Offene Ehe - Ehe einseitig Öffnen
Hallo,
ich bin 44 Jahre alt, bin 24 Jahre glücklich verheiratet und wir haben zwei Kinder.
Unsre Ehe ist sehr stark, wir sind auf Augenhöhe , Würde und Respekt Zeichen uns aus.
Leider hat mein Mann einen schweren Bandscheibenvorfall und leidet somit oft an sexuelle Dysfunktion. Mein mann hat vorgeschlagen , das wir unsere Ehe einseitig öffnen.
Wie steht ihr dazu?
Für Meinungen bin ich dankbar .
Vielen Dank 🙂
Wie steht ihr dazu?
Ich bin ja kein Christ, deshalb spielen christliche Moralvorstellungen hier für mich auch keine Rolle. Und im Grunde vertrete ich die Ansicht, dass erwachsene Menschen im gegenseitigen Einvernehmen tun und lassen können wie ihnen beliebt.
Aber auch wenn ich einen klaren Unterschied zwischen "Sex" und "Liebe" sehe, schließe ich mich den hier geäußerten Bedenken an. Denn in einer Beziehung lässt sich das nicht so klar trennen, es macht etwas mit den Beteiligten... und auch mit den Nicht-Beteiligten.
Dass auch ihr solche Bedenken habt hast du ja bereits durchblicken lassen: Es soll sichergestellt werden, dass sich niemand verliebt. Und das halte ich für illusorisch. Denn problematisch wird es nicht erst bei der großen Herzensliebe fürs Leben... es wird schon problematisch, wenn es heißt: "Können wir uns wiedersehen?".
Und das wird ja passieren. Schließlich vereinfacht es die Sache, wenn man nicht jedesmal jemand Neues suchen muss... wo sollen die auch alle herkommen? Da spart man sich doch lieber den Aufwand und greift auf jemanden zurück, dessen Telefonnummer man bereits hat und der zur Verfügung steht. Alles ohne große Gefühle, klar... nur ist da dann halt doch Intimität und Vertrautheit. Und das ist dann schon mehr, als da sein sollte.
Eure Ehe wurde unter anderen Vorzeichen und mit anderen Vorstellungen geschlossen. Sicher, Dinge ändern sich. Und es kann auch durchaus funktionieren, warum nicht?
Aber es wird sich mehr ändern als ihr im Vorfeld erwartet, weil es da viele Faktoren gibt, über die ihr keine Kontrolle habt.
Und das sollte euch dann schon klar sein.
Wie stehst du selbst denn zu dem Vorschlag deines Mannes?
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch eine Frau mit starker Libido nicht daran stirbt, wenn sie seeehr lange keinen GV mit einem Partner mehr haben kann.😉 Habe inzwischen meine "Silberscheidung" gehabt und weiß wovon ich rede.
Und es ist doch sicherlich nicht so, dass dein Mann sich dir körperlich komplett entzieht? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr, wenn ihr wollt, kreative Wege finden werdet, euer Liebesleben zu gestalten, ohne dass du mit anderen Männern schläfst.
Mich würde auch die Motivation deines Mannes interessieren, dir so einen Vorschlag zu machen. Hat er Angst, dass du sonst anfällig wirst, "richtig" fremdzugehen und ihn schließlich zu verlassen? Gibt es evtl. jemand (Nachbar, Freund, Kollege) der dir Avancen macht und in seinen Augen zu einer Bedrohung werden kann?
Oder kommen da evtl seine eigenen Wünsche ins Spiel?
Für dich persönlich fände ich es wichtig, dir klar zu werden, wie sehr du diese Art von GV meinst zu brauchen und wie du mit der Enttäuschung das nicht zu bekommen, umgehen willst.
Festhalten oder loslassen?
Solange deine Enttäuschung und dein Frust Oberhand hat (auch wenn du vielleicht versuchst ihn zu unterdrücken), vermute ich, dass dein Mann sich unsicher fühlen wird.
Und sei dir bitte im Klaren, dass die Chance, dass eine offene Ehe keine neuen Probleme verursachen wird, nicht so wahnsinnig hoch ist.
Ist die Frage, ob du/ihr das Risiko unbedingt eingehen willst/wollt?
Dass eine Ehe auch leiden kann, wenn eine der beiden Personen sexuell meist unbefriedigt ist, ist auch klar. Nur lässt sich dem in eurem Fall heute doch sicherlich durch entsprechende Hilfsmittel gegensteuern.
Ich wünsche dir Frieden und euch beiden Weisheit.
LG Goldapfel
Ich sag dir mal, was meine persönliche Ansicht dazu ist, denn nach der hast du ja gefragt 🙂
Sexualität bindet. Denn einige der Hormone, die dabei ausgeschüttet werden, sind Bindungshormone. Auch beim Stillen übrigends oder einem Kuss. Du wirst dich also in dieser und in der anderen Welt an einen zustäzlichen Mann binden. Daher musst du damit rechnen, dass die Bindung zu deinem Ehemann abflacht. Abgesehen davon, dass es ihm vermutlich viel Schmerz machen wird, wie du dich auf einen anderen Mann freust wie eine jung verliebte.
Aber ich denke, diese Gedanken hattet ihr schon selbst. Daher ein anderer Punkt:
Wenn eure Ehe sich auszeichnet durch Respekt, dann glaube ich, dass sie auch aushalten muss, wenn einer eben nicht mehr kann.
Hinzu kommt, dass die Sexualität viele Spielarten hat. Intimtiät kann viele Facetten haben und vllt ist es ja eine Idee, wenn ihr euch auf den Weg macht, diese zu erkunden. Zu schauen, was geht für euch beide und worin findet ihr euch wieder. Experimentiert. Wie kann Sexualität noch aussehen?
Die Frage ist eben, welchen Preis zahlst du? Wenn deine Ehe nachher brökelt und kaputt ist, dann stellt sich die Frage, ob es das wert war für "ein bisschen Spaß" deinen Mann, Ehe, Kinder zu opfern. Und letztendlich dich selbst.
Mir ist klar, dass ihr euch sicherlich viele tausend Gedanken dazu gemacht habt. Aber meine Gedanken hierzu wollte ich dir nicht vorenthalten. 🙂 Viel Segen und Klugheit bei deiner Entscheidungsfindung.
@schmetterling80
"Sexualität bindet. Denn einige der Hormone, die dabei ausgeschüttet werden, sind Bindungshormone."
Ganz so einfach ist es nicht. Die pure Ausführung sexueller Tätgleiten produziert keine Bindungshormone. Das findet mit und ohne Sex initial bei der einfachen Begegnung zweier Menschen statt, die sich auf den ersten Blick sympathisch sind. Das ist dann das, was normalerweise zum Sex führt, der dann diese Gegebenheit verstärkt.
Es wäre also theoretisch durchaus möglich, jahrelang mit einem Menschen Sex zu haben, ohne dasss irgeneine Bindung damit zustande kommt. Allerdings ist das Risiko nicht unbeträchtlich, dass man auch abgesehen vom Sex eine Nähe zu dem anderen Entwickelt, die dann in einer Bindung endet.
Die pure Ausführung sexueller Tätgleiten produziert keine Bindungshormone.
Doch tut sie. Aber lange nicht in der Intensität und Dauer wie wenn es an Liebe gekoppelt ist.
@schmetterling80
Können wir uns jetzt drüber streiten oder es lassen.
Jedenfalls entstehen bei den relatib anonymen "professionellen" Begegnungen keine Bindungen aus dem Akt an sich.
Anders wird e, wenn aus einer einmaligen Begegnung solcher Art häufige werden, die dann auch schon vom Ansatz her nicht einfach nur sexuelle Handlungen sind, sondern schon persönliche Beziehungsmomente mit einfließen.
Es gibt ein schönes Bühnenstück, "Das Orangensouflee", die eine langjährige Nur-Sex-Beziehung zeigt, bis einer von beiden Geburtstag hat und der andere ihm ein Orangensouflee schenken will. Sofort bricht die Beziehung auseinander, weil diese persönliche Note das ganze System unmöglich macht. Leider habe ich nicht mehr herausbekommen, wer es geschrieben hat.
Können wir uns jetzt drüber streiten oder es lassen.
Können wir. Was von beidem schlägst du vor? Hihiiii 🙂 🙂
Jedenfalls entstehen bei den relatib anonymen "professionellen" Begegnungen keine Bindungen aus dem Akt an sich.
Falls du mit Bindung meinst, dass sie ein Paar werden, DAS meine ich nicht. Sondern, dass Bindungshormone ausgeschüttet werden.
Ein Mensch kann Sex von Liebe nur dann trennen, wenn er keine Anbindung an seine eigene Gefühlswelt hat. Ansonsten geht es nicht. Sexualität greift zu tief ein ins "System Mensch". Es greift zu tief ins Herz ein und somit ins Wesen.
Auch bei Prostituierten greift es ein. Denn ganz so einfach lässt sich Seele von Körper nicht trennen. Genauso wenig Sex von Liebe. Das funktioniert nur in der Theorie.
Anders wird e, wenn aus einer einmaligen Begegnung solcher Art häufige werden, die dann auch schon vom Ansatz her nicht einfach nur sexuelle Handlungen sind, sondern schon persönliche Beziehungsmomente mit einfließen.
DAS sowieso. Da wirken die Hormone länger und intensiver. Sie halten länger an.
@queequeg Sorry, aber ich bin hier ziemlich aud @schmetterling80's Seite.
Und natürlich spreche ich wieder aus eigener Erfahrung.
Mit der Sexualität ist es wie mit einem scharfen Schwert. Richtig eingesetzt ist es eine effiziente und elegante Waffe, die ohne größere Schwierigkeit ein langer Wegbegleiter sein wird.
Haust Du Dein Schwert aber zu oft gegen Tontöpfe, schmeißt es ins Wasser, rammst es in die Erde oder haust es gegen Steine zahlt die Klinge einen Preis dafür; sie wird stumpf, schartig, rostig oder bricht gar entzwei. Ein solch Schwert wird niemanden mehr im Kampfe bezwingen.
Wenn Du mit jemandem Sex hast ohne Liebe für diese Person zu empfinden wird auch Dein Sex stumpf. Denn dann wirst Du auch dann nicht mehr leidenschaftlich lieben und Sex haben können wenn Du es Dir wünscht.
Und ohne den Waffenschmied wird sich dass dann auch nicht mehr ändern.
Was Du nicht so weißt. Kann ich nicht bestätigen.
Ich käme auch nicht auf die Idee, Sexualität mit einem Schwert zu vergleichen, dann schon eher mit einem Gedicht, das etwas sagen kann für das es naturalistische Worte nicht gibt.
@queequeg Ich habe neulich mal gehört, wie jemand die Metapher benutzte: "das Leben umarmen". Das hat mich so eigenartig berührt, weil es extrem geschickt in den Kontext eingebettet war. So respektvoll.
Ja, ein schöner Satz. Erinnert mich an ein Zitat, das Dag Hammarskjöld gebraucht hat:
»Leben, du umarmendes, reiches, warmes gesegnetes Wort.«
Es ist aus seinem sehr mepfehlenswerten Büchlein "Zeichen am Weg".
@queequeg Sorry, ich kenn mich mit Schwertern besser aus als mit Lyrik.
Aber in einer Sache muss ich Dir widersprechen. Ich weiß es. Weil ich es erlebt habe.
I've been there, I've done that, and got the scars...
Tja, ich schreibe auch vor dem Hintergrund des Selbsterlebten und nun?
Sexualität war für immer eine wunderschöne Art der Kommunikation und hatte mit Schwerter oder Kampf so gar nichts zu tun.
@queequeg Na, wenn Du in meiner Welt leben müsstest wäre es ja auch nicht mehr meine Welt sondern Deine. Ebenso wäre es wenn ich in Deiner Welt leben müsste; dann wäre Deine Welt nicht mehr Deine sondern meine. 😉
@queequeg Wer will Dich verdrängen?
Es ist ja nicht so, dass ich Deine Sicht der Dinge nicht verstehen, respektieren und wertschätzen würde. Ich seh die Dinge halt nur ein Stück weit aus einer anderen Perspektive, mehr nicht. 😉
Eben. Wir alle kennen die Wahrheit nur bruchstückhaft.
Kommen wir zum Vergleich zurück.
Ja, Du würdest Sex mit einem Gedicht vergleichen. Ich mit einem Schwert.
Das liegt daran, dass wir evenutell grundverschiedene Interessen haben. Du magst Lyrik und Poesie lieben, da ist nichts falsches dran. Und wenn Du einen Vergleich anstellen würdest würdest Du wahrscheinlich auf Dein Wissen der Lyrik und Poesie zurückgreifen. Ist nicht falsch.
Ich liebe Schwerter, Rüstungen, und dergleichen. Daher greife ich natürlich beim Ziehen eines Vergleiches auf mein Wissen über Schwerter und Rüstungen zurück.
Ein anderer mag Autos lieben und beim Ziehen eines Vergleiches vielleicht die Funktionsweise eines Motors oder dergleichen hernehmen.
Wieder ein anderer mag vielleicht Fußball und würde das Thema mit Fußballtraining vergleichen.
Vergleiche sind ja hier nur Stilmittel. Zu manchen mögen diese Vergleiche anders sprechen als zu anderen. Hinter dem Punkt, den ich durch den Vergleich machen wollte, stehe ich voll und ganz, denn aus meiner Erfahrung ist er wahr.
Für jemanden anderen mag er aus seiner Erfahrung unwahr sein, das ist durchaus möglich, Erfahrungen sind verschieden (und das ist auch gut so).
Aber ich kann ja schlecht auf die Erfahrungen eines anderen zurückgreifen, oder?
Soweit, so gut. Nur macht Du ja mit Deinen Vergleichen Sachaussagen: Eine Sexualität, die zu oft mit zu viel verschiedenen Menschen ausgeübt wird, wird "stumpf". Und das ist schlicht so nicht richtig.
Es gibt zwar Menschen, bei denen das zutrifft. Aber das ist bei ihnen ein Persönlichkeitsmerkmal in allen Lebensbereichen. Sie brauchen immer neue Stimulation für alles Mögliche und in immer krasserer Ausprägung. Primär ist bei ihnen dann auch nicht ein besonders ausgeprägter oder seltsamer sexueller Trieb, sondern ein triebhaftes Erleben aufregender Situationen. Hier steht also nicht Testosteron im Vordergrund sondern Adrenalin.
Diese Gruppe ist keinesfalls maßstabgebend für Leute mit weitschweifendem Sexualleben. Das kannst moralisch verwerflich finden, wenn Du willst, aber nicht hiermit vergleichen.
@queequeg Und genau hier fühle ich mich tatsächlich ein bissel missverstanden und bin dankbar dafür, die Chance zu haben, das vielleicht etwas zu präzisieren:
Veröffentlicht von: @queequegSoweit, so gut. Nur macht Du ja mit Deinen Vergleichen Sachaussagen: Eine Sexualität, die zu oft mit zu viel verschiedenen Menschen ausgeübt wird, wird "stumpf". Und das ist schlicht so nicht richtig.
Das ist auch nicht das, was ich gesagt habe, oder zu sagen beabsichtigte. Was ich sagen will, ist, dass die Stumpfheit dann eintritt, wenn man Sexualität von Liebe trennt, oder anders gesagt: Mit jemandem Sex hat ohne das Liebe im Spiel ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es mehrere Sexualpartner sind oder immer der gleiche.
Gut, aber auch hier gilt: Es mag Deine Erfahrung sein. Die gilt aber nicht für jeden Menschen, in jeder Situation, überall auf der Welt und zu jeder Zeit.
Ich kenne andere Erfahrungen, woebi ich natürlich sowenig wie Du in den Kofp der Leute sehen kann. Aber soweit man das überhaupt bei einem anderen Menschen mutmaßen kann, ist mir niemand belennt, der Deine Erfahrung bestätigen würde.
Auch an euch beide (und den Rest hier) die bitte freundlich zu bleiben. Erfahrungen anderer stehen zu lassen und eigene Meinungen und Erfahrungen nicht zu verallgemeinern.
Danke! (und noch ist hier nichts daneben. Ich möchte nur vorbeugen)
Queequeq sieht es eben anders und ich fand seine Beiträge hier sehr hilfreich und weise.
Warum willst du unbedingt deine Erkenntnis ihm überstülpen?
Ich zb tu mich auch sehr schwer, Sex mit einer Waffe zu vergleichen, die eigentlich dazu gedacht ist zu töten bzw sich zu verteidigen. Ich würde da andere Begriffe wählen. Und ich fände es super, wenn du dann nicht drüber walzt 😉
@tristesse Ja gut, aber sind wir mal ehrlich: Reden wir hier jetzt nur darüber, ob der Begriff des Schwertes angemessen ist oder nicht, ohne den tieferen Sinn dahinter aufzugreifen?
Der Punkt ist ja, dass die Abstumpfung stattfindet und diese Person eben dann Probleme haben könnte, mit einem tatsächlichen Liebespartner leidenschaftlichen Sex zu haben.
Und jetzt kann man natürlich stundenlang darüber argumentieren, ob der Begriff des Schwertes für den Vergleich angemessen ist - der tatsächliche Punkt dahinter steht.
ich hätte da eine etwas off topic Frage:
In welchem Sinne oder welcher Bedeutung verwendest du diese Redewendung?
aber sind wir mal ehrlich
Ich selbst verwende sie gar nicht und habe sie auch noch nicht in irgendeinem Redensartenindex erklärt gefunden. Da ist ein weißer Fleck in meiner Sprachschatzlandkarte.
@deborah71 Uhhh, das triggert mich jetzt, weil eigentlich habe ich eine Redewendung benutzt, die ich gar nicht mal mag. Da haste mich eiskalt erwischt.
Dieses "sind wir mal ehrlich", bzw. "Ehrlich gesagt". Wieso hat sich dass in die deutsche Sprache (und auch in meine eigene Rede) eigentlich eingebürgert? Insinuieren wir dadurch nicht sogar, dass wir von Grund auf ehrlich sind?
Auf der anderen Seite: Welchem Zweck dient dieses "Ehrlich gesagt" oder "um ehrlich zu sein"?
Nehmen wir mal an, ich treffe einen Kollegen in der Cafeteria meines Arbeitgebers und möchte ihn zu einem Kaffee einladen. Er setzt sich zu mir an den Tisch und sagt dann aber:
"Ehrlich gesagt trinke ich lieber Tee!"
Ich möchte fast aufschreien: "DANKE FÜR DEINE EHRLICHKEIT IM ANGESICHT DER GEFAHR! Ich hätte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können, wenn Du jetzt hier selbstverleumderisch Kaffee gesoffen hättest und danach im Klo erst mal übelst gekübelt hättest, nur damit ich Dich für einen kaffeevernichtenden harten Kerl halte."
Aber ein anderes Synonym für ehrlich wäre fair. Vielleicht verwendet man die Redewendung also dann, wenn man einen besonderen Wert darauf legt, fair sein zu wollen, oder Fairness herstellen zu wollen.
Oder aber es ist eines dieser abgedroschenen Redensarten, die man wie Gips überall dorthin kleistert wo es gerade rein passt.
Danke für deine Antwort.
An deinem Beispiel mit dem Kaffee erscheint mir die Redewendung als Höflichkeitspuffer..... er hat zu deiner Einladung ja gesagt, aber nicht explizit zum Kaffee. Er hat zuerst auf die Beziehung reagiert und später dann auf die Sache, den Kaffee.
Neben Höflichkeitspuffer könnte ich mir auch die Redewendung als unklaren Platzhalter für irgendwas vorstellen.
Witzig, dass du die Redewendung auch nicht magst. 😉
*gelöscht*
In welchem Sinne oder welcher Bedeutung verwendest du diese Redewendung?
aber sind wir mal ehrlich
Für mich bedeutet es "reden wir nicht drum rum" "sprechen wir es klar aus" "ich bin jetzt mal ganz offen" "um auf den Punkt zu kommen"
Vielen Dank für deine Sicht auf diese Redewendung. Ich sammle.... 🙂
Ja gut, aber sind wir mal ehrlich: Reden wir hier jetzt nur darüber, ob der Begriff des Schwertes angemessen ist oder nicht, ohne den tieferen Sinn dahinter aufzugreifen?
Mal abgesehen davon, dass ich immer ehrlich bin: es geht mir nicht um den Begriff des Schwertes, jeder kann ja Sex beschreiben wie er will. Was mich stört ist, wie du hier mit Queequeq umgehst, der mit deinem Beispiel halt nichts anfangen kann. Lass ihm doch seine Meinung.
Aber da ihr beide ja die Diskussion wieder eingestiegen seid, nörgel ich auch nicht mehr weiter rum.
Veröffentlicht von: @tristesseWas mich stört ist, wie du hier mit Queequeq umgehst, der mit deinem Beispiel halt nichts anfangen kann. Lass ihm doch seine Meinung.
Öhm... Hä? Sorry, aber jetzt Bitte ich um Erklärung:
Veröffentlicht von: @mr-k (13:33 Uhr, heute)Ja, Du würdest Sex mit einem Gedicht vergleichen. Ich mit einem Schwert.
Das liegt daran, dass wir evenutell grundverschiedene Interessen haben. Du magst Lyrik und Poesie lieben, da ist nichts falsches dran. Und wenn Du einen Vergleich anstellen würdest würdest Du wahrscheinlich auf Dein Wissen der Lyrik und Poesie zurückgreifen. Ist nicht falsch.
Ich liebe Schwerter, Rüstungen, und dergleichen. Daher greife ich natürlich beim Ziehen eines Vergleiches auf mein Wissen über Schwerter und Rüstungen zurück.
Veröffentlicht von: @mr-k (13:18 Uhr, heute)Es ist ja nicht so, dass ich Deine Sicht der Dinge nicht verstehen, respektieren und wertschätzen würde. Ich seh die Dinge halt nur ein Stück weit aus einer anderen Perspektive, mehr nicht.
An welcher Stelle siehst Du meinen Umgang mit Queequeq als unangemessen an?
"Der Punkt ist ja, dass die Abstumpfung stattfindet und diese Person eben dann Probleme haben könnte, mit einem tatsächlichen Liebespartner leidenschaftlichen Sex zu haben."
Eine solche Abstumpfung findet nicht durch Sex ohne Liebe statt, sondern ist oft bereits der Ausgangpunkt, in dem Sex überhaupt stattfindet. MaW - der Mensch tritt bereits "abgestumpft" in die Situation ein und ist ohnehin nicht oder kaum liebesfähig.
Hierzu eine schöne Bemerkung von Dag Hammarskjöld aus seinem Büchlein "Zeichen am Weg":
"Dieser unheilbare Trieb, in Besitz zu nehmen - in der krassesten Bedeutung des Sich-Einverleibens -: das Medium für das Erlebnis der Schönheit. Wie ein Bergtroll wollen wir die Prinzessin fressen - um immer von neuem die Erfahrung des Bergtrolls zu machen. Wir pflücken die Blume. Wir pressen Körper an Körper - und vernichten die menschliche Schönheit, die nur durch Beseelung der Linien körperlich wird, unerreichbar der physischen Berührung."
Diese Mensch, von dem die Rede ist, ist bereits abgestumpft. Und es wird deutlich, dass nicht die Sexualität den anderen Menschen, sondern in der Beseelung des anderen kann dann auch die Sexualität eine wundervolle Wirkung haben.
Anmerkung; Ich habe "oft" fett markiert, weil es eben oft, aber nicht immer ist, dass eine Abstumpfung schon jeder sexuellen Handlung gegeben ist.
Anmerkung: Mit "beseelen" meint Hammarskjöld nichts Theologisches, sondern einen ganz erdgebundenen seelischen Mechanismus.
@mr-k Was für ein geistlicher Kampf?
Oder meinst du geistiger?
Ich kann mit Kampf auch nicht so als Vergleich, denn dabei gibt es im Ergebnis einen Unterlegenen und einen Sieger. Sexualität -in ihrer Idealform - sollte nicht auf Ungleichgewicht abzielen. Alles andere wäre bedenklich.
@tatokala Ich meine tatsächlich den geistlichen Kampf in unserem gesamten Leben. Der Kampf, der zwischen Gott und seinem Widersacher besteht, aber tatsächlich in unserer natürlichen Welt ausgetragen wird.
Sobald wir uns zu Christus bekennen kriegen wir ein Fadenkreuz auf den Helm gepinselt. Und wir sind in allen Dingen angreifbar, auch in der Sexualität. Und die Sexualität hat das Potential zu einem der wüstesten, verletzenden, ja, fast tödlichsten Schlachtfeldern zu werden, die es gibt.
Ich sag nicht dass Sex böse ist oder der Sexualpartner, sprich der eigene Mann oder die eigene Frau gar der Gegner ist, ganz und gar nicht. Aber der Teufel kann die Sexualität nutzen, um Dich anzugreifen oder in Versuchung zu führen. Und selten ist das, was der Teufel Dir verspricht, das, was deine Seele wünscht oder was Gott für Dich im Plan hat.
Ja, ich hab fast schon mit einer solchen Hintergrundsfolie gerechnet. Dafür fehlt mir jedes Verständnis. Und ich fürchte, dass da dann auch faktische Argumente gar nicht mehr wahrgenommen werden.
Ich sage hier jetzt nur noch mal abschließend: Ja, es gibt Menschen, bei denen es so ist, wie Du es beschrieben hast. Und nein, das gilt in keiner Weise für alle Menschen gleichermaßen. Es gibt eine Unmenge Menschen, die ganz andere Erfahrungen gemacht haben als Du.
So, ich glaub, damit ist alles gesagt.
Veröffentlicht von: @queequegJa, ich hab fast schon mit einer solchen Hintergrundsfolie gerechnet.
@queequeg Was bitteschön hast Du denn gedacht? Dass ich Sex als Kampf zwischen Mann und Frau sehe? Also bitte, wir sind weder bei Star Trek noch sind wir bei den Klingonen...
Ferner habe ich bereits weiter oben geschrieben, das natürlich alles, was ich zu dem Thema sage, subjektiv aus meiner eigenen Erfahrung geschrieben wurde. Ich zitiere aus meinem Ersten Beitrag zu diesem Faden:
Veröffentlicht von: @mr-kUnd natürlich spreche ich wieder aus eigener Erfahrung.
Dies wurde weiter unten im Faden auch noch bekräftigt:
Veröffentlicht von: @mr-kFür jemanden anderen mag er aus seiner Erfahrung unwahr sein, das ist durchaus möglich, Erfahrungen sind verschieden (und das ist auch gut so).
Aber ich kann ja schlecht auf die Erfahrungen eines anderen zurückgreifen, oder?
Von dem her war schon vor einer ganzen Weile eigentlich alles gesagt...
@queequeg jau, dazu hat uns der Mod ja gerade auch aufgefordert.
Der Punkt ist: Vermutlich haben wir beide recht, verstehen uns nur grad gegenseitig nicht.
Let's agree to disagree und bleiben freundlich zueinander.
Veröffentlicht von: @mr-kder eigene Mann oder die eigene Frau gar der Gegner ist, ganz und gar nicht. Aber der Teufel kann die Sexualität nutzen, um Dich anzugreifen oder in Versuchung zu führen. Und selten ist das, was der Teufel Dir verspricht, das, was deine Seele wünscht oder was Gott für Dich im Plan hat.
das ist aber doch etwas nebulös ausgedrückt. Was meinst du konkret?
Ich plädiere mehr für Eigenverantwortung, aber, nun gut.
Tja, ich schreibe auch vor dem Hintergrund des Selbsterlebten und nun?
Da scheint aber ein riesengroßer Unterschied zwischen euch beiden. Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du deinen Lebensstil rechtfertigen und Mr.K. möchte warnen. Zu recht.
@schmetterling80
Hab ich was von meinem Lebensstil geschrieben? Das ist mir entgangen. Ich habe geschrieben, dass Mr.Ks Erfahrungen nicht allgemeingültig sind.
Sorry, ich kenn mich mit Schwertern besser aus als mit Lyrik.
Und warum darfst du dich mit Schwertern besser auskennen als Queequeq mit Lyrik?
Aber in einer Sache muss ich Dir widersprechen. Ich weiß es. Weil ich es erlebt habe.
I've been there, I've done that, and got the scars...
Ich denke mal, dass eine Erfahrung dich nicht zu einem grundsätzlichen allwissenden Experten macht, zumal bei dir viel auf der emotionalen Ebene passiert. Ich find deine Beiträge hier echt gut, aber ich denk dass Queequeq als Therapeut auch einen sehr guten und kompetenten Einblick auf das Thema hat und das darf man ihm auch zugestehen. Vielleicht hat er es nicht selbst erlebt, aber er hat es gesehen.
Veröffentlicht von: @tristesseUnd warum darfst du dich mit Schwertern besser auskennen als Queequeq mit Lyrik?
10+ Jahre Erfahrung im mittelalterlichen Schaukampf als auch im historischen Fechten, darunter seit ca. 2016 auch als Trainer. Hinzu kommt freizeitliches Studium von Schwertarten, Verwendung, Pflege, Herstellung, historischen Hintergründe, usw. Dazu ca. 15 Jahre Erfahrung im mittelalterlichen Reenactment.
Und ich möchte klarstellen, dass ich gesagt habe, dass ich mich mit Schwertern besser auskenne als ich mich mit Lyrik auskenne. Über Queequeq's Expertise zur Lyrik habe ich keine Wertung abgegeben - diese steht mir auch nicht zu.
@tristesse Deine Kritik war, dass Du offenkundig der Ansicht warst, ich hätte gesagt, dass ich mich besser mit Schwertern auskenne als Queequeq mit Lyrik. Das entsprechende Zitat:
Veröffentlicht von: @tristesseUnd warum darfst du dich mit Schwertern besser auskennen als Queequeq mit Lyrik?
Und dieses ist unzutreffend, da das originale Statement:
Veröffentlicht von: @mr-kSorry, ich kenn mich mit Schwertern besser aus als mit Lyrik.
eine derartige Interpretation m.E. nicht zulässt.
Deine Kritik war, dass Du offenkundig der Ansicht warst, ich hätte gesagt, dass ich mich besser mit Schwertern auskenne als Queequeq mit Lyrik.
Nee, war ich "offenkundig" (?) nicht. Du kennst dich halt mit Schwetern besser aus als Queequeq, der kennt sich mit Lyrik besser aus
Und du hast ihm gegenüber selbstbewusst behauptet, du hättest damit absolut recht im Gegensatz zu ihm.
Dabei hat er dein Beispiel einfach nur nicht verstanden. Lass ihm das doch einfach?
@tristesse Also, ganz ehrlich. Zwischen
"Sorry, ich kenn mich mit Schwertern besser aus als mit Lyrik."
und
"Sorry, ich kenn mich mit Schwertern besser aus Du Dich als mit Lyrik."
gibt es einen Unterschied von 2 Worten.
Veröffentlicht von: @tristesseUnd du hast ihm gegenüber selbstbewusst behauptet, du hättest damit absolut recht im Gegensatz zu ihm.
An welcher Stelle denn? Wenn Du das hier meinst:
Veröffentlicht von: @mr-kAber in einer Sache muss ich Dir widersprechen. Ich weiß es. Weil ich es erlebt habe.
Dann muss ich Dich drauf hinweisen, dass dies eine direkte Antwort auf den Satz
Veröffentlicht von: @queequegWas Du nicht so weißt.
darstellt, der durchaus gerechtfertigt ist, wenn jemand meine Erfahrungen, Ansichten, Kenntnisse und so weiter in Abrede stellt. Was aber vielleicht gar nicht Queequeq's unbedingte Absicht, sondern nur eine Nebenwirkung wahr.
Die Moderatorin räuspert sich!
Ich hab schon mehrfach darum gebeten freundlich zu sein. Auch der exzessive Gebrauch von Satzzeichen (hier Fragezeichen) ist und ein belehrender Ton sind nicht gerade das, was im Umgang zwischen Erwachsenen Menschen angebracht ist.
LG, Channuschka-Mod
du hast meine Kritik nicht verstanden.
Ich nehme an, das liegt daran, das du etwas kritisiert hast, was aber nicht da stand.
Sorry, ich kenn mich mit Schwertern besser aus als mit Lyrik.
Und warum darfst du dich mit Schwertern besser auskennen als Queequeq mit Lyrik?
Äh...fällt dir nichts auf tristesse? Wo bitte steht denn, das er sich damit besser auskennen darf und nur seine bildliche Erklärung Geltung hat????
Er sagt doch lediglich, dass er mit Lyrik in dem Maße wie queequeq nicht dienen kann, da es seine Kenntnis übersteigt. Zumindest kennt er sich im Schwertbereich besser aus als in Lyrik .
@schmetterling80
Hi.
Ich finde es grad dem Thema nicht so dienlich, wenn da jetzt noch mehr rein grätschen.
Ich hab mich entweder falsch ausgedrückt oder bin missverstanden worden. Und ich möchte mich jetzt nicht noch weiter in die Diskussion zwischen Mr.k und Queequeq einmischen 😉
@tristesse Da gibt es auch nichts reinzugrätschen. 😀 Es ist alles gesagt was zu sagen war. Die Diskussion wird - wenn ich queequeq richtig verstanden habe - als Übereinstimmung der Uneinigkeit beiderseits als beendet gesehen. 😉
Ich hab mich entweder falsch ausgedrückt oder bin missverstanden worden. Und ich möchte mich jetzt nicht noch weiter in die Diskussion zwischen Mr.k und Queequeq einmischen 😉
Ist doch super 🙂 Manchmal entschärft es die Situation wenn man einfach nur sagt: Sorry Leute, falsch verstanden. Mein Fehler 🙂
@schmetterling80
Mein Fehler
Leg mir bitte keine Sachen in den Mund, den ich nicht gesagt hab.
Danke 😊
Hör bitte auf, dich mit mir streiten zu wollen.
Hör bitte auf mir was unterstellen zu wollen (nämlich das ich mit dir streiten will) Nee, wofür? Ich nehme deswegn Bezug auf deine Kritik, weil du das auch bei mir schon versucht hast, etwas in den Text zu lesen, was aber nicht gegeben war.
Und soetwas stört fruchtbare Diskussionen. Weil es am eigentlichen Thema total vorbei geht und quälende Nebenschauplätze schafft. Das vergeudet Energie und verzerrt den Fokus.
Übrigens ist streiten eine Kunst. Wenn sie richtig ausgeübt wird. Und führt dann auch zu etwas Gutem.
@schmetterling80
Übrigens ist streiten eine Kunst. Wenn sie richtig ausgeübt wird. Und führt dann auch zu etwas Gutem.
Also doch 😀
Das hier führt zu nichts Gutem und ich wende mich jetzt dem eigentlichen Thema zu
@tristesse Nun so ein Thema zu eröffnen und nicht damit zu rechnen dass Widerspruch kommt ist weltfremd oder doch jemand wo denkt. Jesus de das klingt fromm, mal schauen wie die 200%igen reagieren.
"ich wende mich jetzt dem eigentlichen Thema zu"
Gute Idee, ich greife sie auf.
Am Anfang war ja die Frage, was wir anderen zu den Überlegungen der TE meinen. Die Frage ist natürlich legitim. Aber glaube nicht, dass irgendeine Antwort geeignet wäre, wirklich Entscheidungen zu generieren.
Bei solchen Problemen - und vermutlich auch allen anderen denkbaren - halte ich es für sinnvoll, zunächst durchaus rational-vernunftorientiert alle möglichen Argumente zu durchdenken, aber dabei noch keine (Vor-)Entscheidungen zu treffen.
Hat man genug nachgedacht und auch z.B. mit dem Partner diskutiert, legt man am besten alles das erstmal zur Seite, trinkt eine Tasse Kakao oder geht in den Wald oder an einem plätschernden Bach vorbei - damit man sich innerlich etwas von der problematischen Fragestellung distanzieren kann - und fragt sich dann, was einem das "Bauchgefühl" dazu sagt.
Veröffentlicht von: @tristesseNicht mal Mr.K. hat Interesse dran, also lass es einfach.
Ich möchte - der lieben Ordnung halber - ergänzen: Ich hatte von Anfang an kein Interesse an einem Streit.
@tristesse Ich habe nichts anderes vermutet, wollte es halt deutlich ausgesprochen haben. 😉
Ja, der Waffenschmied namens Jesus Christus hat es wieder hinbekommen.. Aber es waren dazu meinerseits Schritte nötig. Manche schmerzhafter als andere.
(Ich weiß, dass Jesus Christus Zimmermann war. Aber ich bin Kaufmann, ich kann Handwerker nicht voneinander unterscheiden, lol. 😉 )
Ich weiß, dass Jesus Christus Zimmermann war.
Da weißt du mehr als ich 🙂 Jesus war wohl eher Baumeister, aber wird meist mit Zimmerman übersetzt.
Aber ich vestehe, was du eigentlich sagen wolltest 🙂
Hast du ihm signalisiert, dass du unzufrieden bist und gern mehr Sexualität hättest? - Also: Wie kommt er auf die Idee, dass das "helfen" würde? Und wobei eigentlich genau?
Veröffentlicht von: @snowwhite80ich habe allerdings eine hohe Libido und brauche den penetrativen Geschlechtsverkehr.
Wofür?
Veröffentlicht von: @goldapfelWie stehst du selbst denn zu dem Vorschlag deines Mannes?
Sehr positiv. wir hatten viele Gespräche geführt. Da wir eine sehr intensive und stabile Ehe haben , können wir es gut trennen. Uns ist bewußt , das wir das gut trennen könnten. Ich habe ja mit meinem Mann die Momente, wo wir Zärtlichkeiten , entsprechend seine Möglichkeiten austauschen. Ich bin allerdings eine Frau mit hoher Libido und brauche den penetrativen Geschlechtsverkehr.
Na, dann scheint ja Dein Entschluss schon fest zu stehen. Wozu möchtest Du dann noch unsere Meinung hören?
Den Eindruck habe ich.
Du brauchst penetrativen Sex, den kann Dein Mann Dir nicht bieten, im Gegenteil, er schlägt vor, dass Du ihn Dir woanders holst, und Du bist von der Idee recht angetan.
Diverse Vorschläge und v.a. Bedenken sind bisher abgeprallt.
Ich meine, was hast Du hier erwartet? Dass jemand sagt: Na wenn das so ist, nur zu?
Okay, ich habe ja nur auf gewisse Fragen geantwortet. was ja nicht heißt , das mir die Gegenargumente egal sind. Natürlich denke ich darüber nach.
O.k. Ich denke, das solltet Ihr wirklich tun!
Ich bin allerdings eine Frau mit hoher Libido und brauche den penetrativen Geschlechtsverkehr.
Das habe ich gelesen und bin in meiner vorigen Antwort auch drauf eingegangen. Penetration bedarf nicht unbedingt eines fleischlichen Penis.
Und ich frag mich tatsächlich, warum du hier Meinungen erfragst.
Auf angeführte Punkte von verschiedenen Usern bzgl. der Motivation deines Mannes oder wie du mit deinem gefühlten Mangel umgehst, gehst du nicht ein.
Einen Freifahrtschein für eine offene Ehe, wirst du hier wohl eher nicht bekommen.
@goldapfel *ergänzt*
Und es ist nicht wirklich ein "Aufregerthema" ... falls das die Motivation gewesen sein sollte ... *anhäng* 🥱
Ich möchte noch etwas anführen und vielleicht klingt das etwas böse, aber ich möchte das mal zum Nachdenken geben.
Es ist zugegebenermaßen etwas spekulativ, aber das kommt mir so in den Sinn...
Du betonst mehrfach die Qualität eurer Ehe, stabil und auf Augenhöhe sind als Worte gefallen.
Ich behaupte mal, eure Ehe war solange stabil, bis dein Mann dich nicht mehr mit seinem Penis in dem Ausmaß befriedigen konnte, wie ihr es gewohnt wart bzw. du es wünschst.
Dein Mann hat Probleme damit, dass er dich beim Sex nicht mehr so spüren kann wie früher. Darum versagt er dir die Befriedigung mit einem Hilfsmittel.
Stattdessen ermutigt er dich zum Ehebruch.
Seinen Mangel kann er so nicht stillen.
Und wenn du bei der ganzen Sache Skrupel haben solltest, auch nur den geringsten, lass bitte die Finger davon. Um deiner selbst willen. Und wenn eure Ehe auf Augenhöhe ist, wird dein Mann das respektieren.
@goldapfel
Zu dem Thema kann man vor dem Hintergund aller möglicher eigener Erfahrungen oder bewusster Positionierungen alle möglichen Meinungen haben. Wahrscheinlich - wenn auch durchaus nicht immer - ist das für die eigene Entscheidung ja auch in Ordnung
Aber von diesem Ausgangspunkt kann man nicht wirklich legitim anderen den Rat geben, etwas zu tun oder zu lassen. Legitim kann man nur sagen, "ich würde es tun oder nicht tun".
Wenn man für die eigene Haltung gute sachliche Gründe hat, ist das für ein Verstehen sicher hilfreich. Wenn die Argumente aber lediglich eine ideologische Positionierung sachlich erscheinend stützen soll, ist das ziemlich sicher kontraproduktiv.
Wenn man die Ehe öffnet, kann man noch so viel vorher planen und durchdenken und sich vornehmen und es kann immer noch anders kommen. Weil es eben Menschen sind. Und das kölsche "ett is noch immer joot gejangen" halte ich in Bezug auf solche Experimente in der Ehe für unangebracht.
Zunächst ist da die Person, die von außen kommt. Ihre Reaktionen können in der Folge ganz anders sein, als geplant. Spontan fallen mir Verlieben, Obsession und Prahlerei im Freundeskreis ein. Im schlimmsten Fall eine Art Erpressung.
Von den Folgen für seine zukünftige(n) Beziehung(en) mal ganz abgesehen (Prägeung zB)
Was ist, wenn die Kinder die Affäre mitbekommen? Welchen Einfluss wird das auf sie haben?
Will der Ehemann dabei sein oder lässt er sich berichten? Was macht das mit seinem Mangel, wenn die Frau vielleicht total abgeht auf die Geschichte? Und ich bleibe dabei, er kann seine Frau trotzdem nicht mehr so spüren. Der Mangel bleibt aber jemand anderes darf... Anstatt das Problem zu verarbeiten, schafft man evtl neue.
Was passiert mit den Eheleuten, wenn sich die dritte Person in seine oder ihre Gedanken einschleicht? Ungewollt?
Es handelt sich bei dem ganzen nicht 'bloß' darum, früher Feierabend zu machen oder sich eine Tafel Schokolade zu gönnen, obwohl man Diät macht.
Und ich bleibe dabei, wenn einer den anderen in einer solchen intimen Angelegenheit ermutigt oder gar drängt, evtl. moralische Bedenken bzw. seine Gewissensbisse beiseite zu lassen, sollte man auf sein Gewissen hören und nicht unbedingt der Bedürfnisbefriedigung den Vorzug geben. Und derjenige der "drängt", inwiefern respektiert er die moralischen Grenzen des anderen?
Direkte und indirekte Erfahrungswerte in Bezug auf Intimität und eine späte Erkenntnis in Bezug auf Gottes weise Ordnungen in Bezug auf Ehe und Familie und auch Gewissen und den Umgang mit Versuchungen.
Wenn das für dich "Ideologie" ist, von mir aus. Aber manchmal wäre es besser nicht jeden Fehler selbst zu machen.
@goldapfel
Ich hab nix dagegen, was Du hier ausführst - außer, wenn Du das als Vorschrift verstanden wissen willst.