Kommen Nicht-christen in die Hölle - für immer?
Hallo,
mich plagen seit gestern riesige Glaubenszweifel. Anlass ist die Erkenntnis dass alle meine Familie und Freude nicht an Jesus glauben, auch wenn sie von ihm gehört haben. Und somit laut Bibel in die gerichtet werden. Ich kenne die Bibel. Ich weiß es gibt keine Werksgerechtigkeit. Ich weiß nur aus Gnade sind wir gerettet. Ich weiß dass diese Gnade ein Geschenk ist. Und ich weiß dass wir sie auch annehmen müssen. Aber sagt die Bibel streng genommen, dass die Hölle für Nicht-Gläubige für immer ist?
Mich beklemmen Zweifel. Eine ewige Strafe weil man ein Geschenk nicht angenommen hat? Dann ist es doch kein Geschenk? Dann ist es eine Notwendigkeit zur Frieden. Es gibt nur ein richtig und falsch. Alle anderen machen einen Fehler. Sind sie alle verloren. Ich weiß keine verdiente Gnade...aber ein Mensch voller Nächstenliebe ohne Jesus. Und ein Verbrecher der eine Partnerschaft mit Jesus pflegt...der letztere wird errettet? Denn das ist das Ende der Kreuzigung. Der Verbrecher wird von Jesus erlöst. Nur durch sein Bekenntnis. Also sind meine Familie und Freunde alle verloren laut Bibel? Ist es nicht so?
@studierzimmer (ergänzend zur pn)
Veröffentlicht von: @studierzimmerIch weiß nur aus Gnade sind wir gerettet. Ich weiß dass diese Gnade ein Geschenk ist. Und ich weiß dass wir sie auch annehmen müssen.
Hast du denn "annehmen müssen"?? Geh mal zurück zu dem Moment, Tag oder der Situation ... hast du etwas "müssen"? Oder war es eher eine Erkenntnis, eine Offenbarung? Hast du was unterschreiben müssen oder eine bestimmte "Formel" murmeln müssen und dann "war es"? Hattest du irgendetwas dafür getan, dass du Gott kennst?
Meine Perspektive ist anders. Ich "muss" gar nichts. Gott hat sich mir geoffenbart. Er hat auf mich, mein Flehen, meine Suche, meine Ansprache geantwortet. Nicht alles in einer Sekunde. Manches in Wochen, Monaten, Jahren ... (ganze vier Jahre, um ein wenig genauer zu sein 🙂 ). Vier Jahre zog mich der Vater (Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, - Joh. 6,43). Dann kam ein Moment, wo mich die Finsternis (übernatürlich) umgab und mich in Angst versetzte. Ich erinnerte mich an die Worte, die mir derjenige mitgab, der mir von (damals noch) seinem Gott erzählte: Ruf ihn an! (Rufe mich an am Tag der Not, dann will ich dich retten und du wirst mich ehren! Psalm 50,15 - Notruf Gottes 😉 ) Und ich sprach ihn direkt an und bat um seine Hilfe in der Situation. Es war übernatürlich, was ich erlebte. Er befreite mich sofort und eröffnete mir einen anderen Blick. Ich war ein neuer Mensch und gehörte nun nicht mehr in die Finsternis, sondern (zu) ihm.
Ich "musste" nichts. Ich tat es.
@neubaugoere ja du hast vollkommen recht. Das war falsch geschrieben. Geschenke muss man nicht annehmen. Sonst wären es keine Geschenke
Die Frage war schon, HAST DU etwas ANNEHMEN MÜSSEN? Oder hast du einfach irgendwann geglaubt?? Geh weg von dem Bild des Geschenkes, wenn es für dich nicht hilfreich ist. (Mir sagte mal jemand, Gottes Gaben wären wie Geschenke, die vor meiner Tür stehen (sollte ein proph. Wort sein), ich müsse sie nur auspacken. - Dahinter steht IN MEINEM Verständnis aber eben FÜR MICH (!!!) eine Botschaft. Für niemand anderen, sondern für mich.)
Glaubst du, weil du etwas dafür getan hast?
@neubaugoere nein, ich glaube dass wir nichts tun können
Veröffentlicht von: @tristesseDas kommt natürlich vor, aber ein " lebendiges" Leben ohne Gottes Vergebung ändert nichts an dem ewigen Tod.
Das ist richtig. Aber ob seine Vergebung auch Nicht-Christen gilt. Da bin ich doch erstaunt, dass das hier welche ausschließen?
Das ist richtig. Aber ob seine Vergebung auch Nicht-Christen gilt. Da bin ich doch erstaunt, dass das hier welche ausschließen?
6 Deshalb lügen wir, wenn wir sagen, dass wir mit Gott Gemeinschaft haben, aber weiter in der Finsternis leben. Wenn wir das tun, leben wir nicht in der Wahrheit.
7 Wenn[2] wir wie Christus im Licht Gottes leben, dann haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut von Jesus, seinem Sohn, reinigt uns von jeder Schuld.
8 Wenn wir sagen, wir seien ohne Schuld, betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns.
9 Doch wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt und uns von allem Bösen[3] reinigt.
10 Wenn wir behaupten, wir hätten nicht gesündigt, machen wir Gott damit zum Lügner und beweisen, dass sein Wort nicht in unserem Herzen ist."
oh am liebsten wäre ich selbst für die Allversöhnung, das alle Menschen und Tiere in den Himmel kommen.
Und was habe ich darüber schon nachgedacht, diskutiert, von der damaligen Teestube an, bis heute.
Heute weiß ich, nur Menschen in Beziehung zu Christus kommen in den Himmel.
Natürlich tut es brutal wenn , das geliebte Menschen, wenn sie sterben, oder schon gestorben sind,
nicht in den Himmel kommen.
Deshalb gilt es, mich nicht für Gottes Worte zu schämen, sondern den Menschen zu sagen!
Selbst bete ich immer, die richtigen Worte, den richtigen Ton, bei meinen Beziehungen zu finden.
Natürlich wurde ich da schon oft belächelt, ausgelacht, oder man hat Bier über mir ausgegossen.
Aber Christus hat für mich noch viel mehr getragen und ertragen..................
@hundemann in einem anderen Faden schriebst du vehement nicht mehr zu urteilen. Und tust es nun in einer extremen Entschiedenheit.
Niemand sollte es sich gefallen lassen Bier übergeschüttet zu bekommen. Dass ist nicht das Kreuz auf sich nehmen. Das ist eine Entschuldigung für unnötige Demut
DU, was willst du machen, wenn da alle betrunken sind. Christus sagt, das wir gerade zu diesen
Menschen gehen sollen.........Nein, du hast recht, ich darf über diese Menschen nicht richten.
In der Liebe zu Gott, zu mir selbst, anderen Menschen, ......das ist für mich ein lebenslanges Lernen.
Veröffentlicht von: @hundemannDU, was willst du machen, wenn da alle betrunken sind. Christus sagt, das wir gerade zu diesen
Menschen gehen sollen
Wo stehst das? Das klingt eher nach krampfhaften Missionieren von Menschen die in dem Moment nicht aufnahmefähig sind.
Wo stehst das? Das klingt eher nach krampfhaften Missionieren von Menschen die in dem Moment nicht aufnahmefähig sind.
Ehrlich gesagt, finde ich hundemanns Haltung irgendwie besser als z.b. die von einer Userin hier, die meinte, wenn die ihr unangenehmen Menschen in die Hölle kämen, fände sie das nicht so schlimm 😉
Ich versteh gar nicht, warum Du Dich so aufregst, ist ja nicht Dein Kopf, über das das Bier geschüttet wird. Und wenn er in der Kneipe Gott bezeugen will, dann ist das seine Sache. Ich finde das besser, als den Mund zu halten.
@tristesse du hast ja recht. Aber ich finde es auch nicht gut dass er sich der Lächerlichkeit preisgibt. Weil er von Gott geliebt ist. Und ich glaube nicht dass das nötig war. Aber nur ein Bauchgefühl
du hast ja recht. Aber ich finde es auch nicht gut dass er sich der Lächerlichkeit preisgibt. Weil er von Gott geliebt ist. Und ich glaube nicht dass das nötig war. Aber nur ein Bauchgefühl
Mein Eindruck, du verrennst dich hier gerade etwas.
Nur weil Menschen betrunken sind, heißt das nicht, dass sie geislich nichts mehr aufnehmen können oder Gottes Wort sie nicht erreichen könnte. Es gibt genug Menschen, die trinken, weil sie vor etwas davonlaufen, ihr Leben nicht ertragen können. Dann dahinzugehen und auf den Hoffnungsgeber, den Lebensspender aufmerksam zu machen, finde ich großartig.
Und ich sehe nicht, wo hundemann hier irgendwo richtet.
Oder beinhaltet richten für dich, wenn er schreibt, dass nach seiner jetzigen Überzeugung Menschen, die nicht in der Beziehung zu Jesus stehen, nicht in den Himmel kommen?
@goldapfel wer sprach von richten? Jeder muss seine Form von Missionierung finden. Ich finde dass Menschen zurecht dicht machen, wenn sie nicht von sich aus offen sind. Gott zieht selbst
Entschuldige, du hast das Wort 'urteilen' gebraucht, wurd bei mir zu richten.
Aber dann eben urteilen. Und ich frag mich, inwiefern du ihm da was genau vorwirfst?
in einem anderen Faden schriebst du vehement nicht mehr zu urteilen. Und tust es nun in einer extremen Entschiedenheit.
@goldapfel es ging darum auf eine Aussage von ihm in einem anderen Faden. Er weiß was ich meine
lieber studierzimmer,
oh, fühlst du dich gerade etwas überfordert von dem Thema. Bist du wie ich eher der sensible Mensch.
Und was bedeutet krampfhaft missionieren? Mission ist der Auftrag von uns Christen. Das wir in alle
Welt gehen sollen, die gute Botschaft von Christus weiter sage. Nicht nur sagen, reden, sondern auch
tun, danach leben. Nicht perfekt, nicht mit zu viel Druck.
Als ehemaliger Postmann kam ich mit Paketen und Briefen in viele Häuser, zu den unterschiedlichsten
Menschen. Und Menschen kamen zu mir in die Postfiliale...
Da durfte ich lernen, einmal eher demütig und sanftmütig zu reagieren. Dann aber auch wie
Christus härter.
Und Christus ist letztendlich aus Liebe zu den Menschen am Kreuz gestorben.
Und auch manche Missionare, oder wie Widerstandskämpfer, Martin Luther King,
Dietrich Bonhoeffer.........
Die haben aus Liebe zu Gott und den Menschen ihr Leben gelassen.
Freiwillig, nicht aus Zwang, oder Druck, müssen....
Aus Liebe zu den Menschen gilt es die gute Botschaft von Christus zu sagen.
Auch wenn ich ausgelacht werde, verspottet, gehasst, gemieden...........
Heute bin ich dankbar für die Menschen, die mir von Christus erzählt haben.
liebe Grüße,
Hallo,
ich finde die Diskussion hier sehr schwierig, weil das Thema recht provozierend ist. Zudem gibt es ziemlich viele Meinungen dazu, sowohl aus dem christlichen, als auch dem nichtchristlichen Lager, wobei ich nicht verstehe, warum Nichtchristen z.T. so vehement argumentieren, denn da sie nicht an Gott glauben, kann ihnen die Hölle ja egal sein 😊 Wer nicht an den Himmel glaubt, wird vermutlich an die Hölle noch weniger glauben.
Was ich Dir nur empfehlen kann ist, Dich an Gottes Wort zu halten und nicht an Menschenwort. Klar kann man das Thema interessiert diskutieren, aber ob 10 Meinungen von 5 Leuten Deinen Zweifeln helfen, weiß ich nicht.
Ich persönlich glaube nicht an die Allversöhnung, wie ich bereits sagte, ergäbe für mich das Leben Jesu, die Berufung der Jünger und die Kreuzigung keinen Sinn, wenn sowieso jeder "einfach so" in den Himmel käme. Dann hätte Jesus sich die 3 Jahre Missionsdienst und die Aufrufe an die Apostel "Folge mir nach" auch sparen können. Ebenso glaube ich an die Freiwilligkeit dieser Entscheidung und wenn Gott alle ungefragt in den Himmel holt, ist die nicht gegeben.
Das ist bitter, denn auch ich habe Freunde, bei denen ich befürchte / ahne , dass sie nicht bei Gott sein werden, wenn sie sterben. Aber schlussendlich beurteile ich das ja nicht, sondern Gott. Ich kann einfach nur immer wieder einladen und ein Zeugnis sein und hoffe natürlich, alle nach meinem Tod wieder zu sehen. Was gar nicht geht ist jemandem das Heil abzusprechen, bzw. ihn in die Hölle zu verorten.
Irgendjemand machte hier vor langer Zeit mal Witze darüber, dass es in der Hölle, sollte es sie geben, vermutlich eh nicht so schlimm wäre, immerhin wären ja recht viele interessante Menschen dort. Bei solchen Witzchen dreht sich mir immer der Magen um, weil ich nicht glaube, dass irgendeiner von uns hier abschätzen kann wie schrecklich es an diesem Ort sein muss und dass sich der eine oder andere bestimmt dann daran erinnern wird, dass er eine Wahl gehabt hätte.
Das ist jetzt meine Meinung, die natürlich keinen Anspruch an Ausschließlichkeit hat, muss ich jetzt auch nicht weiter groß diskutieren, weil so ziemlich alles, was in die Richtung geht, hier schon besprochen wurde.
Unterm Strich also: Frag die Bibel, frag Gott und vielleicht noch Deine*n Pastor*in 😉
@tristesse Danke. Schöne Antwort 🌺
Wobei ich für mich glaube dass Allversöhnung und Himmel für Nicht-Christen zwei verschiedene Dinge sind. Ich glaube auch nicht an die allversöhnung. Glaube aber dass Gott jedem eine Chance gibt, auch nach dem Tod. Das steht so nicht in der Bibel. Aber es wird auch an keiner Stelle ausgeschlossen. Was in der Bibel steht ist dass Gott gerecht ist
Glaube aber dass Gott jedem eine Chance gibt, auch nach dem Tod.
Halte ich persönlich für biblisch nicht haltbar.
Wobei ich für mich glaube dass Allversöhnung und Himmel für Nicht-Christen zwei verschiedene Dinge sind.
Ich finde, das ist ein schwieriges Thema.
- Von Gottes Liebe wird in der Bibel manchmal so gesprochen, dass es schwerfällt zu glauben, dass es eine Hölle geben wird.
- Aber Jesus hat ziemlich deutlich von der Hölle gesprochen.
- In der Offenbarung wird ganz eindeutig gesagt, dass der Drache (=Teufel), das Tier und der falsche Prophet für immer gequält werden.
- Andererseits sagt Jesus auch, dass es schlimmere und weniger schlimme Strafen geben wird (Lk 12,47-48).
Glaube aber dass Gott jedem eine Chance gibt, auch nach dem Tod
Es gab Leute, die haben eine Chance nach dem Tod bekommen (1.Pt 3,19-20). Nur ob das auch für Leute von heute gilt?
Was in der Bibel steht ist dass Gott gerecht ist
Wenn er nur gerecht wäre, würden 100,0% aller Menschen in die Hölle kommen. Aber »Gottes Gerechtigkeit« bezieht sich in Rö 3,26 auch darauf, dass Gott gerecht macht.
Veröffentlicht von: @samira-jessicaWer Gutes im Sinn hat, wird natürlich Reue zeigen und umkehren, wenn er merkt, er ist auf dem falschen Weg.
Aber nicht unweigerlich zu Lebzeiten
Veröffentlicht von: @hkmwkVon der Hölle spricht in erster Linie Jesus
Sehr oft sogar. Und fast immer zu den Pharisäern. Niemals zu den Ungläubigen. Interessant…
Die Pharisäer waren nicht unbedingt gläubiger oder ungläubiger als der Rest der Gesellschaft. Gott, Himmel, Hölle und Ewigkeit waren eher allgemeine Tatsachen für die Juden. Anders als bei uns heute.
Aber ich denke, ich weiß, was du meinst. Aber bei uns glauben auch nicht alle Pastoren Jesus. Die legen den Menschen zwar vielleicht keine unnötigen Lasten auf, aber sonst?
@goldapfel es waren Leute denen Buchstaben wichtiger waren als das Herz. Und Jesus sah das anders. Zu ihnen warnt er besonders vor der Hölle
Also sind Worte unwichtig? Und wenn ich jetzt noch mal sage, dass ich deinen Gebrauch des Wortes 'Ungläubige' nicht korrekt finde, ich ein Pharisäer? 😉
Wahrscheinlich sprach er gerade sie an, weil sie sich als theologische Elite auf der heilssicheren Seite sahen. Und ihr Leben nicht unbedingt nach Gottes Willen ausgerichtet war. Und weil sie Macht hatten, die leicht missbraucht wurde.Weil sie oft nicht mehr nach Gottes Gedanken hinter dem Gesetz fragten. Den Herrn außer acht ließen. Und unnötig hart urteilten. Weil ihnen ihr Ansehen und ihre Position wichtig waren...
Wenn ich das lese "Buchstaben wichtiger als das Herz" ... klingt immer super, ist aber meiner Ansicht nach aber eine stark vereinfachte und romantisierte Aussage.
@goldapfel nein sie findet sich in der Bibel. Und Jesus Handeln (heilte am Sabbat…). Und nein nur weil das Herz wichtiger ist als der Buchstabenglaube, ist die Schrift dadurch nicht weniger bedeutend. Jesus kam um das alte Testament zu erfüllen!
Jesus sagt es etwas anders, das Gesetz für den Menschen und nicht der Mensch für das Gesetz. Es geht um Barmherzigkeit und Liebe. Und was für den Menschen in seiner individuellen Situation angesagt ist.
Das Herz muss geheilt sein. Sonst kommt auch daher nichts Gutes. Und wenn das Herz der Pharisäer nicht weich und offen für Gottes Liebe ist, ist die Konsequenz dementsprechend. Und in ihrer Position war die Gefahr groß, ihre Position zu missbrauchen. Wie überall, wenn man Macht hat.
Das geht mir zu sehr in die Richtung "Höre auf dein Herz".
Von der Hölle spricht in erster Linie Jesus
Sehr oft sogar. Und fast immer zu den Pharisäern. Niemals zu den Ungläubigen. Interessant…
Ist das so? Ist mir nie aufgefallen.... 🤔
Sehr oft sogar. Und fast immer zu den Pharisäern. Niemals zu den Ungläubigen. Interessant…
hmm..... schaun wer mal... z.B: bei Luther mit dem Stichwort Hölle, ob sich da ein 'fast immer zu den Pharisäern' findet.
https://www.bibleserver.com/search/LUT/H%C3%B6lle
20 Stellen, wobei noch unterschieden werden muss zwischen Hölle und Totenreich, das Luther auch Hölle genannt hat.
Hos 13,14 Sollte ich sie aus der Hölle erlösen und vom Tod erretten? Tod, wo ist deine Seuche; Hölle, wo ist deine Pest? Meine Augen kennen kein Mitleid. (Zählt nicht, da nicht von Jesus im NT)
Mt 5,29 Wenn dich aber dein rechtes Auge verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. (Bergpredigt, allgemeine Zuhörerschaft)
Mt 5,30 Wenn dich deine rechte Hand verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.
Mt 10,28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet viel mehr den, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. (Rede an die Jünger)
Mt 11,23 Und du, Kapernaum, wirst du bis zum Himmel erhoben werden? Du wirst bis zur Hölle hinabfahren. Denn wenn in Sodom die Taten geschehen wären, die in dir geschehen sind, es stünde noch heutigen Tages. (Gericht über die Stadt Kapernaum und ihre Bewohner)
Mt 16,18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. (die Pforten der Hölle ist eine Höhle in einem Felsen bei Caesarea)
Mt 23,15 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Meer durchzieht, damit ihr einen Proselyten gewinnt; und wenn er’s geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr. (Warnung an die Pharisäer)
Markus 9 bis Lukas 12 sind synoptische Stellen zu Matthäus
Mk 9,43-44 Wenn dich aber deine Hand verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht.
Mk 9,45-46 Und wenn dich dein Fuß verführt, so haue ihn ab! Es ist besser für dich, dass du lahm zum Leben eingehst, als dass du zwei Füße hast und wirst in die Hölle geworfen.
Mk 9,47 Und wenn dich dein Auge verführt, so wirf’s von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen,
Lk 10,15 Und du, Kapernaum, wirst du bis zum Himmel erhoben werden? Du wirst bis in die Hölle hinabfahren.
Lk 12,5 Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der, nachdem er getötet hat, Macht hat, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, den sollt ihr fürchten.
indirekter Bezug zu Pharisäern im Kontext
Lk 16,23 Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.
Keine direkte Rede von Jesus:
Jak 3,6 Auch die Zunge ist ein Feuer. Eine Welt voll Ungerechtigkeit ist die Zunge unter unsern Gliedern: Sie befleckt den ganzen Leib und setzt das ganze Leben in Brand und ist selbst von der Hölle entzündet.
2Petr 2,4 Denn Gott hat selbst die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis in die Hölle gestoßen und übergeben, damit sie zum Gericht aufbewahrt werden;
Offb 1,18 und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (der auferstandene Jesus Christus an Johannes und über Johannes an die Gemeinden)
Visionen des Johannes
Offb 6,8 Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf saß, dessen Name war: der Tod, und die Hölle zog mit ihm einher. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und Hunger und Tod und durch die wilden Tiere auf Erden.
Offb 20,13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und die Hölle gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.
Offb 20,14 Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl.
Sir 21,10 Die Sünder gehen auf einem gepflasterten Weg, aber an seinem Ende ist der Abgrund der Hölle.
20 Stellen, wobei noch unterschieden werden muss zwischen Hölle und Totenreich, das Luther auch Hölle genannt hat.
Das sollte man mal tun. Hast du aber leider nicht.
- Im AT ist an keiner Stelle von der Hölle die Rede, es geht immer ums Totenreich (das gilt auch für die Sirach-Stelle).
- Im NT kommt das Wort 12-mal vor: Mt 5,22*.29.30; 10,28; 18,9*; 23,15.33*; Mk 9,43.45.47; Lk12,5; Jk 3,6. Ein Stern (*) steht bei Versen,m die du nicht erwähnt hast.
- D.h. es kommt nicht in Mt 11,23; 16,18; Lk 10,15; 16,23 (!) und auch irgendwo in der Offenbarung vor, da geht es ums Totenreich.
- 2.Pt 2,4 ist ein Sonderfall: Da steht ein vom Tartarus, einer Art Hölle in der Mythologie der Griechen, abgeleitetes Verb, das »in den Tartaros bringen« o.ä. bedeuten. Da kann man jetzt diskutieren, ob da von der Hölle die Rede ist oder von etwas, dass ein wenig anders ist (man denke an Lk 16,23!).
Der Bibelserver gibt unter dem Stichwort Hölle z.B. nicht höllisches Feuer heraus (Mt 5,22; 18,9;) auch nicht höllische Verdammnis (Mt 23.33) in der Luther17.
Die dann noch fehlende Ausarbeitung würde um den Feuersee gehen, um das Bild zu vervollständigen.
Eine Behauptung mit dem Wort Hölle bzgl der Pharisäer aufzustellen, ist mMn zu ungenau, weil die Übersetzungen ungenau sind.
Jetzt bin ich echt geplättet, dass die Lu17 noch »Hölle« hat, wo vom Totenreich (š'owl, hades) steht. Ich dachte, der Fehler wär inzwischen vollständig revidiert worden.
Und offen gestanden: Zumindest bei Hosea hättest du auch selber sehen können, dass es nicht um die Hölle geht.
Ja, die Lu17 hat noch an allen herausgegebenen Stellen Hölle. Und ich habe die Lu17 gewählt, weil im Theadtitel das Wort Hölle verwendet wird und dann in der Behauptung zu Jesus vs Pharisäer wieder das Wort Hölle.
Ich weiß, dass hinter Luthers Übersetzung verschiedene Worte stehen... ich habe sie bewusst nicht herausgesucht, nur den Hinweis gegeben, um studierzimmer darauf aufmerksam zu machen. Vielleicht schaut studierzimmer da mal selbst genauer nach. Es gibt ja die Interlinearübersetzung, um das herauszufinden.
@deborah71 der scheol (das Totenreich) war im alten hebräischen Denken einfach nur die Vorstellung, mehr oder weniger im "Dämmerzustand" abgetrennt vom Leben hinieden zu sein. Keine Hölle, aber auch kein wirkliches Leben.
Mit der Zeit kam der Gedanke hinzu, dass Gott, wenn er gerecht ist, einmal Gerechtigkeit und Ausgleich schaffen müsse. Also die Auferstehung und die Vollendung der Welt, Gericht über die Menschenkinder. "Gericht" meint dabei nicht, Gott haut Sünder kurz und klein, sondern: Offenbarwerden aller Dinge, Zurechtbringung, Erkenntnis: "Alle Augen werden ihn sehen, alle Knie sich beugen und alle Lippen bekennen, dass der Ewige der Herr ist."
Solche Erkenntnis über sich selbst mag schmerzlich sein für einige, bedeutet aber bei weitem noch nicht, dass man verworfen ist. Gott möchte nicht den Tod, sondern das Leben seiner Kinder.
"Hölle" ist erstmal Selbsterkenntnis. Denn man steht dann vor einem Gegenüber, einem Spiegel, dem man nicht mehr ausweichen kann. Das tut weh, aber kann heilen. Man muss weniger juristisch denken, sondern therapeutisch.
Der Feuersee hat mit Hölle gar nichts zu tun, sondern meint die Auslöschung alles Bösen und des Todes letztlich, sodass Gottes Reich und Leben vollendet sind.
Es mag sein, dass es Menschen gibt, die derart vom Wege abgekommen sind, dass dort nichts mehr heile wird bzw die es ausschlagen. Die werden aber nicht auf ewig gefoltert, sondern Gott pustet diese Flamme dann aus.
Wer das sein soll, wenn man vor diesem Gott steht, seine Liebe und Schönheit erkennt, ist mir schleierhaft, aber mag es geben. Das wird er schon richtig beurteilen. Es ist nicht unsere Sache, irgendwem die Hölle anzusagen.
Auch wer warum nicht glaubt oder glauben kann ist nicht von uns zu be-oder verurteilen, sondern im Vertrauen auf Gott so zu nehmen. Vielleicht erkennt XY es später, vielleicht durch andere, vielleicht auf dem Sterbebett, vielleicht dermaleinst. Gott wird das Herz schon richtig ansehen.
Durch den Sohn ist uns Gott gezeigt und gesagt, dass wir seine Söhne und Töchter sind (wie er) und wir dementsprechend leben sollen in dieser Welt, bis er sie eines Tages vollenden wird.
Und wer tut, was Gott gefällt, auch wenn er ihn nicht kennt oder verstanden hat (und da gibt es viele), den wird Gott nicht vergessen.
Erkenntnis: "Alle Augen werden ihn sehen, alle Knie sich beugen und alle Lippen bekennen, dass der Ewige der Herr ist."
Solche Erkenntnis über sich selbst mag schmerzlich sein für einige, bedeutet aber bei weitem noch nicht, dass man verworfen ist.
Man sollte sich das Bild, das da benutzt wird, vor Augen halten: Nach einem siegreichen Feldzug müssen die Besiegten niederknien und dem Sieger huldigen. Das heißt aber nicht, dass sie straflos ausgehen, nachdem sie sich in den Staub geworfen haben.
"Hölle" ist erstmal Selbsterkenntnis.
Wo steht das in der Bibel?
Der Feuersee hat mit Hölle gar nichts zu tun, sondern meint die Auslöschung alles Bösen und des Todes … Die werden aber nicht auf ewig gefoltert
Wieso wird dann gesagt, dass der Drache, das Tier und der falsche Prophet dort auf ewig gequält werden (Of 20,10)? Was im Feuersee auf ewig gequält wird, wird doch gerade nicht ausgelöscht. Ich sehe auch keine Bibelstelle, die ihn mit Auslöschung in Verbindung bringt. Da ist offenbar der Wusch Vater der Gedanken. Den Wunsch habe ich auch, aber ich kann mir doch die Welt nicht einfach so machen, wie sie mir gefällt!
Wer das sein soll, wenn man vor diesem Gott steht, seine Liebe und Schönheit erkennt
Vor allem erkennt man Seine Heiligkeit und seine eigene Sündhaftigkeit. Das ist nicht angenehm - und vielleicht besteht die Hölle ja gerade darin, dass man Gottes Gegenwart ertragen muss, ohne sie ertragen zu können. Heißt es nicht, dass Gott alles in allen sein wird (1.Ko 15,28)?
Auch wer warum nicht glaubt oder glauben kann ist nicht von uns zu be-oder verurteilen
Verurteilen auf keinen Fall, aber beurteilen ist doch nötig, etwa um zu entscheiden, ob man jemanden als Glaubensbruder ermutigt oder ihm den Weg zu Jesus zeigt. Oder sollte ich, weil ich es ja nicht beurteilen kannst, ob du gläubig bist, dich vorsichtshalber »missionieren«? Und natürlich jeden anderen auch?
Durch den Sohn ist uns Gott gezeigt und gesagt, dass wir seine Söhne und Töchter sind
Also erst mal hat uns der Sohn gezeigt, dass wir böse sind:
Lk 11,13 Wenn also ihr, die ihr doch böse seid, das nötige Verständnis habt, um euren Kindern gute Dinge zu geben, wie viel mehr wird dann der Vater im [oder: vom] Himmel denen den Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten.
Mt 15,19 Denn aus dem Herzen kommen die bösen Gedanken und mit ihnen Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Beleidigungen.
Und in der Bibel lese ich, dass wir Menschen Kinder werden können:
Jh 1,12 All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.
Das heißt ja, dass jemand, der Jesus nicht aufgenommen hat und an ihn nicht glaubt, auch kein Kind Gottes ist.
Von der Hölle spricht in erster Linie Jesus
Sehr oft sogar. Und fast immer zu den Pharisäern. Niemals zu den Ungläubigen. Interessant…
11-mal redet Jesus von der Hölle (im NT gibt es noch eine 12. Stelle), siehe meinen eben verfassten Beitrag.
Die Pharisäer werden nur in zwei Versen angesprochen (Mt 23,15.33), beide aus der gleichen Strafrede.
Ob man die Leute, die Jesus in den anderen Stellen zuhörten (nicht immer die gleichen) ungläubig oder gläubig nennen sollte, darüber kann z.T. endlos diskutiert werden.