Trump ...und WIR ???
Die Weltgemeinschaft fragt sich nun zunehmend, was am 5.11. auf den Weg kommt, wenn er tatsächlich und nochmal ans Ruder gelänge ???
Was meint Ihr?
L'Chaim
Danke für Eure bisherigen Beiträge ... und als Thread-Starter will ich auch selbst was dazu schreiben.
Angesichts des sich in Vielem dramatisch zuspitzenden Weltgetriebes habe ich wirklich den Horror, dass Trump sich zu den anderen Idioten und Autokraten dazugesellt und schlimme Konfrontationen ihren Lauf nehmen (Iran, Nordkorea, Russland, China/Taiwan, Klima & Ökologie, DEmokratie-Demontage) ...
Ich halte Trump auch nicht nur für einen Voll-Narzisten, Lügner, Betrüger, Blender und Sexisten - ich denke, er ist zunehmend krank im Kopf und mental eine Gefahr ... Wenn er tatsächlich nochmal an die Macht kommt, wird es ein Desaster und die *Checks & Balances*, die bis jetzt immer noch verhindert haben, dass es aus dem Ruder läuft, werden kaum noch greifen.
Und dass die Evangelikalen ihn für "von Gott berufen" verstehen, ist eine kaum zu fassende Tragik ... Die Bibeltreuen argumentieren z.B. damit, dass Gott in seiner Souveränität schon im AT "gottlose Herrscher" für seine Pläne benutzt hat ... und dass das "Große Finale" eh schon in Gottes Heilsplan feststeht und wir sehr nah und alternativlos drauf zusteuern ...
Mich fröstelt ...
L'Chaim, dennoch & trotzdem
Und dass die Evangelikalen ihn für "von Gott berufen" verstehen, ist eine kaum zu fassende Tragik ... Die Bibeltreuen argumentieren z.B. damit, dass Gott in seiner Souveränität schon im AT "gottlose Herrscher" für seine Pläne benutzt hat ... und dass das "Große Finale" eh schon in Gottes Heilsplan feststeht und wir sehr nah und alternativlos drauf zusteuern ...
Zuerst wurde eine Prophetie bemüht, dann sein Name Trump als Trompete (Gottes) gedeutet, er als Christ erklärt, obwohl er das nicht bestätigte, dann kam der Vergleich mit Cyrus und die letzte Wendung ist Jehu.
Das ist schon abenteuerlich, wie da Prophetie und die Bibel mißbraucht wird, um Politik zu machen.
@deborah71 Was für eine Bedeutung hatte denn die Trompete?
Habe mal eine Bibelserver Suche mit Luther, Elberfelder und Schlachter nach "Trompete" gemacht und herausgekommen sind 4 Bibelstellen, die aber nicht alle Übersetzungen gleichermaßen haben (hier alle in Luther 2017):
4Mo 10,7 Wenn aber die Gemeinde zu versammeln ist, sollt ihr nur blasen und nicht laut trompeten.
Hi 39,24 Mit Donnern und Tosen fliegt es über die Erde dahin und lässt sich nicht halten beim Schall der Trompete.
Hi 39,25 Sooft die Trompete erklingt, wiehert es »Hui!« und wittert den Kampf von ferne, das Rufen der Fürsten und Kriegsgeschrei.
Hos 5,8 Stoßt ins Horn zu Gibea, in die Trompete zu Rama! Erhebt das Kriegsgeschrei zu Bet-Awen: Dir nach, Benjamin!
Da geht es um Krieg - und so tritt Trump ja auch auf.
Wenn ich an Trompeten denke, dann denke ich an klare Töne, an eindeutige Signale.
Was aber soll eine Trompete, aus der fast ausschließlich Lügen rauskommen?
Gestern habe ich den Film "Glory" gesehen, bei dem es um eine Legion Farbiger in den Sezessionskriegen geht. Das Amerikanische Volk musste sich viele Standards erst blutig erkämpfen und auch als Lohn für diesen Kampf wurden sie Supermacht, fähig und legitimiert selber internationale Standards zu setzen. Warum wollen die jetzt all das mit einer Wahl einfach so wegwerfen?
In den Übersetzungen ist wichtig zu schauen, wo ist Schofar als Trompete übersetzt (Luther verwendet fast durchgängig Posaune) und wo geht es um die Silbertrompeten, die das Lager zusammenrufen und die auch für ein Aufbruchs- und Angriffssignal verwendet wurden.
Dann gab es den Trompetenschall, als Gott auf den Sinai herabkam... und in der Offenbarung geht es auch wieder um Trompeten/Posaunen.
Wenn Trump etwas erreicht hat, dann auf jeden Fall Aufmerksamkeit und dass die Politik nicht mehr so im business as usual dahindümpeln kann.
awhler,
Danke für deinen Beitrag. Mein Problem ist das ich Trump nicht persönlich kenne, sondern nur aus den
Medien. Und ob die Medien immer die Wahrheit sagen. ...........
Habe mich heute Mittag mit einem amerikanischen Nachbarn unterhalten, der da mehr Einblick hat.
Er beschreibt, was auch du gesagt hast, "er ist krank im Kopf."
Vermute das die Medien die Wahl mit entscheiden..........
Selbst kann ich dafür beten........
Ich sehe die Gefahr (welche Gefahr) weniger in irgendwelchen Parteien, die sind ja die Konsequenz einer sozialen Entwicklung und nur sehr beschränkt deren Ursache.
Ich sehe eine Gefahr eher darin, wie unsere Jugendlichen keinen Mut mehr entwickeln und wie diese angstgetriebene Jugendkultur tonangebend wird.
Kann dazu dieses Buch empfehlen Generation Angst, eine Überbehütung im richtigen Leben und eine Vernachlässigung im virtuellen Leben. Wir erleben das selbst, hier am Gymnasium wo 14-18-jährige wegen Angststörungen nicht an sozialen Leben teilnehmen, Tendenz steigend. Angststörungen waren vor 15 Jahren noch Randerscheinung, heute sind sie Alltagsgeschäft.
@awhler Ist tatsächlich spannend. Persönlich glaube oder hoffe ich zumindest darauf, dass Harris Präsidentin wird. Falls Trump es nochmal schafft, schaffen auch die USA etwas - nämlich ihre Demokratie ab. Das hat weniger mit Trump zu tun als mit den Reps.
Gerade habe ich mir von Annika Brockschmidt (deren "Gotteskrieger" bei mir immer griffbereit im Buchregal steht) als Hörbuch ihr neues Werk "Die Brandstifter: Wie Extremisten die republikanische Partei übernahmen" runtergeladen. Interessant, was sie so erzählt.
Mit den Reps ist es irgendwie so wie mit dem Klimawandel: man hätte es, wäre man aufmerksamer gewesen, schon seit Jahrzehnten heraufziehen sehen können, das Problem. Es fing in der McCarthy-Ära an, also vor über einem halben Jahrhundert.
Naja, wie auch immer: auch wenn ich uns noch ein paar nette Jahre wünsche und daher auf Leute wie Trump und seine Brüder im Geiste - von Kim über Xi und Putin bis Orban - gern verzichten würde, so denke ich gleichzeitig, dass nun mal Demokratie und Kapitalismus nicht zusammenpassen und also es früher oder später so kommen musste.
Ich bin wirklich gespannt, wie sich die US-Aussenpolitik unter den Reps (wenn Trump jetzt gewählt wird, werden die Reps die nächsten Jahrzehnte durch-herrschen) gestalten mag. Kommt ein neuer Isolationismus oder wagt man in Verkennung der Realitäten Waffengänge mit China und der arabischen Welt?
Auch bin ich gespannt, wie Tech-Milliardäre a la Musk auf längere Zeit hin mit einer reaktionär-nationalistisch-christlichen Regierung zurechtkommen, also Leute, die eigentlich mit Ideologie wenig am Hut haben, abgesehen von libertär-nerdigen Utopien. Werden solche Leute den Kurs bestimmen - oder nicht doch vielleicht eher dominionistische Hardliner? Der Punkt ist doch: Trump ist kein Politiker mit irgendeiner Art politischer Idee, die weiter reicht als bis zu der Möglichkeit, sämtliche seiner Widersacher in's Gefängnis zu schmeissen und sich selbst auf Lebenszeit Immunität zu organisieren. Ein eitler Fatzke halt. Aber sobald der weg ist, sei es aus Altersgründen, sei es, weil irgendein Attentäter das nächste Mal besser zielt, bleiben die Reps ja an der Macht. Welche Ideologie wird dann Leitlinie sein und was wird man mit denen tun, die ganz nützlich im Rahmen der Machtergreifung waren, aber nun nur noch nerven? Werden wir "Säuberungswellen" erleben, Röhm-Putsche auf angelsächsisch? Oder werden die ihrer demokratischen Usancen beraubten USA im Chaos versinken?
Und wie wirkt sich das auf unsere Netflix-Abo-Gebühren aus? 😱
Im übrigen bin ich der Ansicht, dass das Alignmentproblem gelöst werden muss.
Mit den Reps ist es irgendwie so wie mit dem Klimawandel: man hätte es, wäre man aufmerksamer gewesen, schon seit Jahrzehnten heraufziehen sehen können, das Problem. Es fing in der McCarthy-Ära an, also vor über einem halben Jahrhundert.
Anfangen würde ich nicht sagen. Die USA hatten immer auch Feindbilder, weil es Feinde der Demokratie gab. Es gibt ja bis heute ein fast vergessenes Gesetz gegen feindliche Ausländer (das von den Reps hervorgezerrt wurde, aber das ist ne andere Geschichte). Lange Zeit waren die Katholiken der am meisten beachtete Feind. Was ja mit der Haltung der rkk zu tun hatte, erst während des zweiten Vaticanum konnte ein Katholik Präsident werden.
Die eben angedeutete Entwicklung hat natürlich was mit dem Aufstieg des Sowjetkommunismus zu tun, McCarthy war eine Übertreibung: Die Demokratie sollte geschützt werden, indem man sie abbaut. Der Erfolg dieses Senators endete, als seine Verhandlungen im TV übertragen wurde und jeder selbst sehen konnte, was da abging.
Ich sehe keine Kontinuität von McCarthy zu Trump.
Aber eine Entwicklung, die mal in einem Artikel (warum habe ich mir nicht gemerkt, wo der zu finden ist? 😣 ), der darauf aufmerksam machte, dass mit den »Sonnenschein-Gesetzen« um 1970 die Lobbyisten mehr Einfluss bekamen (wer etwas investierte, konnte schnell merken, welcher Lobbyist wirklich seine Interessen vertrat und wer im Zweifelsfall angesichts des Wählerwohl zuweilen umkippte). So dass seit den 70-ern der Einfluss der Reichen größer wurde. Von da sehe ich schon einen Zusammenhang zu den heutigen Reps, über die letzten 50 Jahre hat sich was angebahnt bzw. aufgebaut.
Auch bin ich gespannt, wie Tech-Milliardäre a la Musk auf längere Zeit hin mit einer reaktionär-nationalistisch-christlichen Regierung zurechtkommen
Vielleicht wird es ja so wie in der Bibel angekündigt: Die Hure Babylon (also die Kirche, die mit den Reichen und Mächtigen ins Bett gestiegen ist) wird am Ende von ihren Liebhabern, die sie eigentlich stets gehasst haben, abserviert und vernichtet. Sorry, could not resist.
Und wie wirkt sich das auf unsere Netflix-Abo-Gebühren aus?
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Unsere? Meine nicht, die sind jetzt schon Null 😉
@hkmwk Anfangen würde ich nicht sagen. Die USA hatten immer auch Feindbilder, weil es Feinde der Demokratie gab.
Mit der Bemerkung bezog ich mich noch auf das Buch von Frau Brockschmidt, welche die Wurzeln heutiger Begebenheiten weit zurück in die us-amerikanische Geschichte zurückverfolgt. Dass der Anti-Kommunismus in der Folge des 2. Weltkriegs nicht nur bei den Republikanern zur ideologischen Grundlage gehörte, sondern auch, da ja Kommunismus und Sowjetunion/Warschauer Pakt gleichgesetzt wurden, gewissermaßen us-amerikanische Staatsräson war, ist klar. Aber bei den Reps hat sich das eben in eine Art Reflex verwandelt, wenn die "sozialistisch" oder "kommunistisch" sagen, meinen sie damit schlicht: "böse" im Sinne von teuflisch.
Naja, ich will das jetzt nicht lang und breit referieren, wer Interesse hat, kann ja bei Brockschmidt nachlesen.
Ab wann genau man nun meint, dass die Richtung, in die sich die republikanische Partei (bzw. eben auch die nationalistisch-reaktionär-evangelikale Bewegung) entwickelte, erkennbar gewesen sein müsste, ist dann vielleicht auch Geschmackssache, bzw. sieht da eben jeder bei einer schleichenden Entwicklung einen anderen Zeitpunkt, ab welchem die Tendenz unbezweifelbar wird.
mit den »Sonnenschein-Gesetzen« um 1970
Die waren/sind mir kein Begriff und eine ganz rasche Google-Suche wurde erstmal nicht fündig. Vielleicht findest Du ja noch den Artikel? 🙂
Vielleicht wird es ja so wie in der Bibel angekündigt: Die Hure Babylon (also die Kirche, die mit den Reichen und Mächtigen ins Bett gestiegen ist) wird am Ende von ihren Liebhabern, die sie eigentlich stets gehasst haben, abserviert und vernichtet. Sorry, could not resist.
😀 Ich hatte ja eher in die andere Richtung gedacht, wobei mir der Begriff "Kirche" da tatsächlich überhaupt nicht mehr in den Sinn kommt, wenn ich die reaktionär-evangelikale Bewegung in den USA mir anschaue. Die besteht ja sozusagen aus einer Legion von franchise-mäßig geführten Privatkirchen und lässt sich eher durch das, was sie ablehnt und hasst, als das, was sie mag und liebt, definieren. Und auch, wenn man da sicherlich hunderte Details finden dürfte, was die Unterschiede anbelangt, so empfinde ich sie dennoch ähnlich wie die faschistische Bewegung vor und während der Nazi-Zeit. Wenn wir uns erinnern: es gab deutsche Großindustrielle ebenso wie konservative Politiker, welche Hitler und die Nazi-Ideologie nicht ernst nahmen und glaubten, ihn als das kleinere Übel im Vergleich mit den Kommunisten erst in's Amt hieven und später dann irgendwie "lenken" zu können. Womit sie nicht rechneten, war: der meinte das ernst.
Winmal an der Macht ging's dann totalitaristisch-systematisch zur Gleichschaltunssache, und nicht die Nazis wurden domestiziert und eingehegt, sondern das deutsche Großkapital, die Industriellen und Junker hatten sich einzuordnen und brav zu nicken (vielen von denen fiel's freilich nicht allzuschwer und die Staufenbergs&Co brauchten recht lange und ein paar deftige Niederlagen im Angriffskrieg, um ihr Gewissen und Verantwortungsgefühl neu zu entdecken.)
Als "Freidenker" (und obwohl ich Musk & Co nicht mag, vermute ich, dass sie eher radikal-libertäre Skeptiker sind, als radikale Konservative) vergisst man oft, dass Ideologen ihre ideologischen Inhalte voll und ganz ernst meinen* und sich ungern einhegen/domestizieren lassen.
Wer hätte beispielsweise geglaubt, dass ein Putin die russischen Oligarchen derart würde dominieren oder ausschalten können? Wo eine totalitäre Ideologie herrscht, garantiert selbst immenser Reichtum keine Unantastbarkeit mehr.
Unsere? Meine nicht, die sind jetzt schon Null 😉
Meine ja auch**. Aber psssst! - man will doch nicht als "komisch" auffallen!
Im übrigen bin ich der Ansicht, dass das Alignmentproblem gelöst werden muss.
*Irgendwo im "Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams geht es um religiös-ideologische Fanatiker, von denen sinngemäß dann gesagt wird: "Die geben nie auf und gewinnen deshalb immer, weil sie tatsächlich überzeugt sind von dem Unsinn." Dieser Gedanke ist ploppt bei mir immer wieder auf, wenn ich Konflikte betrachte, in denen man als pragmatischer Skeptiker eigentlich bei Betrachtung der ideologischeren Partei denkt: "Was für ein Unfug, wie können die Leute sowas ernst nehmen und ernstlich wollen?! Das nehmen die nicht wirklich ernst, das ist nur eine Übertreibung und nachher wird das alles gar nicht so umgesetzt!"
Aber dann stellt man erstaunt fest: die meinen das ernst und sind sogar bereit, für den Unfug zu sterben, oder, freilich deutlich lieber: zu töten. (Wie komme ich da jetzt in Zeiten des eskalierenden Nahost-Konflikts bloß drauf?!)
**Um den Heiligenschein gleich wieder beiseite zu legen: als amazon-prime-Kunden piekst die Pointe auch mir selbst in's Auge.
Die waren/sind mir kein Begriff und eine ganz rasche Google-Suche wurde erstmal nicht fündig. Vielleicht findest Du ja noch den Artikel?
Den Artikel wohl kaum, aber im englischen Wiki steht was dazu. Es geht darum, dass alles ans Licht kommt (Transparenz der politischen Vorgänge). Klingt erst mal gut, aber wenn du überlegst, wer sich wohl einen Angestellten nimmt, der nun alle Aktivitäten von Abgeordneten im Plenum und (!) Ausschüssen unter die Lupe nimmt, um dann die Spenden entsprechend zu verteilen, und wer so was nicht macht, dann verstehst du,warum die Wirkung das Gegenteil von dem wurde, was damit gemeint war.
Ich hatte ja eher in die andere Richtung gedacht
Vielleicht erleben wir es noch, welche Richtung sich durchsetzt.
wobei mir der Begriff "Kirche" da tatsächlich überhaupt nicht mehr in den Sinn kommt, wenn ich die reaktionär-evangelikale Bewegung in den USA mir anschaue.
Englisch church passt da etwas besser, und zur Zeit des NTs war die ekklesia noch so unorganisiert, dass das durchaus noch passt.
und die Staufenbergs&Co brauchten recht lange und ein paar deftige Niederlagen im Angriffskrieg, um ihr Gewissen und Verantwortungsgefühl neu zu entdecken.
Meines Wissens kam es bei Stauffenberg zum Umdenken angesichts der teilweise geglückten Versuche, Russen für den Kampf gegen Stalin zu gewinnen - und der dem diametral entgegengesetzen Rasseideologie.
Wer hätte beispielsweise geglaubt, dass ein Putin die russischen Oligarchen derart würde dominieren oder ausschalten können?
Anders als Hitler, der sich schon in »Mein Kampf« outete (aber wer hats gelesen?), hat Putin zunächst den Demokraten gespielt. Wer nicht genau hinschaute, hats zu spät gemerkt (und manche noch später …).
@hkmwk Anders als Hitler, der sich schon in »Mein Kampf« outete (aber wer hats gelesen?)
Vermutlich von denen, die es kauften (oder später: zur Hochzeit geschenkt bekamen...), nicht die Mehrheit. Aber seit ich vor (30? jedenfalls schon einer ziemlichen Reihe...) Jahren mal die "Kritik der zynischen Vernunft" von Sloterdijk las, bin ich diesem Argument gegenüber, dass die Leute ja nicht wussten, wen sie da auf den Thron hievten, skeptisch. Im zweiten Band belegt er anhand vieler Originalzitate, auf welchem hohen kritischen Niveau man sich in der politischen Diskussion während der Weimarer Republik eigentlich befand, wie hellsichtig und richtig also Zeitgenossen wissen konnten, wussten und - sofern politisch interessiert - eigentlich wissen mussten, worauf Hitler und das Nazitum hinausliefen. Aber "man" wollte eben in großen Bevölkerungsteilen nicht wissen, was das für ein Typ war und worauf die Naziideologie in ihrer logischen Konsequenz hinaus lief (nämlich eben: Vernichtungskrieg gegen den Rest der Welt).
Auch da kann man also eine Parallele zu heute ziehen: man kann wissen, was die Republikaner vorhaben, auch die verblendeten Milliardäre a la Musk können es wissen und müssten es eigentlich wissen - auf Informationsdefizite werden sie sich gegenüber kommenden Generationen (na gut - an deren Existenz ich zugegebenermaßen inzwischen nicht mehr so recht glauben mag, aber das war ja eine andere Debatte... 😉 ) nicht rausreden können.
(...) Putin zunächst den Demokraten gespielt. Wer nicht genau hinschaute, hats zu spät gemerkt (und manche noch später …).
Zu denen zähle ich mich zugegebenermaßen selbst. Als Putin im Bundestag redete, war ich über diese Tatsache so begeistert, dass ich überhaupt nicht auf das achtete, was er da sagte. Als jemand, der im Kalten Krieg das Denken lernte, war es für mich einfach zu großartig, dass da jetzt der "Chef der Russen" hier bei uns eine Rede hielt und beklatscht wurde. Wie Boris Jelzin (für die jüngeren Mitleser: derjenige, der nach unserer damaligen Sicht die Perestroika vor dem reaktionär-sowjetischen Putsch rettete), nur nicht besoffen... 😉
Aber seit ich vor (30? jedenfalls schon einer ziemlichen Reihe...) Jahren mal die "Kritik der zynischen Vernunft" von Sloterdijk las, bin ich diesem Argument gegenüber, dass die Leute ja nicht wussten, wen sie da auf den Thron hievten, skeptisch. Im zweiten Band belegt er anhand vieler Originalzitate, auf welchem hohen kritischen Niveau man sich in der politischen Diskussion während der Weimarer Republik eigentlich befand, wie hellsichtig und richtig also Zeitgenossen wissen konnten, wussten und - sofern politisch interessiert - eigentlich wissen mussten, worauf Hitler und das Nazitum hinausliefen. Aber "man" wollte eben in großen Bevölkerungsteilen nicht wissen, was das für ein Typ war und worauf die Naziideologie in ihrer logischen Konsequenz hinaus lief (nämlich eben: Vernichtungskrieg gegen den Rest der Welt).
Interessant!
Die Frage ist jetzt nur, in wie weit Hitler und seine Kumpane ernst genommen wurde. Erlebt man ja auch heute in der politischen Debatte immer wieder: Der wird, wenn er an der Macht ist, schon so schlimm nicht sein. Das wird er schon nicht machen.
Dazu noch grobe Fehleinschätzung. Franz von Papen etwa glaubte ja, innerhalb von zwei Monaten Hitler in die Ecke drücken zu können, dass er quietscht.
Und selbst als die Untaten der Nazis immer offensichtlicher wurde, gab es noch den Spruch: "Wenn das der Führer wüsste."
@alescha Die Frage ist jetzt nur, in wie weit Hitler und seine Kumpane ernst genommen wurde.
Wurden sie ja durchaus - von der politischen Konkurrenz (Tucholsky lesen! Warum ist/war der eigentlich nicht Pflichtlektüre in deutschen Schulen? Der passt sowohl in den Deutsch- als auch in den Geschichts- und den Sozialkundeunterricht und ist zu allem Überfluss auch noch unterhaltsam und witzig!). Und angesichts dessen, was wir so erleben im Zusammenhang mit all den Demokratie-Feinden, welche dieser Tage Saison haben von Orban über Meloni bis Trump: sie werden auch von ihren Anhängern ernst genommen insofern, als sie für die Dreistigkeit und die offen zur Schau gestellte Rücksichtslosigkeit gegenüber "den Feinden" (auch in der jeweilig eigenen Gesellschaft) gefeiert werden.
Kürzlich las ich im Zusammenhang mit dem Erstarken der Faschisten (AgD) hierzulande in irgendeinem Artikel, dass sie ja - vollkommen typischerweise für Nazis - überhaupt nicht verschleiern, was sie vorhaben und wofür sie stehen. Der Gedanke "Die werden es schon nicht so krass meinen!" ist da schon das Pfeifen im Walde, oder, noch schlimmer: die Selbstexculpation im Voraus, in dem Fall, dass man diese krawalligen Zyniker selbst aus irgendwelchen niederen Beweggründen unterstützt. Und ganz ehrlich: in ähnlicher Weise interpretiere ich inzwischen auch, wenn die Deutschen von damals danach so tun, als hätten sie von nix gewußt, bzw. hätten sich ja nicht vorstellen können, dass das, was die Nazi-Größen artikulierten, auch das war, was sie meinten: Schuldabwehr. Ausrede. Man stellt sich dumm oder tut geradezu, als sei man moralisch derart rein, dass man sich es nicht einmal habe vorstellen können, wozu diejenigen, die da in der Wochenschau regelmäßig in die Welt posaunten, wie sie tickten, tatsächlich fähig sein könnten. Man sah und hörte sehr wohl, aber man hielt erstmal die Klappe, um sie hernach zwecks Absonderung irgendwelcher verlogenen Ausreden umso weiter aufzureissen.
Dazu noch grobe Fehleinschätzung. Franz von Papen etwa glaubte ja, innerhalb von zwei Monaten Hitler in die Ecke drücken zu können, dass er quietscht.
Da es ja keine vergleichbare Vorgängerversion für den Gröfaz gab, würde ich hier das "grob" noch nicht mal unterschreiben. Ja, Papen (und andere) begingen machtstrategische Fehler und unterschätzten Hitler und seine Mischpoke. Aber hinterher sind wir alle immer schlauer, und mit dem Allgemeinwissen von damals (von wegen: östereichischer Obergefreiter...) hätte ich an Papens Stelle vermutlich ebenso arrogant die tatsächlichen Verhältnisse verkannt.
Übrigens: allen, die dieser Tage ins Feld führen, dass die US-Verfassung (oder auch unsere deutsche Verfassung) so robust seien, auch mit den Trumps und Höckes an der Staatsspitze fertig zu werden, sei Dein Hinweis auf von Papen auf's Brot geschmiert. "Et hätt noch immer joot jejange!" ist ein Spruch, der anno '33 widerlegt wurde.
Und selbst als die Untaten der Nazis immer offensichtlicher wurde, gab es noch den Spruch: "Wenn das der Führer wüsste."
Ja. Aber wie im von Dir verlinkten Artikel ja zu lesen: dieser Spruch diente anfangs nicht so sehr dazu, die moralischen Untaten der Nazis zu relativieren, d.h. nicht dem Gröfaz anzulasten. Sondern er bezog sich generell auf alle Zustände, die zu bemängeln waren. In erster Linie also sowas wie der sprichwörtliche Schlendrian, Unordnung, Korruption und so weiter. Ich kenne den Spruch noch in seiner schon komplett ironisierten Version, bezogen auf Zustände, die man ja eigentlich nicht dulden könne. Wie z.B., wenn wir als Kinder noch nachts um zehn wach waren und in unseren Betten herumtobten, statt brav die Äuglein zuzumachen. "Wenn das der Führer wüsste, dududu!" *augenzwinker*
In dem Spruch diente der Gröfaz letztlich als ein Gottes-Autoritäts-Surrogat mit einem kleinen Manko: nämlich der fehlenden Allwissenheit.
Was die Verbrechen der Nazis anging, so hätte dieser Spruch eigentlich auch gar nicht so rechten exculpierenden Sinn ergeben. Nehmen wir an, zwei Deutsche unterhalten sich darüber, dass da die Juden, die aus der Nachbarschaft herausgerissen wurden, im KZ vergiftet werden. "Schlimm schlimm, sowas! Wenn das der Führer wüsste...!"?
Hä? Wer einsähe, dass es sich da um ein kapitales Unrecht, eine moralische Monstrosität handelt, und gleichzeitig glaubte, dass der Gröfaz damit nicht einverstanden wäre - der stünde doch wohl in der Pflicht, den Führer davon in Kenntnis zu setzen, oder?! Wie könnte man es mit seinem Gewissen vereinbaren, von solchem Unrecht zu erfahren und das nicht bei oberster Stelle vorzubringen?
Nein, der Gröfaz diente in diesem Spruch - vor dessen gewohnheitsmäßiger Ironisierung - eher als Droh-Figur: "Sorgt dafür, dass sich die Zustände XYZ ändern, sonst sehen wir uns gezwungen, den Führer davon in Kenntnis zu setzten." Oder eben im Sinne des spießbürgerlichen Lamentos: "Ach, wenn das nur der Führer wüßte! Schade, dass der sich nicht um alles kümmern kann, sonst würde Herr Müller nicht wagen, ständig mit schmutzigen Schuhen durchs Treppenhaus zu schlurfen!"
Dazu passt auch eher das Bild, dass der Gröfaz in der Öffentlichkeit abgab: ganz gewiss nicht dasjenige eines milden und also Grausamkeiten und Roheiten gegenüber Juden, Bolschewiken und anderem Gezücht ablehnend gegenüberstehenden Moralikers. Auch darin sind sich die Faschisten der Welt ja sehr ähnlich: ihre Rücksichtslosigkeit, ihre Bereitschaft, jederzeit zu gewaltsamen Mitteln zu greifen, stellen sie offen und geradezu aggressiv zur Schau. Milde und Mitgefühl sind die letzten Tugenden, mit denen sie in Verbindung gebracht werden wollten. Denn wenngleich sie natürlich gern bewundert, hofiert und angebetet werden möchten, so ziehen sie es denn doch im Zweifel vor, gefürchtet wegen ihrer Strenge, denn geliebt wegen ihres Gerechtigkeitsempfindens zu werden.
Kürzlich las ich im Zusammenhang mit dem Erstarken der Faschisten (AgD) hierzulande in irgendeinem Artikel, dass sie ja - vollkommen typischerweise für Nazis - überhaupt nicht verschleiern, was sie vorhaben und wofür sie stehen.
Ich schüttle da den Kopf über so manchen AfD-Fan, der so tut, als sei die Correctiv-Recherche von vorn bis hinten erstunken und erlogen, und dann kommt der Bundestagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion René Springer daher und erklärt auf X: "Wir werden Ausländer in ihre Heimat zurückführen. Millionenfach. Das ist kein Geheimplan. Das ist ein Versprechen.".
Oder noch besser Bernhard Zimniok, EU-Abgeordneter der AfD: "Statt diesen aufwändig inszenierten Enthüllungsbericht zu produzieren, hätten diese Kasper auch ganz einfach unser Parteiprogramm lesen können."
Um nur mal zwei Beispiele zu nennen, die Zitate die belegen, was denen vorschwebt, gibt es ja inzwischen zuhauf.
Übrigens: allen, die dieser Tage ins Feld führen, dass die US-Verfassung (oder auch unsere deutsche Verfassung) so robust seien, auch mit den Trumps und Höckes an der Staatsspitze fertig zu werden, sei Dein Hinweis auf von Papen auf's Brot geschmiert. "Et hätt noch immer joot jejange!" ist ein Spruch, der anno '33 widerlegt wurde.
Ist so.
Immerhin ist man sich in Hinblick auf die Verfassungsgerichte der Gefahr bewusst (klick).
Was die Verbrechen der Nazis anging, so hätte dieser Spruch eigentlich auch gar nicht so rechten exculpierenden Sinn ergeben. Nehmen wir an, zwei Deutsche unterhalten sich darüber, dass da die Juden, die aus der Nachbarschaft herausgerissen wurden, im KZ vergiftet werden. "Schlimm schlimm, sowas! Wenn das der Führer wüsste...!"?
Hmmja. Ich meine irgendwo mal gelesen und gehört zu haben, dass die Greuel bei einigen Menschen durchaus eine gewisse kognitive Dissonanz ausgelöst haben: Man konnte nicht glauben, dass der heißgeliebte Führer sowas zulassen könne.
Denn spätestens bei der Ermordung von Juden war bei nicht wenigen eine Grenze überschritten. Mag sein, dass ich das hier schon irgendwo erzählt habe: Mein Großonkel war mal bei einer Judenerschießung dabei (ob nur als Zeuge oder als Schütze weiß ich natürlich nicht), dabei sei ihm, so wird erzählt, der Glaube an den Führer abhanden gekommen. Kurze Zeit später fiel er im Krieg, wobei die Herstellung des zeitlichen Zusammenhangs wohl nahelegen soll, dass er mit dem Erlebten nicht umgehen konnte.
Sitze mit meinem Morgenkaffee am PC und lese die neuesten Äußerungen von Trump auf einer Wahlverantaltung in North Carolina:
"Er selbst habe erkannt, "dass die Hand Gottes mich dorthin geleitet hat, wo ich heute bin". ... Er wolle glauben, dass Gott ihn für die Mission vorgesehen habe, Amerika zu mehr Größe denn je zu führen, sagte Trump."
Noch Fragen? Irgendwelche Déjà Vu's im Blick auf historische Einordnungen? ... Seine Anhänger sagen ihr gläubiges Amen dazu.
L'Chaim
@awhler Seine Anhänger sagen ihr gläubiges Amen dazu.
Er liefert, was seine Anhänger bestellt haben. Er hat schon in seiner ersten Amtszeit geliefert, als er die Posten im Supreme Court besetzte. Seine Anhänger können ihm also glauben, dass er auch beim nächsten Mal liefern wird. Er hat sich ihnen gegenüber als verlässlich erwiesen.
@kappa Gott möchte den den größten Umweltverschmutzer der Welt noch größer machen..
Na klar: Nach über 2000 Jahren muss er doch mit seiner Endzeit etc. so langsam mal in die Pötte kommen, da nimmt man, was man so an Armageddon-Zutaten hat. ^^
Zwar gibt's auch unter Christen einige, die der Ansicht sind, man solle die Umwelt schonen, von wegen: Erhaltung der Schöpfung und so. Indes ist dies eine zwar sympathische, doch zahlenmäßig eher zu vernachlässigende Minderheit im christlichen Mainstream. Ansonsten bräuchte es doch den Blick über den großen Teich gar nicht: Auch hierzulande befanden sich die großen, ihrem Selbstverständnis nach christlichen, Parteien im Konflikt zwischen kapitalistischem Profit und Umweltschutz seit Jahrzehnten zuverlässig auf Seiten des Profits.
Na ich denke es geht im gleichen Stil weiter wie bisher, die USA versuchen der Welt ihren Willen aufzudrücken, und schützen und stützen um jeden Preis Big Bussines. Da geben sich die beiden Parteien in den USA nichts. Europa wird weiter an Wichtigkeit für die USA verlieren und sich selbst überlassen.
Veröffentlicht von: @arcangelEuropa wird weiter an Wichtigkeit für die USA verlieren und sich selbst überlassen.
Das bedeutet dass die Steuern bei uns höher und die Renten weniger werden. Jetzt müssen wir die gesamte Aufrüstung nur noch aus eigener Tasche bezahlen.
@fizzibitz
Jetzt müssen wir die gesamte Aufrüstung nur noch aus eigener Tasche bezahlen.
Das mussten wir schon immer.
@fizzibitz
Oder aber die europäische Wirtschaft kriegt die Kurve und wird endlich konkurrenzfähig. Aber solange deutsche Angestellte noch mehr Geld für noch weniger Arbeit wollen, und die Franzosen meinen mit 62 in Rente gehen zu müssen, nachdem sie sogar noch weniger gearbeitet haben als deutsche Angestellte. Wird das wohl nichts mit der Konkurrenzfähigkeit, auch wenn Arbeitszeit nicht mit der Wettbewerbsfähigkeit korreliert.
@arcangel naja der Franzose hat halt ca. 2 statt 1.3 Kinder.
Deshalb sind die Voraussetzungen für eine stabile Rente eine völlig andere.
Ein Problemchen im Alltag ist doch das man Familien in ein Wokes Muster pressen will, wo beide möglichst früh arbeiten. Aus verschiedenen Gründen wollen oder müssen Familien das auch. Nicht über die Runden kommen. Angst nicht mehr in den Beruf zu kommen. Etc..
Der Staat stellt dafür aber nicht die Möglichkeiten zur Verfügung.
Der Alltag ist ein einziger Krampf und Chaos.
Jetzt gerade, ich sitze wegen krankem Kind Zuhause. Zum Glück kann ich Home-Office machen. Ein Bauarbeiter kann das nicht.
naja der Franzose hat halt ca. 2 statt 1.3 Kinder.
1,79 laut Statistika, und das, weil die Emigranten aus Nordafrika dies nach oben ziehen.
Ich kann die individuellen Situationen durchaus nachvollziehen. Und die Forderung nach mehr Lohn ist in vielen Bereichen auch gerechtfertigt.
Nur wenn eine Firma einen Plan zur Sanierung vorlegt und diese eine Steigerung der Produktivität beinhaltet. Dann passt die Forderung nach sinkenden Arbeitszeiten bei steigenden Löhnen einfach nicht ins Bild.
@arcangel nun auch die Franzosen hatten die letzten paar Jahre zu kämpfen, das oben genannte "Tief" wäre für Deutschland seit 50 Jahren aber unerreichbar hoch.
Gewiss Einwanderer tragen dazu bei. In Deutschland aber auch. Dann sind Bio Franzosen derzeit bei vielleicht 1.5 und Bio Deutsche bei 1.0 oder so.
Mit 1.8 kann ein Staat aber noch einiger Maßen umgehen. Dazu wandern sehr viel Deutsche pro Jahr aus- da kenne ich von Frankreich keine Zahlen. So Recht vorstellen kann ich mir das nicht - Die Franzosen lieben ihr Land und es ist auch wunderschön, Klima ist besser.
Mit den Löhnen ist das natürlich schwierig. Ohne Corona und den Krieg wäre das vielleicht anders, da alles bezahlbarer wäre.
Normalerweise sind 38 oder 40 Wochenstunden auch kein Problem. Ein Problemchen wird es eben erst wenn man 2 Stunden am Tag Fahrtweg hat und Kinder in Kita und Schule bringen muss.
So geht's uns. Ich hatte bis vor kurzem einem Komplettflexiblen Job meine Frau Selbstständig. Wenn wir beide zum Beispiel im Einzelhandel gearbeitet hätten- No way.
Eigentlich werden alle Menschen die keine Arbeitszeit zwischen 8 bis 17 Uhr haben systematisch benachteiligt wenn man eine Familie gründen möchte.
Das hat vielleicht auch damit zu tun, das Frankreich besser dasteht. Ein Freund lebt seit langem in Nizza.
Er in der Pflege, Sie im Hotel. Beide Karriere gemacht, 3 Kinder, kein Thema. Noch Fragen? 😉
Aber der Deutsche Staat ist unfähig das einfach nur zu kopieren seit 50 Jahren.
In der 10.000 Einwohner von mir statt gibt es genau eine ganztägige Kita. Naja, bis 17 Uhr oder so.
Was machen die Leute wo nicht dieses Arbeitschema haben? Ich glaube ein Drittel arbeitet in Schichten.
Karriere für beide ist dann nur möglich wenn man eine Familie hat die beistehen würde, ggf.Tagesmütter.
Ein Großteil der Leute hier ist hergezogen, Eltern weit weg, oder sind generell relativ alt beim Kinder bekommen (das erste Kind in Deutschland im Schnitt über 30) , d.h. die Wahrscheinlichkeit trifft dann oft zu, das die Eltern nicht mehr Fit, krank sind oder gar nicht mehr leben.
Bei meiner Familie war es das zweite, bei der meiner Frau eher das erste.
Natürlich gibt es auch noch viele Paare, wo Support der Familien da ist.
Letztlich für den einzelnen Glückssache, das kann es nicht sein.
Ein Problemchen im Alltag ist doch das man Familien in ein Wokes Muster pressen will, wo beide möglichst früh arbeiten.
In Frankreich gehen Mütter früher wieder arbeiten, sowas, dass man erstmal 3 Jahre in Elternzeit geht, gibt es dort vergleichsweise selten.
Und dann haben sie eine höhere Geburtenrate. Könnte es da wohl einen Zusammenhang geben? So von wegen bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Wokes Muster pressen will, wo beide möglichst früh arbeiten
🙄
Dann waren die Frauen in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden ja besonders woke. Früher war es selbstverständlich, dass die Frau so bald wie möglich wieder zum Familieneinkommen beitrug. Wenn man mal von Adel und Großbürgertum absieht. Dieses "traditionelle" Mutter-ist-so-lange-wie-möglich-nicht-berufstätig ist doch historisch gesehen eine absolute Randerscheinung.
Und bevor ich auch noch als woke im diskreditierten Sinne gesehen werde: Ich bin die "traditionelle" Mutter mit drei Kindern, insgesamt 9 Jahre Elternzeit und danach nur Teilzeitarbeit und Minijob, die sich jetzt auch noch um ihre Eltern im Alter kümmert.
Aus verschiedenen Gründen wollen oder müssen Familien das auch. Nicht über die Runden kommen. Angst nicht mehr in den Beruf zu kommen. Etc..
Noch ein Grund: Nicht jede Frau macht eine Berufsausbildung oder studiert gar, nur damit das Studium nachher nur dazu gut ist, den Kindern qualifiziert Nachhilfe geben zu können.
Ich verstehe die Sorge, aber, warum sollte das Studium nicht mehr gelten nur weil man wegen den Kleinen zurück steckt, ein paar Jahre?
Das ist doch mehr "wirtschaftliche Kopfsache" als das es so sein müsste. Als ob man sich in seinem Fach nicht parallel uptodate halten könnte, das man ein paar Jahre später einsteigen kann. Ich denke das ist eher...ein selbstgemachtes Problem in vielen Fällen.
Da hast aber schon Recht, früher war es so das Mütter gar keine Wahl hatten und sofort wieder arbeiten mussten.
Früher waren Kinder aber auch die einzige Rentenversicherung wenn man so will. Früher ist man 20 Jahre früher im Schnitt gestorben. Früher mußten Kinder arbeiten. Das es eine Zeit lang die wirtschaftliche Möglichkeit gab, das die Kindheit in der Hinsicht etwas beschaulicher ist und zumindest in den ersten Lebensjahren Kinder in der Familie bleiben dürfen finde ich persönlich eine schöne Zivilisatorische Errungenschaft. :).
Naja ich sehe es einfach bei uns in der Familie, wie wir als Eltern genau das getan haben, was der Zeitgeist wenn man so will : Erwartet. Trotzdem geht es uns schlecht, allen 4.
Übrigens schön daß du 3 Kinder hast, hätte ich eigentlich auch gerne
Liebe Grüße Eddie
Hallo Eddie
Ich verstehe die Sorge, aber, warum sollte das Studium nicht mehr gelten nur weil man wegen den Kleinen zurück steckt, ein paar Jahre?
Je nach Beruf machen "ein paar Jahre" durchaus was aus, während in anderen Berufen es kaum was ausmacht, wenn man mal ein paar Jahre raus war.
Das ändert aber nichts daran, dass nach wie vor viele Arbeitgeber Mütter (und Väter, die in Elternzeit gehen) aufs Abstellgleis stellen.
Das ist doch mehr "wirtschaftliche Kopfsache" als das es so sein müsste. Als ob man sich in seinem Fach nicht parallel uptodate halten könnte, das man ein paar Jahre später einsteigen kann. Ich denke das ist eher...ein selbstgemachtes Problem in vielen Fällen.
Die wirtschaftliche Komponente ist eher die, dass sich viele Leute es sich schlicht nicht leisten können, dass ein Elternteil mehrere Jahre aus dem Beruf aussteigt. Und ich meine jetzt nicht die, die dann lediglich auf Flugreisen, schickes Auto, all paar Monate ein neues IPhone oder sonstigen Luxus verzichten müssten, sondern wo es tatsächlich um elementare Bedürfnisse wie Essen, Wohnraum, soziale Teilhabe etc. geht. Sagst Du ja selbst: "über die Runden kommen".
Das hat jetzt aber alles nichts mit "woke" zu tun.
Klar gibt es die Erwartungshaltung, dass im Sinne der Gleichberechtigung etc. die Frau möglichst wenig beruflich zurücksteckt. Aber auch die ist nicht ausschließlich woke.
LG
Alescha
Hi,
Also ich bin im kaufmännischen Bereich tätig.
Ich war 10 Jahre lang in der Branche der Medizintechnik, danach nahtlos zur Kommune.
Am Endeffekt musste ich auch eingelernt werden, gleich war fast nichts.
Man hat doch komischer Weise auch keine Angst Leute einzustellen, die bisher mit anderen Prozessen und ERP Systemen gearbeitet haben? Das ist aber halb so schlimm. Nach ein paar Monaten geht es.
Wenn man nicht gerade wissenschaftlich tätig ist, wäre es im Grunde kein Thema wieder anzuknüpfen. Ich war in meinem Leben in X Branchen und X Firmen tätig. Zumindest im kaufmännischen Bereich ist das für mich Schaumschlägerei und Aufgeblasen.
Einer meiner alten Firma war ursprünglich Logistiker! Nach 10 Jahren war er Leiter einer Medizintechnischen Produktion an mehreren Standorten. Das geht alles, Arbeitnehmer und Firma muss nur offen sein.
Einfach Menschen eine Chance geben. Dasselbe ist es doch wenn man Migranten ihre Abschlüsse nicht anerkennt.
Ich hatte mal einen Nebenjob im Pizzaservice. Einer der Bäcker der für 6€ die Stunde arbeiten musste war ein Iraker der im Irak Elektriker für Klimatechnik gewesen ist. Das glaubste aber das einer der in einem Land mit 50 Grad im Schatten sein Leben lang Klimaanlagen reparierte, der das in Deutschland auch könnte.
Auch wenn es Wissenslücken gibt kann es nicht sein das die so groß sind das ein Studium oder Ausbildung nichts mehr Wert wäre. Man kann wenn man privat zum Beispiel versuchen, am Ball zu bleiben. Wenn man den Menschen die Möglichkeit gibt.
Zum andern ja hast du Recht, die Leute müssen wegen der Kohle arbeiten gehen. Schön wäre es hier wenn sie Kitas besser funktionieren würde. Das derzeitige System müsste an die Lebensrealität angepasst werden.
Das geht alles, Arbeitnehmer und Firma muss nur offen sein.
Einfach Menschen eine Chance geben
Und da klemmt es nach wie vor nicht selten.
Bei Müttern kommt zusätzlich zu eventuell zu schließenden Wissenslücken ganz einfach dazu, dass sie Mütter sind. Mutter zu sein heißt in den Köpfen vieler Arbeitgeber ganz einfach: Fehlt oft (weil das Kind/die Kinder krank ist/sind), geht pünktlich, um rechtzeitig den Nachwuchs von der Kita abzuholen (also: spontane Überstunden gibt es nicht). Und womöglich wird die nochmal schwanger!
Ich weiß noch, was mein Anwalt mir über die üblichen Taktiken sagte, als ich nach 9 Jahren Elternzeit wieder bei meinem Arbeitgeber vorstellig wurde, um in Teilzeit (früher war ich in Vollzeit angestellt) wieder zu arbeiten: Es besteht zwar ein Rechtsanspruch auf Teilzeitbeschäftigung, aber den muss man erstmal durchsetzen, wenn sich der Arbeitgeber querstellt. D.h. er kann verlangen, dass du in Vollzeit arbeitest, du kannst dann zwar dagegen klagen, bis du recht bekommst dauert es aber und in der Zeit kannst du gucken, wie du deine Vollzeittätigkeit mit der Kinderbetreuung unter einen Hut bekommst. Viele Mütter können das nicht und werfen dann das Handtuch.
Ich hatte Glück und wurde zu meinen Konditionen übernommen, habe dort aber auch schon erlebt, was Arbeitgebern sonst so einfällt: Eine Mitarbeiterin wollte nach der Elternzeit ebenfalls Teilzeit arbeiten. Jaaaa, das ginge im Projektmanagement nicht, also hat man sie an die Zentrale gesetzt. Das ist auch ein beliebtes Instrument der Arbeitgeber, um Mütter loszuwerden: Man verschiebt sie einfach auf irgendwelche Posten, wo sie eigentlich fehl am Platz sind.
Männer sind da fein raus. Die müssen selten erklären, wie sie denn Beruf und Kinder unter einen Hut bringen. Frauen müssen da permanent rechtfertigen.
Und dann haben sie eine höhere Geburtenrate. Könnte es da wohl einen Zusammenhang geben?
ich sehe eher den Zusammenhang, dass die Franzosen meines Wissens mehr für Kindergeld o.ä. ausgeben und weniger für Rente (gemessen an D). Dass sich also Kinderlosigkeit weniger lohnt in F als in D.
Jetzt gerade, ich sitze wegen krankem Kind Zuhause. Zum Glück kann ich Home-Office machen. Ein Bauarbeiter kann das nicht.
Der Bauarbeiter bleibt dann ohne Homeoffice zu hause und kümmert sich ums Kind.
Joa, das macht er ein paar Mal in so einem Betrieb. Wenn dann die Baustelle steht wird's den Bauherrn oder Chefe ja freuen. Oder der Arzt der jemanden Operieren soll. Whatever. Außerdem beschert Kindkrank finanzielle Einbußen.
Das Deutsche Modell jagt Familien in vielen Fällen in das pure Chaos oder man kommt kaum über die Runden. Für die Kinder da sein wenn sie klein sind, wird im Zeitgeist verachtet aber die Möglichkeiten einer bezahlbare Ganztages/ 24 Stunden Kita zu bekommen, sind gleich Null.
Hat ja ein Grund wenn Geburten innerhalb von 2 Jahren stellenweise um 20 Prozent einknicken.
Sinnvoll wäre es Familien wirklich freie Wahl zu lassen und beides wertzuschätzen. Kein Entweder oder.
Joa, das macht er ein paar Mal in so einem Betrieb. Wenn dann die Baustelle steht wird's den Bauherrn oder Chefe ja freuen. Oder der Arzt der jemanden Operieren soll. Whatever.
Also grundsätzlich steht eine Baustelle nicht still, wenn mal einer fehlt. Es gibt sowieso kein juristisches Druckmittel auf Auftragnehmer, dass eine Baustelle immer besetzt sein muss. Im Kundenbereich ist es natürlich blöd. Aber die sind es ja inzwischen gewohnt, dass die Handwerker kommen, wenn sie kommen. Auch Operationen werden regelmässig aus diversen Gründen abgesagt. Kommt vor. Aber mal ehrlich, beide genannten Berufsgruppen gehören eigentlich eher zu denen, die "kindkrank" tendenziell Partner oder Partnerin überlassen.
Man kann die Leute natürlich alle entlassen, die wegen eines kranken Kindes daheim bleiben. Dann macht die Arbeit halt garniemand mehr. Wir sind nicht mehr in den Nullerjahren, Abreitgeber können es sich nicht mehr leisten, Arbeitnehmer auszuquetschen. Allerding müssen Arbeitnehmer auch dazu kommen, sich nicht mehr ausquetschen zu lassen. Krank ist Krank. Da macht man auch kein Homeoffice.
Außerdem beschert Kindkrank finanzielle Einbußen.
Ein Kind beschert ganz grundsätzlich finanzielle Einbussen. Das gehört dazu.
Die finanzielle Einbusse bei "kindkrank" ist in Deutschland 0% oder 10%, je nachdem wie Arbeitsvertrag und/oder Tarifvertrag ausgestaltet sind. Das ist für normale Erkrankungen nicht so schlecht. Bei chronisch kranken Kindern ist man allerdings gekniffen.
Das Deutsche Modell jagt Familien in vielen Fällen in das pure Chaos oder man kommt kaum über die Runden.
Welches Modell ist denn besser? Mit einem deutschen Pass kannst du so um die 30 Länder ausprobieren.
Für die Kinder da sein wenn sie klein sind, wird im Zeitgeist verachtet aber die Möglichkeiten einer bezahlbare Ganztages/ 24 Stunden Kita zu bekommen, sind gleich Null.
Der Zeitgeist hat 3 Jahre Elternzeit pro Kind beschert. Davon kann man in anderen Ländern nur träumen. Und die 24h-Kitas hat man im Zuge der Wiedervereinigung abgeschafft.
Sinnvoll wäre es Familien wirklich freie Wahl zu lassen und beides wertzuschätzen. Kein Entweder oder.
Du hast die Wahl.
Guten Morgen,
Ich sehe das eben anders
Also ich Vergleiche Deutschland nicht (wie Politiker das ganz gerne hätten) mit X- beliebigen anderen Staaten.
Deutschland hatte viel mehr finanzielle Möglichkeiten als die allermeisten anderen Staaten, für mich zählt ausschließlich was mit dem Potenzial und Möglichkeiten gemacht wurde.
Wo stand Deutschland? Wo geht es hin, in Relation zu anderen Staaten und was wird Strukturell besser?
Deutschland ist groß darin sich um die Probleme anderer Staaten zu kümmern oder Rücksicht zu nehmen, Millionen Zuwanderer ohne Rücksicht auf die hiesigen Strukturen - aber für die wo länger hier leben in Deutschland (Migranten und nicht -Migranten) wie sieht es denn da aus?
-Familien finden immer weniger Wohnraum , bauen oder kaufen mittlerweile nicht mehr ohne weiteres Realisierbar.
-Kitabetreuung macht eher Rückschritte
-Finanzielle Entlastung für Familien gibt es keine Vernünftige
Die Demografie entwickelt sich trotz unfassbarer Zuwanderung negativ - DAS muß man erstmal hinbekommen.
Deutschland klammert das Familien gründen oder Kinder Kriegen vom Fortbestand der Gesellschaft irgendwie aus, so empfinde ich das. Andere europäische Staaten machen das zum Teil nicht.
Ich hab ein Freund der ist nach Nizza ausgewandert. Mittlerweile haben die 3 Kinder, arbeiten Wochenende und Schichten (,Pflege und Hotel), ohne Familiären Background - Karriere kein Problem. Wie würde das in Deutschland wohl aussehen?
Da Deutschland die letzten 50 Jahre mehr Geld zur Verfügung und bislang weniger Kinder zum Versorgen hatte, ist Frankreich für mich der Gradmesser und nicht Marroko oder Albanien.
Wegen dem Elterngeld - Dazu muss schon gesagt werden das es nur 12 + 2 Monate das volle Geld gibt (wenn beide Ehepartner mitmachen). Der Rest ist dann eher eine Freistellung. Wenn man dann nicht schnell genug das zweite macht und es nicht wieder schafft früh Vollzeit zu arbeiten, sitzt man auf dem Mindest Satz - 6xx€ herum sind das dann. Wenn man das auf zwei Jahre streckt 3xx€ herum. So was es zumindest bei uns.
Das ist ja auch grundsätzlich nett das man das bekommt. In der Summe ist es meine Meinung das ein System wie wir die letzten 10 Jahre hatten, für die 80 er Jahre in Deutschland zeitgemäß gewesen wäre. Ich glaube das hätte den Anforderungen damals ganz gut genügt. Heutzutage wären Nachbesserungen nötig die nicht mehr kommen werden.
Als "Modell" meine ich nur die Lebensrealität der hiesigen Familien! Das beide möglichst früh Arbeiten sollen / müssen aber der Staat nicht sich bedarfsorientiert sich die Rahmenbedingungen kümmert.
Wenn man mittlerweile zum Teil für zwei Kinder Tausend Euro Kita Gebühren bezahlen muss, was macht es dann überhaupt noch Sinn arbeiten zu gehen? Da werden Familien noch dazu extrem knapp gehalten.
30 Prozent der Personen arbeiten dazu in Schichten oder am Wochenende.
Hast du bei Dir am Ort eine Kita wo das Abdeckt? Bei uns gibt es das nicht. Teilweise ist Familie und Arbeiten nur möglich wenn beide Arbeitgeber Schichten wie getaktet anbieten. Das hat aber zur Folge daß sich Vater und Mutter irgendwann kaum noch sehen.
Was bringt uns denn 7 bis 14 Uhr? Das ist ein Witz. Dann permanent Ferien oder Ausfallzeiten. Wehe wenn man aus Zeitnot dann seine Kinder mit dem Auto Hin und Herkutschiert, dann heißt es noch böse Elterntaxis.
Ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen, unser Alltag ist eine Katastrophe. Die Zeit verfliegt auf die Weise förmlich, das ist keine Lebensqualität.
Die Vorstellung wie das im Alltag alles noch funktionieren soll kommt vermutlich von Verantwortlichen, die selber keine oder nur ein Kind hatten, sich eine Nanny leisten konnten oder das traditionelle Familienbild hatten.
Ich bin garantiert nicht der einzige wo so über das Thema denkt.
Migranten zum Beispiel - die machen das tendenziell weniger mit, da kann man aus dem Umfeld bei uns schon gut erkennen.
Natürlich wie du es anmerktest, es gibt Arbeitnehmerrechte. Aber ob das unter gewissem sozialem Druck immer ausgeübt werden kann in den Betrieben? Wenn man genau weiß man reitet seine Kollegen in die S....... überlegt man es sich dreimal. Im Alltag werden die meisten Vermutlich irgendeine Art Kompromiss hinzubekommen.
Schönes Wochenende.
Grüße
Was ich noch sagen muss, mittlerweile ist Deutschland so fertig, das der Sozialstaat wohl Schritt für Schritt beschnitten werden wird.
Zugegeben vorrangig durch klassische Konservative Stimmen wie der Merz, der FDP aber sogar auch von der Frau Nahles durfte ich sowas lesen.
Die Ausgabenseite ist zu hoch, Einnahmen zu wenig, es wird nicht besser. Die einen führen Deutschland so hinein, die anderen beschneiden den Sozialstaat. Man konnte sogar Schlagzeilen lesen das man bezüglich den Krankenkassen selbst mehr Vorsorgen muss. Es ist ja nicht so das bisher alles hier so gut lief. Wenn man Monate auf Fachärzte warten muss, ist das nicht gut.
Das trifft natürlich alle, aber besonders auch Familien . Wenn ich keine ordentliche soziale Absicherung habe dann wird ein jedes Kind ein spürbar höheres Risiko sein als bisher. Wäre der Staat schlau könnte er hier ansetzen und Familien ausklammern vom proklamierten sozialen Abbau.
Daher bleibt für die Zukunft wohl für mich nur auf eine starke BSW zu hoffen, an der kein Weg vorbei geht. Allen anderen außer den Linken traue ich bei dem Thema nicht über den Weg.
Daher bleibt für die Zukunft wohl für mich nur auf eine starke BSW zu hoffen, an der kein Weg vorbei geht. Allen anderen außer den Linken traue ich bei dem Thema nicht über den Weg.
Interessant. Dafür das du eigentlich ein Rechter bist. Eins deiner Probleme ist allerdings dein Mindset, da hilft auch kein Linksnationalismus.
Auch wenn ich ein gewisses Verständnis für deine Frustration habe und ich weiss, dass es manchmal ganz schön bescheiden sein kann sich mit Familie durchzuwurschteln ... mit Weltuntergangsstimmung hat sich noch nie etwas verbessert.