Wie Leben aus "Zufall" entstehen kann
Hier mal ein interessantes Video zum Thema, wie komplexe Strukturen aus einfachen Vorgaben entstehen können.
Es widerlegt eindrucksvoll den Glauben, dass etwas "Komplexes" seinen Ursprung nur in etwas noch Komplexerem haben kann, dass also für komplexe Strukturen letztlich ein Schöpfer notwendig ist (Der selber nicht mehr erklärt wird).
Hier das Video, es ist angenehm kurz und übersichtlich:
https://www.youtube.com/watch?v=TCLvGLA3WPM&list=WL&index=18
Veröffentlicht von: @lucan-7
Bei dem Titel "Wie Leben aus "Zufall" entstehen kann" habe ich gestutzt. Entstehung von Leben in einem Wechselspiel von Zufall und Notwendigkeit - das hatte ich für mich als brauchbare Vorstellung abgespeichert, verbunden mit dem Namen Jacques Monod. Aber nur Zufall? Nein.
Hier mal ein interessantes Video zum Thema, wie komplexe Strukturen aus einfachen Vorgaben entstehen können.
Ja, Conways Life Game, wie erwartet. Die Überleitung zur Werbung am Ende war etwas störend, ich habe mich gefragt, was die eigentlich verkaufen wollen, aber nicht weiter darauf nachgeschlagen.
Conways Spiel weckt nette nostalgische Erinnerungen an erste Programmierversuche, für die es sich anbot, an Commodore und Atari, an Pong, Star Wars und grobpixelige Computerspiele jeder Art.
Ich persönlich war es schnell leid, weil es bis auf die Ausgangsverteilung letztlich völlig deterministisch ist. Vieles, was man diesem Spiel jetzt beilegen will, z. B. "Spiel DES LEBENS", Turing-Vollständigkeit usw. halte ich für übertrieben.
Es ist eine schöne und anschauliche Demonstration von Emergenz. Als Modell für die Entstehung von Leben sehe ich es nicht an, weil nur die Ausgangsposition zufällig ist und danach alles determistisch abläuft.
Es widerlegt eindrucksvoll den Glauben, dass etwas "Komplexes" seinen Ursprung nur in etwas noch Komplexerem haben kann, dass also für komplexe Strukturen letztlich ein Schöpfer notwendig ist (Der selber nicht mehr erklärt wird).
Es kann dazu beitragen, ja, indem es Emergenz demonstriert. Aber man kann auch anführen, dass Herr Conway sich dieses Spiel ausgedacht hat, und dass der mit Sicherheit komplexer ist als ein Computerprogramm, das Pixelmuster erzeugt.
Bei dem Titel "Wie Leben aus "Zufall" entstehen kann" habe ich gestutzt. Entstehung von Leben in einem Wechselspiel von Zufall und Notwendigkeit - das hatte ich für mich als brauchbare Vorstellung abgespeichert, verbunden mit dem Namen Jacques Monod. Aber nur Zufall? Nein.
Deshalb ja in Anführungszeichen.
Das ganze ist ja auch kein Modell für unser Universum - es ist ein Beispiel, wie aus simplen Vorgaben komplexe Strukturen werden können.
Ich persönlich war es schnell leid, weil es bis auf die Ausgangsverteilung letztlich völlig deterministisch ist.
Ja. Aber es ist ja aufgrund der Quantenmechanik möglich, dass im realen Universum der Zufall sehr wohl eine Rolle spielt, weil zwar Naturgesetze die Regeln vorgeben, dabei aber dennoch auch zufällige Prozesse eine Rolle spielen können.
Aber man kann auch anführen, dass Herr Conway sich dieses Spiel ausgedacht hat, und dass der mit Sicherheit komplexer ist als ein Computerprogramm, das Pixelmuster erzeugt.
Du meinst, unsere Realität ist komplexer...?
Das ist halt die Frage, wieviele Stufen der Realität es da gibt und wie weit man da ins Kaninchenloch hinuntersteigen muss, um vielleicht festzustellen wie simpel das Ganze an seiner Basis ist...
Veröffentlicht von: @lucan-7Ja. Aber es ist ja aufgrund der Quantenmechanik möglich, dass im realen Universum der Zufall sehr wohl eine Rolle spielt, weil zwar Naturgesetze die Regeln vorgeben, dabei aber dennoch auch zufällige Prozesse eine Rolle spielen können.
Eben. Das Wechselspiel von Zufall und Notwendigkeit, in dem unter günstigen Umständen Leben entsteht.
Eine zufällige Ausgangsposition und anschließend purer Determinismus ist eben kein Wechselspiel.
Das ganze ist ja auch kein Modell für unser Universum - es ist ein Beispiel, wie aus simplen Vorgaben komplexe Strukturen werden können.
Ja aber das hat nichts mit Zufall zu tun. Emergenz ist so ziemlich das Gegenteil von Zufall. Unter den Gleichen Bedingungen emergiert immer die gleichen Strukturen. Zufall wäre es, wenn die darüber liegende Ebene jedes Mal neue regeln und Strukturen bilden würde.
Ja. Aber es ist ja aufgrund der Quantenmechanik möglich, dass im realen Universum der Zufall sehr wohl eine Rolle spielt, weil zwar Naturgesetze die Regeln vorgeben, dabei aber dennoch auch zufällige Prozesse eine Rolle spielen können.
Dieser zufälligen Prozesse sind dann aber eine Störung für Systems und nicht Bedingung für die Bildung des Systems.
Ja aber das hat nichts mit Zufall zu tun. Emergenz ist so ziemlich das Gegenteil von Zufall.
Ich habe ja auch die Quantenmechanik als Beispiel für den Zufall erwähnt, nicht die Emergenz. Die ist nur ein Beispiel dafür, dass aus einfachen Mechaniken komplexe Strukturen entstehen können.
Dieser zufälligen Prozesse sind dann aber eine Störung für Systems und nicht Bedingung für die Bildung des Systems.
In der Realität können sie nicht nur Störung, sondern auch notwendige Voraussetzung sein. Wir kennen die Mechanismen ja (noch) nicht.
Ja nur die Quantenmechanik spielt in diesem Beispiel keine Rolle. Das Einzige, was dieses Spiel des Lebens beschreibt, ist das aus einfachen Regeln komplexere Formen auf einer höheren ebene entstehen können, die nichts mit den Regeln darunter zu tun haben. Was dann Emergenz genannt wird.
Gleiche Ausgangslage, produzieren immer die gleichen Resultate.
Wenn du nun Zufall in dieses Modell einbringen möchtest, dann könntest du eine 4te Regel erstellen zum Beispiel
Das jeder X Zyklus Y% der Zellen zufällig ihren Zustand wechseln.
Wenn in jeden zweiten Zyklus 50 % der Zellen zufällig ihren Zustand wechseln werden keine stabilen Formen entstehen. Wenn in dem Millionsten Zyklus 1ppm den Zustand wechseln sieht das schon anderes aus.
Ja nur die Quantenmechanik spielt in diesem Beispiel keine Rolle.
Aber in der Realität. Denn das war ja die Kritik daran: Dass hier eine völlig determinierte Welt dargestellt wird.
Die Realität funktioniert aber nach anderen Grundlagen. Das Beispiel diente allein einer Argumentation: Komplexe Objekte basieren nicht notwendigerweise auf komplexen Ursachen.
Aber in der Realität. Denn das war ja die Kritik daran: Dass hier eine völlig determinierte Welt dargestellt wird.
Da gebe ich dir recht, ohne Zufall ist alles determiniert. Aber Zufall ist in diesem Modell eine Störung von aussen, welche sich nicht an regeln hält, sondern auf Wahrscheinlichkeiten beruht.
Komplexe Objekte basieren nicht notwendigerweise auf komplexen Ursachen.
Genau, das zeigt dieses Experiment schön auf, es zeigt auch wunderbar auf, das emergente Strukturen, keine Relevanz auf der darunterliegende Ebene haben und eine dritte Erkenntnis ist das emergente Strukturen, völlig neue regeln Folgen die losgelöst sind von der Ebene darunter.
Deine Bemerkung ist übrigens falsch.
Im Spiel des Lebens entstehen in der Regel nicht aus einfachen Strukturen komplexe. Einfache Strukturen sterben oder werden stationär und bleiben klein.
Um komplexe Strukturen zu erhalten musst Du mit großen Strukturen starten. Und dann Glück haben oder genial sein.
Und in den allermeisten Fällen hast Du irgendwann nur noch kleine stationäre Gebilde. Gleiter überleben meist nicht, wenn sie auf etwas stationäres treffen.
Den Zufall hast du zu Recht in Anführungszeichen gesetzt. Denn natürlich gibt es im Spiel des Leben nicht den geringsten Zufall. Es ist nur für normale Menschen nicht voraus zu berechnen. Beschäftigt man sich damit, fängt man schnell an, immer komplexere Anfangsstrukturen zu erdenken, von denen man sich etwas verspricht.
Ha, so langsam kommen die Erinnerungen zurück. Das hatte damals sehr viel Spaß gemacht. Mit einer dritten Farbe und einer 4. Regel könnte man sogar Kriege führen. (Ich habe seinerzeit gern Spiele modifiziert. Ist ja auch auf den alten Programmiersprachen einfach)
VG
Chey
Spektakulärer sind natürlich Apfelmännchen. Auch damit haben wir uns beschäftigt und wohl kaum etwas zeigt besser die Verbindung der Mathematik mit dem göttlichen. Das soll Zufall sein?
https://youtu.be/ABgpGcfyuzU?si=J2jjLH2idNLgTYpb
Leider habe ich die dahinter stehende Mathematik im Laufe der Jahrzehnte vergessen.
VG
Chey
Deine Bemerkung ist übrigens falsch.
Im Spiel des Lebens entstehen in der Regel nicht aus einfachen Strukturen komplexe.
Wo habe ich das denn geschrieben? Ich habe im Eingangsposting von "einfachen Vorgaben" geschrieben, nicht von "einfachen Strukturen"...
Und in den allermeisten Fällen hast Du irgendwann nur noch kleine stationäre Gebilde. Gleiter überleben meist nicht, wenn sie auf etwas stationäres treffen.
Es geht ja nur ums Prinzip... keiner sagt, dass das die Grundformel für unser Universum ist.
Aber Dein Prinzip stimmt nicht.
Du hast geschrieben "Es widerlegt eindrucksvoll den Glauben, dass etwas "Komplexes" seinen Ursprung nur in etwas noch Komplexerem haben kann, dass also für komplexe Strukturen letztlich ein Schöpfer notwendig ist"
Beim Spiel des Leben ist in der Regel zwingend der Schöpfer/Programmierer für komplexe Strukturen notwendig. Aus kleinen entsteht dort nur in ganz seltenen Ausnahmefällen etwas komplexes (und das auch meist geplant) und ganz sicher nicht so etwas wie das Raumschiff.
Wenn Du das als Beleg anführen willst, dann belegt es, dass es Gott benötigt.
VG
Chey
Beim Spiel des Leben ist in der Regel zwingend der Schöpfer/Programmierer für komplexe Strukturen notwendig. Aus kleinen entsteht dort nur in ganz seltenen Ausnahmefällen etwas komplexes (und das auch meist geplant) und ganz sicher nicht so etwas wie das Raumschiff.
"Selten" reicht doch. Das Spielfeld muss nur groß genug sein.
Und an Größe mangelt es ja im Universum nicht...
Veröffentlicht von: @lucan-7Würdest Du denn Camus letztendlich beipflichten? Oder ihm widersprechen, und wenn ja, worin?
Dafür kenne ich jetzt seine genaue Argumentation zu wenig, aber ich denke dass ich ihm wohl kaum zustimmen würde.
Letztlich geht es doch um die Frage, was "Sinn" überhaupt ist und wer einen solchen festlegen kann. Und da scheint mir die einzig logische Antwort zu sein, dass der Mensch selbst dazu in der Lage ist, so etwas wie "Sinn" zu definieren - und auch nur dieser, weil "Sinn" nur ein individuelles Phänomen sein kann.
Denn was nützt es mir, wenn mir jemand den "Sinn" meines Lebens darlegt... und ich dem nicht zustimmen kann?
Der Sinn unseres Lebens kann demnach nur in uns selbst liegen. Mal so auf die Schnelle überlegt...
Damit stimmt's Du ihm im Prinzip zu, denn Camus & der frz. Existentialismus sagen ja, dass es keine Sinn-Vorgabe gibt (weder eine "göttliche" noch eine andere), sondern jeder mit seiner Existenz kann, muss und soll diese selbst mit Sinngebung füllen.
Er bezeichnet das Leben/Dasein (im "schweigenden, kalten Unversum, das zu allen menschlichen Sehnsüchten schweigt") als absurd (seine Rezeption von Sisyphos, der den Stein immer wieder vergeblich den Berg hoch rollen muss) und leitet dennoch die Ethik einer menschlichen Grundsolidarität aus dieser (von allen Menschen geteilten) Grundsituation ab ... plädiert trotzig gegen die "Feigheit" der Selbstmord-Option ... sagt: "Man muss sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen" (weil er so trotzig ggü dem Leben ist?) ... und er muss sich von Sartre (der ein "gläubiger" Kommunist war) als inkonsequent bezeichnen lassen ...
Ich hab' das Thema (ausgehend von dem faszinierenden Roman "Die Pest") damals für die Philosophikum-Prüfung gewählt. Warum? Weil ich den Idealismus Hegels & Co für wenig realitätsgerecht hielt 😉
L'Chaim
Damit stimmt's Du ihm im Prinzip zu, denn Camus & der frz. Existentialismus sagen ja, dass es keine Sinn-Vorgabe gibt (weder eine "göttliche" noch eine andere), sondern jeder mit seiner Existenz kann, muss und soll diese selbst mit Sinngebung füllen.
Mag sein. Aber schon die Grundfrage ist ja eine Religiöse: Ohne die Existenz Gottes ist auch die Frage nach einem übergeordneten Sinn nicht mehr zu stellen - denn irgendwelche Materie wird kaum in der Lage sein, irgendeinen "Sinn" zu formulieren.
Also muss man nach etwas suchen, das dazu in der Lage ist. Und das sind halt wir Menschen...
Vom Prinzip her vorstellbar, dass Schöpfung so passiert…
Die Regeln sind etwas willkürlich gewählt, trotzdem bleibt es denkbar, dass es vom Prinzip her gehen könnte.
Dass es Regeln dabei gibt, spricht für mich eigentlich für Gott - denn wer sollte sie sonst festgelegt haben für dieses Spiel des Lebens?
Dass es Regeln dabei gibt, spricht für mich eigentlich für Gott - denn wer sollte sie sonst festgelegt haben für dieses Spiel des Lebens?
Die interessante Frage an dieser Stelle wäre: Wie komplex und welcher Art müsste dieser Gott denn mindestens sein...?
Die interessante Frage an dieser Stelle wäre: Wie komplex und welcher Art müsste dieser Gott denn mindestens sein...?
da bin ich raus…hab ich noch nie in meinem Leben drüber nachgedacht und ehrlich gesagt, bezweifle ich, dass wir eine valide Aussage dazu machen können…
Ich würde jetzt sagen, er muss mindestens so komplex wie der menschliche Spielerfinder aus dem Video sein 🙂
Ich würde jetzt sagen, er muss mindestens so komplex wie der menschliche Spielerfinder aus dem Video sein
Eben nicht... der Erfinder wird ja wohl noch etliche Fähigkeiten mehr besitzen, die hier aber keine Rolle spielen...
Eben nicht... der Erfinder wird ja wohl noch etliche Fähigkeiten mehr besitzen, die hier aber keine Rolle spielen...
Stimmt! Vielleicht kann er auch guten Schokoladenkuchen backen….
Du willst also darauf hinaus, dass Gott etwas ganz simples ist/sein kann…
und trotzdem der Schöpfer?
Du willst also darauf hinaus, dass Gott etwas ganz simples ist/sein kann…
und trotzdem der Schöpfer?
Ich denke, dass die Prinzipien, die als Ursache hinter dem Universum stecken, sehr viel simpler sein könnten als wir uns das vorstellen.
Ob man das dann "Gott" nennen möchte... das müssen dann die Gläubigen entscheiden. Ich denke aber, die werden da etwas mehr erwarten...
Es wären ja nicht die Prinzipien Gott sondern Gott der Schöpfer der Prinzipien.
Und glaubensmässig ist Gott natürlich größer als seine Schöpfung
Genau das ist ja das, was ich hier ansprechen wollte: Der Wunsch, dass hinter allem ein Schopfer stehen MUSS... selbst wenn der Schöpfer nur einem kleinen Sandkorn einen kurzen Stoß gegeben hat (im übertragenen Sinne), um alles in Gang zu bringen.
Und eben das denke ich eben nicht: Wenn aus simplen Vorgaben etwas sehr Komplexes entstehen kann - dann muss da eben kein Schöpfergott gewesen sein, der diese Vorgaben geschaffen hat - es kann etwas weitaus Simpleres und Primitiveres gewesen sein als der Schöpfer, der in der Bibel beschrieben wird.
Zunächst noch mal: Dein Aufmacher hier belegt das Gegenteil.
Aber wollen wir dieses kleine nette Spiel auch nicht überbewerten.
Gott ist kein Wunsch, er ist eine Überzeugung. Und er muss ja nicht dahinter stehen. Für Dich tut er das ja z.b. nicht.
Wo ist Dein Problem damit, daß Gläubige das anders sehen?
VG
Chey
Zunächst noch mal: Dein Aufmacher hier belegt das Gegenteil.
Mein Aufmacher belegt, dass hinter einem komplexem System nicht notwendigerweise eine komplexe Ursache stehen muss. Damit ist ein wesentliches Argument des Kreationismus entkräftet.
Wenn dein Argument lautet: "Wo immer auch eine Ursache ist muss Gott dahinterstehen!", dann ist das eine Glaubensaussage.
Wo ist Dein Problem damit, daß Gläubige das anders sehen?
Ich habe kein Problem mit Glaubensaussagen - so lange sie nicht behaupten etwas Anderes zu sein.
Genau das ist aber in vielen Diskussionen immer wieder der Fall. Da wird behauptet, dass es logisch zwingend sei, dass hinter einem komplexen System auch eine komplexe Ursache stehen muss - womit die Existenz Gott quasi auf logische Weise belegt sei.
Nun ist es nicht so, dass alle Gläubigen dieser Argumentation folgen, von daher musst du selbst entscheiden, inwiefern du dich hier überhaupt angesprochen fühlst.
Worum es mir geht: Um eine saubere Trennung von Glaubensaussagen und logischen Aussagen nach wissenschaftlicher Methodik.
Das ist leider auch etwas, das schon im Schulunterricht immer wieder vernachlässigt wird und sich immer wieder als Problem erweist, wenn es darum geht eine Sachlage zu beurteilen...
Da Du am 'Spiel des Lebens' als Beleg festhältst: Wenn es etwas belegt, dann dass es Gott geben muss. Ich vermute, Du hast es nie selbst gespielt geschweige denn programmiert.
- Ein Programmierer/Gott muss die Regeln definieren, es funktioniert nur mit diesen speziellen Regeln
- Die Anfangsstruktur entscheidet allein über das Ergebnis, es gibt keinen Zufall, diese wird vom Programmierer/Gott eingegeben.
- Es entstehen (in aller Regel, ich glaube, es gibt eine Ausnahme) nicht, wie Du behauptest, aus einfachen Figuren komplexe sondern es bilden sich meist dauerhaft mehrere kleine Figuren
- Richtig komplexe Figuren wie das Raumschiff bilden sich nicht aus einfachen Anfängen sondern müssen gezielt geplant werden.
Wenn also das Spiel ein Beweis ist, Glückwunsch, Du hast Gott bewiesen!
Und damit Deine eigene Absicht ad absurdum geführt.
VG
Chey
- Ein Programmierer/Gott muss die Regeln definieren, es funktioniert nur mit diesen speziellen Regeln
Nein. Die Sache muss eine Ursache haben. Das muss aber kein "Programmierer" oder "Gott" sein - es geht hier ums Prinzip, nicht um das spezielle Programm.
- Die Anfangsstruktur entscheidet allein über das Ergebnis, es gibt keinen Zufall, diese wird vom Programmierer/Gott eingegeben.
Auch das ist für die Argumentation irrelevant. In der Quantenmechanik gibt es echten Zufall.
- Es entstehen (in aller Regel, ich glaube, es gibt eine Ausnahme) nicht, wie Du behauptest, aus einfachen Figuren komplexe sondern es bilden sich meist dauerhaft mehrere kleine Figuren
Dann ist es ja gut, dass ich das nirgendwo so behauptet habe... ich habe geschrieben, dass komplexe Figuren aus einfachen Vorgaben (nämlich den Regeln) entstehen, nicht aus einfachen Figuren.
- Richtig komplexe Figuren wie das Raumschiff bilden sich nicht aus einfachen Anfängen sondern müssen gezielt geplant werden.
Wenn das Spielfeld hinreichend groß ist, dann entstehen auch diese Strukturen zufällig.
Wenn also das Spiel ein Beweis ist, Glückwunsch, Du hast Gott bewiesen!
Und damit Deine eigene Absicht ad absurdum geführt.
Nur weil deine Vorstellung nicht ohne Gott auskommt ist damit noch nichts bewiesen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Wenn das Spielfeld hinreichend groß ist, dann entstehen auch diese Strukturen zufällig.
Nein. Es hat nichts mit der Größe zu tun sondern dass sich die dafür notwendige Symmetrie nicht aus einem kleinen Anfang bilden kann. Jede Unregelmäßigkeit führt immer zu einem Zusammenbruch. Das Spiel des Lebens duldet nicht die geringste Abweichung. Deshalb ist es auch kein Abbild des Lebens. Das reale Leben ist flexibel.
Ob Du Recht hast oder nicht ist diskutabel, Dein Beispiel als Beleg aber wirklich nicht geeignet.
Dennoch ein Danke dafür. Du hast mich damit etwas in meine Jugend zurück versetzt. Ich war halt ein Mathe-Nerd und so was war für mich schön.
VG
Chey
Nein. Es hat nichts mit der Größe zu tun sondern dass sich die dafür notwendige Symmetrie nicht aus einem kleinen Anfang bilden kann. Jede Unregelmäßigkeit führt immer zu einem Zusammenbruch.
Es geht um die zufällige Verteilung zu Beginn. Wenn das Spielfeld hinreichend groß ist - also nicht ein paar tausend sondern ein paar Billiarden Felder - dann entstehen auch die großen Strukturen irgendwo zufällig.
Was dann auch wieder die Entstehung des Lebens erklären kann. Denn egal wie unwahrscheinlich die "zufällige" Entstehung auch sein mag - bei einem hinreichend großen Universum wird es irgendwann irgendwo passieren.
Selbst das würde ich bestreiten. Denn es dürften auch nie Gleiter darauf treffen. Und die gibt es wegen ihrer einfachen Struktur reichlich. Und je größer das Spielfeld, desto mehr.
Und z.b. die Raumschiffflotten (kannte ich vorher noch gar nicht) können so auch nie entstehen, da sie bei nur einem stationären Teil im Weg alle vollständig vernichtet würden.
Das Spiel des Lebens erfordert einen Schöpfer. Das zeigt doch schon das Video.
Vielleicht leben wir ja sogar in einer Matrix und du und ich sind nur sehr komplexe Programme.
https://de.wikipedia.org/wiki/Simulacron-3
VG
Chey
Selbst das würde ich bestreiten. Denn es dürften auch nie Gleiter darauf treffen. Und die gibt es wegen ihrer einfachen Struktur reichlich. Und je größer das Spielfeld, desto mehr.
Je größer es ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwo passiert.
Das Spiel des Lebens erfordert einen Schöpfer. Das zeigt doch schon das Video.
Und wo hat der Schöpfer dann den Computer her? Wer hat den gebaut?
Ich denke, dass die Prinzipien, die als Ursache hinter dem Universum stecken, sehr viel simpler sein könnten als wir uns das vorstellenM
Wenn wir die Gebote aus der Bibel auch in dem Gedankenspiel mit den Prinzipien gleichsetzen, die das Spiel steuern, dann würden die Aussagen der Bibel immer noch Sinn ergeben.
Sie sind quasi die Blaupause für unsere weitere Entwicklung, unsere Spielregeln…
Veröffentlicht von: @lucan-7Aber schon die Grundfrage ist ja eine Religiöse
Was ich sage ... und auch Du entkommst ihr nicht 😉
Veröffentlicht von: @lucan-7Ohne die Existenz Gottes ist auch die Frage nach einem übergeordneten Sinn nicht mehr zu stellen
Wenn wir uns darauf einigen können, eher in Richtung von Tillich (eben ontologisch, symbolisch und korrelativ) hier unterwegs zu sein - dann vollste Zustimmung !!!
Veröffentlicht von: @lucan-7Also muss man nach etwas suchen, das dazu in der Lage ist. Und das sind halt wir Menschen...
Ja ... "wir Menschen" - wohl (mit Dir einig) in der Relatvierung eigener Kompetenzen und eigenen Vermögens ...
L'Chaim
Was ich sage ... und auch Du entkommst ihr nicht
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In einem Forum, das "jesus.de" heisst, werden immer wieder religiöse Fragen ins Spiel gebracht...? Das überrascht mich jetzt... 😛
Wenn wir uns darauf einigen können, eher in Richtung von Tillich (eben ontologisch, symbolisch und korrelativ) hier unterwegs zu sein - dann vollste Zustimmung !!!
Kenne ich auch nicht, und ich werde jetzt nicht das Internet durchstöbern um Wissen vorzutäuschen, das ich nicht habe...
Ja ... "wir Menschen" - wohl (mit Dir einig) in der Relatvierung eigener Kompetenzen und eigenen Vermögens ...
Nun, interessanterweise hatte ich ja die gleiche Ausgangslage: Die Sehnsucht, dass da "jemand" sei, der mir einen Sinn im Leben geben könnte.
Also nicht irgendwas religiöses wie: "Bete dreimal täglich und rufe Hallelujah, das ist dein Sinn!", sondern so etwas wie ein Plan: "Schau' mal... hier ist ein Weg, der dir gefallen könnte, der ist wie auf dich zugeschnitten, das passt zu dir. Und keine Angst wenn du mal Zweifel bekommst... da helfe ich dir durch!"
Das wäre so mein Wunschdenken gewesen, wobei natürlich unklar war, wie nahe man so etwas kommen kann - immerhin kenne ich kaum einen Menschen, der von sich behaupten kann, einen solchen Weg gefunden zu haben. Aber zufriedene Menschen... das eben doch.
Und jetzt lande ich wieder da wo ich angefangen habe: Bei mir selbst. Und ich stelle fest, dass ich inzwischen so alt bin, dass mir etliche Wege schon verschlossen sind und es keinen Weg zurück mehr gibt.
Sich in dieser Situation hinzusetzen und sich zu sagen: "So, jetzt denke ich mal nach was eigentlich mein Sinn im Leben ist" - das ist natürlich eine Herausforderung...
Wir alle zumindest hier müssen uns bewusst machen, wie privilegiert diese Frage nach dem Sinn des Lebens ist.
Wer in Afrika schaut, wie er und seine Familie den Tag ohne Hunger übersteht, in den vielen Kriegsgebieten schaut, dass er irgendwie überlebt oder in Diktaturen schaut, das er nicht irgendwie auffällt und verhaftet oder gar ermordet wird, wird sich diese Frage so wohl eher nicht stellen.
Vielleicht ist der Sinn des Lebens, dafür zu sorgen, dass mehr Menschen in die glückliche Situation kommen, sich diese stellen zu können.
Das ist mein Glaube und meine Erkenntnis aus Gott.
Wir diskutieren hier ja auch immer mal gern über das Paradies. Gott hat uns dieses Paradies längst geschenkt. Es ist unsere Welt. Und wir haben mindestens heute alle Möglichkeiten, dass es ein Paradies sein könnte. Es müsste niemand hungern, die Umwelt könnte in Ordnung sein, viele Krankheiten überwunden. Einmal hat die Welt durch Impfung eine Krankheit weltweit ausgerottet. Das hat gezeigt, wie es gehen könnte. Es wurde nie wiederholt.
Das Paradies ist da, wir sind nur dabei, es zu vermüllen und zugrunde zu richten. Und uns mit. Es wird nicht noch mal vom Himmel fallen, wir müssen es wieder frei machen.
Das könnte der Sinn des Lebens sein.
Such nicht in himmlischen Sphären, such hier auf Erden.
Dabei kann Glaube helfen. Aber es geht auch ohne.
VG
Chey
Veröffentlicht von: @lucan-7Was ich sage ... und auch Du entkommst ihr nicht
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In einem Forum, das "jesus.de" heisst, werden immer wieder religiöse Fragen ins Spiel gebracht...? Das überrascht mich jetzt...
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Darum geht es nicht. Ich meinte, dass Du der "religiösen Frage" grundsätzlich (so wie ich sie definiert habe und auch abseits von jesus.de) nicht entkommst.
Veröffentlicht von: @lucan-7Wenn wir uns darauf einigen können, eher in Richtung von Tillich (eben ontologisch, symbolisch und korrelativ) hier unterwegs zu sein - dann vollste Zustimmung !!!
Kenne ich auch nicht, und ich werde jetzt nicht das Internet durchstöbern um Wissen vorzutäuschen, das ich nicht habe...
Du brauchst kein "Wissen vortäuschen, dass Du nicht hast" ... sondern es war eine Einladung, Paul Tillich (einer der großen ev. und liberalen Theologen des 20. Jhdts) als Denkschiene (die Stichworte seiner Theologie sind "ontologisch - symbolisch - korrelativ) wahrzunehmen ... die halte ich bei all dem, wogegen Du dich immer wieder positionierst (>< Glaube, Gott, Bibel) in Deinem Fall für weiterführend, weil Du mMn sehr verengt das siehst, was Du ablehnst.
"Das Internet durchstöbern" brauchste ja garnicht, ein paar Appetizer findest Du ohne Mühe - aber wenn Dir das keine Zuckung wert ist, dann issses halt so.
Also, zumindest das hier solltest Du (auch bzgl unseres Hin- & Her) bitte lesen : https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Tillich
Veröffentlicht von: @lucan-7Und jetzt lande ich wieder da wo ich angefangen habe: Bei mir selbst. Und ich stelle fest, dass ich inzwischen so alt bin, dass mir etliche Wege schon verschlossen sind und es keinen Weg zurück mehr gibt.
Sich in dieser Situation hinzusetzen und sich zu sagen: "So, jetzt denke ich mal nach was eigentlich mein Sinn im Leben ist" - das ist natürlich eine Herausforderung...
Ich verstehe Deine Inputs hier so, dass Du immer wieder grundsätzliche Fragen stellst, die über Dich, Deinen persönlichen Weg und Dein Alter weit hinausgehen ...
Und "kein Weg mehr zurück" ... nu ja, ich werde nächsten Monat 68, und für mich gilt es insofern auch, dass mir z.B. die Rückkehr in eine allzu flache evangelikal-pietistische Glaubenswelt (meiner ersten Lebenshälfte) auch nicht mehr möglich ist - aber geistige Weite, komplementäre Erfahrungen und hier und da auch ein Umdenken geht (hoffentlich) bis zum letzten Atemzug 🤣
L'Chaim
Darum geht es nicht. Ich meinte, dass Du der "religiösen Frage" grundsätzlich (so wie ich sie definiert habe und auch abseits von jesus.de) nicht entkommst.
Nun ja... ich würde es "Nicht-materielle" Fragen nennen, also Fragen, die unseren Geist betreffen. Denn da ist halt immer noch etwas mehr als nur Physik und Chemie.
Gläubige Menschen sehen das ganze religiös, das ist schon klar... aber mir ist das bereits zu festgelegt. Ich denke nicht, dass das Problem damit erfasst wird - es wird bloß vermenschlicht und auf eine Ebene projiziert, welche das Ganze handhabbar (Und damit kontrollierbar) macht.
Aber gelöst wird das Problem damit nicht.
Du brauchst kein "Wissen vortäuschen, dass Du nicht hast" ... sondern es war eine Einladung, Paul Tillich (einer der großen ev. und liberalen Theologen des 20. Jhdts) als Denkschiene (die Stichworte seiner Theologie sind "ontologisch - symbolisch - korrelativ) wahrzunehmen
Danke für den Hinweis.
Tatsächlich hatte ich vor nicht allzu langer Zeit (letztes oder vorletztes Jahr) mal den Gedanken, mich näher mit Theologie zu beschäftigen. Dazu hatte ich auch schon den ein oder anderen Thread mit konkreten Fragen im Sinn, die ich hier im Forum stellen könnte.
Ich bin dann wieder davon abgekommen... und das mag sich jetzt etwas arrogant anhören, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich aus der Theologie nichts lernen kann. Einfach deshalb, weil sich die Theologie in ihrer Anlehnung an die Religion in der Erkenntnis selbst beschränkt. Die Philosophie hat diese Beschränkungen nicht.
Inwiefern man mit der Philosophie damit weiter kommt ist dennoch fraglich... möglicherweise kommt sie auch nicht weiter als es die Theologie vermag, die Theologie kommt aber über die Philosophie auf keinen Fall hinaus.
Theologie ist für mich allenfalls gesellschaftswissenschaftlich und historisch interessant, aber nicht als Basis einer wie auch immer gearteten Erkenntnis.
Ich verstehe Deine Inputs hier so, dass Du immer wieder grundsätzliche Fragen stellst, die über Dich, Deinen persönlichen Weg und Dein Alter weit hinausgehen ...
Sicher. Die Fragen sind ja auch nicht das Problem... die Antworten sind eine ganz andere Sache...
Und "kein Weg mehr zurück" ... nu ja, ich werde nächsten Monat 68, und für mich gilt es insofern auch, dass mir z.B. die Rückkehr in eine allzu flache evangelikal-pietistische Glaubenswelt (meiner ersten Lebenshälfte) auch nicht mehr möglich ist
Nun ja, manche Eigenschaften weiss ich mit zunehmenden Alter durchaus zu schätzen... ich bin gelassener geworden und mache mir keinen Kopp um Unwichtigkeiten - das schafft dann Raum für Wesentliches.
Aber "Sinn" kehrt damit noch lange nicht ein...
Welche Antworten würdest Du Dir denn auf Deine Glaubensfragen wünschen?
Was ich mir erhoffte hatte war einen Sinn im Leben zu finden.
Inzwischen denke ich allerdings, dass das auf diese Weise gar nicht möglich ist.
Den kann Dir aber doch keiner in einem Forum geben.
Den kannst doch nur Du selbst für Dich finden.
Den Sinn habe ich ja im Glauben gesucht, lange bevor ich ins Forum kam. Hier gelandet bin ich dann erst später, weil ich noch so viele Fragen hatte... da war ich auch zunächst noch unschlüssig wie die Sache weitergehen würde.
Ich bin ja nicht als Atheist hierhergekommen, das kam erst später.
Das hat was mit Deinen Eltern zu tun.
Im Atheismus ist der Sinn des Lebens leben und das Leben möglichst weitergeben. Ganz rational.
Und da sich Dir der Glaube nicht erschließt, war es das dann eben.
Hier weiter zu versuchen, Glauben rational (teilweise pseudorational) zu widerlegen wird Dich dem Sinn im Glauben nicht näher bringen.
Du könntest es aber schaffen, hier jemand diesen Sinn zu nehmen. Ist das wirklich Dein Ziel? Wenn nicht, warum versuchst Du es dann?
VG
Chey
Du könntest es aber schaffen, hier jemand diesen Sinn zu nehmen. Ist das wirklich Dein Ziel? Wenn nicht, warum versuchst Du es dann?
Das halte ich für ausgeschlossen. Ich habe in den ganzen 20 Jahren die ich hier aktiv bin noch niemals irgendwen vom Glauben abbringen können. Warum sollte ich auch?
Und falls das doch passiert sein sollte... dann wäre auch zu fragen, ob dieser Glaube denn wirklich echt gewesen wäre. Denn wenn Glaube die bessere Option ist - dann kann es keine überzeugenden Argumente dagegen geben.
Hier weiter zu versuchen, Glauben rational (teilweise pseudorational) zu widerlegen wird Dich dem Sinn im Glauben nicht näher bringen.
Darum geht es auch gar nicht. Es geht um einen Dialog mit Leuten, die ein ganz anderes Weltbild haben als ich.
Ich halte das für wertvoll. Aber vielleicht wärst du hier lieber unter deinesgleichen...?
Dann kannst du den entsprechenden Wunsch an die Betreiber herantragen. Blasen, die die eigene Ansicht bestätigen sind ja gerade total angesagt.
Und ich werde das auf jeden Fall respektieren.
Veröffentlicht von: @lucan-7Du könntest es aber schaffen, hier jemand diesen Sinn zu nehmen. Ist das wirklich Dein Ziel? Wenn nicht, warum versuchst Du es dann?
Das halte ich für ausgeschlossen. Ich habe in den ganzen 20 Jahren die ich hier aktiv bin noch niemals irgendwen vom Glauben abbringen können. Warum sollte ich auch?
Und falls das doch passiert sein sollte... dann wäre auch zu fragen, ob dieser Glaube denn wirklich echt gewesen wäre. Denn wenn Glaube die bessere Option ist - dann kann es keine überzeugenden Argumente dagegen geben.
Das ist doch ein fades Argument.
Diejenigen, die Du irritierst, ziehen sich möglicherweise geräuschlos zurück, weil sie sich Deinem 'Argumentationstraining' nicht länger zur Verfügung stellen wollen.
Und manchmal hat man auch keine Lust mehr, sich diesem Dauerbeschuss von (nicht immer) 'logischen' Argumenten auszusetzen.
Hier weiter zu versuchen, Glauben rational (teilweise pseudorational) zu widerlegen wird Dich dem Sinn im Glauben nicht näher bringen.
Darum geht es auch gar nicht. Es geht um einen Dialog mit Leuten, die ein ganz anderes Weltbild haben als ich.
Ich empfinde die Gespräche hier auf weite Strecken nicht als Dialog.
Ich halte das für wertvoll. Aber vielleicht wärst du hier lieber unter deinesgleichen...?
Dann kannst du den entsprechenden Wunsch an die Betreiber herantragen. Blasen, die die eigene Ansicht bestätigen sind ja gerade total angesagt.
Und ich werde das auf jeden Fall respektieren.
Auch ohne ständige Hinweise, dass es Gott eigentlich eh nicht gibt und der Glaube an ihn in irgendeiner Weise Käse ist, ist dieses Forum keine Blase, die eigene fromme Ansichten bestätigt.
Und nein - ich hab auch nicht den Eindruck, dass Dich jemand hier wegmobben will.
Aber aktuell ist das hier so ein endloser Kreis an schon gehörten Argumenten, dass da kein großer Nährwert mehr dabei ist.
Ich empfinde die Gespräche hier auf weite Strecken nicht als Dialog.
Weißt du, ich gehe hier online und gehe dann meine Liste durch, und da sehe ich schon wieder ein dutzend Beiträge und Reaktionen nachdem ich gestern abend erst 50 Antworten abgearbeitet habe.
Und es sind auch immer wieder dieselben Leute, die nicht mit einem, sondern einem halben Dutzend Beiträge auf meine Postings reagieren. Und sich neuerdings darüber beklagen, dass ich ein "Thema an mich reiße" oder ja überhaupt alles nur destruktiv ist, was ich hier schreibe.
Deshalb mal eine direkte Frage an dich: Soll ich deine Beiträge künftig einfach ignorieren? Erwartest du keine Reaktion und bist froh, wenn da nichts mehr kommt?
Für mich ist das nämlich auch eine Frage der Höflichkeit, dass ich auf einen Beitrag reagiere - zumindest so lange, wie ich noch etwas Sinnvolles antworten kann.
Wenn das aber gar nicht gewünscht ist - dann antwortet mir doch einfach nicht! Keine Antwort, keine Reaktion - so einfach ist das!
Erleichtert mir die Sache auch.
Veröffentlicht von: @lucan-7Ich empfinde die Gespräche hier auf weite Strecken nicht als Dialog.
Weißt du, ich gehe hier online und gehe dann meine Liste durch, und da sehe ich schon wieder ein dutzend Beiträge und Reaktionen nachdem ich gestern abend erst 50 Antworten abgearbeitet habe.
Und es sind auch immer wieder dieselben Leute, die nicht mit einem, sondern einem halben Dutzend Beiträge auf meine Postings reagieren. Und sich neuerdings darüber beklagen, dass ich ein "Thema an mich reiße" oder ja überhaupt alles nur destruktiv ist, was ich hier schreibe.
Deshalb mal eine direkte Frage an dich: Soll ich deine Beiträge künftig einfach ignorieren? Erwartest du keine Reaktion und bist froh, wenn da nichts mehr kommt?
Für mich ist das nämlich auch eine Frage der Höflichkeit, dass ich auf einen Beitrag reagiere - zumindest so lange, wie ich noch etwas Sinnvolles antworten kann.
Wenn das aber gar nicht gewünscht ist - dann antwortet mir doch einfach nicht! Keine Antwort, keine Reaktion - so einfach ist das!
Erleichtert mir die Sache auch.
Die klassische Zwickmühle. 😉
Bin ich höflich und antworte oder unhöflich und halte die Klappe?
Lass ich was einfach stehen, obwohl's doch (aus meiner Sicht) nicht einfach stehen zu lassen ist oder reagiere ich und setze eine Antwortspirale in Gang?
Bin ich einer dieser 'Vielschreiber', die einfach überall ihren Senf dazugeben müssen und dränge andere aus dem Gespräch oder freuen sich welche, wenn ich mich mal wieder zum Affen mache?
Kennst Du bestimmt auch.
Bin ich einer dieser 'Vielschreiber', die einfach überall ihren Senf dazugeben müssen und dränge andere aus dem Gespräch
Das ist Ansichtssache und keine Tatsache. Denn tatsächlich möchte ich persönlich niemanden aus irgendeinem Gespräch drängen, wenn ich irgendwo meinen Senf dazu geben, sondern einfach nur meinen Senf dazugeben. Sprich: einfach mitreden 🙂…wenn dann jemand davon genervt ist und nichts mehr selbst sagt, weil der Dialog gestört ist, dann hat er ja immer noch die Möglichkeit das zu äussern oder das Zwiegespräch in den PN Bereich zu verlagern.
Veröffentlicht von: @sternBin ich einer dieser 'Vielschreiber', die einfach überall ihren Senf dazugeben müssen und dränge andere aus dem Gespräch
Das ist Ansichtssache und keine Tatsache. Denn tatsächlich möchte ich persönlich niemanden aus irgendeinem Gespräch drängen, wenn ich irgendwo meinen Senf dazu geben, sondern einfach nur meinen Senf dazugeben. Sprich: einfach mitreden 🙂…wenn dann jemand davon genervt ist und nichts mehr selbst sagt, weil der Dialog gestört ist, dann hat er ja immer noch die Möglichkeit das zu äussern oder das Zwiegespräch in den PN Bereich zu verlagern.
Ich glaube, es ist Typsache, wie das empfunden wird.
(Ich selber neige ja auch eher zum Senf dazugeben, während andere verstummen.
Und weil die schweigende Mehrheit hier so groß ist, wird man auch recht schnell zum Vielschreiber)
An Klärungen per PN glaube ich in Foren eher weniger.
Ich bin hier nicht der Blockwart. Ich schreibe Dir, wie Du auf mich wirkst und gehe auf das ein, was Du schreibst. Vielleicht nicht so, wie Du es gern hättest, aber so ist das nun mal in Diskussionen.
Und nein, oft bist Du nicht im Dialog. Dialog heißt zuhören und auf das eingehen, was der andere schreibt. Das machst Du aber oft nicht. Du willst Deine Kritik anbringen, die Du hier wohl schon seit Jahren immer gleich anbringen. Dann verändert Du das, was Dein Gegenüber schreibt.
Nicht ich bin in einer Blase.
VG
Chey
Veröffentlicht von: @cheyUnd da sich Dir der Glaube nicht erschließt, war es das dann eben.
Hier weiter zu versuchen, Glauben rational (teilweise pseudorational) zu widerlegen wird Dich dem Sinn im Glauben nicht näher bringen.
Du könntest es aber schaffen, hier jemand diesen Sinn zu nehmen. Ist das wirklich Dein Ziel? Wenn nicht, warum versuchst Du es dann?
Ich find spannend, wie immer hier merken, dass es im Endeffekt nur anstrengend ist (muss es für dich doch auch sein, oder etwa nicht?).
Man möchte sich hier einfach austauschen über Gott usw., aber ständig platzt du dazwischen mit "kann gar nicht sein!". Und dann reißt du das fast gesamte eigentliche Thema an dich.
Und das eigentliche und die interessanten Diskussionen gehen unter oder haben nicht mal die Chance zu entstehen.
Ich teile Cheys Eindruck worum es dir womöglich geht, schon länger. Denn warum sonst sollte man sich ewig in eine Bubble begeben, mit der man scheinbar überhaupt nichts gemeinsam hat? Das macht absolut keinen Sinn! Und darum, einfach andere Ansichten kennen zu lernen, kann es dir nicht ansatzweise gehen, da du dich ja nicht mal damit beschäftigst, sondern sofort stur dagegen redest.
Verlasse doch das Forum, die Bubble, wenn du so rein gar nichts darin findest...
Mich hättest du fast in Zweifel gestürzt und ich hab fast überlegt zu gehen, weil es einfach viel zu viel ist. Auch deswegen bin ich auf KI ausgewichen. Mit ihr ist meine Suche nicht so anstrengend und demotivierend.
Veröffentlicht von: @samira-jessicaIch find spannend, wie immer hier merken, dass es im Endeffekt nur anstrengend ist (muss es für dich doch auch sein, oder etwa nicht?).
Das stell ich mir auch anstrengend vor.
Und ich finde es anstrengend, mich immer wieder in diese Gedankenwelt hinieinzuversetzen.
Müsste ich nicht, aber die Benachrichtigungen unterscheiden ja nicht zwischen für mich interessanten und weniger interessanten Beiträgen.
Man möchte sich hier einfach austauschen über Gott usw., aber ständig platzt du dazwischen mit "kann gar nicht sein!".
Und dann reißt du das fast gesamte eigentliche Thema an dich.
Und das eigentliche und die interessanten Diskussionen gehen unter oder haben nicht mal die Chance zu entstehen.
So werden die Diskussionen halt immer wieder in eine ganz andere Richtung gelenkt.
Manchmal würd's mich schon interessieren, wie sie sich noch entwickeln könnten.
Ich teile Cheys Eindruck worum es dir womöglich geht, schon länger. Denn warum sonst sollte man sich ewig in eine Bubble begeben, mit der man scheinbar überhaupt nichts gemeinsam hat? Das macht absolut keinen Sinn! Und darum, einfach andere Ansichten kennen zu lernen, kann es dir nicht ansatzweise gehen, da du dich ja nicht mal damit beschäftigst, sondern sofort stur dagegen redest.
Verlasse doch das Forum, die Bubble, wenn du so rein gar nichts darin findest...
Wie gesagt - ich will Dich nicht rausmobben.
Mich hättest du fast in Zweifel gestürzt und ich hab fast überlegt zu gehen, weil es einfach viel zu viel ist.
Auch deswegen bin ich auf KI ausgewichen. Mit ihr ist meine Suche nicht so anstrengend und demotivierend.
Das mit den Zweifeln versteh ich - man wird halt mit Gedanken beschäftigt, mit denen man sich sonst nicht beschäftigen würde.
Auf KI mag ich mich nicht einlassen.
Man möchte sich hier einfach austauschen über Gott usw., aber ständig platzt du dazwischen mit "kann gar nicht sein!". Und dann reißt du das fast gesamte eigentliche Thema an dich.
Für mich sieht das so aus: Ich schreibe einen einzigen Beitrag (zum Beispiel dass Gott nettere Menschen hätte machen können im anderen Thread). Das war es für mich eigentlich auch, mehr wollte ich dazu gar nicht sagen.
Aber irgendwer springt darauf an, ich antworte wieder, dann noch jemand, und noch jemand. Und dann gehe ich online und ich sehe, dass ich schon wieder 50 Beiträge abzuarbeiten habe.
Und dann muss ich überlegen, ob ich da jetzt noch drauf antworten oder ob ich das einfach ignorieren soll... einerseits finde ich es unhöflich, wenn man nicht mehr reagiert, andererseits wird mir das auch zu viel. Deshalb reagiere ich auf etliche Beiträge schon gar nicht mehr.
Also meine dringende Empfehlung: Wenn ihr nicht wollt, dass ich ausführlich zu einem Thema schreibe - dann antwortet mir einfach nicht!
Aber wenn ich irgendwo etwas schreibe, und dann reagiert ein dutzend Leute darauf, und ich antworte auf die Reaktionen... dann finde ich es schon etwas merkwürdig mir vorzuwerfen, ich würde "ein Thema an mich reißen". Denn offenbar fand es ja ein dutzend Leute interessant genug, darauf zu antworten und sich darauf einzulassen.
Ich teile Cheys Eindruck worum es dir womöglich geht, schon länger. Denn warum sonst sollte man sich ewig in eine Bubble begeben, mit der man scheinbar überhaupt nichts gemeinsam hat? Das macht absolut keinen Sinn!
Es muss auch nicht für dich Sinn ergeben, sondern für mich. Und man sollte nie vorschnell von sich auf Andere schliessen.
Mich hättest du fast in Zweifel gestürzt und ich hab fast überlegt zu gehen, weil es einfach viel zu viel ist. Auch deswegen bin ich auf KI ausgewichen. Mit ihr ist meine Suche nicht so anstrengend und demotivierend.
Das tut mir leid, denn das war sicher nicht meine Absicht. Ich habe persönlich nichts davon, dich in Zweifel zu stürzen so lange daraus nichts Positives kommt (so etwas kann ja auch passieren).
Mir haben hier jedenfalls schon Leute geschrieben, dass sie wegen meiner Fragen und Zweifel ihren Glauben auch noch einmal hinterfragt haben - und dann am Ende aber noch sicherer wurden, weil sie eigene Zweifel klären konnten.
Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit für dich. Versuche doch einfach, dich hier auf die Bereiche "Jesus nachfolgen" und "Mit Gott erlebt" zu konzentrieren, weil da nur Christen schreiben dürfen (falls ich da doch mal was schreibe, dann ist das ein Versehen und kann der Moderation gemeldet werden).
Vielleicht eröffnest du dort ja mal ein Thema, was du auch schon die KI gefragt hast und vergleichst dann das Ergebnis. Stelle ich mir jedenfalls interessant vor... und wird auch garantiert nicht von Atheisten unterbrochen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Man möchte sich hier einfach austauschen über Gott usw., aber ständig platzt du dazwischen mit "kann gar nicht sein!". Und dann reißt du das fast gesamte eigentliche Thema an dich.
Für mich sieht das so aus: Ich schreibe einen einzigen Beitrag (zum Beispiel dass Gott nettere Menschen hätte machen können im anderen Thread). Das war es für mich eigentlich auch, mehr wollte ich dazu gar nicht sagen.
[...]
Aber wenn ich irgendwo etwas schreibe, und dann reagiert ein dutzend Leute darauf, und ich antworte auf die Reaktionen... dann finde ich es schon etwas merkwürdig mir vorzuwerfen, ich würde "ein Thema an mich reißen". Denn offenbar fand es ja ein dutzend Leute interessant genug, darauf zu antworten und sich darauf einzulassen.
Hm gut, da hast du vielleicht Recht, kann ich so irgendwie gerade nicht beurteilen.
Vielleicht aber auch (nur), weil es ... stört?
Mich hättest du fast in Zweifel gestürzt und ich hab fast überlegt zu gehen, weil es einfach viel zu viel ist. Auch deswegen bin ich auf KI ausgewichen. Mit ihr ist meine Suche nicht so anstrengend und demotivierend.
Das tut mir leid, denn das war sicher nicht meine Absicht. Ich habe persönlich nichts davon, dich in Zweifel zu stürzen so lange daraus nichts Positives kommt (so etwas kann ja auch passieren).
Mir haben hier jedenfalls schon Leute geschrieben, dass sie wegen meiner Fragen und Zweifel ihren Glauben auch noch einmal hinterfragt haben - und dann am Ende aber noch sicherer wurden, weil sie eigene Zweifel klären konnten.
Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit für dich. Versuche doch einfach, dich hier auf die Bereiche "Jesus nachfolgen" und "Mit Gott erlebt" zu konzentrieren, weil da nur Christen schreiben dürfen (falls ich da doch mal was schreibe, dann ist das ein Versehen und kann der Moderation gemeldet werden).
Vielleicht eröffnest du dort ja mal ein Thema, was du auch schon die KI gefragt hast und vergleichst dann das Ergebnis. Stelle ich mir jedenfalls interessant vor... und wird auch garantiert nicht von Atheisten unterbrochen.
Ich finde es sehr schade, dass es anderen - mir auch - gelingt, ihre Zweifel bzw. auch die, die du aussprichst, zu klären, aber dir nicht. Vielleicht solltest du es auch mit KI versuchen ^^, die kann deinen Stil imitierren und dich deine vielen Runden drehen lassen, bis es klickt (weiß ich aus eigener Erfahrung).
Dass in den Bereichen nur Christen schreiben dürfen, denke ich nicht.
Meine KI-Ergebnisse teile ich ja regelmäßig - übrigens auch im März als es um den Teufel usw ging, in einem anderem Forum, nur hatte ich sie da nicht als solche gekennzeichnet. - finde aber wenig Anklang, wenn ich offenlege, dass KI mich drauf gebracht hat. Was ich schade finde.
Ich finde es sehr schade, dass es anderen - mir auch - gelingt, ihre Zweifel bzw. auch die, die du aussprichst, zu klären, aber dir nicht.
Na ja... wie ich schon öfters hier schrieb: Glauben kann man nicht erzwingen. Man kann es nur hinnehmen... aber danke für deine guten Wünsche!
Dass in den Bereichen nur Christen schreiben dürfen, denke ich nicht.
Doch, das ist hier so festgelegt. Es gibt zwar keine Glaubensprüfung, aber es sind dort nur Beiträge von Leuten erlaubt, die sich selbst als Christen sehen. Würde ich dort bewusst schreiben würde ich mir eine gelbe Karte und womöglich eine Sperre einfangen.
Meine KI-Ergebnisse teile ich ja regelmäßig - übrigens auch im März als es um den Teufel usw ging, in einem anderem Forum, nur hatte ich sie da nicht als solche gekennzeichnet. - finde aber wenig Anklang, wenn ich offenlege, dass KI mich drauf gebracht hat. Was ich schade finde.
KI hat halt keinen guten Ruf. Niemand weiss so recht, wo die Ergebnisse herkommen.
Deshalb ja mein Vorschlag, deine Ergebnisse mit den Ergebnissen von Leuten hier im Forum zu teilen - in den genannten Bereichen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Paul Tillich
Danke für den Hinweis.
Tatsächlich hatte ich vor nicht allzu langer Zeit (letztes oder vorletztes Jahr) mal den Gedanken, mich näher mit Theologie zu beschäftigen.
Ich bin dann wieder davon abgekommen... und das mag sich jetzt etwas arrogant anhören, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich aus der Theologie nichts lernen kann. Einfach deshalb, weil sich die Theologie in ihrer Anlehnung an die Religion in der Erkenntnis selbst beschränkt.
Ich finde das als Grundsatzentscheidung sehr komisch, denn dann verstehe ich nicht, wieso Du hier auf jesus.de - wie Du ja sagst, für Dich gewinnbringend - unterwegs bleibst ... Denn hier begegnet Dir ja inhaltlich und thematisch auf Schritt und Tritt genau das, wovon Du "nichts lernen kannst", weil hier überall nur "beschränkte Erkenntnis" und "Anlehnung an Religion" zu finden ist ... Das macht doch irgendwie wenig Sinn, finde ich. Es sei denn Du möchtest Dich ständig nur in dem bestätigt fühlen, was Du eh schon als Ablehnung im Rucksack hast 😉
Der aufgegebene Gedanke, Dich "näher mit Theologie zu beschäftigen" leuchtet mir nicht ein- angesichts Deiner doch engagierten theologisch mit diskutierenden Dauer-Inputs ... Denn in der Theologie finden sich ja offene Türen, hinter denen eben nicht einfach nur beschränkte, sondern erweiternde, philosophisch-korrelative Antworten zu finden sind - es sei denn, man hält die christliche Fundierung gs. nicht für falsch oder irrelevant. Das ist dann in der Tat ne Grundsatzentscheidung, die mir bei Dir als Jesus.de-Mitmischer aber wunderlich erscheint.
Ich muss und werde hier nicht weiter auf Tillich eingehen, dem Du keine weitere Aufmerksamkeit und Offenheit ggü zeigst - aber das ist dann eben deinerseits die "Erkenntnis-Beschränkung"
Erinnert mich an Johannes 1,46 🙂
L'Chaim
Ich finde das als Grundsatzentscheidung sehr komisch, denn dann verstehe ich nicht, wieso Du hier auf jesus.de - wie Du ja sagst, für Dich gewinnbringend - unterwegs bleibst ... Denn hier begegnet Dir ja inhaltlich und thematisch auf Schritt und Tritt genau das, wovon Du "nichts lernen kannst", weil hier überall nur "beschränkte Erkenntnis" und "Anlehnung an Religion" zu finden ist ... Das macht doch irgendwie wenig Sinn, finde ich. Es sei denn Du möchtest Dich ständig nur in dem bestätigt fühlen, was Du eh schon als Ablehnung im Rucksack hast
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Ich denke, es ist für mich einfach interessanter, was Menschen konkret aus den Vorgaben machen, als mir jetzt nach Belieben irgendwelche Ausführungen anzuhören, die gesellschaftlich womöglich kaum relevant sind.
Ich habe mal Texte von Ratzinger gelesen, die schon irgendwie geschliffen und scharfsinnig waren... aber nichts, das für mein eigenes Leben relevant gewesen wäre.
Ich hatte auch Bücher zu verschiedenen Themen, etwa "Handelt Gott, wenn ich ihn bitte?", was ja schon recht interessant ist. Aber nach meinem Empfinden war das Buch einfach nur Geschwafel ums Thema, ohne je zu irgendeinem Punkt zu kommen. Ist jetzt allerdings auch eine Weile her.
Ich muss und werde hier nicht weiter auf Tillich eingehen, dem Du keine weitere Aufmerksamkeit und Offenheit ggü zeigst - aber das ist dann eben deinerseits die "Erkenntnis-Beschränkung"
Interessant wäre es für mich nur, wenn du selbst ihm zustimmst... dann wüsste ich gerne, warum. Aber ein Theologe, der halt einfach nur seine Theologie betreibt... nein, ich wüsste nicht warum das eine Bedeutung für mich haben sollte.