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Partei für den Klimawandel

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Frihet
 Frihet
Themenstarter
Beiträge : 238

Sein wir mal ehrlich, das Klima ändert sich.

Das hat Folgen, aber wir haben nur Parteien die dem ganzen zuvorkommen wollen. Keine Partei die die Dinge nimmt wie sie sind.

Wo sind die Parteien, die Vorschläge machen, wie man mit absaufenden Inseln und Halligen umgehen kann?

Wo sind die Parteien, die Vorschläge machen, wie man die Landwirtschaft der Zukunft umgestalten kann. Eine, die mit den Dürren klar kommt.

Wie geht man das auf nationaler und wie auf europäischer Ebene an. Städte wie Venedig werden halt gnadenlos absaufen, das ist ziemlich übel für den Tourismus.

Auch die Schifffahrt leidet dadrunter, da einige Häfen erst massiv umgebaut werden müssten - hat sich das überhaupt schon jemand angeschaut?

Gut, es wird auch ein paar Staaten geben, die noch mehr mit Dürre zu kämpfen haben als bisher - wie gehen wir mit den Flüchtlingen um?

Bauen wir die Festung Europa endlich weiter aus?

Gut, mit der Wärme braucht dann halt Klimaanlagen, dann ist das auch im SOmmer auszuhalten. Ist halt das Geld, was wir sparen für Heizung im Winter.

Ok, die Waldbrandgefahr könnte etwas hochgehen. Vielleicht sollten wir vorsichtshalber die Wälder roden?

Die Dächer müssten vielleicht noch Windfester. Bei Tornados sind ja viele Dächer machtlos. Hier wären Investitionen doch sinnig

Wie seht ihr das? Was sind eure Wünsche an eine Partei des Wandels?!

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299 Antworten
OpaStefan
Beiträge : 968

Gibt die Bibel Tipps dazu?
Hallo Frihet,
wie ihr mich kennt möchte ich da mal die Bibel zu Rate ziehen und zwar die Josephsgeschichte. Pharao hatte einen Traum und Joseph deutete ihn. Es kommt eine siebenjährige Dürreperiode, aber zuvor 7 Jahre Rekordernten.

Joseph, der als 2. Mann im Reich eingesetzt wurde, stellte einen Plan auf, nämlich zu sparen bzw. in den fetten Jahren Vorräte anzulegen. Das war zwar eine gewaltige Investition in die Zukunft. Es hielt aber außerdem die Lebensmittelpreise stabil. Er kam nicht auf die Idee, sofort eine Grundrente für alle Ägypter einzuführen.

In unserer deutschen Einnahmensituation (Steuern) sehe ich in den letzten Jahren auch fette Jahre. Statt diese Überschüsse für die Auswirkungen des Klimawandels zu sparen (Vorräte anlegen) streiten sich die Parteien wohin man das Geld am Besten gleich verteilt, vllt. auch, um Wählerstimmen zu kaufen

Ich sehe in dieser Beziehung keinerlei Visionen aller unserer Parteien, sondern nur Machterhalt oder -gewinn. Da war die Monarchie der Ägypter schon viel weiter und weitsichtiger. Und es hat sich auch wirtschaftlich gelohnt.

Bilden wir uns also nicht ein, dass wir alles viel besser wissen und können als unsere Vorfahren.

LG OpaStefan

opastefan antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15625
Veröffentlicht von: @opastefan

Ich sehe in dieser Beziehung keinerlei Visionen aller unserer Parteien, sondern nur Machterhalt oder -gewinn. Da war die Monarchie der Ägypter schon viel weiter und weitsichtiger. Und es hat sich auch wirtschaftlich gelohnt.

Bilden wir uns also nicht ein, dass wir alles viel besser wissen und können als unsere Vorfahren.

Da muss ich dir tatsächlich zustimmen.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @opastefan

Joseph, der als 2. Mann im Reich eingesetzt wurde, stellte einen Plan auf, nämlich zu sparen bzw. in den fetten Jahren Vorräte anzulegen. Das war zwar eine gewaltige Investition in die Zukun

Nö, das war keine Investition, das war bloßes Sparen. Und ergab in einer feudalistischen, vorkapitalistischen Welt möglicherweise Sinn.

Veröffentlicht von: @opastefan

In unserer deutschen Einnahmensituation (Steuern) sehe ich in den letzten Jahren auch fette Jahre. Statt diese Überschüsse für die Auswirkungen des Klimawandels zu sparen (Vorräte anlegen) streiten sich die Parteien wohin man das Geld am Besten gleich verteilt, vllt. auch, um Wählerstimmen zu kaufen

Wie sollen denn bittesehr "Überschüsse" gespart werden? Man kann sicherlich Steuergelder anders verteilen, beispielsweise indem man sie in die Förderung innovativer, co2-emissionsfreier Technologien investiert. Aber "Sparen" ist in unserem finanzkapitalistischen Wirtschaftssystem keine volkswirtschaftlich sinnvolles Vorgehen. Jedes "gesparte" Kapital ist ungenutztes Kapital. Denn anders als das Getreide, welches zur Zeit des mythologischen Josephs gespart werden, d.h. statt in diesem Jahr erst in sieben Jahren zu Fladenbroten verarbeitet werden konnte, realisiert man, wenn man das Geld "auf die Hohe Kante legt", einfach nur einen Geldwertverlust in Höhe der Inflationsrate.

Wenn Parteien also darüber streiten, wofür die steuerlichen Mehreinnahmen ausgegeben werden sollen, gehen sie wirtschaftlich völlig vernünftig vor. Man kann ihnen dann gern Klientelpolitik unterstellen - aber bitte nicht so pauschal, wie von Dir hier angedeutet. Wenn z.B. die "überschüssigen" Steuermittel in die Ausbildung der Kinder gesteckt wird, in Infrastrukturprojekte oder sonstige Bereiche, in denen sich dies zukünftig rentieren wird, dann ist genau das sehr wohl eine Investition in die Zukunft.

Veröffentlicht von: @opastefan

Ich sehe in dieser Beziehung keinerlei Visionen aller unserer Parteien, sondern nur Machterhalt oder -gewinn.

Dann machst Du die Augen wohl nicht weit genug auf.

Veröffentlicht von: @opastefan

Da war die Monarchie der Ägypter schon viel weiter und weitsichtiger.

Ja klar doch. Du meinst allerdings den "Gottesstaat", der in einem biblischen Märchen "klug" nach den Vorstellungen eines antiken Hausherren regiert wurde, der auf die Träume seines Verwalters setzte.
Man mache das mal zur Regel: das wirtschaftliche Verhalten an den prophetischen Träumen eines XYZ ausrichten - und sehe dann, wieweit man da als Durchschnitts-Staat so kommt.

Veröffentlicht von: @opastefan

Bilden wir uns also nicht ein, dass wir alles viel besser wissen und können als unsere Vorfahren.

Alles, was, sachlich betrachtget, aus der Josephs-Geschichte wirtschaftspolitisch "gelernt" werden kann, ist die Trivialität, dass man sich auf absehbare Risiken vorbereiten sollte. Wirklich, seeeeehr tiefsinnig. Ohne die Bibel zu lesen, käme niemand darauf. Deswegen gibt's hierzulande ja auch keine Versicherungskonzerne. 😀

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15625
Veröffentlicht von: @blackjack

Nö, das war keine Investition, das war bloßes Sparen. Und ergab in einer feudalistischen, vorkapitalistischen Welt möglicherweise Sinn.

Es ergibt auch heute noch Sinn. "Sparen" muss hier ja nicht bedeuten, dass man das Geld in Form von Goldbarren in irgendeinen Tresor schiebt und dort dann vergammeln lässt. Natürlich ist die Welt heute komplexer als damals.

Worauf es aber ankommt - und das ist ja die Aussage der Geschichte des Josef - ist die langfristige Planung. Jedem Wirtschaftsaufschwung folgt ein entsprechender Abschwung - und das muss bei meiner Finanzaufstellung berücksichtigt werden. Und viel zu oft geschieht das nicht, da wird mir den aktuellen Zahlen einfach weitergerechnet... und das ist schlicht unverantwortlich.

lucan-7 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Nö, es gibt Wirtschaftswaaachstum.
😀

lg
Tatokala

tatokala antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

"Sparen" muss hier ja nicht bedeuten, dass man das Geld in Form von Goldbarren in irgendeinen Tresor schiebt und dort dann vergammeln lässt.

Aber das wird nun mal unter "Sparen" gemeinhin verstanden. Und wird in der Bibel-Erzählung auch so gemacht (wobei halt statt des Goldbarrens das Getreide in "irgendeinen Tresor" geschoben wird). Diese Art Sparen ist "old economy": das, was man jetzt "übrig" hat, für "schlechte Zeiten" aufheben. So lern(t)en wir als Kinder das Sparen: brav immer einen Groschen vom Taschengeld in das Sparschwein stecken und auf die Bank bringen (da gab's zu meinen Kinderzeiten noch spezielle "Spartage", wo man, wenn man sein Sparschwein zur Bank brachte, noch irgendeinen Tinneff als Belohnung erhielt - irgendwelche Fähnchen oder sonstigen Krimskrams, "Kundenbindung" fängt früh an, da haben die Banken von den Kirchen mit ihren Kinderbibelstunden gelernt...).
Und wenn Du nun schreibst:

Veröffentlicht von: @lucan-7

Natürlich ist die Welt heute komplexer als damals.

- dann liest sich das, als handele es bei dem Unterschied sich lediglich um ein quantitatives Ding: früher komplex, heute noch komplexer.
Es handelt sich aber um ein qualitatives Ding: früher feudal organisierte Vorrats-Wirtschaft. Heute finanzkapitalistische Strukturen, die jeden, der Geld "spart", statt es zu investieren, gnadenlos bestrafen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Worauf es aber ankommt - und das ist ja die Aussage der Geschichte des Josef - ist die langfristige Planung.

Und das ist nun mal reichlich unterkomplex*. Dass langfristige Planung gut sei - das können wir dann also aus der Bibel lernen, da war die schlauer als unsere heutigen Politiker? Nochmal: wie beeindruckend! (<-- Ironie!)

Veröffentlicht von: @lucan-7

Jedem Wirtschaftsaufschwung folgt ein entsprechender Abschwung - und das muss bei meiner Finanzaufstellung berücksichtigt werden.

Wobei hier wieder der olle Spruch gilt, dass Voraussagen mit Vorsicht zu genießen sind, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen. Will sagen: ja, üblicherweise folgt jedem Aufschwung auch ein Abschwung. Aber wann dieser Abschwung folgt und wie dem zu begegnen sei, das zu beantworten ist halt schwierig. Weil man sich leider nicht auf irgendwelche Josephs-Träume verlassen kann. Um im Bild zu bleiben: hätte Joseph sich vertan und die starke Konjunktur hätte fünfzehn Jahre angedauert - so wäre vermutlich ein großer Teil des Getreides, das man hortete, schon während dieser fünfzehn Jahre verrottet, sagen wir mal: alles, was man in den ersten acht Jahren schon sammelte. Und wenn hernach die Rezession fünfzehn Jahre gedauert hätte, so wären die Leute da dann zur Halbzeit alle verhungert.
Hätte man, statt Getreidespeicher zu bauen und in den "fetten Jahren" weiterhin alle Leute in der Landwirtschaft zu beschäftigen lieber die Hälfte der Leute damit beschäftigt, Bewässerungsanlagen zu bauen oder die Schädlingsbekämpfung (der Schwund beim Getreide hatte ja häufig etwas mit Mäusen zu tun) zu optimieren oder oder oder... - kurz: hätte man tatsächlich in die Zukunft investiert, statt bloß zu sparen, dann wäre man auch für eine längere Dürreperiode gewappnet gewesen.
Auch hier gilt freilich: wenn die Aufschwungphase lang, der Abschwung aber nur kurz sein sollte, sind andere Handlungsstrategien zielführend, als wenn's sich umgekehrt verhält. Nur: wie will man das im Vorfeld wissen?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und viel zu oft geschieht das nicht, da wird mir den aktuellen Zahlen einfach weitergerechnet... und das ist schlicht unverantwortlich.

So unverantwortlich ungefähr, wie dieser pauschale Vorwurf vage ist. Wann mit "aktuellen Zahlen" weitergerechnet werden sollte und wann mit anderen (mit was für welchen denn?) - das läßt sich auch so richtig schlau immer erst hinterher feststellen. Womit ich nicht gesagt haben will, dass alles supi sei, wie's läuft. Sondern nur, dass, wenn ich im Jahre 2019 wirtschaftspolitische Weichenstellungen zu verantworten habe, mich lieber mit aktuellen Zahlen als mit zweitausend Jahre alten Mythenerzählungen darauf vorbereiten sollte.

*und überdies falsch: die Kern-Aussage der Geschichte lautet: Joseph ist von Gott besonders gesegnet und wenn man das tut, was "Gottesmänner" einen anweisen, dann läuft alles gut. Vernünftigerweise kann man aus dieser Geschichte überhaupt nichts für die Praxis lernen, denn ob einer ein Gottesmann ist, dessen Prophezeihungen sich erfüllen, kann immer erst im Nachhinein konstatiert werden; womit wir bei tagesaktuellen Problemen und der Frage, wie sie zu lösen seien, letztlich aufgeschmissen sind.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15625
Veröffentlicht von: @blackjack

Aber das wird nun mal unter "Sparen" gemeinhin verstanden.

"Sparen" bedeutet in erster Linie: Vorausschauend investieren und nicht einfach alles ausgeben. Da gibt es heute mehr Möglichkeiten als früher.

Veröffentlicht von: @blackjack

Um im Bild zu bleiben: hätte Joseph sich vertan und die starke Konjunktur hätte fünfzehn Jahre angedauert - so wäre vermutlich ein großer Teil des Getreides, das man hortete, schon während dieser fünfzehn Jahre verrottet, sagen wir mal: alles, was man in den ersten acht Jahren schon sammelte.

Dass man in so einem Fall das alte Getreide gegen das Neue austauschen kann kommt dir nicht in den Sinn?

Natürlich lässt sich die nächste Notzeit - anders als in der Bibel - nicht präzise voraussagen. Aber dass sie irgendwann kommen wird... das weiss man dann doch recht sicher.

Veröffentlicht von: @blackjack

Wobei hier wieder der olle Spruch gilt, dass Voraussagen mit Vorsicht zu genießen sind, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen. Will sagen: ja, üblicherweise folgt jedem Aufschwung auch ein Abschwung. Aber wann dieser Abschwung folgt und wie dem zu begegnen sei, das zu beantworten ist halt schwierig.

Eben. Aber so zu tun als käme kein Abschwung... das ist fatal, so oder so.

Veröffentlicht von: @blackjack

Hätte man, statt Getreidespeicher zu bauen und in den "fetten Jahren" weiterhin alle Leute in der Landwirtschaft zu beschäftigen lieber die Hälfte der Leute damit beschäftigt, Bewässerungsanlagen zu bauen oder die Schädlingsbekämpfung (der Schwund beim Getreide hatte ja häufig etwas mit Mäusen zu tun) zu optimieren oder oder oder... - kurz: hätte man tatsächlich in die Zukunft investiert, statt bloß zu sparen, dann wäre man auch für eine längere Dürreperiode gewappnet gewesen.

Mit anderen Worten: Man muss die Gegebenheiten nutzen. Ist die Landwirtschaft auf Niederschläge angewiesen, die sich nicht steuern lassen, dann ist das Anlegen von Vorräten die richtige Massnahme.

Heutzutage mag die Investition in Immobilien oder sonstwas richtig sein... so lange man nur so realistisch ist zu sehen, dass die dürren Jahre kommen werden, so oder so...

lucan-7 antworten
Anonymous
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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

"Sparen" bedeutet in erster Linie: Vorausschauend investieren und nicht einfach alles ausgeben.

Nein. Sparen bedeutet: von dem, was man hat, einen Teil für "schlechte Zeiten" aufheben. Nix mit investieren. Sparen und investieren sind zweierlei Dinge, weswegen die Entscheidungsfrage ja in der Politik auch immer lautet: sollen wir sparen oder besser insvestieren?
Sorry, aber falls Du auf Deiner Definition des Begriffs "sparen" bestehen solltest, bringt es an dieser Stelle nicht, weiter zu argumentieren, denn dann beruhte schon Dein erster Einwand auf meinen Beitrag schlicht auf einer unterschiedlichen Begriffsverwendung.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Dass man in so einem Fall das alte Getreide gegen das Neue austauschen kann kommt dir nicht in den Sinn?

Mir kommt alles Mögliche in den Sinn. Nur: Getreide ließ sich damals halt nicht unendlich lang (man denke an Schimmelpilze, Schädlingsbefalls der Vorräte etc. pp.) lagern. Und wenn in dem von mir vorgeschlagenen Alternativfall den fünfzehn fetten Jahren fünfzehn magere Jahre gefolgt wären, aber in den fetten Jahren effektiv nur während der letzten sieben fetten Jahren dei Vorräte angelegt (gespart) worden wären, dann wäre das von mir schon Skizzierte eingetroffen: dass diese Vorräte nicht über die folgenden 15 mageren Jahre getragen hätten, also die Leute in der Halbzeit der mageren Jahre verhungert wären.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Natürlich lässt sich die nächste Notzeit - anders als in der Bibel - nicht präzise voraussagen. Aber dass sie irgendwann kommen wird... das weiss man dann doch recht sicher.

Dazu hat ja auch niemand das Gegenteil behauptet. Es ging darum, ob sich von der Bibel in diesem Fall lernen läßt, ja mehr noch: das Handeln des Pharaos wurde als bessere Strategie den schlechten Strategien unserer heutigen Politiker gegenübergestellt. Und meine These lautete nun nicht, dass man sich nicht auf Abschwünge vorzubereiten hätte. Sondern dass die Art der Vorbereitung, wie sie uns hier in der Bibel präsentiert wird, in der heutigen Zeit eine besonders schlechte Art der Vorbereitung wäre, die nach allem, was wir über volkswirtschaftliche Zusammenhänge wissen, nicht funktionieren würde.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber so zu tun als käme kein Abschwung... das ist fatal, so oder so.

Daher tut ja auch niemand so.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Mit anderen Worten: Man muss die Gegebenheiten nutzen. Ist die Landwirtschaft auf Niederschläge angewiesen, die sich nicht steuern lassen, dann ist das Anlegen von Vorräten die richtige Massnahme.

Nein. Das ist ein falsches Dilemma. "Die Landwirtschaft" ist auf Niederschläge angewiesen, wenn es unmöglich ist, Bewässerungssysteme zu bauen. Oder wenn es unmöglich ist, auf gegen Trockenheit resistentere Pflanzen umzuschwenken. Oder wenn es unmöglich ist, für Trockenphasen Beziehungen zu Nachbarländern aufzubauen, aus denen bei Bedarf eben importiert werden kann, was bei der eigenen Ernte ausfällt.
Diesbezüglich waren die Optionen in der Antike sicherlich weniger breit gestreut als heute, weil sowohl das technologische als auch das volkswirtschaftliche Knowhow fehlten.
Was mich wieder zu meinem Ausgangspunkt bringt: selbst für den (von mir selbstverständlich bestrittenen) Fall, dass man heutzutage jemanden hätte, der per göttlicher Eingebung die nationalen Erntebedingungen der kommenden Jahre verläßlich zu prophezeihen imstande wäre, wäre es immer noch falsch, die Ernte zu horten (zu sparen), statt die Überschüsse lieber zu monetarisieren und das so gewonnene Kapital zu investieren. Beispielsweise in Zertifikate über Weizen - oder Sojamehllieferungen aus Brasilien, den USA oder der Ukraine.
In unserer zinskapitalistisch strukturierten Welt ist das klassische Sparen (Horten von Überschüssen) prinzipiell ökonomische Torheit. Diejenigen, die es tun, sind so oder so die Gekniffenen - siehe die aktuellen Probleme mit den "zu niedrigen" Zinsen auf Sparguthaben.

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love.israel
(@love-israel)
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Beiträge : 125

Hallo OpaStefan,

die Bibel gibt eine Menge Tipps. Sie ist voller Anweisungen für ein Thema, dass wir heute als "Arbeitssicherheit" bezeichnen. Auch bei den Themen Tierschutz, sozialer Zusammenhalt und Erhaltung der Umwelt ist die Bibel nicht geizig.

Veröffentlicht von: @opastefan

Joseph, der als 2. Mann im Reich eingesetzt wurde, stellte einen Plan auf, nämlich zu sparen bzw. in den fetten Jahren Vorräte anzulegen. Das war zwar eine gewaltige Investition in die Zukunft. Es hielt aber außerdem die Lebensmittelpreise stabil. Er kam nicht auf die Idee, sofort eine Grundrente für alle Ägypter einzuführen.

So kann man die Geschichte interpretieren, aber leider geht die Interpretation fehl. Für die Ägypter gab es im täglichen Leben keine Währung - Beamte und Soldaten erhielten ihren Sold in Form einer Kornzuteilung. Das Korn selbst war also die übliche Währung. Zudem war Korn der Exportschlager, zum Beispiel in den kanaanitischen Raum um andere Waren einzutauschen, wie Leinen, Datteln, Feigen und Olivenöl (das in Ägypten nicht hergestellt wurde). Wenn Joseph also Kornspeicher anlegen ließ, dann bedeutete dies eine Geldverknappung, also Deflation und es konnten keine Waren aus dem Ausland eingetauscht werden. Für sieben Jahre war also der Export unterbunden, es konnten nur einheimische Datteln und Feigen konsumiert werden, der Nachschub an Olivenöl fiel aus, die Kleidung musste halten bis sie einem vom Leibe fiel und trotz voller Getreidefelder blieben die Küchen der Bevölkerung dürftig. In den sieben mageren Jahren sah es auch nicht besser aus. Die vollen Getreidespeicher waren in den sieben mageren Jahren also die "Grundrente", bzw. Grundsicherung zum Lebensunterhalt (heute Hartz IV).

Ob dort an Montagen auch regelmäßig Demos in Luxor stattfanden, die "Wir sind das Volk" riefen und sich gegen die schleichende Hebräisierung der Gesellschaft richtete ist allerdings nicht bekannt. Es wurden auch keine Plakate oder Grafitis gefunden, die "Pharao muss weg" bekunden. Verwunderlich wäre es aber nicht, sollte man dies finden - allerdings sollte überhaupt ein Dokument gefunden werden, die die Ereignisse um Joseph ebenfalls dokumentieren, den bislang gibt es eine solche Darstellung nur in der Bibel.

Veröffentlicht von: @opastefan

In unserer deutschen Einnahmensituation (Steuern) sehe ich in den letzten Jahren auch fette Jahre. Statt diese Überschüsse für die Auswirkungen des Klimawandels zu sparen (Vorräte anlegen) streiten sich die Parteien wohin man das Geld am Besten gleich verteilt, vllt. auch, um Wählerstimmen zu kaufen

"Fette Jahre"hatten wir in der Tat, wenn man sich von äußeren wirtschaftlichen Daten blenden lässt. Tatsächlich kommt keine Kleinstadt mehr ohne eine Suppenküche, Laden ohne Kasse oder einen ehrenamtlichen Arzt mit Zugang ohne Krankenkassenkarte mehr aus. Ein Wirtschaftswachstum gibt es an der Börse, die aber nur deshalb funktioniert, weil die meisten Bundesbürger nicht mehr den Unterschied zwischen "Sparen" und "Investieren" mehr kennen. Sparen bedeutet, dass man eine gewisse Summe für finanzielle Engpässe, wie eine Autoreparatur oder den Kauf einer Waschmaschine aufhebt. Das geht auch auf einem Sparbuch der Volksbank Posemuckel mit 0,1 % Zinsen. Investieren beginnt da, wo große Summen in vemeintlich sichere Anlagen zu besseren Zinsen angeboten werden. Die Gier oder Angst der Menschen vor einem Wertverlust treibt sie zu Geschäften in eine völlig überhitzte Börse. Nach dem Platzen der Internetblase im Jahr 2000 und der Immobilienblase 2008 sollten die Menschen klüger geworden sein, Politiker eingeschlossen. Aber leider funktioniert unsere "glänzende" Wirtschaft nur, wenn auch noch die letzten Reserven von den Sparbüchern noch in ein marodes System gepumpt werden.
Mal abgesehen davon, dass eine Wirtschaft nicht ewig nur wachsen kann, droht uns in Kürze die Digitalisierung mit großen Veränderungen im Arbeits- und Privatleben und der Klimawandel mit all seinen Folgen (und da sind Kohleausstieg, Kerosinsteuer und CO2-Abgabe nur milde Wehen) lässt ebenfalls grüßen - und ich ahne kommende Schrecknisse.

Ein Staat ist nicht mit einer schwäbischen Hausfrau zu vergleichen, die für schlechte Zeiten Münzen im Sparstrumpf hortet. Ein Staat kann mit einer leichten Verschuldung leben - eine schwarze Null ist nicht unbedingt gut für Bürger und Wirtschaft. Im Augenblick gibt es nur einen Staat auf der Welt, der keine Schulden hat - Norwegen. Und tatsächlich erhalten die Bürger viele soziale Wohltaten und sogar 4% Zinsen auf ihrem norwegischen Tagesgeldkonto. Die Daten der Wirtschaft sind aber nicht atemberaubend anders als in Deutschland.

Und wenn vor zwei Jahren ein Überschuss von 60 Milliarden am Jahresende erwirtschaftet wurden, dann sollte man auch sagen woher die kommen: das waren die Zinsen, die Griechenland für seine Hilfskredite berappen musste und ein dickes Plus im deutschen Haushalt verursachte. Damals stand übrigens auch der Hafen von Piräus zum Verkauf und die Bundesregierung hätte zuschlagen sollen und den Hafen der Bundesbahn eingliedern sollen. Heute gehört der Hafen der Chinesischen Volksrepublik und ist Teil der neuen Seidenstraße. Da war wohl die kommunistische Partei Chinas klüger als die konservativen Kapitalisten in Deutschland. Denn das darf der Staat auch: als Geschäftsmann tätig werden.

Aufgabe des Staates ist es auch, für gleiche Lebensverhältnisse im ganzen Land zu sorgen. Und schließt sich der Kreis zu den Pharaonen, denn auch die hatten diese Aufgabe für Ober- und Unterägypten.

love-israel antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @opastefan

Hallo Frihet,
wie ihr mich kennt möchte ich da mal die Bibel zu Rate ziehen und zwar die Josephsgeschichte. Pharao hatte einen Traum und Joseph deutete ihn. Es kommt eine siebenjährige Dürreperiode, aber zuvor 7 Jahre Rekordernten.

Lieber OpaSTefan,

der Rat des Josef war für Ägypten seinerzeit genial. Aber es war kein universeller Masterplan, der immer passt. Der Pharao hatte prophetische Träume - und Josef als MAnn Gottes konnte sie deuten.

Ich sehe heute keine Prophezeiungen, keine Visionen oder sonstiges, die uns in eine bestimmte Richtung weisen würden.

Wir haben Prognosemodelle der Wissenschaft, die aber so ungenau sein dürften, dass sie im Grunde genommen nichts klares aussagen. Aber wir erleben einen Klimawandel und die Trockeheit dürfte das größere PRoblem als wie die Hitze sein. Darauf können wir uns einstelle und ich würde, all jene Maßnahmen, die vor einigen Jahrzehnen eingerichtet wurden, um Wass möglichst schnell ins Meer zu bringen, so weit rückbauen wie möglich - und vielleicht sogar Speicherbecken schaffen, die das kostbare Wasser im Land halten und von dort aus landwirtschaftliche Kulturen wässern können.

Was nun die prophetische Aussicht angeht, so ist es eiin Problem unserer Zeit, dass diese charismatische Gabe Gottes aus den meisten Gemeinden verschwunden ist und nur sehr, sehr wenige Christen in Deutschland und der Welt mit dieser Gabe beschenkt sind. Das ist ein großes Problem für die ganze Menschenheit - denn seinerzeit lebte ja nicht nur Ägypten von dem prophetischen Team Pharao/Josef, sondern auch das ganze Umland. Wo so etwas fehlt kann schwerlich proaktiv gehandelt werden.

LG
Ecc

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Hi,

es gibt durchaus Hinweise die man auf heute deuten kann.

Ein Beispiel wäre zum Beispiel, das Ackerböden ruhen sollten um sie weiter zu nutzen. Aber Ackerboden wird so intensiv genutzt und dann mit Dünger vollgestopft. Irgendwann aber ist der Ackerboden kaputt. Also rodet man neue Flächen und immer mehr. Auch kennt die Bibel exzessive Massentierhaltung, wie man sie heute hat, nicht. Die Folgen kennt man. Extremer Wasserverbrauch, Dung wird auf Wiesen entsorgt und das Trinkwasser leidet alle paar Jahre mehr unter Verschmutzung. Sehr großer Prozentsatz von Nahrung wird weggeschmissen...nur um die Wirtschaft anzukurbeln.

Also, die Bibel sagt schon sehr viel von Ressourcenverschwendung. In ein paar wenigen Jahren werden weiter Wälder abgeholzt, Tiere sterben aus und der Mensch wird eines Tages merken das man Geld nicht essen kann.

Vorher wird wegen der Gier noch ein paar Kriege gefochten und wenn Jesus vorher nicht kommt haben wir Zustände wie bei MadMax oder The Book of Eli. Gott bewahre!

Max

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Tertullian
(@tertullian)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 413
Veröffentlicht von: @opastefan

Ich sehe in dieser Beziehung keinerlei Visionen aller unserer Parteien, sondern nur Machterhalt oder -gewinn. Da war die Monarchie der Ägypter schon viel weiter und weitsichtiger. Und es hat sich auch wirtschaftlich gelohnt.

Zu sehr verherrlichen würde ich das damalige Ägypten allerdings auch nicht. In 1. Mose 47, 13-26 steht, dass durch die Hungersnot und die daraus resultierenden Getreideverkäufe die Geldschatulle des Pharao aufgefüllt wurde. Am Ende hatten die Ägypter kein Geld mehr und die Leibeigenschaft wurde eingeführt. Das ist heute sicherlich keine wünschenswerte Option mehr. Zumal man sich fragen muss, ob die ägytischen Bauern in den guten Jahren ausreichend Geld für die Ablieferung ihrer Überschüsse bekommen haben. Da tut sich bei mir dann unvermittelt ein "linker" Reflex auf...

tertullian antworten


Anonymous
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Versuch es mal mit einer erwachsenen Antwort. Du hast ja noch ein bisschen Zeit und kannst sicher noch ein wenig rausholen.

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Veröffentlicht von: @cookiesutra

😀😀😀😀😀😀😀😀

😀😀😀😀😀😀😀😀😀😀😀😀😀😀😀😀😀

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Lucan-7
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Veröffentlicht von: @frihet

Wo sind die Parteien, die Vorschläge machen, wie man die Landwirtschaft der Zukunft umgestalten kann. Eine, die mit den Dürren klar kommt.

Wir werden unsere Kartoffeln dann halt künftig dort kaufen müssen, wo der Klimwandel Wüsten in fruchtbare Zonen verwandelt hat.

Demnächst gibt es dann eben Datteln aus Berlin und Weisskohl aus Marokko und Tunesien.

Veröffentlicht von: @frihet

Wie seht ihr das? Was sind eure Wünsche an eine Partei des Wandels?!

Das wichtigste ist erst mal die Dinge genau im Blick zu behalten. Und das bedeutet, beides zu erkennen - kommende Katastrophen genau so wie kommende Chancen. Denn es wird beides geben.

lucan-7 antworten
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Anonymous
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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Demnächst gibt es dann eben Datteln aus Berlin

Datteln: So viele Kalorien wie Currywurst 😕😕😕

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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @cookiesutra

Datteln: So viele Kalorien wie Currywurst 😕😕😕

Im allergrößten Teil der Menschheitsgeschichte waren kalorien was gutes.

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Früher gab es halt auch keine Cosmopolitan 🙄🙄🙄

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Veröffentlicht von: @wellghost

Im allergrößten Teil der Menschheitsgeschichte waren kalorien was gutes.

Nicht um sonst beginnt ja das traditionelle Fastenbrechen im Ramadan mit einer Dattel

Auch bei Datteln gilt.. Die Menge macht es. Die Empfehlung liegt bei 5-7 Stück pro Tag
Datteln sich zwar Kalorienbomben 60 gr +/- Zucker auf 100 gr. etwa (eine Dattel wiegt 5-8 gr.).

Dafür aber Reich an Tryptophan, Kalium, Magnesium, Kalzium , Vitamin C und Balaststoffe (gut für die Verdauung)...

Ok, ich schalt den Ernährungsberatungsmodus wieder aus 😉 😀

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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17057

Du bekommst den Klugscheißoscar des Monats 😀

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke.. 😊
Meine Ernährungsberaterin von der vorletzten Reha wär jetzt stolz auf mich 😀

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Allerdings geht es hier nicht um Ernährung, sondern um Argumente. Und auch in deinem Fall wäre es mal angebracht herauszuarbeiten, worin eigentlich die marxistisch-leninistische Verschwörung zur Herbeiführung einer Revolution im Kontext der Wohnungsknappheit in Bayern besteht.

Es kann doch nicht sein, dass Du einfach mal so eine hinter der Wohnungsknappheit stehende oder diese Krise benutzende marxistisch-leninistische Verschwörung behauptest und Dir keine Argumente dazu einfallen.

Das ist schwer verdauliche Kost und man weiß auch gar nicht wie sowas überhaupt noch ernst genommen werden kann. Ernsthaft. Fällt Dir sowas einfach so ein und Du glaubst dann sei es wahr?

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Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

🙄

banji antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ernsthaftigkeit der Erwachsenen
Hallo Banji,

Du hast dich an diesen Gedankenspielen doch beteiligt und jetzt kommt von Euch beiden einfach gar nichts mehr. Was geht da in Euch vor, dass ihr solche Aussagen einfach mal so in das Forum haut und diese Gedanken weder argumentativ ausführen wollt, noch auf Nachfrage mal etwas zu der Herleitung sagen möchtet.

Ist es denn so abwegig mal darüber nachzudenken?

Ihr könnt doch nicht allen Ernstes von einer marxistisch-leninistischen Verschwörung reden, die die Wohnungsknappheit verantwortet oder für sich benutzen will, wenn ihr dafür keine Belege habt und das Beispiel "Wohnungsknappheit in Bayern" von Euch dann gleich mal ignoriert wird.

Und was sollen Mitlesende mit nicht näher ausgeführten Ausdrücken, wie "Öko-Scheiß" anfangen? Und was sollen die ganzen Hinweise auf eine Öko-Diktatur und was hat die Referenzierung der DDR-Diktatur hier zu suchen?

Und was ist das für ein Diskussionsverhalten auf Nachfrage zu diesen Dingen damit zu kommen, Du habest für heute keine Zeit mehr, weil Du Erdbeerkuchen essen müsstest.

Ihr beide und auch einige andere hier, habt regelmäßig Probleme mit der Ernsthaftigkeit der Grünen, von Greta Thunberg und einem YouTuber.

Aber ihr selbst habt große Probleme Eure Ernsthaftigkeit mit einem Mindestmaß an Argumenten und Belegen für aufgestellte Behauptungen zu untermauern.

Dieses reine mit Schmutz gegen den politischen Gegner werden ist toxisch. Für das Forum und für die Gesellschaft. Denn genau dieses Verhalten einer Argumentationsverweigerung ist im Kern anti-demokratisch, weil es den gesellschaftlichen Diskurs untergräbt und nur danach strebt andere Menschen zu diffamieren.

Man muss ja nicht immer nur ernst sein. Aber wenn man schwerwiegende Vorwürfe formuliert dann auf Nachfrage zu diesen Vorwurfen kindisch zu reagieren und sich der Belege und Argumente zu verweigern, ist unangemessen.

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Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/partei-fuer-den-klimawandel.html

Du musst lesen und verstehen.

Und ich habe nicht die Absicht Deine kollabierende Hysterie, sobald jemand gegen links und grün ist, noch weiter anzufachen.

banji antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Beleidigende Ferndiagnosen?

Da bin ich wohl nicht der Einzige.

banji antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Demokratieverständnis
Hallo Banji,

wie Lucan richtig sagt, hast Du natürlich das Recht auf Argumente zu verzichten wenn Du eine Öko-Diktatur mit SED-Struktur entstehen siehst. Auch Scylla muss sich nicht bemühen seine Gedanken über eine leninistisch-marxistische Verschwörung rund um die Wohnungsknappheit argumentativ zu begründen oder mit Belegen zu untermauern. Ihr habt in diesem Land das Recht Euch etwas auszudenken und eure Gedanken frei zu äußern. Ohne dieses Recht gäbe es keine so tollen Serien, wie Game of Thrones oder Literatur-Klassiker, wie Winnetou I bis III.

Mein Anspruch an ein politisches Diskussionsforum ist allerdings ein wenig anders. Gleich vorweg: Auch diesen Anspruch müsst ihr nicht teilen.

Und dieser Anspruch besteht daraus, dass ich die Meinung anderer Menschen nicht durch bloße Behauptungen, sondern vor allem durch die Argumente und Hintergründe verstehen lernen möchte. Das hat in der Vergangenheit schon dazu geführt, dass ich Vorurteile abbauen konnte oder in die andere Richtung meine Ansichten nachvollziehbar darlegen konnte. Meiner Meinung nach lebt eine Demokratie davon. Von der Debatte in der Argumente formuliert werden. Das sehe ich als einen Fortschritt zur bloßen Äußerung von Behauptungen. Besonders dann, wenn es mal nicht um Ideensammlungen zur Fortsetzung des Illuminati-Romanes geht, sondern um die Gestaltung der Gesellschaft und der demokratischen Teilhabe ihrer Bürger.

Deswegen nehme ich das ernst wenn sich Personen zu Grüppchen zusammenfinden und von einer drohenden Diktatur reden und frühere Diktaturen referenzieren. Das ist ja nun kein harmloser Vorwurf. Und ich nehme es auch ernst wenn der Vorwurf einer leninistisch-marxistischen Verschwörung hinter der Wohnungsknappheit auftaucht. Und da Bayern nun beileibe nicht von SED nahe stehenden Politikern regiert wird und die Wohnungsknappheit dort ein großes Thema ist, war das in meinen Augen der ideale Moment diese Vorwürfe mal näher auszuführen.

Aber das müsst ihr, wie schon gesagt, nicht tun. Ihr könnt weiter behaupten was ihr wollt und alles, was ich noch tun muss, ist Lucan fragen, wie oft man bei derart schwerwiegenden Behauptungen nachfragen darf, ohne in den Bereich des "Sealioning" zu geraten.

Wie Du aber siehst, habe ich jetzt argumentativ erläutert, wieso es nicht darum geht, dass hier mal eben so welche nur irgendwas gegen links und grün gesagt hat, sondern sehr schwerwiegende Behauptungen aufgestellt wurden.

Und wie Du an meiner (glaube ich) ruhigen und relativ geordneten Texte siehst, ist auch keine Hysterie zu bemerken und kollabiert bin ich auch noch nicht. Mir geht es wirklich gut.

Wäre es nicht für alle vorteilhaft wenn ihr einfach Argumente zu der von Euch in den Raum gestellten Behauptungen nachlegen würdet anstatt gegen mich als Person zu "latzen".

Unterstützt doch ein wenig die demokratische Debatte. Dann müssen wir alle ein wenig weniger Angst vor demokratiefeindlichen Tendenzen haben.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15625

Es gibt kein Recht auf Begründung
Auch wenn dein Frust nachvollziehbar ist: In unserem Land herrscht Meinungsfreiheit - aber keine Begründungsverpflichtung.
Jeder hat das Recht, eine bestimmte Meinung zu haben, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Selbstverständlich hast du das Recht, nachzufragen. Das war's dann aber auch. Die anderen haben das Recht zu schweigen.

Alles andere wäre dann "Sealioning"

Sealioning (englisch)

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @lucan-7

Die anderen haben das Recht zu schweigen.

Es wirkt aber nicht sehr souverän, wenn auf gemachte Behauptungen keine Begründungen erfolgen. Zudem finde ich das auch nicht gerade höflich (jetzt ohne zu wissen, ob unausgesprochen in diesem Fall noch persönliche Fehden von früher ausgetragen werden oder so).

Kommt keine Antwort/Begründung (insbesondere noch nach einer Nachfrage) denke ich jeweils, dass dem Gegenüber die Argumente ausgegangen sind oder der sie nicht formulieren will, weil er z.B. kein GK-Risiko eingehen will.

Seit ich online in Foren unterwegs bin, habe ich schon unzählige Male keine Antwort erhalten. Keine Antwort interpretiere ich immer als 1:0 für mich resp. für denjenigen, der keine Antwort erhält - und so werte ich dies auch in dieser Diskussion. 😊

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15625
Veröffentlicht von: @tamaro

Es wirkt aber nicht sehr souverän, wenn auf gemachte Behauptungen keine Begründungen erfolgen.

Sicher nicht. Nur ist es halt auch nicht sonderlich souverän, da ständig noch nachzutreten und bei jeder Gelegenheit eine Begründung zu fordern. Denn wenn klar ist, dass da sowieso nichts mehr kommt, dann geht es am Ende nur noch um die eigene Selbstbeweihräucherung.

Weiter will ich an der Stelle aber auch nicht mehr drauf eingehen. Es ist mir nur schon ziemlich oft aufgefallen.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Jeder hat das Recht, eine bestimmte Meinung zu haben, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Also manchmal sagt die Moderation man soll etwas belegen oder das wird gesperrt. Ist es dann auch so Sealioning weil die es gar nicht akzeptieren das einer nur so eine Meinung sagt ohne ein Beleg zu geben? Echt sehr gemein was du da machst! 😠😠

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15625
Veröffentlicht von: @cookiesutra

Also manchmal sagt die Moderation man soll etwas belegen oder das wird gesperrt. Ist es dann auch so Sealioning weil die es gar nicht akzeptieren das einer nur so eine Meinung sagt ohne ein Beleg zu geben? Echt sehr gemein was du da machst!

Zunächst mal geht es um die Frage, wie konkret eine Aussage überhaupt ist, dass man Belege verlangen kann.
Und dann habe ich ja nicht geschrieben, dass man überhaupt nicht nach Belegen fragen soll, das mache ich ja auch. Und das ist ja auch berechtigt.

Wenn da aber nichts kommt, und man bohrt trotzdem immer weiter nach, obwohl man längst weiß, dass da auch nichts mehr kommen wird... dann ist es halt fraglich, ob es wirklich noch um die Belege geht - oder darum, jemanden immer wieder vorzuführen.

Genau das ist dann auch mit "Sealioning" gemeint.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Und ist es hier irgendwo passiert in diesen Thread 🤨🤨

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15625
Veröffentlicht von: @cookiesutra

Und ist es hier irgendwo passiert in diesen Thread

Das möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ausbreiten.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

😊😊😊

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mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @lucan-7

Wir werden unsere Kartoffeln dann halt künftig dort kaufen müssen, wo der Klimwandel Wüsten in fruchtbare Zonen verwandelt hat.

solange die supermärkte voll sind von kartoffeln aus ägypten und israel, muss man sich wirklich keine gedanken machen ob man in deutschland zukünftig noch kartoffeln anbauen kann.

mrb-ii antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Frutta e verdura subito

Veröffentlicht von: @lucan-7

Wir werden unsere Kartoffeln dann halt künftig dort kaufen müssen, wo der Klimwandel Wüsten in fruchtbare Zonen verwandelt hat.

Du meinst, das ginge so schnell? Kaum ist die Sahara ein bisschen ergrünt, kann man da schon reichlich Früchte und Gemüse ernten?

Ich denke, da müsste erst ein paar Jahrhunderte lang ein solider Wald stehen, auf dessen gerodeter Fläche man dann vielleich mal etwas anbauen kann.

tamaro antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Wenn viele afrikanische (islamische) Staaten nicht so borniert wären und sich nicht in den quasi Stammesfehden aufreiben würden, könnten sie diesbezüglich von Israel eine Menge lernen und Unterstützung bekommen.

banji antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @banji

Wenn viele afrikanische (islamische) Staaten nicht so borniert wären und sich nicht in den quasi Stammesfehden aufreiben würden, könnten sie diesbezüglich von Israel eine Menge lernen und Unterstützung bekommen.

Ja, oftmals sind es solche Dinge - oder wie bei uns administrative oder rechtliche Barrieren, die der Innovation und Entwicklung im Wege stehen.

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15625
Veröffentlicht von: @tamaro

Du meinst, das ginge so schnell? Kaum ist die Sahara ein bisschen ergrünt, kann man da schon reichlich Früchte und Gemüse ernten?

Ich denke, da müsste erst ein paar Jahrhunderte lang ein solider Wald stehen, auf dessen gerodeter Fläche man dann vielleich mal etwas anbauen kann.

Ich gehe nicht davon aus, dass man auf nassem Sand und Geröll so furchtbar viel anbauen kann... aber wenn das Klima stimmt sollte es kein Problem sein, den Boden entsprechend aufzubereiten. Ist ja nicht so, dass das nicht alles schon seit Jahrzehnten alles genau analysiert wurde. Da braucht man ganz sicher keine hundert Jahre warten bis da mal ein Wald gewachsen ist... das Ganze wird chemisch und mechanisch aufbereitet, und dann ist das gut.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Kartoffeln

Veröffentlicht von: @tamaro

Du meinst, das ginge so schnell?

Obwohl im engeren Sinne eine subtropische Pflanze, ist sie , was Klima angeht recht genügsam.

Unterhalb von dauerhaften -1,5 Grad stirbt das Kartoffelkraut, oberhalb von dauerhaften 32 Grad plus stellt die Knolle das Wachstum ein.

Dazwischen wächst und gedeiht sie. In Nordschweden genau so wie in den Anden auf 4.400 Meter.
Also so schnell wird die Kartoffel nicht aus unseren Breiten verschwinden

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tristesse
Beiträge : 17057

Du kannst ja den Mod darüber informieren 😊

tristesse antworten


Tamaro
 Tamaro
Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @frihet

Sein wir mal ehrlich, das Klima ändert sich.

Schön, dass du nach über drei Jahrzehnten der öffentlichen Debatte zum menschengemachten Klimawandel nun auch zu dieser Erkenntnis gelangt bist. 😊

Veröffentlicht von: @frihet

Städte wie Venedig werden halt gnadenlos absaufen, das ist ziemlich übel für den Tourismus.

Negative Auswirkungen auf den Tourismus hat der Klimawandel bereits im Hier und Jetzt, namentlich auf den Wintertourismus. Schnee wird immer mehr zur Mangelware, dies auch in den klassischen Wintermonaten Dezember bis Februar. Dies insbesondere in Gebieten unterhalb von 1000 müM, wobei die Höhe in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen wird. Ohne künstlich erzeugten Schnee wäre heute ein Wintersportbetrieb für die meisten Wintersportorte kaum mehr denkbar.

Veröffentlicht von: @frihet

Auch die Schifffahrt leidet dadrunter, da einige Häfen erst massiv umgebaut werden müssten - hat sich das überhaupt schon jemand angeschaut?

In der Schweiz mussten im letzten Sommer die Erdölnotvorräte angezapft werden, da der Rhein durch zu tiefen Wasserstand von Transportschiffen nicht mehr befahren werden konnte. Die Versorgung per Landweg ist zwar möglich aber a) teurer und b) braucht es dafür natürlich zusätzliche Transportkapazitäten.

Veröffentlicht von: @frihet

Gut, es wird auch ein paar Staaten geben, die noch mehr mit Dürre zu kämpfen haben als bisher

"Ein paar Staaten" finde ich ziemlich niedlich ausgedrückt, vor allem wenn man sich deren Fläche und Bevölkerungszahlen anschaut.

Veröffentlicht von: @frihet

Gut, mit der Wärme braucht dann halt Klimaanlagen, dann ist das auch im SOmmer auszuhalten. Ist halt das Geld, was wir sparen für Heizung im Winter.

Das lässt sich leicht sagen, wenn man drinnen im klimatisierten Büro arbeitet. Was ist aber mit Bauarbeitern, Strassenarbeitern, Landschaftsgärtnern, Umzugsarbeitern usw. zählen die auch etwas? Wie werden Klimaanlagen für öffentliche Gebäude finanziert?

Veröffentlicht von: @frihet

Ok, die Waldbrandgefahr könnte etwas hochgehen. Vielleicht sollten wir vorsichtshalber die Wälder roden?

Das ist ja wohl das Fatalste, was man sich ausdenken kann. Es braucht die Wälder unbedingt als:

- temporäre CO2-Speicher
- Lebens- und Rückzugsraum für viele Tier- und Pflanzenarten
- als Schutz des Bodens vor Austrocknung und Erosion
- zur Regenwasseraufnahme, das sonst rasch abfliessen und zu Überschwemmungen führen könnte
- als sich kühlend für das Regional- und Mikroklima auswirkender Raum
- als Erholungsgebiet für den Menschen, falls es wie letzten Sommer infolge der Dürre nicht zu gefährlich wird

Veröffentlicht von: @frihet

Wie seht ihr das? Was sind eure Wünsche an eine Partei des Wandels?!

Von Parteien kann man hinsichtlich Umweltschutz wohl nicht sehr viel erwarten. Eher von unabhängigen Organisationen, Privatpersonen (und Initiativen) und Gemeinden (Kommunen), sofern die sich dazu gezwungen sehen.

Veröffentlicht von: @frihet

Wie seht ihr das? Was sind eure Wünsche an eine Partei des Wandels?!

Ich erwarte von niemandem mehr etwas - es hat einfach keinen Sinn. Ich versuche nach bestem Wissen und Gewissen umweltbewusst zu leben und das seit über 30 Jahren. Punkt.

Wenn andere mitmachen finde ich das super.

tamaro antworten
4 Antworten
Frihet
 Frihet
(@frihet)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 238

Mit dem Beitrag kann man doch arbeiten.

Zum Wintersport: Die Lösung müsste hier also eine Umstellung des Wintersports oder eben Skihallen sein. Ist natürlich ohne Frage ein anderes Gefühl. Bleiben Bergwanderungen.

Ist der Kunstschnee eigentlich Risikobehaftet? Ich kenne mich mit dem nicht so aus.

Das mit der Schweiz ist natürlich eine logistische Schieflage. Da hieße es dann bei Hochstand möglichst viel ranschaffen. Reicht das? Oder muss die Schweiz da insgesamt umstellen?

Das mit den Bauarbeitern etc ist natürlich eine Sache. Hier müsste also das Arbeitsrecht geändert werden. Entweder, dass diese Zusatzbelastung dadurch mitgedeckt ist, oder dass die Leute weniger arbeiten dürfen um die Gesundheit zu schonen. Ist die Frage was von beidem man bevorzugt. Über Grenzwerte wird ja ohnehin bei Belastungen viel diskutiert.

Die Klimaanlagen müssten aus Steuergeldern finanziert werden. Nennen wir es eine Raumluftabgabe oder eine Umlage. Da gibts doch schöne Worte für. Ich mache mir allerdings eher Sorgen um die Privathaushalte. Hier müsste mit Sicherheit Geld in die Hand genommen werden. Vielleicht als Alternative statt Energiesanierung. Da gibts ja auch zum Teil Fördergelder.

Veröffentlicht von: @tamaro

- temporäre CO2-Speicher
- Lebens- und Rückzugsraum für viele Tier- und Pflanzenarten
- als Schutz des Bodens vor Austrocknung und Erosion
- zur Regenwasseraufnahme, das sonst rasch abfliessen und zu Überschwemmungen führen könnte
- als sich kühlend für das Regional- und Mikroklima auswirkender Raum
- als Erholungsgebiet für den Menschen, falls es wie letzten Sommer infolge der Dürre nicht zu gefährlich wird

Ein bisschen kleinlich, aber ich verstehe was du meinst. Wäre für die Förster natürlich eine Katastrophe. Da müsste man sich Alternativen einfallen lassen. Breitere Brandschutzschneisen wären aber doch sicher zumindest ein Anfang.

Umweltschutz überlasse ich ehrlich gesagt den Grünen und meinetwegen auch den NGOs etc, um das Thema geht's hier ja auch nciht im Kern

frihet antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @frihet

Umweltschutz überlasse ich ehrlich gesagt den Grünen und meinetwegen auch den NGOs etc

Womit geklärt wäre, wen Du meinst, wenn Du schreibst "Die Menschen sind nicht einsichtig."

Anonymous antworten
Frihet
 Frihet
(@frihet)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 238

Das mag mit reinspielen. Und ich bin da mit Sicherheit keine Ausnahme.

Aber die Frage bleibt doch weiterhin: Welche Folgen werden(!) auf uns zukommen und wie gehen wir damit um.

Natürlich wäre es schön, wenn sich das verhindern ließe - nur daran glaube ich nicht.

Und selbst glaubte ich daran - also, dass es möglich ist - entbindet das von einer Überlegung des Worst -Case- Scenarios?

Niemand plant, dass sein Schiff untergehen soll - Schwimmwesten und Rettungsboote findest du trotzdem.

frihet antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @frihet

Zum Wintersport: Die Lösung müsste hier also eine Umstellung des Wintersports oder eben Skihallen sein. Ist natürlich ohne Frage ein anderes Gefühl.

Umstellung ja, das überlege ich mir jeden "Winter", ob das nötig sei. Mich würde "skiken" interessieren, eine Art geländegängiger Rollski.

Der Aufenthalt in den Bergen wird - bedingt durch den Klimawandel - jedoch immer gefährlicher, weil durch den Rückgang des Permafrosts viele Hänge und Felsformationen instabil werden. Somit sind auch Sommersportarten oder das Bergwandern nur bedingt valable Alternativen resp. muss man immer damit rechnen, dass man auch bei deren Ausübung in Zukunft immer mehr eingeschränkt wird.

Der ökonomische Schaden ist für den Wintersport-Tourismus aber so oder so bereits eine Tatsache.

Veröffentlicht von: @frihet

Ist der Kunstschnee eigentlich Risikobehaftet? Ich kenne mich mit dem nicht so aus.

Das Problem beim Kunstschnee ist, dass eine Minimal-Temperatur für dessen Herstellung nötig ist. In den letzten paar "Wintern" gab es die eine oder andere Phase, in der es nicht möglich war, diesen zu produzieren. Dazu wird viel Wasser und Strom für die Herstellung gebraucht, ein grosses Wasserbecken als Reserve und wohl auch noch chemische Zusatzstoffe. Dass es aber sonst Probleme damit gäbe, hätte ich bisher nicht mitbekommen. Es ist vom Fahrgefühl her was anderes, ob man auf Kunst- oder Naturschnee fährt. Ich persönlich fahre gerne auf Kunstschnee, aber es geht natürlich nichts über frischen Pulverschnee. 😊

Veröffentlicht von: @frihet

Das mit der Schweiz ist natürlich eine logistische Schieflage. Da hieße es dann bei Hochstand möglichst viel ranschaffen. Reicht das?

Vielleicht müssen die Lagerkapazitäten erhöht werden. Bisher habe ich noch nicht mitbekommen, ob das diskutiert wird. Der letzte Sommer war ja wohl auch eine Ausnahmeerscheinung und ich denke, dass der - trotz Klimawandel - vorerst nicht dem Normalstandard eines hiesigen Sommers entspricht. Von daher sind zu treffende Massnahmen vielleicht auch noch nicht so super dringend.

Veröffentlicht von: @frihet

Ein bisschen kleinlich, aber ich verstehe was du meinst.

Verstehe ich jetzt nicht, was daran kleinlich sein soll. Da habe ich bloss mal mein Schulwissen hervorgekramt. Der Wald ist nach dem Wasser aus ökologischer Sicht wohl die wichtigste Grundlage für Landtiere (inkl. Mensch) und von daher würde ich den sicher nicht roden.

Veröffentlicht von: @frihet

Umweltschutz überlasse ich ehrlich gesagt den Grünen und meinetwegen auch den NGOs etc, um das Thema geht's hier ja auch nciht im Kern

Klimaschutz ist auch Umweltschutz und wenn dies nur den Grünen oder NGO's überlassen wird, braucht man sich nicht zu wundern, wenn andere Ideologien diese Themen als "trojanisches Pferd", wie es Wellghost formuliert hat, verwenden.

tamaro antworten
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