Ist die Hölle für ewig?
Steht im "Urtext" der Bibel explizit drin, dass die Hölle für ewig ist oder kann es auch für jeden Menschen darin zeitlich begrenzt sein?
Hab mal von verschiedenen Übersetzungen gehört und wollte mal wissen, ob jemand da näheres weiß.
Veröffentlicht von: @mariaHier geht es ja primär um den Feuersee, den meine Diskussionspartner als den Ort der ewigen Verdammnis deuten. Dazu kann ich aus eigenem Erleben sagen, dass das ewige Feuer keinesfalls der Ort der ewigen Verdammnis ist, sondern der Zustand der Läuterung, auch für irdische Menschen, um den Menschen fähig zu machen, zu lieben mit der Liebe Gottes.
ist für dich die Hölle und der Feuersee dasselbe?
@blumenwiese
ist für dich die Hölle und der Feuersee dasselbe?
Nein, für mich nicht. Meine Diskussionspartner hatten behauptet, dass der Feuersee die Hölle mit der ewigen Verdammnis ist. Dem habe ich widersprochen.
Deine Antwort habe ich übrigens nur zufällig gesehen. Ich habe keine Nachricht bekommen, dass du mir geantwortet hast, vermutlich weil das @maria in deinem beitrag als Kopie gekennzeichnet ist.
Die Hölle ist verrufen und berüchtigt für die Aufnahme von schweren und schwersten Sündern jeglicher Natur. Es ist aber auch wahr, dass sich die Hölle über Mitglieder freuen kann, die dem Himmel ein Graus sind.
Eine schwierige Frage ist, ob Menschen in der Hölle bestraft oder belohnt werden.
In der Hölle kann man den Ewigen Tod finden, der vielleicht trotzdem noch voller Leben ist.
Eine ewige Hölle für alle, ohne graduelle Unterschiede der Schuld würde unseren Glauben ad absurdum führen.
Werte wie Gerechtigkeit gäbe es nicht. Sie wären eine Illusion.
@blackhole Wer ist Schuld daran, dass der Teufel mir das Wort vom Herzen weggenommen hatte? Hab ich es ihm erlaubt oder hat GOTT es ihm erlaubt oder beides? Hab ich etwas falsch getan, weil ich es nicht verstanden hab?
Veröffentlicht von: @blackholeWerte wie Gerechtigkeit gäbe es nicht. Sie wären eine Illusion.
ist sie vielleicht, denn es gibt ja auch noch die Gnade, unverdient, einfach so.
@blumenwiese Krasser Gedanke.
Ja, krass, es gibt die unverdiente Gnade ... einfach so ... jeder braucht sie nur annehmen.
Veröffentlicht von: @pumuckl97@blumenwiese Krasser Gedanke.
biblischer Gedanke. 😉
@blumenwiese
ja, und der ist schon krass ... 😀
Veröffentlicht von: @mariaNein, für mich nicht. Meine Diskussionspartner hatten behauptet, dass der Feuersee die Hölle mit der ewigen Verdammnis ist. Dem habe ich widersprochen.
ok, da widerspreche ich auch leise und auch einer ewigen Verdammnis, weil in den heutigen Übersetzungen wird in der Lutherbibel einfach überall "Hölle" geschrieben, in der Eberfelder und der Schlachterbibel hat es wenigstens 4x das Wort Feuersee.
Petry/ Thomsen: Wie sich die Ewigkeit einschlich – Come in to find out (wordpress.com)
was die Läuterung angeht, steht das ja in den Veden im Zusammenhang mit der Reinkarnation, mag sein, dass es diese gab bevor Jesus uns am Kreuz von Golgatha erlöst hat, aber die Reinkarnation und die Läuterung dazu, die braucht man jetzt nicht mehr, sonst wäre der Tod und die Auferstehung Jesu für nix gewesen.
Römer 8,38-39 - "Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte,
39 weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn."
Veröffentlicht von: @mariaDeine Antwort habe ich übrigens nur zufällig gesehen.
ja, geht mir hier auch jeweils so, dass heisst ich hatte nicht bemerkt, dass man die Themen abonnieren muss, dachte, das ginge automatisch.
@blumenwiese
ok, da widerspreche ich auch leise und auch einer ewigen Verdammnis, weil in den heutigen Übersetzungen wird in der Lutherbibel einfach überall "Hölle" geschrieben, in der Eberfelder und der Schlachterbibel hat es wenigstens 4x das Wort Feuersee.
Übersetzungen können den Sinn des Textes so sehr verändern. Am schlimmsten ist es bei den den Übersetzungen des AT, finde ich, weil die Vielschichtigkeiten, die in der hebräischen Sprache liegen, bei der Übertragung in andere Sprachen nicht ausgedrückt werden kann. Die Denkweise ist anders und deswegen wird auch anders interpretiert. Ich danke dir für den Link.
was die Läuterung angeht, steht das ja in den Veden im Zusammenhang mit der Reinkarnation, mag sein, dass es diese gab bevor Jesus uns am Kreuz von Golgatha erlöst hat, aber die Reinkarnation und die Läuterung dazu, die braucht man jetzt nicht mehr, sonst wäre der Tod und die Auferstehung Jesu für nix gewesen.
Ich vermute, dass vor Jesus die Menschen darauf angewiesen waren, sich selbst zu reinigen, um sich Gott nähern zu können. Im Judentum gibt es ja auch jede Menge Vorschriften für die rituelle Reinigung oder auch, sich nicht durch den Umgang mit unreinen Menschen oder Dingen zu verunreinigen,
Als Christen vertrauen wir auf die Erlösung durch Jesus, was eigentlich eine Heilung ist. Ich glaube, der Vorgang ist derselbe, aber man erlebt es anders. Man erlebt es als Christ in der Liebe zu Gott und im Vertrauen auf Jesus Christus.
Ich habe wieder keine Benachrichtigung bekommen. Wie gehst du denn vor, wenn du kopierst? Nimmst du das rote Kopierzeichen, das aufploppt? Dann passiert nämlich immer Seltsames 🤣
Übersetzungen können den Sinn des Textes so sehr verändern
Nur ob sie das tun, das sollte man erst beurteilen, wenn man sich mit Wörterbuch und Grammatik schlau gemacht hat, bzw. die Ursprache gut kann.
Das eine Übersetzung abgelehnt wird, weil der dort gesagte Text einem nicht passt, ist kein gutes Vorgehen.
Über die Unterschiede der Übersetzungen und was sie in den Vorstellungen der Lesenden anrichten, bin ich zum ersten Mal bei Joh 2, 4 gestoßen.
In der Lutherübersetzung von 1912, die wohl viele bevorzugen, steht dort: Joh 2,4 Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Damit wurde mir von Christen begründet, dass Jesus Maria gering schätzte und sie unfreundlich behandelte.
Ich verstehe ja kein Altgriechisch, aber mir wurde erklärt, dass dort wörtlich übersetzt einfach nur steht: Joh 2,4 Ich und du, was tun? Kannst du das bestätigen?
In der Einheitsüberstzung finde ich: Joh 2, 4 Was willst du von mir, Frau. Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Je nach dem, welche Übersetzung man hier benutzt, wird ganz klar auch der Text anders interpretiert.
Ich verstehe ja kein Altgriechisch, aber mir wurde erklärt, dass dort wörtlich übersetzt einfach nur steht: Joh 2,4 Ich und du, was tun?
Der Ausdruck, der dich offenbar interessiert, ist in dem, was ich zitiert habe, wörtlich und deshalb falsch übersetzt wurden. Die Einheitsübersetzung ist da besser.
Luther übersetzte in einer Zeit, in der »Frau« noch selbstverständlich ein adliges Weib bedeutete, und Weib die Bedeutung hatte, die »Frau« heute hat. Noch im 19. Jh. wurde die Ehefrau eines Mannes häufig als dessen Weib bezeichnet.
Also was »Weib« bedeutet keine Geringschätzung, das ist mal wieder ein Fall, wo vor der Luther-1912 gewarnt werden muss. Leider ist sie (noch) außer der Elberfelder 1905 die einzige gemeinfreie deutsche Übersetzung und entsprechend oft im Netz zu finden.
Im Griechischen hat gyne („Frau”) eine hohe positive Konnotation, habe ich aus dem Buch »Theorie und Praxis des Übersetzens«, in dem es vor allem um Bibelübersetzung geht. Jesus betont mit dieser Anrede seine Verbundenheit mit Maria, also eher so was wie Wertschätzung - auf keinen Fall Geringschätzung. Aber Er weist die darauf hin, dass sie ihn nicht vorschreiben kann, was er zu tun hat - Jesus hat in der Frage nur auf Seinen himmlischen Vater gehört.
Veröffentlicht von: @maria@blumenwiese
Ich habe wieder keine Benachrichtigung bekommen. Wie gehst du denn vor, wenn du kopierst? Nimmst du das rote Kopierzeichen, das aufploppt? Dann passiert nämlich immer Seltsames 🤣
ich bin gerade, fast zufällig, da ich mich zur Zeit vor allem mit der Endzeit beschäftige, auf Sacharja gestossen, da steht tatsächlich etwas über eine "Läuterung".
Es geht um das Volk Israel am Ende der Zeit.
Sacharja 13, 8-11
8 Und es soll geschehen in dem ganzen Lande, spricht der HERR, dass zwei Teile darin ausgerottet werden sollen und untergehen, und nur der dritte Teil soll darin übrig bleiben. 9 Und ich will den dritten Teil durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert, und ihn prüfen, wie man Gold prüft. Der wird dann meinen Namen anrufen, und ich will ihn erhören. Ich sage: Er ist mein Volk, und er wird sagen: Der HERR ist mein Gott!
die Geläuterten sind ja dann das übrig gebliebene Drittel der Israeliten, die zu Jesus Christus finden.
voll interessant, finde ich. 🙂
@blumenwiese Ja, finde ich auch. Danke!
@blumenwiese
Sacharja 13, 8-11
8 Und es soll geschehen in dem ganzen Lande, spricht der HERR, dass zwei Teile darin ausgerottet werden sollen und untergehen, und nur der dritte Teil soll darin übrig bleiben. 9 Und ich will den dritten Teil durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert, und ihn prüfen, wie man Gold prüft. Der wird dann meinen Namen anrufen, und ich will ihn erhören. Ich sage: Er ist mein Volk, und er wird sagen: Der HERR ist mein Gott!
Ja, das ist sehr interessant und deckt sich mit meinen Erfahrungen 😀 Ich danke dir für den Hinweis, die Stelle kannte ich noch nicht.
Bei diesen prophetischen Worten kommt es ja auch auf die Auslegung an. Was ist mit Endzeit gemeint? Wer ist das Volk Israel?
Hast du da schon besondere Erkenntnisse?
Ja, das ist sehr interessant und deckt sich mit meinen Erfahrungen
Hm, in dem Vers geht es um Feuer im Sinne von Gottes Strafgericht - Läuterung durch Leiden in diesem Leben. Siehe nur die Fortsetzung:
Sach 14,1 Der HERR sagt: »Mein Gerichtstag, der Tag des HERRN, kommt, da werden eure Feinde vor euren Augen die Beute verteilen, die sie euch abgenommen haben. 2 Alle Völker werde ich zum Kampf gegen Jerusalem versammeln. Sie werden die Stadt erobern, die Häuser plündern und die Frauen schänden. Von den Leuten in der Stadt wird die Hälfte in die Gefangenschaft geführt; nur der Rest darf in der Stadt bleiben.«
Wobei bei einer Gruppe Läuterung auch bedeuten kann, dass diejenigen, die das Leiden nicht aushalten, verloren gehen und somit wie die Schlacke aus dem Silber ausgeschieden werden.
Deine Erfahrungen klingen irgendwie anders.
Was ist mit Endzeit gemeint?
In der Bibel meist die Zeit zwischen Jesu erstem und zweitem Kommen. Zuweilen aber auch die letzte Zeit vor Seiner Rückkehr.
In Zusamenhang mit Sach 13 finde ich das Wort »Endzeit« nicht …
Veröffentlicht von: @hkmwkHm, in dem Vers geht es um Feuer im Sinne von Gottes Strafgericht - Läuterung durch Leiden in diesem Leben. Siehe nur die Fortsetzung:
ja eben, Zwei Drittel sollen vernichtet werden und umkommen und ein Drittel soll übrig bleiben, nicht weil dieses drittel gute Menschen sind, sondern weil Gott sie geläutert hat durch Feuer, das ist Rettung, nicht Strafe für das Drittel was überlebt.
Sacharja 13,9-Und ich will den dritten Teil durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert, und ihn prüfen, wie man Gold prüft. Der wird dann meinen Namen anrufen, und ich will ihn erhören. Ich sage: Er ist mein Volk, und er wird sagen: Der HERR ist mein Gott!
Hm, in dem Vers geht es um Feuer im Sinne von Gottes Strafgericht - Läuterung durch Leiden in diesem Leben.
Ich verstehe das als Errettung.
Was ist mit Endzeit gemeint?
In der Bibel meist die Zeit zwischen Jesu erstem und zweitem Kommen. Zuweilen aber auch die letzte Zeit vor Seiner Rückkehr.
Also die ganze Zeit von der Geburt Jesu bis heute?
Veröffentlicht von: @maria@blumenwiese
Ja, das ist sehr interessant und deckt sich mit meinen Erfahrungen 😀 Ich danke dir für den Hinweis, die Stelle kannte ich noch nicht.
Bei diesen prophetischen Worten kommt es ja auch auf die Auslegung an. Was ist mit Endzeit gemeint? Wer ist das Volk Israel?
Hast du da schon besondere Erkenntnisse?
die bereits eingetroffen Prophezeiungen braucht man nicht mehr auslegen. 😉
und da die Propheten der Bibel zuverlässig sind, braucht man auch nicht allzu viel hineininterpretieren, an welche Prophezeiungen denkst du, wenn du sagst, es ist eine Sache der Auslegung?
Die Endzeit ist eigentlich immer, aber das Ende der Endzeit ist jetzt, da gibt es Phasen, die man an der Geschichte ablesen kann, besonders das Volk Israel ist dabei sehr interessant, die Zerstreuung, die in der Bibel steht, die Verwüstung des Landes, die Rückkehr der Juden nach Israel, die roten Kühe, der Wiederaufbau des Tempels und wie in Sacharja steht, werden ein Drittel überleben, geläutert durch Feuer wie man Silber und Gold läutert.
Geschichte des Staates Israel – Wikipedia
Es werden ja auch immer noch Schriften gefunden in der Archäologie.
Archäologen entdecken Festung auf den Golanhöhen – DW – 12.11.2020
Ein Gott, der eine ewige Hölle für Ungläubige gemacht hat, ist schon etwas komisch, denn um in die Hölle zu kommen, müsste man erst auferstehen und dann umziehen. 😀
Und ein Gott, dem Menschen, oder Übersetzter, menschliche Attribute wie Eifersucht, Rache und Zorn anhängen wollen, die haben ihr eigenes Gottesbild erschaffen durch ihr Verständnis.
Wäre Gott so emotional und Rachsüchtig, Eifersüchtig und Zornig, wer wollte sich so einem Gott an-vertrauen.?..das hat man bereits mit Menschen zu genüge.
Aber Gott ist jenseits dieser Emotionalen Zustände.
Und wozu der Befreiungsakt Jesu, wenn es statt Gnade eine Hölle gibt.
Gott will, dass alle zur Wahrheit finden 1 Tim.2,4 und was Gott will, das wird er wohl vollbringen, jedenfalls der Gott an den ich glaube, denn es ist ein liebender Gott, kein Sklave seiner Emotionen, wie das der Mensch ist, aber weil Menschen es nur so sehen können wie weit ihr Bewusstsein reicht, gibt es halt unterschiedliche Auslegungen, unterschiedliche Gottesbilder.
@blumenwiese
Bei Israel denkt man ja heutzutage an den Staat und das Volk Israel. Zuerst ist Israel aber der Name, den Gott Jakob gegeben hat "Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel, denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen (1. Mose 32, 25-31) Jakob hat mit Gott gekämpft, bis Er ihn segnete.
Deswegen betrifft diese Prophezeiung jeden Menschen, der sich mit Gott einlässt, um von Ihm gesegnet zu werden, und ist insofern für alle Zeiten gültig und wahr.
Die Prophezeiungen, die weltliche Dinge betreffen, wie z.B. die Geschicke eines Staates, sind nur bedingt gültig, denn der Verlauf der Geschichte kann sich ändern, da die Menschen einen freien Willen haben. Man könnte z.B. auch anmerken, dass einiges der Prophezeiungen bereits eingetroffen ist, wie z.B. die Gründung des Staates Israel, der Fund der roten Kühe usw., weil es Menschen gibt, die die Voraussetzungen für das Kommen des Messias schaffen wollen.
Und ein Gott, dem Menschen, oder Übersetzter, menschliche Attribute wie Eifersucht, Rache und Zorn anhängen wollen, die haben ihr eigenes Gottesbild erschaffen durch ihr Verständnis.
Das sehe ich genauso.
Und wozu der Befreiungsakt Jesu, wenn es statt Gnade eine Hölle gibt.
Gott will, dass alle zur Wahrheit finden 1 Tim.2,4 und was Gott will, das wird er wohl vollbringen, jedenfalls der Gott an den ich glaube, denn es ist ein liebender Gott, kein Sklave seiner Emotionen, wie das der Mensch ist, aber weil Menschen es nur so sehen können wie weit ihr Bewusstsein reicht, gibt es halt unterschiedliche Auslegungen, unterschiedliche Gottesbilder.
Richtig, auch das sehe ich genauso.
Deswegen betrifft diese Prophezeiung jeden Menschen, der sich mit Gott einlässt, um von Ihm gesegnet zu werden,
Das ist eine ziemlich gewagte Deutung. Es gibt Prophezeiungen, die nur Israel gelten, etwa dass am Ende ganz Israel gerettet wird.
Was deutet für dich darauf hin, dass die Prophezeiung in Sach 13,9 allgemein gilt?
Was deutet für dich darauf hin, dass die Prophezeiung in Sach 13,9 allgemein gilt?
Zunächst mal bin ich ja durch mein Erleben auf diese Deutung gestoßen worden.
Israel, Juda und als dritter im Bunde Edom stehen in Prophezeiungen sehr häufig als Entsprechungen für den Menschen, und zwar Israel für den Geist des Menschen, Juda für die Seele und Edom für den Leib.
Diese Einteilung hat was mit der Lage der Reiche zu tun: Israel im Norden, Juda in der Mitte und Edom im Süden. Die Logik dahinter ist die, dass am Himmel der Nordhalbkugel der Norden ganz oben liegt (am Polarstern) und der Süden am Horizont. Wenn man sich Gott oben denkt (im Himmel), dann liegt der Norden Gott am nächsten und der Süden der Erde am nächsten.
Die Logik dahinter ist die, dass am Himmel der Nordhalbkugel der Norden ganz oben liegt (am Polarstern) und der Süden am Horizont
So haben aber Hebräer nicht gedacht. Für die lag der Süden rechts. Erkennbar am Namen Benjamin, der »Sohn des Südens«, »Sohn der rechten [Hand]« oder »Sohn des Glücks« gedeutet werden kann.
Der Norden lag demnach links, nicht oben.
dann liegt der Norden Gott am nächsten
An einigen Bibelstellen scheint die Vorstellung von einem Götterberg im Norden durch. Aber von da auf »Israel=Geist« zu schließen kann ich nicht nachvollziehen, und das würde wohl auch für einen der alten Hebräer gelten.
Und ob der Geist des Menschen Gott nahe ist, das ist auch noch nicht geklärt …
Zunächst mal bin ich ja durch mein Erleben auf diese Deutung gestoßen worden.
Was ist eine Erfahrung wert, die zu einer falschen Deutung führt?
So haben aber Hebräer nicht gedacht. Für die lag der Süden rechts. Erkennbar am Namen Benjamin, der »Sohn des Südens«, »Sohn der rechten [Hand]« oder »Sohn des Glücks« gedeutet werden kann.
Der Norden lag demnach links, nicht oben.
Du hast jetzt ein Beispiel angeführt, bei dem es nicht um den Himmel geht sondern um das Leben auf der Erde, nämlich um die Geburt eines Kindes. Dabei schaut der Hebräer nach Osten, nämlich zum Aufgang der Sonne. Der Süden mit dem höchsten Stand der Sonne (=Glück) liegt rechts, der Norden links und der Westen mit dem Untergang der Sonne im Rücken.
Da hast du ein besonders schönes Beispiel für die Entsprechungen im Hebräischen gefunden. Der Hebräer sagt Süden und denkt dabei gleichzeitig an rechts und Glück.
Wenn der Hebräer aber den Himmel meint, schaut er nach oben.
An einigen Bibelstellen scheint die Vorstellung von einem Götterberg im Norden durch.
Das ist doch schon mal ein Hinweis.
Wenn der Hebräer aber den Himmel meint, schaut er nach oben.
Das hat aber nichts mit Norden zu tun.
Wusstest du, dass in alten arabischen Karten Norden unten und Süden oben liegt? Norden=oben ist westliche Sichtweise.
Ich meinte nicht, auf der Landkarte nach oben schauen. vermutlich gab es zu der Zeit noch keine Landkarten, oder was denkst du?
Damals hat man sich doch wohl nur am Lauf der Gestirne orientiert. Wo die Sonne aufgeht ist Osten. Im Westen geht sie unter, im Süden steht sie am höchsten. Im Norden steht sie nie.
Dafür ist der Norden aber nachts besonders prägnant (auf der Nordhalbkugel). Wenn man zum Sternenhimmel schaut, scheinen sich alle Sternbilder um den Polarstern zu drehen, der sich in der Verlängerung der Erdachse befindet, also über dem Nordpol der Erde. Gott wird ja immer oben verortet, im Himmel, und deswegen die Assoziation bei den alten Hebräern, je nördlicher umso näher bei Gott und je südlicher umso näher bei der Erde.
Hier eine Sternenkarte
vermutlich gab es zu der Zeit noch keine Landkarten, oder was denkst du?
Landkartenähnliche Darstellungen haben Militärs schon lange benutzt, ob schon zur Zeit Jesajas weiß ich nicht. Die Römer kannten definitv Landkarten, aber wer keine militärische Ausbildung hatte, konnte in der Regel nichts damit anfangen.
und deswegen die Assoziation bei den alten Hebräern, je nördlicher umso näher bei Gott und je südlicher umso näher bei der Erde.
Tja, aber genau das ist in der Bibel nicht zu finden. Die Stiftshütte war in Ost-West-Richtung ausgerichtet, der Tempel sviw auch.
aushelf:
Urahnen der Karte
Schon die Menschen der jüngeren Altsteinzeit (um 40.000 bis 10.000 vor Christus) versuchten, markante geografische Gegebenheiten aufzuzeichnen. Mit Zeichen, die sie in Stein, Knochen oder Horn ritzten, erleichterten sie sich die geografische Ortsbestimmung.
Die älteste detailgenaue Darstellung einer Landschaft stammt aus dem anatolischen Çatal Hüyük und wird auf 6200 vor Christus datiert. Eine Wandmalerei zeigt die Häuser der Stadt und die beiden Gipfel eines nahe liegenden Vulkans.
Die frühesten systematisch erstellten kartografischen Dokumente sind Tontafeln, die um 3800 vor Christus in Mesopotamien entstanden. Um 2000 vor Christus wurde in China und in Ägypten dann die Erstellung von Karten verbessert. Gelände wurden systematisch vermessen, zunächst jedoch nur zur Herstellung von kleinräumigen und regionalen Karten.
Aus dem 6. Jahrhundert vor Christus stammt die älteste erhaltene Weltkarte. Sie ist eine, in eine Tontafel eingeritzte, schematische Darstellung des babylonischen Weltbildes als Kreis.
@deborah71 Das erinnert mich daran, wie meine dreijährige Enkeltochter mir erklärte, was in dem Park ihrer Waldspielgruppe zu sehen ist und wie die Wege verlaufen. Sie fuhr mit ihrem Stift die Wege ab, die sie dort geht und hatte zum Schluss alle für sie wichtigen Sehenswürdigkeiten eingezeichnet. Das ging aber unter in dem Wirrwarr ihrer Wege durch den Park 🤣
Tja, aber genau das ist in der Bibel nicht zu finden. Die Stiftshütte war in Ost-West-Richtung ausgerichtet, der Tempel sviw auch.
Das ist wieder die Ausrichtung nach dem Sonnenlauf.
Die Himmel-Erde-Ausrichtung (wie Nord-Süd am Sternenhimmel) habe ich bisher auch nur an Stellen gefunden, an denen es um den Menschen ging, um den Menschen mit seinem himmlischen und irdischen Anteil.
Veröffentlicht von: @maria@blumenwiese
Bei Israel denkt man ja heutzutage an den Staat und das Volk Israel.
ja, weil die Prophezeiungen über Israel ja zutrafen und der Rest sicher auch zutreffen wird, was dieses Land betrifft.
Zuerst ist Israel aber der Name, den Gott Jakob gegeben hat "Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel, denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen (1. Mose 32, 25-31) Jakob hat mit Gott gekämpft, bis Er ihn segnete.
„Israel“ Der Name ist im Hebräischen eine Abkürzung für „mit Gott gekämpft“. Dieser Name ersetzt den Namen Jakob im weiteren Verlauf der Erzählung nicht.
Deswegen betrifft diese Prophezeiung jeden Menschen, der sich mit Gott einlässt, um von Ihm gesegnet zu werden, und ist insofern für alle Zeiten gültig und wahr.
Die Prophezeiungen, die weltliche Dinge betreffen, wie z.B. die Geschicke eines Staates, sind nur bedingt gültig, denn der Verlauf der Geschichte kann sich ändern, da die Menschen einen freien Willen haben.
nö, die Prophezeiungen der Bibel über Israel und die umliegenden Länder wie Iran, Irak, Jordanien usw können sich nicht verändern, sonst würden sie nicht in der Bibel stehen.
Man könnte z.B. auch anmerken, dass einiges der Prophezeiungen bereits eingetroffen ist, wie z.B. die Gründung des Staates Israel, der Fund der roten Kühe usw., weil es Menschen gibt, die die Voraussetzungen für das Kommen des Messias schaffen wollen.
ja, aber nicht weil Menschen, in ihrem freien Willen, das so wollen, sondern weil es prophezeit wurde, wo da der freie Wille seinen Platz hat, weis ich gerade nicht, aber der Freie Wille wird den Bibelinhalt nicht verändern.
Schlussendlich wird das Opfern der roten Kühe wieder aufhören, es wird nicht gebraucht, aber Juden, die den Messias nicht angenommen haben, glauben das zuerst, erwachen dann aber.
Was die Läuterung durch Feuer betrifft, wird es wohl zweierlei Bedeutung haben, da bin ich noch nicht weiter.
@blumenwiese
Offen gestanden, ich weiß gar nicht, wo in der Bibel das (Wieder-)Auffinden der roten Kuh prophezeit wurde.
Es gibt Prophezeiungen über einen Tempel am Ende, nur ob das wörtlich gemeint ist oder auf den von Jesus nicht von Händen erbauten Tempel (Seine Gemeinde) hinweist, das ist nicht so klar. Einiges davon ist so unrealistisch, dass ich die zweite Erklärung für besser halte.
Im Übrigen noch eine Ergänzung:
Mt 1,22 Dies alles geschah, damit in Erfüllung ging, was der Herr durch den Propheten angekündigt hatte:
Also nicht: Es wurde prophezeit, weil es so stattfinden wird, sondern es fand statt, weil es so prophezeit wurde.
wo da der freie Wille seinen Platz hat, weis ich gerade nicht, aber der Freie Wille wird den Bibelinhalt nicht verändern.
Bei freiem Wille müsste geklärt werden, was genau damit gemeint ist. Aber unabhängig davon: Ich traue es Gott zu, Seine Pläne auch zu erreichen, indem er unseren freien (?) Willen mit einbezieht.
@blumenwiese
ja, aber nicht weil Menschen, in ihrem freien Willen, das so wollen, sondern weil es prophezeit wurde, wo da der freie Wille seinen Platz hat, weis ich gerade nicht, aber der Freie Wille wird den Bibelinhalt nicht verändern.
Die Frage ist ja, ob das Kommen Christi bzw. des Messias beschleunigt wird, wenn man etwas nachhilft, indem die prophezeiten Voraussetzungen geschaffen werden. Da gibt es auch im Judentum geteilte Meinungen wie ja auch im Christentum.
Nimmst du das rote Kopierzeichen, das aufploppt? Dann passiert nämlich immer Seltsames
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Ups, das hatte ich glatt überlesen. Dieses rote Zeichen sollte man möglichst vermeiden. Link zu einem alten Beitrag darüber.
@blumenwiese (zum Beitrag)
ok, da widerspreche ich auch leise und auch einer ewigen Verdammnis, weil in den heutigen Übersetzungen wird in der Lutherbibel einfach überall "Hölle" geschrieben, in der Eberfelder und der Schlachterbibel hat es wenigstens 4x das Wort Feuersee.
Luther hat seinerzeit für Hölle und Totenreich beidemal »Hölle« geschrieben. Ist in neueren Revisionen korrigiert, jetzt steht nur da Hölle, wo auch im NT Hölle steht. Elberfelder hat es von Anfang an richtig, Schlachter (vermute ich mal) auch.
Für Feuersee steht bei Luther »feuriger Pfuhl«. Ist eben Lutherdeutsch für Feuersee.
Aber die Übersetzung Feuersee ist nun mal korrekt.
Petry/ Thomsen:
Die gehen leider nicht darauf ein, dass es auch im Griechischen möglich war, sprachlich auszudrücken, dass es um unbegrenzte Zeit geht. Und das wird auch so gemacht, z.B. on Og 20,10. Wer da so übersetzt, als ob das nicht ewig wäre, der übersetzt falsch.
Meines Wissens nach gibt es verschiedene Kategorien von Höllenstrafen.
Die Verworfenen, die sich Verfehlenden und die sich mit voller Überzeugung zum Bösen dieser Welt zählenden...
Die Verworfenen haben sich, ohne viel ihre Vernunft zu gebrauchen, grobe Fehler in ihrem Leben geleistet und werden für den Himmel nicht mehr bedacht. Sie haben die Grenzen des Guten nicht erkannt und nicht eingehalten. Sie haben schwere Verfehlungen begangen und werden zur Hölle geschickt auf unbestimmte Zeit. Finden sie dort die Kraft, sich zu bessern, können sie auf ein neues Erdenleben hoffen.
Die sich Verfehlenden haben mit mehrheitlich guten Absichten auf der Erde gelebt, aber Gesetze des Himmels gebrochen. Sie bekommen eine feste Jahreszahl als Höllenstrafe überreicht. Nach Ablauf ihrer Jahre, können sie auf eine halbwegs positive Wiedergeburt, vielleicht sogar auf den Einlass in die Reiche des Himmels hoffen.
Böse Menschen kehren in ihre Hölle heim für alle Zeit. Denn ihre Absichten waren böse seit dem Tage ihrer Geburt, viele von ihnen wurden in der Hölle erschaffen und ihr Dienst war am Bösen. Ohne trifftigen Grund werden sie sich auch in der Hölle nicht bekehren. Wenn doch eines Tages ein Sinneswandel über diese Menschen kommt, steht ihnen ein Weg zu einer Wiedergeburt offen.
Ich selbst habe zum Guten dieser Welt gelebt, aber leider auch schwere Verfehlungen begangen, da mein Schicksal einen zu hohen Schwierigkeitsgrad hatte, um schuldlos im Leben bleiben zu können. Mir droht also eine Höllenstrafe. Es gibt also Mächte dieser Welt, die mich zur Hölle schicken wollen. Ich kämpfe natürlich für ein positives Ende meines Lebens. Aber unter schweren Risiken.
Meines Wissens nach gibt es verschiedene Kategorien von Höllenstrafen.
Woher stammt dieses Wissen?
Sie bekommen eine feste Jahreszahl als Höllenstrafe überreicht.
Davon kann ich in der Bibel nichts entdecken.
Dafür aber die Nachricht, dass Leute, die die Hölle verdient haben, durch Gottes Gnade freigesprochen werden können. Das gilt auch für dich.
Dafür aber die Nachricht, dass Leute, die die Hölle verdient haben, durch Gottes Gnade freigesprochen werden können. Das gilt auch für dich.
Dem stimme ich von ganzem Herzen zu!
aber leider auch schwere Verfehlungen begangen, da mein Schicksal einen zu hohen Schwierigkeitsgrad hatte, um schuldlos im Leben bleiben zu können.
Das möchte ich nicht unkommentiert lassen. Wenn du bereut, dem Herrn bekannt und Buße getan hast, sehe ich nichts, was dich an die Hölle binden sollte. Jesus ist derjenige, der das Problem der Schuld ein für alle Mal gelöst hat. Du darfst dich ihm zuwenden.
Mein "Problem" ist, dass für mich in deinen Worten durch klingt, dass du selbst ja eigentlich gar nichts dafür konntest, schwere Verfehlungen zu begehen.
Unter bereuen verstehe ich, die eigene Schuld ohne wenn und aber anzuerkennen. Klar gibt es schwierige Lebensumstände, aber nicht jeder mit schweren Lebensumständen wird zu einem Menschen, der große Schuld auf sich lädt und umgekehrt genauso wenig. Und das Wichtigste, Jesus will und kann das alles vergeben.
Kennst du Jesus Christus, den Sohn Gottes schon? Wenn nicht, möchte ich dich einladen, ihn kennenzulernen, dich ihm zuzuwenden und dich von der Last deiner Schuld befreien zu lassen! Er ist auch für dich am Kreuz von Golgatha gestorben und hat damit die Schuld bezahlt. Durch seine Auferstehung hat die Sünde ihre Macht verloren. Gott liebt dich!
Ich wünsche dir Gottes Segen und seinen Frieden