Bibellesen zweitran...
 
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Bibellesen zweitrangig

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Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 700

So gerne ich die Bibel studiere und darüber diskutiere, so sind mir doch die Grenzen des eigenen „Lesens“ bewusst. Dazu zehn kurze Überlegungen:

  1. In den ersten 1500 Jahren der Kirchengeschichte besaßen die wenigsten Menschen eine eigene Bibel oder konnten lesen. Dennoch hatten sie einen festen Glauben, denn dieser entsteht primär durch das Hören der mündlichen Verkündigung: „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi“ (Röm 10,17).
  2. Die biblischen Texte wurden für das gemeinsame Hören und Erleben im Gottesdienst verfasst, nicht für die Privatlektüre zu Hause: „Bis ich komme, achte auf das Vorlesen, auf das Ermahnen, auf das Lehren“ (1. Tim 4,13).
  3. Ohne die Auslegung durch die Gemeinschaft und fundierte Begleitung führt das alleinige Lesen schnell zu Missverständnissen und Fehlern: „Dabei müsst ihr vor allem bedenken, dass keine Prophetie der Schrift eine Sache privater Auslegung ist“ (2. Petr 1,20).
  4. Christus wird für den Einzelnen vor allem im gemeinsamen Sakrament erfahrbar, was das gedankliche Studium von Texten weit übertrifft: „Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?“ (1. Kor 10,16).
  5. Gott schenkt seine Gegenwart und Erkenntnis dort, wo Menschen zusammenkommen, und nicht dem einsamen Leser: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20).
  6. Am Ende zählt für die Rettung nicht das theoretische Textwissen, sondern das praktische Tun und die gelebte Nächstenliebe im Alltag: „Werdet aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst“ (Jak 1,22).
  7. Die Kirche und ihre lebendige Gemeinschaft waren zuerst da und haben die Bibel überhaupt erst zusammengestellt; die tragende Säule der Wahrheit ist daher die Gemeinschaft: „...die Kirche des lebendigen Gottes, Säule und Fundament der Wahrheit“ (1. Tim 3,15).
  8. Gott offenbart sich dem Gläubigen direkt im Mitmenschen, besonders im Bedürftigen, was jede theoretische Textarbeit im stillen Kämmerlein ersetzt: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).
  9. Ein rein intellektuelles Aneignen von Schriftwissen ohne geistliche Einbindung in das Miteinander führt oft zu Hochmut statt zu echtem Glauben: „Die Erkenntnis bläht auf, aber die Liebe baut auf“ (1. Kor 8,1).
  10. Jesus selbst hat seinen Jüngern keine Bücher hinterlassen, sondern den Heiligen Geist, der die Gemeinschaft der Glaubenden auch ohne geschriebenes Wort leitet und erinnert: „Der Tröster, der Heilige Geist [...] der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“ (Joh 14,26).

Geht es euch ähnlich?

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Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 116
Veröffentlicht von: @holger-f

So gerne ich die Bibel studiere und darüber diskutiere, so sind mir doch die Grenzen des eigenen „Lesens“ bewusst. Dazu zehn kurze Überlegungen:

[...]

Geht es euch ähnlich?

Mir persönlich ist das Selber-Lesen der Bibel in Ruhe und in meinem eigenen Tempo und mit Grundtext-Wortstudien schon wichtig und keineswegs zweitrangig - sowohl alleine als auch zu Zweit oder im Hauskreis. Und ich denke, damit bin ich in guter Gesellschaft:

Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben. Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte. Es wurden deshalb viele von ihnen gläubig, auch nicht wenige der angesehenen griechischen Frauen und Männer. (Apostelgeschichte 17,10-12)

Auch wenn das gemeinschaftliche Hören früher, als nur wenige Menschen lesen konnten oder eine Bibel besaßen, der übliche Zugang zum Wort Gottes war, heißt das ja nicht, dass das für alle Zeiten so bleiben sollte. Gott wacht doch über Sein Wort und sicher auch darüber, dass spätere Generationen mit anderen Lebensgewohnheiten "ihren" Zugang dazu finden würden. Predigten und Auslegungen werden dadurch nicht überflüssig, sondern ergänzt; und auch das Gemeinschaftliche bleibt weiterhin Kern gelebten Glaubens.

gottsucher antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@gottsucher 

Mir persönlich ist das Selber-Lesen der Bibel in Ruhe und in meinem eigenen Tempo und mit Grundtext-Wortstudien schon wichtig und keineswegs zweitrangig - sowohl alleine als auch zu Zweit oder im Hauskreis. Und ich denke, damit bin ich in guter Gesellschaft:

Mir auch! Um es zu konkretisieren: Die täglichen katholischen Lesungen sind für mich Grundlage für meine Bibelstudien geworden…

Deine „Grundtext-Wortstudien“ in allen Ehren. Aber welchen Wert haben sie für andere Christen? Vor allem, wenn sie zu anderen Ergebnissen führen? 

Sind für dich verschiedene Ergebnisse von „Grundtext-Wortstudien“ überhaupt ein Problem?

 

holger-f antworten
Rafael
 Rafael
Beiträge : 409

@holger-f

In dem Moment, in dem du selbst konkrete biblische Passagen als Referenz und Argumentationsgrundlage heranziehst, beantwortest du die Frage im Grunde schon selbst. Ein Verzicht auf die Schrift ist in diesem Kontext kaum möglich. Für Christinnen und Christen sind und bleiben die biblischen Aussagen schließlich das Fundament ihres Glaubens. Sie bieten nicht nur historische Orientierung, sondern behalten als zentrale Textzeugnisse grundsätzlich eine zeitlose und existenzielle Bedeutung für die Glaubenspraxis.
 
rafael antworten
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Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@rafael 

… dann hättest du meine 10 Punkte nicht verstanden 😀

Die Thesen sind doch kein Plädoyer die Bibel NICHT zu lesen, sondern den richtigen STELLENWERT auszuloten, u.a. durch den Hinweis, dass der Gottesdienst/ die Messe der liturgische Ort des „Vorlesens“ und der Homilie ist.

… und dass uns Gott nicht nur in seinem Wort begegnet, sondern auch im Sakrament der Eucharistie/ des Abendmahls. … und dass das Hören auf „das Wort“ auch eine „Gemeinschaftsaktion“ ist und nicht eine bloß private Freude…

holger-f antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 409

@holger-f

… dann hättest du meine 10 Punkte nicht verstanden 😀

Die Thesen sind doch kein Plädoyer die Bibel NICHT zu lesen, sondern den richtigen STELLENWERT auszuloten, u.a. durch den Hinweis, dass der Gottesdienst/ die Messe der liturgische Ort des „Vorlesens“ und der Homilie ist.

… und dass uns Gott nicht nur in seinem Wort begegnet, sondern auch im Sakrament der Eucharistie/ des Abendmahls. … und dass das Hören auf „das Wort“ auch eine „Gemeinschaftsaktion“ ist und nicht eine bloß private Freude…

Genau um dieses harmonische Zusammenspiel geht es mir: Für mich bilden die Bibel, die Tradition, die Kirche und der persönliche Glaube eine untrennbare Einheit. Die Kirche ist der Entstehungsort der Heiligen Schrift, während die Tradition ihre Quelle darstellt; der Glaube wiederum spiegelt das wider, was in den biblischen Texten festgehalten ist. Gleichzeitig fungiert die Bibel als Fundament des Glaubens, als tragende Säule für die Verkündigung und als Zeugnis der kirchlichen Gemeinschaft. Die Kirche bietet gewissermaßen den lebendigen Raum, in dem das Wort der Bibel Gestalt annimmt.
 
Diese Dynamik greifst du auch in den erwähnten Bibelversen auf: Der junge Gemeindeleiter Timotheus wird dazu angehalten, die verfügbaren Schriften öffentlich vorzulesen, und sowohl der zweite Petrusbrief als auch das Matthäusevangelium betonen ausdrücklich die Bedeutung der kirchlichen Gemeinschaft.
 
Die persönliche Bibellektüre ist zweifellos ein tiefes Bedürfnis der meisten Christinnen und Christen. Ich selbst lese die Texte gerne so, dass sie meine eigenen Ansichten hinterfragen, gegen mich. Viele Menschen nutzen die Bibel, um sich eine ganz individuelle Spiritualität aufzubauen. Salopp formuliert: Im besten Fall führt das zu einer echten inneren Vertiefung, im schlimmsten Fall jedoch zu spiritueller Verwirrung.
rafael antworten


Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 700
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Vielleicht aber auch der Tatsache geschuldet, dass lange Zeit nur wenige Menschen die Kunst des Lesens beherrschten. Vor der Erfindung des Buchdrucks (ca. 1440) und der Alphabetisierung der breiten Masse war die Bibel ein kostbares Gut. Die Menschen konnten Gottes Wort fast nur gemeinschaftlich in der Kirche hören. Das führte natürlich auch zu Entstellungen, da nur wenige am "Original" prüfen konnten, ob das, was die Kirche lehrte, tatsächlich Gottes Wort entsprach. Durch den Buchdruck, die Reformation und die Alphabetisierung wurden die Menschen aus dieser Entmündigung befreit und das Priestertum aller Gläubigen erschlossen.

Absolut d‘accord! Und wir gehören ja zu den Nutznießern dieser Situation. Ich freue mich jedenfalls - Dir wird es ähnlich ergehen - täglich über die mir zugängliche Literatur, schon allein die verschiedenen Bibelübersetzungen sind ein unermesslicher Schatz, um den uns frühere Generationen beneiden würden…

Und dennoch halte ich es nicht für das Wichtigste, dass jede Einzelne sich in ein gewissenhaftes Bibelstudium vertieft. Es ist gleichsam ein Nice-to-have. Obwohl ich selbst sicher zwei bis drei Stunden täglich dem Bibelstudium widme, ist mir die Heilige Messe deutlich wichtiger…

Meine 10 Punkte sind also lediglich dazu da, zu erfahren, wie andere ihre Auseinandersetzung mit der Bibel gewichten, auch und gerade im Verhältnis zu Gemeinschaft, Lehre, Brotbrechen, Gebet, aktiver Nächstenliebe…

holger-f antworten
Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 700
Veröffentlicht von: @adjutante

Da mag ich doch widersprechen. Gott hat immer wieder einzelne Menschen gerufen und berufen. Ich denke da an Abraham, Jesaja, Jeremia, Paulus und viele andere mehr. Bis heute.

Das ist wohl wahr. Aber das waren die Ausnahmen (von der Regel). Das waren die Gottesmänner und -frauen, durch die Gott in außergewöhnlicher Weise tätig war bzw. werden wollte. 

Mir fallen da viele Namen ein. Meiner nicht…

holger-f antworten
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der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1879

@holger-f es fehlt, ausser in der RKK, eine zentrale Authorität die Dinge festlegen/letztentscheiden kann. Und die dann für den Gläubigen fix sind. In der RKK kann ja der Papst (was er m.W. erst einmal tat, mit der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, ihre Festlegung als Miterlöserin wurde immer mal wieder ins Gespräch gebracht ist aber, noch nicht, nicht festgelegt) Glaubensfragen für alle Zeiten fest entscheiden und als verbindlich festlegen. Wovon kein gläubiger Katholik dann abweichen darf.

der_alte antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@der_alte 

Der Papst verkündet. Die Glaubenswahrheiten entstehen anders bzw. sind als von Beginn an vorhanden gedacht. Das will ich hier gar nicht weiter vertiefen, nur betonen, dass mir seit den wenigen Wochen hier in diesem Forum deutlich geworden ist, wie gut es ist, dass nach einer langen Phase der theologischen Diskussion in der Kirchengeschichte dann auch autoritativ entschieden wurde…

Wenn man nach 2000 Jahren noch darüber streiten muss, was z.B. Taufe und Abendmahl bedeuten könnten, sollten etc. und jeder „Hansel“ meint, seine Privatmeinung als allerletzte Eingebung des Heiligen Geistes verkaufen zu müssen, dann stellen sich mir die Nackenhaare hoch…

Zweinaturenlehre und Dreifaltigkeitslehre sind zwei solche Punkte, über die man doch froh sein kann, dass diese theologischen Pakete geschnürt sind… Aber auch die werden ja von verschiedener Seite immer mal wieder in Frage gestellt…

P.S. Nur der Klarheit halber: Ob ein Konzil oder wer auch immer eine solche Entscheidung letztlich trifft, ist nicht mein Thema. Aber dass das ab einem bestimmten Moment passieren muss, steht für mich außer Frage. Ich vermute, Luther hätte das genauso gesehen… 😀

holger-f antworten
Claudius
(@claudius)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 147

@holger-f Eine Randbemerkung: Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich in christlichen Gottesdiensten miterlebe, wie die drei Hypostasen der Trinitätslehre offensichtlich als Personen im modernen Sinn verstanden werden und diese dann gleich noch (weil das eigene Verständnis damit notwendig in logische Widersprüche gerät und Verwirrung die Folge ist) als meines Eindrucks nach beliebig austauschbare Titulierungen Gottes in der Anbetung Verwendung finden. Wir sehen hier die reifen Früchte des Baumes eines theologisch entwickelten Trinitätskomplexes, dessen letzte Konsequenz sich in der Geschmacksrichtung eines unreflektierten (da sich ihre Praktikanten als bibelfeste Trinitarier verstehen), jedoch theologisch astreinen Monophysitismus zu erkennen gibt. Man kann sich vorstellen wie Kirchentheologen wie etwa Gregor der sog. Große sich im Grab vor Beunruhigung umdrehen würden. Ich will beschriebenes damit nicht verurteilen, das ist Gottes Aufgabe nicht meine, insofern kann ich auch nicht sagen ob diese Überzeugung vor Ihm bestehen kann - was mich u.a. umtreibt ist hingegen die verbleibende Frage wie es zu einer derartig offensichtlichen Verwirrung überhaupt kommen konnte und welche historische Fehler gemacht wurden: Unter diesem Aspekt und Eindrücken bin ich ausdrücklich nicht froh das benannte 'Packete' geschnürt worden sind und wie sie geschnürt wurden, weil offensichtlich das essentielle, das wichtigste - sein Kern der Angelegenheit: Nämlich die letztlich verbleibende Unerfasslichkeit Gottes und damit individuelle Notwendigkeit zur Erfahrung seines Wirkens im Zusammenhang mit hiermit erlebter Epiphanie als ursächliche Seinswirklichkeit 'im tiefsten Schoße' der Seele völlig aus dem seelsorgerischen Blick gerät. Menschen ohne jede Beziehung zu Gott bevölkern hingegen die Kirchen deren Herz dringend Heilung bräuchten. Anstatt Ihnen zu helfen, vermitteln die Kirchen der Christenheit stattdessen Elend und Trauma durch Negierung ihrer dogmatisch unterdrückten, wahren Natur und dahingehend geistigen Bedürftigkeit! Die Kirchenorganisationen kommen ihrem von Gott durch Jesus gegebenen, seelsorgerischen Auftrag zunehmend nicht mehr nach! Dies geschieht, weil das Christentum sich hinreißen ließ, das wesentliche jeder Religio mit dem nebensächlichen, dem äußerlichem Bekenntnis und Kult gleichzusetzen. Hierdurch droht das Christentum insgesamt von einer lebendigen Erfahrungsreligion, der immer dingend gebrauchten Arznei, dem Heilmittel zur Wiederherstellung unserer ganzen Existenz, auf einen zunehmend rein äußerlichen Bekenntniskult zu degenerieren. Nicht nur halten solche Kirchen den Gläubigen von einer lebendigen Beziehung zu Gott aktiv ab, sie verhindern diese sogar! Ein solches Christentum braucht niemand, deshalb wird es auch von den Menschen zunehmend hinausgeworfen und zertreten werden.

claudius antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

Ich - die nicht in die Kirche geht - hab das Gefühl, dass diese eher aufs Geldmachen mit Angst und Schrecken, aus ist. Und ... Wenn es nur den Kirchen vorbehalten sein sollte, "die Wahrheit zu kennen", warum sind dann Bibeln, Kommentare, Auslegungen etc. für die breite Masse zugänglich?

Ich halte nichts von "nur sie wissen die Wahrheit und ohne Bibellesen kannst du Gott nicht erfahren", weil er eben auch ohne diese beiden erfahrbar ist und sich zeigt.

samira-jessica antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4610

@samira-jessica Ich halte nichts von "nur sie wissen die Wahrheit und ohne Bibellesen kannst du Gott nicht erfahren", weil er eben auch ohne diese beiden erfahrbar ist und sich zeigt.

Aber wie willst Du ohne Bibel wissen, dass es wirklich Gott ist, der sich zeigt. Es gibt auch viele Irrgeister und selbst der Teufel kommt oft als Engel des Lichts, wie es Paulus formuliert.

turmfalke1 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@turmfalke1 Ich fühle ihn, den tiefen Frieden, der mir in tiefer Dunkelheit gibt.

Schon als Kind, wenn ich mich in den Schlaf geweint und zu Gott gerufen habe, kam dieser über mich und es war wie eine Decke, die mich einhüllte und meine Tränen versiegen ließ und die Gewissheit brachte, ich bin nicht allein.

Später erfuhr ich diese Frieden durch Menschen, die einfach da waren.

samira-jessica antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@turmfalke1 

Auch der Teufel argumentiert geschickt mit der Schrift, wie man aus der Versuchungsgeschichte Jesu  erkennen kann. 🫣 Es ist also schon ein bisschen mehr nötig als nur die Schrift zu lesen…😇

Das tuen übrigens auch Atheisten und Muslime. Die kommen regelmäßig zu dem Ergebnis, wie richtig doch ihre eigene Weltanschauung/ Religion ist und wie lächerlich dieser merkwürdige Glaube an einen gekreuzigten Gott ist. 😂

Auch ein Jude wäre mit dem Bibellesen allein kaum davon zu überzeugen, dass Jesus der Messias sein soll… 

Und was ein durchschnittlicher Theologieprofessor noch von der Heiligen Schrift übrig lässt, sei einmal dahingestellt… 🙃

holger-f antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@holger-f 

Auch ein Jude wäre mit dem Bibellesen allein kaum davon zu überzeugen, dass Jesus der Messias sein soll…

Wenn der Heilige Geist wirkt, dann erreicht er auch Juden. Die Geschichte von Jakob Damakani ist sehr eindrücklich. Ich hab sie gelesen. 

Jakob und seine Frau Elisheva leben heute in Tel Aviv und führen ein christliches Gästehaus. Wobei Jakob seit einiger Zeit schwer erkrankt ist. 

https://www.amazon.de/Mitten-ins-Herz-Jakob-Damkani/dp/3775143238

deborah71 antworten
Holger F.
(@holger-f)
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@deborah71 

Wenn der Heilige Geist wirkt

Da gehen wir zwei doch endlich wieder einmal d‘accord! Zum Bibellesen muss „von außen“ etwas dazukommen, ansonsten bewirkt es nichts…

Und diese Aussage verringert nicht den Wert der Heilige Schrift, sondern erhöht ihn. Wenn der Heilige Geist wirkt - durch wen oder was bzw. wie auch immer - dann sind wir nicht auf Gutglauben angewiesen, sondern können mithilfe der Schrift wissen, dass sich unser Glaube auch dem Verstand nicht verschließt…

 

holger-f antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29983

@holger-f 

Zum Beitrag

Jesus selbst bezieht sich auf das Kennen der Schrift. Es war den Jüngern so wichtig, dass es in zwei Evangelien notiert ist, was er der hohen Geistlichkeit erklärte. 

Mk 12,24 Jesus erwiderte: „Ihr irrt euch, weil ihr weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt.

Mt 22,29 Jesus erwiderte: „Ihr irrt euch, weil ihr weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt.

Wer weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt, ist schnell versucht aus eigener Kraft zu wirken. Dann lauert der burnout um die Ecke. 

Joh 6,63 Der Geist macht lebendig, menschliches Bemühen nützt nichts. Aber die Worte, die ich(Jesus) euch gesagt habe, sind von diesem Geist und von Leben erfüllt.

deborah71 antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@deborah71 

Wer weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt, ist schnell versucht aus eigener Kraft zu wirken.

Vor vielen, vielen Jahrhunderten hat das schon der Kirchenvater Hieronymus auf prägnante Weise ausgedrückt:

„Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.“
 
P.S. Schon wieder d’accord… Das ist ja unheimlich… 🤭

 

holger-f antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 116
Veröffentlicht von: @holger-f

Vor vielen, vielen Jahrhunderten hat das schon der Kirchenvater Hieronymus auf prägnante Weise ausgedrückt:

„Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.“

Und Derek Prince hat gesagt: "Man kann Jesus Christus nicht mehr lieben als das Wort Gottes (die Bibel)."

gottsucher antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29983

@holger-f 

Zum Beitrag

P.S. Schon wieder d’accord… Das ist ja unheimlich…

Was ist dir daran unheimlich? 

deborah71 antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

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@deborah71 

Dass ich die Anführungszeichen vergessen habe… 😅

holger-f antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29983

@holger-f 

in der Tat... 

Wieviele Schubladen hast du inzwischen zu Streichhölzern verarbeitet? 🤣 

deborah71 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
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@holger-f „Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.“

Volle Zustimmung. Und Luther sagte: "Wer außer der Schrift nach Christus tappt, ergreift den Teufel."

turmfalke1 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

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@turmfalke1 Ist Luther unfehlbar oder kann er sich geirrt haben?

rafael antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
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@rafael Ist Luther unfehlbar oder kann er sich geirrt haben?

Selbstverständlich ist Luther fehlbar und hat sich auch geirrt. Deshalb sind ja manche Dinge auch später "nachgeschärft" worden, z. B. in der Frage der fortlaufenden Jungfrauenschaft Marias. 

Aber die Schrift ist unfehlbar. Und wenn Luther hier die Bedeutung der Schrift hervorhebt, hat er m.E. recht.

turmfalke1 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 409

@Turmfalke1

Autoritätsargumente mit fehlbaren Menschen sind halt naja.... fast noch merkwürdiger als Sola Scriptura als christliches Prinzip zu erklären. Aber gut 🙂

rafael antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
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@holger-f Auch der Teufel argumentiert geschickt mit der Schrift, wie man aus der Versuchungsgeschichte Jesu  erkennen kann.

Und womit konterte Jesus? Mit der Schrift!

Es ist also schon ein bisschen mehr nötig als nur die Schrift zu lesen…

Da stimme ich mit Dir vollkommen überein. Der Geist macht lebendig. Aber hier ging es ja um die Frage, ob man Gott auch erkennen kann ohne die Schrift. Und da bin ich der klaren Meinung: Nein!

turmfalke1 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 409

@turmfalke1 Wenn ich mich recht erinnere, hat Paulus darüber geschrieben, dass man Gott auch in der Schöpfung erinnern kann, Im Gewissen usw...

rafael antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4610

@rafael Wenn ich mich recht erinnere, hat Paulus darüber geschrieben, dass man Gott auch in der Schöpfung erinnern kann, Im Gewissen usw...

Man erkennt daran, dass ein Schöpfer da ist.
Aber wer dieser Schöpfer ist, was Sein Wille ist und wie Er die Menschen mit sich ausgesöhnt hat, das sagt die Schrift.

turmfalke1 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 409

@turmfalke1 Ok, ich dachte erst, die Erkenntnis Gottes wäre für Dich nur biblisch möglich. Wogegen schon die Existenz der Weltreligionen sprechen würde. Danke für die Klärung 🙂

rafael antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Es ist also schon ein bisschen mehr nötig als nur die Schrift zu lesen…

Da stimme ich mit Dir vollkommen überein. Der Geist macht lebendig. Aber hier ging es ja um die Frage, ob man Gott auch erkennen kann ohne die Schrift. Und da bin ich der klaren Meinung: Nein!

Das stimmt nicht, Gott erkennt man ohne die Schrift in der Schöpfung, guck dir die wunderbare Natur an!

Guck dir die Menschen an, die Gott zu dir schickt, all das Gute ...

samira-jessica antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4610

@samira-jessica 

Daran erkennt man, dass es einen Gott gibt, das stimmt.
Aber erkennst Du an der Schöpfung, was Gott von Dir will? Erkennst Du daran, dass der Mensch ein Sünder ist und einen Erlöser braucht? Erkennst Du ohne die Schrift, wer dieser Erlöser ist, und wie Du Zugang zu Ihm finden kannst?

turmfalke1 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@turmfalke1 Bis auf die letzte Frage vllt. würde ich behaupten; ja.

Was Gott von mir will erkenne ich in meinen Stärken und Leidenschaften und der Freiheit die er mir dafür jetzt endlich verschafft hat.

Und dass Menschen Erlösung brauchen ist auch nicht nur in der Bibel erkennbar .....

samira-jessica antworten
hundemann
(@hundemann)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 725

..........aber ich sehe doch deinen Namen hier überall. Früher hieß Bibel lesen "stille Zeit."

Und Stille ist heute ein kostbares Gut. Für andere Menschen ist Stille gar nichts. Die müssen

immer etwas tun. In der heutigen Medienwelt ist Stille schwer zu finden.......

Zeit des Bibel Lesens, versuchen zu verstehen, des Gebetes, der Meditation.

Zeit um die Bibel zu lesen, aber danach auch Zeit, das Gelesene zu leben.

Wenn ich nur die Bibel lese, und sei keine Auswirkungen auf mein Leben hat........

Selbst habe ich viele verschiedene Bibelübersetzungen. Die Volxbibel, die ich lese, mag nicht

die Genauste sein, aber die Praktische , um das Gelesene auch umzusetzen.

Stille kann uns ernähren, geistlich und körperlich, zu viel Lärm, kann zerstören.

Viele Geräuschkulissen machen wir Menschen uns selbst. Immer laute Hintergrundmusik,

laufend Internet, smartphone. Dann noch die vielen optischen Reize. 

Doch nur in der Stille können wir Gott hören.

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3651

@holger-f 

Das waren die Gottesmänner und -frauen, durch die Gott in außergewöhnlicher Weise tätig war bzw. werden wollte.

Naja, das Volk Israel wollte ja nicht, dass Gott zu ihnen spricht. Deshalb hat Gott Propheten berufen und eingesetzt.

 

adjutante antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@adjutante

So what?

Zu allen Zeiten hat Gott durch Bevollmächtigte zu seinem Volk gesprochen. Diese autorisierten Personen verrichteten den Dienst im Tempel, lasen in den Synagogen die heiligen Texte und legten sie dort aus. Der Einzelne besaß nur in seltenen Ausnahmefällen eigene Schriften und war daher ganz auf Vermittlung angewiesen…

holger-f antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3651

@holger-f 

So what?

Ja, siehe z.B. nach in 2. Mose 20, 19

Zu allen Zeiten hat Gott durch Bevollmächtigte zu seinem Volk gesprochen. Diese autorisierten Personen verrichteten den Dienst im Tempel, lasen in den Synagogen die heiligen Texte und legten sie dort aus. Der Einzelne besaß nur in seltenen Ausnahmefällen eigene Schriften und war daher ganz auf Vermittlung angewiesen…

Klar. Aber kaufen oder abschreiben konnte man die Schriften wohl schon?

adjutante antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3651

@holger-f

Nachtrag: Nun, ich weiß schon, dass das zur Zeit des AT nicht ganz so einfach war mit eigenen Schriften.

Doch in der Bibel gibt sehr klare Aussagen dazu, dass nicht nur von autorisierten Personen das Wort weitergegeben wurde, sondern auch immer in der Familie eine Mitverantwortung war:

Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Ihr sollt ihn von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Hingabe, mit all eurer Kraft. Bewahrt die Worte im Herzen, die ich euch heute sage! Prägt sie euren Kindern ein! Redet immer und überall davon, ob ihr zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch schlafen legt oder aufsteht. (5.Mo. 6,4-8)

Auch die Kinder, die seine Unterweisungen noch nicht kennen, sollen genau zuhören, damit sie stets dem Herrn, eurem Gott, in Ehrfurcht begegnen. (5.Mo. 31,13)

Jede Generation soll Gottes Botschaft weitergeben: Höre mein Volk, auf meine Weisungen; Gib acht auf das, was ich dir sage! Ich will euch die Geschichte unseres Volkes vor Augen malen. Was wir gehört und erfahren haben, was schon unsere Väter uns erzählten, das wollen wir auch unseren Kindern nicht verschweigen. Jede Generation soll von den mächtigen Taten Gottes hören, von allen Wundern, die er vollbracht hat und seine Weisungen und Gebote kennenlernen. Sie alle sollen auf Gott ihr Vertrauen setzen und seine Machttaten nicht vergessen. Was er befohlen hat, sollen sie tun. (Aus Psalm 78)

Erziehe dein Kind schon in jungen Jahren - es wird die Erziehung nicht vergessen, auch wenn es älter wird. (Sprüche 22,6)

Einige Eltern brachten ihre Kinder zu Jesus .... (Markus 10, 13-16)

 

adjutante antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@adjutante 

Die Weitergabe bzw. Unterrichtung der nächsten Generation geschah durch mündliche Weitergabe und dem Vorlesen in der Synagoge. Das ist damit vergleichbar, dass ein Christ im Gottesdienst „hört“, das Gehörte im Herzen bewahrt, umsetzt und weitergibt.

Etwas, was mit dem heutigen privaten Bibelstudium vergleichbar ist, gab es nicht. Der einfache Jude hatte weder Zeit noch die notwendige Bildung an theologischen Diskussionen teilnehmen. Die waren den Lehrautoritäten vorbehalten.

holger-f antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3651

@holger-f 

Naja, scheinbar hat es bei Elisa auch schon eine Bibelschule gegeben (2. Könige 6, 1-7) 😉 

adjutante antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@adjutante 

Lies mal 1 Sam 10,5–10 sowie 2 Kön 2,1–7; 4,1–7; 4,38–41; 6,1–7. Dann können wir uns gerne nochmal darüber unterhalten, ob diese „Prophetenschule“ so etwas wie eine Bibelschule war… 🤗

holger-f antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3651

@holger-f 

Den Gedanken fand ich so schön. Jedenfalls wollten sie den Raum zum Wohnen erweitern 😎 

 

Also, diese angegebenen Texte kenne ich ...

adjutante antworten
Claudius
(@claudius)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 147

@holger-f Also das ist so nicht ganz richtig, wie mir scheint. Im rabbinischen Judentum gibt es beispielsweise eine feste Zeit, wo sich die Talmidim in der Synagoge einschließen um die hebräischen Schriften einen Tag lang zu studieren. Es gehörte wohl auch zur Pflicht zumindest seinen Söhnen lesen und schreiben beizubringen (ansonsten war dies Aufgabe des Rabbi), schließlich musste man im Synagogengottesdienst damit rechnen aufgerufen zu werden aus Thora und Tanach zu lesen. Auch gehört ein Essen zum festen Teil des Gottesdienstes. Bei dieser Gelegenheit wurden, können, sollen und werden so ziemlich alle intellektuellen Themen samt Wissen im Rahmen theologischer Diskussionen ausgetauscht und diskutiert. Der gewöhnliche Jude war daher schon immer ein außergewöhnlich gut gebildeter Intellektueller, zumal Wissen als Zierde des Menschen und Wissenserwerb als Verpflichtung gesehen wird. Liebe Grüße.

claudius antworten
Rafael
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(@rafael)
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@claudius Wie kommt es dann, dass die Alphabetisierungsrate in Judäa zur Zeit Jesu nur bei 3% lag?

(PDF) Konnte Jesus lesen und schreiben? Die Frage nach der Bildung Jesu, seiner Jünger und Jüngerinnen

rafael antworten
Claudius
(@claudius)
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@rafael Der Artikel geht vom griechisch-römischen Bildungswesen aus, wie beschrieben verfügten gerade pharisäische Gemeinden jedoch über eigene Unterrichtsmethoden, die als Teil religiöser Lebensweise betrachtet wurden und daher verpflichtend ausfielen. Der argumentative Ansatz ist also schon fragwürdig, Jene wird in der jüdischen Halacha dokumentiert, welche im ersten Jahrhundert schon fest etabliert gewesen sein muss, schließlich bezieht sich der Jesus des Matthäusevangeliums auf jenes, und zwar mit explizitem Fachwissen! Das Händler teilweise nicht schreiben konnten mag durchaus sein, hier muss man jedoch bedenken, inwieweit insbesondere Galiläa zur Lebenszeit von Yeshua eine Region vieler Völker darstellte, die außerhalb jüdischer Tradition standen. Man müsste gezielt nach jüdischen Zeugnissen suchen.

claudius antworten
Rafael
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(@rafael)
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@claudius 

Im Dokument steht:

William Harris, Spezialist für römische Geschichte, schätzt, dass die Alphabetisierungsrate im Römischen Reich nicht mehr als 10 bis 15 Prozent betrug, unddie Judaistin Catherine Hezser vermutet, dass die Rate im antiken Judäa – der Region, in der Jesus und seine ersten Jünger lebten – eher bei 3 Prozent lag.
Vielleicht magst Du mir sagen, welcher Alphabetisierungsgrad damals in der Region existierte, wenn Du andere Zahlen hast. Super wäre eine Quelle, die ich mir anschauen und für mich speichern kann.
rafael antworten
Claudius
(@claudius)
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@rafael Also kurz geschrieben, es gibt beide Meinungen und ein Konsens besteht dahingehend meines Wissens nicht. Jesus soll etwa 33 n. Chr. gewirkt haben. Schon Johoschua Ben Gamla konnte in Bava Batra 21a die Gründung von Grundschulen für Kinder ab etwa 7 Jahren fordern. Dies dürfte etwa 60 n. Chr. gewesen sein. Dies wiederum ist eine Ausweitung des Tempel eigenen Bildungssystems. Dem geht wiederum eine pharisäische Bildungsinitiative voraus, welche zur Zeit von Jesus schon im Gange war. Historiker, die jüdische Quellen auswerten wie etwa Smuel Safrai und Joseph Klausner gehen dahingehend von einer nahezu vollständigen Alphabetisierungsrate (der jüdischen Bevölkerung) aus (das bedeutet quantifiziert gemäß William Harris etwa 15-20 % im städtischen Raum, insbesondere wegen nichtjüdischer Einwohner). Dies alles wird durch neuere archäologische Funde (etwa von Ostraca) gestützt, welche mit einer niedrigen Alphabetisierungsrate unter der jüdischen Bevölkerung zunehmend schwer vereinbar wären. Wenn Du möchtest kann ich dir hierzu Literatur recherchieren. Liebe Grüße.

claudius antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
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@claudius Die jüdische Bevölkerung in Judäa lag zur Zeit Jesu wohl bei 90%, müsste die Alphabetisierungsrate, wenn diese bei der jüdischen Bevölkerung bei nahezu 100% gewesen sein soll, nicht deutlich über 15-20% liegen?

rafael antworten
Claudius
(@claudius)
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@rafael Sie war nicht gleich verteilt und dies lag mit an der Religionspolitik der Seleukiden, welche über ihren griechischen Imperialismus größere Orte wie Jerusalem für traditionelle Juden zu einem zunehmend unreinen Ort machten. Diese traditionellen Juden zogen sich mit Resten der makkabäischen Armee, diversen religiösen Konfessionen und messianisch (teilweise apokalyptischen) Gruppierungen wie Gemeinschaften in ländliche Areale zurück, wo die staatliche Kontrolle weitaus geringer ausfiel oder emigrierten massenhaft, insbesondere nach Alexandria und ins parthische Imperium. In Judäa war der hauptsächliche Rückzugsraum traditionell die Araba, jene wüste Region um das tote Meer bis in den Bereich des heutigen  Westjordanien, die für Qumran und seine Bibliothek berühmt geworden ist. Eine etablierte Grenze lag hier in etwa beim Jordan. alles was östlich dahinter lag, konnten sowohl die Seleukiden als auch spätere römische Besatzung samt Klientelstaaten nicht mehr dauerhaft kontrollieren, insbesondere da der parthische Einfluss präsent war - jene mir Rom konkurrierende Großmacht welche ansässige Beduinenstämme leicht zu rekrutieren vermochte - heute würde man sagen Partisanenangriffe auf die römische Außengrenze zu übernehmen, was natürlich seitens jüdischer Opposition tatkräftig unterstützt wurde. In Galiläa war die jüdische Bevölkerung hingegen klar in der Minderheit, neigte jedoch zu spektakulären Aufständen gegen römische Herrschaft, ebenso wie Aktionen gegenüber dem jüdischem Tempel (so meinten etwa Galiläer kurze Zeit vor Jesus Geburt den Haupteingangbereich von jenem mit ausgerechnet Schweineblut etwa umzugestalten).

Also die permanent jüdische Bevölkerung gerade am Beispiel Jerusalems würde ich aus all diesen Gründen, Unterdrückung, religiöser Reinheitsgedanke und ausgeprägte Diaspora als nicht hoch einschätzen. Traditionelle Juden hielten sich in der Regel nicht dauerhaft in Judäa auf oder bevorzugten Gebiete fehlender Infrastruktur und staatlicher Souveränität. Die Familie von Jesus ist nach dem Matthäusevangelium übrigens mit der Flucht nach Ägypten ein gutes Beispiel hierfür, zumal auch die Region Nasrat in Galiläa ein weiteres jener beschriebenen Gebiete. jüdischen Rückszugs darstellte. Sehr viele Juden zogen es hingegen vor nur zu den Hochfesten nach Jerusalem zu kommen (und das auch nur widerstrebend) und die Stadt ebenso wie Israel ansonsten zu meiden, von den griechisch und römisch geprägten Städten der Region gar nicht erst zu sprechen.

Man muss für diese Erkenntnis allerdings schon jüdische Quellen ernst nehmen und studieren.

claudius antworten
Rafael
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(@rafael)
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@claudius Sehr interessant. Danke 🙂

rafael antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@rafael 

Da kommen die Jünger schlecht weg....  

Dem römischen Unterricht nach müssten die Fischer jedenfalls die Zahlenstufe erreicht haben, denn sie hatten 153 Fische gefangen. 

~~~~~

Delitzsch übersetzt die Stelle mit Jesus und der Ehebrecherin mit qarqa (Fußboden, wird nur für das Tempelareal und den Tempel gebraucht und einem Verb, das von dem Buchstaben tav ausgeht und in der protosemitischen Form als Kreuz einen Freispruch bedeutet. 

Joh 8,6 und Joh 8,8 

wajetav ............. al-haqarqa

וַיְתָו בְּאֶצְבָּעוֹ עַל־הַקַּרְקָע

deborah71 antworten
Holger F.
(@holger-f)
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@adjutante 

>>Ja, siehe z.B. nach in 2. Mose 20, 19<<

Was soll der Vers im Kontext unserer Diskussion aussagen?

>>Klar. Aber kaufen oder abschreiben konnte man die Schriften wohl schon?<<

Wie stellst du dir das konkret vor? 

holger-f antworten
Adjutante
(@adjutante)
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Beiträge : 3651

@holger-f 

>>Ja, siehe z.B. nach in 2. Mose 20, 19<<

Was soll der Vers im Kontext unserer Diskussion aussagen?

Das war im Blick darauf, dass das Volk lieber Mose zu Gott schickte anstatt selbst zu hören. 

>>Klar. Aber kaufen oder abschreiben konnte man die Schriften wohl schon?<<

Wie stellst du dir das konkret vor? 

Ich dachte z.B. an den Kämmerer, der die Jesaja-Rolle kaufte ... 

 
 
 

 

 

adjutante antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 29983

@holger-f 

Abschreiben: 

Jeder israelitische König hatte als Aufgabe, die Torah eigenhändig  abzuschreiben. Steht irgendwo im AT. 

Dann gab es ja auch noch die beruflichen Schreiber. Die sollte man auch im Blick haben. 

deborah71 antworten
Holger F.
(@holger-f)
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Beiträge : 700

@deborah71 

Niemand hat behauptet, das alte Israel sei des Lesens und Schreibens völlig unkundig gewesen. Gerade der akribische Umgang der jüdischen „Schriftgelehrten“ ist mit eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Entwicklung unserer westeuropäischen Kultur. 

Die Frage war (und ist), in welcher Weise das einfache Volk Kenntnis von der Tora erhielt. Und das ist vermutlich am einfachsten zu verstehen, wenn wir uns einen regelmäßigen Synagogenbesucher vorstellen und kein im heimischen „Stübchen“ sich selbst die Schrift auslegendes Individuum…

holger-f antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@holger-f 

Was hast du nur gegen das heimische Stübchen? *wunder*

Wenn du mehrfach erlebt hast, dass Gott ein Bibelwort beim Lesen ins Herz fallen lässt, Heilung schenkt, Lügen aufdeckt....   und nicht definitiv weißt, was das einfache Volk aus der Synagoge an geistlicher und schriftlicher Beute mit nach Hause brachte, dann stülpe ihnen doch nicht die Klerus vs Laien - Nummer über. 

Der Heilige Geist hat auch bei den alten Israeliten gewirkt. 

deborah71 antworten
Holger F.
(@holger-f)
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@deborah71 

Ich habe den Eindruck, es herrscht bei unserer Konversation immer noch ein Missverständnis. Ich habe nämlich überhaupt nichts gegen das heimische Studierstübchen, ich habe doch selber eines und möchte es nicht missen.

Es geht um den Stellenwert dieses „Stübchens“, z.B. im Vergleich zum sonntäglichen Besuch von Gottesdienst/ Messe. Und da ist meine Priorität klar.

Was die Wirkung von Bibelversen betrifft, gibt es überhaupt keinen Dissens. Ich höre in jeder Messe soviel „Bibelverse“, das die mich immer die ganze Woche beschäftigen…

Die theologiegeschichtliche Frage (zu der ich hier schon Interessantes gelesen habe), die ich in diesem Zusammenhang gerne erörtert wissen will ist, wie dies im Alten Bund (sagen wir zur Zeit Jesu) gewesen ist. Und mein bisheriger Kenntnisstand ist der, dass „Profis“ (Schriftgelehrte) sich mit den Schriften auseinandergesetzt haben und das jüdische Volk vor allem durch Synagogenbesuch und innerfamiliäre religiöse Erziehung „das Gesetz“ gelernt haben. So wie heute eine christliche Familie (idealtypisch) sonntäglich Gottesdienste besucht und das Kirchenjahr mitfeiert…

holger-f antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@holger-f 

Der Titel deines Threads gibt eine Wertung vor: zweitrangig.  Die Wertung hat das  Feuer gelegt. 

Durch wen Gott spricht lässt sich nicht bewerten oder abwerten. Der Focus sollte auf Gott liegen und es ist Seine Wahl, ob er durch einen Menschen, einen Engel im Busch, einen Esel oder ein Buch spricht......

Ich denke, das Wort 'zweitrangig' hat den Widerspruch ausgelöst und die nachfolgende Verstärkung in den Texten. 

Damals an meinem Arbeitsplatz habe ich eine Lektion in Abwertung und Respekt gelernt, die durchgeschlagen hat. Um eine bestimmte Übung in der Rückenschule durchzuführen, brauchten wir einen Hocker, auf den ein Knie gestützt wurde. In der Gruppe war eine sehr große Dame anwesend und Ihr Knie und der Hocker kamen nicht zusammen. Ich hatte ganz unbedacht geagt: Sie sind zu groß für den Hocker. (gefühlt klang das irgendwie falsch). Sie korrigierte mich ruhig und bestimmt: Der Hocker ist zu klein für mich. Das hat gesessen, wie ein Blitz eingeschlagen bei mir und ich hatte es sofort begriffen. 

Ich hatte den Hocker über sie gewertet und sie hat den Hocker wieder unter sich platziert: Gegenstand. Mensch zählt mehr.  

Wir (wir, weil es uns alle betrifft mMn) kommen alle aus einer Umgebungssprachgewohnheit und merken teils gar nicht, was wir von uns geben und wundern uns dann, warum es hakt. Ich lerne immer noch, mich respektvoll auszudrücken und konnte schon viel positiv verändern. Mir fällt halt dann einiges auf. 

deborah71 antworten
Rafael
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(@rafael)
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@deborah71 

Wenn es ein Feuer der Liebe ist, kann es nur gut sein 🙂

rafael antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@rafael 

Wertung bzw Abwertung ist kein Feuer der Liebe. Irgendwann fällt es einem auf und dann kann man dran arbeiten mit dem Heiligen Geist und die Frucht des Geistes an diese Stelle setzen. 

deborah71 antworten
Rafael
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(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 409

@deborah71 Zum Glück richten wir hier nicht untereinander. Mit dem Auffallen ist das manchmal auch eine Frage von Stock und Balken.

rafael antworten
Holger F.
(@holger-f)
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@deborah71 

Der Titel deines Threads gibt eine Wertung vor: zweitrangig. 

Hast du ein Problem damit, dass ich das so sehe? Zumal ich das begründet habe? 🤔

Was wäre daran auszusetzen, dass ich Gottesdienste höher bewerte als das Selbststudium der Heiligen Schrift - zumal ich (wie ich mehrfach betont habe) beides praktiziere? (Ehrlich gesagt, wäre ich gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass man das anders sehen könnte.)

Diskussionen kommen doch erst auf, wenn Begründungen nicht stichhaltig sind oder zumindest nicht einleuchtend genug erscheinen. Das ist für mich der völlig normale Gang einer Diskussion…

Und meine Grundthese war und ist, dass das individuelle Schriftstudium, wie es seit einigen Jahrzehnten erfreulicherweise möglich ist, eine historisch nie dagewesene Situation ist, aber so biblischerseits nicht gefordert wird. 

holger-f antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 29983

@holger-f 

Meine Begründung habe ich geschrieben. Mein Ausgangspunkt ist die Rede Gottes und ich würde es nicht wagen, wenn ER sich gerade entscheidet, mit mir durch einen Bibelvers zu reden, dies als zweitrangige Quelle zu bezeichnen. 

Zumal Jesus mir beim Bibellesen manifest begegnet ist.

Bei einer anderen Gelegenheit die Anweisung kam, einen Psalm zu lesen und ich an die richtige Stelle geführt wurde und Heilung empfing. 

Dann wiederum hatte ich eine feste Tageslese und ein Vers sprang mir brennend ins Herz, als ich um eine Entscheidungshilfe gebetet hatte. "Beeile dich, zu MIR zu kommen". Paulus schrieb das an einen Jünger, Gott sprach es in mein Herz. Am nächsten Tag bemerkte ich, dass ich am Vortag einen Satz zu weit gelesen hatte. Gründlich und ordentlich deutsch begann ich also an dem betreffenden Satz und er explodierte wieder in mir. Ein Bibelwort, das zweimal Bestätigung gab für eine bestimmte Entscheidung. 

Wenn Gott sich entscheidet, durch die Bibel zu reden, dann ist das in dem Moment sein erster 'Rang'/ Seine Wahl. Da kann ich nicht sagen, nee...das ist zweitrangig, ich will, dass du im GoDi zu mir redest, weil die Kirche das so lehrt. 

Verstehst du, was ich meine? 

deborah71 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976
Veröffentlicht von: @adjutante

@holger-f 

Das waren die Gottesmänner und -frauen, durch die Gott in außergewöhnlicher Weise tätig war bzw. werden wollte.

Naja, das Volk Israel wollte ja nicht, dass Gott zu ihnen spricht. Deshalb hat Gott Propheten berufen und eingesetzt.

 

Vielleicht sind sie dann auch nur für die, die "nicht hören wollen" (auf ihre Erfahrungen und das Gewissen)?

 

samira-jessica antworten
Holger F.
(@holger-f)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 700

@samira-jessica 

Wieder eine gute Nachfrage!

Unsere Erfahrungen „sagen“ uns etwas. Unser Gewissen „sagt“ uns etwas. Das müsste ggf. ausreichen.

Wenn‘s nicht ausreicht, hat Gott Pro-pheten, Menschen, die für ihn (pro = im Namen von) sprechen (phēmí = sprechen).

Auch in der Gegenwart sendet uns Gott Propheten, wir müssen sie nur erkennen. Für mich sind das z.B. Oscar Romero, der seine Stimme gegen die Militärdiktatur in San Salvador erhob, und Dietrich Bonhoeffer, der den Nationalsozialismus durchschaute und zum Widerstand aufrief.

Ebenso gehört für mich Mutter Teresa dazu, deren Dienst an den Ärmsten in Kalkutta eine Anklage gegen die Gleichgültigkeit war, sowie Dorothy Day, die in frei gewählter Armut lebte und Kirche wie Gesellschaft an die Bergpredigt erinnerte.

holger-f antworten


Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 700
Veröffentlicht von: @arcangel

Ernsthaft, fällt dich nicht auf das deine Liste sowas von unvollständig ist. 

Hast du nicht gelesen, dass das keine Doktorarbeit, sondern eine Diskussionsgrundlage ist? Thesen, zu denen ich gerne auch andere begründete Meinungen hören bzw. lesen möchte? Zum Beispiel deine?

holger-f antworten
Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 700
Veröffentlicht von: @meriadoc

Liest du ein Testament nicht?

Das ist wirklich lustig… 😅😂🤣

holger-f antworten


Holger F.
Themenstarter
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Veröffentlicht von: @hundemann

Die Volxbibel

… ist der Hammer. Gelegentlich sehr zu empfehlen! 👍

holger-f antworten
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