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Straft Gott?

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Stern
 Stern
Themenstarter
Beiträge : 2906

Hallo zusammen,

 

Dass Gott in der Bibel AT straft, ist mir bekannt.

Was mir aber letztens aufgefallen ist, ist dass Jesus nie von Strafe gesprochen hat. Sehr ihr das auch so oder interpretiere ich da was? 

Es gibt Konsequenzen von etwas, auch bei Jesus, also zB im Sinne von nicht ausreichend vorbereitet sein oder keinen Glauben haben  oder ähnliches. Aber nie straft er. Und da wir ja Gott in ihm sehen, würde das ja heissen, dass Gott auch nie straft. 

Kann ich jetzt also getrost alle jene Stellen ignorieren, die von Strafe reden? Ich meine schon…

Was meint ihr?

Antwort
96 Antworten
Martha
 Martha
Beiträge : 1442

@stern 

Jesus hat z.B. eine Strafrede gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer gehalten:

1 Da redete Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern

2 und sprach: Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt.

3 Alles nun, was sie euch sagen, dass ihr halten sollt, das haltet und tut; aber nach ihren Werken tut nicht, denn sie sagen es wohl, tun es aber nicht.

4 Sie binden nämlich schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; sie aber wollen sie nicht mit einem Finger anrühren.

5 Alle ihre Werke tun sie aber, um von den Leuten gesehen zu werden. Sie machen nämlich ihre Gebetsriemen breit und die Säume an ihren Gewändern groß,

6 und sie lieben den obersten Platz bei den Mahlzeiten und die ersten Sitze in den Synagogen

7 und die Begrüßungen auf den Märkten, und wenn sie von den Leuten »Rabbi, Rabbi« genannt werden.

8 Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, der Christus; ihr aber seid alle Brüder.

9 Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.

10 Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen; denn einer ist euer Meister, der Christus.

11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein.

12 Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

13 Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein.

14 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Häuser der Witwen fresst und zum Schein lange betet. Darum werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen!

15 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr Meer und Land durchzieht, um einen einzigen Proselyten zu machen, und wenn er es geworden ist, macht ihr einen Sohn der Hölle aus ihm, zweimal mehr, als ihr es seid!

16 Wehe euch, ihr blinden Führer, die ihr sagt: Wer beim Tempel schwört, das gilt nichts; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist gebunden.

17 Ihr Narren und Blinden, was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?

18 Und: Wer beim Brandopferaltar schwört, das gilt nichts; wer aber beim Opfer schwört, das darauf liegt, der ist gebunden.

19 Ihr Narren und Blinden! Was ist denn größer, das Opfer oder der Brandopferaltar, der das Opfer heiligt?

20 Darum, wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf ist.

21 Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt.

22 Und wer beim Himmel schwört, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.

23 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Minze und den Anis und den Kümmel verzehntet und das Wichtigere im Gesetz vernachlässigt, nämlich das Recht und das Erbarmen und den Glauben! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen.

24 Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber verschluckt!

25 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit!

26 Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde!

27 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr getünchten Gräbern gleicht, die äußerlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind!

28 So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

29 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Gräber der Propheten baut und die Denkmäler der Gerechten schmückt

30 und sagt: Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wir hätten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht.

31 So gebt ihr ja euch selbst das Zeugnis, dass ihr Söhne der Prophetenmörder seid.

32 Ja, macht ihr nur das Maß eurer Väter voll!

33 Ihr Schlangen! Ihr Otterngezücht! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen?

34 Siehe, darum sende ich zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur anderen,

35 damit über euch alles gerechte Blut kommt, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut des Zacharias, des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt.

36 Wahrlich, ich sage euch: Dies alles wird über dieses Geschlecht kommen!

Matthäus 23, Schlachter 2000

martha antworten
3 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@martha 

Das läuft für mich unter Konsequenzen.

stern antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1442

@stern 

Das läuft für mich unter Konsequenzen.

Das würde  dazu passen, dass Gott uns Fluch und Segen vorgelegt hat und setzt das Halten der Gebote voraus aus freiem Herzen;

"Und es wird geschehen, wenn all diese Worte über dich kommen, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Nationen, wohin der HERR, dein Gott, dich verstoßen hat," (5Mo 28,1; 5Mo 29,27; Hes 6,9) 

Dazu Jesus:

"Und wenn dein Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, einäugig in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden". (Jes 66,24; Mt 5,22; Mt 5,29; Jud 1,7) 

Wenn du so willst, rät Jesus zur Prävention. Er will, dass du das Leben wählst und nicht den Tod.

martha antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@martha 

Wenn du so willst, rät Jesus zur Prävention. Er will, dass du das Leben wählst und nicht den Tod.

Ja, so verstehe ich es.

stern antworten


neubaugoere
Beiträge : 19188

@stern 

Neuer Bund.

Vielleicht der Grund, warum Gott uns seinen Heiligen Geist gegeben hat?

neubaugoere antworten
7 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@neubaugoere 

Neuer Bund.

Vielleicht der Grund, warum Gott uns seinen Heiligen Geist gegeben hat?

Neuer Bund…ja, sicher…

Es zeigt mir jedenfalls, dass Gott nicht strafend ist von seinem Wesen her…sonst würde Jesus uns was anderes zeigen.

stern antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 968

@stern 

 

Was ist mit Hananias und Saphira

 

https://www.erf.de/hoeren-sehen/erf-plus/audiothek/bibel-heute/hananias-und-saphira/5222-5875

 

Für Ihre Lüge mussten sie sterben. 

 

Es gibt durchaus eine Strafe. Leider hier nur wegen was banales. Wegen dem blöden Geld.

meriadoc antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@meriadoc 

Ist es denn wirklich eine Strafe? Oder ist es "Handeln mit Ansage"?

neubaugoere antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@meriadoc 

Für Ihre Lüge mussten sie sterben. 

Ja, sie sind gestorben. Aber wieso, darüber sagt der Text in der Bibel nichts. Nach der Konfrontation mit ihrer Lüge. Da steht nichts von Strafe Gottes. 

Das interpretieren wir aber so. Stimmt es denn?

stern antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 743

@stern Es steht wirklich nichts von Sterben durch angebliche Strafe Gottes.

Die Redewendung, sie schämten sich in Grund und Boden, oder schämten sich zu Tode könnten m.E im Zusammenhang mit Hananias und Saphira stehen, oder gar von jener Situation abgeleitet worden sein.

LG lulute

luxlucetintenebris antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 392

@meriadoc 

Also wenn Gott auf diese Weise reagiert, dann kann das für Gott nicht banal gewesen sein. Ich glaube aber nicht daran, das es wegen Geld war. Ich denke sogar, dass Gott es für ok gehalten hätte, wenn sie ehrlich gesagt hätten: "Wir haben nicht das Vertrauen, alles zu spenden." Ich denke es war eher wegen dem Versuch Gottes Geist ganz bewusst vor allen anderen Gläubigen zu täuschen. Wären sie damit durchgekommen, hätte es vielleicht schnell andere Nachahmer gegeben, und damit wäre diese Gemeinde bald wieder Geschichte gewesen. Dann hätte man eh wieder wie ein Mensch von der Welt gelebt. Aber so kam eine Furcht (Ehrfurcht/Respekt gegenüber Gott) über die ganze Gemeinde und so wurden die übrigen Gläubigen vielleicht sogar davor bewahrt von all diesen Sachen wieder vereinnahmt zu werden, die in die Verlorenheit hätten führen können. 

 

LT 

loewentier antworten
Herbert52
(@herbert)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 225

@meriadoc 

Wieso ist sterben müssen eine Strafe, wenn doch das Leben danach weitergeht?

herbert antworten
Meriadoc
Beiträge : 968

@stern 

 

Wann soll Gott Strafe ausüben? Jetzt oder wenn das Gericht kommt? 

Würde Gott jetzt Strafen, würde man es doch sehen. Aber man sieht es nicht. Die Menschen werden immer brutaler und gleichgültiger und Grinsen wenn man von Gott spricht. Der Massenmörder lebt sein Leben, ist glücklich und gutgemährt und stirbt zufrieden. 

 

Keine Strafe hier

 

Aber dann??? Hölle auf ewig????

meriadoc antworten
1 Antwort
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@meriadoc 

Wann soll Gott Strafe ausüben? Jetzt oder wenn das Gericht kommt? 

Weder noch.

Durch das AT hat sich, zumindest bei mir, unterschwellig so der Gedanke eingeschlichen, dass Gott auch strafen kann, so ganz prinzipiell. Vielleicht auch noch eine aus Kindertagen übernommene Vorstellung.

Also wenn ich mir Jesus anschaue, dann straft er aber nicht. 

Für mich gibt es einen Unterschied zwischen Konsequenzen und Strafe.

Ob mir kalt ist, weil ich ohne Jacke rausgegangen bin oder ob mir kalt ist, weil Gott mich ohne Jacke rausgeschickt hat „zur Strafe“ - das sind zwei Paar Schuhe (ist unterschiedlich). Und letzteres sehe ich im NT nicht mehr. 

Keine Strafe hier

 

Aber dann??? Hölle auf ewig????

Nein. Jemand, der vom Prinzip her nicht straft, straft auch später nicht, wenn wir gestorben sind. Das wäre sehr unlogisch.

stern antworten


Jascha
 Jascha
Beiträge : 19

@stern 

 

Was bedeutet für dich "Strafe"?

 

Ist es eindeutig zu definieren oder muss der Kontext berücksichtigt werden?

jascha antworten
2 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@jascha 

Was bedeutet für dich "Strafe"?

Strafe (auf Gott bezogen) bedeutet für mich ein von Gott festgesetztes Maß an Konsequenzen, die aufgrund einer von mir verursachten Tatsache (fehlender Glaube, Hurerei, Lüge, usw…) von ihm für mich verhängt wird, mir auferlegt wird.

Ist es eindeutig zu definieren oder muss der Kontext berücksichtigt werden?

 
 
Ich finde es sehr eindeutig zu definieren. Und auch ein Kontext muss nicht vorhanden sein. Denn entweder ist Gott ein strafender Gott oder eben nicht. 

Jesus zeigt Gott als nicht strafend.

 
Mir fällt als Beispiel jetzt das Gleichnis der drei Knechte ein und den verschiedenen Geldbeträgen. Es sieht so aus, als würde Gott den dritten Knecht bestrafen - aber ist es nicht vielmehr so, dass dieser nur die Konsequenzen seines Handelns ausbaden muss? Der Auftrag lautete mit den Geldbeträgen zu wirtschaften, das war die Anforderung, die von ihm nicht erfüllt wurde. Dafür musste er das ihm zur Verfügung gestellte Geld wieder abgeben - er musste nichts von sich aus noch drauflegen. Das  wäre eine Strafe gewesen.
 
Dass er dann irgendwo im Nirgendwo landet und heulen und zähneklappern muss, auch das ist meiner Meinung nach nur eine Konsequenz. Er verweigert sich dem Leben (wie Gott es will)  und muss dann ausserhalb dieses Lebens bleiben. Keine auferlegte Strafe, sondern selbst initiiert .
 
 
 

 

stern antworten
Jascha
 Jascha
(@jascha)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 19

@stern 

 

Danke dir für den Einblick in deine Definition und deine Gedanken zu dem Gleichnis. Das verdeutlicht deine Perspektive gut.

Beste Grüße

jascha antworten
Meriadoc
Beiträge : 968
Veröffentlicht von: @stern

Nein. Jemand, der vom Prinzip her nicht straft, straft auch später nicht, wenn wir gestorben sind. Das wäre sehr unlogisch.

Dann schmeiss deine Bibel in die Tonne. 

meriadoc antworten
38 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@meriadoc 

Dann schmeiss deine Bibel in die Tonne. 

🙂

Nope.

Die ist ganz ok…also auch vom Inhalt her. Das AT ist voll von Strafen, ich weiss, aber Jesus zeigt uns jemand anderen…

Jemanden, vor dem du keine Angst zu haben brauchst. 

stern antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 392

@stern 

vielleicht sind die "Strafen" des AT letztlich auch nichts anderes als logische Konsequenzen. Bezogen auf die damalige Zeit und die Lebensweise der Menschen. Vielleicht verstehen wir das nur viel weniger, weil wir heute z.b. in ganz anderen Gesellschaftsformen leben, ein verändertes Gottesbild haben oder weil wir uns schlicht und einfach die Politik und das Gesetz der damaligen Zeit nicht mehr so gut vorstellen können.

Theoretisch wissen wir

- Gott und andere Götter spielten z.b. in Kriegen eine wichtige Rolle (z.b. Sieg= Gott hat uns geholfen/Niederlage= der Gott der Feinde war stärker)

- der Umgang mit Kriegsgefangenen war auch nicht immer so dolle, es gab durchaus gegenseitiges Niedermetzeln ohne Wenn und Aber, vor allem aus Rache und Vergeltung, ansonsten wurde man versklavt

- es gab anderen Umgang mit schweren Verbrechen oder überhaupt was als Verbrechen galt (z.b.Ehebruch). 

Wie würde Gott in so einer Zeit wirken? Was würden die Menschen mit Respekt betrachten? Immerhin hat es für Israel immer wieder Propheten gegeben, die sämtliche Konsequenzen angekündigt haben. Lange im Voraus und nicht plötzlich wie eine Strafe von oben herab.

Deshalb denke ich neben allen schwierigen Bibelpassagen entdecken wir hier immer wieder den gleichen Gott wie im NT. 

Gott kündigt an. In beiden Testamenten. Deshalb kann man beide nur zusammen verstehen. 

 

 

 

 

loewentier antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6093

@loewentier vielleicht sind die "Strafen" des AT letztlich auch nichts anderes als logische Konsequenzen.

Genau. Strafen sind stets die "logischen Konsequenzen", die der Strafende dem zu Bestrafenden angedeihen lässt. Wer dem Mobster kein Schutzgeld bezahlt, hat die logische Konsequenz zu tragen, dass demnächst ein Brand in seinem Laden ausbricht. ^^

jack-black antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 392

@jack-black 

Eben nicht.

Sondern mein Ansatz war hier, das wir häufig mit Blick auf das AT "zu modern" denken könnten und es deshalb als unlogisch betrachten. Wir leben längst unter anderen Verhaltens- und Denkmustern, die zwar für Gott sicher auch nicht weniger schlimm sein könnten, aber uns vielleicht die Sicht auf damalige Zustände der Menschheit arg verschleiern. 

Was ich auch vermute ist, dass, bevor Jesus kommen konnte, für die Menschheit noch viel mehr auf dem Spiel gestanden haben könnte. Aber dabei dreht sich alles um das Fortbestehen seines Volk Israels. Gott beklagt mehrfach, dass die Völker ringsum mit seinem Volk schlecht umgegangen sind, sie sogar komplett von der Landkarte tilgen wollten, damit man ihres Namens nicht mehr gedenke. Das lag zum Teil daran, das sein Volk sich in der Welt selbst unbeliebt gemacht hatte als auch daran, dass manche Völker  auch wegen ihres Götzendienstes brutal gegen andere Völker vergingen. Beides ist im AT häufig der Grund, warum Gott Gericht kommen lässt. Solch ein Verhalten hat also im AT eine logische Konsequenz. Außerdem ließ Gott nie zu, dass die Völker Israel komplett ausradierten. Denn Gott hat sich festgelegt, dass durch diese Nation sein Rettungsplan für alle Nationen stattfinden sollte. 

 

Was ich damit sagen will:

Wenn man die Geschichten der Bibel vollständiger liest, kommt dabei häufig ein Grund heraus, warum dieses oder jenes Volk oder Einzelpersonen sozusagen gerichtet werden.

Z.b.

- wegen ihres Götzendienstes, dass die "ganze Erde" verunreinigt 

- wegen ihrer Brutalität anderen Völkern gegenüber 

- wegen Ungerechtigkeit an Minderheiten, Unbarmherzigkeit und Stolz auf gesetzloses Verhalten 

 

usw.

 

Also ich denke, ansatzweise eine Ahnung davon zu bekommen, warum gewisse Dinge so berichtet werden, bedarf mehr nur als eine kurze Bibellese, wo wir nur das offensichtlich Oberflächliche betrachten. 

 

LT

 

 

loewentier antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570
Veröffentlicht von: @loewentier

... mein Ansatz war hier, das wir häufig mit Blick auf das AT "zu modern" denken könnten und es deshalb als unlogisch betrachten.
Wir leben längst unter anderen Verhaltens- und Denkmustern, die zwar für Gott sicher auch nicht weniger schlimm sein könnten, aber uns vielleicht die Sicht auf damalige Zustände der Menschheit arg verschleiern.  

Genau das denke ich die ganze Zeit beim Nachlesen dieser Diskussion. 
Unser Denken ist ein ganz anderes, auch unsere Kinder werden anders als mit 'Strafen' erzogen. 
Dafür gibt es heute den Begriff 'Konsequenz', aber für das Kind fühlt sich das sehr ähnlich an.
Und dann gibt's ja immer noch Kulturkreise, die nicht so denken wie wir. 

chai antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 743

@loewentier Jesus hat gewiss nicht 3 Jahre seines Lebens geopfert um seine jüdischen Glaubensgeschwister mit dort damals längst not-wendig gewesenem wahrhaft glaubwürdigem Gottverstandnis und dessen Willen vertraut zu machen um hier 2000 Jahre lesen zu müssen, dass er offenbar für die Erlösung Israels vom Irrglauben, die Tötungsgesetze in der Tora seien wahrhaft göttlichen  Ursprungs.umsonsrt gar Kreuzigung in Kauf nahm.

Das Christentum beginnt mit dem Neuen Testament, wo Johannes nach dem Ratschluss des einen unsichtbaren aber allgegenwärtigen Höchsten Gottes Joh 17.3 dessen stets opferfreie Sündenvergebung durch Reue und Umkehr anbietet.

LG lulute 

 

luxlucetintenebris antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@loewentier 

vielleicht sind die "Strafen" des AT letztlich auch nichts anderes als logische Konsequenzen

Das habe ich im AT an vielen Stellen so nicht wahrgenommen.

Als Gott, der machen kann was er will und gleichzeitig dabei auch gerecht ist, muss man davon ausgehen, dass alles was er beschließt, also auch Strafen (Sintflut, Sodom und Gomorrha, Plagen), „nur“ die Konsequenzen eines gottlosen Lebens sind. Was ihm als Gott nicht gefällt, vernichtet er. 

(Im Grunde genommen haben wir dieses Narrativ noch immer mit dem Endgericht!)

Vor so einem Gott lebst du aber dein Leben in Angst. Denn du könntest ja vernichtet werden.

Jesus zeigt uns aber die explizite Annahme des gottlosen oder sündigen Lebens, nicht seine Vernichtung. Es gibt diese Konsequenz im Namen der Gerechtigkeit („vernichten, was mir nicht gefällt“) im NT nicht.

Der Mensch muss lernen in dieser Annahme zu leben - und nicht weiterhin in der Angst vor Strafe.

 

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29112

@stern 

Zum Beitrag

Jesus zeigt uns aber die explizite Annahme des gottlosen oder sündigen Lebens, nicht seine Vernichtung. Es gibt diese Konsequenz im Namen der Gerechtigkeit („vernichten, was mir nicht gefällt“) im NT nicht.

Hat ER nicht die Sünden am Kreuz vernichtet durch Seinen Tod?

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@deborah71 

Hat ER nicht die Sünden am Kreuz vernichtet durch Seinen Tod?

Ja, hat er. Trotzdem leben Menschen in Angst vor Gott, dass er einen bestraft. 

Ich wollte nur sagen, dass man das nicht braucht. Denn das Leben eines Sünders wird angenommen und verwandelt, nicht vernichtet.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29112

@stern 

Das kam nicht so klar raus. 

Wer Gericht zu Lebzeiten deutlich erfahren hat, war Herodes, als er sich als Gott feiern liess. Seine Lebenszeit wurde begrenzt. 

Im AT geben die Zahlensprüche auch Hinweise. Die Formulierung 'wegen drei und vier Sünden' = 7 bedeutet,  das Maß ist voll. Da geht es z.B. um Städte. Und Gott war so gnädig, dass er Abraham warnte und zu Fürbitte anregte, weil er nicht wirklich vernichten wollte. 

Auch das verdorbene Ninive bekam eine Warnung, denn Gott wollte nicht wirklich Unschuldige und Kinder mit den anderen mitvernichten. 

Sodom und Gomorrha war so verdorben, dass sie nicht mal mehr Engel und die Atmosphäre der Heiligkeit erkannten. Stattdessen wollten sie sie auf andere Weise 'erkennen', d.h. vergewaltigen. 

Wegen ein Stück Kuchen zuviel vernichtet Gott niemanden. Da müssen schon Belege kommen, dass ER die Nase voll hat. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@deborah71 

Wegen ein Stück Kuchen zuviel vernichtet Gott niemanden. Da müssen schon Belege kommen, dass ER die Nase voll hat. 

Und ich will darauf hinaus, dass er gar nicht mehr die Nase voll hat.

Wenn er seinen Sohn zur Rettung schickt, dann geht es ihm um Rettung und nicht um Strafe.

Dass es eines Tages soweit sein wird, dass getrennt wird, heißt für mich nicht, dass es eine beabsichtigte Strafe ist.

Strafen tut man ja üblicherweise zur Besserung und Sühne. Das ist ja zu dem Zeitpunkt des letzten Gerichts gar nicht mehr möglich. Also ist es keine Strafe.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29112

@stern 

Es gibt verschiedene Gerichte vor dem großen weißen Thron am Ende. 

Ein Belohnungsgericht für Gläubige, den Feuersee für Satan und sein Gefolge und Menschen, die sich mit ihm verbündet haben und Gott trotzig widerstanden. 

Soweit informiert uns die Schrift. Was danach passiert ist noch nicht offenbart. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@deborah71 

Ein Belohnungsgericht für Gläubige, den Feuersee für Satan und sein Gefolge und Menschen, die sich mit ihm verbündet haben und Gott trotzig widerstanden. 

Soweit informiert uns die Schrift. Was danach passiert ist noch nicht offenbart. 

Ok. So klar ist mir das nicht gewesen mit den verschiedenen Gerichten. 

Es reicht ja im Prinzip auch aus, zu wissen, dass es  eines gibt. Für unser Leben hier ist nicht mehr notwendig. Ausser noch, dass Gott gut ist. 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29112

@stern 

Auf der Seite von Gottes-Haus.de bei Martin Baron gib es zwei ältere Lehrstücke über die verschiedenen Gerichte bei den Predigten. Fand ich sehr entspannend und gut ausgearbeitet. Falls du da mal näher dich mit den Gerichten befassen möchtest, hättest du nun eine Quelle und müsstest es nicht aus der Bibel mühsam zusammensuchen. 

deborah71 antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 392
 

 

Als Gott, der machen kann was er will und gleichzeitig dabei auch gerecht ist, muss man davon ausgehen, dass alles was er beschließt, also auch Strafen (Sintflut, Sodom und Gomorrha, Plagen), „nur“ die Konsequenzen eines gottlosen Lebens sind. Was ihm als Gott nicht gefällt, vernichtet er. 

Hm. Ich glaube eigentlich nicht, das Gott einfach vernichtet, was ihm nicht gefällt. Sondern das er weiß, dass Vernichtung bzw. Gericht über Menschen kommt, sobald sich Menschen dauerhaft auf etwas anderes, als auf ihn verlassen. Denn wir lesen auch im NT das der sogenannte Zorn Gottes über Menschen bleibt, die in ihrem bösen Zustand verharren. Sie müssten dann diesen Becher voller Zorn selbst austrinken, da ist dann für sie kein Jesus wirksam, der den Zorn Gottes für sie beseitigen könnte. Das ist ein Thema des NT, das Gericht über Menschen auch bleiben könnte. Wieviel mehr denn erst im AT, als Jesus noch nicht gekommen war und als Völker versucht haben Gottes Zorn mit Opfertieren zu besänftigen. Es war auch eine Vorschrift für Israel. Verstehen wir modernen Menschen das noch?

Es geht hier letztlich drum zu verstehen, das Sünde offenbar immer Opfer fordert. Es geht gar nicht ohne. Deshalb ist Jesus zum perfekten Opfer geworden. Aber auch dieses Opfer hat seinen Wirksamkeitsbereich, nämlich dann, wenn wir unsere Sündhaftigkeit vor Gott bekennen und Gottes Rettung annehmen. 

 

 

 

loewentier antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@loewentier 

Hm. Ich glaube eigentlich nicht, das Gott einfach vernichtet, was ihm nicht gefällt

Das hat er im AT des öfteren bewiesen, dass er das genau so macht. Und dann irgendwann versprochen, dass er es nicht mehr machen wird.

Und gefühlt die ganze Christenheit fürchtet sich immer noch vor dem Tag des Gerichts, der einen danach eventuell in der Hölle schmoren lässt. Das ist irgendwie crazy…

Ich will diesen Tag nicht leugnen. Aber muss ich mich denn fürchten? Was passiert wenn ich auf die Liebe vertraue, die mein Vater für mich hat? Reicht das nicht? 

Ich würde sagen: es reicht.

 

stern antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @stern

@loewentier 

Hm. Ich glaube eigentlich nicht, das Gott einfach vernichtet, was ihm nicht gefällt

Das hat er im AT des öfteren bewiesen, dass er das genau so macht. Und dann irgendwann versprochen, dass er es nicht mehr machen wird.

Ich kann nicht behaupten, dass ich Gott immer verstehe 😐 es ist und bleibt wohl ein Spannungsfeld bis zum Lebensende auf dieser Erde. 

Ich kann nur erahnen, was es heißt, ein Heiliger Gott im Angesicht der Sündhaftigkeit von uns Menschen zu sein.

Ich bin bisher nur zu drei möglichen Schlüssen gekommen:

 

- Gott nimmt unsere Aussagen ernst (z.b. die Geschichte von Hananias und Saphira.) Er nimmt Betrug ernst, er nimmt aber auch die Worte von vollmächtigen Jesusnachfolgerin ernst. Ähnlich geschieht es auch im AT in der eher unbekannten Geschichte von König Ahasja und Elia. Ahasja schickt dreimal 50 Soldaten, um Elia verhaften zu lassen. Der Anführer fordert Elia jeweils auf: "Bote Gottes, du musst mit uns kommen." Woraufhin Elia antwortet "Wenn ich wirklich ein Bote Gottes bin, dann soll Feuer auf euch regnen und euch alle verbrennen." Und zweimal verbrennen alle Soldaten. Der dritte Soldatenanführer fürchtet sich aber, ich würde sagen er zeigte echte Ehrfurcht vor Gott und Gottes Prophet. Er wusste, dass ihm das gleiche wie seinen Vorgängern passieren würde. Er bat deshalb um das Leben seiner Soldaten und bekannte gleichzeitig, das er in den Dilemma stand einen königlichen Befehl ausführen zu müssen. Er und seine Soldaten wurden gerettet und Elia ging freiwillig mit.

Mein Fazit: Man muss aufpassen, was man in seinem vollmächtigen Dienst sagt. Es könnte ernst werden! Weil Gott uns ernst nimmt. Jesus sagte: "Wenn ihr nur einen Glauben wie ein Senfkorn hättet, würdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich hinweg und wirf dich ins Meer. Und es würde geschehen. Oder auch: "Was ihr auf Erden in meinem Namen binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein. Und was ihr in meinem Namen auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. 

Und gefühlt die ganze Christenheit fürchtet sich immer noch vor dem Tag des Gerichts, der einen danach eventuell in der Hölle schmoren lässt. Das ist irgendwie crazy…

Deshalb: Ich trenne hier echte Angst vor Gott von der Fähigkeit Ehrfurcht vor Gott zu haben. Das ist etwas ganz unterschiedliches. Denn wir wissen, das es nur einen gibt, der die Schlüssel zum Himmel und zur Hölle hat und das ist Jesus höchstpersönlich. Sollte man dieses Wissen auf die leichte Schulter nehmen?Es sollte uns vielmehr auf dem richtigen Weg halten, durchzuhalten, wie Gottes Wort oft sagt und uns davor bewahren vor dem Ende dieser Welt noch falsch abzubiegen. 

Ich will diesen Tag nicht leugnen. Aber muss ich mich denn fürchten? Was passiert wenn ich auf die Liebe vertraue, die mein Vater für mich hat? Reicht das nicht? 

Ich glaube als entschiedener Christ ist man , wie Gottes Wort sagt, bereits vom Tod zum Leben über gegangen. Der Gerichtstag wird kommen, aber Gott wird uns nicht richten, weil er schon Jesus dafür gerichtet hatte. Und wenn Jesus in uns ist, wird Gott das sehen und uns deshalb nicht richten. Deshalb brauchen wir keine Angst zu haben. Aber ich kann nicht leugnen, dass die Ehrfurcht vor diesem Tag bleibt. Das wäre auch mindestens angemessen. Denn an diesem Tag wird die Art Gerechtigkeit stattfinden, nach der im Grunde alle Menschen insgeheim geschrien haben. Ich finde es schon heutzutage beachtlich, was man in Kommentaren von ganz verschiedenen Menschen (gläubig oder nicht gläubig) liest, wenn es um Gerechtigkeit nach z.b. einem erlittenen Unrecht oder Verbrechen geht. Viele fragen sich, wann endlich echte Gerechtigkeit geschieht. Unsere eigenen menschlichen Gerichte können das jedenfalls nicht vollständig bewerkstelligen. Da gibt es zuviele Schlupflöcher oder falsche Zeugen oder schlechte Beweise oder zuviel Geld im Spiel usw. Bei Gottes Gericht allerdings wird alles offenbar. Davor habe ich tatsächlich großen Respekt. Es steht sogar in der Bibel das die Heiligen (also im Grunde alle, die Gottes Willen taten) als Zeugen gegen Ungerechten auftreten werden. Das wird kein kleines Ding sein. Das wird der größte, längste und unbestechlichste Prozess aller Zeiten werden. Davor keine Ehrfurcht zu haben, halte ich für unangebracht.

 

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Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 392

Die anderen 2 Schlüsse hatte ich vergessen 

 

2. Gott greift anscheinend punktuell in die Menschheitsgeschichte ein, um Schlimmeres im weiteren Verlauf der Zeit zu verhindern. Dazu zähle ich zum Beispiel Geschichten wie die Vernichtung oder Vertreibung von Völkern (Kanaan, hat in Gottes Augen mit ihrem Götzendienst das ganze Land "verunreinigt") bei der Landnahme Israels oder die  Geschichte von der Arche Noah (verdorbene Menschheit/anscheinend sexuelle Ausschweifungen als Gottes Grund)

Auch bei den Amalekitern erscheint mir Gottes Befürworten ihres Todes einen erheblichen Grund gehabt zu haben. Die Amalekekiter haben immer versucht Israel auszulöschen bzw. mindestens zu schwächen. In der Geschichte Esthers tritt Haman als Nachfahre dieses Volkes auf und versucht keine Kleinigkeit, sondern die Tötung aller Juden. 

3. Wie bei Ananias und Saphira kam hinterher eine "Furcht" auf die ganze Gemeinde. Das fungierte vielleicht als Schutz wieder völlig (mit solcher Art Machenschaften) in der Welt aufzugehen. Die Gemeinde hätte sich evtl. wieder aufgelöst oder hätte nur ein religiöses Konstrukt dargestellt, wo Gott oder die Götter ja nicht wirklich sehen würden was man im Geheimen tatsächlich tut. Ich denke Gott möchte, das wir ihn an seinen rechtmäßigen Platz stellen. Nicht wie eine tote Götter-Statue, sondern wie der lebendige Gott, der hört und sieht und auch handelt. 

loewentier antworten
Stern
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(@stern)
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@loewentier 

Deshalb: Ich trenne hier echte Angst vor Gott von der Fähigkeit Ehrfurcht vor Gott zu haben. Das ist etwas ganz unterschiedliches. Denn wir wissen, das es nur einen gibt, der die Schlüssel zum Himmel und zur Hölle hat und das ist Jesus höchstpersönlich. Sollte man dieses Wissen auf die leichte Schulter nehmen?Es sollte uns vielmehr auf dem richtigen Weg halten, durchzuhalten, wie Gottes Wort oft sagt und uns davor bewahren vor dem Ende dieser Welt noch falsch abzubiegen. 

Ja, ich würde das auch trennen. Und ja, Jesus selbst sagt, wir sollen den fürchten, der die Seele „verderben kann in der Hölle“…was immer nun mit Hölle gemeint ist, geht es ja darum, dass Gott das kann.

Aber er ist dabei nicht rachsüchtig oder bösartig. 

Allein schon deswegen, weil es überhaupt  zum retten passt. „Aus einer Quelle können nicht süßes und bitteres Wasser gleichzeitig kommen.“

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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Veröffentlicht von: @stern

@loewentier 

vielleicht sind die "Strafen" des AT letztlich auch nichts anderes als logische Konsequenzen

Das habe ich im AT an vielen Stellen so nicht wahrgenommen.

Als Gott, der machen kann was er will und gleichzeitig dabei auch gerecht ist, muss man davon ausgehen, dass alles was er beschließt, also auch Strafen (Sintflut, Sodom und Gomorrha, Plagen), „nur“ die Konsequenzen eines gottlosen Lebens sind. Was ihm als Gott nicht gefällt, vernichtet er. 

Als Person, die dann diese 'Konsequenzen' trägt, werden diese 'Konsequenzen' aber doch als Strafe empfunden. 
Möglicherweise ist diese Begriffstrennung auch ein bissel Haarspalterei. 

Vor so einem Gott lebst du aber dein Leben in Angst. Denn du könntest ja vernichtet werden.

Jesus zeigt uns aber die explizite Annahme des gottlosen oder sündigen Lebens, nicht seine Vernichtung. Es gibt diese Konsequenz im Namen der Gerechtigkeit („vernichten, was mir nicht gefällt“) im NT nicht.

Der Mensch muss lernen in dieser Annahme zu leben - und nicht weiterhin in der Angst vor Strafe. 

Auch diese Theologie ist mit Vorsicht zu genießen. 
Möglicherweise wird da auch ein nicht ganz unwichtiges Element ausgeklammert. 

chai antworten
Stern
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(@stern)
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@chai 

Möglicherweise wird da auch ein nicht ganz unwichtiges Element ausgeklammert. 

Nämlich welches?

Als Person, die dann diese 'Konsequenzen' trägt, werden diese 'Konsequenzen' aber doch als Strafe empfunden. 

Darum ging es mir nicht. Sondern ob Gott straft. Ganz grundsätzlich.

stern antworten
Chai
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(@chai)
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Veröffentlicht von: @stern

@chai 

Möglicherweise wird da auch ein nicht ganz unwichtiges Element ausgeklammert. 

Nämlich welches? 

Dass möglicherweise halt doch nicht alles so gut ausgeht. 
Je nach Lesart gibt es in der Bibel eben doch Strafen (oder Konsequenzen) für Fehlverhalten bzw. Unglauben. 
Komplett ausklammern kann man es nicht. 

Als Person, die dann diese 'Konsequenzen' trägt, werden diese 'Konsequenzen' aber doch als Strafe empfunden. 

Darum ging es mir nicht. Sondern ob Gott straft. Ganz grundsätzlich.

Wiederum je nach Lesart - deshalb ist ja Jesus gekommen, um diese Strafen zu tragen. 

chai antworten
Stern
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(@stern)
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@chai 

Dass möglicherweise halt doch nicht alles so gut ausgeht. 

Ja, darauf wird oft und deutlich hingewiesen. Aber es erfolgt meiner Meinung nach nicht als Strafe. Es hat, so denke ich, eher etwas mit deinem Bewusstsein zu tun und dessen Zustand.

deshalb ist ja Jesus gekommen, um diese Strafen zu tragen. 

Ich kann diesen Gedanken verstehen. Aber er impliziert leider, dass Gott strafen will und er auch jemanden zum bestrafen braucht.

Dieser Gedanke ist so …ungöttlich. Jesus zeigt nicht so einen Gott. Er zeigt ja einen, der auf Rettung aus ist statt auf Strafe.

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4570

@stern Ich kann im Endeffekt jede Interpretation stehenlassen.
(Nun ja - vermutlich eher 'fast' jede Interpretation)

Solange sie als Interpretation und nicht als 'absolute Wahrheit' zu erkennen ist. 

chai antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@chai 

Solange sie als Interpretation und nicht als 'absolute Wahrheit' zu erkennen ist. 

Hm. Hab ich das gemacht?

Ich möchte mich selbst natürlich gerne ernst nehmen, deshalb sind meine Gedanken mir wichtig.

Was ich habe, teile ich gerne mit anderen. Aber ich möchte meine Gedanken niemandem aufzwingen. 

stern antworten
Loewentier
(@loewentier)
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Veröffentlicht von: @chai
Veröffentlicht von: @stern

Als Person, die dann diese 'Konsequenzen' trägt, werden diese 'Konsequenzen' aber doch als Strafe empfunden. 
Möglicherweise ist diese Begriffstrennung auch ein bissel Haarspalterei. 

Das empfinde ich auch immer mehr so. Beide Begriffe werden oft als Synonym verwendet. "Konsequenzen" klingen irgendwie vielleicht netter. Das Ergebnis könnte man aber immer auch als Strafe empfinden 👀

Deshalb denke ich, das wir letztlich überlegen müssen ob es zwei Arten von Strafe geben kann: Gerechte und ungerechte Strafe.

 

 

 

 

 

loewentier antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@loewentier 

Deshalb denke ich, das wir letztlich überlegen müssen ob es zwei Arten von Strafe geben kann: Gerechte und ungerechte Strafe.

Das Prinzip der Strafe entspricht nicht der Liebe.

stern antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 392

@stern 

Hm, diese Aussage ist mir persönlich etwas zu platt. 

Die Liebe Gottes hört meiner Meinung nach auch dann nicht auf, wenn er straft/Konsequenzen zulässt. Ich denke einfach an etwas wie Erziehungsmaßnahmen. Ich glaube wir würden an viele wahre Ziele gar nicht erst kommen, wenn er uns einfach nur tot-lieben würde. Da würden wir ja gar nicht erkennen, ob wir richtige oder falsche Wege gegangen sind. Deshalb denke ich dass wir im Glauben mit beidem rechnen sollten: mit Gottes Liebe, aber auch mit konsequenter Gerechtigkeit.

 

loewentier antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@loewentier 

Deshalb denke ich dass wir im Glauben mit beidem rechnen sollten: mit Gottes Liebe, aber auch mit konsequenter Gerechtigkeit.

Liebe und Gerechtigkeit schliessen sich nicht aus. Liebe und Konsequenzen auch nicht.

Liebe und Strafe schon.

Es gibt in der Liebe keine Bestrafung. Das ist ein Widerspruch in sich. Du bestrafst niemanden, den du liebst. 

Gott fordert von uns, Barmherzigkeit. Glaubst du wirklich, dass er selbst es dann anders handhabt?

Die Gottesfurcht (im Sinne von Anerkennung seiner Macht) ist berechtigt. Das Vertrauen (Zutrauen) aber genauso.

 

stern antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @stern

@loewentier 

Deshalb denke ich dass wir im Glauben mit beidem rechnen sollten: mit Gottes Liebe, aber auch mit konsequenter Gerechtigkeit.

Liebe und Gerechtigkeit schliessen sich nicht aus. Liebe und Konsequenzen auch nicht.

Genau.

Liebe und Strafe schon.

Es gibt in der Liebe keine Bestrafung. Das ist ein Widerspruch in sich. Du bestrafst niemanden, den du liebst. 

Wenn du davon ausgehst, dass der Begriff "Strafe" nur negativ behaftet ist, müsste ich dir recht geben. Aber das ist er ganz allgemein gesehen nicht so. Und ich denke das ist in dieser Diskussion ein Punkt, an dem wir das gegenseitig so stehen lassen müssen. Ich denke, Strafe wird hier nur als falsch betrachtet.

Ich habe aber mal dem Internet (KI)eine Frage gestellt, allgemein wird das für Konsens gehalten:

"Eine Strafe ist nicht zwingend etwas Schlechtes, sondern ein zweischneidiges Schwert. Einerseits setzt sie klare Grenzen, hält soziale Ordnungen aufrecht und kann zur Einsicht führen. Andererseits kann sie bei falscher Anwendung Angst, Trotz oder Wut auslösen.
 
Ob eine Strafe als positiv oder negativ wahrgenommen wird, hängt stark von ihrem Zweck und ihrer Art ab:
 
Positive Aspekte (Sinn und Zweck)
  • Orientierung: Klare Konsequenzen helfen, Regeln zu verstehen und Sicherheit zu geben.
  • Gerechtigkeit: Sie dient dem Schuldausgleich, um begangenes Unrecht zu sühnen.
  • Prävention & Schutz: Strafen sollen abschrecken und die Gesellschaft vor Schaden bewahren." 

Und genau solche Positiven Eigenschaften würde ich für ebenfalls wahr halten. Deshalb frage ich mich die ganze Zeit schon, warum man nur die negativen Aspekte von Strafe anschaut und glaubt, das könne nur in diese Richtung gehen? 

Und nochmal wiederholend gesagt wird der Begriff Konsequenz mit Strafe und andersherum oft als Synonym verwendet. Und meine Kinder verstehen es scheinbar auch oft als dasselbe. Nur das die Verwendung"Konsequent sein" irgendwie netter ausgedrückt ist.

Ich vermute ja mittlerweile, das wir Menschen einfach ein ständiges Unbehagen in uns tragen und das wir vielleicht durch eigenes oder fremd verschuldetes Verhalten nicht gut auf den Begriff "Strafe" zu sprechen sind. Weil man damit ja auch scheinbar viel Schindluder treiben kann. 

Aber in Bezug auf Gott wird dann der Begriff Gerechtigkeit gefühlt so lange gestreckt, dass am Ende Gottes Gerechtigkeit dann nicht mehr wie ein ernst zunehmendes Thema ausschaut. Und das halte ich persönlich, bei aller Rede über die Liebe Gottes, für bedenklich.

Wenn Menschen nicht mehr wüssten, was sie am Ende ohne Gott erwartet, dann wäre das von Gott grob fahrlässig. Er stellt dieses Warnschild jedoch gut sichtbar auf, damit wir- was Strafe allgemein auch bedeutet- dieses als abschreckend wahrnehmen. 

Stattdessen schimpfen wir aber über die Möglichkeit der ewigen Strafe, das sie überhaupt existieren würde. Dann reden wir nur noch über die Liebe und das Gott doch am Ende irgendwie alles weg lieben würde. Wird schon passen oder so? Also ich finde man sollte weder das eine noch das andere nur auf einen Thron setzen, sondern beide Aspekte von Gott in einer Person anerkennen. Gott ist die Liebe. Gott ist die Gerechtigkeit. 

 

 

 

 

 

 

 

Gott fordert von uns, Barmherzigkeit. Glaubst du wirklich, dass er selbst es dann anders handhabt?

Die Gottesfurcht (im Sinne von Anerkennung seiner Macht) ist berechtigt. Das Vertrauen (Zutrauen) aber genauso.

Das eine schließt das andere meiner Meinung nach nicht aus. Schau dir Jesus selbst an. Er hat Menschen geheilt, sie mit Liebe und Kraft berührt. Er war barmherzig .Er hat aber auch Gericht angekündigt, Tische umgeworfen, klare Kante zu gewissen Themen gezeigt, Menschen sogar verworfen und ihnen gesagt, dass sie nie bei Gott ankommen werden 👀. Wenn einer das darf, dann er. Von einigen Dingen will ich selber lernen. Also nicht alles nur belobhudeln, sondern auch den Mund aufmachen, wenn es notwendig ist. Es gibt nicht umsonst die Gemeindeordnung die besagt, dass wir ermuntern und aufbauen sollen, aber auch das Ermahnen und Zurechtweisen. 

 

 

loewentier antworten
Stern
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(@stern)
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@loewentier 

Und ich denke das ist in dieser Diskussion ein Punkt, an dem wir das gegenseitig so stehen lassen müssen

Gerne.

Gott ist die Liebe. Gott ist die Gerechtigkeit. 

Für mich hat Gerechtigkeit so gar nichts mit Strafe zu tun.

und ihnen gesagt, dass sie nie bei Gott ankommen werden 👀

Wen meinst du? Den Jüngling?

Also nicht alles nur belobhudeln, sondern auch den Mund aufmachen, wenn es notwendig ist. Es gibt nicht umsonst die Gemeindeordnung die besagt, dass wir ermuntern und aufbauen sollen, aber auch das Ermahnen und Zurechtweisen

Ermahnen und Zurechtweisen ist für mich etwas anderes wie bestrafen. 

 

 

stern antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@loewentier 

Ich möchte abschließend noch kurz was dazu sagen:

Gott kündigt an. In beiden Testamenten. Deshalb kann man beide nur zusammen verstehen. 

Ich bin auch der Ansicht, dass man beide zusammen braucht. Das AT ist der Beginn und die Grundlage und dann kommt das NT mit einer Neuerung. 

Darauf wollte ich hinaus, dass Gott im AT ja durchaus gestraft hat (sagen wir mal pauschal als Erziehungsmittel) und ich das im NT nicht mehr sehe bei Jesus.

Da hat sich etwas geändert durch Jesus. Das ist wichtig! Gott bestraft nicht mehr, wenn du bei/in Jesus bist. 

Das ist etwas Neues, das es auch im Leben zu berücksichtigen gilt. Es gab eine Entwicklung - nicht nur in der Bibel, sondern auch in unserem eigenen Leben. Wo Gott vielleicht früher durch Strafen erzieherisch gewirkt hat, damit wir umkehren, ist nachdem wir Jesus angenommen haben als unseren Herrn, das gar nicht mehr nötig. Jesus zeigt uns einen nicht strafenden Gott.

stern antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 865

@stern 

Das Problem des christlichen Verständnisses des AT ist, dass es die mündliche Tora nicht hat und berücksichtigt. So kann es meines Erachtens zu Verständnisfehlern kommen.Gerade zu Strafen ist ja die mündliche Tora wichtig, weil sie z.b. den Widerspruch auflöst, dass im AT ständig von Todesstrafen die Rede ist,  es aber faktisch damals im Judentum die Todesstrafe kaum gab.

VG

Chey

chey antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 2906

@chey 

Das Problem des christlichen Verständnisses des AT ist, dass es die mündliche Tora nicht hat und berücksichtigt.

Ja, das stimmt.

Man hat nur die Schrift, ohne das tatsächlich stattgefundene Leben in der Gemeinschaft dahinter zu kennen.

Aber durch das NT wird dieser Blick auf Gott ja zum Glück auch gerade gerückt.

stern antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 633

loewentier:

vielleicht sind die "Strafen" des AT letztlich auch nichts anderes als logische Konsequenzen. Bezogen auf die damalige Zeit und die Lebensweise der Menschen.

[...]

Wenn man die Geschichten der Bibel vollständiger liest, kommt dabei häufig ein Grund heraus, warum dieses oder jenes Volk oder Einzelpersonen sozusagen gerichtet werden.

Z.b.

- wegen ihres Götzendienstes, dass die "ganze Erde" verunreinigt

- wegen ihrer Brutalität anderen Völkern gegenüber

- wegen Ungerechtigkeit an Minderheiten, Unbarmherzigkeit und Stolz auf gesetzloses Verhalten

usw.

[...]

2. Gott greift anscheinend punktuell in die Menschheitsgeschichte ein, um Schlimmeres im weiteren Verlauf der Zeit zu verhindern.

Das ist der Punkt; Gott zerstört und tötet nicht wahllos, er zerstört und tötet innere Wege, die uns von ihm trennen; Lüge, Angst, Finsternis*, Sünde, Götzen, Bitterkeit, Selbstzerstörung, Gefangenschaft*, Fesseln*, Sucht oder Zweifel; alles was uns innerlich bindet und langfristig seelisch, geistig und / oder körperlich zerstört und damit auch tötet.

 

*
Finsternis: Weg(gezogen) von Gott, in einem Zustand, in dem Licht, Klarheit und Wahrheit fehlen.

Gefangenschaft: Bindung an eine Macht, ein Muster oder eine Lüge, die uns die innere Freiheit nimmt.

Fesseln: Innere Ketten aus Angst, Sünde, Lüge und Dunkelheit, die die Seele einengen und den Menschen in einer Form innerer Knechtschaft festhalten.

(mit freundlicher Unterstützung durch Copilot ^^)

samira-jessica antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 743

@stern Genau so sehe ich es auch. Und das taten dann alle getreuen Nachfolger Jesus Christus ebenso Erst durch Jesus wurden seine jüdischen Glaubensgeschwister mit wahrhaft glaubwürdigem Gottverstandnis vertraut gemacht. 

Wie sonst wäre Johannes zu solchen  Folgerungen durch Jesus Gottesoffenbarung gekommen;.

Gott ist Liebe und wer in der Liebe bleibt bleibt in Gott. Niemand hat Gott je gesehen, aber wenn wir uns untereinander lieben so bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollkommen.

Auch Jakobus wählte klare Worte in Jak 1,13 die sinngenäss festhalten dass Gott weder zu Bösem auffordert noch Böses tut.Also weder tötet noch zum Töten für dies und das gesetzlich zwingt.

LG lulute

 

 

luxlucetintenebris antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

 

Wie sonst wäre Johannes zu solchen  Folgerungen durch Jesus Gottesoffenbarung gekommen;.

Gott ist Liebe und wer in der Liebe bleibt bleibt in Gott. Niemand hat Gott je gesehen, aber wenn wir uns untereinander lieben so bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollkommen.

 

LG lulute

 

 

Ja genau, wer in der Liebe bleibt. Und meine Rede ist zu verstehen, was passiert, wenn man nicht in dieser Liebe bleibt. Ich wollte das einfach nicht unter den Tisch fallen lassen. Denn der biblische Befund lässt nicht zu, dass nur das eine wahr ist und das andere etwa nicht. 

 

 

loewentier antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 743

@loewentier Wenn jemand sündigt, also sich lieblos=gottlos verhält, dem Doppelgebot zuwider handelt gilt er bei Jesus und Paulus lediglich als Tod, , wenn es ihn reut und davon umkehrt, als wieder lebendig geworden. Oder bei Jesus auch als verloren und wiedergefunden.

Siehe Jesus Gleichnis vom Verlorenen Sohn. LG lulute

luxlucetintenebris antworten


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