Im Oktober - Im Westen nichts Neues.
Ich eröffne den Männerthread mit der aktuellen Neuverfilmung eines Weltklassikers.
Momentan kommt man in youtube anscheinend an der Neuverfilmung des Romanes " In Westen nichts Neues" nicht vorbei.
Dies ist die erste Verfilmung aus Deutschland, war sie nötig? Reicht denn der Film vom 1979 (Golden Globe) nicht aus?
Die Geschichte zeigt eine Abiturklasse die sich aufgestachelt durch den Lehrer freiwillig für den Kriegsdienst meldet und an der Westfront eingesetzt wird. Sie erleben die Schleiferei durch den Vorgesetzten Himmelstoß und kommen mit der arbeitenden Bevölkerung in Kontakt die zu Kameraden werden. Da das Buch nicht kriegsverherlichend ist, wie andere in der Zeit - siehe Ettighofer den niemand mehr kennt, oder Jünger dessen in Stahlgewittern manche als kriegsverherrlichend ansehen. Ich sehe das nicht so, Jünger beschreibt z.B. dass er die Hand durchgeschossen bekam.
Die Erstverfilmung kam 1930 in die deutschen Kinos und löste massive Störungen und Anpöbelungen der SA aus. 1934 wurde das Buch öffentlich verbrannt.
Wer jetzt kommt, dass ist ein sehr männerlastiges Thema, dem bzw. der möchte ich erwiedern. In der Roten Armee im II. Weltkrieg gab es nicht wenige Frauen, für die Bundeswehr wurde in den 1990ern von Frauen das Recht erkämpft nicht nur im Sanitätsdienst dienen zu dürfen, israelische Frauen mussten auch darum streiten in allen Einheiten dienen zu dürfen. Im Sechstagekrieg gab es keine Pilotinnen oder Panzerkommandantinnen. Auch sind keine Frauen mit dem Fallschirm abgesprungen. Frauen in Kampfeinheiten gibt es in den USA schon mehr als 30 Jahre.
Für mich hätte es die Neuverfilmung nicht gebraucht, wenn man sich beim Film von 1979 daran gewöhnt hat, dass John Boy (John Walton Junior) mit der Figur des Hauptdarstellers Paul Bäumer besetzt wurde zeigt der Film von 1979 schon genug.
Lidl Reisen hat eine Isarelreise im Angebot
8 Tage ab 999 Euro je nach Flugtermin. 1 Tag in Galiläa zur freien Verfügung 1 Tag in Betlehem zur freien Verfügung.
Es wird Halbpension angeboten, ich vermute man muss bei dem Preis noch einiges dazu buchen. See Genezareth wird ein Rundgang angeboten, die bei anderen Reisen übliche Fahrt auf dem See lese ich nicht. Um den See haben wir den Berg der Seligpreisungen und die Brotvermehrungskirche. Etwas das andere Gruppen an einem halben Tag machen. Auf dem Weg zum Toten Meer gibt es einen Abstecher in Nazareth und einer Taufstelle am Jordan, Besichtungung von Jerusalem ist optional. Ein Ausflug nach Tel Aviv ebenso.
@antonioa Es wird keine Pilgerreise und mit christlichen Reisegruppen hat man deutlich mehr Programm, aber für unter 1.000 Euro nach Israel, als hochpreissiges Land, mit Halbpension, da zahlt man mit christlichen Pilgern deutlich mehr.
Eine gute Freundin war im Dezember beruflich zwei Wochen in Israel.
Was sie erzählt hat bezüglich essen gehen, Lebensmittelpreise, war schon richtig Hammer.
Ich glaube ich werde morgen früh mal deinen Tipp wahrnehmen und zum nächsten Deal rüber radeln.
Das ist schon lange mein Traum einmal einen Urlaub in Israel zu verbringen.
@antonioa Es "fehlen" schon ein paar Dinge, die man auf den christlichen Pilgerreisen mit dabei hat. Fahrt auf dem See Genezareth, Wanderung vom Ölberg bis zur Abtei Zion. In Galiläa sind nur zwei Programmpunkte erwähnt. Es gibt dort aber auch einen freien Tag, sollte man also noch die Primatskapelle mit der Mensa Christi sehen wollen. Magdala ist ein neues Ziel am See. Kapernaum /Kafarnaum habe ich nicht gelesen, ist aber auch gut zu erreichen. Die neutestamentlichen Orte um den See sind alle nah bei einander.
Zur Kirchensteuer .. Nutzen für Alle
aus dem SWR .. wofür werden 100 Euro Krichensteuer ausgegeben.
ir zeigen am Beispiel des Bistums Trier, wofür 100 Euro Kirchensteuer ausgegeben werden:
39,70 Euro für Zuschüsse an die Gemeinden plus Verwaltungskosten: Die Zuschüsse dienen als Finanzausgleich für die Gemeinden und umfassen Geld für Personal-, Sach- und Baukosten. Hiervon werden auch das pastorale Personal, die Dekanate, die Kassenstellen, die Personalverwaltung sowie -abrechnung finanziert.
14,70 Euro für Kindertagesstätten
9,43 Euro für Bistumsleitung und Bistumsverwaltung, sonstige Stellen: Das Geld finanziert die Leitung und Organisation des Bistums und wird auch zur Förderung verschiedener Projekte eingesetzt.
9,03 Euro für die Caritas
5,83 Euro für Finanzen und sonstige Aufwendungen: Das Geld entfällt hauptsächlich auf die Hebegebühr für die Kirchensteuer.
5,58 Euro für Berufliche Bildung und Erwachsenenbildung
5,11 Euro für Katholische Schulen und Religionsunterricht: Hier fließt das Geld vor allem in den Betrieb der Bistumsschulen und den Religionsunterricht an staatlichen Schulen durch Bistumsmitarbeiter.
3,10 Euro für Besondere Felder der Seelsorge: Zu diesem Bereich gehören die Pastoralen Grundaufgaben und die Diakonische Pastoral. Dazu zählen zum Beispiel die Krankenhausseelsorge, die Hochschulseelsorge, oder auch die Muttersprachliche Seelsorge.
2,82 Euro für Überdiözesane Einrichtungen: Hier erhalten die Diözesanstelle Weltkirche, das Interdiözesane Seminar zur Priesterausbildung in Lantershofen, die Katholischen Büros Mainz und Saarbrücken und das Theologisch-Pastorale Institut jeweils Geld. Außerdem erhält noch der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) einen Zuschuss.
2,13 Euro für die Jugend
1,72 Euro für Beratung: Das Geld kommt bei den Lebensberatungsstellen, der Telefonseelsorge und der Abteilung Beratung und Prävention an.
0,85 Euro für Aufwendungen für die Altersversorgung
Die Verteilung der Ausgaben ist in anderen Kirchen ähnlich, auch der Unterschied zwischen katholischen und evangelischen Kirchen ist gering. Überall macht die Kirchensteuer einen Großteil des Gesamthaushaltes aus, im Bistum Trier rund 70 Prozent, in Speyer sogar 77 Prozent des Gesamteinkommens.
Ist das jetzt immer noch die aktuell „Kneipe” - oder wo finde ich die?
@jigal was hat das Thema des ersten Krieges speziell mit Frauen zu tun?
Ich persönlich finde es als ehrlos wenn ein Staat seine Frauen an der Front verheizt. Für ein Land wie Deutschland das ohnehin eine schlimme Demographie hat, wäre sowas im Ernstfall quasi Selbstmord.
ich kann mich nicht erinnern dass ich etwas zu Frauen an der Front geschrieben hätte.
Darf ich dich zitieren (von oben kopiert):
In der Roten Armee im II. Weltkrieg gab es nicht wenige Frauen, für die Bundeswehr wurde in den 1990ern von Frauen das Recht erkämpft nicht nur im Sanitätsdienst dienen zu dürfen, israelische Frauen mussten auch darum streiten in allen Einheiten dienen zu dürfen. Im Sechstagekrieg gab es keine Pilotinnen oder Panzerkommandantinnen. Auch sind keine Frauen mit dem Fallschirm abgesprungen. Frauen in Kampfeinheiten gibt es in den USA schon mehr als 30 Jahre.
@hkmwk Ja das stimmt. Bei im Westen nichts neues denke ich an den I. Weltkrieg. Ich blieb an der Aussage des Verheizens hängen. Also im II. Weltkrieg gab es nicht wenige Frontsoldaten auf Heimaturlaub die den Dienst an der Front bevorzugten, da sie sich im Luftschutzkeller hilflos fühlten und an der Front wenigstens wehren konnten.
Also im II. Weltkrieg gab es nicht wenige Frontsoldaten auf Heimaturlaub die den Dienst an der Front bevorzugten, da sie sich im Luftschutzkeller hilflos fühlten und an der Front wenigstens wehren konnten.
"Nicht wenige"... na ja. Mag sein, dass manche solche Aussagen machten, was sicher auch davon abhing, wo genau sie stationiert waren. Die Soldaten an der Ostfront machten sich da wenig Illusionen... mein Großonkel nutzte den Heimaturlaub, um seine neugeborene Tochter zu sehen und ihr einen letzten Brief zu schreiben, weil er der Überzeugung war, nicht mehr wiederzukommen. Und so war es dann auch... er geriet kurz darauf bei einem Verwundetentransport unter Artilleriefeuer und starb. Ein anderer Soldat wollte kurz vor Kriegsende während des Heimaturlaubs desertieren, aber seine Mutter überredete ihn, wieder an die Front zu gehen, weil er sonst als Deserteur erschossen würde. Genützt hat es nichts, er wurde kurz darauf an der Front getötet.
Die Frau war eine Nachbarin meiner Großeltern, ich mag mir gar nicht vorstellen, was die sich selbst später für Vorwürfe machte...
Jetzt hat »Im Westen nichts Neues« gleich 4 »Oscars« bekommen.
Der Film über alles überall auf einmal hat 7 gekommen, »The whale« zwei, und alle anderen Filme nur eine oder gar keine Trophäe. Also gewissermaßen zweiter Platz unter allen nominierten Filmen. Das ist ein Erfolg!
und alle anderen Filme nur eine oder gar keine Trophäe
Geschickt auch noch eine weibliche Formulierung hineingestrickt - oder wie wäre es mit nur eine*r oder kein*er Oscar*in? Die Bezeichnung "Oscar" ist doch auch nur so ein Relikt aus alten patriarchalischen Zeiten und fern von jeglicher Gleichstellung - oder nicht?
Geschickt auch noch eine weibliche Formulierung hineingestrickt
Dessen war ich mir nicht bewusst, also dass man das so deuten kann. Ich wollte nur gemäß dem guten Stil laut Deutschunterricht von Anno dazumal etwas Abwechslung reinbringen, statt immer nur Oscar zu sagen.
Die Bezeichnung "Oscar" ist doch auch nur so ein Relikt aus alten patriarchalischen Zeiten
Die Figur ist ja eindeutig männlich, es gibt ja Anekdoten wonach der Name daher kommt, dass sich eine Person an einen Oscar erinnert fühlte (ihren »Onkel Oscar«, ihren Ehemann, …). In einem gedruckten Text erschien der Spitzname laut englischem Wiki zuerst im Dezember 1933 (Zeitungsartikel).
Vielleicht wird die Figur ja irgendwann androgyner, um das Patriarchat endgültig aus Hollywood zu verbannen?
Jetzt hat »Im Westen nichts Neues« gleich 4 »Oscars« bekommen.
Ich hab mich sehr für uns Deutsche gefreut, wir werden ja sehr regelmässig bei den Oscars übergangen. 😉 Ich fand den Film sehr eindrücklich, ob er jetzt 4 Oscars bekommen muss weiß ich nicht, aber schlecht fand ich die Verfilmung nicht.
Ich hab mich sehr für uns Deutsche gefreut, wir werden ja sehr regelmässig bei den Oscars übergangen.
Vielleicht ist das ein Resultat der Debatte um mehr Diversität bei der Oscar-Preisverleihung. 🙂
Na ja, etwas mehr Variation in Bezug auf die Herkunft der Filme und nicht alle Oscars an US-Produktionen - ist doch auch Diversität in gewisser Weise. 🙂
Das Wort bedeutet einfach nur, dass es sehr unterschiedliche Exemplare (wovon auch immer) gibt.
Was das im Einzelfall konkret bedeutet, kann sehr unterschiedlich sein.
Nachdem jetzt jemand geschrieben hat, dass der Film mehrere Oskars bekommen hat sah ich gestern einen Kommentar dazu.
Es gibt ja viele Kommentare mit den Fehlern im Gegensatz zum Buch a) spielt später als das Buch, im Film der 80er sieht man Paul mit Pickelhaube, hier gleich mit Stahlhelm der ab 1916 kam und nicht mit der Euphorie zusammen passt in den Krieg zu ziehen.
So gestern sah ich eine Besprechung auf dem Kanal des Deutschen Panzermuseum in Munster, der ein youtube Video verwendet, das sich mit einem Panzerangriff auseinandersetzt und den Kommentaren im Ursprungsvideo. Hier geht es um die Position des MG, ungedeckt. Es geht um französische Panzer, es geht um Taktik der Panzerbekämpfung damals. Normalerweise macht das DPM keine solchen Videos, die es ja zu amerikanischen Filmen wie Fury gibt, ob das so möglich ist etc. Hier hat man einen Spezialisten und er macht das Video, da es ein deutscher Film ist. Geht etwas mehr als eine Stunde.
Manche Abweichungen dürften bewusst so sein. Schon Remarque hat ja hier und da Erkenntnisse von nach dem Krieg in seine Texte eingebaut, als Gedanken von Leuten damals. Und Paul kurz vor Kriegsende sterben lassen. Dr Film reagiert auch auf den WK II., von dem Remarque ja noch nichts wissen konnte.
Was ich aus Kommentaren und Rezension im Netz herausgelesen habe:
Im Film wird einiges auf die Spitze getrieben, so ist die Eingangsszene ja nur möglich, wenn Paul kein Kriegsfreiwilliger von 1914 war (und wurden damals Uniformen tatsächlich so recycelt???). Am Ende kommt der Kontrast mit den Friedensverhandlungen, und dass Paul buchstäblich in letzter Stunde sterben muss, finde ich auch übertrieben (im Buch stirbt er an einem Tag, an dem „im Westen nichts Neues” war).
So gestern sah ich eine Besprechung auf dem Kanal des Deutschen Panzermuseum in Munster
Klingt interessant, hast du einen Link?
So gestern sah ich eine Besprechung auf dem Kanal des Deutschen Panzermuseum in Munster, der ein youtube Video verwendet, das sich mit einem Panzerangriff auseinandersetzt und den Kommentaren im Ursprungsvideo. Hier geht es um die Position des MG, ungedeckt. Es geht um französische Panzer, es geht um Taktik der Panzerbekämpfung damals. Normalerweise macht das DPM keine solchen Videos, die es ja zu amerikanischen Filmen wie Fury gibt, ob das so möglich ist etc. Hier hat man einen Spezialisten und er macht das Video, da es ein deutscher Film ist. Geht etwas mehr als eine Stunde.
Habe ich mir angesehen, und es hat mir den Film noch im Nachhinein etwas verleidet (ACHTUNG! Kleinere Spoiler!).
Fehler wie etwa das falsche Kettenlaufwerk der französischen Panzer halte ich noch für verzeihlich... schliesslich haben sie die Maschinen ja trotzdem recht authentisch nachgebaut. Auch weitere Details wie etwa der falsch dargestellte Rückstoß dienen halt der filmischen Dramaturgie.
Dass aber keine Infanterie zusammen mit den Panzern angegriffen hat verfälscht die Darstellung des Krieges dann aber doch auf entscheidende Weise. Hier wurde der Kampf "Mensch gegen Maschine" dargestellt, welche dann vermeintlich die Entscheidung bringt... das war aber historisch so nicht der Fall. Die Deutschen haben sich bewusst gegen den Panzerbau entschieden, und sie hatten gute Gründe dafür (Weil sie statt eines Panzers sehr viel mehr Kanonen bauen konnten).
Gerade der Nahkampf zeigt für mich die wahre Brutalität des Krieges. Warum man in der Panzerszene darauf verzichtet hat erschliesst sich mir nicht.
Auch das Ende des Krieges wurde falsch und klischeehaft dargestellt. Es waren nicht nur die Offiziere, sondern auch Soldaten, die zum Schluss noch weiterkämpfen wollten und bis zur letzten Sekunde noch an der Front schossen... neben vielen andern, die längst aufgegeben hatten.
Dass man im Film zugunsten der Dramaturgie Zugeständnisse machen und auch manches vereinfachen muss ist verständlich. Aber der Film stellt den Krieg bei genauerer Betrachtung schlicht und einfach falsch dar. Wobei eine genauere Darstellung nicht weniger eindrücklich und grausam gewesen wäre - weshalb ich dafür eigentlich kein Verständnis habe.
im Film der 80er sieht man Paul mit Pickelhaube, hier gleich mit Stahlhelm der ab 1916 kam und nicht mit der Euphorie zusammen passt in den Krieg zu ziehen.
Im Film von 2022 zieht Paul mit seinen Kollegen 1917 in den Krieg, also ist das vom Film her kein Fehler, das passt.
@tristesse doch, da er sich ja auf ein Buch bezieht. Man hätte ihn ja auch Westfront 1917 war die Stimmung eine andere als 1914 als man dachte das würde ein kurzer Krieg.
@tristesse Wenn man die Kritiken auf youtube schaut als er auf Netflix kam, wird das aber oft kritisiert.
Ja, Remarque hat nicht geschrieben es war der Sommer 1914 als sie sich meldeten. Ebenso wird die Grundausbildung vermisst, die ja der Grund für die Reaktion auf Uffz Himmelstoß ist. Der sie so geplagt hat und jetzt an die Front kommt. Die US Fersehverfilmung zeigt wie Himmelstoß Paul barfuß durchs Treppenhaus rennen lässt und ihm auf die Füße tritt. Das ist so schon schmerzhaft, mit den genagelten Stiefeln erst recht.
Das ist der Typ Ausbilder den Kirst in 08/15 Schleifer Platzek nennt. Diese Typen gab es real und die alte Verfilmung zeigt wie wenig es an der Realität war, was Himmelstoß lehrte.
An der Kampftruppenschule I in Hammelburg gab es einen Ausbilder, der Bundeswehr, der meinte dauernd, mit euch kann man keinen Krieg gewinnen. Der katholische Standortpfarrer sagte dann einmal zu ihm. Mit ihnen auch nicht, solche Ausbilder bekamen im Krieg ganz schnell eine Kugel in den Rücken.
Wenn man die Kritiken auf youtube schaut als er auf Netflix kam, wird das aber oft kritisiert
Kann ja jeder kritisieren wie er will 😉 ich schau halt keine Kritiken auf youtube, weil ich mir selbst ein Bild mache.
Ich finde es völlig legitim, bei einem Buch, das 100 Jahre auf dem Buckel hat, Akzente neu und anders zu setzen, sonst braucht man gar nicht neu zu verfilmen.
Das Stilmittel der recycelten Uniform mag dem Buch nicht entsprechen, aber ich empfinde es als sehr starkes Stilmittel, unterstreicht es doch so deutlich, dass die Jungs nichts anderes als ersetzbares Kanonenfutter waren, zu einer Zeit, als es eigentlich schon um Kapitulation und Schadensbegrenzung ging. 1914 dachte ja jeder, der Krieg sei schnell gewonnen. 1917 sah das schon anders aus. Darauf lag der Fokus.
Und klar hätte der Regisseur sich mehr auf die Ausbildung fokussieren können, aber er hat sich anders entschieden. Kann man kritisieren, macht den Film in meinen Augen nicht weniger sehenswert.
@tristesse Ja nicht weniger sehenswert. Muss man ein Buch neu verfilmen und Dinge einbauen, die es da gar nicht gibt? Ich vermute eher Netflix ging es um einen bekannten Titel der Aufmerksamkeit generiert und um etwas das eine Oskar bekommen könnte um neue Zuschauer zu gewinnen.
Es wurde ja auch nur in so vielen Kinos gezeigt, die nötig waren um den FIlm überhaupt einreichen zu können. Im Gegensatz zu anderen Produktionen gab es keinen Kinofilm mit vielen Kinos, den man über Monate schauen konnte.
Wenn der Film frei verfügbar ist werde ich ihn vermutlich auch anschauen, Netflix abonnieren werde ich deshalb nicht und auch niemand fragen, ihn dort zu sehen.
Muss man ein Buch neu verfilmen und Dinge einbauen, die es da gar nicht gibt? Ich vermute eher Netflix ging es um einen bekannten Titel der Aufmerksamkeit generiert und um etwas das eine Oskar bekommen könnte um neue Zuschauer zu gewinnen.
Was ist daran verwerflich? Nenn mir einen Produzenten, der das nicht im Sinn hat, wenn er einen Film an den Start schickt. ES ist nicht unehrenhaft, wenn man im Filmbusiness Erfolg haben möchte. Und die Neuverfilmung ist nun wirklich keine hollywoodmässige Effekthascherei wie wir es bei "Pearl Habour" oder "Midway" gesehen haben, wo man für den Effekt die Story geopfert hat. Der Film hat inhaltlich natürlich Schwächen, aber ist ansonsten eine gute, bewegende Buchverfilmung, die ihre Oscars zu recht verdient hat.
, Netflix abonnieren werde ich deshalb nicht und auch niemand fragen, ihn dort zu sehen.
Deswegen würde ich auch nicht Netflix abonnieren, aber es lohnt sich schon, sich ein eigenes Bild zu machen, anstatt Youtube-Rezensionen zu vertrauen 😉
@tristesse Ich habe youtube selbst meine Kommentare geschrieben.
Das Buch von 1929 hatte ich auf einem Flohmarkt gefunden. Die Rezension die ich jetzt verlinkt beleuchtet dies vom Blickwinkel des Historikers vom Deutschen Panzermuseum. Allzviele Kommentatoren hatten noch nie eine Kriegswaffe in den Händen und haben wohl nur Spiele mit Panzern gespielt. Da werden Panzer gelobt die nie einsatzfähig waren. Da wird auch ein MG 08 mit einem 08/15 gleichgesetzt und manches wäre gar überflüssig als Kommentar, wenn man den youtube Beitrag erst ganz anschauen würde.
Das DPM hat übrigens einige gute Beiträge z.B. zur Entwicklung des Stahlhelms, der ja kam, da es so viele Kopfverletzungen im Schützengraben gab. Die Filme warum die deutschen Panzer bis 1945 Ottomotoren anstatt Dieselmotoren hatten kann man auch empfehlen.
Was mir immer wieder auffällt: in der heutigen Zeit, um sich zeitgemäss darzustellen, benutzen die Leute gerne und häufig Abkürzungen. Es wird dann jeweils vorausgesetzt, dass alle diese Abkürzungen verstehen oder anders ausgedrückt wird zwischen den Zeilen mitgeteilt, wer diese nicht verstehe, lebe komplett hinter dem Mond und könne nicht ernst genommen werden.
Oder es wird zwischen den Zeilen mitgeteilt, dass ja googeln kann, wer dermassen uninformiert ist. 🙂
Bei
MG
... komme ich ja noch mit und gebe dir Recht: wer nicht weiss was MG bedeutet, da kann man nur den Kopf schütteln - und "tststs" machen...
Aber hier
DPM
... muss ich jetzt leider passen.
Hat wohl mit meinem Abwehrreflex gegen wenig geläufige Akürzungen zu tun, dass ich das nicht selber gecheckt hatte.
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Ich kann's nachvollziehen... ich schreibe Texte auch lieber aus. Sonst verstehe ich irgendwann selbst nicht mehr, was ich da eigentlich geschrieben hatte...
Hierbei
Bei
MG
... komme ich ja noch mit und gebe dir Recht: wer nicht weiss was MG bedeutet, da kann man nur den Kopf schütteln - und "tststs" machen...
handelt es sich doch um diese britische Automarke, das ist doch sonnenklar! *Ironie off*
@tamaro DasPanzermuseum - YouTube Das Logo ist DPM für Deutsches Panzermuseum Munster.
Um an das Thema "Oscar-Preisverleihung" anzuschliessen: habe gerade gelesen, dass ab 2024 ein paar geringfügige Änderungen vorgenommen werden, damit auch unterrepräsentierte Gruppen im Filmbusiness in Zukunft besser berücksichtigt werden.
Hier die Änderungen übersichtlich dargestellt aus einem Artikel von "srf" vom 11. September 2020:
Ab 2024 müssen Filme mindestens zwei der vier Anforderungen erfüllen, damit sie als Bester Film ins Rennen gehen können.
Standard A: Repräsentation von Minderheiten on-screen
Um diesen Standard zu erreichen, muss der Film eines der folgenden Kriterien erfüllen:
- Mindestens eine Hauptrolle oder eine wichtige Nebenrolle wird von einem Menschen aus einer unterrepräsentierten ethnischen Gruppe übernommen. Dazu zählen Menschen aus Asien, aus Lateinamerika, Schwarze/African Americans, Indigene, Menschen aus dem Nahen Osten und Nordafrika, von Hawaii oder anderen Pazifischen Inseln sowie andere unterrepräsentierte Ethnien.
Oder
- Mindestens 30 Prozent der kleineren Rollen sind besetzt mit Menschen aus mindestens zwei der folgenden unterrepräsentierten Gruppen: Frauen, ethnische Gruppen, Menschen aus der LGBTQ+-Community (also Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, Queers und andere) und Menschen mit kognitiver oder körperlicher Behinderung
Oder
- Die Story handelt von einer der unterrepräsentierten Gruppe aus Punkt 2.
Standard B: kreative Führung und Projektteam
Um diesen Standard zu erreichen, muss der Film eines der folgenden Kriterien erfüllen:
- Mindestens zwei der kreativen Führungspositionen sind mit Menschen aus den unterrepräsentierten Gruppen besetzt (Frauen, ethnische Minderheiten, LGBTQ+, Menschen mit Behinderung). Zu den kreativen Führungspositionen zählen: Casting Director, Kameraperson, Komponist*in, Kostümdesigner*in, Regisseur*in, Editor*in, Hairstylist*in, Produzent*in, Maskenbildner*in, Produktionsdesigner*in, Bühnenbildner*in, Sound-Verantwortliche*r, VFX-Supervisor*in (verantwortlich für visuelle Effekte), Autor*in.
Oder
- Mindestens eine dieser Positionen ist ausserdem von einer Person aus einer der unterrepräsentierten ethnischen Gruppen besetzt (Menschen aus Asien, aus Lateinamerika, Schwarze/African Americans, Indigene, Menschen aus dem Nahen Osten und Nordafrika, von Hawaii oder anderen Pazifischen Inseln sowie andere unterrepräsentierte Ethnien).
Oder
- Mindestens sechs andere Crew-Mitglieder und Technische Mitarbeitende gehören einer unterrepräsentierten ethnischen Gruppe an.
Oder
- Mindestens 30 Prozent der Crew gehören einer unterrepräsentierten Gruppe an (Frauen, ethnische Minderheiten, LGBTQ+, Menschen mit Behinderung).
Standard C: Industrie-Zugang und Chancen
Um diesen Standard zu erreichen, muss der Film beide der folgenden Kriterien erfüllen:
- Die Vertriebs- oder die Finanzierungs-Firma des Films bietet bezahlte Praktikums- und Ausbildungsstellen in verschiedenen Abteilungen. Diese Stellen sollen an Menschen aus den unterrepräsentierten Gruppen gehen (Frauen, ethnische Minderheiten, LGBTQ+, Menschen mit Behinderung). Kleinere Studios müssen mindestens zwei Praktikant*innen oder Auszubildenen haben in mindestens einer Abteilung.
Und
- Die Firmen bieten Menschen aus den unterrepräsentierte Gruppen Schulungs- und Arbeitsmöglichkeiten
Standard D: Publikumsentwicklung
Um diesen Standard zu erreichen, muss der Film folgendes Kriterium erfüllen:
- Das Studio oder Filmunternehmen hat mehrere Führungskräfte aus unterrepräsentierten Gruppen (Frauen, ethnische Minderheiten, LGBTQ+, Menschen mit Behinderung) in Marketing, Werbung und Vertrieb.
Alles klar, oder?!
Link zum Artikel: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/mehr-vielfalt-an-oscars-die-oscars-sollen-diverser-werden
Alles klar, oder?!
Tja... Rechtspopulisten dürften begeistert sein.
Nicht nur wird hier klar zwischen "LGBTQ+" Menschen und "Normalen" unterschieden und eine klare Trennlinie zwischen diesen gezogen... Homosexuelle und Andere müssen sich auch outen, um bestimmte Jobs und Rollenangebote zu bekommen.
Als nächstes haben wir dann Parkbänke, die ausdrücklich nur für LGBTQ+ Leute, Asiaten oder Behinderte reserviert sind... hm... an was erinnert mich das bloss...?
an was erinnert mich das bloss...?
Mich erinnert das an etwas, was ich vor langer Zeit mal irgendwo gelesen habe: Dass die ersten Schritte Richtung »Apart-heid« im 19.Jh. in dem Bestreben erfolgten, den Schwarzen in Südafrika Gottesdienste in ihrer eigenen Sprache und Kultur zu ermöglichen.
Alles klar, oder?!
Nein, denn wenn ich lese:
Oder
- Mindestens eine dieser Positionen ist ausserdem …
dann frage ich mich: was gilt nun: »oder«, also eine Alternative zu dem vorher genannten Punkt (2 von 14 kreartive Führungspositionen an unterrepräsentierte Gruppen) oder gilt »außerdem«, also müssen beide erfüllt sein? Ich tippe mal: Entweder zwei aus unterrepräsentierten Gruppen, oder eine daraus und eine aus einer ethnische Minderheit
Und was bitteschön ist „Best-Picture”? Nur der beste Film (also gerade mal ein einziger Preis), oder ist bester internationaler Film auch ein „best picture”-Preis?
Und dann noch ein sachlicher Fehler im Artikel:
Theoretisch könnte ein Cast also zu 100 Prozent aus weissen Männern bestehen, solange im Hintergrund einige unterrepräsentierte Ethnien ein Praktikum machen und ein paar Frauen als Hairstylistinnen arbeiten.
Nein, zwei Hairstylistinnen reichen nicht, es muss ne „Führungsposition” sein, also z.B. der leitende Hairstylist muss weiblich sein - und dann noch eine zweite Führungsposition (von insgesamt 14), siehe oben. So wie beschrieben fällt der Film durch und wird kein best picture.