Landtagswahlen im Osten
Meiner Beobachtung nach sind die Wähler, die dieses Thema betrifft, auf jesus.de eher unterrepräsentiert.
Trotzdem eröffne ich diesen Thread, vllt gibt es ja ein Interesse, sich - wie auch immer - zu beteiligen.
Mein Anliegen dabei ist es nicht, für irgendeine Partei Werbung zu machen, ich bin parteilos. Aber politikinteressiert.
Ich merke, wie ich über die glaubensbewegten Jahre immer weniger Interesse daran habe, meine Aufmerksamkeit politischen
(somit: menschgemachten) "Programmen" zu widmen und stattdessen mehr und mehr Zeit damit verbringe,
meine Beziehung mit Gott, meinen Weg mit Jesus zu gestalten.
Das erfüllt mich. Mehr und mehr.
*
Politik wird dadurch für mich nicht unwichtig ... ihr Stellenwert verändert sich.
Sie "darf" mich heute einfach nicht mehr so stark erschrecken.
Dass ich mich nicht fürchten soll, hat mir inzwischen zu oft der gesagt, auf den ich wirklich vertrauen kann.
Letztlich stärkt keine Partei mein Vertrauen in das Leben so sehr wie Gott. (Wie denn auch ...?)
Bestenfalls beruhigt die eine mehr als die andere meine Ängste.
Und da ich als Christin nicht der Beruhigung meiner Ängste meine schöne Lebenskraft hinterherwerfen muss, . . .
sondern selbige Tag für Tag in das investieren darf, was ich liebe, fühle ich mich auf meinem Glaubensweg bestens aufgehoben.
Er beruhigt meine Ängste. (Und: Ja, in diesen Wochen, eigentlich: in den letzten 10, 12 Jahren, hat Er damit spürbar mehr zu tun,
als in den Jahren davor, ... aber das ist ein zu weit entferntes Feld.)
Kurz: Spannender als die Frage nach der Politik finde ich die nach dem schrittweise Verwirklichen Seiner Vision.
Der vorauszufühlen, ... zaubert jedes Mal ein überraschend echtes Lächeln in mein Gesicht.
~
Danke, liebe Tread-Eröffnerin, für dieses Thema. Und die Einladung, darüber nachzudenken, nachzuspüren.
🌻
Heute übrigens ... findet meine Liebe Ausdruck in einem weiteren Kapitel Kursvorbereitung.
Es geht um, welche Überraschung: Kommunikation. : o ) < > ( o :
... in Versuchung führen würde mich allerdings, falls eine Partei endlich mal die Chuzpe besäße,
als Fern(!)ziel die Überwindung des Geldes anzuvisieren.
Dieses als "leistungsgerecht" getarnte Schneeballsystem muss ja nicht zwanghaft destruktiv enden, es darf aktiv umgestaltet werden.
Aktuell arbeiten ja bereits schon weltweit eine ganze Menge Menschen unterschiedlichster Kulturen, Religionen und
(das finde ich am kuriosesten) Motivationen daran.
Dass das gbf. sehr langfristig gedacht ist, ... stört mich ehrlich gesagt kein bisschen. Für mich ist es zwar auch nicht immer einfach,
gleichzeitig tägliche Übung, an etwas mitzuwirken, dessen Ergebnis mitzuerleben außerhalb meiner Planungsmacht steht.
some words on . . .
a few words about politics,
a few words about love:
I yearn to do without the former -
but from the latter I just can't get enough!
...................... mit kleinem Extragruß an neubaugoere:
einige Worte über ...
ein paar Worte über Politik,
ein paar Worte über die Liebe:
Von ersterem will ich gar nicht genug bekommen -
aber von letzterem kann ich nicht genug bekommen!
..........................................................................................
LadyGiant * ~
Veröffentlicht von: @ladygiant... in Versuchung führen würde mich allerdings, falls eine Partei endlich mal die Chuzpe besäße,
als Fern(!)ziel die Überwindung des Geldes anzuvisieren.
Die Überwindung des Geldes? Was wäre dadran ein gutes Ziel, das ist doch eine Horrorvision.
Dieses Fernziel ist übrigens in der Bibel längst beschrieben, aber nicht als gutes Fernziel sondern als Werkzeug des Antichristen.
@fizzibitz ... die Bibelstelle muss ich dann wohl noch nicht entdeckt haben.
Magst du mir da mal bitte weiterhelfen?
Danke vorab!
@ladygiant
Schau mal in der Offenbarung, Kapitel 13 und 14....
..........Wer nicht das Zeichen hat an Hand oder Stirn, der kann weder kaufen noch verkaufen.....steht dort.
Das ist eine Horrorvision, zumal davor gewarnt wird, dieses Zeichen überhaupt auch nur anzunehmen.
Dann droht Dir der Hungertod.
Das bedeutet doch, das Bargeld wurde durch ein "Zeichen an Hand oder Stirn" ersetzt.
Dann ist man hundertprozentig kontrollierbar, weil der Antichrist genau weiß, was Du kaufst oder verkaufst.
In China und Schweden ist es ja heute schon so, was findest Du dadran so toll?
Veröffentlicht von: @fizzibitzDas bedeutet doch, das Bargeld wurde durch ein "Zeichen an Hand oder Stirn" ersetzt.
Äääh, nein.
Das behauptest Du hier bisher nur in extrem freier Interpretation der Offenbarung.
@fizzibitz ... hallo.
Es ist nicht so, dass ich dir nicht antworten möchte - aber auf einige Rückmeldungen hier weiß ich einfach nicht mehr, was ich sagen soll.
Babelfische müsste es regnen!
(Was jetzt bitte nicht als weiterer Hinweis auf Apokalypse misszuverstehen sei.)
Ich spare mir jetzt mal das zugehörige Emoji, ... auch wenn das großen Mut erfordert.
Und wünsche dir & uns allen einfach nur: Eine gesegnete neue Woche.
~
Thüringen
Tja also, das möchte ich niemandem vorenthalten:
Es wird gemunkelt, dass Herr Höcke in den Bundestag will.
Iwo muss er ja hin, um dem Wählerwillen Folge zu leisten. Und wenn er vor Ort ausgebremst wird, ist es seitens Frau Weidel wohl pädagogisch sinnvoll, die angestaute Hybris intelligent zu lenken, damit sie nicht in den eigenen Reihen implodiert, sondern auf höheren Ebenen andere befruchten kann. 😉
Herr Ramelow wartet bisher vergebens auf Anrufe zwecks Einladung zum Mitregieren. Er könnte sich sogar eine Minderheitsregierung von den 3 Roten vorstellen.
Vllt wäre das gar nicht so abwegig? Die CDU könnte ihr Gesicht wahren (mit der Sahra wird's eh' schwierig) und darauf hoffen, dass sich Höcke im Bundes- statt im Landtag abarbeitet.
Gute Nacht. 🌝
Politik in unseren Tagen ist spannend aber auch beängstigend.
Was soll man als Kriterium nehmen? Ich fände es zum Beispiel schrecklich, wenn alle Atomkraftwerke wieder hochgefahren würden, wie es der AfD vorschwebt. Müsste ich also die Grünen wählen.
Bei denen stört mich aber ihr Multikulti Wahn.
Bei der Afd finde ich vieles plausibel und bedenkenswert, stört mich aber ihr Israelbild und der Umgang mit dem Holocaust und der deutschen Vergangenheit.
Vieles bei der FDP finde ich gut, aber ich bin nicht selbständig und kein Geschäftsmann.
Was also jetzt wählen?
Das Dilemma ist ähnlich wie in den USA, Trump ist der neue "Messias" dort, erst recht nach dem überlebten Attentatsversuch, andererseits ist er nicht gerade ein Vorbild für Christen, rechtskräftig vorbestraft und Prostituierten- Besucher undsoweiter.
Seine Konkurrentin Kamala Harris ist aber Pro-Hamas und nicht Pro Israel und pro Abtreibung und gleichgeschlechtlicher Ehe.
Was soll ein amerikanischer Christ also jetzt wählen? Sind ja nur noch ein paar Wochen bis dahin....
@fizzibitz Seine Konkurrentin Kamala Harris ist aber Pro-Hamas (...)
Das interessiert mich jetzt. Kannst Du dafür mal Deine Quelle/Belege angeben bitte?
Phönix Sendung, habe ich zufällig mal rein geschaltet, jetzt frag mich nicht wann, vielleicht findest Du es ja noch auf der Mediathek.
@fizzibitz Wie soll ich finden, wann Du Dich in welche Phönix-Sendung reingeschaltet hast? 🤔
@jack-black
Schau doch einfach auch mal Phönix und wenn jemand dort das Gegenteil über Kamala Harris behauptet, dann lass es uns wissen.
Ich dachte immer, Phönix erhebt den Anspruch, einigermaßen neutral und korrekt zu berichten und zu recherchieren oder täusche ich mich da?
@fizzibitz
Also ich schaue relativ viel Phoenix und habe dort noch nie gehört, dass sie pro Hamas wäre. Was auch ziemlich merkwürdig wäre, schließlich ist sie Vizepräsidentin und die US-Regierung ist alles andere als pro Hamas
Klingt für mich eher wie eine typisch trumpsche Fakenews. Wahrscheinlich isst Frau Harris auch Katzen.
@fizzibitz Schau doch einfach auch mal Phönix und wenn jemand dort das Gegenteil über Kamala Harris behauptet, dann lass es uns wissen.
Warum sollte ich?! Du warst die- oder derjenige, die/der eine fragwürdige Behauptung über Frau Harris hier äußerte. Und ich soll ich nun Aufwand betreiben und meine Zeit verplempern? 🤨
Ich dachte immer, Phönix erhebt den Anspruch, einigermaßen neutral und korrekt zu berichten und zu recherchieren oder täusche ich mich da?
Was Du immer dachtest, darüber kann ich Dir keine Auskunft geben. Aber Normalsterbliche, soviel sei verraten, erinnern sich manchmal falsch, auch bezüglich irgendwelcher Informationen, die sie aus irgendwelchen Medien aufgeschnappt zu haben vermeinen. Statt nun hier den Verdacht auf Phoenix zu lenken, könntest Du einfach zugeben, dass Du Deine Behauptung über Frau Harris nicht belegen kannst und Dich womöglich einfach irrtest. Oder Du könntest auch so lange recherchieren, bis Du die Stelle im Poenix-Programm gefunden hast, an welcher diese (möglicherweise Fehl-) Information zu finden ist.
So lange Du weder das eine, noch das andere getan hast, gehe ich mal davon aus, dass Du Dir die Bemerkung über Frau Harris schlicht ausgedacht hast. Warum Du das getan haben solltest, darüber mag ich für's Erste nicht weiter spekulieren.
@jack-black ich finde auch nix, nur das Gegenteil: https://www.mena-watch.com/us-vizepraesidentin-sexuelle-gewalt-hamas/
@fizzibitz
Bei der Afd finde ich vieles plausibel und bedenkenswert
Was denn z.B.?
Seine Konkurrentin Kamala Harris ist aber Pro-Hamas und nicht Pro Israel und pro Abtreibung und gleichgeschlechtlicher Ehe.
Dass sie pro Hama ist wäre mir jetzt neu.
Und zu pro Abtreibung: Ich lehne Abtreibungen ab. Aber auch ein Abtreibungsverbot, aus verschiedenen Gründen. Und selbst wenn man als Christ die gleichgeschlechtliche Ehe ablehnt (nicht alle Christen tun das) - mit welchem Recht will man als Christ anderen Leuten vorschreiben, wie sie zu leben haben?
Da würde ich als amerikanischer Christ lieber Harris wählen als Donald Trump, der gegen so ziemlich jedes Gebot Gottes verstößt, und das in z.T. eklatanter Weise.
Aber die amerikanischen Christen ticken eh' teilweise etwas seltsam. Neulich erst gelesen, dass da welche Jesus für "links" halten, was in den USA ja schon kommunistisch und ganz schlimm ist.
@alescha Hi,
Nun wir als Bürger haben kein Recht es zu verbieten. Aber der Staat hätte es.
Mit Abtreibungen verhâlt es sich nicht ganz wie mit der Frage ob das Bürgergeld erhöht werden soll
Wenn ich daran Glaube das es (vor Gott) ein Greuel und gelagert wie ein Mord wäre, warum sollte ich nicht meine Wählerstimme dazu verwenden? Entweder Demokratie ist dazu da meine Meinung abzubilden oder nicht.
Möglicher Weise ist es auch für ein Volk nicht gut, eine derartige Moral zu haben. Gott wird sich bei der Moral ja etwas gedacht haben, darf ich als Christ glauben. Wenn man Abtreibungen anfängt zu Feiern, dann empfinde ich das als etwas verwerfliches. So etwas ist doch eine Traurige Sache, ich denke so eine Art Konsens sollte man unter Gläubigen schon haben.
Aber natürlich gibt es noch andere Dinge wie diese Frage welche aus dem Glauben relevant sind.
@alescha Das es auch oft mit schweren Situationen für die Mütter und Väter verbunden ist, weiß ich. Ich finde es insgesamt Traurig. Deshalb finde ich es erschreckend wie man zum Beispiel in Frankreich ein Recht auf Abtreibung förmlich feiert. Das geht doch nur, wenn man jegliches Recht der ungeborenen Kinder komplett ausblendet.
Wenn man Abtreibungen anfängt zu Feiern, dann empfinde ich das als etwas verwerfliches. So etwas ist doch eine Traurige Sache, ich denke so eine Art Konsens sollte man unter Gläubigen schon haben.
Ich finde es insgesamt Traurig. Deshalb finde ich es erschreckend wie man zum Beispiel in Frankreich ein Recht auf Abtreibung förmlich feiert. Das geht doch nur, wenn man jegliches Recht der ungeborenen Kinder komplett ausblendet.
Da bin ich voll und ganz bei Dir!
Trotzdem bin ich gegen Abtreibungsverbote, wie sie in manchen Ländern und auch schon in manchen US-Bundesstaaten gibt. V.a. deshalb, weil es dazu führt, dass Frauen, die eine Fehl- oder Totgeburt erlitten haben, schon mit einem Bein im Gefängnis stehen oder Frauen dringend gebotene medizinische Behandlungen verweigert werden, bis dahin, dass die Frau stirbt.
Ich weiß z.B. noch, dass manche es feierten, dass Trump die Förderung von Planned Parenthood gestrichen hat oder zumindest streichen wollte. Weil das eine Abtreibungsfirma sei. Außer Acht gelassen wurde, dass Abtreibungen nur einen Bruchteil des Angebotes von Planned Parenthood darstellen. Ein wesentlicherer Bestandteil sind u.a. Aufklärung, dass es erst gar nicht zu unerwünschten Schwangerschaften kommt, Beratung und medizinische Versorgung in der Schwangerschaft, damit Mutter und ungeborenes Kind gesund bleiben.
Oder anders formuliert: Im Eifer, ungeborenes Leben retten zu wollen, riskiert man das Wohlergehen bereits geborenen Lebens oder anderen ungeborenen Lebens.
Aber natürlich gibt es noch andere Dinge wie diese Frage welche aus dem Glauben relevant sind.
So ist es. Für mich steht da dann halt auch im Fokus, wie die Politik für die bereits Geborenen aussieht. Oder der Umgang miteinander.
Und da sieht es für mich so aus: Ich wähle keine Partei oder keinen Politiker, die zwar behauptet, gegen Abtreibung zu sein, gleichzeitig aber permanent gegen anderen Gebote Gottes verstößt und ein Klima des Hasses schafft. Denn dazu hat Gott auch so einiges gesagt, und eine Politik gegen Abtreibungen (sofern sie sich einfach darauf beschränkt, Abtreibungen zu verbieten oder fast unmöglich zu machen) ist kein Freibrief dafür, anderweitig Gottes Gebote mit Füßen zu treten.
Außer Acht gelassen wurde, dass Abtreibungen nur einen Bruchteil des Angebotes von Planned Parenthood darstellen. Ein wesentlicherer Bestandteil sind u.a. Aufklärung, dass es erst gar nicht zu unerwünschten Schwangerschaften kommt
Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich außer Acht gelassen wurde. Viele Trump-Wähler dachten vermutlich ungefähr so: Den Teenagern auch noch diesen Schweinkram mitzuteilen? Nein, besser sie wissen nicht wie Sex geht, dann werden sie keinen haben und auch nicht ungewollt schwanger.
Vor Jahren schon war es das Thema, dass Mädchen aus kSvdE-Hintergrund häufiger schwanger werden als andere. Was natürlich daran liegt, dass jemand, der Sex plant, sich oft Gedanken über Verhütung macht. Aber wenn aus dem keuschen Kuscheln plötzlich im Überschwang der Hormone Geschlechtsverkehr wird, ist es zu spät, um sich über Verhütung zu informieren …
Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich außer Acht gelassen wurde.
Von vielen schon, und ich rede nicht nur von den USA, auch hierzulande gibt es ja Christen, die Trump-Fans sind, "weil der was gegen Abtreibungen macht". Der eine oder andere davon war hier auf jesus.de unterwegs, und da fiel dann auch schon mal der Begriff "Abtreibungsfirma".
Aber gerade was die USA betrifft:
Viele Trump-Wähler dachten vermutlich ungefähr so: Den Teenagern auch noch diesen Schweinkram mitzuteilen? Nein, besser sie wissen nicht wie Sex geht, dann werden sie keinen haben und auch nicht ungewollt schwanger.
Ja, ist wohl so. Aber so eine Denkweise gibt es ja auch in Deutschland.
(Und bei der Debatte wird auch völlig außer Acht gelassen, dass auch in der Ehe nicht jede Schwangerschaft gewollt ist. Früher stellten die verheirateten Frauen in der Abtreibungsstatistik die Mehrheit, das hat sich erst geändert, als immer mehr Paare anfingen, ohne Trauschein zusammen zu leben. Die Statistik finde ich leider nicht mehr auf Anhieb.)
Vor Jahren schon war es das Thema, dass Mädchen aus kSvdE-Hintergrund häufiger schwanger werden als andere. Was natürlich daran liegt, dass jemand, der Sex plant, sich oft Gedanken über Verhütung macht. Aber wenn aus dem keuschen Kuscheln plötzlich im Überschwang der Hormone Geschlechtsverkehr wird, ist es zu spät, um sich über Verhütung zu informieren …
Verhütung selbst ist ja für viele auch bäh. Nachdem Clarence Thomas anregte, u.a. Entscheidungen, die das Recht auf Verhütung garantierten, zu überdenken. hielt das Repräsentantenhaus für nötig, das Recht auf Empfängnisverhütung gesetzlich verankern zu wollen. Alle Gegenstimmen kamen von den Republikanern. Klick.
Veröffentlicht von: @alescha@fizzibitz
Bei der Afd finde ich vieles plausibel und bedenkenswert
Was denn z.B.?
Zum Beispiel der Umgang mit kriminellen Migranten, oder fändest Du es toll, unverhofft hinterrücks auf einer öffentlichen Feier erstochen zu werden?
@fizzibitz
Zum Beispiel der Umgang mit kriminellen Migranten, oder fändest Du es toll, unverhofft hinterrücks auf einer öffentlichen Feier erstochen zu werden?
Und wenn die AfD an die Macht kommt, dann verbieten die einfach das Abstechen anderer Menschen durch Migranten?
@lucan-7
Schön wärs, wenn man das Töten einfach so verbieten könnte.
Aber wir befinden uns schon mitten im Wahlkampf, welche Partei hat denn jemals schon alle ihre Wahlversprechen eingehalten?
@fizzibitz
Schön wärs, wenn man das Töten einfach so verbieten könnte.
Aber wir befinden uns schon mitten im Wahlkampf, welche Partei hat denn jemals schon alle ihre Wahlversprechen eingehalten?
Die AfD jedenfalls nicht. Und mit dem Grundgesetz vereinbare Lösungen haben die auch nicht parat.
Daran sind die auch nicht interessiert. Denn deren ganzes Geschäftsmodell beruht ja darauf, dass es Deutschland schlecht geht. Also werden die auch alles dafür tun, dass es so bleibt.
@fizzibitz
Zum Beispiel der Umgang mit kriminellen Migranten, oder fändest Du es toll, unverhofft hinterrücks auf einer öffentlichen Feier erstochen zu werden?
Natürlich nicht.
Aber findest Du es toll, dass man deshalb Migranten unter Generalverdacht stellt? Aktuelles Beispiel: Die AfD in Brandenburg fordert ein Betretungsverbot öffentlicher Veranstaltungen für Asylantragsteller, Asylberechtigte, ukrainische Kriegsflüchtlinge sowie vollziehbar ausreispflichtige, geduldete und subsidiär schutzberechtigte Ausländer zu erlassen.
Erinnert Dich das an was? Das hat doch schon mal jemand gemacht, bestimmte Personengruppen aus bestimmten öffentlichen Bereichen fernzuhalten. 🤔
Und bist Du der Meinung, dass sich sowas mit dem Grundgesetz vereinen lässt?
Und auf die Frage, wie man den Fachkräftemangel ohne Migration in den Griff bekommt, fällt der AfD nichts anderes ein, als die "biodeutsche" Bevölkerung zum Kinderkriegen aufzufordern. Bis hin zu der Forderung, dass man als Mann nur eine Frau heiraten solle, die 10 Kinder bekommen will (Klick), der Mann 13 Stunden am Tag arbeiten soll, während sich die Frau um die Kinderschar kümmert (Klick).
Aber selbst wenn deutsche Paare (gemeint sind die ohne Migrationshintergrund) jetzt anfangen, fleißig Kinder in die Welt zu setzen, kannst Du Dir ja ausrechnen, wann die als Fachkräfte zur Verfügung stehen.
Kriminelle Migranten will niemand haben, das Problem ist nur, dass man die nicht so ohne weiteres vorab von nichtkriminellen unterscheiden lassen.
@alescha ist es im Programm der Partei das jeder 10 Kinder bekommen soll...oder eher gerede einer Person?
Grundsätzlich finde ich bei den zwei Sachen hat die AFD schon was richtiges erkannt - Ich denke das die Partei für Dinge sensibel ist, wo das Linke Spektrum überhaupt nicht mehr Wahrnimmt oder begrüßt.
- Das man das Kinder kriegen im Mikrokosmos einer Frau oder der Frauen nicht von der Zukunft des Staates trennen kann. Es ist ein Grundfundament der von Gott gestifteten Ordnung, auch wenn das letzte den AFD Leuten vielleicht nicht bewusst ist. Entkoppelt man beides, geht die Gesellschaft zugrunde oder nimmt Schaden. Der Deutsche Staat hat vielmehr die freie Entfaltung des Einzelnen im Focus, als das große Ganze. Das ist wohl die Folge vom umgedrehten Wahnsinn, den man vor 80 Jahren hatte. Ohne Millionen Gastarbeitern oder Aussiedlern wären wir binnen 50 Jahren nach dem Pillenknick schon längst fertig gewesen.
Wir haben bald den Zustand das ein Arbeitnehmer ein Rentner (der im Schnitt 5 mal so oft Krank wird....) durchziehen muss. Dann werden irgendwann die Leistungsbezieher die Hauptwählerschaft stellen. Wie soll das alles Rund laufen?
- Das Deutsche Volk und seine Zukunft. Man kann es freilich auf den Ausweis reduzieren. Aber ich denke, da gibt es noch etwas mehr dahinter. Eine gewisse kulturelle Verbundenheit. Für mich spielt es gar keine Rolle ob die Familie von jemandem aus Deutschland oder woanders her ist. Das ist vielmehr Einstellungssache. Aber das ändert nicht viel wie man es betrachtet, weil es in Deutschland anders gelagert ist.
In Deutschland ist es eher so das Migranten auf die Herkunft ihres Großvaters extrem Stolz und Verbunden sind. Es wird ja vom Zeitgeist hier ausdrücklich begrüßt. Sonst wären wir nicht bunt genug, Deutsche selbst sind nunmal eine öde Kultur und steifes Volk, die vermisst kaum einer, Überspitzt ausgedrückt.
Im Ausland ist das anders Gewichtet. Thomas Gottschalk wanderte vor einiger Zeit in die USA aus. Er wurde mal vor ein paar Jahren gefragt wie seine Kinder zu Deutschland stehen. - Gar nicht. Keinen Bezug dazu, sind Amerikaner. Was für ein Unterschied zu Deutschland. Amerika hat die Familie Gottschalk nicht reich gemacht. Den USA haben sie gar nichts zu verdanken. Umgekehrt in Deutschland, eigentlich sind die Migranten vorrangig hier zu viel mehr Sicherheit und Wohlstand gekommen, wie im Heimatland. Trotzdem ist da eine große Distanz da. Ein Deutscher Ausweis ist sicher praktisch, aber das ist auch alles. Wenn Kinder aus gemischtem Hause sind, tendieren die eher zum ausländischen Teil. So kenn ich das vorrangig.
Es ist auch alles im Rahmen der persönlichen Freiheit zu sehen. Aber- zähle ich alles zusammen ist es einfach so, man die ethnisch Deutschen keine Zukunft mehr haben. Es wandern viel mehr ein, wie noch geboren werden. Jede Generation halbiert sich. Irgendwann sind wir nur noch eine alte und schwache Gruppe von Vielen. Sobald man dann noch Tendenzen hätte unter sich zu bleiben, käme wieder die Rassismus Keule. Umgekehrt ist das natürlich nicht der Fall.
Das ist nur meine Einschätzung. Offen gesagt das belastet mich sogar manchmal. Ein Trost war die wirtschaftliche Stärke Deutschlands um darüber hinweg zu sehen. Das geht nun auch dahin.
Ich denke das die AFD das begriffen hat- ändern werden die auch nichts mehr daran.
Diese Vorschläge generell Asylsuchende nicht mehr auf Veranstaltungen zu lassen, ist entweder Abschreckung damit die woanders hingehen oder einfach nur dämlicher Aktionismus.
Hundert Prozent Sicherheit gibt es leider nicht. Ich wünschte mir aber das bei kapitaler/ körperlicher Straffälligkeit unverzüglich durchgegriffen wird. Ich meine damit nicht Schwarzfahren. Wenn der Staat uns nicht schützen kann was brauchen wir ihn. Und alle Verbrecher hier im Knast durchfüttern kann auch nicht sein. Das Geld und das Personal brauchen wir woanders und wenn so einer aus dem Knast kommt, darf er als Belohnung hier bleiben. Sicher, es gibt genug Deutsche da sollte man das auch machen. Aber da wir deren Heimat sind ist das da leider nicht so einfach.
Das man das Kinder kriegen im Mikrokosmos einer Frau oder der Frauen nicht von der Zukunft des Staates trennen kann.
Mal eine Frage am Rande: Warum gehört Kinderkriegen zum Mikrokosmos einer Frau? Aber passt zu der Denkweise, in deren Folge sich ausschließlich Frauen dafür rechtfertigen müssen, warum sie kein Kind haben, nur eines, warum mit 30 noch keines, wie sie ihre Berufstätigkeit mit Kind vereinbaren kann, etc.
Männer werden sowas so gut wie nie gefragt. Seltsam, nicht?
Davon ab:
Dann muss man sich halt überlegen, wie man den Leuten das Kinderkriegen schmackhaft macht. Und da ist das Gesamtkonzept der AfD nicht zielführend. Man kann nicht sagen, dass die Leute Kinder bekommen sollen, und dann an den Grundlagen sägen. Das fängt bei den Rechten von Arbeitnehmern und den Einkommensverhältnissen der Durchschnittsbürger an. Erhöhung des Mindestlohns lehnt die AfD gleich mal ab, Mietpreisbremse ebenso. Von Arbeitnehmerrechten hält die AfD auch nicht viel. Ihre Steuerpolitik bevorzugt Leute, die eh' schon Asche fett haben. Und so weiter. Dann noch so Geschichten wie Austritt aus der EU, Rückkehr zur D-Mark, Rassismus etc., was schon einige Wirtschaftsvertreter veranlasst hat, in der AfD eine Gefahr für Wirtschaft und Wohlstand zu sehen.
Die AfD propagiert ein Familienbild, wonach die Frau möglichst viele Kinder bekommen soll, diese möglichst lange zuhause erzieht, sich außer um die Kinder noch um pflegebedürftige Angehörige und Nachbarn kümmert. Das entspricht halt nun mal nicht der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen. Frauen machen nicht Abitur, eine Berufsausbildung und studieren womöglich, nur um sich anschließend um Heim, Kinder und Großeltern zu kümmern. Und selbst wenn sie es wollen, können sie es sich nicht leisten.
(Und so traditionell, wie dieses Familienmodell bezeichnet wird, ist es übrigens nicht. Frauen haben seit jeher zum Verdienst der Familie beigetragen. Man lese nur mal das Lob der tüchtigen Hausfrau in den Sprüchen in der Bibel: Die Frau sitzt nicht nur daheim und kümmert sich ausschließlich um den Nachwuchs. Die Frau treibt Handel und betreibt Landwirtschaft u.v.m.) Wenn man vielleicht vom Adel und sonstigen Betuchten absieht, waren die Familien seit jeher auf die Arbeitskraft der Frau angewiesen.)
Zusammengefasst: Man muss ja seine Kinder irgendwie satt bekommen. Klar stellt die AfD Familien auch finanzielle Vergünstigungen in Aussicht, aber ob die ausreichen, bei dem, was die AfD sonst noch alles vorhat?
Und was die Verbundenheit von Migranten mit ihrem Herkunftsland betrifft: Ja, und es gibt auch Migranten, die sich nicht groß integrieren wollen. Man muss aber auch sehen, dass ihnen das nicht immer leicht gemacht wird. Da wird selbst jemand, der hier geboren ist und den lokalen Dialekt spricht, sich kulturell und sozial voll integriert hat, noch "der Türke" genannt.
Übrigens gibt es auch in den USA noch genügend Einwanderergruppen, die noch die Sprache und Traditionen ihrer Vorfahren pflegen.
Und was die ethnische Zugehörigkeit betrifft: Die ändert sich ohnehin ständig. Wenn ich meine Heimat so betrachte: Zuerst sind hier die Kelten gesessen. Dann meinten die Römer und irgendwelche germanischen Völker (die Sueben z.B.) sich hier breit machen zu müssen. Dann kam die Völkerwanderung, im Zuge irgendwelcher Kriege und religiöser Verfolgungen kamen hier auch noch Migranten aller Art dazu - Du wärst überrascht, wie viele Vertreter unterschiedlicher Völker in Deinem Stammbaum auftauchen.
Das ist nur meine Einschätzung. Offen gesagt das belastet mich sogar manchmal. Ein Trost war die wirtschaftliche Stärke Deutschlands um darüber hinweg zu sehen. Das geht nun auch dahin.
Ich denke das die AFD das begriffen hat- ändern werden die auch nichts mehr daran.
Wie gesagt, Vertreter der Wirtschaft sehen die AfD eher als Gefahr als jemanden, der irgendwas begriffen hat.
Diese Vorschläge generell Asylsuchende nicht mehr auf Veranstaltungen zu lassen, ist entweder Abschreckung damit die woanders hingehen oder einfach nur dämlicher Aktionismus.
Natürlich ist das dämlicher Aktionismus, aber Deine erste Vermutung macht es nicht viel besser. Schon dass man will, dass diese Leute woanders hingehen ist schlicht rassistisch.
Und dann fordern, dass die Leute sich integrieren sollen. Merkst Du selbst, oder?
Noch ein paar Anmerkungen zur Verdeutlichung:
Und so traditionell, wie dieses Familienmodell bezeichnet wird, ist es übrigens nicht.
Spr 31, ist eine andere (vermutlich polygame!) Kultur.
Aber als in in Köln studierte, wurde dort die Straße »Unter Seidmachern« in »Seidmacherinnengäßchen« umbenannt, weil historische Forschung ergab, dass dieses Gewerbe im Mittelalter nur von Frauen ausgeübt wurde. Das passt sicher besser.
Und was die ethnische Zugehörigkeit betrifft: Die ändert sich ohnehin ständig.
https://de.wikipedia.org/wiki/Völkermühle Europas
Schon dass man will, dass diese Leute woanders hingehen ist schlicht rassistisch.
Du sprachst ja von einem »Betretungsverbot öffentlicher Veranstaltungen für Asylantragsteller, Asylberechtigte, ukrainische Kriegsflüchtlinge sowie vollziehbar ausreispflichtige, geduldete und subsidiär schutzberechtigte Ausländer«.
Da sind auch Gruppen dabei, die bisher nicht besonders kriminell aufgefallen sind (z.B. die vielen Ukrainerinnen). Und Leute, die Asylberechtigt oder »subsidiär« de facto asylberechtigt sind, sind meines Wissens auch nicht krimineller als Deutsche in vergleichbarer wirtschaftlicher Lage (Arme sind öfter kriminell als Reiche, wenn man von Steuerhinterziehung o.ä, mal absieht).
Also Ausländer, von denen keine Gefahr ausgeht, genauso wie die zu behandeln, bei denen man durchaus genauer hinschauen sollte, ist rassistisch. Außer natürlich alle Deutschen werden auch so behandelt.
Aber als in in Köln studierte, wurde dort die Straße »Unter Seidmachern« in »Seidmacherinnengäßchen« umbenannt, weil historische Forschung ergab, dass dieses Gewerbe im Mittelalter nur von Frauen ausgeübt wurde. Das passt sicher besser.
Danke für die Ergänzung!
Mancherorts gab es sogar Schmiedinnen. Frag' mich aber nicht wo, es ist schon rund 30 Jahre her, dass ich eine Seminararbeit u.a. darüber, welche Berufe Frauen in Mittelalter und Früher Neuzeit so hatten, gemacht habe.
Spr 31, ist eine andere (vermutlich polygame!) Kultur.
Ändert aber nichts an dem Umstand, dass Frauen mitnichten nur darauf reduziert waren, Mann, Kinder und sonstige Angehörige zu betütteln. Das ist ja das, was man heute unter der "traditionellen Ehefrau und Mutter" versteht.
Ohne Millionen Gastarbeitern oder Aussiedlern wären wir binnen 50 Jahren nach dem Pillenknick schon längst fertig gewesen.
Mal zwei Klarstellungen:
- Gastarbeiter gab es in den 50-er und 60-er Jahren, das waren Leute, die zwei bis 5 Jahre in D arbeiteten (und sich nebenbei auch beruflich qualifizierten), dann nach Hause gingen, so dass dort ihre in D erworbenen Fähigkeiten ihrem Land zugute kamen (sei es als Facharbeiter, sei es als Selbstständiger). Aber in den 60-er Jahren wollte die Industrie, dass die Leute länger bleiben. Man sprach zwar noch von Gastarbeitern, aber es waren Einwanderer (entgegen der Lüge, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei). Und nun haben wir den Salat, beklagt euch bei der Industrie (und ein wenig auch bei den Bauern 😉).
- Aussiedler sind Deutsche, die, um nicht weiter in R oder anderen Ländern diskriminiert zu werden, nach D übergesiedelt sind.
Wenn Kinder aus gemischtem Hause sind, tendieren die eher zum ausländischen Teil.
Erlebe ich bei den Kindern einer koreanischen Bekannten genau andersrum (und die sind noch nicht mal gemischt, sondern »reinrassig« koreanisch).
Aber so was hängt wohl auch von Umfeld und den Erfahrungen ab, die man macht: Wenn man mehr von türkischen Kindern gemobbt wird als von deutschen, wirkt sich das anders aus, als wenn man vorwiegend von deutscher Seite Ablehnung erfährt.
Ich denke das die AFD das begriffen hat- ändern werden die auch nichts mehr daran.
Die wollen es ja auch nicht ändern - bzw. wenn sie es tatsächlich ändern wollen, haben sie nicht begriffen, wie man das machen könnte.
Lösungen, die vielleicht (wenn es noch nicht zu spät ist) Erfolg bringen können, währen teilweise das Gegenteil von dem, was die AfD fordert. Tipp: Stell dir mal die Frage, warum Lafontaine, de Maizière, Millowitsch, Kempowski und was man sonst noch so an Einwanderernamen aufzählen könnte, keine Fremdkörper in D sind.
Ich wünschte mir aber das bei kapitaler/ körperlicher Straffälligkeit unverzüglich durchgegriffen wird.
Da wird durchgegriffen. Die Leute werden vor Gericht gestellt und verurteilt. Und wenn es ein Herkunftsland o.ä. gibt, dass sie haben will, werden sie anschließend auch abgeschoben.
Wie die AfD dafür sorgen will, dass es noch mehr Länder gibt, die gerne Kriminelle aus Deutschland aufnehmen, ist deren Geheimnis (wollen die jedes Jahr ein paar Milliarden zahlen????). Die reden so, als wäre Abschieben kinderleicht.
@fizzibitz
Seine Konkurrentin Kamala Harris ist aber Pro-Hamas und nicht Pro Israel
Die Hamas ist eine Terrororganisation. Ich nehme an, es geht in Wahrheit um eine Aussage von ihr, dass sie sich auch um das palästinensische Volk sorgt, nicht nur um Israel.
Falls du diese Aussage nicht belegen kannst, dann fände ich es angemessen, wenn du das korrigieren würdest.
und pro Abtreibung und gleichgeschlechtlicher Ehe.
Sie ist nicht "Pro Abtreibung", sie ist lediglich dafür, dass Frauen die Möglichkeit zur Abtreibung erhalten sollen, wenn sie es wünschen. In der Bibel ist nirgendwo von einem Verbot von Abtreibung die Rede (Vielmehr wird an einer Stelle ziemlich eindeutig eine Abtreibung geschildert, aber das ist ein anderes Thema).
Und bei der gleichgeschlechtlichen Ehe geht es um eine weltliche Eheschließung. Niemand, der dies aufgrund seines Glaubens ablehnt, wird zu einer gleichgeschlechtlichen Ehe gezwungen. Warum also sollten Christen davon überhaupt berührt werden?
@lucan-7
ich hab ja auch nicht gesagt, dass ich Trump Fan bin, ich bin noch nicht einmal ein absoluter Gegner von Abtreibungen, schliesslich war ich selber (beinahe) mal dadrin verwickelt.
Das kann schon sein, dass jetzt so kurz vor der Wahl etliche Fake News über Kamala Harris verbreitet werden, hätte ich bei Phönix aber eigentlich nicht so erwartet....
Aber nicht vergessen, Trump hat jetzt den Nimbus des Un-Tötbaren, letztens ist schon wieder ein Attentat auf ihn vereitelt worden, das macht ja auch noch zusätzlich etwas aus bei den Wählern.
Veröffentlicht von: @lucan-7@fizzibitz
In der Bibel ist nirgendwo von einem Verbot von Abtreibung die Rede (Vielmehr wird an einer Stelle ziemlich eindeutig eine Abtreibung geschildert, aber das ist ein anderes Thema).
Echt? Ich dachte immer, einigermaßen zu wissen, was in der Bibel steht und was nicht. Magst Du uns diese Bibelstelle verraten?
@fizzibitz da schließe ich mich mal der Frage an.
Ich kenne die Bibelstelle, die die Tötung eines werdenden Lebens (bis zur Geburt) als Sachbeschädigung und nicht als Totschlag oder gar Mord einordnet und somit die ganze christliche Begründung gegen Abtreibung widerlegt, aber die Schilderung einer Abtreibung selbst kenne ich auch nicht. Ich vermute aber, Lucan meint genau diese Stelle.
Ich kenne die Bibelstelle, die die Tötung eines werdenden Lebens (bis zur Geburt) als Sachbeschädigung und nicht als Totschlag oder gar Mord einordnet und somit die ganze christliche Begründung gegen Abtreibung widerlegt, aber die Schilderung einer Abtreibung selbst kenne ich auch nicht. Ich vermute aber, Lucan meint genau diese Stelle.
Nein, ich meinte eine andere Stelle... aber du hast recht, dass die Bibel eine Abtreibung nicht als Mord wertet.
Das ist eine neuzeitliche Erfindung, die meines Wissens erst Mitte des 20. Jahrhunderts aufkam. Erst seit dieser Zeit sind viele Christen der Meinung, die Bibel würde Abtreibungen verbieten (Was sie nicht tut).
Ich werte Abtreibung auch nicht als Mord. Sondern als Tötung.
Die (fahrlässige) Tötung eines Ungeborenen (das war die Stelle, die cheys meinte) wird in etwas so geahndet wie die Tötung eines Sklaven.
@fizzibitz
Echt? Ich dachte immer, einigermaßen zu wissen, was in der Bibel steht und was nicht. Magst Du uns diese Bibelstelle verraten?
Gerne.
Es geht um diese Stelle hier:
"Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn irgendeines Mannes Frau ihm untreu wird und sich an ihm versündigt und jemand bei ihr liegt und es bliebe dem Mann verborgen und es würde nicht entdeckt, dass sie unrein geworden ist, und es ist kein Zeuge wider sie da, denn sie ist nicht dabei ergriffen worden, und der Geist der Eifersucht kommt über ihn, dass er auf seine Frau eifersüchtig wird, sie sei unrein oder nicht unrein: so soll der Mann sie zum Priester bringen und ein Opfer ihretwegen darbringen, ein zehntel Scheffel Gerstenmehl, und er soll kein Öl daraufgießen noch Weihrauch darauftun. Denn es ist ein Eifersuchtsopfer, ein Erinnerungsopfer, das Schuld ans Licht bringt. Und der Priester soll sie heranführen und vor den Herr stellen und heiliges Wasser nehmen in ein irdenes Gefäß und Staub vom Boden der Stiftshütte ins Wasser tun. Und er soll die Frau vor den Herrstellen und ihr Haupthaar lösen und das Erinnerungsopfer, das ein Eifersuchtsopfer ist, auf ihre Hand legen. Und der Priester soll in seiner Hand das bittere, fluchbringende Wasser haben und soll die Frau beschwören und zu ihr sagen: Hat kein Mann bei dir gelegen und bist du deinem Mann nicht untreu geworden, dass du dich unrein gemacht hast, so soll dir dies bittere, fluchbringende Wasser nicht schaden. Wenn du aber deinem Mann untreu geworden bist, dass du unrein wurdest, und hat jemand bei dir gelegen außer deinem Mann, – so soll der Priester mit einem Verwünschungsschwur die Frau beschwören und zu ihr sagen: Der Herr mache deinen Namen zum Fluch und zur Verwünschung unter deinem Volk, dadurch, dass der HERR deine Hüfte schwinden und deinen Bauch schwellen lässt. So gehe nun das fluchbringende Wasser in deinen Leib, dass dein Bauch schwelle und deine Hüfte schwinde! Und die Frau soll sagen: Amen! Amen! Dann soll der Priester diese Flüche auf einen Zettel schreiben und mit dem bitteren Wasser abwaschen und soll der Frau von dem bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben. Und wenn das fluchbringende, bittere Wasser in sie gegangen ist, soll der Priester von ihrer Hand das Eifersuchtsopfer nehmen und als Speisopfer vor dem HERRN schwingen und auf dem Altar opfern, nämlich: er soll eine Handvoll vom Speisopfer nehmen als Gedenkopfer und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen und danach der Frau das Wasser zu trinken geben. Und wenn sie das Wasser getrunken hat und unrein ist und sich an ihrem Mann versündigt hat, so wird das fluchbringende Wasser in sie gehen und ihr zum Verderben werden, dass ihr der Bauch schwellen und die Hüfte schwinden wird, und es wird die Frau zum Fluch werden unter ihrem Volk. Hat sich aber eine solche Frau nicht unrein gemacht, sondern ist sie rein, so wird’s ihr nicht schaden und sie kann schwanger werden." (4. Mose 5, 11-27)
Kann meiner Ansicht nach nur so interpretiert werden: Falls die Frau fremdging und von einem fremden Mann schwanger ist, dann wird ihr Kind durch den Priester abgetrieben, und die Abtreibung beweist ihre Schuld.
Falls nicht (Wenn sie also nicht geschwängert wurde), dann passiert eben nichts.
Werden die meisten Christen leugnen, lässt aber kaum andere Schlussfolgerungen zu.
Kann meiner Ansicht nach nur so interpretiert werden: Falls die Frau fremdging und von einem fremden Mann schwanger ist, dann wird ihr Kind durch den Priester abgetrieben, und die Abtreibung beweist ihre Schuld.
Falls nicht (Wenn sie also nicht geschwängert wurde), dann passiert eben nichts.
Werden die meisten Christen leugnen, lässt aber kaum andere Schlussfolgerungen zu.
Doch, das lässt problemlos eine andere Interpretation zu: Dass die Frau, falls sie schuldig ist, unfruchtbar wird. Dafür spricht der Schlusssatz Deines Zitates. Tatsächlich gibt es Bibelübersetzungen, die das für uns unverständliche Schwinden der Hüfte und Anschwellen des Bauches mit unfruchtbar übersetzen.
Das passt auch dazu, dass Unfruchtbarkeit für eine Frau als Schande und Fluch galt, ein Umstand, der uns immer wieder in der Bibel begegnet.
Finde ich auf jeden Fall plausibler als Deine Schlussfolgerung.
Doch, das lässt problemlos eine andere Interpretation zu: Dass die Frau, falls sie schuldig ist, unfruchtbar wird.
Was denkst du, wieviele Flüssigkeiten es gibt, die eine Abtreibung verursachen... und wie viele Flüssigkeiten, die unterscheiden können, ob eine Frau fremdgegangen ist?
Veröffentlicht von: @lucan-7Was denkst du, wieviele Flüssigkeiten es gibt, die eine Abtreibung verursachen... und wie viele Flüssigkeiten, die unterscheiden können, ob eine Frau fremdgegangen ist?
Da kommt dann halt noch der Glaube dazu, dass Gott über die Flüssigkeit sein Urteil spricht.
Erscheint uns - auch mir - etwas seltsam, aber anders kann ich das nicht interpretieren.
Da kommt dann halt noch der Glaube dazu, dass Gott über die Flüssigkeit sein Urteil spricht.
Erscheint uns - auch mir - etwas seltsam, aber anders kann ich das nicht interpretieren.
Die Frage ist halt, ob wir hier von einem historischem Vorgang ausgehen, der über eine dargereichte Flüssigkeit eine Wirkung entfaltet ausgehen... oder nur von einer Legende.
Würde Gott dergleichen bewirken, dann wäre gar keine Flüssigkeit nötig.
Doch, genauso war wohl damals das Verständnis. Derartige Umschreibungen wurden für göttliches Handeln benutzt. Diese Interpretation ist nach jüdischen Verständnis nicht 100 % sicher, aber schon wahrscheinlich.
Würde Gott dergleichen bewirken, dann wäre gar keine Flüssigkeit nötig.
Doch, genauso war wohl damals das Verständnis. Derartige Umschreibungen wurden für göttliches Handeln benutzt. Diese Interpretation ist nach jüdischen Verständnis nicht 100 % sicher, aber schon wahrscheinlich.
Wozu das "Wasser", wenn es doch "göttliches Handeln" ist? Es ist ja auch nicht von irgendeinem Wasser, sondern von etwas speziellem die Rede...
@lucan-7 es gibt wohl unterschiedliche Übersetzungsmöglichkeiten, so auch Wasser der Bitternisse. Es ist unklar, ob es im Übertragenen Sinne zu verstehen ist .Der Plaut stellt aber klar, dass hier Gott bestraft, nicht das Wasser.
Hüfte meint hier ja auch nicht Hüfte sondern Sexualorgan, was sich wohl aus einer Stelle des Buchs Genesis ergibt.
Es ist halt nicht einfach wörtlich zu verstehen. Insbesondere nicht, da ersichtlich jaum Übersetzungen aus einem ganz anderen Kulturkreis und anderer Zeit handelt.
Ich glaube kaum, dass das hier beschriebene Prozedere zu einer Abtreibung führt. Welche darin beschriebene Substanz hältst Du für abtreibend?
Zur Unfruchtbarkeit dürfte das allerdings auch nicht führen.
Allerdings ist hier von Flüchen die Rede, und sowas oder Unfruchtbarkeit als Strafe kennt man in der Bibel eher. Siehe z.B. hier. Nochmal, für Frauen war es eine Schande, unfruchtbar zu sein.
Ich glaube kaum, dass das hier beschriebene Prozedere zu einer Abtreibung führt. Welche darin beschriebene Substanz hältst Du für abtreibend?
Zur Unfruchtbarkeit dürfte das allerdings auch nicht führen.
Eben.
Aber WENN es zu einer Wirkung führt, dann wäre die Abtreibung das Naheliegendste.
Allerdings ist hier von Flüchen die Rede, und sowas oder Unfruchtbarkeit als Strafe kennt man in der Bibel eher. Siehe z.B. hier. Nochmal, für Frauen war es eine Schande, unfruchtbar zu sein.
Es wird allerdings eine materielle Komponente beschrieben, die das bewirkt.
Die Tatsache, dass Abtreibung nach der Bibel nicht als Tötung eines Menschen gewertet wird spielt hier natürlich auch eine Rolle.
Die Tatsache, dass Abtreibung nach der Bibel nicht als Tötung eines Menschen gewertet wird spielt hier natürlich auch eine Rolle.
Diese Behauptung steht m.E. auf recht wackligen Füßen. Zum einen, weil ich, wie gesagt, bei der von Dir angeführten Stelle eher von einer Unfruchtbarkeit als beabsichtigten Folge ausgehe. Mit Deiner Behauptung, dass diese Stelle "ziemlich sicher" eine Abtreibung beschreibt und diese Stelle Deiner Meinung nach keine andere Interpretation zulasse lehnst Du Dich jedenfalls ziemlich weit aus dem Fenster. Zum anderen, weil es auch in der anderen Bibelstelle, die hier angesprochen wird, (gemeint ist wohl diese hier) nicht um eine Abtreibung geht, da der Fötus ja nicht gezielt abgetrieben wird. Es geht hier vielmehr um eine Früh- oder Fehlgeburt, und da habe ich auch schon die Deutung gelesen, dass mit "sonst kein weiterer Schaden entsteht" gemeint ist, dass es zwar zu einer Frühgeburt kommt, das Kind aber überlebt.
So wie ich das sehe, schweigt sich die Bibel über Abtreibung - also die gezielte Tötung eines Embryos oder Fötus - schlicht aus. Genauso wie über Verhütung im übrigen.
Zum anderen, weil es auch in der anderen Bibelstelle, die hier angesprochen wird, (gemeint ist wohl diese hier) nicht um eine Abtreibung geht, da der Fötus ja nicht gezielt abgetrieben wird. Es geht hier vielmehr um eine Früh- oder Fehlgeburt, und da habe ich auch schon die Deutung gelesen, dass mit "sonst kein weiterer Schaden entsteht" gemeint ist, dass es zwar zu einer Frühgeburt kommt, das Kind aber überlebt.
Die "Frucht geht ab", aber "ihr entsteht sonst kein weiterer Schaden"... nun kenne ich zwar das Original nicht, aber so wie es da steht kann es nicht anders interpretiert werden, dass zwar das ungeborene Kind verloren ist, der Frau aber kein Schaden entstand.
Und das ungeborene Kind wird nicht als "Mensch" bezeichnet, sondern als "Frucht". Also als etwas, das irgendwann mal ein Mensch hätte werden können - aber in diesem Moment aber noch keiner ist.
Was sich ja auch in der Strafe deutlich zeigt, die eben nicht so ausfällt, als wäre da ein Mensch zu Tode gekommen.
So wie ich das sehe, schweigt sich die Bibel über Abtreibung - also die gezielte Tötung eines Embryos oder Fötus - schlicht aus. Genauso wie über Verhütung im übrigen.
So wie ich das sehe zögern viele Christen nicht, auch die abenteuerlichsten Interpretationen aus der Bibel zuzulassen, wenn es ihrer Weltsicht entspricht... aber sich mit Händen und Füssen wehren, wenn es nicht zu ihrer Ideologie passt.
Selbst wenn da ziemlich eindeutig steht, dass ein ungeborenes Kind kein vollwertiger Mensch ist.
ihr entsteht sonst kein weiterer Schaden
In anderen Übersetzungen heißt es nicht, dass "ihr" sonst kein weiterer Schaden entsteht, sondern dass durch die Frühgeburt kein weiterer Schaden entsteht, was auch das Kind einbeziehen könnte. Da ich aber kein Hebräisch kann und damit nicht in der Lage, das anhand des Originaltextes nachzuvollziehen, mag ich darüber auch nicht so recht diskutieren.
Was sich ja auch in der Strafe deutlich zeigt, die eben nicht so ausfällt, als wäre da ein Mensch zu Tode gekommen.
Naja, ich lese da: "Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Beule um Beule."
Aber, wie gesagt, ich kann das nicht verifizieren und ich habe im Moment auch keinen Bock, Bibelkommentare zu wälzen. Werde ich irgendwann vielleicht mal nachholen.
Tendenziell tendiere ich an dieser Stelle bis auf weiteres eher der Sichtweise, die Du hier vertrittst.
So wie ich das sehe zögern viele Christen nicht, auch die abenteuerlichsten Interpretationen aus der Bibel zuzulassen, wenn es ihrer Weltsicht entspricht... aber sich mit Händen und Füssen wehren, wenn es nicht zu ihrer Ideologie passt.
Wie Du ja andersrum auch abenteuerliche Interpretationen lieferst, siehe oben.
@alescha von frühgeburt steht im jüdischen Kommentar auch nichts.
Wie gesagt, dort steht gar nichts von einer Schwangerschaft
@lucan-7 Du Betreibst quasi Sola Scriptura mit einem Text der nicht originär für die heutige Christenheit geschrieben wurde.
Die Kirche schon hatte meines Wissens Abtreibungen schon immer entsprechend abgelehnt. An das hab ich mich zu halten und nicht das ich eine einzelne Bibelstelle frei interpretiere. Die Israelis haben eine Bildersprache, deshalb muss das Wort Furcht das Menschliche Leben nicht abwerten in dem Sinn.
Möglicher Weise waren damals Abtreibungen gar nicht möglich, ich kenne mich damit nicht aus. Damals war man eigentlich ziemlich verrückt nach Kindern, das ist nicht wie heute wo es sich in das Gegenteil verkehrt hat.
Du Betreibst quasi Sola Scriptura mit einem Text der nicht originär für die heutige Christenheit geschrieben wurde.
Da Gott unveränderlich ist sollte das keine Rolle spielen...
Die Kirche schon hatte meines Wissens Abtreibungen schon immer entsprechend abgelehnt. An das hab ich mich zu halten und nicht das ich eine einzelne Bibelstelle frei interpretiere.
Nicht immer. Im Mittelalter war das kaum ein Thema. Obwohl auch da Abtreibungen vorgenommen wurden.
Man ging aber davon aus, dass die Seele erst später während einer Schwangerschaft einzieht.
Möglicher Weise waren damals Abtreibungen gar nicht möglich, ich kenne mich damit nicht aus. Damals war man eigentlich ziemlich verrückt nach Kindern, das ist nicht wie heute wo es sich in das Gegenteil verkehrt hat.
Es gab auch damals schon Gründe und auch Möglichkeiten für Abtreibungen... die aber für die Frauen um einiges gefährlicher waren als heute.
Nicht immer. Im Mittelalter war das kaum ein Thema. Obwohl auch da Abtreibungen vorgenommen wurden.
Im Mittelalter gabs eine Regel, von der ich vermute, dass sie irgendwie von Galen abgeleitet wurde: Bis zur zehnten Woche war eine Abtreibung weniger schlimm.
Weswegen der Marsch des Lebens gegen die »mittelalterliche« 12-Wochen-Frist steht, während die Gegendemonstranten „Mittelalter, Mittelalter!” rufen. 😉
@lucan-7 ich habe es mal im jüdischen Standardkommentar Plaut nachgelesen.
Schwangerschaft wird da überhaupt nicht erwähnt sondern verschiedene Gottesurteile, die damals wohl üblich waren. Was bestimmte Begriffe bedeuten, ist nicht immer klar, aber es hat nichts mit Schwangerschaft oder Abtreibung zu tun.
Der Frau droht aber durch Gott bei Schuld Unfruchtbarkeit.
Und vermutlich die irdische Todesstrafe.
Schwangerschaft wird da überhaupt nicht erwähnt sondern verschiedene Gottesurteile, die damals wohl üblich waren. Was bestimmte Begriffe bedeuten, ist nicht immer klar, aber es hat nichts mit Schwangerschaft oder Abtreibung zu tun.
Eben da bin ich unsicher. Es ist mir natürlich klar, dass ich hier sehr "wissenschaftlich" denke, aber wie viele konkreten Nachweise gibt es denn im Nachhinein dafür, dass eine Frau fremdgegangen ist?
Das kann doch, vor allem nach damaligen Maßstäben, nur dann der Fall sein, wenn der Mann längere Zeit keinen Sex mit ihr hatte und sie trotzdem schwanger wird. Nur dann ist eindeutig klar: Die Frau muss etwas mit einem anderen Mann gehabt haben, eine andere Erklärung gibt es nicht!
Alle anderen Konstellationen wären nicht eindeutig. Eine Schwangerschaft könnte auch vom eigenen Mann verursacht worden sein, und bei keiner Schwangerschaft gibt es überhaupt keinen Nachweis...
@lucan-7 Eben darum geht es doch hier. Wie wird Ehebruch festgestellt?
Fair oder wissenschaftlich ist hier gar nichts. Es geht um Gottesurteile.
aber wie viele konkreten Nachweise gibt es denn im Nachhinein dafür, dass eine Frau fremdgegangen ist?
Es ist nicht davon die Rede, dass der Mann einen begründeten Verdacht hat, sondern dass der Geist der Eifersucht über den Mann kommt.
Er könnte die Frau wegen Untreue bestrafen lassen - wenn er die zwei oder drei Zeugen auftreibt, die die Untreue bezeugen können. Was in der Regel sehr schwer ist 😉
Also gibt es ein alternatives Verfahren, bei dem die Frau sich selbst verfluchen muss für den Fall, dass sie untreu war (»Und die Frau soll sagen: Amen! Amen!«). Diesen Fluch muss sie auch noch trinken, und dann wird er wirken (bzw. nicht, weil sie nicht untreu war).
Also gibt es ein alternatives Verfahren, bei dem die Frau sich selbst verfluchen muss für den Fall, dass sie untreu war (»Und die Frau soll sagen: Amen! Amen!«). Diesen Fluch muss sie auch noch trinken, und dann wird er wirken (bzw. nicht, weil sie nicht untreu war).
Und wie könnte so ein Nachweis aussehen, wenn wir hier von einem realen, medizinischem Vorgang ausgehen und nicht von etwas Magischem?
Der Text geht von was »magischem« aus.
Wie oft hat das Verfahren funktioniert?
Ist das letztlich wirklich von Gott, oder eher so ein »Zugeständnis« (vgl. Mt 19,8)?
Da das kein im NT verbindlich gemachtes Gebot ist, muss ich die Antworten auf diese Fragen nicht kennen. Wenn du meinst, dass das nur ein Aberglaube war, der rein psychosomatisch wirkt (verflucht zu werden ist keine Kleinigkeit!), werde ich nicht protestieren.
Nur deuten die nicht auf Abtreibung hin. Womit deine Spekulation schon mal hinfällig ist.
Es steht dort:
"Hat sich aber eine solche Frau nicht unrein gemacht, sondern ist sie rein, so wird’s ihr nicht schaden und sie kann schwanger werden."
Das heißt doch wohl: Wenn sie schuldig ist und ein Kind von jemand anderem erwartet, weil sie fremdgegangen ist - dann kann sie NICHT schwanger werden. Denn dann schwillt ihr ja der Bauch und die Hüfte schwindet und der Fluch kommt über sie. Könnte sie das (fremde) Kind in diesem Fall trotzdem noch austragen, dann würde da wohl mit Sicherheit etwas anderes stehen.
Wenn Schwangerschaft aber nur möglich ist, wenn sie unschuldig ist, dann muss das Kind für den Fall, dass sie fremdging, wohl abgetrieben werden. Denn eine Schwangerschaft ist in diesem Fall ja nicht mehr möglich.
Das heißt doch wohl: Wenn sie schuldig ist … weil sie fremdgegangen ist - dann kann sie NICHT schwanger werden.
Ich hab mal den Teil des Satzes ausgelassen, der durch nichts im Text unterstützt wird. Gerade auch weil die Beschriebenen Symptome nicht zu einer Abtreibung passen.
Und das Wasser mit Staub vom Boden der Stiftshütte und ein bisschen Tinte (der abgewaschene Fluch!) oral eingenommen abtreibend wird, erscheint mir (und offensichtlich auch Alescha) als eine abenteuerliche These. Das ist Spekulation pur - gerade wenn du naturwissenschaftlich argumentieren willst.
Denn dann schwillt ihr ja der Bauch und die Hüfte schwindet
Offenbar ist nicht die Hüfte gemeint, sondern die Scheide, die schrumpft.
Ich hab mal den Teil des Satzes ausgelassen, der durch nichts im Text unterstützt wird. Gerade auch weil die Beschriebenen Symptome nicht zu einer Abtreibung passen.
Und das Wasser mit Staub vom Boden der Stiftshütte und ein bisschen Tinte (der abgewaschene Fluch!) oral eingenommen abtreibend wird, erscheint mir (und offensichtlich auch Alescha) als eine abenteuerliche These. Das ist Spekulation pur - gerade wenn du naturwissenschaftlich argumentieren willst.
Es geht darum, ob die Frau fremdgegangen ist. Das schließt die Möglichkeit ein, dass sie geschwängert wurde.
Egal was man jetzt dieser Prozedur zugrundelegen will - die Möglichkeit, dass eine Frau, die fremdging, ihr (nichteheliches) Kind nach dieser Prozedur austrägt, ist hier wohl mit Sicherheit nicht gegeben.
Oder siehst du das anders?
Wenn die Frau aber das nichteheliche Kind nicht austragen kann, obwohl sie schwanger ist - was anderes soll das dann sein als eine Abtreibung?
Oder denkst du, das fremde Kind kommt dann halt trotz "Fluch", "schwellendem Bauch" und "schwindenen Hüften" trotzdem ganz normal zur Welt... und erst danach kann sie nicht mehr schwanger werden? Denkst du nicht, dass dieser Fall hier genauer beschrieben worden wäre?
Die Möglichkeit, weiterhin schwanger werden zu können wird ihr nur den Fall ihrer Unschuld zugestanden.
Das schließt die Möglichkeit ein, dass sie geschwängert wurde.
Nur ist von Schwangerschaft im Text keine Rede.
die Möglichkeit, dass eine Frau, die fremdging, ihr (nichteheliches) Kind nach dieser Prozedur austrägt, ist hier wohl mit Sicherheit nicht gegeben.
Da von einer Schwangerschaft keine Rede ist, sind auch andere Szenarien denkbar: Etwa dass der Frau der Trank ggf. erst gegeben wird, wenn die Geburt erfolgt ist.
Denkst du nicht, dass dieser Fall hier genauer beschrieben worden wäre?
Der Fall, dass die der Untreue bezichtigte Frau schwanger ist, wird überhaupt nicht beschrieben. Klar kann man seine Fantasie einsetzen und da was hineinprojizieren - so wie ich oben oder du mit der Abtreibungsthese.
Und wie gesagt: Ich bin mir nicht sicher, ob die Wirkung vielleicht rein psychosomatisch war.
Die Möglichkeit, weiterhin schwanger werden zu können
Wenn sie schon schwanger ist, geht es zunächst mal nicht darum, ob sie schwanger wird. Das kann sie ja erst wieder nach der Geburt …
Nur ist von Schwangerschaft im Text keine Rede.
Nein... aber was bei Untreue passieren kann dürfte doch wohl hinlänglich bekannt sein.
Da von einer Schwangerschaft keine Rede ist, sind auch andere Szenarien denkbar: Etwa dass der Frau der Trank ggf. erst gegeben wird, wenn die Geburt erfolgt ist.
So etwas würde hier wohl explizit erwähnt werden, denn in dem Falle ginge es darum, von wem das Kind ist. Das ist sicher kein Fall, der hier unerwähnt bleiben würde.
Der Fall, dass die der Untreue bezichtigte Frau schwanger ist, wird überhaupt nicht beschrieben. Klar kann man seine Fantasie einsetzen und da was hineinprojizieren - so wie ich oben oder du mit der Abtreibungsthese.
Richtig, es wird nicht beschrieben. Es wird kein Unterschied gemacht, ob die Frau nun schwanger ist oder nicht. Aber eine künftige Schwangerschaft ist ausdrücklich nur möglich, wenn sie treu war.
Sollte sie also untreu gewesen und davon schwanger geworden sein, dann endet die Schwangerschaft an dieser Stelle. Denn der Bauch ist ja verflucht.
Und dass Untreue zu einer Schwangerschaft führen kann sollte wohl unstrittig sein.
Wenn sie schon schwanger ist, geht es zunächst mal nicht darum, ob sie schwanger wird. Das kann sie ja erst wieder nach der Geburt …
Wenn sie durch Untreue schwanger geworden ist, dann trifft sie der Fluch in ihrem Bauch.
Dass eine Schwangerschaft danach einfach fortgesetzt wird halte ich für ausgeschlossen.
Nein... aber was bei Untreue passieren kann dürfte doch wohl hinlänglich bekannt sein.
Nur da das Szenario ansonsten nicht zu einer Abtreibung passt, können wir den Fall ausschließen.
Tatokala hat zu dem Thema ja auch einen interessanten Hinweis gebracht (»Vielleicht wird andersrum ein Schuh draus«, zum Beitrag).
Nur da das Szenario ansonsten nicht zu einer Abtreibung passt, können wir den Fall ausschließen.
Tatakola hat zu dem Thema ja auch einen interessanten Hinweis gebracht (»Vielleicht wird andersrum ein Schuh draus«, zum Beitrag).
Dass eine Schwangerschaft die Unschuld beweisen würde ist allerdings Unsinn. Dass Kinder auch von anderen Männern kommen können war auch den Leuten damals klar.
Und nochmal: Wenn die Frau tatsächlich fremdgegangen ist, dann besteht definitiv die Möglichkeit einer Schwangerschaft.
Dass das ungeborene Kind das beschriebene Prozedere überlebt erscheint mir ausgeschlossen.
@lucan-7 Das ganze findet beim Priester statt, eine zeremonielle Handlung.
Natürlich ist das aus biologischer sicht unsinn. Die leute hatten aber kein naturwissenschaftliches weltbild.
Nur damit du richtig verstehst, was ich meine.
Das ganze findet beim Priester statt, eine zeremonielle Handlung.
Natürlich ist das aus biologischer sicht unsinn. Die leute hatten aber kein naturwissenschaftliches weltbild.
Es geht hier ja weniger um die genaue Funktion als um die Einstellung, also um die Frage, ob es damals für ein Problem gehalten worden wäre, wenn eine Frau ihr ungeborenes Kind aufgrund einer solchen Aktion verloren hätte. Letztlich also um die Frage, wie hoch man damals das ungeborene Leben bewertet hat.
Leider ist dieser Text in dieser Frage nicht sehr eindeutig, weil das ungeborene Leben nicht ausdrücklich erwähnt wird. Aber aus der Situation heraus, dass ja untersucht werden soll, ob die Frau fremdging, ergibt sich ja auch klar die Möglichkeit, dass sie von einem anderen Mann schwanger sein könnte.
Auf diesen Umstand wird hier nicht näher eingegangen. Ich schließe daraus, dass man einem möglichen Fötus aus diesem Grund keine weitere Bedeutung beigemessen hat, dass also ein illegitimes Kind, das erst im Entstehen war, keinen Wert hatte.
Das ist allerdings eine Schlussfolgerung und wird so explizit nicht gesagt. Aber ich wüsste nicht, zu welcher anderen Schlussfolgerung man nach dieser Schilderung kommen könnte.
Dass das ungeborene Kind das beschriebene Prozedere überlebt erscheint mir ausgeschlossen.
So wie es beschrieben wird, und wenn da keine »Magie« dazukommt, wird gar nichts passieren. Außer vielleicht einer Infektion im Mund-Rachen-Raum durch den Staub. Aber ich vermute das Immunsystem war bei den damaligen Verhältnissen genug trainiert, um das zu verhindern.
Du kannst nicht einfach eine Wirkung als Argument benutzen, die es gerade nach deinem Weltbild nicht geben kann!
Im Text geht es auch nicht darum, dass ein Mann die Vaterschaft des ungeborenen Kinds seiner Frau anzweifelt, sondern dass der »Geist der Eifersucht« über einen Mann kommt. Das klingt ja eher nach grundloser Eifersucht.
Also: Ein Mann ist eifersüchtig, ohne dass dazu ein erkennbarer Anlass vorliegt. Es wird eine Zeremonie durchgeführt, die nichts bewirkt, und deshalb den Mann beruhigt. So kann man das auch lesen 😉 - Gut, es bleibt noch eine mögliche psychosomatische Wirkung, die logischerweise nur eintreten kann, wenn die Frau untreu war …
Weiß eigentlich @deborah, was Rabbinen über den Fall sagen, dass eine so verdächtigte Frau schwanger ist? Der Text scheint ja vorauszusetzen, dass sie nicht schwanger ist.
So wie es beschrieben wird, und wenn da keine »Magie« dazukommt, wird gar nichts passieren. Außer vielleicht einer Infektion im Mund-Rachen-Raum durch den Staub. Aber ich vermute das Immunsystem war bei den damaligen Verhältnissen genug trainiert, um das zu verhindern.
Du kannst nicht einfach eine Wirkung als Argument benutzen, die es gerade nach deinem Weltbild nicht geben kann!
Es geht ja auch weniger um die Wirkung, sondern um die Einstellung der Menschen damals.
Wenn Jemand offiziell einer Frau ein Mittel verabreicht, mit dem ihr Kind abgetrieben werden soll, dann wäre damit deutlich, dass ein ungeborenes Kind zumindest bis zu einem bestimmten Moment der Entwicklung nicht als vollwertiger Mensch galt.
Ob dieses Mittel tatsächlich wirksam war oder nicht spielt für die Beurteilung keine Rolle, sofern die ernsthafte Absicht einer Abtreibung bestand.
Nun wird das im Text so explizit nicht gesagt. Aber die Möglichkeit, dass die Frau durch ihr Fremdgehen schwanger geworden ist lässt sich kaum leugnen. Wenn man ihr nun solches "Wasser" zu trinken gibt und auch ernsthaft die dort beschriebene Wirkung erwartet (unabhängig davon, ob diese auch tatsächlich eintrat), dann hätte das Leben eines illegitimen Fötus damals keinen großen Wert gehabt.
Meiner Ansicht nach geht auch genau das aus dem Text hervor... wenn auch nur durch eine Schlussfolgerung und nicht den genauen Inhalt.
Wenn Jemand offiziell einer Frau ein Mittel verabreicht, mit dem ihr Kind abgetrieben werden soll,
Dieses Wenn bezweifle ich ja.
Aber die Möglichkeit, dass die Frau durch ihr Fremdgehen schwanger geworden ist lässt sich kaum leugnen.
Eine Schwangerschaft macht sich ja bemerkbar. Im Mittelalter achtete man auf Kleinigkeiten, die eine Schwangerschaft schon anzeigten, wenn wir heute nur durch einen Schwangerschaftstest davon wissen.
Also geh ich davon aus, dass die Leute überzeugt waren, dass man wissen kann, ob die Frau schwanger ist oder nicht. Und wenn dann die Möglichkeit einer Schwangerschaft nicht erwähnt wird, dann wird doch offenbar vorausgesetzt, dass die Frau nicht schwanger ist.
Dazu passt auch die Formulierung am Ende: Da wird nicht gesagt, dass die Frau keine Kinder mehr gebären kann, sondern dass sie keine empfangen kann, also nicht mehr schwanger wird.
Also wenn diese Zeremonie an einer Schwangeren durchgeführt wurde, die ihrer Verfluchung (notgedrungen) zustimmte, obwohl sie untreu war, dann besagt der Text, dass das Kind in ihrem Bauch ihr letztes Kind sein wird. Eine Schädigung des Kindes wird nicht erwähnt, die wäre pure Spekulation.
Also wenn diese Zeremonie an einer Schwangeren durchgeführt wurde, die ihrer Verfluchung (notgedrungen) zustimmte, obwohl sie untreu war, dann besagt der Text, dass das Kind in ihrem Bauch ihr letztes Kind sein wird. Eine Schädigung des Kindes wird nicht erwähnt, die wäre pure Spekulation.
Ich halte es für Spekulation, dass in einem derartig verfluchtem Bauch noch eine Schwangerschaft möglich sein soll.
Aber ich denke, wir haben unsere Gründe jetzt hier ausreichend dargelegt... weiter werden wir an der Stelle wohl nicht kommen.
Denn leider lässt der Text die entscheidenden Stellen aus... wie so oft in der Bibel.
Ich halte es für Spekulation, dass in einem derartig verfluchtem Bauch noch eine Schwangerschaft möglich sein soll.
Also wenn der Fluch darin besteht, dass die Frau keine Kinder empfangen kann, dann impliziert das für dich, dass eine schon bestehende Schwangerschaft nicht fortgesetzt werden kann? Non sequitur.
Was genau an dem Prozedere hat Deiner Meinung nach eine abtreibende oder sonstwie fürs Kind schädliche Wirkung?
Weil ein Kind vermutlich nicht in einem Bauch heranwachsen kann, über den ein Fluch gekommen ist und in dem eine Schwangerschaft nur bei erwiesener Unschuld möglich ist?
Es geht hier übrigens auch nicht darum, ob dieses "Wasser" tatsächlich wirksam war oder nicht. Es geht hier allein um die Einstellung der Leute damals, also ob man einen heranwachsenden Fötus als "Mensch" und eine mögliche Abtreibung als Problem betrachtete.
Meiner Ansicht nach geht aus dem Text hervor, dass eine Frau, die illegitim schwanger wurde, diese Schwangerschaft, nachdem sie das Wasser getrunken hat, nicht fortführen kann.
Entscheidend ist dabei nur die Frage, ob die Menschen damals auch an die Wirksamkeit geglaubt haben - nicht, ob sie tatsächlich eingetreten ist.
Denn es geht hier ja um die Frage, wie die Bibel moralisch zu einer Abtreibung steht... nicht darum, was medizinisch gesehen dafür das richtige Mittel wäre.
Entscheidend ist dabei nur die Frage, ob die Menschen damals auch an die Wirksamkeit geglaubt haben - nicht, ob sie tatsächlich eingetreten ist.
Und ich glaube nicht, dass eine Frau nur deswegen, weil sie an die Wirksamkeit glaubt, auch tatsächlich eine Fehlgeburt erleidet. Placebo-Effekt hin oder her.
Denn es geht hier ja um die Frage, wie die Bibel moralisch zu einer Abtreibung steht... nicht darum, was medizinisch gesehen dafür das richtige Mittel wäre.
Ich finde schon.
Hätte man eine Abtreibung herbeiführen wollen, wären die entsprechenden Methoden dafür bekannt gewesen. Da hatte man damals schon durchaus wirksamere Methoden als irgendwelche Flüche oder "bitteres Wasser". Klick.
Ich weiß nicht, warum Du dich an dieser Bibelstelle so festbeißt. Jedenfalls ist es alles andere als eindeutig, dass hier von einer Abtreibung die Rede ist, ich halte andere Deutungen für deutlich plausibler.
Und ich glaube nicht, dass eine Frau nur deswegen, weil sie an die Wirksamkeit glaubt, auch tatsächlich eine Fehlgeburt erleidet. Placebo-Effekt hin oder her.
Darum geht es ja nicht. Es geht um die Bewertung der Situation. Nicht darum, ob das Mittel tatsächlich funktioniert.
Ich weiß nicht, warum Du dich an dieser Bibelstelle so festbeißt. Jedenfalls ist es alles andere als eindeutig, dass hier von einer Abtreibung die Rede ist, ich halte andere Deutungen für deutlich plausibler.
Ich halte die Stelle in Bezug darauf, dass man eine illegitime Schwangerschaft damals nicht für wert hielt ausgeführt zu werden, für recht eindeutig.
Denn es werden eindeutige körperliche Symptome beschrieben, die nicht dazu passen, dass eine solche Schwangerschaft fortgeführt wird.
Und da es hier um das Thema Fremdgehen geht muss davon ausgegangen werden, dass im Falle des berechtigten Verdachts tatsächlich eine Schwangerschaft gegeben sein kann.
Meiner Ansicht nach geht aus dem Text hervor, dass eine Frau, die illegitim schwanger wurde, diese Schwangerschaft, nachdem sie das Wasser getrunken hat, nicht fortführen kann.
Dass eine Frau keine Kinder mehr empfangen kann impliziert für dich, dass sie eine schon eingetretene Schwangerschaft nicht fortführen kann? Non sequitur.
Dass eine Frau keine Kinder mehr empfangen kann impliziert für dich, dass sie eine schon eingetretene Schwangerschaft nicht fortführen kann? Non sequitur.
Wir reden hier von einem Fluch. Sollte eine Frau in diesem Zustand noch in der Lage gewesen sein, eine Schwangerschaft auszutragen, so wäre das wohl eindeutig erwähnt worden.
Also wenn da stehen würde: »… sie kann Kinder gebären« (also wenn sie untreu ist nicht!), dann ist die Nichterwähnung ein Argument. Aber da steht: »Sie kann Kinder empfangen«, also schwanger werden.
So jedenfalls laut der (bekanntermaßen sehr wörtlicher) Elberfelder Übersetzung, und nach den Strongs-Nummern in entsprechenden Online-Bibeln (zara`, Niphal Perfekt). Auch die LXX übersetzt mit »Samen empfangen« (ekspermatiei sperma).
Wenn von einer Frau gesagt wird, dass sie keine Kinder empfangen kann, und eine Schwangerschaft ansonsten nicht erwähnt wird, ziehe ich den Schluss, dass eine ggf. schon bestehende Schwangerschaft noch ausgetragen wird. Wieso meinst du, das das noch erwähnt werden muss?
Wieso meinst du, das das noch erwähnt werden muss?
Weil hier ganz offensichtlich von einem Schaden die Rede ist.
Aber wie gesagt... ich denke, wir haben das (offtopic) Thema hier langsam durch...
Der Schaden besteht darin, dass die Frau nicht schwanger werden kann. Steht doch da!
Warum tust du so, als ob da was anderes steht? Eine missverständliche Übersetzung?
Ja... und was ist an "nicht schwanger" jetzt so schwierig zu verstehen? Meine Güte...
Du interpretierst es halt anders, weil der nicht völlig eindeutige Text da ein Schlupfloch lässt.
Ja... und was ist an "nicht schwanger" jetzt so schwierig zu verstehen?
Da steht nicht »nicht schwanger«, da steht »nicht empfangen«. Natürlich wird eine Frau nicht schwanger, wenn sie kein Kind empfangen kann (moderne Reproduktionsmedizin natürlich außen vorgelassen), aber das sagt ja nichts über eine schon bestehende Schwangerschaft aus.
Ich beziehe mich auf den hebräischen Text, du offenbar auf eine Übersetzung, die in einer (für unsere Diskussion entscheidenden) Nuance davon abweicht. Anders kann ich mir dein Verhalten nicht erklären.
Ich beziehe mich auf den hebräischen Text, du offenbar auf eine Übersetzung, die in einer (für unsere Diskussion entscheidenden) Nuance davon abweicht. Anders kann ich mir dein Verhalten nicht erklären.
Ich beziehe mich auch auf die beschriebene Wirkung des Fluches.
Wie soll sich denn in einem solcherart verfluchten Bauch noch ein gesundes Baby entwickeln können? Wäre das vorgesehen gewesen, weil es wichtig wäre, dann wäre es dort doch auf jeden Fall erwähnt worden!
Wie soll sich denn in einem solcherart verfluchten Bauch noch ein gesundes Baby entwickeln können?
Wieso soll der Fluch, dass kein Kind mehr empfangen werden kann, sich auf schon empfangene Kinder auswirken? Wenn es da einen Zusammenhang geben würde, wäre der doch sicher erwähnt worden!
Wieso soll der Fluch, dass kein Kind mehr empfangen werden kann, sich auf schon empfangene Kinder auswirken? Wenn es da einen Zusammenhang geben würde, wäre der doch sicher erwähnt worden!
Aufgrund der beschriebenen körperlichen Veränderungen. Damit wird doch gesagt, dass der Bauch im Zusammenhang mit dem Fluch nicht mehr im Normalzustand verbleibt.
Damit wird doch gesagt, dass der Bauch im Zusammenhang mit dem Fluch nicht mehr im Normalzustand verbleibt.
Klar, aber ein schwellender Bauch muss für einen Fötus nicht gefährlich sein.
- Wir wissen nicht, ob das Ritual überhaupt auch bei Schwangerschaft angewandt wurde.
- Wir wissen nicht, ob die Israeliten sich irgendwelche näheren Vorstellungen über diese Veränderungen machten und wie die ggf. aussahen.
Mal an damalige Vorstellungen angepasst: Der Fluch bedeutet, dass kein Baby mehr in den Bauch hineinkommt. Über das Rauskommen aus dem Bauch wird nichts gesagt.
Und daraus schließt du auf ne Abtreibung … non sequitur.
Mal an damalige Vorstellungen angepasst: Der Fluch bedeutet, dass kein Baby mehr in den Bauch hineinkommt. Über das Rauskommen aus dem Bauch wird nichts gesagt.
Dass so ein "verfluchter Bauch" in dem künftige Schwangerschaften nicht mehr möglich sind, gesundheitlich wohl kaum etwas Gutes bedeutet, darüber sind wir uns doch wohl einig?
Die Tatsache, dass über ein mögliches Kind in einem verfluchten Bauch gar nichts gesagt wird unterstreicht für mich die Bedeutungslosigkeit, die dem beigemessen wird.
Aber wie gesagt, an der Stelle kommen wir nicht mehr weiter. Du willst es so sehen, ich sehe es anders...
Dass so ein "verfluchter Bauch" in dem künftige Schwangerschaften nicht mehr möglich sind, gesundheitlich wohl kaum etwas Gutes bedeutet, darüber sind wir uns doch wohl einig?
Versuch doch mal in den damaligen Kategorien zu denken. Gerade wenn du meinst, dass das damals nur Vorstellung war, kannst du nicht mit uns heute bekannten medizinischen Zusammenhängen kommen.
Warum sollte ein Fluch »Nebenwirkungen« haben? Er hat die beabsichtigte Wirkung (oder auch nicht 😉 ).
Kann meiner Ansicht nach nur so interpretiert werden: Falls die Frau fremdging und von einem fremden Mann schwanger ist, dann wird ihr Kind durch den Priester abgetrieben, und die Abtreibung beweist ihre Schuld.
Du meinst also,
dass ihr der Bauch schwellen und die Hüfte schwinden wird
was ja eher wie eine Schwangerschaft aussieht, ist eine Folge einer Abtreibung?
Dicker Bauch und schrumpfende (?) Hüfte, was die Taille verschwinden lässt, hört sich für mich nicht wie die Folge einer Abtreibung an, schon gar nicht nach einer ein medikamentös verursachten Abtreibung. Auch Unfruchtbarkeit kann andere Ursachen haben als eine Abtreibung.
Von daher ist die Interpretation, dass da eine Abtreibung versucht bzw. vorgenommen wird, eher unwahrscheinlich.
Oder was sagen Mediziner zu meinem laienhaften »Diagnoseausschluss«?
Off topic
@fizzibitz
Kamala Harris ist aber Pro-Hamas und nicht Pro Israel
K. Harris hat sich am 31.08.24 im Zusammenhang mit der kürzlich geschehenen Ermordung weiterer Geiseln in Gaza wiefolgt geäußert:
31. August 2024
Statement by Vice President Harris on Hersh Goldberg-Polin
Stellungnahmen und Mitteilungen
Am 7. Oktober wurde der amerikanische Staatsbürger Hersh Goldberg-Polin von Hamas-Terroristen als Geisel genommen. Er war gerade 23 Jahre alt und besuchte mit Freunden ein Musikfestival. Heute wissen wir, dass er von der Hamas ermordet wurde. Seine Leiche wurde heute zusammen mit fünf weiteren Geiseln in den Tunneln unter Rafah geborgen.
Doug und ich sind in meinen Gebeten bei Jon Polin und Rachel Goldberg-Polin, Hershs Eltern, und bei allen, die Hersh kannten und liebten. Als ich Jon und Rachel Anfang des Jahres traf, sagte ich ihnen: Ihr seid nicht allein. Das gilt auch weiterhin, während sie diesen schrecklichen Verlust betrauern. Amerikaner und Menschen auf der ganzen Welt werden für Jon, Rachel und ihre Familie beten und ihnen Liebe und Kraft senden. Wie es in der jüdischen Tradition heißt, möge Hershs Erinnerung ein Segen sein.
Hamas ist eine bösartige Terrororganisation. Mit diesen Morden hat Hamas noch mehr amerikanisches Blut an den Händen. Ich verurteile die anhaltende Brutalität von Hamas aufs Schärfste, und die ganze Welt muss dies ebenfalls tun. Von ihrem Massaker an 1.200 Menschen bis hin zu sexueller Gewalt, Geiselnahmen und diesen Morden ist die Verderbtheit von Hamas offensichtlich und entsetzlich. Die Bedrohung, die Hamas für das Volk Israels – und amerikanische Bürger in Israel – darstellt, muss beseitigt werden, und Hamas kann Gaza nicht kontrollieren. Auch das palästinensische Volk hat fast zwei Jahrzehnte lang unter der Herrschaft von Hamas gelitten.
Als Vizepräsident habe ich keine höhere Priorität als die Sicherheit der amerikanischen Bürger, wo auch immer sie sich auf der Welt befinden. Präsident Biden und ich werden niemals in unserer Verpflichtung schwanken, die Amerikaner und alle in Gaza gefangenen Geiseln freizulassen.
Quelle: WhiteHouse GOV (Übersetzung Google)
Danke
Ja, "Harris Statement vom 31.08.24" ist bissel untergegangen im Kommunikationsgeäst.
Werde off topics lieber ins Weisse tippen u den Beitrag verlinken, auf den ich mich beziehe.
Die Losung des Tages
Donnerstag, 12. September 2024
Helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht.
Psalm 82,3
Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander und zu jedermann.
1. Thessalonicher 3,12
........................................................ . . . kann ja nicht schaden, mal ein, zwei Stimmen von oben hier in den Thread
hineinsprechen zu lassen. Ob es etwas nützt ... ist dann natürlich wieder eine andere Frage. :o)
................. Schönen Septemberdonnerstag euch & uns! Im Osten, Süden, Norden . . . wie im Westen. ..............................................
In seinem Podcast tauschen sich Paul Ronzheimer mit Hasnain Kazmin selbstkritisch aus:
Flüchtlingskrise - wir waren nicht kritisch genug
(Dauer ca 45min)
Kazmin ist im Sommer durch den Osten geradelt (Oder - Neiße) und hat ein Buch darüber geschrieben:
"Deutschlandtour
Auf der Suche nach dem, was unser Land zusammenhält - Ein politischer Reisebericht"
Im Podcast erzählt er sehr kurzweilig von seinen Eindrücken, die er in ländlichen Regionen des Ostens mit den Einheimischen gemacht hat. Wessi trifft auf Ossi in krassester Form. Missverständnisse sind vorprogrammiert 😆.
Kaznain war lange beim Bund und früher FDP-Wähler, verortet sich jetzt in der Mitte und wirkt auf Ossis wie ein Linker. Er ist Journalist und wird wegen seiner etwas dunkleren Hautfarbe oft als Migrant "erkannt".
Kaznain war lange beim Bund
Kaznain ist falsch, er heisst Hasnain Kazmin. Ich habe daraus unbedacht einen Mix gemacht, sorry.