Warum dreht sich die Erde um die Sonne und nicht die Sonne um die Erde?
Ein Gedanke beschäftigt mich in letzter Zeit, warum hat Gott es eigentlich nicht so gemacht, dass die Erde im Weltall-Mittelpunkt steht und sich alle Sterne und auch die Sonne um die Erde drehen?
Das wäre doch besser für das Gottesverständnis und die Gottesfurcht, auch die Kirche war ja entsetzt und ihr Welt- und Gottesbild brach zusammen, als vor hunderten von Jahren jemand auf die Idee kam bzw. es durch eigene Beobachtung erhärten konnte, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht still im Welt-Mittelpunkt steht.
Daraufhin trat eine tiefe Enttäuschung ein und die Menschen fühlten sich irgendwie einsam und verlassen, Philosophen -allen voran vielleicht Friedrich Nietzsche - jammerten darüber, dass wir nur kosmische Eckensteher seien und verloren und unbeachtet im Welt all vor uns hin treiben würden.
Nun fing auch der Atheismus an, der zuvor keine Chance gehabt hätte.
Nietzsche bereitete in seiner Verzweiflung den Boden für den Nationalsozalismus vor, nur der mitleidloseste und stärkste hätte überhaupt ein Lebensrecht, es gibt keinen Gott, der da irgendwie richten könnte, wir müssen das Heft halt selber in die Hand nehmen, so wurde es zur Devise der Zeit.
Hätte Gott das alles nicht verhindern können, wenn Er dafür gesorgt hätte, dass bei der Schöpfung die Erde im Mittelpunkt bleibt?
Das ganze Universum ist so fein austariert, dass Lebewesen wie wir entstehen konnten.
Dabei müssen Naturkonstanten teilweise bis in die 40. Nachkommastelle stimmen, sonst fällt alles zusammen.
Und eine Folge davon ist nunmal, dass die größere Masse im Zentrum steht, nicht die 1000 Mal kleinere.
Wenn man ins All hinaus blickt, dann entdeckt man ohnehin Millionen weitere Sterne. Und sehr viele davon, das weiß man seit kurzer Zeit, tragen auch Planeten.
Noch haben wir zwar keine weiteren Lebewesen entdeckt, aber bislang konnten wir auch nur Sterne in unserer nächsten Umgebung untersuchen.
Veröffentlicht von: @blackholewir auch nur Sterne in unserer nächsten Umgebung untersuchen.
Und das mit noch relativ *groben* Beobachtungsinstrumenten.
Was würde erst ein Teleskopverbund , z.b auf dem Mond oder einem Asteroiden installiert, finden bzw nachweisen könne
p.s.
*grob* aus sicht einer technisch noch wesentlich weiter fortgeschrittenen Zivilisation
Für einen Menschen des Frühmittelalters wäre ja selbst ein simpler Toaster Magie*, mal von eiem Objekt wie Hubble ganz angesehen
*3. Clarksches Gesetz
„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“
Von den physikalischen Bedingungen hat schon jemand geschrieben, warum sich die Erde um die Sonne drehen muss.
Auf der metaphorischen Ebene würde ich deine Frage so übersetzen:
Warum dreht sich der Mensch um Gott und nicht Gott um den Menschen?
Auf der schuldfragenden Ebene würde ich deine hätte-Kette so übersetzen:
Gott ist schuld .............. an der Shoa.
Nitzsche jammerte auf hohem Niveau und kultivierte seine Depression aus der Gottesferne im Nihilismus.
Möglicherweise stand in seinem Buchregal sogar eine ungelesene Bibel. 😉
Veröffentlicht von: @deborah71Möglicherweise stand in seinem Buchregal sogar eine ungelesene Bibel. 😉
Das sah wohl ein bisschen anders aus
http://www.dober.de/religionskritik/nietzsche.html
Friedrich hat Kontakt- und Anpassungsschwierigkeiten; ist sensibel und introvertiert; musikalisch und literarisch (mit 10 Jahren erste Gedichte) begabt; besitzt gute Bibelkenntnisse (wird mit 10 Jahren "der kleine Pastor" genannt)
wird zusammen mit Paul Deussen konfirmiert (Deussen: "Wir wären bereit gewesen, sogleich abzuscheiden, um bei Christo zu sein.")
Studium der Theologie und klassischen Philologie in Bonn
Also, zumindest formal, wird er schon seine Bibel gekannt haben
Veröffentlicht von: @deborah71Gott ist schuld .............. an der Shoa.
Diesen Schluss hatte ich nach der konstruierte Kausalkette des TE auch, wollte es aber nicht so deutlich schreiben
Danke für den link mit dem Lebenslauf.
Ein erschütterndes Lebensbild eines hochsensitiven Menschen, der nicht als solcher begleitet und gefördert wurde.
Könnte Nietzsche möglicherweise Autist gewesen sein?
Über Autismus habe ich so gut wie keine Infos... daher kann ich nichts dazu sagen.
Eine erhöhte Sensibilität wird in deinem link angesprochen 😊
Nein.
Ich find's überhaupt witzig, wie jetzt hier über einen der wichtigsten deutschen Philosophen, über ein aussergewöhnliches Sprachgenie geredet wird, als sei er ein armer, kranker Wicht gewesen, aus dem was hätte werden können, wenn nicht...
Klassische Pathologisierung eines Andersdenkenden.
Sensibiliät ist keine Krankheit... sie ist eine Herausforderung für einen in dieser Weise Begabten und eine Ermöglichung in derartig philosophische Bereiche sich hineinzudenken.
😊
Veröffentlicht von: @deborah71Sensibiliät ist keine Krankheit...
Sensibilität [del]gleich[/del] Autismus.
Ich weiß und teile deine Ansicht. 😊
Veröffentlicht von: @deborah71Ich weiß und teile deine Ansicht. 😊
Gut. Ich mag harmonische Einigkeit! 😊
Mein Sohn ist auch Autist und keinesfalls ein armer und kranker Wicht! Ein Armer und kranker Wicht ist eher jemand, der alles, was nicht in seine Norm-Schublade paßt, als unnormal oder minderwertig ansieht.
Ich wollte jetzt aber keinen Autismus-Thread aus dieser Diskussion machen, denn das Thema ist eigentlich ein ganz anderes.
Veröffentlicht von: @deborah71Nitzsche jammerte auf hohem Niveau und kultivierte seine Depression aus der Gottesferne im Nihilismus.
Möglicherweise stand in seinem Buchregal sogar eine ungelesene Bibel. 😉
Nietzsche dürfe die Bibel besser als sonst jemand hier im Forum gekannt und auf ihre eigentlichen (d.h. nicht inhaltlichen, sondern ästhetischen) Qualitäten geachtet haben. Anders ließe sich der sprachliche Duktus seines "Also sprach Zarathustra" kaum erklären.
Scylla hat mir schon auf die Sprünge geholfen 😊
Veröffentlicht von: @draeggsaggEin Gedanke beschäftigt mich in letzter Zeit, warum hat Gott es eigentlich nicht so gemacht, dass die Erde im Weltall-Mittelpunkt steht und sich alle Sterne und auch die Sonne um die Erde drehen?
Zur Berühigung: Auch unsere Sonne steht nicht im Mittelpunkt der Welt.
Warum sollte Gott uns in den Mittelpunkt der Welt stehen? Das ganze Universum ist doch seine Schöpfung!
Und da, wo der Mensch sich in den Mittelpunkt stellt, da ist er gan sicher nicht mehr im Einklang mit dem Willen Gottes - denn unser "Fixstern" ist Gott selbst - und nicht "der Mensch"!
Ach ja.. vergessen
Veröffentlicht von: @draeggsaggNietzsche bereitete in seiner Verzweiflung den Boden für den Nationalsozalismus vor,
Nietzsche war der Prototyp des Anti-Deutschen, brach mit siener Schwester weil sie einen bekenneden Antisemiten heiratete
In "Jenseits von Gut und Böse" schreibt Nitzsche u.a.
wäre es "vielleicht nützlich und billig ..., die antisemitischen Schreihälse des Landes zu verweisen"
Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, in: Bd. IV, S. 718 (Nr. 251).
Weil sich eben nicht alles um den Menschen dreht und seine kleine Welt, sondern um Gott, der wie die Sonne ist.
Hallo Dreaggsagg,
entspricht nicht die Ellipse der Umlaufbahn um eine, wenn auch relativ, konstante Größe (Gott) der Lebenswirklichkeit?
Entfernung, Umkehr, Annäherung sind uns doch nicht unbekannt.
LG OpaStefan