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Warum leben wir hier?

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Themenstarter
Beiträge : 30188

Genesis gibt Weisheiten, wie wir geschaffen sind. Das AT zeigt eine gefallene Welt auf und Leid. Aber neben dem "wie"...beantwortet es nicht das "warum". Warum leben wir hier, warum eine (gefallene) Welt vor dem Jenseits. Anders als Muslime glauben wir nicht an Prüfungen und Tests. Also bleibt für mich die Frage...warum?

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Mariposa22
Beiträge : 1330

@undwenndoch 

vor dem Jenseits. Anders als Muslime glauben wir nicht an Prüfungen und Tests. Also bleibt für mich die Frage...warum?

Vielleicht ist es eine Art Schule. Satan ist der böse Lehrer, vor dem Jesus uns beschützt.

mariposa22 antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@mariposa22 Er beschützt aber auch Un- und andersgläubige, wie man täglich sieht. Könnte sein ja

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Kappa
 Kappa
Beiträge : 1626

@undwenndoch 

Also warum schreibst du "Wir" glauben nicht ;). 

Jede Versuchung ist eine Art Prüfung. Dazu gibt es auch biblische Vorbilder.

-Abraham, -Hiob

Ich denke schon das man das sagen kann.

 

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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@kappa Das war ein Fehler von mir

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Queequeg
Beiträge : 7591

@undwenndoch 

"Die Brücke am Kwai" - der Film,

hörte sich hier fehlgeleitet an, ist es aber vielleicht doch nicht.

Ich bin immer wieder fasziniert, wie filigran er den Hass, die Liebe und die Freundschaft zeichnet und gleichzeitig deren Unvereinbarkeit. Aber auch das stimmt nur bedingt, weil er mit gerade dieser Feinfühligkeit die leisen Töne der Annäherung aufgreift, so dass man ein nicht allzu kurzen Moment geneigt ist zu glauben, dass aus Feinden Freunde werden könnten.

Aber, wie das so im Film und im Leben ist, das Orchester des Lebens spielt nicht nur die leichfüssige Piccolo-Flöte sondern auch die große Pauke. Dabei geht in der Realität nicht nur die Brücke zu Bruch, sondern auch die gerade erst begonnenen Beziehungen der beiden Hauptakteure, die man inzwischen kaum noch als Feinde wahrnehmen kann.

Eine traurige Folgerung: auch wenn man sich noch so müht und gegen alle, auch innere Widerstände versucht konstruktiv zu sein - und das nicht nur beim Brückenbau - es schiert am Ende, weil auch die, die alles sabotiert haben und für das Scheitern verantwortlich sind, es im guten Glauben, es richtig zu machen, getan haben.

Beantwortet das die Frage, warum wir hier leben? Um koste es, was es wolle, das zu tun, was wir für richtig halten? Vermutlich immer im Glauben es richtig  und die Welt etwas besser zu machen?

Oder sind wir hier, um gegen alle eigene Grundüberzeugungen und gegen alles Befehle das zu tun, was gerade im Moment richtig ist, auch wenn wir verheerende Fehlschlüsse tun?

Oder hat die Frage des Hier-seins überhaupt nichts mit dem zu tun, wie wir hier leben?

In jedem Fall ein empfehlenswerte Film, der einem vielleicht viel zu sagen hat, wenn man ihn mit angesprochenen Fragen sieht.

queequeg antworten


Seidenlaubenvogel
Beiträge : 2325

@undwenndoch 

Warum leben wir hier, warum eine (gefallene) Welt vor dem Jenseits.

Wenn ich mich vom Schöpfungsbericht leiten lasse... 

... weil wir eine Sehnsucht nach "dem Mehr" haben. Im Menschen scheint angelegt zu sein, dass er nach etwas strebt, das ihm nicht bekommt und/ oder dass ihn überfordert.

Was ich daraus schließe...

... der Mensch ist aufgerufen, sich zu entfalten und sich parallel dem (was ich zuvor beschrieben habe) zu stellen, zu lernen wie er dies überwinden kann und seinen Platz (in Demut) zu finden.

seidenlaubenvogel antworten
Herbert52
Beiträge : 244

@undwenndoch 

 

Es ist in den Posts schon darauf hingewiesen worden, dass die Warum-Frage, wenn sie im Allgemeinen gestellt wird nicht produktiv ist. Ich gehe davon aus, dass Gott reine und wahre Liebe ist – was eine Umschreibung für den Umstand ist, dass ich / man nichts genaues wissen können. Geht man davon aus, dass die Liebe, wie wir sie kennen, ein Abbild der Liebe Gottes ist, kann man sich bestimmte Schlussfolgerungen ausdenken.

Liebe verlangt notwendig nach einem Objekt der Liebe, d.h. nach einer Entität die außerhalb des Liebenden ist. Dass ist die Schöpfung. Gott hat die Schöpfung und den Menschen geschaffen, weil seine Liebe sich unmöglich nur auf sich selbst beziehen kann. Daher hat Gott den Menschen geschaffen und den Mensch zu erste geliebt (1Joh.4). Ein wesentliche Eigenschaft des Menschen ist daher seine Liebesfähigkeit. 21.Joh.4,12) „Niemand hat jemals Gott geschaut. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.“  

So abstrakt das jetzt klingt, der Mensch ist geschaffen um zu lieben, Gott, sich selbst und den Nächsten.

Alle weiteren konkreten Frage ergeben sich aus der Frage, wie geht das, Lieben. Adam und Eva haben beschlossen, nicht darauf zu warten, bis Gott ihnen diese Frage beantwortet hat. Aus Liebe zu sich selbst, um sich vermeintlich etwas gutes zu tun, sie ihrer Selbstliebe nachgegeben und den ´Apfel` gegessen. Ob das Erliegen der Verführung unabwendbar war, kann keiner wissen. Aber die damit verbundene Freiheit, sich zwischen zwei Weg Entscheiden zu können, die ist unabdingbar. Denn nur aus freier Entscheidung heraus kann Liebe Wirklichkeit werden.

So lautet die zweite Antwort: der Mensch ist geschaffen, um sich frei für oder gegen die Liebe wie Gott sie versteht zu entscheiden. 

Dazu muss man natürlich wissen, was Liebe konkret ist. Das herauszufinden ist der dritte Grund. An dieser Stelle sehe ich auch den Übergang zum konkreten und individuellen Leben. Aus dem Warum wird ein Wozu oder besser noch ein Wie.

Auf diese Fragen gibt die Offenbarung eine Antwort. Die muss jeder für sich selbst herausfinden. Gleichwohl ich glaube, dass es für jeden Menschen eine Bestimmung gibt, hat man eine freie Wahl und somit wäre der vierte Grund: Finde heraus, was deine Bestimmung ist.

Man kann in sich hineinhorchen ein Gespür dafür zu bekommen. Letztlich läuft es auf Versuch und Irrtum hinaus. Man muss das Leben wagen, um es herauszufinden. Wer es das Leben aus Angst vor einer möglichen falsche Entscheidung nicht wagt, der hat sich meiner Meinung nach schon falsch entschieden. Denn man es vor sich selbst ehrlich und gut meint, dann ist auch eine falsche Entscheidung gerechtfertigt. Daher der fünfte Grund warum wir leben: Lebe ehrlich und gut zu dir und zu anderen.

Ps. Auch wenn sich der Beitrag schematisch anfühlt, so ist mir diese eine Hilfe, meine Gedanken zu ordnen.

herbert antworten


neubaugoere
Beiträge : 19188

Die gleiche Frage beschäftigte mich ... ich war damals unterwegs zu meinem Hauskreis. In der Bahn las ich meine Bibel und kam mit diesen Gedanken einfach nicht weiter, ich verstand nicht, warum nicht gleich alles gut sein kann, warum es erst noch eine Zeit davor geben soll, was es mit diesem tausendjährigen Reich auf sich hat.

Dann dieser Satz und diese Stimme in mir: 'Es ist mir nicht wichtig, ob du das verstehst. Mir ist wichtig, dass du meinen Sohn in deinem Herzen trägst.'

Was für eine Ehre, dass dieser große Gott, der Vater selbst zu mir spricht. Dieser Gott, der alles gemacht hat, der mich geschaffen hat zu sich hin in die Gemeinschaft, der mich gerufen hat und zu dem ich wieder gehören darf ... Das hatte mich umgehauen. Ich weinte, und weinte, und weinte. Auch als ich längst in der Gemeinde ankam, weinte und weinte ich. - Es ergreift mich heute noch, wenn ich daran denke. Was für eine Liebe. - Ich musste noch ein wenig warten, die anderen fingen schon an, dann erst hatte ich "mich beruhigt" ... konnte allen erzählen, was passiert war und wir lobten und priesen unseren großartigen liebevollen Gott.

Mir ist es nicht mehr wichtig, weil es Ihm nicht (so) wichtig ist. Ihm ist das Verhältnis zwischen seinem Sohn zu mir wichtig(er). Mich dürstet nicht mehr nach einer Antwort auf diese Frage. 

neubaugoere antworten
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