spätestens seit den Kreuzzügen.
Da muss man gar nicht so weit weg schauen. Eine ähnliche Altersstruktur und gesellschaftliche Position würde vielfach wahrscheinlich schon reichen... sprich: mehr junge Männer mit wenig guten Aussichten für die Zukunft reichen, um ein enormes Gewaltproblem zu schaffen. Unter welchem Banner die sich dann sammeln, ist wohl leider zufällig.
Daher fällt es mir sehr schwer da einen drohenden Religionskrieg zu erkennen.
Veröffentlicht von: @littlebatEs ging darum, dass anscheinend die Idee vorherrscht, dass man solche Bösartigkeiten gutheißen müsse, weil sie ja "Meinungsfreiheit" seien.
Das nehme ich nicht so wahr, dass diese Idee vorherrscht. Im Gegenteil, es wurde doch damals nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo schon diskutiert, dass diese Karikaturen grenzwertig sind. Man muss die sicher nicht gut finden.
Veröffentlicht von: @littlebatEine ähnliche Altersstruktur und gesellschaftliche Position würde vielfach wahrscheinlich schon reichen... sprich: mehr junge Männer mit wenig guten Aussichten für die Zukunft reichen, um ein enormes Gewaltproblem zu schaffen. Unter welchem Banner die sich dann sammeln, ist wohl leider zufällig.
Für ganz zufällig halte ich das nicht. Der Koran liefert eine "gute" Grundlage für Gewalt, in die Bibel muss man den Aufruf zu Krieg und Gewalt hineininterpretieren.
Veröffentlicht von: @miss-piggyFür ganz zufällig halte ich das nicht.
Ich bin da leider nicht sehr optimistisch.
Kommt leider oft einfach darauf an, wer den jungen Leuten was und wie verkauft. Am Ende mag es nicht das "Christentum" sein, das dir vorschwebt. Das hilft aber leider nicht weiter.
"" ähnliche Altersstruktur und gesellschaftliche Position würde vielfach wahrscheinlich schon reichen... sprich: mehr junge Männer mit wenig guten Aussichten für die Zukunft reichen, um ein enormes Gewaltproblem zu schaffen. Unter welchem Banner die sich dann sammeln, ist wohl leider zufällig.
Daher fällt es mir sehr schwer da einen drohenden Religionskrieg zu erkennen.""
Mit Sicherheit wirkt sich Armut und Perspektivlosigkeit immer beschleunigend aus. Wo Wohlstand ist kommt zwar Dekadenz aber Gott dei Dank Kriminalität geht 🙂
Allerdings gibt es durchaus schon Unterschiede zwischen den Hintergründen. Verantwortung für die ganze Entwicklung trägt aber dann nicht der einzelne dafür sondern eher die Gruppendynamik. Jede Gruppe hat Stärken und Schwächen.
Beispiel Clans in Berlin. Unrealistisch das dies mit deutschstämmigen zu sowas kommt. Dafür halten die Familien dort eben generell zusammen was positiv ist, während Deutsche oft verstritten oder für sich sind und alleine dastehen.
Veröffentlicht von: @derneinsagerAllerdings gibt es durchaus schon Unterschiede zwischen den Hintergründen.
Du kannst nicht "deutsches Kleinbürgertum" mit "libanesischer Clan" vergleichen... 😉 Natürlich gibt es verschiedene sozialkulturelle Strukturen, die sicher auch noch dazu beitragen, ob Leute kriminelle Familienclans bilden oder nicht.
Wobei Islamisten eher seltener in solchen Clanstrukturen hängen, und daher würde ich das Thema "Clan" auch einfach beiseite lassen. Es passt hier nicht. Islamismus ist kein Familiending, sondern ein Gruppending. So wie Rechtsextremismus etc.
Veröffentlicht von: @derneinsager. Verantwortung für die ganze Entwicklung trägt aber dann nicht der einzelne dafür sondern eher die Gruppendynamik.
Sehe ich nicht so. Verantwortung trägt man selbst. Man kann durchaus selbst entscheiden, ob man Leuten den Hals durchschneidet oder nicht - Gruppe hin, Gruppe her.
Sonst kann man die Hirnforschung vorschicken, die ja weiß, dass das Hirn entscheidet bevor überhaupt im Bewusstsein ist, dass es was zu entscheiden gibt... In meinen Augen entbindet es niemanden von seiner eigenen verantwortung, dass er ne schlimme Kindheit etc. hatte.
Aber die Tatsache, dass es ein Gewaltproblem bei jungen, perspektivlosen Männern gibt, sollte dazu führen, dass man (in Form der Politik und der Gesellschaft) sich dieses strukturellen Problems annimmt.
Nur macht das die Toten nicht mehr lebendig. Und es hat auch irgendwie nichts mehr damit zu tun, dass ich die frahen von orleander eben nicht im Sinne "Religionskrieg" und "sie wollen nur die Christen ausrotten" beantwortet hab... 😉
LG Bat
Muslime und Christen
Veröffentlicht von: @littlebatAlso eine Auseinandersetzung Christen vs. Muslime finde ich ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ich bezweifle auch, dass sich Christen mehr fürchten müssen als alle anderen.
Gerade für die radikalen Muslime ist doch viel mehr die westliche/moderne Lebensweise ein rotes Tuch als die christliche. Ich meine schon wiederholt und des öfteren gelesen zu haben, dass gläubige bis radikale Muslime, gläubige Christen viel mehr respektieren würden als Menschen ohne Glaube/Religion. Das geht mitunter so weit, dass Muslime in der Schweiz gar christlich bekennende politische Parteien unterstützen oder wählen resp. gar darin aktiv werden.
Ich war auch mal in einem christlichen Hotel in der Schweiz, das dem VCH-Verbund angehört und oha, es war auch eine muslimische Familie dort, war wohl auch kein Zufall. 😊
Veröffentlicht von: @tamaroGerade für die radikalen Muslime ist doch viel mehr die westliche/moderne Lebensweise ein rotes Tuch als die christliche.
Das ist auch mein Eindruck. Und daher sehe ich eben die ganze Gesellschaft im Visier.
Veröffentlicht von: @tamarodass gläubige bis radikale Muslime, gläubige Christen viel mehr respektieren würden als Menschen ohne Glaube/Religion
Kann ich nichts zu sagen, würde ich so pauschal auch nicht denken. Fundamentalistische Muslime und Juden halten gläubige Christen teilweise für Götzenanbeter. Daher kann ich nicht sagen, wie Terroristen das sehen. Meine Schätzung ist: ist denen wumpe, hauptsache, sie können Menschen Angst einjagen.
Ob sich der Lehrer bewusst war, dass er mit dem Thema "Meinungsfreiheit" bei muslimischen Schülern mit den Mohammed-Karikaturen in ein Wespennest sticht und provoziert? Ist die Schule, der Geschichtsunterricht der richtige Ort dafür?
Die Re-Aktion eines einzelnen ist allerdings tragisch im Sinne einer Tragweite, die ihre Folgen haben wird.
Ich hoffe doch sehr, dass es Gruppen unter den Muslimen gibt, die dazu nicht schweigen.
Tja, ich kenne auch die Karikaturen, wo christliche Symbole ins Lächerliche gezogen werden Bei mir lösen sie manchmal ein leises Lächeln aus, weil ich bei mir denke: Auf den Punkt getroffen, man darf auch über sich lachen. Manche Karikaristen nennen sich selbst Christen. Der frühere - schon verstorbener - Bischof von Innsbruck, Reinhold Stecher, war ein solcher.
Und wir Christen können uns wehren, mit deutlicher u n d versöhnlicher Sprache, wenn wir es ins Lächerliche gezogen, beleidigend usw. empfinden.
Ich frage mich oft: Wo dürfen Muslime das lernen?
Man kann von einem Lehrer erwarten seine Schüler zu kennen.
Ich denke er muss sich bewusst gewesen sein auf die Füße zu treten.
Allein mit einer so heftigen Reaktion rechnet niemand.
Veröffentlicht von: @mrorleanderPersönlich tue ich mich schwer damit, diese Nachricht einzuordnen. Einerseits gibt es in Frankreich rund 5 Millionen Muslime, die ganz offenkundig nicht dazu bereit sind, Geschichtslehrer zu ermorden.
Natürlich ist die Mehrheit dazu nicht bereit. Allerdings hege ich große Zweifel daran, dass eine große Mehrheit diese Tat so schrecklich furchtbar findet, wie wir das tun.
Wir sind ja auch nicht seit Jahren Zielscheibe von diesem Schmierblatt.
Siehe unten.
Die Gewalt ging nun nicht gegen das linke Schmierblatt, sondern nur gegen einen Lehrer der das Blatt toll findet. Abgesehen davon kann Gewalt keine Mittel sein die eigenen Interessen durchzusetzen.
Ich habe Karikaturen aus Charlie Hebdo gesehen, ich möchte aus Anstand nicht dorthin verlinken.
Natürlich möchte ich auf keinen Fall dazu auffordern, auf Beleidigungen mit Gewalt zu antworten. Das ist der falsche Weg.
Aber die Mohammed-Karikaturen in Charlie Hebdo sind so fürchterlich, so bewusst verletzend, und so rassistisch, daß ich mich mit Charlie Hebdo nicht uneingeschränkt solidarisieren kann.
Denn sowas zu zeichnen, also bewusst eine Minderheit lächerlich zu machen, ist auch eine Form von Gewalt.
Man denke da nur an die Judenkarikaturen damals im "Stürmer"....
Übrigens zeichnet Charlie Hebdo auch teils sehr verletzende antijüdische und antichristliche Karikaturen.
Z.B. Gott als hasserfüllter Attentäter mit Maschinengewehr.
2009 wurden sie wegen einer antisemitischen Karikatur verurteilt, und das will in Frankreich einiges heißen.
Wenn Gott und Mohammed bei schwulem Sex gezeigt werden, dann machen die sich nicht nur über Gott lustig, sondern auch über Homosexuelle.
Dargestellt auf der Titelseite wurde übrigens mal ein Muslimbruder in Ägypten, der einen Koran vor sich hält und durch den Koran hindurch erschossen wird. Da steht: "Der Koran ist scheiße. Er hält keine Kugeln ab." Wie sollten Muslime das nun interpretieren? Als Aufforderung daß sie alle erschossen werden sollen?
(Nicht daß ich für die Muslimbrüder oder andere Islamradikale irgendwie Sympathien hätte, aber wenn Werte und Grenzen nur für diejenigen gelten die uns sympathisch sind, taugen sie nichts.)
Einmal haben die eine schwarze Justizministerin als Affen dargestellt....
Mit schwarzen Menschen darf man eines auf keinen Fall machen, nämlich sie als Affen bezeichnen. Das haben nämlich die Kolonialherren gemacht, für die waren Schwarze kaum mehr als Tiere. Und Schwarze die aus den Ländern kommen wo Frankreich heute noch viel entscheidet (die Währung von 9 afrikanischen Ländern wird in Paris gesteuert), sind da besonderst empfindlich.
Ich sehe die Gewalt nicht nur auf einer Seite, muss ich ganz ehrlich sagen...
Und ich bin nicht der Meinung, daß Satire alles darf. Denn ab der Unterschreitung eines gewissen Mindestniveaus und Anstandes ist auch Satire Gewalt.
(Was jetzt nicht heißen soll, daß ich für islamistische Radikale irgendwelche Sympathien hätte.)
Nachtrag vom 18.10.2020 1111
Hier auch ein Kommentar aus der Süddeutschen damals nach dem Anschlag:
https://www.sueddeutsche.de/panorama/kritik-an-satirezeitschrift-charlie-sein-oder-nichtsein-1.2298735
"Männer, die keine Rücksicht auf religiöse Gefühle nahmen und immer wieder sexistische, homophobe und rassistische Beiträge veröffentlichten. So titelte das Blatt anlässlich der Begeisterung eines Papstbesuchs in Paris "Franzosen so dumm wie Neger"."
Nachtrag vom 18.10.2020 1119
PS: Der tote Flüchtlingsjunge Aylan, dessen Foto vor ein paar Jahren die Gemüter bewegt hat...
Charlie Hebdo hat eine Frage gestellt: Was würde aus Aylan werden, wenn er erwachsen werden würde?
Beantwortet hat Charlie Hebdo diese Frage folgendermaßen: Ein notgeiler Lustmolch.
Danke für die Information zu dieser Zeitung.
Erinnert mich an "Titanic" auch eine Zeitung die provoziert und auf nichts Rücksicht nimmt - Siehe das Bild mit dem Papst und dem Fleck auf der Soutane.
Grenzen
Das hast Du schon völlig richtig dargestellt. Die Frage ist nur, wo wer welche Grenzen setzt.
"Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu", diese Regel hat Jesus nie außer Kraft gesetzt.
Also alles was man selbst nicht wollen würde, wenn man in der gleichen Lage wäre, also wenn man eine ethnische oder religiöse Minderheit wäre, oder eine Frau die schon von Frauendiskriminierung betroffen war usw., verbietet sich.
Und was Mohammed-Karikaturen angeht:
Wirklich gläubige Muslime, also nicht irgendwelche Hinterwäldler die nur drei Koranverse kennen, sondern solche die wirklich Ahnung von ihrer Religion haben, würden uns das nie im Leben mir gleicher Münze heimzahlen, d.h. sie würden nie etwas beleidigendes über Jesus zeichnen. Weil nämlich Jesus im Islam der wichtigste Prophet nach Mohammed ist.
Satire nimmt einen tatsächlichen Sachverhalt auf und führt ihn z.B. durch Übertreibung ad absurdum. Das kann ich bei Hebdo nicht erkennen. Deshalb gilt hier meine Solidarität nur der Berechtigung der Mitarbeiter, nicht ermordet zu werden.
Abgesehen von allem anderen hätte sich die moslemische Gemeinschaft selbst und der ganzen Welt einen größeren gefallen getan, wenn sie eine ganzseitige Anzeige in den wichtigsten Zeitungen veröffentlicht hätte, die besagt, dass die Leute bei Charlie Hebdo nicht alle Tassen im Schrank haben.
Bully
Veröffentlicht von: @queequegSatire nimmt einen tatsächlichen Sachverhalt auf und führt ihn z.B. durch Übertreibung ad absurdum. Das kann ich bei Hebdo nicht erkennen. Deshalb gilt hier meine Solidarität nur der Berechtigung der Mitarbeiter, nicht ermordet zu werden.
Kapier ich gerade nicht. Weil Du gerade nicht erkennen kannst, inwiefern Charlie Hebdo Deiner Definition von Satire entspricht, gilt Deine Solidarität nur einer Berechtigung? 🤨
Veröffentlicht von: @queequegAbgesehen von allem anderen hätte sich die moslemische Gemeinschaft selbst und der ganzen Welt einen größeren gefallen getan, wenn sie eine ganzseitige Anzeige in den wichtigsten Zeitungen veröffentlicht hätte, die besagt, dass die Leute bei Charlie Hebdo nicht alle Tassen im Schrank haben.
Größeren Gefallen als wen/was? Die Leute bei Charlie Hebdo haben sehr wohl "alle Tassen im Schrank", insoweit man damit ausdrückt, dass sie geistig gesund sind. Sie sind darüber hinaus nur eben auch noch mutig, ebenso mutig wie Monsieur Paty es war.
Inwieweit "die moslemische Gemeinschaft" - wer immer das auch sein mag - alle Tassen im Schrank hat, will ich nicht mal beurteilen. In diesem Fall scheint es mir aber so zu sein, dass diejenigen unter den Muslimen, welche gegen die Freiheitswerte des säkularen Westens agieren, in dieser Causa geschickt (also eben nicht verrückt, sondern schlau) agieren, wenn sie es schaffen, dass z.B. hier nun nur noch die "Berechtigung der Mitarbeiter, nicht ermordet zu werden" der Solidarität für würdig erachtet wird, statt die Berechtigung von Menschen, die verfassungsgemäß eigentlich garantierten Freiheiten auch wahrzunehmen.
Im übrigen geht es bei der Causa Charlie Hebdo genaugenommen nicht um Satire, sondern um Karikaturen, aber das nur am Rande (und selbst in Fachkreisen - wie z.B. den Illustratoren - wird da kaum streng unterschieden): Satire bezieht sich immer auf ein Geschehen, einen Prozeß. Eine Mohammed-Karikatur erregt schon allein dadurch Anstoß, dass dieser angebliche Prophet überhaupt gezeigt wird, was eben gegen das im Islam bis heute strikter durchgezogene Bilderverbot verstößt. Wie witzlos/ig oder geschmackvoll/los eine Mohammed-Karikatur nun sei, ist also hier gar nicht der Kern der Angelegenheit. Der Kern der Angelegenheit ist dieser: "Ich hänge einer Ideologie an, nach welcher XYZ heilig ist. Du drückst aus, dass dir XYZ nicht heilig, sondern lächerlich ist. Das darfst du nicht, halt die Fresse!"
Man kann an der Stelle nachgeben und sich ducken. Und man kann an der Stelle selbstverständlich auch abrücken von denen, die sagen, was sie lächerlich finden. So, wie man ja auch auf den Pausenhof von denen abrücken kann, die mit einer spitzen Bemerkung den Bully dazu veranlassten, sie zu verprügeln.
Damit wird man aber den Bully in seinem Verhalten bestärken.
Veröffentlicht von: @jack-blackWeil Du gerade nicht erkennen kannst, inwiefern Charlie Hebdo Deiner Definition von Satire entspricht, gilt Deine Solidarität nur einer Berechtigung?
Korrekt. Die Mitarbeiter von Charlie Hebdo haben jedes Recht der Welt, für ihre Arbeit nicht ermordet zu werden. Für ihre Karikaturen können sie meine Solidarität nicht beanspruchen, weil ich sie als pure Beleidigung empfinde.
Irgendjemand hatte mal genau diesen Gedanken als Aphorismus formuliert:
"Ich teile zwar nicht ihre Meinung, aber ich stehe dafür ein, dass Sie Ihre Meinung sagen dürfen."
Ja, so habe ich das gemeint. Ich finde die Karikaturen von Charlie Hebdo völlig unterirdisch. Aber aus meiner Einschätzung kann ich nicht ableiten, dass ihre Zeichner sie nicht veröffentlichen dürften.
Veröffentlicht von: @queequegFür ihre Karikaturen können sie meine Solidarität nicht beanspruchen, weil ich sie als pure Beleidigung empfinde.
Wie sieht denn Solidarität konkret aus? Jetzt am konkreten Beispiel diskutiert: Sieht Solidarität mit denen, auf die terroristische Mordanschläge verübt wurden, so aus, dass man ihnen (bzw. über sie) erzählt, sie hätten keine richtige Satire fabriziert?
Mir fällt zu solcherart Solidarität eine ständige Redewendung meines Großonkels ein: "Da kann ich mir nix von kaufen."
Ich kenne keine denkbare Reaktion von Dir oder mir oder sonstwem, für die sich die Ermordeten etwas kaufen könnten.
Ich denke, Solidarität kann sich nur auf der Ebene der Meinung abspielen. Und da bleibe ich dabei, dass niemand das Recht hat, jemanden, der grottenschlechte Satire fabriziert, umzubringen.
Veröffentlicht von: @queequegIch kenne keine denkbare Reaktion von Dir oder mir oder sonstwem, für die sich die Ermordeten etwas kaufen könnten.
Solidarität mit Toten zu üben kommt mir auch ein bisserl komisch vor. Es geht um Solidarität mit denen, die ungeachtet von Bedrohungen ihres Lebens weiter die Rechte wahrnehmen, die ihnen - zumindest in Frankreich - zustehen.
Veröffentlicht von: @queequegIch denke, Solidarität kann sich nur auf der Ebene der Meinung abspielen.
Okay, dann verstehen wir unter Solidarität Unterschiedliches, insbesondere hinsichtlich "konkreter" Solidarität, die sich meinem Dafürhalten nach an Handlungen, nicht in Meinungen, festmachen läßt. Insbesondere auch daran, dass etwas geleistet, riskiert und/oder geopfert wird.
Solidarisch ist der Streikende, der das Risiko der Aussperrung eingeht, um gerechtere Entlohnungen für seine Kollegen durchzusetzen.
Solidarisch sind im hier diskutierten Fall die Zeitungen, welche die in Rede stehenden Karikaturen ebenfalls abbilden, um den Feinden der freien Meinungsäußerung die solcherart breitere Stirn zu bieten. Solidarisch waren die Maßnahmen in manchen Orten Frankreichs, die Karikaturen auf öffentliche Gebäude zu projezieren.
Die Karikaturen dagegen öffentlich als grottenschlecht zu bezeichnen und so auf das Narrativ der Terroristen einzugehen, bezeichne ich als unsolidarisch: es signalisiert Verständnis für ihre Reaktionen.
Veröffentlicht von: @queequegUnd da bleibe ich dabei, dass niemand das Recht hat, jemanden, der grottenschlechte Satire fabriziert, umzubringen.
Das ist eine Trivialität - wer hätte dem hier widersprochen?
Eins von beidem oder beides?
Eines:
Veröffentlicht von: @jack-blackDie Karikaturen dagegen öffentlich als grottenschlecht zu bezeichnen und so auf das Narrativ der Terroristen einzugehen, bezeichne ich als unsolidarisch: es signalisiert Verständnis für ihre Reaktionen.
Das Andere:
Veröffentlicht von: @jack-blackVeröffentlicht von: @queequegUnd da bleibe ich dabei, dass niemand das Recht hat, jemanden, der grottenschlechte Satire fabriziert, umzubringen.
Das ist eine Trivialität - wer hätte dem hier widersprochen?
Oder? Oder nicht?
Ich finde weiterhin, dass ich unterschiedlichstes Handeln - und die Ergebnisse unterschiedlichsten Handelns - weiterhin als grottenschlecht bezeichnen kann, können dürfen muss (oder so *g*). Schlechte Musik, schlechte politische Entscheidungen, schlechtes Essen, schlechte Satire, schlechte Syntax (wie meine grade) etc.
Und zwar, ohne, dass ich mir danach anhören muss, dass ich Verständnis dafür habe, dass jemand den schlechten Musiker, den schlecht handelnden Politiker, den schlechten Koch, den schlechten Satiriker oder die schlechte Schreiberin umbringt. Das ist doch ... trivial, oder etwa nicht?
Veröffentlicht von: @lubovIch finde weiterhin, dass ich unterschiedlichstes Handeln... weiterhin als grottenschlecht bezeichnen kann, können dürfen muss
Natürlich, das ist schließlich meine Freiheit, die nicht weniger legitim ist wie die von Charlie Hebdo.
Es ist schon eine merkwürdige Vorstellung, man würde dadurch Solidarität erweisen, dass man eine Kritik nicht äußert.
Ich finde deinen Beitrag grauenhaft. Weil er relativiert und das in der schrecklichsten Weise.
Allein dass du den Stürmer mit Charlie Hebdo in einem Satz nennst geht gar nicht. Charlie Hebdo tritt, wie du es selbst sagst gegen jeden (ausser vermutlich gegen Atheisten und Linke). Oder anders herum: ist klar erkennbar, dass Charlie Hebdo einer bestimmten Seite zuneigt?
Denn solange sich ihre "Hetze" oder Satire nicht in der Politik niederschlägt MUSS Satire alles dürfen. Wo Satire nicht alles darf, da kann man davon ausgehen, dass der Totalitarismus herrscht. Also: was meinst du wie schnell die Machthaber von Nordkorea und China sehr verletzt und beleidigt sind weil sie auf übelste Weise durch den Kakao gezogen werden?
Und die Satire hat Grenzen nämlich die Persönlichkeitsrechte anderer. Aber sämtliche von die geschilderten Beispiele beleidigen Gott oder einen längst verstorbenen "Propheten" JEDOCH NICHT eine lebende Person.
Was also bleibt, wenn jemand nicht PERSÖNLICH beleidigt wird? (OK die Justizministerin... die jedoch ist eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und muss mehr abkönnen; Kohl damals und Merkel heute (mit Adolfschem Blockbärtchen) mussten viel unterhalb des Anstandsgürtels ertragen). Die Verletzung eines Gefühls eines religiösen Gefühls. Diese Übergewichtung der Wichtigkeit von Gefühlen ist etwas, das man bereits viel zu stark Einfluß hat nehmen lassen.
Freilich ist das nicht schön und widerwärtig derart in die Fühls getreten zu werden. Doch wo fängt das an, wo hört das auf? Soll ich jetzt Modern Talking Fans mit dem Samthandschuh anfassen, weil sie die Gruppe für die Offenbarung schlechthin halten?
Richtig ist hier allein, dass man diesen Menschen und ihren religiösen Gefühlen zumuten muss und kann, dass sie darüber stehen!
Deine Einschätzung teile ich. Es ist ein übler Beitrag.
Kategorial völlig unterschiedliche Verhaltensweisen werden ausführlich ausgebreitet und einander gleichgesetzt (hier sogar mit demselben Wort „Gewalt“) und so getan, als ob das Tatopfer das zivilisatorisch völlig überbordende Fehlverhalten des Täters provoziert hätte und sein Tod letztlich selbst verantwortet war.
Einen toten Dreijährigen treten... ihm unterstellen daß er ja sowieso nur ein Vergewaltiger geworden wäre (und deswegen des Tod verdient hätte)... ist das noch "Satire die alles darf"??
Ist es noch "Satire die alles darf", wenn schwarze Fußballspieler als Affen beschimpft werden und mit Bananen beworfen werden, wie in europäischen Fußballstadien schon mehrfach vorgekommen?
Auch für Charlie Hebdo sind Schwarze offensichtlich Affen...
"Franzosen dumm wie Neger": Ist das noch "Satire die alles darf"??
Aha, Neger sind also alle dumm....
Würde es nur um ein paar Mohammed-Karikaturen gehen, würde ich auch sagen: Die Muslime sollen sich nicht so haben, wir Christen müssen auch Spott ertragen. Allein schon was Ralph Ruthe zeichnet, ist auch nicht immer zartbesaitet.
Es geht aber um ein regelrechtes Dauerfeuer an Rassismus, um eine absichtlich verletzende und abwertende Schmiererei nach der anderen.
Und das ist nicht mehr "Satire", das ist schon eine Form von Gewalt!!
Nachtrag vom 07.11.2020 1411
Nein, ich solidarisiere mich nicht mit menschenverachtenden Brandstiftern. Je ne suis pas Charlie!
Was meinst du mit offenkundig?
Wenn es sich so darstellt, dass die meisten es nicht tun, weil sie sich nicht trauen, die wenigsten aber der Meinung sind, dass es falsch ist, dann finde ich das offenkundig verbesserungswürdig.
Nun ja, ich habe den Thread verfolgt und es kribbelte bei so manchen Beitrag zu antworten, aber ich hielt mich zurück, weil ich die vielen unfruchtbaren Diskussion leid, denn dass Ergebnis von so mancher Diskussion ist letztlich nur noch Hass. Aber der Einwand, Enthauptung ist nicht richtig und dann aber und dann Charlie Hebdo hätte das nicht ... ist einfach unerträglich. Zumal ich keinen Artikel kenne, der direkt Charlie Hebdo die Schuld gibt. Charlie Hebdo war offensichtlich ein Fallbeispiel, aber es ging um die Frage der Meinungsfreiheit. Darüber wurde, soweit ich die Berichte kenne diskutiert und zur Meinungsfreiheit gehört auch, dass man diese Satire für sich ablehnt, sich mehr Respekt wünscht und anderes.
Frankreich ist, was die Freiheiten betrifft das Mutterland in Europa. Das heißt nicht, dass Frankreich in der Rückblende alles richtig gemacht hat, aber Frankreich hat über sein Land hinaus einen Anstoß gegeben, dass wir in einem friedlichen miteinander Freiheitsrechte haben und das ist aus meiner Sicht nicht das Ende der Fahnenstange, sondern die positive Entwicklung geht weiter. Auch unser bürgerlichen Rechte sind auf Napoleon zurückzuführen und Teile die uns solche Rechte garantieren und in der Verfassung stehen, sind auf unsere Verfassung, die so um die 1850 entstanden ist zurückzuführen. Unser Weg bis zur Gegenwart, war kein selbstverständlicher Weg, sondern ein Weg mit teils schmerzhafter Entwicklung. Hier sollten wir, aus Gründen des Minderheitenschutzes, oder welchen Gründen auch immer, nicht rückfällig werden. Meinungsfreiheit ist nicht nur ein Hohes Gut, sondern eine Säule für unsere Demokratie und dazu gehört auch die Meinung, die einen weh tut. Deswegen rechtfertigt sich auch nicht mit sanfterer Theorie, dass der Lehrer geköpft wurde. Es ist unabhängig von der Berechtigung einer Kritik an den Unterricht, auf einem niedrigen Niveau, wie
Anders Breivik, der oder die Mörder von Heinz-Herbert Karry der schon von den Braunen verfolgt wurde und den Roten ermordet. Oder wer auch immer. Ich kann mich noch erinnern, wie eine ältere Frau damals als Schleier ermordet wurde meinte, dass haben das richtige Schwein erwischt. Ich sage, aus Eigeninitiativen jemanden zu ermorden, ist immer gleich falsch. Und noch falscher ist es, wenn man den Mord zwar nicht billigt, aber dem Ermordeten ein Schuld zuweist.
Der Lehrer hat, so wie es sich anhört, seine Pflicht getan. Es ist wohl ein Fach, wie Gesellschafts. -Sozialkunde indem dieses Thema durchgenommen wurde und Frankreich wird wohl auch einen Lehrplan, oder ein Kursbuch haben, was an dem Thema wichtig ist.
Ermordet wurde der Lehrer von einem Flüchtling aus Russland. Frankreich hat seiner Familie Schutzrechte geboten. Der Mord von dem Schüler zeigt zumindest, dass er die Schutzrechte im falschen Land bekam und kann durchaus sein, dass die Familie in Russland verfolgt wurde, weil sie extremistisch ist, Hinter Untaten steht, an denen Blut klebt, oder an deren Hände selbst Blut klebt. Wenn jemand so großzügig, wie in Frankreich, Gast ist, Geld bekommt, um Leben zu können und vor allem Schutz genießt, dann ist es nicht zu viel, zu erwarten, dass dieser die Regeln, des Landes respektiert und sich solange er den großzügigen Schutz genießt, in dieses Land integriert. Zumal dieses Land auf anderen Ebenen nicht nur seine Religion "Islam" toleriert, sondern auch schützt. Frankreich braucht aus einem Minderheitenschutz heraus, seine Grundwerte nicht verbiegen und sollte islamisches Recht einführen. Der Täter war es, der die Freiheit, die Frankreich ihm geschenkt hat, missbrauchte. Das Ziel ist, wie bei den anderen Anschlägen, bei denen es sich um Charlie Hebdo dreht, offensichtlich niemand und auch kein Lehrer oder sonst wer, soll sich trauen, da wo man meints, dass es islamisches Recht ist, dem zu widersprechen. Dem muss entschieden etwas entgegengesetzt werden.
??
Frankreich braucht aus einem Minderheitenschutz heraus, seine Grundwerte nicht verbiegen und sollte islamisches Recht einführen.
Das hab ich nicht verstanden.
aus Russland oder aus Tschetschenien oder aus der Russischen Förderation?
Veröffentlicht von: @orangsayaErmordet wurde der Lehrer von einem Flüchtling aus Russland.
Für mich klingt das etwas anders als
"Flüchtling aus Tschetschenien"
Veröffentlicht von: @orangsayaFrankreich braucht aus einem Minderheitenschutz heraus, seine Grundwerte nicht verbiegen und sollte islamisches Recht einführen.
Hier kann ich staffan nur zustimmen.
Warum genau sollte Frankreich islamisches Recht einführen?
Weil es seine Grundwerte nicht verbiegen braucht.
Sind die Grundwerte Frankreichs islamisches Recht?
Grundwerte Frankreichs
Veröffentlicht von: @orangsayaFrankreich braucht aus einem Minderheitenschutz heraus, seine Grundwerte nicht verbiegen und sollte islamisches Recht einführen.
Da war doch was.
https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheit,_Gleichheit,_Br%C3%BCderlichkeit
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
Wo sind diese Grundwerte im Islam gegeben?
Meines Wissens nach gar nicht.
Muslime sind nicht frei, sondern Sklaven Allah. - Siehe "Abdullah".
Gleichheit - Muslime haben andere Rechte als Nichtmuslime
Brüderlichkeit - Muslime sind untereinander Brüder, in gewissen Grenzen
Brüderlichkeit - Muslime sind untereinander Brüder, in gewissen Grenzen
Auch Muslime sind einander spinnefeind.
Das hat aber nichts mit Grundwerten zu tun.
Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit sind die Grundwerte Frankreichs.
Nicht Wahabismus, Sunnitisch oder eine andere Glaubensrichtung.
Veröffentlicht von: @ungehorsamAuch Muslime sind einander spinnefeind.
Vom Ummagedanken her sollte es nicht so sein. Es gibt allerdings verschiedene Ausrichtungen und die werden zu einem hohen Anteil gewaltsam ausgetragen.