Trump Attentat
Hallo liebe Mituser,
inwieweit wirkt sich wohl das Attentat auf Donald Trump am Samstag auf den gerade laufenden Wahlkampf aus?
Veröffentlicht von: @tristesseHallo liebe Mituser,
inwieweit wirkt sich wohl das Attentat auf Donald Trump am Samstag auf den gerade laufenden Wahlkampf aus?
Es wird ihm jedenfalls nicht schaden, nicht nur wegen des Attentats selbst, sondern auch wegen seiner Reaktion und der Macht der Bilder. Aber durch die Kandidatensuche bei den Demokraten rückt es erstmal in den Hintergrund.
@sinnombre
Es wird ihm jedenfalls nicht schaden, nicht nur wegen des Attentats selbst, sondern auch wegen seiner Reaktion und der Macht der Bilder. Aber durch die Kandidatensuche bei den Demokraten rückt es erstmal in den Hintergrund.
Meine erste Assoziation war Of 13,3. Am 7.Januar 2020 dachte ich, dass Trump jetzt politisch »tot« sein würde, aber er hat sich erstaunlich schnell erholt … und jetzt auch ein Attentat überlebt.
Schon bald danach zweifle ich, ob das die richtige Assoziation ist.
Schaden wird es Trump jedenfalls nicht. Und wenn noch ein PR-Push aus Russland kommt (so wie seinerzeit das Emailgate für Hilary), ist ihm der Sieg so gut wie sicher.
Selbst wenn Biden noch zurücktritt, dürfte es eng werden. Jeden Tag, den er damit zögert, noch enger.
Jetzt erwische ich mich bei dem Gedanken »am Besten wärs, wenn jetzt jemand Biden erschießt« - aber das will ich nicht wünschen!
Was ich sehr krass fand, und was ihm auch zum Vorteil gereichen wird, ist dass er - sich ganz über die Macht der Bilder im Klaren - trotz des Schocks die Geistesgegenwart besaß, noch im Weggezerrtwerden den Arm hochzureissen und die Faust zu ballen.
Er demonstriert damit die "Stärke allen Widrigkeiten zum Trotz", die Biden ebenso krass vermissen lässt, im Gegenteil ist Biden eher das derzeitige Symbol für Schwachheit und Gebrechlichkeit.
Biden - ganz Staatsmann - hat übrigens auf das Attentat hin seine Wahlagentur angewiesen, die geplanten negativen Werbespots über Trump vorerst zu stoppen - ich fürchte, das war die erste Schaufel Erde ins Grab.
Ich persönlich habe mich schon damit abgefunden, dass Trump gewinnen wird.
Das einzig Gute daran ist, dass er kein drittes Mal antreten kann, und wir dann 2029 endgültig Ruhe haben werden.
@tristesse Trump kann sich jetzt quasi als Märtyrer inszenieren, was ihm wohl zusätzliche Stimmen bringen wird. Bidens Chancen sind durch das Attentat sicherlich nicht gestiegen.
Ich fürchte, die Demokraten müssten schon fast Taylor Swift nominieren, um die Wahl noch zu gewinnen...
@tristesse Schlimmer als Trump? 🤔
Zumindest ist sie den Demokraten zugeneigt und eher woke als rechts, wenn man diesem Wikipedia-Artikel glauben darf (leider gibt's den nur in der englischen Wikipedia).
Schlimmer als Trump?
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Zumindest ist sie den Demokraten zugeneigt und eher woke als rechts, wenn man diesem Wikipedia-Artikel glauben darf (leider gibt's den nur in der englischen Wikipedia).
Politisch ne gemäßigte Haltung zu zeigen macht einen noch nicht zur Politikerin.
Die Frau macht seit sie 12 ist, nichts als Singen und Geld verdienen.
Was hat Trump gemacht, bevor er Präsident wurde? Was davon hat ihn zum Amt befähigt?
Was hat Trump gemacht, bevor er Präsident wurde? Was davon hat ihn zum Amt befähigt?
Er war immerhin erfolgreich der Wirtschaft tätig, er hat Kontakte in aller Welt. Ich finde schon, dass das etwas anderes ist als ein medialer Superstar zu sein.
Naja, sooo erfolgreich in der Wirtschaft war er auch nicht. Er hat sein Nettovermögen manipuliert und hat/hatte Verfahren wegen Steuerhinterziehung und falscher Immobilienbewertung an der Backe, da hat er den Wert seiner Immobilien aufgebläht. Klick
Ich möchte ja nicht behaupten, dass Taylor Swift eine geeignete Kandidatin wäre.
Aber ich möchte es mal mit einer Antwortmöglichkeit der Sonntagsfrage des Postillon, "Soll Joe Biden Platz für einen Jüngeren machen?" sagen: "Irre, dass das gegen eine Vollkatastrophe wie Donald Trump überhaupt relevant ist, wer gegen ihn antritt."
Er war immerhin erfolgreich der Wirtschaft tätig
Er hat erfolgreich mehrere Konkurse überstanden, viel mehr nicht. Nach seiner ersten Wahl haben einige Leute ausgegraben, dass er bei den Simson schon mal als (ehemaliger) USA-Präsident erwähnt wurde. Was damals natürlich noch ein Witz war: Nachdem Trump die USA in den Konkurs geführt hat, muss Präsidentin Lisa die Finanzen wieder in Ordnung bringen, oder so ähnlich.
In erster Linie war er mit »The Apprentice« und als Wrestling-Sponsor ein medialer Star (nicht Super, aber Star auf jeden Fall).
Politisch ne gemäßigte Haltung zu zeigen macht einen noch nicht zur Politikerin.
Schon richtig, aber ich denke, mit einer gemäßigten Haltung schlimmer zu sein als Trump, dazu gehört schon so Einiges.
Trump hat vor seiner Präsidentschaft ja auch nicht viel gemacht, was ihn zum Politiker qualifiziert hätte.
Schon richtig, aber ich denke, mit einer gemäßigten Haltung schlimmer zu sein als Trump, dazu gehört schon so Einiges.
Meine Güte, jetzt hängt euch doch nicht an einem kleinen Scherz auf. 😉
@tristesse Ich gehe davon aus, dass wir den kommenden Präsidenten der USA kennen: Donald Trump!
Schau Dir mal das Foto an: Ein Präsidentschaftskandidat, grade knapp dem Tod entkommen und durch einen Streifschuss blutverschmiert, hebt die Faust unter einer gigantisch großen amerikanischen Flagge.
Das ist ikonisch, das ist nicht mehr zu steigern und das hat seine Wirkung.
Wir haben gestern den Clint Eastwood Film "Flaggs of our fathers" gesehen. Dabei geht es um ein Foto, das einige Soldaten zeigt, die eine amerikanische Flagge auf einem zur Festung ausgebauten Berg der Japaner im zweiten Weltkrieg zeigt.
Das war ein Kampf mit gigantischen Verlusten auf beiden Seiten. Die USA hatte Schwierigkeiten, noch Geld für diesen Krieg locker zu machen. Man war kriegsmüde. Da kam das Foto grade recht und es hatte in der Tat enorme Auswirkungen auf die amerikanische Gesellschaft, die Sicht auf den Krieg und die Bereitschaft, Kriegsanleihen zu zeichnen.
Hier einige ikonische Fotos - hier mit Kriegsbezug:
https://eu.usatoday.com/picture-gallery/news/world/2013/04/28/iconic-war-photographs/2119175/
Das Foto in dem Film war das zweite in dem Artikel. Im Film wurde dann bekannt, dass an sich zuerst eine andere, viel kleinere Flagge gehisst wurde. Das zweite Foto war (wenn auch am Orignalplatz) gestellt und die Soldaten, die die erste Flagge aufrichteten unter ungleich größerer Gefahr bekamen keine Ehre - die mit der zweiten Flagge wurden dann zu Werbezwecken herumgereicht.
Ein Foto kann Geschichte schreiben, indem es Fixpunkte in der Visualisierung, in den Hirnen und dem Denken der Menschen setzt. Und das geschieht hier. Bei aller Gefahr und all dem Schlimmen, was mit dem Attentat verbunden werden muss (es kamen Menschen ums Leben!), bleibt für Donald Trump das Bild, das ihn so zeigt, wie er gesehen werden möchte.
Kleiner Nachtrag zu meinem letzten Beitrag:
https://apnews.com/article/trump-photo-flag-iconic-bullet-f668b7dcc7b365a319a5daaac582775d
Das Foto wird wirklich allgemein als eines der ikonischten Fotos, die je gemacht wurden, gesehen. Das Foto steht nicht nur für Trump - das Foto steht auch für die USA - angegriffen und doch unbezwingbar.
Wenn das die Welt nicht bewegt, dann weiß ich es auch nicht. Ich halte es inzwischen fast für unmöglich, dass Trump nicht Präsident wird - falls nicht irgendetwas ganz außergewöhnliches passiert.
Ich halte es inzwischen fast für unmöglich, dass Trump nicht Präsident wird - falls nicht irgendetwas ganz außergewöhnliches passiert.
Kann gar nicht sein.
Schließlich konnte man hier im Forum jüngst noch von Lucan-7 und damit von sicher sehr kompetenter Seite lesen:
Trump ist eine totale Katastrophe, und es dürfte Millionen von Kandidaten geben, die mit Leichtigkeit gegen ihn gewinnen können.
Die Millionen von möglichen Kandidaten, die mit Leichtigkeit gegen Trump gewinnen können, werden doch nicht alle in den letzten beiden Wochen verschwunden sein, oder? 🙂
Wenn das die Welt nicht bewegt, dann weiß ich es auch nicht. Ich halte es inzwischen fast für unmöglich, dass Trump nicht Präsident wird - falls nicht irgendetwas ganz außergewöhnliches passiert.
@tristesse Inszeniert ist das wohl kaum. Er hat einen Durchschuss am Ohr und hat nur deshalb keinen Durchschuss am Kopf, weil er grad in dem Moment sich weggedreht hat, um eine Grafik anzusehen, über die er sprechen wollte.
Das ist eine hochdramatische Szene.
Du siehst Donald Trump blutverschmiert, wie er die Faust zum Kampf ballt, Du siehst eine Personenschützerin, die ihn umarmt, um mögliche weitere Kugeln abzufangen, Du siehst den klassischen Bodyguard mit Sonnenbrille - und über dem allen eine riesige US-Amerikanische Flagge. Das ist ein fotografiertes "Make America great again!" Das ist das Amerika, das Trump wieder aufbauen will. Und er zeigt, dass er sich dem ganz hingibt.
Dieses Bild ist mehr ein als eine Baseballkappe mit dem Spruch drauf - das Foto ist die starke Visualisierung der Idee, die Trump verfolgt und die zählt mehr als 1000 Worte und die besten politischen Konzepte.
Es steht zu befürchten, dass im kommenden Wahlkampf daher die Konzepte, realistische und gute Ziele, dabei untergehen. Das Land ist hochgradig gespalten und hat nun einen frischen Schub nationale Gefühle bekommen, die sicher auch den einen oder anderen Demokraten (ich meine hier die Partei) berühren dürften.
Inszeniert ist das wohl kaum. Er hat einen Durchschuss am Ohr und hat nur deshalb keinen Durchschuss am Kopf, weil er grad in dem Moment sich weggedreht hat, um eine Grafik anzusehen, über die er sprechen wollte.
Ich halte das Attentat für nicht inszeniert, sondern Trumps hochgereckte Faust.
Dieses Bild ist mehr ein als eine Baseballkappe mit dem Spruch drauf - das Foto ist die starke Visualisierung der Idee, die Trump verfolgt und die zählt mehr als 1000 Worte und die besten politischen Konzepte.
Naja. Ich finde Deine Interpretation grad etwas übertrieben.
Die amerikanische Welt bewegt auch dieses Thema:
https://de.wikipedia.org/wiki/Project_2025
So, wie sich das liest, wären das Vorbereitungen für eine Diktatur und der Ausschließung zukünftiger Opposition und Gegenkandidaten.
Die amerikanische Welt bewegt auch dieses Thema:
Wenn es die amerikanische Welt wirklich bewegen würde, wäre die Niederlage von Trump längst besiegelt. Amis wollen keine Diktatur. Wobei die Pläne selber noch keine Diktatur bedeuten, aber doch einige Schritte in die Richtung darstellen würden.
Viele haben noch nie davon gehört, viele (vor allem Rep-Wähler) unterschätzen das, manche (Hard-Core Trumpies) finden es gut, aber das ist, wie gesagt, eine Minderheit.
Entscheidend wird sein, wie viele da mitgehen werden. Insbesondere bei den Ämtern, die Trump nicht beeinflussen kann: Abgeordnete, Richter am Supreme Court, Politiker und Beamte der Bundesstaaten.
Was die Amis bewegt, und mit dem Thema zu tun hat, ist die Diskussion über Deep State, also die Bürokratie auf tieferen Ebenen, die einerseits für Kontinuität sorgt, aber andererseits eben die Politik subtil beeinflusst (und subtil muss nicht »wenig« bedeuten!), ohne demokratisch legitimiert zu sein.
Der Plan sieht ja vor, wesentlich mehr Personal des deep state auszuwechseln
Genauer gesagt: Bisher wurde nur die »Spitze« ausgewechselt, jetzt ist auch der Deep State dran.
Wobei dann sicher viel Experten durch Leute ersetzt werden, deren Qualifikation in erster Linie darin besteht, loyal zu Trump zu stehen. Was dann herauskommt, wird sicher viele Leute enttäuschen - aber Trump findet garantiert eine Erklärung.
„You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.”
Abraham Lincoln
Man muss sich mal überlegen, dass Gerichtsurteile ausgesetzt werden müssen, damit er überhaupt kandidieren kann, anstatt in den Knast zu wandern. Ich finde das völlig unverständlich.
Man muss sich mal überlegen, dass Gerichtsurteile ausgesetzt werden müssen
Formal ist das alles normal. Verteidiger fahren Verzögerungstaktiken (gibts auch in deutschen Gerichtssälen), Urteile werden angefochten (Berufung, Revision …).
Wirklich merkwürdig war nur, dass es ca. 3 Jahre dauerte, bis überhaupt ein Prozess gegen ihn begann.
Formal ist das alles normal.
Unethisch ist es trotzdem. Was soll das denn für ein Vorbild sein, wenn man sich seine Freiheit nach einem Gerichtsurteil ergaunert?
Wirklich merkwürdig war nur, dass es ca. 3 Jahre dauerte, bis überhaupt ein Prozess gegen ihn begann.
Auch die Wahl seines zukünftigen Vize, James David Vance, ist merkwürdig:
Da sind einige Zitate..... und wenn ich mir die Blicke anschaue.... da will einer sein Nachfolger werden, wie es aussieht.
@deborah71 Project 2025 ist das Konzept eines ultrarechten amerikanischen Think-Tanks. Donald Trump hält nicht viel davon, weil er seine eigene Agenda hat:
https://www.donaldjtrump.com/agenda47
Allerdings, wie in dem Wikipedia Artikel von Dir zu lesen ist, überschneidet sich da ganz viel. Ich glaube nicht, dass Donald Trump die Demokratie abschaffen wird. Aber es steht zu befürchten, dass er sich an denen, die ihm das Leben schwer gemacht haben, rächen wird. Die Administration des Landes würde ein neues Gesicht bekommen.
Das dürfte den Demokraten das Leben schwer machen. Sie müssen sich neu formieren und das dann unter ziemlich ungünstigen Voraussetzungen. Sie hätten sich neu formieren können in Hinblick auf die kommenden Wahlen und haben es nicht getan. Dieses Versäumnis ist das eigentliche Drama.
Die USA kennt ja schlimme Phasen des Rassismus und der Kommunisten-Hatz. Ich hoffe, dass es da keinen Rückfall geben wird und einmal erkämpftes wieder in Gefahr gerät. Die Welt ist in einem schlimmen Zustand und hier könnte die Verteilung der Güter das größere Problem als die Umweltgefahren sein. Und in den USA sind diese Verhältnisse besonders schlimm. Das könnte sich noch einmal verschärfen. Es gibt schon jetzt viele Gründe, warum sich eine starke Allianz gegen die Pläne des Donald Trump stellen sollte. Aber die kommt nicht zustande, weil man zerstritten ist und die politischen Führer nicht an das Charisma von Donald Trump herankommen - und nach den Vorfällen vom letzten Wochenende wird es doppelt schwer.
Ich hielte eine erneute Präsidentschaft von Donald Trump für keine Katastrophe. Aber es könnte verlorene Jahre für den politischen Umbau hin zum Besseren sein.
Die Schnittmengen sind schon deutlich und seine Gewaltbereitschaft ist hoch. Bedenklich....
Die amerikanische Welt bewegt auch dieses Thema:
Dieser "Masterplan" war auch Thema im letzten Podcast von Lanz und Precht, sie hatten den USA-Korrespondenten Elmar Theveßen als Gast zugeschaltet, für den Trump schlicht u einfach ein Faschist ist.
Theveßen meinte, dass bei einem Regierungswechsel durch Beamtenaustausch aus Demokratie Autokratie werden kann. Allerdings bleibt ein Unsicherheitsfaktor, nämlich Trump selbst, der als Narzisst absolut unberrechenbar ist.
[Vllt haben sie ihm deshalb diesen jungen Vize zur Seite gestellt?]
Hier der Link zur Podcastfolge, Empfehlung ab ca Minute 30:
Quelle: youtube
Ja, ich schätze Trump auch als narzisstisch tickende Person ein. Die Unberechenbarkeit ist ein krasser Faktor.
Über die Wahl des Vizes bin ich noch zögerlich, er muss sich erst zeigen. Mich warnt da was im Inneren.
Über die Wahl des Vizes bin ich noch zögerlich, er muss sich erst zeigen. Mich warnt da was im Inneren
Der DLF brachte gestern gleich die Info, dass Vance das Ende der Militärhilfen für die Ukraine fordert u prorussische Positionen einnimmt.
Deutschland kann sich demnach jetzt schon darauf einstellen, dass es unter Trump auf sich selbst zurückgeworfen wird.
Vllt noch Langstreckenraketen übergangsweise. Bis wir selbst welche haben.
@goodfruit Ich halte die wehende US-Fahne da weiterhin für per Photoshop o.ä. reingebastelt. Als ich mir die im Umlauf befindlichen Videos des Vorfalls anschaute , fand ich an der Location keine Flagge, die dazu passen würde. Aber klar: der schmächtige kleine Mann, der da nicht sauber genug zielen konnte, hat den Reps einen gewaltigen PR-Geschenkkorb überreicht und Trump sowie seine Anhänger sind nicht die Typen, welche die Annahme in Zeiten von Deep-Fakes dankend ablehnen würden.
Dann also ikonisch. Was immer das in diesem Zusammenhang auch bedeuten mag.
Ich halte die wehende US-Fahne da weiterhin für per Photoshop o.ä. reingebastelt. Als ich mir die im Umlauf befindlichen Videos des Vorfalls anschaute , fand ich an der Location keine Flagge, die dazu passen würde.
So schlecht kann doch kein PR Berater sein, wenn er da eine KI generierte Flagge reinfotoshopt, wo man das doch genau überprüfen kann.
Als ich mir die im Umlauf befindlichen Videos des Vorfalls anschaute , fand ich an der Location keine Flagge, die dazu passen würde.
Die FR hat in ihrer Fotostrecke gleich als erstes Foto eins, dass diese Flagge zeigt.

Der Fotograf hat jedenfalls die richtige Position gehabt und sein Bild so zugeschnitten, dass außer Trump und der Flagge nur noch ein paar Personenschützer o.ä. zu sehen sind. Aber die Flagge ist echt.
@jack-black Es gab eine riesige Flagge über dem Veranstaltungsgelände, die von zwei riesigen Krane gehalten wurde. Der Fotograf ist ein angesehener Presse-Fotograf mit Pulitzer-Preis. Der hat da Photoshop ganz sicher nicht nötig - der weiß, wo er zu stehen hat, damit es die besten Fotos gibt.
Hier noch etwas mehr Info zum Fotografen:
https://www.dw.com/de/trumps-faust-starkes-foto-f%C3%BCr-den-wahlkampf/a-69658500
Fotografie ist mein Hobby und ich bin weit weg von solchen Profis. Es freut mich aber immer, wenn ein Foto mal seine Überlegenheit der Fotografie über die Videografie zeigen kann.
Als Fotograf hatte ich den Eindruck, dass die Fotografie so ein wenig auf dem absteigenden Ast ist. Fotos wie die hier zeigen aber, dass das nicht berechtigt ist und dass Fotografie ein ganz starkes Medium ist, wenn es darum geht, Aussagen auf einen Punkt zu bringen, ganze Geschichten in ein Bild einzufrieren bzw. zu erzählen.
@goodfruit Danke für die Verlinkung der zusätzlichen Informationen! 🙂 Ja, inzwischen habt Ihr mich überzeugt, dass meine erste Vermutung/Überzeugung, da müsse PS in der Komposition* involviert gewesen sein, falsch war.
*Farb- und Tonwertkorrekturen per PS sind ja üblich und gelten nicht als Verfälschung bei digitalen Aufnahmen.
Farb- und Tonwertkorrekturen
Sowas in der Art geschieht in jedem Gehirn auch, ist ein Grund für optische Täuschungen des Typs »gleiche Farbe sieht je nach Kontext unterschiedlich aus«. Und die können auch hilfreich sein, wenn ein Bild auf einer anderen Hardware wiedergegeben wird … ein weites Feld.
Zuweilen ist das korrigierte Bild »wahrer« als das unkorrigierte, Änderung in so einer Größenordnung sind unbedenklich.
Nur wenn aus Knallrot Giftgrün wird, wär das Verfälschung …
@tristesse inwieweit wirkt sich wohl das Attentat auf Donald Trump am Samstag auf den gerade laufenden Wahlkampf aus?
Wenn Biden nicht in den nächsten zwei Wochen - am besten gestern - zurücktritt von der Kandidatur, wird Trump neuer US-Präsident.
Harte Worte, aber ich vermute, Du hast das richtig eingeschätzt.
@tristesse Dazu zwecks Stimmungsaufhellung eine kleine Anekdote.
Vorgestern besuchte ich meine 85 Jahre alte Mutter zum Frühstück. Wir saßen da so mit Blick in den Garten und sie erzählte in einer Tour, was sie da alles gemacht habe, wo die Wühlmäuse besonders ärgerliche Schäden an den Blumenrabatten verursacht hätten usw. usf.. Aber auf ihren Mohn, da war sie super stolz, auf den kam sie immer wieder zurück: "Guck mal, so schön rot, der ist immer noch da, der kommt immer wieder nach, kaum verblühen die einen, gehen die anderen Blüten auf! Der hat sich so doll ausgesäht letztes Jahr... Die XYZ hat schon gefragt, ob ich ihr nicht ein paar Samen davon mitbringen kann, die war letzte Woche ganz begeistert, als sie meinen Garten gesehen hat..."
Ich so, um mal das Thema zu wechseln: "Ach übrigens, haste schon das Neueste aus Amiland gehört?!"
- "Nee, was denn?!"
- "Auf Trump wurde ein Attentat verübt."
- "Oh, das ist ja mal schön!"
- "Naja, der Schütze hat nicht genau genug gezielt. Nur ein leichter Streifschuss, nix Gefährliches."
- "Ach Scheiße auch!"
Weise Worte, dachte ich so bei mir, Mutti bringt in ihrem hohen Alter das Wichtigste immer noch konzise auf den Punkt.
Sie so:
"Naja... Wo Du schon mal da bist... Könntest Du vielleicht nachher die verblühten Mohnblumen rausnehmen und zur Gründeponie fahren*? Ein paar Samenschoten könnteste ja vorher für XYZ abschneiden."
Auch darin ist meine Mutter immer noch gut: sich um die nächstliegenden, wirklich wichtigen Dinge kümmern. 🙂
*Ich bring den Gartenschnitt eigentlich immer nur rüber zum Nachbarn. Der hat 'nen Hänger und vor allem: einen Führerschein. Aber für meine Mutter sind das nebensächliche Details.
- "Naja, der Schütze hat nicht genau genug gezielt. Nur ein leichter Streifschuss, nix Gefährliches."
- "Ach Scheiße auch!"
Weise Worte, dachte ich so bei mir, Mutti bringt in ihrem hohen Alter das Wichtigste immer noch konzise auf den Punkt.
Ich finde das ehrlich gesagt überhaupt nicht weise, sondern zynisch und geschmacklos.
@tristesse Ich finde das ehrlich gesagt überhaupt nicht weise, sondern zynisch und geschmacklos.
"Weise" war freilich ironisch formuliert, aber jetzt mal ehrlich: zynisch und geschmacklos? Wenn man mal davon ausgeht, dass eine erneute Trump-Präsidentschaft eine Gewahr für die Welt darstellt, drohender noch als Putins Diktatur - dann liegt doch wohl das unmittelbare Gefühl von Freude, wenn man hört, der sei weg, auf der Hand? Geschmacklos wäre es, sowas auf einer Trauerfeier zu sagen. Aber hier war ihre Antwort einfach nur sehr reaktionsschnell und witzig.
Da sollten wir uns auch mal ein bisserl ehrlich machen, was unsere Emotionen angeht. Interessant fand ich den letzten Presseclub. Einer der Anrufer druckste da so herum, bis er dann mit dem Hitler-Vergleich kam und dass es ja auf den auch Attentatsversuche gegeben habe, die leider nicht erfolgreich gewesen wären... Und dann kam die politisch korrekte Antwort seitens der Moderatorin (oder eines der Gäste?), dass man sich hüten solle vor solchen Vergleichen und dass es gerade der Sinn demokratischer Verhältnisse sei, mißlliebige Politiker abzuwählen, statt zu erschießen (die Formulierung ballots instead of bullets - Wahlen statt Kugeln, fiel. Beim Nachgoogeln fand ich dann, dass eine berühmte Rede von MalcomX dieses Sprachspiel in seiner Überschrift hatte - und der war anscheinend nicht so hundertprozentig davon überzeugt, dass in allen historisch noch so gefährlichen Situationen auf bullets verzichtet werden könne...).
Dabei ist der Tyrannenmord ein immer wieder disktuierter Topos und das politische Attentat, die Ermordung politischer Gegner in Führungspositionen, ist denn auch ein übliches aussenpolitisches Instrument, dass die USA selbst immer wieder mal einsetzen, wenn's ihnen geboten erscheint.
Der gefühlte Wunsch, dass zenrale Figuren aus dem Lager des politischen Gegners einfach mal weg, tot, erschossen wären - der ist weit verbreitet und ihn dann spontan mal zu bekennen, halte ich nicht für zynisch.
Weise wäre er im hier diskutierten Zusammenhang natürlich nicht - was aber vor allem damit zusammenhängt, dass es bei der nächsten Präsidentschaftswahl nicht eigentlich um die Wahl zwischen zwei Personen, sondern um eine Richtungswahl geht. Der Begriff ist so abgenutzt, dass man ihn kaum mehr zu verwenden wagt, aber doch: Wie 1933 stehen die USA vor einem Scheideweg. Der Unterschied ist allerdings der, dass es egal ist, ob nun Trump die USA in einen reaktionär-totalitären Chauvinismus führt, oder das ein anderer Republikaner in seinem Fahrtwasser erledigt: Womöglich wäre die Nazi-Diktatur durch ein erfolgreiches Hitlerattentat im Vorfeld verhindert worden, da es keine Persönlichkeit gab, die Hitlers Stelle hätte einnehmen können.
Das sieht heute in den USA anders aus und daher wäre die richtige Antwort auf den "Presseclub - nachgefragt"-Anrufer auch die gewesen, dass seine Analogie historisch nur halt treffend war: Ein Attentat auf Trump, selbst wenn es "erfolgreich" (d.h. Trump danach tot) wäre, würde die allgemeine Situation nicht im mindesten bessern. Eher wäre zu vermuten, dass ein toter Trump einen noch besseren Märtyrer für die reaktionäre Sache abgäbe als ein überlebender. Denn wäre er weg, fielen die am einfachsten zu vermittelnden Argumente des demokratischen Lagers im kommenden Wahlkampf weg: es stünde dann ja seitens der nationalistisch Rechten nicht jener Pussygrabscher und des notorischen Lügens tausendfach überführte eitle Geck mehr da, sondern irgendein womöglich seriöser wirkender und weniger offensichtliche Angriffsfläche bietender Kandidat, der am besten noch zwanzig Jahre weniger als als Biden wäre. Hätte der Attentäter Trump erschossen, wäre die Wahl für die Demokraten derart klar verloren gewesen, dass ich glatt mein weniges Erspartes darauf verwetten würde bei irgendwelchen britischen Buchmachern.
Naja - der Anrufer drückte dennoch eine Stimmung aus, die ich für relativ weit verbreitet halte unter denen, die Trump als Gefahr betrachten. Der Presseclub-Runde war sein Anruf erkennbar peinlich, weil sie da einerseits wie brave Oberlehrer moralisch korrekt reagieren mussten (was für ein Aufschrei interessierter Kreise, wenn sie da zumindest emotionale Zustimmung signalisiert hätten: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet Raum für Hassreden und ermuntert zu politischer Gewalt!), aber vermutlich wußten, dass dieser Anfrufer einen Gedanken äußerte, mit dem er hinsichtlich des Rests der Zuschauer nicht allzu weit vom common sense entfernt lag.
Ich persönlich bin da also zwiegespalten: Mein Bauch hätte sich gefreut, wenn's Trump erwischt hätte. Mein Kopf hätte sich geschüttelt: nee, nee, es ist unvernünftig, und politisch dumm, sich sowas zu wünschen!
Meine Mutter reagierte also "weise" in dem Sinne, dass sie ihrem Bauchgefühl ungefilterd Ausdruck verlieh, sich um die komplizierten Meta-Bezüge nicht scherte und per Kürze schwarzhumorigen Witz bewies.
Aber Humor lässt sich freilich nicht wirklich beweisen, auch und erst recht nicht in seiner Dunkel-Variante. ^^
"Weise" war freilich ironisch formuliert
Sicher? An sich war Dein Beitrag ja ironiefrei.
Wenn man mal davon ausgeht, dass eine erneute Trump-Präsidentschaft eine Gewahr für die Welt darstellt, drohender noch als Putins Diktatur -
Ich geh aber nicht davon aus. Trump hat es während der letzten Amtszeit nicht geschafft, eine Diktatur aufzurichten oder einen Atomkrieg anzufangen und ich bin sicher, auch wenn er viel Schaden anrichtet, es auch diesmal nicht dazu kommt. Immerhin ist er nicht wie Putin einfach in ein autonomes Land einmarschiert. Von dem her halte ich den Vergleich für nicht zutreffend.
dann liegt doch wohl das unmittelbare Gefühl von Freude, wenn man hört, der sei weg, auf der Hand? Geschmacklos wäre es, sowas auf einer Trauerfeier zu sagen. Aber hier war ihre Antwort einfach nur sehr reaktionsschnell und witzig.
Wie gesagt, ich lache nicht darüber. Es kann nicht unsere Aufgabe sein, gegenseitig die kommenden Präsidentschaftskandidaten wahllos abzuknallen, nur weil uns ihre Politik nicht gefällt. Klar fand ich den Gedanken auch spannend zu überlegen, was wäre wenn. Aber das ist noch was anderes als zu bedauern, dass jemand nicht erschossen worden ist. Egal wer.
Ich spreche nicht gegen Erleichterung oder ein Aufatmen, ist halt die Frage ob die Situation danach besser geworden wäre. Und selbst wenn: Bedauern über ein nichtgeglücktes Attentat finde ich nach meinen Vorstellungen unmoralisch.
Womöglich wäre die Nazi-Diktatur durch ein erfolgreiches Hitlerattentat im Vorfeld verhindert worden, da es keine Persönlichkeit gab, die Hitlers Stelle hätte einnehmen können.
Wir sind aber nicht im dritten Reich und Trump hat auch nicht Nord- und Südamerika überrannt und die ihm unliebsame "Subjekte" kaserniert, um sie zu vergasen. Du musst schon bei der Sache bleiben, anstatt das Ganze jetzt künstlich aufzublähen.
Denn wäre er weg, fielen die am einfachsten zu vermittelnden Argumente des demokratischen Lagers im kommenden Wahlkampf weg: es stünde dann ja seitens der nationalistisch Rechten nicht jener Pussygrabscher und des notorischen Lügens tausendfach überführte eitle Geck mehr da, sondern irgendein womöglich seriöser wirkender und weniger offensichtliche Angriffsfläche bietender Kandidat, der am besten noch zwanzig Jahre weniger als als Biden wäre.
Ich versteh überhaupt, was diese Ausführungen jetzt mit dem Thema zu tun haben. Es ging lediglich darum, dass ich Bedauern für ein missglücktes Attentat auf einen Menschen nicht für gut heiße. Du sagst doch selbst, dass ein gelungenes Attentat nichts verändert hätte.
Meine Mutter reagierte also "weise" in dem Sinne, dass sie ihrem Bauchgefühl ungefilterd Ausdruck verlieh, sich um die komplizierten Meta-Bezüge nicht scherte und per Kürze schwarzhumorigen Witz bewies.
Aber Humor lässt sich freilich nicht wirklich beweisen, auch und erst recht nicht in seiner Dunkel-Variante.
An sich hab ich gegen einen guten Witz nichts einzuwenden, aber das geht einfach zu weit.
Danke, @tristesse - da stimme ich Dir ausdrücklich zu.
@tristesse Da hat sich noch ein anderer Jack Black entsprechend daneben benommen:
Merke grad, dass es nicht Jack Black, sondern Kyle Gass war, der sich daneben benommen hat. Jack Black war der, der darüber so verärgert war, dass er gleich die Zusammenarbeit mit seinem Bandkumpel aufkündigen wollte.
Jack Black war der, der darüber so verärgert war, dass er gleich die Zusammenarbeit mit seinem Bandkumpel aufkündigen wollte.
Bisher hat er erst mal nur die Tour abgesagt.
Dazu zwecks Stimmungsaufhellung eine kleine Anekdote.
Ein Aufmunterer von Jack-Black - da freu ich mich aber.
- "Auf Trump wurde ein Attentat verübt."
- "Oh, das ist ja mal schön!"
- "Naja, der Schütze hat nicht genau genug gezielt. Nur ein leichter Streifschuss, nix Gefährliches."
- "Ach Scheiße auch!"
Weise Worte, dachte ich so bei mir, Mutti bringt in ihrem hohen Alter das Wichtigste immer noch konzise auf den Punkt.
Seltsamer Stimungsaufheller.
Vielleicht nicht eher ein strafrechtsrelevanter Vorfall nach $ 140 StGB (Billigung einer Straftat)?
Und das in einem christlichen Forum. Was es nicht alles gibt.
@staffan Vielleicht nicht eher ein strafrechtsrelevanter Vorfall nach $ 140 StGB (Billigung einer Straftat)?
Au ja, zeige mich an! 🙂
Und das in einem christlichen Forum. Was es nicht alles gibt.
Da ich kein Christ bin, sollte man diesen strafrechtsrelevanten Vorfall dann aber bitte den Christen nicht anlasten!
sollte man diesen strafrechtsrelevanten Vorfall dann aber bitte den Christen nicht anlasten!
Du vergisst die Mods, die so was durchgehen ließen … 😉
Er ist es auf jeden Fall. Auch wenn er verzichtet. Würdevoller Abgang wurde verpasst.
Trump erntet das, was er mit seiner fortwährenden Wortwahl gesät hat; dennoch rechtfertigt es den Anschlag nicht.
Wir müssen uns darauf einstellen, dass, wenn Trump die Wahl gewinnt, die USA auf lange Zeit zu einem radikal-religiösen Land wird, das von den Moralvorstellungen eher an Iran und Afghanistan erinnert als an Europa.
Wir müssen uns darauf einstellen, dass, wenn Trump die Wahl gewinnt, die USA auf lange Zeit zu einem radikal-religiösen Land wird, das von den Moralvorstellungen eher an Iran und Afghanistan erinnert als an Europa.
@1-ichthy
Wenn man den Sekulär-Atheistischen Pol der Welt so wie bisher in Mitteleuropa, als Erstrebenswertes Ideal empfindet, natürlich eine traurige Aussicht.
Das es aber wie im Iran wird ist etwas unplausibel, da die USA nicht Moslemisch wie der Iran sind