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Mene , mene tekel upharsin . ( Putin )

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Praktiker
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Gott hat die Tage deiner Herrschaft gezählt und ihr ein Ende bereitet . Du wurdest auf der Waage gewogen und für zu leicht befunden . Dein Reich wird geteilt und den Medern und Persern gegeben ( dieser Teil muß natürlich an die Gegebenheiten angepaßt werden ) .

In welche Rubrik dieser Thread gehört , für mich gehört er in die Realpolitik , für andere unter die Rubrik der Bibelverse , kann jeder selbst entscheiden .

Wenn man ein Wort ausspricht in eine Situation hinein - hier der Ukraine Krieg - gibt es 2 grundsätzliche Möglichkeiten .

1. Ich habe mir das Wort genommen , was weis ich brainstorming oder derartiges , und setze es von mir aus in die Situation hinein . Dann kann ich auch Sandburgen bauen , das ist ungefährlicher und schadet dem Wort Gottes weniger .

2. Gott spricht dieses Wort durch jemand in die Situation hinein . Dann wird es wohl so passieren .

Wenn Gott dieses Wort an Putin gerichtet hat wird er es wohl tuen .  Gott sein Dank sollte man da meinen . Für Spekulationen ist jetzt natürlich Tür und Tor geöffnet . Wer kann unterscheiden was von Gott kommt und was nicht ?

Gruß

Praktiker

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Tatokala
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Veröffentlicht von: @kintsugi

Aber Verfluchungen

Das wäre ja die Frage: Wenn man davon ausgeht, daß die funktionieren, dann wäre der Einfluss auf die Realpolitik schon möglich.

 

tatokala antworten
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Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@tatokala Würde man hier ein eigenes Thema anfangen müßte man den realen oder nicht realen Einfluß von okkulten Kräften prüfen was man wissenschaftlich kaum kann . Es haben sich schon viele Leute darüber die Köpfe zerbrochen . Man kann genauso wenig prüfen , ob etwas von Gott kommt oder nicht - wissenschaftlich betrachtet . Alles was aus dem Übernatürlichen , egal ob es von Gott , Satan oder den Menschen ausgelöst wird und damit in der realen Welt greifbar wird , kann so gut wie nicht zurück verfolgt werden . Jeder kann darüber mutmaßen was natürlich allen Möglichkeiten genug Raum gibt um sich zu äußern . Egal welche These man da aufstellt .

Es habe es für mich auf einen Punkt gebracht . " Meine Schafe hören meine Stimme .." Wer ein Schaf Gottes auf dem praktischen Weg mit Gott ist kann unterscheiden was von Gott ist - in seinem eigenen Lebensbereich - und was nicht .

Ich habe mich immer gewundert , warum Gott sein Königreich so "verschleiert" ( Gleichnisse ) . Jesus sagt , das es nur den Jüngern offenbart wird . Die anderen hören und hören doch nicht , verstehen und verstehen doch nicht .

Gruß

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Wolfberg
Beiträge : 10

Mene, mene tekel upharsin ist ein Ausspruch aus dem jüdischen Tanach (Dan. 5:25) und damit ein jüdischer Text mit jüdischer Bedeutung. Ihn auf die heutige Zeit und mit Putin in einem Kontext zu setzen, halte ich persönlich für hoch spekulativ.
Und den jüdischen, bronzezeitlichen Gott Elohim in einen Zusammenhang mit den heutigen, brutalen Angriffskrieg eines Psychopathen zu stellen, sehe ich als Dissoziation der Wirlichkeit.

wolfberg antworten
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Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@wolfberg Wenn Du es wissenschaftlich betrachtest hast Du völlig recht ! Ich selbst habe Abi 83 und ein abgebrochenes Agrarwissenschaftsstudium . Dazu noch , in gewisser weise als Kontrast , eine Bibelschule absolviert .  Wenn man es wissenschaftlich betrachtet ist die Bibel mehr als fragwürdig .

Wieso sollte ich also , der dazu noch täglicher Schachspieler ist , dieses Bibelwort in diesen klaren Zusammenhang setzen ?

Tja. Leider kann ich Dir keine Beweise oder logischen Antworten liefern . Sorry . Wir haben immer am Ende einer Beweisführung das "q. e. d." ( quod erat demonstrandum ) gesetzt . Es war eine logische , auf "Fakten" basierende Beweisführung .

Es gibt 2 Möglichkeiten 

1. Deine Feststellung trifft zu . Damit ist das Wort von mir auf die Situation hin ausgesprochen . Also mehr oder weniger ein frommer Wunsch . Aber eine Anmaßung . Von Mensch zu Mensch .

2. Naja . Gott hat es auf diese Weise angekündigt .

Wenn 1. zutrifft war es heiße Luft ( von mir ) und der Krieg geht solange weiter bis Putin die gesamte Ukraine unter seine Kontrolle gebracht hat , was auf Grund seiner militärischen Überlegenheit in meinen Augen nur eine Frage der ( leider langen ) Zeit ist . Oder es gibt einen Weltkrieg .

Trifft 2. zu . Was dann ? Selbst dann wird praktisch niemand Gott dafür verantwortlich machen sondern einem Lauf der Geschichte zugeschrieben . 

Gruß

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Wolfberg
(@wolfberg)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@praktiker 

Irgendwie kann ich Dir nicht folgen – im doppelten Sinn. Glaube in seinem imaginativen, subjektiven und konjunktiven (zu oft auch disjunktiven) “für wahr halten” kann ich kaum mit einer “Logik” oder mit Beweisen in einem Zusammenhang bringen (höchstens mit Symbolen, Ritualen und Vorstellungen) – ich kann es eben nur glauben und damit ist der “Berg” versetzt (oder er fällt mir auf den Kopf).

Vielleicht noch ein “Satz” zum exegetischen Code der jüdischen Schrift – denn nichts anderes ist die Bibel, da ausnahmslos alle Protagonisten Juden waren:

 

"Die Bibel ist nicht insofern Gottes Wort, als sie von Gott diktiert oder vom Himmel gesandt worden wäre - das unterscheidet die Bibel zum Beispiel vom Koran. Sondern die Bibel vermittelt in vielstimmigen menschlichen Worten das, was Menschen an ihren jeweiligen Orten vom Wort Gottes und seinen Wirkungen in ihrem Leben erlebt und erfahren haben. Die Bibel ist also nicht identisch mit der Offenbarung, sondern Zeugnis von Offenbarungserfahrungen. Da diese Zeugen schon 1800 bis 2500 Jahre vor uns gelebt haben, in antiken Sprachen schrieben und eine uns fremde Kultur voraussetzen, muss jede und jeder, um die Bibel überhaupt lesen und verstehen zu können, auf historisch-kritische Auslegungen zurückgreifen. Kritisch muss jede Auslegung sein, weil sie unterscheiden muss zwischen Wichtigem und Unwichtigem und manchmal auch zwischen historisch plausiblen und weniger plausiblen Informationen. Zum Beispiel dort, wo Evangelien unterschiedliche Aussagen zur Biografie Jesu machen. (...) Die Bibel sagt unmittelbar gar nichts, sondern sie braucht immer Übersetzung und Interpretation. (...) Einen antiken Text und jedes andere historische Phänomen kann man nur mit historischen und das heißt auch immer kritisch-unterscheidenden Methoden begreifen." (Angela Standhartinger, Theologin und Professorin für Neues Testament an der Philipps-Universität Marburg)

Einen angenehmen Abend!

wolfberg antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@wolfberg Also gibt es den Gott der Bibel nicht wirklich ? Sondern spiegelt die Bibel nur ein mehr oder weniger subjektives Empfinden dar ? Einen für jeden persönlich formbarer Glauben dar ?

Mein Beitrag war praktisch , wie eine Verästelung auf einem Diagramm , eine Abdeckung aller möglichen Varianten , die passieren könnten . Die Kernfrage ist !! Kann man IRGEND ETWAS davon verifizieren ? Ist Gott überhaupt willens einem irgend etwas zu offenbaren ? Und wenn dann wem ? Ich stelle diese Fragen nicht um eine Antwort darauf zu erhalten .

Ich für mich habe eine Antwort gefunden .

Gruß

Praktiker

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Wolfberg
(@wolfberg)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@praktiker 

"... spiegelt die Bibel nur ein mehr oder weniger subjektives Empfinden dar ? Einen für jeden persönlich formbarer Glauben dar ?"

 

Die Bibel spiegelt nicht mehr und nicht weniger wieder als die Mythologie, Kultur und religiöse Anschauung des jüdisch-israelitischen Volkes in verschiedenen historischen Situationen und Zusammenhängen.
Die Verifikation liegt zum einem in der Möglichkeit wissenschaftlichen Analyse der Genese von Religion, Kultur und Gentilverfassung einer Ethnie in der Bronzeit. Zum anderen in der subjektiven Rezeption religiöser Inhalte um daraus solche Metainhalte wie Sinn, Werte, Ziele, Hoffnungen, Überzeugungen, Weltanschauungen - letztlich auch Orientierungsformate - zu geben oder sich über Institutionen (wie Religionsgemeinschaften) zu verschaffen.

 

wolfberg antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@wolfberg Hast Du Theologie studiert ? Wenn man die Bibel in einer Skala darstellen wollte .

Ganz links : Die Bibel ist das von Gott gegebene Wort und man kann es praktisch erfahren .

Mitte : Es ist alles Theorie aber man redet über Gott .

Rechts : Alles Menschenwerk was mit Gott nicht zu tun hat .

Jeder kann sich seine Position aussuchen .

Die Bibel redet öfter darüber Gott zu suchen . Warum eigentlich ?

Gruß

Praktiker

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Wolfberg
(@wolfberg)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@praktiker 

"Ja, so spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben." Amos 5:4
Für die gentilen Gesellschaften war das "Göttliche", Transzendente so etwas wie die Vergewisserung in einem extrem ungewissen Leben.

Religion ist transempirische und nicht verifizierbare Realität die immer mit der Gewissheit des eigenen Todes als explanatorische Lücke und Hiatus korrespondiert und die dieser (kognitiv-bewussten) Ohnmacht als Konzept eine „Allmacht“ gegenüberstellt.: „Als einziges Wesen weiß sich der Mensch in seinem Dasein in reflexiver Konfrontation mit seinem eigenen Tod. Er lebt stets im bewussten Horizont seines eigenen ‚Nicht-(mehr-da-)seins. Dieses anthropologische Charakteristikum steht zugleich in einer Diathese mit zwei anderen Selbstvollzügen menschlichen Seins: Einerseits dem scheinbar widersprüchlichen Vollzug, im eigenen Handeln und Leben stets Sinn zu setzen, wo doch der gewisse Tod als radikale Infragestellung solchen Tuns ver-standen werden muss. Andererseits ist der Mensch kognitiv auf Unendlichkeit angelegt und transzendiert stets das Gegebene oder Erreichte. Das menschliche Subjekt fragt, (….), daher auch „notwendigerweise über die Grenze des eigenen Todes hinaus und verlang(en)[t] nach einem unbedingt bleibenden Sinn.“ Der Mensch entwirft sich gewissermaßen über sein eigenes Leben hinaus und weist so eine Struktur auf, die transzendentalphilosophisch als Hoffnungsartikulation auf ein Leben nach dem Tod interpretiert werden kann.“ (Daniel Remmel „ Die Auferstehung des Gekreuzigten. Eine Diskussion mit Hansjürgen Verweyen, Hans Kessler und Wolfhart Pannenberg über Grund, Inhalt und Rationalität des Osterglaubens“, Diplomarbeit, Fulda, 2013, 149 S., hier S.67,68)

wolfberg antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@wolfberg Redest Du von einer Absicherung durch Gott weil die Menschen früher viel mehr einen äußeren Schutz brauchten ? Wir leben heute in einer "abgesicherten Gesellschaft" mit klaren Regeln . Brauchen diesen Schutz also nicht mehr . Weder wirtschaftlich noch politisch .

Welche Gründe sollte es geben sich trotzdem in Richtung Gott zu bewegen ? Materielle wohl weniger . Ich habe vor 35 Jahren eine Notsituation in meinem Leben gehabt , die mich dazu veranlaßte "mich vor Gott zu stellen" - den ich nicht kannte noch wußte ob er überhaupt existiert . Das ist eine typische Möglichkeit die man öfter hört . Aus einer Notsituation geboren .

Warum MÜSSEN wir suchen wenn wir gar nicht wollen ?! Vor Gott MUSS ich gar nichts . Er will nur meine freiwillige Nachfolge . Schwierig wird es nur , wenn ich so tue als ob ich ihm folge , aber gleichzeitig "mein eigenes Ding" drehe . In diesem Moment führe ich andere wie ein Blinder ( Kann ein Blinder einen Blinden führen . Werden nicht beide in die Grube fallen ? Bibel ) .

Gruß

Praktiker

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Wolfberg
(@wolfberg)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@praktiker 

Es gibt keine Sicherheit in diesem Leben! Allein auch unsere Gesellschaft gibt in der Tat über Verlustängste, Abstiegsängste, Globalisierungsängste, Zukunftsängste etc. eine Vielzahl an Unsicherheiten und Unwägbarkeiten ab. Ob ein Mensch zum Instrument der Religion greift hängt immer von verschiedenen Faktoren, Situationen, Stimmungen, sozialen Interaktionskreisen, Traditionen, Verhaltensmustern, Persönlichkeitsstilen, Erziehung, Milieu, Retentionen u.v.m. ab.

Weiterhin weisen in allen menschlichen Gesellschaften tradierte, religiöse Chiffren, Codes und Narrative eine starke Attrahierungswirkung auf. Zudem wissen wir aus verschiedenen Studien, das der anthropologische Faktor der Religiosität eine genetische Verankerung und damit ein Replikationsvermögen aufweist.

wolfberg antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@wolfberg Erstmal eine technische Frage . Deine Beiträge erscheinen für mich über den Kastenrand hinaus . Um Deinen Beitrag zu lesen muß ich von links nach rechts scrollen .

Also , wenn ich Dich richtig verstehe , ist Gott Religion . "Opium für das Volk" . Dann erkär mir bitte , warum Du dann trotzdem Bibelverse benutzt , die auf Gott hin deuten . Wo ist da die Konsequenz ?

Gruß

Praktiker

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Wolfberg
(@wolfberg)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 10

@praktiker 

Pardon wegen der technischen Probleme, ich schreibe vorher meinen Text in eine Textdatei ein und kopiere meinen Text dann in dieses Forum - darauf verzichte ich an dieser Stelle einmal. Religion und damit auch jedes Format einer Supernaturalität ist nicht "Opium für das Volk", sondern eine Strategie von Kontingenzbewältigung, Orientierungsmöglichkeit und auch so etwas wie eine soziale Vergegenwärtigung. Bibelverse nutze ich genauso wie Koranverse oder Texte aus dem Tripitaka um einen Sachverhalt von "innen" heraus zu erklären.
Zum Schluß unserer Konversation möchte ich - da mich meist falsch deutest - auf folgenden Link verweisen:
https://www.futur2.org/article/wozu-braucht-gesellschaft-kirche-warum-ueberhaupt-kirche/

Einen gesegneten Abend!

wolfberg antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 706

@wolfberg Danke für Deine Antwort . Habe kurz in den Link geschaut . Daraus ergibt sich natürlich eine völlig andere Sichtweise auf das Wort . Eine soziale Komponente , eine geistige , mehr auf das menschliche Konstrukt einer Kirche bezogen .Damit ist Gott mehr ein ausschmückender Faktor als ein realer Faktor . Klar das wir da aneinander vorbei geredet haben .

Gruß

Praktiker

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Orangsaya
Beiträge : 2977
Veröffentlicht von: @praktiker

Dazu noch , in gewisser weise als Kontrast , eine Bibelschule absolviert

1983 gab es in Deutschland nicht noch nicht so viele Bibelschulen. Darf ich dich fragen, auf welcher du warst?

orangsaya antworten
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Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@orangsaya Schule des Dienstes in der Biblischen Glaubensgemeinde Stuttgart

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Praktiker
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Putin ist ja angeblich Fan von Stalin . Dabei übersieht er vollständig , das das Vermächtnis Stalins nach dessen Tod gelöscht wurde .

Aus Stalingrad z. B. wurde Wolgograd usw. . Sein Vermächtnis wird dann hoffentlich auch gelöscht .

Gruß

Praktiker

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Praktiker
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Die Menschen müßen einen handfesten Grund haben , um Putin ab zu setzen oder gar zu töten .

Ein Grund könnte die militärische Kriegslage sein . Gründe für deren Scheitern sind in einem Beitrag bei Youtube zu erfahren . Ein Beitrag von "Sicherheitshalber" vom 22.04.22 stellt klar das Versagen und deren Gründe der russischen Offensive dar .

Die Propagandamaschinerie kommt etwas ins schleudern auf Grund der Entwicklung .

Leider sind auf Grund von Befragungen nur sehr wenige Leute bereit äußere Informationen zu akzeptieren . Auf das eigentlich Volk kann also nicht gebaut werden . Ich denke das es den Krieg , zumindest die radikaleren Elemente die sich aber wahrscheinlich am lautesten äußern werden um den Krieg weiter zu führen , weiterführen würde . Ein falscher Nationalstolz . Oder , anders ausgedrückt , die Verachtung der Ukraine .

Der "Rubelkollaps" , zunehmende Arbeitslosigkeit , Säuberungen etc. .

Ich denke aber , das alle diese Gründe keinen Staatsstreich zur Folge haben werden . Weder von innen noch von außen .

Was wird also passieren ?

Gruß

Praktiker

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Praktiker
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Ich denke , das sich Putins Aggression und Geduld auf Grund der nicht durchschlagenden Wirkung seiner Armee und dem anhaltenden und erfolgreichen Widerstandes der ukrainischen Armee an ein gefährliches Niveau genähert hat . Das er dazu bereit ist die "Eskalation zur Deeskalation" Strategie ( siehe auch Visualpolitik ) der Atomwaffen an zu wenden . Also den Krieg in der Ukraine mit taktischen Atomwaffen ( z. B. der Bombardierung von Kiew - "Enthauptung" ) zu gewinnen . Wenn Gott das nicht verhindert ( mene , mene , tekel upharsin ) wird es übel . Wir , sprich der Westen , kann nur gemäß der Situation handeln und die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine stärken . Wir "gießen also Öl ins Feuer" , was aber leider nicht anders geht . Also liegt es bei Gott die Situation zu entschärfen .

Gruß

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@praktiker 

Ich denke , das sich Putins Aggression und Geduld auf Grund der nicht durchschlagenden Wirkung seiner Armee und dem anhaltenden und erfolgreichen Widerstandes der ukrainischen Armee an ein gefährliches Niveau genähert hat . Das er dazu bereit ist die "Eskalation zur Deeskalation" Strategie ( siehe auch Visualpolitik ) der Atomwaffen an zu wenden . Also den Krieg in der Ukraine mit taktischen Atomwaffen ( z. B. der Bombardierung von Kiew - "Enthauptung" ) zu gewinnen .

Wenn Putin sich allein in einem Krieg mit der Ukraine wähnen würde, dann vielleicht. Aber das ist nicht der Fall. Putin sieht sich in erster Linie in einem Konflikt mit dem Westen - zumindest spricht da einiges dafür, ich kann hier ja auch nur spekulieren. Aber die Hinweise sind recht deutlich: Putin fürchtete, die Ukraine an den Westen zu verlieren.

Ich gehe davon aus, dass er darauf spekuliert, dass der Westen irgendwann das Interesse verliert. Bis dahin genügt es ihm, wenn die russische Armee nicht geschlagen wird. Und genau darauf zielen auch seine Drohungen.

Einen Einsatz von Atomwaffen würde allerdings die NATO auf den Plan rufen. Und dann kann das Ziel nur noch lauten, Putin zu beseitigen. Gewinnen gäbe es dann für ihn nichts mehr.

Daher halte ich das nicht für wahrscheinlich.

 

 

lucan-7 antworten
Praktiker
(@praktiker)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@lucan-7 Es ist wahrscheinlich , das er sich in einem Konflikt mit dem Westen sieht . Ist es ja praktisch auch durch die Waffenlieferung ohne die die Ukraine schon längst unter die Räder gekommen wäre .

Das Problem sehe ich eher aus einer anderen Richtung . Es ist schon erstaunlich das Putin trotz aller Selbstherrlichkeit darauf bedacht ist sein Volk "bei Laune zu halten" . Das immer wieder davon geredet wird , das sein Volk auf diese oder jene Maßnahme nicht gut reagieren würde . Vielleicht hat er Bedenken , das er diese "militärische Operation" vor und mit seinem Volk nicht länger durchziehen kann ( Kriegsverlauf , Sanktionen ) . Das sich die Auswirkungen auf Rußland langsam negativ bemerkbar machen . Auch das seine Geduld langsam am Ende ist . Die Fronten sind klar und damit der weiter Werdegang ohne greifbare Ergebnisse wahrscheinlich . Ein Zermürbungskrieg der schlimmsten Sorte .

Für mich stellt sich das wahrscheinlichste Szenario für eine Lösung von "Putins Problem" des endlosen Krieges so dar . EIN Atomschlag auf Kiew , womit die Ukraine führungslos wäre . Die Ukraine wäre "Enthauptet" und damit sehr geschwächt .

Wie würden wir , der Westen , reagieren ? Mit einem atomaren Gegenschlag und damit vielleicht die gegenseitige Vernichtung riskieren ?? Putin riskiert nichts . Er ist außenpolitisch sowieso isoliert . Schlimmer kann es fast nicht mehr werden für ihn .

Gruß

Praktiker

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 20972

@praktiker 

Für mich stellt sich das wahrscheinlichste Szenario für eine Lösung von "Putins Problem" des endlosen Krieges so dar . EIN Atomschlag auf Kiew , womit die Ukraine führungslos wäre . Die Ukraine wäre "Enthauptet" und damit sehr geschwächt .

Nun ist Kiew allerdings ein historisches Zentrum des russischen Volkes - und Putin beruft sich ja gerne auf die Geschichte. Eine Atombombe könnte er dem eigenen Volk nicht mehr verkaufen - und er könnte die Schuld auch kaum dem Westen unterjubeln.

Zudem wäre Putin außenpolitisch dann endgültig der irre Bösewicht, der die Welt zerstören will. Die vollständige Isolierung, die bislang noch nicht gegeben ist, würde spätestens dann eintreten.

Der Westen würde zwar nicht unbedingt sofort mit einem massiven atomaren Gegenschlag reagieren... diese Option läge dann aber auf dem Tisch, der Finger wäre praktisch schon auf dem großen roten Knopf. Und die USA sind in der Lage, alle russischen Atom-U-Boote mit einem Schlag auszuschalten. Es wäre nicht unwahrscheinlich, dass genau das dann auch passieren würde. Damit wäre Russlands Fähigkeit zum Zweitschlag zwar nicht vom Tisch, aber doch eingeschränkt.

Nein, ich denke, diesen Teufel wird Putin nicht aus der Schachtel lassen...

 

 

lucan-7 antworten
Praktiker
(@praktiker)
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@lucan-7 Putin hat sich bisher von nichts stoppen lassen . Weder von außenpoltischem Druck , wirtschaftlichen Sanktionen , dem Widerstand der Ukrainer .

Er sucht sich seine Verbündeten jetzt nach anderen Kriterien aus und bildet , etwas platt ausgedrückt , eine "anti westliche Allianz" die er auch findet .

Der Preis , den er - oder soll ich sagen sein Volk - dafür bezahlt ist ihm egal und er rechtfertigt ihn vor seinem Volk , das bereitwillig ihm folgt . Die Russen sind es leider gewöhnt unter solchen armen Verhältnissen zu leben . Wenn es noch "für Rußland gegen den Feind" ist erscheint es für sie noch sinnvoller . Die Propaganda zielt erfolgreich genau in diese Richtung .

Sein Denken , das noch aus der Sovietära stammt , Rußland auf der einen und der "Westen" auf der anderen als Feind , sitzt so fest in seinem Kopf das das für ihn das normal ist . Putin denkt in Blöcken . Natürlich scharen sich die Staaten um ihn , die entweder eine anti westlich Grundeinstellung haben ( z. B. China ) oder wirtschaftliche Vorteile daraus ziehen .

Apropos Rechtfertigung eines Atomkrieges . Die atomare Doktrin ( meine meisten Infos stammen da aus "Visualpoltik" ) besagt , das ein Atomschlag ausgeführt werden darf , wenn "gesicherte" Informationen vorliegen , das Rußland oder ein "Freundesstaat" wie z. B. Weißrußland angegriffen wird . Da reicht schon ein "BC" ( biolog. , chem. ) Angriff . Also noch nicht mal ein atomarer Schlag . Viele Dinge dieser russischen Atomdoktrin ( Putin hat diese mit dem Beginn seiner Amtszeit dahin gehend geändert das nicht nur ein Zweitschlag möglich wurde , sondern auch ein Erstschlag ) sind sehr subjektiv einsetzbar .

Wir dürfen Putin nicht aus unserer westlichen Logik sehen . Er hat alle Brücken abgebrochen und verfolgt nur noch das Ziel die "russische Erde" Ukraine "Heim ins Reich" zu holen . Um jeden Preis !

Einen Atomschlag wird er nur vor seinem Volk rechtfertigen . Besser gesagt , die Sache so dar zu stellen , das sein Volk damit zufrieden ist . Mit dem Krieg , bzw. der militärischen Spezialoperation , macht er es ja genau so .

Der Mann ist so konsequent , das es schon weh tut . Deshalb sind die Medien , die normaler weise von einem Thema relativ schnell gesättigt sind , immer noch intensiv an der Sache dran . Ein Beispiel . Es wurde von Anfang an gesagt , das er die Ukraine , selbst wenn er sie erobert hat , nie wird beherrschen können . Also , was macht er . Er "entukrainisiert" die Ukraine . Alles ukrainische , angefangen von der Sprache , wird "russifiziert" . Ukrainer werden getötet die den kleinsten Widerstand zeigen oder auf irgendwelchen Todeslisten stehen . Damit löst der das Problem dieses Land zu beherrschen .

Hoffen wir trotzdem das Beste 

Gruß

Praktiker

praktiker antworten
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