Was für ein Bibelverständiss habt ihr?
Ist für euch die Bibel das Verbalinspirierte Wort Gottes, bei dem die Wortwahl wie auch die Grammatik und der Syntax bis ins Detail vom Geist Gottes diktiert wurde, und es nur einen Wahren Text gibt.
Oder ist sie das Wort Gottes, von Gott offenbarte Wahrheit, welche die biblischen Autoren, dann in ihrer eigenen Sprache und ihrem kulturellen Verständnis in Worte gefasst haben.
Oder ist die Bibel, einfach diverse Erfahrungsberichte unterschiedlicher Menschen, und so kann die Bibel hie und da Gottes Wort enthalten.
Oder ist dieses Buch leidlich ein Sammelsurium von Plagiaten, welchen von Menschen zusammengestellt wurden um eine nationale Identität (im Falle des AT) respektive eine kirchliche Machtstruktur (im Falle des NT) aufzubauen.
Wie sieht dein Bibelverständnis aus?
Veröffentlicht von: @arcangelIst für euch die Bibel das Verbalinspirierte Wort Gottes, bei dem die Wortwahl wie auch die Grammatik und der Syntax bis ins Detail vom Geist Gottes diktiert wurde, und es nur einen Wahren Text gibt.
Oder ist sie das Wort Gottes, von Gott offenbarte Wahrheit, welche die biblischen Autoren, dann in ihrer eigenen Sprache und ihrem kulturellen Verständnis in Worte gefasst haben.
Oder ist die Bibel, einfach diverse Erfahrungsberichte unterschiedlicher Menschen, und so kann die Bibel hie und da Gottes Wort enthalten.
Oder ist dieses Buch leidlich ein Sammelsurium von Plagiaten, welchen von Menschen zusammengestellt wurden um eine nationale Identität (im Falle des AT) respektive eine kirchliche Machtstruktur (im Falle des NT) aufzubauen.
Wie sieht dein Bibelverständnis aus?
Ich habe Schwierigkeiten, die Bibel in eine der geschilderten Kategorien zu Packen. Dafür ist Sie mir tatsächlich zu wichtig. Vielleicht entspricht es dem Drang des Menschen, immer alles zu katalogisieren. Und vielleicht hilft uns dieses katalogisieren tatsächlich kaum weiter.
Ich versuche mal eine andere Herangehensweise.
Die Bibel dient kaum dazu, eine nationale oder kirchliche Identität oder Machtstruktur aufzubauen. Wenn wir die Apostelgeschichte sowie die Briefe der Apostel an die jeweiligen Gemeinden lesen, dann fällt sehr schnell auf, dass nirgendwo eine zentalisierte Machtstruktur beschrieben wurde. Dieser Punkt fällt also raus.
Alles andere jedoch ist zutreffend. Nehmen wir gerade mal die "Erfahrungsberichte" der Apostel. Die 12 Apostel, von denen die Bibel sowohl in den Evangelien als auch in den Briefen und der Apostelgeschichte beschrieb, hielten bis zu ihrem Tod an diesen Erfahrungen fest. Zu keinem Zeitpunkt wurde etwas geleugnet, und wenn ich es jetzt richtig im Kopf hatte starb nur einer dieser 12 eines natürlichen Todes. Das heißt sie haben sogar bei Gefahr für Leib und Leben daran festgehalten, dass das, was sie sagen, war ist. Und das waren einfache Menschen. Fischer, Steuereintreiber, Handwerker, usw.
Auf der anderen Seite wurde während den Watergate-Prozessen 12 der mächtigsten Männer der USA vor Gericht befragt, und sie konnten eine Lüge nicht einmal für eine Woche am Leben halten.
Daher müssen die Erfahrungsberichte wahr sein.
Ebenso glaube ich, dass die Bibel die von Gott offenbarte Wahrheit enthält. Warum sonst finde ich immer wieder Ermutigung in der Bibel, auch an Punkten in meinem eigenen Leben in denen die Lage ernst und die Situation hoffnungslos erscheint...
Hallo Mr.K
Das ist dein Umgang mit der Bibel und wie du ihre Rolle in der Gesellschaft beurteilst.
Doch wie gehst du mit Aussagen um wie; die Sonne dreht sich um die Erde, welche ist flach, vier Ecken hat, und auf Säulen steht. Findet man alles in der Bibel.
Veröffentlicht von: @arcangelDoch wie gehst du mit Aussagen um wie; die Sonne dreht sich um die Erde, welche ist flach, vier Ecken hat, und auf Säulen steht. Findet man alles in der Bibel.
Echt? Findet man alles in der Bibel?
Im alten Testament spricht Hiob 26,7 davon, dass Gott den Himmel spannte im leeren Raum und die Welt aufhing im Nichts. Mit leerem Raum könnte das Weltall gemeint sein, und wenn davon gesprochen wird, dass die Erde im Weltall hängt kann man das als Vergleich mit der damals schon offensichtlich runden Sonne und dem offensichtlich runden Mond sehen. Die wörtliche Übersetzung von Hiob 26,7 ist: Er beschrieb einen Kreis auf der Wasseroberfläche, bis Tag und Nacht zu Ende gehen.
Auch Jesaja 40, 21-22 spricht von etwas rundem - einem Erdkreis.
In Hiob 26,10 steht wortwörtlich zudem, dass Gott "rund um die Meere einen Kreis zog" und das dort die Grenze zwischen Licht und Dunkelheit liegt. Auch das Buch der Sprüche erwähnt einen solchen Kreis. Die antiken Griechen nutzen diesen Kreis um die Wasseroberfläche als Nachweis für eine runde Erde; doch das Buch Hiob wurde lange vor dem Zeitalter der antiken Griechen verfasst.
Also, drei Beispiele davon, dass die Erde in der Bibel nicht flach, sondern als rund beschrieben wird.
Die 4 Ecken, von denen Du sprichst, finden sich in der Offenbarung 7,1. Johannes, der die Offenbarung geschrieben hat, lebte deutlich später als Hiob. Wenn aber Hiob schon wusste, dass die Erde rund ist, dann glaube ich nicht das Johannes dem widerspricht. Das wäre auch widersinnig. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Offenbarung sehr viele Bilder enthält, die man sehr verschieden interpretieren kann. Ich glaube jedoch, dass die vernünftigste Interpretation dieser 4 Engel an den 4 Ecken der Erde jene ist, die diese 4 Ecken mit den 4 Himmelsrichtungen gleichsetzt.
Zu den Säulen der Erde: Die Darstellung in Hiob 26,7 widerspricht bereits der Darstellung einer Scheibe, die auf Säulen steht. Und dennoch findet sich diese Formulierung in 1. Samuel 2,8 wieder - wobei, auch nicht wirklich. Je nach Übersetzung variiert das hier, verwendet die Elberfelder Übersetzung das Wort "Säule" spricht die Lutherbibel von "Grundfesten", die Hoffnung für alle gar von Fundament. Alles Synonyme für etwas festes, hartes, stabiles, unverwüstliches. "Dem HERRN gehört die ganze Welt, auf ein festes Fundament hat er sie gegründet. (1. Sam 2,8 nach HFA)". Also, nix mit irgendwelchen alten, römisch-griechisch anmutenden runden Steinstützen, eher ein fester Boden, fester Untergrund. Könnte zutreffender nicht sein - wenn man lange genug gräbt kommt man irgendwann auf einen steinigen Untergrund. 😉
🙂
Danke das du die Argumentation für mich machst.
Einen kleinen Zusatz zu der Säule in Samuel. Der Autor braucht das gleiche Wort in Kapitel 14, um eine Klippe zu beschreiben, die in die Höhe ragt. Der Autor verwendet das Wort also, um etwas Vertikales zu beschreiben. Da ist Säule die passendere Übersetzung.
Für einen Juden war die Welt in drei Bereiche aufgeteilt. Himmel, Erde und unter der Erde (Seoul/Hades)
Exodus 20,4 analog dazu Phil 2.8 oder Offenbarung 5.2 dazu passen eigentlich die Säulen der Erde ganz gut. Immerhin setzt Gott die Erde auf eben diese Säule oder wenn es den modernen Instinkten besser gefällt Fundament. Aber es ist falsch anzunehmen, dass hier einfach die Erdkruste gemeint ist. Antike Autoren meinten dies so, wie sie es geschrieben haben. Ausserdem betrachteten sie den Himmel als einen harten Dom, der über die Erde gespannt war, Hiob 37,18. Über dem Dom und unter der Erde war Wasser, was in Genesis 1,6-8 beschrieben wird. 2.Sam 22,8 beschreibt die Säulen des Himmels, auf dem dieser Dom steht.
Diese Kosmologie teilten sich die Juden mit anderen Kulturen, welche einfach andere Ausdrücke dafür hatten.
Biblische Autoren meinen, was sie schreiben, für sie waren das keine Analogien, sondern sie meint es wörtlich so.
Wir werden der Bibel nicht gerecht, wenn wir diesen Aspekt einfach ausblenden. Was macht dies mit unserem Bibelverständiss.
Veröffentlicht von: @arcangelIst für euch die Bibel das Verbalinspirierte Wort Gottes, bei dem die Wortwahl wie auch die Grammatik und der Syntax bis ins Detail vom Geist Gottes diktiert wurde, und es nur einen Wahren Text gibt.
Oder ist sie das Wort Gottes, von Gott offenbarte Wahrheit, welche die biblischen Autoren, dann in ihrer eigenen Sprache und ihrem kulturellen Verständnis in Worte gefasst haben.
Oder ist die Bibel, einfach diverse Erfahrungsberichte unterschiedlicher Menschen, und so kann die Bibel hie und da Gottes Wort enthalten.
Oder ist dieses Buch leidlich ein Sammelsurium von Plagiaten, welchen von Menschen zusammengestellt wurden um eine nationale Identität (im Falle des AT) respektive eine kirchliche Machtstruktur (im Falle des NT) aufzubauen.
Wie sieht dein Bibelverständnis aus?
das zweite
Veröffentlicht von: @arcangelIst für euch die Bibel das Verbalinspirierte Wort Gottes, bei dem die Wortwahl wie auch die Grammatik und der Syntax bis ins Detail vom Geist Gottes diktiert wurde, und es nur einen Wahren Text gibt.
Oder ist sie das Wort Gottes, von Gott offenbarte Wahrheit, welche die biblischen Autoren, dann in ihrer eigenen Sprache und ihrem kulturellen Verständnis in Worte gefasst haben.
Oder ist die Bibel, einfach diverse Erfahrungsberichte unterschiedlicher Menschen, und so kann die Bibel hie und da Gottes Wort enthalten.
Oder ist dieses Buch leidlich ein Sammelsurium von Plagiaten, welchen von Menschen zusammengestellt wurden um eine nationale Identität (im Falle des AT) respektive eine kirchliche Machtstruktur (im Falle des NT) aufzubauen.
Wie sieht dein Bibelverständnis aus?
zweites, nur habe ich manchmal das Problem mit den verschiedenen Übersetzungen - da braucht manchmal nur ein Wort anders zu sein und schon könnte das ganze einen anderen Sinn ergeben...
@fhfclementine65
Deshalb lohnt es sich unterschiedliche Übersetzungen zu lesen, da die wenigsten fliessend Griechisch können.
manchmal ja, es gibt aber Übersetzungen die Nahe am Urtext sind
@fhfclementine65
Was ist denn der Urtext? Wusste gar nicht, dass wir den haben?
@fhfclementine65
Du kannst das AT in Hebräisch lesen und das NT in Griechisch, aber du hast dennoch keinen Urtext. Was wir haben sind viele Dokumente mit z.T. unterschiedlichen Versionen und Wortlauten.
Ein Übersetzer muss also nicht nur entscheiden, wie ein griechischer Text übersetzt werden soll, sondern auch welchen griechischen Text er denn übersetzen soll.
In Deutsch lese ich deshalb die Einheitsübersetzung, da sie gerade im AT sehr oft die älteren hebräischen Texte aus Qumran und die LXX verwendet. Daneben lese ich aber auch die Zürcher und die neuen Genfer Übersetzung. Damit habe ich ein grosses Spektrum abgedeckt, ich persönlich nehme auch noch die Englische ESV und Berean dazu. Rein sprachlich sind mir die Formulierungen in der Berean am liebsten.
@fhfclementine65
Berean ist eine Englische übersetzung und LXX ist die Griechische Version des AT welche zur Zeit Jesu in Zirkulation war.
@arcangel Ich frag mich schon die ganze Zeit, ob man das als 'Durchschnittschrist' alles wissen muss.
Keine Ahnung, ob das ein Fachgespräch unter Theologen ist - ich selber bezeichne meinen Glauben als 'Christsein light' und freu mich über eine Übersetzung, die meine Sprache spricht; zur Not auch auf Kosten einer nicht so ausgeprägten Genauigkeit.
Ich bin überzeugt, dass Gott auch auf diese Weise mit mir reden kann.
hallo Chai,
da geht es mir ähnlich...
wir Menschen, auch ich, möchte perfekt sein, allmächtig wie Gott, alles
wissen. Mich nicht mit Halbwissen, Halbkönnen, abgeben.
Habe nicht studiert, lasse mir aber von studierten Menschen etwas sagen.
Für mich ist die praktische Sicht des Wort Gottes fast wichtiger. Und dass
das jeder Mensch auf seine Art verstehen kann.
Und für mich geht es in erster Linie beim Wort Gottes um Beziehungsprobleme.
Jede Predigt ist für mich eine Beziehungspredigt.
Welche Beziehung habe ich zu Gott, meinen Mitmenschen, Tieren, Pflanzen...
Glaube schon das mir die Bibel da sehr helfen kann.
Gut, Wort für Wort glaube ich der Bibel nicht mehr, aber in ihrem
Zusammenhang.
Aber wenn ich lese wie Kain zum Brudermörder wird, der Turmbau zu Babel,
die Selbstüberschätzung von uns Menschen.....
unsere Anerkennungssucht, Überlegenheitsstreben, Bestätigungssucht,
meine Geltungssucht.......,
da zeigt mir die Bibel, das ich eben nicht Gott bin.
Sondern das ich Gott und sein Wort nötig habe.
"wie Kain zum Brudermörder wird, der Turmbau zu Babel, die Selbstüberschätzung von und Menschen."
Das hat nichts mit Selbstüberschätzung zu tun, sondern dem geraden Gegenteil. Kain leidet nicht unter einem übersteigerten Selbstbewusstein, sondern unter einem verheerenden Mangel desselben. Er wird ja nicht zum Mörder bevor ihm Gott seine Abwendung zeigt, sondern danach, weil er weiß, dass er so - von Gott verlassen - ein Nichts ist.
"Anerkennungssucht, Überlegenheitsstreben, Bestätigungssucht, meine Geltungssucht"...
... entstehen auf genau diesem Boden des Gefühls nichts zu sein. Eigentlich braucgte müsste es einen gar nicht geben. und aus diesem vernichtenden Gefühl heraus muss man sich so aufblähen, damit man zumindest wahrgenommen wird.
Für mich ist Kain Episode, ein tragisches Beispiel dafür, wie jemand die Hand Gottes, die er ihm entgegenstreckt, ausschlägt und dadurch tiefer ins Loch fällt. David ist da ein Beispiel, wie es anders geht.
Es läuft auf einen einzigen Punkt hinaus, vertraue ich Gott, auch dann, wenn ich mich selbst nicht mehr im Spiegel betrachten, mich vor mir selbst ekle und bis zum Scheitel in der Scheisse stecke oder bin ich der Meinung nun hat mich Gott verworfen, was ich nun gemacht habe, ist zu viel für Gott und er hat endgültig die Nase voll von mir.
Der rote Faden, den ich in der Bibel sehe, ist, vertraue ich Gott oder nicht.
Ich bringe dir mal die Übersetzung aus der "Septuaginta deutsch" die hier einen anderen Text bietet:
"Kain und Abel (4,1-17)
4 1 Adam aber erkannte Eva, seine Frau, und sie wurde schwanger und gebar Kain und sie sagte: Ich habe einen Menschen gewonnen durch Gott.
2 Und sie gebar noch einmal, seinen Bruder Abel. Und Abel wurde Schafhirt, Kain aber bearbeitete die Erde.
3 Und es geschah nach Tagen, dass Kain von den Früchten der Erde dem Herrn ein Opfer darbrachte.
4 Und auch Abel brachte von den Erstgeborenen seiner Schafe, und zwar von ihren Fettteilen, dar. Und Gott blickte auf Abel und auf seine Gaben;
5 auf Kain aber und auf seine Opfer achtete er nicht. Und er betrübte Kain sehr und das Angesicht fiel ein.
6 Und Gott der Herr sprach zu Kain: Warum wurdest du so übermäßig betrübt und warum fiel dein Angesicht ein?
7 Nicht wahr, wenn man richtig darbringt, aber nicht richtig teilt, sündigt man doch? Beruhige dich! Zu dir ist seine Hinwendung und du wirst über ihn herrschen.
8 Und Kain sagte zu seinem Bruder Abel: Lass uns auf das Feld gehen! Und es geschah, als sie auf dem Feld waren, dass Kain sich gegen seinen Bruder Abel erhob und ihn tötete.
9 Und Gott sagte zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Der aber sagte: Ich weiß es nicht. Bin etwa ich der Hüter meines Bruders?
10 Und Gott sagte: Was hast du gemacht? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir aus der Erde.
11 Und jetzt bist du verflucht weg von der Erde, die ihren Mund geöffnet hat, um das Blut deines Bruders aus deiner Hand aufzunehmen:
12 Denn du wirst die Erde bearbeiten und sie wird dir ihre Kraft nicht weiterhin schenken. Jammernd und zitternd wirst du auf der Erde sein."
In Teilen der orthodoxen Theologie (die ja die Septuaginta als Grundlage hat) geht es hier um die Vorschattung der Opfer im Tempelkult und das teilen bezieht sich auf das was wertvoll für den Menschen und für Gott ist (Fettteile) und den Rauch der dabei nach "oben" steigt (Früchte zu verbrennen ist ned so sinnvoll)
Ebenso ist dann die Tötung von Abel die Vorschattung der Tempelopfer - besonders des "Sündenbockes"
Und während im Tempelkult das Blut geopfert wird - fällt es hier zur Erde die dem Bauer (Kain) nicht mehr erlauben wird, dass er Früchte anbaut.
Geht man dann im Text weiter, dann sind die Nachkommen Kains ja auch keine Bauern mehr.
Veröffentlicht von: @arcangelIst für euch die Bibel das Verbalinspirierte Wort Gottes, bei dem die Wortwahl wie auch die Grammatik und der Syntax bis ins Detail vom Geist Gottes diktiert wurde, und es nur einen Wahren Text gibt.
Oder ist sie das Wort Gottes, von Gott offenbarte Wahrheit, welche die biblischen Autoren, dann in ihrer eigenen Sprache und ihrem kulturellen Verständnis in Worte gefasst haben.
Oder ist die Bibel, einfach diverse Erfahrungsberichte unterschiedlicher Menschen, und so kann die Bibel hie und da Gottes Wort enthalten.
Oder ist dieses Buch leidlich ein Sammelsurium von Plagiaten, welchen von Menschen zusammengestellt wurden um eine nationale Identität (im Falle des AT) respektive eine kirchliche Machtstruktur (im Falle des NT) aufzubauen.
Wie sieht dein Bibelverständnis aus?
Ich sehe die Bibel als ein komplexes Werk, das nicht leicht in eine der von dir vorgeschlagenen Kategorien einzuordnen ist.
Aus historischer Sicht ist die Bibel zweifellos ein Produkt ihrer Zeit und Kultur. Die verschiedenen Bücher wurden von Menschen verfasst, die in bestimmten historischen Kontexten lebten und schrieben. Daher spiegeln sie oft die Weltanschauung und das Verständnis ihrer Epoche wider.
Psychologisch betrachtet, zeigt die Bibel eine erstaunliche Einsicht in die menschliche Natur und unsere Beziehung zum Göttlichen. Sie enthält zeitlose Weisheiten und moralische Lehren, die auch heute noch relevant sind.
Als Katholik glaube ich, dass die Bibel von Gott inspiriert ist, aber nicht im Sinne eines wörtlichen Diktats. Vielmehr sehe ich sie als eine Sammlung von Texten, durch die Gott zu uns spricht, wobei die menschlichen Autoren ihre eigenen Erfahrungen, ihr kulturelles Verständnis und ihren persönlichen Stil einbrachten.
Die Idee, dass die Bibel lediglich ein Sammelsurium von Plagiaten zur Machtkonsolidierung sei, finde ich zu vereinfachend. Obwohl politische und soziale Faktoren sicherlich eine Rolle bei der Zusammenstellung des Kanons spielten, übersieht diese Sichtweise die tiefe spirituelle Bedeutung und den Einfluss, den die Bibel auf unzählige Menschen hatte und hat.
Mein persönliches Bibelverständnis liegt irgendwo zwischen deiner zweiten und dritten Option. Ich sehe die Bibel als eine Sammlung von Texten, die göttlich inspirierte Wahrheiten enthalten, aber durch menschliche Erfahrungen und Verständnis gefiltert wurden. Sie ist für mich eine Quelle der Weisheit und spirituellen Führung, die jedoch immer im Kontext ihrer Entstehung und mit kritischem Denken betrachtet werden sollte.
Was denkst du darüber? Ich bin sehr gespannt auf deine Gedanken zu diesem Thema.
Ich denke das die Autoren der Bibel Kinder ihrer Zeit waren, und kulturell und wissenschaftlich auf der Höhe ihrer Zeitgenossen. Ich denke auch das die Autoren der Bibel andere Bücher gelesen haben und sich mit anderen Religionen ausgekannt haben, und das der Einfluss auf ihr Werk hatte.
Gott hat sich und seine Sicht und seine Werte den Autoren offenbart, dabei war sich Gott durchaus bewusst seine Offenbarung in dem jeweiligen kulturellen Kontext interpretiert und weiter gegeben wurde.
Um die Bibel in ihrer Tiefe zu verstehen, müssen wir deshalb den kulturellen und wissenschaftlichen Kontext der Autoren kennen, aber gleichzeitig bin ich der Meinung, des Gottes Offenbarung so einfach und klar in der Bibel zu finden ist, das diesen Kontext nicht braucht um Gott zu finden und seinen Willen zu tun.
Veröffentlicht von: @arcangelOder ist sie das Wort Gottes, von Gott offenbarte Wahrheit, welche die biblischen Autoren, dann in ihrer eigenen Sprache und ihrem kulturellen Verständnis in Worte gefasst haben.
Oder ist die Bibel, einfach diverse Erfahrungsberichte unterschiedlicher Menschen, und so kann die Bibel hie und da Gottes Wort enthalten.
In deinen Formulierungen finde ich mein Bibelverständnis irgendwo zwischen den beiden zitierten Kategorien wieder.
Meine Kirche (EKD) bietet die Formulierungen "Gottes Wort in Menschenwort" und "eine Sammlung von Glaubenszeugnissen" an. Das gibt auch mein Bibelverständnis gut wieder.
Ich denke, Nr. 3 trifft kommt meinem Bibelverständnis am nächsten.
Es gibt durchaus Passagen in der Bibel dessen Autorität ich mehr anzweifle als andere. Das kann verschiedene Gründe haben; unbekannte Autoren, widersprüchliche Ausführungen, schlechte bis falsche Argumentationen. Eine Aussage über die ganze Bibel zu fällen ist daher schwierig bis unmöglich. Die Bibel besteht immerhin aus diversen Büchern aus verschiedenen Zeiten.
@lhoovpee Ehrlich gesagt zweifele ich sehr daran, dass die Offenbarung in die Bibel gehört.
Ich halte sie für den überflüssigsten Text der Bibel, der schon viel Unheil angerichte hat.
WQobei wir hier auch wieder bei der Frage landen, was wirklichkeit ist - etwas, was sich aus sich selbst und dann für jeden gleichermaßen ergibt, oder das, was wir vor dem Hintergrund unserer Verständnismöglichkeiten und Lebenserfahrungen dafür halten.
Die "Wirkkungsgeschichte" der "Offenbarung" zeigt die Macht der Vorstellung/Interpretation. Da verpufft jeder Hinweis darauf, dass hier keine Wirklichkeit berichtet wird, in Staub.
Da verpufft jeder Hinweis darauf, dass hier keine Wirklichkeit berichtet wird, in Staub.
Ob die Offenbarung Wirklichkeit berichtet, hängt halt stark davon ab, wie man sie liest. Die Sendschreiben beschreibt stereotypische Gemeindeprobleme, in dem sie sich an existierende Gemeinden richtet.
Doch dann beginnen die Probleme, welche Berichte beschreiben die Gegenwart oder sogar Vergangenheit, welche Stellen beschreiben zukünftiges. Hier kommt man nicht weiter, wenn man die apokalyptische Literatur des AT und der zeitgenössischen Literatur nicht kennt.
Ich hatte in meinen Beitrag ursprünglich Beispiele aufgeführt, die ich dann aber wieder gelöscht habe, da ich dachte, dass das zu sehr OT werden kann. Die Offenbarung war Teil der Beispiele. Ich habe bis her keine gute Frucht gesehen, die von diesem Buch ausgegangen ist. Ich kenne Menschen, die sich aufgrund der Offenbarung verrückt gemacht haben. Ich kenne Menschen, die aufgrund der Offenbarung andere Menschen verteufelt haben. Ich kenne Menschen, die die Offenbarung nutzen, um Verschwörungstheorien zu verbreiten. Was ich nicht kenne: Jemanden, der aus der Offenbarung etwas gutes hervorgebracht hätte. Hinzu kommt der ewige Drang von Christen die Offenbarung auf die aktuelle Zeit hin zu deuten. Schon seit 2000 Jahre geht das schief. Ich denke da wird sich auch nicht viel dran ändern.
Was ich nicht kenne: Jemanden, der aus der Offenbarung etwas gutes hervorgebracht hätte.
Jetzt kennst du schon mal eine: mich 😊
Ich find das Buch auch an manchen Stellen schwer zugänglich, Johannes hat so gut es ging, versucht zu beschreiben, was er gesehen hat. Ich glaub mich einen Blick auf Endzeit und Ewigkeit werfen lassen würde, hätte ich auch Probleme es zu beschreiben. Und ich bin ziemlich sicher, Gott hat diese Visionen nicht offenbar gemacht, damit wir einander mit Gericht drohen. Aber da kann das Buch ja nichts für 😊
Ich find vieles daraus absolut faszinierend, tröstlich und lehrreich.
🙂 und dann gibt es noch diejenigen, die glauben, dass bis auf die letzten beiden Kapitel alles bereits geschehen ist und noch geschehen wird.
und dann gibt es noch diejenigen, die glauben, dass bis auf die letzten beiden Kapitel alles bereits geschehen ist und noch geschehen wird.
Naja. Es gibt auch Leute, die glauben dass Jesus Christus nicht gestorben ist, sondern nach Indien floh, um dort eine Sekte zu gründen 😀 Natürlich fordert so ein schwer zugängliches Buch wilde Theorien heraus.
Von Sektengründung war da sciw keine Rede - die Sekte die das propagiert gehört zum Islam (also ungefähr so wie die Zeugen Jehovas zum Christentum …).
und dann gibt es noch diejenigen, die glauben, dass bis auf die letzten beiden Kapitel alles bereits geschehen ist und noch geschehen wird.
Das ist doch normal, oder? Oder meinst du eine Auslegung, die meint, dass das alles wörtlich so passieren wird (also irgendwann ein siebenköpfiges Monster dem Ozean entsteigt)?
Es gibt Auslegungen, die diese Aussagen auf Rom und die ersten Christenverfolgungen beziehen.
Ich lese die Offenbarung nach dem Prinzip "already but not yet" analog zu vielen anderen Themen z.B: Wir sind bereits gerettet, aber die Rettung ist etwas, was noch auf uns wartet, wir sind bereits heilig, aber die Heiligung steht uns noch bevor.
Es ist auch ein Thema, das sich in vielen Prophezeiungen wiederfindet. So haben viele Prophezeiungen im AT eine Unmittelbare und eine Heilsgeschichtliche Dimension.
So verstehe ich die Offenbarung so, dass sie das Unmittelbare beschrieben hat und gleichzeitig das zukünftige vorhergesagt hat.
So verstehe ich die Offenbarung so, dass sie das Unmittelbare beschrieben hat und gleichzeitig das zukünftige vorhergesagt hat.
Dann bist du auch einer von denen, die das alles für noch Zukünftiges halten (nur dass du eben auch Bezüge zur Gegenwart des Verfassers siehst). Dann ist der Unterschied zwischen uns nicht allzu groß … denn ich denke, dass über die reine Vorhersage hinaus das Buch auch hilfreich, ist die jeweilige Gegenwart zu verstehen (etwa: Welcher Herrscher zeigt Züge des Tiers, welche Kirche ähnelt der Hure Babylon?).
Jetzt kennst du schon mal eine: mich 😊
Von "kennen" würde ich bei einem Internetforum nicht sprechen; mal ganz davon ab, dass ich nicht weiß was du aus der Offenbarung hervorgebracht hast.
Von "kennen" würde ich bei einem Internetforum nicht sprechen; mal ganz davon ab, dass ich nicht weiß was du aus der Offenbarung hervorgebracht hast.
🙄
Du kannst jetzt einfach mit der Behauptung aufhören:
Was ich nicht kenne: Jemanden, der aus der Offenbarung etwas gutes hervorgebracht hätte.
Denn es gibt mich und was mir die Offenbarung bedeutet, hab ich hier auch thematsierit.
Denn es gibt mich
Vielleicht solltest du dich nicht alt so wichtig nehmen.
was mir die Offenbarung bedeutet,
Ich habe nicht über die Bedeutung geredet, sondern über das Hervorgebrachte, also die realen Auswirkungen auf das Leben von Menschen. Und nein, wie sich die Offenbarung in dein Leben auswirkt, weiß ich nicht. Es wäre auch nur eine Anekdote, die ich im Internet lese und in keiner Weise prüfen kann. Für meine Meinungsbildung also eher irrelevant.
Vielleicht solltest du dich nicht alt so wichtig nehmen.
Warum so garstig?
Ich nehme mich nicht "wichtig". Ich setze Dich nur davon in Kenntnis, dass es sehr wohl Menschen gibt, die aus der Offenbarung was Gutes rauszuziehen können.
Aber wenn Dir das jetzt Grund zum motschgern, anstatt zur Freude gibt, weiß ich auch nicht weiter.
Warum so garstig?
Wie man in den Wald hinein ruft...
Wenn mir jemand vorschreiben will, was ich zu behaupten habe, werde ich da sicher nicht Freudensprünge machen. Zumal dein Beitrag vorher inhaltlich auch nicht sehr viel zu bieten hatte, außer ein paar Allgemeinplätze.
Tut mir leid, wenn du dir da anders erhofft hast. Musst du mit leben.
@lhoovpe
Tut mir leid, wenn du dir da anders erhofft hast. Musst du mit leben.
Entschuldige dich bitte nur, wenn es dir auch wirklich leid tut. Alles andere ist uunglaubwürdig.
Warum es für dich so schlimm ist, wenn jemand mit der Offenbarung etwas anfangen kann, bleibt dann wohl ein Geheimnis.
Da ansonsten inhaltlich von dir nichts mehr zu kommen scheint, gehe ich jetzt ne Runde in mein Kissen weinen
Warum es für dich so schlimm ist, wenn jemand mit der Offenbarung etwas anfangen kann, bleibt dann wohl ein Geheimnis.
Dagegen habe ich nie etwas gesagt. Was deine Meinung und Empfindung ist hast du gesagt und das ist ok.
Aber hör einfach auf mir zu sagen, was ich zu Behaupten haben oder vorzugeben, wen ich kennen würde.
Warum es für dich so schlimm ist, wenn jemand mit der Offenbarung etwas anfangen kann, bleibt dann wohl ein Geheimnis.
Also nach meiner Erinnerung ging es nicht um die Behauptung, dass die Offenbarung dir was bedeutet, sondern dass du da was Positives daraus hervorgebracht hat. Also etwas, was Anderen hilft. Beispielsweise eine Hilfsaktion für verfolgte Christgen (mein Beispiel, ich hoffe das ist für lhoovpe ok).
Jedenfalls habt ihr am Ende erkennbar aneinander vorbei geredet.
In der Offenbarung steckt eine große Kraft: Die Hoffnung. In der heutigen Welt gibt es Bedrohungen, Dinge, die das Leben zerstören. Aber bei all dieser Zerstörung bezieht sich die Offenbarung auf das Werk Gottes, das die Menschen beschützt. Gott verlässt diese Welt nicht. Am Ende der Offenbarung sind diese tröstenden Worte zu hören: Gott wird jede Träne aus ihren Augen wegnehmen und der Tod wird nicht mehr geben, kein Kummer, kein Weinen, kein Schmerz wird mehr geben, weil die Vergangenheit verschwunden ist. (Off. 21.4).
Du muss erkennen, dass die meisten Menschen auf der Erde weiterleben. Dass die Erde nicht zerstört ist. Wenn zu Katastrophen oder Kriege kommt diese beschränkt sind.
Alle Menschen die Gewalt und Zerstörungen produzieren werden vernichtet. Die Geschichtsschreibung ist voll davon.
Die Apokalypse erzählt uns genau über diese Zerstörungen und die gerechte Verurteilung der Schuldigen. Gott lässt einiges Leiden zu damit die Schuldigen vernichtet werden. Die Unschuldigen die unter der Gewalt der Schuldigen leiden, werden von Gott belohnt.
Generell sagt uns die Offenbarung, dass Gott nur ein drittel des Ganzen(Mensch und Natur) zerstört zu werden, erlaubt. Diese Aussage ist bis heute eingehalten.
"Alle Menschen die Gewalt und Zerstörungen produzieren werden vernichtet"
Seh ich nicht.
"Gott lässt einiges Leiden zu damit die Schuldigen vernichtet werden."
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn ich nicht davon ausginge, dass Du glaubst, was Du schreibst, würde ich denken, Du gehörst zur 5. Kolonne und sabotierst den Glauben von innen aus.
"dass Gott nur ein drittel des Ganzen(Mensch und Natur) zerstört zu werden, erlaubt"
Nur ein Drittel? Na, dann können wir uns beruhigt wieder schlafen legen.
Jeder hat eine andere Vorstellung des Glaubens. Ein gesunder Dialog kann Missverständnisse herausfiltern.
Ich nenne dir einige ganz große die Gewalt und Zerstörung gebracht haben. Hitler, Stalin, Muammar al-Gaddafi. Saddam Hussein, Osmanen, Alexander der Große.... Alle sind vernichtet worden.
Damit die Schuldigen vernichtet werden, müssten unzählige Unschuldige sterben. Das geschieht heute bei den Kriegen in Ukraine und Gaza. Ein Befreiungskampf fordert zivile Opfer die unschuldig sterben müssen. Gott wird diese Menschen belohnen, dieses steht in der Offenbarung. Und das sollte gerecht sein und ist auch gerecht. Alle demokratische Länder besonders Deutschland arbeiten für die Gerechtigkeit und verurteilen jeder Art von Gewalt. Und der Gewalttäter wird hier bestraft.
Wie ist der Hitler besiegt worden? Durch den Einsatz der Alliierten wurden die SS vernichtet dabei sind aber tausende Unschuldige Menschen gestorben. Was wird aus diesen unschuldig gestorbenen Menschen? Wenn wir als Menschen an ein Leben nach dem Tod glauben, was glauben wir dann, dass es mit diesen Menschen geschieht?
Die Offenbarung ist voll von symbolischen Darstellungen und Äußerungen. Das ein drittel des Ganzen... gibt uns Hinweis, dass Gott die totale Vernichtung der Erde nicht will. Gott ist viel stärker wie der Teufel. Gott gibt uns Hoffnung, dass es niemals zu einer Zerstörung der Erde kommt, bevor ER diese Entscheidung getroffen hat.
Der Glaube muss nicht nur von innen kommen. Wichtig sind die Ergebnisse im Leben die man - durch die richtige Benützung des was von der inneren Welt des Menschen herauskommt - hervorbringt.
Schönen Tag wünsche ich Dir.
Durch den Einsatz der Alliierten wurden die SS vernichtet
Die SS bestand aus Totenkopf-SS (die in den KZ »arbeitete«) und Waffen-SS (wobei Manche auch zwischen beiden Abteilungen wechselten). Die Waffen-SS war zwar nicht unwichtig (eine besonders grausame Elitearmee), aber schon rein zahlenmäßig militärisch weniger wichtig als die Wehrmacht.
Das ein drittel des Ganzen... gibt uns Hinweis, dass Gott die totale Vernichtung der Erde nicht will.
Na ja, am Ende wird die Erde und das gesamte Universum beiseitegeräumt (Of 20,11) und schließlich ein neues Universum erschaffen (Of 21,1).
Das ist interessant, ich persönlich sehe eine riesige Spannung zwischen der Verbalinspiration und einem Bibelverständnis, welches von einem menschlich subjektiven Standpunkt einbezieht.
Wie löst du das auf?
Gar nicht. Ich kann damit leben, dass ich manche Dinge nicht verstehe und/oder nicht weiß. Gott hat bisher alles in seiner Hand gehabt und hat es auch weiterhin.
Ich habe zwei Modi, in denen ich die Bibel lese. Einmal für mich persönlich, dort halte ich es wie du, und die Bibel spricht in mein Leben hinein, manchmal komplett ausserhalb des Kontexts. Aber der andere Modus ist der "professionelle", den wende ich, an wen ich die Bibel studiere oder Predigten vorbereite, hier muss ich mit Fragen der Hermeneutik und des Textverständnisses beschäftigen. Denn, wenn ich über einen Text predige, darf ich nicht darüber hinaus gehen, was der Text selbst sagt. Ich darf in einer Predigt sagen, was dieser Text in mir auslöst, aber ich darf nichts in den Text hineinlesen, was so nicht dasteht und wie es die Autoren verstanden haben.
Bibellesen für die persönliche Beziehungspflege ist etwas anderes als Bibelstudium und daraus Lehren.
Der Unterschied liegt darin, dass bei der persönlichen Bibellese die Bibel freier ist, was der Text zu mir zu sagen hat. Und so kann ich gut damit leben, dass der gleiche Text dir persönlich etwas anderes sagt als mir. In dem Sinne ist die Bibel frei und der gleiche Text kann unterschiedlichen Leuten sehr persönlich und individuell ins Leben reden.
Es wird dann aber zu einem Problem, wen diese persönliche Offenbarung (vor allem dann, wenn sie Text fremd ist) zu einer Lehrmeinung formuliert und als allgemeingültig erklärt.
Zum Beispiel die ganzen Stellen in der Bibel, die vor Alkoholkonsum warnen. Dies kann für ein Indium durchaus richtig und wahr sein, es auf sich selbst anzuwenden. Wenn nun aber ein Lehrer, der diese Überzeugung hat, hingeht und all diese Warnungen benutzt, um eine Lehre aufzubauen, dann wird er dem Wort Gottes untreu, denn es gibt viele Stellen im AT und im NT, welche Alkoholkonsum mit Segen gleichstellen. Alkoholkonsum ist sogar Teil des Gemeinschaftsmahles im Tempel.
Dies ist nur ein Beispiel.
*hm* Nun ja, ein "Lehrer" geht ja auch nur hin und spricht von dem, was er verstanden hat. *denk* Niemand sollte aus seinem Verständnis eine Forderung, ein Dogma oder eine Lehre machen, ganz egal, ob "Privatperson" (Gläubiger) oder "Lehrer" (auch nur ein Gläubiger). Vor Gott sind alle gleich. Einige tragen mehr Verantwortung durch ihre Gaben. Anderen Gaben gegenüber ist es einfach eher "nur" eine andere Verantwortung. Ich finde das ganze Denken um "ich bin Theologe" oder "ich bin Lehrer" viel zu überbewertet (was ich oft so höre oder lese, da ist auch viel Wichtigtuerei mit bei - uii, reimt sich 😀 ).
*denk* Niemand sollte aus seinem Verständnis eine Forderung, ein Dogma oder eine Lehre machen, ganz egal, ob "Privatperson" (Gläubiger) oder "Lehrer" (auch nur ein Gläubiger).
Genau was ich sage, nur ist es halt oft für einen Menschen nicht so einfach, dass was man für sich persönlich als Richtig erachtet von dem zu trennen, was die Schrift sagt.
Und was einen "Lehrer" und einen "Privatperson" ist die Verantwortung, auf einer Kanzel habe ich eine andere Verantwortung als bei Kirchenkaffee und Kuchen.
Wenn ich in kleiner Runde mal einen Blödsinn verzapf, was ja durchaus in erschreckender Häufigkeit vorkommt, ist es halt einfacher darauf zu reagieren und korrigiert zu werden, als wenn ich einen Blödsinn von der Kanzel posaune.
Und was einen "Lehrer" und einen "Privatperson" ist die Verantwortung, auf einer Kanzel habe ich eine andere Verantwortung als bei Kirchenkaffee und Kuchen.
Ja, natürlich, eine andere Verantwortung ob der Gabe, dennoch gelten für alle die gleichen Regeln vor Gott und von Gott.
@arcangel hi,
Ich glaube man kann das nicht Pauschal sagen, weil die Bibel ja Einzelbücher sind.
Es stand überall der Heilige Geist als treibende Kraft dahinter, und man kann Christus dem Wort Gottes, darin Begegnen.
Aber es gibt Passagen wo wörtliche Inspiration niedergeschrieben wurde, aber auch sehr viel subjektive Geschichts und Erfahrungsberichte oder Gebete, Lieder.
Vom Prinzip her aber, Jesus ist das Wort Gottes und die Schriften Zeugen von Ihm. Die Bibel als Büchersammlung ist nicht eine Personifizierung in Büchergestalt.
Das denke ich, ich möge mich irren können.
@arcangel hi, ja da hast du Recht. Diese Frage steht zusammen mit der Einheit des Christentums.
Ich glaube deshalb daran das Gott etwas in die Welt gesetzt hat, was die "Einheit" definiert und ...es auslegt.
Hinweis:
was nimmt man als autoritär an
Du meinst: »was nimmt man als autoritativ an«
Bedeutungen von autoritär:
1.
- totalitär, diktatorisch
-
unbedingten Gehorsam fordernd
2. (veraltend)
- auf Autorität beruhend
-
mit Autorität ausgestattet
Synonyme zu autoritär:
antidemokratisch, befehlerisch, diktatorisch, herrisch
(Quelle: Duden)
Autoritär / Normativ / Wahr, 🙂 pick one.
Joh 14,6 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater ausser durch mich.
1Kor 11,15 14 Lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für den Mann eine Schande, für die Frau aber eine Ehre ist, lange Haare zu tragen? Denn der Frau ist das Haar als Hülle gegeben.
Welche dieser Stellen haben heute noch einen autoritären normativen Charakter und warum. Ehrliche Theologie muss begründen können, warum die eine Stelle auch heute noch unverändert gilt, respektive warum dieses Argument der Natur für uns heute keine Relevanz mehr hat.
Autoritär / Normativ / Wahr
Wie gesagt: Das ist eine veraltende Bedeutung von »autoritär«, die für mein Sprachempfinden schon veraltet (also falsch) ist.
Welche dieser Stellen haben heute noch einen autoritären normativen Charakter und warum. Ehrliche Theologie muss begründen können, warum die eine Stelle auch heute noch unverändert gilt, respektive warum dieses Argument der Natur für uns heute keine Relevanz mehr hat.
Ist etwas komplizierter als du es darstellst, denn es kommt ja noch hinzu, wie man den Text auslegt.
- Paulus im Kampf gegen den Schleier - da argumentiert Th. Schirrmacher, dass 1.Kor 11,14-15 keine Frage, sondern eine Aussage ist (»Die Natur lehrt euch nicht, dass …«). Auch wenn ich ihn schätze, muss ich doch gestehen, dass mich seine Argumentation in diesem Aufsatz nicht überzeugt hat.
- Die NGÜ übersetzt » Lehrt euch nicht schon euer natürliches Empfinden …« und hat zwar eine andere Deutung (sowie den wörtlichen Text) in der Fußnote, aber der Text deutet »Natur« eben als »natürliches« Empfinden der Korinther, das natürlich kulturell geprägt ist.
Wenn man den Text so deutet, stellt sich die Frage nicht, ob 1.Kor 11,14f normativ ist oder nicht …
Ist etwas komplizierter als du es darstellst, denn es kommt ja noch hinzu, wie man den Text auslegt.
Das Argument der Natur wurde ja von Paulus nicht im luftleeren Raum gebracht. Medizinische Texte aus der damaligen Zeit legen nahe, dass Haare ein Teil der Genitalien sind und dazu da sind Samen zu transportieren.
Für die detaillierte Argumentation kann ich dir diesen Podcast empfehlen.
Oder das Transkript hier, Seite 7-9 sind die entscheidenden Argumente.
Nach Ansicht dieser medizinischen Autoren haben Männer mehr Haare, weil sie
mehr Samen haben und ihr heißerer Körper diesen Samen leichter durch den ganzen Körper schäumt
durch ihren ganzen Körper (Hippokrates, Nat. puer. 20). Die Natur
(φύσις) des Mannes ist es, das Sperma freizusetzen oder auszustoßen. Beim Geschlechtsverkehr muss das Sperma
auf seinem Weg vom männlichen Gehirn zum Genitalbereich alle hohlen Haare ausfüllen
Genitalbereich füllen (Aristoteles, Probi. 893b. 10-17). Daher haben Männer Haarwuchs auf ihrem
Gesicht, Brust und Bauch. Ein Mann mit Haaren auf dem Rücken kehrt die übliche
Position des Geschlechtsverkehrs. Ein Mann mit langen Haaren behält einen Großteil oder die Gesamtheit seines
Sperma, und sein langes, hohles Haar zieht das Sperma in Richtung seines Kopfbereichs, aber
weg von seinem Genitalbereich, wo er eigentlich ausgestoßen werden sollte. Deshalb sagt 1 Kor
11:14 richtig fest, dass es für einen Mann eine Schande ist, lange Haare zu haben, da
die männliche Natur (φύσις) darauf ausgerichtet ist, den Samen auszustoßen, anstatt ihn zurückzuhalten.
Im Gegensatz dazu besteht die Natur (φύσις) der Frau darin, das Sperma aufzusaugen und
zu einem Fötus zu erstarren (Hippokrates, Genit. 5; Nat. puer. 12). Der Körper der Frau
Körper der Frau ist einfach eine riesige Drüse, und die Funktion der Drüsen ist es, zu absorbieren
(Hippokrates, Gland. 3)Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Schließlich erklärt diese Auffassung von Haar, warum vorpubertäre Mädchen nicht
den Schleier tragen mussten, während erwachsene Frauen dies taten. Vor der Pubertät ist ein
das Haar eines Mädchens kein funktionierendes Genital und unterscheidet sich nicht von dem eines Jungen.
Haar. Nach der Pubertät ändert sich diese Situation jedoch. Tertullian zieht eine
Analogie zwischen vorpubertären Kindern und Adam und Eva, die nackt waren
nackt waren, bevor sie sich der genitalen Differenzierung bewusst wurden. Danach
merkt Tertullian an: "Sie kennzeichneten jeweils die Intelligenz ihres eigenen Geschlechts
Geschlecht durch eine Bedeckung" (Virg. 11 [ANF 4:34]). In Anbetracht des Wachstums der Schamhaare
der Schamhaare zur Bedeckung des weiblichen Schamhügels ermahnt Tertullian: "Diejenigen, deren untere
Teile nicht entblößt sind, soll auch ihr Oberteil bedecken" (Virg. 12 [ANF
4:35]). Tertullians Analogie und Ermahnung gehen davon aus, dass das Haar zu einem
Genitalien einer jungen Frau in der Pubertät zu einem funktionierenden Teil
wie die Hoden in der Pubertät als Teil der männlichen Genitalien zu funktionieren beginnen und
die Verbreitung des Samens zu erleichtern. Vorpubertäre Mädchen müssen daher
ihr Haar nicht bedecken, aber junge Frauen in der Pubertät sollten es tun, und Tertullian
Tertullian empfiehlt, dass der Umfang des Schleiers "mit dem Raum
der von den Haaren bedeckt wird, wenn sie nicht gebunden sind" (Virg. 17 [ANF 4:37])Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Dieses Argument der Natur ist heute natürlich vollkommen überholt.
Veröffentlicht von: @arcangelDieses Argument der Natur ist heute natürlich vollkommen überholt.
Aber nicht uninteressant. Wobei ich über die Stelle mit dem Sperma, das den weiten Weg vom männlichen Gehirn bis zum Genital zurücklegen muss, schon etwas schmunzeln musste ...
Nein uninteressant ist es auf jedenfall nicht. Dies ist ein kleiner Einblick über den Stand der wissenschaftlichen Erkenntniss der damalilgen Zeit. Nach dieser Argumentation, nimmt also Paulus eine wissenschaftliche Erkenntniss und macht damit eine theologische Aussage.
Die theologische Aussage ist weiterhin richtig nur Wissenschaft hat sich geändert. nun können wir unsere eigenen Schlüsse ziehen.
Für mich trifft das alles nicht richtig zu. Für mich ist die Bibel tatsächlich ein Tor zur spirituellen Welt, die jeden Leser auf eigene Weise Einlass gibt. Gott ist kein Mensch, der in ein Diktaphon gesprochen hat, und andere haben es aufgeschrieben. Aber durch Verbundenheit mit Gott haben die Autoren zum Wort Gottes beigetragen.
Ich glaube das zwar auch nicht punktgenau, aber denke, so in diese Richtung könnte es gehen.
Für mich ist die Bibel tatsächlich ein Tor zur spirituellen Welt,
Vollkommene Zustimmung. Und leider ist viel von dieser spirituellen Welt, welche die Bibel transportiert, durch Dogmatik verdrängt worden. Ich kann dir in dem Zusammenhang nur dieses Buch empfehlen, Supernatural. Oder wenn du Englisch kannst die akademische Version davon, "The Unseen Realm"
die Bibel ist für mich selbst der beste Beziehungsratgeber. Bin nicht so der Bibellehrer, und versuche mit Gottes
Hilfe, die Worte mehr "praktisch" zu leben.
Und jeder Mensch liest für mich die Bibel anders, aus seinem persönlichen Lebenshintergrund, mit seiner Prägung.
Von daher glaube ich nicht mehr Wort für Wort, aber an einen Gesamtzusammenhang.
Aber an die Schöpfung glaube ich noch.
Von daher glaube ich nicht mehr Wort für Wort, aber an einen Gesamtzusammenhang.
Ersetze Gesamtzusammenhang durch Kontext, und du hast ein super Fundament. Die verbissene Wortklauberei, die ich oft beobachte, halte ich für meistens für fehlgeleitet.
Aber an die Schöpfung glaube ich noch.
Tu ich auch, nur nicht das sie in vor 6000Jahren in 7 Tagen stattfand.
Danke, ob Gott jetzt die Erde in 7 Tagen erschaffen, oder länger..........
Gott traue ich es durchaus zu, die Erde in 7 Tagen erschaffen zu haben.
Aber was bringt es für mein heutiges Leben, darüber zu grübeln, nach zu denken......
Über etwas nach zu denken, auf das ich keinen Einfluss habe. Dinge die in der Vergangenheit
liegen kann ich nicht mehr ändern, verändern.
Oder kann ich die Zukunft ändern, verändern. Hoffe auch, das Christus wiederkommt.
Aber wann........
@hundemann grübeln ist ungesund. Aber Inhalte der Schrift für sich zu prüfen…schon nicht unwichtig?
natürlich ist beides wichtig. Prüfen, und leben. Alles hat Seine Zeit.
Und es ist doch gut, wenn manchen Christen die Gabe der Lehre haben, andere wieder
Gaben der Musik, Seelsorge usw. Das man sich da ergänzt, voneinander lernt.