Benachrichtigungen
Alles löschen

Karfreitag

Seite 3 / 5

Ratgeber
Themenstarter
Beiträge : 18

Es ist Karfreitag, der wichtigste Feiertag der Evangelischen, weil Gott durch sein furchtbares Leiden die Menschheit erlöst hat.
Doch hier fällt kein Wort, nur eitle Dinge kommen zur Sprache ...
Ist kein Eindruck für Dank und eine Meinung zur künftigen Meidung der Sünden?

Antwort
83 Antworten
Ratgeber
Themenstarter
Beiträge : 18
Veröffentlicht von: @jack-black

(früher war eh alles besser ...) Klar, so entstehen posttraumatische Belastungsstörungen! Insbesondere, wenn die Ausbildung über die Hintergründe von Wellness, also Wohlergehen - fehlt. Das versteht doch keiner! Das will doch keiner! Das kann weg. Her mit dem Schuldbewußtsein!

Erstaunlich, wie schnell einer in eine Ecke verfrachtet ist! Wenn „bekennende“ Christen von Jesu Erlösung durch sein Blut etliche Schlagworte oder Bibelstellen vorbringen, gehen viele weg vor den Spinnern, wie man meint und werfen die eigenen Vorstellungen auf: Liegt etwa die Ansteckung in einer charismatischen Gemeinde vor, eine persönliche Umkehr, gar Protestverhalten gegen die gleichgültige Welt oder ein angelesenes Dogma?

Mehr als die paar gesagten Worte (zum alleinigen Nachsagen oder Einhalten von Brauchtum) kamen nicht heraus. Wellnessreligion mit Bespaßung, im weltweiten Mulitkulti baden oder chillen, da kommt Zuspruch. Es sei denn, jemand geht der Kirchengeschichte, Mythen und auch den neuzeitlichen Propheten nach, um fündig zu werden über das Wissen von Gott und den Menschen. Dort ist schon mal die Erwähnung vom ersten Fall der Engel, worauf Gott Adam und Eva schuf. Die paar Jahrtausende Zahlenangaben in der Bibel stellen vor Rätsel, wenn fünfzigtausendjährige angeblich menschenähnliche Knochen gefunden und bestimmt werden. Vorbei ist der dem Glauben über das Alter Adams, oder doch nicht, wenn uralte Weltchroniken von Herkulen berichten, Unsterbliche mit göttlichen Fähigkeiten. Die Historiker teilten in Titanen und Menschenzeit.

Germanische Mythen aus Island und Felszeichnungen aus nordischen Ländern zeichneten in Felsen ein Menschenpaar, das Kinder aus Fingern und Zehen bekommt und den verheerenden Weltenbrand. Von dem Zerreißen der Erde künden heute noch zunehmend aktive Vulkane. Es kreisen Planetentrümmer um die Sonne, gelegentliche Kometen mit wackeligen Bahnen. Geologen finden Gesteinstrümmer, die so gar nicht in manche Gegend passen.

Wie groß muss wohl die Enttäuschung Gottes und sein Zorn über die Abtrünnigkeit gewesen sein! Der Reuetränen von Adam und Eva waren endlos, als sie den Weltenbrand sahen.

Ich kann nicht mehr die vielen Teilstücke einzeln mit dem Woher beschreiben, gar zitieren, weil das beim Zusammenfügen hinderlich ist. So viel kam vor: Die Liebe und Erbarmung meldete sich zu Wort: „Sieh die Barmherzigkeit in ihrer Kraft! Zieh zurück den großen Zorn, lösche die Feuer. Deiner Liebe wird kein Opfer zu groß sein. Die Liebe verstand den Donner und es geschah der Schwur: „Ich will alle Schuld auf dich legen, gleich den Welttrümmern und du wirst die Schmach meiner Heiligkeit tilgen, welches ist das ewige Band zwischen mir und dir“.

Die Liebe nahm die Bedingung an. Die Erde war verflucht nach mehreren Sünden Adams und seiner NACHKOMMEN. Sie trug „Disteln und Dornen“. Die Menschen wurden sterblich, gebaren unter Schmerzen die Kinder und verloren immer mehr die hellsichtigen Fähigkeiten und andere Gaben. Die Verbindung zu Adam lesen wir in der Bibel, aber wir können uns diese Dinge kaum vorstellen.

Als ich an Karfreitag solche Gedanken in den Kopf bekam, machte ich mich auf den Weg um zu einem entfernten Hügel mit Kreuzweg. Dort war kaum einer, außer auf halber Höhe ein Junkie mit stinkendem Qualm und dröhnender Höllenmusik. Im Marktflecken war ein mit Osterhasen und Eiern geschmückter Biergarten voller Menschen. Steckerlfisch wurde geboten und Kleider zum Aussehen wie eine Zeitschriftenmode. In der Kirche auf dem Hügel gab es tatsächlich um 15 Uhr eine Andacht mit etlichen frommen Menschen. Die Liturgie wurde kunstvoll gesungen. Wegen dem Kunstgenuss war ich nicht gekommen und schlich leise heraus in eine kleine Kapelle mit dem Leidenden und Figuren alter Kirchenfürsten, um darüber nachzudenken, was wohl die letzten Worte Jesu waren:

Klage über das Schlachten oder der Jubel der Erfüllung. Das berichten die Evangelien unterschiedlich. Die liefern keinen Ton und keiner hat je in diesem Welttreiben nachgefragt, die Trümmer zur Besserung wieder in die richtigen Bahnen gelenkt.

ratgeber antworten
9 Antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@ratgeber 

Was hat dein Monolog hier mit  Karfreitag und Ostern zu tun?

 

Kann es sein, dass wir hier und auch die dir gestern begegneten Menschen nicht so sind, wie deine Erwartungen an sie?

 

Deine Enttäuschung darüber klingt schon imEröffnungposting massiv durch.

 

In meinem zarten Alter habe ich bereits verinnerlichen dürfen, dass Enttäuschungen einher gehen mit Täuschungen.

 

Vielleicht wäre es ein Gutes, diese Täuschungen einmal näher anzuschauen.

 

 

 

 

irrwisch antworten
Ratgeber
(@ratgeber)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18

@irrwisch 

Der Spruch mit den Ent-Täuschungen ist gut. Pass auf, am Ende ist bei der ENT-Wicklung gar nichts mehr da was brauchbar bleibt. 

ratgeber antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@ratgeber Erklärst du mir das bitte?!

irrwisch antworten
Ratgeber
(@ratgeber)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18

@irrwisch 

Auf eine Ent-Täuschung folgt normal eine Entwicklung. Viele solcher neuen Erfindungen gelten als Fortschritt. Unsere Welt ist mittlerweile so hochtechnisiert, dass es den Kindern nicht mehr gelingt, in der Natur allein zu überleben. Zum Teil kommt es, weil ihnen selbst dazu die allereinfachsten Kenntnisse fehlen mit Handwerk oder Naturkenntnisse und auch körperliche oder mentale Stärke. Darüber hinaus sind die Böden verdorben, die Artenvielfalt geraubt und widerliche Klimaverhältnisse. Die Technik ist nicht durchschaubar und kann nicht getauscht werden. Teile sind nicht mehr reparierbar. Der Riesenapparat wird zum Problem. 

ratgeber antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3438

@ratgeber 

Auf eine Ent-Täuschung folgt normal eine Entwicklung. Viele solcher neuen Erfindungen gelten als Fortschritt. Unsere Welt ist mittlerweile so hochtechnisiert, ...

Ach du liebe Zeit, welch ein Quantensprung.

adjutante antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@ratgeber

irrwisch antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@ratgeber Hi Ratgeber

 

Auf eine Ent -Täuschung folgt normalerweise erst einmal Trauer.

Danach eine Neuausrichtung.

Aber es ist schon frappierend, wie du hier offenbar eines deiner Themen versuchst unterzubringen.

Wie bisher schon immer in einer für mich sehr üblen pauschalisierenden Art und Weise.

 

Dazu folgende Anmerkungen:

 

Ich kenne 2 prächtige und sehr fitte Jungs, 6 und 9 Jahre alt.

Beide haben den gleichen Waldkindergarten besucht.

Sie kennen sich sehr gut aus mit Beeren und Pilzen des Waldes.

Auch ohne Feuerzeug und Zündhölzer können sie beide Feuer machen.

Ihre Kreativität toben sie aus mit ihren Le gosteinen.

Aber nicht nur.

Der Jüngste sammelt besondere Steine, Glasscherben, Tannenzapfen der verschiedenen Bäume, Muscheln, Schneckenhäuser und was der Dinge mehr sind.

Daraus baut er Burgen, Städte, Tiere und was ihm gerade so einfällt.

Darüber hinaus bin ich sehr dankbar, dass ich mit einem Auto zur Entbindung in eine Klinik gefahren wurde und nicht auf einem Esel hinreiten musste.

 

Das  elektrische Licht und auch die Erfindung der Glühbirne haben mir die letztenTage sehr dabei geholfen, für einen lieben Menschen zum 50. Geburtstag eine Stola zu häkeln.

Mein Mann freut sich darüber, dass er mit Strom kochen kann und das nicht über einem offenen Feuer in freier Natur tun muss. (er kocht übrigens überaus lecker)

Ist sehr zu unserer Freude auch sehr unabhängig vom Wetter.

Denn wir wohnen nicht mehr wie vor bestimmten Entwicklungen in einer Höhle, sondern in einem aus Steinen genmauerten Haus.

Sogar fließendes Wasser haben wir, wahlweise warm oder kalt.

Sind dankbar dafür, nicht stundenlang zu einem Brunnen laufen zu müssen, wie noch heute manche Menschen in Afrika.

 

Auch über gute medizinische Versorgung, helfende Medikamente und medizinische Geräte wie MRT, Ultraschall und CT bin ich sehr dankbar.

Ich merk gerade, darüber lässt sich ein eigener Thread eröffnen.

 

Irgendwo schreibst du, dass du ein schon älterer Mensch bist.

 

Einige ältere Menschen habe ich in meinen jetzt über 22 Jahren auf Jesus.de erleben dürfen.

Einige davon sind schon in der Ewigkeit, wie zum Beispiel ein PVM, Carina, ein Mann mit Krebs, dessen Nick ich gerade nicht erinnere. Der mir aber viel Gutes zu sagen hatte, trotz ganz schwerer Kindheit.

Zecki fällt mir noch ein oder eine Mika, die sehr jung sterben musste.

Noch am Tag vor ihrem Tod hat sie damals für uns alle ein Gebet geschickt.

 

Ich erinnere mich nicht, jemals von diesen Menschen solch eine Missstimmung gelesen zu haben, wie ich das hier gerade immer wieder tue.

 

Darf ich fragen, was dich als älterer Mensch so hat werden lassen?

 

Sehr nachdenklich

Irrwisch

 

 

 

 

irrwisch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@ratgeber 

Geologen finden Gesteinstrümmer, die so gar nicht in manche Gegend passen.

Vor allem finden sie Belege, die so überhaupt nicht zu deinen beschriebenen Vorstellungen passen wollen. Und sich nur immer jeweils die Teile herauszufischen, die das eigene Weltbild unterstreichen, und den Rest zu verschwiegen, halte ich für unredlich. 

Vor allem zeigt es, dass es dir hier nur darum geht, dein eigenes Weltbild zu verbreiten. Wobei ich nichts gegen deine Vorstellungen habe, du wirst deine Gründe dafür haben. Aber wenn du hier andere Autoritäten hinzuziehst, um deine Worte zu unterstreichen, dann solltest du diese auch korrekt wiedergeben, wenn du dich hier nicht angreifbar machen willst...

Mit Ostern hat das ohnehin nichts zu tun, und mir ist deine Absicht hier auch nicht recht klar.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@ratgeber Als ich an Karfreitag solche Gedanken in den Kopf bekam, machte ich mich auf den Weg um zu einem entfernten Hügel mit Kreuzweg. Dort war kaum einer, außer auf halber Höhe ein Junkie mit stinkendem Qualm und dröhnender Höllenmusik. Im Marktflecken war ein mit Osterhasen und Eiern geschmückter Biergarten voller Menschen.

Erinnert mich ein wenig an Zarathustra, wie er herabsteigt von seinen Gipfeln, um den Menschen etwas zu bringen. Der traf allerdings nicht auf einen Junkie mit stinkendem Qualm, sondern, so steht es geschrieben:

Als er aber in die Wälder
kam, stand auf einmal ein Greis vor ihm, der seine
heilige Hütte verlassen hatte, um Wurzeln im Walde
zu suchen.

Im Gespräch erzählt der Greis von sich:

Warum, sagte der Heilige, gieng ich doch in den
Wald und die Einöde? War es nicht, weil ich die
Menschen allzu sehr liebte?

Jetzt liebe ich Gott: die Menschen liebe ich nicht.

Wieso nur komme ich beim Lesen Deines Beitrags ausgerechnet auf diese Stelle? 😉

 

jack-black antworten


Murphyline
Beiträge : 1894
Veröffentlicht von: @ratgeber

um darüber nachzudenken, was wohl die letzten Worte Jesu waren:

Mk 15, 34 ‘Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Lk 23,34: ‘Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.’

Lk 23, 43: ‘Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.’

Lk 23, 46: ‘Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände’

Jh 19, 26f: „Siehe, das ist dein Sohn, ...siehe, das ist deine Mutter...“

Jh 19, 28: ‘Mich dürstet’

Jh 19, 30: ‘Es ist vollbracht’

murphyline antworten
2 Antworten
Ratgeber
(@ratgeber)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18

@murphyline 

Deine sachliche Aufzählung wurde gelobt. Du hast aber Aufzählungsfehler. 

Eines der wenigen Worte Jesu sind in SEINER Sprache wiedergegeben. Die Lutherbibel wiederholt sie: 

So ist Mk 15, Joh. 19,  Lukas 23 und Matthäus 27 identisch und ein wahres Geheimnis. 

ratgeber antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@ratgeber 

Diese von dir angesprochenen Worte finden sich schon in Psalm 22

irrwisch antworten
Ratgeber
Themenstarter
Beiträge : 18
Veröffentlicht von: @frosch80-mod

Jesus.de soll dazu dienen, dass …

  • Christinnen und Christen in ihrem Glauben unterstützt werden.
  • nach Gott suchende Menschen Antworten auf ihre Fragen durch die gute Nachricht von Jesus Christus bekommen.
  • eine offene, respektvolle und freundliche Atmosphäre herrscht, in der sich Christen wie Nichtchristen wohlfühlen."

Schöne Ostertage!

Frosch, kann ich dich bei obigen Worten "beim Wort" nehmen, besonders wenn "Kuckuckseier" ins Nest kommen?

Danke für die Rückmeldungen. Es hat sich gezeigt, dass eine Sprache recht tückisch ist. Der eine hat den Begriff mit gleichem Wortlaut, der andere weitere. Das war schon mit der Bibel so und hat recht bunte und abweichende Vorstellungen gebracht.
Ich denke mehr mit dem Herzen, als mit Meinungen aller Arten. 

ratgeber antworten
3 Antworten
frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1459

@ratgeber 

"Frosch, kann ich dich bei obigen Worten "beim Wort" nehmen, besonders wenn "Kuckuckseier" ins Nest kommen?"

Erklärst du mir das bitte?!

 

 

frosch80-mod antworten
Ratgeber
(@ratgeber)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18

@frosch80-mod 

Du hast geschrieben: "Christen im Glauben unterstützen" und Antwort auf Fragen bringen ... Bisher wurden sie immer im gleichen Schema gestellt und blieben unbeantwortet. Die waren vielmehr so wenig zufriedenstellend, dass sie entweder gar nicht weiter gefragt wurden wurden oder die Meinungen ganz weit weg gingen.
Ich habe ein bestimmtes Thema am Lager. Es erfüllt deine Kriterien ist aber bisher unbekannt. 

 

ratgeber antworten
frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1459

@ratgeber 

Eigentlich meinte ich aus deinem Text recht klar zitiert zu haben, wofür ich gerne eine Erklärung hätte, nur geht aus deiner Antwort weder hervor, was du mit Kuckuckseiern, noch was du mit Nest meinst. 

frosch80-mod antworten


Murphyline
Beiträge : 1894
Veröffentlicht von: @ratgeber

So ist Mk 15, Joh. 19,  Lukas 23 und Matthäus 27 identisch und ein wahres Geheimnis.

Das verstehe ich jetzt nicht, kannst du das erläutern?

Zur Vertiefung: Math. 27.46 und Markus 15 sind eine Transkription in aramäischer Sprache: "Eloi eloi lamma sabachthani - mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?", wobei Matthäus aus dem aramäischen Elōi ein hebräisches Eli macht. Vermutlich ist der Satz der Anfang von Psalm 22. 

„Talita kum“ (Mädchen, steh auf) und „Effata“ (Öffne dich) sind übrigens auch aramäische Aussprüche Jesu.

murphyline antworten
8 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@murphyline 

Veröffentlicht von: @murphyline

Zur Vertiefung: Math. 27.46 und Markus 15 sind eine Transkription in aramäischer Sprache: "Eloi eloi lamma sabachthani - mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?", wobei Matthäus aus dem aramäischen Elōi ein hebräisches Eli macht. Vermutlich ist der Satz der Anfang von Psalm 22. 

So hab ich es am Ostersonntag auch wieder gehört. Jesus bezieht sich ja immer auf das - für uns - Alte Testament. Er kam zu den Seinen, und die kannten eben die T(h)ora, die alten Schriften und auf die bezieht er sich, auch auf die ganzen Propheten und so. Ich glaub das schon mit Psalm 22.

neubaugoere antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1894

@neubaugoere Dass Jesus am Kreuz als frommer Jude im Angesicht des Todes Psalm 22 rezitiert, ist sicherlich eine tröstliche Erklärung.

Aber was ist wenn er wirklich gottverlassen war? Wenn er seine Verlassenheit am Kreuz herausschreit, er Gott fern war? Er tief verzweifelt war und einsam? Verloren, verraten, verlassen von einem Gott, den er Vater nannte? Können wir das als Christen aushalten, daß Gottes Sohn am Kreuz im tiefsten Leid von seinem Vater verlassen ist?

murphyline antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@murphyline 

Ja, WEIL wir das Ende kennen. 🙂

Und ER kannte es auch. Er war GANZ Gott UND GANZ Mensch. Das ist eines der Wunder Gottes.

Ich halte Jesus weniger für einen "frommen Juden", ich halte ihn vielmehr für den liebenden Gott, der sich hingibt für die Seinen, obwohl er weiß, welchen Becher er trinken muss, und der den Willen des Vaters tut. 

neubaugoere antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2160

@murphyline 

Aber was ist wenn er wirklich gottverlassen war? Wenn er seine Verlassenheit am Kreuz herausschreit, er Gott fern war?

Ja, er war von Gott verlassen. Laut 2. Kor 5,21 wurde Jesus am Kreuz zur Sünde gemacht. Da Gott keine Gemeinschaft mit Sünde haben kann, konnte er in diesem Moment auch keine Gemeinschaft mit seinem Sohn haben. Im Gegenteil, sein ganzer Zorn hat ihn getroffen.

Arnold Fruchtenbaum schreibt, dass Jesus hier das einzige Mal seinen Vater mit "Mein Gott" anspricht, sonst immer mit "Vater" oder "Mein Vater".

Verloren, verraten, verlassen von einem Gott, den er Vater nannte?

Verlassen schon, aber verraten wurde er nicht von Gott. Ich glaube, Jesus wusste sehr genau, was ihn am Kreuz erwarten wird.

miss-piggy antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@murphyline 

Zum Beitrag

Es kommt auf die Reihenfolge der Worte an und an welcher Stelle das letzte Vater steht. Jemand predigte, dass nach der Verlassenheit durch Elohim/Gott noch ein Vater steht.

Lk 23,46 Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

 

deborah71 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@murphyline 

 

Weil Jesus auch ein ganz richtiger Mensch war.

Mit diesem Ausruf steht Jesus an der Seite all derer, die sich wegen ganz großer eigener Not auch von Gott verlassen fühlen.

Jesus, wahrer Mensch und gleichzeitig wahrer Gott

irrwisch antworten
Ratgeber
(@ratgeber)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18

@murphyline 

Transkription (von lateinisch trans ‚hinüber' und scribere ‚schreiben') dafür brauchte ich erst einmal den "Gockel" um zu verstehen, was du als "Umschrift" meinst. Jesus sprach Hebräisch, einen galliläischen Dialekt.
Es waren Seine Worte. Die Übersetzer haben sie genannt, weil sie im Grunde mehr bedeuten und Johannes allein die Wahrheit sagt. 

Du kamst sicher auf deinen Einfall, weil jedes der Evangelien einen anderen Text zeigt.

למה עזבת אותי [lama asav oti] ergibt deutsch hebräisch per Internet übersetzt: „warum hast du mich verlassen?“ Das ist anders. 
Lukas schreibt von zwei mal rufen, vor und nach dem bitteren Getränk: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!“
Joh. Mit aller spürbaren Traurigkeit, ganz kurz: „Es ist vollbracht!“

 

ratgeber antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@ratgeber 

Matthäus schreibt an Hebräer und übersetzt die aramäischen Worte Jesu.

In den Übersetzungen ist ein Zwischenschritt ausgelassen und die Übersetzung gleich in Deutsch hingeschrieben.

Regulär müsste nacheinander stehen: Hebräisch > Aramäisch > Deutsch.

 

Wenn du irgendein Übersetzungsprogramm benutzt, dann kann es gut sein, dass du eines in Neuhebräisch hast, wie bei google und dann kommt was anderes heraus, als in Althebräisch geschrieben ist.

deborah71 antworten
neubaugoere
Beiträge : 19188

@ratgeber 

Hej,

Gemeinschaft ist immer das, was alle miteinbringen. Statt selbst etwas kundzutun über Karfreitag, kommst du mit einem Vorwurf. Das ist sehr förderlich für Gemeinschaft, öffnet Augen und Ohren und macht direkt sympathisch. 😉 Sind das vielleicht auch "eitle Dinge"? 🙂

By the way mag das mit dem wichtigsten Tag für dich zutreffen und du das glauben. Für mich ist der wichtigste Tag Jesu Wiederauferstehung und sichtbare Überwindung des Todes, der Macht der Sünde, der Zurschaustellung des Sieges. Karfreitag gehört ohne Zweifel dazu. Aber wie Weihnachten auch, ist er für mich ein Teil des Ganzen, nicht jedoch der wichtigste.

LG

neubaugoere antworten


tristesse
Beiträge : 20559

@ratgeber 

Doch hier fällt kein Wort, nur eitle Dinge kommen zur Sprache ...

Das stimmt doch gar nicht. Hier wird auf vielen Ebenen konstruktiv über Glaubensdinge gesprochen.

Du kannst ja mal mit gutem Beispiel voran gehen 😉 

tristesse antworten
Seite 3 / 5
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?