Jesus - absolut und relativ
An Jesus glauben, ihm folgen, Gott in ihm sehen - ja, darum geht es in unserem christlichen Glauben.
Aber dieser Glaube und das Bekenntnis zu ihm steht in Frage – und die heißt: Hat die frühe Christenheit (das NT, die Evangelien, die frühe Kirche) Jesus von Nazareth erst nachträglich und verfälschend zu etwas gemacht (zum alleinigen Heiland & Retter der Welt), was er ursprünglich gar nicht war und sein wollte? Oder haben sie ihn - nachösterlich - erst richtig erkannt und angemessen bekannt., als das was er tatsächlich war, ist & bleibt, und was sich mit ihm offenbart hat?
Im Verständnis unseres Glaubens an Jesus Christus und im Streit um sein Verstehen gibt es oft nur eine "Entweder-Oder"-Alternative: Entweder NUR und AUSSCHLIESSLICH das Bekenntnis zu ihm - oder das Ein-geständnis und die Verwerfung, dass der Glaube an ihn (als den Christus) Verfälschung, Missverstehen und ein Konstrukt ist.
Es gibt, denke ich, noch eine andere Möglichkeit: Sie besteht schlichtweg darin, dass jede brennende Liebe und jede befreiende, beglückende und ehrliche Erfahrung ihren Ausdruck sucht. So weiß ein Verliebter definitiv, dass das Objekt seiner Liebe der/die "Schönste, Beste und Tollste" auf dieser Erde und seit Menschengedenken ist. Niemand verdenkt ihm/ihr diese Liebesbezeugung und einzigartige Bindung. Und es ist nicht die Unwahrheit, sondern Erfahrung, ehrliches Bekenntnis, leidenschaftliches Empfinden.
Objektiv geht es auch nicht darum, Jemandem diese Liebe auszureden oder mieszumachen. Er/sie teilt es mit der Welt. Aber die Verhältnissetzung dieses absoluten Bekenntnisses relatviert sich natürlich, ohne dass die Liebe, die Beziehung und die Erfahrung damit geschmälert oder getrübt wird.
Im 20./21. Jhdt ist die Geschichte, das Welterkennen und unser Wissen aber nun über die Jahrhunderte unvergleichlich zu früheren Zeiten gewachsen und ein anderes. Horizonte der Wahrnehmung sind unvergleichlich geweitet. Das gilt auch für die Geschichtswissenschaft (historisch-kritisches Forschen & Verstehen in allen Bereichen), Religions- und Kulturgeschichte, Religionspsychologie und Religions-Soziologie ... Und davon betroffen ist definitiv auch das Verständnis der Bibel (in ihrer Entstehung und historischen Einordnung, in ihrer traditions- uns literargeschichtlichen Erforschung) und das heute vorhandene global-wahrnehmende, inter-religiöse Wissen.
In all dem kann ich, wenn ich ehrlich bleibe und mich nicht verschließe, bleibende Wahrheiten und Bezüge nicht mehr verabsolutieren, sondern darf sie in ein verstehendes Verhältnis setzen zu Dingen, die die Menschen früherer Zeiten nicht wissen und sehen konnten.
Wenn ich in dieser Gegebenheit der Neuzeit & Gegenwart Christ bin und Christ bleibe, muss ich mich deshalb nicht in die "Entweder-Oder"-Alternative von "Jesus-Wahrheit oder garnix" begeben, sondern glaube mich durch ihn und zu ihm „gottnah & geliebt“, glaube an die Substanz seiner Mission (der heilenden & vergebenden, zu Liebe & Gerechtigkeit rufenden Reich-Gottesbotschaft) und finde zugleich Wahrheiten, Befreiungserfahrungen, Liebe, Erkenntnis und Gerechtigkeit auch außerhalb meiner Christusverbundenheit und außerhalb von Kirche & Christentum.
Die oft so verhärtete Alternative, dass Jesus entweder in trennender Ausschließlichkeit geglaubt werden muss ODER dass der gläubige Jesus-Bezug letztlich aufs Ganze eine Fälschung, Irrung und Illusion ist, ist also mMn nicht zwingend.
L'Chaim
Z.B. damit:
Veröffentlicht von: @awhlerSo weiß ein Verliebter definitiv, dass das Objekt seiner Liebe der/die "Schönste, Beste und Tollste" auf dieser Erde und seit Menschengedenken ist. Niemand verdenkt ihm/ihr diese Liebesbezeugung und einzigartige Bindung. Und es ist nicht die Unwahrheit, sondern Erfahrung, ehrliches Bekenntnis, leidenschaftliches Empfinden.
So verliebt war ich wohl noch nie.
Ich hab Augen im Kopf und bin insgesamt relativ nüchtern und realistisch; und so hab ich mir noch nie eingebildet, dass Person X der 'was-auch-immer-ste' ist oder war.
Liebe besteht ja auch darin, eine Person mit all ihren Schwächen und Mängeln zu akzeptieren und zu lieben.
Dieses 'Dennoch', von dem auch im Glauben die Rede ist.
Ich wollte das Verliebtsein nicht umfassend beleuchten, sondern nur als Vergleich dafür anführen, dass es sein kann, Jemanden "in den Himmel zu heben" und nur noch "Augen für ihn/sie" zu haben, so dass Liebensbezeugungen dieser Art einerseits ein ehrliches und legitimes Bekenntnis sind - aber auch klar ist, dass der Ausdruck von Liebe relatviert werden darf, ohne der Liebe abbruch zu tun.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlerIch wollte das Verliebtsein nicht umfassend beleuchten, sondern nur als Vergleich dafür anführen, dass es sein kann, Jemanden "in den Himmel zu heben" und nur noch "Augen für ihn/sie" zu haben, so dass Liebensbezeugungen dieser Art einerseits ein ehrliches und legitimes Bekenntnis sind - aber auch klar ist, dass der Ausdruck von Liebe relatviert werden darf, ohne der Liebe abbruch zu tun.
L'Chaim
Das ist möglicherweise einfach vom Temperament und der Persönlichkeit abhängig.
Und dann lässt es sich 1:1 auf den Glauben übertragen.
Ja - und es ist wohl auch das (religionsphänomenologische) Kennzeichen einer tieferen Glaubenserfahrung und Identifizierung damit, dass man etwas erst einmal verabsolutiert und erst im Weiteren so etwas wie Integration und wieder geöffnete Wahrnehmung passiert.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlerJa - und es ist wohl auch das (religionsphänomenologische) Kennzeichen einer tieferen Glaubenserfahrung und Identifizierung damit, dass man etwas erst einmal verabsolutiert und erst im Weiteren so etwas wie Integration und wieder geöffnete Wahrnehmung passiert.
L'Chaim
Keine Ahnung. Vielleicht hab ich da was übersprungen.
Veröffentlicht von: @awhlerAn Jesus glauben, ihm folgen, Gott in ihm sehen - ja, darum geht es in unserem christlichen Glauben.
Aber dieser Glaube und das Bekenntnis zu ihm steht in Frage – und die heißt: Hat die frühe Christenheit (das NT, die Evangelien, die frühe Kirche) Jesus von Nazareth erst nachträglich und verfälschend zu etwas gemacht (zum alleinigen Heiland & Retter der Welt), was er ursprünglich gar nicht war und sein wollte? Oder haben sie ihn - nachösterlich - erst richtig erkannt und angemessen bekannt., als das was er tatsächlich war, ist & bleibt, und was sich mit ihm offenbart hat?
Im Verständnis unseres Glaubens an Jesus Christus und im Streit um sein Verstehen gibt es oft nur eine "Entweder-Oder"-Alternative: Entweder NUR und AUSSCHLIESSLICH das Bekenntnis zu ihm - oder das Ein-geständnis und die Verwerfung, dass der Glaube an ihn (als den Christus) Verfälschung, Missverstehen und ein Konstrukt ist.
Es gibt, denke ich, noch eine andere Möglichkeit
Wenn man nicht von einer kompletten Verbalinspiration der Bibel ausgehen will oder, in der Variante "Schrift und Tradition", der Kirche Prokura für den eigenen Glauben erteilt, kommt man an solchen Fragen wohl nicht vorbei.
Der historische Jesus selbst hat nichts Schriftliches hinterlassen. Die unter dem Begriff "Neues Testament" zusammengefassten Schriften stammen von verschiedenen Autoren und sind zu verschiedenen Zeiten und vor verschiedenen Hintergründen entstanden. Der Begriff "verfälschend" ist vielleicht nicht so gemeint, klingt aber für mich zu negativ. Selbst wenn man davon ausgeht, dass alle Autoren ihr Bestes gegeben haben und nichts bewusst willkürlich hineingebracht haben, wären trotzdem ganz unterschiedlich geprägte Texte herausgekommen. Es sind Glaubenszeugnisse, wenn man es gut meint: Gotteswort in Menschenwort.
Offenbar ist auch in der frühen Kirche schon Leuten aufgefallen, dass die verschiedenen kursierenden Schriften nicht vollständig zusammenpassten. Die Folge waren eine Auswahl (Kanonisierung), was denn nun dazugehört und was nicht sowie eine Dogmatisierung, wie das Ganze denn nun im Zusammenhang zu verstehen sei. Auch darum gab es Streit, der zum Teil auch mit Gewalt ausgetragen wurde.
Wenn man bereit ist, das zu akzeptieren, ist es vorbei mit der absoluten Sicherheit. Das wiederum ist schlecht für einen Auftritt im Brustton der Überzeugung, wie er für die Leitung von Gemeinden und erst recht für Missionierung hilfreich, vielleicht sogar unerlässlich ist.
Wenn man sich nicht mit solchen Ungewissheiten herumplagen will, kann man natürlich zu "Allein die Schrift" kombiniert mit Verbalinspiration greifen, alternativ zu Schrift plus Tradition plus Autorität. Das sind allerdings auch schon zwei Varianten, und es gibt noch mehr dieser fundamentalistischen Art.
Es gibt Leute, denen ich eine solche fundamentalistische Art abnehme, weil sie im Glauben wie im sonstigen Leben ohne intellektuellen Anspruch unterwegs sind (was nicht heißt, dass sie dumm wären) und weil ich einen Reflex ihres Glaubens in der Art spüre, wie sie leben und mit anderen Menschen umgehen.
Bei den meisten anderen akzeptiere ich keine Haltung, die mir die Welt erklären oder mich missionieren will, ohne dass ich danach gefragt hätte. Da kommen wir ins Geschäft, wenn wir gemeinsam nach der Wahrheit suchen. Das sehe ich als die "andere Möglichkeit".
Veröffentlicht von: @awhlerWas weißt Du von meiner "Herzensbegegnung mit Jesus"???
Bis jetzt wirkt es auf mich so hier im Faden dass er austauschbar scheint? So wirkt es auf mich
Veröffentlicht von: @awhlerUnd mein Anliegen ist und bleibt in der Tat, als Christen einerseits unseren "Weg mit ihm" zu gehen, und zugleich offener dafür zu sein, dass DIESER Weg eben bei Anderen "bunter als wir denken" ist und sein kann.
Dass du Pfarrer warst, hast du hier nun schon oft erwähnt 😉 Aber was mir weiterhin fehlt sind Beispiele um die ich dich bat. Es bleibt alles völlig unklar! Das Ziel dieses Fadens, was "dazwischen" bedeuten kann und vor allem auch was für dich eine Alternative für Jesus ist, da er ja für dich nicht der eine Weg ist. Offenheit, mehr Farben, dazwischen...ohne Beispiele sind das alles für mich Worte ohne Sinn
Du hast dich im Laufe des Threads zu Liberaler Theologie bekannt. Dieser Begriff braucht ja eine Füllung: Was wird da geglaubt oder nicht geglaubt.
Dr. Johannes Hartl hat seinen theologischen Senf dazu abgegeben in Hartl's Senf #35. Da ich nicht so kompakt theologisch argumentieren kann, lasse ich ihn zu Wort kommen.
Liberale Theologie: aufgeklärt – oder geistlich leer? | Hartls Senf #35
Was ich daraus verstehe: die persönliche Beziehung zu Gott wurde mit der Aufklärung liberal demontiert und der humanistische Verstand auf den Thron erhoben.
Die Erlösung wird Gott aus der Hand genommen: Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen. Da geht es scharf am Kreuz vorbei in die Selbstgerechtigkeit. Jesus wird als guter Mensch entgöttlicht. Es genüge ein guter Mensch zu sein.
Alles wird relativiert, soll gleich gültig sein und am Ende ist die Sicht in Gleichgültigkeit abgesackt und auf dem Weg in den Abfall von Gott. Ehrfurcht vor Gott kommt nicht mehr vor.
Wenn Heiß und Kalt relativiert werden, dann sind wir bei Lau und damit bei Laodizea.
Ich finde da immer den Vergleich von Saul und David so spannend. Wenn man die moralischen Verfehlungen von Saul und David gegeneinander auflistet. Dann ist das schon ziemlich krass.
David, lügt, betrügt, mordet, geht fremd, desertiert, uvm.
Saul, da wird kaum eine moralische Übertretung berichtet.
Aber wer wird von Gott als gerecht und als ein Mann nach dem Herzen Gottes bezeichnet.
Gott geht es in erster Linie um die Treue zu ihm, die Sünde andressiert er erst in zweiter Priorität.
Danke für dieses Beispiel biblischer Leiter.
David hatte sich aus dem Blick verloren bei seinem Gerechtigkeitsempfinden im Regieren, bis Nathan ihm eine Beispielgeschichte gab, die erst allgemein um eine ungerechte Person ging. Als Davids Herz auf die Ungerechtigkeit reagierte, da erst konfrontierte Nathan ihn direkt. David war umkehrfähig.
Saul dagegen kreiste um sein Ego und war sauer, als Gott ihn konfrontierte, weil er erwischt worden war.
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Mir ist in Hartl's Vortrag ein wesentlicher Punkt aufgefallen: Der weite Pendelausschlag der Gegenreaktion einer durch extremer Gesetzlichkeit verwundeten Seele auf die andere Seite, hier im Fall der Liberalismus, wird von ihm benannt und dass da eine Seele noch nicht wieder geheilt auf den goldenen Mittelweg der Heilung an der Seite Jesu zurückgekehrt ist.
@deborah71 Also demnach bin ich nicht liberal. Für mich war liberal immer die Auslegung...dass Gebote keine starren Gesetze sind sondern im Kontext verstanden werden müssen. Aber nicht der Glaube in Form von "Glaube light"
So wichtig ist es, Begriffe zu definieren, damit wir(allgemeines wir) vom Selben sprechen und Mißverständnisse reduziert werden.
Gott ist unsere Treue wichtig und er will uns darin bestärken. (2. Chr. 16,9 erster Satz)
@deborah71 Das ist ja meine Hoffnung hier und auch mein Gefühl: Wir Christen missverstehen uns oft und glauben doch das gleiche
Für mich war liberal immer die Auslegung...dass Gebote keine starren Gesetze sind sondern im Kontext verstanden werden müssen.
Na ja welcher evangelikaler Christ, begeht noch Blutrache, nach einem tödlichen Autounfall. Laut Gesetz nicht nur legitim, sondern gefordert. Aber dann müssten wir auch Schutzstädte definieren zu denen besagter Autofahrer fliehen könnte.
Kurz die allermeisten Gesetze können wir nicht mal dann erfüllen, selbst wenn wir es wollten.
Gesetz müssen im Kontext verstanden werden, aber nicht nur die Gesetze die ganze Schrift muss im Kontext verstanden werden. Die Frage ist nur, was gehört alles zum Kontext und was nicht.
@arcangel Als vermeintlich liberal gebe ich dir recht. Wenn es um den Glauben geht dann bin ich wohl fundamental. Und so nehme ich aus dem Faden Verwirrung mit. Und dass mit Etiketten wenig getan ist. Und Theorie am ende nicht das Herz berührt
Veröffentlicht von: @leibesglieder@arcangel ...
Wenn es um den Glauben geht dann bin ich wohl fundamental.
Und so nehme ich aus dem Faden Verwirrung mit. ...
Und Theorie am ende nicht das Herz berührt
Ja, ich bin nach dem Abarbeiten der bisher gelesenen Glöckchen auch mehr verwirrt als gescheit.
Und irgendwie ... unberührt.
Ich schaff's irgendwie nicht, mich in die Materie hineinzudenken.
Und steh jetzt vor der Überlegung, ob's (nur) an meiner geistigen Kapazität liegt oder am Thema.
Veröffentlicht von: @leibesgliederFür mich war liberal immer die Auslegung...dass Gebote keine starren Gesetze sind sondern im Kontext verstanden werden müssen.
Aber nicht der Glaube in Form von "Glaube light"
Das ist auch mein Verständnis von 'Liberalität'. Gerade weil ich aus der etwas strengeren Ecke komme.
@ all 😉
Ich versuche dann mal, mich klarer auszudrücken 😉
Das Bekenntnis zu Jesus Christus stellt uns vor die Frage, ob er tatsächlich der ist, den wir Christen in ihm sehen, oder ob er damals von den ersten Jesus-Gläubigen erst (und fälschlicherweise) zu dem gemacht wurde, was er (Jesus von Nazareth) nicht war und sein wollte (nämlich der einzige Weg zu Gott, der überirdische Christus und exklusiv-verkündigte Erlöser)
Eine mögliche Antwort (das "Entweder") kann sein: Er war es in der Tat nicht - hat sich fälschlicherweise selbst als Jemand gesehen, der er nicht war, oder wurde nach seinem Tod erst von den frühen Gläubigen dazu gemacht.
Die andere Antwort (das gläubige "Oder"): ER ist - genauso und exakt so, wie es das Neue Testament es bezeugt - der alleinige Erlöser, ohne kein Heil, keine Wahrheit, keinen Weg zu und keine Versöhnung mit Gott gibt.
Diese gläubig-exklusive, Absolutheitsanspruch erhebende Sicht auf Jesus Christus ist aber mMn nicht die einzige und zwingende Möglichkeit, an Jesus Christus als Offenbarung Gottes und Weg zum Leben zu glauben und IHN im (verneindenden, zurückweisenden, abgrenzenden) Gegenüber zu anderen Erfahrungen, Einsichten und Wahrheiten in der Welt zu behaupten.
Wie das?
Auch ich glaube (und darin bin und bleibe ich Christ!), dass sich uns in Jesus (seiner Botschaft, seinem Reden & Tun, seinem Kreuz und seiner bleibenden nach-österlichen Präsenz) die Wirklichkeit und Wahrheit Gottes offenbart und zeigt – als Weg zum Leben, zur Liebe, Versöhnung und Gerechtigkeit.
Dies haben die ersten Jesus-Bewegten, die frühen Christen, Zeugen und Gemeinden genauso erlebt. Und sie haben es leidenschaftlich mit den ihn zur Verfügung stehenden Ausdrucksmitteln und im Horizont ihrer geistig-kulturellen Welt verkündigt und erzählt. Wie brennend Liebende, die völlig vereinnahmt und bewegt von ihm ihren Glauben in die Welt getragen haben. Daran knüpft der christliche Glaube über die Zeit hin, bis heute immer noch an.
Aber dieser Glaube steht in der Neuzeit und Gegenwart vor zwei Herausforderungen, die es zu früheren Zeiten so nicht gab: Das ist zum einen ein historisch-kritische Wissen (wie immer es auch natürlich hier auch weiter Forschungs-Diverganzen gibt) über die Entstehung (traditions- und redaktionsgeschichtlich) der biblischen Schriften, hinter die wir mMn ehrlichweise nicht mehr zurück können (es sei denn um den Preis des Ausblendens und Leugnens). Zum anderen ist da unser großes, mittlerweile globalisiertes Wissen von anderen Religionen, Weltanschaaungen, Kulturen, Erfahrungen und Lebensentwürfen, dem gegenüber wir nicht einfach ignorant sein dürfen als Christen. Das jedenfalls sind zwei Dinge, die ich für wichtig halte!
Wenn ich nun diese beiden Gegebenheiten in meinen christlichen Glauben heute einbeziehe, habe ich (und darum geht und ging es mir) die Möglichkeit und Freiheit, weiterhin Wahrheit, Leben und Gott in Jesus (und darin bleibt er mein Heiland, Helfer und Gottes Sohn) zu finden – und zugleich zu erleben, dass in der Welt ebenfalls Wahrheit und Licht (u.U.ohne ausdrücklichen Bezug auf Jesus) zu finden ist …. säkular, religiös und spirituell.
Zur Ergänzung: In der „Christologie“ gibt es zwei theologische Ansätze/Zugänge, die versuchen das Menschliche und das Göttliche in Jesus Christus festzuhalten:
Eine „Christologie von unten“ sieht Jesus als Mensch, in dem aber Gott selbst offenbarungsmäßig greifbar, sichtbar und anschaulich wird und durch den wir Zugang zu Gott und seine Liebe erfahren.
Eine „Christologie von oben“ beginnt mit der „über-irdischen“ Prä-Existenz des „Gottes Sohnes“, mit Gott selbst, der auf die Erde kommt und alles (in kosmischer Dimension) zu sich zieht.
Beide Christologien sind Versuche gläubigen Verstehens und lassen mMn durchaus Raum, nicht exklusiv verstanden zu werden – der irdische Jesus würdigt z.B. die Samaritaner, die Barmherzigkeit, den „kleinen Glauben“, die Seliggesprochenen und Erfüller der Bergpredigt. Und der über-irdische Christus mag universal, mit mystischer Ein-Sicht und inklusiv verstanden werden als „Kosmischer Christus“, dessen Geist „weht, wo er will“ und dessen Präsenz und Geist-Wirken nicht an Kirche & Bekenntnis gebunden ist
Das ist jetzt alles sehr dicht, komprimiert und im Einzelnen hier nicht weiter vertiefbar.
Aber ich hoffe, etwas mehr Transparenz vermitteln zu können, was ich glaube und was ich mein(t)e mit dem Impuls „Jesus – absolut und relativ“
Danke fürs Lesen, L'Chaim
Habe nicht behauptet, dass es "neue Ideen" sind ... und ich "impfe nix ein", sondern teile, wie Jede(r) hier, meinen Glauben und meine Sicht der Dinge.
L'Chaim
Da kommt mir ein Lied von Johnny Cash in den Sinn:
dazu der deutsche Text:
https://www.songtexte.com/uebersetzung/johnny-cash/personal-jesus-deutsch-2bd68896.html
Kosmischer Christus.... auch wieder so ein unklarer Begriff in dem sich die Philosophie verbirgt, dass der gesamte Kosmos der Leib Christi wäre. Nein, die von oben geborenen Christen bilden den Leib Christi.
Klarheit bringt z.B. Kol 1, 15-23
15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. 16 Denn in ihm wurde alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. 17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. 18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, auf dass er in allem der Erste sei. 19 Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in ihm wohnen zu lassen 20 und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. 21 Auch euch, die ihr einst Fremde wart und feindlich gesinnt in bösen Werken, 22 hat er nun versöhnt durch seinen sterblichen Leib, durch seinen Tod, auf dass er euch heilig und makellos und untadelig vor sein Angesicht stelle; 23 wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel. Sein Diener bin ich, Paulus, geworden.
1. Kor 12, 12-13
12 So wie unser Leib aus vielen Gliedern besteht und diese Glieder einen Leib bilden, so ist es auch bei Christus: Sein Leib, die Gemeinde, besteht aus vielen Gliedern und ist doch ein einziger Leib. 13 Denn wir alle sind mit demselben Geist getauft worden und gehören dadurch zu dem einen Leib von Christus,[1] ganz gleich ob wir nun Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie sind; alle sind wir mit demselben Geist erfüllt worden.
Noch eine Ergänzung ist Epheser 1, 22+23
An den "Personal Jesus" habe ich auch sofort gedacht. 😀
Die andere Antwort (das gläubige "Oder"): ER ist - genauso und exakt so, wie es das Neue Testament es bezeugt - der alleinige Erlöser, ohne kein Heil, keine Wahrheit, keinen Weg zu und keine Versöhnung mit Gott gibt.
Und wie ich dargelegt habe nicht nur das NT, sondern die gesamte Bibel.
Aber dieser Glaube steht in der Neuzeit und Gegenwart vor zwei Herausforderungen, die es zu früheren Zeiten so nicht gab:
Dann nennst du historisch kritisches Wissen, welches voll mit Zirkelschlüssen und halbgaren Theorien ist. Ja die können wir tatsächlich hinter uns lassen. Quellen Kritik fällt auseinander wie ein Kartenhaus, wenn man die richtigen Fragen stellt.
Und dann nennst du die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Religionen auf einer Globalisierten Ebene. Auch das tat die Bibel damals, explizit und im Detail, nur weil halt der Globus etwas kleiner aber nicht weniger divers.
Ich habe mir bei dieser Diskussion so meine eigenen Gedanken gemacht 😉 Es ist halt schwierig, himmlische Wahrheit verständlich zu vermitteln, wenn sie noch nicht erkannt wurde. Ja, klar, aussprechen soll man sie, aber man muss dann auch akzeptieren, nicht verstanden zu werden.
Es ist anscheinend ganz natürlich, dass Menschen zuerst eine gewisse Begrenztheit im Glauben brauchen, damit sie sicher darin wachsen können. Daraus kann dann die Weite erwachsen.
Es ist anscheinend ganz natürlich, dass Menschen zuerst eine gewisse Begrenztheit im Glauben brauchen, damit sie sicher darin wachsen können. Daraus kann dann die Weite erwachsen.
Vielleicht kommt es auch darauf an, wie man denn zum Glauben gekommen ist. Jemand, dem sich Gott oder Jesus offenbart hat, hat sicher nochmal einen anderen Zugang wie jener, der mit Kirche und Gemeinde aufgewachsen ist aber noch keine persönliche Begegnung gesucht hat.
Veröffentlicht von: @sternVielleicht kommt es auch darauf an, wie man denn zum Glauben gekommen ist.
Jemand, dem sich Gott oder Jesus offenbart hat, hat sicher nochmal einen anderen Zugang wie jener, der mit Kirche und Gemeinde aufgewachsen ist aber noch keine persönliche Begegnung gesucht hat.
Das ist wohl wirklich so.
Wenn man den Glauben als eng und beengend erlebte, kann man sich an der Weite freuen.
Oder aber man fühlt sich ohne haltgebendes Geländer unsicher.
Ja, ein interessanter Aspekt.
Auch bezgl. des Glaubens, der Religion & Spiritualität geht es wohl immer wieder um Psychologie: Wer findet sich worin wieder (oder eben nicht)? Wer ist empfänglich für was? Wem tut was gut? Und welche "Grundformen der Angst" (F. Riemann) trägt jeder von uns (bewusst oder unbewusst) auf eine ihn bestimmende Weise mit sich, auch in Glaubensdingen?
Da sind wir wohl immer wieder (im einander Verstehen und Missverstehen) unterschiedlich unterwegs.
Agoraphobien (Angst vor einer Verlorenheit & Desorientierung in zuviel Weite) und Klaustrophobien (Beklemmungsgefühle und Einengungs-Empfinden) bestimmen durchaus auch die Art, in welcher Frömmigkeit wir uns zuhause fühlen ... And my Home is (wie wir wissen) my Castle 😉
L'Chaim
Wer findet sich worin wieder (oder eben nicht)? Wer ist empfänglich für was? Wem tut was gut?
Ich denke, nur so kannst du die Vielfalt -sowohl überhaupt als auch nur auf die Christen beschränkt- erklären…
Und mit Jesus ist das halt so eine Sache…ob heute oder vor 2000 Jahren: entweder er gefällt einem (inhaltlich) oder halt nicht…entweder fühlt man sich zu ihm hingezogen oder halt nicht…
Ich habe heute als Kommentar zu der Tageslosung gelesen:
„Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure Herren gehen, unserer aber kommt!“
von Gustav Heinemann
Das fand ich ein sehr schönes Bild…ein Übergang, mehr noch: eine Verschiebung. Ob nach und nach oder plötzlich? Egal…aber auf jeden Fall: ER.
Daran kommst du denke ich, nicht vorbei - ganz egal, wie du ihn siehst…und bei aller Relativität ist er einfach trotzdem absolut.
Dein Versuch, das Bekenntnis zu Christus durch die Linse der Moderne zu 'relativieren', ist im Kern nichts anderes als die Weigerung, Gott Gott sein zu lassen. Es ist die alte Sehnsucht des Menschen, selbst das Maß aller Dinge zu bleiben.
Ganz offen: Was du als intellektuelle Redlichkeit verkaufst, wirkt auf mich wie eine theologische Selbstbespiegelung. Du redest viel über deine Horizonte und deine Wahrnehmung, aber wo ist in all dem noch der souveräne Gott, der uns entgegentritt? Wer das Bekenntnis zu Christus davon abhängig macht, ob es mit dem globalisierten Wissen des 21. Jahrhunderts harmoniert, hat das Wesen der Bekehrung nicht begriffen.
Bekehrung bedeutet nicht, Jesus ein bisschen Platz in deinem Weltbild einzuräumen. Es bedeutet, dass dein Weltbild – und dein eigenes Ich – vor dem Anspruch Gottes kapitulieren.
Du sorgst dich um 'Exklusivität', aber du übersiehst die befreiende Wucht der Erwählung: Gott erwählt, und Er verliert nicht. Das Heil hängt nicht an deiner Fähigkeit, Jesus 'verstehend in ein Verhältnis' zur Welt zu setzen. Das Wort Gottes steht nicht zur Debatte; es ist eine Tat, die uns trifft, ob sie uns passt oder nicht.
Das Evangelium ist keine Entdeckung deines Inneren, sondern die Invasion von außen: Extra Nos. Nur ein Wort, das absolut nicht aus dir selbst kommt, das deine 'Horizonte' nicht weitet, sondern zerbricht, kann dich wirklich befreien. Entweder Gott ist der Herr, der dich findet, oder du bleibst in deinem eigenen religiösen Ego gefangen. Dazwischen gibt es kein 'Verhältnis' – nur Tod oder Leben.
L'Chaim – aber das Leben ist nicht in unseren Kompromissen, sondern allein in Seinem Wort.
Nachtrag:
Liberal ist so ein komplizierter Begriff. Ich bin zum Beispiel eher auf einer liberaleren Schiene, wenn es um Themen wie Quellen und Textkritik geht, oder auch beim Thema Kreationismus, bin ich definitiv nicht konservativ dazu habe ich ein zu liberales Bibelverständnis. Ich würde mich aber dennoch nicht als Liberaler Christ, sondern klar konservativ bezeichnen.
Ja, der Begriff liberal wird unterschiedlich verwendet. Da braucht es ein paar mehr Worte, um sich verständlich zu machen.
Veröffentlicht von: @awhlerDies haben die ersten Jesus-Bewegten, die frühen Christen, Zeugen und Gemeinden genauso erlebt. Und sie haben es leidenschaftlich mit den ihn zur Verfügung stehenden Ausdrucksmitteln und im Horizont ihrer geistig-kulturellen Welt verkündigt und erzählt. Wie brennend Liebende, die völlig vereinnahmt und bewegt von ihm ihren Glauben in die Welt getragen haben.
Und eben dieses Brennende schließt für mich völlig aus, dass Jesus ein Heuchler oder Irrer war oder etwas im Nachhinein erfunden wurde (das wären nicht kleine Schliffe sondern die ganze Botschaft). Im Ernst, wer kann bitte glauben dass Leute Folter und Verfolgung erlitten haben für einen charismatischen Mann, dem man dann viel dazu gedichtet hat?!
Veröffentlicht von: @awhlerWenn ich nun diese beiden Gegebenheiten in meinen christlichen Glauben heute einbeziehe, habe ich (und darum geht und ging es mir) die Möglichkeit und Freiheit, weiterhin Wahrheit, Leben und Gott in Jesus (und darin bleibt er mein Heiland, Helfer und Gottes Sohn) zu finden – und zugleich zu erleben, dass in der Welt ebenfalls Wahrheit und Licht (u.U.ohne ausdrücklichen Bezug auf Jesus) zu finden ist
Und was ist mit der Möglichkeit dass es auch da Jesus ist, nur die Leute nicht den Bezug dazu herstellen?
Veröffentlicht von: @leibesgliederVeröffentlicht von: @awhlerDies haben die ersten Jesus-Bewegten, die frühen Christen, Zeugen und Gemeinden genauso erlebt. Und sie haben es leidenschaftlich mit den ihn zur Verfügung stehenden Ausdrucksmitteln und im Horizont ihrer geistig-kulturellen Welt verkündigt und erzählt. Wie brennend Liebende, die völlig vereinnahmt und bewegt von ihm ihren Glauben in die Welt getragen haben.
Und eben dieses Brennende schließt für mich völlig aus, dass Jesus ein Heuchler oder Irrer war oder etwas im Nachhinein erfunden wurde (das wären nicht kleine Schliffe sondern die ganze Botschaft). Im Ernst, wer kann bitte glauben dass Leute Folter und Verfolgung erlitten haben für einen charismatischen Mann, dem man dann viel dazu gedichtet hat?!
Veröffentlicht von: @awhlerWenn ich nun diese beiden Gegebenheiten in meinen christlichen Glauben heute einbeziehe, habe ich (und darum geht und ging es mir) die Möglichkeit und Freiheit, weiterhin Wahrheit, Leben und Gott in Jesus (und darin bleibt er mein Heiland, Helfer und Gottes Sohn) zu finden – und zugleich zu erleben, dass in der Welt ebenfalls Wahrheit und Licht (u.U.ohne ausdrücklichen Bezug auf Jesus) zu finden ist
Und was ist mit der Möglichkeit dass es auch da Jesus ist, nur die Leute nicht den Bezug dazu herstellen?
Wir sind uns doch einig (in unserem Glauben), dass Jesus kein Heuchler und Irrer war ... und ich schreibe ja auch nicht, dass die Verkündigung der ersten Zeugen und Jesus-Nachfolger einfach erfundene Dichtung war. Ich versuche nur, ihre Leidschaft und Begeisterung einzuuordnen und durchaus zu würdigen.
"Folter und Verfolgung", das muss man auch zur Kenntnis nehmen, haben Menschen in Geschichte & Gegenwart allerdings schon für alles Mögliche auf sich genommen - für ihre leiden-schaftlichen Überzeugungen, für Ideologien, Ideen, Gesellschaftsentwürfe - manchmal auch für Dinge, Menschen, Sektierereien, die es nicht wert und ein Irrtum waren.
Zum letzten Satz kann ich nur sagen, dass ich genau dies meine und ausgedrückt habe: Es ist Gott - Jesus - Gottes Geist, der (auch ohne, dass es be- kannt und er-kannt wird) wirkt und wirken kann.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlerWir sind uns doch einig (in unserem Glauben), dass Jesus kein Heuchler und Irrer war ... und ich schreibe ja auch nicht, dass die Verkündigung der ersten Zeugen und Jesus-Nachfolger einfach erfundene Dichtung war.
Um so weniger verstehe ich den Sinn deines Fadens...
Veröffentlicht von: @leibesgliederVeröffentlicht von: @awhlerWir sind uns doch einig (in unserem Glauben), dass Jesus kein Heuchler und Irrer war ... und ich schreibe ja auch nicht, dass die Verkündigung der ersten Zeugen und Jesus-Nachfolger einfach erfundene Dichtung war.
Um so weniger verstehe ich den Sinn deines Fadens...
Da bist Du offensichtlich nicht der Einzige.
Nun denn ...
Ich beende dann mal weitere Versuche der Erläuterung, Erklärungen oder des Antwortgebens, und belasse es bei meinen (wohl in der Mehrzahl der Lesenden Verwirrung und Widerspruch erntenden) Bemühungen. Wer sich trotzdem in meinen Postings verstehend wiederfindet und was damit anfangen kann, der darf das sehr gerne tun 😉
L'Chaim
@awhler Oh je...du hast leider kein Beispiel genannt, wurdest nicht persönlich, startest mit Verwirrung und hinterlässt uns in ihr...vielleicht lässt du uns ja doch noch teilhaben an den Gründen. Und stellst mal die Theorie zurück und dich in den Vordergrund. Was hat DICH dazu bewogen, was geht in DIR vor? WELCHE Wege genau siehst du ohne Jesus?
Wer ... trotzdem ... was damit anfangen kann, der darf das sehr gerne tun 😉
Zum Eingangsbeitrag:
Man muss sich nicht entscheiden zwischen „alles an Jesus ist die einzige Wahrheit“ und „alles ist falsch“ – es gibt einen dritten Weg: persönlicher Glaube an Jesus, ohne andere Wahrheiten auszuschließen.
Veröffentlicht von: @leibesglieder@martha Dann frage ich auch dich gerne mal: Was sind andere Wahrheiten? Das konnte mir noch keiner hier im Faden erklären...
Auch Menschen außerhalb des Christentums können Wahres, Gutes und Wichtiges erkennen und erleben.
Zum Beispiel:
Gottesnähe, Liebe, Mitgefühl, Gerechtigkeit, Befreiung, Hoffnung, Sinn im Leben...
Stimmt.
„Liebe“, „Gerechtigkeit“ oder „Mitgefühl“ sind zuerst einmal Werte oder Erfahrungen, nicht „Wahrheiten“ im Sinn von überprüfbaren Fakten.
@martha Und deshalb verstehe ich den ganzen Faden nicht. Wenn AWHler sagen würde: X ist ebenso Wahrheit. Denn das und das überzeugt mich. Das und das habe ich erlebt. Das und das ist die Lehre. Ja dann haben wir ein Gespräch. Aber wir reden hier über ein theoretisches "dazwischen" ohne nur einmal einen Finger darauf zu legen. Dann werden Werte genannt, die alle mit dem Evangelium übereinstimmen. Das ist nicht dazwischen. Das ist es 😉
@martha Bis jetzt haben wir noch keinen Ball. AWHler hat zu einem Spiel gerufen und niemand weiß wann es beginnt 😉
Dann liegt der wieder bei AWHler, wenn er ihn annimmt...?
>>>
Ok ... Steilvorlagen muss man annehmen 😉
Vermutlich liegt es wieder an einer Formulierung, nämlich "andere Wahrheiten" ... Deshalb präsziser: Wahrheiten (= Erfahrungen, Einsichten, Erkenntnise), die mir nicht im christlichen Kontext begegnen, die aber hilfreich, erhellend, befreiend, heilsam, förderlich und lebensdienlich sind.
Solche Wahrheiten begegnen uns in anderen Religionen & Spiritualitäten, in Philosophie, Psychologie, Kunst, Kultur undundund - welche das grundsätzlich sind und/oder persönlich, muss und kann ich hier nicht ausbreitend konkretisieren.
Aber Du, leibesglieder, möchtest doch wenigsten EIN Beispiel - und da nenne ich buddhistische Achtsamkeitsübungen und Meditationen, die das Bewusstsein für Daseins-Aspekte wie Verbundenheit, Achtsamkeit, Mitleid, weniger Anhaftung etc. fördern können. Dies ist meine praktische Erfahrung als Christ - Andere brauchen es nicht, wollen es nicht, verstehen es nicht. Auch gut - nur die Möglichkeit ist da und gegeben.
Anderes Beispiel: Einsichten aus der Psychologie, die nicht "christlich" sind, aber helfen können, mich selbst und unsere Psyche besser zu verstehen ....
L'Chaim
@martha Ach das hatte ich überlesen? Richard Rohr etwa? Das wäre ja zumindest endlich mal nach vielen Beiträgen eine Position und etwas greifbares!
Richard Rohr etwa? Das wäre ja zumindest endlich mal nach vielen Beiträgen eine Position und etwas greifbares!
Ja frrrreilich.
Vllt kannst du dazu auch etwas beitragen?
@martha Ja. Richard Rohr war früher gut und als er Jesus selbst in seinem Hund sah (kosmischer Jesus) wurde es mir zu esoterisch und verwaschen. Und jetzt? Wir alle wissen immer noch nicht was das dazwischen ist.
- Ursprung: Basierend auf Kol 1,15-20, Eph 1,10 und dem Johannesprolog, wo Christus als Schöpfungsmittler dargestellt wird.
@awhler Lieber AWHler. Würdest du mal sagen, warum DU darauf kommst. Was DU daran wichtig findest. Welche Erfahrung von DIR da mitschwingt. So ist das nur eine Theorievorlesung und das nach viel Nasebohren
Die Vorstellung von der "kosmischen (=allumfassenden) Christus", in Anknüpfung an die Spitzensätze des NT "das in IHM und zu IHM alles erschaffen ist" hat mir schon vor längerer Zeit - in der Lektüre von Mathew Fox, Richard Rohr u.a. - geholfen, groß und weit, umfassend präsent und erlösend von Gott in Christus zu denken. Es macht mein Herz und meinen Geist weit. Es hilft mir, IHN nah und zugleich universell zu sehen und zu wissen. Es schenkt mir Kraft, Ruhe, Zutrauen und Offenheit. Es hilft mir, IHN auch meditativ und mystisch auch in mir zu wissen. Und es erinnert mich daran, dass die Christus-Wirklichkeit nicht nur da zu finden ist, wo man ihn ausdrücklich anruft. Es hilft mir, ihn im Dalai Lama, in Kunst und Musik, in der Natur und auch in einem Hund 😉 zu sehen. So GROSS ist meine Vision der durchdringenden Christuswirklichkeit.
Konkret und persönlich genug?
L'Chaim
Für diesen Beitrag gibt es eine GELBE KARTE.
Diese Schlangenanalogie passt nun wirklich nicht zu dem, was wir uns hier unter einem respektvollen Miteinander vorstellen. Es geht nicht, dass hier andere User quasi mit einem Hausierer in teuflischer Mission verglichen werden. MfG fr 🙂 sch80-mod.
Streng logisch wird hier also der Schöpfer mit den Geschöpfen gleich gesetzt, bzw. die Geschöpfe mit dem Schöpfer. Denkt man das zu Ende, dann wäre jeder von uns ein kosmischer Christus, ein anti-Christus, wenn man die zweite Bedeutung des Wortes Anti verwendet.
Ihr werdet nicht sterben, sondern sein wie Gott, zischelte die Schlange. Nein danke. Ich kaufe nicht an der Haustür.
Streng logisch wird hier also der Schöpfer mit den Geschöpfen gleich gesetzt,
Das ist eine Sichtweise.
Wenn wir aber im Geschöpf die Handschrift des Schöpfers erkennen würden?
Wenn durch das Lebe-Wesen (im Sinne von: Lebe, Wesen!) die Schönheit und Idee dessen, der es sich gedacht und ihm Leben eingehaucht hat, hindurchschimmert?
Mir kommt da auch der Psalm 148 in den Sinn:
Lutherbibel 2017
Gottes Lob im Himmel und auf Erden
1
Halleluja! Lobet im Himmel den HERRN, lobet ihn in der Höhe!
2
Lobet ihn, alle seine Engel, lobet ihn, all sein Heer!
3
Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!
4
Lobet ihn, ihr Himmel aller Himmel und ihr Wasser über dem Himmel!
5
Die sollen loben den Namen des HERRN; denn er gebot, da wurden sie geschaffen.
6
Er lässt sie bestehen für immer und ewig; er gab eine Ordnung (= Kosmos), die dürfen sie nicht überschreiten.
7
Lobet den HERRN auf Erden, ihr großen Fische und alle Tiefen des Meeres,
8
Feuer, Hagel, Schnee und Nebel, Sturmwinde, die sein Wort ausrichten,
9
ihr Berge und alle Hügel, ihr Fruchtbäume und alle Zedern,
10
ihr Tiere und alles Vieh, Gewürm und Vögel,
11
ihr Könige auf Erden und alle Völker, Fürsten und alle Richter auf Erden,
12
Jünglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen!
...
Wenn wir aber im Geschöpf die Handschrift des Schöpfers erkennen würden?
Dann passt der Begriff "kosmischer Christus" nicht. Hier muss sauber unterschieden werden. Wenn selbst ein Hund als ein kosmischer Christus (von Rohr z.B.) angesehen wird, dann sind die Verhältnisse auf den Kopf gestellt.
Veröffentlicht von: @deborah71Wenn wir aber im Geschöpf die Handschrift des Schöpfers erkennen würden?
Dann passt der Begriff "kosmischer Christus" nicht. Hier muss sauber unterschieden werden. Wenn selbst ein Hund als ein kosmischer Christus (von Rohr z.B.) angesehen wird, dann sind die Verhältnisse auf den Kopf gestellt.
Ohne Herrn Rohr zu kennen, oder mich mit ihm befasst zu haben, gehe ich mal davon aus, dass es um das Göttliche oder Heilige geht, das wir in Gottes Schöpfung erkennen. Nicht aber, dass ein Hund zum Christus mutiert.
Schon Paulus hat mit diversen falschen Philosophien zu kämpfen gehabt und klar dagegen Stellung bezogen.
Paulus denkt kosmisch, wenn er schreibt:
Christus durchdringt die Welt, alles besteht „in ihm“, die ganze Schöpfung wartet auf Erlösung.
Die Vorstellung einer göttlichen Naturkraft oder pantheistischen Einheit stammt aber stärker aus hellenistischer Philosophie, späterer Mystik, teils neuplatonischem Denken und später christlicher Theologie.
Das Wort "kosmisch" wird als das Weltall betreffend von den Wörterbüchern definiert. Von den Philosophen scheint es in eine andere Ebene transportiert worden sein und dann geht das Verwirrspiel wieder los. Jeder meint was anderes. Das ist mir zu kompliziert, erst einen halben Roman zu schreiben, welches "kosmisch" gemeint ist.
Die Umdeutung naturwissenschaftlicher Begriffe auf philosphische oder religiöse Ebenen sind oft wie hinkende Vergleiche. Nichts für mich.
@deborah
Die Umdeutung naturwissenschaftlicher Begriffe auf philosphische oder religiöse Ebenen sind oft wie hinkende Vergleiche. Nichts für mich.
Haken wir's als einen Exkurs ab, den uns Paulus eingebrockt hat. Wer weiß, was Jesus dazu sagen würde? 🤔
Veröffentlicht von: @deborah71Streng logisch wird hier also der Schöpfer mit den Geschöpfen gleich gesetzt, bzw. die Geschöpfe mit dem Schöpfer. Denkt man das zu Ende, dann wäre jeder von uns ein kosmischer Christus
Nein.
Ich bin NICHT Gott, Ich bin NICHT Christus.
Aber Christus IN MIR ist neutestamentlich, ebenso das "Eins-Sein" des Joh.Evangliums (Vater-Sohn-Wir) - und von der jüdisch-kabbalistischen Vorstellung der "Schechinah" ("Einwohnung Gottes") über die christliche Mystik bis hin zur islamischen Mystik der Sufis kennen die monotheistischen Religionen nicht einfach nur die Disatase von Gott und Mensch/Geschöpf, sondern auch die Unio Mystica, die Gottes Gottheit nicht (wie Du befürchtest) aufhebt.
L'Chaim
Ich bin NICHT Gott, Ich bin NICHT Christus.
Dann hat hier auch der Begriff und das Verständnis von "kosmischer Christus" nichts verloren. Schon mancher hat sich philosophisch sehr verlaufen, nur weil es spannend und besonders klingen mag.
Du hast selbst den Kolosserbrief zitiert, der schließt den Gedanken an einen kosmischen Christus aus. Da sind einige Philosophen falsch abgebogen mMn. Schon Paulus hat mit diversen falschen Philosophien zu kämpfen gehabt und klar dagegen Stellung bezogen.
Veröffentlicht von: @deborah71
Dann hat hier auch der Begriff und das Verständnis von "kosmischer Christus" nichts verloren. Schon mancher hat sich philosophisch sehr verlaufen, nur weil es spannend und besonders klingen mag.
Hab mich mit Sicherheit nicht verlaufen, fühle mich eher Zuhause ... auch wenn Deine Landkarten und Dein Kompass mich anders verorten.
😉
L'Chaim
@awhler Ich finde "Christus-Wirklichkeit" total schwammig. Auch wenn man absolute Wahrheiten wenigen oder nur einer Bibelstelle andichtet. Jesus ist also in dem Dalai Lama. Gut, wie ich sagte, Jesus ist in der Nächtenliebe und in den vielen Werten die hier gesagt wurden. Ich kann Gottes Wirken natürlich in anderen Menschen sehen. Aber Jesus bleibt Gottes Sohn. So hat er sich uns gezeigt. Klar - sein Wirken geht darüber hinaus.
Die Christus-Wirklichkeit ist für mich sehr konkret - sie ist Angenommen-Sein, Gottes-Nähe und Gottes-Präsenz ... Dass Jesus "Gottes Sohn bleibt", das steht damit doch garnicht in Frage oder in Konkurrenz.
L'Chaim
@awhler Warum dann der Faden? Ich verstehe es immer noch nicht. Jesus ist der Weg. Du sagst zwar dass es viel dazwischen gibt aber dann benennst du eben doch alles mit "Christus-Wirklichkeit". Ich finde ja schade wenn man so "kosmisch" denkt, denn für mich geht da die persönliche beziehung abhanden. Aber ok, jeder ist anders. Aber es bleibt Jesus als Weg. Da sind wir uns einig. Halleluja!
Damit kann ich nichts anfangen. Jesus sagte, dass wer nicht an Ihn glaubt, unter dem Zorn Gottes bleibt. Er gebietet den Jüngern, die Völker zu Seinen Jüngern zu machen, Ihm nachzufolgen, ... Das sagt m.E. etwas ganz anderes aus, als dass er in jedem lebt und zu finden ist. Der Jesus als Seinen Herrn angenommen hat, wird in Barmherzigkeit, Liebe, etc. leben - aber nicht jeder, der für Barmherzigkeit, Liebe, etc. wirbt - hat deshalb automatisch Christus in sich.
Veröffentlicht von: @leibesgliederAber wir reden hier über ein theoretisches "dazwischen" ohne nur einmal einen Finger darauf zu legen.
Du meinst, es ist nichts 'greifbares'? Mein ich auch.
@leibesglieder Aber gerade das kann auch einen gewissen Reiz haben. 😉
@tatokala Findest du? Also wenn etwas angekündigt wird und dann nicht kommt, dann finde ich es ehrlich gesagt schade
Nochmal:
Es geht mir um Wahrheiten (= Erfahrungen, Einsichten, Erkenntnise), die mir nicht im christlichen Kontext begegnen, die aber hilfreich, erhellend, befreiend, heilsam, förderlich und lebensdienlich sind.
Solche Wahrheiten begegnen uns in anderen Religionen & Spiritualitäten, in Philosophie, Psychologie, Kunst, Kultur undundund - welche das grundsätzlich sind und/oder persönlich, muss und kann ich hier nicht ausbreitend konkretisieren.
Aber Du, leibesglieder, möchtest doch wenigsten EIN Beispiel - und da nenne ich buddhistische Achtsamkeitsübungen und Meditationen, die das Bewusstsein für Daseins-Aspekte wie Verbundenheit, Achtsamkeit, Mitleid, weniger Anhaftung etc. fördern können. Dies ist meine praktische Erfahrung als Christ - Andere brauchen es nicht, wollen es nicht, verstehen es nicht. Auch gut - nur die Möglichkeit ist da und gegeben.
Anderes Beispiel: Einsichten aus der Psychologie, die nicht "christlich" sind, aber helfen können, mich selbst und unsere Psyche besser zu verstehen ....
Veröffentlicht von: @tatokala@leibesglieder Aber gerade das kann auch einen gewissen Reiz haben. 😉
Ja, schon. Aber wenn alle reden und keiner weiß, worüber, kommt halt nicht viel dabei raus.
Karl Valentin: Unterhält sich mit einem Bekannten über einen Dritten, ob dieser die dritte Person auch kennt. Sie machen einen langen Sermon, um die Person zu identifizieren, bis klar ist, dass beide dieselbe Person meinen und kennen.
Und was ist nun mit XY? - Der hat gestern in der Straßenbahn 10 Pfennig verloren.
🤣
Es besteht aber die Frage warum Christus hier nicht greifbar ist?
Ist er nicht greifbar, weil er zwar mein Bruder, aber dennoch der vollkommen andere, die allumfassende Schöpferkraft ist, die alles übersteigt, was mein Erbsenhirn ersinnen kann?
Oder ist Christus nicht greifbar, weil man sich die Türen offenhalten will, ihn vermeintlich auch in anderen Religionen zu erkennen meint. Je allgemeiner und emotionaler dieser Christus beschrieben wird, desto mehr haben andere Paradigmen Raum.
Die erste Form der Mystik finde ich sympathisch und kann ich nachvollziehen, die zweite hat nichts mehr mit einem Glauben an YHWH zu tun.
Veröffentlicht von: @arcangel... nicht greifbar, weil man sich die Türen offenhalten will, ihn vermeintlich auch in anderen Religionen zu erkennen meint ...
In meinem trinitarischen Verständnis (ich erweitere die reine Christozentrik mal) geht es nicht darum, "sich (selbst) Türen offenzuhalten", sondern Gottes Sein & Wirken - das Heil in und durch Christus - das Wirken von Gottes Geist größer, weiter & tiefer zu denken und zu verstehen.
"Andere Religionen" könnten mir egal sein oder mich unberührt lassen, wenn ich nicht auch in ihnen Wahrheit, Weisheit, Gottes-, Lebens- und Welt-Erkenntnis wahrnehmen würde (was ich tue), die ich als Christ nicht ignorieren oder abweisen muss ...
L'Chaim
"Andere Religionen" könnten mir egal sein oder mich unberührt lassen, wenn ich nicht auch in ihnen Wahrheit, Weisheit, Gottes-, Lebens- und Welt-Erkenntnis wahrnehmen würde (was ich tue), die ich als Christ nicht ignorieren oder abweisen muss ...
Ich sehe das auch so und freue mich, wenn ich Weisheiten außerhalb im Christlichen Bereich entdecke. Dann weiß ich, es gibt nicht nur Gut und Böse, Schwarz und Weiß. Das macht mir Hoffnung darauf, dass alles in Richtung Gott, Jesus und dem Heiligen Geist fließt. Ich bin ein sehr großer Fan von dem Gedanken des Verbunden-Seins.
Es mag schräg klingen, aber mir ist schon der Gedanke gekommen, ob wir Christen für Nicht-Christen mitglauben können und sollen, also ich meine das ganz konkret. Ich hatte hier schon einmal das Beispiel gebracht, dass wir alle in einem Boot sitzen, und die Christen sind diejenigen, die rudern, ans Ziel kommen wir alle. Es ist nur ein Gedanke, aber ich finde ihn schön. Ich habe gerade beschlossen, ich werde weiterhin für meine Mutter und meine Schwester beten ... .
Ich habe gerade beschlossen, ich werde weiterhin für meine Mutter und meine Schwester beten ... .
❤️
Veröffentlicht von: @mariposa22Es mag schräg klingen, aber mir ist schon der Gedanke gekommen, ob wir Christen für Nicht-Christen mitglauben können und sollen, also ich meine das ganz konkret. Ich hatte hier schon einmal das Beispiel gebracht, dass wir alle in einem Boot sitzen, und die Christen sind diejenigen, die rudern, ans Ziel kommen wir alle. Es ist nur ein Gedanke, aber ich finde ihn schön. Ich habe gerade beschlossen, ich werde weiterhin für meine Mutter und meine Schwester beten ... .
Liebe mariposa22
Ich finde den Gedanken gar nicht schön.
Wie findest du folgenden Gedanken:
Eine Gruppe von Hindus rudert in Richtung ihrer vielen Götter und im Boot bist auch Du und andere Christen. Ihr müsst nicht rudern, das machen die netten lieben Hindus für Euch. Ja ihr werdet nicht mal gefragt, ob ihr überhaupt im Boot sein wollt und dieses auch euer Ziel ist. Denn auch das entscheiden die netten lieben Hindus für Euch.
Ich finde auch diesen Gedanken nicht schön.
Schön finde ich, wenn man mich rudern lässt. Ich finde es auch völlig in Ordnung, wenn mir Ruderziele vorgeschlagen werden. Wobei wir wohl alle diese nervigen Kollegen kennen, die einem immer erzählen, wo es besonders toll ist und man da auch unbedingt hinreisen soll. Einmal gesagt ist ja nett, aber irgendwann schaltet man auf Durchzug 😀
Ich möchte selbst über mein Ziel entscheiden. Es ist, um wieder zum Glauben zu kommen, wohl die wichtigste Entscheidung in jedem Leben. Sollte man diese nicht selbst treffen?
LG
Chey
Ich möchte selbst über mein Ziel entscheiden. Es ist, um wieder zum Glauben zu kommen, wohl die wichtigste Entscheidung in jedem Leben. Sollte man diese nicht selbst treffen?
Nein, ich lasse Gott entscheiden, wo es mit mir hingehen soll. ER kennt schönere Orte, als ich mir jemals ausmalen könnte. Und ich wünsche meinen Mitmenschen, egal welchen Glaubens, dass auch sie solche Orte erreichen.
Ich habe ja nichts dagegen, dass du dahin rudert, wo du willst bzw Gott dich nach deinen Glauben lenkt. Im Gegenteil, genau dafür trete ich ein.
Aber du willst andere da auch mit hinnehmen, ohne sie zu fragen. Und das lehne ich ab.
Ich empfinde das als übergriffig.
Denn ebenso wie Dein Glauben den Respekt anderer verdient, verdient der Glauben anderer Deinen Respekt.
Jeder Mensch soll und muss selbst entscheiden, was er glaubt und nicht ein anderer für ihn.
Oder wärst du gern im Boot der Hindus? Wenn nein, wo ist der Unterschied?
VG
Chey
@chey Jeder Mensch soll und muss selbst entscheiden, was er glaubt und nicht ein anderer für ihn
Wenn ich für andere mit glaube, doch nicht, weil ich ihnen meinen Glauben überstülpen will, sondern gerade im Gegenteil, dass sie auch ohne zu glauben ihren Weg finden. Oder wäre es dir lieber, Andersgläubige und Ungläubige wären auf dem Weg zur Verdammnis?
Ich glaube nicht, dass andere Wege als Deiner oder meiner immer in die Verdammnis führen.
Aber selbst wenn, auch dann respektiere ich die Entscheidung anderer Menschen. Weil es meines Erachtens gar nicht anders geht.
Ich glaube nicht, dass man für andere mitglauben kann. Oder im Glauben vor Gott für andere mitentscheiden kann.
VG
Chey
Veröffentlicht von: @cheyIch glaube nicht, dass andere Wege als Deiner oder meiner immer in die Verdammnis führen.
Aber selbst wenn, auch dann respektiere ich die Entscheidung anderer Menschen. Weil es meines Erachtens gar nicht anders geht.
Ich glaube nicht, dass man für andere mitglauben kann. Oder im Glauben vor Gott für andere mitentscheiden kann.
Es gibt diese Stelle in einem Paulus-Brief, in dem es (sinngemäß - ich mag jetzt nicht suchen) heißt, dass der ungläubige Mann / die ungläubige Frau durch den gläubigen Partner 'geheiligt' sind. Und das ist ja das, was man sich für einen geliebten Menschen (Partner / Kinder etc.) wünscht.
Wahrscheinlich klingt das viel frommer, als ich es im Alltag empfinde.
Mit Paulus hatte ich schon immer so meine Schwierigkeiten. Meine ganz persönliche Ansicht: Er hat Jesus nicht richtig verstanden und eher sein eigenes Ding gemacht. Dieser Satz gehört für mich dazu, so schön er sich auch anhören mag.
Aber Du hast schon recht, man kann ihn so verstehen wie Du und er steht so in der Bibel.
VG
Chey
Veröffentlicht von: @cheyMit Paulus hatte ich schon immer so meine Schwierigkeiten. ...
Ja, versteh ich.
Aber andererseits hat's ja nicht nur ein kleiner Drei-Seiten-Brief von ihm in die Bibel geschafft.
Und wenn ich jetzt glaube, dass das irgendwie so sein soll, komm ich nicht weiter, wenn ich denke, dass das nur 'sein eigenes Ding' wäre.
Um Paulus kommt man beim Christentum nicht herum. Er und Jesus sind meines Erachtens die das Christentum prägenden Personen. Ein Christentum ohne Petrus wäre denkbar, ohne Paulus jedoch nicht
Für mein Empfinden, und da schreibe ich ausdrücklich 'leider', hat Paulus es sogar deutlich mehr geprägt.
Wobei es das Christentum ohne ihn vielleicht gar nicht gegeben hätte sondern nur eine jüdische Sekte namens Nazarener.
Vielleicht tue ich Paulus aber auch Unrecht. Uns trennen 2000 Jahre. Da kann das Verstehen schon etwas schwierig sein.
VG
Chey
@chey Paulus war sicher prägend. Wobei mir Petrus auch irgendwie 'sympathischer' ist.
Hilft aber alles nix, dem Paulus wird ziemlich viel Platz zur Verfügung gestellt.
Und ja - ich geh davon aus, dass auch er ein Kind seiner Zeit war.
@chey Ich kann es nicht oft genug ausdrücken: wir sind alle miteinander verbunden. Es existieren keine geistlichen Parallelgemeinschaften, die voneinander getrennt sind, es gibt nur eine. Also entweder ich nehme jemanden geistlich in diese Gemeinschaft mit auf, auch wenn er anders gläubig ist, oder ich schließe ihn aus.
Diese Sichtweise ähnelt meiner. Ich habe ja eine Glaubensgemeinschaft mit Menschen sehr unterschiedlichen Glaubens.
Aber es braucht immer die Zustimmung des anderen!
Veröffentlicht von: @cheyIch habe ja nichts dagegen, dass du dahin rudert, wo du willst bzw Gott dich nach deinen Glauben lenkt. Im Gegenteil, genau dafür trete ich ein.
Aber du willst andere da auch mit hinnehmen, ohne sie zu fragen. Und das lehne ich ab.
Ich empfinde das als übergriffig.
Denn ebenso wie Dein Glauben den Respekt anderer verdient, verdient der Glauben anderer Deinen Respekt.
Jeder Mensch soll und muss selbst entscheiden, was er glaubt und nicht ein anderer für ihn.
Oder wärst du gern im Boot der Hindus? Wenn nein, wo ist der Unterschied?
Ja-in.
Ich will niemanden zu etwas zwingen, aber ich kann für diese Person beten.
Und ich halte es für selbstverständlich, dass ich das als Mutter für meine Kinder tue.
Oder eben auch für andere Menschen, die mir am Herzen liegen.
Ich zwinge die damit nicht in ein Boot, in das sie nicht hineinwollen, aber es ist ein Tau, das aus diesem Boot hängt, an dem sie sich hoffentlich festhalten können.
Und ich glaube an diesen barmherzigen Gott, der sie nicht absaufen lässt.
(Das ist eine Hoffnung, die ich so nicht gelernt habe, aber was hab ich dabei zu verlieren?
Im schlimmsten Fall klappt's nicht)
Ich finde es halt immer wichtig, es auch aus der Sicht des Gegenübers zu betrachten. Wenn es für Dich z.b. okay ist, wenn jemand zu seinem Gott/seinen Göttern für dich betet, so kannst du es natürlich genauso tun.
Mich stört ja nicht ein Angebot zum Glauben, mich stört, wenn dahinter Druck, Zwang oder Täuschung steht. Ich denke, das stört aber auch die meisten Menschen, Dich wahrscheinlich auch.
VG
Chey
Veröffentlicht von: @cheyIch finde es halt immer wichtig, es auch aus der Sicht des Gegenübers zu betrachten.
Wenn es für Dich z.b. okay ist, wenn jemand zu seinem Gott/seinen Göttern für dich betet, so kannst du es natürlich genauso tun.Mich stört ja nicht ein Angebot zum Glauben, mich stört, wenn dahinter Druck, Zwang oder Täuschung steht.
Ich denke, das stört aber auch die meisten Menschen, Dich wahrscheinlich auch.
Ich versteh schon, was Du meinst. Und Druck oder Zwang oder gar Täuschung würde ich auch nicht wollen.
Aber ich nehme mir die Freiheit, für mir nahestehende Menschen zu beten - einfach ganz allgemein.
Dagegen ist ja auch grundsätzlich nichts zu sagen.
Auch kommt es ja immer darauf an, was man betet.
Ich hatte mal eine Hauskreisleiterin, die die Fürbitten gern damit abschloss, dass sie Gott laut darum bat, dass alle im Hauskreis erkennen mögen, dass sie Recht hat. 🙄
Ich hoffe und gehe auch davon aus, dass du für andere nicht so betest.
LG
Chey
Veröffentlicht von: @cheyDagegen ist ja auch grundsätzlich nichts zu sagen.
Auch kommt es ja immer darauf an, was man betet.
Auf jeden Fall.
Ich hatte mal eine Hauskreisleiterin, die die Fürbitten gern damit abschloss, dass sie Gott laut darum bat, dass alle im Hauskreis erkennen mögen, dass sie Recht hat. 🙄
Oh weh.
Ich hoffe und gehe auch davon aus, dass du für andere nicht so betest.
Nicht ganz so 😉
Es mag schräg klingen, aber mir ist schon der Gedanke gekommen, ob wir Christen für Nicht-Christen mitglauben können und sollen
Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen sagt für mich was anderes.
Da verstehe ich das so, dass jeder sein „eigenes Öl“ haben muss und sich nicht auf das Vorbereitet sein anderer verlassen kann. Was dieses Öl nun genau ist…da bleibt Interpretationsspielraum übrig. Vielleicht haben Menschen Öl, ohne dass sie sich Christen nennen, keine Ahnung. Aber für sie glauben, das, denke ich, funktioniert nicht.
Für sie beten und hoffen- na klar! Selbst Jesus hat das noch am Kreuz gemacht!
Da verstehe ich das so, dass jeder sein „eigenes Öl“ haben muss und sich nicht auf das Vorbereitet sein anderer verlassen kann.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du einem ungläubigen Menschen deine Unterstützung verweigern würdest, mit dem Hinweis, du bräuchtest dein Öl für dich selbst 😏.
Ich denke, in dem Gleichnis geht es darum, dass religiöser Opportunismus nichts nützt. Man kann sich nicht eben mal eine Portion Glauben zulegen, wenn es einem in den Kram passt. Glauben ist etwas, was Zeit braucht und wachsen muss.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du einem ungläubigen Menschen deine Unterstützung verweigern würdest, mit dem Hinweis, du bräuchtest dein Öl für dich selbst
Das hat nichts mit wollen zu tun- laut diesem Gleichnis kann ich es nicht bzw. es wäre unvernünftig, weil man damit sowohl das eigene Bereitsein verfehlen kann und für den anderen reicht es auch nicht.
Die Jungfrauen behalten ihr Öl…da ist keine Spur von Nächstenliebe drin, scheinbar…ansonsten sollen wir teilen, aber hier nicht. Also muss dieses Öl etwas sein, das nicht weitergegeben werden kann. Sonst würde es ja heissen: teil auch das bisschen an Öl was du hast mit dem der dich darum bittet, damit er auch Anteil am Himmelreich haben kann…
Stattdessen eine klare Haltung: nein, das geht nicht, sonst reicht es weder für dich noch für mich.
Ich finde, das hat eine starke Aussagekraft, auch wenn sie uns nicht gefällt.
Das hat nichts mit wollen zu tun- laut diesem Gleichnis kann ich es nicht bzw. es wäre unvernünftig, weil man damit sowohl das eigene Bereitsein verfehlen kann und für den anderen reicht es auch nicht.
Es geht mir ja nicht darum, dass ich meinen Glauben an jemanden übertragen will, damit dieser dann genug hat, um bereit zu sein. Das geht nicht, weil Glauben ist ja nicht nur ein bloßes Lippenbekenntnis, sondern muss wie das Senfkorn keinen und wachsen.
Mir geht es darum, auch Andersgläubige und Ungläubige mit zu tragen, damit auch sie zu ihrem Glauben finden können und nicht vorher untergehen. Wer weiß, vielleicht übernehmen sie dann im Glauben auch ein Ruder, um ihrerseits andere mit zu tragen.
Mir geht es darum, auch Andersgläubige und Ungläubige mit zu tragen, damit auch sie zu ihrem Glauben finden können und nicht vorher untergehen. Wer weiß, vielleicht übernehmen sie dann im Glauben auch ein Ruder, um ihrerseits andere mit zu tragen.
Nur dem Verständnis halber: also du willst einen Juden oder Muslimen oder Buddhisten dazu verhelfen seinen eigenen Glauben leben zu können, einen Zugang zu ihm zu finden?
Jesus sagte, wir sind das Salz der Erde.
Na, wenn das mal keine Ansage ist und eigentlich sehr gut zu deinem Gedanken passt. Oder?
Das Bild sagt mir auch, dass ich/wir am Ende nicht ein Klumpen Salz sind….sondern dass ein paar reichen…also relativ auf die Menge an Menschen gerechnet
Nur dem Verständnis halber: also du willst einen Juden oder Muslimen oder Buddhisten dazu verhelfen seinen eigenen Glauben leben zu können, einen Zugang zu ihm zu finden?
Meine Hoffnung geht dahin, dass alle irgendwann durch die "Tür" Jesus gehen. Die Aussage mit dem Salz mag ich auch sehr, und auch, dass ein bisschen Sauerteig den ganzen Teig säuert.
Meine Hoffnung geht dahin, dass alle irgendwann durch die "Tür" Jesus gehen.
Ja, verstehe ich. Wir können aber eigentlich gar nicht beurteilen, wer das tut und wer nicht…dass wir manchmal Eindrücke haben, die auch richtig sein mögen, will ich dabei gar nicht bestreiten…
"Andere Religionen" könnten mir egal sein oder mich unberührt lassen, wenn ich nicht auch in ihnen Wahrheit, Weisheit, Gottes-, Lebens- und Welt-Erkenntnis wahrnehmen würde (was ich tue), die ich als Christ nicht ignorieren oder abweisen muss ...
... was natürlich auch immer Einfluss und Wirkung mit sich bringt. Damit öffnet man sich bewußt oder unbewußt einem Weg z.B. der Selbsterfahrung und Selbsterlösung als Ersatz für das, was nur in Jesus zu finden ist. Verharmlosung kann zum Verhängnis werden.
Damit öffnet man sich bewußt oder unbewußt einem Weg z.B. der Selbsterfahrung und Selbsterlösung als Ersatz für das, was nur in Jesus zu finden ist.
Ja, wenn man nur auf dem Selbsterfahrungstrip ist und auf alles abfährt, was spirituell irgendwie anders ist. Solche oberflächlichen Leute, die sich gerne mit der Aura des Geheimnisvollen schmücken wollen, gibt es, aber auch sie sind ja irgendwie auf der Suche.
Wenn ich eine Wahrheit, die auch außerhalb des Christentums zu finden ist, anerkenne, dann heißt das noch lange nicht, dass ich Jesus den Rücken kehre. Außerdem geht es bei diesen Wahrheiten nicht um irgendwelche Praktiken, die der Selbsterlösung dienen, sondern um Erkenntnisse, die sich mit christlichen Sichtweisen ergänzen.
Natürlich ist es sicherer, sich genau an die Vorgaben zu halten, was die eigene Gemeinde sagt, aber wäre nicht gerade das der Versuch der Selbsterlösung?
Ja, wenn man nur auf dem Selbsterfahrungstrip ist und auf alles abfährt, was spirituell irgendwie anders ist. Solche oberflächlichen Leute, die sich gerne mit der Aura des Geheimnisvollen schmücken wollen, gibt es, aber auch sie sind ja irgendwie auf der Suche.
Das war nur eines der Beispiele. Mir ging es um das Offensein überhaupt, und sei es nur aus Neugierde oder was auch immer.
Wenn ich eine Wahrheit, die auch außerhalb des Christentums zu finden ist, anerkenne, dann heißt das noch lange nicht, dass ich Jesus den Rücken kehre.
Dann wird es zu einem Jesus und ...
Außerdem geht es bei diesen Wahrheiten nicht um irgendwelche Praktiken, die der Selbsterlösung dienen, sondern um Erkenntnisse, die sich mit christlichen Sichtweisen ergänzen.
Welche biblischen Botschaften benötigen denn Erkenntnisse aus anderen Religionen als Ergänzung? So wird es in Wahrheit zu einem Evangelium, das dementsprechend nur zu oberflächlichen oder Scheinbekehrungen führt.
Natürlich ist es sicherer, sich genau an die Vorgaben zu halten, was die eigene Gemeinde sagt, aber wäre nicht gerade das der Versuch der Selbsterlösung?
Der Maßstab ist das Wort Gottes. Wenn euch nun der Sohn frei macht, seid ihr wirklich frei (Joh. 8, 31-36)
Welche biblischen Botschaften benötigen denn Erkenntnisse aus anderen Religionen als Ergänzung? So wird es in Wahrheit zu einem Evangelium, das dementsprechend nur zu oberflächlichen oder Scheinbekehrungen führt.
Es geht doch nicht darum, sich eine neue Religion aus verschiedenen Wahrheiten oder umgekehrt sich eine eigene Wahrheit aus verschiedenen Religionen zusammenzubauen. Es geht (mir) darum, dass man auch mal durchaus eine Weisheit anerkennen kann, die nicht aus dem christlichen Umfeld kommt.
Zum Beispiel gehe ich unheimlich gerne in die Natur, da sie unbestreitbar Kraft gibt. Es steht nirgendwo in der Bibel, dass man in den Wald gehen soll, um aufzutanken (zumindest weiß ich nichts davon). Würde ich an irgendwelche Naturgeister glauben und anbeten, ja dann wäre das nicht gerade im Sinne Gottes.
Trotzdem ist die Natur von Gott geschaffen, Gottes Geist ist in der Natur, Gott will, dass wir unseren Körper wie einen heiligen Tempel behandeln, der Volksmund sagt "in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist". Das hängt doch alles zusammen und ist miteinander verbunden.
Sich nur darauf zu fixieren, was in der Gemeinde gepredigt wird, wird Gott nicht gerecht, denn Gott erstreckt sich auf alles, umfasst alles, ist alles.
@mariposa22 Jesus zog sich immer zurück um zu beten. Ein Waldbaden ist genau das und damit biblisch für mich
Damit öffnet man sich bewußt oder unbewußt einem Weg z.B. der Selbsterfahrung und Selbsterlösung als Ersatz für das, was nur in Jesus zu finden ist.
Sehe das auch so.
Außerdem ist es mir (immer noch) unverständlich, warum Jesu Leben in menschlicher Gestalt, sein Opfertod, noch nötig gewesen sein sollen, warum er explizit seine Jünger aufforderte, missionarisch tätig zu werden, seine Lehre zu verbreiten und andere auch zu Jüngern zu machen, wenn man ihn doch in allem finden kann?
Das scheint mir dann eher überflüssig zu sein. Und das Argument anderer Nationen, Kulturen, Prägungen, die für anderes empfänglich sein würden, zählt da für mich nicht. Immerhin gibt es doch einige (viele?), die zu Jesus kamen, weil er sich ihnen im Traum offenbart hat oder ihnen sagte, sie sollten bestimmte Personen, die sich dann als Christen herausstellten oder zu Orten gehen, wo sich Christen trafen.
Ich kann mich aber auch generell erstmal fragen, warum mir Jesus in mir und die Bibel nicht immer reichen und ich von anderen Religionen lernen will?
Nicht, dass ich es nicht von mir selbst kennen würde, mir Input von außen zu suchen und mir von frommen Büchern und Videos oder Gesprächen scheinbar oft mehr erhoffe, statt mich immer zuallererst an Jesus selbst zu wenden und in der Bibel zu suchen.
Natürlich ist in allem von Gott geschaffenen Werk auch etwas vom Schöpfer zu finden.
Andere Religionen zähle ich aber nicht wirklich dazu.
Die haben Geschöpfe geschaffen und nicht deren Schöpfer.
Sicher können Menschen auch über den Buddhismus zu Jesus kommen. Wenn sie offen an der Wahrheit und/oder an Heil für ihr Leben interessiert sind. Immerhin steht in der Bibel, dass Suchen zum Finden führen wird.
Dann liegt das aber an Gottes Gnade und seiner Größe und dass schon eine kleine Bereitschaft dem Vater reicht um Zugang zu finden, damit der Mensch sein Angebot annehmen kann und nicht am Göttlichen im Buddhismus selbst.
Wenn ich etwas Kluges von einem Menschen höre und ich stelle fest, „Jau, das ist wahr und hilft mir“, kann ich entweder sagen, toller Mensch und ihn und seine Einstellung/Überzeugung feiern und groß machen oder ich danke meinem Herrn, dass er diesen Menschen genutzt hat, um mir weiter zu helfen.
Mir ist ein Muster aufgefallen, dass sich durch deine Threaderöffnungen zieht.
Am Beginn wird theologisch richtig auf Jesus Bezug genommen. Dann geht es nach und nach, mehr und mehr und begeisterter in Richtung von buddhistischen Inhalten und Praktiken.
Mich erinnert das an Brücken und die Straßen dazu in Magdeburg, die mir aufgefallen sind, als ich zu einem beruflichen Lehrgang dort war: es ging über eine der beiden Jerusalembrücken runter zum Jerichoplatz, übertragen gedacht sozusagen weg vom Tempelberg Morijah. Morijah bedeutet übersetzt: Mein Lehrer ist Gott.
Und so ist der Heilige Geist als Lehrer gesetzt für die Dinge, die wir über Gott-Vater und Gott-Sohn immer mehr erkennen sollen.
Joh 16, 12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. 13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. 14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen. 15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen.
Für mich ist wichtig bei der Betrachtung anderer Religionen, ob ich am Ende wieder in (übertragen) Jerusalem auf dem Berg Moriah ankomme. Wer bekommt die Ehre?!
@deborah71 Das möchte ich gerne hier und jetzt und voller Herz bekennen: Jesus Christus
Interessantes Bild.
Es lässt mich wieder - provozierend 😉 - dazu ein, an ein Buch denken, dass für Dich (und Adjutante, die schon schnell wieder den Daumen hoch gemacht hat) ein "No Go" ist und sein wird: "Ohne Buddha wäre ich kein Christ" von Paul Knitter, Prof. theol. und Religionswissenschaftler (HERDER 2009). - Den Titel finde ich nicht sehr gut (und sage: Ohne Buddha wäre und bin ich sehr wohl Christ, kann aber auch von Buddha lernen und ihm in Manchem nahe sein).
Doch jetzt zum Punkt: in fünf Kapiteln zu den zentralen Themen des Glaubens vollzieht er jeweils ein "HINÜBERGEHEN" und ein "ZURÜCKKOMMEN" zwischen christlichem Glauben und buddhistischer Spiritualität/Philosophie/Glaubensvollzügen ... Am Ende hat es Knitter dazu geführt, viel gelernt und erkannt zu haben, was ihn weiterhin Christ sein und zugleich sich dem Buddhismus an einigen Dingen nahe fühlen lässt.
Ich kann es hier nur andeuten, weil bei Deinem Bild des Brückengehens die entscheidende Frage bleibt: Was nehme ich vom Hinübergehen mit, was habe ich gesehen und erlebt, was habe ich einsammeln können im Zurückkommen?
Und da sind und bleiben wir wohl unterschiedlich unterwegs.
L'Chaim
Für diesen Beitrag gibt es eine GELBE KARTE.
Es ist völlig inakzeptabel, dass du hier AWHler als Irrlehrer bezeichnest, der ein Vertrauensverhältnis mit dem Teufel eingeht. Wenn du meinst, im Forum Irrlehren wahrzunehmen, gib gerne einen Modalarm. Mfg fr 🙂 sch80-mod
Ich kann es hier nur andeuten, weil bei Deinem Bild des Brückengehens die entscheidende Frage bleibt: Was nehme ich vom Hinübergehen mit, was habe ich gesehen und erlebt, was habe ich einsammeln können im Zurückkommen?
Genau das ists, du nimmst was mit. Wer zu solchen Mitteln und Irrlehren greift, geht mit dem Teufel ein Vertrauensverhältnis ein. Ob er das weiß und will oder nicht, die Verbindung ist geknüpft. Es hat immer und für jeden Menschen Folgen, die man nie alle aufzählen kann, wie z.B. in Bezug auf das geistliche und psychische Gebiet.
Veröffentlicht von: @adjutanteGenau das ists, du nimmst was mit. Wer zu solchen Mitteln und Irrlehren greift, geht mit dem Teufel ein Vertrauensverhältnis ein.
DAS ist jetzt so unglaublich daneben (weil undifferenziert und platt, theologisch und seelsorglich daneben), dass es mich in der Tat echt gruselt.
Ein Vertrauensverhältnis mit dem Teufel eingehen???? Ich kommentiere das nicht weiter, jeder lese daraus, was er will.
L'Chaim
DAS ist jetzt so unglaublich daneben (weil undifferenziert und platt, theologisch und seelsorglich daneben), dass es mich in der Tat echt gruselt.
Ein Vertrauensverhältnis mit dem Teufel eingehen???? Ich kommentiere das nicht weiter, jeder lese daraus, was er will.
Denkst du, werter Kollege. Ich widerspreche dir und bleibe dabei.
Veröffentlicht von: @adjutanteWer zu solchen Mitteln und Irrlehren greift, geht mit dem Teufel ein Vertrauensverhältnis ein. Ob er das weiß und will oder nicht, die Verbindung ist geknüpft.
Ich möchte das nur nocheinmal festhalten, was Du da geschrieben hast: Es geht darum, ob Christen sich einlassen dürfen auf inter-religiöse Bezüge und das Verbindende, Heilsame und Lebensfördernde in anderen religiösen, kulturellen und spirituellen Einsichten/Erfahrungensuchen dürfen, das außerhalb des Christentums zu finden ist ... wie gesagt: Dürfen - nicht müssen oder sollen.
Das heißt in concreto, dass Christen (z.T. Ordensleute) wie Thomas Merton, Hugo Ennomya-Lassalle, Pater Bede Griffiths oder William Johnston (uva sich auf ein "Vertauensverhältnis mit dem Teufel" eingelassen haben?
Dass das "Nostra Aetate" (Dekret zum Verhältnis zwischen christl. Bekenntnis und anderen Religionen) des 2. Vatik. Konzils (1965), welches auch Islam, Buddhismus & Hinduismus ausdrücklich einschließt, Türen für ein "Vertrauenverhältnis mit dem Teufel" öffnet?
Dass auch (unverdächtige) evangelische Theologen wie Jörg Zink ("Dornen können Rosen tragen", Stuttgart 1997), Heinz Zahrnt ("Gotteswende. Christsein zwischen Atheismus und neuer Religiosität", München 1989) oder Jürgen Moltmann ("Der Geist des Lebens", München 1991) sich "vertraulich mit dem "Teufel" einlassen?
Ich nenne diese Bezüge, die Dir vertraut sein dürften, nur um Dir zu zeigen, wie schlimm das ist, was Du da mit zwei, drei Sätzen im öffentlichen Forum postest und behauptest.
Und ich möchte, dass Du Dein Urteil und Deine Aussage hier bitte konkretisierst und begründest.
L'Chaim
Für diesen Beitrag gibt es eine GELBE KARTE.
Es ist überhaupt nicht in Ordnung, wie hier implizit allen möglichen Leuten ein 'Vertrauensverhältnis mit dem Teufel unterstellt wird. MfG fr 🙂 sch80-mod
Das heißt in concreto, dass Christen (z.T. Ordensleute) wie Thomas Merton, Hugo Ennomya-Lassalle, Pater Bede Griffiths oder William Johnston (uva sich auf ein "Vertauensverhältnis mit dem Teufel" eingelassen haben?
....
So wie ich bereits geschrieben habe "Ob er das weiß und will oder nicht, die Verbindung ist geknüpft." Sie sind alle abgewichen und geben ihren entsprechenden Einfluss in ihrer Literatur und in ihrer Verkündigung weiter.
Ich nenne diese Bezüge, die Dir vertraut sein dürften, nur um Dir zu zeigen, wie schlimm das ist, was Du da mit zwei, drei Sätzen im öffentlichen Forum postest und behauptest.
Doch sehr viel schlimmer ist, in einem öffentlichen Forum wie j.de davon zu schreiben, dass man aus diesen fremden Quellen einen Beitrag zur Belebung des christlichen Glaubens liefern könnte. Ich glaube, es ist eine doppelte Schuld vor Gott. Die Bibel warnt an so vielen Stellen ...
Ich halte fest, dass Du alle von mir genannten christlichen Bezüge und Personen (bis hin zu Jörg Zink 😉 für "abgewichen" und (so Deine Ausgangsposting, auf das ich reagiert habe) "in einem mit dem Teufel eingegangenen Vertrauensverhältnis" siehst ... !!!
Und bezichtigst mich einer "doppelten Schuld" (vor Gott und den Menschen), weil ich hier auf "diese fremden Quellen" verweise?
(Abgesehen davon, dass Du tatsächlich NICHTS Begründendes, Fundiertes und Inhaltliches dazu lieferst)
Da hörts's bei mir nun wirklich auf - und wirklich ernst nehmen kann ich Dich (als "Kollegin"?) hier (und so anonym) definitiv nicht mehr.
L'Chaim
Für diesen Beitrag gibt es eine GELBE Karte.
Grund: bösartige unterschwellige Unterstellungen. MfG fr 🙂 80-mod
Woher sollen wir user wissen ob du der bist für den du dich ausgibst? Du bist anonym und hast mal einen Vornamen genannt. Ob der stimmt?
Du fährst hier auf dem Vertrauensvorschuß, den jeder mehr oder weniger bekommt, der sich als Christ bezeichnet.
Was genau verbindest du mit deiner Unterschrift L'Chaim, die im Alltag hauptsächlich als Trinkspruch in Israel verwendet wird? oder auch eine Quelle in einem Lied in Anatevka hat.
Was soll das jetzt?
Ich habe Adjutante, die sich mir gegenüber nebulös als "Kollegin" (auch Pfarrerin?) ausgegeben hat, eine Antwort gegeben. Und ich finde es ganz unakzeptabel, wie sie (von ernszunehmenden Ordensleuten und einem Dekret der Kath. Kirche bis hin zu seriösen und anerkannten evangelischen Theologen) alles "wegbügelt" ins Teuflische und auch mich anklagt, dies hier - mit meinen Themen & Verweisen - zu fördern.
Wir können, bitteschön, anderer Meinung sein und widersprechen - aber nicht so. Und wenn sie wirklich eine "Kollegin" ist/war, halte ich meine Zurückweisung und Befremdung für sehr berechtigt.
Und was soll das mit dem "Vertrauensvorschuss" für Jemanden, "der sich als Christ bezeichnet" - als Anfrage AN MICH? Und das verdächtigende "Woher sollen WIR USER wissen, ob Du der bist, für den Du dich ausgibst"? - Hoffentlich merkst Du selbst, was Du da schreibst und an mich adressierst, Deborah71.
L'Chaim heißt, wie Du weißt, "Auf das Leben!" ... und darum gehts wohl, auch ohne Alkohol und in der jüdischen Welt, mit der Du selbst so verbunden bist , oder was immer die letzte Anfrage zu bedeuten hat ...
Bitte - so nicht!
L'Chaim
Ich habe dir gespiegelt, wie dein Absprechen der "Kollegin" auf mich wirkte. Und ich sehe, dir gefällt der Spiegel nicht.
Wir leben und diskutieren alle auf Vertrauensvorschuß, denn kaum einer kennt einen der anderen persönlich.
So isses nunmal online. Manchmal muss man das in Erinnerung bringen. Diesmal habe ich es getan, bewusst getan, denn hier läuft was sehr schief. Da hilft auch kein L'Chaim drunter.
Hej Deborah, hej Adjutante,
hier nun ein ganz klares Stopp-Schild!!
"Woher sollen wir user wissen ob du der bist für den du dich ausgibst?"
Wenn du, Deborah, der Ansicht bist, dass ein User hier nicht authentisch ist, dann schreibe mich bitte an oder gebe einen Modalarm! Aber diese bösartige unterschwellige Unterstellung ist nun wirklich völlig inakzeptabel! Das geht so GAR NICHT!
"Du bist anonym und hast mal einen Vornamen genannt."
Damit ist AWHler, Thomas, schon mal ein gutes Stück weniger anonym als du, Deborah. Ich wüsste nicht, dass du deinen Vornamen hier je genannt hättest; musst du ja auch nicht, aber dass du dann AWHler hier so angehst, ist schon geradezu peinlich.
In aller Deutlichkeit: AWHler heißt wirklich Thomas und ist wirklich ein Pfarrer i.R.
Hingegen könnte ich keineswegs bestätigen, dass du, Adjutante eine Pastorin bist. Und ich wäre dir auch sehr verbunden, wenn du das, wenigstens mir gegenüber, verifizieren würdest.
Ihr erhaltet beide von mir je zwei Gelbe Karten, verbunden mit der üblichen Sperre von drei Tagen.
Adjutante für "Irrlehre" und "Vertrauensverhältnis mit dem Teufel" in Richtung AWHler zum einen und in Richtung Jörg Zink, Thomas Merton etc etc zum anderen.
Deborah für die Schlangenanalogie zum einen und für die bösartigen unterschwelligen Unterstellungen hier zum anderen.
Ehrlich: ich bin wirklich erschüttert, wie ihr hier aufgetreten seid. Es geht absolut gar nicht, dass hier andere User "verteufelt" werden. Ihr solltet wirklich wissen, dass es einen Modalarm gibt! Wenn ihr der Ansicht seid, dass hier Irrlehren verbreitet werden, dann betätigt den Modalarm. Allerdings: nicht alles, was jenseits eures Horizonts liegt, ist eine Irrlehre! Ich sehe sowohl euch beide als auch AWHler sehr eindeutig im Spektrum dessen, was hier im Forum möglich ist; und tatsächlich schätze ich euch alle!
Die GK-Formalitäten erledige ich morgen, sperren werde ich euch aber jetzt gleich; damit hier jetzt mal Ruhe ist.
Liebe Grüße (ja, wirklich!)
Werner
Mit dem Titel habe ich kein Problem. Es ist der Weg dieses Mannes. Solange niemand versucht, seinen persönlichen Weg (und es sind viele, die viele Wege ausprobiert haben) einem anderen überzustülpen, ist nichts grenzüberschreitend unangenehm.
Wird aber subtil oder auch offen versucht mit Sticheleien, Suggestivfragen, schlechtes Gewissen machen wollen und dergl. jemanden beeinflussen zu wollen zu etwas, das dieser nicht will, dann muss er sich nicht wundern, wenn er Widerstand erntet.
Ich finde diesen Bibelabschnitt eindrücklich und für mich wegweisend:
5. Mose 13, 2 Wenn ein Prophet oder Träumer in deiner Mitte aufsteht und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt 3 und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er dir gesagt hat, und er spricht: Lasst uns andern Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen, 4 so sollst du nicht gehorchen den Worten eines solchen Propheten oder Träumers; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieb habt.
Besonders beeindruckt hat mich der letzte Satz mit der Quelle der Prüfung, Gott selbst prüft. Mit dem was ich alles erlebt habe nach meiner Trennung von Yoga und TM, habe ich nicht das geringste Verlangen, mich zu diesem "Jericho" (der Stadt des unfruchtbaren Wassers, Elisa) zurückziehen zu lassen, meine Freiheit wieder zu verlieren und den Test nicht zu bestehen.
Veröffentlicht von: @deborah71Solange niemand versucht, seinen persönlichen Weg (und es sind viele, die viele Wege ausprobiert haben) einem anderen überzustülpen, ist nichts grenzüberschreitend unangenehm. Wird aber subtil oder auch offen versucht mit Sticheleien, Suggestivfragen, schlechtes Gewissen machen wollen und dergl. jemanden beeinflussen zu wollen zu etwas, das dieser nicht will, dann muss er sich nicht wundern, wenn er Widerstand erntet.
Mit dem was ich alles erlebt habe nach meiner Trennung von Yoga und TM, habe ich nicht das geringste Verlangen, mich zu diesem "Jericho" (der Stadt des unfruchtbaren Wassers, Elisa) zurückziehen zu lassen, meine Freiheit wieder zu verlieren und den Test nicht zu bestehen.
Zum ersten Absatz: Rede mich doch direkt damit an und nicht in der 3. Person, wenn Du mich damit meinst.
Zum letzten Satz: Wenn Du von Dir redest und von Deinen Erfahrungen, müssen das nicht zwangsläufig die Erfahrungen anderer sein.
L'Chaim
Wenn du dich darin erkennst, kannst du ja drauf reagieren. Da ich mit etlichen Personen befremdliche Dinge erlebt habe (z.B. Zeugen Jehovas und ähnliches, spöttische Sticheleien über meinen Glauben von Kollegen, beruflicher Druck in die Eso-Schiene zu gehen, geistlicher Mißbrauch in der Gemeinde....) spreche ich die allgemeine Schiene für solche Fälle an, wo von mir Widerstand zu erwarten ist und welche Querverbindungen in der Schrift ich ziehen kann.
Ich habe nichts gegen dich persönlich.Ich warne aufgrund meiner Erfahrungen und Schriftkenntnis sich zu überlegen, welchen Weg jemand gehen will und ob er andere mit hineinziehen will.
Ich habe jetzt auf die Schnelle keinen „Blick ins Buch“ gefunden.
Aber ich habe mir (die ersten?) zwei Rezensionen durchgelesen.
Er scheint sich eher auf den Buddhismus festgelegt zu haben und ein paar christliche Einstellungen/Gedanken für sich dazu genommen zu haben. Zumindest ist die eine Rezension dazu sehr eindeutig und der Titel des Buches eher irreführend.
Hast du das mit seinem Bekenntnis zum Buddhismus nicht mitbekommen? Er erwähnt es ja wohl sogar. Der Buddhismus kann da vielleicht christliche Ausrichtung hinnehmen, solange er dirigieren darf und kein christlicher Gott alleine den Anspruch auf Wahrhaftigkeit erhebt.
Buddhismus mit einem Buddha, der ja auch gerne als Figur ständig auftaucht, erinnert mich persönlich eher an Götzendienst. Tut mir leid.
Kommt der Buddhismus ohne eine Verherrlichung Buddhas und ohne diese ganzen Figuren aus?
Ich sehe übrigens auch Jesus Statuen skeptisch und tue mich damit schwer. Weil Gott in der Beziehung gesucht werden will und wir keine Bilder/Statuen anbeten sollen.
Israel wollte in der ersten Zeit der ungewohnten Freiheit, ohne den Mittler Moses, etwas, das sie „fassen“ konnten und vielleicht auch kontrollieren konnten. Etwas Sichtbares.
Aber Gott lässt sich nicht begrenzen.
Wenn man auf Jesus allein hinweist, ist das in meinen Augen trotzdem keine Eingrenzung, wenn man sich auf dem Markt der vielen Möglichkeiten nicht bedient.
Es ist der Glaube, dass sich in dem irdischen Jesus, Gottes Unendlichkeit, seine Größe und seine Liebe in Vollkommenheit zeigt und dass man bei ihm allein alles findet, was man braucht. Jesu in der Bibel dokumentiertes Leben, Reden und Handeln, wie er Menschen begegnet ist, zeigt doch sehr gut, wie Gott ist und dass Er sich nicht von den Vorstellungen der Menschen begrenzen lässt. Und trotzdem fassbar und konkret und ausschließlich ist.
Du schreibst selbst, du kannst ohne Buddhismus Christ sein. Machen die Aspekte des Buddhismus, die du für dich übernimmst, denn zu einem besseren Christen, einem besseren Menschen? Was hilft dir da, was du nicht in der direkten Beziehung mit Jesus finden konntest?
Und noch eine Frage habe ich an dich. Du schriebst, du hättest persönliche Erfahrungen aus deiner aktiven Pastorenzeit, die dich motivieren würden, die Bibeltreuen ich sach mal „herauszufordern“ (hab ich das so richtig verstanden und formuliert?)
Warum siehst du das hier als deine Aufgabe im Forum an? Denkst du, das dient der Liebe Christi und wir Bibeltreuen (schließe mich da mal mit ein, wobei ich mir wünschte, ich wäre noch viel näher an der Bibel dran) werden dann bessere Christen? Siehst du es so, dass wir andere unter Druck setzen, bedrängen und ihnen schaden? Meinst du, unsere Beiträge hier entspringen einem (fleischlichen) Bedürfnis der Kontrolle und Macht oder persönlichen Ängsten und nicht der Liebe und einem Wunsch in der Wahrheit zu bleiben und auf Jesus hinzuweisen?
Weil man anderen vielleicht eigene schlechte Erfahrungen nicht wünscht und es vielleicht auch nicht erträgt, wenn Jesus bei anderen zu einem unter vielen wird?
Was ist so schlimm daran, wenn man die ganze Bibel als Gottes Wort sieht oder sehen will und glaubt, dass sie Gottes Geschenk statt ein, in Teilen, Märchenbuch von Menschen niedergeschrieben die es nicht besser wissen konnten, ist?
Und kann es vielleicht nicht auch mal sein, dass erfahrene und vielleicht noch nicht ganz verheilte Verletzungen dich (mit) treiben?
Zu Deinen persönlichen Fragen an mich:
Nein, Verletzungen trage ich nicht mit mir rum, ich bin und bleibe dankbar dafür, dass ich im pietistischen Kontext (das Weigle-Haus in Essen) "zum Glauben gekommen bin" und in meiner Jugendzeit durchaus viel Gutes in der evangelikalen Glaubens- und Lebenswelt erleben durfte.
Mein Glaubensweg hat mich dann aber auch weiter geführt - theologisch, geistlich, pastoral und spirituell. Dies spiegeln ja meine Postings auf Jesus.de vielfältig wieder. Und zugleich kenne ich halt - weil es ein Teil von mir ist - das Glaubens- Bibel- und Heilsverständnis, das wohl überwiegend und User-mäßig hier im Forum verteten ist.
Ich verstehe das Forum als ein offenes Feld von Austausch, Kommunikation & auch Auseinandersetzung, und nicht - da bin ich dann wohl in der Tat "herausfordernd" 😉 - als ein zu verteidigendes "Biotop", in dem nur eine bestimmte christliche Sicht- und Frömmigkeitsweise (mit freikirchlicher Beheimatung) ihren Platz haben soll/darf. Zum Teil ist die Vielfalt ja auch gegeben - katholisch und volkskirchliche geprägte User, Black-Jack oder Lucan-7 u.a. sind zu finden.
Zugleich aber begegnet mir, und das ist mein Punkt, ein bestimmter Anspruch von "frommer Rechtgläubigkeit", bei dem Einige hier eben nicht nur ihre eigene Sicht- und Glaubensweise vertreten, sondern darüber hinaus den Anspruch erheben, den richtigen, wahren, nötigen weil "biblischen" Glauben zu vertreten, und die meinen, dies immer und immer wieder sofort - Abweichungen gegenüber - korrigierend und abwehrend zeigen zu müssen.
Meine bleibende Beteiligung geschieht nachwievor mit dem Wunsch und der Hoffnung, dass dem ein oder anderen Dinge, die ich schreibe und teile, hilfreich, öffnend sein und auch im förderlichen Sinne nachdenklich machend könn(t)en.
Nicht mehr, nicht weniger.
Wer das nicht so empfindet, der soll bei seiner Sicht bleiben.
L'Chaim
Ach, noch kurz ergänzend:
Ich muss und kann P. Knitter in seiner letzten Konsequenz (am Ende des Buches) so nicht folgen, wo er sich in hybrider Weise als "buddhistischen Christen" bezeichnet. Das ist auch nicht meins und ich finde es "drüber", wie man so sagt- zumal er (es gibt DEN Buddhismus ja sowenig wie DAS Christentum) wohl der tibetischen Variante (mit seiner Frau und durch sie angeregt) folgen möchte ... Trotzdem enthält sein Buch mMn hilreiche und förderliche Inhalte und Gedanken. Und ich habe Respekt vor seinem Weg, mit dem er Jesus nachwievor verbunden bleibt, aber darum mag man eben streiten ...
Meine Meditations- und Kontemplationserfahrung gehen eher in Richtung ZEN, wie es Ennomya-Lassalle, William Jonhnston, Johannes Kopp und Thomas Merton (als katholische Christen) vertreten.
L'Chaim
Ich hänge mich jetzt mal nur an deinen zweiten Teil (zum Abschluss) an und danke dir aufrichtig für deine Ausführungen.
Shalom!
@awhler Also mir ich steige einfach nicht durch. Treffend?! Ich warte immer noch auf nur ein Beispiel, was denn da dazwischen, daneben sei soll. Nennt doch bitte nur mal ein Beispiel!!! WO ist denn dieser Punkt?
Veröffentlicht von: @ga2Nicht, dass ich es nicht von mir selbst kennen würde, mir Input von außen zu suchen und mir von frommen Büchern und Videos oder Gesprächen scheinbar oft mehr erhoffe, statt mich immer zuallererst an Jesus selbst zu wenden und in der Bibel zu suchen.
Toll geschrieben Goldapfel. Das Problem kenne ich an mir auch.