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Bibellesen zweitrangig

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Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 700

So gerne ich die Bibel studiere und darüber diskutiere, so sind mir doch die Grenzen des eigenen „Lesens“ bewusst. Dazu zehn kurze Überlegungen:

  1. In den ersten 1500 Jahren der Kirchengeschichte besaßen die wenigsten Menschen eine eigene Bibel oder konnten lesen. Dennoch hatten sie einen festen Glauben, denn dieser entsteht primär durch das Hören der mündlichen Verkündigung: „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi“ (Röm 10,17).
  2. Die biblischen Texte wurden für das gemeinsame Hören und Erleben im Gottesdienst verfasst, nicht für die Privatlektüre zu Hause: „Bis ich komme, achte auf das Vorlesen, auf das Ermahnen, auf das Lehren“ (1. Tim 4,13).
  3. Ohne die Auslegung durch die Gemeinschaft und fundierte Begleitung führt das alleinige Lesen schnell zu Missverständnissen und Fehlern: „Dabei müsst ihr vor allem bedenken, dass keine Prophetie der Schrift eine Sache privater Auslegung ist“ (2. Petr 1,20).
  4. Christus wird für den Einzelnen vor allem im gemeinsamen Sakrament erfahrbar, was das gedankliche Studium von Texten weit übertrifft: „Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?“ (1. Kor 10,16).
  5. Gott schenkt seine Gegenwart und Erkenntnis dort, wo Menschen zusammenkommen, und nicht dem einsamen Leser: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20).
  6. Am Ende zählt für die Rettung nicht das theoretische Textwissen, sondern das praktische Tun und die gelebte Nächstenliebe im Alltag: „Werdet aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst“ (Jak 1,22).
  7. Die Kirche und ihre lebendige Gemeinschaft waren zuerst da und haben die Bibel überhaupt erst zusammengestellt; die tragende Säule der Wahrheit ist daher die Gemeinschaft: „...die Kirche des lebendigen Gottes, Säule und Fundament der Wahrheit“ (1. Tim 3,15).
  8. Gott offenbart sich dem Gläubigen direkt im Mitmenschen, besonders im Bedürftigen, was jede theoretische Textarbeit im stillen Kämmerlein ersetzt: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).
  9. Ein rein intellektuelles Aneignen von Schriftwissen ohne geistliche Einbindung in das Miteinander führt oft zu Hochmut statt zu echtem Glauben: „Die Erkenntnis bläht auf, aber die Liebe baut auf“ (1. Kor 8,1).
  10. Jesus selbst hat seinen Jüngern keine Bücher hinterlassen, sondern den Heiligen Geist, der die Gemeinschaft der Glaubenden auch ohne geschriebenes Wort leitet und erinnert: „Der Tröster, der Heilige Geist [...] der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“ (Joh 14,26).

Geht es euch ähnlich?

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2 Antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 115
Veröffentlicht von: @holger-f

So gerne ich die Bibel studiere und darüber diskutiere, so sind mir doch die Grenzen des eigenen „Lesens“ bewusst. Dazu zehn kurze Überlegungen:

[...]

Geht es euch ähnlich?

Mir persönlich ist das Selber-Lesen der Bibel in Ruhe und in meinem eigenen Tempo und mit Grundtext-Wortstudien schon wichtig und keineswegs zweitrangig - sowohl alleine als auch zu Zweit oder im Hauskreis. Und ich denke, damit bin ich in guter Gesellschaft:

Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben. Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte. Es wurden deshalb viele von ihnen gläubig, auch nicht wenige der angesehenen griechischen Frauen und Männer. (Apostelgeschichte 17,10-12)

Auch wenn das gemeinschaftliche Hören früher, als nur wenige Menschen lesen konnten oder eine Bibel besaßen, der übliche Zugang zum Wort Gottes war, heißt das ja nicht, dass das für alle Zeiten so bleiben sollte. Gott wacht doch über Sein Wort und sicher auch darüber, dass spätere Generationen mit anderen Lebensgewohnheiten "ihren" Zugang dazu finden würden. Predigten und Auslegungen werden dadurch nicht überflüssig, sondern ergänzt; und auch das Gemeinschaftliche bleibt weiterhin Kern gelebten Glaubens.

gottsucher antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@gottsucher 

Mir persönlich ist das Selber-Lesen der Bibel in Ruhe und in meinem eigenen Tempo und mit Grundtext-Wortstudien schon wichtig und keineswegs zweitrangig - sowohl alleine als auch zu Zweit oder im Hauskreis. Und ich denke, damit bin ich in guter Gesellschaft:

Mir auch! Um es zu konkretisieren: Die täglichen katholischen Lesungen sind für mich Grundlage für meine Bibelstudien geworden…

Deine „Grundtext-Wortstudien“ in allen Ehren. Aber welchen Wert haben sie für andere Christen? Vor allem, wenn sie zu anderen Ergebnissen führen? 

Sind für dich verschiedene Ergebnisse von „Grundtext-Wortstudien“ überhaupt ein Problem?

 

holger-f antworten
Deborah71
Beiträge : 29905

@holger-f 

Nein. Es geht mir nicht ähnlich. 

Am Anfang nach meiner Begegnung mit Jesus wollte ich mehr über Ihn wissen und hatte regelrecht Hunger zum Bibellesen. 

Wochenlang sang ich das Gebetslied morgens im Bad: Dass dein Wort in meinem Herzen starke Wurzeln schlägt und dein Geist in meinem Leben gute Früchte trägt.....
Dieses Gebet hat ER erhört. 

Ich bekam eine Zusage: Du wirst alles  bekommen, was du brauchst.  Die geistliche Versorgung läuft immer noch, obwohl es meine gewünschte Gemeindeform weder am Ort noch in der Nähe gibt. Denn zwei Tage Reise wäre schon sehr aufwendig. Das fällt mir körperlich inzwischen schwer. 

Gute Bibellesepläne kamen über meinen Weg, Gott sprach aus der Schrift zu mir, ich wäre so gerne mit dem Emmausjüngern gegangen, als Jesus ihnen die Inhalte über sich aus dem AT erklärte. Ein Jahr lang las ich jeden Tag 5 Psalmen, die deckten immer einen Monat ab. Am Ende der 12 Monate begann Gott mit mir über die Nummern der Psalmen Hinweise zu geben, wenn ich nicht wusste, was ich für jemanden beten sollte, besonders, wenn ich mich trotz Abschlußgebet nicht von Nöten meiner Patienten trennen konnte. Ging ich dann mit dem Psalm nach Anweisung um, dann kam ich zur Ruhe. Aufgabe erledigt. 

Die Bibel ist ein -1- Kanal über den Gott mit seinen Kindern spricht. So habe ich das erfahren. Einige seiner weiteren Kanäle sind direkte Ansprache (meine Schafe hören meine Stimme); treffende Worte durch Menschen, die etwas sagen, das den Geruch des Himmels trägt; etwas, das ich sehe und Gott lenkt meine Aufmerksamkeit darauf, verbindet es mit einem Bibelvers; Predigten im GoDi oder auf youtube; Ohrwurmlieder und Liedzeilen; Wunder durch Bibelworte wirken (Heilung, Befreiung); Träume; ......

Das Leben mit Ihm (Vater-Sohn-Heiliger Geist) ist spannend und entspannend. 

 

deborah71 antworten
15 Antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@deborah71 

Interessant. Habe ich es richtig verstanden, dass du keine Gemeindeanbindung hast? Welche Rolle spielt für dich z.B. der Bibelvers „Sie blieben beständig in der Lehre der Apostel, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet“? Brotbrechen und Gemeinschaft klingen aus deinem Beitrag ja nicht heraus? 

holger-f antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29905

@holger-f 

Zum Beitrag

Ja, ich gehöre aktuell keiner Ortsgemeinde an. Nach der Traumatisierung durch Geistlichen Mißbrauch ist das Vertrauen in einen menschlichen Leiter noch nicht wieder ausreichend hergestellt. 

Aber ich habe Gemeinschaft mit meinen Gebetspartnerinnen.

Apostolische Lehre kannst du lesen; wohnt jemand in einer anderen Stadt, es gibt Telefon; Jesus ist eines Abends erneut stark präsent geworden und sagte; Ich will mit dir Mahlgemeinschaft halten. Das hat mich fast aus dem Sessel gehauen. Ich bin also auch hier nicht unterversorgt von allerhöchster Stelle. Zudem kann man auch über Telefon Mahlgemeinschaft halten oder sich in Gottesdienste mit Abendmahl per video oder zoom einklinken.

Gebet.... Ich bin in der prophetischen Fürbitte für Länder; Teil einer Gebetsorganisation für Deutschland und einer für Israel und bete auch persönlich. 

Weißt du, wenn man zu Hause nicht im genannten Vers bleibt, dann hilft ein Händefalten und mitsprechen im GoDi auch nicht wirklich. Ich führe keine Wochenendbeziehung mit Gott, sondern 24/7. 

deborah71 antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@deborah71 

Was du schreibst ist sehr interessant und Gott hat sicher für jeden eine eigene Berufung und einen eigenen Weg. Welchen geistlichen Weg würdest du denn anderen empfehlen, die nicht über deine (z.T. negativen) Erfahrungen verfügen?

holger-f antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29905

@holger-f 

Ihren Glauben gemäß ihrer Beziehung mit Gott und ihren Möglichkeiten leben. Die können ja sehr unterschiedlich sein. 

Gott ist die lebendige Quelle und von dort sprudelt das Leben, das man mit in die anderen Beziehungen einbringen kann. 

Wir hatten in der Jüngerschaftsschule verschiedene Grafiken mit dem Kreuz. Eine war so: der lange senkrechte Balken versinnbildlichte die Beziehung mit Gott. Der Querbalken versinnbildlichte die Beziehungen zu Geschwistern und zur Umwelt. Im Kreuzungspunkt verband Christus alle Beziehungsbereiche. 

deborah71 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6658

@deborah71 

Das Eintauchen und das Verständiss der Bibel, ist die Quelle der Inspritation in meiner Beziehung zum Herrn. Gleichzeitig glaube ich nicht an Gott weil ich der Bibel Glaube sondern ich Glaube der Bibel weil ich Gott kenne und erfahre. 

Ich finde es tragisch wenn das Erleben und die Gemeinschaft gegen das Lesen, Meditieren und Kontemplieren des Wortes Gottes ausgespielt werden. 

Eine gesunde Beziehung zum Vater lebt in der Gemeinschaft und in der Stille, schöpft Glauben aus der Verkündigung und der Lektüre, wird Wirksam im Dienst am Nächsten und in der einsamen Hingabge an den Vater. 

Menschen leben selten ausgewogen und haben einen Schwepunkt auf der einen oder anderen Seite. Mache eleben Gott so andere so. Nur ich krieg jedesmal Pickel wenn jemand seine Art der Gotteserfahrung als den Goldstandart hinstellt, und meint alle anderen machen etwas falsch. 

Ich erwarte nicht das sich jeder mit der Bibel in der Tiefe ausseinandersetzt mir der ich es tue. Aber ich betrachte dies als eine Gabe und eine Berufung das Gelernte in die Gemeinde zu tragen. Andere haben andere Gaben und Berufungen und tragen dies in die Gemeinde und wir dürfen uns gegenseitig dienen. 

1.Kor 12,14 Ein menschlicher Körper besteht ja auch nicht nur aus einem Teil, sondern aus vielen. 15 Wenn nun der Fuß behaupten würde: „Weil ich nicht Hand bin, gehöre ich nicht zum Leib“, hört er damit auf, Teil des Körpers zu sein? 16 Und wenn das Ohr erklären würde: „Weil ich kein Auge bin, gehöre ich nicht zum Leib“, gehört es deshalb nicht dazu? 17 Wenn der ganze Körper aus einem Auge bestünde, wo wäre dann sein Gehör? Und wenn alles Gehör wäre, womit könnte er riechen? 18 Nun hat aber Gott jedes Teil so in den Leib eingefügt, wie es seinem Plan entsprach. 19 Wären alle zusammen nur ein einziges Glied, wo wäre dann der Leib? 20 Aber nun gibt es viele Glieder und alle gehören zu dem einen Körper. 21 Das Auge kann doch nicht zur Hand sagen: „Ich brauche dich nicht“, und der Kopf doch nicht zu den Füßen: „Ich verzichte auf euch“.

Warum fällt es uns so schwer die anderes Gelebte Spiritualität, die andere Gabe und die andere Berufung des Nächsten als solches wertzuschätzen und zu feiern. Warum muss alles nach dem eigenen Masstab gleichgemacht werden. 

arcangel antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 243

@arcangel 

hast du das Gefühl das Deborah das macht? Ihren eigenen standart als Goldstandart daliegt? Oder verstehe ich das gerade falsch?

Ich erwarte nicht das sich jeder mit der Bibel in der Tiefe ausseinandersetzt mir der ich es tue.

Was meinst du mit dieser Aussage?

Legst du hier nicht auch einen standart fest? 

hesed antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6658

@hesed 

Nein ich fand Deboras Beitrag sehr gut. Meine "Klage" ist dann auch genereller Natur. Ich kenne Debora hier Forum lange genug und weis, dass wir meist eine ähnliche Wellenlänge haben. Ich denke sie kann meinen Kommentar einordnen. 

Ich erwarte nicht das sich jeder mit der Bibel in der Tiefe ausseinandersetzt mir der ich es tue.

Was meinst du mit dieser Aussage?

Ich kenne zwar einige Christen die, theolgische wissenschaftliche Litertur lesen, Podcasts von Theologen und Priestern hören, die Bibel in unterschiedlichen Sprachen lesen, den Urtext studieren und sich mit jüdischer Literatur aus der zwischentestamentlichen Zeit ausseiandersetzen. Es ist eine Leidenschaft von meiner Frau und mir, uns in die tiefen der bibelischen Bücher zu begehen und die Zusammenhänge und Bezüge aufzudecken. 

Aber eben, dass sind nur einige und nicht die meisten.  Viele Christen (aber nicht die meisten) vertreten eine Haltung: "Was bringt mir das für die Beziehung zum Herrn und für meinen Altag?"

Legst du hier nicht auch einen standart fest?

Wenn ich einen Standart festlegen würde dann der; dass wir uns alle gegenseitig als Geschwister betrachten, achten und wertschätzen. Oder um Paulus zu ziteren. 

Röm 13,8 Bleibt also niemandem irgendetwas schuldig außer dem einen: einander zu lieben. Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.

arcangel antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 243

@arcangel 

Jetzt habe ich dich verstanden. 
Entschuldige bitte das ich dich wieder in Erklärungsnot gebracht habe. 
Ich bin völlig konform mit dem was du geschrieben hast, 

Danke dafür…

hesed antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29905

@arcangel 

Zum Beitrag

Von deiner Begabung profitiere ich sehr. 

Menschen leben selten ausgewogen und haben einen Schwepunkt auf der einen oder anderen Seite. Mache eleben Gott so andere so. Nur ich krieg jedesmal Pickel wenn jemand seine Art der Gotteserfahrung als den Goldstandart hinstellt, und meint alle anderen machen etwas falsch.

Durch das Erzählen des unterschiedlichen Erlebens wird mMn das persönliche Eingehen des HERRN auf jeden Einzelnen deutlich. Die Anregung, mehr von Gott zu erwarten, ist eine feine Sache. 

Leider neigt der Mensch dazu, Unsicherheiten durch Regeln behandeln zu wollen. Und dann baut er sich wieder ein Regelwerk auf und wenn der andere das dann übernimmt, dann fühlt er sich vllt. noch sicherer. 

Natürlich gibt es gesunde Regeln für ein Miteinander. Das wird mir an den 10 Geboten deutlich. Und im Alltag geht es auch nicht ohne Regeln wie z.B. die Straßenverkehrsregeln oder hier die Charta. 

Vielleicht ist eine Grundfrage, welche Regeln man sich selbst aus Angst aufgestellt hat und sich dadurch einengt? Hindert eine Regel mein Leben mit Gott und dem Nächsten, oder fördert es mein Leben mit Gott und dem Nächsten. Unter der Betrachtungsweise, denke ich, fallen viele selbstgebaute Einschränkungen weg und die Lebensfreude hat mehr Freiraum. Das kann eine Beschreibung von Joh 10,10 sein: Lasse ich den Dieb in meinem Leben wirken oder lasse ich Jesus wirken. 

deborah71 antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 243

@deborah71 

umso mehr ist es wichtig von Menschen gelehrt zu werden die die wirklich Offenbarungen von Gott bekommen, um die Wahrheit Gottes zu den Menschen zu bringen wie einst die Apostel es getan haben.

Vor allem wenn man einem geistlichen Missbrauch ausgesetzt war ist es sehr wichtig das es Menschen gibt die die Wahrheit einem darlegen damit Korrektur nach gottes Willen stattfindet. 

 

 

hesed antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5538

@hesed Und woran erkennt man die, die 'wirklich' Offenbarungen von Gott bekommen?

chai antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 243

@chai 

die vollkommen in der Liebe Gottes eingetaucht sind.

An den Früchten des Heiligen Geistes, die da sind…

hesed antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5538

@hesed Na dann. Das muss man halt unterscheiden können.

chai antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 243

@chai 

da gebe ich dir vollkommen recht, viele Menschen sind bereits einem Irrtum gefolgt und sind dabei zerbrochen weil sie dachten es die Wahrheit. 
Ich selbst habe das auch schon erlebt, das war schlimm, obwohl er in einer Gemeinde zum „ Glauben“ kam, öffentlich an einem Badeweiher getauft wurde, mit viel Publikum, es war ein so liebevoller Mensch, bis ihm einer außerhalb der Geminde gesagt hat er hat die Gabe des ermahnens, und schlagartig wurde aus dem Liebevollen Menschen ein hasserfüllter Mensch der jeden nur noch heuchler und Schlangenbrut geheißen hat. Nach 2 Jahren Hass hat er sich selbst das Leben genommen. Alles liebevolle zusprechen und beten hat nichts geholfen, er dachte er wäre im Namen Gottes unterwegs und müsste diesen Auftrag „ ermahnen“ erfüllen, er hat nicht verstanden was das Wort bedeutet. 
Das wünsche ich niemanden, dies hat mich auch sehr mitgenommen. Daran kann man es auch erkennen, wenn die Liebe fehlt ist alles nichtig. 
Alles was bindet und nicht frei macht kann nicht von Gott sein. Ermahnen bedeutet herbeirufen, zusprechen, trösten und ermutigen. 
Seine Ermahnungen waren Demütigungen, Verdrehung der Wahrheiten, wirklich schlimm. Er war besessen davon. Die kleine Gemeinde zerbrach daran. 

hesed antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 966

@hesed puh, das klingt nach schrecklich.

samira-jessica antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 1804

@holger-f 

Vielen Dank, wichtige Aspekte gut zusammen gefasst.

Bezüglich dem "Erleben" gibt's es wirklich starke Unterschiede zwischen Kirchen.

Das ist auch nicht bei allen Freikirchen gleich gewichtet. Auf der einen Seite stehen hier Brüdergemeinden, auf der anderen Charismatische Gemeinden. Diese beiden Seiten stehen sich leider Diametral gegenüber - hier in der Region Stuttgart erlebbar.

Die BGG, größte lokale Gemeinde unter den Pfingstlern auf der einen Seite, auf der anderen Seite der Pietismus mit starken Kritikern (treffen natürlich auch uns Katholiken..)

Glauben kann nicht nur was für den Kopf sein. Es muss durchs Herz. Die Seele sollte erfasst werden. Glauben nur abstrakt sag ich mal, kann sehr schwer werden.

kappa antworten
kerygma
Beiträge : 774
Veröffentlicht von: @kappa

Zu dem einen Punkt - der christliche Glaube hat schon eine starke Fixierung auf die Gemeinschaft. Es ist grundsätzlich keine Solo Religion.

sogar noch mehr. Durch den Heiligen Geist wird die Deutung der offenbarten Wahrheiten auf die Gemeinde verlagert, damit übersteigt die biblische Offenbarung die Grenzen des bereits offenbarten und umfasst die Gläubigen als lebendige Empfänger und Ausleger.

kerygma antworten


Hesed
 Hesed
Beiträge : 243

Was mich am meisten freut obwohl man schon zig mal die Bibel gelesen hat, man immer wieder was erlebt, erfährt, obwohl man die Stelle schon sooft gelesen hat. 

hesed antworten
Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 700
Veröffentlicht von: @stern

Ein gemeinschaftliches Brotbrechen gibt es im katholischen Gottesdienst nicht, wenn jeder in der Reihe stehend nach vorne alleine geht, um die Hostie zu empfangen und auch alleine wieder zurück.

Danke für deine Anmerkungen zu meinen 10 Punkten. Gestolpert bin ich über dein Zitat zur katholischen Eucharistie. Wie genau kommst du zu diesem Urteil? 

holger-f antworten


Turmfalke1
Beiträge : 4600

@holger-f 

Ich denke mal, das persönliche Bibelstudium, der gemeinsame Austausch über das Gelesene und die gehörte Predigt gehören irgendwie zusammen. In den Zeiten, als die meisten Menschen Analphabeten waren, und das war die längste Zeit, war natürlich für viele das Lesen nicht möglich, so dass sie nur auf die zwei weiteren Angebote angewiesen waren.

Was m.E. für das persönliche Bibellesen spricht ist die Aussage Jesu, dass der Mensch nicht nur vom Brot lebt, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes geht. Und dieser Vergleich mit der leiblichen Nahrung ist aufschlussreich - die esse ich nämlich immer selbständig und lasse sie mir nicht "einlöffeln".

turmfalke1 antworten
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