Benachrichtigungen
Alles löschen

Wirtschaftlicher Zusammenbruch diesen Winter?

Seite 2 / 4

Nachfolger
Themenstarter
Beiträge : 16

Erleben wir diesen Winter den wirtschaftlichen Crash und damit weitere Wehen vor der Drangsal? Oder sind wir schon in der letzten Jahrwoche? Für mein Dafürhalten werden wir einen extremen Absturz erleben. Gestern sprach Hr. Russwurm bei Illner, dass 20% der Betriebe zumachen oder verlagern werden. Weitere 60% fühlen sich durch die Energiekrise in ihrer Existenz bedroht. Dies würde ein Heer an Arbeitslosen bedeuten - einige Millionen bis hin zu zweistelligen Millionenzahlen. Und das bei diesen Preisen. Was kommt hier auf uns zu? 

Lässt sich das noch aufhalten? Oder hilft nur noch Gebet?

Antwort
125 Antworten
1-ichthys
Beiträge : 667
Veröffentlicht von: @meriadoc

Es kann alles passieren. Sogar Unruhen und kleinere Anarchieausbrüche

Das wollen wir nicht hoffen. Aber friedliche und dennoch aufrüttelnde Demos wünsche ich mir sehr - und da wäre ich dabei, wenn sich die Regierung nicht endlich bewegt und z. B. die Strompreisbremse zieht.

1-ichthys antworten
76 Antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 294

@1-ichthys 

Mir macht Fachkräftemangel mehr sorgen als Energiepreise.

meriadoc antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2272

@1-ichthys wenn sich die Regierung nicht endlich bewegt und z. B. die Strompreisbremse zieht.

Wo ist die denn genau zu finden, wenn man sie ziehen will?

jack-black antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667

@jack-black 

Z.B. könnten die ersten 1500 kwh 25 Cent betragen, weitere 1500 40 Cent, dann die weiteren 1500 50 Cent und ab 4501 kwh müsste der Marktpreis bezahlt werden.

1-ichthys antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2272

@1-ichthys 

Der Stromverbrauch pro Haushalt liegt momentan bei ~4000 kwh. Deinem Vorschlag gemäß müßten da ja praktisch sämtliche Haushalte subventioniert werden. Unser Haushalt - frei stehendes Einfamilienhaus auf dem Land - hat (gerade nachgeschaut) letztes Jahr 3950 kwh verbraucht. Und wir haben rumgeaast (mein Computer mit 2 Monitoren läuft praktisch rund um die Uhr, wir haben 2 Kühlschränke und eine große Tiefkühltruhe etc. pp.  - nur so als Beispiel). Da bräuchten wir die wir es uns leisten können, das Doppelte des bisherigen Strompreises (24 cent/kwh bisher, Stand letzter Information von den Stadtwerken wird das auf 26 oder 28 , bin zu faul, da jetzt nochmal nachzugucken, erhöht) zu zahlen, uns ja dann gar nicht einschränken. Supi, bin sofort dafür, her mit der Staatsknete! 🙂

jack-black antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667

@jack-black 

Boah, das war ja nur ein Beispiel. Die genauere Ausgestaltung müssten Experten übernehmen.

1-ichthys antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2272

@1-ichthys Boah, das war ja nur ein Beispiel.

 

Ja, schon klar. Aber Du hattest halt was von "aufrüttelnden" Demos geschrieben, und ich frag mich in solchen Zusammenhängen dann, wer da wie und hinsichtlich welcher Zielmarken aufgerüttelt werden soll.

Und ich bin da ganz ehrlich: Ich finde, man sollte keinen staatlichen Preisdeckel auf den Strompreis drücken, weil das letzten Endes nur die Inflation weg vom Energiesektor hin in alle Wirtschaftssparten verallgemeinert. Um das Geld für solche gigantischen Subventionen zu bekommen (per Steuern), wird am Ende alle Arbeit teurer, statt nur die Arbeit, die ressourcenbasiert ist.

Grad vorgestern kamen die neuen Zahlen, nach denen die "Auto-pro-Einwohner"-Relation schon wieder gestiegen ist. Wenn die Gesamtbevölkerung sich immer noch in Richtung Naturressourcen-Verschwendung bewegt, halte ich es für unverantwortlicher, da dann noch den Naturressourcenverbrauch (und nichts anders ist letzten Endes der Stromverbrauch) zu subventionieren.

Dass es einige jetzt hart trifft, liegt an der ungleichen Verteilung in unserer Wohlstandsgesellschaft, die eben doch auch weiterhin eine Klassengesesellschaft ist, mit Reichen und Armen. An dieser grundsätzlichen Ungerechtigkeit ändert man damit, dass man Brot (billigen Strom) verteilt, um die Massen ruhig zu stellen, wenig.

jack-black antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@jack-black 

Ja, schon klar. Aber Du hattest halt was von "aufrüttelnden" Demos geschrieben, und ich frag mich in solchen Zusammenhängen dann, wer da wie und hinsichtlich welcher Zielmarken aufgerüttelt werden soll.

Das ist vielen doch mittlerweile egal. Hauptsache, man protestiert und ist dagegen. Und die Grünen sind an allem schuld. 

Faktenbasierte und durchdachte Argumentation suchst Du da vergebens.

Grad vorgestern kamen die neuen Zahlen, nach denen die "Auto-pro-Einwohner"-Relation schon wieder gestiegen ist.

Ja, das hat mich auch überrascht. 

Wenn die Gesamtbevölkerung sich immer noch in Richtung Naturressourcen-Verschwendung bewegt, halte ich es für unverantwortlicher, da dann noch den Naturressourcenverbrauch (und nichts anders ist letzten Endes der Stromverbrauch) zu subventionieren.

Ich finde das, was die Niederländer da in Bezug auf die Strompreise machen, noch sinnvoller als das hier bevorzugte Gießkannenprinzip (siehe Tankrabatt). Dort gibt es eine Preisdeckelung nach diesem Prinzip:

In den Niederlanden soll die Preisgrenze den Regierungsplänen zufolge nur für einen Teil des Verbrauchs gelten. Der Wert richtet sich nach dem durchschnittlichen Verbrauch eines Haushaltes von Anfang des Jahres – also vor dem Ausbruch des Ukrainekrieges und dem Anstieg der Energiekosten.

Wer mehr verbraucht, soll dafür den geltenden Marktpreis bezahlen. Die Koalitionsregierung von Premier Mark Rutte will verhindern, dass viele Bürger durch die extrem hohen Energiekosten in finanzielle Not geraten.

Klick

 

alescha antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667
Veröffentlicht von: @alescha

@jack-black 

Ja, schon klar. Aber Du hattest halt was von "aufrüttelnden" Demos geschrieben, und ich frag mich in solchen Zusammenhängen dann, wer da wie und hinsichtlich welcher Zielmarken aufgerüttelt werden soll.

Das ist vielen doch mittlerweile egal. Hauptsache, man protestiert und ist dagegen. Und die Grünen sind an allem schuld. 

Faktenbasierte und durchdachte Argumentation suchst Du da vergebens.

Das ist nicht ganz richtig, was Du da schreibst. Nicht jeder, der heute wegen den hohen Energiepreisen an einer aufrüttelnden Demo teilnehmen würde, hat sich in der Covid-Zeit von den Covid-Gegener aufstacheln lassen und ist auf die Straße gegangen.

 

 

 

1-ichthys antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@1-ichthys 

Das ist nicht ganz richtig, was Du da schreibst. Nicht jeder, der heute wegen den hohen Energiepreisen an einer aufrüttelnden Demo teilnehmen würde, hat sich in der Covid-Zeit von den Covid-Gegener aufstacheln lassen und ist auf die Straße gegangen.

So habe ich das aber nicht geschrieben, bitte gründlicher lesen!

Ich habe bewusst "viele" geschrieben, damit sollte eigentlich klar sein, dass ich nicht "jeden" meine. 🙄 

Aber eine gewisse Schnittmenge gibt es halt. Kann ich bei mir vor Ort beobachten, im Nachbarort ruft derselbe Typ, der zu den Anti-Coronamaßnahmen-Spaziergängen aufgerufen hat, zur Neuauflage auf. "Schluß mit all den Lügen", "Energiekrise, Inflation, Verarmung = REGIERUNGSVERSAGEN!!!". Und wenn ich sehe, wer das auf Facebook teilt, habe ich Grund zur Annahme, dass in großen Teilen dieselben Leute da mitmarschieren, die auch an den Corona-Spaziergängen teilgenommen haben. 

Mehr dazu u.a. hier.

 

 

 

alescha antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667

@alescha 

Ich habe gründlich gelesen. Ich habe eher den Eindruck, Du hast zu allgemein geschrieben. Eine kurze Erklärung, wie Du sie nun gegeben hast, hätte die Sache deutlicher gemacht.

1-ichthys antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 858

@1-ichthys Ich habe gründlich gelesen. Ich habe eher den Eindruck, Du hast zu allgemein geschrieben. Eine kurze Erklärung, wie Du sie nun gegeben hast, hätte die Sache deutlicher gemacht.

Das stimmt! Mir war Aleschas Aussage auch zu allgemein. 

feliciah antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@feliciah 

@1-ichthys

Ich bin ja offen für Kritik, aber ich verstehe nicht ganz, warum, wenn man "viele" schreibt, der Eindruck entsteht, dass "jeder" gemeint sein könnte.

 

alescha antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667

@alescha 

So wie Du geschrieben hast, hat es sich angehört, dass jeder, der wegen den Energiepreisen auf die Straße gehen will, sich von den Nein-Sagern vereinnahmen lässt. Erst Dein erklärender post mit den Typen aus dem Nachbarort hat klar gemacht, dass Du bestimmte Gruppen meinst.

1-ichthys antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@1-ichthys 

So wie Du geschrieben hast, hat es sich angehört, dass jeder, der wegen den Energiepreisen auf die Straße gehen will, sich von den Nein-Sagern vereinnahmen lässt.

Schon klar, das erklärt aber immer noch nicht, wie man von "viele" auf "jeder" kommen kann. 

alescha antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667

@alescha

Weil "viele" nicht erklärt, wen Du genau meinst. "Viele Nein-Sager o. Ä." hätte es treffender und weniger verwirrend ausgesagt.

1-ichthys antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@1-ichthys 

Weil "viele" nicht erklärt, wen Du genau meinst.

"Viele" ist ja auch eher eine Mengenbestimmung und keine Personengruppenbestimmung. Zugegeben, "viele" ist recht schwammig, meint aber definitiv nicht "alle" oder "jeder". 

Um wen es sich handelt ging eigentlich aus dem Kontext hervor. Wer außer den "Nein-Sagern" hätte denn da gemeint sein können? Ja-Sager gehen ja eher selten auf die Straße, um gegen irgendwelche Missstände zu protestieren, oder?

Da fällt mir bei nochmaliger Betrachtung dessen, was ich ursprünglich geschrieben habe übrigens auf, dass ich da nicht mal was von Coronaleugnern geschrieben habe. Die hast Du erst ins Spiel gebracht. Bemerkenswert. Wie kommt das?

Aber wie ich dann schon sagte: Ja, es gibt eine Schnittmenge. 

Und ja, deswegen habe ich da Coronaschwurbler* schon mitgemeint, weil das Phänomen schon zu Coronazeiten zu beobachten war, das Problem ist aber ein anderes, nämlich das hier:

Aber wir haben das Jahr 2022 und irritierend viele Menschen holen sich die Informationen über extrem wichtige und nicht minder komplexe Themen lieber von privat betriebenen Witzeseiten, deren Content aus Fail-Videos, Bierzelt-Sprüchen und Amazon-Affiliate-Links besteht. Aber dann am Ende sauer sein, dass die „Politik“ einen verarscht habe…

Illustriert an einem Sharepic über E-Autos.

Und Leute, die solche Sharepics teilen, sind meiner Erfahrung nach nur schwer bis gar nicht davon zu überzeugen, dass das Bullshit ist. Egal um was es geht. Bei Corona und wenn's um so Sachen wie's Klima geht, ist es allerdings auffällig. 

 

*und bevor hier ein neues Missverständnis entsteht: Nein, nicht jeder Maßnahmengegner oder Impfkritiker ist ein Schwurbler. Unter Schwurbler verstehe ich Leute, die faktenbefreites oder faktenverdrehendes Zeug unters Volk bringen.

alescha antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667

@alescha 

Wir sollten von meinem Post ausgehen. Ich habe von aufrüttelnden Demos geschrieben, jack-black hat das aufgegriffen und dann Du. Da ich von den Menschen ausgegangen bin (und das steht im Post), die gegen hohe Energiepreise demonstrieren und Du einfach nur allgemein "viele" geschrieben hast, entsteht der Eindruck, dass Du die von mir genannten Menschen damit meinst. Ich hoffe, ich konnte Dir klar machen, warum das bei mir und anscheinend auch bei feliciah so rüber gekommen ist.

1-ichthys antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@1-ichthys

 dass Du die von mir genannten Menschen damit meinst.

Auch dann: Wenn ich "viele" schreibe meine ich viele der von Dir genannten Menschen, und nicht jeden davon.

Deswegen ist mir immer noch nicht klar, wie das bei Dir oder Feliciah so ankommen konnte, dass ich alle Demonstrierenden meinen könnte. 

Und die Coronaschwurbler hast ja dann Du ins Spiel gebracht, also scheinen da auch schon gewisse Assoziationen zu bestehen.

 

 

alescha antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667

@alescha 

Tut mir leid. Aber ich habe den Eindruck, wir verlieren uns hier im Klein-klein. Ich lasse es jetzt so stehen.

1-ichthys antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@1-ichthys 

wir verlieren uns hier im Klein-klein

Ja, leider. Belassen wir es dabei. 

Hab ein schönes Wochenende.

 

alescha antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667

@jack-black 

Doch, ich finde schon, dass es einen Preisdeckel geben muss. Grundbedürfnisse dürfen nicht dazu führen, dass ein Teil der Gesellschaft sie sich nicht mehr leisten können. Strom, Wärme, Telekommunikation, Brot und Wasser sind Grundbedürfnisse. Und selbst die Mittelschicht kann sich die hohen Energiepreise nicht mehr leisten; zuletzt mehrfach in TV-Dokus gesehen.

1-ichthys antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@1-ichthys gerade selbst geschaut, 2010 (Anfang 2011) kostet Tagstrom mich 16 EURO Cent, Nachtstrom 11, wohl noch plus MwSt, jetzt sind es bei beidem um die 50 EURO-Cent.

Im Altbau habe ich nur Stromheizung, bis 2010 lebte die Mutter noch, in ihrem letzten kompletten Jahr hatte sie 16.000 - 17.000 kwH für das Haus, ich konnte es mit aller Gewalt nun auf um die 7.000 drücken und schaue dass ich weiter runter komme. Wenn sie noch leben würde und heizen würde wie gehabt, das wäre kaum noch bezahlbar (und so schlecht verdiene ich nicht...).

Dafür "durfte" ich morgens an der Haustür im Flur Eis kratzen... Und hatte ein zugefrorenes Erkerklo.

der_alte antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 667

@der_alte 

Inzwischen rät die Verbraucherzentrale in vielen Fällen dazu, in die Grundversorgung zu wechseln, da sie billiger ist. Einige Verbraucherportale raten ebenfalls dazu und die Grundversorgung als eine Art Winterschlaf zu nutzen, um im Frühjahr bei möglichen fallenden Preisen wieder zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Ich halte solche Vorschläge für sehr unseriös. Erst in der Grundversorgung die derzeit günstigen Preise nutzen und dann bei nächstbester Gelegenheit wieder zu jemand günstigeren zu wechseln. So kann man Grundversorger auch ins Wanken bringen.

1-ichthys antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@jack-black 

Wo ist die denn genau zu finden, wenn man sie ziehen will?

Der Strompreis besteht zu etwas mehr als der Hälfte aus Steuern, Abgaben und Umlagen. Da könnte man doch ansetzen. Das fände ich sinnvoller als den Leuten erst das Geld abzuknöpfen und es dann wieder (möglichst gerecht) zu verteilen und diese "Geschenkpakete" dann auch wieder zu besteuern.

miss-piggy antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2272

@miss-piggy Der Strompreis besteht zu etwas mehr als der Hälfte aus Steuern, Abgaben und Umlagen. Da könnte man doch ansetzen.

Wohlmöglich. Ich bin kein Experte und habe selbst keine Idee, wie die derzeitige Energiepreisproblematik in den Griff zu bekommen wäre. Aber mein Einstieg in diesen Seitenast der Diskussion kam ja als Reaktion auf den Vorschlag zu "aufrüttelnden" Demonstrationen. "Man könnte ja mal XXX" als Motto solch einer Demonstration erscheint mir irgendwie nicht sonderlich überzeugend. Staatlich festgelegte Preise unterhalb des (internationalen) Marktpreises sind nach allem, was ich über Volkswirtschaft weiß (und ich bin da nicht studiert!), kontraproduktiv und Instrumente von Regimes, die sich die Ruhe in der Bevölkerung erkaufen wollen mit Geld, das sie nicht haben, bzw. an anderer Stelle fragwürdig beschaffen müssen.

Ja, ein Großteil des Strompreises setzt sich auch aus Steuern etc. zusammen. Aber so ist das halt bei allen Gütern in Deutschland. Nun eine Produktart von dem üblichen Steuerniveau auszunehmen - welche Folgen hätte das? Ehrlich: ich habe darauf keine valide prognostische Antwort, eben, weil ich mich nicht genug in der Materie auskenne. Mir machte nur folgende Argumentation Eindruck: wenn der private Stromverbrauch subventioniert wird, muß das Geld irgendwo herkommen. Momentan kann der Staat nur deswegen überhaupt noch irgendwelche "Pakete" schnüren, weil tatsächlich durch die Inflation auch die Steuereinnahmen steigen. Wenn man nun die Steuerlast auf den Energieträgern senkt, macht sich der Staat hier handlungsunfähig, es sei denn, er nimmt immer weitere Schulden auf, was wiederum die Inflation antreibt usw. usf.

Volkswirtschaftlich wichtiger, als Privatpersonen mit günstigem Strom zu versorgen, ist (und das sage ich als jemand, der sich eigentlich "links" einordnet) momentan, das verarbeitende Gewerbe mit Strom zu versorgen, dessen Preisanstieg moderat genug ist, einen Umstieg in stromsparendere Produktion noch überhaupt zu ermöglichen: selbstverständlich muß auch in der Industrie dieser Umstieg nun rasch geschehen und dazu braucht es auch den preislichen Druck, aber praktisch läßt sich manches nicht über Nacht ermöglichen, weswegen unabgefederte Preissprünge hier tatsächlich viele Insolvenzen und damit das Wegbrechen vieler Arbeitsplätze zur Folge haben könnten. So schnell wie im privaten Bereich (Verzicht) läßt sich im Arbeitsbereich nicht auf höhere Stromkosten reagieren.

Das Problem besteht nun darin, die Notwendigkeit des Verzichts im privaten Bereich immer und immer wieder auch zu kommunizieren, statt den Leuten weiterhin die Lüge aufzutischen, sie hätten ein Recht aus vieles, was nicht wirklich zum Überleben notwendig ist. Beispielsweise sehe ich nicht, dass das Recht auf elektrisch erhitztes Wasser im Privathaushalt ein Lebensrecht sei. Oder das Recht auf günstigen Strom für TV, Flurbeleuchtung, Spül- und Waschmaschine. All das ist Luxus, an den wir uns über die Jahrzehnte gewöhnt haben, ohne den wir aber durchaus leben können. Heute nachts hab ich mir Socken angezogen und eine zweite Decke zum Schlafen übergelegt. Und wenn's noch kälter wird, kommt halt eine dritte Decke zum Einsatz und eine Jogginghose über der Schlafanzugshose. Und sobald es spürbar teuer wird, werde ich eben den Computer nicht mehr durchgehend laufen lassen und solche Postings wie dieses hier (die niemandem wirklich nutzen, sondern bloßer sozialer Luxus sind) werde ich dann eben nicht mehr verfassen (können). Hab ich Bock auf so eine Entwicklung? Nein. Aber ich sehe nicht, wie aufrüttelnde Demonstrationen (zu denen nun mal üblicherweise ganz bestimmte politische Kreise besonders gern aufrufen, die Wut anstacheln wollen und nicht Problemlösungen suchen) da nun ein sinnvolles Instrument sein könnten.

So - und nun muß ich (mit dem Rad) los, um noch etwas Tageslicht in Atelier zu haben. 😉

jack-black antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 858

@jack-black Heute nachts hab ich mir Socken angezogen und eine zweite Decke zum Schlafen übergelegt.

Jetzt schon? Lebst du am Nordpol? Bei mir ist bei mir ist es nachts und bis vormittags auch recht kühl in der Wohnung bei 16 bis 17 Grad, aber mein Bett ist noch kuschelig warm. Was machst du denn erst im Winter?

feliciah antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2272

@feliciah Ich schlafe bei, bzw. mehr oder weniger direkt unter'm (Dach-Schräge) geöffnetem Fenster. Im Winter, wenn geheizt wird, schließe ich es dann, aber im Moment heizen wir noch nicht, und da fällt dann halt die Temperatur auf (ich schätze jetzt mal) 12 bis 14 Grad. Wenn man sich bei solchen Temperaturen nicht bewegt...

jack-black antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 858

@jack-black Oh ja, das wäre mir direkt unter geöffnetem Fenster auch zu kalt. Ich möchte auch noch nicht heizen. Eine kleine Ausnahme habe ich am Sonntagmorgen gemacht. Aber nur für eine Stunde. 😉

feliciah antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@jack-black 

Staatlich festgelegte Preise unterhalb des (internationalen) Marktpreises sind nach allem, was ich über Volkswirtschaft weiß (und ich bin da nicht studiert!), kontraproduktiv und Instrumente von Regimes, die sich die Ruhe in der Bevölkerung erkaufen wollen mit Geld, das sie nicht haben, bzw. an anderer Stelle fragwürdig beschaffen müssen.

Ja, aber Steuern und Abgaben zu senken ist was anderes als ein staatlich festgelegter Preis. Und soweit ich weiß, sind die Stromkosten in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr hoch. Von einer Absenkung des Preises auf "unterhalb des internationalen Marktpreises" sind wir weit entfernt.

Volkswirtschaftlich wichtiger, als Privatpersonen mit günstigem Strom zu versorgen, ist (und das sage ich als jemand, der sich eigentlich "links" einordnet) momentan, das verarbeitende Gewerbe mit Strom zu versorgen

Das sehe ich auch so. Denn wenn demnächst Tausende von Arbeitsplätzen wegfallen wegen Firmenpleiten, trifft das auch Privatpersonen.

Das Problem besteht nun darin, die Notwendigkeit des Verzichts im privaten Bereich immer und immer wieder auch zu kommunizieren

Bei den (angekündigten) Preissteigerungen werden die Leute selber auf die Idee kommen, Energie zu sparen, wo es nur geht. Das muss ihnen keiner extra predigen.

Im Gegensatz zu dir bin ich eher dafür, nicht nur auf Verzicht zu setzen, sondern mehr Strom zu produzieren. Die Möglichkeit gäbe es ja auch noch. Aber wenn wir unbedingt meinen, wir müssten aus allem aussteigen und unsere Kraftwerke in die Luft sprengen, dann wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben als wieder zu einem Leben wie vor der industriellen Revolution zurückzukehren.

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Und soweit ich weiß, sind die Stromkosten in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr hoch.

Gibt ein paar Länder, die höhere Strompreise haben. Gleiches gilt übrigens für Gas:

https://de.euronews.com/my-europe/2022/08/30/gas-und-strompreise-im-eu-vergleich

Da kann man auch nachlesen, verschiedene Länder dagegen machen.

 

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Gibt ein paar Länder, die höhere Strompreise haben.

Ja, Tschechien an erster Stelle. Deswegen hatten die auch kürzlich diese Großdemo in Prag. Obwohl... wahrscheinlich sind die auch nur aus Prinzip dagegen und haben gar keine vernünftigen Gründe.

Ansonsten: Norwegen verfügt über große Gasvorkommen. Darüber verfügen wir auch, dürfen sie aber wegen ideologischer Verbohrtheit nicht nutzen. Wir importieren lieber Frackinggas aus dem Ausland. Frankreich hat Kernkraftwerke. Könnten wir auch haben, wenn wir wollten.

miss-piggy antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@miss-piggy selbst wenn die in der Bundesrepublik Deutschland erwünscht wären. Es dauert lange eines zu planen und zu bauen. Dazu braucht man Fachpersonen die das Kraftwerk bedienen, da steht im Zweifel ob es dieses in ausreichendem Maße geben würde.

Die Gegnerschaft zu Atomkraftwerken ist parteienübergreifend. Bei der Partei Bündnis '90/Die Grünen ist es fest in der Partei-DNA und es geht hin bis zur CSU, schon 2011 forderte der heutige MP Dr. Söder für Bayern einen Wettlauf mit dem Bundesland Baden-Württemberg um den schnellsten Ausstieg aus der Erzeugung von Strom der mit AKWs erzeugt, hier einer der Zeitungsberichte dazu:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article13047079/Soeder-will-Wettrennen-um-Ausstieg-aus-Atomkraft.html

der_alte antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@der_alte 

schon 2011 forderte der heutige MP Dr. Söder für Bayern einen Wettlauf mit dem Bundesland Baden-Württemberg um den schnellsten Ausstieg aus der Erzeugung von Strom der mit AKWs erzeugt

Jetzt fordert er wieder das Gegenteil. Der hat sowieso keine eigene Meinung und fordert immer das, wovon er sich am meisten Zustimmung erhofft. Bei Corona dasselbe, erst Hardliner und jetzt merkt er, dass das nicht mehr gut ankommt und ist für Lockerungen. Den kann ich wirklich nicht ernst nehmen.

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Frankreich hat Kernkraftwerke.

Und? Rate mal, wer in Deutschland Strom kauft. Frankreich!

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wie-Frankreich-den-Strompreis-in-Deutschland-nach-oben-treibt-article23544865.html

Was nutzen einem Atomkraftwerke, wenn die nicht richtig laufen, aus verschiedenen Gründen?

Ich weiß nicht, warum Du gleich von Ideologie sprichst. Es gibt bekanntlich gute Gründe gegen Fracking und Atomkraft, jenseits jeder Ideologie. 

wahrscheinlich sind die auch nur aus Prinzip dagegen und haben gar keine vernünftigen Gründe.

Noch jemand, der nicht liest, was ich schreibe oder was reininterpretiert, was da gar nicht steht? 🙄 

 

 

 

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Was nutzen einem Atomkraftwerke, wenn die nicht richtig laufen, aus verschiedenen Gründen?

Hatten wir denn in Deutschland das Problem, dass unsere AKW nicht richtig liefen?

Ich weiß nicht, warum Du gleich von Ideologie sprichst. Es gibt bekanntlich gute Gründe gegen Fracking und Atomkraft, jenseits jeder Ideologie.

Wir befinden uns momentan in einer sehr unerquicklichen Lage. Da sollte man pragmatisch denken und frühere Entscheidungen, z.B. den Atomausstieg oder das Verbot von Fracking, noch mal überdenken.

Vielleicht wird irgendwann mal eine Form der Energiegewinnung oder -speicherung erfunden, die total "sauber" ist, keinerlei Nachteile hat und alle unsere Probleme löst. Da hätte ich nichts dagegen. Aber im Moment gibt es die noch nicht.

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Hatten wir denn in Deutschland das Problem, dass unsere AKW nicht richtig liefen?

Keine Ahnung. Du hast aber auf Frankreich verwiesen, und da liefern die AKW nicht richtig, mit der Folge, dass die da nicht genug Strom haben und aus Deutschland, das für die Abschaltung der AKW gescholten wird, Strom importieren müssen.

Mag ja sein, dass unsere AKW ganz toll, sicher und sonstwas sind. Im Gegensatz zu den französischen oder denen in anderen Ländern, bei denen dann tatsächlich auch mal Strahlung austritt. Klar können nur wir Deutschen sichere AKW bauen. *sarkasmus off* Trotzdem bleiben die Risiken und Nebenwirkung, angefangen bei dem Wohin mit dem ganzen strahlenden Zeug. Teuer ist Atomstrom obendrein und der Ausweg aus der Klimakrise ist er auch nicht, guckst Du u.a. hier.

Wir befinden uns momentan in einer sehr unerquicklichen Lage. Da sollte man pragmatisch denken und frühere Entscheidungen, z.B. den Atomausstieg oder das Verbot von Fracking, noch mal überdenken.

Kurzfristig ist jetzt die Reduktion des Stromverbrauchs die einzige Möglichkeit. Weil wir unsere Atomwerke nicht schnell mal wieder hochfahren können, selbst die Verlängerung der derzeitigen Laufzeiten ist nicht unproblematisch. Erst recht können wir mal eben zig neue Meiler aus dem Boden stampfen. 

Wir werden also nicht drumrum kommen, mal unser Konsumverhalten zu überdenken und uns z.B. zu überlegen, ob man die Bude wirklich hochheizen muss, der Computer den ganzen Tag an sein muss oder ob man mal an Weihnachten auf die Rundumbeleuchtung von Haus und Garten verzichten kann. 

Und zu den Risiken und Nebenwirkungen von Fracking guckst Du z.B. hier. Fracking kann man wenn überhaupt irgendwo machen, wo es kein Grundwasser zu verunreinigen gibt oder es nichts ausmacht, wenn mal was passiert. Hier in Deutschland geht das nicht. 

Es sei denn, Du hältst sauberes Grundwasser und eine intakte Natur für etwas, das man aufs Spiel setzen kann.

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Du hast aber auf Frankreich verwiesen, und da liefern die AKW nicht richtig, mit der Folge, dass die da nicht genug Strom haben und aus Deutschland, das für die Abschaltung der AKW gescholten wird, Strom importieren müssen.

Ich habe mal gehört, dass in Frankreich jedes Jahr viele AKW im Sommer gewartet und im Winter wieder hochgefahren werden, weil viele Franzosen mit Strom heizen. Das scheint auch für dieses Jahr wieder so geplant zu sein:

https://www.rnd.de/politik/atomkraft-in-frankreich-alle-akws-bis-winter-wieder-hochfahren-kampf-gegen-energiekrise-SP7TO27AWA2JHMMOZJM5OIRJAQ.html

Ob es darüber hinaus dieses Jahr spezielle Probleme gab, weiß ich nicht. Schon möglich.

Im Übrigen habe ich das Argument dem von dir verlinkten Artikel über die Strompreise in verschiedenen EU-Ländern entnommen. Da wird als ein Argument für den günstigeren Strompreis in Frankreich angeführt:

"Die größte Energiequelle des Landes ist jedoch die Kernenergie, was bedeutet, dass sie weniger stark von den Preisanstiegen bei Gas und Öl betroffen ist."

und der Ausweg aus der Klimakrise ist er auch nicht, guckst Du u.a. hier.

Wenn man sich die Grafik "Wie klimafreundlich ist welcher Strom?" ansieht, schneidet der Atomstrom doch vergleichsweise gut ab.

Kurzfristig ist jetzt die Reduktion des Stromverbrauchs die einzige Möglichkeit.

Mag sein. Aber ich glaube nicht, dass die Krise kurzfristig gelöst sein wird. Also braucht es auch langfristige Ansätze.

Und zu den Risiken und Nebenwirkungen von Fracking guckst Du z.B. hier. Fracking kann man wenn überhaupt irgendwo machen, wo es kein Grundwasser zu verunreinigen gibt oder es nichts ausmacht, wenn mal was passiert. Hier in Deutschland geht das nicht. 

Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen, z.B. auch diese hier:

https://www.dw.com/de/fracking-von-gas-in-deutschland-als-alternative/a-62216420

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Im Übrigen habe ich das Argument dem von dir verlinkten Artikel über die Strompreise in verschiedenen EU-Ländern entnommen. Da wird als ein Argument für den günstigeren Strompreis in Frankreich angeführt:

"Die größte Energiequelle des Landes ist jedoch die Kernenergie, was bedeutet, dass sie weniger stark von den Preisanstiegen bei Gas und Öl betroffen ist."

Weniger von Preisanstiegen betroffen ist was anderes als kostengünstig. In dem einen Link sieht man ja, was die Stromerzeugung kostet, verglichen mit anderen Energien. Der Bau ist teuer, Lagerung und Entsorgung von strahlendem Müll kosten.... Mehr dazu hier.

Mag sein. Aber ich glaube nicht, dass die Krise kurzfristig gelöst sein wird. Also braucht es auch langfristige Ansätze.

Ja, und da wundert es mich, warum man an Atomkraft festhalten will. 

Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen, z.B. auch diese hier:

https://www.dw.com/de/fracking-von-gas-in-deutschland-als-alternative/a-62216420

Danke für den Link.

Ich habe jetzt noch das gefunden:

https://www.br.de/nachrichten/wissen/fracking-welche-risiken-gibt-es-faktenfuchs,TC87moG

Da werden mögliche Risiken recht ausführlich beleuchtet. Fazit:

Geowissenschaftler gehen davon aus, dass die Gefahr, Grundwasser durch Fracking zu verschmutzen, mithilfe eines strikten Monitorings und höchsten technologischen Standards beherrschbar, aber nicht ganz auszuschließen ist. Auch das Erdbebenrisiko schätzt die Expertenkommission für Deutschland als gering ein. Auch hier bleibt jedoch ein Restrisiko. Aus alten, schlecht abgedichteten Bohrlöchern kann außerdem Methan entweichen, ein sehr klimawirksames Treibhausgas und in der gleichen Menge deutlich schädlicher als CO2, das den Treibhauseffekt zusätzlich vorantreibt.

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Ja, und da wundert es mich, warum man an Atomkraft festhalten will.

Was schlägst du vor?

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Was schlägst du vor?

Wie so manch andere setze ich auf erneuerbare Energien. Die entwickeln sich ja auch weiter.

Fakt ist jedenfalls, dass Erdöl, Erdgas, Kohle und Co. irgendwann alle sind. Wenn man sich bis dahin nicht um Ersatz bemüht hat, 

dann wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben als wieder zu einem Leben wie vor der industriellen Revolution zurückzukehren.

Kombiniert mit den Folgen des Klimawandels.

 

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Wie so manch andere setze ich auf erneuerbare Energien.

Erneuerbare Energien funktionieren für sich alleine genommen nicht. Sie brauchen ein Back-up-System von konventionellen Kraftwerken, damit die Netzstabilität gewährleistet ist.

Hier wird es ganz gut erklärt:
https://www.energieratgeber-info.de/ohne-kohle-und-gas-keine-energiewende

Also, für welches Backup würdest du dich entscheiden? Kohle, Gas, Atomkraft?

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Hier wird es ganz gut erklärt:
https://www.energieratgeber-info.de/ohne-kohle-und-gas-keine-energiewende

Ich zitiere: 

Solange die erneuerbaren Energien den Strombedarf nicht decken können und auch nicht ständig verfügbar sind, sind konventionelle Energieträger wie Kohle oder Gas unentbehrlich. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern.

Nun ist der Artikel von 2015, also schon immerhin 7 Jahre alt. Ich weiß nicht, wie der aktuelle Stand ist, aber offensichtlich sind wir noch nicht so weit, dass wir auf konventionelle Energieträger verzichten können. Deswegen gerade die Aufregung ums Gas und die Diskussion um die Verlängerung der Laufzeiten der AKW. 

Jedenfalls entnehme ich diesem Satz nicht, dass wir garnienicht auf konventionelle Energieträger werden verzichten können.

Dass wir nicht sofort alle Kraftwerke, die mit Kohle, Gas und Nuklearkraft betrieben werden, abschalten können, ist mir schon klar, wir sollten aber bestrebt sein, dahin zu kommen. 

alescha antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@alescha können kann man es schon, man muss dann die Folgen bedenken und ggf. akzeptieren. Will man schneller zu dem Punkt kommen wo man dies relativ risikolos tun kann, dann wird man einfach tiefer in das Leben der das Land bewohnenden eingreifen müssen, d.h. Vorgaben staatlicherseits machen. Wie das Verbot stark energieverbrauchender Küchengerät, die viel Energie verbrauchen, aber ja nicht lebensnotwendig sind, wie Haushaltsgeräte die der Kühlung von Lebensmitteln dienen. Oder dass Duschen/Bäder nicht neugebaut werden dürfen, da diese zum einem Strom benötigen/zum anderen viel an Wasser. Ideen gibt es hier sicher genug, wie man dann schneller zu dem Punkt kommen kann, die man man nach rechtlicher Prüfung umsetzen kann. Da m.W. das BVerfG dem Klimaschutz eine hohe Priorität einräumt werden inzwischen auch die Möglichkeiten zum staatlichen Eingreifen größer sein als früher.

der_alte antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@der_alte 

Wie das Verbot stark energieverbrauchender Küchengerät, die viel Energie verbrauchen, aber ja nicht lebensnotwendig sind, wie Haushaltsgeräte die der Kühlung von Lebensmitteln dienen.

Also, Haushaltsgeräte zur Kühlung von Lebensmittel halte ich schon für wichtig. Es gibt auch Leute, die kühlpflichtige Medikamente haben, was sollen die dann machen?

Oder dass Duschen/Bäder nicht neugebaut werden dürfen, da diese zum einem Strom benötigen/zum anderen viel an Wasser.

Ja klar, der Waschlappen reicht ja. Oder wie machen es wie früher: Gar nicht waschen. Oder nur einmal im Monat oder im Jahr. 

Warum nennst Du nur Kühlgeräte und Duschen?

Die größten Stromfresser im Haushalt sind Fernseher, Computer, Stereoanlage & Co. Sind die lebensnotwendig? Und, mottest Du das jetzt auch alles ein?

Die Waschmaschine! Ja, kann man auch ohne Strom machen. Setzt aber eine gewisse körperliche Fitness voraus. Trockner braucht man auch nicht.

Geschirrspüler! Auch verzichtbar, selbst in einem 5-Personen-Haushalt wie unserem. 

Da ich aber offen gestanden keine Lust habe, stundenlang zu waschen oder zu spülen, und ich auch ehrlich gesagt nicht auf meinen Computer verzichten will (Du etwa?) setze ich doch lieber ein paar Energiespartips um: https://www.stromauskunft.de/stromanbieter-wechsel/stromanbieter-wechsel-faq/was-verbraucht-am-meisten-strom/

Dann muss man vielleicht doch nicht alles verbieten.

Sowas würde sowieso nur in einer Diktatur funktionieren. 

Hierzulande kriegt man ja nicht mal ein Tempolimit eingeführt.

 

alescha antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

Da ich aber offen gestanden keine Lust habe, stundenlang zu waschen oder zu spülen, und ich auch ehrlich gesagt nicht auf meinen Computer verzichten will (Du etwa?) setze ich doch lieber ein paar Energiespartips um:  https://www.stromauskunft.de/stromanbieter-wechsel/stromanbieter-wechsel-faq/was-verbraucht-am-meisten-strom/

 

Wobei, wenn ich sowas lese:

3. Tipp: Waschdauer und Waschzeit reduzieren: Je geringer die Waschtemperatur und Waschdauer, desto weniger Strom wird verbraucht. 

Das stimmt so pauschal einfach nicht. Die Eco-Programme dauern länger, verbrauchen aber weniger Strom und Wasser:

Warum läuft die Waschmaschine im Eco-Modus so lange?

Das Eco-Programm bei einer Waschmaschine braucht gerne mal zwischen drei und fünf Stunden, bis die Wäsche fertig gewaschen ist. Dennoch verbraucht die Waschmaschine weniger Strom und Wasser als bei einem Kurzprogramm. Der Grund: Die Maschine heizt im Sparprogramm langsamer auf und kommt meist mit niedrigeren Temperaturen aus.

Wie hoch ist der Energieverbrauch im Eco-Modus?

Im Schnitt verbraucht ein Eco-Programm etwa halb so viel Energie wie ein normaler Waschgang. Bei einem Kurzprogramm dagegen wird in weniger Zeit deutlich mehr Wasser benötigt, um dasselbe Waschergebnis zu erreichen. Moderne Waschmaschinen können allerdings die Wäsche auch abwiegen und den Wasserbedarf ausrechnen.

Durch die lange Laufzeit im Eco-Programm weicht die Wäsche außerdem besser ein, weil das Wasser länger in der Maschine bleibt.

https://www.oekotest.de/freizeit-technik/Eco-Modus-der-Waschmaschine-Wirklich-gut-fuer-Geldbeutel-und-Umwelt_11505_1.html

 

alescha antworten
Kintsugi
(@kintsugi)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 673

@alescha 

Wir haben jetzt auf unserem Balkon eine Feuerstelle errichtet, da koche ich die Wäsche in einem grossen Kessel. Das Holz schlage ich nachts heimlich im Wald.

Dass die 5 Stundenprogramme schonender sein sollen, habe ich kürzlich auch erst gelesen. 

Ich habe aber bei all den Strom- und Wasserspartipps, die jetzt überall lanciert werden, festgestellt, dass wir die alle sowieso schon seit Jahren praktizieren. So what? 

kintsugi antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@kintsugi 

Dass die 5 Stundenprogramme schonender sein sollen, habe ich kürzlich auch erst gelesen. 

Ich habe gerade eine Ladung 60°-Wäsche im Eco-Modus laufen. Dauert aber nicht mal 3 Stunden.

Wir haben jetzt auf unserem Balkon eine Feuerstelle errichtet, da koche ich die Wäsche in einem grossen Kessel. Das Holz schlage ich nachts heimlich im Wald.

😀

Es geht aber auch fortschrittlicher: Klick

Überlege ich mir gerade echt, fürs Camping (oder wenn der Herr Sohn meint, ein ganz bestimmtes T-Shirt am nächsten Tag zu brauchen und nicht den nächsten Waschzyklus abwarten kann 😉 ). 

 

alescha antworten
Kintsugi
(@kintsugi)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 673

@alescha 

Hätte ich das nur vorher gewusst mit Katherine!

oder wenn der Herr Sohn meint, ein ganz bestimmtes T-Shirt am nächsten Tag zu brauchen und nicht den nächsten Waschzyklus abwarten kann 😉 ). 

Ja, kenne ich. „Ich habe keine weissen T-Shirts mehr, wo sind die alle?“ Natürlich ist ein farbiges genau an dem Tag absolut keine Option 😎 Pech… Aber da gibt es dann immer noch das Waschbecken für die Handwäsche, wenn es so eilt.

Aber fürs Camping ist Kate sicher keine schlechte Idee. Nur mehrere Jeans werden da wohl nicht reingehen…

 

kintsugi antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@kintsugi 

Ja, kenne ich. „Ich habe keine weissen T-Shirts mehr, wo sind die alle?“ Natürlich ist ein farbiges genau an dem Tag absolut keine Option 😎

Immer wieder beruhigend, dass ich damit nicht alleine stehe. 😀 

Aber fürs Camping ist Kate sicher keine schlechte Idee. Nur mehrere Jeans werden da wohl nicht reingehen…

Das braucht es auch gar nicht. 

Das einzige Mal, dass ich die Waschmaschine auf dem Campingplatz beanspruchen musste, war, als meine Tochter, damals noch Kleinkind, ihren Kindersitz auf der Hinfahrt vollgekotzt hatte. Der Bezug hätte auch nicht in so eine Handwaschmaschine gepasst. 

Aber wenn man mal schnell was auswaschen muss, weil ein Kind es z.B. geschafft hat, alle kurzen Hosen zu versiffen, kann sowas schon nützlich sein. Dann wäscht man halt mal zwei Teile aus. 

alescha antworten
Kintsugi
(@kintsugi)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 673

@alescha 

Auf Deinen Beitrag hin habe ich mal aus Interesse bei amz** nach vergleichbaren Kates gesucht. Einige sind derzeit schon nicht mehr lieferbar…

Solche „Highlights“ aus den Urlauben bzw. den Fahrten dorthin könnte ich auch berichten, aber mache ich lieber doch nicht. Immer wieder schön. 

kintsugi antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@alescha da meine Waschmaschine eh spinnt, wasche ich nur noch von Hand in der Badewanne, dann auswringen, kurz in den Trockner, damit es nicht ganz so feucht in der Waschküche hängt, habe es aber auch schon ganz ohne Trockner gemacht. Zum Glück habe ich eine Waschküche die das Bad mit drin hat, dank Altbau.

 

der_alte antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@der_alte

da meine Waschmaschine eh spinnt, wasche ich nur noch von Hand in der Badewanne, dann auswringen, kurz in den Trockner, damit es nicht ganz so feucht in der Waschküche hängt, habe es aber auch schon ganz ohne Trockner gemacht.

Du wäscht aber nicht für 5 Personen, oder?

alescha antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@alescha ich wasche für mich alleine. Das Alleinleben hat halt den Vorteil, dass ich meine Verbrauchswerte selbst regulieren kann, d.h. dass das Haus seit Jahren kaum beheizt wird, mit Familie nicht möglich. Und diesen Winter bleibt es bis Frostschutz ziemlich aus, mal sehen wie ich für Homeoffice mich ausstatte wenn es kalt wird.

der_alte antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 858

@der_alte Bis zu 15 Grad sollte das Haus aber schon haben. Sonst bildet sich schnell Schimmel.

feliciah antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@alescha die könnten ja eine Sondergenehmigung bekommen. Es ging mir um Dinge wo man dann sparen kann. Und um die Klimaziele zu erreichen wird es über kurz oder lang zu massiven angeordneten Einschränkungen durch den Staat, denn jede menschliche Handlung in einer Gesellschaftsform oberhalb von Jäger und Sammler schadet den Klimazielen.

der_alte antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@der_alte 

Und um die Klimaziele zu erreichen wird es über kurz oder lang zu massiven angeordneten Einschränkungen durch den Staat

Einschränkungen, wie sie Dir vorschweben, sind wie gesagt nur in einer Diktatur machbar, da sich wohl kaum jemand Dusche, einen Kühlschrank oder gar seinen Benzinfresser verbieten lassen will. Stell' Dir mal den Aufschrei vor.

Und dann müsste das eine weltweite Diktatur sein. Allein am deutschen Kühlschrankverzicht wird das Klima nicht genesen. 

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Nun ist der Artikel von 2015, also schon immerhin 7 Jahre alt.

Ja, ich weiß.

Ich weiß nicht, wie der aktuelle Stand ist, aber offensichtlich sind wir noch nicht so weit, dass wir auf konventionelle Energieträger verzichten können.

Nein, können wir nicht.

Deswegen gerade die Aufregung ums Gas und die Diskussion um die Verlängerung der Laufzeiten der AKW.

Richtig.

Jedenfalls entnehme ich diesem Satz nicht, dass wir garnienicht auf konventionelle Energieträger werden verzichten können.

Ich auch nicht.

Dass wir nicht sofort alle Kraftwerke, die mit Kohle, Gas und Nuklearkraft betrieben werden, abschalten können, ist mir schon klar, wir sollten aber bestrebt sein, dahin zu kommen.

Es wird z.B. an Speichertechnologien geforscht. Wenn man Solar- und Windstrom speichern könnte, wäre das super. Mit den aktuellen Technologien scheint das aber utopisch zu sein – viel zu teuer und viel zu viel Platzbedarf (Hans-Werner Sinn hat das mal vorgerechnet). Da müsste schon was Neues erfunden werden.

miss-piggy antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 155

@miss-piggy 

Ob es darüber hinaus dieses Jahr spezielle Probleme gab, weiß ich nicht. Schon möglich.

Der Sommer war heiss und trocken. Atomkraftwerke werden meist mit Flusswasser gekühlt. Viele Flüsse führten Niedrigwasser (bis hin zur Austrocknung) und waren schon sehr aufgehitzt. Dann kann man weniger Kühlen und muss die Atomkraftwerke drosseln oder ganz vom Netz nehmen. Das wäre deutschen AKWs auch so gegangen.

derelch antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2272

@miss-piggy Bei den (angekündigten) Preissteigerungen werden die Leute selber auf die Idee kommen, Energie zu sparen, wo es nur geht. Das muss ihnen keiner extra predigen.

Von Predigen hatte ich auch nichts geschrieben. Sondern von Kommunizieren: die Wahrheit sagen, Notwendigkeiten zugeben und nicht falsche Hoffnungen streuen. Dass die Leute von selbst auf die Idee kommen, Energie zu sparen, wenn sie den Preisdruck spüren, vermute ich auch. Aber ohne diesen Druck tun sie's eben nicht (ich rede von "den Leuten", dabei gehöre ich voll dazu).

 

Im Gegensatz zu dir bin ich eher dafür, nicht nur auf Verzicht zu setzen, sondern mehr Strom zu produzieren. Die Möglichkeit gäbe es ja auch noch. Aber wenn wir unbedingt meinen, wir müssten aus allem aussteigen und unsere Kraftwerke in die Luft sprengen

Von "allem" kann keine Rede sein und den ernstgemeinten Vorschlag, Kraftwerke "in die Luft" zu sprengen, hab ich bisher auch nicht gehört. Wenn Du damit meinst, dass die Laufzeiten von AKWs nicht verlängert und Kohlekraftwerke stillgelegt werden sollten, dann wäre es sinnvoll, das auch so zu formulieren.

Was würdest Du denn vorschlagen, wie "mehr Strom" produziert werden könnte? Da wir aufgrund der Klimaziele (die ohnehin lächerlich unambitioniert sind) kaum noch mehr fossile Energieträger verfeuern dürfen, kannst Du ja wohl nur regenerative Stromerzeugungsweisen meinen. Oder etwa mehr neue Atomkraftwerke? Da wünsche ich viel Spaß bei der Suche nach Investoren.

 

dann wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben als wieder zu einem Leben wie vor der industriellen Revolution zurückzukehren.

Ist doch Unfug, dieses Gerede von "vorindustriell" oder gleich mal "mittelalterlich" oder (auch das hab ich schon gehört) gleich "steinzeitlich". Niemand mit Verstand plädiert dafür, ganz im Gegenteil: ja, in Zukunft wird mehr Strom produziert werden (müssen) als heute. Nur eben regenerativ (und nur so wird es sich wirtschaftlich auch lohnen, oder, kapitalistisch gesprochen: nur da werden sich Investitionen volks- und betriebswirtschaftlich rentieren). Auf dem Weg dahin wird es zu Engpässen kommen, die aber dann eben durch Konsumverzicht überbrückt werden sollten, statt damit, den kommenden Generationen weitere Belastungen aufzubürden, worauf sowohl das Hochfahren von Kohle-Verstromung wie auch das Subventionieren des privaten Strom-Konsums hinaus liefe.

jack-black antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@jack-black 

Zu den regenerativen Energien: Bei Sonne und Wind besteht das Problem, dass es zu Flauten kommt, die ausgeglichen werden müssen. Das wird z.B. durch Gaskraftwerke gemacht, weil man die schnell hoch- und runterfahren kann. Wenn wir kein Gas mehr haben, haben wir ein Problem. Mehr Windräder und Solarpanels lösen dieses Problem nicht.

Und ja, ich bin dafür, dass wir alles nutzen, was geht, auch Atom, Kohle und deutsches Fracking-Gas.

und den ernstgemeinten Vorschlag, Kraftwerke "in die Luft" zu sprengen, hab ich bisher auch nicht gehört.

Das ist kein Vorschlag, sondern eine Tatsache, dass bereits Kraftwerke oder Teile davon gesprengt wurden.

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Bei Sonne und Wind besteht das Problem, dass es zu Flauten kommt

Und bei Atomkraft besteht das Problem, dass jetzt dank Klimawandel mehr Dürren kommen werden, und dann passiert das, was in Frankreich zum Atomstrommangel beigetragen hat. Ich zitiere aus dem weiter oben verlinkten ntv-Artikel:

Verschlimmert wird die Lage durch die Dürre in Frankreich. Sie sorgt dafür, dass nicht alle Atomkraftwerke, die im Betrieb sind, die volle Leistung bringen können. Die Flüsse, aus denen die Meiler ihre Kühlung beziehen, haben einen niedrigen Wasserstand. Deshalb werden sie durch das zurückgeleitete Kühlwasser schneller erwärmt. Dieses darf aber eine bestimmte Temperatur nicht überschreiten, um die Tier- und Pflanzenwelt des Flusses zu schützen. In Frankreich ist diese Temperatur für jedes Kernkraftwerk festgelegt, die Regelungen wurden angesichts der Energiekreise teilweise aufgeweicht.

Und ja, ich bin dafür, dass wir alles nutzen, was geht, auch Atom, Kohle und deutsches Fracking-Gas.

Ja. Und meine Kinder und die Enkel, die ich vielleicht haben werde, dürfen das dann ausbaden. 

 

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Und bei Atomkraft besteht das Problem, dass jetzt dank Klimawandel mehr Dürren kommen werden, und dann passiert das, was in Frankreich zum Atomstrommangel beigetragen hat.

Jede Form der Energieerzeugung hat ihre Vor- und Nachteile.

Und meine Kinder und die Enkel, die ich vielleicht haben werde, dürfen das dann ausbaden.

Wenn wir uns wirtschaftlich ruinieren, müssen sie das ebenfalls ausbaden.

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Jede Form der Energieerzeugung hat ihre Vor- und Nachteile.

Richtig. Im Fall von Atomstrom sind die im Fall eines GAUs aber ziemlich gravierend. Nicht umsonst herrscht gerade regelmäßig Aufregung, wenn die Russen in Richtung ukrainischer AKW ballern. 

Und wohin mit dem ganzen Atommüll weiß ja auch noch keiner so richtig. 

Wenn wir uns wirtschaftlich ruinieren, müssen sie das ebenfalls ausbaden.

Ob uns der Kohle- und Atomausstieg wirtschaftlich ruiniert lasse ich mal dahingestellt. 

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Im Fall von Atomstrom sind die im Fall eines GAUs aber ziemlich gravierend.

Ein großflächiger Blackout wäre auch sehr gravierend.

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Ein großflächiger Blackout wäre auch sehr gravierend.

Das nächste, übrigens noch im Betrieb befindliche, AKW ist rund 30 km von unserem Haus entfernt. Ich weiß nicht, ob mir der Gau oder der Blackout lieber ist. Der Gau wäre für uns vermutlich gesundheitsschädigender. 🤷🏻‍♀️

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Ich wohne im Umkreis von Isar 2, mich hat das nie gestört. Als Schülerin habe ich mal an einer Führung durch das Kraftwerk teilgenommen, das war interessant.

Ich weiß nicht, ob mir der Gau oder der Blackout lieber ist.

Die Frage ist, welches Szenario zur Zeit wahrscheinlicher ist. Das Risiko für Blackouts ist in den letzten Jahren angeblich gestiegen, es gab schon Beinahe-Blackouts.

Abgesehen von so einer drohenden Katastrophe kann es auch sein, dass Strom irgendwann nicht mehr rund um die Uhr verfügbar sein wird. Manche stromintensiven Unternehmen bekommen das bereits zu spüren. Denen wird dann einfach mal für ein paar Stunden der Strom abgeschaltet, was zu Produktionsausfällen und Sachschäden führt:

https://www.en-former.com/faz-stromengpaesse-erneuerbare-grossverbraucher/

miss-piggy antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@miss-piggy diese werden dann sicher die Geschäftstätigkeit aufgeben oder sich einen anderen Standort suchen.

Es wird auch Universitäten treffen, die oftmals große Rechnerparks haben, weniger wegen der Abschaltung, mehr wegen der steigenden Kosten, die nicht getragen werden können und dann zur "freiwilligen" Abschaltung der Infrastruktur führen.

der_alte antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6146

@miss-piggy 

Das Risiko für Blackouts ist in den letzten Jahren angeblich gestiegen

Ja, angeblich. Kommt wohl mal wieder darauf an, wen man fragt:

Expertinnen und Experten beruhigen: Ein langanhaltender Stromausfall ist zwar nicht ausgeschlossen - aber auch nicht sehr wahrscheinlich.

https://www1.wdr.de/nachrichten/blackout-stromausfall-in-deutschland-100.html

Ein großflächiger tagelanger Blackout ist in Deutschland kaum denkbar. Kürzere Stromausfälle sind aber möglich.

Weitere Quellen:

https://www.rnd.de/wirtschaft/stromausfall-wie-wahrscheinlich-ist-ein-blackout-in-deutschland-H4NZ5PBJGBRTD3U5C3PIPK4VYQ.html

https://www.merkur.de/wirtschaft/deutschland-strom-winter-preise-blackout-sorge-netzbetreiber-91809160.html

Also ja, es kann zu lokalen Ausfällen kommen. 

Die Angst vor einem großflächigen Blackout über mehrere Tage ist jedenfalls offenbar eher unbegründet. 

Und es ist ja nicht so, dass es in AKW noch nie Störfälle gegeben hätte, die zu einem GAU hätten führen können. Auch in deutschen AKW gab es sowas schon.

 

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@alescha 

Die Angst vor einem großflächigen Blackout über mehrere Tage ist jedenfalls offenbar eher unbegründet.

Ich hoffe sehr, dass du recht hast. Denn auf so eine Krise wären wir nicht gut vorbereitet. 70% der Haushalte haben bis jetzt nicht vorgesorgt, d.h. sie könnten sich nicht 2-3 Wochen autark versorgen. Auch bei Krankenhäusern reicht die Notstromversorgung nur für 2-3 Tage, für längerfristige Ausfälle haben sie oftmals keinen Plan.

Aber abgesehen von einem drohenden Blackout gibt es ja noch das andere Problem, dass Unternehmen immer wieder der Strom abgeschaltet wird. Und vielleicht betrifft das auch bald die Haushalte. Dieses Problem existiert jetzt schon und es wird eher noch größer, je mehr Kraftwerke vom Netz genommen werden.

Ursache dafür ist die nicht funktionierende Energiewende und nicht Putin, denn das Problem bestand schon lange vor Putins Angriffskrieg (mein obiger Link ist schon 2,5 Jahre alt). Es verschärft sich jetzt nur noch.

miss-piggy antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@miss-piggy da ist kein Link. Nur Fettschrift.

Bei einem Blackout von zwei Wochen würden ziemlich sicher alle Dialysepatienten/-innen nicht mehr unter uns weilen, das sind rund 80.000 Personen.

der_alte antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@der_alte 

da ist kein Link. Nur Fettschrift.

Ich meinte diesen Link:
https://www.en-former.com/faz-stromengpaesse-erneuerbare-grossverbraucher/

Bei einem Blackout von zwei Wochen würden ziemlich sicher alle Dialysepatienten/-innen nicht mehr unter uns weilen, das sind rund 80.000 Personen.

Stimmt, an Dialysepatienten hatte ich noch gar nicht gedacht. Erst mal nur an Intensivstationen.

miss-piggy antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 155

@miss-piggy 

Der Strompreis besteht zu etwas mehr als der Hälfte aus Steuern, Abgaben und Umlagen

Bald nicht mehr.

 Da könnte man doch ansetzen. Das fände ich sinnvoller als den Leuten erst das Geld abzuknöpfen

Das bringt dem untzerpriviligierten Verbraucher nur nichts. Die Senkung von Abgaben und Steuern wird nie vollständig an die Kunden weitergereicht. Weder bei der Senkung der MwSt für die Hotellerie, noch beim Tankrabatt.

Am Ende hat man mit solchen Massnahmen die Gewinne der Energiekonzerne gesteigert, wohlhabende Verbraucher subventioniert und für die ärmere Bevolkerung in Deutschland ist es trotzdem keine aureichende Entlastung und die Steuereinnahmen, die ja trotzdem benötigt werden sinken.

derelch antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@derelch und das ganze System kommt ine eine Schieflage. Wenn die Verbrauchenden immer mehr ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in den Erwerb von benötigter Energieversorgung (Elektrizität, Treibstoff, Erdgas) verwenden müssen, dann bleibt baturgemäss weniger für andere Dinge, dazu werden die Personen noch Mittel zurückhaltn, um weitere Kostensteiegerungen begleichen zu können. Da trifft dann Dienstleister, die nicht nitwendige Dienste anbieten, wie Freizeitaktivitäten und wird diese zur Aufgabe ihres Angebotes bringen.

Die Elektrifizierung des Lebens wird auch soweit rückgebaut werden, wie es möglich ist, bspw. keine Tiefkühlangebote oder Angebote die "normal" gekühlt werden müssen, d.h. es werden im Lebensmittelgeschäft nur Waren angeboten die keiner besonderen Beachtung bei der Temperatur bedürfen. Dies um Strom am Ort des Angebotes einzusparen. Und weil die Abnehmenden der Ware sich zunehmend von Kühlmöglichkeiten in der eigenen Wohnunterkunft trennen werden (Kühlschränke, Gefriertruhen/-schränke), um selbst den Verbrauch dafür einzusparen, den er nicht finanzieren kann.

Selbst bin ich gerade dabei Kühlschrank und Gefrierschrank leer zu verzehren und dann abzuschalten, hatte das wegen der Stromkosten schon 2011 mit einer alten, großen, ererbten Tiefkühltruhe gemacht und nutze die seither für Dinge die keiner Kühlung bedürfen (Nudeln, Tabakwaren, Süssigkeiten etc.).

der_alte antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 155

@der_alte 

Es fällt mir wirklich schwer, mir vorzustellen, wie man mit einer derartigen Negativhaltung so halbwegs durchs Leben kommt. Sehr viele Menschen werden unter der Energiepreissteigerung leiden, aber sehr viele eben auch nicht, weil es nicht jeden gleich trifft. Weder sind die Energiekosten bundesweit einheitlich, noch sind die Menschen alle in der gleichen finanziellen Situation am Ende des Monats.

Ich für meinen Teil habe wenig Freude am Strompreis nächstes Jahr, wie viele andere geh ich dadurch aber nicht in die Insolvenz und werde sicher meinen Kühlschrank nicht abschalten.

derelch antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1646

@derelch 

Klingt irgendwie plausibel, was du schreibst. Aber ich frage mich: Wie machen denn andere Länder das? Warum sind ausgerechnet in Deutschland die Strompreise so hoch?

miss-piggy antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 469

@miss-piggy https://energiemarie.de/strompreis/europa  

Die Bundesrepublik Deutschland ist da nicht auf Platz 1.

der_alte antworten


neubaugoere
Beiträge : 12362

@nachfolger 

Das Gebet als letzten Ausweg? Warum kommt der Gedanke an Gott erst am Ende?

neubaugoere antworten
1 Antwort
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 294
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@nachfolger 

Das Gebet als letzten Ausweg? Warum kommt der Gedanke an Gott erst am Ende?

Tja, warum wohl. Weil ein Gott  nicht so vertrauenswürdig ist wie man es sich wünscht. Sieht man doch durch die leidvollen Erfahrungen.

 

Nachfolger wird schon wissen warum er trotz "nachfolge" das geschrieben hat. Misstrauen!

meriadoc antworten
Deborah71
Beiträge : 17190

@nachfolger 

Lässt sich das noch aufhalten? Oder hilft nur noch Gebet?

Gebet vorher  kann neue Infos für Ideen, Hilfen, Lösungen, Zusammenarbeit, Bereitwilligkeit  auslösen.

Gebet hinterher, wenn der Karren im Dreck steckt, .....  hmmm.... naja....  hilft aufräumen von Chaos, das es nicht unbedingt gebraucht hätte.

deborah71 antworten


Lucan-7
Beiträge : 16310

@nachfolger 

Was kommt hier auf uns zu?

Lässt sich das noch aufhalten?

Wirklich aufhalten lassen sich viele Dinge wohl nicht. Und ich rechne in diesem Jahrhundert mit keinem großen Wirtschaftsaufschwung mehr. Klar, das ist weit gegriffen... aber die Spielräume dafür werden immer enger.

Die nächste Krise wird wohl der Zusammenbruch der chinesischen Wirtschaft sein. Was insofern gut ist, dass wir dann sicher sein können, dass dieser brutale Plan-Kapitalismus nicht weiter exportiert wird - aber für viele Menschen, an erster Stelle für die Chinesen selbst, wird das sehr bitter werden.

Ich versuche aber optimistisch zu bleiben und rechne mit keinem totalem Zusammenbruch, sondern mit verschiedenen Rückschlägen in einzelnen Bereichen, die sich kompensieren lassen. Vielleicht ist das eine etwas naive Hoffnung, aber Schwarzmalerei bringt uns ja auch nicht weiter.

Dass es unterm Strich für alle weniger werden wird... damit rechne ich allerdings schon. Superreiche ausgenommen, die kassieren immer ab.

 

 

lucan-7 antworten
1 Antwort
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 294

@lucan-7 

Nach einer Krise gehts oft aufwärts. Osteuropa wird China ersetzen müssen. Ukraine bietet es schon an. Ungarn ist nicht vertrauenswürdig...das allein schon wegen Orban. Die Türkei wegen Erdogan. Aber Rumänien, Litauen, Estland, Lettland, Polen, Tschechien usw. Alles neue Standorte für Hightech und Produktiion. Leer ausgehen wird Russland und China. Ach, Aserbeidschan wäre auch da.

meriadoc antworten
Meriadoc
Beiträge : 294

@nachfolger 

 

Lege dir schon mal Vorräte zu. Für 6 oder mehr Monate. Und eventuell Waffen....für alle Fälle. Achte darauf das diese registriert sind (natürlich auch Waffenschein)

meriadoc antworten


Meriadoc
Beiträge : 294

@nachfolger 

 

Weisste was mich ein wenig nervt. Da kämpft Ukraine um ihr leben und Existenz und hier wird gejammmert. Ich glaube, wenn jemand kräftig betet, dann Ukraine.

meriadoc antworten
5 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16310

@meriadoc 

Weisste was mich ein wenig nervt. Da kämpft Ukraine um ihr leben und Existenz und hier wird gejammmert. Ich glaube, wenn jemand kräftig betet, dann Ukraine.

Das ist jetzt aber eine Totschlagargument. Natürlich sollte man ruhig einmal bedenken, wie gut es uns im Vergleich geht... deshalb kann man sich aber trotzdem Sorgen machen, auch wenn es anderen Leuten noch schlechter geht.

 

lucan-7 antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 294

@lucan-7 manche "Argumente" erhalten aber viel wahres. Wäre meine Oma noch am Leben, die würde dir das genau so sagen. Im Krieg, da hatten wir Mangel. Manch Frauen mussten manchmal "Anschaffen" um an Brot zu kommen, Kinder auf Äcker, Wälder Wiesen was essbares suchen.

 

 

meriadoc antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16310

@meriadoc 

Im Krieg, da hatten wir Mangel. Manch Frauen mussten manchmal "Anschaffen" um an Brot zu kommen, Kinder auf Äcker, Wälder Wiesen was essbares suchen.

Und weil es deiner Oma damals so schlecht ging dürfen wir heute erst dann anfangen zu jammern, wenn es einem noch schlechter geht als deiner Oma damals?

Was ist das denn für eine unsinnige (= nichtvorhandene) Logik?

 

lucan-7 antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 294

@lucan-7 es gab und gibt immer andere denen es schlechter ging oder geht. Heute muss keine Frau in Deutschland um Brot betteln oder wegen Essen anschaffen gehen …oder Kinder im Wald nach Beeren suchen. …. Das passiert in anderen Ländern die wir ausbeuten.

 

meriadoc antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 294

@lucan-7 wir jammern hier auf Seeeehr hohen Niveau…

 

https://www.quarks.de/gesellschaft/sind-andere-laender-arm-weil-wir-reich-sind/

meriadoc antworten
Seite 2 / 4
Teilen: