Was spricht für den religiösen Pluralismus?
Der religiöse Pluralismus ist die Auffassung, dass verschiedene Religionen gültige Wege zur Wahrheit sind und dass es verschiedene Zugänge zu göttlicher Transzendenz gibt. Es gibt mehrere Argumente, die für den religiösen Pluralismus sprechen:
- Vielfalt der religiösen Erfahrungen: Menschen auf der ganzen Welt haben unterschiedliche religiöse Erfahrungen und Zugänge zur Transzendenz. Der religiöse Pluralismus erkennt an, dass diese Vielfalt an Erfahrungen und Ausdrucksformen eine reiche menschliche Realität ist.
- Kulturelle und historische Kontexte: Religionen sind oft stark in kulturelle und historische Kontexte eingebettet. Der religiöse Pluralismus erkennt an, dass verschiedene Kulturen unterschiedliche religiöse Ausdrucksformen entwickelt haben und dass diese Ausdrucksformen in ihren Kontexten sinnvoll sind.
- Gemeinsame ethische Grundsätze: Viele Religionen teilen gemeinsame ethische Grundsätze wie Liebe, Mitgefühl, Gerechtigkeit und Frieden. Der religiöse Pluralismus betont die Möglichkeit einer gemeinsamen ethischen Grundlage, die über religiöse Unterschiede hinausreicht.
- Respekt für die Freiheit des Glaubens: Der religiöse Pluralismus betont die Wichtigkeit des Respekts für die individuelle Freiheit des Glaubens. Menschen sollten das Recht haben, ihre eigene spirituelle Reise zu wählen, und der Pluralismus fördert Toleranz und Akzeptanz gegenüber verschiedenen Glaubensrichtungen.
- Interreligiöser Dialog: Der religiöse Pluralismus fördert den Dialog zwischen verschiedenen Religionen. Durch den Austausch von Ideen und Perspektiven können Menschen ein tieferes Verständnis füreinander entwickeln und Brücken der Zusammenarbeit bauen.
- Gottesbeweis: Ein wichtiges Argument für den religiösen Pluralismus ist es, dass es in allen Religionen Menschen mit der Erfahrung der transzendenten Ebene der Wirklichkeit gibt. In allen Religionen haben Menschen Gott erfahren. Und es sind Tausende. Sie künden mit ihren Berichten, Büchern und Lehren von Gott, auch wenn sie oft eigene Begriffe dafür haben. Der beste Gottesbeweis ist die Erfahrung der Erleuchteten und Heiligen aller Religionen.
- Gott zeigt sich durch die Gesamtheit der Religionen: Erst durch alle Heiligen Bücher aller Religionen wird umfassend klar, was Gott ist und wie der Weg zu finden ist. Das Wissen aller Religionen ergänzt sich. Alle Religionen zusammen sind der größte Schatz der Menschheit.
- Unvollständiges Verständnis: Der Pluralismus akzeptiert, dass das menschliche Verständnis von Transzendenz begrenzt ist. Keine einzelne Religion kann alle Aspekte der göttlichen Wirklichkeit vollständig erfassen. Daher kann jede Religion eine begrenzte, aber gültige Perspektive bieten. Alle Religionen zusammen bilden das Gesamtbild von Gott ab. Aber letztlich ist Gott über allen Worten. Er kann nur erfahren, aber nicht wirklich erklärt werden.
Welche Menschen haben die Einheit aller Religionen vertreten?
Es gibt eine Reihe von Menschen, sowohl religiöse Führer als auch Philosophen, die die Idee der Einheit aller Religionen befürwortet haben. Hier sind einige Beispiele:
- Mahatma Gandhi: Gandhi war ein prominenter Anwalt für die Einheit aller Religionen. Er glaubte an die gemeinsamen ethischen Prinzipien, die in jeder Religion zu finden sind, und betonte die Notwendigkeit, diese Prinzipien in die Tat umzusetzen.
- Swami Vivekananda: Ein hinduistischer Mönch und Gelehrter, der die Idee der Einheit aller Religionen auf der Weltparlament der Religionen im Jahr 1893 in Chicago vorstellte. Er betonte die Idee, dass alle Religionen Wege zur Wahrheit und zur Erleuchtung bieten.
- Bede Griffiths: Ein christlicher Priester, der den interreligiösen Dialog förderte und ein Leben im Einklang mit den östlichen und westlichen spirituellen Traditionen führte. Er betonte die Bedeutung der Vereinigung von Ost und West in der Suche nach spiritueller Erkenntnis.
- Sri Ramakrishna: Ein indischer Heiliger, der die verschiedenen Wege zur Erleuchtung praktizierte und die Einheit der Religionen durch persönliche Erfahrung erkannte. Er sagte: „Wie viele Religionen, so viele Wege zur Erkenntnis Gottes.“
- Paramahansa Yogananda: Ein indischer Yogi und Gründer der Self-Realization Fellowship, der die Einheit der großen Weltreligionen und die gemeinsame Suche nach Gott betonte.
- Thich Nhat Hanh: Ein vietnamesischer buddhistischer Mönch und Friedensaktivist, der sich für den interreligiösen Dialog und die Idee der Einheit aller Religionen einsetzt.
- Huston Smith: Huston Smith (1919–2016) war ein einflussreicher amerikanischer Religionswissenschaftler, Philosoph und Autor. Er widmete sein Leben dem Studium der Weltreligionen und trug wesentlich zur Förderung des interreligiösen Dialogs bei. Er schrieb das Buch „The World’s Religions“ (Die Weltreligionen), das zu einem Standardwerk in diesem Bereich wurde. Sein Werk betonte die gemeinsamen Aspekte und universellen Themen, die in den unterschiedlichen Glaubensrichtungen zu finden sind.
- Eknath Easwaran: Ein indischer spiritueller Lehrer und Autor, der die Idee der Einheit aller Religionen in seinen Lehren und Schriften betont und einen interreligiösen Ansatz zur spirituellen Praxis fördert.
- Swami Sivananda: Ein hinduistischer Mönch und Yogameister, der die Einheit aller Religionen und die gemeinsame Suche nach Gott betonte. Er gründete die Divine Life Society, um die spirituellen Prinzipien zu lehren.
- Raimon Panikkar: Ein katholischer Priester und Philosoph, der die Idee der interreligiösen Spiritualität und die Vereinigung von östlichen und westlichen religiösen Traditionen vorantrieb. Wikipedia: „Raimon Panikkars Arbeit ist in mehrfacher Hinsicht eine Vermittlung zwischen verschiedenen „Welten“. Zunächst versuchen viele seiner Schriften eine Verständigung zwischen der christlichen und der hinduistischen Tradition zu befördern, indem sie Gemeinsamkeiten deutlich machen. Dabei konzentriert sich Panikkar eher auf den spirituellen Teil der Religionen im Gegensatz etwa zu Hans Küng, der stärker die ethischen Grundlagen und Gemeinsamkeiten betrachtet. Ein echter Dialog ist demnach erst möglich, wenn man sich in „Liebe und Sympathie“ zueinander öffnen kann und dabei die Wirklichkeitserfahrung des anderen teilt. Dabei geht es ihm nicht um eine Vermischung von Kulturen und Religionen. Auch ist es für niemanden notwendig, zu einer anderen Religion zu konvertieren. Vielmehr betont Panikkar die Möglichkeit für jeden Menschen, die eigene „Befreiung“ in seiner angestammten Religion finden zu können.“
Wikipedia: „Der religionstheologische Pluralismus (auch pluralistische Religionstheologie) ist ein Modell der Religionstheologie, also eine Form der theologischen Beurteilung anderer Religionen, die auf Gleichwertigkeit abzielt. Während der Exklusivismus nur die eigene Religion für wahr hält (siehe auch Absolutheitsanspruch) und der Inklusivismus zwar andere Religionen teilweise anerkennt, die eigene Religion jedoch als in irgendeiner Weise vorrangig, überlegen oder zentraler betrachtet, sieht der Pluralismus zumindest einige Religionen als prinzipiell möglicherweise gleichwertige Wege an. Das heißt jedoch nicht, dass alle Religionen oder religiösen Lehren, Praktiken etc. letztlich gleich wären und auch nicht, dass alle Religionen theologisch gleichwertig sind. Beispielsweise wird die Möglichkeit offen gehalten, dass für einen bestimmten Menschen eine gegebene Religion tatsächlich einen Weg eröffnet, eine andere gegebene Religion aber nicht. Bekannte christliche Theologen, die einen religionstheologischen Pluralismus vertreten, sind John Hick, Perry Schmidt-Leukel, Eugen Drewermann, Aloysius Pieris und Paul F. Knitter.“
@nils Religiöser Pluralismus gehört für mich zu einem demokratischen Staat, der Vielfalt erlaubt. Er ist ein Gebot der Freiheit.
Ich will auch die verschiedenen Religionen gerne achten und ich finde es oft interessant, über den Tellerrand zu schauen, um zu sehen, welches Bild von der Welt sich in anderen Kulturen geformt hat.
Manche Vorstellungen finde ich hilfreich wie z.B. die Persönlichkeitstypen im Enneagramm, das aus einer moslemischen Kultur entwickelt hat und auch die Chakren Lehre fand ich spannend.
Die geistigen Strömungen dienen ja aber nicht nur, um sich geistig zu orientieren und entsprechende Zusammenhänge zu erkennen. Wer sich für Jesus als seinen Herrn entscheidet, der öffnet nicht nur die geistige Tür in ein geführtes Kennenlernen der geistigen Welt (geleitet durch den Heiligen Geist), der kommt am Ende auch wo an: beim Vater.
Wenn Jesus sagt, dass er der einzige Weg zum Vater ist, dann mag es andere Wege geben, Gott zu begegnen - aber nur über Jesus können wir als Gottes Kinder zum Vater kommen. Das ist eine außerordentlich bevorzugte Position und aus diesem Grund finde ich den Weg zu Jesus als den attraktivsten überhaupt.
Es mag sein, dass der Buddhist ins Nirvana eingeht, sich mit der Welt eins fühlend ins Nichts auflöst. Da kann ich nur sagen: Schade um diese Persönlichkeit! Als Kind Gottes hätte sie eine ewige Perspektive gehabt.
Von daher kann ich viele Religionen achten - aber am Ende nur eine empfehlen. Und ich wünsche mir mit meinem Vater im Himmel zugleich, dass alle Menschen den Weg zu Jesus finden und über Jesus zum Vater im Himmel.
Was spricht für einen religiösen Pluralismus?
@deborah71 Tja, Christen machen sich aber haufenweise Bildnisse.
@suchender_345ab
Tja, Christen machen sich aber haufenweise Bildnisse.
@deborah71 Bildnisse in jeglicher Form, gedanklich, auf Leinwand, bildhauerisch. Das Christentum ist durchdrungen von Bildnissen (und Gleichnissen).
Wie ist Deiner Ansicht nach das Bilderverbot zu verstehen?
@suchender_345ab
Es ist kein Bilderverbot, sondern ein Bildnisverbot. Das ist etwas anderes.
Da geht es um Statuen von göttern (Stein oder Metall), um Holzpfähle oder Bäume, die einen Gott darstellen sollen wie Baal, Astarte, Artemis, Athene, Diana, Isis, Horus, Moloch(der war aus Metall), Zeus (Pergamonaltar) , Dagon (halb Fisch halb Mensch), Mithras, Ra,..... und der Vorstellung, dass der geist/dämon dann in dieses Standbild oder den Baum einfahren und gegenwärtig wäre. Diesen anderen göttern wurde dann geopfert. Entweder Tiere, Menschen oder Sex.
@deborah71 "Du sollst Dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen ... " (aus dem Text, den Du zitiert hast)
@suchender_345ab
Eine Kultfigur ist ein Bildnis, ein Gleichnis wäre z.B. eine Schlange für Satan, oder ein Baum für die göttin Astarte.
@deborah71 Wenn das Bildnisverbot sich darauf beschränken würde, was Du hier beschreibst, hätte es für uns keine Relevanz mehr. Wir bauen keine Statuen von Göttern wie es die Menschen damals getan haben. Mit einer solchen regional und zeitlich beschränkten Deutung von alt-testamentarischen Texten hätte aber ganz vieles aus der Bibel keine Bedeutung mehr für uns. Ja, fast die ganze Bibel könnte man dann als irrelevant für uns Heutige ansehen. Ich glaube das überhaupt nicht.
@suchender_345ab
Das Bildnisverbot ist immer noch relevant. Bist du informiert darüber, was sich Menschen in ihre Wohnungen stellen und anbeten und zu ihrem Gott machen, statt den ewigen Gott, den Allmächtige zu ehren und ihm den Rettungsweg zu glauben?
@deborah71 Also, ich weiß ja nicht in welchen Wohnungen Du unterwegs bist, aber mir ist so was noch nicht begegnet 🙂 Vielleicht war ich immer in den falschen Wohnungen, oder eben in den richtigen 🙂
Warum sollte es außerdem relevant, ob ich mir eine Statue in meine Wohnung stelle? Ich kann auch ohne Statue irgendwas oder irgendjemanden anbeten. Aus dem was Du schreibst, erkenne ich immer noch keinerlei Relevanz für uns Heutige. Einer solchen Deutung des Bildnisverbots fehlt für mich die tiefere spirituelle Dimension, die doch gerade durch Jesus dem Gesetz Mose hinzugefügt wurde. In der christlichen Gemeinde, ich der ich nach meinen ersten Erfahrungen mit Gott geistlich aufwuchs (eine frei-evangelische Gemeinde, kurz FEG) sagte der Pastor einmal, im AT habe Gott nur Sandkasten gespielt. Jesus hat dieses Sandkasten-Spiel auf eine höhere Ebene verlagert und für Erwachsene relevant gemacht (füge ich hinzu).
@suchender_345ab
Also, ich weiß ja nicht in welchen Wohnungen Du unterwegs bist, aber mir ist so was noch nicht begegnet 🙂 Vielleicht war ich immer in den falschen Wohnungen, oder eben in den richtigen 🙂
😀 Hast du noch nirgends Buddhafiguren bei anderen gesehen? Oder Kali (Hinduismus)? Die Nippesgeschäfte sind voll von solchen Dingern... dazu dann auch noch andere Kultsachen.
Einer solchen Deutung des Bildnisverbots fehlt für mich die tiefere spirituelle Dimension,..
Gott anbeten oder götzen... da ist die spirituelle Relevanz.
~~~
Aber mach doch mal einen konkreten Vorschlag für eine gewaltfreie Maßnahme á la Dalai Lama oder Ghandi, um den Islamisten Einhalt zu gebieten, die sich durch die Welt mordend bewegen aufgrund ihrer religiösen extremen Überzeugung.
@deborah71 Buddha-Figuren kenne ich. Aber in meiner "Einführung" in den Buddhismus wurde gesagt: Wenn Dich die Buddha-Figur beim meditieren stört, wirf sie in den Mülleimer. Buddha ist schließlich kein Gott. Da kann also von Anbetung also nicht die Rede sein. Ansonsten kenne ich natürlich religiöse Accessoires, im Christentum (Kruzifixe, Heiligenbildchen etc.) genauso wie in anderen Religionen.
Ich sehe das so: Wenn jemand sich in der heutigen Zeit mit kleinen Figuren beschäftigt und diese "anbetet", dann spielt er ein harmloses Kinderspiel. Dann muss er erst noch erwachsen werden. Erst dann kann er die gefährlichen Erwachsenenspiele spielen, die wirklich ins Auge gehen können.
Das Bildnisverbot ist für mich sehr viel weiter greifend. Über eine seiner Bedeutungen habe ich zuerst in der Schule im Deutschunterricht gelernt, als wir den Roman "Stiller" von Max Frisch gelesen haben. Diese Lektüre lohnt sich! Siehe auch
------------------------------------
Was den konkreten Vorschlag angeht: Ich bin nicht Ghandi oder der Dalai Lama. Ich kann nur in kleinem Maßstab in meinem eigenen Leben versuchen den Weg der Gewaltlosigkeit zu gehen. Und das ist momentan schwer genug. Ich sah mich gerade in den letzten Monaten einigen Situationen ausgesetzt, in denen mein Ego schrie: Jetzt zurück schlagen! Das kannst Du nicht mit Dir machen lassen! Und ich habe gemerkt, dass man bereits im Kleinen sehr kreativ werden muss, um einen Weg der Gewaltlosigkeit zu gehen ohne sich dabei zu opfern und ohne sich hochmütig zum Heiligen zu stilisieren.
Was die mordenden Menschen in dieser Welt angeht, ist es mir aber egal, ob sie religiös oder anderweitig motiviert sind. Da mache ich keinen Unterschied.
@suchender_345ab
Max Frisch schreibt über Vorurteile und Innere Schwüre aus einer Verletzung heraus (die Lehrerin, die nie stricken wollte). Dieser Bereich wird auch in der Schrift thematisiert, aber nicht im ersten Gebot.
zu deinem untersten Abschnitt:
Emotionale Verantwortung und emotionales Persönlichkeitsfeld.
Manche verwechseln Gewaltlosigkeit mit Grenzenlosigkeit, weil sie nie gelernt haben, ein eigenes emotionales Persönlichkeitsfeld zu bewohnen. Sie sind irgendwie wie eine Sammelstelle für die Gefühle anderer und damit dauernd fremdbeschäftigt. Das Problem dabei ist, dass die Aufmerksamkeit und Anstrengung zuerst auf eine Schaffung eines von Aussen kommenden Friedens gerichtet ist, der aber keinen stabilen inneren Frieden bringt. Ist der Innere Friede vorhanden, dann kann man in allem innerlich ruhen und deeskalierender wirken.
Jesus sagte es so:
Joh 14,27 Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Dieser innere Friede kommt aus dem Frieden mit Gott durch Jesus und wird übertragen durch den Heiligen Geist (Röm 5,5). Die ersten Bestandteile seiner Frucht sind Liebe, Friede, Freude.... das kommt aus dem Inneren nach aussen zur Wirkung... Galater 5,22.
Der Einfluss geht über die persönliche Ausstrahlung und die Sprachwahl.
Also dieses Verbot des Bildnismachens ist doch sehr umfassend. Demnach darf man sich kein Bildnis von dem machen was auf der Erde ist?
Ich interpretiere das Ge- oder Verbot so, dass man sich keinen Ersatz für Gott schaffen soll, den man stellvertretend anbetet. Da bin ich inhaltlich eher bei den Ausführungen von suchender.
@enar
Luther wird zugeschrieben: Das Wort sie sollen lassen stahn....
und sich keine eigenen Wunschauslegungen machen.
enar: Ich interpretiere das Ge- oder Verbot so, dass man sich keinen Ersatz für Gott schaffen soll, den man stellvertretend anbetet ........Deborah71:und sich kein Bildnis von ihm aufstellen.
So zusammen wird ein Haus draus 😉
@deborah71 Luther wird zugeschrieben: Das Wort sie sollen lassen stahn....
Aus dem 4. Vers des wohl bekanntesten Reformationslieds Luthers "Ein feste Burg ist unser Gott"
Das Wort sie sollen lassen stahn
und kein’ Dank dazu haben;
er ist bei uns wohl auf dem Plan
mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib,
Gut, Ehr, Kind und Weib:
lass fahren dahin,
sie haben’s kein’ Gewinn,
das Reich muss uns doch bleiben.
Veröffentlicht von: @deborah71@enar
Luther wird zugeschrieben: Das Wort sie sollen lassen stahn...
Das Wort stehen lassen und nicht-interpretierend ausführen? Wirklich? Da gibt es genug Beispiele aus dem AT, wo das für uns wohl nicht mehr angebracht ist.
@enar
es nicht verbiegen.... 😉
Übrigens ist es interessant,wie die damaligen götter sich heute wieder zeigen... modern maskiert...
Jonathan Cahn, Die Rückkehr der Götter
Veröffentlicht von: @arcangelHerzensgute Menschen mit einer Ausstrahlung wie du sie beschreibst, sind in der Tat dünn gesät. Aber nur, weil jemand ein herzensguter Mensch ist, macht dies seine Aussagen und Meinungen nicht wahr.
Doch. Man erkennt spirituell fortgeschrittene Menschen an ihrer Ausstrahlung. Das ist ein guter Weg echte von falschen Heiligen zu unterscheiden. Wenn sie Liebe und Güte ausstrahlen, sind sie meistens auch gut.
Veröffentlicht von: @goodfruitReligiöser Pluralismus gehört für mich zu einem demokratischen Staat, der Vielfalt erlaubt. Er ist ein Gebot der Freiheit.
Ich will auch die verschiedenen Religionen gerne achten und ich finde es oft interessant, über den Tellerrand zu schauen, um zu sehen, welches Bild von der Welt sich in anderen Kulturen geformt hat.
Das ist eine gute Einstellung. Es ist auch völlig in Ordnung, dass der christliche Weg für dich der beste ist. Den Buddhismus hast du allerdings grundlegend falsch verstanden. Es geht nicht um die Auflösung ins Nichts. Es geht um den Weg des Erwachens und der Erleuchtung. Und wer erleuchtet ist, lebt im Licht und hat das Licht in sich. Nirvana ist nur ein anderer Begriff für das Paradies. Man muss das Ego überwinden, damit man ins Paradies kommt, das gilt für Christen genauso wie für Buddhisten. Ich habe darüber bereits in dem Thread über den Teufel geschrieben. Im Nirvana löst man sich nicht auf. Das hat der Dalai Lama ausdrücklich gesagt. Man existiert als Bewusstsein (als Seele) in einer glückseligen Dimension (in Gott) weiter.
Veröffentlicht von: @deborah713 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 4 Du sollst dir kein Bildnis
Es gibt nur einen Gott. Und dieser wirkt durch alle Religionen. Dieser Gott übersteigt aber alle Vorstellungen. Deshalb soll man sich kein Bild von ihm machen. Man kann diesen Gott nur erfahren, aber nicht wirklich beschreiben. Falsche Götter sind die Götzen des Materialismus. Solche Götter sollten wir nicht verehren.
@nils Falsche Götter sind die Götzen des Materialismus. Solche Götter sollten wir nicht verehren.
Du nimmst zwar das Gebot aus der Bibel, löst aber den Begriff der "falschen Götter" völlig von der biblischen Definition und hinterlegst es mit einer eigenen Bedeutung. Sicher gehört zu falschen Göttern alles, was ich neben den wahren Gott oder gar über ihn stelle, aber in der Bibel wird doch eindeutig von der Verehrung von Baal, Astarte, etc. gewarnt - und im NT tut Paulus das Gleiche.
Im wahrsten Sinne des Wortes: Der Teufel (ver)steckt(sich) im Detail. 👍
Beachtlich, wie schnell du das Gebot verdreht hast.
Es steht geschrieben, dass man sich keine götterstatuen etc von anderen göttern machen soll und sie anbeten, anstatt Gott anzubeten.
2. Mose 20, 1 Und Gott redete alle diese Worte: 2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis[1] machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, 6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
Ich reflektiere mal auf diese Behauptung von dir:
Es gibt nur einen Gott. Und dieser wirkt durch alle Religionen. Dieser Gott übersteigt aber alle Vorstellungen. Deshalb soll man sich kein Bild von ihm machen.
Und warum verstößt du gegen deine Aussage, indem du Gott-Heiliger Geist in dem Bild der Kundalini-Schlange (unreiner Geist) propagierst? , polytheistische Ansätze vertrittst, in deren Religionen es von götzen und götzinnen nur so wimmelt.
Übrigens heißt der götze des Materialismus Mammon in der Bibel.
Veröffentlicht von: @deborah71Ich reflektiere mal auf diese Behauptung von dir:
Es gibt nur einen Gott. Und dieser wirkt durch alle Religionen. Dieser Gott übersteigt aber alle Vorstellungen. Deshalb soll man sich kein Bild von ihm machen.
Und warum verstößt du gegen deine Aussage, indem du Gott-Heiliger Geist in dem Bild der Kundalini-Schlange (unreiner Geist) propagierst? , polytheistische Ansätze vertrittst, in deren Religionen es von götzen und götzinnen nur so wimmelt.
Übrigens heißt der götze des Materialismus Mammon in der Bibel.
Ich bin nicht gegen Bilder. Bilder von Gott können hilfreich sein. Aber man sollte sich immer klar sein, dass Gott letztlich über allen Bildern ist. Man sollte positiv mit den Bildern umgehen. Inwieweit hilft mir das Bild Gott näher zu kommen? Wenn es nicht hilfreich ist, sollte man es nicht verwenden. Aber vielleicht ist es für einen anderen Menschen hilfreich. Nach meiner Erfahrung muss man undogmatisch und mit guten inneren Gespür vorgehen, wenn man Gott erreichen will.
Gestern schriebst du sooo und heute schreibst du das Gegenteil.....
Was soll das denn?
@deborah71 Also mir ist das Bilderverbot (ich nenne es jetzt mal einfach so) sehr wichtig. Ich glaube, dass mir in meinem Leben schon viel Leid erspart worden wäre, wenn es Menschen leichter fallen würde, sich keine Bilder zu machen. Aber das ist eine persönliche Sache.
Sich kein Bild von Gott zu machen bedeutet, Gott nicht mit einer bestimmten Vorstellung von ihm gleichzusetzen. Wie Nils schrieb, übersteigt Gott alle Bilder. Nicht nur Gott im Übrigen, sondern auch jeder Mensch, der ja nach Gottes Ebenbild geschaffen ist. Das Bilderverbot ist deshalb auch auf den Menschen auszudehnen.
Wenn wir ein Bild von Gott anbeten, beten wir nicht Gott selbst an. Wenn wir ein Bild von unserem Partner lieben, lieben wir nicht unseren Partner. Durch ein Bild wird der anderen Person die Lebendigkeit und Wandelbarkeit genommen, und damit auch die Freiheit. Die andere Person muss immer auch Mysterium bleiben.
Gleichzeitig machen wir uns ja ständig Bilder, weil wir nun mal so denken. Ohne Bilder kämen wir gar nicht zurecht und Bilder können für uns, zumindest für eine gewisse Zeit, enorm hilfreich sein. In der Wissenschaft machen wir uns zum Beispiel auch Bilder, die wir dann Modelle oder Theorien nennen. Aber sie haben nicht ewig Bestand. Sie werden irgendwann durch neue und bessere Bilder ersetzt.
In Bezug auf Gott (und auf Menschen) müssen wir uns im Klaren darüber sein, dass es eben nur Bilder sind, die uns auch mal im Weg stehen können und die im schlimmsten Fall (wenn wir nicht von ihnen los lassen können) die Liebe zerstören.
Das ist zumindest meine Sichtweise und vielleicht hat es Nils ja ähnlich gemeint.
@suchender_345ab
Das "Bilderverbot" stammt aus den 10 Geboten und da steht nicht, dass man sich kein Bild/keine Statue von Gott machen soll, sondern keine Bilder/Statuen neben Gott machen soll und diese nicht an Gottes Stelle anbeten soll.
Etliche haben nicht genau gelesen und ein verändertes Gebot gemacht. Darüber wird dann fleissig diskutiert und diese Fehlinterpretation weiter verankert.
In der Zeit, in der es dem einfachen Bürger nicht möglich war, eine Bibel zu erwerben, wurde anhand von Bildern, Malereien von biblischen Geschichten, gepredigt. Dort sind dann Gott-Vater, Jesus und der Heilige Geist (meist als Taube) dargestellt worden. In der Kunst wird in alten Bildern sehr oft Jesus als brennende Kerze ins Bild einkomponiert, um die dargestellte Person als gläubig zu kennzeichnen.
Natürlich soll man sich auch nicht von einem Kreuz, einem Jesus am Kreuz, von einem Gegenstand, Hilfe erwarten. Das fällt unter den Bereich Talisman/Glücksbringer. Das sehe ich so wie du.
Gott selbst gibt uns bildhafte Vorstellungen durch seine verschiedenen Namen, wie z.B. der HERR ist mein Hirte. Da hat jeder einen Hirten vor Augen und alle guten Eigenschaften eines Hirten. oder... Herr der Heerscharen in Psalm 24.... Gott inmitten von Myriaden von Engeln.... oder Abba, lieber Vater, Papa... eine gute und warmherzige Vatereigenschaft...
Gottes Name ,IchBin, ist wie ein angefangener Satz, eine begonnene Verheißung, die zum Tragen kommt, wenn man sich an Gott wendet in einer Situation:
IchBin ... dein Retter, dein Freund, dein Helfer, dein Beschützer, dein Versorger, dein Friede, deine Weisheit, deine Kraft, dein Hirte,.....
@deborah71 Was soll es bedeuten, dass man sich keine Bilder neben Gott machen soll? Das klingt so, als wäre Gott selbst ein Bild. Wenn damit aber etwas anderes gemeint ist (und davon gehe ich stark aus), dann bedeutet es genau das, was ich geschrieben habe, nämlich dass man kein Bild anbeten soll anstelle des lebendigen Gottes.
Historische Anmerkungen dazu, worauf sich ein biblischer Text ursprünglich bezogen hat und welche Bedeutung er im Lauf der Geschichte hatte, sind interessant, äußerst hilfreich und wissenswert.
Mich interessiert dann aber auch und in erster Linie, was der Text mir heute zu sagen hat.
@suchender_345ab
Was soll es bedeuten, dass man sich keine Bilder neben Gott machen soll?
Noch einen gott oder eine andere Macht, sowas wie Baal, Astarte, Belial, Moloch, Dagon, Mammon. Hatte ich ja neulich erklärt. Baal....einer der beherrscht, ein Tyrann oder Despot; Astarte...sexueller Tempelkult, sie ist verbunden mit Porno; Belial > gesellschaftliche Verdorbenheit; Moloch > Kinderopfer um den Gott gnädig zu stimmen oder zu bestechen Dagon > Fischgott der Philister, Brutalität (siehe die Geschichte von Simson und wie sie mit ihm umgegangen sind) Mammon > Materialismus, dem Geld, der Habgier verfallen
Das sind alles Wesenheiten, die hinter dem Chaos der Welt stehen und durch dafür offene Menschen wirken. Sie sind alles Gegenteile von Gottes gutem Wesen, wie es in seinen Namen beschrieben ist.
Historische Anmerkungen dazu, worauf sich ein biblischer Text ursprünglich bezogen hat und welche Bedeutung er im Lauf der Geschichte hatte, sind interessant, äußerst hilfreich und wissenswert.
Genau. Und deswegen versuche ich hier im Forum etliches davon einzubringen, was ich im Hebräischunterricht und in den zoom-meetings an Wissen einsammeln kann, damit man das Hebräische Buch und die damalige Zeit besser versteht. Von da aus kann man dann die Entsprechungen heute erkennen.>
Mich interessiert dann aber auch und in erster Linie, was der Text mir heute zu sagen hat.
Wenn wir die Bibel mit unserem humanistisch geschulten Verstand lesen, dann verpassen wir sehr oft eine ganze Menge an Bedeutung und der Güte Gottes und was für uns heute relevant ist.
@deborah71 Du meinst also, dass es diese anderen Mächte, wie etwa Baal, tatsächlich gibt und sie durch Menschen wirken können? Zumindest habe ich Dich jetzt so verstanden.
Wenn man die biblischen Texte nur aus den ursprünglichen Bedeutungen heraus für die heutige Zeit interpretiert, verpasst man meiner Ansicht nach auch einiges. Vor allem kann man es sich dann bei manchen Geboten sehr leicht machen, wie am Bildnisverbot sehr gut zu erkennen ist. Denn, wie bereits erwähnt, welche Relevanz hätte dieses Gebot heute noch, wenn wir es auf das Bauen und Anbeten von Götterstatuen beschränken würden?
Meine Sichtweise ist die, dass Jesus das Gesetz Mose auf ein "höheres Level" gehoben hat und ihm damit eine Relevanz gegeben hat, die für alle Zeiten gleich bleiben wird. Das sieht man an vielen Textstellen, wo es heißt: "Euch wurde gesagt ... ich aber sage Euch ...". Ich halte es da wirklich mit meinem alten Pastor aus der FeG, der sagte im AT habe Gott nur Sandkasten gespielt.
@suchender_345ab
Ja, die alten götter und wesenheiten gibt es meiner Sichtweise nach immer noch. Denn "Geist" kann nicht absolut sterben.
Je nach Jahrhundert und Zeitgeist kaschieren sie sich und suchen, wo sie ein Schlupfloch finden.
Jesus hat das Gesetz erfüllt, so wie es Gottes Willen entsprach und nicht nach dem, was Menschen draus gemacht hatten.
Das sieht man an vielen Textstellen, wo es heißt: "Euch wurde gesagt ... ich aber sage Euch ...".
Ja, genau. Da legt Jesus den Finger drauf, wie der Wille Gottes verdreht worden war und korrigiert.
Ich halte es da wirklich mit meinem alten Pastor aus der FeG, der sagte im AT habe Gott nur Sandkasten gespielt.
Wer weiß, was er meinte. Für mich klingt es ein wenig respektlos Gott gegenüber.
@deborah71 Wie ordnest Du diese alten Götter in das christliche Weltbild ein? Das müssen dann ja auch Geschöpfe Gottes sein. Gefallene Engel oder was?
Also ich glaube, dass wir einigen Aberglauben aus alten Zeiten überwunden haben. Der taucht dann natürlich in anderer Form auch mal wieder auf, keine Frage. Aber der Grund, warum wir heute zum Beispiel keine Hexen mehr töten ist der, dass wir nicht mehr an Hexen glauben. Das wäre ein Beispiel für einen überwundenen Aberglauben.
Ich glaube außerdem nicht, dass Jesus in der Bergpredigt etwas Verdrehtes wieder korrigiert, sondern dass er die eigentliche tiefergehende Bedeutung klar macht, die zuvor der Allgemeinheit der Juden schlichtweg unbekannt war. Und dass er damit das Wesen Gottes deutlicher macht als es davor je gewesen war.
Die Aussage des Pastors fand ich damals auch respektlos. Aber heute, nach etwa 25 Jahren, erschließt sich mir das langsam.
@suchender_345ab würdest du es denn als Aberglauben bezeichnen, wenn ich sage, dass es die Götter, vor denen in der Bibel gewarnt wird, tatsächlich existieren, aber nicht zu den Geistern zählen, die Gott dienen und ihm ergeben sind?
Das mit den Hexen ist eine Sache für sich. Die Beschäftigung mit okkulten Praktiken und die Zusammenarbeit mit bösen Mächten ist in unserem aufgeklärten Zeitalter seltener geworden, deshalb gibt es auch weniger paranormale Phänomene und der Grund fällt weg, Menschen als Hexer oder Hexen zu identifizieren.
Aber meiner Meinung nach gibt es solche Menschen immer noch.
@enar Schwierige Frage. Da fehlt mir schlichtweg die Erfahrung und deshalb kann ich nichts darüber aussagen. Aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen kann ich für mich weder die Existenz noch die Nicht-Existenz dieser Geistwesen ableiten. Aber es erscheint mir unlogisch, dass diese Geistwesen, wenn es sie gibt, sich heute nicht mehr so stark bemerkbar machen, nur weil wir in einem anderen Zeitalter leben. Da erscheint es mir logischer, dass es sich dabei um Aberglauben handelt.
Ich kenne aber Menschen, die an so etwas wie Zauberei glauben und gerne anderen die Schuld geben, wenn es ihnen schlecht geht. Und da habe ich eine ganz andere Meinung. Jeder kann und sollte sich selbst um sein seelisches Wohlergehen kümmern. Wenn es mir schlecht geht, dann suche ich die Ursache in mir selbst und finde sie in der Regel auch.
@suchender_345ab Es gibt Menschen, die sich von Geistwesen verfolgt fühlen. Aufgrund der heute vorherrschenden materiellen Sichtweise der Medizin landen solche Menschen in den Psychiatrien und werden mit chemischen Mitteln behandelt. Was mich dabei nicht wundert ist, dass die meisten dieser Patienten ihre Beschwerden nicht los werden.
Man kann nicht sagen, dass die Dunkelmächte heute nicht mehr wirken würden, aber sie werden in der zivilisierten Welt nicht mehr offen und massenhaft angebetet.
Mit Einflüsterungen und Versuchungen wirken sie aber auch auf die heutige Menschheit.
@enar Ich kenne auch persönlich eine Frau, die visuelle Visionen von Engeln und Dämonen hat. Aber was sie mir darüber erzählt hat, hat mich nicht überzeugt. Sie selbst dachte irgendwas in der Richtung, dass die Engel ihr zeigen, welche Menschen vertrauenswürdig sind und die Dämonen, mit welchen Menschen sie sich lieber nicht einlassen sollte. Dies hat sich aber nicht als zuverlässig erwiesen. Sie ist damit sogar auf ziemliche geistliche Abwege geraten.
@suchender_345ab
Wie ordnest Du diese alten Götter in das christliche Weltbild ein? Das müssen dann ja auch Geschöpfe Gottes sein. Gefallene Engel oder was?
Ja, so was. Da gibt es auch Rangordnungen. z.B. im Buch Daniel ist die regionale Macht der Fürst von Persien genannt, gegen den der Engel Michael kämpft. Engel Gabriel muss ihm helfen, weil der Fürst von Persien ein sogenannter Starker ist. Dann wird auch der Fürst von Griechenland erwähnt.
Rangordnungshinweise findest du im Epheserbrief Kapitel 6,12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.
Diese Mächte der Finsternis wollen das friedliche Zusammenleben von Gott und Mensch und Menschen untereinander stören.
@deborah71 Das mit den Mächten der Finsternis könnte aus heutiger Sicht auch symbolisch gemeint sein. Es gibt ja Texte im AT, die ganz eindeutig symbolisch zu sehen sind. Warum also nicht auch die Mächte der Finsternis?
Was ich ganz spannend finde ist die Erfahrung, die man macht, wenn man sich ganz auf eine Sichtweise der Realität einlässt. Man kann sich zum Beispiel sagen, dass alles Übernatürliche Unsinn ist und nichts davon existiert. Wenn man sich ganz auf diese Idee einlässt, wird sie zur Realität. Man ist dann irgendwann hundertprozentig davon überzeugt und alles, was man sieht, bestätigt diese Sichtweise. Genauso ist es aber auch mit jeder religiösen Sichtweise auf die Welt. Wenn man sich nur voll darauf einlässt (und auch Bestätigung bekommt durch andere Menschen, die dasselbe glauben), wird auch das zur Realität, an der irgendwann überhaupt keine Zweifel mehr bestehen.
@suchender_345ab
Man kann sich zum Beispiel sagen, dass alles Übernatürliche Unsinn ist und nichts davon existiert. Wenn man sich ganz auf diese Idee einlässt, wird sie zur Realität. Man ist dann irgendwann hundertprozentig davon überzeugt und alles, was man sieht, bestätigt diese Sichtweise.
Das Übernatürliche bleibt dann trotzdem Realität.
@adjutante Ich würde sagen, die Realität bleibt trotzdem die Realität.
@adjutante Es gibt allerdings Techniken, mit denen man Illusionen zerstören kann, zum Beispiel Zen-Meditation.
@suchender_345ab
Es gibt allerdings Techniken, mit denen man Illusionen zerstören kann, zum Beispiel Zen-Meditation.
Die halte ich für geistlich ungesund.
Ich vertraue Jesus. Da weiß ich, wer mir wirklich helfen kann.
@adjutante Ja, aber das musst Du doch nicht tausend mal hier schreiben. Das weiß doch inzwischen wirklich jeder. Solche Gesprächsbeiträge sind mir völlig unverständlich.
@suchender_345ab
So? Das wiederhole ich sehr gerne.
@adjutante Das kann auch eine Form der Selbstbestätigung sein. Denn wem soll das dienen außer Dir selbst?
@suchender_345ab
Dir zum Beispiel.
@adjutante Wie sollte das mir dienen? Wenn Du mir etwas Persönliches von Dir erzählen möchtest, höre ich gerne zu, finde es mit großer Wahrscheinlichkeit interessant, denke darüber nach und lasse es auf mich wirken. Aber das meiste von dem, was Du schreibst, kann ich auch in christlichen Faltblättern nachlesen, die mir jemand in der Fußgängerzone in die Hand gedrückt hat.
@suchender_345ab
Das nennt sich Lobopfer:
Hebr 13,15 So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.
@deborah71 Ich weiß was es heißt, Opfer für Gott zu bringen. Ich weiß auch, was es heißt sich für Gott der Lächerlichkeit preiszugeben.
Aber was Adjutante hier tut hat nichts damit zu tun, behaupte ich einfach mal. Ich sehe ihn ja nicht mal, er bleibt maximal anonym und versteckt sich hinter unpersönlichen Äußerungen, die genausogut ein andere getätigt haben könnte. Was sind seine Gedanken, was seine Gefühle? Was hat er im Leben erfahren? Wer ist Adjuntante? Ist er überhaupt ein Mensch? Oder vielleicht ein Chatbot?
@suchender_345ab
Nein, über pn.
@suchender_345ab
Lies mal Berichte von ehemaligen Esoterikern, wie real sich die Mächte der Finsternis zeigten und böse wurden, wenn Esoteriker sich von ihnen lossagten und ausgestiegen sind, nachdem sie zu Jesus gefunden hatten.
@deborah71 Ich schrieb ja schon weiter oben, dass vieles sehr real und wirkmächtig werden kann, wenn man fest davon überzeugt ist. Die Welt ist voll von Dingen, die keine eigentliche Realität haben, sondern nur in unseren Köpfen existieren, aber dennoch eine unheimliche Macht besitzen. Das Ding Nummer Eins dieser Art ist Geld.
@deborah71 Eine Erfahrung, die ich von mir selbst kenne (und die sicherlich viele kennen), ist folgende: Wenn ich mich einer geistlichen Praxis widmen möchte (ganz egal ob christlich oder nicht), dann kommen in mir Stimmen auf, die mich davon abhalten möchten. Wem das Wort "Stimmen" zu esoterisch klingt, kann es durch "Gedanken" ersetzen. Aber es sind nicht nur Gedanken. Auch der Körper wehrt sich dagegen. Zum Beispiel in der Meditation fängt die Nase an zu jucken oder es kommt ein Hustenreiz auf. Im Gottesdienst passiert ähnliches. Außerdem kommen mir "sündige" Gedanken zu Hauf.
Ich interpretiere dieses Phänomen so: Das System wehrt sich gegen Veränderung. Es versucht alles zu verhindern, was mich von meinen gewohnten Routinen abbringen könnte. Vielleicht hat es damit zu tun, dass Veränderung (die mit einem Umbau der neuronalen Strukturen verbunden ist) Energie kostet. Durch geistliche Praxis (ernsthaft betrieben) kommt es aber nachweislich zu einer solchen Veränderung. Da gibt es wissenschaftliche Untersuchungen dazu.
@suchender_345ab
Auch der Körper wehrt sich dagegen. Zum Beispiel in der Meditation fängt die Nase an zu jucken oder es kommt ein Hustenreiz auf.
Das kann ganz normale Gründe haben. Der Bronchialtransport verändert sich bei Entspannung.
Im Gottesdienst passiert ähnliches. Außerdem kommen mir "sündige" Gedanken zu Hauf.
Dazu fällt mir Asterix ein: "Schweig, Barde!" 😉
Ich gehe davon aus, dass du die Asterix-Bände kennst.
Und was machst du gegen die Störgedanken?
@deborah71 In der Meditation habe einen anderen Umgang mit Gedanken gelernt. Sie stören mich nicht mehr. Ich kann beobachten, wie sie kommen und wie sie gehen. Ich nehme sie nicht besonders ernst. Es ist so ähnlich als würde ich Wolken am Himmel vorüber ziehen sehen.
@deborah71 Ein aktives Gegensteuern oder Verbieten führt zum Gegenteil dessen, was ich möchte. Die Meditationspraxis scheint dazu zu führen, dass die Gedanken erst unbedeutend werden und am Ende ganz verschwinden (meine Erfahrung).
@deborah71 Du kannst ja selbst mal Zen-Meditation ausprobieren (5 Minuten reichen vielleicht schon) und mir dann von Deinen Erfahrungen damit berichten. Fände ich spannend.
@suchender_345ab
Nein danke.
In Psalm 1 steht die biblische Meditation:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen / noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! 3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, / der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
Das markierte Wort kann im Hebräischen mit Meditation übersetzt werden. Es ist ein murmelndes Lesen d.h. man predigt sich das Wort selbst und stärkt damit seinen Glauben.
@deborah71 Was kann es schaden, 5 Minuten in aufrechter Haltung zu sitzen und dabei seinen Atem zu beobachten? Mehr ist es nicht.
@suchender_345ab
Was kann es schaden, 5 Minuten in aufrechter Haltung zu sitzen und dabei seinen Atem zu beobachten? Mehr ist es nicht.
Weißt du, wieviele Menschen kurze Zeit später Selbstmordgedanken haben?
@adjutante Dann weißt Du aber, dass bei Dir etwas gewaltig nicht stimmt und dass Du Dich in psychiatrische Behandlung begeben solltest. Ich gehe nicht davon aus, dass das bei Deborah der Fall ist.
Wenn ich Christ bin und mein Herz in Gott verankert ist, dann sollen mich 5 Minuten sitzen umbringen? Ernsthaft?
@suchender_345ab
Dann weißt Du aber, dass bei Dir etwas gewaltig nicht stimmt und dass Du Dich in psychiatrische Behandlung begeben solltest. Ich gehe nicht davon aus, dass das bei Deborah der Fall ist.
Wenn ich Christ bin und mein Herz in Gott verankert ist, dann sollen mich 5 Minuten sitzen umbringen? Ernsthaft?
Nur keine Sorge. Da bin ich mir sicher, dass bei mir alles in Ordnung ist. Aber weißt du, wie oft Ärzte diesen Leuten nicht mehr helfen können?
@adjutante Ich kenne eher gegenteilige Berichte. Da hat Meditation Menschen das Leben gerettet hat.
@suchender_345ab
Ich kenne eher gegenteilige Berichte. Da hat Meditation Menschen das Leben gerettet hat.
Und deshalb willst du die Regeln für dich selbst bestimmen, was für dich gut ist?
@adjutante Mein Körper gibt mir eindeutige Rückmeldung, was für mich gut ist und was nicht. Ich habe zudem das Glück hochsensibel zu sein. Deshalb merke ich sehr schnell, wenn etwas nicht gut für mich ist und ich es meiden sollte.
@suchender_345ab
Mein Körper gibt mir eindeutige Rückmeldung, was für mich gut ist und was nicht. Ich habe zudem das Glück hochsensibel zu sein. Deshalb merke ich sehr schnell, wenn etwas nicht gut für mich ist und ich es meiden sollte.
Hast du Angst, das bisschen Kontrolle über dein Leben zu verlieren? Jesus sagt: "Ich bin es, der dich aus der Knechtschaft befreit hat." Was spürst du von der Kraft, die Jesus dir schenken will und von dem Glauben an Jesus, der in dir ist? Inwiefern verlässt du dich auf die Zusagen unseres Herrn Jesus? Spürst du, wie du dich dabei von Jesus abwendest und dabei doch weißt, wie sehr du Seine Zuwendung brauchst?
@adjutante Bißchen Kontrolle über mein Leben verlieren? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was Du meinst und was das mit mir zu tun hat.
@adjutante Angst sehe ich hier vor allem auf der Seite der bibel-treuen Christen, die mir von Warnungen erzählen, was man angeblich alles auf keinen Fall tun sollte.
@adjutante Und nein: Ich spüre überhaupt nicht, dass ich mich von Jesus abwende. Im Gegenteil. Das was ich tue, tue ich im vollen Vertrauen auf Jesus, dass er es gut mit mir meint. Und er enttäuscht mich nicht.
@adjutante Schau, ich erzähle Dir noch etwas aus meinem Leben: In einem angst-besetzten Glauben befand ich mich früher für viele Jahre. Das war ein Glaube voller Warnungen, Verbote aber auch voller Widersprüche. Irgendwann wurde dieser Glaube für mich unerträglich und hat mich fast in den Wahnsinn getrieben. Mir wurde irgendwann zum Glück klar, dass Gott so nicht ist. Hallelujah! Gott hat mich dann da raus geführt und über einige Irr- und Umwege zu einem positiven und angstfreien Glauben, zu einem lebendigen Glauben, zu einem Glauben der vielen Möglichkeiten und gleichzeitig des Behütetseins.
Ich weiß nicht, wie alt Du bist, aber ich kann Dir sagen, dass das Leben einige harte Schläge austeilen kann, von denen man in jungen Jahren oft noch keine Vorstellung hat. Gott kann einen da durchtragen und einem die Möglichkeit geben daran zu wachsen. Ich gebe meine Kontrolle in solchen Situationen sehr gerne an Gott ab und sage zu ihm: Herr, es geschehe jetzt Dein Wille. Ich weiß, dass es jetzt schwer wird für mich aber mit Dir kann ich da durchgehen. Sag mir, was Du jetzt von mir erwartest und ich will es tun. (Ob ich es dann tatsächlich immer schaffe, steht auf einem anderen Blatt.)
@suchender_345ab
Wenn du auch im Gebet bleibst, was ich deiner Erzählung zu entnehmen vermag, dann ist das stille Dasitzen und auf den Atem achten keineswegs schädlich.
Aber du könntest einen Schritt weiter gehen und nicht nur deine Gedanken beobachten, sondern selbst den Gedanken an Gott in dir bewegen. Das wird dich geistig immer fester mit ihm verbinden.
@enar Es gibt auch viele Menschen, die nicht beten, weil sie keinen christlichen oder anderweitig gott-gläubigen Hintergrund haben, und denen Zen-Meditation ebenfalls überhaupt nicht schadet.
Ich plädiere für mehr Offenheit. Einfach mal schauen, was es so alles gibt in der Welt. Auch das lernt man im Zen. Nur da sitzen und schauen, wie ein Baby, ohne die Dinge einzuordnen.
@suchender_345ab
Du bist aber wahrscheinlich getauft und hast von daher schon eine innere Beziehung zu Christus.
Diese Neugierde, die du da propagierst, kann auch nach hinten losgehen. In einem Post an Nils hier in diesem Faden wies ich darauf hin, dass man eine spontane Kundalini-Erfahrung bekommen kann. Die Kundalini ist eine sehr mächtige Kraft und kann sich schädlich sogar auf die körperlichen Organe auswirken.
Damit sollte man nicht spielen. Meine Erfahrung ist, dass man von Christus alles gezeigt bekommt, was für einen selbst und das geistige Wachstum notwendig ist. Und Christus erfüllt seine Nachfolger immer mehr mit seiner Kraft, je weiter sie auf dem Weg vorankommen. Im Vater Unser beten wir: Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!
Wer das glaubt, wird es auch an sich selbst erfahren. Wer es nicht glaubt, geht dann eben Umwege, die durchaus gefährlich sein können.
@enar Also erstens glaube ich nicht, dass ich durch meine Taufe als Baby eine Beziehung zu Christus habe, wobei ich das natürlich auch nicht ausschließen kann. Ich habe Jesus Christus auf jeden Fall in einer frei-evangelischen Gemeinde kennen gelernt und hatte dort ein intensives Erweckungserlebnis.
Zweitens kann im Leben vieles nach hinten losgehen. Ich habe vorhin mit einem guten Freund telefoniert, der sehr viele psychisch kranke Menschen kennt (und selbst früher Psychatrie-Patient war). Nach seiner Meinung werden viele aufgrund des christlichen Glaubens psychisch krank. Ich teile diese Meinung nicht und will damit nur sagen, dass es viele Standpunkte gibt, die alle in einem gewissen Rahmen ihre Berechtigung haben, weil sie auf der Erfahrung und Beobachtung von Menschen basieren.
Ich persönlich will kein angst-besetztes Leben mehr führen. Ich höre auf mein Herz. Und wenn von dort der Impuls kommt, Zen-Meditation zu üben, dann tue ich das. Und ich bekomme ja auch eine Rückmeldung, ob es für mich gut ist oder nicht.
@suchender_345ab
Zu meinen Aufgaben gehörte medizinische Atemtherapie. Auch ohne Zen-Hintergrund kann man sich in einen alpha-Zustand atmen. Dabei öffnet man sich aber nicht für den dämonischen Hintergrund.
Zu meinen Aufgaben gehörte Progressive Muskelentspannung anzuleiten. Eine esoterische Dame nahm teil. Gegen die Hausgeräusche hatte ich ganz leise Hintergrundmusik, christliche klassiche Gitarre. Die Kundalini-Schlange in ihr hat das wohl nicht ausgehalten, denn auf einmal sagte die Dame: "eine Schlange kommt aus meinem Körper und legt sich neben mich. Das ist so angenehm."
Ich weiß schon, warum ich dein Versuchsangebot ablehne.
@deborah71 Also was ein alpha-Zustand ist weiß ich nicht. Davon habe ich noch nie gehört. Was Du schreibst, scheint mir auf jeden Fall esoterisch ziemlich aufgeladen zu sein. Von Esoterik halte ich überhaupt nichts. Ich habe auch nur Schlechtes darüber gehört.
Zen ist Exoterik: https://de.wikipedia.org/wiki/Exoterik
@suchender_345ab
alpha-Zustand der Gehirnwellen = Entspannung. Bei wiki kannst du dich darüber informieren.
@suchender_345ab
Man bedient sich eines widergöttlichen Systems und öffnet eine Tür im Geist, die geschlossen bleiben sollte.
@deborah71 Was ist daran widergöttlich? Welche Tür wird dadurch geöffnet?
Es gibt genug Erfahrungsberichte von Menschen, die ohne Meditation mit großer Wahrscheinlichkeit gestorben wären. Um zwei Beispiele zu nennen:
* Der berühmte kanadische Dichter und Musiker Leonard Cohen. Er litt an Depressionen und Psychotherapie hatte bei ihm keine nennenswerte Wirkung. Er begab sich für 6 Jahre in ein Zen-Kloster und startete danach (in recht hohem Alter) noch einmal richtig durch. Nebenbei bemerkt musste er das auch, weil ihm in dieser Zeit sein gesamtes Geld gestohlen worden war. Seine Arbeit nach der Zeit im Kloster ist phänomenal. Am Ende seines Lebens bezeichnete er sich als "the luckiest man in the world".
* Der YouTuber Maksim Klasanovic. Er saß 8 Jahre lang in thailändischen Gefängnissen. Wer von diesen Gefängnissen nichts weiß, sollte sich einmal informieren. Kurz gesagt: Es ist die Hölle auf Erden und viele Menschen in solchen Gefängnissen sterben aufgrund der dortigen Verhältnisse (was Hygiene, Verfügbarkeit von frischem Wasser, Medikamenten, etc. angeht). Dieser Maksim hatte aber das Glück, den Weg der Meditation während seines Gefängnisaufenthalts zu entdecken. Er sagt heute: "Ich war in der Hölle und fand das Paradies in mir." Er hat es überlebt und berichtet heute darüber.
@suchender_345ab
Du öffnest eine Tür für buddhistische Geister und für die transportierte Depression des Siddharta Gautama. Der Mann hat aus seiner Depression eine Religion gemacht.
Leonhard Cohen hat sich am Ende seines Lebens wieder Gott zugewandt. Zeugnis davon ist sein Lied Hineni (Hier bin ich).
Das ist jetzt mein drittes Nein zu Zen-Meditation. Ich hoffe, es kommt jetzt bei dir an.
@deborah71 Du hast aus meiner Sicht seltsame Ansichten, sowohl über Buddha als auch über Cohen. Gerade Deine Ansicht über Buddha klingt für mich sehr esoterisch.
Aber das ist Deine Sache. Ich werde Dich nicht mehr zu Zen-Meditation ermutigen.
@suchender_345ab
Meine Ansicht über Siddharta Gautama kommt aus Psychologie und Seelsorge.
Luther war übrigens auch depressiv. Das ist seiner Bibelübersetzung anzumerken. Meine Wahrnehmung hat mir Frau Prof. Dr. Rudnick bestätigt, als sie hier eine Vergangenheitsbewältigung der Lutherkirche mit der Nazizeit begleitete. Ich hatte Gelegenheit, sie persönlich anzusprechen. Eine sehr kompetente Frau.
@deborah71 Ja gut. Und wollen wir jetzt alles ablehnen, was von Leuten stammt, von denen wir glauben, dass sie depressiv waren? Ich verstehe nicht, worauf Du eigentlich hinaus willst.
Zudem habe ich überhaupt keine Beziehung zu Siddharta Gautama, oder wie immer er hieß.
@suchender_345ab
Im letzten Post habe ich dir die Quellen für meine Ansicht dargelegt. Nix seltsam, sondern wohl begründet.
Aber genug davon.
@deborah71 Ja, genug davon.
Mir erscheint Dein Glaubenssystem, wenn ich das so sagen darf, inzwischen als ziemlich wilde Mischung aus biblischen Elementen, Esoterik und Psychologie. Und viele Elemente davon lehne ich ab. Ich glaube, da kommen wir auf keinen grünen Zweig.
@suchender_345ab
Wissen in verschiedenen Bereichen musst du jetzt nicht vermischen und mir einen Vorwurf daraus machen. Lass das mal fein säuberlich getrennt in den einzelnen Bereichen. Und vor allen Dingen, kleb mir nicht an, was mir von anderen an Esoterik während meiner medizinischen Berufsausübung begegnet ist.
@deborah71 Du vermischt ja das Wissen (was ich im Übrigen auch tue, wenn es um mein Wissen geht). Wenn Du zum Beispiel sagst, dass ein Mensch, der vor langen Zeiten gelebt hat, depressiv war. Depression ist für mich ein Begriff, den die moderne Medizin hervor gebracht hat. Das ist nichts Absolutes, sondern lediglich eine manchmal nützliche Diagnose, wenn es darum geht einem Menschen zu helfen. Man kann aber keine Diagnosen stellen über Menschen, die vor ewigen Zeiten gelebt haben. Zudem sollte man überhaupt keine Diagnosen stellen, wenn man kein Arzt ist. Diagnosen sind dazu da, Menschen zu helfen und nicht um über sie zu urteilen.
Wenn Du von buddhistischen und sonstigen Geistern schreibst, ist das für mich Esoterik.
@suchender_345ab
Anhand der Schriften Luthers kann man sehr viel über ihn erfahren. Wortwahl usw.....
Wenn Du von buddhistischen und sonstigen Geistern schreibst, ist das für mich Esoterik.
Damit stelle ich Esoterik und die Geisterwelt ins Licht, praktiziere sie aber selbst nicht. Deine Wortwahl war da leider undeutlich.
Ich empfehle es dir nur eine Woche auf dem Berg Athos in Griechenland zu gehen. Dort sind mehrere Männerkloster die du alle besuchen kannst. Dort erfährst du alles was du brauchst um den Gott zu entdecken. Der Aufenthalt ist gratis und nicht auf etwas verpflichtend.
@suchender_345ab Welche geistliche Praxis übst du denn aus?
Du sprichst von christlich oder nicht-christlich. Was meinst du genau damit?
@enar Mit nicht-christlich meinte ich die Zen-Meditation. Vielleicht sollte ich besser sagen: nicht spezifisch christlich. Nicht wenige Christen meditieren auch.
@suchender_345ab Ja ich weiss, dass manche Christen die Zen-Meditation praktizieren.
Für mich ist das zu passiv. Ich bevorzuge es, meine Gedanken selbst zu kontrollieren und zu steuern.
Kennst du die Meditationspraxis des Herzensgebetes? Auch Jesus Gebet genannt?
Dies war mein Einstieg in die Meditation.
@enar Ich bin mir nicht sicher, ob man Zen-Meditation als passiv bezeichnen sollte. Für mich ist es so etwas wie aktives Nichts-Tun. Ich möchte Meditation eigentlich nicht mit Inhalten bzw. Worten füllen (habe gerade etwas auf Wikipedia zum Jesus Gebet gelesen). Stille ist mir dabei auch sehr wichtig.
@suchender_345ab Nichts-Tun ist durchaus zu seiner Zeit angebracht.
Wenn man aber Gott in seinem Inneren erfahren möchte, dann muss man sich gedanklich auf ihn ausrichten. Die Gedanken einfach an sich vorüber ziehen zu lassen führt nicht zu dem angestrebten Ziel.
Daher stellt sich die Frage, welches Ziel man mit Meditation verfolgt. Zen Meditation hat dann sicher nicht das Ziel, mit dem persönlichen Gott in Verbindung zu kommen.
Das ist aber das ausdrückliche Ziel des Jesus Gebets.
@enar Meditation verfolgt kein Ziel.
@enar Ist natürlich sehr verkürzt gesagt. Etwas ausführlicher: Die Zen-Meditation, so wie ich sie bisher durch Literatur und Menschen, die sie anleiten, kennen gelernt habe, verfolgt kein Ziel.
@suchender_345ab
Wirklich? Warum betreibst du sie denn dann?
@enar Ich bin da einem inneren Impuls gefolgt. Der kam in der Zeit des ersten Corona-Lockdowns. Ich kann gar nicht sagen, woher er kam. Auf jeden Fall hat mir keiner davon erzählt. Ich wusste plötzlich, dass ich es mal mit Zen-Meditation versuchen sollte.
@suchender_345ab
zum Beispiel:
https://www.wissen.de/bildwb/buddhismus-japan-was-ist-das-ziel-des-zen
Was ist das Ziel des Zen?
Für Zen-Buddhisten ist satori (in etwa Verständnis, Erkenntnis) das große Ziel. Zen-Praxis ist darauf ausgerichtet, dass sich der Suchende von Begriffen wie Raum und Zeit und jeder Form intellektueller Aktivität und Wertung befreit. Geübt werden soll die genaue Beobachtung dessen, was in uns vorgeht. Mit strengen Meditationsübungen, Unterweisungen und Gesprächen mit ihrem Zen-Meister sollen die Schüler einen Zustand erlangen, in dem sich das Ich vollkommen leer machen kann. Diese »Ichlosigkeit« steht im Mittelpunkt des Zen. Der Übergang in diesen Zustand erfordert nach der Lehre der Soto-Schule intensive, beharrliche Konzentration auf diesen einen Moment und lange Übung. Nach der Rinzai-Schule wird dieser ersehnte und entscheidende Augenblick nicht bewusst, sondern durch ein spontanes Erlebnis herbeigeführt. Ein plötzlicher Anstoß von außen, etwa ein Geräusch, wird zum Auslöser des satori.
Tja, wenn kein Ich im Haus ist, mit wem soll Gott dann kommunizieren? Wer soll das Hausrecht ausführen, wenn das Ich verschwunden ist? Es könnte sein, dass dieser Mensch ein Durchgangsbahnhof für alles Mögliche ist... und jeder Hausbesetzer einziehen kann. Den werde dann mal wieder los.
Mt 12,43-45 Jesu Worte gegen innere Leere.
@enar hat vollkommen recht, wenn er dich bittet, deine Sichtweise da nochmal zu überdenken.
@deborah71 Kann man so sehen, muss man aber nicht. Man kann das Ich zum Beispiel auch als den alten sündigen Menschen betrachten.
Es gibt auch Zen-Schüler, die Jesus Christus als ihren Meister betrachten.
@suchender_345ab
Mein alter sündiger Mensch ist mit Christus gestorben. Den hole ich nicht mehr aus der Grube und versuche eine Verschlimmbesserung an ihm.
Die neue Schöpfung, die ich in Christus durch den Heiligen Geist geworden bin, die gilt es zu unterstützen und aufzubauen mit der Hilfe des HERRN, der in mir wohnt und mich berät, auch korrigiert und dann ermutigt, weiter auf seinen Wegen zu gehen und durch Ihn ausgebildet zu werden in der Berufung.
Das bedeutet für mich, 24/7 bereit sein für Gottes Ansprache und Gemeinschaft mit Ihm.
@deborah71 Du bist also sündlos? Oder wie muss ich das verstehen?
@suchender_345ab
Jesus ist für meine Trennung(Sünde, Einzahl) von Gott gestorben und hat meinen gesamten Schuldbrief(Sünden/Verfehlungen, Mehrzahl) ans Kreuz getragen.
Das bedeutet nicht, dass ich fehlerlos bin. Ich schrieb ja oben von Korrektur und Ermutigung das neue Leben zu leben und darin zu wachsen. So habe ich Freimut, meine Fehler zu bekennen und bereitgestellte Vergebung zu empfangen. 1. Joh 1,9.
@deborah71 Ja, aber das hat Jesus ja schon vor 2000 Jahren getan. Dennoch ist jeder Mensch auf einem Weg. Das Ich, von dem der Buddhismus spricht, kann ich mit dem alten sündigen Menschen identifizieren, von dem das Christentum spricht und den es zu überwinden gilt. Muss ich aber nicht. Ich komme auch ohne diese Bilder klar.
Ein Christ, der sein Leben Jesus übergeben hat, ist auch nicht von diesem Moment an sündlos. Es ist der Anfang eines Wegs, den Du ja auch beschreibst.
Ich versuche eigentlich weitestgehend ohne all diese Bilder, seien sie aus dem Christentum oder aus dem Buddhismus, zu leben. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass solche Bilder eine sehr negative Wirkung entfalten können, je nachdem auf welchen Menschen sie treffen. Für Dich sind viele Bilder aus dem christlichen Glauben anscheinend sehr hilfreich, für andere Menschen aber weniger. Auch hier werde ich wieder an das Bildnisverbot erinnert und erkenne seine tiefere Bedeutung.
@suchender_345ab
Ja, aber das hat Jesus ja schon vor 2000 Jahren getan.
Ja Gott sei Dank. Denn wenn es erst in der Zukunft wäre, könnte es mir nicht aus Glauben durch Gnade geschenkt worden sein.
Dennoch ist jeder Mensch auf einem Weg.
Ja, auf dem Weg zu Jesus (auch wenn es um etliche Ecken geht) oder auf dem Weg mit Jesus, errettet, erlöst, begnadigt, versetzt in die Königsherrschaft Jesu.
Die apostolische Lehre spricht nicht vom Überwinden der alten Natur, sondern vom Tod der alten Natur. Demonstriert in der Taufe Römer 6.
Ein Christ, der sein Leben Jesus übergeben hat, ist auch nicht von diesem Moment an sündlos. Es ist der Anfang eines Wegs, den Du ja auch beschreibst.
Das Wort sündlos hier schafft Verwirrung. Er ist nicht fehlerlos und ist am Anfang des Weges der Heiligung, die der Heilige Geist bewirkt.
Gal 2,20 Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Und das Leben, das ich jetzt noch in meinem sterblichen Körper führe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich ausgeliefert hat. NeÜ
Ich versuche eigentlich weitestgehend ohne all diese Bilder, seien sie aus dem Christentum oder..................Auch hier werde ich wieder an das Bildnisverbot erinnert und erkenne seine tiefere Bedeutung.
Ich kann mich erinnern, dass ich mindestens zweimal in den letzten Tagen die korrekte Darstellung des Bilderverbotes gepostet habe. Scheint nicht bei dir angekommen zu sein.
Hast du mal bei den Propheten im AT gelesen, wie oft Gott ihnen prophetische Bilder in ihrem Geist als Vision gezeigt hat? Und im NT nimmt Jesus Sprachbilder aus der landwirtschaftlichen Umgebung, um sich den Menschen verständlich zu machen.
Ergänzung off topic @ suchender:
Ich bin jetzt für ca 2 Stunden in einem Studienseminar über die Philister und antworte daher erstmal nicht.
Ja, und ich habe Dir jetzt auch schon in unzähligen Posts detailliert erklärt, wo Du überall falsch liegst, zum Beispiel in Deinem Bibelverständnis ganz allgemein, in Deiner Anwendung von psychologischen Begriffen auf historische Personen, in Deiner Vermischung von christlicher Lehre mit esoterischer Geisterlehre, in Deiner Interpretation des Buddhismus, usw. Und bei Dir ist anscheinend auch noch überhaupt nichts davon angekommen. Unglaublich, so was! 😋
@enar Ich finde, wenn man fernöstliche Spiritualität kennen lernen will, muss man sich darauf einlassen, und nicht versuchen sie zu verchristlichen. Vielleicht will man das aber gar nicht. Dann kann man natürlich eine andere Art von Meditation betreiben.
@suchender_345ab ja genau. Ich habe ja schon früher darauf hingewiesen, dass es unterschiedliche Meditationsausübungen gibt. Fernöstlich ist ja im Übrigen nicht gleich fernöstlich. Da gibt es auch verschiedene Spielarten.
@enar Natürlich, da hast Du recht.
@enar Ich lese in Deinen Beiträgen Verben wie "kontrollieren", "steuern" und "Ziele verfolgen". Daraus spricht für mich typisch westliches Denken. Dieses Denken hat natürlich seine Berechtigung. Aber es ist nicht die einzige Art an die Welt und das Leben heran zu treten. Die fern-östlichen Religionen bieten da eine Alternative. Und angesichts der Probleme, in die uns als Menschheit (meiner Meinung nach) hauptsächlich das westliche Denken gebracht hat, halte ich es für enorm wichtig, Alternativen in Betracht zu ziehen.
@suchender_345ab Wir sind nach dem Ebenbild Gottes des Vaters erschaffen worden. Das bedeutet, dass wir u.a. schöpferische Wesen sind. Mit unseren Gedanken erschaffen wir uns bewusst oder unbewusst eine geistige Umgebung, die auf uns zurückwirkt. So ist das Wort zu verstehen, wer Wind sät, wird Sturm ernten. Und wer Liebe sät, wird Liebe ernten.
Daran kannst du erkennen, wie wichtig es ist, seine Gedanken zu kontrollieren.
Das ist aber gerade beim Zen nicht der Fall.
@enar Aber Zen führt dazu, dass die Gedanken ihre Macht verlieren und am Ende ganz verschwinden. Das habe ich ganz krass bei mir erlebt.
@suchender_345ab
Das trifft aber sicher nicht auf alle Gedanken zu. Ich denke da zum Beispiel an Versuchungen. Ein Gedanke, der dir nahelegt in bestimmten Situationen zu lügen, wenn es für dich unangenehm werden könnte. Es kann sein, dass dieser Gedanke immer wieder an dich herangetragen wird. Hast du so etwas denn noch nicht erlebt?
@enar Das Thema Lügen spielt in meinem Leben eigentlich keine große Rolle.
Ich gebe Dir ein Beispiel, wovon ich spreche: Ich habe früher oft zwanghaft über Dinge in der Vergangenheit nachgedacht, von denen ich glaubte, dass sie schlecht gelaufen waren, dass ich falsche Entscheidungen getroffen hätte, dass ich betrogen wurde, usw. Das hat bei mir dann häufig zu schlechter Laune und sehr negativen Gefühlen geführt, die wiederum andere zu spüren bekamen. So führten die Gedanken ganz konkret dazu, dass andere Menschen leiden mussten. Solche Gedanken habe ich heute gar nicht mehr und die damit zusammen hängenden Gefühle sind auch vollständig verschwunden.
@suchender_345ab
Ok, verstehe. Das sind dann ja auch keine Versuchungen. Vielleicht gibt es da in deinem Leben auch nichts Größeres, womit du versucht werden könntest.
Eins fällt mir aber noch ein. Hast du das Gefühl, dass dich irgend etwas vom Gebet zu Gott abhält?
Das ist nämlich auch ein beliebtes Angriffsziel der Dunkelmächte.
@enar Ich glaube, dass es für jeden Menschen Versuchungen gibt. Und ich glaube, dass man durch die Beobachtung der Gedanken in der Zen-Meditation sehr viel darüber lernen kann, worin diese Versuchungen bestehen.
Ich sage auch nicht, dass Zen-Meditation für jeden Menschen ungefährlich ist. Wenn jemand dabei den Abgründen seines Ichs begegnet, kann es durchaus gefährlich werden. Aber dann ist vielleicht eine Psychotherapie der richtige Weg.
Was mich vom Gebet abhält? Eigentlich wenig. Meine Trägheit hält mich öfters vom Meditieren ab, vom Gebet aber nicht.
@suchender_345ab
Wer Meditation mit Gebet verwechselt, führt ein nichtchristliches Gebetsverständnis ein und verlässt den spirituellen Raum der Kirche.
Er macht das Gebet zu einer „Technik“, die angeblich durch automatische Prozesse innere Kräfte aktiviert, die in der Endphase keinen Bezug zur Person Jesu Christi haben.
@wasilis Ich glaube nicht, dass ich das verwechsle. Aber, was Du sagst, wäre für mich ein Argument gegen das Jesus Gebet.
Da habe ich mich leider vertippt: Ich wollte sagen er macht die Meditation und nicht das Gebet als Technik.....
@wasilis Gebet ist für mich überhaupt keine Technik, sondern ein persönliches Gespräch mit Gott. Meditation ist für mich eine Übung, die völlig ergebnis-offen sein sollte.
@wasilis Du kennst vermutlich nicht die Praxis, einen Gebetstext oder Psalm wiederholt in sich zu bewegen.
Diese Praxis führt geradezu zum Kontakt mit Gott.
@suchender_345ab
Mit nicht-christlich meinte ich die Zen-Meditation. Vielleicht sollte ich besser sagen: nicht spezifisch christlich. Nicht wenige Christen meditieren auch.
Ja, es gibt Christen, die mehr haben wollen als die Bibel. Aus meiner Sicht ist das eine Versenkung in eine okkulte Welt, also nicht in die göttliche Welt. Ein Kind Gottes kann nicht sagen "jetzt habe ich fromme Mittagsruhe", sondern steht im Kampf (also nicht mit Boxhandschuhen). Gott der Herr ist Sonne und Schild - wir sind in Ihm geborgen.
@adjutante Es ist aber unzutreffend dass Meditation unbedingt zum Teufel führt.
Die Pflege eines gesunden religiösen Gewissens die stabilste Grundlage für ein friedliches Zusammenleben ist. Und nicht religiöse Gleichgültigkeit.
In den monotheistischen Religionen, die heute die Welt beeinflussen, finden wir: a) eine Suche nach innerem Frieden; b) die Eindämmung von Aggression; c) Prinzipien des friedlichen Zusammenlebens; d) das Streben nach friedlichen Beziehungen mit Gott; e) Ermahnungen dazu den Frieden in der Menschheit bewahren. Christen blicken besonders auf den „Gott des Friedens“ und suchen ständig sein Eingreifen.
Die höchste und unmittelbare Pflicht aller religiösen Führer ist die beharrliche und systematische Pflege einer gesunden Spiritualität. In den heiligen Texten finden sich Lichtblicke, die zum friedlichen Zusammenleben beitragen und den Charakter echter Religiosität verdeutlichen, an der Gott Wohlgefallen hat.
Das Gegenteil von Frieden ist nicht Krieg, sondern Egozentrik – individuell, kollektiv, national, Stammesbezogenheit. Der Egozentrismus macht sich die verschiedenen Formen der Gewalt zunutze, die das friedliche Zusammenleben auf verschiedene Weise zerstören. Er ist der Anstifter und Schürer großer und kleiner Konflikte und er erneuert unaufhörlich den Hass.
Das Gegenmittel zur Egozentrik sind nicht pauschale Ratschläge, noch verschiedene Gesetze und staatliche Unterdrückungsmechanismen, sondern die Stärkung der Liebe in den Herzen der Menschen, innerhalb der Gesellschaft; eine mehrdimensionale Liebe, die nicht durch Grenzen, Vorurteile oder andere Unterschiede begrenzt ist. Hierzu ist ein gesundes religiöses Gewissen gefragt.
Liebe verleiht, selbst unter Bedingungen langfristiger Konflikte, die Kraft der Vergebung und Versöhnung. Nur die Macht der Liebe kann die Liebe zur Macht besiegen. Eine unerschöpfliche Quelle der Liebe bleibt die Wahrheit, die der Evangelist Johannes auf einfachste Weise formuliert hat:
„Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm“ (1 Joh 4,16).
Sehr beredt über diese Wahrheit sind die Ideen, die Einstein zugeschrieben werden: „Als ich vorschlug“, schreibt er in einem Brief an seine Tochter Liesel, „die Relativitätstheorie, verstanden mich nur sehr wenige Menschen und das was ich jetzt enthüllen werde, um es der Menschheit weiterzugeben, wird von der Menschheit auch mit den Missverständnissen und Vorurteilen der Welt konfrontiert sein. Es gibt eine äußerst mächtige Kraft, für die die Wissenschaft noch keine offizielle Erklärung gefunden hat. Es ist eine Macht, die alles umfasst und regiert und sogar hinter jedem Phänomen im Universum steckt. Diese universelle Kraft ist Liebe. Für die Liebe leben und sterben wir. Liebe ist Gott und Gott ist Liebe.
Bemerkenswert ist die Fortsetzung des gesamten Gedankens: „Um die Liebe sichtbar zu machen, habe ich in meiner berühmtesten Gleichung eine kleine Ersetzung vorgenommen.“ Wenn wir anstelle von E=mc2 akzeptieren, dass die Energie zur Heilung der Welt durch die Multiplikation der Liebe mit der Lichtgeschwindigkeit im Quadrat gefunden werden kann, kommen wir zu dem Schluss, dass Liebe die mächtigste Kraft ist, die es gibt, weil sie keine Grenzen kennt…“ und kommt zu dem Schluss: „Jeder trägt in sich einen kleinen, aber mächtigen Generator der Liebe, dessen Energie darauf wartet, freigesetzt zu werden … Liebe ist die Quintessenz des Lebens.“
Ungeachtet der Vorbehalte, die gegen die Urheberschaft dieses Textes geäußert wurden, sind die Gedanken, die er zum Ausdruck bringt, sicherlich sehr wichtig. Sie sind ein entferntes Echo des wunderbaren Liebeshymnus des Apostels Paulus im 1. Brief an die Korinther: „Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete und hätte ich keine Liebe, so wäre ich ein tönendes Blechblasinstrument oder eine tönende Schelle.“ . [...] nun bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei bleiben bestehen, und die Liebe ist die größte von ihnen“ (1. Korinther 13,1-13).
Die Pflege eines gesunden religiösen Gewissens die stabilste Grundlage für ein friedliches Zusammenleben ist. Und nicht religiöse Gleichgültigkeit.
In den monotheistischen Religionen, die heute die Welt beeinflussen, finden wir: a) eine Suche nach innerem Frieden; b) die Eindämmung von Aggression; c) Prinzipien des friedlichen Zusammenlebens; d) das Streben nach friedlichen Beziehungen mit Gott; e) Ermahnungen dazu den Frieden in der Menschheit bewahren. Christen blicken besonders auf den „Gott des Friedens“ und suchen ständig sein Eingreifen.
Nachrichten schaust du offensichtlich nicht, und Geschichtsbücher sind wohl auch nicht so dein Ding...
@lucan-7 Ich habe gerne lustige Filme angeschaut. Ich kenne alle Komiker der Welt. Nachrichten sind aggressiv. Fernsehen ist langweilig. Geschichtsbücher bringen mich nicht weiter im Leben. Was bleibt übrig: Jesus.de Forum...
Manche Themen finde ich interessant wie dieses über den religiösen Pluralismus. Etwas was unendliche Inhalte hat, aber nur eines davon ist in meinem Leben wichtig. DIE LIEBE.
@wasilis In den monotheistischen Religionen, die heute die Welt beeinflussen, finden wir: a) eine Suche nach innerem Frieden; b) die Eindämmung von Aggression;
Wenn das auf die aktuell maßgeblichen monotheistischen Religionen zutrifft, warum müssen dann in islamischen Ländern die Christen um ihr Leben fürchten?
Auch der schreckliche Überfall am 7.Oktober 2023 auf Israel durch die Hamas erfolgte meines Wissens nach im Namen des Islam.
In den heiligen Texten finden sich Lichtblicke, die zum friedlichen Zusammenleben beitragen und den Charakter echter Religiosität verdeutlichen, an der Gott Wohlgefallen hat.
Ich denke, beim ersten Teil des Satzes werden dir die Christen, die in islamischen Ländern leben, in Bezug auf den Koran heftigst widersprechen - wird dieser doch als Grundlage zu schlimmer Verfolgung herangezogen.
Und was den zweiten Teil angeht: Gott hat kein Wohlgefallen an Religiosität, sondern Er möchte eine echte Lebensbeziehung mit uns. Und die gibt es nur durch Jesus Christus.
Alle Religionen die HEUTE auf der Welt ausgeübt werden, wurden von Menschenhand gemacht. Auch die unseren hier. Erwarte nicht dass sie alle lupenrein sind. Sie werden von Menschen geführt und nicht von Gott. Gott kennt aber diese Schwäche der Menschen und als Barmherziger Gott verzeiht alle Menschen die unter den Foltern der Bösen gekommen sind. Die Bösen werden von Gott bestraft. Gott kann die gute Menschen nie allein lassen.
Was die religiöse Texte betrifft will ich dir folgendes sagen. Ohne Wissen kannst Du kein Meister werden. Die Bibel gibt dir das Wissen dazu. So kannst Du Jesus Christus und Gott besser entdecken. Aber das reicht nicht. Du lebst in einer Gemeinschaft mit anderen Menschen. Du sollst den Glauben an Gott gemeinsam ausüben. Und da gehören die Kirchen, die religiöse Feste, die traditionen jeder Religion dazu. Alles dies, ist notwendig um den Gott gemeinsam zu loben und bedanken für sein Werk und den Schutz den uns gibt. Ohne Ihn würden wir heute auf dieser Welt nicht sein.
@wasilis Alle Religionen die HEUTE auf der Welt ausgeübt werden, wurden von Menschenhand gemacht. Auch die unseren hier. Erwarte nicht dass sie alle lupenrein sind.
Deshalb geht es eben auch nicht in erster Linie um Religion, es geht um Beziehung, Beziehung zu dem lebendigen Gott, und die kann ich nur durch Jesus Christus leben. Natürlich gehört dazu auch die Gemeinschaft untereinander, die Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern, die ebenfalls an Jesus glauben, gemeinsame Gottesdienste, gemeinsamer Lobpreis, gemeinsam Jesus feiern. Aber eben nicht gemeinsam einer toten Religion anhangen, sondern gemeinsam Jesus erleben. Auch Traditionen können dabei eine gute Rolle spielen, aber eben nur dann, wenn die Tradition nicht das Bewahren der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers beinhaltet.
Ohne Wissen kannst Du kein Meister werden. Die Bibel gibt dir das Wissen dazu. So kannst Du Jesus Christus und Gott besser entdecken.
Das ist ganz wichtig. Wenn wir die Bibel nicht kennen, können wir ganz schnell auch einem falschen Jesus auf den Leim gehen. Die Bibel hilft uns Jesus kennenzulernen. Dabei benötigen wir den Heiligen Geist, der uns den Buchstaben lebendig macht.