Inwiefern ist Gott allmächtig?
Das ist eine Frage, die sich hier eigentlich ständig aus fast allen Diskussionen ergibt... einerseits heisst es, dass Gott "allmächtig" sei, und das bedeutet: Nichts geschieht ohne seinen Willen, und alles was geschieht, entspricht seinem Willen - sonst würde es ja nicht geschehen.
Andererseits heisst es immer wieder: Gott will dies nicht, Gott will das nicht. Gott will, dass wir frei sind, und dann eben auch die Konsequenzen tragen. Auch dann, wenn er diese Konsequenzen gar nicht wünscht - obwohl er sie doch selber festgelegt hat.
Es ist auch erstaunlich, was in Diskussionen immer wieder an Aussagen kommen... Gott "kann dies nicht, weil...", Gott "wünscht nicht, dass...", Gott "will, dass es anders ist..." - alles Dinge, die im Grunde aussagen: Gott ist gar nicht allmächtig.
Oder aber, als Konsequenz: Gott ist allmächtig - und deshalb ist alles ganz genau so, wie er es will.
Das erlebe ich in der christlichen Lehre aber praktisch gar nicht (Bei den Juden ist das wohl wieder ein wenig anders). Denn da heisst es immer wieder:
"Gott ist allmächtig, und er will nicht, dass dieses oder jenes geschieht oder dass die Welt so ist, wie sie ist!"
Das erscheint mir allerdings absurd. Wie seht ihr das? Ist Gottes Allmacht überhaupt begründbar bzw. mit der christlichen Lehre zu vereinen?
Veröffentlicht von: @lucan-7Aber dich darüber zu beschweren ist unsinnig.
Ich beschwere mich nicht, nur Deine ›Theologische Frage‹ wird man Dir nicht abschließend beantworten können, weil
- Du keine Antwort willst.
- Gegebene Antworten nicht akzeptierst (siehe Punkt 1.)
- Wie der Leierkastenmann immer die gleiche Leier drehst, mit dem selben schrägen klang.
Irgendwann wird Die Geduld ihr Ende finden und man wird keine Lust mehr haben. Wenn Du einen unwiderlegbaren Gottesbeweis haben willst, dann es dieser hier:
Nach eigener Erklärung turnst Du mit der selben Leier seit 20 Jahren durch dieses Forum … und Dich hat noch nicht der Blitz erschlagen. Wenn das nicht der Beweis für Gottes allmächtige Güte und Weisheit ist!
Und wir anderen werden durch Gottes weisen Ratschluss geprüft und gestählt! Gott liebt uns! 😉
- Du keine Antwort willst.
- Gegebene Antworten nicht akzeptierst (siehe Punkt 1.)
- Wie der Leierkastenmann immer die gleiche Leier drehst, mit dem selben schrägen klang.
Jungs, ich bin kein Moderator, aber das ist nicht so nett.
Lucan hinterfragt Dinge, die wir eben gerne auch mal ausblenden.
Und ich finde, es konnte ihm auch noch wirklich niemand diese Frage so beantworten, dass er sie als widerspruchsfrei eigestuft hat und annehmen konnte- sonst würde er sie vermutlich auch nicht aufs neue stellen, sondern als beantwortet abspeichern.
auch noch wirklich niemand diese Frage
...was aber nicht an "niemandem" liegt (klingt so : vielleicht findet sich doch noch jemand?), sondern daran, daß eine wirklich abschließende Antwort im allgemeinen Sinne auf diese Frage einfach nicht möglich ist?
sondern daran, daß eine wirklich abschließende Antwort im allgemeinen Sinne auf diese Frage einfach nicht möglich ist?
Ja. Aber stattdessen wird er dafür kritisiert, die Frage zu wiederholen. Und ich denke, wenn wir wirklich darüber nachdenken oder annähernd verstehen wollen, wie das Leid der Welt mit Gottes Allmacht zusammen zu denken ist, dann werden wir uns diese Frage immer wieder stellen…oder von anderen gestellt bekommen, die sich das fragen.
@stern Ok, ich hätte jetzt gedacht, daß das Leben selbst immer wieder dazu führt, daß man sich diese Frage stellt...
aber möglicherweise brauch da jeder unterschiedliche Anstösse von außen. 🙂
lg Tatokala
Ok, ich hätte jetzt gedacht, daß das Leben selbst immer wieder dazu führt, daß man sich diese Frage stellt...
Das natürlich auch…aber im Prinzip nur, wenn man an Gott glaubt. Wenn du es nicht tust, dann ists halt Pech im Leben…oder was auch immer - aber zumindest hat es dann nichts mit Gott zu tun. Also weder wieso er es nicht verhindert hat, noch warum er es vielleicht sogar geschickt hat…🤷♀️
Nach eigener Erklärung turnst Du mit der selben Leier seit 20 Jahren durch dieses Forum … und Dich hat noch nicht der Blitz erschlagen. Wenn das nicht der Beweis für Gottes allmächtige Güte und Weisheit ist!
Und wir anderen werden durch Gottes weisen Ratschluss geprüft und gestählt! Gott liebt uns!
Warum eigentlich nur "wir ANDEREN"?
Und möglicherweise liebt Gott den Lucan-7 genauso wie "die Anderen" hier und hat nur etwas mehr Geduld mit ihm als du sie aufbringen kannst?
Es gibt eine ganz einfache Antwort auf die Allmachtsfrage:
Gott hat das All gemacht.
🤣
Und dieser Artikel deckt auf, dass deine Annahmen, was Allmacht ist, dich bislang in die Irre geführt haben.
https://www.evangelium21.net/media/4081/die-allmacht-gottes
Vinesong - My God Is Able (Lyric Video)
@deborah71 Schöner Artikel! Ich würde noch einwerfen, dass widersprüchliche Sätze logisch falsch sind und deshalb mit dem Wesen Gottes kollidieren, weil Gott die Wahrheit ist. Außerdem führen widersprüchliche Sätze in keiner möglichen und denkbaren Welt zu Existenz und die Idee der Allmacht oft in Verbindung mit Gottes schöpferischer Tätigkeit gesehen wird. Der Klassiker ist, mit logisch falschen Aussagen eine schlüssige Argumentation einzufordern, das erlebe ich oft.
@deborah71 ich schließe mich @kerygma an, es ist in der Tat ein erfrischend intelligent geschriebener Artikel! Danke für‘s Teilen !
Veröffentlicht von: @kerygmaein bisschen vertreibe ich mir die Zeit, bis Du eine konkrete Frage stellst.
Bring ihn nicht auf schräge Gedanken. Sonst fragt er noch wann endlich der liebe Gott die Hölle zufrieren lässt und ob man dann dort Schlittschuhlaufen kann … ob es in der Bibel Stellen gibt, wo man Temperatur und Dicke der Eisdecke nachlesen kann … und ob das Eis eher dem am südlichen oder am nördlichen Polarkreis ähnelt. Und warum Gott nichts gegen die globale Erderwärmung tut. … usw … usf … . 😉
@katechon Wenn da wirklich ernstzunehmende Fragen kämen, die auf früheren Diskussionen aufbauen, fände ich das gut. Da verschließe ich mich auch nicht, ich habe gerade bezüglich der Heilsgewissheit oder andere Themen auch viel in den letzten Wochen reflektiert, diskutiert und meinen Blick erweitert. Das würde wohl auch jeder von uns gut finden.
Veröffentlicht von: @katechonSonst fragt er noch wann endlich der liebe Gott die Hölle zufrieren lässt und ob man dann dort Schlittschuhlaufen kann …
Die Eagles konnten es nicht abwarten - sie wollten sich erst wiederzusammentun 'when Hell freezes over' und haben zwischenzeitlich doch nochmal ein Album veröffentlicht.
Veröffentlicht von: @sternIn der Schule/Fahrschule werden auch die Themen immer wiederholt.
In der Fahrschule für diese Autos auf der Kirmes, die immer im Kreis fahren und nie irgendwo ankommen? Übrigens: Wenn ich das Forum auf meinem iPad verfolge, während ich in meinem Lesesessel sitze, der in meinem Wohnzimmer steht … dann befindet sich das Forum faktisch in meinem Wohnzimmer. Nur dass ich nicht von meinem Wohnzimmer sprach. 😉
Lucan ...
Die Frage nach "Gottes Allmacht" kann auf zweifache Weise gestellt werden.
Wenn sie aus der Tiefe des Leids, der Verzweiflung und des Irre-Werdens an Gott kommt, hat sie Gewicht.
Wenn sie NICHT daraus erwächst (auch nicht nach dem Motto "Ich frage nur für einen Freund" 😉 , "Findet Ihr die Frage nicht auch wichtig?" oder "Wir alle müssen uns dieser Frage doch stellen!"), dann ist es eine theoretische, schon tausendmal gedrehte und gewendete "Brain f***cking"-Frage, die sich im Universum der Beliebigkeit verliert.
"Kann Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er ihn selbst nicht heben kann?" - bedient dieses Spielchen 😉
Kann man machen, kannst Du auch zum x-ten Mal hier virulent halten ... Antworten kennst Du, Antworten leuchten Dir nicht ein, Antworten willst Du erneut haben, Antworten leuchten Dir erneut nicht ein.
"Nächste Runde auf dem Karrussel!" ... Wer will nochmal, wer hat noch nicht ... Es sind noch Plätze frei 🙂
L'Chaim
Die Frage nach "Gottes Allmacht" kann auf zweifache Weise gestellt werden.
Wenn sie aus der Tiefe des Leids, der Verzweiflung und des Irre-Werdens an Gott kommt, hat sie Gewicht.
Wenn sie NICHT daraus erwächst (auch nicht nach dem Motto "Ich frage nur für einen Freund"
, "Findet Ihr die Frage nicht auch wichtig?" oder "Wir alle müssen uns dieser Frage doch stellen!"), dann ist es eine theoretische, schon tausendmal gedrehte und gewendete "Brain f***cking"-Frage, die sich im Universum der Beliebigkeit verliert.
Dann übersiehst du offenbar eine weitere Weise...
Anscheinend wird die Frage hier immer wieder so verstanden, dass Gott, wenn er doch allmächtig ist, hier gefälligst ein Paradies zu erschaffen hat. Weil wir irgendwie der Meinung sind, dass ein "guter Gott" doch so etwas tun würde.
Und das scheint auch schon der ganze Aspekt zu sein, der einigen Diskutanten hier in den Sinn kommt... alles was darüber hinaus geht ist dann wohl Trollerei eines Typen, der halt nichts besseres zu tun hat.
Dass die Frage auch etwas tiefsinniger sein kann, darauf kommt man offenbar nicht. Natürlich stellen sich hier allgemeine Fragen, wie "Wozu braucht ein allmächtiger Gott eine Kreuzigung" oder "Wozu braucht ein allmächtiger Gott Missionare?" oder eben auch: "Wieso schafft es ein allmächtiger Gott nicht, alle Menschen zu erlösen, wenn das doch seine Absicht ist?"
Und in der Tat ist diese Vorstellung unsinnig. Aber vielleicht steckt ja noch etwas anderes dahinter. Denn die Juden scheinen hier etwas anders zu denken:
"Wer hat je etwas gesagt und es ist geschehen, ohne daß der Herr es befahl? Geht nicht aus dem Mund des Höchsten hervor das Böse und das Gute?"(Klagelieder des Jeremiah 3, 37 - 38)
Gott ist verantwortlich für das Böse wie das Gute. Und der Mensch ist irgendwo mittendrin und rätselt über seine Gedanken, die aber nicht unsere sind. Und es hat trotzdem alles seinen Sinn, denn Gott ist der, der er ist...
Für mich scheinen die Juden - soweit ich sie hier verstehe, was ich mir aber eigentlich nicht anmaße - näher an der Realität zu sein, während die Christen sich ein Bild eines "absolut guten" Gottes konstruieren, das womöglich kaum sinnvoll innerhalb einer Lehre zu integrieren ist, welche die Schöpfung als gefallen sieht.
Soll heissen: Alles, was geschieht, ist gottgewollt, auch wenn es uns unsinnig erscheint.
Dass dies innerhalb der Gemeinden, die ich damals besuchte, anders gesehen wurde und behauptet wurde: "Nein, das "Böse" ist von Gott nicht gewollt - Aber er ist trotzdem allmächtig und könnte es einfach so beenden, wenn er denn wollte, aber er tut es nicht, obwohl er es doch eigentlich will!" - das ist schlicht unsinnig.
Einer von vielen Aspekten, weshalb ich die Sache dann irgendwann nicht mehr glauben konnte.
Und nebenher: Die ausweichenden Reaktionen hier von Leuten, die sich lieber über die Frage lustig machen, als sich sachlich zu äussern bestätigen mich mal wieder darin, dass hier wohl ganz offensichtlich ein entscheidender Widerspruch vorliegt, der in der christlichen Lehre offenbar nicht zu lösen ist.
Sonst hätte ja irgendeiner der Herrschaften hier sicherlich mal von so einer Lösung gehört...
Veröffentlicht von: @sternJa, also ich schon.
Es müsste besprochen werden, was wir überhaupt mit "gut" meinen.
Ein Gott, der das Gute schlechthin ist, wird niemals denen gleichgültig begegnen, die böses tun.
Ein Gott, der liebt, wird furchtbar zornig, wenn man diejenigen, die er liebt, schädigt.
Der gute Gott, der die Menschen liebt, wird ein furchtbarer Richter sein, wenn er die Menschen nach ihren Werken richtet.
@stern Gerade Jesus hat ziemlich viele Tische im Vorraum des Tempels zerschlagen.
Ein ignoranter Gott, der mit allem einverstanden ist, ist aus meiner Sicht weder liebend noch gut.
Genau deswegen gehört der Zorn mit zu einem guten Gott.
Auch hier: Jesus hat Frieden mit Gott verkündigt. In dem Augenblick, wo ich mich Gott zuwende, ist Gottes Zorn für mich Geschichte.
Und das nicht etwa, weil Gott sich verändert hätte, sondern ich.
Das heisst für mich: Gott selbst ist eigentlich nicht zornig, aber sich von ihm abzuwenden, zieht Folgen nach sich, die so aussehen, als wäre Gott zornig.
Der verlorene Sohn hat nicht deshalb Schaden in der Fremde erlebt, weil Gott ihm diesen Schaden hinterhergeschickt hat. Gott hat gar nichts gemacht und war weiterhin einfach Gott (wenn du den Vater mit Gott gleichsetzt im Gleichnis)- obwohl der Sohn böses tat.
@stern Ja, Gottes Zorn ist eben eine Konsequenz aus Handlungen und kein emotionales, affektives Hochfahren. Aber Gottes Zorn gehört eben mit zu seiner Liebe.
sondern ein schreckliches Warten auf das Gericht und ein wütendes Feuer, das die Widersacher verzehren wird. Wenn jemand das Gesetz des Mose missachtet, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht? Denn wir kennen den, der gesagt hat: »Die Rache ist mein, ich will vergelten«, und wiederum: »Der Herr wird sein Volk richten.« Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. (Hebr 10,27 - 31)
Ein Gott, der das Gute schlechthin ist, wird niemals denen gleichgültig begegnen, die böses tun.
Er kann ihnen nicht anders als gut und liebevoll begegnen, wenn er gut IST. Genauso wie Licht nicht dunkel sein kann.
Wenn wir schon- die wir böse sind- es verstehen unseren Kindern gutes zu geben, um wieviel mehr dann Gott….(frei zitiert nach Jesus).
Veröffentlicht von: @sternEin Gott, der das Gute schlechthin ist, wird niemals denen gleichgültig begegnen, die böses tun.
Er kann ihnen nicht anders als gut und liebevoll begegnen, wenn er gut IST. Genauso wie Licht nicht dunkel sein kann.
Wenn wir schon- die wir böse sind- es verstehen unseren Kindern gutes zu geben, um wieviel mehr dann Gott….(frei zitiert nach Jesus).
Was sagt denn die Bibel dazu?
Was sagt denn die Bibel dazu?
Er kann ihnen nicht anders als gut und liebevoll begegnen, wenn er gut IST. Genauso wie Licht nicht dunkel sein kann.
Wenn wir schon- die wir böse sind- es verstehen unseren Kindern gutes zu geben, um wieviel mehr dann Gott….(frei zitiert nach Jesus).
Also ist Gott als Handelnder einem höheren Prinzip unterworfen. Gott ist damit weder frei noch souverän - und damit auch nicht "allmächtig".
Denn es ist ihm ja verwehrt, irgendetwas zu tun, was dem Prinzip des "Guten" widerspricht.
Das sehe ich so, ja. Er ist allmächtig im Rahmen seines Selbst- und das ist Liebe.
Damit würde Gott nur einen Teil der Realität umfassen. Er wäre dann auch nicht das "höchste denkbare Prinzip", denn dann müsste er wirklich alles umfassen, nicht nur einen Teil.
Dass Gott ausschließlich "gut" ist fördert ja auch das Weltbild, das in "gut" und "böse" unterteilt, mit Gott auf der einen und dem Teufel auf der anderen Seite.
Wenn Gott das Böse nicht umfasst und er dort auch nicht anwesend ist - dann würde daraus tatsächlich ein Bild zweier gleichberechtigter, sich gegenüber stehender Wesen folgen.
Was allerdings nicht den biblischen Aussagen entspricht.
Dass Gott ausschließlich "gut" ist fördert ja auch das Weltbild, das in "gut" und "böse" unterteilt, mit Gott auf der einen und dem Teufel auf der anderen Seite.
Wenn Gott das Böse nicht umfasst und er dort auch nicht anwesend ist - dann würde daraus tatsächlich ein Bild zweier gleichberechtigter, sich gegenüber stehender Wesen folgen.
Nein, so ist das nicht, das ist nicht richtig gedacht. Gut und Böse sind nicht zwei voneinander unabhängige Realitäten. Das Böse entsteht durch das Fehlen des Guten.
In der Physik findest du Vergleichbares z.B. bei der Definition der Wärme. Wärme ist die Bewegung kleinster Teilchen. Je weniger Bewegung existiert, umso kälter ist es. Die Kälte steht aber nicht für sich, sondern resultiert nur aus dem Fehlen der Wärme. So gibt es einen absoluten Nullpunkt der Temperatur, aber keine Begrenzung der Temperatur nach oben hin.
Genauso verhält es sich mit dem Licht.
Gott IST das Gute. Wenn Er fehlt, entsteht das Böse. Das kann aber auch wieder umgewandelt werden, wenn man zulässt, dass Gottes Einfluss wirken kann.
Die Kälte steht aber nicht für sich, sondern resultiert nur aus dem Fehlen der Wärme. So gibt es einen absoluten Nullpunkt der Temperatur, aber keine Begrenzung der Temperatur nach oben hin.
Genauso verhält es sich mit dem Licht.
Gott IST das Gute. Wenn Er fehlt, entsteht das Böse. Das kann aber auch wieder umgewandelt werden, wenn man zulässt, dass Gottes Einfluss wirken kann.
Wenn Gott "Wärme" oder "Licht" ist, dann ist er dort, wo Kälte und Dunkelheit herrscht, nicht anwesend.
Gott würde demnach also nicht "Alles" umfassen, sondern nur einen Teil.
@lucan-7 Selbst in scheinbar absoluter Kälte und Dunkelheit ist das ein Fünkchen göttliche Wärme und göttliches Licht, welches größer wird, wenn wir uns ihm zuwenden.
Wie das physikalisch ist, weiß ich nicht... aber so glaube ich das.
Erst wenn wir ihm uns vollkommen verschließen, erlischt es.
Erst wenn wir ihm uns vollkommen verschließen, erlischt es.
Wenn es erlischt ist es nicht mehr da.
Folglich ist dann doch absolute Kälte und Dunkelheit möglich?
@lucan-7 Ja, wenn wir selbst es überhaupt nicht mehr wollen, das Fünkchen.
Wenn Gott "Wärme" oder "Licht" ist, dann ist er dort, wo Kälte und Dunkelheit herrscht, nicht anwesend.
Gott würde demnach also nicht "Alles" umfassen, sondern nur einen Teil.
Das stimmt auch nicht. Das kannst du vielleicht an dem Bild verstehen, das Jesus in der Bergpredigt zur Erläuterung bringt, warum auch wir unsere Feinde lieben sollen.
Matth 5,44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
45 damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Gott scheint überall (ist alles umfassend).
So wie man die Sonne ausschließen kann, indem man alle Rolläden runterlässt, so kann man auch die Sonne Gottes ausschließen und nicht an sich ranlassen. Dann wird es halt dunkel und kalt.
Man kann aber auch die Rolläden öffnen und Licht und Wärme reinlassen. Ebenso kann man sich auch für das Licht und die Güte Gottes öffnen.
Gott ist überall.
Damit würde Gott nur einen Teil der Realität umfassen. Er wäre dann auch nicht das "höchste denkbare Prinzip", denn dann müsste er wirklich alles umfassen, nicht nur einen Teil.
In der Bibel wird Gott als derjenige beschrieben, der Gut uns Böse erkennen kann (und wir durch das Essen vom Erkenntnisbaum auch). Inwiefern Gott beide Kräfte enthält und sie aber liebend benutzt, steuert und sie in sich vereint…oder ob er nur eine der beiden Kräfte ist? Ich weiss es nicht…
In der Schöpfungsgeschichte heisst es
Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist
Daraus geht für mich nur hervor, dass Gott darum weiss…aber nicht wie er beschaffen ist.
Durch Jesus weiss ich, dass Gottes Motivation und sein Wesen „gut“ ist - aber auch das sagt mir ja noch nichts darüber, wie sich dieses „gut“ bildet…nur dass er so ist.
@stern Was gut und was böse ist, wird doch in der Bibel ausreichend beschrieben.
Dann blendest Du evtl. einen Teil aus.
Nein. Ich verlasse mich auf Jesus Aussage, dass Gott gut ist.
Jesus hat Frieden mit Gott verkündigt, also muss der Mensch sich nicht vor Gott fürchten. Gott liebt die Menschen und hasst sie nicht - ich glaube nichtmal dass Gott hassen kann.
@stern Dazu fällt mir ein:
Der Zorn Gottes kann sich gegen fremde Völker richten, weil sie Israel als sein auserwähltes Volk bedrängen (Jeremia 10,25). Er kann sich aber auch gegen das eigene Volk wenden, weil es gegen die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit verstößt (Jesaja 10,1-4) oder Gott selbst missachtet (Ezechiel 5,7-15). Weitere Gründe für die göttliche Zornesreaktion sind die Selbstüberschätzung des Menschen oder die Auflehnung gegen Gott (5. Mose/Deuteronomium 1,26-36, Psalm 78,21-22).
https://www.die-bibel.de/ressourcen/basisbibel/glaube-und-religion/zorn-gottes
Ich bin bei dir, wenn Menschen ohne nach Gott zu fragen, und gerade sein Volk, Dinge tun, die „gottlos“ sind, dass er dann sagt was Sache ist…die sollen ja auch wissen, wo es langgeht.
Aber ich finde, DAS ist das primäre Ziel: den Menschen Gott bewusst zu machen. Sein Zorn mag gerechtfertigt sein, um sie zurückzubringen- aber nicht weil er einfach so zornig ist. Es ist dann der „heilige Zorn“.
Aber vielleicht steckt ja noch etwas anderes dahinter. Denn die Juden scheinen hier etwas anders zu denken:
"Wer hat je etwas gesagt und es ist geschehen, ohne daß der Herr es befahl? Geht nicht aus dem Mund des Höchsten hervor das Böse und das Gute?"(Klagelieder des Jeremiah 3, 37 - 38)
Gott ist verantwortlich für das Böse wie das Gute. Und der Mensch ist irgendwo mittendrin und rätselt über seine Gedanken, die aber nicht unsere sind. Und es hat trotzdem alles seinen Sinn, denn Gott ist der, der er ist...
Für mich scheinen die Juden - soweit ich sie hier verstehe, was ich mir aber eigentlich nicht anmaße - näher an der Realität zu sein, während die Christen sich ein Bild eines "absolut guten" Gottes konstruieren, das womöglich kaum sinnvoll innerhalb einer Lehre zu integrieren ist, welche die Schöpfung als gefallen sieht.
Schön und gut. Aber: Wenn jetzt jemand auf deine Anfangsfrage entsprechend geantwortet, d.h. gleich den Vers aus den Klageliedern zitiert hätte, hättest du dann gesagt: Ok, alles klar! Erledigt! ?
Kann ich mir nicht vorstellen.
...denn eine die Diskussion beendende Antwort ist das nicht, die Frage nach der Theodizee kommt danach erst.
(Nur zum besseren Verständnis, warum man hier von "Karussell" reden kann.)
Und überhaupt konstruierst du hier ein Polarität (jüdisches vs. christliches Denken), die nur aus deinen Worten heraus mir nicht ausreichend begründet erscheint.
lg Tatokala
Schön und gut. Aber: Wenn jetzt jemand auf deine Anfangsfrage entsprechend geantwortet, d.h. gleich den Vers aus den Klageliedern zitiert hätte, hättest du dann gesagt: Ok, alles klar! Erledigt! ?
Kann ich mir nicht vorstellen.
Nein, die Frage wäre dann noch, wie das mit der christlichen Vorstellung vom "guten Gott" zusammenhängt.
Meiner Ansicht nach kann es eigentlich nur darauf hinauslaufen, dass Gott in der realen Welt eben nicht "gut" ist, weil sein Reich eben nicht von dieser Welt ist. Und dass Gott hier eben nicht heilt oder hilft, jedenfalls nicht auf materielle Weise, sondern nur durch Glauben.
Ich weiss nicht, ob es derartige christliche Auslegungen gibt. Aber ich möchte das hier an dieser Stelle auch nicht weiter vertiefen... hat nichts mit dir zu tun, deshalb sorry dafür, aber für mich ist die Diskussion hier erst mal gelaufen.
dass Gott in der realen Welt eben nicht "gut" ist, weil sein Reich eben nicht von dieser Welt ist. Und dass Gott hier eben nicht heilt oder hilft, jedenfalls nicht auf materielle Weise, sondern nur durch Glauben.
Ich finde das jetzt nicht sooo eine riesige Erkenntnis - denn auf eine ähnliche Weise muss sich doch jeder durch den Glauben lavieren, sonst gäbe es doch keine Christen mehr - eigentlich logisch, oder? Die Erkenntnis, daß Gott zwar manchmal hilft, im Sinne eines "guten Gottes", aber manchmal eben auch nicht, ohne das es eine Erklärung dafür gibt - das ist doch eine Erfahrung, mit der sich jeder Christ schon mal irgendwie außereinandergesetzt haben dürfte.
Dass auch Christen von unerklärlichem Leid und Krankheit getroffen werden können, ist doch nun nichts Neues und insofern als allgemein bekannt vorauszusetzen. Gabs auch in christlichen Buchverlagen immer wieder Bücher, die sich (biografisch) damit auseinandersetzen, also kein totgeschwiegenes Thema.
Insofern finde ich:
Ich weiss nicht, ob es derartige christliche Auslegungen gibt.
eine etwas verwunderliche Aussage. Denn wenn dem nicht so wäre, dann wäre das schon eine sehr naive Vorstellung vom Christsein.
Allerdings ist es vielleicht auch ein Unterschied, ob du als Neuankömmling in eine Gemeinde kommst und entsprechende Fragen stellst: da werden auch Antworten gegeben, die eher Idealvorstellungen entsprechen, weil diejenigen denken, sie müssten eine bestimmte Erwartungshaltung erfüllen. Wenn du dagegen gemütlich mit einem Glas Wein mit jemandem zusammensitzt und fragst: "Wie hast du Gott in deinem Leben erfahren/erfährst du...?" mögen andere Antworten herauskommen. Aber die sind dann auch von individuellen Erfahrungen geprägt.
(Ich denke, diese Auslegung geht sogar noch weiter:
Aber die brauch man heute nicht mehr, denn zu ihrer Entstehungszeit gab es noch nicht den Atheismus als Alternative.)
Die Erkenntnis, daß Gott zwar manchmal hilft, im Sinne eines "guten Gottes", aber manchmal eben auch nicht
Wenn er "manchmal" hilft, oft aber auch nicht, dann wäre er ein ungerechter und kein guter Gott.
Trotzdem ist diese Ansicht wohl sehr verbreitet.
Findet Ihr die Frage nicht auch wichtig?" oder "Wir alle müssen uns dieser Frage doch stellen!„
Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie man sich diese Frage nicht stellen kann.
Wir glauben an einen guten Gott und sehen uns mit Leid konfrontiert…
Wir haben einen Herrn, der sagt: „bittet, und euch wird gegeben“ und müssen uns mit Mangel und Krankheiten rumschlagen. Jeder der das Christentum auch nur ein bisschen ernst nimmt, hat diese Fragen doch im Hinterkopf - und auch wenn er sie nicht jeden Tag wälzen mag, will er doch irgendwann eine Antwort darauf haben. Oder geht das nur mir so?
Wir haben einen Herrn, der sagt: „bittet, und euch wird gegeben“ und müssen uns mit Mangel und Krankheiten rumschlagen. Jeder der das Christentum auch nur ein bisschen ernst nimmt, hat diese Fragen doch im Hinterkopf - und auch wenn er sie nicht jeden Tag wälzen mag, will er doch irgendwann eine Antwort darauf haben. Oder geht das nur mir so?
Ich glaube fest daran, dass sich ein Teil von mir in absoluter Sicherheit und Geborgenheit befindet. Jesus sagte, sein Reich ist nicht von dieser Welt und er sagte bei anderer Gelegenheit, dass Gottes Reich mitten unter uns ist.
Ich glaube fest daran, dass sich ein Teil von mir in absoluter Sicherheit und Geborgenheit befindet
Das glaube ich dir gerne. Ich beantworte mir diese Fragen oft mit: ich weiss es nicht. Aber dadurch gehen sie ja nicht weg, sie sind nur nicht mehr so gewichtig schwer, sondern leichter, annehmbarer.
Das glaube ich dir gerne. Ich beantworte mir diese Fragen oft mit: ich weiss es nicht. Aber dadurch gehen sie ja nicht weg, sie sind nur nicht mehr so gewichtig schwer, sondern leichter, annehmbarer.
Findest du es als belastend, Fragen zu haben?
Die Fragen nicht, da hast du Recht. Aber die fehlenden Antworten musste ich erstmal lernen auszuhalten.