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War es das für die Ukraine?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29398

Das Thema "Ukraine" scheint nach und nach aus den Medien zu verschwinden. Dabei ist es nach wie vor genau so aktuell, wie es bereits vor 2 Jahren war. Und es zeigt sich mittlerweile, dass der Westen offenbar kein Interesse an einer Niederlage Russlands hat. Wenn aber das nicht das Ziel ist... was ist es dann?

Für Russland ist klar: Wenn Russland nicht verliert, dann wird Russland gewinnen. Andere Optionen stehen nicht zur Debatte. Die getöteten Soldaten spielen keine Rolle, das zerstörte Material spielt keine Rolle, die Wirtschaft spielt keine Rolle... Russland ignoriert alles, was ein Land eigentlich zur Aufgabe hätte bringen sollen. 

Und der Ukraine werden die Waffen vorenthalten, die für einen Sieg über Russland notwendig wären. Auch wenn die Offensive 2023 als gescheitert gilt, so hatte die Ukraine doch die Initiative. Bei genügender Lieferung an Material hätte das zu einem Erfolg werden können. Aber das Material bleibt aus, der Westen liefert nicht. Es gibt auch keine Bestellungen, keine Pläne. 

Vor kurzem gab es die Meldung, dass Europa endlich reagiert und 200.000 Schuss 155 mmm Munition in Auftrag gegeben hat. Die Produktion wird über zwei Jahre laufen. Auf dem Schlachtfeld der Ukraine reicht diese Menge zwischen 10 Tagen und einem Monat.  

Damit ist dann wohl alles gesagt. Man möchte offenbar Russland das Feld überlassen, teils vermutlich aus Angst, teils in der Hoffnung, man könne doch irgendwie über kurz oder lang wieder gemeinsame Geschäfte machen und einfach vergessen, was passiert ist.

Nur... es wird dabei auch vergessen, dass Angriffskriege sich offensichtlich wieder lohnen. Und das bedeutet: Es wird nicht der Letzte bleiben...

Wie ist eure Meinung zum Stand der Dinge...?

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Beigetreten : Vor 4 Jahren

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Das Thema "Ukraine" scheint nach und nach aus den Medien zu verschwinden. 

Wie ist eure Meinung zum Stand der Dinge...?

Ich fürchte, nicht nur aus den Medien, sondern auch von der Landkarte, wird halt unter den USA und Russland aufgeteilt.
Ist doch das Beste, was Selenskij passieren kann, so kann er ohne Gesichtsverlust in Rente gehen und zudem wird noch die Gefahr  eines Atomkrieges gebannt.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

Ist doch das Beste, was Selenskij passieren kann, so kann er ohne Gesichtsverlust in Rente gehen und zudem wird noch die Gefahr  eines Atomkrieges gebannt.

Außer Selenskyj leben in der Ukraine zur Zeit noch 36 Millionen weitere Menschen... ein Umstand, der auch von Trump völlig ignoriert wird.

 

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@fizzibitz 

Ich fürchte, nicht nur aus den Medien, sondern auch von der Landkarte, wird halt unter den USA und Russland aufgeteilt.

Wir könnten auch Russland unter uns aufteilen. Die Ukraine würden jetzt schon nicht soviele vermissen. Russland aber noch weniger.

derelch antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@derelch 
Das wäre schön, aber Europa ist im Vergleich zu Russland bedeutungslos.
Wir haben keine Bodenschätze und das bischen know how haben die Chinesen längst kopiert und ausgebaut.
Das einzige wo Deutschland noch glänzen kann ist die Rüstungsindustrie.
Alle anderen Konsumgüter kommen längst aus China.
Europa ist ein hilflos zerstrittener Haufen ohne weltweite größere Bedeutung. Das haben längst China und Indien und Russland und die USA übernommen.

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Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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@fizzibitz Das wäre schön, aber Europa ist im Vergleich zu Russland bedeutungslos.

Allein Deutschland ist immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Vor Russland. (2024 war das BIP Deutschlands rund doppelt so hoch wie das Russlands)

Deswegen ist das hier:

Europa ist ein hilflos zerstrittener Haufen ohne weltweite größere Bedeutung. Das haben längst China und Indien und Russland und die USA übernommen.

Unfug. Vermutlich inspiriert von den verlogenen Narrativen der unpatriotischen Faschistive gegen Deutschland.

 

jack-black antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@fizzibitz 

Das wäre schön, aber Europa ist im Vergleich zu Russland bedeutungslos.

Wenn Russland von Bedeutung wäre, gäbe es den Ukrainekrieg garnicht.

Wir haben keine Bodenschätze

Die Sowjets haben unsere Bodenschätze ganz gerne genommen in den 50ern ...

Das wir keine haben stimmt nur so halb. Wir haben schon, wir verwerten sie nur nicht mehr, weil andere das billiger tun. 

Das einzige wo Deutschland noch glänzen kann ist die Rüstungsindustrie.

Ausgerechnet die glänzt keineswegs. 

Europa ist ein hilflos zerstrittener Haufen ohne weltweite größere Bedeutung. Das haben längst China und Indien und Russland und die USA übernommen.

Ja mit kolonialistischen Methoden.

Ansonsten kann mir diese Schlechtrederei gestohlen bleiben. Das hat die Weidel gestern schon runtergebetet. 

derelch antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@derelch 

Ausgerechnet die glänzt keineswegs. 

Kann es sein, dass Du hier die Rüstungsindustrie mit der Bundeswehr vergleichst?

Ist ja nicht so, dass keiner unsere Waffen will. 

alescha antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@alescha 

Kann es sein, dass Du hier die Rüstungsindustrie mit der Bundeswehr vergleichst?

Nein. 

Ist ja nicht so, dass keiner unsere Waffen will. 

Selbst wenn sie jemand will ... bekommen tut er sie nicht. Oder erst am Sanktnimmerleinstag. 

Polen hat nicht aus dumdideldei seine Panzer in Südkorea bestellt statt Leopard 2 zu kaufen. Halb Europa kauft F-35, obwohl man die Stealthfunktion in aller Regel nicht braucht, der Vogel ansonsten kein Glanzstück ist und der Lieferant absolut nicht vertrauenswürdig.

Die europäische Rüstungsindustrie ist nicht leistungsfähig und kann nicht liefern. Da ist es völlig egal ob das Produkt ansich gut ist.

 

derelch antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@derelch hm...man sollte auch nicht an jeden verkaufen?  Es ist grundsätzlich nicht schlecht das zu reklementieren.

Aber keine Sorge, Rheinmetall wird Investieren...man hat quasi einen verbalen Blankoscheck bekommen....ohne jede vernünftige Auswertung im Vorfeld oder gar mal ein Gegenrechnen mit anderen Verbundenen Nationen...Das die Bundeswehr ohnehin ineffektiv arbeitet ist ja kein Geheimnis. Ich fürchte auch das man es in ganz typisch Deutschen Aktionismus On Top noch in mittlerweile nicht mehr ganz so "Siegreiche" Waffengattungen investieren will, anstatt in Forschung und Entwicklung. In Russland hat man jetzt gemerkt das Panzerbesatzungen eine bessere persönliche Schutzausrüstung brauchen, wenn Sie eben im Panzer sitzen. Komisch ?! Eigentlich kann sich Deutschland speziell keinen Krieg leisten, der hohe personelle Verluste mit sich bringt einfach weil unsere Demografie extrem Kaputt ist.

Deutschland macht im Kontext des Ost-West Konfliktes schon mehr wie die meisten anderen Staaten. Ein Deutscher Bundeskanzler sollte sich hier mal gegenüber den Verbündeten auf die Hinterbeine stellen. 2 Prozent Wehretat Plus etwas dasselbe für die Geflüchteten aus den Kriegsgebieten bzw. direkter Hilfe. In den fettesten Jahren der Bundesrepublik konnte man sich das auf Dauer so nicht leisten.

Eine Frechheit ausgerechnet dafür jetzt Schulden machen zu wollen, nach wie vor sind für viele andere Brocken die unser Leben direkt bestimmen, keine so Prioritäten da. Unseren 1.3 Kinder pro Frau viel Spaß, beim zurück zahlen und stemmen all der andere Packete in der Zukunft.

 

kappa antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@kappa 

Eine Frechheit ausgerechnet dafür jetzt Schulden machen zu wollen, nach wie vor sind für viele andere Brocken die unser Leben direkt bestimmen, keine so Prioritäten da.

Doch. Oder meinst Du wirklich, man will die Schuldenbremse nur deshalb lockern, damit man in die Rüstung investiert und Flüchtlinge durchfüttert?

Unseren 1.3 Kinder pro Frau viel Spaß, beim zurück zahlen und stemmen all der andere Packete in der Zukunft.

Die Leute waren schon vor den jetzigen Krisen nicht mehr besonders zeugungs- bzw. gebärfreudig. 

alescha antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@derelch 

Selbst wenn sie jemand will ... bekommen tut er sie nicht. Oder erst am Sanktnimmerleinstag. 

Dass Deutschland nicht an jeden liefert hat m.W. bestimmte Gründe.

Polen hat nicht aus dumdideldei seine Panzer in Südkorea bestellt statt Leopard 2 zu kaufen. Halb Europa kauft F-35, obwohl man die Stealthfunktion in aller Regel nicht braucht, der Vogel ansonsten kein Glanzstück ist und der Lieferant absolut nicht vertrauenswürdig.

Also: Weil unsere Rüstungsindustrie nicht glänzt, kauft man bei nicht vertrauenswürdigen Lieferanten Produkte, die auch keine Glanzstücke sind. 🤔

Lass mich raten: Das hat nichts mit mangelndem Glanz unserer Rüstungsprodukte zu tun, sondern mit dem Preis, weil auch andere sparen müssen. 

 

alescha antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@alescha 

Dass Deutschland nicht an jeden liefert hat m.W. bestimmte Gründe.

(Deutschland liefert keine Waffen, die komplette Rüstungsindustrie ind Deutschland sind privatwirtschaftliche Unternehmen.) 

Ich rede nicht von Exportbeschränkungen, sondern von der Unfähigkeit der europäischen Rüstungsindustrie die Nachfrage in einer nützlichen Frist zu bedienen. 

Die Polen bestellen bei den Hyundai, weil die Ihnen innert 2.5 Jahren 180 Panzer vor die Tür stellen und zukünftig in Polen produzieren. Das kann KNDS Deutschland nicht. Da dauert es ewig bis man den ersten Leopard 2 bekommt. 

Also: Weil unsere Rüstungsindustrie nicht glänzt, kauft man bei nicht vertrauenswürdigen Lieferanten Produkte, die auch keine Glanzstücke sind. 🤔

Die us-amerikanischen Rüstungsfirmen sind zwar nicht vertrauenswürdig (was natürlich nicht jeder so sieht), aber sie können liefern. Da nimmt man Datenabfluss und Backdoors doch gerne in Kauf. 

Lass mich raten: Das hat nichts mit mangelndem Glanz unserer Rüstungsprodukte zu tun, sondern mit dem Preis, weil auch andere sparen müssen. 

Polen kann es sich nicht leisten zu warten, bis KNDS in die Puschen kommt und bestellt woanders. Deutschland wartet halt 6 Jahre auf 105 Leopard 2.

Es ist typisch für die deutsche Industrie. Nicht flexibel, nicht leistungswillig. Innovativ auch nicht mehr. Es wird 2040 bis der Nachfolger des Leopard 2 kommt, falls es überhaupt was wird.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Selbst wenn sie jemand will ... bekommen tut er sie nicht. Oder erst am Sanktnimmerleinstag.

Es soll auch nicht jeder deutsche Waffen bekommen.

 

Polen hat nicht aus dumdideldei seine Panzer in Südkorea bestellt statt Leopard 2 zu kaufen.

Das war in der Tat etwas seltsam, weil der leistungsfähigere Leopard 2 nahe gelegener hätte. Andererseits ist der südkoreanische K1 wesentlich billiger und Polen kann schnell große Stückzahlen bekommen. Und das war vermutlich ausschlaggebend.

 

Halb Europa kauft F-35, obwohl man die Stealthfunktion in aller Regel nicht braucht, der Vogel ansonsten kein Glanzstück ist und der Lieferant absolut nicht vertrauenswürdig.

Die F-35 soll der Nachfolger des "Tornado" werden. Nach deutscher Doktrin hat der Tornado die Aufgabe, im Tiefflug in feindliches Gebiet zu fliegen, um dort militärische Infrastruktur zu zerstören. Das kann das Flugzeug schon lange nicht mehr leisten - die F-35 hingegen schon. Stealth Eigenschaften sind dafür allerdings unabdingbar.

 

Die europäische Rüstungsindustrie ist nicht leistungsfähig und kann nicht liefern. Da ist es völlig egal ob das Produkt ansich gut ist.

Die europäische Rüstungsindustrie ist extrem leistungsfähig, hat aber immer noch nicht ihre Kapazitäten genügend hochgefahren.

Die meisten scheinen darauf zu hoffen, dass Putin demnächst wieder ein guter Freund sein wird, wenn die Sache mit der Ukraine erst einmal vorbei ist.

Appeasement statt Abschreckung - das wird Putin sicher imponieren...

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7 

Das war in der Tat etwas seltsam, weil der leistungsfähigere Leopard 2 nahe gelegener hätte. Andererseits ist der südkoreanische K1 wesentlich billiger und Polen kann schnell große Stückzahlen bekommen. Und das war vermutlich ausschlaggebend.

Das der Leopard 2 leistungsfähiger wäre, ist eher unwahrscheinlich. Und ob teurer ist eine Frage des Deals. Polen hätte von KNDS sicher bessere Konditionen als Deutschland bekommen, aber keine 180 Kampfpanzer in 2.5 Jahren. So siehts aus.

Die F-35 soll der Nachfolger des "Tornado" werden. Nach deutscher Doktrin hat der Tornado die Aufgabe, im Tiefflug in feindliches Gebiet zu fliegen, um dort militärische Infrastruktur zu zerstören.

Das ist nur die halbe Story. Die F-35 wurde für den Fortbestand der atomare Teilhabe gekauft. Eigentlich war dafür die F/A-18 vorgesehen, nachdem die Amerikaner den Europäern gesagt haben, die Zertifizerung des Eurofighters für die B61 würde ewig gehn.
Es ist ein höchst fragwürdiger Vorgang, dass man plötzlich von der Präferenz abrückt und einen lahmen Vogel namens F-35 zu einem überhöhten Preis bestellt. Wäre ohne den Ukrainekrieg so nicht denkbar.

Das kann das Flugzeug schon lange nicht mehr leisten - die F-35 hingegen schon. Stealth Eigenschaften sind dafür allerdings unabdingbar.

Für Tiefstflugangriffe wie der Tornado es kann, braucht man kein Stealth. Die Stealtheigenschaft ist eh dahin, wenn die F-35 voll bewaffnet ist und es ist schon sehr fraglich, ob die F-35 in dem Tiefflug überhaupt vergleichbare Leistung bringt. Es gibt keine verlässlichen Angaben dazu.

Die europäische Rüstungsindustrie ist extrem leistungsfähig

Es gibt kein einziges Rüstungsprojekt in den letzten Jahrzehnten, in dem Zeit- und Kostenrahmen eingehalten wurde. Neuentwicklungen wie das MGCS laufen lahm, weil man sich lieber mit nationalen Eitelkeiten beschäftigt, als vorwärts zu machen. 

 

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Das der Leopard 2 leistungsfähiger wäre, ist eher unwahrscheinlich. Und ob teurer ist eine Frage des Deals. Polen hätte von KNDS sicher bessere Konditionen als Deutschland bekommen, aber keine 180 Kampfpanzer in 2.5 Jahren. So siehts aus.

"Leistungsfähiger" ist er wohl... die Frage ist, ob das den doppelten Preis wert ist.

Und dass wir hier nicht genügend Produktionskapazität haben, darüber sind wir uns ja einig.

 

Die F-35 wurde für den Fortbestand der atomare Teilhabe gekauft. Eigentlich war dafür die F/A-18 vorgesehen, nachdem die Amerikaner den Europäern gesagt haben, die Zertifizerung des Eurofighters für die B61 würde ewig gehn.
Es ist ein höchst fragwürdiger Vorgang, dass man plötzlich von der Präferenz abrückt und einen lahmen Vogel namens F-35 zu einem überhöhten Preis bestellt. Wäre ohne den Ukrainekrieg so nicht denkbar.

Richtig. Der Unterschied ist wohl: Die F-18 hätte rein auf dem Papier den Anforderungen genügt, mit einem ernsthaften Einsatz hat ja niemand wirklich gerechnet.

Dann kam der Ukrainekrieg... und jetzt brauchen wir eine echte Abschreckung. Und da die F-18 keine Stealth Eigenschaften hat musste jetzt eben die F-35 her.

Und ich denke nicht, dass das wirklich ein "lahmer Vogel" ist. Die technischen Probleme sind mir bekannt, da gab es reichlich... dennoch ist die Abschreckung durch dieses Flugzeug wesentlich höher als durch die mittlerweile veraltete F-18.

Und auf die Abschreckung kommt es an. Man könnte auch platt sagen: Es ist gar nicht entscheidend, was das Flugzeug wirklich kann... entscheidend ist, was die Russen dem Flugzeug zutrauen.

Denn die Aufrüstung soll einen Krieg verhindern, nicht einen vorbereiten. Dafür sind die Flugzeuge da.

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
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@lucan-7 

"Leistungsfähiger" ist er wohl... die Frage ist, ob das den doppelten Preis wert ist.

Der Leopard 2 ist kaum leistugsfähiger als der K2. Er ist auch nicht teurer.

Und dass wir hier nicht genügend Produktionskapazität haben, darüber sind wir uns ja einig.

Nicht wirklich. Ich finde die Europäische Rüstungsindustrie strukturell lahm und satt. man kann sich nicht auf den Lorbeeren der 1970er ausruhen. Wobei man sagen muss, dass Rheinmetall um einiges agiler ist, als KNDS.

Richtig. Der Unterschied ist wohl: Die F-18 hätte rein auf dem Papier den Anforderungen genügt, mit einem ernsthaften Einsatz hat ja niemand wirklich gerechnet.

Der Unterschied ist, dass die F-35 für die B61 zertifiziert ist und die F/A-18E/F nicht. Das war noch ausstehend und mit einem ernsthaften Einsatz rechnet immer noch keiner.

Dann kam der Ukrainekrieg... und jetzt brauchen wir eine echte Abschreckung. Und da die F-18 keine Stealth Eigenschaften hat musste jetzt eben die F-35 her.

Die F-35 ist verfügbar und fertig zertifiziert. Deshalb musste sie her. Die F/A-18E/F wäre eine Sonderlösung gewesen.  Der Vorgang an sich ist bleibt trotzdem fragwürdig.

Und ich denke nicht, dass das wirklich ein "lahmer Vogel" ist.

Die F-35 ist der langsamste der modernen Kampfjets. Wendig ist sie nicht, Supercruise kann sie nicht, Tiefstflug auch nicht. Stealth nur ohne extene Waffen. Es gibt nur ein Triebwerk.  Das ganze Konzept des Vogels ruht auf der schlechten Sichtbarkeit und Fernkampf. Das find ich dünn, wenn die Abschreckung heissen soll, damit Freifallbomben ins Ziel zu tragen.

dennoch ist die Abschreckung durch dieses Flugzeug wesentlich höher als durch die mittlerweile veraltete F-18.

Die Abschreckung wird durch die F-35 nicht grösser, wenn die Nato nicht vermitteln kann, dass die B61 auch eingesetzt wird. Das tut sie nicht.

Und auf die Abschreckung kommt es an. Man könnte auch platt sagen: Es ist gar nicht entscheidend, was das Flugzeug wirklich kann... entscheidend ist, was die Russen dem Flugzeug zutrauen.

Die Russen wissen sehr genau, was das Teil kann.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@derelch 

Die F-35 ist der langsamste der modernen Kampfjets. Wendig ist sie nicht, Supercruise kann sie nicht, Tiefstflug auch nicht. Stealth nur ohne extene Waffen. Es gibt nur ein Triebwerk. Das ganze Konzept des Vogels ruht auf der schlechten Sichtbarkeit und Fernkampf. Das find ich dünn, wenn die Abschreckung heissen soll, damit Freifallbomben ins Ziel zu tragen.

Die Anforderungen haben sich geändert... Luftkampf im "Dogfight" wird es in Zukunft vermutlich kaum noch geben. Dafür ist das Flugzeug auch nicht gedacht, und der "Tornado" war es auch nicht.

Die Russen wissen sehr genau, was das Teil kann.

Vermutlich. Aber das hilft ihnen ja nichts. Denn die Flugzeuge fliegen ja nicht einfach in die gegnerische Verteidigung und hoffen das Beste - zuvor werden Radargeräte mit entsprechenden Fähigkeiten ausgeschaltet und der Einsatz vorbereitet.

Für die Abschreckung genügt es, wenn die Russen davon ausgehen müssen, dass die Chance, dass der Flieger durchkommt und das Ziel trifft, hoch genug ist.

 

Viel kritischer ist nach den neuesten Manövern der US Regierung wohl die Tatsache zu werten, bei den Einsätzen komplett von den USA abhängig zu sein... wenn die nicht wollen, dass die Dinger gegen Russland eingesetzt werden, dann bleiben die am Boden, weil einfach die Elektronik von den Amis blockiert wird.

Das ist eine völlig neue Situation, die nochmal eine völlig neue Bewertung erfordert. Zumal wir in der Ukraine gerade sehen, dass die Kriege der Zukunft ganz anders aussehen, als wir uns das bisher so gedacht haben.

Da wäre es wohl gut, das ganze Konzept nochmal zu überdenken und zu schauen, ob wir für das Geld nicht etwas Besseres und Sinnvolleres bekommen können...

lucan-7 antworten
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Veröffentlicht von: @lucan-7

 

Nur... es wird dabei auch vergessen, dass Angriffskriege sich offensichtlich wieder lohnen. Und das bedeutet: Es wird nicht der Letzte bleiben...

Wie ist eure Meinung zum Stand der Dinge...?

Kannst ja ein Maschinengewehr schultern und Richtung Moskau marschieren und denen mal die Meinung rattern........mein armer Vater hat das auch mal so gemacht. Niemand hindert Dich daran.... 🤔 🤨 🤨 🤒 🤒 

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@fizzibitz 

Kannst ja ein Maschinengewehr schultern und Richtung Moskau marschieren und denen mal die Meinung rattern........mein armer Vater hat das auch mal so gemacht. Niemand hindert Dich daran....

"Niemand hindert mich daran...?"

Ich glaube, ganz so unterirdisch würde ich den Verteidigungswillen der russischen Armee dann doch nicht einschätzen. Irgendwer würde mich da schon aufhalten, bevor ich vor Putin stehe...

 

Aber es geht ja gar nicht darum, bis Moskau zu marschieren, das wollen auch die Ukrainer nicht. Die wollen nur bis zur ukrainischen Grenze von 2014.

Die von Russland seinerzeit auch anerkannt und zugesichert wurde.

 

Was meine Verteidigungsbereitschaft betrifft... die ist grundsätzlich vorhanden. Leider werde ich kaum wehrtauglich sein (sportlich war ich noch nie), und eine entsprechende Ausbildung habe ich auch nicht durchlaufen.

Trotzdem würde ich mich im Zweifelsfall nicht drücken.

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

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Veröffentlicht von: @lucan-7

 

Trotzdem würde ich mich im Zweifelsfall nicht drücken.

Oh, Du bist ja ein echter Lokalpatriot.... 🤔 

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@fizzibitz 

Oh, Du bist ja ein echter Lokalpatriot.... 🤔 

Kommt auf das Lokal an...

 

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@fizzibitz (zum Beitrag)

Oh, Du bist ja ein echter Lokalpatriot.... 🤔

Ein Lokalpatriot hält nicht zu seinem Vaterland (was die Bezeichnung »-patriot« nahelegen würde, nur hier nicht stimmt), sondern zu einem kleineren, lokal begrenzten Bereich.

Für welche Landschaft (Bundesland, Kreis, oder was sonst noch in Frage käme) ist Lucan deiner Meinung nach Lokalpatriot?

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@hkmwk 

Ein Lokalpatriot hält nicht zu seinem Vaterland (was die Bezeichnung »-patriot« nahelegen würde, nur hier nicht stimmt), sondern zu einem kleineren, lokal begrenzten Bereich.

Zum einen das... zum anderen war noch nicht einmal klar, ob nun Deutschland oder die Ukraine gemeint ist...

Gemeint habe ich, dass ich grundsätzlich auch zu Einsätzen in einem Krieg bereit bin, sofern ich diesen nach meinen Maßstäben für notwendig halte. Und das kann nur bedeuten, dass durch einen solchen Krieg nach vernünftigen und logischen Überlegungen etwas noch Schlimmeres verhindert werden kann.

Das ist, nach meiner Ansicht, in der Ukraine der Fall - denn Putin wird nach Berücksichtigung seines bisherigen Verhaltens und seiner Aussagen nicht bei der Ukraine Halt machen, sondern weitere Länder in den Krieg ziehen.

Und damit hätten wir diese Bedingungen dann erfüllt. An vorderster Front wäre ich vermutlich weitgehend nutzlos, aber das sind für gewöhnlich eh nur 10 % der Truppe... aber ich kann Gabelstapler und kleinere LKW fahren, das wäre also bereits eine potentielle Aufgabe.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@lucan-7 

Oder du lernst Drohneneinsätze durchzuführen - das ist ja auch kein Einsatz an vorderster Front. Je nach Technik einige 100 Meter oder auch viele Kilometer hinter der Front.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@hkmwk 

Oder du lernst Drohneneinsätze durchzuführen - das ist ja auch kein Einsatz an vorderster Front. Je nach Technik einige 100 Meter oder auch viele Kilometer hinter der Front.

Ja, nur mit Töten habe ich es nicht so... und was meine Reaktionsfähigkeit betrifft, die war noch nie sehr gut. Wenn ich mal von Computerspielen ausgehe.

Aber ja, wie immer man es auch dreht und wendet... wenn man sich zum Kampfeinsatz bereit erklärt, dann werden Menschen dadurch sterben. Egal, ob ich jetzt Drohnen steuere oder Munition entlade.

Und das Bittere ist: Diese Menschen, die da sterben würden, wären nicht jene, die für den ganzen Mist verantwortlich sind... das ist das Perverse am Krieg.

lucan-7 antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@lucan-7 

Jetzt dreht doch mal zurück, man kann sich auch reinsteigern. Bisher steckt Putin in der Ukraine fest. Was genau am Rentnerstaat Deutschland an Putin interessant sein soll, hab ich bisher auch nicht ganz verstanden.

Ich sehe es eher umgekehrt, falls es so ein Konflikt gäbe. Das Deutsche Volk würde im Falle eines konventionellen Konflikts den Blutzoll zahlen und hätte danach auf jeden Fall weder als Ethnische Gruppe noch als Staat (der wie bekannt zum großen Teil aus Leistungsempfängern besteht) eine nach heutigen Maßstäben akzeptable Zukunft. Wer sollte das hier wieder aufbauen? Die Boomer?

Im Falle eines Konfliktes würde ein Großteil der jungen Menschen von hier - völlig verständlich - verschwinden. Migranten hätten es Recht einfach. Die Ohnehin kaputten Geburtenraten (ich glaube mehr als 350.000 im Jahr sind es nicht mehr von Deutschen) würden völlig verschwinden. Die Gebildete Elite wäre auf jeden Fall weg, Rosinenpicken beherrscht die USA ja ganz gut. Personen wandern seit schon ca.7 Jahren massiv aus, dazu reicht bereits das es woanders besser Wetter gibt, weil seine Heimat so richtig keiner mehr gern hat. Was wäre erst im Krieg.

Was wäre dann mit dem kläglichen Rest? Die Zustände kann man sich kaum ausmalen. Helfen würde uns doch so und so kaum keiner. Zuviele junge würden im Krieg sterben, sogar Frauen würde man mittlerweile Skrupellos an die Front schicken.

Alle Opfer wären damit weder im Sinne der ethnischen Gruppen "Deutsche" und auch nicht so wirklich für den "Staat" als Konstrukt.  Es wäre ein Opfer durch und durch für andere, wegen eines 75 Jährigen in Moskau. Ich weiß nicht...

Ich denke unterm Strich sogar für uns wäre es unter russischer Hegemonie einfacher wie sowas. Zumindest hätte man billige Energie und Ruhe.  Putin wird Statistisch gesehen auch keine 120 Jahre alt....

 

 

kappa antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@kappa 

Ich denke unterm Strich sogar für uns wäre es unter russischer Hegemonie einfacher wie sowas. Zumindest hätte man billige Energie und Ruhe.  Putin wird Statistisch gesehen auch keine 120 Jahre alt....

Im Laufe der Geschichte haben sich Gesellschaftsformen entwickelt / wurden erkämpft. Dabei sehe ich vorrangig für Menschenrechte und Freiheit großen Gewinn. Wenn sich nun (weltweit) das Recht des Stärkeren (im Sinne von Dreistigkeit, Manipulation, militärischer Macht und Geld, …) durchsetzen wird… Ich denke, nicht dass unterm Strich Lebensverhältnisse besser werden. Ich befürchte, es wird das Gesetz der Willkür herrschen. Wie es dir darunter ergehen kann, brauche ich nicht weiter ausführen.

man kann sich auch reinsteigern.

Genau das will ich nicht. Nur es geht auch nicht, dass alles nur „seinen Lauf“ gelassen wird und abgewartet wird, wie sich „der (vermeintlich?/ offensichtlich?) Stärkere“ nimmt, was er eventuell will. Es geht um Szenarien, um Handlungsspielräume und - das halte ich für entscheidend und aktuell besonders gefährdet - um Einigkeit auch in der Bevölkerung, damit Entscheidungsträger (dafür haben wir Regierungen), Konsequenzen ziehen können, gezielt agieren und reagieren können, um sich zum Wohl ihres Landes einzusetzen.

Was ich stattdessen sehe ist Zersetzung, Zerrissenheit auf allen Ebenen. Auch kein Grund sich reinzusteigern, sondern sich als Christ auf Gott zu besinnen, sich in seinem kleinen Umfeld für ein gutes Miteinander einzusetzen, gemeinsame Werte aller zu bewahren, zu beten, auf Gott vertrauen und Zuversicht zu verbreiten. Was auch immer kommen wird und wenn es auch hart auf hart kommt und schweres Leid bedeutet, wir sind in Gottes Hand. Einsetzen will ich mich dabei für das, was ich als gut erachte und nicht der Einfachheit halber entspannt „dem Stärkeren“ unterordnen.

 

seidenlaubenvogel antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@seidenlaubenvogel ich sehe es anders, aber auch ganz pragmatisch: Deutschland ist ein extrem anfälliges Land.

Wir sind gezwungen unseren Wohlstand zu erwirtschaften ohne das wir großartig irgendwelche Rohstoffe haben. Das geht im internationalen Handel also nur mit Exportfähigen Gütern. Die in angemessener Anzahl herzustellen geht nicht im Krieg.

Wir haben riesengroße Teile der Bevölkerung die sehr sehr viel Kosten verursachen. Nicht nur Flüchtlinge, nein vor allem die Rentner. Das ist unsere Demografie und nach einem Krieg wäre die nicht besser. Früher hatten die Menschen mehr Kinder, Arme Rentner sind zumindest irgendwie untergekommen. Heutzutage klappt das nicht mal mehr.

Ein Deutschland wäre nach einem Krieg unfassbar Arm und Elend an der Tagesordnung. Vermutlich wäre die medizinische Versorgung nicht mehr haltbar. Das ist heute in der Konsequenz auch anders als vor 100 Jahren. Weil wir viel älter sind.

Wir als Menschen sind das letztlich auch nicht mehr gewohnt. Sozialer Friede und Absicherung ist auch eine Errungenschaft? 2 Jahre Krieg und 70 Prozent haben ein Trauma. 

Letzten Endes wird die hierzulande Bestimmende Politik sowieso nie so sein, wie ich sie wünsche. Frieden und Wohlstand unter einer temporären Autokratie wären subjektiv weniger Schlimm als ein ausgeblutetes Land was sich nie wieder erholen wird mit Millionen Opfern. 

Ich will auch nicht in Russland leben- Logo. Nur der Blutzoll den das Kosten könnt steht m E. Nicht unbedingt im Verhältnis. Wenn müsste man am besten Atomar abschrecken ohne wenn und aber. Konventionell ist ein Witz gegen eine Atommacht.

Diese Werte die du genannt hast, alles wirklich schön und gut, das will ich nicht schlechtreden.

Die USA haben das ganze schon am Anfang mit befeuert, das die Ukraine nicht nachgibt. Jetzt sieht es nach Kehrtwende aus. Als Mitteleuropäer kommt man sich verarscht vor. Vor allem aber als Ukrainer.

 

kappa antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@kappa 

Frieden und Wohlstand unter einer temporären Autokratie wären subjektiv weniger Schlimm als ein ausgeblutetes Land was sich nie wieder erholen wird mit Millionen Opfern. 

Wenn wir in Szenarien denken, dürfen wir nicht nur in Extremem denken - weder im scheinbar Positiven wie im angenommen Negativen. Wer sagt dir denn, wer Frieden und Wohlstand in der (temporären) Autokratie hat? Woher willst du wissen, wie dein Leben darin aussehen wird?

Die USA haben das ganze schon am Anfang mit befeuert, das die Ukraine nicht nachgibt. Jetzt sieht es nach Kehrtwende aus. Als Mitteleuropäer kommt man sich verarscht vor. Vor allem aber als Ukrainer.

Und deshalb gilt es als Europäer zusammenzuhalten. Krieg um jeden Preis habe ich noch nie verstanden. Und ja, ich hatte mir vor einiger Zeit bisweilen auch schon gedacht, warum nicht klein beigeben? Ist es der Preis wirklich wert? Nur sich jetzt gleichzeitig von Trump und Putin ausnehmen lassen, das erscheint mir wahrhaft ein falsches Signal.

Woher nimmst du das Vertrauen, dass dir „der Autokrat deiner Wahl“ das Leben nicht zur Hölle machen wird? Schlecht ergehen kann es uns leider in allen Szenarien. Da bietet es sich doch an, sich (zuvor) zumindest für das einzusetzen, was einem richtig erscheint und (unabhängig von den zunächst greifbaren Aussichten) die Hoffnung zu bewahren.

seidenlaubenvogel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@kappa 

Jetzt dreht doch mal zurück, man kann sich auch reinsteigern. Bisher steckt Putin in der Ukraine fest. Was genau am Rentnerstaat Deutschland an Putin interessant sein soll, hab ich bisher auch nicht ganz verstanden.

Das musst du Putin fragen. Der denkt imperalistisch, will die Sowjetunion wieder aufbauen und Europa beherrschen. Und daraus macht er kein großes Geheimnis.

Kannst ja mal hier was über Putins Ideologen lesen:

Putin und Russlands Chefideologe - T-Online

 

Ich sehe es eher umgekehrt, falls es so ein Konflikt gäbe. Das Deutsche Volk würde im Falle eines konventionellen Konflikts den Blutzoll zahlen und hätte danach auf jeden Fall weder als Ethnische Gruppe noch als Staat (der wie bekannt zum großen Teil aus Leistungsempfängern besteht) eine nach heutigen Maßstäben akzeptable Zukunft.

Ich sehe genau drei Szenarien:

 

- Wir rüsten gar nicht auf. Dann kann Putin uns jederzeit seine Bedingungen diktieren und beherrscht Europa.

 

- Wir rüsten nur sehr wenig auf. Dann kann sich Putin ausrechnen, dass er den Krieg gewinnen wird. Er greift an und wartet auf unsere Niederlage.

 

- Wir rüsten so sehr auf, dass das Risiko für Putin zu hoch ist. Dann kommt es zu keinem Krieg und keiner Einflussnahme, und wir können weiter so frei leben, wie wir das wollen.

 

Ich bevorzuge ganz klar Szenario 3. Und dazu gehört auch meine Bereitschaft, notfalls selbst in den Krieg zu gehen. Wenn Putin weiß, dass es generell eine solche Bereitschaft in der Bevölkerung gibt - dann weiß er auch, dass er hier nicht gewinnen kann und hält sich zurück.

 

lucan-7 antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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@lucan-7 ich glaube nicht daß es realistisch ist, das er Mitteleuropa will. Das sieht im Baltikum wohl anders aus, das streite ich nicht ab.

 

Szenario 4 auf den Tisch: Wir kaufen massiv Chinesische E-Autos. Dann würde XIPi oder wie genau der heißt, dem Putin die Ohren lang ziehen mit uns ein Krieg anzufangen...

kappa antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@kappa 

ich glaube nicht daß es realistisch ist, das er Mitteleuropa will. Das sieht im Baltikum wohl anders aus, das streite ich nicht ab.

Er muss es nicht militärisch besetzen. Aber politisch kontrollieren. Indem man Propaganda verbreitet und russlandfreundliche Politiker installiert. Und notfalls auch mit dem 3. Weltkrieg droht.

Und alles ist ja schon der Fall.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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@lucan-7 Ich sehe genau drei Szenarien:

Mir fehlt die Genauigkeit dieser drei Szenarien. Was heisst: "nur sehr wenig"? Oder was heisst: "so sehr... dass das Risiko für Putin zu hoch ist"?

Der denkt imperalistisch, will die Sowjetunion wieder aufbauen und Europa beherrschen.

Das kann ich mir nicht vorstellen. Sowjetunion? Vielleicht träumt er von einem großrussischen Reich in den Grenzen der Sowjetunion, aber wohl kaum von der Etablierung des sowjetischen Systems.

Meiner Ansicht nach sollte es - gemäß Deinem 2. Szenario - ausreichen, nur wenig aufzurüsten (bzw. die Rüstungsausgaben auf dem bisherigen Niveau zu behalten) und die Natostatuten weiter zu beachten, wonach ein Angriff auf eines der Mitglieder als Angriff auf das gesamte Bündnis gewertet wird. Die baltischen Staaten, ebenso wie Polen, würden damit von Putin m.A.n. nicht nagegriffen. Dass er tatsächlich Deutschland, Frankreich, Italien oder GB angreifen würde, halte ich für unsinnig und entsprechende Szenarien daher als manipulative Panikmache.

Ich bevorzuge ganz klar Szenario 3. Und dazu gehört auch meine Bereitschaft, notfalls selbst in den Krieg zu gehen.

Na, wenn ich sowas behaupten würde, wäre es lächerlich, da ich viel zu alt bin, um noch als Soldat was zu taugen (abgesehen davon, dass ich einst Zivi war und zwar aus überlegten Gründen...). Ich würde aber auch nicht von den jungen Leuten in meiner Umgebung erwarten, "notfalls in den Krieg zu gehen" und würde daher auch keine solch markige Rhethorik bemühen, die am Ende eher bloß darauf hinausläuft, dass politische Entscheidungen Rhein-Metall-Aktionären helfen, den Wert ihrer Fondanteile zu multiplizieren.

 

Momentan sehe ich's so: Die Strategie, von der ich anfangs dachte, dass sie hinter verschlossenen Türen der Westmächte so ausgeklügelt worden war, dass Putin sich an der Ukraine wirschaftlich verschlucken solle (nämlich dass dieser Kriegszug ein Loch ohne Boden werde, wie es z.B. der Afghanistan-Krieg einst für die Sowjetunion war) - als warnendes Beispiel für China und dessen Gelüste auf die Anexion Taiwans, wurde entweder nie hinter den verschlossenen Türen so ausgeklügelt - in dem Fall hätte ich also vollständig daneben gelegen mit meinen, dann wohl auf Wunschdenken basierenden Vermutungen - oder mit dem Regierungswechsel in den USA wurde der Plan über den Haufen geworfen. Dass mit dem Regierungswechsel so ein Strategiewechsel in Sachen Ukrainekrieg kommen werde, war allerdings abzusehen. Trump und Co hatten da nicht mit ihren Plänen hinterm Berg gehalten.

So sieht die Lage, Stand heute, aus: die Ukraine kann den Krieg nicht ohne (weitere) militärische Unterstützung der USA gewinnen. Allein mit Hilfe der verbliebenen europäischen "Freunde" wird der Ukrainekrieg auch nicht bis zum (erhofften) St. Nimmerleinstag perpetuiert werden können, d.h. früher oder später wird sie den Krieg militärisch vollständig verlieren (heißt: bedingungslose Kapitulation), wenn sie nicht vorher einen Frieden mit Putin aushandelt. Dessen Konditionen werden für die Ukraine auf jeden Fall scheiße sein, aber je länger sich der Krieg noch zieht und je weiter Russland Geländegewinne erzielt, desto beschissener werden sie: denn warum sollte Russland irgendeinen eingenommenen Quadratmeter später wieder hergeben?

Die Angst, dass Putin, sobald er mal seinen Willen in der Ukraine bekommen hat, sofort dran geht, Europa anzugreifen, halte ich für wenig vernünftig. Es würde ausreichen, einer solchen Gefahr dadurch vorzubeugen, indem man die baltischen Staaten maximal in die EU und die Nato integriert, von mir aus, indem weitere Militäreinrichtungen dort mit französichen, italienischen, deutschen oder auch britischen Kontingenten eingerichtet würden.

Statt nun viele hundert Milliarden Euro zusätzlich in Aufrüstung zu stecken, sollte man diese vielen hundert Milliarden darein stecken, Putin-Russland zukünftig mit (echten! nicht halbherzigen und leicht zu umgehenden... ) Wirtschaftssanktionen zu isolieren. Exportverbote hinsichtlich Handels mit Russland, darüber hinaus Sanktionierung von Firmen, die mit Russland wirtschaftlich kooperieren und so weiter. Das wird selbstverständlich auch teuer, bzw. nicht gerade der hiesigen Konjunktur unter die Arme greifen (und also wird das BSW dann dagegen Sturm laufen ^^) . Aber so ein Wirtschaftskrieg mit meinetwegen einer Billion Kriegskasse der EU hätte gegenüber einer militärischen Aufrüstung dreierlei Vorzüge:

1. Nachhaltigkeit (denn Panzer, Fregatten, Kampfhubschrauber und Co zu produzieren, ist ökologisch nicht sehr sinnvoll, die sind nicht auf Recycling ausgelegt und schaffen im Betrieb auch keine ökonomischen Werte)

2. Es wird da halt kein militärischer Krieg geführt, weswegen auch keine Soldaten sterben müssen

3. Wirtschaftliche Sanktionen lassen sich, sobald abzusehen ist, dass die "russische Gefahr" eingedämmt ist, recht kostengünstig wieder zurückfahren.

 

Sowohl der Klimawandel als auch die abzusehende KI-Apokalypse sind dringlichere Probleme als ein machtgeiler Putin. Die Fokussierung der politischen Aufmerksamkeit auf ihn ist falsch. Wenn die USA ihre Aussenpolitik in diesem speziellen Fall ändern, können wir Europäer daran wenig ändern und müssen es hinnehmen, bzw. uns mit den dadurch zu erwartenden Fakten arrangieren. All die Solidaritätsadressen, wie sie seitens unserer europäischen Politiker seit dem "Eklat" im Withe House zu hören und zu lesen waren, wirkten auf mich wie das Empörungsgeschrei von Leuten, die man etwas unsanft aus ihren schönen Träumen geholt hat. Sie könnten allerdings missverstanden werden, so, als hätte Europa tatsächlich die Absicht, die Ukraine weiterhin - und auch noch verstärkt - in dem absehbar verlorenen Krieg militärisch zu helfen, den Ukraine-Krieg also zu seinem Krieg zu machen. Damit stünde Europa dann irgendwann in der Ukraine als Kriegsverlierer da oder müsste den Krieg zu einem gesamt-europäischen Krieg eskalieren (wovor Trump genaugenommen während des Eklats warnte: vor einem Weltkrieg), inklusive Möglichkeit der nuclearen Eskalation.

Ich kann nachvollziehen, dass man Parallelen zu den Dreißigerjahren erkennen und vor einer Appeasementpolitik gegenüber Putin warnen möchte. Aber es gibt bedauerlicherweise einen Unterschied zu damals: die zwei verbliebenen Großmächte: USA und China - interessieren sich offenkundig nicht für unsere Befindlichkeiten und es ist ihnen ziemlich egal, ob Putin sich die Ukraine reinpfeift oder nicht. Frankreich und Großbritannien hätten ohne die beiden damaligen Großmächte USA und Sowjetunion den Krieg gegen die "Achsenmächte" nie und nimmer gewonnen.

Und: Putin ist kein Hitler. Er träumt zwar von einem russischen Großreich. Aber nicht von der Ausrottung aller Juden. Seine Ideologie ist kein kranker Wahn, sondern bewegt sich in den Grenzen, wie wir sie seit Menschengedenken von ruhmsüchtigen Autokraten kennen.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@jack-black 

Mir fehlt die Genauigkeit dieser drei Szenarien. Was heisst: "nur sehr wenig"? Oder was heisst: "so sehr... dass das Risiko für Putin zu hoch ist"?

Das müssen wohl entsprechende Fachleute beantworten, auf Basis der Erfahrungen in der Ukraine.

"Zu wenig" ist definitiv das, was wir jetzt haben. 180.000 Soldaten klingt zwar gar nicht so schlecht... aber von denen stehen ja nur etwa 10% direkt an der Front, also 18.000. Und diese können auch nicht permanent dort bleiben, sondern müssen rotieren... was realistischerweise bedeutet, dass nur noch 6000 Soldaten unmittelbar an der Front stehen.

Und das ist zu wenig, um eine echte Abschreckung zu sein.

Wann das Risiko für Putin zu hoch ist ist natürlich schwer abzuschätzen... ich denke aber nicht, dass er sich nochmal auf einen langen Abnutzungskrieg einlassen würde. Wenn also die Bundeswehr in der Lage ist, ein Jahr Widerstand zu leisten - dann wäre das womöglich ausreichend. Was in erster Linie eine Aufstockung der Munitionsbestände bedeuten würde.

Das kann ich mir nicht vorstellen. Sowjetunion? Vielleicht träumt er von einem großrussischen Reich in den Grenzen der Sowjetunion, aber wohl kaum von der Etablierung des sowjetischen Systems.

Wohl irgendwas dazwischen. Zu Beginn des Angriffs auf die Ukraine hat Putin ja eine Rede gehalten, wo er eine Verbindung von den Zaren über die Sowjetunion bis zur heutigen Zeit zog. Da er die Sowjetunion auch kritisch sah (logisch, sie ist ja gescheitert) sieht er sich in einer Art verbesserten Nachfolge, die Vergangenes korrigieren will.

Klar ist aber auch, dass er deren Imperialismus und Machtansprüche fortsetzen will. Putin sieht sich auf einer historischen Mission. Die Ukraine allein dürfte da nicht genügen. Und ich denke, dass die Wiederherstellung des russischen Einflusses in der Ostsee auch auf dem Plan stehen dürfte.

 

Meiner Ansicht nach sollte es - gemäß Deinem 2. Szenario - ausreichen, nur wenig aufzurüsten (bzw. die Rüstungsausgaben auf dem bisherigen Niveau zu behalten) und die Natostatuten weiter zu beachten, wonach ein Angriff auf eines der Mitglieder als Angriff auf das gesamte Bündnis gewertet wird.

Eigentlich sollte das ausreichen... und das würde es auch, wenn denn die USA mitspielen würden.

Ich halte es aber für extrem unwahrscheinlich, dass Trump US-Truppen schicken wird, um Estland oder Lettland zu verteidigen. Und wenn Putin das gleiche denkt - dann wird es kritisch.

Denn eine Invasion Estlands ist für ihn ohne Risiko. Er muss ja nur "Rebellen" dorthin schicken, ohne Hoheitsabzeichen. Dann wartet er ab, was passiert... und wenn die NATO nicht geeint ist und nicht eingreift - dann hat er schon gewonnen.

Falls die Nato ein Ultimatum stellt und eingreift - dann werden die Truppen schnell zurück beordert... mit der Versicherung, die verantwortlichen, abtrünnigen Generäle zu bestrafen.

Man darf nicht vergessen: Putin ist Geheimdienstler, kein Militär... der denkt anders.

Dass er tatsächlich Deutschland, Frankreich, Italien oder GB angreifen würde, halte ich für unsinnig und entsprechende Szenarien daher als manipulative Panikmache.

Dass er eine Besetzung Westeuropas plant glaube ich auch nicht. Aber es reicht ja, wenn er das Baltikum besetzt, und wenn die Nato nicht reagiert, dann womöglich auch Polen und eine Marionettenregierung in Ungarn installiert.

Damit wäre Deutschland dann in unmittelbarer Nähe der russischen Armee... und müsste jederzeit ihre Politik entsprechend ausrichten und Zugeständnisse machen.

Das passiert ja jetzt schon... bei der AfD, BSW - und leider auch der SPD.

 

Na, wenn ich sowas behaupten würde, wäre es lächerlich, da ich viel zu alt bin, um noch als Soldat was zu taugen (abgesehen davon, dass ich einst Zivi war und zwar aus überlegten Gründen...).

Ohne jetzt Zahlen zu nennen vermute ich, dass unser Alter gar nicht so weit auseinander liegt... und etliche Soldaten, die in der Ukraine an der Front stehen, sind nicht viel jünger als wir, aus verschiedenen Gründen.

Für den direkten Fronteinsatz wäre ich wohl auch nicht tauglich, dafür fehlt mir die Kondition und die Ausbildung. Aber Frontsoldaten machen eh nur 10% der Truppe aus, und ich kann (kleine) LKW und Gabelstapler fahren... notfalls auch Boote, wenn nötig. Für einen Einsatz unmittelbar hinter der Front würde das wohl reichen.

Aber wie gesagt: Das Ziel muss ja sein, dass es erst gar nicht so weit kommt...

 

Ich würde aber auch nicht von den jungen Leuten in meiner Umgebung erwarten, "notfalls in den Krieg zu gehen" und würde daher auch keine solch markige Rhethorik bemühen, die am Ende eher bloß darauf hinausläuft, dass politische Entscheidungen Rhein-Metall-Aktionären helfen, den Wert ihrer Fondanteile zu multiplizieren.

Das ist eine sehr persönliche Entscheidung. Aber die Sache ist ja: Je mehr sich dazu entschließen zu kämpfen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass es dazu kommt.

Stell' dir einfach mal vor, Umfragen in Deutschland würden zeigen, dass 90% der 20- bis 50jährigen bereit sind, Deutschland mit der Waffe zu verteidigen und sich beim Militär zu melden, sollte es zu einem Angriff kommen... ein potentieller Angreifer sähe sich damit potentiell ein paar Millionen freiwilligen Verteidigern gegenüber.

Und jemand, der das weiß, überlegt es sich dann vielleicht doch noch einmal. Und darum geht es - einen Krieg zu verhindern!

Wenn Putin allerdings davon ausgehen kann, dass den Deutschen vor Angst die Knie schlottern und eine allgemeine Panik ausbricht... dann ist da natürlich auch keine Abschreckung mehr.

 

Die Angst, dass Putin, sobald er mal seinen Willen in der Ukraine bekommen hat, sofort dran geht, Europa anzugreifen, halte ich für wenig vernünftig.

Nicht ganz Europa... nur Teile davon. Teile, die wir vermutlich nicht verteidigen würden, um keinen Krieg zu riskieren. Also etwa Moldawien. Oder Estland. Immer Stück für Stück.

Statt nun viele hundert Milliarden Euro zusätzlich in Aufrüstung zu stecken, sollte man diese vielen hundert Milliarden darein stecken, Putin-Russland zukünftig mit (echten! nicht halbherzigen und leicht zu umgehenden... ) Wirtschaftssanktionen zu isolieren.

Halte ich nicht für machbar. China allein kann das schon kompensieren, und Indien und andere Länder kommen ja auch noch dazu. Auch die Türkei betreibt noch Handel mit Russland.

 

Aber so ein Wirtschaftskrieg mit meinetwegen einer Billion Kriegskasse der EU hätte gegenüber einer militärischen Aufrüstung dreierlei Vorzüge:

Und einen Nachteil: Es funktioniert nicht. Würde es funktionieren, wäre der Krieg ja schon vorbei.

 

Sowohl der Klimawandel als auch die abzusehende KI-Apokalypse sind dringlichere Probleme als ein machtgeiler Putin.

In der Tat. Deshalb ist die Situation gleich mehrfach ärgerlich... Krieg ist so oder so überflüssig, und wir haben wirklich dringendere Probleme.

Aufrüstung wäre auch überhaupt nicht nötig - wenn wir uns denn auf die USA verlassen könnten. Können wir aber nicht mehr... im Gegenteil.

So müssen wir jetzt völlig unsinnigerweise hunderte von Milliarden Euro in etwas völlig Überflüssiges investieren, das die Menschheit kein Stück weiterbringt.

Aber gut, immerhin schafft es Arbeitsplätze... wenn auch auf Kosten des Staates, weil keine echte Wertschöpfung stattfindet...

 

 

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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@lucan-7 Und einen Nachteil: Es funktioniert nicht. Würde es funktionieren, wäre der Krieg ja schon vorbei.

Es wird doch überhaupt nicht versucht! Es wird nie versucht. Dass Wirtschaftssanktionen "erwiesenermaßen nichts bringen", ist ja inzwischen so ein Militärlobbyisten-Mantra, bei dem niemand nach den schlagenden Belegen auch bloß zu fragen wagt.

Ich hatte Entsprechendes schon mal hinsichtlich des Palästina-Konflikts geschrieben: würde der Westen ernsthaft Druck z.B. auf die vereinten arabischen Emirate oder Saudi-Arabien ausgeübt haben nach dem Motto: nehmt die Hamas an die Kandarre oder sucht Euch andere Abnehmer für Euer Öl! - dann hätte vielleicht dieser schreckliche Krieg kurz nach dem Terror-Überfall schon beendet werden können. Aber nein, die Geschäfte mit den Terroristen-Anwälten will man weiter machen: würde man ihnen ihre Klimawandelbooster nicht mehr abkaufen, hätten sie ja kein Geld mehr, um umgekehrt all die schönen Rüstungsgüter zu erstehen...

Selbiges gilt für das Sanktionsregime gegen Russland: Da wurde rumlamentiert, dass Russland es am Ende sogar wagte, selbst die Gaslieferungen zu stoppen, da wurde - bis heute - geduldet, dass russisches Öl auf Umwegen immer noch seine Abnehmer fand und und und. Man könnte die Grenzen dicht machen. Man könnte Firmen, die - um eine, zwei oder drei Ecken - immer noch mit Russland Geschäfte machen, zur Verantwortung ziehen. Das tut man nicht. Würde es uns hart wirtschaftlich treffen? Ja, selbstverständlich. Ja, tatsächlich hätten da vermutlich (natürlich wieder vor allem die wirtschaftlich schwächeren) europäische Bürger frierend im Winter dagesessen, bzw. hätte man da dann kompensatorisch von Staatsseite beispringen müssen, beispielsweise durch rationierte Verteilung von Heizmitteln usw.. Zeitenwende ist nun mal Zeitenwende. ^^

Aber Otto-Normalbürger wird ja durch die absurd hohen Militärausgaben, die jetzt da so in Rede stehen, ebenfalls hart getroffen werden. Von Billionen ist inzwischen die Rede, die zusätzlich für Tötungequipment investiert werden müssten, um "unsere Sicherheit" vor dem bösen Putin zu gewährleisten. Diese Billionen fließen in irgendwelche Taschen, und wenn's ganz dumm läuft, dann wagt der Zar dennoch den riskanten Tanz und dann sterben halt sehr, sehr viele Leute. Unnötig zu erwähnen, dass da zuerst wieder die wirtschaftlich weniger Starken werden dran glauben müssen.

 

Stell' dir einfach mal vor, Umfragen in Deutschland würden zeigen, dass 90% der 20- bis 50jährigen bereit sind, Deutschland mit der Waffe zu verteidigen und sich beim Militär zu melden, sollte es zu einem Angriff kommen...

Ja. Oder hey, stell Dir mal vor, es wäre Krieg, und keiner ginge hin! Wäre das nicht noch geiler?

Ich erinnere an andere Umfragen, die nach dem Motto gestellt wurden: "Würden Sie etwas Substantielles an Ihrem Konsumverhalten ändern, um mitzuhelfen, das Weltklima zu retten?"

Ja, alle behaupten, da auch zu persönlichen Einschränkungen bereit zu sein. Wieviel auf solche Umfragen zu geben ist? Einen - Pardon, die Damen! - feuchten Furz. So eine Umfrage würde den Gratis-Mut eruieren, mehr nicht.

Frag mal all jene, die in den Plattenbauten leben und bei denen gegen Ende des Monats immer noch zuviele Tage übrig sind, ob, und falls ja: warum sie gegen irgendwelche Russen in den Krieg ziehen wollten. Frag sie mal, was sich in ihrem Leben großartig ändern würde, wenn nun jemand anders die Gesetze diktiert, die irgendwie nie zu ihren Gunsten ausfielen in den letzten Jahrzehnten...

Moloch rulez.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 29398

@jack-black 

Es wird doch überhaupt nicht versucht! Es wird nie versucht. Dass Wirtschaftssanktionen "erwiesenermaßen nichts bringen", ist ja inzwischen so ein Militärlobbyisten-Mantra, bei dem niemand nach den schlagenden Belegen zu fragen wagt.

Es bringt schon etwas.

Und ja, ich habe mich da auch schon manchmal gefragt, wenn es in den Nachrichten hieß: "Jetzt werden knallharte Sanktionen beschlossen!"

...und ein paar Monate später, wenn das dann alles nicht gebracht hat, heißt es dann: "Jetzt wurden noch mehr Sanktionen beschlossen!" - ja, Moment mal, hatten wir denn nicht vorher schon knallharte Sanktionen? Da geht also noch was? Warum nicht gleich so...?

Es gibt also sicher Spielraum. Aber es gibt eben auch Spielraum, das Ganze zu umgehen. Und je härter die Sanktionen, desto besser können Drittländer daran verdienen.

Man kann das Ganze also noch steigern... aber es gibt Limits. Und je mehr man das steigert, desto schwerer wird es, das Limit anzuheben.

Ich halte es für realistisch, Russland in Schwierigkeiten zu bringen, wenn man den Export von Computerchips stoppt. Aber ich halte es für unrealistisch, dadurch die Aufrüstung des Militärs zu verhindern... denn dann steckt Russland halt alles, was es an Chips hat, in die Rüstung... und Kühlschränke und Küchenmaschinen werden halt wieder von Hand betrieben.

 

Man könnte die Grenzen dicht machen. Man könnte Firmen, die - um eine, zwei oder drei Ecken - immer noch mit Russland Geschäfte machen, zur Verantwortung ziehen.

Man könnte sicher mehr tun. Aber um auch die letzten Löcher zu schließen wäre wohl ein ungeheurer Aufwand nötig...

 

Aber Otto-Normalbürger wird ja durch die absurd hohen Militärausgaben, die jetzt da so in Rede stehen, ebenfalls hart getroffen werden. Von Billionen ist inzwischen die Rede, die zusätzlich für Tötungequipment investiert werden müssten, um "unsere Sicherheit" vor dem bösen Putin zu gewährleisten.

Europaweit, ja. In Deutschland ist von einem Sondervermögen von 900 Milliarden die Rede, was aber zur Hälfte für Infrastruktur und Energiewende gebraucht wird... was wohl vernünftig wäre.

Und was die Armee betrifft, so wäre das Geld wohl auch nicht einfach verbrannt... es würden einige Leute in Arbeit gebracht werden, und die Armee wird, so fürchte ich, auch für zukünftige Aufgaben gebraucht werden... auch dann, wenn sich die Lage mit Russland wieder entspannt (Was ich sehr hoffe, ich habe nichts gegen die Bewohner Russlands...).

 

Ja. Oder hey, stell Dir mal vor, es wäre Krieg, und keiner ginge hin! Wäre das nicht noch geiler?

In der Tat, das wäre es... wenn du jetzt noch die Russen davon überzeugst, dann wäre die Menschheit einen entscheidenden Schritt weiter!

 

Frag mal all jene, die in den Plattenbauten leben und bei denen gegen Ende des Monats immer noch zuviele Tage übrig sind, ob, und falls ja: warum sie gegen irgendwelche Russen in den Krieg ziehen wollten.

Weil sie - falls sie überleben - mehr Geld dafür bekommen würden, als sie je zuvor in ihrem Leben hatten.

Was denkst du denn, wofür die Russen kämpfen? Weil sie Putin so lieb haben?

Die werden gekauft... und das nicht zu knapp.

 

Frag sie mal, was sich in ihrem Leben großartig ändern würde, wenn nun jemand anders die Gesetze diktiert, die irgendwie nie zu ihren Gunsten ausfielen in den letzten Jahrzehnten...

Geld. Die Frage ist, wer mehr Geld hat... der Westen oder Putin. Zumindest was diese Leute betrifft.

Anderen Leuten mag Freiheit tatsächlich etwas bedeuten.

Und wenn ich im Krieg sterbe und dadurch meinen Neffen in der Zukunft ein freies Leben ermögliche... dann verzeihen sie mir vielleicht sogar die Sache mit dem Klimawandel...

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@jack-black 

Oder hey, stell Dir mal vor, es wäre Krieg, und keiner ginge hin!

"Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und lässt andere kämpfen für seine Sache, der muss sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat" (Brecht)

hkmwk antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@hkmwk Ja. Brecht. Und wie sah's bei Jesus aus? 🙂

 

p.s.: Autoritätsargumente sind freilich nie schlagend.

jack-black antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @jack-blackkerungsgruppenistes völlig egak ob nBerlin

@lucan-7 Und einen Nachteil: Es funktioniert nicht. Würde es funktionieren, wäre der Krieg ja schon vorbei.

 

Frag mal all jene, die in den Plattenbauten leben und bei denen gegen Ende des Monats immer noch zuviele Tage übrig sind, ob, und falls ja: warum sie gegen irgendwelche Russen in den Krieg ziehen wollten. Frag sie mal, was sich in ihrem Leben großartig ändern würde, wenn nun jemand anders die Gesetze diktiert, die irgendwie nie zu ihren Gunsten ausfielen in den letzten Jahrzehnten...

Moloch rulez.

Ist doch meine Rede, unser wohlhabender Lucan wird das wohl nie verstehen. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen ist es völlig egal, ob in Berlin Putin oder Merz sitzt,  für die würde sich dadurch nichts an ihrem Leben ändern. Leute wie Lucan  würden aber Billionen ausgeben und einen Atomkrieg riskieren nur um das zu verhindern, das Putin dort sitzt.....

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DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@fizzibitz 

Ist doch meine Rede, unser wohlhabender Lucan wird das wohl nie verstehen. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen ist es völlig egal, ob in Berlin Putin oder Merz sitzt, für die würde sich dadurch nichts an ihrem Leben ändern.

Es ist eben nicht egal, auch bei Armut gibts für Deutsche noch viel Luft nach unten.
Wir hatten schon mal 45 Jahre sowjetische Besatzung, das reicht völlig. Wenn die Russen sich von ihrem Diktator gerne knechten lassen, von mir aus - hier haben sie nichts verloren.

derelch antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@fizzibitz Ich denke, Diskutieren geht auch ohne ad hominem.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

unser wohlhabender Lucan wird das wohl nie verstehen. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen ist es völlig egal, ob in Berlin Putin oder Merz sitzt,  für die würde sich dadurch nichts an ihrem Leben ändern. Leute wie Lucan  würden aber Billionen ausgeben und einen Atomkrieg riskieren nur um das zu verhindern, das Putin dort sitzt.....

Und weil sich für "bestimmte Bevölkerungsgruppen" nichts ändern würde, spielt es für Deutschland auch keine Rolle, ob wir in einer menschenverachtenden Diktatur oder in einer freien Demokratie leben...

Und die Atomkriegsdrohung wird ja in erster Linie von Russland forciert, um die Menschen hierzulande durch Angst auf (russische) Linie zu bringen.

Aber so etwas könnte dir ja nicht passieren, richtig?

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@lucan-7 

Und weil sich für "bestimmte Bevölkerungsgruppen" nichts ändern würde, spielt es für Deutschland auch keine Rolle, ob wir in einer menschenverachtenden Diktatur oder in einer freien Demokratie leben...

Ich habe so den Eindruck, dass nicht wenige tatsächlich so denken. 

Mich irritiert etwa, dass die US-Amerikaner noch vergleichsweise gleichgültig zuschauen, wie ihre Demokratie geschleift wird

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@alescha 

Mich irritiert etwa, dass die US-Amerikaner noch vergleichsweise gleichgültig zuschauen, wie ihre Demokratie geschleift wird

Scheint so eine Art Schockstarre zu sein... verbunden mit der Hoffnung, dass Trump sich selbst besser und schneller entzaubert als es die Demokraten je könnten.

Aber es ist schon wirklich heftig, was da gerade abgeht... alles wie nach Drehbuch der Autokratie: Medien zensieren, Geschichte umschreiben, Minderheiten als Schuldige für alles benennen... dazu noch Eingriffe in unabhängige Institutionen wie die Wissenschaft, alles Nichtweisse überall verbannen und verbieten. Und die bange Frage lautet, ob das jemals wieder rückgängig gemacht werden kann und die Menschen ihre Rechte wiederbekommen.

Das wird wohl sehr davon abhängen, ob die Republikaner diesen Kurs auch ohne Trump noch beibehalten werden... oder ob der Spuk dann vorbei ist.

An letzteres glaube ich noch nicht so recht...

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

Mich irritiert in erster Linie die Geschwindigkeit, in der das alles vonstatten geht. 

chai antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@lucan-7 

Scheint so eine Art Schockstarre zu sein…

Bei manchen. Dann gibts auch die, die so agieren, wie es mal Gollwitzer beschrieb: Solange man nicht selber betroffen ist, hält man das für gut.

hkmwk antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@alescha Mich irritiert etwa (...)

Mich nicht.

jack-black antworten
AleschaMod
Moderator
(@aleschamod)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 641

@jack-black 

Ich fürchte, englischsprachige Videos reichen hier nicht als Begründung (siehe FAQ).

aleschamod antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@aleschamod englischsprachige Videos reichen hier nicht als Begründung (siehe FAQ).

Ich reagierte auf eine Selbstaussage von Chai, die keinerlei Begründung enthielt. Man könnte, wenn man wollte, nun selbst recherchieren und spekulieren, wie Chai zu ihrer Aussage kam. So ein Recherchieren und Spekulieren hinsichtlich meiner Selbstaussage wollte ich mit der Verlinkung erleichtern.

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @jack-black

@aleschamod englischsprachige Videos reichen hier nicht als Begründung (siehe FAQ).

Ich reagierte auf eine Selbstaussage von Chai, die keinerlei Begründung enthielt. Man könnte, wenn man wollte, nun selbst recherchieren und spekulieren, wie Chai zu ihrer Aussage kam. So ein Recherchieren und Spekulieren hinsichtlich meiner Selbstaussage wollte ich mit der Verlinkung erleichtern.

Und ich reagierte auf die Aussage von @Lucan

Mich irritiert etwa,dass die US-Amerikaner noch vergleichsweise gleichgültig zuschauen, wie ihre Demokratie geschleift wird

Scheint so eine Art Schockstarre zu sein... verbunden mit der Hoffnung, dass Trump sich selbst besser und schneller entzaubert als es die Demokraten je könnten.

Aber es ist schon wirklich heftig, was da gerade abgeht... alles wie nach Drehbuch der Autokratie: Medien zensieren, Geschichte umschreiben, Minderheiten als Schuldige für alles benennen... dazu noch Eingriffe in unabhängige Institutionen wie die Wissenschaft, alles Nichtweisse überall verbannen und verbieten. Und die bange Frage lautet, ob das jemals wieder rückgängig gemacht werden kann und die Menschen ihre Rechte wiederbekommen.

Das wird wohl sehr davon abhängen, ob die Republikaner diesen Kurs auch ohne Trump noch beibehalten werden... oder ob der Spuk dann vorbei ist.

An letzteres glaube ich noch nicht so recht...

chai antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @jack-black

@aleschamod englischsprachige Videos reichen hier nicht als Begründung (siehe FAQ).

Ich reagierte auf eine Selbstaussage von Chai, die keinerlei Begründung enthielt. Man könnte, wenn man wollte, nun selbst recherchieren und spekulieren, wie Chai zu ihrer Aussage kam. So ein Recherchieren und Spekulieren hinsichtlich meiner Selbstaussage wollte ich mit der Verlinkung erleichtern.

Und ich reagierte auf die Aussage von @Lucan

Mich irritiert etwa,dass die US-Amerikaner noch vergleichsweise gleichgültig zuschauen, wie ihre Demokratie geschleift wird

Scheint so eine Art Schockstarre zu sein... verbunden mit der Hoffnung, dass Trump sich selbst besser und schneller entzaubert als es die Demokraten je könnten.

Aber es ist schon wirklich heftig, was da gerade abgeht... alles wie nach Drehbuch der Autokratie: Medien zensieren, Geschichte umschreiben, Minderheiten als Schuldige für alles benennen... dazu noch Eingriffe in unabhängige Institutionen wie die Wissenschaft, alles Nichtweisse überall verbannen und verbieten. Und die bange Frage lautet, ob das jemals wieder rückgängig gemacht werden kann und die Menschen ihre Rechte wiederbekommen.

Das wird wohl sehr davon abhängen, ob die Republikaner diesen Kurs auch ohne Trump noch beibehalten werden... oder ob der Spuk dann vorbei ist.

An letzteres glaube ich noch nicht so recht...

chai antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@jack-black 

Das gehört zu meiner Irritation. 

Einer der wenigen, die noch Eier in der Hose haben, ist Bernie Sanders.

alescha antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@alescha Mag sein, ich hab jetzt dessen letzte paar Wochen nicht aufmerksam verfolgt. Aber was das "Einer in der Hose haben" angeht - mit dem kann ich nicht sonderlich viel anfangen. Wenn derzeit die Demokraten sich irgendwie nicht organisieren und ihre verbleibende politische Kraft koordiniert einsetzen können - dann hat das m.A.n. weniger mit fehlendem Mut als mit fehlendem Plan zu tun. Sie sind desorientiert - weil ihre Illusionen der letzten paar Jahre zusammenfallen wie ein Souflè, das man aus dem heißen Ofen auf die nasskalte Veranda stellt: Wer konnte denn mit sowas rechnen?!

Damit hätte man aber rechnen können. Ich verlinke hier mal auf ein anderes Asmongold-Video, wo es um ein Hearing zu irgendeiner bathroom locker (Umkleideräume)-Angelegenheit in Illinois geht. Ich will jetzt nicht nochmal das ganze Vid durchgehen, um die genaue Stelle zu finden, aber an mindestens zwei Stellen weist er darauf hin, dass solche Angelegenheiten Single-Issue-Voters (Einzelthema-Wähler) dazu bewegen würden, zur Wahl zu gehen, und dass man sich klar sein sollte, dass man sich als Partei/Kandidat bei einer Positionierung in solchen Fragen entweder unwählbar machen will oder nicht.

Was auf die USA zukommen würde, falls die Reps den nächsten Präsidenten nach Biden stellen würden, war abzusehen. Ich komme mir ja inzwischen fast etwas blöd vor, jedes Mal wieder auf Annika Brockschmidt und ihre Bücher zum Thema zu verweisen, in denen sie nachzeichnet, dass diese Machtübernahme nicht wie der Blitz aus heiterem Himmel fiel, sondern von nationalistisch-religiösen Kreisen seit Jahrzehnten vorbereitet wurde. Man kann allerhöchstens sich wundern, wie schnell da jetzt alles auf rechts gekrempelt wird und wieviele Absurditäten und Lächerlichkeiten seitens der Machthaber möglich sind.

Aber dieses Wundern ist eigentlich auch nur Anzeichen dafür, dass man in gewissen Kreisen einfach nur gepennt hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten - und den Stand des Kulturkampfs in den USA daher falsch einschätzte. Ist doch schon irgendwie seltsam, dass wir hier ständig von solchen epochalen Ereignissen wie dem Brexit oder dem Rußlandangriff auf die Ukraine oder der totalitaristischen Gründlichkeit des XI-Regimes oder nun halt dem rechten Backlash/der Demokratieabschaffung in den USA überrascht wurden. Denn überraschen können einen solche Ereignisse ja nur, wenn man nicht mit ihnen rechnete - sich also über die Tatsachen irgendwelchen Illusionen hingab.

jack-black antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@jack-black 

Ja, das trifft es m.M.n. sehr gut!

Ich komme mir ja inzwischen fast etwas blöd vor, jedes Mal wieder auf Annika Brockschmidt und ihre Bücher zum Thema zu verweisen, in denen sie nachzeichnet, dass diese Machtübernahme nicht wie der Blitz aus heiterem Himmel fiel, sondern von nationalistisch-religiösen Kreisen seit Jahrzehnten vorbereitet wurde.

Oder man verweist auf das Projekt 2025.

Ist doch schon irgendwie seltsam, dass wir hier ständig von solchen epochalen Ereignissen wie dem Brexit oder dem Rußlandangriff auf die Ukraine oder der totalitaristischen Gründlichkeit des XI-Regimes oder nun halt dem rechten Backlash/der Demokratieabschaffung in den USA überrascht wurden. Denn überraschen können einen solche Ereignisse ja nur, wenn man nicht mit ihnen rechnete - sich also über die Tatsachen irgendwelchen Illusionen hingab.

Oder wenn man etwas weiter zurückblickt: Adolf Hitler. Da war eigentlich auch bekannt, wie der tickt. 

Interessant fand ich übrigens das Interview mit dem französischen Übersetzer, der Mein Kampf neu übersetzt hat: Hier entlang.

Er beschwert sich nicht nur über grottigen Stil ("Diese Sprache, dieser Schwall von Worten, die manchmal überhaupt nichts miteinander zu tun haben, ist schwer zu ertragen. Hitler trotzte der Logik, das Buch ist voller Syllogismen, scheinbaren Logikschlüssen, die aber der Logik entbehren. Dazu schwelgte Hitler in Adverbien und Adjektiven, er verhöhnte die deutsche Sprache geradezu."), sondern er verweist auch auf Ähnlichkeiten zu Trump und darauf, "wie faschistisches Gedankengut in unsere Sprache einsickert" und welche Folgen das hat.

 

alescha antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@alescha Oder wenn man etwas weiter zurückblickt: Adolf Hitler. Da war eigentlich auch bekannt, wie der tickt. 

Das stimmt zwar, aber die Situation ist hinsichtlich der Illusionen, die sich im links-liberal-demokratischen Milieu in den letzten Jahren breit machten, m.A.n. nicht erkenntnisfördernd vergleichbar.

Interessant fand ich übrigens das Interview mit dem französischen Übersetzer, der Mein Kampf neu übersetzt hat

Interessant ist für mich an dem Interview, wie schön mal da als Zielgruppe (wir sind uns wohl einig darin, dass solche Bücher nicht vorwiegend von AfD-Wählern gekauft und auch nicht für sie geschrieben werden) in seinen Überzeugungen/Vorurteilen bestätigt wird. Hitler ist also nicht nur der Bösewicht, der überall in dem Buch Hass hervorquellen lässt - er ist auch ein grottenschlechter Autor! Haben wir's doch immer schon gewußt! Der Gegner ist nicht nur böse, sondern auch dumm und hat einen schlechten Geschmack!

Tja - warum hat er denn dann aber solchen Erfolg? Die Stilkritik an einem Buch, das vor 100 Jahren nicht aus künstlerischen sondern politischen Gründen geschrieben wurde, ist ja nun nicht sonderlich schwierig. Dass "mein Kampf" kein Lesegenuß sei, erfuhr ich schon, als ich, gemeinsam mit einem Freund und Klassenkameraden, mal als Zwölftklässler bei unserer Kursfahrt nach Heidelberg dort in der Unibibliothek unzensiert und "unangeleitet" in dieses Buch reinlesen konnte, dass uns Schülern bisher immer nur (und zwar bis zum Überdruß häufig) als das böse Buch des bösen Nazibosses genannt wurde, aus dem man aber höchstens zwei, drei Sätze aus irgendwelchen Zitaten kannte (sein Versprechen, er werde, einmal an der Macht, überall im Lande Galgen für die Juden errichten lassen, war so eines).

Ja - und?! Welche Bücher kennen wir denn sonst so von Politikern und Zeitgenossen Hitlers - und inwiefern sind die stilistisch brilliant, voller guter, stringenter und konsistenter Argumentationen?

Was mich an dem Interviews überrascht: Dass Hitler mit diesem Buch tatsächlich viel Geld verdiente, sogar zum Millionär wurde (wir erinnern uns: einst musste er sich sein Überleben mit dem Aquarellieren von Postkartenmotiven sichern). Das bedeutet ja wohl, dass es soooo schlecht gar nicht geschrieben sein konnte, sofern man es als Qualität betrachtet, wenn jemand ahnt, was das Publikum wünscht und dann liefert. Dass z.B. ein Übermaß an Adjektiven und Adverbien in "Mein Kampf" vorkam, ist nach meinem Dafürhalten eine zeitbedingte Modeerscheinung. Der Lakonismus als Stilmerkmal auch in längeren Texten kam erst später auf. Hitler schrieb vor Hemingway oder Bukowski...

Wenn wir also mal for the sake of the argument annehmen, dass Hitler und Trump gleich reden - was dann? Was fangen wir mit dieser Erkenntnis an? So als linksliberale Demokraten? Wie kommt es, dass, nachdem wir von den Siebziger Jahren bis die 2010er Jahre doch eigentlich die Kultur, den gesellschaftlichen Diskurs prägten, nun die Leute den Trumps, LePens und Höckes hinterherlaufen? Und warum werden wir da überrascht? Welche blinden Flecke hatten wir da, wenn uns der LkW nun volle Breitseite erwischt, den wir nicht kommen sahen?

Ich habe da drei Ideen, die sogar gewisse Überschneidungen aufweisen: Religion, Antiintellektualismus und das Primat der Emotion in den Medien, bedingt durch Profitinteressen.

Religion und ein antiintellektualistisches Gesellschaftsklima hängen ganz klar miteinander zusammen, auf allerbasalster Ebene: Religion ist nicht vernunftbasiert und entzieht sich der rationalen Kritik. In ihr herrscht das Autoritätsargument. Deutlich wird das insbesondere dort, wo die Konflikte zwischen Religion und Naturwissenschaft besonders häufig aufflammen: in den Schulen. Am allerdeutlichsten in den USA. So häufig, wie Gott da ständig im Mund geführt wird, ist dies ansonsten mir nur von islamistisch geprägten Gegenden geläufig.

Da sehe ich also eine Grundlage für den Erfolg von autokratischen Typen wie Trump&Co: das Primat des Autoritätsarguments vor dem Vernunftargument, wie es in der Religion angelegt ist.

Dann das Primat der Emotion: In der Hinsicht beobachte ich im Diskurs eine allgemeine Regression über schon viele Jahre hinweg. Emotion wir wie eine Krebs-Soße über alles gegossen, was uns medial serviert wird, man entkommt ihr nicht. Das fängt mit penetrantem Pseudoklassik-Musikgedudel in Natur-Dokus an, zieht sich über die Sportberichterstattung ("Was hat das mit Ihnen gemacht, als sie das Tor machten?") und natürlich sämtliche Entertainmentformate (wenn ein Quiz-Gewinner nicht Pipi in den Augen stehen hat, bekommt die Regie vermutlich Gehaltsabzüge) und endet eben auch nicht in medial vermittelter Politik: Ob Talk-Shows, Kanzler-Duelle oder auch nur Politiker-Interviews - das argumentativ-rationale Niveau ist allerunterste Kanone inzwischen (man vergleiche mal mit Vergleichbarem aus den 60er oder auch noch 70er Jahren), die eristischen Taschenspielertricks werden immer billiger, aber halt auch immer inflationärer eingesetzt: noch jede Diskussionssendung braucht durch "spannungsvolle" Musik unterlegte Einspieler oder die Beiträge von sprachlich eher spärlich ausgestatteten "Betroffenen", weil ja Einzelbeispiele soooooo aussagekräftig sind.

Und warum diese Entwicklung? Weil: Quoten und damit zusammenhängende Werbeeinnahmen.

Im Ergebnis steht dann die Betroffenheitsbesoffenheit, die in den vergangenen Jahren grassierte und bei der die Linken - Stichworte gender und identity - übrigens ganz tüchtig mitmischten. Wenn stets die gefühlte Wahrheit im Mittelpunkt steht - weil Emotionen ja wohl berechtigt sind, nicht wahr?! - dann hat die Vernunft, die davon ausgeht, dass es keine einander widersprechenden alternativen Wahrheiten gebe, nicht gerade ein Heimspiel. Auch dort nicht, wo bestimmte Worte und Gedanken - wegen: safe spaces! - verboten sind.

Die links-liberalen Demokraten haben es zugelassen, dass einerseits die aufklärerische Kritik stetig weiter in's Hintertreffen geriet und andererseits ihr Fokus zunehmend auf echte Minderheitsinteressen (identity politics, gender politics etc.) gerichtet wurde, dabei ökonomische Mehrheitsinteressen (it's the economy, stupid!) ausser acht lassend.

 

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@jack-black 

Ja - und?! Welche Bücher kennen wir denn sonst so von Politikern und Zeitgenossen Hitlers - und inwiefern sind die stilistisch brilliant, voller guter, stringenter und konsistenter Argumentationen?

Wie wäre es mit Winston Churchills "Der zweite Weltkrieg"?

Hitlers Buch mag sicher auch dem Zeitgeist geschuldet sein... aber es ist tatsächlich ganz objektiv ganz schlecht geschrieben.

aus dem man aber höchstens zwei, drei Sätze aus irgendwelchen Zitaten kannte (sein Versprechen, er werde, einmal an der Macht, überall im Lande Galgen für die Juden errichten lassen, war so eines).

Und ich würde darauf wetten, dass dieses Zitat gar nicht drinsteht... und dass du auch nicht sagen kannst, wie es genau lautet.

Denn tatsächlich gibt es überhaupt keine Zitate, die aus "mein Kampf" irgendwie bekannt wären. Das Buch taugt einfach nicht dafür, aufgrund der unsäglich verschwurbelten Sätze. Jeder Satz, der irgendwie so etwas wie einen politischen Inhalt hat, enthält so viele Abschweifungen und Nebensätze, dass sich noch nicht mal auf ein paar Schlagworte herunterbrechen lässt.

"Mein Kampf" wäre eigentlich die Gelegenheit gewesen, ein paar Sätze für die Ewigkeit unters Volk zu bringen... aber bekannte Zitate stammen eigentlich immer aus seinen Reden, nicht aus dem Buch.

 

Was mich an dem Interviews überrascht: Dass Hitler mit diesem Buch tatsächlich viel Geld verdiente, sogar zum Millionär wurde (wir erinnern uns: einst musste er sich sein Überleben mit dem Aquarellieren von Postkartenmotiven sichern). Das bedeutet ja wohl, dass es soooo schlecht gar nicht geschrieben sein konnte, sofern man es als Qualität betrachtet, wenn jemand ahnt, was das Publikum wünscht und dann liefert.

Jedes Brautpaar bekam von staatlicher Seite auf dem Standesamt ein Exemplar geschenkt.

Vielleicht ein Hinweis darauf, das nicht inhaltliches Interesse der Grund für den "großen Erfolg" war...?

Natürlich wurde es trotzdem oft gelesen. Das hat aber weniger mit der Qualität des Buches, als vielmehr mit dem Erfolg des Autors zu tun.

Wenn wir also mal for the sake of the argument annehmen, dass Hitler und Trump gleich reden - was dann? Was fangen wir mit dieser Erkenntnis an?

Dass sie "das Volk" auf eine ähnliche Weise zu überzeugen trachten. Das ist noch nicht per se etwas Schlechtes, denn das sagt ja noch nicht unbedingt etwas über die Absicht aus.

Schaut man sich aber an, wie inzwischen die Meinungsfreiheit bekämpft wird, wie die Justiz untergraben werden soll, wie unliebsame Medien eingeschränkt werden, Minderheiten unterdrückt und das Volk auf die Linie der Republikaner gebracht werden soll... dann ist da womöglich doch mehr an Gemeinsamkeiten vorhanden als nur eine ähnliche Sprache.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

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@jack-black 

Hitler ist also nicht nur der Bösewicht, der überall in dem Buch Hass hervorquellen lässt - er ist auch ein grottenschlechter Autor! Haben wir's doch immer schon gewußt! Der Gegner ist nicht nur böse, sondern auch dumm und hat einen schlechten Geschmack!

Naja, dass die Lektüre dieses Buches ein schwer verdauliches Geschwurbel ist, ist nichts neues, das war schon vor diesem Interview bekannt. Schreibst Du ja selbst: 

Dass "mein Kampf" kein Lesegenuß sei, erfuhr ich schon, als ich, gemeinsam mit einem Freund und Klassenkameraden, mal als Zwölftklässler bei unserer Kursfahrt nach Heidelberg dort in der Unibibliothek unzensiert und "unangeleitet" in dieses Buch reinlesen konnte

 

Da sehe ich also eine Grundlage für den Erfolg von autokratischen Typen wie Trump&Co: das Primat des Autoritätsarguments vor dem Vernunftargument, wie es in der Religion angelegt ist.

Dass dies aber auch ohne Religion funktioniert zeigen ja die Autokratien, die in einem nicht besonders religiösen Umfeld entstehen.

Dann das Primat der Emotion: In der Hinsicht beobachte ich im Diskurs eine allgemeine Regression über schon viele Jahre hinweg. 

Das ist ein wesentliches Element, ja.

Ob Talk-Shows, Kanzler-Duelle oder auch nur Politiker-Interviews - das argumentativ-rationale Niveau ist allerunterste Kanone inzwischen (man vergleiche mal mit Vergleichbarem aus den 60er oder auch noch 70er Jahren), die eristischen Taschenspielertricks werden immer billiger, aber halt auch immer inflationärer eingesetzt

Ich gucke mir den Quatsch ja schon lange nicht mehr an. Ich finde es schon schlimm genug, Berichte darüber im SPIEGEL oder meiner linksgrünversifften Bubble zu lesen.

Die links-liberalen Demokraten haben es zugelassen, dass einerseits die aufklärerische Kritik stetig weiter in's Hintertreffen geriet und andererseits ihr Fokus zunehmend auf echte Minderheitsinteressen (identity politics, gender politics etc.) gerichtet wurde, dabei ökonomische Mehrheitsinteressen (it's the economy, stupid!) ausser acht lassend.

Dass die aufklärerische Kritik ins Hintertreffen geraten ist, sehe ich so nicht, mit dem Rest dürftest Du aber recht haben. 

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 504

 

@alescha 

Mich irritiert etwa, dass die US-Amerikaner noch vergleichsweise gleichgültig zuschauen, wie ihre Demokratie geschleift wird

Oh, ein Link zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Wieder so ein phantasievoller USA-Bericht wie im letzten Sommer, als man uns versicherte, Joe Biden sei top-fit für seine zweite Amtszeit?

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@staffan 

Oh, ein Link zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Wieder so ein phantasievoller USA-Bericht wie im letzten Sommer, als man uns versicherte, Joe Biden sei top-fit für seine zweite Amtszeit?

Und aus welcher Ecke des Internets stammt die Behauptung, der öffentlich-rechtliche Rundfunk hätte behauptet, dass Joe Biden topfit sei...?

 

ZDF - schmerzhaft und traurig

BR - Biden und Trump zu alt fürs Präsidentenamt?

Tagesschau: Wenn das Alter zum Problem wird

 

Wo wird da behauptet, er sei "topfit"...?

...und wie willst du eigentlich beurteilen, dass er es nicht war? Hast du Einsicht in seine Gesundheitsakte?

Oder ist das wieder mal so eine "gesunder Menschenverstand" Sache...?

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@staffan 

Oh, ein Link zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Wieder so ein phantasievoller USA-Bericht wie im letzten Sommer, als man uns versicherte, Joe Biden sei top-fit für seine zweite Amtszeit?

Das ist ernsthaft dein Kommentar, wenn jemand eine Satiresendung verlinkt?

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Das ist ernsthaft dein Kommentar, wenn jemand eine Satiresendung verlinkt?

Wie soll das denn jemand wissen, wenn grundsätzlich kein öffentlich-rechtlicher Rundfunk angesehen wird...?

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@staffan 

Oh, ein Link zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Ich möchte fast wetten, dass Du Dich beherrschen musstest, jetzt nicht "Mainstreammedien" oder "Staatsfunk" zu schreiben. 

Zumindest der typische Whataboutismus, der überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat, fehlt nicht. 

alescha antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

Oh sorry, das ich jack-black verunstaltet habe, ich hatte vergessen aufzuräumen, ich mach halt  nur Einfingersuchsystem und nachträglich kann man hier leider nichts mehr korrigieren..... 🤒 🤒 😦 🙃 

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@fizzibitz 

Doch, aber für eine begrenzte Zeit von 5 Minuten. Schnell sein ist also alles. 😉

neubaugoere antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @jack-black

Aber Otto-Normalbürger wird ja durch die absurd hohen Militärausgaben, die jetzt da so in Rede stehen, ebenfalls hart getroffen werden. Von Billionen ist inzwischen die Rede, die zusätzlich für Tötungequipment investiert werden müssten, um "unsere Sicherheit" vor dem bösen Putin zu gewährleisten. Diese Billionen fließen in irgendwelche Taschen, und wenn's ganz dumm läuft, dann wagt der Zar dennoch den riskanten Tanz und dann sterben halt sehr, sehr viele Leute. Unnötig zu erwähnen, dass da zuerst wieder die wirtschaftlich weniger Starken werden dran glauben müssen.

 

Ja, Wahnsinn, eine Billion,  das wären für jeden deutschen Haushalt etwa 25000 Euro.
Man stelle sich mal vor,  es klingelt an der Haustür und jemand hält die Hand auf und sagt....ich brauche 25tausend Euro von Dir........Wofür?....  na, für die Rüstung halt, für Panzer und Raketen und Soldaten und Kasernen halt....
Das ist in der Größenordnung für ein Mittelklasse Auto oder  schon eine kleine Eigentumswohnung.
Schon ist im Gespräch, ein oder zwei Feiertage dafür zu opfern,  anders wird das auch gar nicht  zu finanzieren sein,
oder wir müssten alle Pflegeheime und Krankenhäuser schliessen und das so frei gewordene Geld dafür nehmen, wer krank oder alt wird, ist halt selber schuld...

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DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@fizzibitz 

Das ist in der Größenordnung für ein Mittelklasse Auto

Das ist aber schon länger als 15 Jahre her, dass das zutreffend war.

oder schon eine kleine Eigentumswohnung.

Wo? In einem brandenburgischen Dorf ohne Einwohner?

Schon ist im Gespräch, ein oder zwei Feiertage dafür zu opfern, anders wird das auch gar nicht zu finanzieren sein,

Macht absolut Sinn die katholischen Feiertage zu canceln und die arbeitsfreien Feiertage zu bundesweit zu vereinheitlichen.

derelch antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@lucan-7

- wenn wir uns denn auf die USA verlassen könnten. Können wir aber nicht mehr... im Gegenteil.

Vielleicht doch. Oder vielleicht übersehen wir Möglichkeiten? Dem Christ bleibt das Gebet und uns allen die Hoffnung. ❤️

Rezept

Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
Wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muß, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.

Von Mascha Kaléko (1907-1975)

 

[Hervorhebung von mir, Seidenlaubenvogel]

seidenlaubenvogel antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@seidenlaubenvogel 

Dem Christ bleibt das Gebet 

Die Trumpfans beten auch. Sogar zum gleichen Gott. Ob sich Gott da entscheidet, wem er Gehör schenkt?

derelch antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@derelch Dann beten wir für eine gute Entscheidung. 😀

tatokala antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@tatokala 

Gut ist relativ und von daher schwammig.

Gottes Willen zu beten scheint zwar vielleicht auch erst schwammig, aber im Vertrauen auf ihn, kann man es als Christ wagen.

Im Vater Unser ist die Bitte um das Geschehen von Gottes Willen, im Himmel und auf der Erde, fest verankert.

ga2 antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@ga2 

Gottes Willen zu beten scheint zwar vielleicht auch erst schwammig, aber im Vertrauen auf ihn, kann man es als Christ wagen.

Dazu passt gut Mascha Kalekos Rat, wie ihn Seidenlaubenvogel weiter oben zitiert:

Zerreiß deine Pläne.

Sei klug

Und halte dich an Wunder.

Sie sind lang schon verzeichnet im grossen Plan.

Jage die Ängste fort

Und die Angst vor den Ängsten.

martha antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@ga2 

Gut ist relativ

So wie Wahrheit?

derelch antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@derelch 

Dem Christ bleibt das Gebet 

Die Trumpfans beten auch. Sogar zum gleichen Gott. Ob sich Gott da entscheidet, wem er Gehör schenkt?

Erhören wird Er uns alle. Was daraus erwächst? Wir Christen (unabhängig unserer Ansichten) werden es aus Gottes Hand nehmen (selbst wenn wir zeitweise hadern, zweifeln, leiden, … sollten). Gebet heißt ja nicht Gott zu sagen, wo es lang geht…

seidenlaubenvogel antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@seidenlaubenvogel 

Erhören wird Er uns alle.

Kaum. 

Wir Christen (unabhängig unserer Ansichten) werden es aus Gottes Hand nehmen (selbst wenn wir zeitweise hadern, zweifeln, leiden, … sollten).

Auch das wird nicht passieren. 

derelch antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@derelch Du bist schonungslos. 😀 

lg Tatokala

tatokala antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@derelch Welche Vorstellung hast du von Gott? Und was macht für dich einen Christen aus?

seidenlaubenvogel antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@seidenlaubenvogel 

Was für eine Vorstellung hast du von der Realität?

derelch antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@derelch 

Realität wie wir sie erleben ist vor allem vergänglich, was die Kostbarkeit des gegenwärtigen Moments nicht mindert und ich in ihr durchaus dennoch Ewigkeit erkennen kann.

Wirkt sich diese Antwort auf die Beantwortung meiner Fragen aus?

seidenlaubenvogel antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@seidenlaubenvogel 

In der Realität beten zwei Menschen für diametral entgegengesetzte Dinge und max. einer kann dabei erhört werden. Vielleicht auch keiner von beiden.

Wirkt sich diese Antwort auf die Beantwortung meiner Fragen aus?

Nein. 
 
 
derelch antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@derelch 1) Unter Erhören verstehe ich (nur), dass das Gebetete bei Gott ankommt. 2) Willst Du mir noch antworten?

Welche Vorstellung hast du von Gott? Und was macht für dich einen Christen aus?

seidenlaubenvogel antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@seidenlaubenvogel 

1) Unter Erhören verstehe ich (nur), dass das Gebetete bei Gott ankommt.

Wieso wundert mich das nur so halb? Dir ist schon klar, dass das ein eher kreatives Sprachverständnis ist? 

2) Willst Du mir noch antworten?

Nein. Ich wüsste nicht, was das zur Sache tut. Offenkundig ist es eher ein Sprachanwendungsproblem deinerseits, als eines des Gottesbildes. 

derelch antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@derelch ... wir kennen uns bereits etwas und ich schrieb zuvor bereits etwas zum Klassiker dass Gebet/ Gott nicht wie ein Wunschautomat funktionieren. Nenn du es kreativ; sag mir aber dann, woher es kommt, dass Gebetserhörung gerne mit (am besten passgenauer) Gebetswunscherfüllung gleichgesetzt wird.

Wenn du mit jemandem nicht reden möchtest, bietet es sich an, ihn auch nicht zu kommentieren. 😉 Zu meiner Sache und meinem weiteren Verständnis deiner Aussagen würde es schon passen, wenn du als ein Gesprächspartner auf meine Fragen eingehst. Bisher dachte ich, wir hätten eine gewisse Schnittmenge im Glauben. Das kann ich aktuell nicht mehr so recht einschätzen. Deshalb fand ich meine Fragen schon recht hilfreich.

seidenlaubenvogel antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@seidenlaubenvogel Für mich besteht aber schon ein Unterschied zwischen Hören und Erhören. 
Gehört wird sicher jedes Gebet - aber ob jedes Gebet so ERhört wird, wie der Beter es sich wünscht, da bin ich mir nicht so sicher. 
Und damit meine ich nicht, dass man Gott als Wunscherfüllungsautomat betrachtet.

chai antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@chai Ich kenne mich mit der Wortherkunft von „erhören“ nicht aus. Unter „hören“ verstehe ich, dass etwas wahrgenommen wird. Wenn Gott erhöht, nimmt Er nicht nur wahr. Er nimmt sich des Anliegens auch an. Es besteht eine Verbindung zwischen Gott und dem Betenden. Dabei verbinde ich „erhören“ aber nicht unmittelbar mit der Erfüllung eines Gebetsanliegens.

Sind wir so beinander oder weiche ich aus deiner Sicht bei meinem Verständnis von „erhören“ so weit vom gängigen Gebrauch ab?

seidenlaubenvogel antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@seidenlaubenvogel Mein Verständnis ist wohl eher, dass das ERhören in irgendeiner Form spürbar ist.

chai antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @chai

@seidenlaubenvogel Mein Verständnis ist wohl eher, dass das ERhören in irgendeiner Form spürbar ist.

Mir fiel ein simples Beispiel ein: 
Der Hund hat sich ausgesperrt - jetzt sitzt er vor der Tür und kläfft, weil er rein will. 
Ich kann ihn hören und ignorieren (soweit das geht) oder ich kann sein Betteln ERhören und ihn reinlassen. 

chai antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@chai (zum Beitrag)

Mein Verständnis ist wohl eher, dass das ERhören in irgendeiner Form spürbar ist.

Aber das muss nicht so sein, wie der Beter es formuliert hat. Sondern eine Lösung auf anderer Ebene.

»Mach dass X nicht mehr …« - und die Erhörung ist mehr Geduld für den Beter 😉

hkmwk antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @hkmwk

@chai (zum Beitrag)

Mein Verständnis ist wohl eher, dass das ERhören in irgendeiner Form spürbar ist.

Aber das muss nicht so sein, wie der Beter es formuliert hat. Sondern eine Lösung auf anderer Ebene.

»Mach dass X nicht mehr …« - und die Erhörung ist mehr Geduld für den Beter 😉

Richtig.
Möglicherweise merkt der Beter dann auch irgendwann, dass er sich gar nicht mehr so schnell oder so sehr aufregen lassen muss. 
Was sich dann auch evtl. auf das Gegenüber auswirkt und man irgendwie besser miteinander klarkommt. 

chai antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@seidenlaubenvogel 

In der Realität beten zwei Menschen für diametral entgegengesetzte Dinge und max. einer kann dabei erhört werden. Vielleicht auch keiner von beiden.

Wirkt sich diese Antwort auf die Beantwortung meiner Fragen aus?

Nein. 
 
 
derelch antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@derelch 

Weshalb bist du hier (auf jesus.de)? Weil die "Atmosphäre" so nett ist? 😉 Ist immerhin ein Forum, eine ganze Plattform, die sich um Jesus dreht und dazu gehören ja diese Christen ... 🙂 Neugier oder Wissensdurst sprechen nicht aus deinen Worten, deinem Verhalten.

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Gebet heißt ja nicht Gott zu sagen, wo es lang geht…

Manchmal entsteht aber schon der Eindruck, als ob es so wäre. 

chai antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@chai … wie gut, dass Gott auch damit umgehen kann. 😌

seidenlaubenvogel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@kappa 

Ich denke unterm Strich sogar für uns wäre es unter russischer Hegemonie einfacher wie sowas. Zumindest hätte man billige Energie und Ruhe. Putin wird Statistisch gesehen auch keine 120 Jahre alt....

Ach ja, das auch noch... Putins Energie ist gar nicht "billiger", wie immer behauptet wird...

Und "einfach" wäre das Leben natürlich. Selber denken wäre nicht mehr erforderlich, das bekommt man dann von ganz oben diktiert.

 

lucan-7 antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@lucan-7 

Putins Gas war nicht günstiger? Das höre ich so ziemlich das erste Mal. Ich habe geschäftlich die Dokumentation über 10 Jahre, ich schau mal nach.

Zu Szenario 2- die Tatsache das Putin A) mit der Ukraine lange nicht fertig ist und B) relativ alt, macht es unwahrscheinlich den Westen frontal anzugreifen. Bzw. Das er selbst den Konflikt noch überleben würde.

Szenario 3 macht nur Sinn, für uns, wenn wir nicht an den Folgen der Aufrüstung ein Kollaps erleiden. 

 

Ich verstehe das "Abschreckung" das erste Ziel ist. Hierzu wäre zu prüfen,  wie das am Einfachsten zu erreichen ist. Ich vermute, Atomar. Das funktionierte zumindest im kalten Krieg.

Dann kann ich Szenario zu einem Kompromiss erweitern: Man lässt den Staaten der EU/Westens freie Wahl wie 3 oder 4 Prozent zwischen Millitär und Humanitär aufzuteilen sind. :). Dann ist Deutschland Safe und die anderen endlich mal zur Kasse. Wäre Gerecht! Die meisten würden Millitär vorziehen und wir haben einen gerechten Ausgleich.

Oder: Die Energiewende wird bis zur Klärung des Problems "Putin" aufgeschoben. Dann ist genug Geld für alles da.

 

 

 

kappa antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@kappa 

Putins Gas war nicht günstiger? Das höre ich so ziemlich das erste Mal.

Da gibt es allerdings schon länger Zweifel:

war-russisches-gas-wirklich-billig-aachener-professor-widerspricht

 

Zu Szenario 2- die Tatsache das Putin A) mit der Ukraine lange nicht fertig ist und B) relativ alt, macht es unwahrscheinlich den Westen frontal anzugreifen. Bzw. Das er selbst den Konflikt noch überleben würde.

Putin würde nicht geschlossen die Nato als Ganzes angreifen.

Er würde sich ein einzelnes Land heraussuchen - etwa Estland - und dort, wie an der Krim, Truppen ohne Kennzeichen über die Grenze schicken und ein begrenztes Gebiet besetzen.

Das ganze würde dann von einem Strohmann als "Befreiung" deklariert. Putin würde sich dem dann anschließen und mit einer Eskalation drohen, wenn der "befreiten" Bevölkerung etwas geschieht.

Und dann wird sich die Frage stellen, ob Deutschland wirklich Truppen nach Estland schicken würde, um dort gegen die russische Armee zu kämpfen... wenn die deutsche Bevölkerung schon Schiss vor einer "Eskalation" hat, wenn es nur die ukrainische Armee betrifft, wie sehr wird man dann hierzulande selbst zum Krieg bereit sein?

Wenn keine scharfe Reaktion der NATO erfolgt, dann ist das Bündnis tot... und Putin kann sich nehmen, was immer er will.

Falls es doch zu einer Reaktion kommt, dann riskiert Putin trotzdem nichts - dann zieht man die Truppen halt wieder zurück und entschuldigt sich für das Missverständnis.

Für Putin ist das schon ZU einfach...

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7 

war-russisches-gas-wirklich-billig-aachener-professor-widerspricht

In dem Link ist kein Text. Wie ist die Argumentation. Man kann ja kaum bestreiten, dass die Energiepreise seit der russischen Invasion durch die Decke gegangen sind.

Putin würde nicht geschlossen die Nato als Ganzes angreifen.

Er würde sich ein einzelnes Land heraussuchen - etwa Estland - und dort, wie an der Krim, Truppen ohne Kennzeichen über die Grenze schicken und ein begrenztes Gebiet besetzen.

Das ganze würde dann von einem Strohmann als "Befreiung" deklariert. Putin würde sich dem dann anschließen und mit einer Eskalation drohen, wenn der "befreiten" Bevölkerung etwas geschieht.

Und dann wird sich die Frage stellen, ob Deutschland wirklich Truppen nach Estland schicken würde, um dort gegen die russische Armee zu kämpfen... wenn die deutsche Bevölkerung schon Schiss vor einer "Eskalation" hat, wenn es nur die ukrainische Armee betrifft, wie sehr wird man dann hierzulande selbst zum Krieg bereit sein?

In Estland sind britische und französische Nato-Truppen stationiert. Es wird also relativ schnell zu militärischen Zusammenstössen zwischen Russland und Nato kommen und ob die beiden Staaten dann wirklich ein zweites Mal kneifen, werden wir sehn. Ich denke ich nicht. 

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

In dem Link ist kein Text. Wie ist die Argumentation. Man kann ja kaum bestreiten, dass die Energiepreise seit der russischen Invasion durch die Decke gegangen sind.

Sie sind eben langfristig nicht "durch die Decke" gegangen... und das russische Gas ist im internationalen Vergleich nicht so günstig, dass sich das effektiv lohnen würde bzw. dass wir wirklich davon große Vorteile hätten.

 

In Estland sind britische und französische Nato-Truppen stationiert. Es wird also relativ schnell zu militärischen Zusammenstössen zwischen Russland und Nato kommen und ob die beiden Staaten dann wirklich ein zweites Mal kneifen, werden wir sehn. Ich denke ich nicht.

Russland würde nicht ganz Estland besetzen, sondern nur einen Teil davon. Dazu würden sie "irreguläre" Truppen verwenden, so wie sie es in der Ostukraine gemacht haben.

Sobald die bsetzten Gebiete hingenommen werden startet dann irgendwann die Vollinvasion.

Dass Deutschland oder irgendein anderes Nato Land wegen Estland ohne die USA Russland den Krieg erklärt halte ich beinahe für ausgeschlossen.

 

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7 

Sie sind eben langfristig nicht "durch die Decke" gegangen...

Sie sind nur doppelt so hoch, wie vor dem Krieg. Strompreise das gleiche.

und das russische Gas ist im internationalen Vergleich nicht so günstig, dass sich das effektiv lohnen würde bzw. dass wir wirklich davon große Vorteile hätten.

Das eine eher zweifelhafte Aussage. Selbstverständlich ist Pipelinegas billiger als LNG.

Russland würde nicht ganz Estland besetzen, sondern nur einen Teil davon. Dazu würden sie "irreguläre" Truppen verwenden, so wie sie es in der Ostukraine gemacht haben.

Dann ist es ja politisch kein Problem, diesen Angriff zurück zu schlagen. Jeder kann dabei das Gesicht waren. Es sind NATO-Truppen ... keine Blauhelme die beim Massaker nebenan einfach wegschauen.

Dass Deutschland oder irgendein anderes Nato Land wegen Estland ohne die USA Russland den Krieg erklärt halte ich beinahe für ausgeschlossen.

Man macht keine Kriegserklärungen mehr. Estland wird den Bündnisfall ausrufen und man wird sich sehr genau überlegen, ob man den ungehört verhallen lässt. Ich denke nicht, schon garnicht gegen grüne Männchen. Deutschland war wegen "weniger" 20 Jahre in Afghanistan.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Sie sind nur doppelt so hoch, wie vor dem Krieg. Strompreise das gleiche.

Strompreis Januar 2022 167 €/MWh... Februar 2025 124€ MWh.

Wo ist da die "Verdoppelung"?

 

Dann ist es ja politisch kein Problem, diesen Angriff zurück zu schlagen. Jeder kann dabei das Gesicht waren. Es sind NATO-Truppen ... keine Blauhelme die beim Massaker nebenan einfach wegschauen.

Russland wird nicht in die feindlichen Kasernen, sondern in ein oder mehrere Städte einmarschieren. Da schiesst man nicht einfach rein, wenn einem die Zivilisten nicht egal sind.

Die NATO Truppen würden in Alermbereitschaft versetzt, das ist alles.

 

Man macht keine Kriegserklärungen mehr. Estland wird den Bündnisfall ausrufen und man wird sich sehr genau überlegen, ob man den ungehört verhallen lässt.

Natürlich wird man den Ruf erhören und Maßnahmen ergreifen, wie es der Bündnisfall vorsieht.

Deutschland wird daher nicht zögern und beherzt zum Telefon greifen, um eine diplomatische Lösung mit Russland auszuhandeln...

 

Ich denke nicht, schon garnicht gegen grüne Männchen. Deutschland war wegen "weniger" 20 Jahre in Afghanistan.

Deutschland ging mit der Erwartung nach Afghanistan, in keine Kampfhandlungen verwickelt zu werden. Dazu wurde der Bundeswehr ausdrücklich ein "friedliches" Gebiet zugewiesen.

Dass es dort nicht friedlich bleiben würde... das war damals kaum abzusehen.

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7 

Strompreis Januar 2022 167 €/MWh... Februar 2025 124€ MWh.

Wo ist da die "Verdoppelung"?

Dann guck halt mal auf deine Stromrechnung. Bei mir ist da eine Verdoppelung.
Börsenpreise sind für Verbraucher nicht relevant.

Russland wird nicht in die feindlichen Kasernen, sondern in ein oder mehrere Städte einmarschieren. Da schiesst man nicht einfach rein, wenn einem die Zivilisten nicht egal sind.

Die NATO Truppen würden in Alermbereitschaft versetzt, das ist alles.

Na zum Glück ist das nicht deine Entscheidung oder die deiner Youtubehelden.

Natürlich wird man den Ruf erhören und Maßnahmen ergreifen, wie es der Bündnisfall vorsieht.

Deutschland wird daher nicht zögern und beherzt zum Telefon greifen, um eine diplomatische Lösung mit Russland auszuhandeln...

Deutschland ist in Estland auch nicht im Lead. Ob eine unionsgeführte deutsche Regierung sich weiterhin eher passiv verhält, wird sich zeigen. 

Deutschland ging mit der Erwartung nach Afghanistan, in keine Kampfhandlungen verwickelt zu werden. Dazu wurde der Bundeswehr ausdrücklich ein "friedliches" Gebiet zugewiesen.

Dass es dort nicht friedlich bleiben würde... das war damals kaum abzusehen.

Und als sich das als falsch erwiesen hat, ist die Bundeswehr bis zum bitteren Ende geblieben. Aber wahrscheinlich ist Deutschland an dem Desaster Afganistan jetzt auch noch schuld.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Dann guck halt mal auf deine Stromrechnung. Bei mir ist da eine Verdoppelung.
Börsenpreise sind für Verbraucher nicht relevant.

Stromanbieter wechseln...?

 

Na zum Glück ist das nicht deine Entscheidung oder die deiner Youtubehelden.

Du meinst, die Nato wird sofort estische Städte bombardieren, sobald sich russische Truppen dort verschanzen...?

Die werden erst mal gar nichts tun, ausser in Alarmbereitschaft zu gehen. Und dann komt erst mal die Stunde der Politiker, und die werden auf Diplomatie setzen.

Was erst mal auch vernünftig ist. Aber ohne glaubwürdige Drohkulisse nicht viel bringt. Und an dieser Drohkulisse müssen wir noch arbeiten, sonst wird das nichts.

Und als sich das als falsch erwiesen hat, ist die Bundeswehr bis zum bitteren Ende geblieben. Aber wahrscheinlich ist Deutschland an dem Desaster Afganistan jetzt auch noch schuld.

Wenn man erst mal drinsteckt kann man nicht einfach sagen "wir gehen jetzt". Nur wird Putin im Gegensatz zu den Taliban nicht die NATO Soldaten attackieren, sondern genau das vermeiden.

 

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
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Beiträge : 2120

@lucan-7 

Stromanbieter wechseln...?

Du bist ja ein ganz Schlauer ...

Du meinst, die Nato wird sofort estische Städte bombardieren, sobald sich russische Truppen dort verschanzen...?

Nein meine ich nicht. Wo hast du das gelesen? Zwischen Nichtstun und Bombardierung gibt noch anderes. Ich würde mich wundern, wenn für solche Fälle keine Pläne vorhanden wären.

Die werden erst mal gar nichts tun, ausser in Alarmbereitschaft zu gehen. Und dann komt erst mal die Stunde der Politiker, und die werden auf Diplomatie setzen.

So wie mit den Piraten am Horn von Afrika und wie mit den Huthi? Mit grünen Männchen gibt es keine Diplomatie. 

Was erst mal auch vernünftig ist. Aber ohne glaubwürdige Drohkulisse nicht viel bringt. Und an dieser Drohkulisse müssen wir noch arbeiten, sonst wird das nichts.

Die Drohkulisse bringt eh nix. So gross kann die garnicht sein, dass sie den Preis soweit treibt, dass Russland den nicht mehr zahlt. Wenn man drohen will, muss man auch bereit sein zu handeln.

Wenn man erst mal drinsteckt kann man nicht einfach sagen "wir gehen jetzt".

Doch natürlich kann man das. So geschehen in Afghanistan, Mali, Somalia, Vietnam ect. pp.

 

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

So wie mit den Piraten am Horn von Afrika und wie mit den Huthi? Mit grünen Männchen gibt es keine Diplomatie.

Wenn die "grünen Männchen" in bewohnten Gebieten operieren, dann kommt das einer Geiselnahme gleich. Da kann man dann nicht einfach reinschiessen.

 

Doch natürlich kann man das. So geschehen in Afghanistan, Mali, Somalia, Vietnam ect. pp.

Diese Kriege wurden uns einfach zu teuer. Und jetzt ist es ja ähnlich: Keiner will für die Verteidigung zahlen müssen.

Und das spielt natürlich Putin zu... dem sind Kosten weitgehend egal, so lange die Kriegswirtschaft nicht zusammenbricht.

Und das kann noch dauern.

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7 

Wenn die "grünen Männchen" in bewohnten Gebieten operieren, dann kommt das einer Geiselnahme gleich.

Eine Geiselnahme ist etwas anderes als Krieg.

Da kann man dann nicht einfach reinschiessen.

Was die geeigneten Massnahmen sind, kannst du Leuten überlassen, die etwas davon verstehen.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Eine Geiselnahme ist etwas anderes als Krieg.

Es kommt aber auf das gleiche hinaus.

 

Was die geeigneten Massnahmen sind, kannst du Leuten überlassen, die etwas davon verstehen.

Ja, die Welt sieht echt großartig aus, weil wir sie gerade Leuten überlassen, die "etwas davon verstehen"... oder das zumindest von sich behaupten.

Soll heißen: Bevor ich mich entscheide, eine bestimmte Partei zu wählen und wie sie etwa zum Militär steht sollte ich mir einmal anschauen, vor welcher Situation wir stehen.

Natürlich habe auch ich keine Ahnung, was in Putin vorgeht und was er plant. Aber genau deshalb ist es ja auch notwendig, verschiedene Szenarien zu durchdenken und sich zu fragen, wie gut wir auf dieses oder jenes vorbereitet sind.

Und je besser wir vorbereitet sind - desto unwahrscheinlicher ist es, dass Putin sich dafür entscheidet.

 

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7

Es kommt aber auf das gleiche hinaus.

Nö. Absolut nicht.

Ja, die Welt sieht echt großartig aus, weil wir sie gerade Leuten überlassen, die "etwas davon verstehen"... oder das zumindest von sich behaupten.

Es ging hier grad um die Form der militärischen Intervention und nicht um Politik.
Du kannst gerne vehement deine Meinung zum Besten geben, allerdings bist weder Politiker, Diplomat oder Militärangehöriger und die Leute deren Argumente du für schlüssig hältst, sind das auch nicht.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Nö. Absolut nicht.

Wenn Russland eine Stadt in Estland besetzt, die Straßen blockiert und die Menschen nicht ausreisen lässt... was sonst als eine "Geiselnahme" soll das denn sein? Geiseln als menschliche Schutzschilde sind ja nun keine neue Erfindung.

 

Es ging hier grad um die Form der militärischen Intervention und nicht um Politik.

Und diese militärische Situation wird von den Linken und den Grünen sehr verschieden betrachtet... natürlich spielt Politik hier eine Rolle!

 

Du kannst gerne vehement deine Meinung zum Besten geben, allerdings bist weder Politiker, Diplomat oder Militärangehöriger und die Leute deren Argumente du für schlüssig hältst, sind das auch nicht.

Woher willst du denn wissen, wessen Argumente ich für schlüssig halte? Ich schaue mir auch Einschätzungen von Militärangehörigen an, deren Beruf es ist, genau diese hier geschilderten Szenarien zu beurteilen.

Wie ich ohnehin ein großer Fan davon bin, sich an Fachleuten zu orientieren und nicht alles nach Wünschen und Bauchgefühl zu beurteilen.

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7 

Wenn Russland eine Stadt in Estland besetzt, die Straßen blockiert und die Menschen nicht ausreisen lässt... was sonst als eine "Geiselnahme" soll das denn sein?

Nenne es von mir auch Geiselnahme. Es ist trotzdem ein Unterschied, ob es ein krimineller oder einen kriegerischer Akt zugrunde liegt, die Massnahmen sind andere.

Geiseln als menschliche Schutzschilde sind ja nun keine neue Erfindung.

Und dass "menschlische Schutzschilde" kein Schutz vor militärischer Intervention sind, ist auch nichts Neues. Der ganze Gazastreifen liegt in Schutt und Asche, trotz Geiseln (die dann bei den Israelis auch noch einen viel höheren Stellenwert geniesen, als bei anderen Nationen). Ausserdem ist es noch die grosse Frage, welche Städte eingenommen werden. Russischstämmige Bevölkerung taugt in Estland wohl kaum als Schutzschild.

Und diese militärische Situation wird von den Linken und den Grünen sehr verschieden betrachtet... natürlich spielt Politik hier eine Rolle!

Grüne und Linke sind (derzeit) nicht im Spiel.

Woher willst du denn wissen, wessen Argumente ich für schlüssig halte?

Das weiss ich nicht, deine Quellen hütest du wie deinen Augapfel. Aber ich kann lesen, was dabei raus kommt.

Ich schaue mir auch Einschätzungen von Militärangehörigen an, deren Beruf es ist, genau diese hier geschilderten Szenarien zu beurteilen.

Wer soll das sein?

Wie ich ohnehin ein großer Fan davon bin, sich an Fachleuten zu orientieren und nicht alles nach Wünschen und Bauchgefühl zu beurteilen.

Das halt ich für Selbstbetrug. Bei Fachleuten und bei denen die sich dafür halten, herrscht im Allgemeinen alles andere als Einigkeit und du wärst der erste und einzige, der dann dem glaubt, der nicht deine Grundhaltung vertritt.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Und dass "menschlische Schutzschilde" kein Schutz vor militärischer Intervention sind, ist auch nichts Neues. Der ganze Gazastreifen liegt in Schutt und Asche, trotz Geiseln (die dann bei den Israelis auch noch einen viel höheren Stellenwert geniesen, als bei anderen Nationen).

Mag sein, dass wir irgendwann in Europa ebenfalls eine Regierung haben, die so skrupellos vorgeht wie die von Netanjahu... im Moment sehe ich die eher nicht.

 

Grüne und Linke sind (derzeit) nicht im Spiel.

Grüne müssen jetzt dem Schuldenpaket zustimmen, dass Merz mit der SPD beschlossen hat.

Tun sie das nicht, kann die Linke das Schuldenpaket blockieren, sobald die neue Regierung zustandekommt.

Grüne und Linke sind beide gerade sehr entscheidend, was diese Frage betrifft.

 

Das weiss ich nicht, deine Quellen hütest du wie deinen Augapfel. Aber ich kann lesen, was dabei raus kommt.

Ich habe nicht nur eine Quelle, sondern mehrere.

Neben den üblichen Medien wie Spiegel, t-online oder Focus vor allem den Bericht der Zeit, der sich auf den britischen Geheimdienst beruft.

Dazu kommen youtube Kanäle wie diese:

https://www.youtube.com/@milgeschichte

https://www.youtube.com/@macronomist

 

Wer soll das sein?

Zum Beispiel dieser hier:

General Freuding zum Ukrainekrieg

 

Keiner dieser Quellen vertraue ich ausschließlich. General Freuding hat beispielsweise den anderen Quellen bereits massiv widersprochen, was Ausrüstung und Nachschub der Russen betrifft (Seiner Ansicht nach sehr viel höher als andere Quellen es annehmen).

Da denke ich mir einerseits, der müsste es besser wissen, weil er über bessere Quellen verfügt. Andererseits mag er bestimmte Motive haben, das zu sagen... nichts Genaues weiss man also.

Meine Einschätzung der Situation erfolgt jedenfalls aus mehreren Quellen. Und ich behaupte auch nicht, dass Russland auf jeden Fall Estland angreifen wird (Das weiß niemand genau) - ich sage aber, dass das eine Situation ist, mit der wir rechnen müssen, und auf die wir nicht ausreichend vorbereitet sind. Denn der Beistand der NATO ist kein Automatismus wie viele denken - es ist lediglich eine Aufforderung.

 

 

Vielleicht magst du mir jetzt deine Quellen nennen, auf deren Basis du meine Einschätzungen als unrealistisch verwirfst?

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@derelch (zum Beitrag)

In dem Link ist kein Text.

Der kommt, wenn du Javascript zustimmst. Du musst nicht alles akzeptieren, sondern nur das, wo es zu »zustimmen« keine Alternative gibt. Ist aber mehr als üblich.

Es wird also relativ schnell zu militärischen Zusammenstössen zwischen Russland und Nato kommen

Offiziell erst mal zwischen Briten bzw. Franzosen und in Estland lebenden Russen. War ja auch der Krim genauso.

Und wie Lucan schon schrieb: Putin könnte relativ schnell einen Rückzieher machen, weil es ja keine offizielle russische Aktion war … probieren wird er es sicher. Aber vielleicht wendet er sich ja zuerst Georgien, Moldawien oder Bosnien-Hercegovina zu.

hkmwk antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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Veröffentlicht von: @kappa

@lucan-7 

 

Ich denke unterm Strich sogar für uns wäre es unter russischer Hegemonie einfacher wie sowas. Zumindest hätte man billige Energie und Ruhe.  Putin wird Statistisch gesehen auch keine 120 Jahre alt....

 

 

Genau, lernen wir halt russisch und haben billige Energie....lauter Vorteile unter russischer Herrschaft...statt dessen sind wir jetzt schon mitten im Krieg und überlegen uns wie wir möglichst viele Russen  schnellstmöglichst töten können.........wie christlich ist das denn??

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

statt dessen sind wir jetzt schon mitten im Krieg und überlegen uns wie wir möglichst viele Russen  schnellstmöglichst töten können.........wie christlich ist das denn??

Auch atheistische Humanisten lehnen das Töten von Menschen ab.

 

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

Ist das jetzt Sarkasmus oder meinst Du das ernst?

überlegen uns wie wir möglichst viele Russen  schnellstmöglichst töten können.

Das überlegt sich hier niemand. Man überlegt sich höchstens, wie man die Russen aus der Ukraine bekommt, und da wäre die Lösung höchst einfach: Putin pfeift seine Truppen zurück. Mich wundert immer wieder, dass diejenigen, die ständig nach Frieden rufen, diese Lösung überhaupt nicht in Betracht ziehen.

........wie christlich ist das denn??

Wie christlich ist es, ein anderes Land zu überfallen und die Zivilbevölkerung zu massakrieren?

alescha antworten
Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @alescha

@fizzibitz 

und da wäre die Lösung höchst einfach: Putin pfeift seine Truppen zurück. Mich wundert immer wieder, dass diejenigen, die ständig nach Frieden rufen, diese Lösung überhaupt nicht in

So eine einfache Lösung, das da aber auch niemand zuvor drauf gekommen ist, dafür hast Du Dir jetzt aber auch den Friedensnobelpreis redlich verdient....... 🤣 🤣 🙄 🙄 🙃 🙃 😜 🤔 🤔 😜 

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

Wird er es wagen? Mit diesem brillanten Militärmanöver könnte Putin die Kriegstreiber im Westen auf einen Schlag verstummen lassen

So eine einfache Lösung, das da aber auch niemand zuvor drauf gekommen ist

Ja, gell. Ich verstehe auch nicht, warum man immer fordert, der Selenskyj soll doch endlich Ruhe geben, und man die Unterstützer der Ukraine als Kriegstreiber bezeichnet.

 

alescha antworten
Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@alescha 
Aber wir müsen auch Realpolitik machen, träumen können wir viel, wir haben die Wahl zwischen Friedensverhandlungen  (notfalls mit Zugeständnissen) oder einen noch viele Jahrzehnte  dauenden Krieg mit Millionen Toten und kaputter Infrastruktur und vielen Waffen (die Rüstungsindustrie hat ein großes  Interesse daran).

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 29398

@fizzibitz 

Aber wir müsen auch Realpolitik machen, träumen können wir viel, wir haben die Wahl zwischen Friedensverhandlungen (notfalls mit Zugeständnissen) oder einen noch viele Jahrzehnte dauenden Krieg mit Millionen Toten

Diese "Realpolitik" soll dann demnach so aussehen, dass man jedem Aggressor sofort das gibt, was er haben will, um Tote zu vermeiden?

Denn das wäre ja die Konsequenz daraus.

Im Anschluss würde die Welt dann allein von den aggressiven Diktatoren regiert, da sich denen ja niemand entgegenstellt.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

Dazu hat ja Lucan schon was gesagt.

Hitler hat man damals auch Zugeständnisse gemacht. Aber gut, man kann da jetzt freilich der Meinung sein, dass man ihm ja auch noch Polen und ggf. noch Frankreich hätte überlassen können. 

Natürlich sollte man versuchen, Probleme diplomatisch zu lösen, aber haben die ganzen Versuche, mit Putin zu reden, bisher zu etwas geführt?

alescha antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@fizzibitz (zum Beitrag)

Aber wir müsen auch Realpolitik machen, träumen können wir viel, wir haben die Wahl zwischen Friedensverhandlungen (notfalls mit Zugeständnissen) oder einen noch viele Jahrzehnte dauenden Krieg

1938, als GB und F vor einer ähnlichen Wahl standen, wurde das Münchener Abkommen geschlossen.

Du hast daraus wohl nichts gelernt.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@hkmwk 

1938, als GB und F vor einer ähnlichen Wahl standen, wurde das Münchener Abkommen geschlossen.

Du hast daraus wohl nichts gelernt.

Eben.

Putin sieht sich auf einer historischen Mission. Er möchte Russland zu "alter Größe" führen.

Und dafür bleibt ihm nicht mehr viel Zeit, in seinem Alter. In 10 Jahren geht er entweder als großer russischer Führer in die Geschichte ein, der die sowjetische Macht wieder hergestellt hat... oder als ein russischer Politiker von vielen in einer Reihe mit Gorbatschow und Jelzin.

Es gehört nicht viel dazu, um zu raten wie Putin selbst sich hier sieht...

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@hkmwk Du hast daraus wohl nichts gelernt.

 

Ich finde es befremdlich, dass häufig, wenn hier bei uns gegen einen beliebigen ausgemachten Gegner mobilisiert werden soll in der öffentlichen Meinung, die Appeasementpolitik erwähnt und somit der ausgemachte Gegner zum Hitler 2.0 erklärt wird. Ich hab das nun schon mehrfach erlebt, und mindestens bei Milosevic und Saddam Hussein schaffte es dieses "schlagende Argument" auch in die großen Medien.

Aber wenn man sich die Parallelen dann genauer anschaut, wird es schnell fragwürdig. Was wäre z.B. bei Putin die Parallele zu Hitlers Traum von der Auslöschung der Juden? Was wäre die Parallele zu Hitlers Traum vom Lebensraum im Osten?

Ich kann prinzipiell nachvollziehen, wie man auf den Vergleich kommen kann. Aber jemanden, der den Vergleich nicht zieht, gleich der Unfähigkeit, zu lernen, zu bezichtigen? Vielleicht ist der Vergleich ja gar nicht so hilfreich, die derzeitigen Risiken korrekt einzuschätzen? Putin-Russland hat, so hört man öfter den Vergleich - eine Wirtschaftsleistung, die mit der von Italien vergleichbar ist. Nun war ja Italien sozusagen das Erfinderland des Faschismus und eine der Achsenmächte im 2. WK. Aber wenn der Appeasementvergleich herangezogen wird, denkt man nicht an Italien und den Duce, sondern an Deutschland und den Gröfaz. Wer wären denn nun also die Achsenmächte Putins? Nord Korea vielleicht? Und sonst so? China etwa? Wackelt, um den Vergleich als stichhaltig aufrecht erhalten zu können, neuerdings der Schwanz mit dem Hund?

Ich halte es einfach für nicht überzeugend, Putin Eroberungspläne bis nach Deutschland oder Frankreich zuzutrauen. Der will Großrussland zurück, eine Hegemonie wie zu Kaisers, äh - Zarens Zeiten. Also sollte man, wenn man überlegt, wie man sich verhalten solle, und wenn man meint, da seien nun "Lehren aus der Geschichte" unverzichtbar, ihn nicht mit Hitler vergleichen, sondern vielleicht mit Herrschern aus der Vor-WK1-Ära. Sollte man vielleicht mit ihm umgehen, wie man es mit Peter dem Großen tat? Keine Ahnung, ich bin kein Historiker und mir insbesondere nicht sicher, wie weit solche "historischen Lektionen" überhaupt einen Erkenntnisgewinn leisten können. Meiner Meinung nach wiederholt sich Geschichte nicht (es sei denn, als Farce... 😉 ). Aber falls sie sich wiederholen sollte, könnten wir uns ja vor Augen führen, inwiefern die Haltung "si vis pacem, para bellum" in der Vergangenheit zuverlässig dabei half, die Welt zu einem friedlichen Ort zu machen - und aus dieser Betrachtungsweise etwas lernen...

 

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@jack-black 

Ich finde es befremdlich, dass häufig, wenn hier bei uns gegen einen beliebigen ausgemachten Gegner mobilisiert werden soll in der öffentlichen Meinung, die Appeasementpolitik erwähnt und somit der ausgemachte Gegner zum Hitler 2.0 erklärt wird.

Und ich finde es befremdlich, wenn jeder Vergleich mit den Methoden oder Zielen der Nazis als 1:1 Gleichsetzung mit der Person und den Zielen Adolf Hitlers betrachtet wird.

Dann kann jeder sofort mit der äusserst profanen Aussage: "Hey, Putin will doch gar keine Gaskammern bauen... also kann er auch nicht wie Hitler sein, also ist dieser Vergleich unsinnig!" antworten. Was ja in rechten Kreisen auch gerne getan wird... hey, Weidel hat doch gar kein Bärtchen, also kann sie auch nicht wie Hitler sein!

Wenn es doch so einfach wäre!

Es geht hier aber nicht darum, ob Putin jetzt Hitlers Erbe oder Zwillingsbruder sein will... es geht um bestimmte Methodiken und Vorgehensweisen, die wir aus der Geschichte kennen.

Und daraus können wir eine Menge lernen!

Ich möchte an dieser Stelle nicht die Empfehlung aussprechen, unbedingt einmal "Mein Kampf" zu lesen... es ist weder sprachlich noch inhaltlich von irgendeinem tieferen Wert.

Wer sich aber trotzdem einmal darauf einlässt, sich mit der damaligen Sprache und Methodik zu befassen, der erkennt sehr viele Gemeinsamkeiten - sei es nun die AfD, Putin oder die US Republikaner, da gibt es erschreckend viele Gemeinsamkeiten, wie Gegner zu Feinden erklärt werden, wie Menschen emotional aufgerüttelt werden, wie Wahrheiten ignoriert und die Lüge zur Methodik wird, wie Mitleid als Schwäche gilt, weil man ja in Wahrheit selber das Opfer einer niederträchtigen Verschwörung wurde, aber damit ist es jetzt vorbei... und natürlich ist Gewalt gerechtfertigt, denn die Anderen haben damit ja angefangen!

Da finden sich erschreckend viele Gemeinsamkeiten mit der AfD, mit Trump, mit Russland... und nein, das führt nicht automatisch zu "Ausschwitz". Und das macht auch nicht jede dieser Personen zu "Hitler".

Aber es führt zu Tod und Unterdrückung, zu Krieg in seinen verschiedenen Formen, zu Armut, sowohl materiell als auch kulturell.

Um das zu erkennen sind solche Vergleiche sinnvoll und nützlich. Und wer dann jedesmal "Nazivergleich! Unzulässig!" ruft - der verhindert dadurch, hier wesentliche Aspekte zu erkennen und möglicherweise auch zu verhindern... wobei letzteres teilweise längst zu spät ist.

Weil wir zwar gelernt haben, was "Ausschwitz" und "Weltkrieg"ist.

Aber nicht, wie es zum Faschismus kam und wie man ihn erkennt, wenn er vor einem steht...

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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@lucan-7 Dann kann jeder sofort mit der äusserst profanen Aussage: "Hey, Putin will doch gar keine Gaskammern bauen... also kann er auch nicht wie Hitler sein, also ist dieser Vergleich unsinnig!" antworten. Was ja in rechten Kreisen auch gerne getan wird... hey, Weidel hat doch gar kein Bärtchen, also kann sie auch nicht wie Hitler sein!

Wenn es doch so einfach wäre!

Habe ich es mir denn so einfach gemacht?

Ich habe auf Helmut's Vorhaltung, fizzbizz habe aus der Appeasementpolitik nichts gelernt, reagiert und darauf verwiesen, dass in der Vergangenheit schon häufiger, wenn mal wieder Falkenmentalität demonstriert werden sollte gegen irgendwelche ausgemachten Gegner, dieser implizite Hitler-Vergleich gezogen wurde, der dann vor allem dazu diente, Widerstände gegen höhere Militärausgaben als unverantwortlich und sogar unmoralisch (denn, so geht ja die Logik im Hintergrund weiter, gegen Feinde wie Hitler sind nicht nur alle Mittel erlaubt, sondern sogar geboten und wer da nicht mitmachen will, steht schon mit einem Bein auf der Seite des Bösen) zu diskreditieren.

 

Weil wir zwar gelernt haben, was "Ausschwitz" und "Weltkrieg"ist.

Aber nicht, wie es zum Faschismus kam und wie man ihn erkennt, wenn er vor einem steht...

Na, dann nenne mal handfeste Kriterien! Und formuliere die am besten so überzeugend und überprüfbar, dass Leute wie ich davon überzeugt werden können, Putin stelle die gleiche Gefahr für Westeuropa dar, wie Hitler einst eine Gefahr für Westeuropa und die Sowjetunion darstellte - und nicht beispielsweise so, dass sie auch auf Saudiarabien zutreffen oder China oder die USA...

Mich jedenfalls hat das gestrige Milliardengeschenk für die Rüstungsindustrie an eine andere historische Begebenheit erinnert: 1914 die Zustimmung der SPD im Reichstag zu den Kriegskrediten. Und diese Rüstungsbesoffenheit, wie ich sie momentan querbeet von der CDU über SPD, FDP und Grüne beobachte, sie macht mir Angst. Dieses Narrativ, man müsse nur genügend militärisches Drohpotential aufbauen, um die Bösen in ihre Schranken zu weisen - es erinnert mich an die Kanonenboot-Diplomatie nach Bismarcks Verlassen des Bootes.

Sind die historischen Parallelen, die mir auffallen, nun präziser als diejenigen, die Helmut oder Du ziehen? Das will ich nicht behaupten. Und daher werfe ich weder ihm noch Dir vor, Ihr hättet irgendwas nicht gelernt. Ich vermute lediglich, dass Ihr an den falschen Stellen der Historie nach "Lektionen" sucht. Falls sich überhaupt etwas auf diese Parallelen-Weise lernen lässt.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@jack-black 

Habe ich es mir denn so einfach gemacht?

Wenn ich so deine folgenden Erläuterungen lese, dann machst du es dir hier in der Tat recht einfach.

 

Na, dann nenne mal handfeste Kriterien! Und formuliere die am besten so überzeugend und überprüfbar, dass Leute wie ich davon überzeugt werden können, Putin stelle die gleiche Gefahr für Westeuropa dar, wie Hitler einst eine Gefahr für Westeuropa und die Sowjetunion darstellte

...und schon wieder! Nein, Putin ist NICHT Hitler!

Hitler plante, über 40 Millionen Menschen zu ermorden (Ja, noch wesentlich mehr als die, die tatsächlich getötet wurden) - selbstverständlich stellt Putin keine SOLCHE Gefahr dar!

Aber Putin ist ein Imperialist, der vor Kriegen mit hunderttausenden von Toten nicht zurückschreckt, um seinen Einfluss zu vergrößern. Dabei denkt er völkisch und territorial. Er bricht Verträge, wenn es ihm günstig erscheint. Und er hat es sich offensichtlich zum Ziel gesetzt, die alte Sowjetunion nach Möglichkeit wieder herzustellen, deren Zerstörung er ja als "größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnete. Zudem betrachtet er die EU, Westeuropa generell und insbesondere das Verteidigungsbündnis der Nato als Feinde, die es zu schwächen gilt, um seine Einflusssphäre zu erweitern.

Wer da jetzt keine Parallelen zum Thema "Wie gehe ich mit machtgierigen Diktatoren um?" zwischen Putin, Hitler und der Appeasementpolitik von 1938 sieht - dem ist dann auch nicht mehr zu helfen!

 

Mich jedenfalls hat das gestrige Milliardengeschenk für die Rüstungsindustrie an eine andere historische Begebenheit erinnert: 1914 die Zustimmung der SPD im Reichstag zu den Kriegskrediten.

Ja, weil Merz ja der Ukraine schon den Blankoscheck zur bedingungslosen Unterstützung ausgestellt und Pistorius die Pläne für die Eroberung Moskaus ("Von-derLeyen-Plan") vorgelegt hat, nachdem Scholz nach seiner "Zeitenwende" die zweitgrößte Schlachtschifflotte der Welt bauen liess... ist klar!

Wenn wir hier schon Vergleiche ziehen, dann doch eher mit Churchill und dem Umstellen Englands auf Kriegswirtschaft... und davon sind wir noch SEHR weit entfernt, obwohl es um die Zukunft Europas geht!

(Und nein, ich denke nicht, dass Merz die Fussspuren Churchills auszufüllen vermag... selbst wenn er sich in ganzer Länge hineinlegt!)

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

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Veröffentlicht von: @jack-black

Na, dann nenne mal handfeste Kriterien! Und formuliere die am besten so überzeugend und überprüfbar, dass Leute wie ich davon überzeugt werden können, Putin stelle die gleiche Gefahr für Westeuropa dar, wie Hitler einst eine Gefahr für Westeuropa und die Sowjetunion darstellte - und nicht beispielsweise so, dass sie auch auf Saudiarabien zutreffen oder China oder die USA...

 

Ebend! Warum stellt Putin immer gleich eine Gefahr für den ganz WestEuropa dar?
Und warum lernen wir nicht von Trump und lassen die den Ukraine Konflikt unter sich ausmachen und müssen uns überall einmischen, egal was es koste ?
Das lernt man doch normalerweise  schon im Kindergarten, dass immer der die Schüppe auf den Kopf kriegt, der sich in andere Zweikämpfe einmischt....

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Jack-Black
(@jack-black)
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Beiträge : 6191

@fizzibitz Und warum lernen wir nicht von Trump

Na, da würde ich nun aber schon gern ein paar Jährchen in's Land ziehen lassen, bis ich auf die Idee käme, man könne von Trump lernen: erstmal abwarten, wie "erfolgreich" seine erratische Aussenpolitik funktioniert, momentan lässt er sich von Putin vorführen.

(...) lassen die den Ukraine Konflikt unter sich ausmachen und müssen uns überall einmischen, egal was es koste ?

Wer ist "die"? Meinst Du jene, die millionenfach als Flüchtlinge zu uns kommen? Überall mischen wir uns selbstverständlich nicht ein, oder wie sieht das momentan z.B. im Sudan mit unserer Einmischung aus? Die Ukraine liegt direkt an unserer (die EU-) Grenze, es kann uns nicht egal sein, was dort geschieht.

Das lernt man doch normalerweise schon im Kindergarten, dass immer der die Schüppe auf den Kopf kriegt, der sich in andere Zweikämpfe einmischt...

Vielleicht vermittelt der Kindergarten doch noch nicht sämtliche Kompetenzen, die's in der Geopolitik so braucht.

jack-black antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

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@fizzibitz Kein Grund für deine Smileys-Kolonne. Wäre doch auch ein schönes Ego-Gebaren und würde Macht und Stärke demonstrieren. Ich bin dafür @Alescha.

seidenlaubenvogel antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@fizzibitz (zum Beitrag)

Genau, lernen wir halt russisch und haben billige Energie…

Das kann doch nur ironisch gemeint gewesen sein!

hkmwk antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

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Veröffentlicht von: @lucan-7

 

Nur... es wird dabei auch vergessen, dass Angriffskriege sich offensichtlich wieder lohnen. Und das bedeutet: Es wird nicht der Letzte bleiben...

Wie ist eure Meinung zum Stand der Dinge...?

Du kannst ja gern -wenn Du so kriegsbegeistert und unbedingt so versessen darauf bist- mit dem Maschinengewehr geschultert Richtung Moskau marschieren und versuchen ob Du mit der "dicken Berta"  die Kremlmauern zum Einsturz bringen kannst.
Ich lerne derweil russisch und unterhalte mich bei einem Glas Wodka mit dem Putin darüber, wie er auf die Idee kam,  die Ukraine zu überfallen .....   🙃 👍 🙄 

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@fizzibitz 

Du kannst ja gern -wenn Du so kriegsbegeistert und unbedingt so versessen darauf bist- mit dem Maschinengewehr geschultert Richtung Moskau marschieren und versuchen ob Du mit der "dicken Berta"  die Kremlmauern zum Einsturz bringen kannst.
Ich lerne derweil russisch und unterhalte mich bei einem Glas Wodka mit dem Putin darüber, wie er auf die Idee kam,  die Ukraine zu überfallen .....   🙃 👍 🙄 

Offen gestanden... würde ich vor der Wahl stehen, dann würde ich lieber an die Front gehen als mich mit einem Kriegsverbrecher gemütlich an einen Tisch zu setzen.

Und falls es dazu kommt, empfehle ich dir, deinen Wodka vorher auf Gift analysieren zu lassen.

Falls die Leute, die so eine Analyse durchführen können, dann nicht längst im Gefängnis sitzen... dann hättest du womöglich Pech.

 

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@lucan-7 

Hallo Lucan,
vor 80 Jahren erst hättest Du also einen Orden bekommen,  sozusagen  das eiserne  Kreuz am Bande für Wehrdienstertüchtigung und ich wäre längst hingerichtet worden wegen Wehrdienstzersetzung.
Einer meiner Onkel ist nämlich genau deswegen 1943 von der SS erschossen worden, weil am Endsieg gezweifelt hatte.
Um auf den Ukraine Krieg zurück zu kommen, man kann  auch heute den Ukraine Krieg ganz anders sehen.
Überleg doch mal, wozu wurde die NATO denn gegründet?  Ein Verteidigungsbündnis, ein Zusammenschluss mehrerer  Staaten mit dem Ziel und dem Versprechen, wenn einer der Staaten von irgendeinem äußeren Feind angegriffen wird, stehen alle anderen dafür ein und helfen mit, diesen Staat zu verteidigen, soweit korrekt oder nicht??
War nun die Ukraine 2014 oder 2022 in der  NATO oder nicht?
Ist also jetzt die NATO gefragt, mit zu helfen die Ukraine zu verteidigen oder nicht?

Die NATO ist nicht dafür da,  sich in alle möglichen Kriege weltweit einzumischen, sei es in Afrika oder Asien oder Südamerika oder sonstwo.
Die Reaktion von Putin ist also völlig plausibel,  was haben wir uns da einzumischen ?   Wenn es jetzt der Präsident der USA auch so sieht, muss Europa sich gewaltig anstrengen um die Lieferungen der USA zu substituieren und wir stehen trotzdem noch als Aggressor da.

Putin hat uns vollständig in der Hand, wir müssen die Wehrpflicht wieder einführen, hunderte von Kasernen wieder aktivieren oder ganz neu bauen, alle jungen Männer über 18 zum Wehrdienst verpflichten,  alles wieder wie 1933.
Das können wir dann vergessen dass unser Leben dann immer noch so sein wird wie früher, dicke SUV kaufen und  große Häuser bauen und dreimal im Jahr nach Mallorca fliegen, diese Zeiten werden dann für immer vorbei sein.
Das meiste unseres Bruttosozialproduktes  wird dabei drauf gehen…

Auch die Haltung von Trump ist vollständig plausibel.
Warst Du denn schon mal in den USA?  Ich war wenigstens einmal dort.
Die Leute dort arbeiten bis 70 in den Fabriken,  nicht wie bei uns Rente mit 63, kannst Du dort  vergessen.
Ist doch nur logisch,  dass dort ein Präsident gewählt wird, der  „America first“  proklamiert  und unnötige Einmischung in Kriege vermeidet.
Die Amerikaner in Armut während ihre europäischen Verbündeten in Saus und Braus leben und mehrmals im Jahr in Urlaub fahren oder fliegen, während die Amerikaner sich das  höchstens einmal im Leben leisten können, sowas kommt beim amerikanischen  Volk halt nicht  gut an.
Wir sollten davon lernen und auch mehr auf  „Germany first“  setzen,  sonst wird unser Wohlstand bald Geschichte sein und die Geschichte lehrt ja,  das dann fast automatisch radikale Parteien an die Macht kommen.
Eine davon hat schon in jüngster Zeit gerade mal ihre Wählerzahl schon mehr als verdoppelt.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

vor 80 Jahren erst hättest Du also einen Orden bekommen, sozusagen das eiserne Kreuz am Bande für Wehrdienstertüchtigung und ich wäre längst hingerichtet worden wegen Wehrdienstzersetzung.
Einer meiner Onkel ist nämlich genau deswegen 1943 von der SS erschossen worden, weil am Endsieg gezweifelt hatte.

Du unterstellst mir also, dass ich für die Nazis gekämpft hätte, weil ich mich dazu bereit erkläre, unseren demokratischen Staat gegen den Angriff einer faschistischen Diktatur zu verteidigen?

So richtig zu Ende gedacht hast du das jetzt nicht... und jeden Menschen, der bereit ist, notfalls für die Freiheit seines Landes zu kämpfen mit einem Nazi gleichzusetzen ist ein Schlag ins Gesicht all jener, denen auch du zu verdanken hast, dass du jetzt eben nicht wegen "Wehrkraftzersetzung" angeklagt wirst.

 

Um auf den Ukraine Krieg zurück zu kommen, man kann auch heute den Ukraine Krieg ganz anders sehen.
Überleg doch mal, wozu wurde die NATO denn gegründet? Ein Verteidigungsbündnis, ein Zusammenschluss mehrerer Staaten mit dem Ziel und dem Versprechen, wenn einer der Staaten von irgendeinem äußeren Feind angegriffen wird, stehen alle anderen dafür ein und helfen mit, diesen Staat zu verteidigen, soweit korrekt oder nicht??
War nun die Ukraine 2014 oder 2022 in der NATO oder nicht?
Ist also jetzt die NATO gefragt, mit zu helfen die Ukraine zu verteidigen oder nicht?

Die Ukraine zu unterstützen ist keine Entscheidung der Nato, sondern der einzelnen Staaten. Diese entscheiden im Einzelfall darüber, ob sie die Ukraine unterstützen wollen oder nicht.

Die Nato als Verteidigungsbündnis ist insofern betroffen, weil Putins Russland eine Bedrohung darstellt, die über die Ukraine hinausgeht. Das war ja auch der Grund, weshalb Schweden und Finnland in das Verteidigungsbündnis aufgenommen werden wollten.

 

Die NATO ist nicht dafür da, sich in alle möglichen Kriege weltweit einzumischen, sei es in Afrika oder Asien oder Südamerika oder sonstwo.
Die Reaktion von Putin ist also völlig plausibel, was haben wir uns da einzumischen ?

Hast du dich überhaupt einmal mit diesem Krieg und seinen Ursachen befasst?

Die Ukraine wurde NICHT in die Nato aufgenommen, um Putin nicht zu provozieren. Russland hat, nachdem die Ukraine ihre Atomwaffen abgegeben hat, seinerseits die Souveränität der Ukraine garantiert.

Reagiert hat nicht Putin, sondern die Natostaaten und ihre Verbündeten, nachdem Russland unprovoziert einen Angriffskrieg gestartet hat.

 

Wenn es jetzt der Präsident der USA auch so sieht, muss Europa sich gewaltig anstrengen um die Lieferungen der USA zu substituieren und wir stehen trotzdem noch als Aggressor da.

Als "Aggressor" gegen wen? Vielleicht solltest du dich nicht bei russischen Propagandisten informieren, wenn du die Situation beurteilen willst...

Auch die Haltung von Trump ist vollständig plausibel.
Warst Du denn schon mal in den USA? Ich war wenigstens einmal dort.
Die Leute dort arbeiten bis 70 in den Fabriken, nicht wie bei uns Rente mit 63, kannst Du dort vergessen.
Ist doch nur logisch, dass dort ein Präsident gewählt wird, der „America first“ proklamiert und unnötige Einmischung in Kriege vermeidet.

Nur dass Trump jetzt alles zerstört, was die USA groß und erfolgreich gemacht hat. Wirtschaft braucht vor allem Planungssicherheit. Die ist angesichts seiner ständigen Drohungen nicht mehr möglich.

Auch an günstige Rohstoffe und Produkte kommen die USA nicht mehr, wenn alles mit Zöllen belegt sind - die nichts anderes als Steuererhöhungen für die US Verbraucher darstellen.

Am Ende werden eben jene darunter am meisten leiden, die du hier erwähnt hast... denn Trump meint nicht "America first", sondern "Ich und meine Miliardärskumpels first".

Und selbst die bekommen langsam kalte Füsse bei dem, was der Trumpel gerade anrichtet...

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@lucan-7

Und selbst die bekommen langsam kalte Füsse bei dem, was der Trumpel gerade anrichtet...

Woraus schließt du das?

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@hkmwk 

Woraus schließt du das?

Weil die Börse nicht wie beim letzten Mal steigt und die Wahrscheinlichkeit auf eine Rezession größer wird... damit werden Milliardäre zwar nicht zwangsläufig ärmer, aber das dürfte jetzt nicht deren Kalkulation gewesen sein.

Für eine Rebellion ist es aber noch zu früh, da zählen dann die langfristigen Aussichten.

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @lucan-7

@fizzibitz 

Nur dass Trump jetzt alles zerstört, was die USA groß und erfolgreich gemacht hat. 

 

Das sehe ich anders, denk mal an den Vietnam Krieg ist doch noch gar nicht so lange her. 
Hat der etwa die USA "groß und erfolgreich" gemacht?? Im Gegenteil, der war  eine Riesenblamage für das ganze Land.  Und unter Trump ist die Gefahr viel kleiner geworden dass sich so etwas noch mal wiederholt, Du aber lechzt ja geradezu nach Krieg und Soldatenblut.....

 

[Für diesen Beitrag gibt es die Gelbe Karte. Grund: Nichts, was Lucan hier schreibt, rechtfertigt Aussagen wie "Du aber lechzt ja geradezu nach Krieg und Soldatenblut....." oder "vor 80 Jahren erst hättest Du also einen Orden bekommen, sozusagen das eiserne Kreuz am Bande für Wehrdienstertüchtigung". MfG AleschaMod]

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

Das sehe ich anders, denk mal an den Vietnam Krieg ist doch noch gar nicht so lange her. 
Hat der etwa die USA "groß und erfolgreich" gemacht?? Im Gegenteil, der war  eine Riesenblamage für das ganze Land.  Und unter Trump ist die Gefahr viel kleiner geworden dass sich so etwas noch mal wiederholt,

Trump zerstört die Bündnisse und die Verlässlichkeit von Abkommen mit den USA sowie die Demokratie und die Strukturen des US Staates. Wie sehr das den USA auch selbst schaden wird ist noch gar nicht abzusehen.

Und das hier:

Du aber lechzt ja geradezu nach Krieg und Soldatenblut.....

habe ich jetzt gemeldet... auch meine Geduld hat Grenzen!

 

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlichch t von: @lucan-7,

 

habe ich jetzt gemeldet... auch meine Geduld hat Grenzen!

 

Warum plötzlich so dünnhäutig?  Du kannst es nicht gut leiden wenn jemand anderer Meinung ist als Du, stimmts?
Ich erzähle dazu mal eine andere Geschichte: mein Vater war 1943 auf dem Ost-Feldzug Richtung Moskau.
Dazu hat er sogar eine Tapferkeits Ehrenurkunde bekomen, die habe ich sogar digital auf meinem Computer,  könnte ich Dir zeigen.
Hat Deutschland den Krieg nun gewonnen?? Hat es ihm was genützt? Im Gegenteil,  nach dem Krieg hat er mich dann gezeugt und hätte eigentlich doch noch ein schönes Leben mit meiner Mutter haben können.
Aber irgendwie schien er verändert.  Er hat nie ausgelassen mit uns Kindern gespielt oder war nie irgendwie besonders fröhlich.
Er hat nie was über den Krieg erzählt, ob die da Juden erschossen  haben oder  Partisanen,  ob er zerrissene Leiber gesehen hat oder was immer, keine Ahnung.
Er hat gesessen und gesessen und gegrübelt und gegrübelt und geraucht und geraucht............solange bis er schlagartig mit  53 Jahren tot umgefallen ist,  Herzinfarkt halt.
Ich denke,  das war  immer noch eine Spätfolge des Krieges.
Was ich damit sagen wollte, egal, ob man einen Krieg gewinnt oder verliert, sobald man in einen Krieg verwickelt wird,  ist das Leben schon zu Ende und die Lebensqualität ist im Eimer, denk nur mal an die Veteranen des Vietnam Krieges.

Ich hätte doch wohl lieber die BSW wählen sollen,  dann hätten die vielleicht die 5 Prozent doch noch geschafft.
Ich erinnere mich nämlich an eine Rede auf Youtube von Sarah Wagenknecht, die mir sehr gut gefallen hat.
Sie sagte sinngemäß.....sobald wir die Tore zur Hölle öffnen zu einem Krieg, bekommen wir die so schnell nicht wieder zugeschlossen....dann kommt alles andere auch hinterher....Folter, Vergewaltigung,  Mord und Totschlag, die ganze Palette....

Bei Dir aber hört es sich ganz anders an....so wie einst Dschingis Khan auf dem Pferd mit in der Sonne glänzendem Schwert möchtest Du in Deiner Fantasie quasi den bösen Russen mal zeigen, wer hier das Sagen hat...
Solche Kriegsromatik gibt es aber nur in Hollywood Filmen...

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

Warum plötzlich so dünnhäutig? Du kannst es nicht gut leiden wenn jemand anderer Meinung ist als Du, stimmts?

Du hast geschrieben, ich würde "nach Krieg und Soldatenblut lechzen".

Das ist keine "Meinungsäusserung". Mich als blutrünstigen Menschen darzustellen, der sich Krieg und Tote wünscht ist eine klare Beleidigung.

Über die GK habe nicht ich entschieden. Und wenn du es immer noch nicht verstehst, was du hier geschrieben hast, sehe ich auch vorerst keine Grundlage mehr die Diskussion hier weiter fortzusetzen.

Wie gesagt - ich habe meine Grenzen.

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @fizzibitz

Er hat gesessen und gesessen und gegrübelt und gegrübelt und geraucht und geraucht............
solange bis er schlagartig mit  53 Jahren tot umgefallen ist,  Herzinfarkt halt.
Ich denke,  das war  immer noch eine Spätfolge des Krieges.

Wie alt warst Du da?

chai antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@chai

 

17 Jahre

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Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@fizzibitz Danke. 

Ich geh davon aus, dass da keiner als derselbe zurückkam. 
Und ich sehe alte Menschen, die erst jetzt - in Ruhestand - von diesen Dingen wieder eingeholt werden. 

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

Was ich damit sagen wollte, egal, ob man einen Krieg gewinnt oder verliert, sobald man in einen Krieg verwickelt wird, ist das Leben schon zu Ende und die Lebensqualität ist im Eimer, denk nur mal an die Veteranen des Vietnam Krieges.

Das nur noch als Ergänzung: Denkst du nicht, dass es auch eine Auswirkung gehabt haben kann, ob ihm bewusst war dass er an einem verbrecherischen Angriffskrieg beteiligt war- und eben nicht eine freie Gesellschaft verteidigt hat?

Es ist ein Unterschied, ob man bereit ist, als Feuerwehrmann einen Brand zu löschen - und dabei hofft, dass nie einer ausbrechen wird - oder ob man selber ein Brandstifter ist, der Freude an Feuern hat!

Putin ist bereit, Europa anzugreifen, wenn es denn schwach und hilflos ist. Das ergibt sich aus seinen politischen Handlungen - insbesondere was die baltischen Staaten betrifft.

Falls aber Europa NICHT schwach und hilflos ist - etwa, weil die Menschen bereit sind, sich zu verteidigen - dann gibt es auch keinen Krieg. Weil dann das Risiko für Putin zu hoch ist.

Diese Verteidigungsbereitschaft mit dem Willen zu einem Angriffs- und Vernichtungskrieg gleichzusetzen ist entweder eine bodenlose Unverschämtheit oder Dummheit... suche dir aus, was dir besser gefällt!

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7 

Das nur noch als Ergänzung: Denkst du nicht, dass es auch eine Auswirkung gehabt haben kann, ob ihm bewusst war dass er an einem verbrecherischen Angriffskrieg beteiligt war- und eben nicht eine freie Gesellschaft verteidigt hat?

Das ist nicht so wahrscheinlich.

derelch antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @lucan-7

dann wäre der Krieg seit zwei Jahren vorbei.

Das ist eine spannende Frage, ob das so gewesen wäre.. Hätte nicht einfach Putin die Unterstützung aus Nordkorea sich nur eher geholt?

tatokala antworten
10 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@tatokala 

Das ist eine spannende Frage, ob das so gewesen wäre.. Hätte nicht einfach Putin die Unterstützung aus Nordkorea sich nur eher geholt?

Das hätte ihm nichts genutzt. Damals ging für Russland die einzige Verbindung an die Front im Süden, also da, wo die Ukraine ihren Gegenangriff gestartet hat, über die Kertsch-Brücke. Wäre die Brücke zerstört worden hätten die Russen kaum noch nennenswerte Mengen an die Front bringen können.

Hinzu kommen die Verzögerungen bei den Waffen. Diese Verzögerung hat es den Russen ermöglicht, Minengürtel anzulegen, welche ja schließlich den Vormarsch der Ukrainer gestoppt haben.

Mit Zerstörung der Brücke, rechtzeitiger Lieferung und größeren Liefermengen stünde die Ukrainische Armee heute mindestens vor der Krim - über den Rest kann man nur spekulieren.

 

Das war aber von den Biden und Scholz nicht gewünscht. Biden hat zu Beginn des Krieges ein Lend/Lease Programm im Volumen von 47 Milliarden Dollar zugunsten der Ukraine bewilligt bekommen, nach dem Vorbild von lend/lease aus dem 2. Weltkrieg.

Von den 47 Milliarden, die der Ukraine dadurch zur Verfügung standen... hat er nicht einen Cent abgerufen! Gar nichts!

Gleichzeitig wurden in den USA alte, aber noch funktionierende Schützenpanzer verschrottet, die nicht mehr gebraucht wurden - statt sie in die Ukraine zu schicken, wo man sie dringend benötigte.

 

Das zeigt ziemlich deutlich, wer jetzt an der Misere schuld ist. Alle haben gewusst, dass Trump die Wahl gewinnen könnte - und dass er nicht viel von der Unterstützung für die Ukraine hält. Alle haben gewusst, dass Putin auf Zeit spielt.

Die jetzige Situation ist dem Westen zu verdanken, vor allem USA und Deutschland. Man hat sich dagegen entschieden, die Ukraine ausreichend zu unterstützen und den Krieg zu beenden.

Dadurch hat der Westen einiges an Glaubwürdigkeit verloren.

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@lucan-7 

Das war aber von den Biden und Scholz nicht gewünscht.

Das halte ich ehrlich gesagt für eine Legende.

Biden hat zu Beginn des Krieges ein Lend/Lease Programm im Volumen von 47 Milliarden Dollar zugunsten der Ukraine bewilligt bekommen, nach dem Vorbild von lend/lease aus dem 2. Weltkrieg.

Statt "Lend&Lease" was der Ukraine 100 Jahre Schulden einträgt, bekommt die Ukraine alles geschenkt. Ansonsten müsste vielleicht schon die Ukrainer als Kreditnehmer etwas anfordern und nicht der Kreditgeber.

Gleichzeitig wurden in den USA alte, aber noch funktionierende Schützenpanzer verschrottet, die nicht mehr gebraucht wurden - statt sie in die Ukraine zu schicken, wo man sie dringend benötigte.

Das schreibst du nicht das erste mal. Verifizieren lässt sich das mit einer einfachen Suchanfrage nicht. Hilf mir mal mit einer Quelle auf die Sprünge.

Das zeigt ziemlich deutlich, wer jetzt an der Misere schuld ist.

Putin.

Die jetzige Situation ist dem Westen zu verdanken, vor allem USA und Deutschland. Man hat sich dagegen entschieden, die Ukraine ausreichend zu unterstützen und den Krieg zu beenden.

Noch eine Legende.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@derelch 

Das halte ich ehrlich gesagt für eine Legende.

Das kannst du gerne nachlesen.

Es war der Ukraine ausdrücklich verboten, gelieferte Waffen auf russischem Territorium einzusetzen. Das heißt, es durften weder russische Flughäfen angegriffen werden, auf denen die Bomber standen, die die Ukraine angriffen, noch die Kertsch Brücke, über die der Nachschub per Eisenbahn an die Südfront bei Saporischja gebracht wurde. Die Eisenbahnverbindungen durch Donezk konnten zu dieser Zeit nicht benutzt werden, weil sie zu nah an der Front waren.

 

Statt "Lend&Lease" was der Ukraine 100 Jahre Schulden einträgt, bekommt die Ukraine alles geschenkt. Ansonsten müsste vielleicht schon die Ukrainer als Kreditnehmer etwas anfordern und nicht der Kreditgeber.

Lend & Lease war ZUSÄTZLICH zu den bereitgestellten Lieferungen bewilligt. Frag' doch mal Selenskyj, ob er nicht gerne nochmal die Hälfte des insgesamt von den USA gelieferten Materials zusätzlich gehabt hätte... oder noch haben würde.

47 Milliarden sind auch keine "100 Jahre Schulden". Aber Ende 2022 hätte das den Sieg an der Front bringen können.

 

Das schreibst du nicht das erste mal. Verifizieren lässt sich das mit einer einfachen Suchanfrage nicht. Hilf mir mal mit einer Quelle auf die Sprünge.

Habe es jetzt auch nochmal versucht, ich finde die Quelle nicht mehr... Google spuckt da tatsächlich nicht viel aus, weder auf deutsch noch auf englisch. Es gibt Blogs dazu, Tatsache ist jedenfalls dass das Material in den USA laufend erneuert und eingelagertes Material nach einem bestimmten Ablaufdatum verschrottet wird. Die Lieferungen der USa hätten wesentlich höher ausfallen können.

 

Putin.

Es geht um die Misere, dass Putin nicht aufgehalten wurde. Trotz der geballten Wirtschaftskraft von Europa und der USA zusammen, gegen die die Wirtschaft Russlands nur ein müder Witz ist.

Es war nicht gewollt, ganz einfach.

Hätten die USA und Europa gewollt, dass die Ukraine genügend Waffen bekommt, um Russland zu schlagen, dann hätte die Ukraine diese Waffen auch bekommen. Dass der Westen dazu nicht in der Lage war, Russland und Nordkorea materialtechnisch zu schlagen wäre schlicht Blödsinn. Es war politisch nicht gewünscht.

 

Noch eine Legende.

Lies einfach nochmal nach, welche Beschränkungen man der Ukraine auferlegt hat und was alles so lange verzögert wurde, bis Russland sich eingegraben und zur Verteidigung bereit gemacht hatte.

Und mit lediglich 30 oder 90 modernen Panzern kann man die russische Armee auch nicht schlagen. Mehr hat die Ukraine aber nicht bekommen.

Dann hiess es zuerst, die Ukraine würde gar keine Flugzeuge brauchen... was jeder Militärstratege als bösen Witz begreifen muss. Natürlich wurden Flugzeuge gebraucht... aber auch die kamen viel zu spät.

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
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@lucan-7 

Es war der Ukraine ausdrücklich verboten, gelieferte Waffen auf russischem Territorium einzusetzen.

Das war aber nicht deine Aussage, sondern dass Biden und Scholz nicht wollten dass die Russen zurück geschlagen werden und deshalb vorsätzlich zuwenig Waffen geliefert hätten.

Das heißt, es durften weder russische Flughäfen angegriffen werden, auf denen die Bomber standen, die die Ukraine angriffen, noch die Kertsch Brücke, über die der Nachschub per Eisenbahn an die Südfront bei Saporischja gebracht wurde.

Die Kertschbrücke wurde angegriffen, mehrfach. Die Krim ist auch kein russisches Territorium und die Kertschbrücke ein illegales Bauwerk. Absolut legitimes Ziel.

Lend & Lease war ZUSÄTZLICH zu den bereitgestellten Lieferungen bewilligt.

Lend&Lease ist ein Programm, was Waffenlieferungen am Kongress vorbei ermöglicht hätte. Das war aber nicht nötig, weil der Kongress bis dato einigermassen mitgezogen hat und es heisst nicht dass es das geld zusätzlich gegeben hätte.

Frag' doch mal Selenskyj, ob er nicht gerne nochmal die Hälfte des insgesamt von den USA gelieferten Materials zusätzlich gehabt hätte... oder noch haben würde.

Selenski hätte alles genommen, was schlagkräftig ist. Am meisten gedient hätte den Ukrainer allerdings wenn mit den Waffen auch Soldaten gekommen wären.

47 Milliarden sind auch keine "100 Jahre Schulden". Aber Ende 2022 hätte das den Sieg an der Front bringen können.

Grossbritannien und Sowjetuniun/Russland haben bis 61 Jahre lang nach Kriegsende gezahlt. Die Ukraine ist finanziell tot, die wird genau nichts zahlen. 

Es geht um die Misere, dass Putin nicht aufgehalten wurde. Trotz der geballten Wirtschaftskraft von Europa und der USA zusammen, gegen die die Wirtschaft Russlands nur ein müder Witz ist.

Wirtschaftskraft hin oder her, das einzige was die Ukraine in ihrem Fortbestand gesichert hätte, wäre der aktive Kriegseintritt der Nato gewesen und das wollte tatsächlich genau niemand.
Es ist ein Märchen, dass massive Waffenlieferungen die Ukraine gerettet hätten. Aber es ist natürlich toll, wenn man einen Sündenbock hat.

Auch wenn du es immer noch nicht hören willst. Die europäische Rüstungsindustrie ist nicht leistungsfähig, was daran liegt dass diese gewinnorientiert arbeitet. Produktionskapazitäten sind mässig und nicht skalierbar, der Staat einfach ein lumpiger Kunde, der sich hinten anstellen muss. Das Problem hat Putin als Autokrat eben nicht.

Und mit lediglich 30 oder 90 modernen Panzern kann man die russische Armee auch nicht schlagen. Mehr hat die Ukraine aber nicht bekommen.

Selbstverständlich hat die Ukraine mehr Panzer bekommen. Über 1000 Schützenpanzer, 250 Kampfpanzer (der Sowjetplunder nicht eingerechnet). Aber auch ein Leopard 2 oder ein Abrams ist kein Wundermittel.

 

 

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@derelch 

Das war aber nicht deine Aussage, sondern dass Biden und Scholz nicht wollten dass die Russen zurück geschlagen werden und deshalb vorsätzlich zuwenig Waffen geliefert hätten.

Richtig. Es waren zu wenig Waffen - und jene, die geliefert wurden, wurden zusätzlich noch eingeschränkt. Selbst militärische Ziele - also etwa Bomber, die auf Flugfeldern stehen - durften nicht mit Waffen mit langer Reichweite angegriffen werden.

Zudem wurden die Waffenlieferungen ewig verzögert - und zwar so lange, dass sich Russland darauf einstellen konnte. In gleicher Weise wurde auch die notwendige Ausbildung der Ukrainer verzögert, was den Einsatz noch einmal nach hinten verschob.

Und das waren bewusste Entscheidungen.

 

Die Kertschbrücke wurde angegriffen, mehrfach. Die Krim ist auch kein russisches Territorium und die Kertschbrücke ein illegales Bauwerk. Absolut legitimes Ziel.

Die Kertschbrücke wurde nur mit Waffen aus ukrainischer Produktion angegriffen. Es war ihr nicht erlaubt, dazu westliche Waffen zu verwenden. Der Taurus wurde nicht geliefert aus Angst, dass damit die Kertschbrücke angegriffen werden könne.

Lend&Lease ist ein Programm, was Waffenlieferungen am Kongress vorbei ermöglicht hätte. Das war aber nicht nötig, weil der Kongress bis dato einigermassen mitgezogen hat und es heisst nicht dass es das geld zusätzlich gegeben hätte.

Selbstverständlich wären damit zusätzliche Lieferungen möglich gewesen, weil dabei eine andere Finanzierung vorgesehen war.

 

Selenski hätte alles genommen, was schlagkräftig ist. Am meisten gedient hätte den Ukrainer allerdings wenn mit den Waffen auch Soldaten gekommen wären.

Den größten Mangel hatte die Ukraine bei der Artilleriemunition. Auch da hat es ewig gedauert, bis die Produktion aufgenommen wurde.

Es stünden auch genügend Soldaten zur Verfügung - Selenskyj hat nur bewusst darauf verzicht, auch jüngere Männer einzuziehen.

 

Wirtschaftskraft hin oder her, das einzige was die Ukraine in ihrem Fortbestand gesichert hätte, wäre der aktive Kriegseintritt der Nato gewesen und das wollte tatsächlich genau niemand.

Nein, Ende 2022/Anfang 2023 war die Russische Armee völlig unorganisiert und auf einen massiven Angriff nicht vorbereitet. Zu diesem Zeitpunkt hätte sie durch die Ukraine geschlagen werden können - wenn denn zuvor die nötigen Waffen geliefert worden wären.

Genau das hat man aber bewusst vermieden.

 

Es ist ein Märchen, dass massive Waffenlieferungen die Ukraine gerettet hätten. Aber es ist natürlich toll, wenn man einen Sündenbock hat.

Auf welcher Basis willst du denn beurteilen, dass es ein "Märchen" ist?

Ich verfolge seit Kriegsbeginn beinahe täglich sehr intensiv alle Nachrichten im Detail, nicht nur aus den großen Medien, sondern auch aus anderen Quellen wie Bloggern, Kommentare von Experten und dergleichen.

Das ist nicht ganz einfach, weil es da viel Unsinn und Propaganda gibt, entsprechend vorsichtig bin ich da auch... aber mit der Zeit ergibt sich da doch ein gewisses Bild, welchen Quellen man da vertrauen kann.

Deshalb ergibt sich hier auch ein recht eindeutiges Bild für mich.

Woher du deine Eindrücke hast wirst du wohl nur selber wissen...

 

Selbstverständlich hat die Ukraine mehr Panzer bekommen. Über 1000 Schützenpanzer, 250 Kampfpanzer (der Sowjetplunder nicht eingerechnet). Aber auch ein Leopard 2 oder ein Abrams ist kein Wundermittel.

Ich sag' doch, dass es nicht reicht... und man hat auch trotz "Zeitenwende" lange keine Notwendigkeit gesehen, Aufträge zu vergeben und Kapazitäten hochzufahren.

 

lucan-7 antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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@lucan-7 ich glaube der will einfach sein Volk schützen, indem er junge Männer, die noch keine Familie haben, schützt? 

In Deutschland würde an sowas keiner denken...man würde die letzte Jugend vermutlich ohne Skrupel an die Front schicken.

Hätte Deutschland von anderen westlichen Staaten Hilfe bei den Ukrainischen Leuten bekommen, wäre vielleicht auch mehr Spielraum für Deutschland gewesen die Waffenlieferungen hoch zu schrauben. 

kappa antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@kappa 

ich glaube der will einfach sein Volk schützen, indem er junge Männer, die noch keine Familie haben, schützt? 

In Deutschland würde an sowas keiner denken...man würde die letzte Jugend vermutlich ohne Skrupel an die Front schicken.

Letztlich stehen simple Rechnungen dahinter, wie die Chancen am größten sind, dass das Volk erhalten wird.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@derelch (zum Beitrag)

Grossbritannien und Sowjetuniun/Russland haben bis 61 Jahre lang nach Kriegsende gezahlt.

Als Kind habe ich von meinem Vater (der das im DLF gehört hatte) erfahren, dass die UdSSR nach dem 2.WK die Schulden gegenüber den USA nicht zurückgezahlt haben.

Bleibt also nur GB.

hkmwk antworten
DerElch
(@derelch)
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@hkmwk 

Als Kind habe ich von meinem Vater (der das im DLF gehört hatte) erfahren, dass die UdSSR nach dem 2.WK die Schulden gegenüber den USA nicht zurückgezahlt haben.

Dass du Kind warst ist schon ziemlich lange her. Könnte sein, dass sich Sachverhalte in 50 Jahren ändern. 

Die Sowjetunion hat schon während des Krieges mit Bodenschätzen gezahlt und nach dem Krieg hat Russland 2006 die letzte Zahlung geleistet, genau wie GB. 61 Jahre nach Kriegsende.

derelch antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@derelch 

Könnte sein, dass sich Sachverhalte in 50 Jahren ändern.

Ich hab jetzt nachgeschaut: Die Sowjetunion hat sich 1972 bereit erklärt, diese Schulden zurückzuzahlen.

und nach dem Krieg hat Russland 2006 die letzte Zahlung geleistet

Also 34 Jahre nach Beginn der Rückzahlungen. Falls es noch um diese Schulden ging, im Rahmen der Entspannungspolitik hat ja praktisch der gesamte Sowjetblock westliche Schulden aufgenommen …

Laut Wikipedia hat wollte die UdSSR nur 1972-2001 zahlen, insgesamt 722 Millionen (weniger als 10% des Werts der gelieferten Güter, bzw. etwas mehr als ein Viertel der gelieferten zivilen Güter, die reine Militärhilfe bekam die UdSSR geschenkt).

hkmwk antworten


Petzi77
Beiträge : 27

@lucan-7 
Krieg ist Krieg. Tote bleiben Tot. Kein einziger Krieg ist ein "guter Krieg". Im Krieg gibt es keine Sieger - nur Überlebende.

"Sieger" ist hier nur einer, Satan der täglich eine "reiche Ernte" einfährt. Wer Waffen in die Ukraine oder einen anderen Krisenherd geliefert haben will, der soll diese Waffen höchstpersönlich bis an die Front bringen. Mal sehen was er dabei lernt. 

Ich bete lieber dafür, dass jegliche Kampfhandlung in der Ukraine aufhört. Es ist von Anfang an ein sinnloses Morden gewesen. Wie schon die Morde auf dem Maidanplatz. Ist es nicht himmelschreiend, das es bereits 2022 einen quasi unterschriftsreifen Friedensvertrag gab, und dennoch weiterhin täglich Dutzende oder gar hunderte Menschen sterben. Gott kennt die tatsächlich Verantwortlichen für all diese Morde, und ich bin froh, das Gott nicht nur Liebe, sondern auch Gerechtigkeit ist.

Ansonsten schlage ich vor: Wer hier mitliest betet für all die armen Mitmenschen, die in diesen Fleischwolf gesteckt werden, ohne eigene Wahlmöglichkeit. Und für ein schnelles Ende aller Kämpfe.

petzi77 antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
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@petzi77 

Krieg ist Krieg. Tote bleiben Tot. Kein einziger Krieg ist ein "guter Krieg". Im Krieg gibt es keine Sieger - nur Überlebende.

Dem stimme ich zu. Es gibt keinen "guten Krieg".

Allerdings gibt es manchmal berechtigte Gründe, sich auf einen Krieg einzulassen. Dafür gibt es Beispiele in der Geschichte - nicht zuletzt auch in der Bibel.

 

Ich bete lieber dafür, dass jegliche Kampfhandlung in der Ukraine aufhört. Es ist von Anfang an ein sinnloses Morden gewesen.

Das allein dürfte nicht ausreichen. Es geht auch darum, dass aus dem Ukrainekrieg auch in Zukunft keine weiteren Kampfhandlungen folgen. Denn genau diese Befürchtung ist es ja, die dazu führte, dass sich der Westen einmischte.

Und es gibt gute Gründe für diese Befürchtung.

 

 

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

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@lucan-7 Doch, es gibt einen guten Krieg.

 

Gabe es keine Alliierten so würde Deutschland damals weiter machen. Wären noch mehr Juden gestorben.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@meriadoc 

Doch, es gibt einen guten Krieg.

 

Gabe es keine Alliierten so würde Deutschland damals weiter machen. Wären noch mehr Juden gestorben.

Das Eingreifen der Alliierten im 2. Weltkrieg war gerechtfertigt und hat vor größerem Schaden bewahrt.

Ich würde es deshalb aber trotzdem keinen "guten Krieg" nennen.

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

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@lucan-7 

Wie gut das Hitler nie eine Atomwaffe hatte. Es hat zwar einiges gefehlt, aber weit weg war er nicht.

 

Hätte er eine, dann wäre London weg, Moskau weg und wer weiß, auch einige Ziele in Amerika.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@meriadoc 

Wie gut das Hitler nie eine Atomwaffe hatte. Es hat zwar einiges gefehlt, aber weit weg war er nicht.

Rein technisch gesehen hätten die Nazis die Möglichkeit zur Atombombe gehabt - und auch prinzipiell die Fähigkeit, New York zu bombardieren.

Aber selbst wenn sie alle verfügbaren Kapazitäten darauf verwendet hätten wäre die Waffe mehr oder weniger zeitgleich mit der amerikanischen Bombe fertig geworden... dann wäre entweder der Krieg zu Ende gewesen, oder die USA hätten langfristig wesentlich mehr Schaden anrichten können.

Aber ja, ich denke man muss sich immer mal wieder klar machen, dass die Nazis den Krieg aufgrund wirtschaftlicher und technischer Faktoren verloren haben... nicht durch moralische Gründe. Das "Gute" (Oder sagen wir mal: Das "Bessere") siegt nicht automatisch.

Das sollten wir nie vergessen...

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@lucan-7 

Aber selbst wenn sie alle verfügbaren Kapazitäten darauf verwendet hätten wäre die Waffe mehr oder weniger zeitgleich mit der amerikanischen Bombe fertig geworden...

Ziemlich optimistisch geschätzt. Den Aufwand, den die USA betrieben haben, hätte sich Deutschland nicht leisten können. Die deutsche Bombe wäre wohl ca. 1947 fertig geworden. Und deshalb haben die deutschen Atomphysiker gesagt: Lohnt sich nicht, bis dahin ist der Krieg zu Ende.

oder die USA hätten langfristig wesentlich mehr Schaden anrichten können.

Also wenn ich mich auf dein Szenario einlasse: Woher willst du das wissen? In Japan hätten die USA keine dritte Bombe schmeißen können, bzw. erst nach einiger Zeit (Anreichern, um nächste Bombe herstellen). Also hätte wohl der gewonnen, der zuerst das Atomzentrum der Gegenseite ausschalten kann.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@hkmwk 

Ziemlich optimistisch geschätzt. Den Aufwand, den die USA betrieben haben, hätte sich Deutschland nicht leisten können. Die deutsche Bombe wäre wohl ca. 1947 fertig geworden. Und deshalb haben die deutschen Atomphysiker gesagt: Lohnt sich nicht, bis dahin ist der Krieg zu Ende.

Schwer zu sagen. Das Material und die Forscher waren in Deutschland vorhanden - aber das Potential wurde nicht erkannt. Es gab einen Zwischenfall, als durch Sabotage ein Boot in Norwegen sank, das "schweres Wasser" geladen hatte, das die Deutschen für ihre Versuche verwenden wollten - damit war im Grunde die Herstellung einer Atombombe bereits hinfällig. Es war also so oder so knapp.

 

Woher willst du das wissen? In Japan hätten die USA keine dritte Bombe schmeißen können, bzw. erst nach einiger Zeit (Anreichern, um nächste Bombe herstellen). Also hätte wohl der gewonnen, der zuerst das Atomzentrum der Gegenseite ausschalten kann.

Und das wären wohl die Amerikaner gewesen. Deutschland verfügte zwar über eine Handvoll Flugzeuge, die Amerika erreichen konnten, das heißt der Abwurf einer einzelnen Bombe an der Ostküste wäre möglich gewesen. Aber komplexere Aktionen waren da nicht drin, und Los Alamos lag realistisch betrachtet außer Reichweite.

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@lucan-7 

Es gab einen Zwischenfall, als durch Sabotage ein Boot in Norwegen sank, das "schweres Wasser" geladen hatte, das die Deutschen für ihre Versuche verwenden wollten

Für Atombomben braucht man sviw kein schweres Wasser, das betraf die Reaktorentwicklung.

Deutschland verfügte zwar über eine Handvoll Flugzeuge

Flugzeuge wären nicht die einzige Möglichkeit. Ein U-Boot, dass die Bombe in Mexiko an Land bringt, dann Transport per LKW … Wenn der nah genug an Los Alamos herankommt, um die Produktionsanlagen zu zerstören, haben die USA keine Atombomben mehr.

Es kommt darauf an, wer zuerst zuschlagen kann.

Aber das sind unnütze Gedankenspiele, denn das D rechtzeitig eine Bombe gehabt hätte, war ja unwahrscheinlich.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@hkmwk 

Für Atombomben braucht man sviw kein schweres Wasser, das betraf die Reaktorentwicklung.

Es war notwendig für die Grundlagenforschung und meines Wissens auch für die Erzeugung von Plutonium. Die USA waren 1942 jedenfalls besorgt, als sie erfuhren dass die Deutschen in Norwegen Schweres Wasser produzierten.

Flugzeuge wären nicht die einzige Möglichkeit. Ein U-Boot, dass die Bombe in Mexiko an Land bringt, dann Transport per LKW … Wenn der nah genug an Los Alamos herankommt, um die Produktionsanlagen zu zerstören, haben die USA keine Atombomben mehr.

Im Film funktioniert so etwas. In der Realität wohl eher nicht. Der LKW samt Besatzung müsste völlig unauffällig sein, korrekte Papiere haben und sich wie Einheimische verhalten.

Meines Wissens sind praktisch alle deutschen Spione in England und den USA nach kurzer Zeit geschnappt worden. Wenn das schon bei unauffälligen Einzelpersonen der Fall war, dann wohl erst recht mit einem Lastwagen...

Dann schon eher ein einzelnes Flugzeug mit entsprechender Reichweite, das dann halt im Anschluss nicht mehr zurückfliegt...

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@lucan-7 

Meines Wissens sind praktisch alle deutschen Spione in England und den USA nach kurzer Zeit geschnappt worden.

Oh, das war mir nicht bewusst.

hkmwk antworten
Petzi77
(@petzi77)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 27

@lucan-7 
Im Licht der Bibel betrachtet, sind alle "guten Gründe", die hier und in den Medien für Krieg und Tot angeführt werden, mit einem vom König Salomo oft genutzen Wort zu sehen: Es sind alles nichtige Gründe.

Klar, die biblische Botschaft wird Kriege nicht verhindern. Aber es sollte doch ausreichen, dass hier, in einem christlichen Forum, der Aufruf Frieden zu halten und Frieden zu suchen höher geachtet wird, als der zu Mord und Totschlag. Denn ... 

... biblisch betrachtet ist "die Rache" Gottes Angelegenheit.

Biblisch betrachtet hat Gott uns in der Bibel mehr als genug Beispiele gegeben, das nicht wir - sonder er  - für uns kämpfen will und wird.

Biblisch betrachtet hat Jesus selbst uns ein Vorbild gegeben, wie ein Christ / eine christliche Nation kämpfen soll. Sogar Nichtchristen haben diesen Punkt der biblischen Botschaft gelegentlich besser verstanden, als viele Christen - siehe Mahadma Ghandi.

Biblische Beispiele:

  • Pharao und die gesamte ägyptische Armee kommen im Roten Meer um, weil Mose Gott gehorcht - Israel ist gerettet
  • Gideon besiegt mit 300 Mann über 100.000 Kämpfer der Midianiter, obwohl eigentlich stehen die 300 nur rum und gucken zu, wie die Feinde sich selbst besiegen. Weil Sie Gott gehorchen.
  • Jericho' Mauern fallen ohne zutun von Menschenhand und die uneinnehmbare Festung wird ohne eigene Verluste "eingenommen", weil sie Gott gehorchen.
  • König Josaphat zieht im größten Gottvertrauen gegen einen übermächtigen Feind. Und als das Heer am Schlachtfeld ankommt, liegen alle Feinde tot umher, weil sie sich gegenseitig getötet haben
  • Jerusalem ist rettungslos verloren vom Assyrischen Heer belagert. Der König betet zu Gott und in der selben Nacht sterben 185.000 Assyrische Soldaten, was das Ende der Belagerung bedeutet.
  • ... usw., usw.

Nochmals: Klar, die biblische Botschaft wird Kriege nicht verhindern. Aber es sollte doch ausreichen, das hier in einem christlichen Forum nicht die nichtigen "Argumente" omnipräsent propagiert werden, sondern der Aufruf Frieden zu halten und Frieden zu suchen.

petzi77 antworten
DerElch
(@derelch)
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@petzi77 

Im Licht der Bibel ... klar.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@petzi77 

Im Licht der Bibel betrachtet, sind alle "guten Gründe", die hier und in den Medien für Krieg und Tot angeführt werden, mit einem vom König Salomo oft genutzen Wort zu sehen: Es sind alles nichtige Gründe.

Wären die Alliierten Franzosen, Engländer und US-Amerikaner gute Christen in diesem Sinne gewesen wären im 2. Weltkrieg demnach noch sehr viel mehr Menschen gestorben.

Denn nach dem Plan der Nazis wären nicht nur nicht noch mehr Juden, sondern auch noch wesentlich mehr Sowjetbürger gestorben. Denn statt 20 Millionen Toten waren mindestens 30 Millionen Tote im Osten geplant... zusätzlich zu den Juden, die ermordet wurden.

Außerdem würde das Nazi Regime möglicherweise bis heute bestehen, mit allen Konsequenzen.

Wäre das wirklich wünschenswert gewesen?

Aber vielleicht sagst du, dass Gott das verhindert hätte...?

Nun ja. Vielleicht hat er das ja. Denn die Nazis haben ihre Pläne nicht verwirklichen können. Weil andere Menschen bereit waren, in den Krieg zu ziehen...

lucan-7 antworten
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@petzi77 

Aaaalso gibt es doch gute Kriege??

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DerElch
(@derelch)
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@petzi77 

Krieg ist Krieg. Tote bleiben Tot. Kein einziger Krieg ist ein "guter Krieg".

Sag das Herrn Putin. Es ist schon erstaunlich wie offen und versteckt man den Widerstand gegen die russische Invasion geiseln kann, ohne auch nur einmal zu erwähnen, dass es Russland war das den Krieg angezettelt hat. Aus niederigen Beweggründen notabene.

Ist es nicht himmelschreiend, das es bereits 2022 einen quasi unterschriftsreifen Friedensvertrag gab,

Das ist ein Märchen.

derelch antworten
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Veröffentlicht von: @petzi77

Ist es nicht himmelschreiend, das es bereits 2022 einen quasi unterschriftsreifen Friedensvertrag gab, und dennoch weiterhin täglich Dutzende oder gar hunderte Menschen sterben. Gott kennt die tatsächlich Verantwortlichen

Das klingt für mich, als ob Ukraine schuld war.

Wie war das mit Butscha? Vergessen?

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@lucan-7 

Münchner Sicherheitskonferenz

Vance stänkert bis jetzt nur herum. 

 

China droht

 

Bin mal gespannt, welche Töne da noch fallen.

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44 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@meriadoc 

Vance stänkert bis jetzt nur herum. 

Das heißt wohl übersetzt: Er ist von Trump mit keinerlei Vollmachten ausgestattet worden, so dass er nichts Konkretes sagen konnte.

Was die Verantwortung der europäischen Länder betrifft, so bemängelt Vance/Trump die Versäumnisse allerdings zu Recht. Europa muss in der Lage sein, Friedenstruppen zu senden, die so schlagkräftig sind, dass Russland wirksam abgeschreckt wird.

Wie Trump Putin dazu bringen will, dergleichen zu akzeptieren... das werden wir noch sehen.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@meriadoc (zum Beitrag)

Vance stänkert bis jetzt nur herum.

Dahinter steckt mehr.

Einerseits lenkt er ab: Europa hat so viel zu verdauen, dass es zu den kommenden Verhandlungen über die Ukraine nicht viel sagen kann.

Andererseits ist das ein Gegenangriff auf Vorwürfe, z.B. von Steinmeier: Nicht die USA sollen ihr Vorgehen überdenken, nein, die Europäer sollen sich anpassen. Wehe, sie schränken weiter die Meinungsfreiheit ein, indem sie Musk & Co. zwingen, Beiträge durch Faktenchecker prüfen und löschen zu lassen. Redefreiheit auf sozialen Medien!

Merz wird sich von Trump fragen lassen, warum er eine Koalition mit der AfD ausschließt, wo die doch Stabilität verspricht …

Der Auftrag für Vance ist klar: Die USA lassen sich in ihren Friedensplan für die Ukraine nicht von den Europäern reinreden, und Europa muss in Punkto soziale Medien und Umgang mit Populisten auf Linie gebracht werden.

Und warum das? Weil Trump das kann.

hkmwk antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 857

@hkmwk 

Wladimir Trump, Donald Putin, JD Vance, Viktor Orban und Elon Musk haben ein Ziel: Die europäischen Demokratien in Autokratien umzuwandeln und die EU zu vernichten!

1-ichthys antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@hkmwk 

Merz wird sich von Trump fragen lassen, warum er eine Koalition mit der AfD ausschließt, wo die doch Stabilität verspricht …

Der Auftrag für Vance ist klar: Die USA lassen sich in ihren Friedensplan für die Ukraine nicht von den Europäern reinreden, und Europa muss in Punkto soziale Medien und Umgang mit Populisten auf Linie gebracht werden.

Mit der AfD würde in Deutschland wohl eher Chaos ausbrechen... gar nicht mal konkret wegen deren Politik, sondern weil eine solche Regierung im Volk nicht akzeptiert werden würde.

Was übrigens auch ein Grund ist, warum Habek kein Kanzler werden sollte... auch der ist für so viele Menschen ein derartiges Feindbild, dass wir damit keine Stabilität mehr hätten.

Aber ein destabilisiertes Deutschland wäre durchaus im Sinne von Trump. Und von Putin.

Und dieser Gefahr sollten wir uns jetzt sehr schnell stellen... ich hoffe nur, dass Merz da die Kurve kriegt...

 

lucan-7 antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@lucan-7 

Wenn nicht? Dann muss Deutschland eben ein paar Jahre AfD aushalten. Geht das nicht, dann eben Neuwahlen. 

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Zum Beitrag

Aber ein destabilisiertes Deutschland wäre durchaus im Sinne von Trump.

Das glaube ich nicht so ohne weiteres. Ich habe die Rede von Vize Vance auf englisch und auf deutsch gehört. Er sprach davon, dass sie starke Alliierte wollen. Und dann hat er die Verantwortlichen aus der Hängematte geschubst in dem Abschnitt über Identität und mangelndem Selbstverständnis usw.

 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Ich habe die Rede von Vize Vance auf englisch und auf deutsch gehört. Er sprach davon, dass sie starke Alliierte wollen.

Sie wollen "starke" Alliierte... aber immer noch abhängige Alliierte, die USA sollen bestimmen wo es langgeht. Heißt also wirtschaftlich und militärisch "stark", so dass sie den USA notfalls nutzen können... aber nicht politisch stark, dass sie sich den USA widersetzen könnten.

lucan-7 antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@lucan-7 wenn die Amerikaner jetzt sagen.....macht euren Kram gefälligst alleine, uns wird das auf die Dauer zu teuer......sollten wir nicht das Gleiche auch zu den Ukrainern sagen?
Für uns wird das nämlich auch sehr teuer, die Rüstungsausgaben fast zu verdreifachen.
Wenn ich bei uns durch die Stadt gehe....die Tafeln platzen aus allen Nähten, vor der Caritas stehen die Leute Schlange und in der Stadtmitte unter den Kaufhausmarkisen ist alles mit Schlafsäcken von Obdachlosen belegt, auch Frauen dabei.
Die Rentner wühlen im Müll herum für Pfandflaschen.  Die Infrastruktur ist marode, die Schulen verschimmeln und dann haben wir noch Geld über um uns mit Russland zu zanken?

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

wenn die Amerikaner jetzt sagen.....macht euren Kram gefälligst alleine, uns wird das auf die Dauer zu teuer......sollten wir nicht das Gleiche auch zu den Ukrainern sagen?
Für uns wird das nämlich auch sehr teuer, die Rüstungsausgaben fast zu verdreifachen.

Putin freie Bahn zu lassen wird auf Dauer noch sehr viel teurer werden. Es geht ja nicht nur um diesen Krieg - es geht vor allem darum, alles Weitere zu verhindern.

Das hätte schon vorher passieren müssen, etwa mit einer Aufnahme der Ukraine in die NATO.

Jetzt wird es halt teuer... und wenn wir nichts tun wird es noch teurer.

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @lucan-7

@fizzibitz 

 

Das hätte schon vorher passieren müssen, etwa mit einer Aufnahme der Ukraine in die NATO.

.

Damit hätten wir den dritten Weltkrieg herauf beschworen und Putin wäre noch nicht einmal schuld daran.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

Damit hätten wir den dritten Weltkrieg herauf beschworen und Putin wäre noch nicht einmal schuld daran.

Quatsch!

Wer hätte diesen Krieg denn begonnen?

Und warum?

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@lucan-7 

Nach dem, was Fizzibitz sagte, hätte wohl Putin den Weltkrieg begonnen, natürlich ohne Schuld daran zu sein 😉

Aber warum, das kann ich beim besten Willen nicht beantworten …

hkmwk antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@hkmwk Weil der Arme sich doch wehren muss gegen die NATO-Osterweiterung.

Ist doch klar, oder nicht?

Die Frage, ob das nun politisch schlau ist, sein Weltbild bzw. seinen Dünkel einfach zu ignorieren, muss ich nicht beantworten, weil ich zum Glück kein Politiker bin. 😆 

lg Tatokala

tatokala antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@tatokala 

Weil der Arme sich doch wehren muss gegen die NATO-Osterweiterung.

Der »Arme« hat doch die Osterweiterung selber provoziert. Die Länder sind doch in die NATO gegangen, um vor Russland sicher zu sein. Zuletzt hat sogar Finnland seine Neutralität aufgegeben.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@tatokala 

Weil der Arme sich doch wehren muss gegen die NATO-Osterweiterung.

Ist doch klar, oder nicht?

Logisch... weil die NATO sich ja gegenüber Russland aggressiv verhält und Eroberungspläne hegt.

Deswegen sind ja auch längst NATO-Truppen in der Ukraine, die die gegenwärtige Schwäche Russlands ausnutzen wollen, bereit auf breiter Front zuzuschlagen.

Ach nee... warte mal... da ist ja niemand! Die NATO beschwichtigt ständig und will eine Eskalation vermeiden!

Tja... irgendwas stimmt wohl nicht in diesem Bild...

lucan-7 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

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@lucan-7 

Ich sehe keine freie Bahn für Putin.

Er hat Kiew angegriffen und verloren.

Er hat bei Prigoschin und mit Kursk gezeigt, dass er erhebliche Schwierigkeiten mit der militärischen Führung hat.

Er hat die europäischen Länder ein wenig aufgeschreckt und zu engeren Zusammenschlüssen und gar zwei überraschenden NATO-Beitritten veranlasst.

johnnyd antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@johnnyd 

Ich sehe keine freie Bahn für Putin.

Entscheidend ist nur, was Putin sieht und wie Europa sich weiter verhält. Und Putin glaubt den Krieg in der Ukraine gewinnen zu können.

Ob er dann in fünf Jahren wirklich die NATO testet oder nicht, das weiss Putin allein. Aber eines steht fest: Putin ist nicht harmlos, sondern völlig skrupellos, machtbesessen und betrachtet uns als seine Feinde.

Auf das Spiel "Ach, da wird schon nichts passieren!" würde ich mich da nicht einlassen.

lucan-7 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

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@lucan-7 

Ich würde mich auch nicht darauf einlassen wollen. Und wer sagt, dass schon nichts passieren wird? Höchstens doch Wagenknecht und Esken, oder?

Man muss sehen, dass die Abwehr der Putinschen Invasion gerade am Anfang sehr erfolgreich war. Und die NATO-Beitritte von Finnland und Schweden (was sich lange gezogen hatte) sind für den gesamten Ostseeraum und die baltischen Länder von unschätzbarer Bedeutung.

Klar kann man als Europa nicht die Hände in den Schoß legen. Da erwarte ich von den Deutschen mehr als Träumereien über Putin, endloses aneinander Vorbeireden und monatelanges Zaudern. 

Mein Sohn würde ihn Finnland eingezogen werden und wir haben dort Familie; wir verfolgen das also ziemlich genau, für uns geht es sehr schnell um die Existenz und wir hatten nie die Illusion vieler Deutscher übernommen, den Kreml gezähmt zu haben.

Die Invasion hat gezeigt, dass Technik (zB Drohnen und Drohnenbekämpfung) eine enorme Rolle spielt und möglichst viele auswechselbare Soldaten am Boden letztlich durch nichts zu ersetzen sind. Eine Elitetruppe ist irgendwann aufgerieben. Wir sollten also in Forschung und Waffen investieren und abseits der schlecht ausgerüsteten Elitetruppen die Wehrpflicht und eine attraktive Reserve aufbauen.

Und da sind wir schon bei der Kritik von Vance an die europäischen Partner: Was ist euer wozu.

johnnyd antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@johnnyd 

Man muss sehen, dass die Abwehr der Putinschen Invasion gerade am Anfang sehr erfolgreich war. Und die NATO-Beitritte von Finnland und Schweden (was sich lange gezogen hatte) sind für den gesamten Ostseeraum und die baltischen Länder von unschätzbarer Bedeutung.

ich bezweifle, dass Putin das so sieht. Klar, in der Ukraine hat er sich festgebissen - aber jetzt sorgt Trump dafür, dass seine Wünsche wahr werden. Wenn die Europäer zu wenig Truppen zur Sicherung des Friedens schicken wollen, wird der »Deal« eben ohne solche Truppen abgeschlossen, und abgesehen von Starmer hat ja noch kein Europäer was versprochen.

Finnland und Schweden war ein Rückschlag, aber der relativiert sich doch sehr, wenn jetzt die NATO auseinanderfällt. Putin kann da auf Trump vertrauen.

Ich weiß nicht, ob es in den USA noch (echte) Präsidentschaftswahlen geben wird, oder Trump es schafft, zum Dauerpräsident zu werden - aber wenn die Gefahr besteht, dass Trump abtritt und am Ende ein Demokrat ihm nachfolgt, wird Putin rechtzeitig die NATO angreifen. Also nicht die gesamte NATO, sondern vielleicht Unruhen in, sagen wir, Estland schüren und dann mit grünen Männern o.ä. dort für Ordnung schaffen. Mit Trump wird er dann schon einen entsprechenden Deal aushandeln …

Von daher: Es lief sicher nicht alles wie geplant, aber es hat sich gelohnt, durchzuhalten bis Trump wieder da ist.

Und wie ich heute in der Presseschau des DLF hörte (weiß nicht mehr welche Zeitung das schrieb): In Peking werden sie vermutlich auch schon Pläne schmieden, wie man mit Trump einen Deal bzgl. Taiwan schließen kann. Wie wärs mit einer 50-Jahre-Garantie für »zwei Systeme«?

Hat ja in Hongkong bestens geklappt 😬

hkmwk antworten
Gelöschtes Profil
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Veröffentlicht von: @hkmwk

@meriadoc (zum Beitrag)

 

Merz wird sich von Trump fragen lassen, warum er eine Koalition mit der AfD ausschließt, wo die doch Stabilität verspricht …

 

Das verstehe ich auch nicht, AfD und CDU zusammen haben über fünfzig Prozent. Warum arbeiten die nicht zusammen sondern basteln sich wieder so ein ungenießbares rot-grünes Gemisch zusammen,  was dann eh nicht vier Jahre durchhält?

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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@fizzibitz 

Du überlegst nicht ernsthaft, die AfD "an die Macht" zu lassen?

neubaugoere antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@fizzibitz 

Das verstehe ich auch nicht, AfD und CDU zusammen haben über fünfzig Prozent. Warum arbeiten die nicht zusammen sondern basteln sich wieder so ein ungenießbares rot-grünes Gemisch zusammen, was dann eh nicht vier Jahre durchhält?

Wie soll man denn mit Leuten zusammenarbeiten, deren Weltbild auf Rassismus, Angst und Lügen basiert?

Die AfD will nicht mit irgendwem "zusammenarbeiten", die wollen hier die Macht übernehmen. Eine Koalition mit der CDU wäre da lediglich der nächste Schritt auf dem Weg zur Macht.

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
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@lucan-7 

Aber da muss man kein Prophet sein,  am Sonntag werdet ihr es sehen: Die Erfahrung lehrt doch, alle Parteien die sämtliche Positionen der AfD ablehnen, werden am Sonntag Stimmen verloren haben und die Parteien die Positionen der AfD übernehmen werden hinzu gewonnen haben.

Ausserdem,  was hat es noch mit Demokratie  zu tun,  wenn die Partei mit den zweitmeisten Stimmen immer kategorisch von der Macht ausgeschlossen wird?  Ob es uns gefällt oder nicht, die Partei ist doch demokratisch gewählt, wenn sie gar nicht beachtet wird, brauchen wir doch auch die Demokratie gar nicht und können auch  gleich zur Diktatur übergehen....

Es zeugt außerdem von wenig Vertrauen in unsere Verfassung, wenn nach vier Jahren AfD-Regierung  die Reichen reicher und die Armen ärmer geworden sind (ist das bei CDU Regierung nicht auch ähnlich zu erwarten?) dann können und werden die Leute für die nächsten vier Jahre doch immer noch wieder was Anderes wählen....

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@fizzibitz 

Ausserdem,  was hat es noch mit Demokratie  zu tun,  wenn die Partei mit den zweitmeisten Stimmen immer kategorisch von der Macht ausgeschlossen wird?

Weil die AfD keine demokratische Partei ist, sondern die Demokratie abschaffen will. Deren Mitglieder träumen davon, Oppositionspolitiker ins Gefängnis zu bringen. Sie selber sind Putinfreundlich eingestellt und haben keine Berührungsängste mit dem Faschismus.

Es darf für keinen Demokraten eine Zusammenarbeit mit der AfD geben. Sollte die AfD jemals in Deutschland regieren werden wir auswandern. Und das meine ich so... ich hätte da schon eine Möglichkeit.

Deutschland wäre dann für mich gestorben.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@lucan-7 

Ist dir gar nicht aufgefallen, dass dieses Abstimmungsding in der Bundestagsdebatte Nr. 209? um die 5 Punkte bzgl Grenzen schon eine Art Demokraturversuch von Merz war, um seinen Willen zu bekommen?  (Wenn ihr nicht wollt, dann seid ihr Schuld, wenn ich mein Ding mit den Stimmen der AfD durchziehe) 

Oder das Herumgeeiere im Quardell von RTL ...Koalition mit rot und/oder grün, aber Kanzler, ich mag deinen Verein nicht.

Da muss es doch klingeln!

oder das neueste Stückchen des Infolecks durch Frau Baerbock für das Finanzierungspaket für die Ukraine ...sollte ja lt Berliner Zeitung erst nach der Wahl bekannt werden. Von der Summe würden ca 170-200 Milliarden auf Deutschland entfallen, wird vermutet.  So selbstbewusst, wie sie die Nachricht verbreitet, glaube ich nicht an die kindliche Haltung: Ich sag dir aber nicht, dass du zu Weihnachten ein Fahrrad bekommst. Pssst.
Schuldenbremse aufrechterhalten.... kein Gedanke dran. Nun können wir sehen, wie bei der schwächelnden Wirtschaft das Geld irgendwoher zusammengekratzt wird. Wurde beschlossen, über unsere Köpfe hinweg...sich aber beschweren, dass Trump die Vorgespräche zum Russland-Ukraine Frieden ohne unsere Politiker angeleiert hat.

 

deborah71 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@deborah71 

 

oder das neueste Stückchen des Infolecks durch Frau Baerbock für das Finanzierungspaket für die Ukraine ...sollte ja lt Berliner Zeitung erst nach der Wahl bekannt werden. Von der Summe würden ca 170-200 Milliarden auf Deutschland entfallen, wird vermutet.  So selbstbewusst, wie sie die Nachricht verbreitet, glaube ich nicht an die kindliche Haltung: Ich sag dir aber nicht, dass du zu Weihnachten ein Fahrrad bekommst. Pssst.
Schuldenbremse aufrechterhalten.... kein Gedanke dran. Nun können wir sehen, wie bei der schwächelnden Wirtschaft das Geld irgendwoher zusammengekratzt wird. Wurde beschlossen, über unsere Köpfe hinweg...sich aber beschweren, dass Trump die Vorgespräche zum Russland-Ukraine Frieden ohne unsere Politiker angeleiert hat.

Man darf gespannt sein, wieviel Substanz dieser Unsinn hat. Und damit meine ich nicht Frau Baerbock, sondern Michael Maier.  Viel wird es nicht sein.

derelch antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

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@deborah71 wie man an das Geld kommen kann? Einkommenssteuer so erhöhen wie rechtlich zulässig ist, dazu die Verbrauchssteuern. Die Umsatzsteuer ist recht niedrig wenn man bedenkt dass Ungarn 27% hat, da ist noch viel Luft nach oben und Einnahmen die möglich sind. Man kann auch die Vermögenssteuer wieder einführen und die Erbschaftssteuern erhöhen und die Freibeträge runtersetzen (oder falls das rechtlich möglich ist) abschaffen und Erbschaften ab dem ersten Euro voll besteuern.

der_alte antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@der_alte 

Solche Gedanken sind ja nicht neu und sind ja schon geäußert worden, bevor dieses Ukrainepaket geschnürt worden ist.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@deborah71 

oder das neueste Stückchen des Infolecks durch Frau Baerbock für das Finanzierungspaket für die Ukraine ...sollte ja lt Berliner Zeitung erst nach der Wahl bekannt werden. Von der Summe würden ca 170-200 Milliarden auf Deutschland entfallen, wird vermutet. 

Ja, klar... Baerbock "verplappert" sich (weil sie ja eigentlich dumm ist), Europa plant noch einmal dasselbe wie bei Corona (Corona! Wisst ihr noch!?!?!), nämlich sehr viel Geld für Militär auszugeben... und das kurz bevor Donald Trump endlich für Frieden (!) sorgen will!

Und es gibt ganz viele Vermutungen, die zeigen wie dumm und fies Frau Baerbock ist! Und Europa!

Sorry, aber der Artikel ist ein Beispiel dafür "wie schreibe ich einen tendenziösen Artikel mit ganz vielen Andeutungen" - aber sicher nicht für seriöse Berichterstattung.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@lucan-7 

Der Artikel ist für Beschäftigungstherapie und Ablenkung in Aufmachung und Inhalt und er zeigt, das Kreisen um eine Litfaßsäule, die uns hingestellt wurde (Blickbegrenzung).

Die großen geopolitischen Strömungen sind da interessanter, was unter Global Deal gerade läuft. Da macht die Einladungsliste in Riyad wesentlich mehr Sinn. Ebenso die Umbenennung des Panamalkanals, der Einfluß auf die neue maritime Seidenstraße von China dadurch, die östliche Handsroute von Trump über Griechenland, .......     Amir hat einen langen Artikel von X verlinkt (englisch) zu Global Deal mit einem Schachbrett im Bild von einem Dr Kobby Barda, keine Ahnung, wer das ist. Findest du sicher mit dem Titel und dem Autorennamen auf X. Ist ohne Account zu lesen.

Soviel kann ich hier nicht übersetzen und zusammenfassen.

deborah71 antworten
staffan
(@staffan)
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@lucan-7

Ja, klar... Baerbock "verplappert" sich (weil sie ja eigentlich dumm ist),

.....

Und es gibt ganz viele Vermutungen, die zeigen wie dumm und fies Frau Baerbock ist! Und Europa!

Na ja, die Frau Außenministerin Baerbock ist ja inzwischen schon fast berühmt für ihre verbalen Fehlgriffe, wir erinnern uns z.B. an ihr „Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander“

Da braucht man gar keine Vermutungen in die Welt zu setzen, um sie zu diskreditieren, das schafft sie durch ihr Tun schon ganz alleine.

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@staffan 

Na ja, die Frau Außenministerin Baerbock ist ja inzwischen schon fast berühmt für ihre verbalen Fehlgriffe, wir erinnern uns z.B. an ihr „Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander“

Da braucht man gar keine Vermutungen in die Welt zu setzen, um sie zu diskreditieren, das schafft sie durch ihr Tun schon ganz alleine.

Stimmt... wie dumm von ihr! Wo Russland doch immer fest an unserer Seite stand und das auch immer so kommuniziert hat! Wie kommt sie nur auf sie etwas Abwegiges?

Na ja, Grüne halt! Und Frau! Was will man da erwarten? Plappert jedes Staatsgeheimnis aus...

Dabei wäre es doch viel besser, sie würde alles für sich behalten und die Welt belügen, so wie es alle tun.

Auch nicht...?

Dachte ich mir.

lucan-7 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 504

@lucan-7

@staffan 

Na ja, die Frau Außenministerin Baerbock ist ja inzwischen schon fast berühmt für ihre verbalen Fehlgriffe, wir erinnern uns z.B. an ihr „Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander“

Da braucht man gar keine Vermutungen in die Welt zu setzen, um sie zu diskreditieren, das schafft sie durch ihr Tun schon ganz alleine.

Stimmt... wie dumm von ihr! Wo Russland doch immer fest an unserer Seite stand und das auch immer so kommuniziert hat! Wie kommt sie nur auf sie etwas Abwegiges?

Na ja, Grüne halt! Und Frau! Was will man da erwarten? Plappert jedes Staatsgeheimnis aus...

Wenn die Regierung erklärt "Deutschland ist nicht Kriegspartei" und die Außenministerin dann öffentlich so en passent verkündet "Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland" und ihre Mitarbeiter dann mühsam erklären müssen, was Frau Ministerin eigentlich gemeint hat, dann ist das vielleicht schon ein ziemlicher Fauxpax.

Außer natürlich für der Frau Ministerin allertreueste Fans. 🙂

staffan antworten
DerElch
(@derelch)
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Beiträge : 2120

@staffan 

Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland" und ihre Mitarbeiter dann mühsam erklären müssen, was Frau Ministerin eigentlich gemeint hat, dann ist das vielleicht schon ein ziemlicher Fauxpax.

Die meisten Menschen verstehen das ohne Erklärung. Und Rechte interessiert auch die Erklärung nicht.

derelch antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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@derelch Es wäre wohl schon klüger gewesen, wenn diese Bemerkung nicht gefallen wäre.

chai antworten
DerElch
(@derelch)
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Beiträge : 2120

@chai Es wäre vor allem klüger, Russland hätte diesen Krieg nicht begonnen.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@staffan 

Wenn die Regierung erklärt "Deutschland ist nicht Kriegspartei" und die Außenministerin dann öffentlich so en passent verkündet "Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland" und ihre Mitarbeiter dann mühsam erklären müssen, was Frau Ministerin eigentlich gemeint hat, dann ist das vielleicht schon ein ziemlicher Fauxpax.

Außer natürlich für der Frau Ministerin allertreueste Fans

Weil Politiker natürlich niemals den allerkleinsten Fehler oder Versprecher machen dürfen... das ist sofort ein Skandal, selbst wenn es der faktischen Realität entsprechen sollte.

Jedenfalls dann, wenn es sich um Grüne oer Linke handelt... Konservative und Rechtspopulisten dürfen behaupten was sie wollen, die werden halt nur missverstanden, wenn sich die Leute dann aufregen.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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@fizzibitz 

Ausserdem, was hat es noch mit Demokratie zu tun, wenn die Partei mit den zweitmeisten Stimmen immer kategorisch von der Macht ausgeschlossen wird?

In Deutschland wurde eine Zeit lang sogar die stärkste Partei kategorisch von der Macht ausgeschlossen. Das endete erst 1933.

Ob es uns gefällt oder nicht, die Partei ist doch demokratisch gewählt, wenn sie gar nicht beachtet wird, brauchen wir doch auch die Demokratie gar nicht und können auch gleich zur Diktatur übergehen....

Die NSDAP war »demokratisch gewählt«: 1932 hatten sie bei zwei Reichstagswahlen 38% und dann 34% erhalten. Also deutlich mehr als die AfD. War es wirklich undemokratisch, die von der Macht auszuschließen und sogar eine Zeit lang ihre Massenorganisation SA zu verbieten?

dann können und werden die Leute für die nächsten vier Jahre doch immer noch wieder was Anderes wählen....

Das kannst du garantieren? Bei der Koalition von1933 konnte die Leute 4 Jahre später (1937) jedenfalls nicht was Anderes ändern.

hkmwk antworten
DerElch
(@derelch)
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@fizzibitz 

Die Erfahrung lehrt doch, alle Parteien die sämtliche Positionen der AfD ablehnen, werden am Sonntag Stimmen verloren haben und die Parteien die Positionen der AfD übernehmen werden hinzu gewonnen haben.

Welche Erfahrung soll das denn sein? Und weshalb soll man eine Partei wählen, die AFD-Positionen übernimmt, wenn man doch dann gleich das Original wählen kann?

derelch antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@fizzibitz 

 

Du redest wie ein Bekannter von mir, der Christ ist (?), aber alle Migranten hasst, Putin lobt und Trump anhimmelt.

 

Dazu nur ein Wort von mir...

 

W...d...ich

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JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

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@fizzibitz 

AfD und CDU zusammen haben über fünfzig Prozent. Warum arbeiten die nicht zusammen

Die Anfrage ist berechtigt. Souverän ist das Volk, nicht das Parlament, nicht die Parteien und nicht die Berufspolitiker. Und das Volk will offenbar mehrheitlich eher eine Mitte-rechts-Politik, wie es auch dem Trend entspricht, den wir in zahlreichen anderen westlichen Ländern sehen.

Dagegen sprechen aber in Deutschland mehrere Dinge:

- Eine Union-AfD-Regierung hätte keinen Rückhalt im Bundesrat und den Bundesländern. Vieles Wichtige geht aber durch den Bundesrat oder wird in den Länderverwaltungen umgesetzt.

- Die AfD ist ein bunter Haufen; man weiß kaum, wen man von dort als Minister ins Kabinett bekäme. Es braucht eine klar geführte Partei, mit der man im Grundsatz auch die Themen angehen kann, auf die man sich im Koalitionsvertrag nicht vorbereiten konnte, ohne dass gleich die Koalition gesprengt wird.

- Merz ist noch ein alter Wessi-Politiker. Er kennt vor allem NRW und Berlin; Optionen, die er von dort nicht kennt, wird er nicht berücksichtigen. Der Rest Deutschlands ist für ihn irrelevant, insbesondere Ostdeutschland und womöglich auch Bayern werden für ihn halbes Ausland sein.

 

Freilich ist es nicht überzeugend, irgendwelche angeblichen oder tatsächlichen Maximalforderungen der Parteien heranzuziehen und so zu tun, als ob es deswegen keinerlei Überschneidungen in aktuell relevanten Problemfeldern. gäbe. Das gilt bei den meisten Parteien zueinander. Die sollen nur ein paar Jahre zusammenarbeiten, nicht heiraten.

johnnyd antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@johnnyd 

AfD und CDU zusammen haben über fünfzig Prozent. Warum arbeiten die nicht zusammen

Die Anfrage ist berechtigt. Souverän ist das Volk, nicht das Parlament, nicht die Parteien und nicht die Berufspolitiker. Und das Volk will offenbar mehrheitlich eher eine Mitte-rechts-Politik, wie es auch dem Trend entspricht, den wir in zahlreichen anderen westlichen Ländern sehen.

Die allermeisten Wähler der CDU wählen allerdings CDU, weil sie die AfD ablehnen.

Eine Koalition CDU/AfD findet in Deutschland keineswegs eine Mehrheit und entspricht daher auch nicht dem Wählerwillen.

 

lucan-7 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778

@lucan-7 

Die meisten CDU-Wähler wählen CDU, weil sie die CDU wählen wollen. Taktische Wähler sind eher bei der FDP.

Koalitionen wählen wir nicht. Ich habe bewusst von Mitte-rechts-Politik geschrieben. Das ist keine CDU-AfD-Koalition; die wäre aus den oben gebannten Gründen ohnehin nicht produktiver als die herkömmlichen Kombinationen und ich kenne auch keine Unionsleute, die dafür werben würden.

Diese Art von Politik lässt sich auch mit FDP, Freien Wählern (da bin ich noch gespannt), SPD und den habeckisierten Grünen umsetzen. Mit mehr oder minder großen Fliehkräften, aber insbesondere Union und SPD brauchen Ergebnisse in Ilegaler Migration, Innere Sicherheit und Wirtschaft.

johnnyd antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@fizzibitz 

Wenn da nicht "AfD" draufstehen würde, tät ich deine Überlegungen verstehen. So nicht. Worum geht es dir?

neubaugoere antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @lucan-7

Eroberungspläne hegt.

Um Eroberung gehts doch gar nicht. Wenn Russland schon nicht mehr so groß sein darf wie früher, dann will man wenigstens nicht auch noch mit einem gleichberechtigten Gegner/Partner auf Augenhöhe in Nachbarschaft nebeneinander her leben müssen. 🙂

tatokala antworten
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Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@tatokala 

Um Eroberung gehts doch gar nicht

Putin hat die Krim und die russischsprachige Ostukraine erobert. Es gibt auch vorwiegend russischsprachige Gebiete in Estland und Lettland. Die wird Putin auch haben wollen.

Und Polen wird er wohl kaum annektieren, aber als Satellitenstaat haben. Wie die (Rest-)Ukraine. Das kann man auch Eroberung nennen.

Und ob Putin es dabei belässt oder wie Hitler immer größeren Appetit bekommt, wissen wir auch noch nicht.

hkmwk antworten


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@lucan-7 

 

 

Trump sagt

 

Ukraine ist selbst an diesem Krieg schuld / verantwortlich.

 

 

Ich hab das kommen sehen.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@meriadoc 

Trump sagt

Ukraine ist selbst an diesem Krieg schuld / verantwortlich.

Ich hab das kommen sehen.

Ich habe manches kommen sehen, das allerdings nicht. Dafür ist es einfach zu absurd. Selbst für Trump.

Wenn Trump bei dieser Haltung bleibt, dann sieht sich Europa künftig drei feindlich gesonnenen Mächten gegenüber: Russland, China - und den USA.

Es würde bedeuten, dass diese Mächte die Welt zwischen sich aufteilen. Russland bekommt Osteuropa, China weitgehend den asiatischen Raum, die USA Kanada und Grönland. Es gilt das Recht des Stärkeren, "Wertegemeinschaften" oder "Verbündete" gibt es nicht mehr, nur kurzfristige Vorteile sind von Wert.

Einzige Ausnahme für Trump: Israel.

Und der Mann ist noch nicht mal einen Monat im Amt...

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@lucan-7 

Ich habe manches kommen sehen, das allerdings nicht

Ich habe es auch nicht kommen sehen. Aber irgendwie eine konsequente Entwicklung. Klar, Hätte Selenskij auf die Krim und die damals besetzten Teile der Ukraine verzichtet, und versprochen nie der NATO beizutreten, hätte er den Krieg vermutlich verhindern können. Besser so ein Deal als so ein Krieg.

Dass das für Trump absurd sein sollte, erschließt sich mir nicht.

Es würde bedeuten, dass diese Mächte die Welt zwischen sich aufteilen. Russland bekommt Osteuropa, China weitgehend den asiatischen Raum, die USA Kanada und Grönland

Trump wird mehr wollen. Schließlich würde dein Szenario die USA auf die zweite Stelle nach China setzen … aber das mit dem Aufteilen: Ja, so denkt Trump offensichtlich.

Einzige Ausnahme für Trump: Israel.

Jetzt sage ich etwas, was ich vor einem Jahr noch als falsch bezeichnet hätte (also nicht den Inhalt der Bibel, sondern die Auslegung):

In Daniel kommen 3½ Jahre vor, nach denen ein Mächtiger einen Bund mit Israel aufkündigt. In der Offenbarung ist auch was von 3½ Jahren oder auch 42 Monaten die Rede.

Bisher war ich mir sicher, dass das entweder schon im AT passiert ist, oder nichts mit Israel zu tun hat. Aber inzwischen?

Auch unabhängig davon: So wie Trump ist, wär es auf jeden Fall ein guter Rat an Israel, sich nicht zu sehr auf die USA zu verlassen.

Und der Mann ist noch nicht mal einen Monat im Amt...

Innenpolitisch ist er noch in der Phase der Machtergreifung. Aber was da schon passiert ist, lässt mich befürchten, dass sein »Ihr werdet nie wieder wählen müssen« wortwörtlich gemeint sein könnte.

hkmwk antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @hkmwk

Jetzt sage ich etwas, was ich vor einem Jahr noch als falsch bezeichnet hätte (also nicht den Inhalt der Bibel, sondern die Auslegung):

In Daniel kommen 3½ Jahre vor, nach denen ein Mächtiger einen Bund mit Israel aufkündigt. In der Offenbarung ist auch was von 3½ Jahren oder auch 42 Monaten die Rede.

Bisher war ich mir sicher, dass das entweder schon im AT passiert ist, oder nichts mit Israel zu tun hat. Aber inzwischen?

Es gibt da so ein paar Stellen, die mich ratlos machen. 
Wobei ich jetzt nicht zu denen gehöre, die meinen, sie könnten diese Zeiten berechnen und / oder die 'Zeichen der Zeit' deuten.

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@hkmwk 

Klar, Hätte Selenskij auf die Krim und die damals besetzten Teile der Ukraine verzichtet, und versprochen nie der NATO beizutreten, hätte er den Krieg vermutlich verhindern können. Besser so ein Deal als so ein Krieg.

Putin will die Ukraine zerschlagen und den Großteil Russland einverleiben. In seinen Augen hat die Ukraine kein Existenzrecht in der jetzigen Form.

Selenskyj hätte den Krieg nicht verhindern können. Mit den bereits besetzen Gebieten hätte Putin sich damals nicht abspeisen lassen, es ging mindestens um eine Verbindung zur Krim, tatsächlich aber um wesentlich mehr.

Und das sind nicht meine Vermutungen, sondern Putins Aussagen.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@lucan-7 Wenn Trump bei dieser Haltung bleibt, dann sieht sich Europa künftig drei feindlich gesonnenen Mächten gegenüber: Russland, China - und den USA.

Naja, feindlich... Aber klar: Es wird mehr als nur zwei politische "Lager" in der Welt geben und also mehrere "Big Player" und Europa muss sich entweder zusammenraufen, um einer von denen zu werden. Oder es wird aufgerieben und zum neuen Balkan dieser Welt, auf welchem die neuen Großmächte ihre Stellvertreterkonflikte veranstalten. Komisch, warum kommt mir da schon wieder S.Huntington in den Sinn? 😉

Heute in der DLF Presseschau wurde eine Zeitung aus Taipeh zitiert, die sich angesichts der Annäherung von Putin und Trump fragt, was das für die Unabhängigkeit und Sicherheit Taiwans bedeutet.

Das ist eine sehr interessante Frage, die sich mir angesichts meiner Einschätzung des Ukraine-Kriegs (dass der nämlich vom "Westen" eher in Hinsicht auf die Botschaften, die Xi daraus mitnehmen könnte, behandelt werde) ebenfalls stellt. Welche Botschaft wird da gerade an China gesendet? Immerhin, so meine ich mich zu erinnern, hat sich schon in den vergangenen zwei Jahrzehnten der Blick der USA von Europa weg Richtung Pazifik-Raum gewendet und nicht mehr so sehr Russland als vielmehr China galt inzwischen als Hauptkonkurrent/möglicher Feind. Wenn nun Trump Putin einfach so seine Annexionspolitik durchgehen lässt - wie wird er dann demnächst vielleicht einen "Deal" mit Peking aushandeln? So nach dem Motto: Ihr könnt Euch Taiwan und seine Chip-Industrie einverleiben, wir hatten ja nun genug Zeit, da entsprechende Produktionskapazitäten im eigenen Land aufzubauen und brauchen Taiwan nicht mehr wirklich - dafür liefert ihr uns unkompliziert weiter seltene Erden...

 

jack-black antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@jack-black 

Heute in der DLF Presseschau

Die habe ich heute früh im Bett gehört. War das echt ne chinesisch-taiwanesische Zeitung? Oder habe ich da was sehr Ähnliches aus einer deutschen Zeitung gehört?

Ihr könnt Euch Taiwan und seine Chip-Industrie einverleiben, wir hatten ja nun genug Zeit, da entsprechende Produktionskapazitäten im eigenen Land aufzubauen und brauchen Taiwan nicht mehr wirklich - dafür liefert ihr uns unkompliziert weiter seltene Erden...

Das wäre ein ziemlich dämlicher Deal - aber leider auch einer, der Trump zuzutrauen wäre.

 

hkmwk antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@hkmwk Die habe ich heute früh im Bett gehört. War das echt ne chinesisch-taiwanesische Zeitung? Oder habe ich da was sehr Ähnliches aus einer deutschen Zeitung gehört?

Keine Ahnung, ich beziehe mich auf die Presseschau, die so um 12:50 gesendet wurde. Und ja, da bin ich mir recht sicher, dass es sich um ein taiwanisches Blatt handelte.

Dass die Einschätzug so auch von anderen Journalisten aus anderen Ländern geteilt werden kann, ist freilich nicht sonderlich schwer vorstellbar. 😉

 

Das wäre ein ziemlich dämlicher Deal - aber leider auch einer, der Trump zuzutrauen wäre.

Warum wäre dieser Deal dämlich?

jack-black antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@jack-black 

ich beziehe mich auf die Presseschau, die so um 12:50 gesendet wurde

Und ich habe die deutsche Presseschau gehört (habs gerade im DLF-Programm gecheckt). Es waren zwei verschiedene Zeitungen.

Warum wäre dieser Deal dämlich?

Trump gibt Taiwan an die Chinesen - womit der technologische Vorsprung, den der Westen bei Computerchips hat, auf Null sinkt. Außer die Taiwaner stellen sich quer und die Produktionsstätten werden bei Kampfhandlungen bzw. durch Sabotage unbrauchbar.

Im Gegenzug dafür macht er sich von den seltenen Erden aus China abhängig. Und damit erpressbar (wie lange wird sich China an die Vereinbarungen halten? Seltene Erden nicht zu exportieren geht einfacher als Taiwan zurückzuerobern …).

Das ist weniger schlau als der Deal mit North Stream, den Schröder eingefädelt hat, und an dem Merkel festhielt. Für meine Begriffe dämlich.

hkmwk antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@hkmwk Trump gibt Taiwan an die Chinesen - womit der technologische Vorsprung, den der Westen bei Computerchips hat, auf Null sinkt.

Das ist halt die Frage. Ist schon ein paar Monate her, dass ich (vermutlich wieder auf DLF 😉 ) eine längere Sendung zum Thema Chip-Produktion, technologischer Wettlauf zwischen USA und China etc. hörte. Damals war noch das Intel-Werk in Magdeburg als Thema aktuell (oder schon die Verschiebung dessen Baubeginns?) und irgendein Experte in Sachen Strategien in der IT-Branche erläuterte, inwieweit Taiwan heute noch eine zentrale Rolle bei der Versorgung des Westens zukomme und inwieweit der Weste (bzw. die USA) aus den Erfahrungen der Corona-Krise aber auch des Ukraine-Kriegs gezwungen sei zu lernen, Stichpunkt "Unabhängigkeit" von chinesischer Produktion. Es sei nicht so leicht, mal eben ein paar Chip-Produktionsstätten hochzuziehen, um sich vor eventuellen Lieferengpässen zu schützen, das dauere deutlich länger als die Produktionskapazitäten für Mundschutz-Masken hochzufahren. Aber eben auch nicht unendlich lang - irgendwas von 6 bis 8 Jahren hab ich da in Erinnerung. Es ging darum, was sich für die USA da on the long run mehr rentiere: die bisherige Politik fortzuführen als Schutzmacht Taiwans - oder sich die Kosten, die das verursacht (Militärausgaben und ständiger Hickhack mit der Volksrepublik China), sowie das Risiko, in einen Krieg hineingezogen zu werden, zu sparen und lieber auf Chip-Autonomie zu setzen. Denn das notwendige technologische Knowhow liege ja eh schon in us-amerikanischen Händen.

Leide kann ich nicht mehr genau trennen, was in der Sendung gesagt wurde und was ich da im Nachhinein reininterpretierte, dabei meine Perspektive auf den Ukraine-Krieg mit einbeziehend. Daher formuliere ich mal meine Vermutungen, bzw. die Logik, die ich da zu erkennen meine:

Trump hat kein Interesse an der Verteidigung irgendwelcher hehren demokratischen Ideale. Er hat keine Berührungsängste bei irgendwelchen Diktaturen, Autokratien usw. Er hat darüber hinaus keine Lust auf Krieg. Nicht, weil er Pazifist wäre, sonden weil er weiß, dass seine Wähler nicht wollen, dass "unsere Jungs" für irgendwelche anderen ihre Haut riskieren. Krieg führen ist - im Gegensatz zum Mit-Krieg-Drohen nicht populär und daher hat Trump keinen Bock auf Kriege mit ernsthaften Gegnern wie der VR China. Des weiteren war letztens noch Nancy Pelosi als eine der hochrangigsten US-PolitikerInnen zu Besuch in Taiwan, um da Solidarität auszudrücken: eine Democratin. Allein das wäre ja schon ein Grund, genau in die entgegengesetzte Richtung zu agieren.

Es gibt wenige, genaugenommen überhaupt keine "egoistische" Gründe dafür, dass die USA Ressourcen darein stecken sollten, Taiwan gegen die VR China zu verteidigen - abgesehen von der noch (!) bestehenden Abhängigkeit von der taiwanesischen Chip-Produktion. Diese Produktion in weniger heikle Gegenden zu verlegen, dauert eine Weile (6-8 Jahre, vielleicht etwas länger), aber es lässt sich machen. Aus Trumps Perspektive wäre es in mehrfacher Hinsicht lohnend: man könnte diese Produktion womöglich sogar in die USA verlagern und da also viele High-Tech-Arbeitsplätze schaffen. Das würde perfekt zu seiner sonstigen Wirtschaftspolitik passen. Sobald man auch ohne taiwanesische Chips auskäme, könnte man die Insel "fallen" und Xi sich seinen feuchten Traum von der Heimholung Taiwans in's Reich erfüllen lasen. Das Risiko, wegen Taiwan in einen hochgefährlichen Konflikt mit einer Atom-Großmacht hineingezogen zu werden, würde wegfallen. Einträglichen Deals mit der VR China stünde kaum noch was im Weg (mal ehrlich: warum China und die USA Feinde sein sollten, wo sie doch Business-Freunde sein könnten, ist selbst mir nur schwer zu vermitteln).

Strategisch wäre es aus us-amerikanischer Sicht praktisch: Man kann derzeit ökonomisch vor lauter Kraft kaum laufen, warum soll man einen Pazifikraum-Vorherrschafts-Wettstreit mit der VRChina denn da unnötigerweise auf militärischer Ebene betreiben? Im Gegenteil: wenn man sich - so von Autokrat zu Autokrat - verständigt und dabei ein paar Wehrlose wie die Ukraine oder Taiwan über die Klinge springen lässt, statt als Weltpolizist aufzutreten, dann kann man es sich sogar leisten, die anderen Nato-Staaten stets mit der Drohung, selbst aus dem Bündnis auszutreten in allen Konflikten zu erpressen. Weder China noch Russland würden auf die selbstmörderische Idee verfallen, die USA militärisch anzugreifen, warum sollte man es ihnen nicht gönnen, ihre "Interessenssphären" zu konsolidieren? Du nimmst Dir Taiwan oder die Ukraine, ich nehme mir dafür Grönland oder Panama oder Kanada...

Der Starke ist am stärksten allein, heißt es so schön. Die USA brauchen die Nato nicht, wenn Xi und Trump sich a la Hitler-Stalin-Pakt zusammensetzen und den Pazifikraum unter sich aufteilen.

Fragt sich halt, was die Phillipinen oder Australien oder Indonesien oder Japan dazu zu sagen haben. Aber was juckt das Trump?

 

jack-black antworten
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Veröffentlicht von: @jack-black

 

Der Starke ist am stärksten allein, heißt es so schön. Die USA brauchen die Nato nicht, wenn Xi und Trump sich a la Hitler-Stalin-Pakt zusammensetzen und den Pazifikraum unter sich aufteilen.

Fragt sich halt, was die Phillipinen oder Australien oder Indonesien oder Japan dazu zu sagen haben. Aber was juckt das Trump?

 

ihr seht das alles viel zu eng...lernen wir halt in Zukunft russisch, Sprachen lernen ist gut für das Gehirn.... 😆 😆 😆 

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@fizzibitz 

Jo, man wird halt nur überlegen müssen, wohin mit 7-15 Millionen Ukraine Flüchtlingen. Die werden ganz sicher fliehen. Hast du Platz? 

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Alescha
(@alescha)
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@meriadoc 

Jo, man wird halt nur überlegen müssen, wohin mit 7-15 Millionen Ukraine Flüchtlingen. Die werden ganz sicher fliehen. 

Nicht verzagen, Dr. Weidel fragen. Nötigenfalls baut man halt einen Grenzzaun. Klick.

alescha antworten
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@meriadoc 
Warum sollten die fliehen? Hauptsache die rücken ihre Bodenschätze raus, mehr wollen Trump und Putin doch gar nicht..... 😑

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Jack-Black
(@jack-black)
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@hkmwk Nachtrag: Zhongguo Shibao war's...

jack-black antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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@jack-black 

Zhongguo ist das Land der Mitte (koreanisch Chungguk), laut Wiki ist der englische Name China Economic Times.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@jack-black 

Naja, feindlich...

Trump will Grönland besitzen und schließt dafür militärische Mittel nicht aus. Große Unterschiede zu Putin gibt es da nicht mehr.

Trump denkt nicht an langfristige Partnerschaften, die auf längere Sicht Vorteile bringen, etwa durch verlässliche Verträge und gegenseitiges Vertrauen. Er denkt in kurzfristigen "Deals", bei denen der stärkere Partner dem Schwächeren die Bedingungen diktiert... und notfalls mal schnell die Seiten wechselt, wenn das Vorteile verspricht.

 

Heute in der DLF Presseschau wurde eine Zeitung aus Taipeh zitiert, die sich angesichts der Annäherung von Putin und Trump fragt, was das für die Unabhängigkeit und Sicherheit Taiwans bedeutet.

Das ist eine sehr interessante Frage, die sich mir angesichts meiner Einschätzung des Ukraine-Kriegs (dass der nämlich vom "Westen" eher in Hinsicht auf die Botschaften, die Xi daraus mitnehmen könnte, behandelt werde) ebenfalls stellt. Welche Botschaft wird da gerade an China gesendet?

Tja. So wie Trump denkt ist auch Taiwan nur Verhandlungsmasse. Statt Krieg macht man eben einen "Deal" mit China. Die USA mischen sich nicht ein, und Trump bekommt Vorteile im Geschäft. Vielleicht Exclusivrechte auf Computerchips, nachdem China Taiwan erobert hat... und die Anerkennung Kanadas als Teil der USA.

Inzwischen muss man wohl tatsächlich mit allem rechnen. Auch dafür, dass sich Trump im Anschluss für den "Frieden" feiern lässt, den diese "Deals" der Welt gebracht haben.

Freunde von mir lesen schon keine Nachrichten mehr. Ich frage mich, ob ich das künftig nicht auch so halten sollte...

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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@lucan-7 Inzwischen muss man wohl tatsächlich mit allem rechnen. Auch dafür, dass sich Trump im Anschluss für den "Frieden" feiern lässt, den diese "Deals" der Welt gebracht haben.

 

Nun ja: wenn diese Deals tatsächlich Frieden bringen...?! Also Nicht-Krieg zwischen den Big Players? Dadurch würde insbesondere die Gefahr eines nuklearen Weltkriegs minimiert - etwas, das wir mit "werteorientierter Politik" in den vergangenen sieben Jahrzehnten nie hinbekommen haben, oder?

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@jack-black 

Dadurch würde insbesondere die Gefahr eines nuklearen Weltkriegs minimiert - etwas, das wir mit "werteorientierter Politik" in den vergangenen sieben Jahrzehnten nie hinbekommen haben, oder?

Nanu, habe ich jetzt den nuklearen Weltkrieg verpasst, den wir in den letzten sieben Jahrzehnten nicht haben verhindern können...? Oder wie soll ich deine Aussage verstehen?

 

Nun ja: wenn diese Deals tatsächlich Frieden bringen...?! Also Nicht-Krieg zwischen den Big Players?

Na ja, Demokratie hätten wir dann zwar nicht mehr, und Maßnahmen gegen den Klimawandel wären dann auch vom Tisch, weil wir dann ja in Putins neuer Welt wieder mit Gas heizen... aber klar, schlimmer geht es immer.

Das werden wir uns dann sicher auch sagen, wenn wir Russlandfähnchen schwenken und den neuen Führer und seine guten Kumpels loben.

Zumindest haben sie keinen Atomkrieg begonnen - ist doch super nett von ihnen!

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
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@lucan-7 Nanu, habe ich jetzt den nuklearen Weltkrieg verpasst, den wir in den letzten sieben Jahrzehnten nicht haben verhindern können...? Oder wie soll ich deine Aussage verstehen?

So, wie ich sie geschrieben habe: Gefahr eines nuklearen Weltkriegs. Der sind wir, als Ideologie-Gegensätze - also unterschiedliche Werte -  die Weltpolitik bestimmten, mindestens zweimal nur mit extrem viel Glück entgangen.

Demokratie hätten wir dann zwar nicht mehr, und Maßnahmen gegen den Klimawandel wären dann auch vom Tisch, weil wir dann ja in Putins neuer Welt wieder mit Gas heizen...

Nun, ich bezog mich auf die Sache mit dem Frieden. Dass weder Trump, noch Xi oder Putin Demokraten sind, ist mir klar und selbstverständlich war es in den letzten Dekaden noch nie so schlimm um die Demokratie bestellt wie dieser Tage. Aber die Abschaffung der Demokratie in den USA betrifft uns nur indirekt: Trump ist in dieser Hinsicht eher als Feind der amerikanischen Demokraten zu betrachten.

In der "alten Welt" heizten wir übrigens auch mit Gas, schon vergessen? Man sollte nicht immer alles mit allem vermengen. Dass Trump sich für die Rettung des Weltklimas feiern ließe, hattest Du nicht behauptet und entsprechend hatte ich da dann auch nicht widersprochen. Zur Erinnerung: ich hatte mich auf diese Aussage von Dir bezogen:

Wenn Trump bei dieser Haltung bleibt, dann sieht sich Europa künftig drei feindlich gesonnenen Mächten gegenüber: Russland, China - und den USA.

Was hat dies mit der Rettung des Weltklimas zu tun? China ist momentan meiner Kenntnis nach ziemlich weit vorn, was die Nutzung erneuerbarer Energien angeht. Wenn Russland weiterhin unser Feind bleibt, dann werden wir ja auch weiterhin kein Gas von ihm beziehen (oder halt nur auf Umwegen, damit die Zwischenhändler noch etwas an unserem wenig nachhaltigen Sanktionsregime verdienen können). Wenn Trump uns Europäer im militärsicherheitspolitischen Regen stehen lässt, wegen feindlich und so - wäre das nicht noch besser für's Weltklima, weil wir dann ja von diesem neuen Feind auch kein Erdgas mehr kaufen könnten und kein Fracking-Öl?

Wenn die USA uns per Trump die "Freundschaft" kündigen, uns also zukünftig nur noch gemäß des weltbeherrschenden Kapitalismus wahlweise als Anbieter, Käufer und Konkurrenten betrachten - dann hat das mit Feindschaft wenig zu tun, es sei denn, wir betrachten den Kapitalismus als eine Angelegenheit, bei der jedermann jedermanns Feind ist. Dass seine Klimawandel-Leugnungs-Politik nicht gut für den Globus ist - gar keine Frage. Aber die betreibt er ja nicht aus Feindschaft gegen uns. Übrigens: heute wurde im Radio erwähnt, dass in der wissenschaftsignoranten Politik Trumps sogar für uns eine Chance bestehen könne: gute Wissenschaftler aus den USA abzuwerben. Am Ende haben wir es also ausgerechnet ihm zu verdanken, dass demnächst ein paar hochkompetente Fachkraft-Immigranten in's Land strömen. 🙂

(...) aber klar, schlimmer geht es immer.

Das werden wir uns dann sicher auch sagen, wenn wir Russlandfähnchen schwenken und den neuen Führer und seine guten Kumpels loben.

Ich denke nicht, dass diese Ironie sonderlich fest in realistischen Zukunftsszenarien begründet ist.

 

Zumindest haben sie keinen Atomkrieg begonnen - ist doch super nett von ihnen!

Von "nett" hab ich nix geschrieben. Aber ganz ehrlich? Ich ziehe ein Szenario, in dem niemand einen Atomkrieg beginnt, einem Szenario vor, wo's anders verläuft.

Und der Taiwan-Konflikt hat nunmal (immer noch...) das Potential, nuklear zu eskalieren. Falls dieses Potential sich in Luft verwandeln sollte aufgrund von Trumps Politik - dann ist damit etwas gewonnen. Ich stecke nicht so in den Details drin, dass ich beurteilen kann, ob es tatsächlich dazu kommt. Aber falls es dazu kommt, dann...

 

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@jack-black 

So, wie ich sie geschrieben habe: Gefahr eines nuklearen Weltkriegs. Der sind wir, als Ideologie-Gegensätze - also unterschiedliche Werte -  die Weltpolitik bestimmten, mindestens zweimal nur mit extrem viel Glück entgangen.

Die "Gefahr" eine nuklearen Weltkriegs besteht so lange, wie es die technische Möglichkeit dazu gibt. Dass wir dieser Gefahr bei manchen Gelegenheiten nur knapp entgangen sind lag nicht an den politischen Gegebenheiten - dass es also tatsächlich gewollt war - sondern an technischen Problemen der Geräte zur Vorwarnung. Solche Probleme zu lösen ist völlig unabhängig von der vorherrschenden Politik.

Und bisher hatten wir eine Politik, die KEINEN nuklearen Weltkrieg WOLLTE. Diese Politik zu ändern bedeutet demnach nicht automatisch, dass dieses Risiko gesenkt wird - eher im Gegenteil.

 

Aber die Abschaffung der Demokratie in den USA betrifft uns nur indirekt: Trump ist in dieser Hinsicht eher als Feind der amerikanischen Demokraten zu betrachten.

Dazu müssten wir erst mal klären, was "Feindschaft" und "Freundschaft" in diesem Sinne politisch bedeuten. Denn es geht ja bei Nationen immer nur um Interessen. Auch wenn wir die "Freundschaft" zu den Franzosen betonen, dann meinen wir damit keine kumpelhafte Freundschaft aus alten Studientagen, sondern eine politische Basis, die auf gemeinsamen Interessen beruht.

Dazu gehört zum ersten, dass man erst einmal feststellt, überhaupt gemeinsame Interessen zu haben, und dass es für beide Parteien günstig ist, diese Interessen gemeinsam zu verfolgen.

Dazu gehört etwa die Verlässlichkeit von Verträgen. Wirtschaftsvertreter beider Seiten können sich somit darauf verlassen, dass Vertragswerke auch in den nächsten Jahren gültig sein werden und können ihre Wirtschaft langfristig planen.

Es gibt eine gemeinsame Verteidigung, friedenssichernde Maßnahmen, technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren - etwa ein gemeinsames Stromnetz, Zollfreiheit, Reiseerleichterungen usw...

Es gibt also ein gewisses Grundvertrauen auf verschiedenen Ebenen, wodurch sich so eine "Freundschaft" definiert.

Für Trump existiert nichts dergleichen. Für ihn gibt es nur "Deals", die vom Stärkeren zugunsten des Stärkeren geschlossen werden. Der Schwächere profitiert dann, wenn es auch dem Stärkeren nutzt. Verträge können jederzeit aufgekündigt werden. Andere Länder sind keine Partner, sondern Konkurrenten. Bedingungen werden, wenn möglich, nicht verhandelt, sondern diktiert.

Das ist es, was ich mit "Feindschaft" meine. Nicht im militärischen Sinne, obwohl auch dies immer eine Option ist. Der kurzfristige Vorteil überwiegt langfristige Sicherheiten. Vorzugsweise wird jener behandelt, der sich unterwirft.

Das ist eine Denkweise, die der von Putin sehr ähnlich ist, nur ohne die historische Pseudofolklore.

 

Was hat dies mit der Rettung des Weltklimas zu tun?

Nun ja, es hängt halt alles zusammen. Und ich halte es für naiv zu glauben, die Schockwellen, die die USA jetzt gerade durchziehen, würden vor Europa halt machen. Trumps ergebene Jünger warten auch hier auf ihre Chance, die Demokratie zu überwerfen... und sich wahlweise in Trumps oder Putins Arme zu schmeißen. Was letztlich gar keinen großen Unterschied mehr machen würde.

 

Ich denke nicht, dass diese Ironie sonderlich fest in realistischen Zukunftsszenarien begründet ist.

In Ostdeutschland werden Russenfähnchen nicht nur von Russen geschwenkt...

 

Von "nett" hab ich nix geschrieben. Aber ganz ehrlich? Ich ziehe ein Szenario, in dem niemand einen Atomkrieg beginnt, einem Szenario vor, wo's anders verläuft.

Und ich sage: Kommt auf den Atomkrieg an. Abgesehen von den zwei bekannten Bomben, die auf Japan abgeworfen wurden, wurden noch mehr als 500 weitere Atombomben oberirdisch gezündet. Die Welt hat das bisher ganz gut verkraftet.

Man müsste also fragen: Wie viele Atombomben werden da wo genau gezündet... und was wäre die Alternative dazu?

Ich bin keineswegs davon überzeugt, dass ein Atomkrieg das größte Übel ist, das der Menschheit zustoßen kann.

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@lucan-7 

Ich bin keineswegs davon überzeugt, dass ein Atomkrieg das größte Übel ist, das der Menschheit zustoßen kann.

Wenn Israel eine Atombombe schmeißt oder der Konflikt zwischen Indien und Pakistan nuklear eskaliert - das wäre mit Japan 1945 vergleichbar (aber auch dann um zwei Größenordnungen schlimmer). Bei Russland und USA würde eine Eskalation vermutlich im Overkill enden, und per nuklearem Winter die Hälfte der Menschheit (bzw. wenn der sich auf die ganze Südhalbkugel ausdehnt, noch mal deutlich mehr) verhungern.

Und bei China vs. USA ist es kaum besser.

Also die Atomkriege die Jack meint wären schon das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann (abgesehen von einem Zwergplaneten o.ä., der mit der Erde kollidiert, und ggf. Dingen, die ich nicht auf dem Schirm habe).

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@hkmwk 

Also die Atomkriege die Jack meint wären schon das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann (abgesehen von einem Zwergplaneten o.ä., der mit der Erde kollidiert, und ggf. Dingen, die ich nicht auf dem Schirm habe)

Es gibt Szenarien, die bei einem weiteren Ansteigen der Erdtemperatur durch den Klimawandel von 3 Milliarden Toten ausgehen.

Nun ist das natürlich Spekulation, und es bleibt auch die Frage in welchem Szenario man denn "Atomkrieg" gegen "Klimawandel" aufrechnen muss... auch das ist natürlich hochspekulativ.

Aber die Ausgangslage war ja, dass sich drei Atommächte (USA, Russland, China) die Welt aufteilen und dadurch zumindest ein Atomkrieg verhindert wird.

Wenn aber die USA und Russland kein Interesse am Klimaschutz haben, dann könnte der Klimawandel sehr bald zu noch sehr viel drastischeren Folgen führen, als es ein Atomkrieg gehabt hätte.

Deshalb meine Aussage, dass ein Atomkrieg nicht generell "das schlimmste Szenario" sein muss. Die Frage ist immer: Was genau ist die Alternative?

Und ein Atomkrieg umfasst auch nicht notwendigerweise "alle" Atombomben... sondern eben unter Umständen auch einen sehr begrenzten Einsatz.

Und so ein Einsatz könnte - je nach politischer Ausgangslage - dann auch noch Schlimmeres verhindert haben.

 

Mein Punkt ist einfach, kurz gesagt, dass ich mich dieser "Apokalypse-Skala" verweigere, bei der ein Atomkrieg auf jeden Fall als schlimmstmögliches Szenario auf der Spitze steht und dem alles andere nachgestellt ist... ich denke, dass so ein Denken zu falschen Schlüssen führen kann.

Wie etwa, der Ukraine nicht genug Waffen zur Verfügung zu stellen, um Russland besiegen zu können.

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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@lucan-7 

In den 80-er Jahren hieß es ja, dass ein sowjetischer Präventivangriff gegen China einen nuklearen Winter auslösen würde, den u.a. die USA nicht verkraften würden. Und das wäre doch damals ein begrenzter Atomschlag gewesen …

Wir werden es hoffentlich nie herausfinden (müssen), welche Folgen genau welcher Atomkrieg haben wird.

Will sagen: Ob Atomkrieg oder Klimakrise schlimmer wäre, ist kompliziert, und ich denke nicht, dass wir wirklich sachkundig darüber reden können.

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@hkmwk 

Wir werden es hoffentlich nie herausfinden (müssen), welche Folgen genau welcher Atomkrieg haben wird.

Will sagen: Ob Atomkrieg oder Klimakrise schlimmer wäre, ist kompliziert, und ich denke nicht, dass wir wirklich sachkundig darüber reden können.

Genau werden wir es nicht sagen können. Aber eines ist dennoch klar: Je mehr, desto schlimmer.

Ein halbes Dutzend Atombomben werden vor allem unmittelbar vor Ort wirkten, weltweit wird der Einfluss gering bleiben.

Bei hundert sieht das schon ganz anders aus... aber auch dann kommt es drauf an, welche Art von Bombe genau gezündet wird.

Es gibt ja die Aussage der Ukraine, dass sie selbst nach dem Einsatz einer Atombombe weiter kämpfen würden... und das glaube ich auch, so lange es sich um einen begrenzten Einsatz auf einem kleinen Gebiet handelt.

Es kommt also drauf an...

 

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@lucan-7 

In den 80-er Jahren hieß es ja, dass ein sowjetischer Präventivangriff gegen China einen nuklearen Winter auslösen würde, den u.a. die USA nicht verkraften würden. Und das wäre doch damals ein begrenzter Atomschlag gewesen …

Wir werden es hoffentlich nie herausfinden (müssen), welche Folgen genau welcher Atomkrieg haben wird.

Will sagen: Ob Atomkrieg oder Klimakrise schlimmer wäre, ist kompliziert, und ich denke nicht, dass wir wirklich sachkundig darüber reden können.

hkmwk antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 857

@lucan-7 

Trump steht in der Gesinnung von Putin, Kim Jong-un,  Lukaschenko, ... ! 

Inzwischen bezeichnet der Trumpel lt. RPO Selensky als Diktator.  Trumpel ist einfach nur geisteskrank und geldgierig.

1-ichthys antworten
Gelöschtes Profil
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Veröffentlicht von: @lucan-7

@meriadoc 

 

Wenn Trump bei dieser Haltung bleibt, dann sieht sich Europa künftig drei feindlich gesonnenen Mächten gegenüber: Russland, China - und den USA.

 

Ebend! und dann können wir sehen wo wir bleiben, die teilen Europa ebenso unter sich auf wie Trump gern hätte, dass Grönland zu den USA gehört..... 😀 😥 😥 

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JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

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@meriadoc 

Mich interessiert der Trash Talk nicht, sondern was sich an Optionen ergibt und die Änderung der realen Verhältnisse. Trump ist immer für irgendwelche Sprüche gut und die Medien lieben es, möglichst bösartige Interpretationen zu verbreiten. Ohne Prüfung des Originals und des Kontexts glaube ich nichts davon.

Trump und Selenski haben sich seit November zweimal? getroffen. Ich schätze die haben eine vernünftige Kommunikationsbasis und sich auch Einiges ausgedacht, was möglich ist und wie man Putin überzeugt.

Ich habe das in meiner Berufspraxis auch häufig. Es gibt Trash Talk, durchaus auch bewusst eingesetzt, und es gibt langwierige Verfahren und immer wieder gerne den Spatz in der Hand für eine Lösung bei der beide Seiten zwar schlucken, aber unmittelbar damit abschließen und einen Neuanfang starten können.

johnnyd antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@johnnyd 

Mich interessiert der Trash Talk nicht, sondern was sich an Optionen ergibt und die Änderung der realen Verhältnisse.

In dem Fall ist es schon etwas mehr als das. Trump übernimmt 1:1 die Narrative Putins und gibt das in einer Pressekonferenz so weiter.

Selbst wenn Trump morgen sagt, dass alles nicht so gemeint war, ist das ein tiefer Schnitt. Trump ist kein Verbündeter mehr, weder von Europa noch der Ukraine - und zwar unabhängig davon, was er demnächst noch alles behauptet. Ihm kann nichts mehr geglaubt werden.

Klar, das war auch schon vorher so... aber er hat noch nie derartig deutlich gemacht, dass ihm jegliche Grundsätze völlig egal sind. Wenn es ihm nutzt oder es bequemer ist, dann ist er halt auf Putins Seite.

Kann sein, dass er demnächst wieder zurück rudert, wenn man in den USA in seinem Umfeld entsprechend entsetzt reagiert. Das macht aber keinen Unterschied mehr. Bündnisse sind ihm schlicht egal.

 

lucan-7 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778

@lucan-7 

Diese Überreaktion überzeugt mich nicht. 

 

Kann sein, dass er demnächst wieder zurück rudert

Die Verhandlungen sind sicher seit Monaten vorbereitet. Ich glaube nicht, dass hier irgendwas mit heißer Nadel gestrickt wurde.

johnnyd antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@johnnyd 

Ich glaube nicht, dass hier irgendwas mit heißer Nadel gestrickt wurde.

Wir reden von Trump!

Bei nüchterner Überlegung ist doch klar: Verhandlungsmasse wie NATO-beitritt gibt man nicht ohne Gegenleistung preis. Aber Trump hat genau das gemacht.

Wenn das wirklich kaltblütig und vorbereitet ist, dann ist Trump ein Agent von Putin.

hkmwk antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1778

@hkmwk 

Schauen wir mal. Die Gesprächskanäle sind offen. Rubio ist mit europäischen Ländern im Gespräch, Kellogg mit Ukraine.

Problematisch finde ich, dass Deutschland seit Monaten nicht wirklich handlungsfähig ist und es auch absehbar noch nicht sein wird.

johnnyd antworten
Goldapfel
(@ga2)
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@johnnyd 

Danke für‘s zurechtrücken.

ga2 antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@ga2 

 

Ich warte geduldig auf den 3. WK der garantiert kommt. 

 

 

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Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@meriadoc 

und deine Frage „Wann kommt Jesus???“, willst du damit die Christen hier verspotten? Sie provozieren? Einfach nur ein bisschen Stimmung hier machen? Da du ja durchaus Bibelwissen hast, sollte dir klar sein, dass niemand hier Tag noch Stunde kennt. Aber jeder sollte so leben, als ob er Jesus jederzeit zurück erwartet. Was verbindest du noch mit dieser Aussage? Was hast du früher damit verbunden?

Geduldig nehme ich dich hier gar nicht wahr. Stattdessen haust du irgendwelche Sachen voller Panik raus. Entweder bist du zutiefst innerlich zerrissen oder du willst nur Aufmerksamkeit generieren.

 

 

ga2 antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@ga2 

Es wird kein Jesus kommen. Tut mir Leid.

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Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@meriadoc 

Es wird kein Jesus kommen. Tut mir Leid.

Damit hast du dich gerade selbst entlarvt, worum es dir geht. Danke!

Musst du am Ende selbst mit klarkommen.

*den Staub von den Sandalen schüttelnd*

 

ga2 antworten
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