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Gotteswort und Menschenwort

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Beiträge : 18002

Liebe Nachsinner,

wie passen die folgenden beiden Verse inhaltlich zusammen?

1. Eine Aussage ist von einem Propheten des AT.

2. Eine Aussage ist vom Sohn Gottes.

Prophet Jeremia:

Jer 13,14 und will einen am andern, die Väter samt den Söhnen, zerschmettern, spricht der HERR, und will weder schonen noch barmherzig sein und sie ohne Mitleid verderben.

Jesus Christus:

Lk 6,36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Wenn man diese beiden biblischen Aussagen untersucht, stellt man fest, dass sie sich inhaltlich komplett widersprechen. Denn Jesus sagt über Gott, dass ER barmherzig ist und der Prophet sagt, dass Gott nicht barmherzig sein will. Das steht so in der Schrift.

Was stimmt nun?

Ich bitte um eine stimmige, schlüssige Antwort von euch. Danke.

 

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Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 9 Monaten

Beiträge : 412
Veröffentlicht von: @mt-24-14

Liebe Nachsinner,

wie passen die folgenden beiden Verse inhaltlich zusammen?

1. Eine Aussage ist von einem Propheten des AT.

2. Eine Aussage ist vom Sohn Gottes.

Prophet Jeremia:

Jer 13,14 und will einen am andern, die Väter samt den Söhnen, zerschmettern, spricht der HERR, und will weder schonen noch barmherzig sein und sie ohne Mitleid verderben.

Jesus Christus:

Lk 6,36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Wenn man diese beiden biblischen Aussagen untersucht, stellt man fest, dass sie sich inhaltlich komplett widersprechen. Denn Jesus sagt über Gott, dass ER barmherzig ist und der Prophet sagt, dass Gott nicht barmherzig sein will. Das steht so in der Schrift.

Was stimmt nun?

Ich bitte um eine stimmige, schlüssige Antwort von euch. Danke.

 

Man kann die beiden Verse nicht gegeneinander ausspielen, denke ich. Jesus selbst hat keine Barmherzigkeit erfahren, als er in Gethsemane blutschwitzend darum bat. Er musste den Kelch trinken bis zur Neige.

Ist kein Rankommen, an die Souveränität JHWHs, der von sich aus dem Dornbusch zu Moses sagt: Ich bin der ich bin (2. Mose 3,14). Und von dem im Johannesbrief steht: Keiner hat Gott je gesehen (1. Johannes 4,12).

Meines Erachtens tangiert deine zugespitzte Frage die Theodizee.

Theodizee (Wikipedia)

martha antworten
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Dass es dennoch Situationen und eben auch biblische Texte gibt, in denen wir das nicht so wahrnehmen können, müssen wir aushalten.

Sicher müssen wir mal was aushalten wenn wir nicht sofort eine eindeutige Antwort bekommen, aber wir dürfen doch alle Inhalte in der Bibel verstehen dürfen, sonst hätte Jesus nicht gesagt, dass Er uns den Heiligen Geist sendet, der uns in die ganze Wahrheit leiten soll. Es macht auch Sinn, sonst kann man keine schlüssige Auskunft über Gott und Sein Reich geben ...

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Veröffentlicht von: @deborah71

@mt-24-14 

Was machst du mit den Bibelstellen, in denen Jesus unbarmherzig mit Hochmut umgeht, auch wenn das Wort unbarmherzig selbst da nicht verwendet wurde?

z.B. Markus 11, 15 Und sie kamen nach Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel und fing an, hinauszutreiben die Verkäufer und Käufer im Tempel; und die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler stieß er um 16 und ließ nicht zu, dass jemand etwas durch den Tempel trüge. 17 Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht. 

In dieser Passage geht es weder um Unbarmherzigkeit noch um Hochmut.

Jesus hat Menschen aus dem Tempelbereich vertrieben und sie nicht mishandelt. 

 

Würdest du denn nicht auch ungebetene Gäste aus deinem Wohnbereich entfernen, die dort nicht erwünscht sind?

 

Anderes Beispiel:

Stell dir vor, ein Operationsteam steht vor einer schwierigen OP und muss sich demnetsprechend vorbereiten und auf das Thema konzentrieren. Plötzlich kommt unangemeldet eine Herde partylustiger Gäste in den OP- Bereich und fängt im OP-Saal an zu grölen. Danach geht der Chefchirurg berechtigterweise auf diese Menschengruppe los und jagt sie aus dem OP-Saal.

Würde man das Verhalten des OP-Chefs mit dem Begriff "Unbarmherzigkeit" in Verbindung bringen?

1. Der Arzt kommt doch nur seiner Verantwortung nach. ER muss mit seinem Team eine möglichst gute OP hinbekommen.

2. Die Eindringlinge haben mit ihrer Thematik im OP-Saal nichts verloren.

3. Die Eindringlinge begehen Hausfriedensbruch, usw...

Es handelt sich daher bei der Vorgehensweise der Eindringlinge um ein assoziales, rücksichtsloses, kriminelles Rabaukenverhalten. Der Begriff "Hochmut" passt an dieser Stelle jedoch nicht.

 

Überträgst du dies nun auf das von dir erwähnte Tempelszenario, dann ist das ähnlich:

1. Der Tempel ist ein Bethaus und kein Kaufhaus.

2. Jesus hat hier angemessen reagiert, denn Er hat die Wechsler und Händler weder umgebracht noch diffarmiert. Er hat die Geldwechsler und Händler nur vertrieben und den Tempelbereich wieder in die Ursprungsfunktion gebracht, also diesen Bereich gereinigt.

 

Unbarmherzigkeit ist doch eher anders zu verstehen. Unbarmherzigkeit ist doch eher ein unangemessenes, zu hartes Verhalten, gegenüber unwissende/ ungeschickte/ eingeschränkte Personen, die es eben nicht besser wissen oder können. 

Warum sonst betete Jesus einst für uns Menschen zu Gott: Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.

 

 

 

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

@mt-24-14 

Das Wort unbarmherzig hat mehrere Bedeutungen: https://www.dwds.de/wb/unbarmherzig

Manchmal wird es für einen Wesenszug verwendet, manchmal für eine Handlung der Stärke, ohne dass der Ausführende in seinem Wesen unbarmherzig wäre.

Wenn jemand in einer bestimmten Situation stark handelt und kein Mitleid mit sündigem Verhalten zeigt, so erlaubt das keinen Rückschluß, dass dieser Jemand grundsätzlich in seinem Wesen unbarmherzig wäre. Bei Jesus beachtest du diese Vorgabe in deiner Erklärung zur Tempelreinigung, bei Gott im AT aber nicht.

Immerhin zitiert Jesus bei der Tempelreinigung Gottes Worte durch den Propheten Jeremia:

 

Jer 7,11 Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Räuberhöhle? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR.

Mt 21,13 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus heißen«; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.

Mk 11,17 Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.

Lk 19,46 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus wird ein Bethaus sein«; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht.

Du erklärst die Tempelreinigung mit dem Hausrecht.... hat Gott im AT nicht dasselbe Hausrecht?  Misst du mit zweierlei Maß?

deborah71 antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

Noch einmal: Viele Aussagen der Propheten des AT sind tatsächlich Gottes heiliges Wort, so auch Jer.7,11.

Aber alle Aussagen der Propheten des AT über Gott und Sein Reich und Seine angeblichen Weisungen, die von Jesu Worten und von Jesu Verhalten abweichen, sind nicht von Gott.

Da das AT in einigen Passagen eben auch einen rachsüchtigen, willkürlichen, ungerechten Gott präsentiert und das NT durch das Auftreten Jesu eben einiges aus dem AT korrigiert, können wir Gott in Jesus in Seiner Herrlichkeit erkennen.

Zum Eingangspost:

Barmherzigkeit und Unbarmherzigkeit passen nicht zusammen. Entweder, oder ...

Menschen handeln zwar so, Gott jedoch nicht. Gott ist gut.

 

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

@mt-24-14 

Zum Beitrag

Gott ist gut. Das bestätigt Jesus.  Gott ist auch gut, wenn er die Übeltäter beim Schlaffittchen kriegt. Und Gott ist auch immer noch gut, wenn er am Ende Hölle, Tod und Teufel in den Feuersee verfrachtet.

Wieviele Götter hast du denn nun in deinem Himmel durch deine Vorstellung eines rachsüchtigen, ungerechten, willkürlichen Gottes?
Ich zähle bei dir 4: Gott-Vater, Gott-Sohn, Gott-Heiliger Geist und deinen rachsüchtigen Gott.

Da kann ja was nicht stimmen.

deborah71 antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@deborah71 

Das sind ja abenteuerliche Behauptungen.

Folgende Aussage in der Bibel beschreibt einen Gott der Rache üben will, oder etwa nicht?

5Mo 32,35 Die Rache ist mein, ich will vergelten zur Zeit, da ihr Fuß gleitet; denn die Zeit ihres Unglücks ist nahe, und was über sie kommen soll, eilt herzu.

 

Jesus spricht aber anders über Gottes Wesen.

Gott ist die Liebe (Joh.5,42).

Liebe hat auch nichts mit Weichspülerei zu tun. Das behaupte ich auch nicht.

Dennoch hat Liebe nichts mit Rache (Rachegefühlen/Rachsucht) zu tun!

Die Liebe tut dem Nächsten nichts böses. Das sind ja nicht meine Worte.

 

 

Deine Behauptungen zu meiner angeblichen Gottesvorstellung sind daher unbegründet/krude und nicht tragfähig. Das kannst du hier zwar auf dieser Plattform so äussern, ändert aber nichts an dieser Tatsache.

 

Mein Tipp:

Du solltest dich sachlich korrekt zu meinen Aussagen äussern und nicht meine Aussagen und meine Person diskreditieren.

Meine Person spielt bei der Beurteilung inhaltsschwerer Themen keine Rolle. 

 

 

Mein Gottesbild:

Ich glaube an den allmächtigen, allerhöchsten, allwissenden, allgegenwärtigen, ewig Seienden, einzig, wahren, anbetungswürdigen, lebendigen, lieben, dreieinigen Gott, den Vater im Himmel, Seinen Sohn, Jesus Christus und Seinen Heiligen Geist.

Gott, Jesus und der Heilige Geist sind Gott und sie stimmen in allem überein - sie sind eins.

 

 

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15502

@mt-24-14 

Gottes Begriff von "Rache" ist anders als das, was wir im Alltag und gelernt unter "Rache" verstehen. Wie das meist so ist bei Begrifflichkeiten. Die biblische Bedeutung von "Rache" ist: Wiedergutmachung. Der Gott der Liebe, der seiner Schöpfung schon immer nachging, sagt, ER will sich um Wiedergutmachung kümmern.

Es ist "unsere" Vorstellung des Begriffes "Rache", dass wir eher an Mord und Totschlag denken, denn an eine Aktion in und durch Liebe und eben mit den Waffen Gottes (Liebe). Das war für die Menschen damals schon schwierig. Ist es heute immer noch. 🙂 Aber das macht ja nichts. 

Meine 5 ct dazu. 🙂

neubaugoere antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@neubaugoere 

Wiedergutmachung und Rache sind zwei unterschiedliche Begriffe mit unterschiedlicher Bedeutung.

Der Begriff "Rache" hat demnach eine andere Bedeutung als Wiedergutmachung.

Ich nehme mal die Definition von Dr. google/Wikipedia:

Rache ist eine Handlung, die den Ausgleich von zuvor angeblich oder tatsächlich erlittenem Unrecht bewirken soll. Von ihrer Intention her ist sie eine Zufügung von Schaden an einer oder mehreren Personen, die das Unrecht begangen haben sollen. Oft handelt es sich bei Rache um eine physische oder psychische Gewalttat. Wikipedia

Ungefähr so verhält es sich bei dem Begriff: "Rache".

 

Dieses Verhalten ist aber ein menschliches Verhalten und hat mit Gottes Verhalten nichts zu tun.

Gott bekämpft das Böse ausnahmslos mit dem Guten, da Gott gut ist und mit böse nix am Hut hat.

Gott hat daher schon zu Beginn Seiner Schöpfung Licht von Finnsternis - Gut von Böse, getrennt.

Woher weiss ich das? Weil die Bibel das in den Anfängen so beschreibt und weil Jesus uns das Wesen Gottes genau aufzeigt.

D.h. auch, dass Gott sich der bösen Methoden Satans und der bösen Methoden der Menschen nicht bedient.

Das hat Gott auch gar nicht nötig, auch wenn ER die Macht dazu hat. Gott ist sich selbst treu.

 

Beispiel:

Wenn Menschen sich in böser Weise Verhalten, weil sie sich eben bewusst oder unbewusst von Satan dazu verführen lassen, dann verhalten sich diese Menschen feindselig (bösartig). 

 

Gott gibt uns durch seinen Sohn, Jesus Christus folgende Anweisung, wie wir mit unseren Feinden zu verfahren haben:

Mt.5,44... Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr?

 

Daher:

Alle Worte die Gott im AT ein anderes Vorgehen gegenüber bösen, feindseligen Menschen zuschreiben entstammen aus den Herzen von Menschen und haben mit dem Wesen/Verhalten Gottes nichts zu tun.

Und davon gibt es zahlreiche Beispiele in der Bibel, die ich jetzt nicht noch einmal aufführen werde.

Es sind ja nicht meine Worte. Also handelt es sich hierbei auch nicht um meine Meinung, sondern um die Wahrheit.

Bitte denk mal über die Worte Jesu nach (Mt.5,44 ...).

 

 

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15502

@mt-24-14 

Danke. Ich hatte mal aufgeschnappt, dass die Bedeutung des Wortes "Rache" (das wir ja in der Schrift lesen) in der hebräischen Sprache eben Wiedergutmachung bedeutet. Auch sagt Gott es in seinem Wort, dass die "Rache" sein ist, es also sein Part ist und wir uns anderem widmen sollen und dürfen.

Habe fertig.

neubaugoere antworten
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@neubaugoere 

Wie heisst denn das hebräische Wort, dass in der Bedeutung Wiedergutmachung bedeutet?

Vielleicht suchst du es mal raus (mit Bedeutung) und schreibst es hier auf. Danke.

Gibt es im Hebräischen auch ein Wort für Rache?

Rache ist kein leichtes Thema. Aber auf jeden Fall sind wir uns darin einig, dass Rache dem Menschen nicht gut steht. 😉 👍

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

@mt-24-14 

Ich glaube an den allmächtigen, allerhöchsten, allwissenden, allgegenwärtigen, ewig Seienden, einzig, wahren, anbetungswürdigen, lebendigen, lieben, dreieinigen Gott, den Vater im Himmel, Seinen Sohn, Jesus Christus und Seinen Heiligen Geist.

Gott, Jesus und der Heilige Geist sind Gott und sie stimmen in allem überein - sie sind eins.

Sehr schön.

Damit hast du aber immer noch nicht erklärt und geklärt, wer der 4. Gott in deiner AT-Auslegung ist.

deborah71 antworten
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Beiträge : 18002

Dazu habe ich bereits ausführlich Stellung bezogen (u.a. auf Hos.4,6 hingewiesen).

 

 

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

@mt-24-14 

Zum Beitrag

Das ist für mich keine ausreichende Erklärung, nur ein aus dem Zusammenhang gerissener Bibelvers. Das ist für mich kein stabiles Fundament unter deiner Sichtweise bzgl der prophetischen Worte des AT und der Quelle. Kann ich mich nicht mit anfreunden, also lasse ich es.

deborah71 antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

Die Tatsache, dass gläubige Menschen Gott nicht kennen ist zum einen eine traurige Wahrheit und zum anderen eine Erklärung dafür, weshalb u.a. die Propheten des AT (ungewollt) ein fehlerhaftes Bild von Gott gezeichnet haben. Und das erkennst du an den widersprüchlichen Texten.

In vielen Passagen tauchen in der Bibel Widersprüchlickeiten auf. Das verblüfft. In manchen Passagen widersprechen sich die Worte bereits im selben Vers. Ich mach es kurz.

Kennst du dieses Gedicht?:

Dunkel war's, der Mond schien helle,
Schneebedeckt die grüne Flur,
Als ein Auto blitzesschnelle
Langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute
Schweigend ins Gespräch vertieft,
Als ein totgeschossner Hase
Auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Und der Wagen fuhr im Trabe
Rückwärts einen Berg hinauf.
Droben zog ein alter Rabe
Grade eine Turmuhr auf.

Ringsumher herrscht tiefes Schweigen
Und mit fürchterlichem Krach
Spielen in des Grases Zweigen
Zwei Kamele lautlos Schach.

Und auf einer roten Bank,
Die blau angestrichen war
Saß ein blondgelockter Jüngling
Mit kohlrabenschwarzem Haar.

Neben ihm 'ne alte Schachtel,
Zählte kaum erst sechzehn Jahr,
Und sie aß ein Butterbrot,
Das mit Schmalz bestrichen war.

Oben auf dem Apfelbaume,
Der sehr süße Birnen trug,
Hing des Frühlings letzte Pflaume
Und an Nüssen noch genug.

Von der regennassen Straße
Wirbelte der Staub empor.
Und ein Junge bei der Hitze
Mächtig an den Ohren fror.

Beide Hände in den Taschen
Hielt er sich die Augen zu.
Denn er konnte nicht ertragen,
Wie nach Veilchen roch die Kuh.

Und zwei Fische liefen munter
Durch das blaue Kornfeld hin.
Endlich ging die Sonne unter
Und der graue Tag erschien.

Dies Gedicht schrieb Wolfgang Goethe
Abends in der Morgenröte,
Als er auf dem Nachttopf saß
Und seine Morgenzeitung las.

So liest sich die eine oder andere Bibelstelle. Danke, dass Jesus da Licht rein bringt ...

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

@mt-24-14 

Verstehst du, wenn jemand Nein sagt?Scheint nicht so...oder du hast Schwierigkeiten, es zu respektieren.

Im vorigen Post habe ich dir ein Nein bedeutet für deine Lehre, du machst aber ungerührt weiter mich damit beeinflussen zu wollen. Kein gutes Zeugnis....

deborah71 antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 516

@mt-24-14 

5Mo 32,35 Die Rache ist mein, ich will vergelten zur Zeit, da ihr Fuß gleitet; denn die Zeit ihres Unglücks ist nahe, und was über sie kommen soll, eilt herzu.

Diese Bibelstelle im AT bezieht sich auf übelste Praktiken von Götzendiensten. Ich kann nur spekulieren, aber dabei dürfte es sich um Menschenopfer und sexuelle Gewalt, wohl auch gegen Kinder handeln. 

Zorn gehört zu den archaischen Grundgefühlen. Da Gott uns nach seinem Bild erschaffen hat, dürfte es auch so etwas wie göttlichen Zorn geben. Ich persönlich würde solche Menschen, die sich derart an anderen Menschen, besonders Kindern vergreifen, sehr leiden lassen. Gott ist aber viel barmherziger. Gott hat Jesus zur Versöhnung geschickt. Jesus bietet Erlösung und Abkehr von bewusster Sünde. 

Du behauptest gerne, Gott und Jesus seien eins. Ja, sie sind eine Einheit, aber dennoch nicht dasselbe.

 

 

mariposa22 antworten
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Beiträge : 18002

@mariposa22 

Du nimmst hier zu verschiedenen Themen Stellung.

1. Götzendient

2. Göttlicher Zorn

3. Gott und Jesus

Was hat das mit der Aussage in 5.Mose 32,35 zu tun? Hier geht es um Rache.

 

Dennoch nehme ich Stellung zu deinen Anregungen.

zu 1.

Götzendienst ist ohne Zwiefel immer ein verwerfliches Verhalten. Die 2 Arten des Götzendienstes die du hier aufgeführt hast gehören sicher dazu. Allerdings gibt es viele weitere Arten des Götzendienstes. Von daher befindet sich jede Art des Götzendienstes ausserhalb der göttlichen Ordnung. Viele Menschen beurteilen Dinge vor ihrem persönlichen Hintergrund, Gott hingegen objektiv. 

Wenn du Christen auf die 10 Gebote ansprichst, dann haben sie in der Regel ein oder zwei Lieblingsgebote die sie besonders wichtig nehmen und oftmals diese dann drastischer in Szene setzen als die übrigen.

Es sind aber nicht die ein oder zwei Gebote, sondern die zehn Gebote. Alle Gebote sind gleichermassen wichtig. So verhält es sich auch bei dem Thema "Götzendienst".

 

Beispiel zu den Geboten:

Nehmen wir das Gebot: Du sollst nicht stehlen.

Die meisten Menschen denken dabei an Geld oder irgend etwas materielles. Geistliche Dinge werden in der Regel gar nicht wahrgenommen. Dennoch sind sie gleichermassen relevant wie sichtbare Dinge.

Du sollst nicht stehlen ist immer Sünde, egal ob ich einen Kugelschreiber aus einer Firma entwende, oder ob ich eine Versicherung betrüge, oder meinem Nachbarn die Zeit stehle, oder ob ich einem den letzten Nerv mit meinen persönlichen Befindlichkeiten, Beurteilungen oder sonstigem Zeug raube, usw usw usw....

Was ist schlimmer?:

A. Einem Menschen ungefragt mit persönlichen Einschätzungen über andere Personen, die er/sie nicht richtig kennt, den letzten Nerv rauben (dadurch Lebenszeit stehlen), oder

B. einem Menschen einen Kugleschreiber stehlen.

Ich weiss es nicht. Ich finde das zweite schlimmer, aber das Erste ist auch schlimm. Ich kann es nicht beurteilen. Aber ich kann behaupten, dass es sich in beiden Fällen um Diebstahl handelt. Das ist eindeutig.

Jesus bringt es auf den Punkt:

Er sagt: Mein Haus soll ein Bethaus heissen, ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.

 

 

zu 2.

An den heiligen Zorn Gottes, des Vaters im Himmel, glaube ich auch. Da stimme ich dir zu. Allerdings hat der heilige Zorn Gottes nichts mit dem Begriff "Rache" zu tun. Daher steht der Zorn Gottes in einem anderen Kontext (siehe auch Joh.3,36).

zu 3.

Stimmt, es gibt einen Unterschied zwischen Gott und Jesus. Es handelt sich um 2 Personen.

Der Unterschied ist der, dass Gott, der Vater im Himmel, der Vater von Jesus ist und Jesus demzufolge der Sohn Gottes, des Vaters im Himmel. Was ändert das an der Übereinstimmung zwischen Vater und Sohn.

Oder anders gesagt. Gott tut ausnahmslos Seinen Willen und Jesus, der Sohn, tut ausnahmslos das was Er Gott tun sieht. Also tun sie alles gemeinsam in Einheit. Es gibt auch keinen Unterschied in Punkto Macht. Gott ist allmächtig und Jesus verweist darauf, das Ihm alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist. Und und und ...

 

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Veröffentlicht von: @deborah71

Wenn du Äpfel mit Birnen vergleichst, wie du es im Eingangspost gebracht hast, dann musst du zwangsläufig den Eindruck erwecken, dass der Gott des AT nicht der Vater Jesu Christi sein könnte.

Ich sehe das anders, denn ich habe Äpfel mit Äpfel verglichen.

Es geht in beiden Versen um eine charakterliche Eigenschaft Gottes. Nur einmal wird Gott "Unbarmherzigkeit" zugeordnet und demgegenüber von Jesus "Barmherzigkeit" als ein Wesenszug Gottes bezeugt.

Bedenke, Jeremia ist ein fehlerhafter Mensch und Jesus das Abbild Gottes. Das ist ein Unterschied.

Wenn Jesus vom barmherzigen Vater spricht, dann ist Gott barmherzig, auch wenn Jeremia Gott seinerzeit offensichtlich anders wahrgenommen hat.

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Mariposa22
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@mt-24-14 

Wenn man diese beiden biblischen Aussagen untersucht, stellt man fest, dass sie sich inhaltlich komplett widersprechen. Denn Jesus sagt über Gott, dass ER barmherzig ist und der Prophet sagt, dass Gott nicht barmherzig sein will. Das steht so in der Schrift.

Was stimmt nun?

Viele Stellen im Alten Testament scheinen unbarmherzig und hart. Diese Stellen sind aber notwendig, um zu beschreiben, was passieren würde, wenn Jesus nicht für uns am Kreuz gestorben wäre. Die beschriebene Unbarmherzigkeit Gottes bezieht sich auf das Gesetz um darzustellen, dass niemand alleine durch das Gesetz gerechtfertigt sein kann.

Das kann man sich etwa so vorstellen, wie eine Schulklasse, in der es einen Streber gibt, der für sich in Anspruch nimmt wegen seiner guten Schulnoten gefördert zu werden. Aber tatsächlich sollen auch die, die schlechte Noten haben, gefördert werden, solange der Wille der Schüler dazu da ist. Also man könnte den schlechten Schülern eine schlechte Note geben, unbarmherzig und nüchtern. Aber ein guter Lehrer wird sich um den schlechten Schüler kümmern und herausfinden, was da los ist. So ungefähr sehe ich das. Der Vergleich hinkt natürlich. 

 

mariposa22 antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@mariposa22 

Ich stimme deiner These nicht zu.

Ich sehe das anders als du.

Begründung:

Viele Stellen im AT scheinen nicht unbarmherzig und hart, sie sind unbarmherzig und hart. Und das passt mit Gottes Wesen und den Worten Jesu nicht überein.

Denn der unveränderliche Gott ist barmherzig und gut, weil Jesus dies bezeugt und selbst barmherzig und gut ist.

Der Vater und der Sohn sind eins.

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Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 516

@mt-24-14 

Lies mal Paulus 1. Brief an die Korinther, Vers 10.

mariposa22 antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@mariposa22 

Meintest du 1.Kor.1,10 oder 1.Kor.10 folgende ...

Hab ich schon mal gelesen und durch deine Anregung eben nochmals gelesen. Worauf zielt deine Empfehlung ab?

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Weitgereist
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Das ist relativ einfach erklärt. Gott ist ein Gott der roten Linien. Das macht er den Menschen immer wieder klar und zeigt es auch. Das erklärt auch den "harten Gott", den man manchmal in der Schrift wahr nimmt. Gott ist echt cool, solange man nicht die zuvor gesetzten roten Linien überschreitet. König Davids Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür. Die beiden waren echt gute Buddies. Gott hat König David viel durchgehen lassen. Bis er anfang rote Linien sehr stark zu überschreiten. Dafür wurde er hart bestraft. Auch wenn dann später alles wieder cooler wird. 
Gott ist ein Gott, der Liebe, des Wachstums, des Gedeihens, der Mathematik, der Geometrie, der Fülle, aber auch der roten Linien. 
Der Gott der roten Linien ist sowohl im AT, im NT und in den Büchern, die es "nicht reingeschafft" haben zu sehen. Innerhalb dieser roten Linien hat man besonders als Christ sehr viel Freiheit. 

weitgereist antworten


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Veröffentlicht von: @weitgereist

Das ist relativ einfach erklärt. Gott ist ein Gott der roten Linien. Das macht er den Menschen immer wieder klar und zeigt es auch. Das erklärt auch den "harten Gott", den man manchmal in der Schrift wahr nimmt. Gott ist echt cool, solange man nicht die zuvor gesetzten roten Linien überschreitet.

Du hast einen Denkfehler. Die Bibel ist nicht Gottes Wort. Jesu Worte sind Gottes Wort.

Und Gott ist so wie Jesus. Und Jesus ist sanftmütig. So ist Gott auch sanftmütig.

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

@mt-24-14 

Zum Beitrag

Wie verstehst du denn das Wort "sanftmütig"? Es ist ja ein altes Wort... heute nicht mehr regulär in Gebrauch.

 

hmm....wie geht das: Jesus hat (sanftmütig) die Tische der Geldwechsler im Tempel umgestossen... ??

Mt 21, 12 Jesus ging in den Tempel und fing an, die Händler und die Leute, die bei ihnen kauften, hinauszujagen. Die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer stieß er um
13 und rief: "Die Schrift sagt: 'Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein, aber ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.'" NeÜ

Bezug: Jesaja 56,7 und Jeremia 7,11

deborah71 antworten
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