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"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" - Bedeutung von Arbeit

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Samira-Jessica
Themenstarter
Beiträge : 854

Im Zuge der - gefühlt schon ewigen - Bürgergelddepatte, die ja Empfänger von EM-Rente und Grundsicherung einschließt, die ja nicht nur auf bestimmte Zeit arbeitslos sind, wird dann und wann der Bibelvers "Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen." genannt.

Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich leben und nichts arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. - 2. Thessalonicher 3:8 - 9

Mir fällt es gerade bei jmd auf, der EM-Rente und Grundsicherung bezieht, also aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten an und das ja auch von der DRV bestätigt ist. Dennoch ist er viel im Aktivismus aktiv, fährt Zug, gibt Interviews, ist in Talkshows zu sehen, etc.

Und auch in der Diskussion rund um ein BGE kommt immer die Frage nach der Bedeutung von Arbeit auf, denn u. a. o. g. Aktivist, arbeitet nicht auf dem Arbeitsmarkt, aber dennoch ... ehrenamtlich, wenn man das so sehen kann, für die Gesellschaft, was für diese imho sogar mehr Wert sein könnte, als wenn er in einem Büro für den Profit eines einzelnen Unternehmens arbeiten würde.

Ich frage mich nun, ist denn Arbeit im biblischen Sinne auch "nur etwas wert", wenn man damit Geld verdient oder sie ausschließlich der Gesellschaft dient? Wenn ich, ebenfalls seit diesem Monat berentet, zu Hause zwar keiner Erwerbsarbeit nachgehe, jedoch hier Beiträge verfasse (ok, da kann man jetzt streiten drüber vielleicht) oder an einem Buch arbeite, oder mich für mich weiterbilde, und den Haushalt schmeiße ... mache ich ja nicht Nichts, sondern trotzdem etwas was mir und auch evtl. der Gesellschaft dient (wenn ich nicht im Dreck lebe und das Haus Schimmel ansetzt, z. B., blöd gesagt).

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Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @samira-jessica  

 

Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich leben und nichts arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. - 2. Thessalonicher 3:8 - 9

 

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen,  ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Muss man sich mal vor Augen halten.....der soll auch nicht essen.....sagt die Bibel........noch nicht einmal essen....und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren......

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen,  ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Muss man sich mal vor Augen halten.....der soll auch nicht essen.....sagt die Bibel........noch nicht einmal essen....und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren......

Hättest du die Diskussion verfolgt, dann wüsstest du, dass es nicht um Hetze gegen Bedürftige geht... und auch nicht um Hetze gegen Faule, die sind nämlich keineswegs ein so großes Problem wie du suggerierst.

 

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

 

ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Aha, etliche.

Tatsächlich machen die, "die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit drücken", a.k.a. Totalverweigerer, gerade mal 0,4% der Bürgergeldempfänger aus.

Die Fakten: In Deutschland erhalten etwa 5,5 Millionen Menschen Bürgergeld. 1,8 Millionen davon sind Kinder und Jugendliche. Über 2 Millionen sind aus anderen Gründen nicht für Arbeit verfügbar – wie gesundheitlichen Problemen oder fehlender Betreuung für Kinder. Etwa 800.000 Menschen davon arbeiten allerdins durchaus, brauchen aber zusätzliches Geld vom Staat, um ihren Lebensunterhalt zu sichern (Aufstocker).
Rund 1,7 Millionen sind arbeitslos und könnten prinzipiell arbeiten. Die meisten von ihnen haben jedoch keine ausreichende Ausbildung oder gesundheitliche Probleme, die eine Arbeitsaufnahme erschweren. Arbeitgeber scheuen oft das Risiko, diese Menschen einzustellen, und wenn doch, endet die Beschäftigung häufig schnell wieder.
Nur ein kleiner Teil missbraucht das System und verweigert die Arbeit: 16.000 Menschen, das sind gerade einmal 0,4 Prozent aller Bürgergeldbeziehenden.

https://www.deutschlandfunk.de/buergergeld-vorurteile-fakten-richtig-falsch-100.html

 

 

 

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@alescha 

Tatsächlich machen die, "die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit drücken", a.k.a. Totalverweigerer, gerade mal 0,4% der Bürgergeldempfänger aus.

Eben.

Mir sind auch schon solche Leute begegnet. Aber wie viele Leute sind mir denn insgesamt schon im Leben begegnet... und welchen Anteil machen solche "faulen" Leute aus (die es im übrigen auch in bezahlten Arbeitsverhältnissen gibt, da kenne ich auch etliche...)?

 

 

 

 

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von:  lucan-7

@alescha 

 

Mir sind auch schon solche Leute begegnet. Aber wie viele Leute sind mir denn insgesamt schon im Leben begegnet... und welchen Anteil machen solche "faulen" Leute aus (die es im übrigen auch in bezahlten Arbeitsverhältnissen gibt, da kenne ich auch etliche...)?

 

 

 

 

In bezahlten Arbeitsverhältnissen sind diese Leute schnell entlassen und arbeitslos.
Die Frage ist doch, wo soll das Geld für die Faulenzer denn her kommen, wenn das alle so tun würden?
Genau das besagt doch die besagte  Bibelstelle auch.

Das gilt auch für die kommende Bundestagswahl, man sollte die Partei wählen, die am wenigsten Versprechen zur Verteilung der Gelder macht, das ist von allen Parteien die ehrlichste Partei.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

In bezahlten Arbeitsverhältnissen sind diese Leute schnell entlassen und arbeitslos.

Das hängt vom Umfeld ab... nicht überall wird alles so genau kontrolliert.

 

Das gilt auch für die kommende Bundestagswahl, man sollte die Partei wählen, die am wenigsten Versprechen zur Verteilung der Gelder macht, das ist von allen Parteien die ehrlichste Partei.

Schön wäre es ja...

 

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

Die Frage ist doch, wo soll das Geld für die Faulenzer denn her kommen, wenn das alle so tun würden?
Genau das besagt doch die besagte  Bibelstelle auch.

Du hast aber schon gelesen, dass die Zahl der Faulenzer nicht so hoch ist, wie manche Schreihälse behaupten?

Und wie definierst Du "Faulenzer"?

Ist jeder, der keiner bezahlten Berufstätigkeit nachgeht, für Dich ein Faulenzer?

Was ist mit denen, die arbeiten wollen, aber nicht eingestellt werden?

Was ist mit jenen, die zugunsten von Familie und zu pflegenden Angehörigen nicht oder nicht in ausreichendem Maße dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen?

Was ist mit jenen, die aus welchen Gründen auch immer nicht arbeiten können?

Alles Faulenzer?

Das gilt auch für die kommende Bundestagswahl, man sollte die Partei wählen, die am wenigsten Versprechen zur Verteilung der Gelder macht, das ist von allen Parteien die ehrlichste Partei.

Also ich möchte schon wissen, wie eine Partei ihre vollmundigen Versprechen denn zu finanzieren gedenkt. 

Und als Christ sollte man sich schon fragen, wie eine Politik, in der hohe Einkommen geringer besteuert werden als mittlere oder niedrige Einkommen, mit der christlichen Lehre zu vereinbaren ist. Die Bibel nimmt nämlich nicht nur die "Faulenzer" in die Pflicht, sondern auch jene, die Geld wie Sch... haben. 

alescha antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160
Veröffentlicht von: @fizzibitz

In bezahlten Arbeitsverhältnissen sind diese Leute schnell entlassen und arbeitslos.

 

Ach ja? Das gilt doch höchstens in den schwer arbeitenden Berufen und betrifft auch da meist eher die Alten und Schwachen. Was ist denn mit den ganzen Verbeamteten, mit den ganzen die hochbezahlt werden aber nur klug daher schwadronieren? Können die sich und kannst du dich  in 58 jährige Dachdecker oder Bauhelfer einfühlen?

In welchem Beruf arbeitest du so schwer? 

leserin antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1854

@alescha diese Zahl von 0,4% könnte um den Faktor *vier* zu *hoch* sein, siehe Tagesschau, das fand ich via Web:

 

========================================

Die genaue Anzahl der sogenannten "Totalverweigerer" im Bürgergeldsystem lässt sich nicht präzise bestimmen, da die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit keine spezifische Kategorie für Personen führen, die jegliche Mitwirkung verweigern. Allerdings bieten die verfügbaren Daten Anhaltspunkte:

  • Sanktionen wegen Pflichtverletzungen: Im Zeitraum von Februar bis Juni 2023 wurden in rund 16.000 Fällen Kürzungen des Regelsatzes vorgenommen, weil Arbeitsangebote abgelehnt oder eine Arbeit nicht fortgeführt wurde.

  • Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit: Die Behörde schätzt, dass etwa 0,1 % der Leistungsbezieher als "Totalverweigerer" eingestuft werden könnten. Bei rund 5,5 Millionen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten entspräche dies etwa 5.500 Personen.

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Zahlen Schätzungen darstellen und die tatsächliche Anzahl variieren kann. Zudem sind die Begriffe "Totalverweigerer" und die Kriterien für Sanktionen nicht einheitlich definiert, was die Ermittlung einer genauen Zahl erschwert.

=================================

der_alte antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

@alescha Ich danke dir für deinen sachlichen und durch Statistik unterstützten Bericht. Wer solche Sendungen sieht, wie Hartz und Co könnte darauf kommen. Aber er vergisst dann dass die allermeisten davon auf dem Arbeitsmarkt keinerlei Chance haben und dass man in solch strukturschwachen Gegenden wie MV kaum Arbeit bekommt. 

Und nicht alle Arbeitslosen bekommen Bürgergeld. Wir z.B. nicht, weil wir ein altes Haus haben, dass wir bewohnen. Aber meinem 58 jährigen Mann wird vorgeworfen, dass er doch arbeiten solle, obwohl die Firmen wo er sich sogar für Helfertätigkeiten bewirbt, ihm nicht mal antworten oder ihn gar in die nähere Auswahl ziehen. 

leserin antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 3547

@fizzibitz 

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen

Du meinst den Kindern/Jungedlichen, Kranken/Pflegebedrüftigen und Aufstocker? Das sind die größten Gruppen der Bürgergeldempfänger. 

Und wie passen solche gehässigen Kommentare wie deiner eigentlich zur Nächstenliebe? 

lhoovpee antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
  1. Momentemal,
    …Nächstenliebe ist ein gutes Stichwort……
    hier geht es nicht um meine Privatmeinung sondern wir diskutieren über einen Bibelvers.
    Und zwar (Schlachter 2000-Bibel:) 2.Thess. 3,10......Denn als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: Wenn jemand nicht arbeiten will, so soll er auch nicht essen!....
    Wohlgemerkt…..nicht arbeiten w i l l ….
    Wenn jetzt jemand nicht arbeiten will und er will aber trotzdem überleben, so geht das nur, wenn jemand andere oder anderer dafür doppelt so hart arbeitet.
    Ist das etwa gerecht und wäre das „Nächstenliebe“?
    Bürgergeld gibt es auf der ganzen Welt überhaupt nicht außer in ein paar europäischen Staaten. Ich glaube kaum dass es zur Zeit  „zweite Thessalonicher drei“ …..schon Bürgergeld gab und diese Erringung der Neuzeit  kann nur dann aufrecht erhalten werden wenn es nicht ausgenutzt wird von Leuten, denen es eigentlich gar nicht zusteht oder die das ausnutzen wollen für ihre egoistischen Zwecke. Genau das will der Bibelvers auch aussagen,  nicht mehr und nicht weniger.

Andernfalls wirf das System „Bürgergeld“ früher oder später kollabieren und dann  hat niemand mehr was davon. Ist es nicht erstaunlich dass es diese Erkenntnis in der Bibel schon vor rund zweitausend Jahren genauso gegeben hat?

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Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@fizzibitz kannst nicht bitte einfach gehen?

Ich wollte kein "aber es steht einigen nicht zu und sie nutzen es nur für egoistische Zwecke (die da wären)"-Fass aufmachen. Meine Absicht war eine andere, ein anderes Thema in dem Zusammenhang zu beleuchten.

samira-jessica antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @samira-jessica

Meine Absicht war eine andere, ein anderes Thema in dem Zusammenhang zu beleuchten.

Und die wäre?

chai antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@chai 

Veröffentlicht von: @samira-jessica

Meine Absicht war eine andere, ein anderes Thema in dem Zusammenhang zu beleuchten.

Und die wäre?

Steht doch im EP:

Ich frage mich nun, ist denn Arbeit im biblischen Sinne auch "nur etwas wert", wenn man damit Geld verdient oder sie ausschließlich der Gesellschaft dient? Wenn ich, ebenfalls seit diesem Monat berentet, zu Hause zwar keiner Erwerbsarbeit nachgehe, jedoch hier Beiträge verfasse (ok, da kann man jetzt streiten drüber vielleicht) oder an einem Buch arbeite, oder mich für mich weiterbilde, und den Haushalt schmeiße ... mache ich ja nicht Nichts, sondern trotzdem etwas was mir und auch evtl. der Gesellschaft dient (wenn ich nicht im Dreck lebe und das Haus Schimmel ansetzt, z. B., blöd gesagt).

 

channuschka antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 3547

@fizzibitz 

Andernfalls wirf das System „Bürgergeld“ früher oder später kollabieren

Reine Panikmache. Nichts anders ist dein Beitrag. Der Prozentsatz der Totalverweigerer ist mehr oder weniger vernachlässigbar. Statt auf diese herzlos und voll vorurteilen einzutreten, wie du es hier machst, sollten wir lieber Sinnvolle Dinge tun.

Bürgergeld gibt es auf der ganzen Welt überhaupt nicht außer in ein paar europäischen Staaten.

Jo, und bin sehr froh darüber, dass wir in Europa eine gutes funktionierendes Sozialsystem haben. So kann man sich auch in der Arbeitslosigkeit sicher sein, dass man ein stabiles Leben hat, bis man wieder Arbeiten kann.

lhoovpee antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@lhoovpee Seh ich genauso; froh sein, statt ... wie sagt man dazu ... sich beklagen ist's ja auch nicht..

samira-jessica antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

Zur Erinnerung, Du hast anfangs geschrieben:

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen,  ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Muss man sich mal vor Augen halten.....der soll auch nicht essen.....sagt die Bibel........noch nicht einmal essen....und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren......

Dir wurde nun schon mehrfach gesagt, dass diejenigen, die nicht arbeiten wollen, nur einen kleinen Bruchteil (laut einer Quelle gerade mal 0,4%) der Bürgergeldempfänger ausmacht. 

Aus Deiner Aussage

  1. Ich glaube kaum dass es zur Zeit  „zweite Thessalonicher drei“ …..schon Bürgergeld gab und diese Erringung der Neuzeit  kann nur dann aufrecht erhalten werden wenn es nicht ausgenutzt wird von Leuten, denen es eigentlich gar nicht zusteht oder die das ausnutzen wollen für ihre egoistischen Zwecke. Genau das will der Bibelvers auch aussagen,  nicht mehr und nicht weniger.

Andernfalls wirf das System „Bürgergeld“ früher oder später kollabieren und dann  hat niemand mehr was davon. Ist es nicht erstaunlich dass es diese Erkenntnis in der Bibel schon vor rund zweitausend Jahren genauso gegeben hat?

schließe ich, dass Du diesen Umstand geflissentlich ignorierst. Sonst würdest Du hier nicht schon wieder behaupten, dass das System Bürgergeld wegen derjenigen kollabiert, die nicht arbeiten wollen. 

Und warum das Bürgergeldempfänger-Bashing? Es gibt ja schließlich auch Bibelstellen, die die Reichen in die Pflicht nehmen. Oder Ehrlichkeit anmahnen. Ich habe gelesen, dass Steuerhinterzieher dem Gemeinschaft mehr Schaden zufügen als die Faulenzer.

 

 

alescha antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@alescha 

Ich habe gelesen, dass Steuerhinterzieher dem Gemeinschaft mehr Schaden zufügen als die Faulenzer.

Das steht sogar in der Bibel?! 😆 

samira-jessica antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@samira-jessica 

Es steht zwar nicht in der Bibel, dass Steuerhinterzieher der Gemeinschaft mehr Schaden zufügen als die Faulenzer - ich habe aber auch nicht behauptet, dass ich das in der Bibel gelesen habe - sehr wohl aber, dass man sich an staatliche Gesetze zu halten und Steuern zu zahlen hat. Siehe u.a. Matthäus 22, 17-22 und Römer 13, 1-7

 

alescha antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

@alescha Davon bin ich auch überzeugt" Ich habe gelesen, dass Steuerhinterzieher dem Gemeinschaft mehr Schaden zufügen als die Faulenzer."

leserin antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

Ach ich geb's auf, es ist müßig.:( Wir werden dich hier nicht überzeugen können und ich will es auch gar nicht. 

Man kann die Bibel immer auslegen, wie man es will. Wenn du wirklich nach Wahrheit strebst, dann bring es vor Gott. 

Wir wollen uns hier friedlich und sachlich  über den Bibeltext unterhalten und darüber was Arbeit in Gottes Sinne bedeutet.  Mit dieser Meinungsmache bist du hier falsch, vielleicht findest du bei der AFD mehr Zuhörer. 

                                                                                  Nelagrüße:)

                                              

leserin antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

Nachtrag : Ich bezog mich eben auf das obige Posting von Fizzibizz

leserin antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160
Veröffentlicht von: @lhoovpee

@fizzibitz 

Das muss man vor allem auch mal unseren Bürgergeld Empfängern sagen

Du meinst den Kindern/Jungedlichen, Kranken/Pflegebedrüftigen und Aufstocker? Das sind die größten Gruppen der Bürgergeldempfänger. 

Und wie passen solche gehässigen Kommentare wie deiner eigentlich zur Nächstenliebe? 

Das wundert mich auch. Mit den Lehren Jesu hat das wohl nichts zu tun und m. A. nach missbrauchst du damit Gottes Wort.

Klar es gibt Kinder die schon in der Schule sagen, sie würden gern Bürgergeldempfänger werden wie ihre Eltern. Aber ist das ein Wunder, wenn dein ganzes Umfeld so ist und du schon in der Schule zu den Verlierern gehört hast, sofern du sie überhaupt bis zum Hauptschulabschluss geschafft hättest.  Denkst du selbständig und prüfst das mit Bibellesen und Gebet oder plapperst du nur rechte Parolen nach?         Ich bete für dich und alle Menschen, die so eine Auffassung haben. Möge Gott euch auf gute Wege führen und euch Verständnis für die Armen und Schwachen schenken.                                              

leserin antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@fizzibitz Darum geht es mir nicht!

Weißt du, was sie tun, wenn sie gerade nicht vorm Fernseher sitzen? Bist du den ganzen Tag mit denen zusammen (wobei man sich ja dann wieder fragen müsste, was du denn den ganzen Tag sinnvolles tust) oder bekommst du nur nicht mit, was sie für ihren Haushalt (kann auch eine Person sein) oder - ohne Erwerb - für die Gesellschaft o. Ä. tun?

Das ist nämlich im biblischen Sinne Arbeit! Darum gehts hier.

Außerdem, ob du das hören willst oder nicht, hat jeder Bezieher seine Berechtigung und wir hier in D ein Recht auf ein Existenzminimum!

 

Aber ich wollte hier keine Hetzer einladen, sondern das Ganze mal sachlich diskutieren.

samira-jessica antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

@samira-jessica Recht hast du! Nimm dir so was nur nicht zu Herzen, das kann man nicht ernst nehmen, vor solcher Hetze kann man Angst kriegen. Gott sei dir nah!

leserin antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@fizzibitz 

Du man darf sich von CDU FDP AFD Speak hier nicht anstecken lassen.

Ohne Soziale Hängematte - wächst unter dem Strich der Druck auf alle Arbeitnehmer. Die wo davon dann was haben, ich glaube die sind nicht hier im Forum.

Auch sind hier eine ganze Menge Kinder und Jugendliche Mit-betroffen. Was wird wohl passieren wenn man Millionen Menschen "fallen" lässt?

Zustände wie in den USA, das man für ein sprichwörtliches ButterBrot überfallen wird.

Gott sei Dank war das Nachkriegszeitsdeutschland sehr sozial geprägt. Meine Angst ist es, dass dies fällt.

 

kappa antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@fizzibitz 

Muss man sich mal vor Augen halten.....der soll auch nicht essen.....sagt die Bibel........noch nicht einmal essen....und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren......

Naja - eigentlich finanziert die arbeitende Bevölkerung ihnen die Möglichkeit der Rücklagen, falls was kaputt geht - und die rauchen sie halt auf (oder das Geld fürs Essen, immerhin mindert rauchen das Hungergefühl). Zumindest hab ich das bei der Umstellung damals so verstanden, dass es jetzt mehr Geld gibt, aber dafür keine /weniger Zuschüsse, wenn die z.B. die Waschmaschiene kaputt geht.

channuschka antworten
Nela
 Nela
(@leserin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 160

@fizzibitz    "Du weißt nicht wie schwer die Last ist, die du nicht trägst". Man darf sich kein Urteil darüber anmaßen, sieht nicht in die Menschen hinein. Denkst du dass es ihnen besser geht als dir, nur weil sie Bürgergeld bekommen und ihr Geld für Alkohol Zigaretten &Co ausgeben. Möchtest du ganz nah an der Armutsgrenze leben und deine Kinder unter solchen Bedingungen groß werden lassen.

leserin antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@fizzibitz ich kenne da etliche die sich prinzipiell vor jeglicher Arbeit vorher drücken und lieber den ganzen Tag lang vor dem Fernseher hocken und RTL2 gucken.

Wäre es was anderes, wenn sie statt RTL2 eher Arte gucken würden oder in Bayreuth bei der jeweils neuesten Ring-Inszenierungs-Eröffnung ihre geerbten Klunker präsentieren würden?

 

 (...) und bei uns muss die arbeitende Bevölkerung auch noch deren Alkohol- und Zigarettenkonsum mit finanzieren...

Bei 50 bis 100 Milliarden Steuerhinterziehung pro Jahr *könnte man schon den Zigaretten- und Alkoholkonsum der sozial Schwachen locker finanzieren, wenn wir als Gesellschaft uns mal den tatsächlichen Sozialschmarotzern zuwenden würden. Aber nein, die könnten ja in's Ausland abwandern... Einfacher und im Sinne der herrschenden Klasse ist es, den Sozialneid der Leute in den unteren Schichten tüchtig anzuheizen: divide et impera.

Mein inzwischen leider längst verstorbener Opa spendete früher - es muss 30, 40 Jahre oder sogar länger her gewesen sein - regelmäßig an SOS-Kinderdorf. Bis er mal beim Spaziergang durch den Park zwei Frauen bemerkte, die, ihre Kinderwägen vor sich geparkt, auf einer Bank sitzend Zigaretten rauchten, und von denen er annahm, dass sie von SOS-Kinderdorf in seiner Stadt Unterstützung unterhalten könnten. Das erboste ihn so sehr, dass er fortan nicht weiter an diese Einrichtung spendete. Diese "heilige Empörung", mit der er da entschied, eine gute Einrichtung fürderhin nicht mehr mit zu finanzieren, verwunderte mich damals schon. Klar: er rauchte und trank nicht und war ohnehin ein in allen Dingen vorbildlicher, nahezu makelloser Bürger (das meine ich ernst!). Aber er reiste auch alle zwei Jahre zwecks einer Fastenkur in den Schwarzwald, weil ihm halt das Essen so gut schmeckte und das seinen BMI und Blutzucker in gefährliche Höhen pushte. Wie kam es, dass er da so wenig Verständnis für die Schwächen jener vermutlich alleingelassenen Mütter hatte?

Heute würde ich ihn darauf hinweisen, dass Rauchen und Alkoholkonsum bei sozial Schwachen häufig vorkommen: sie sind  (neben Fettleibigkeit) als Suchtformen oft gerade Symptome ihrer prekären Situation: wenn die Welt so scheiße ist, dann trinkt man sie sich halt etwas besser, wenn der Streß so hoch ist, dann "hilft" der Nikotin-Kick eben kurzfristig. Arme Menschen sind nicht besser andere, sie vermögen auch nicht besser als andere, Verlockungen "des Fleisches" zu widerstehen, ganz im Gegenteil: Wer aus prekären Verhältnissen stammt, hat seltener eine gute Erziehung bekommen, die auch hilft, sich selbst zu disziplinieren. Zigaretten werden heutzutage hoch besteuert, falls also ein Sozialhilfe/Bürgergeld-Bezieher seine Bezüge für Zigaretten ausgibt, geht ein guter Anteil davon gleich wieder in's Steuersäckel. Beim Alkohol isses nicht unähnlich, wer sich mit Schnaps besäuft, zahlt 50% direkt an den Staat, der Bierrausch lässt wenigstens 36% an den Staat fließen (aber hey - um sich mit Bier vollzudröhnen, muss ja auch ordentlich mehr gesoffen werden) und bei Alcopops verdient der Staat sogar über 50% daran, dass Jugendliche früh den Einstieg in eine Suchtkarriere finden.

Man könnte sich mit Sekt und Champus zudichten - an diesen Gesöffen verdient der Staat nur 25%. Man merkt also: die Reichen und Schönen werden selbst noch beim Beschwipsen steuerlich gegenüber dem Plebs bevorteilt.

 

*Bei angenommenen 75 Milliarden bedeutet dies: pro Tag gute 200 Millionen Euro, die dem Staat an Steuereinnahmen entgehen. Pro Tag. Also jeden Tag. Auch Sonntags. Auch zu Weihnachten. Und Ostermontag. Und da ist die ingesamt ungerechte steuerliche Bevorteilung der reichen Klasse noch nicht mal tangiert...

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@jack-black 

Wäre es was anderes, wenn sie statt RTL2 eher Arte gucken würden oder in Bayreuth bei der jeweils neuesten Ring-Inszenierungs-Eröffnung ihre geerbten Klunker präsentieren würden?

Das frage ich mich auch immer wieder... mir sind Leute bekannt, die so reich sind, dass sie arbeiten nicht nötig haben und es auch nicht tun. Die Frauen rennen mehrmals im Monat zum sündhaft teuren Starfriseur, die Männer fahren im Ferrari zum Golfspielen und keiner von denen tut irgendwas Sinnvolles oder Produktives.

Ich wüsste allerdings nicht, dass man diesen Leuten in der Gesellschaft ihr Faulenzerleben zum Vorwurf macht. Sie sind ja reich... irgendwie werden sie es ja halt verdient haben, auf der faulen Haut zu liegen.

Dass es sich bei diesen Leuten keineswegs um "Leistungsträger" handelt, sondern im Grunde um Schmarotzer, die das Geld verprassen, das andere Leute erarbeitet haben... das kommt kaum jemandem ins Bewusstsein.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@lucan-7 Ich wüsste allerdings nicht, dass man diesen Leuten in der Gesellschaft ihr Faulenzerleben zum Vorwurf macht. Sie sind ja reich... irgendwie werden sie es ja halt verdient haben, auf der faulen Haut zu liegen.

Das hat ja System. Das Unterschichts-Fernsehen (a la RTL) dient beispielsweise mit Formaten wie "Shopping Queen", "Zwischen Tüll und Tränen", "Die Geissens" und ähnlichem die Hirnganglien verstopfenden Schrott dazu, Gier, unverschämten Protz und Konsumismus als angesagten und also erstrebenswerten "Lifestyle" zu verkaufen.

Sozialpornografie wie "Hartz und Herzlich" kommt besonders perfide daher, indem das Bedürfnis der (selbst schon mehrheitlich der Unterschicht angehörenden) TV-Konsumenten, sich nach unten hin zu distanzieren, bedient wird: Man glaubt, man empfinde Mitleid, wenn die armen Würstchen da ausgestellt werden, dabei empfindet man eigentlich eher Genugtuung darüber, nicht so weit unten auf der sozialen Leiter hocken zu müssen - und diese Genugtuung hat dann einen positiven Effekt für die geschalteten Werbespots, die unterbewußt mit einer emotional positiven Stimmung verknüpft werden.

Dieses Abgrenzungsbedürfnis nach unten und Solidarisierungs/Identifikationsbedürfnis nach oben und die darauf beruhende Herrschaftsmechanik sind in ihrer Bedeutung kaum überschätzen. Sie sorgen dafür, dass obszöne Reichtümer nahezu steuerfrei vererbt werden können, dass Veräußerungsgewinne, wenn man's geschickt genug macht, gar nicht besteuert werden, dass es keine Vermögenssteuer gibt und so weiter und so fort: Man braucht nur in die relevanten Talkshows ein paar Leute zu schicken, die so tun, als ginge es bei Vorstößen, die Steuergesetzgebung fairer zu gestalten, eigentlich darum, der hilflosen Oma ihr kleines Häuschen unter'm faltigen Hintern wegzusteuern, "ehrlich wirtschaftende" Familienbetriebe in den Konkurs zu treiben oder die kleine private Altersvorsorge (inform von Aktiendepots) des hart schuftenden Freiberuflers zu gefährden - um die Gefahr eines Aufbegehrens der unteren Schichten gründlich einzudämmen.

Naja gut, flankiert werden muss das dann noch durch das stete Bombardement mit Berichten über "Abzocker" aus den Reihen der Asylbewerber und Bürgergeld-Empfänger.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@jack-black 

Dieses Abgrenzungsbedürfnis nach unten und Solidarisierungs/Identifikationsbedürfnis nach oben und die darauf beruhende Herrschaftsmechanik sind in ihrer Bedeutung kaum überschätzen. Sie sorgen dafür, dass obszöne Reichtümer nahezu steuerfrei vererbt werden können, dass Veräußerungsgewinne, wenn man's geschickt genug macht, gar nicht besteuert werden, dass es keine Vermögenssteuer gibt und so weiter und so fort:

Das funktioniert wohl auch vor allem deshalb, weil die Menschen nicht rechnen können. In den letzten 6 Monaten ist Elon Musk um 200 Milliarden reicher geworden. Das heisst, er hat jede Stunde (!) etwa 80 Millionen Dollar verdient. Und zwar jede Stunde des Tages, also 24 Stunden pro Tag.

Das heisst, jede Stunde (!) hat Elon Musk den Gegenwert von 320 Einfamlienhäusern erhalten, für die normale Menschen ein ganzes Leben arbeiten müssen. Und das über 6 Monate lang.

Und es ist nicht so, dass ich Musk seinen Reichtum nicht gönne, der Mensch albert ja nicht nur herum, sondern arbeitet sehr hart. Da soll er auch gerne reich sein... aber diese Menge Reichtum ist einfach nur absurd.

Wenn Musk wollte, dann könnte er alleine den Ukraine Krieg gewinnen. Als einzelne Privatperson.

Und das Geld, das er für sich eingesackt hat, ist ja Geld, das Menschen anderswo erwirtschaftet haben, aber nie bekommen werden.

Man könnte sagen: Musk hat innerhalb eines halben Jahres 1.500.000 Menschen ihr eigenes Haus vorenthalten, weil er das Geld selbst eingesackt hat. Natürlich ist das Thema in der Realität komplexer, im Schnitt stimmt es aber.

Und dafür wird er noch bewundert und bejubelt... weil diese Summen für die meisten Menschen einfach nicht mehr vorstellbar sind. Dass eine Milliarde tausend Millionen darstellen, wieviel Geld das wirklich ist, und was es heisst, dass einzelne Menschen darüber verfügen... das geht den Leuten einfach nicht in den Kopf.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@lucan-7 Das heisst, er hat jede Stunde (!) etwa 80 Millionen Dollar verdient.

Nicht verdient. 😉

Erbeutet. (Per Ausbeutung der Arbeitsleistung anderer).

Aber der Kapitalismus hat längst unsere Sprache, und somit unser Denken gekapert. Wozu kommt mir da gerade eine Assoziation? Ach ja: hierzu. Eine "Umweltaktivistin" darf nicht mit ihrem kommunistischen Vokabular (Profitmaximierung) an unsere sensible Jugend herangelassen werden...

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

Das heisst, er hat jede Stunde (!) etwa 80 Millionen Dollar verdient. Und zwar jede Stunde des Tages, also 24 Stunden pro Tag.

Das heisst, jede Stunde (!) hat Elon Musk den Gegenwert von 320 Einfamlienhäusern erhalten, für die normale Menschen ein ganzes Leben arbeiten müssen. Und das über 6 Monate lang.

Hatte mich übrigens hier vertan: Die Rechnung bezieht sich auf seinen "realen" Stundenlohn, also nur auf die Arbeitszeit... die "1,5 Millionen Einfamilienhäuser" beziehen sich demnach auf sein Gesamtvermögen.

Was an der Perversität des Ganzen nichts Wesentliches ändert.

 

lucan-7 antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1330

@lucan-7 

Man könnte sagen: Musk hat innerhalb eines halben Jahres 1.500.000 Menschen ihr eigenes Haus vorenthalten, weil er das Geld selbst eingesackt hat.

Ach, der gute Elon hat auch hierfür eine tolle Idee parat:

https://youtu.be/aKJ8qKUn_Ko?is=pfIJc_eYvhFQa-P9

 

mariposa22 antworten
Samira-Jessica
Themenstarter
Beiträge : 854

Ich hab einen guten Bibelkommentar zum Thema und zur Definition von Arbeit gefunden.

samira-jessica antworten
1 Antwort
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@samira-jessica 

Obwohl da in die Bibel das bürgerliche Ideal des 19. Jhs. reingelesen wird. Der »tüchtigen Hausfrau« (so die Überschrift in alten Lutherbibeln) von Spr 31 würde der Kommentator vermutlich vorwerfen, ihre Berufung als Hausfrau zu verfehlen, so wie sie das Familienunternehmen managt, Geschäfte abwickelt (offenbar inklusive Grundstücksspekulationen, V.16) und überhaupt die wirtschaftliche Existenz der Familie sicherstellt, während ihr Mann sich um die »Politik« kümmert (V.23).

hkmwk antworten


Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @deborah71

im Osten

Wo genau? Meinst du Ostdeutschland?

tatokala antworten
1 Antwort
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tatokala 

Es geht um Bibeltext...also der orientalische Osten bzw auch mittlere Osten

deborah71 antworten
Goldapfel
Beiträge : 1590

@samira-jessica 

Hallo,

ein hochemotionales polarisierendes Thema, weil fast jeder auf irgendeine Art damit Erfahrungen gemacht hat und eigentlich jeder eine meist feste Meinung dazu hat. Und jeder kann sie auch begründen. Nimm es also nach Möglichkeit nicht persönlich, wenn du auf andere Meinungen als deine triffst. Es geht nicht gegen dich.

Zum Thema Sozialleistungen und Solidargemeinschaft (dazu gehört auch, dass Empfänger sich solidarisch verhalten dürfen, weil sie durch die Arbeit anderer finanziert werden) haben andere bereits geschrieben.

Ein kleiner Hinweis noch, dass man als Leistungsempfänger ja auch keine Steuern zahlt und somit auch Finanzierung durch Steuern anderen überlässt.
Steuern sind ja nicht nur für die Gehälter von Politikern und die Verwaltung da.

Wenn jemand EM bezieht und Aktivist ist, könnte sich die Frage stellen, wieviel Zeit und Kraft er für diese Aktivität aufbringen kann, es ihm aber nicht möglich ist, wenigstens stundenweise erwerbstätig zu sein. Also die Frage, in welchem Verhältnis das zueinander steht?

Schreiben kann man als Hobby für sich selbst sehen. Vielleicht kann man damit in der Welt etwas bewegen, aber macht man es wirklich zuallererst dafür?
Ehrenamt im Altenheim, bei der Tafel oder der Hausaufgabenhilfe oder Nschbarschaftshilfe oder im Krankenhaus gibt der Gesellschaft direkt. Wer gerne schreibt könnte auch versuchen, Kinder für Sprache zu begeistern.Ich sehe da also schon einen Unterschied.

Ich möchte noch auf diesen Punkt 

aber dennoch ... ehrenamtlich, wenn man das so sehen kann, für die Gesellschaft, was für diese imho sogar mehr Wert sein könnte, als wenn er in einem Büro für den Profit eines einzelnen Unternehmens arbeiten würde.

kurz eingehen. Ich finde das etwas kurz gedacht. Es geht auch um Ressourcen und Wirtschaftsleistung und die Frage, wer erledigt die anfallende Arbeit? Es geht nie nur um den Profit des Unternehmens.

Ich selbst struggle damit, dass ich seit einiger Zeit aufgrund von Krankheit nicht arbeiten und in der letzten Zeit nicht mal mehr im Bereich DaZ/Nachhilfe was ehrenamtlich machen konnte. Und doch hatte ich sehr lange gezögert, einen Antrag auf Hilfe zu stellen. Ich bin selbst inzwischen auf sogenannte Transferleistungen angewiesen. Anders wäre mir lieber. Ich könnte anführen, dass meine Kinder alle arbeiten und Steuern und Sozialabgaben zahlen bzw. eins bis zur Aufnahme eines Studiums zur Weiterbildung fleißig gezahlt hat. Aber was bringt das außer dem Versuch einer Rechtfertigung?

Trotzdem bin ich dankbar, dass ich hier in D nicht durchs soziale Netz fallen muss. Was halt blöde ist, wenn man persönlich Stimmen anderer hört, die sagen, sie hätten keinen Bock für so wenig Geld zu arbeiten, und lieber nur Sozialleistungen annehmen. Zum einen ist das unsolidarisch, zum anderen schadet es denen, die wirklich nicht können. 

 

ga2 antworten
21 Antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@ga2 Fakt ist und bleibt, niemanden geht an, warum er EM-Rente bezieht.

EM-Rentner sind nicht dazu verurteilt, den ganzen Tag nichts zu tun, nur weil sie für den Arbeitsmarkt nicht mehr ... fähig genug sind. Es gibt auch Gründe, die sieht man nicht auf den ersten Blick, oder die grundsätzlich auf dem Arbeitsmarkt abschreckend sind.

Außerdem; es wurde so entschieden, also gibts daran nichts zu meckern und zu rütteln, schon gleich 100x nicht von Außenstehenden!

 

Auch wir zahlen Steuern.

 

Wie viel Zeit usw. er reinsteckt kann niemand anhand der Ausschnitte die er teilt beurteilen.

Nicht alles was man tut muss der Gesellschaft dienen! Wie widerlich, dass das immer (noch) ständig verlangt wird.

 

Ach? Würdest du gerne im Niedriglohnsektor verheizt werden äh ich meine arbeiten wollen?

samira-jessica antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@samira-jessica @ga2

Es zeigt insgesamt hier sehr schön, dass wir gut daran tun, nicht alle generell und pauschal über einen Kamm zu scheren, sondern dass es sich lohnt, genauer hinzusehen, den einzelnen zu sehen ...

neubaugoere antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@neubaugoere 

Habe ich das nicht gemacht? 

ga2 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@ga2 

Ja, deshalb sag ich's einfach noch mal ... für alle anderen auch ... manchmal hilft es, die Worte mal so direkt zu lesen. 😉

neubaugoere antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@samira-jessica 

Warum dieser Ton?

Nicht alles was man tut muss der Gesellschaft dienen! Wie widerlich, dass das immer (noch) ständig verlangt wird.

Meine persönliche Meinung, wenn ich von der Solidargemeinschaft nehme, kann ich doch im Rahmen meiner Möglichkeiten auch geben? 

Ach? Würdest du gerne im Niedriglohnsektor verheizt werden äh ich meine arbeiten wollen?

Du wirst es nicht glauben, habe ich sehr lange gemacht. In dem Sektor gearbeitet. Und ich hoffe, irgendwann wieder soweit arbeitsfähig zu sein, um wenigstens in TZ wieder arbeiten zu können. Vermutlich wird das dann auch wieder Niedriglohn sein.

Außerdem; es wurde so entschieden, also gibts daran nichts zu meckern und zu rütteln, schon gleich 100x nicht von Außenstehenden!

Wieso darf man die Frage grundsätzlich nicht stellen? Maulkorb und Denkverbot? Meckern wäre es zu sagen, der hätte grundsätzlich keinen Bock, schafft aber Aktivismus mit x Stunden. Das habe ich aber weder gesagt noch gemeint. 

 

 

 

 

ga2 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@samira-jessica 

Versuch einer Erklärung:

Wenn ich persönlich von der Solidargemeinschaft, der Gesellschaft profitiere, die ja quasi gezwungen wird, Beiträge für mich zu bezahlen, wieso kann ich dann nicht versuchen, wenigstens etwas zurückzugeben, wenn es mir möglich ist? Es handelt sich ja nicht um ein Geschenk der anderen. Ist halt meine Meinung. Ich bin ja genauso der Meinung, dass sich manche Leute, die nicht schlecht verdienen, nicht so anstellen sollen, wenn es darum geht eine Wohnung zu vermieten oder als Ehefrau etwas mehr zu arbeiten, nur weil man dann darauf Steuern zahlen muss. Oder jede kleine Lücke im Steuerrecht ausnutzen muss. Immerhin hat man für seine Kinder von Schulen und Universitäten profitiert. Das äußere ich auch so. 

Eine Frage:

Ist jeder, der im Niedriglohnsektor arbeitet zu dumm, wenn er oder sie das tut anstatt Bürgergeld zu beziehen? Es gibt ja immer noch einige Leute, die dort schaffen.

 

Deine EM sei dir von Herzen gegönnt und wenn du selbst fein damit bist, ist doch alles tutti.

Manchmal ist man so in einer Verteidigungshaltung drin, dass man grundsätzlich alles abbügelt.  Zumindest kommt mir das bei dir gerade so vor. 

ga2 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@ga2 Spars dir, es interessiert mich nicht.

Wenn du keinen Bock auf Sozialstaat hast, geht. Ganz einfach.

Viele wollen etwas zurückgeben, werden aber ausgebremst oder bekommen keine Chance oder nur 'Appel und 'n Ei, da kann mans auch bleiben lassen. Meine Meinung.

Und "der Gesellschaft zurückgeben" hat eben nicht immer mit Erwerbsarbeit und Einkommenssteuer zu tun. -.-

samira-jessica antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@samira-jessica 

Spars dir, es interessiert mich nicht.

Wenn du keinen Bock auf Sozialstaat hast, geht. Ganz einfach.

Soviel zum Thema „sachlich diskutieren“… 🙂

 

ich verstehe ja, dass du das Gefühl hast, dich ständig rechtfertigen zu müssen. Aber ich will dir doch gar nichts wegnehmen oder dich angreifen.

Und wenn du erst seit kurzem (so wie ich dich verstanden habe) deine EM bekommst, komm erstmal zur Ruhe und entspanne.

Vermutlich war es nicht ganz einfach, bis die EM durch war und hat eine Weile gedauert mit einigem Stress. Das geht ja i.d.R. nicht so schnell.

Umso besser, wenn die Rente jetzt erstmal durch ist.

Durch die EM hast du auch einigermaßen Ruhe vor der Bürgergelddiskussion, was auch gut ist.

Die Unsicherheit, was wird aus mir, bei dem wahrscheinlich bevorstehenden Regierungswechsel, belastet nämlich.

 

Und "der Gesellschaft zurückgeben" hat eben nicht immer mit Erwerbsarbeit und Einkommenssteuer zu tun.

Das habe ich nirgendwo in meinen Beiträgen geschrieben. 

Meine Einstellung hat sich halt im Laufe der Jahre (als Christ) zu dem Thema geändert. Oder besser, Gott hat begonnen zu heilen und sie geändert. 

Ich wünsche dir Frieden und Heilung deiner Verletzungen und werde mich jetzt aus diesem Thread zurückziehen.
Kannst dich also freuen , hast hier ab jetzt deine Ruhe 😅

ga2 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@ga2 

Die Sache ist ja doch etwas komplexer:

Wenn jemandem EM-Rente (ob voll oder zum Teil genehmigt wurde), dann hat er ja zumindest die Zeit davor dafür gearbeitet. Also, den Teil hat er getan. Dann kommt dazu warum EM-Rente.

Genauso ist die Frage bei Bürgergeldempfängern, warum Bürgergeld. Weil es nicht für die EM-Rente reicht, aber für den Arbeitsmarkt eben auch nicht? In der beruflichen Reha hab ich solche Menschen kennengelernt.

Ich kenne EM-Rentner, die sind Ende fünfzig und kommen aus einem körperlich anstrengenden Beruf, in dem sie wegen der körperlichen gesundheit nicht mehr arbeiten können. Die könnten sich aber durchaus noch sehr gut als Aktivsten für eine Sache engagieren, weil rumreisen und Vorträge halten, körperlich nicht ganz so anstrengend ist, wie jeden tag auf dem Bau zu arbeiten - einfach, weil es nicht jeden Tag ist. Selbst wenn die jedes Wochenende beim renovieren helfen ist es vermutlich körperlich nicht so anstrengend, wie zu arbeiten. Außerdem gibt es da eher die Möglichkeit in der eigenen Geschwindigkeit zu arbeiten. (Das ist auch so was, das gerne übersehen wird, wenn Leute etwas machen, was sie beruflich nicht mehr können, sie könnten noch arbeiten, nur eben nicht unter den im Arbeitsalltag gegebenen Arbeitsbedingungen).

Wenn es jetzt darum geht etwas für die Gesellschaft zu tun, dann gibt der Aktivist ja durchaus seine noch gegebene Arbeitskraft für etwas, dass er als gesellschaftlich relevant betrachtet. Er tut damit durchaus etwas für die Gesellschaft und verkriecht sich nicht von der Bildfläche. Er verdient damit nur eben keinen Lohn mehr.

Selbst derjenige, der jedes Wochenende beim Handwerksarbeiten hilft, obwohl er das beruflich nicht mehr kann und EM-Rentner ist, gibt damit ja der Gemeinschaft was zurück. (wenn er nicht schwarzarbeitet also Lohn dafür bekommt. Mehr als eine Aufwandsentschädigung).

Das gilt ja auch für jeden Bürgergeldempfänger, der ehrenamtlich sich betätigt. Der kann trotzdem als "nicht vermittelbar" gelten, weil er einfach den Anforderungen des Arbeitslebens nicht gewachsen ist. Die Aufwandsentschädigungen, die es für Ehrenämter gibt, müssen dabei als Einkommen mit dem Bürgergeld verrechnet werden.

Und erst recht für jeden der Bürgergeld bezieht, weil er keine (ausreichende) Kinderbertreuung hat oder jemand pflegebürftigen betreut. Die Menschen arbeiten ja durchaus für die Gesellschaft - wenn auch eben nicht in Lohnarbeit.

 

Wenn man da jetzt den Satz "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" anwendet, wäre das unfair. Die Menschen geben der Gesellschaft ja durchaus was - auch wenn sich ihr Beitrag zum Steueraufkommen des Staates auf die Mehrwertsteuer und so begrenzt und eben nicht die Lohnsteuer ist.

channuschka antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@channuschka 

 

Wenn jemandem EM-Rente (ob voll oder zum Teil genehmigt wurde), dann hat er ja zumindest die Zeit davor dafür gearbeitet 

Definiere „gearbeitet“. EM geht auch, ohne jemals in einem Arbeitsverhältnis gestanden zu haben, weil auch schulische Ausbildung ab 18? angerechnet wird.
Ganz ohne Wertung. Hat dann auch seine Gründe.

Ansonsten bin ich hier wie schon geschrieben raus.

 

ga2 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@ga2 Ich kann in meine Fall sagen, ich hab nicht gearbeitet (wollte aber) und die Ausbildung und der Lohn dieser wurde angerechnet.

Bei der EM-Rente, glaube ich, kommt es halt in erster Linie auf die sozial-medizinische Lage an.

samira-jessica antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@samira-jessica Das war sicher ein harter Weg bis dahin. 
Mit einer nicht-abgeschlossenen Ausbildung wären Deine Karten um ein Vielfaches schlechter gewesen. 
Speziell dann, wenn ein 'Gutachter' Dich nicht arbeitsunfähig schreiben will, obwohl (oder weil) er von Deiner Problematik gar keine Ahnung hat.

chai antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@chai Ich habe an sich eine als IHK-abgeschlossene "Ausbildung", allerdings ne Fachpraktikerausbildung für Menschen mit Behinderung und somit ... nichts wert mMn.

Ich wollte mich weiterbilden, 10 Jahre lang, hatte aber immer wieder Probleme und kaum waren die endlich beseitigt, immer Druck vom Jobcenter bis hin zum Aussage, ich würde mich nicht bemühen, ...

Ach ... und jetzt hab ich wiederholt EM-Rente beantragt und bin zufrieden damit. Ich hatte privat schon so viel Ärger und alles, das brauch ich beruflich nicht auch noch.

Ich wollte! Aber mit so gar keiner Annerkennung und allem ... dann halt nicht

samira-jessica antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1590

@channuschka 

Ergänzung zu Aufwandsentschädigungen. Wichtig ist hier verrechnet. Beträgt die Aufwandsentschädigung nicht mehr als 3000€ pro Kalenderjahr und steht man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, darf man das Geld komplett behalten und hat auch keine Kürzungen beim BG. 

ga2 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@ga2 

Jobcenter sagt da was anderes (und die Mitarbeiter dort manchmal nochmal was anderes, da Ehrenamt im Merkblatt (pdf) nicht mit aufgeführt wird, als abzugsfreies Einkommen. Ich bin da mal mit jemandem seinen Bescheid durchgegangen...aber Mitarbeiter auf Jobcenter und Agentur für arbeit sind leider oft nicht gut informiert...)

Wichtig: In manchen Fällen erhalten Sie für eine ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung. Beträgt sie mehr als 200 Euro, wird sie auf das Bürgergeld angerechnet.

Macht im Jahr 2400 €. Was immerhin mehr ist als bei Einkommen, denn da sind nur 100€ komplett anrechnungsfrei und danach wird gestaffelt aufs Bürgergeld angerechnet - was dazu führt, dass von einer geringfügigen Beschäftigung von 538€ nur 189,40€ nicht angerechnet werden. Umso mehr man in der geringfügigen beschäftigung verdient umso mehr lohnt sich übrigens der Minijob - denn es gibt eine Staffelung wie viel Prozent nicht angerechnet werden.

Womit der Staat den Mehrwert, den ein Ehrenamt gegenüber einer Beschäftigung zum Geldverdienen für den Staat hat, berücksichtigt (mit wenn ich richtig gerechnet habe bis zu 80€ im Monat).

Und wenn ich jetzt so drüber nachdenke, dann ist eine ehrenamtliche Tätigkeit darüberhinaus noch mal lohnender, weil sie ja (im Vergleich zu vielen geringfügigen Beschäftigungen) noch die innere Belohnung hat, wenn man das Gefühl hat sich für was gutes einzusetzten.

Denn wenn nur die Höhe des Mehr an Geld auf dem Konto den Ausschlag geben soll umzuarbeiten... Bürgergeld sichert das (Über-)Leben. Man arbeitet dann "nur" für 200€ mehr (was schon einiges ist, wenn man so wenig hat) - man sieht eben auch, wieviel davon angerechnet wird. Psychologisch ist das vermutlich unklug. Allerdings weiß ich gerade auch nicht wie man es besser machen kann - außer mehr sozialversicherungspflichtige Verhältnisse schaffen.

channuschka antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@channuschka Ich nicht in Worte fassen, wie schäbig ich das finde, und hab noch nie kapiert, warum überhaupt alles angerechnet wird! Man hätte doch dann mehr und bräuchte weniger BG.

samira-jessica antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@samira-jessica 

Das ist ja der Sinn des Anrechnens - du bekommst dann weniger Bürgergeld.

Nur ist das psychologisch nur dann wirklich sinnvoll, wenn man wenigstens etwas mehr hat als Bürgergeld. Denn obwohl die meisten Menschen arbeiten wollen, ist der Anreiz größer, wenn man wenigstens etwas mehr hat - oder ganz unabhänig ist.

Wenn man aber in einem Job arbeitet, in dem man keinen Sinn sieht, außer dass der Staat einem weniger bezahlt, dann hat man selbst nichts von dem Job, sondern er kostet einen nur. Du bist dann ja immernoch genauso abhängig und zahlst bei so geringfügigen beschäftigungen ja auch nichts in die Rentenkasse ein oder so, dass du später was von haben könntest. Diese Jobs durchzuhalten kostet viel Kraft (und eigentlich ist das auch nicht gewollt vom Jobcenter, da das Ziel ja eine sozialversicherungspflichtige Arbeit ist.). Unsere Psyche ist so gebaut, dass wir für uns einen Mehrwert in unserem Tun sehen müssen.

Dieser Mehrwert kann auch sein, dass man anderen hilft oder eine Freude macht. Aber z.B. bei Lagerjobs oder Call-Centern fällt dieser Aspekt dann oft weg und der Mensch hat nichts für sich davon.

Daher die anrechnungsfreien Beträge. Aber wenn man dann sieht, dass von 500€ man nur 180 an mehr hat, ist das psychologisch, wieder schwierig.

Dazu gibt es Studien...

channuschka antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@channuschka 
Aber wenn man dann sieht, dass von 500€ man nur 180 an mehr hat, ist das psychologisch, wieder schwierig.

Eben ... das meine ich.

samira-jessica antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@channuschka ❤️ Ich liebe deinen Post! Genau das meine ich!

Darf ich den Post in einem sozialen Medium teilen?

samira-jessica antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@samira-jessica 

Wenn du den Beitrag dazu noch verlinkst. 😉

channuschka antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@channuschka Danke, hab ich!

samira-jessica antworten


Nela
 Nela
Beiträge : 160

@samira-jessica Dieser Bibelvers gehört zu den am meisten missbrauchten und war ja auch in der NS Zeit ganz aktuell. Ich kann ihn nicht von Politikern o.ä. hören, denn er erinnert mich daran, dass unter diesen Begründungen geistig und psychisch Kranke vergast wurden. Wenn solche stimmen wieder Oberhand gewönnen, wäre auch ich und manche die mir am Herzen liegen nicht mehr sicher. Denn ich beziehe auch EM Rente und konnte  aus Krankheitsgründen seit meiner Ausbildung kaum noch erwerbstätig sein. Doch deshalb sind du und ich nicht weniger wertvoll. Und was ist Arbeit in Gottes Sinne? Nicht auch, dass man sich um andere Kümmert, für sie betet. In Gottes Augen gilt das noch viel mehr. Und er sieht wie viel schwerer uns alles fällt und würdigt das sicher viel mehr.

Ich habe hier noch nicht weiter gelesen und hoffe dass die Diskussion in positiver Richtung geführt wird. Lass dich nicht irr machen oder entmutigen. Gott segne Dich!                                            Nelagrüße:)

 

leserin antworten
1 Antwort
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@leserin ❤️

samira-jessica antworten
Samira-Jessica
Themenstarter
Beiträge : 854

Weil hier ein Diskussion "entbrannte", hier auch nochmal schön zusammengefasst:

Der Denkfehler besteht darin zu glauben, Arbeit sei nur dann etwas wert, wenn sie für andere und gegen Geld geschieht. Christlich gesehen ist das nicht so. Wertvoll ist Arbeit, wenn sie aus Liebe, Berufung und Treue zu Gott geschieht — unabhängig von Geld, Sichtbarkeit oder äußerem Nutzen.

samira-jessica antworten
3 Antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@samira-jessica Woher hast du jetzt die Zusammenfassung? 😉 

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@tatokala

Liebe (1 Kor 16,14), Berufung (Röm 12,1), Treue (Lk 16,10)

samira-jessica antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

Ich hätte noch zu bieten, was mir persönlich ja besten gefällt, weil schon immer so lebe:

1. Samuel 16,7: „Doch der HERR sagte zu ihm: »Lass dich von seinem Aussehen und von seiner Größe nicht beeindrucken. Er ist es nicht. Denn ich urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.«

Epheser 6,6-7: „Gehorcht ihnen nicht nur, wenn sie euch zusehen, um euch bei ihnen einzuschmeicheln. Tut euren Dienst vielmehr als Menschen, die Christus gehören und deshalb von ganzem Herzen den Willen Gottes erfüllen. Arbeitet mit Freude, so als würdet ihr dem Herrn selbst dienen und nicht nur Menschen.

Prediger 3,22: „So habe ich eingesehen, dass es für den Menschen nichts Besseres gibt, als Freude an seiner Arbeit zu haben. Das ist der Lohn, den Gott ihm für sein Mühen gibt. Denn wer hilft ihm schon dabei, das zu genießen, was erst nach ihm kommt?“

und Kolosser 3,23: „Denkt bei allem, was ihr tut, daran, dass ihr für den Herrn arbeitet und nicht für Menschen.“

samira-jessica antworten


Samira-Jessica
Themenstarter
Beiträge : 854

Ich bin gerade auf einen genialen Gedanken gestoßen, der alle "Arbeit muss der Gemeinschaft, der Gesellschaft dienen!"-Schreier:

Als Gott Adam und Eva schuf und in den Garten Eden ... setzte? ..., um die Erde zu bebauen und zu bewahren, gab es noch gar keine Gemeinschaft, für die sie es hätten "tun müssen", nach dem Sündenfall auch noch nicht. Zu dieser Zeit war die Arbeit also reiner Selbstzweck.

Und in Sprüche 6,6-8 gehts um die Ameisen, selbstbestimmt, ohne Fremdkontrolle aka Chef, für sich sorgen.

samira-jessica antworten
6 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@samira-jessica Und jetzt?

chai antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@chai Nichts. Wollte es nur betonen, weil alle das immer schreien, auch hier.

samira-jessica antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@samira-jessica 

Erstens - schreien tut hier keiner. 

Zweitens - Adam und Eva wurden in den Garten Eden gesetzt, aber dann mussten sie aufstehen, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. 
Vielleicht nicht für eine - damals noch nicht vorhandene - 'Gemeinschaft', aber für sich selber. 
Da kam keiner mit Suppe vorbei.

chai antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@chai xD Bestell dir doch selbst Essen auf Rädern (das in meinem Fall btw. explizit für Menschen mit Gehbehinderung angeboten wird), wenn du mir die Suppe so neidest, die mir "vom Deppen gebracht wird". Was hält dich auf?

Ich kanns mir btw. nur wegen Erbe leisten jetzt, wüsste gar nicht wie das nur mit Rente oder auch GruSi funktionieren wollte. Wie machen das andere, weißt du das? Interessiert mich wirklich.

Ich gehe - nein radel - tatsächlich auch einkaufen, und wasche, und putze, und bevor ichs mir leisten musste, weils mir zu scheiße zum Kochen ging wegen dem Tod meines Bruders, hab ich auch tatsächlich selbst "gekocht" mit Fertigtüten. Gut gemischt mit Sahne und Käse und Gewürzen schmeckt das ganz gut.

samira-jessica antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

*mittlerweile selbst, muss ich hinzufügen. Die ersten 30 Jahre hatte ich Betreuung - die Deppen, die mir viel abgenommen haben, weil ich behindert bin, und man mich halt versorgen musste, ihr wisst schon ... nicht nur sozialrechtlich hier in D, sondern auch biblisch (ohweia xD). 

So konnte ich wenigstens etwas für mein Fernstudium lernen ... aber wurde immer wieder von Gesundheit und Trauma aufgehalten. 

Jetzt kann ich mich alleine versorgen , was sich btw. sehr gut anfühlt und mich stolz macht, das ist für MmB nicht selbstverständlich. Aber für die Arbeit reichts halt nicht. Für zusätzlich, für andere, fremdbestimmt, mit zu hohen Erwartungen, die ich nun mal nicht erfüllen kann.

Muss ich auch nicht. Ich muss nicht, nur weil die Gesellschaft es will, biblisch und gesellschaftlich war es mir schon immer egal.

samira-jessica antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @samira-jessica

@chai xD Bestell dir doch selbst Essen auf Rädern (das in meinem Fall btw. explizit für Menschen mit Gehbehinderung angeboten wird), wenn du mir die Suppe so neidest, die mir "vom Deppen gebracht wird". Was hält dich auf?

Ich neide Dir Deine Suppe nicht. Und ich kenne hier auch keinen Anbieter, der explizit Essen für Gehbehinderte anbietet. 
Wenn etwas kräftemäßig nicht geht, dann ist das halt so.
Hab ich selbst im näheren Umfeld, da übernehm dann ich einen Teil der Versorgung. 
Und genau das ist mein Punkt - manche Dinge müssen einfach getan werden und es fragt keiner, ob grad Lust und Laune vorhanden sind. 

chai antworten
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