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Israel und der vermeintliche Genozid

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29450

Das ist ein Thema, das mir seit geraumer Zeit auf den Nägeln brennt, weil ich hier eine Entwicklung sehe, die mich mehr und mehr fassungslos macht: Die inzwischen weit akzeptierte Behauptung, dass Israel in Gaza einen "Genozid" durchgeführt hätte.

Und nur um das von Anfang an richtig einzuordnen: Zu sagen, dass in Gaza kein Genozid stattgefunden hat, ist weder eine Verharmlosung des unsäglichen Leids, das die Menschen dort erfahren haben, noch eine Verleugnung der Kriegsverbrechen, die dort durch Israel an der Bevölkerung stattgefunden haben und deren Aufklärung durch die israelische Regierung verhindert wird!

Was mich heute aber tatsächlich schockiert hat ist der folgende Artikel:

Spiegel online - die Lage am morgen

Konkret: der Abschnitt etwas weiter unten, Überschrift: "Das Erbe von Srebrenica"

Dort wird an das Kriegsverbrechen, wahlweise auch Völkermord in Srebrenica von 8000 Bosniern durch serbische Truppen vor 31 Jahren erinnert.

Das ganze wird dann eingerahmt in das Gedenken an den Holocaust und das Versagen der Menschheit darin, so etwas "nie wieder" stattfinden zu lassen... und dann die Aufzählung wo "es" dann eben doch stattfand: Srebrenica, Ruanda, Gaza, Sudan.

Zack, einfach so. Mir wäre noch mehr eingefallen (kennt noch jemand die Roten Khmer?), aber an dieser Stelle schockiert mich die Selbstverständlichkeit, mit der Gaza in die Reihe - und damit Israel als verbrecherischer Staat aufgenommen wird, wohlgemerkt ausgehend vom Holocaust, also in einer fortlaufenden Reihe mit dem Naziregime. Und das ohne jede Einordnung, ganz selbstverständlich!

Die Anhänger der Hamas dürfen jubeln. Denn genau darum geht es ja... es geht weniger um juristische Spitzfindigkeiten, ab wann genau denn eigentlich von einem "Genozid" gesprochen werden sollte, es geht um das framing: Israel ist ein verbrecherischer Staat, der Völkermord begeht!

Und was muss mit einem verbrecherischen Staat, der Völkermord begeht, gemacht werden? Er muss bekämpft werden! Und wer bekämpft Israel? Die Hamas, die Hisbollah, der Iran und wer immer sich auch dazu berufen fühlt... das bekommt durch dieses framing eine Rechtfertigung. Und nur darum geht es. Die Propaganda wirkt!

Die Bereitschaft, mit der linke Politik dazu bereit ist, dieses Framing zu unterstützen, finde ich erschreckend. Und bitter... sehen diese Leute eigentlich, mit wem sie sich da gemein machen? Für die Linke im Iran gab es jedenfalls einst ein böses, ein sehr böses Erwachen, nachdem auch diese das System bekämpft und sich mit Islamisten gemein gemacht haben... wer aus der Geschichte lernen will sollte vielleicht irgendwann mal damit anfangen in die Geschichtsbücher zu schauen.

Aber moment - wenn so viele es sagen, dann wird es doch vielleicht stimmen? Wo doch so viele Organisationen von einem "Völkermord" sprechen und sich auch Juristen damit befassen... da wird doch wohl auch irgendwas dran sein?

Nun, die Motivation der Juristen ist mir nicht bekannt. Aber ich denke, man kann objektiv sagen, dass zu einem "Völkermord" einerseits eine entsprechende Absicht gehört - und andererseits eine entsprechende Durchführung.

Die meisten Leute machen es sich hier einfach: Es sind unbestreitbar sehr viele Menschen in Gaza gestorben - und zwar auf Basis einer Kriegshandlung, der eine Absicht zugrunde lag - nämlich die Absicht, diesen Krieg zu führen. Und natürlich hat niemand Israel dazu gezwungen diesen Krieg zu führen, man hätte auch darauf verzichten können. Die entscheidende Frage für einen "Völkermord" ist aber nicht, ob Israel die Absicht hatte, diesen Krieg zu führen - sondern, ob Israel die Absicht hatte (oder noch hat), die Zivilbevölkerung in Gaza zu vernichten.

Nach offizieller Darstellung geht es Israel um die Bekämpfung der Terrorgruppe Hamas. Die entscheidende Frage, ob es sich hier um eine Völkermord handelt, lautet also: Hätte Israel die Hamas genau so effektiv mit weniger zivilen Opfern bekämpfen können? Oder hat die israelische Armee ganz bewusst ein Vorgehen gewählt, bei dem möglichst viele palästinensische Zivilisten ums Leben kommen sollten - um damit auch die Kriterien für einen "Völkermord" zu erfüllen?

Die nüchterne Analyse zeigt, wenn man den Gazakrieg mit anderen Kriegen vergleicht: für einen Krieg in einem derartig dicht besiedelten und eng bebauten Gebiet waren die zivilen Opfer vergleichsweise gering!

Wohlgemerkt: "Gering" im militärischen Sinne im direkten Vergleich, nicht im Sinne von "vernachlässigbar", denn jedes Opfer ist eines zu viel!

Von einem "Völkermord" kann in diesem Zusammenhang objektiv keine Rede sein - dennoch wird der Begriff jetzt im Zusammenhang mit "Israel" und "Gaza" so selbstverständlich verwendet, dass er sogar in einer Reihe mit dem Holocaust steht - und Israel damit in eine direkte Nachfolge zu Nazideutschland bringt! Und das noch unter dem Label, dass "nicht vergessen" werden darf... geht es noch zynischer?

Noch ein kleiner historischer Vergleich: Die Alliierten haben im 2. Weltkrieg ganz bewusst die deutsche Zivilbevölkerung angegriffen und nicht-militärische Ziele bombardiert. Bisher ist niemand auf die Idee gekommen, dass hier ein "Völkermord" vorliegen könnte... sondern eben "nur" ein Kriegsverbrechen.

Die Entwicklung und die Willfährigkeit, mit der sich hierzulande linke Politik mit Narrativen des islamistischem Terrorismus und damit mit den Terroisten selbst gemein macht finde ich mehr als erschreckend...

Wie seht ihr das?

 

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416 Antworten
Martha
 Martha
Beiträge : 1518

Weil ich in diesem Thread  u.a. aufgeführt habe, dass z.B. die Hamas über Jahrzehnte hinweg Finanzierungsnetzwerke u.a. in Westeuropa aufgebaut hat, möchte ich gern ein  Interview des Journalisten Paul Ronzheimer mit der Journalistin, Schriftstellerin und Neuköllner Integrationsbeauftragten Güner Balci empfehlen.

​Wesentliche Inhalte und Themen des Videos:

​Islamismus und Unterwanderung:

Das Video thematisiert Berichte des Verfassungsschutzes, wonach islamistische Organisationen (wie die Muslimbruderschaft) versuchen, den deutschen Staat, Parteien und Institutionen gezielt zu unterwandern [00:25, 32:23, 32:43]. Güner Balci bevorzugt den Begriff der „Vereinnahmung“ und beschreibt, wie islamistische Akteure über soziale und pädagogische Arbeit schleichend Einfluss auf Jugendliche gewinnen [16:30, 31:07].

Zwangsehen und arrangierte Ehen:

Balci berichtet aus ihrer beruflichen Praxis über die hohe Verbreitung von arrangierten Ehen und Zwangsheiraten in patriarchalischen Milieus [03:51, 10:04]. Selbst Fälle von Kinderehen (mit 12- bis 15-Jährigen) kommen vor [05:48]. Sie kritisiert, dass es zu diesem Thema seit Jahren keine aktuellen, offiziellen Studien gibt und den Betroffenen eine politische Lobby fehlt [04:17, 07:31].

Paralleljustiz und Friedensrichter:

Im Video wird kritisiert, dass in bestimmten Milieus das deutsche Rechtssystem durch informelle Schlichter, Imame oder sogenannte „Friedensrichter“ umgangen wird, um Konflikte (wie häusliche Gewalt oder gar schwere Straftaten über „Blutgeld“) intern zu regeln [17:41, 17:58, 20:07]. Balci erwähnt fassungslos, dass es in der Vergangenheit (unter der Linkspartei im Berliner Senat) sogar finanzielle Förderungen zur Vernetzung solcher Friedensrichter gab [19:03, 19:28].

Einschüchterung und Homophobie:

Es wird über die starke Ablehnung von sexueller Selbstbestimmung und Homosexualität in reaktionären Milieus gesprochen [03:00, 10:56]. Dies spiegelt sich in einer hohen Zahl homophober Angriffe wider [11:15]. Zudem berichtet Balci von einem generellen „Klima der Angst und Einschüchterung“ gegenüber Personen oder Institutionen, die sich kritisch äußern oder sich nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober solidarisch mit jüdischen Menschen gezeigt haben [13:41, 14:58].

Kritik an Justiz, Politik und Behörden:

Balci bemängelt eine große Naivität und Unwissenheit bei Politikern und Polizeibeamten, die teilweise unwissentlich (oder aus falscher Toleranz) mit bekannten Islamisten bei Integrations- und Jugendprojekten zusammenarbeiten [27:26, 29:13, 30:45]. Auch die deutsche Justiz habe großen Nachholbedarf, um die Realität auf den Straßen richtig zu erfassen [47:23]. Jede berechtigte Kritik an islamistischen Tendenzen werde zudem oft vorschnell als „antimuslimischer Rassismus“ oder „Islamfeindlichkeit“ diffamiert [37:41].

Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt:

Besonders emotional äußert sich Balci über das Ausmaß des Antisemitismus in Deutschland, der dazu führt, dass sich Jüdinnen und Juden im Alltag sowie an Universitäten nicht mehr sicher fühlen können [44:37, 46:06].

Das vollständige Video ist unter folgendem Link abrufbar:

Güner Balci, Integrationsbeauftragte Bln Neukölln, 04.06.26.

 

martha antworten


Martha
 Martha
Beiträge : 1518

Seriosität der Medien

_______________________

Heute wurde im Podcast des ZDF-Auslandsjournals "Der Trumpeffekt #67" Selbstkritik geübt!

Hier ist die Zusammenfassung des Gesprächs ab Minute 29, in dem es um die politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen mit dem Iran sowie um historische Fehler und das Dilemma westlicher Politik geht:

​Die Rolle des Geldes und der historische Atomdeal:

Ulf Röller erklärt, dass Europa in der Region Nahost derzeit keine nennenswerte Rolle spielt und keinen politischen Willen zeigt, dort ein echter Akteur zu sein.

Dass dem Iran im Falle eines Abkommens  Geld versprochen wird, ist für europäische Politiker jedoch nichts Neues. Er erinnert daran, dass der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (als damaliger Außenminister) 2015 unter der Obama-Regierung sehr glücklich über das mühsam ausgehandelte erste Atomabkommen war. Im Zuge dieses Deals wurden dem Iran viele Milliarden Dollar an eingefrorenen Geldern freigegeben.

​Kritik an der Zweckentfremdung von Geldern:

Bereits damals gab es scharfe Kritik – unter anderem vom israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu –, dass diese Gelder direkt in die Unterstützung von Terrorismus fließen und die Existenz Israels bedrohen würden.

Steinmeier habe damals argumentiert, dass man in dieser Region bei jeder Entscheidung zwangsläufig auch etwas falsch mache, weil die Lage so komplex und verflochten ist. Aus europäischer Sicht gehe es im Grunde oft nur noch um Schadensbegrenzung.

​Das aktuelle Dilemma um Gelder für den Gazastreifen:

Ulf Röller zieht ab eine Parallele zur Gegenwart und berichtet von einer aktuellen Debatte in Europa darüber, was mit den vielen EU-Geldern passiert ist, die in den Gazastreifen geflossen sind.

Es stehe der zynische Verdacht im Raum, dass dort unter den Augen von EU-Beobachtern Kräfte gestärkt wurden, die schließlich den Angriff auf Israel am 7. Oktober mitorganisiert haben. Obwohl die europäische Intention der Bau von Schulen, Brücken und Wasserleitungen war, laufe vor Ort vieles völlig anders, als man es sich in Brüssel vorstellt.*

​Die Warnungen der arabischen Nachbarn:

Golineh Atai ergänzt, dass unmittelbar nach dem Bekanntwerden von Trumps neuem Memorandum sofort Informationen durchsickerten, wonach Gelder an die Hisbollah fließen würden.

Dies sei genau der Fehler, den die arabischen Golfstaaten den USA schon beim Deal von 2015 vorgeworfen haben: Man habe damals Milliarden freigegeben, dabei aber die Bedrohung durch iranische Raketen, die Unterstützung von Milizen und die generelle Destabilisierung der Region völlig ausgeblendet.

Der Trump-Effekt # 67 - Weltmacht im freien Fall, 15.07.26

*Ich erinnere noch Dokumentationen aus Zeiten Arafats, aus denen hervorging, dass das viele Geld für Wasserleitungen im Gazastreifen nie dafür verwendet wurde. Die erste Einschätzung war, dass "die zu dumm für solche Technik seien", weil tatsächlich ein paar dünne Rohre hilflos herumlagen, die nicht funktionierten. Mein Vater verriet mir aber: " Das fließt alles in Waffen". 

Deutschland hat sich immer versucht, freizukaufen und das böse Spiel mitgespielt. 

martha antworten
6 Antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1274

@martha 🤔 Könnte es vielleicht doch keine so gute Idee gewesen sein, 8 Jahre lang viel Geld zu bezahlen, um Irakis und Iraner gleichzeitig in Massen abschlachten zu lassen??

Vielleicht wollten Irakis und Iraner eigentlich leben?? Vielleicht haben auch Irakis und Iraner.... sowas wie ein Schmerzempfinden?? 
So wie Hunde und Katzen auch Schmerzen haben können??

Hier, eine interessante Doku. Sieht fast aus als ob da Menschen sprechen würden: 
https://www.youtube.com/watch?v=j2qIx6nInGg

1953 setzten der britische und der US-amerikanische Geheimdienst in der Operation Ajax den gewählten iranischen Ministerpräsidenten Mossadeq ab, nachdem der die iranischen Ölvorkommen verstaatlicht hat. Schah Reza Pahlevi wurde Alleinherrscher. Nachdem ein rauschendes Fest für ausländische Staatsgäste mitten in einer Hungersnot die Schmerzgrenze der Bevölkerung überschritten hatte, wurde er abgesetzt. Die Mullahs um Khomeini rissen die Revolution an sich. Deren Macht war aber noch lange nicht gefestigt. Noch stritt sich die iranische Gesellschaft, wie der neue Staat aussehen soll. Da griff der irakische Diktator Saddam Hussein mit westlicher Rückendeckung und vielen vielen Waffenlieferungen den Iran an. 
Die Proteste und Diskussionen verstummten. Im Bombenhagel war der gesamte Iran hauptsächlich mit Überleben beschäftigt. Und mit Trauern. 800.000 Tote später saßen Khomeini und Saddam Hussein fest im Sattel, weil beide Länder zu erschöpft und zu verwundet waren, um an sowas wie westliche Demokratie überhaupt zu denken. 

Ja, warum haben die bösen bösen barbarischen Iraner im Bombenhagel, im Überlebenskampf und in der Trauer um so viele Angehörige die Mullahs nicht gleich wieder abgesetzt? 

Warum hat Deutschland damals im Bombenhagel, im Überlebenskampf und in der Trauer um so viele Angehörige nicht die NSDAP abgesetzt? 

blackhole antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@blackhole 

Die Mullahs um Khomeini rissen die Revolution an sich. Deren Macht war aber noch lange nicht gefestigt. Noch stritt sich die iranische Gesellschaft, wie der neue Staat aussehen soll. Da griff der irakische Diktator Saddam Hussein mit westlicher Rückendeckung und vielen vielen Waffenlieferungen den Iran an. 

Der Terror durch die Islamisten hatte da schon längst begonnen. Die saßen bereits fest im Sattel, als der Irak angriff.

Und hätte der Irak damals noch mehr und bessere Waffen gehabt wäre der Iran möglicherweise schnell besiegt worden... und etliche Leute hätten heute überlebt, die seitdem getötet wurden.

Es ist nicht immer alles schwarz weiss, und es ist nicht immer alles so einfach wie es scheint.

lucan-7 antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1274

@lucan-7 *Ironie on* Klar, die Iraner wären TOTAL DANKBAR dafür gewesen, in noch größerer Masse getötet zu werden. Sie wären so gern noch gründlicher BEFREIT worden....
.... von ihren Angehörigen, ihren Häusern, ihrer eigenen Gesundheit, von allem was ihnen etwas bedeutet hat. 

So wie Nordkorea sofort eine blühende friedliche unendlich dankbare pro-westliche Demokratie wurde, nachdem Douglas MacArthur jede einzelne nordkoreanische Großstadt so zerbomben ließ wie Dresden ein paar Jahre vorher. Die Nordkoreaner haben sich so sehr danach gesehnt, von ihrem Leben, ihrer Heimat und ihren Angehörigen BEFREIT zu werden! *Ironie off* 

Wenn hier einer die Dinge schwarzweiß sieht, dann bist DU es. 
Du bist komplett unfähig, zu verstehen, daß andere Menschen nicht deinen Blickwinkel haben. Und daß anderen Menschen ihre eigenen Angehörigen und ihr eigenes Leben nunmal wichtiger sind als du. 

Es ist eure entmenschlichende Arroganz, die glaubt, daß Schmerz, Trauer und Verzweiflung lediglich Weißen, darunter (aschkenasischen) Juden, vorbehalten sind, und Iraner, Irakis, Palästinenser oder Libanesen keine Emotionen besitzen würden. 

blackhole antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@blackhole 

*Ironie on* Klar, die Iraner wären TOTAL DANKBAR dafür gewesen, in noch größerer Masse getötet zu werden. Sie wären so gern noch gründlicher BEFREIT worden....

Ja, das wären sie. Ich war da, ein paar Jahre zuvor. Ich habe die Leute selber kennenglernt.

Falls es dich interessiert, wie es damals dort zuging, empfehle ich den Comic "Persepolis" von Marjane Satrapi. Die schildert darin die Zeit damals sehr gut.

Wäre der Krieg schnell zu Ende gewesen und wäre das iranische Terrorregime dabei gestürzt worden, dann wären die Chancen gut gewesen, dass die kommenden Zeiten für das iranische Volk sehr viel besser geworden wären - bis heute.

So wie Nordkorea sofort eine blühende friedliche unendlich dankbare pro-westliche Demokratie wurde, nachdem Douglas MacArthur jede einzelne nordkoreanische Großstadt so zerbomben ließ wie Dresden ein paar Jahre vorher. Die Nordkoreaner haben sich so sehr danach gesehnt, von ihrem Leben, ihrer Heimat und ihren Angehörigen BEFREIT zu werden! *Ironie off*

Ja, in Deutschland hat das ja auch nicht funktioniert... oder doch?

Da gabs doch so etwas wie die Bundesrepublik Deutschland?

Wo kam die denn plötzlich her...?

 

Es ist eure entmenschlichende Arroganz, die glaubt, daß Schmerz, Trauer und Verzweiflung lediglich Weißen, darunter (aschkenasischen) Juden, vorbehalten sind, und Iraner, Irakis, Palästinenser oder Libanesen keine Emotionen besitzen würden.

Ja, deshalb wünsche ich dem iranischen Volk, dass sie endlich von dieser islamofaschistischen Diktatur befreit werden... weil mir die Leute dort, unter denen ich selbst gelebt habe, völlig egal und gleichgültig sind...

Vielleicht kommst du einfach mal von deinem viel  zu hohen Ross herunter? Von da oben aus scheinst du nämlich nicht allzu viel zu erkennen, was die Leute hier wirklich sagen und denken...

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4865
Veröffentlicht von: @blackhole

Es ist eure entmenschlichende Arroganz, ...

Wer ist IHR und EURE?

chai antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@blackhole 

Zum Beitrag

Worum geht es dir, worauf willst du hinaus? 🤔

Dass der Iran nicht trotz des Krieges autoritär wurde, sondern der Krieg wesentlich dazu beitrug, dass sich das Regime der Mullahs dauerhaft festigen konnte? 

Dass hinter geopolitischen Strategien Menschen mit normalen Bedürfnissen stehen – Menschen, die Angst haben, trauern und schlicht überleben wollen?

Dass, wenn wir verstehen würden,  warum die deutsche Bevölkerung im Krieg nicht einfach das NS-Regime stürzte, nicht vom Iran erwarten würden, dass die Bevölkerung mitten im Überlebenskampf sofort die Mullahs beseitigt?

 

 

martha antworten
Blackhole
Beiträge : 1274

@lucan-7 Ich lebe in einer Stadt mit der italienischen Mafia zusammen. 
Sicher, hier in Deutschland sind die Mafiosi unauffällig, morden nicht, sind sogar nett und höflich. 
Aber wenn man sich bewusst macht, WAS für Geschäfte die Mafia alles tätigt, bis hin zu Drogenhandel, Menschenhandel und Waffenhandel, können wir auf jede Fall davon ausgehen, daß die Mafia mehrere tausend Menschenleben pro Jahr kostet. Immerhin operiert sie heutzutage weltweit und vernetzt sich z.B. mit den südamerikanischen Kartellen. 
Und die Mafia ist viel tiefer in Süditalien verwurzelt, als es die Hamas in Gaza jemals sein könnte. Hätte es jemals eine ehrliche Friedenslösung gegeben, wäre die Hamas sofort weg vom Fenster gewesen. Nicht jede bewaffnete Befreiungsbewegung ist sonderlich schlau, aber die schiere Dummheit und Borniertheit der Hamas ist beispiellos.

Wie wäre es, wenn wir die Mafia ähnlich bekämpfen wie Israel die Hamas und die Hisbollah? Nur mal als Gedankenspiel.
Zuerst bauen wir südlich von Rom eine befestigte Sperranlagen, also zäunen den ganzen Mezzogiorno ab, NATO-Draht, Minen, Selbstschussanlagen, Wachtürme, damit keine Einheimischen flüchten können. Den Zugang zum Meer sperren wir auch, so daß die Fischer nicht mehr rausfahren können. Und dann zwei Jahre lang BOMBEN BOMBEN BOMBEN BOMBEN auf jede Großstadt. Auf die Felder werfen wir Napalm, so daß die Ernte vernichtet wird. Wir sorgen dafür, daß die Süditaliener sich nicht selbst ernähren können. Und weiter BOMBEN BOMBEN BOMBEN BOMBEN auf jede Großstadt Süditaliens. Und wir marschieren mit Panzern ein. Und walzen mit Panzern Menschen platt. Wir definieren Gebiete die für die Italiener verboten sind, aber ohne den Italienern ein klares Wort zu sagen, und schießen dann auf alles was sich dort bewegt. Greise? Kinder? Nonnen? "Es gibt keine Unschuldigen in Süditalien!" Die restlichen Häuser sprengen wir. Wenn fast kein Haus mehr steht, wenn alle Kinder schwer traumatisiert sind, wenn jeder getötete Angehörige betrauert, wenn jeder zerfetzte Körper gesehen hat und die Alpträume nie wieder loswerden wird, quetschen wir die restliche Bevölkerung etwa auf der Hälfte Kalabriens zusammen. Wobei wir natürlich erstmal eine Pontonbrücke von Sizilien aufs Festland bauen müssen. 

Das entsetzt euch, nicht wahr? 
Warum entsetzt es euch? 
Weil man mit Europäern, mit Weißen, nicht alles machen darf. Europäer, Weiße, besitzen "Menschen"rechte. Ehrlicherweise sollte man Weißenrechte dazu sagen. 
Palästinenser oder Libanesen dagegen "haben es schon so verdient". Für Palästinenser oder Libanesen gilt nicht einmal das fundamentale Recht, nicht für ein Verbrechen, das man nicht begangen hat, zum Tod verurteilt zu werden. 
Selbst diejenigen von euch, die behaupten, "für Frieden" zu sein, sprechen niemals von Rechten. 

Seit etwa 30 Jahren beschäftige ich mich intensiv und aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Thema Krieg. Und ich neige nicht dazu, irgendeine Seite zu verklären, auch die Hamas nicht. Ich glaube nicht, daß Ho Chi Minh ein Engel und Heiliger war, nur weil die US Army in Vietnam furchtbarste Kriegsverbrechen begangen hat. 

Aber der Gaza-Genozid hat mich geschafft. Der hat mich verändert. Und ich bin auf eine Weise wütend, die ich nie wieder loswerden werde. 
Nicht wegen den Bildern von dort. Nordkorea z.B. sah ähnlich scheußlich aus, nachdem Douglas MacArthur damit fertig war. 
Sondern wegen dem was ich HIER gesehen habe und noch immer sehe. Wegen eurer arroganten geradezu nonchalanten Grausamkeit. Wegen eurer Unmenschlichkeit. Wenn ihr Palästinenser oder Libanesen wenigstens hassen würdet. Wer einen anderen hasst, nimmt ihn wenigstens als Person wahr. Aber für euch sind sie komplett Nichtmenschen. Fliegendreck. Als Schlachtvieh für alttestamentliche Sühneopfer wegen der "DOITSCHEN GESCHICHTE!!!!" dürfen sie dienen, aber mehr auch nicht. 

blackhole antworten
9 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@blackhole 

Wie wäre es, wenn wir die Mafia ähnlich bekämpfen wie Israel die Hamas und die Hisbollah?

[...]

Das entsetzt euch, nicht wahr?

Nein, tut es nicht. Dafür ist der Vergleich zu abwegig.

Aber wenn du ernsthaft meinst, Hamas oder Hisbollah wären mit der "Mafia" vergleichbar, dann erklärt das zumindest deine drastische Wortwahl am Schluss. 

 

Seit etwa 30 Jahren beschäftige ich mich intensiv und aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Thema Krieg. Und ich neige nicht dazu, irgendeine Seite zu verklären, auch die Hamas nicht. Ich glaube nicht, daß Ho Chi Minh ein Engel und Heiliger war, nur weil die US Army in Vietnam furchtbarste Kriegsverbrechen begangen hat.

Aber der Gaza-Genozid hat mich geschafft. Der hat mich verändert. Und ich bin auf eine Weise wütend, die ich nie wieder loswerden werde.

Es wundert mich, dass du hier zwar Korea und Vietnam zum Vergleich heranziehst... nicht aber die Bombardierung deutscher Städte im 2. Weltkrieg durch die Alliierten. Denn genau damit haben viele Beobachter die Situation in Gaza oft verglichen.

Hat das einen Grund? Hat dich der Anblick der deutschen Städte mit etlichen Millionen getöteter deutscher Zivilisten nicht mindestens ebenso entsetzt?

Warum erst Gaza?

Normalerweise würde ich nicht so persönlich fragen, aber du fährst hier deinerseits recht schwere Geschütze und Anschuldigungen auf.

 

Sondern wegen dem was ich HIER gesehen habe und noch immer sehe. Wegen eurer arroganten geradezu nonchalanten Grausamkeit. Wegen eurer Unmenschlichkeit.

Ja. Es ist ja so einfach. Man entsetzt sich über das Leid, und damit ist man automatisch auf der richtigen Seite. Und wer nicht mit ebensolchen Gefühlen reagiert, der muss dann wohl ein gefühlloses Monster sein.

Oder die Sache ist sehr viel komplexer als du glaubst. Und dafür muss man eben auch die Taten der Hamas im Vorfeld sehen. Wie sie  an die Macht kam, wieviel Unterstützung sie in Gaza hat, was sie tut, was sie plant, was sie umsetzt.

Aber um das alles zu sehen, um die Zusammenhänge zu erkennen, muss man die Lage kühl analysieren. Das mag oftmals herzlos erscheinen. Aber es ist die einzige Möglichkeit, um eine Gesamtsituation beurteilen zu können - und damit dann auch die Menschen, die selbst zu diesen oder jenen  Schlüssen kommen.

Und damit sagen ich nicht, dass meine Schlussfolgerungen richtig sein müssen.

Deine Tirade über die Herzlosigkeit der hier Teilnehmenden ist es aber mit Sicherheit, und ich weise deine Unterstellungen auch mit aller Entschiedenheit zurück.

Und bevor du dich noch einmal hierzu äusserst wäre vielleicht ein wenig kühle Distanz auch für dich angeraten... bei allem Entsetzen, das ich weitaus mehr nachvollziehen kann als du es dir offenbar vorzustellen vermagst.

lucan-7 antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@blackhole 

Zum Beitrag

Dann sollten wir konsequent sein.

Die Mafia sitzt in Kalabrien? Also ganz Süditalien einzäunen, den Fischfang verbieten, Neapel dem Erdboden gleichmachen und anschließend feststellen: "Seht ihr, wie schrecklich das wäre!"

Damit hätten wir bewiesen, dass jeder Krieg gegen eine bewaffnete Organisation automatisch unmoralisch ist.

Oder noch besser:

In Deutschland gibt es Steuerhinterziehung. Also Dresden bombardieren. Schließlich verstecken sich Steuerhinterzieher irgendwo zwischen der Zivilbevölkerung.

Wenn jeder merkt, dass dieses Beispiel grotesk ist, sollte einem auffallen, dass der Mafia-Vergleich nach demselben Muster funktioniert.

Eine Analogie soll gemeinsame Strukturen vergleichen – nicht völlig unterschiedliche Situationen austauschen.

Andernfalls könnte ich auch sagen: "Warum bekämpfen wir Krebs nicht mit einer Fliegenklatsche? Bei Mücken klappt das doch auch."

Das ist ungefähr dieselbe argumentative Präzision.

martha antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

Nachtrag:

👆 Der Link zum Beitrag ist falsch. 

Mein Beitrag von heute, 4:51 Uhr,  bezieht sich auf diesen Beitrag von gestern, 20:04 Uhr.

martha antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1223

@martha 

Der Vergleich zielt auf die Verhältnismäßigkeit und genau darum geht es in Gaza,  wenn man Israel nicht grundsätzlich das Recht zur Selbstverteidigung absprechen will.

Du hingegen tust so, als wenn die Wahl des Mittels das Problem wäre. Was es sogar wäre, wenn dieses Mittel rin Genozid wäre.

VG

Chey

chey antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@chey 

Mir ging es um Blackholes Argumentationstil.

Wer die Verhältnismäßigkeit diskutieren will, sollte über die tatsächlichen militärischen Maßnahmen und ihre Bewertung sprechen – nicht über ein fiktives Szenario, das mit maximaler Empörung konstruiert wurde. Das ersetzt die Argumentation nicht.

 

martha antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1223

@martha 

Ich fand den Vergleich nicht so schlecht. Er hat schon verdeutlicht,  worum es Blackhole geht.

Und ja, er (oder sie?) Ist offensichtlich emotional empört. Aber ich finde, das kann man bei 100000 Toten auch sein, genauso wie man emotional empört sein kann, wohl eher sogar muss, bei den tausenden von der Hamas Ermordeten, Verschleppten, Vergewaltigten.

Das Thema ist emotional und das ist gut so. Denn wenn uns das beides nicht mehr berühren würde, das wäre wirklich ein schlimmes Zeichen.

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@chey 

Ich fand den Vergleich nicht so schlecht. Er hat schon verdeutlicht,  worum es Blackhole geht.

Ja, nur ist das ja völlig an der Realität vorbei.

Die Mafia lässt sich ja auch auf andere Weise bekämpfen, nämlich durch die übliche Polizeiarbeit. Zeugen befragen, Beweise sammeln, Razzien durchführen, Leute verhaften und die Verantwortlichen verurteilen. Das ist ein großer Aufwand, der viel Geld kostet und personalintensiv ist, aber es ist möglich die Mafia auf diese Weise einzuhegen.

Wie aber hätte Israel die Hamas bekämpfen können? Durch Polizeiarbeit und Razzien? Verhaftung einzelner Anführer?

Das ist nicht durchführbar. Und wieder und wieder habe ich gefragt, welche Alternativen Israel denn nun hätte, um die Hamas wirksam zu bekämpfen - und niemand hat mir eine Antwort darauf geben können.

Israel kann in Gaza nicht frei agieren. Jede Aktion würde automatisch mit militärischen Mitteln bekämpft. Die Polizei kann nicht in Gaza agieren, auch nicht mit gepanzerten Fahrzeugen - die Hamas ist in der Lage, selbst schwere Kampfpanzer ausser Gefecht zu setzen.

Der ganze Vergleich ist also völlig  aus der Luft gegriffen und stellt letztlich nichts anderes als eine Verharmlosung der Hamas dar.

 

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1223

@lucan-7 

Es ging um die Verhältnismäßigkeit der Mittel bei den Vergleich.

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@chey 

Es ging um die Verhältnismäßigkeit der Mittel bei den Vergleich.

Richtig. Das verschweigt aber, dass die Mafia auf andere Weise bekämpft werden kann. Deshalb erscheint es nicht verhältnismäßig, weil wir das wissen.

Die Hamas kann aber von Israel nicht wie die Mafia bekämpft werden. Sie kann ausschliesslich so bekämpft werden, wie Israel es tut.

lucan-7 antworten


Blackhole
Beiträge : 1274
Veröffentlicht von: @lucan-7

Es wundert mich, dass du hier zwar Korea und Vietnam zum Vergleich heranziehst... nicht aber die Bombardierung deutscher Städte im 2. Weltkrieg durch die Alliierten. Denn genau damit haben viele Beobachter die Situation in Gaza oft verglichen.

Hat das einen Grund? Hat dich der Anblick der deutschen Städte mit etlichen Millionen getöteter deutscher Zivilisten nicht mindestens ebenso entsetzt?

LOL. Mein Urgroßvater Heinrich Stangl hatte 1945 noch ein Haus, übrigens. Das Haus hatte zwar kein Dach mehr, wegen einer Luftmine, aber er hatte noch ein Haus. So wie sehr viele Deutsche. Vor allem der ländliche Raum war wenig zerstört. Meine Großmutter mütterlicherseits erlebte das Kriegsende im Taubertal. Sie hat nie vergessen, wie die Bauern Kartoffeln in die Tauber geschüttet haben, obwohl die Menschen in den Städten gehungert haben. Auch Schifferstadt, wo meine Großmutter väterlicherseits gelebt hat, hat nur ein paar wenige Bombenangriffe verzeichnet. 

1/3 der BASF stand noch, und durfte fast direkt die Produktion wiederaufnehmen. Was von der deutschen Industrie noch stand, durfte wieder produzieren. 

Mein Großvater väterlicherseits hat ab 1946 Jura studiert. Mag sich seltsam anhören, aber das BGB und sogar das StGB wurden noch als gültig bewertet. 

Nazideutschland war die schlimmste Vernichtungsmaschinerie der Weltgeschichte. Die 6 Millionen Juden, so schrecklich das auch war, waren weniger als die Hälfte der Opfer Nazideutschlands. Allein in St. Petersburg, damals Leningrad, wurden etwa 1,2 Millionen Menschen getötet, 90% davon durch Hunger. 
Und dennoch wurde dem deutschen Volk hinterher ein Rest Würde, ein Rest Selbstachtung gelassen. 

Also was soll der lächerliche Vergleich??

Die Überlebenden in Gaza wurden auf weniger als ein Viertel der Fläche von Hamburg gequetscht, sie haben nurnoch Zelte und Verzweiflung. Und eure Arroganz. 

blackhole antworten
16 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@blackhole 

Nazideutschland war die schlimmste Vernichtungsmaschinerie der Weltgeschichte. Die 6 Millionen Juden, so schrecklich das auch war, waren weniger als die Hälfte der Opfer Nazideutschlands. Allein in St. Petersburg, damals Leningrad, wurden etwa 1,2 Millionen Menschen getötet, 90% davon durch Hunger. 
Und dennoch wurde dem deutschen Volk hinterher ein Rest Würde, ein Rest Selbstachtung gelassen. 

Also was soll der lächerliche Vergleich??

Der Vergleich ist weniger lächerlich, wenn du dir vergegenwärtigst, dass die Opferzahlen der Zivilisten in Gaza prozentual etwa jenen der Deutschen im 2. Weltkrieg entsprechen - und dass obwohl Gaza sehr viel dichter bebaut ist als Deutschland es damals war.

Die Menschen in Gaza haben die Hamas gewählt und unterstützt. Israel hat Strom und Wasser geliefert, die USA und Europa haben Krankhäuser und Schulen sowie die Behörden finanziert. Die Anführer der Hamas besitzen Milliarden an Dollar und fliegen in Privatjets umher (Natürlich nicht in Gaza, sondern in Katar). Die Hamas hat Millionen an Geldern zur Verfügung gehabt, um Frieden und Wohlstand zu bringen. Sie haben sie stattdessen ausgegeben, um Tunnelanlagen und Raketenstellungen zu bauen. Denn der große Traum der Hamas ist die Vernichtung Israels. Für die Hamas gibt es nur Hass, nichts sonst. Sie verherrlichen den Tod, nicht das Leben und loben Familien für ihre Bereitschaft, ihre Kinder in den Tod zu  schicken.

Wie ernst es ihnen damit ist haben sie am 7. Oktober 2023 gezeigt, als sie Israel überfielen und 1000 unschuldige Menschen töteten und hunderte Geiseln nach Gaza verschleppten. Die Mörder wurden bei ihrer Rückkehr nach Gaza von der dortigen Bevölkerung bejubelt und gefeiert.

Nun sagst du - zu Recht - Nazideutschland hat den Feuersturm selbst zu verantworten.

In Gaza legst du plötzlich ganz andere Maßstäbe an. 

Bedeutet das, die Hamas hat noch nicht genug Menschen getötet, um dieses Vorgehen zu rechtfertigen?  Hätte Israel erst noch die nächsten Angriffe abwarten sollen, mit noch einmal 1000 Toten, oder 2000, um irgendwann so viele tote Israelis zu haben, damit der Angriff endlich gerechtfertigt ist?

 

Warum misst du hier mit zweierlei Maß? Auch in Deutschland starben Unschuldige, die mit den Nazis nichts am Hut hatten... aber deren Tod war gerechtfertigt...?

Die Würde und Selbstachtung, von der du sprichst, kam erst NACH den Toten.

lucan-7 antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@lucan-7 Erklär mal, was die Menschen in Gaza anderst hätten machen sollen. Bzw. die Palästinenser generell. 
Erklär mal, was sie hätten machen sollen um ihre Lage zu verbessern, was sie noch nicht versucht haben!

Bewaffneter Widerstand, unbewaffneter Widerstand, Gerichte, die UN, palästinensisch-israelische Friedensinitiativen (mittlerweile gibt es dutzende!): ALLES haben sie schon durch. Und keiner einzigen Methode wurde jemals erlaubt, zu einem Erfolg zu führen. Women Wage Peace, Combatants for Peace, alle nur möglichen zivilen Rechtswege, usw. usf.! NICHTS durfte zu einem kleinsten Erfolg führen. 

Natürlich bist du für die Vernichtung der Palästinenser. Natürlich willst du und wollen die meisten anderen hier sie ausgelöscht sehen. 
Andernfalls hätte jemand von euch palästinensisch-israelische Friedensinitiativen unterstützt. Habt ihr aber nicht, obwohl es genug davon gibt. Ihr habt stets verhindert, daß sie zu irgendwelchen Erfolgen führen. 

Aber wenn ihr euer Ziel erreicht habt und alle vernichtet sind: Dann spart euch wenigstens euer Geheuchel. Erzählt nichts von "Frieden wäre nett gewesen", denn ihr wollt keinen Frieden. Ihr wollt Vernichtung. 

blackhole antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@blackhole 

Natürlich bist du für die Vernichtung der Palästinenser. Natürlich willst du und wollen die meisten anderen hier sie ausgelöscht sehen.

Ich wollte dir zunächst vernünftig auf deine Frage antworten, was die Palästinenser in Gaza hätten machen können, die sich tatsächlich in einer schwierigen Lage befinden. Aber die Einwohner von Gaza schliessen auch die Terroristen ein, genau so wie die Nazis ein Teil des deutschen Volkes waren. Und auch jene, die den Terroristen zujubeln und diese unterstützen. Und das sind nicht wenige.

Aber nach dieser Bemerkung hast du dich selbst disqualifiziert. Du magst verärgert und schockiert sein, du magst mir falsche Schlussfolgerungen unterstellen oder Dinge zu übersehen.

Aber DAS geht definitiv zu weit, und egal wie wohlwollend ich auch versuche, dir entgegenzukommen... an der Stelle hört es einfach auf. Das ist keine Diskussion mehr.

Ich habe hier mal einen Modalarm gegeben. Das war absehbar, und ich bin bei so etwas wirklich nicht schnell bei der Sache... aber hier hört es wirklich auf.

 

lucan-7 antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1274

@lucan-7 Hast du während des Irankrieges gefeiert, daß die Mädchenschule zerbombt wurde, oder hast du bedauert, daß nicht noch härter zugeschlagen wurde und die Eltern alle noch mit getötet wurden? 

Viele der Eltern wünschen sich wahrscheinlich,. gleich mit getötet worden zu sein. Insbesondere Mütter saßen danach nächstelang an den Gräbern ihrer Kinder. 

Aber sie sollen den USA ja DANKBAR für die Bombardierung sein. 

Komisch, ich habe nicht mitbekommen, daß kürzlich iranische Panzerdivisionen vom Nordkap bis in die Sahara Millionen Menschen ermordet haben. Oder Gaskammern gebaut haben. 
Und trotzdem haben sie es verdient, so behandelt zu werden wie Nazideutschland, bzw. schlimmer. 

Wenn die Hamas nicht mehr reicht, nimmt man die deutsche Vergangenheit als Ausrede für den eigenen barbarischen Vernichtungswahn. 

blackhole antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@blackhole 

Hast du während des Irankrieges gefeiert, daß die Mädchenschule zerbombt wurde, oder hast du bedauert, daß nicht noch härter zugeschlagen wurde und die Eltern alle noch mit getötet wurden? 

Ich bin selber im Iran in die Schule gegangen und hatte iranische Freunde dort.

Meine Güte, was ist bloß in dich gefahren...?

Hast du die Bilder nicht gesehen, als Iraner die Bomben der USA auf Einrichtungen des iranischen Terroregimes gefeiert haben? Die Bomben sind nur wenige hundert Meter entfernt eingeschlagen.

Denkst du wirklich, es ist alles SO einfach in der Welt, dass du einfach nur deinen Gefühlen folgen musst, und alles was dir dann in den Sinn kommt wird automatisch zur Wahrheit...?

Schau' dir die Welt doch zumindest erst einmal an, bevor du derartig gnadenlose Urteile über Menschen triffst, die du gar nicht kennst!

 

lucan-7 antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1274

@lucan-7 Stimmt, du hast recht. 

Ich habe mich geirrt, Entschuldigung. Du willst die Palästinenser nicht aktiv vernichten. Entschuldigung, das nehme ich zurück. 

WÜRDEST du sie aktiv vernichten wollen, also würdest du sie tatsächlich bis ins Mark HASSEN, so wie sich IRA und Oranier hassen, so wie sich Serben und Bosniaken hassen, wären sie für dich immerhin Menschen. Personen.

Für dich sind sie aber einfach nur Fliegendreck. Den man beliebig beseitigen kann. So siehst du sie. Dreck zum Wegwischen.

Kakerlaken. Wie es Rafael Eitan gesagt hat. 

Hass ist mitmenschlicher als diese Form der Gleichgültigkeit. 

blackhole antworten
AleschaMod
Moderator
(@aleschamod)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 641

@blackhole 

Du entschuldigst Dich zwar für die Unterstellung, Lucan sei für die Vernichtung der Palästinenser, entschuldigt. Ich hoffe, das gilt ebenso für die "meisten anderen hier", denen Du das ebenso unterstellt hast.

Dann legst Du aber hier jetzt nach:

Für dich sind sie aber einfach nur Fliegendreck. Den man beliebig beseitigen kann. So siehst du sie. Dreck zum Wegwischen.

Kakerlaken. Wie es Rafael Eitan gesagt hat. 

Das ist schon ziemlich starker Tobak.

Ebenso diese Fragestellung:

Hast du während des Irankrieges gefeiert, daß die Mädchenschule zerbombt wurde, oder hast du bedauert, daß nicht noch härter zugeschlagen wurde und die Eltern alle noch mit getötet wurden?

Man kann natürlich Lucans Meinung hinterfragen, aber solche Mutmaßungen gehen zu weit. 

Deswegen gibt es jetzt die Gelbe Karte, mit der Bitte, zu einem Diskussionsstil zurückzukehren, der anderen nicht gleich menschenverachtende Gedanken unterstellt. 

aleschamod antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1274

Für diesen Beitrag gibt es eine (weitere) GELBE KARTE

Begründung: siehe Antwort; mfg fr 🙂 sch 80-mod

 

@aleschamod Hab ihr jemals auch nur eine gelbe Karte an jemanden verteilt, der die beliebig grausame Tötung von Palästinensern, Libanesen oder Iranern oder ähnliches, in belieber Anzahl, auch ohne ersichtlichen militärischen Nutzen, wie gestern mindestens 7 Personen während einer Beerdigung in Nuseirat,befürwortet, gutheißt oder gar verherrlicht, verteilt? 

Würdet ihr "ALLE PALÄSTINENSER INS GAS! WIR SCHICKEN ALLE NACH AUSCHWITZ!" mit einer gelben Karte ahnden? 
Solche Sprüche gibt es. 
Ich kann nicht erkennen, daß ihr die entsprechende Geisteshaltung ablehnt. 

Auch gegen die Vokabel "menschliche Schutzschilde" habt ihr keinen Einwand. 
Nicht einmal im Vietnamkrieg wurde die benutzt, die kam erst mit dem Gaza-Gemetzel auf. 

Was sind "menschliche Schutzschilde"?
Warum sagt niemand: "Die im Donbass verbliebene Zivilbevölkerung sind menschliche Schutzschilde"?
Warum sagt niemand: "Die in den Mafiahochburgen Italiens befindliche Bevölkerung sind alles menschliche Schutzschilde"?
Nicht einmal im Vietnamkrieg wurde dieses Wort benutzt.
Was will man also ausdrücken, wenn man eine ganze Bevölkerung zu "menschlichen Schutzschilden" errklärt?!
LOS, ANTWORTET!!!
blackhole antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4865
Veröffentlicht von: @blackhole

Was sind "menschliche Schutzschilde"?

'Menschliche Schutzschilde' sind z.B. die Kranken in einem Krankenhaus, in dessen Keller sich Terroristen verstecken. 

LOS, ANTWORTET!!!
Geht's noch?
chai antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@chai 

Es reichen auch schon dicht besiedelte Wohngebiete.

Stell' die vor, du sitzt am Frühstückstisch und kriegst mit, wie vor deine Eingangstür eine Abschuss-Rakete gen IL geschoben wird.

Ohad Hemo, Channal12News, 18.07.26

Inhalt:

Ein Reporter des israelischen Senders Channel 12, Ohad Hemo, hat getan, was so viele seiner europäischen Kolleginnen und Kollegen bislang versäumt hat:

Er hat sich ausführlich mit Flüchtlingen aus Gaza in Europa unterhalten und dies nicht zum ersten Mal:

Schon vergangenes Jahr hatte er eine ähnliche Reportage aus Deutschland produziert. Dabei kam erstaunliches heraus: Fast alle seiner Gesprächspartner, viele bestanden aus Angst vor der Hamas auf Anonymität, sind weder von Hass auf Israel erfüllt, sondern wünschen sich Frieden und Koexistenz.

 

 

martha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4865
Veröffentlicht von: @martha

@chai 

Es reichen auch schon dicht besiedelte Wohngebiete.

Es war nur der Versuch einer sachlichen Erklärung auf Blackholes Frage, was denn 'menschliche Schutzschilde' wären. 

chai antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4592

@chai 

'Menschliche Schutzschilde' sind z.B. die Kranken in einem Krankenhaus, in dessen Keller sich Terroristen verstecken. 

Der Definition nach ja. Die Praxis sieht aber so aus, daß das durchweg verallgemeinernde Aussagen von israelischer Seite sind. Die als Behauptungen hingestellt, nicht mit genaueren Informationen belegt werden.

Wenn man sich mal Berichte vor Ort z.B. Interviews mit Krankenhauspersonal bzw. Ärzten anschaut, dann sieht es eher so aus, daß, auch direkt darauf angesprochen, die Interviewten überhaupt nicht wissen, worum es geht. 

Jetzt würde das Gegenargument wieder lauten: "Klar, die haben ja Angst was zu sagen, usw." 

Aber wenn dem so ist, dann müsste in dieser Richtung irgendwas dann mal durchsickern. Irgendetwas überhaupt. Da die Zielgruppe dieser Informationen (die ausländische Presse) ja nun klar nichts mit der Hamas zu tun hat.

Das tut es aber nicht.

Und wenn dann nichts kommt, daß ist dann ein Beleg dafür, daß Ärzte ohne Grenzen eben doch israelfeindlich ist, oder was auch immer? 

Immer wieder wird hier in der Diskussion großzügig und wortreich eingeräumt, daß es Propaganda auf beiden Seiten gibt. Propaganda der Hamas hingewiesen. Aber wie groß die israelische Propaganda sein mag, damit setzt man sich im Einzelnen lieber nicht auseinander. 

Insofern, auch wenn unsachlich vorgetragen: ist dieser Einwand (leider) an der Sachlage gemessen mit großer Wahrscheinlichkeit völlig berechtigt.

tatokala antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4865
Veröffentlicht von: @tatokala

Insofern, auch wenn unsachlich vorgetragen: ist dieser Einwand (leider) an der Sachlage gemessen mit großer Wahrscheinlichkeit völlig berechtigt.

Was meinst Du damit?

 

chai antworten
frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1475

@blackhole 

Hallo Blackhole,

du befindest dich hier in einem Forum, in dem es Regeln gibt. Eine davon besagt, dass eine Diskussion über Gelbe Karten nicht stattfindet (was für mich übrigens keine Heilige Kuh ist, aber du trittst diese Regel nun allzu arg mit Füßen). Offenbar bist du mit der Gelben Karte nicht einverstanden. In dem Fall sehen die Regeln vor, dass du dich - per Mail - an mich wendest, was du nicht getan hast. Stattdessen wendest du dich hier - öffentlich und daher regelwidrig an "die Mods" (so interpretiere ich deine Anrede "ihr").

"LOS, ANTWORTET!!!"

Das ist das erste und definitiv auch letzte Mal, dass ich auf eine "Bitte" von dir, die auf solch einem erbärmlichen Niveau gestellt wird, antworte.

"Hab ihr jemals auch nur eine gelbe Karte an jemanden verteilt, der die beliebig grausame Tötung von Palästinensern, Libanesen oder Iranern oder ähnliches, in belieber Anzahl, auch ohne ersichtlichen militärischen Nutzen, wie gestern mindestens 7 Personen während einer Beerdigung in Nuseirat,befürwortet, gutheißt oder gar verherrlicht, verteilt?"

Darauf vermag ich keine sichere Antwort zu geben, vermute aber, dass wir das bislang nicht gemacht haben, und zwar einfach deshalb, weil es so etwas bislang eher nicht gegeben hat (außer in deinen Interpretationen möglicherweise). Da mag ich mich irren, schließlich lese ich nun auch wirklich nicht alle Postings, ganz sicher weiß ich aber, dass es von dir - jedenfalls in den letzten Monaten - keinen Modalarm gegeben hat, der auf ein solches Befürworten, Gutheißen oder gar Verherrlichen hingewiesen hätte. 

"Würdet ihr "ALLE PALÄSTINENSER INS GAS! WIR SCHICKEN ALLE NACH AUSCHWITZ!" mit einer gelben Karte ahnden?"

Mit Sicherheit nicht! Da spreche ich nur für mich, aber dafür würde ich niemals eine Gelbe Karte geben. Wer so etwas schreibt, würde von mir sofort gesperrt. Allerdings hat meines Wissens (und entsprechende Modalarme von dir gab es auch nicht, wenn ich mich nicht sehr irre) außer dir jetzt noch nie jemand so einen Scheiß geschrieben (jedenfalls nicht hier im Jesus-de-Forum - ich hoffe mal, dass du nicht "Foren durcheinanderbringst").

"Auch gegen die Vokabel "menschliche Schutzschilde" habt ihr keinen Einwand."

Da spreche ich nur für mich: Nein, wenn mit der Vokabel "menschliche Schutzschilde" "menschliche Schutzschilde" gemeint sind, habe ich gegen die Verwendung dieser Vokabel nichts einzuwenden. Ebenso wenig, wie ich etwas dagegen habe, wenn jemand einen Mord als Mord bezeichnet. Dass sich daraus nicht ableiten lässt, dass ich Mord für begrüßenswert halte, sollte, so hoffe ich, klar sein.

Weil es die zweite Gelbe Karte ist, bist du für drei Tage gesperrt. Melde dich bitte, wenn ich (oder sonst ein Mod) vergessen sollte dich wieder freizuschalten.

 

Liebe Grüße

fr 🙂 sch

 

 
 
 

 

 

frosch80-mod antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1223

@lucan-7 

Ich finde, Du gehst sehr leichtfertig über 100000 tote Palästinenser nur in diesem aktuellen Krieg hinweg.

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@chey 

Ich finde, Du gehst sehr leichtfertig über 100000 tote Palästinenser nur in diesem aktuellen Krieg hinweg.

Wie kann ich darüber "hinweggehen", wenn doch genau diese Opfer das Thema dieses Threads sind?

Oder worum sonst geht es hier?

lucan-7 antworten
Blackhole
Beiträge : 1274
Veröffentlicht von: @lucan-7

Die Menschen in Gaza haben die Hamas gewählt und unterstützt.

Wann? Jede einzelne Perrson in Gaza, einschließlich Neugeborenen, hat im September 2023 die Hamas gewählt? 

Die letzte Wahl war 2005. Zwar gewann damals tatsächlich die Hamas mit knapper Mehrheit, aber die meisten heute lebenden Menschen in Gaza waren damals nicht geboren oder nicht wahlberechtigt. 

Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind frei. Es gibt keine Besatzung, die den Alltag extrem einschränkt. Dennoch will fast die Hälfte die AfD wählen, und einer der Hauptgründe ist, daß die DDR noch immer in den Köpfen ist.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Nun sagst du - zu Recht - Nazideutschland hat den Feuersturm selbst zu verantworten.

Nazideutschland war die schlimmste Vernichztungsmaschinerie der Welt. Die 6 Millioenen ermordeten Juden waren weniger als die Hälfte der Opfer Nazideutschlands. Von Guernica bis in den Kaukasus hat Nazideutschland gemordet, gemordet, gemordet, gemordet, gemordet, gemordet. 
Es waren nicht über 1.000 Menschen. Es waren Millionen Menschen. Viele Millionen Menschen. Von Guernica bis in den Kaukasus hat Nazideutschland gemordet, gemordet, gemordet, gemordet, gemordet, gemordet. 
Und trotzdem wurde dem deutschen Volk ein Rest Würde und Selbstachtung gelassen! Die Wohnhäuser, die im Mai 1945 noch standen, durften stehenbleiben! Bauern durften ihre Ernten einfahren! Industrie durfte wieder produzieren! Die Hochschulen durften lehren! Das BGB und das StGB galten noch! Fastnachter durften sich mit "Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien" über die Besatzung echauffieren, ohne erschossen oder gehängt zu werden!

blackhole antworten


Blackhole
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber die Einwohner von Gaza schliessen auch die Terroristen ein, genau so wie die Nazis ein Teil des deutschen Volkes waren.

Die Süditaliener schließen auch die Mafiosi mit ein. 
Die Iren die IRA.

Die Mafia tötet nicht aus Judenhass, das stimmt. 

Die Mafia tötet, weil ihr jedes Leben völlig egal ist. Sie tötet mit einer unbeschreiblichen Gleichgültigkeit. 
TAUSENDE Menschen im Jahr. 

Die IRA hat aus Britenhass getötet.

Aber wenn auch nur einem einzigen italienischen oder irischen Kind in einem robusten Anti-Mafia-Einsatz oder Anti-IRA-Einsatz ein Leid geschähe, wärst du entsetzt. Wirklich entsetzt. Und in tiefer Trauer. Du fändest es unvererzeihlich. 
Weil Italiener WEIßE sind. EUROPÄER. Du glaubst an WEIßENrechte. 

Palästinenser willst du vernichtet sehen. Es macht dir sichtlich Freude, wie der Traum von Rafael Eitan in Erfüllung geht. "Wie betäubte Kakerlaken in der Flasche herumhuschen". 
Libanesen, Iraner, Irakis usw. willst du nicht unbedingt aktiv vernichten, aber du findest es vollkommen in Ordnung, wenn sie in beliebiger Masse vernichtet werden. 
Den einen darf kein Haar gekrümmt werden, die anderen darf man in beliebiger Masse vernichten. Je nach "Rasse". 

blackhole antworten
40 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4865
Veröffentlicht von: @blackhole

Palästinenser willst du vernichtet sehen.
Es macht dir sichtlich Freude, wie der Traum von Rafael Eitan in Erfüllung geht.
"Wie betäubte Kakerlaken in der Flasche herumhuschen". 

Bitte?
Ich stimme oft genug nicht mit Lucan überein, aber das ist schon eine bösartige Unterstellung.

chai antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@chai Dich habe ich nicht gemeint. Ich meinte Lucan.

blackhole antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29450

@blackhole 

Dich habe ich nicht gemeint. Ich meinte Lucan.

Was die Unterstellung nicht weniger bösartig macht.

Ich garantiere dir, dass ich hier mit Sicherheit auch eine gelbe Karte bekomme, wenn du den Moderatoren zeigen kannst, wo genau ich das hier geschrieben habe, was du mir unterstellst.

Kannst du aber nicht, weil es allein deiner Phantasie entstammt. Und wo die herkommt... das will ich gar nicht erst wissen.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1223

@blackhole 

Ein offenes Wort. Wie Du hier ja nachlesen kannst  kritisiere ich Israel ziemlich deutlich.

Ich kann Deine Empörung angesichts der Tötung zehntausender unschuldiger Kinder, Frauen, Zivilisten durch Israel verstehen. 

Und ich kann auch Deinen Ärger über Lucans Postings hier verstehen. Nur solltest Du ihm nicht solche Motive unterstellen. Lucan akzeptiert nicht die allgemeingültige Genoziddefinition und er akzeptiert nicht, dass die Gegenwehr Israels verhältnismäßig sein muss, wenn Israel als zivilisierten Staat gelten will. Da kann man durchaus auf ein späteres Einsehen hoffen, aber nicht mit Deiner Art der Diskussion. 

Und ich lese bei Dir gar nichts über die Verbrechen der Hamas. Warum nicht?

Bist Du so viel anders wie Jigal, der alles von Israel rechtfertigt und schön redet? Nur eben das Spiegelbild? Willst Du das sein? 

Empöre Dich über den Tod, die Ermordung von Menschen. Aber lass es egal sein, ob es Israelis oder Palästinenser sind. Beides sind Menschen! Es gibt keinen Unterschied. 

Und mach ein paar Tage Pause und beruhige Dich etwas, denn sonst wirst Du das wohl bald zwangsweise machen und Deine Stimme würde hier verschwinden. Willst Du das?

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chey 

Und ich kann auch Deinen Ärger über Lucans Postings hier verstehen. Nur solltest Du ihm nicht solche Motive unterstellen.

Danke sehr. Und ich weiss, dass das hier sicher um einiges zu kurz gekommen ist, aber mich hat das Leid der Zivilbevölkerung in Gaza auch entsetzt. Ich würde niemals sagen, dass es "gut und richtig" sei, was Israel tut. Krieg ist niemals  gut und richtig. Aber ich sehe eben die militärische Perspektive, die die Hamas betrifft, und die Gründe für diese Entscheidung.

 

Lucan akzeptiert nicht die allgemeingültige Genoziddefinition und er akzeptiert nicht, dass die Gegenwehr Israels verhältnismäßig sein muss, wenn Israel als zivilisierten Staat gelten will.

Ich würde das SOFORT akzeptieren, wenn mir endlich mal irgendwer sagen könnte, wie genau denn so einen "verhältnismäßige Gegenwehr" Isreals aussehen könnte!

Wie genau kann Israel sich gegen die Hamas zur Wehr setzen, und zwar auf eine Weise, die künftige derartige Attentate verhindert? Denn darum ging es ja.

Das hat mir bisher noch NIEMAND erklären können. Daher also eine Gegenfrage: Würde es an deinem Urteil etwas ändern, wenn du feststellen müsstest, dass Israel gar keine Vorgehensweise zur Verfügung steht, die die Hamas mit weniger zivilen Opfern bekämpfen könnte?

Wer sagt dass das möglich ist, der muss auch sagen WIE -  gerne mit Verweis auf entsprechende Experten.

Sobald mir jemand eine solche Vorgehensweise nennen kann und zeigen kann, dass Israel bewusst darauf verzichtet hat bin ich sofort bereit, hier ebenfalls von einem Genozid auszugehen!

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@lucan-7 

Wie genau kann Israel sich gegen die Hamas zur Wehr setzen, und zwar auf eine Weise, die künftige derartige Attentate verhindert?

Also darf man dem Spiegel glauben, haben die Späherinnen der Überwachungsposten an der Grenze zu Palästina die Aktivitäten vor dem Attentat frühzeitig wahrgenommen und gemeldet. Das heisst, das Attentat hätte verhindert werden können… Leider sind die Berichte der Späherinnen an der Ignoranz der leitenden Offiziere abgeprallt…das wiederum dieses Massaker ermöglicht hat. 

Es ist nicht so, dass Israel völlig schutzlos dastand.

Vielleicht hat die Antwort der Israelis auch wegen des eigenen Versagens solche Ausmaße angenommen. Das wäre nicht abwegig anzunehmen.

 

 

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@stern 

Also darf man dem Spiegel glauben, haben die Späherinnen der Überwachungsposten an der Grenze zu Palästina die Aktivitäten vor dem Attentat frühzeitig wahrgenommen und gemeldet. Das heisst, das Attentat hätte verhindert werden können

Das ist richtig, da gab es menschliches Versagen im Vorfeld.

Und dann gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten. Entweder man sagt sich, so etwas kommt nicht mehr vor, egal was die Hamas auch plant und durchführt, wir werden es in Zukunft verhindern.

Oder man sagt sich, dass so etwas immer wieder passieren kann, und dass sich ja auch die Hamas entsprechend  anpassen wird bei ihren künftigen Planungen.

Und dann kann man sich überlegen: Was müsste sich die israelische Regierung wohl an Vorwürfen gefallen lassen, wenn der Hamas zum zweiten Mal so ein Schlag gelingen würde, dann vielleicht mit 2000 oder 5000 Opfern? Natürlich nicht einfach dieselbe Aktion nochmal, sondern etwas Anderes. Vielleicht auch mit Giftgas, biologischen Waffen oder etwas ganz Anderem.

Man kann jetzt sagen, ach was, so etwas machen die nicht... aber wir haben deutlich gesehen: Doch, so etwas machen die. So etwas wollen die machen, so etwas werden die auch weiter machen, und es wird mehr derartige Planungen und Anschläge geben.

Soll man da einfach warten, was die Hamas als nächstes tut? Oder soll man sagen: Genug ist genug, hier muss jetzt ein Schlussstrich gezogen werden?

Beides ist riskant, und ich sage nicht dass der Angriff auf Gaza "alternativlos" war. Aber er war begründet und konsequent.

 Und wer behauptet, es hätte noch andere Möglichkeiten gegeben, die Hamas zu bekämpfen... der sollte dann auch sagen können, wie.

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@lucan-7 

Und wer behauptet, es hätte noch andere Möglichkeiten gegeben, die Hamas zu bekämpfen... der sollte dann auch sagen können, wie.

Nein, das sage ich nicht.

Nur ist das was jetzt geschieht wie die zehnköpfige Hydra…zumindest ist diese Gefahr da. Aber egal, das macht die Toten nicht wieder lebendig.

Ein weiterer nutzloser Krieg in meinen Augen. Ich gehöre zur Fraktion, die sich wünscht, dass Israel lieber Zugeständnisse an die Hamas gemacht hätte und dann wären vermutlich auch den mitgenommenen Geiseln Leid erspart geblieben und vielleicht auch einigen das Leben erhalten geblieben (ganz zu schweigen von dem Rest)

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 29450

@stern 

Ich gehöre zur Fraktion, die sich wünscht, dass Israel lieber Zugeständnisse an die Hamas gemacht hätte und dann wären vermutlich auch den mitgenommenen Geiseln Leid erspart geblieben und vielleicht auch einigen das Leben erhalten geblieben (ganz zu schweigen von dem Rest)

Möglicherweise. Wobei die Hamas weiss, dass Israel auch Zugeständnisse für Tote israelische Bürger macht, die in der Hand der Terroristen sind. Das wäre also keine Garantie.

Und wie hätte die Sache - nach erfolgten Zugeständnissen - dann weiter gehen sollen, in der Zukunft? Die Hamas würde noch immer über alle Waffen verfügen, die Tunnel kontrollieren, die Raketenstellungen... und hätte noch immer die Vernichtung Israels im Sinn.

Der nächste Angriff wäre also nur eine Frage der Zeit gewesen, vermutlich nicht auf gleiche, sondern auf eine andere Art und Weise, aber wieder mit dem Ziel, möglichst viel Tod und Leid über Israel zu bringen.

Das wäre also kaum eine Alternative gewesen. Denn die Hamas ist nicht zu Verhandlungen und Zugeständnissen bereit, und das wird halt immer wieder übersehen. 

Wenn die Bürger in Gaza abstimmen könnten, ob es Zugeständnisse gegen Frieden geben sollte, dann sähe das vielleicht anders aus. Aber diese Möglichkeit haben sie nicht, und die Hamas macht einfach weiter.

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
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@lucan-7 

Der nächste Angriff wäre also nur eine Frage der Zeit gewesen, vermutlich nicht auf gleiche, sondern auf eine andere Art und Weise, aber wieder mit dem Ziel, möglichst viel Tod und Leid über Israel zu bringen.

Ich weiss, das wäre die alte Realität gewesen.

Aber wenn ich mir die neue anschaue und die Folgen dieses Weges, dann frage ich mich, ob es das wirklich wert war.

Der Vergleich mit Deutschland nach dem 2.Weltkrieg liegt nahe, auch das ist mir klar. Aber die Hoffnung oder Gewissheit, dass die Geschichte in Gaza genauso eine gute Wendung nimmt, ist ehrlich gesagt, nicht so groß.

Denn es ist nunmal doch nicht die gleiche Situation wie in D.

Deutschland hatte weder ringsherum „Feinde“ noch waren die Nazis ringsherum in den anderen Ländern verteilt und von diesen zT mitfinanziert.

Der Gedanke liegt nahe, dass durch diesen Krieg die Situation sich eher verschärft als stabilisiert. Weil die Menschen immer noch genauso auf Israel schauen und ich könnte mir vorstellen, dass der Hass jetzt noch größer geworden ist.

Noch sehe ich keine positiven Folgen. Das bleibt abzuwarten, ob es in den nächsten 20 bis 30 Jahren eine Kehrtwende in den Emotionen sowohl gegenüber Israel gibt als auch von Israel gegenüber den Palästinensern. Ich sehe einfach nicht, dass dieser Angriff das bringen wird. 

Zu hoffen ist es aber. Dann wäre all dieses Leid nicht sinnlos gewesen.

 

stern antworten
Chey
 Chey
(@chey)
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@stern 

Ich befürchte, dass das eher die Grundlage für die nächsten 2 Generationen der Hamas gelegt hat.

Denn welche Perspektiven haben die Palästinenser?

So dumm Trump auch ist und so verrückt und arrogant sein Gazaplan auch war. Im Kern hatte er Recht, die Menschen brauchen Frieden, Wohnung, Arbeit und eine Perspektive. 

VG

Chey

chey antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@chey 

So dumm Trump auch ist und so verrückt und arrogant sein Gazaplan auch war. Im Kern hatte er Recht, die Menschen brauchen Frieden, Wohnung, Arbeit und eine Perspektive. 

Genau. Und dann, vielleicht, kann sowas wie Versöhnung gehofft werden.

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 29450

@chey 

Denn welche Perspektiven haben die Palästinenser?

So dumm Trump auch ist und so verrückt und arrogant sein Gazaplan auch war. Im Kern hatte er Recht, die Menschen brauchen Frieden, Wohnung, Arbeit und eine Perspektive. 

Diesen Plan fand ich auch gut, und es war eines der wenigen Projekte Trumps, denen ich spontan zugestimmt habe... es war doch immerhin mal ein Ansatz in einer völlig verfahrenen Situation.

Allerdings ist es daran gescheitert, dass die Hamas keiner Entwaffnung zustimmen wollte. So lange aber die Hamas dort bewaffnet ist kann es jederzeit wieder zu Kämpfen kommen - und das bedeutet, dass niemand dort investieren wird.

Es wird auch niemand Friedenstruppen dorthin schicken, auch nicht die arabischen Länder. Denn die würden von der Hamas als Verräter betrachtet.

Denn die Hamas will keinen Frieden dort, die wollen auch keinen Wohlstand oder Sicherheit. Denn damit gefährden sie ihr eigenes Terror-Geschäftsmodell.

Wenn jetzt also die Israelis sagen, dass sie die Hamas vollständig militärisch vernichten wollen, dann mag das zwar nach Irrsinn klingen... aber auf der anderen Seite: Wie will man denn sonst dort die Voraussetzungen für Frieden schaffen?

Eine eigene palästinensische, von Israel ausgerüstete Friedenstruppe wäre zwar eine Option - aber wo findet Israel vertrauenswürdige Leute dafür...?

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Denn die Hamas will keinen Frieden dort, die wollen auch keinen Wohlstand oder Sicherheit.
Denn damit gefährden sie ihr eigenes Terror-Geschäftsmodell. 

Und genau da liegt der Hund begraben. 
Was kann die Hamas noch bieten außer Terror und Elend und Hunger?

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chai 

Und genau da liegt der Hund begraben. 
Was kann die Hamas noch bieten außer Terror und Elend und Hunger?

Nichts.

Und deshalb wäre es mal an der Zeit, die Hamas als Schuldige in diese ganzen Rechnungen einzubeziehen.

Das Thema hier war die Frage, ob in Gaza ein "Genozid" stattfindet.

Verglichen wurde das, laut meinem Eingangspost, mit anderen Genoziden: Mit dem Holocaust, mit Ruanda, mit Srebrenica.

Was hier übersehen wird: In keinem dieser Genozide hatten die Angegriffenen die Möglichkeit, durch eigenes Handlen ihren Tod abzuwenden.

In Gaza konnte und könnte die Hamas - als "Regierung" des Gaza Streifens - jederzeit innerhalb weniger Stunden das ganze Töten beenden. Niemand müsste sterben, kein Kind, kein Greis, keine Frau, kein Mann. Das Ganze könnte hier und heute sofort aufhören, und das konnte es auch von Beginn der Angriffe an.

Die Hamas hätte nur kapitulieren müssen. 

Aber das wollten sie nicht. Sie zogen die Toten vor. Tatsächlich passten die toten Palästinenser sogar ganz hervorragend in das politisch-terroristische Konzept der Hamas: Je mehr tote Kinder, desto mehr würde sich die Welt gegen Israel wenden.

Also hat man sich natürlich nicht ergeben, sondern den Krieg weiter angeheizt. Während die Welt als den Schuldigen nicht etwa die Terroristen, sondern Israel ausgemacht hat.

Weil... von Terroristen kann man ja eh nichts erwarten, die sind also raus. Der Fokus liegt allein auf dem Rechtsstaat Israel, nur hier erwartet man eine Handlung.

Und darin steckt eine nicht zu unterschätzende Perversion...

 

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@stern 

Der Vergleich mit Deutschland nach dem 2.Weltkrieg liegt nahe, auch das ist mir klar. Aber die Hoffnung oder Gewissheit, dass die Geschichte in Gaza genauso eine gute Wendung nimmt, ist ehrlich gesagt, nicht so groß.

Denn es ist nunmal doch nicht die gleiche Situation wie in D.

Eigentlich ist es die gleiche Situation, aber nicht die gleiche Mentalität. Die Deutschan wussten mit dem Ende des Krieges, dass der Nationalsozialismus gescheitert war. Damit fand er dann auch in der Bevölkerung weitgehend sein Ende, auch wenn man die damit verbundenen Verbrechen damals noch nicht wahrhaben wollte.

Zwar gab es mit den "Werwölfen" den Versuch, den Kampf für den Nationalsozialismus noch fortzusetzen, aber daran hatte niemand mehr ernsthaft ein Interesse.

Bei der Hamas ist das anders. Da gibt es kein Ende, niemals. Und das ist der wesentliche Unterschied. Eine Kapitulation könnte die ganze Sache beenden und einen neuen und friedlichen Neuanfang ermöglichen.

Aber das wird nicht passieren.

 

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3299

@lucan-7 

Eigentlich ist es die gleiche Situation, aber nicht die gleiche Mentalität

Ja, du bringst die Sache auf den Punkt.

Bei der Hamas ist das anders. Da gibt es kein Ende, niemals. Und das ist der wesentliche Unterschied. Eine Kapitulation könnte die ganze Sache beenden und einen neuen und friedlichen Neuanfang ermöglichen.

Deshalb finde ich diesen Krieg auch so sinnlos…weil er keine Grundlage für Frieden schafft.

Diese beidseitige Hassspirale zu durchbrechen ist das eigentliche Ziel. Und auch wenn der Hass auf israelischer Seite nicht in dem Maße vorhanden ist, scheint es doch so, als würde sie den Palästinensern nicht auf Augenhöhe begegnen zu wollen. 

 

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@stern 

Deshalb finde ich diesen Krieg auch so sinnlos…weil er keine Grundlage für Frieden schafft.

Diese beidseitige Hassspirale zu durchbrechen ist das eigentliche Ziel.

Das können die jeweiligen Seiten wohl nur selbst bewirken. Die Palästinenser müssen sich von der Hamas und anderen Terrororganisationen distanzieren und deutlich machen, dass sie nicht durch Terroristen repräsentiert werden - genau so wie die Israelis deutlich machen müssen, dass sie keine Siedlungsprojekte unterstützen und auf Dauer eine Lösung auf Augenhöhe wünschen.

So lange das nicht passiert überlässt man die Handlung den Hardlinern und Terroristen, die keinen Frieden wollen.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

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@lucan-7 

Du willst von mir eine Lösung des Gaza-Konflikts einschließlich der Bedrohung durch den Iran, der ja dazu gehört, dem Libanon mit der Hisbollah  der rechtsradikalen israelischen Regierung, der Siedlerbewegung, ...

3 oder 4 Absätze?

Sorry, dass ich sarkastisch werde bei so einer Frage.

Es ist derzeit nicht zu lösen und die Bedrohung durch die Hamas wird mittelfristig bleiben. Und es wird weiterhin Opfer auf israelischer Seite geben, wobei wir wohl alle hoffen  dass es nie wieder einen so schlimmen Anschlag geben wird.

Aber diese Bedrohung gibt Israel nicht das Recht, 100000 Palästinenser zu töten und mit den Töten so lange weiter zu machen, bis es keine Hamas mehr gibt. Denn das wäre ganz sicher erst dann erreicht, wenn es auch keine Palästinenser mehr gibt. Und dann reden wir von einem vollkommenen Genozid. Oder etwa selbst dann für Dich nicht?

Das ist eben der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. 

Selbst bei solchen Unrecht, was Leben kostet, kann doch die Antwort nicht sein, 10mal oder mehr Unschuldige auf der anderen Seite zu töten.

Das ist es eben, was Du offensichtlich nicht verstehst. Und das verstehe ich bei Dir nicht.

 

Dieser Konflikt ist nicht militärisch zu lösen. Das war er nie. Es geht nur über Versöhnung. Und deshalb ist die Siedlerbewegung so fatal, weil sie weiter für Hass sorgt.

Die Hamas ist nicht militärisch zu besiegen. Man kann sie nur austrocknen. Indem man im Iran die Demokratie unterstützt (Israel und die USA haben gerade das Gegenteil gemacht).

Indem man den Palästinensern eine Zukunft in Wohlstand ermöglicht. Wodurch die dann auch etwas zu bewahren haben. Das ist beim zerbombten Gazastreifen auf Jahrzehnte nicht mehr möglich.

Indem man über Generationen versucht, den Hass abzubauen. Auf beiden Seiten.

Es gibt keine schnelle Lösung. Ausser man sieht einen Genozid als Lösung. 

VG

Chey

 

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chey 

Du willst von mir eine Lösung des Gaza-Konflikts einschließlich der Bedrohung durch den Iran, der ja dazu gehört, dem Libanon mit der Hisbollah der rechtsradikalen israelischen Regierung, der Siedlerbewegung, ...

3 oder 4 Absätze?

Nein, das erwarte ich nicht, und danach habe ich auch nicht gefragt. Und du versuchst jetzt auszuweichen.

Ich habe ganz konkret nur nach einer Sache gefragt: Wie hätte Israel konkret gegen die Hamas vorgehen können, ohne dabei so viele Zivilisten zu gefährden?

Das bezieht sich weder auf den Iran noch auf sonstwas, sondern ganz allein und konkret auf das militärische Vorgehen der israelischen Armee zur Bekämpfung der Hamas im Gaza-Streifen.

Also konkret: Hätte die Armee dort gegen die Hamas wirkungsvoll kämpfen und dabei gleichzeitig entscheidend weniger Zivilisten unter den Opfern verursachen können?

Denn ein "Völkermord" unterstellt hier ja eine konkrete Absicht, in diesem Fall: Die Opfer waren militärisch unnötig, wurden aber dennoch ganz bewusst herbeigeführt.

Dann würde ich auch zustimmen, dass hier ein klarer Völkermord vorliegt.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

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@lucan-7 

Die ersten Angriffe Israels waren meines Erachtens gerechtfertigt. Genauso Maßnahmen zur Befreiung von Geiseln.

Aber im Verlauf des Krieges wurde irgendwann die Verhältnismäßigkeit überschritten, zumal andere Kriegsziele dazu kamen, wenn man Äußerungen der Regierung Israels und Trump zugrunde legt. Und die Innenpolitik und den Prozess gegen Netanjahu. 

Ich kann Dir aber nicht den Tag nennen.

Und meinst Du wirklich, die Hamas ist dauerhaft geschwächt oder gar vernichtet?

Wie sieht denn Deine Lösung aus?

VG

Chey

PS: Und Iran muss man berücksichtigen. Sie haben den Anschlag der Hamas mit zu verantworten.

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chey 

Die ersten Angriffe Israels waren meines Erachtens gerechtfertigt. Genauso Maßnahmen zur Befreiung von Geiseln.

Aber im Verlauf des Krieges wurde irgendwann die Verhältnismäßigkeit überschritten, zumal andere Kriegsziele dazu kamen, wenn man Äußerungen der Regierung Israels und Trump zugrunde legt.

Ich habe ja die Berichte sowohl über den Krieg in Gaza als auch in der Ukraine verfolgt. In beiden Fällen gibt es sehr viel Propaganda und man muss vorsichtig sein mit dem, was man glauben kann. Wobei das in Gaza noch viel schwerer war. Israel hat beispielsweise Videos von unterirdischen Anlagen in Krankenhäusern gezeigt, in denen aber nicht viel zu sehen war. Zu wenig, um wirklich überzeugend zu sein... andererseits sind die Tunnel real, aber wem soll man hier glauben? Die Hamas ist erst recht nicht vertrauenswürdig.

Mein Eindruck ist, dass nicht die Einsätze verändert wurden, sondern die Stimmung in den Medien irgendwann kippte. Weil es immer mehr und mehr Opfer gab.

Die Hamas hätte das von einen Tag auf den anderen beenden können, indem sie sich ergibt und die Waffen abgibt. Das wäre das, was in einem klassischen europäischen Krieg passiert wäre.

Aber die Hamas ergibt sich nicht, niemals. Sie kämpft einfach weiter und weiter und weiter. Also musste die israelische Armee, wenn dieser Einsatz einen Sinn haben sollte, die Hamas so weit bekämpfen, dass ihre Möglichkeiten für künftige Anschläge auf ein Minimum beschränkt werden - und ein solcher Angriff, wie er am 7. Oktober durchgeführt wurde, gar nicht mehr möglich sein würde.

Deshalb wurde der Einsatz fortgeführt, und damit stiegen natürlich auch die Opferzahlen. Und damit kippte dann irgendwann auch die Stimmung hierzulande.

Aber Stimmungen sagen nichts über einen Sachverhalt aus. 

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
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@lucan-7 

Ca 17000 bisher durch Israel getötete Kinder haben nichts mehr mit Stimmung zu tun. Wenn Du da immer noch nach Rechtfertigung für Israel suchst, haben wir beide völlig gegensätzliche Vorstellungen vom Wert menschlichem Lebens und was noch gerechtfertigt sein kann.

 

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@chey 

Ca 17000 bisher durch Israel getötete Kinder haben nichts mehr mit Stimmung zu tun.

Doch, ich würde sagen, dass das sogar ausschliesslich mit "Stimmung" zu tun hat. Denn jedes einzelne getötete Kind ist eines zuviel... ich glaube kaum, dass du sagen würdest: "Na ja, also 9000 oder 12000, das geht ja noch... aber 17000 ist zu viel!". So etwas wäre absurd.

Zum Vergleich: In den Meldungen über den Ukrainekrieg werden immer wieder einzelne Angriffe genannt und dann fallen Sätze wie: In Odessa wurde ein Wohnhaus getroffen, 4 Menschen starben, darunter ein Kleinkind.

Weil eben jedes Leben zählt, und ich denke, dass du dem zustimmen wirst.

Und eben deshalb hat diese Zahl auch nur mit "Stimmung" zu tun. Es gibt keine Listen von der maximalen Anzahl getöteter Kinder, die dem Militär erlaubt sind. Das Militär wird nicht sagen: "Oh, das waren jetzt aber ein paar zuviel!". Krieg ist unsagbares Elend, immer, egal ob 1, 100 oder 10.000 Menschen getötet werden.

Natürlich gibt es dennoch Abwägungen im Vorfeld, und Pläne, die Opfer möglichst gering zu halten. Niemand würde es für gerechtfertigt halten, eine Stadt etwa mit einer Nuklearwaffe in Schutt und Asche zu legen, nur um einen einzigen General zu töten. Aber ein einzelnes Wohnhaus mit hundert Zivilisten darin... das würde man unter Militärs wohl als "akzeptabel" ansehen.

Genau das ist in Gaza ja auch passiert. Ich kenne den genauen Bericht nicht mehr, aber die israelische Armee hat einen Anführer der Hamas im Visier gehabt und sie wussten, dass er sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Tunnel aufhalten würde. Darüber befand sich ein Marktplatz mit Zivilisten, die gerade einkauften. Das Militär entschied sich, die Bombe trotzdem zu werfen, weil so eine Gelegenheit nicht wieder kommen würde, und nahm die toten Zivilisten in Kauf. Der Anführer starb, die Zivilisten auch - darunter auch Kinder.

Ich bin nicht sicher, wie Menschen es fertigbringen, solche Abwägungen zu treffen und danach noch ruhig weiter zu schlafen. Ich könnte das nicht, aber im Krieg wird genau das gemacht.

Nun kenne ich die Kalkulationen des israelischen Militär nicht. Normalerweise ist das ja so, dass bestimmte Ziele benannt werden, und dann werden Schätzungen gemacht, was es kosten wird, dieses Ziel zu erreichen... an Material und Menschenleben, eigene Soldaten und fremde Zivilisten, vermutlich auch eigene Zivilisten, weil die Hamas sich ja wehren wird.

Ich weiss nicht, was das israelische Militär hier als "akzeptabel" definiert hat und ob es bezüglich der Palästinenser überhaupt so etwas wie eine akzeptable Grenze für Israel gibt.

Fest steht für mich, nach allem was ich über den Einsatz sagen kann (Und natürlich kann ich auch falsch liegen), dass Israel nicht bewusst Zivilisten getötet hat, ohne dass dabei die Priorität immer auf der Bekämpfung der Hamas lag - von Ausnahmen abgesehen, die ich als Kriegsverbrechen werte. 

Ich kann auch nicht sagen, inwieweit die Einsatzziele bezüglich der Hamas erreicht wurden und wie diese Ziele im einzelnen genau aussahen. Dass aber je mehr Leute sterben würden, je länger der Einsatz dauert - das liegt in der Natur der Sache.

Und es gibt eine Fraktion, die den ganzen Krieg innerhalb weniger Stunden hätte beenden können - und damit auch das Sterben dieser Kinder. Die Hamas hätte sich ergeben und die Waffen abgeben können - und der Einsatz wäre sofort beendet gewesen, niemand wäre mehr gestorben.

Aber für die Hamas sind 17.000 tote Kinder sehr viel wertvoller als 17.000 lebende Kinder, denen es gut geht.

Auch das muss hier immer bedacht werden... und wird leider ständig vergessen.

 

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

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@lucan-7 

'Es ist Krieg' ist keine Entschuldigung mehr für Verbrechen, auch juristisch nicht. Das hat man nach dem 2. Weltkrieg geändert.

Und alle Zivilisten auf einen Markt zu töten, um einen Anführer zu töten ist meines Erachtens ein klares Kriegsverbrechen. Sollte ich mich juristisch irren, irre ich mich moralisch ganz sicher nicht.

Du scheinst alles mit Krieg zu rechtfertigen. Wenn Israel ein demokratischer Rechtsstaat sein will  ist das aber nicht so. 

Und die 17000 Kinder wurden nun Mal von Israel getötet. Ich hoffe, dass sich Regierung und Armeeführung dafür einmal vor Gericht verantworten müssen und lange verurteilt werden.

Damit so ein ungeheures Verbrechen sich nicht wiederholt.

Und es ist mir weiterhin unbegreiflich,  wie du es immer wieder versuchst zu rechtfertigen und zu entschuldigen.

Andererseits gibt es ja auch Menschen, die die Verbrechen der Hamas rechtfertigen nd entschuldigen. Offensichtlich sind sich beide Seiten ähnlicher als sie denken. Menschenleben scheinen nicht zu zählen. 

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chey 

'Es ist Krieg' ist keine Entschuldigung mehr für Verbrechen, auch juristisch nicht. Das hat man nach dem 2. Weltkrieg geändert.

Ich würde sagen, dass ein Krieg selbst ein Verbrechen darstellt. Es gibt also  keinen Krieg ohne Verbrechen, wie du es hier suggerierst. 

 

Und alle Zivilisten auf einen Markt zu töten, um einen Anführer zu töten ist meines Erachtens ein klares Kriegsverbrechen. Sollte ich mich juristisch irren, irre ich mich moralisch ganz sicher nicht.

Juristisch ist es kein Kriegsverbrechen, da das Ziel ein militärisches war. Und deine persönliche Moral kann kein Argument sein, die liegt bei jedem Anders. 

Denn ich empfinde das auch als Verbrechen - aber wie gesagt, schon der Krieg als solches ist ein Verbrechen. Es gibt keinen "guten Krieg" - es gibt höchstens einen begründeten Krieg.

 

Du scheinst alles mit Krieg zu rechtfertigen. Wenn Israel ein demokratischer Rechtsstaat sein will ist das aber nicht so.

Die Frage ist, ob wir einem demokratischen Rechtsstaat das Recht auf Verteidigung zugestehen - oder ob Israel jeden Angriff der Hamas hinzunehmen hat, ohne einen Präventivschlag durchzuführen.

Also mit anderen Worten: Hätte Israel lediglich auf die nächsten Terroranschläge der Hamas reagieren dürfen? Und dann auch nur diesen Anschlag abwehren, aber sonst nichts?

Denn wenn du sagst, dass man nicht alles mit Krieg rechtfertigen darf und auf den demokratischen Rechtsstaat verweist, OK... aber was bedeutet das dann konkret?

Denn das bedeutet doch konkret, dass Israel sich nicht wehren darf, sondern die nächsten Anschläge abwarten muss. 

Warum sagt das keiner so? Weil irgendwie... brutal klingt?

Es wird immer so getan, als hätte Israel jede Menge Möglichkeiten, auf den Terror der Hamas mit friedlichen und angemessenen Mitteln zu reagieren... aber niemand vermag zu sagen, wie diese Mittel eigentlich aussehen könnten.

 

Und die 17000 Kinder wurden nun Mal von Israel getötet. Ich hoffe, dass sich Regierung und Armeeführung dafür einmal vor Gericht verantworten müssen und lange verurteilt werden.

Damit so ein ungeheures Verbrechen sich nicht wiederholt.

Ob es ein Verbrechen innerhalb des Krieges ist entscheidet der Gesamtzusammenhang, nicht die einzelne Tat. Ich erinnere daran, dass durch die  Alliierten in Deutschland noch sehr viel mehr Kinder starben. Und nicht immer galten die Angriffe zivilen Zielen, oft waren es militärische Industriekomplexe, wo es eben auch Wohnungen gab. Und das war kein Kriegsverbrechen.

 

Und es ist mir weiterhin unbegreiflich, wie du es immer wieder versuchst zu rechtfertigen und zu entschuldigen.

Andererseits gibt es ja auch Menschen, die die Verbrechen der Hamas rechtfertigen nd entschuldigen. Offensichtlich sind sich beide Seiten ähnlicher als sie denken. Menschenleben scheinen nicht zu zählen.

Warum ignorierst du hier immer wieder, dass die Hamas jederzeit den Tod der Zivilisten hätte verhindern und das Töten beenden können?

Wie kannst du das gleich setzen? Die Hamas hat Schuld an BEIDEN Taten - sowohl am Anschlag gegen Israel als auch an den getöteten Zivilisten in Gaza. Denn je mehr Tote Zivilisten es gibt, desto mehr nützt es der Hamas und ihren Sympathisanten.

Deutlich gesagt: Die toten Palästinenser sind nicht von Israel gewollt, sondern von der Hamas!

Umgekehrt hat Israel diese Möglichkeit nicht - die Hamas sieht nicht vor, dass Israel irgendetwas tun kann, damit sie den Terror und das Morden gegen Israel beenden. 

Aber wir sehen mal wieder: Die Propaganda funktioniert.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

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@lucan-7 

Warum nimmst du nicht zur Kenntnis, dass es nicht darum geht, Israel die Verteidigung zu verbieten sondern zu schauen, welche Verteidigung noch verhältnismäßig ist.

Du veränderst meine Aussagen, damit es in Dein Narrativ passt. Das ist genauso wie Dein Diskussionsstil bei Glaubensfrsgen.

VG

Chey

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@chey 

Warum nimmst du nicht zur Kenntnis, dass es nicht darum geht, Israel die Verteidigung zu verbieten sondern zu schauen, welche Verteidigung noch verhältnismäßig ist.

Du veränderst meine Aussagen, damit es in Dein Narrativ passt. Das ist genauso wie Dein Diskussionsstil bei Glaubensfrsgen.

Wenn die einzig mögliche Verteidigung "nicht verhältnismäßig" ist, dann kommt das einem Verbot der Verteidigung gleich.

Denn genau das war die Absicht der Hamas. Deshalb haben sie alle ihre militärischen Strukturen mit den zivilen Strukturen durchmischt. Deshalb tragen ihre Kämpfer zivil und keine Uniformen. Damit jegliche Verteidigung seitens Israels eine möglichst große Zahl ziviler Opfer verursacht. Damit betreiben sie dann ihre Propaganda, mit dem Ziel Israel zu isolieren. Und dieses zynische Spiel mit dem Tod ihrer eigenen Leute gelingt ihnen ja auch ganz wunderbar. Und führt zum gewünschten Erfolg.

Und diese beiden Umstände - die Unmöglichkeit einer "sauberen Verteidigung" Israels und die Rolle, die die Hamas dabei spielt - werden hier von dir geflissentlich ignoriert.

Weil du nur das Ergebnis wahrnimmst (Dessen Tragik sicher niemand abstreitet), aber nicht den viel zu engen Rahmen siehst, in dem Israel hier agieren muss.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
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@lucan-7 

Und es wäre auch juristisch illegal und ein Verstoßes gegen das Völkerrecht

GoogleKI:

Nein, ein militärisches Ziel ist im Krieg keineswegs immer legitim. Nach dem humanitären Völkerrecht (unter anderem geregelt in den Genfer Abkommen) unterliegt die Bekämpfung von Zielen strikten rechtlichen und ethischen Grundsätzen. [1, 2, 3]
Diese Regeln definieren die Legitimität:
Grundsatz der Unterscheidung: Streitkräfte dürfen nur militärische Ziele angreifen. Zivilpersonen und zivile Objekte (wie Wohnhäuser, Schulen oder Krankenhäuser) genießen absoluten Schutz und dürfen niemals direkt attackiert werden. [1, 2, 3]
Definition militärischer Ziele: Ein Ziel ist nur dann legitim, wenn es durch seine Natur, seinen Standort, seine Zweckbestimmung oder seine Verwendung einen effektiven Beitrag zum militärischen Handeln leistet und seine Zerstörung einen klaren militärischen Vorteil bietet. [1, 2, 3, 4]
Verhältnismäßigkeit (Proportionalität): Selbst wenn ein Ziel legitim ist, muss der zu erwartende militärische Vorteil den Schaden an der Zivilbevölkerung und an zivilen Objekten überwiegen. Kollateralschäden müssen so gering wie möglich gehalten werden. [1, 2]
Besonderer Schutz: Bestimmte Einrichtungen und Personen sind unabhängig von ihrer Nutzung tabu. Dazu gehören medizinisches Personal, Krankenhäuser, religiöse Stätten sowie Kernkraftwerke (Gefahr von radioaktiver Freisetzung).
chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@chey 

Und es wäre auch juristisch illegal und ein Verstoßes gegen das Völkerrecht

GoogleKI:

Nein, ein militärisches Ziel ist im Krieg keineswegs immer legitim. Nach dem humanitären Völkerrecht (unter anderem geregelt in den Genfer Abkommen) unterliegt die Bekämpfung von Zielen strikten rechtlichen und ethischen Grundsätzen. [1, 2, 3]

Ja, Google KI weiss Bescheid... 🙄 

Man muss doch nur mal  kurz nachdenken: Wäre das wirklich so einfach, dann müsste man doch nur jede Menge Krankenhäuser an der Front errichten, um dort Artillerie und Raketenstellungen zu platzieren, und jeder Stoßtrupp würde von zwei Krankenschwestern begleitet, womit dann jede Verteidigung zum "Kriegsverbrechen" würde.

Tatsächlich ist es aus den genannten Gründen in diesem Fall genau umgekehrt: Als "Kriegsverbrechen" ist es zu betrachten, militärische Strukturen und Waffen gezielt bei Krankenhäusern, Kindergärten und dergleichen zu platzieren, um den Gegner von dort aus ohne Gegenwehr bekämpfen zu können.

lucan-7 antworten
Chey
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(@chey)
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@lucan-7 

Beides wäre wohl ein Kriegsverbrechen. 

Wie in diesem Konflikt auch beide Schuld sind. Die Hamas sowieso und Israel wegen der immensen Kriegsverbrechen.

 

Aber es war nun Mal auch nicht so, wie Du gerade mal wieder die Fakten in Deinem Sinne verdrehst.

VG

Chey

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@chey 

Wie in diesem Konflikt auch beide Schuld sind. Die Hamas sowieso und Israel wegen der immensen Kriegsverbrechen.

Ich halte solche Sätze immer für etwas problematisch, weil es so klingt als könne man hier etwas vergleichen oder gar miteinander aufrechnen.

Ich denke, dass die Verbrechen beider Seiten völlig unterschiedlicher Art sind und deshalb auch jedes für sich betrachtet werden muss, weil sonst die Gefahr einer Relativerung und Aufrechnung besteht. Denn die Kriegsverbrechen der Alliierten haben ja auch die Verbrechen der Nazis nicht relativiert - auch nicht die umfangreichen Verbrechen Stalins. Auch da wird beides getrennt voneinander betrachtet.

Denn die Schuld der Hamas beschränkt sich eben nicht nur auf den Terrrorangriff auf Israel, sondern betrifft auch die folgende Inszenierung des Krieges im Gaza Streifen.

Nochmal: Die Hamas lässt ihre Kämpfer in zivil antreten, sie platzieren militärische Einrichtungen innerhalb ziviler Strukturen - und, was für mich am Schwersten wiegt: Sie weigern sich, den Krieg zu beenden, und zwar völlig unabhängig davon, wie sehr das palästinensische Volk leidet, für dass sie als herrschende Kraft verantwortlich sind.

Dem gegenüber stehen Kriegsverbrechen von Seiten Israels, deren genaue Art und Zahl wir aber nicht kennen.

 

Aber es war nun Mal auch nicht so, wie Du gerade mal wieder die Fakten in Deinem Sinne verdrehst.

Dann beschreibe mir doch bitte noch einmal, was genau ich hier "verdrehe".

Mir scheint es nämlich umgekehrt eher so, dass du (Und viele andere) die Situation grob vereinfachen, indem der Krieg in Gaza lediglich als "klassische" Auseinandersetzung zweier Armeen betrachtet wird.

Was dazu führt dass die Inszenierung der toten Zivilisten, die die Hamas in Gaza zu verantworten hat, dabei völlig unter den Tisch fällt. Der Wert, den die Toten für die Propaganda der Hamas haben, darf hier aber nicht aussen vor bleiben.

Die Hamas hat selbst kein Interesse daran, die Palästinenser zu schützen - sie will sie leiden und sterben sehen, um damit Solidarität in der Welt zu erzeugen. Und sie braucht den Hass der Bevölkerung auf Israel, um neue Kämpfer zu generieren, die nichts zu verlieren haben und bereit sind in den Tod zu gehen. Deshalb darf es dort auch keine Hoffnung für die Menschen geben.

Dieser Aspekt wird immer wieder ignoriert.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
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@lucan-7 

Du ignorierst die allgemein gültigen Definition von Genozid und denkst dir eine eigene aus  die du allerdings nicht genau schilderst

Du verneint den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ohne auf die Belege und Quellen dazu einzugehen

Du belegst keine Deiner rechtlichen Behauptungen.

Du stellst hingegen völlig unjuristische Behauptungen ohne Beleg auf. Die alle nur eine Richtung haben,  Israel für alles zu entschuldigen  auch die 17000 von Israel getöteten unschuldigen Kinder.

Falls Du weiter diskutieren willst, solltest Du jetzt mal anfangen, richtig zu diskutieren. Diese Scharade macht keinen Sinn.

VG

Chey

 

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chey 

Du ignorierst die allgemein gültigen Definition von Genozid und denkst dir eine eigene aus die du allerdings nicht genau schilderst

Ich habe einerseits argumentiert, dass zu einem Völkermord eine Absicht gehört. Diese Absicht konnte hier nicht nachgewiesen werden.

Zum anderen gab es in allen mir bekannten Fällen von Genoziden für die Opfer keine Möglichkeit, dem Genozid zu entkommen. In Gaza könnte die Hamas das Sterben jederzeit innerhalb weniger Stunden beenden, indem sie sich ergibt und die Waffen niederlegt. 

Kennst du einen vergleichbaren Fall von anerkanntem "Völkermord", bei dem es diese Möglichkeit gab?

 

Du verneint den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ohne auf die Belege und Quellen dazu einzugehen

Es wird meines Wissens lediglich "Verhältnismäßigkeit" gefordert - wie diese aber genau aussieht, das ist nirgends genau festgelegt. Wenn du mir sagen kannst, wie genau der Ermessensspielraum in so einem Fall aussieht kannst du es mir ja sicher belegen.

 

Du belegst keine Deiner rechtlichen Behauptungen.

Welche? 

 

Du stellst hingegen völlig unjuristische Behauptungen ohne Beleg auf. Die alle nur eine Richtung haben, Israel für alles zu entschuldigen auch die 17000 von Israel getöteten unschuldigen Kinder.

Das ist eine rein emotionale Argumentation. Die gleiche Argumentation könntest du auf die hunderttausenden Kinder anwenden, die im Bombenhagel der Alliierten umkamen. Und da gab es keine Warnung.

Warum rechnest du in Gaza die Kinder aus den Zivilisten heraus, bei den Opfern des 2. Weltkrieges aber nicht? Weil es aus Gaza mehr Fotos gibt?

Denn genau das ist ja von der Hamas beabsichtigt. Das offensichtliche Leid der Bevölkerung, welches sie selbst provoziert haben und das sie sich auch weigern zu beenden, soll emotional wirken und dadurch verschleiern, wer die wahren Verantwortlichen für den Krieg und das Leiden sind. Denn leidende Kinder lassen niemanden kalt und sind deshalb für Propaganda ganz besonders geeignet - man nimmt dann nur noch die Ursache für den Tod wahr, aber nicht die Hintergründe und die Verantwortlichen.

Kurz gesagt: Aufgrund der Emotionalität wird nur noch Israel als Aggressor gesehen, aber nicht mehr die Hamas als jene, die das Ganze inszeniert haben und sich auch weigern, den Krieg zu beenden.

 

Falls Du weiter diskutieren willst, solltest Du jetzt mal anfangen, richtig zu diskutieren. Diese Scharade macht keinen Sinn.

Würdest du die Verantwortung der Hamas nicht nur für den Terroranschlag vom 7. Oktober, sondern auch innerhalb des Krieges in Gaza in Augenschein nehmen kämen wir an dieser Stelle vielleicht auch mal weiter.

Stimmst du denn zu, dass die Hamas diesen Krieg jederzeit hätte beenden können, indem sie sich ergibt und die Waffen niederlegt - ja oder nein?

DAS ist nämlich ein ganz entscheidender Punkt hier!

 

lucan-7 antworten
Tatokala
(@tatokala)
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@lucan-7 

einem Völkermord eine Absicht gehört. Diese Absicht konnte hier nicht nachgewiesen werden.

Die Forderung nach Kollektivbestrafung kommt dem gleich. Und die gab es von Beginn an. Auch wenn dir das nicht passt. Daß es eine noch genauere Absichtserklärung nicht geben wird, hast du doch selbst zugegeben, indem du auf diese Nachfrage empört reagiert hast.

 

Stimmst du denn zu, dass die Hamas diesen Krieg jederzeit hätte beenden können, indem sie sich ergibt und die Waffen niederlegt - ja oder nein?

DAS ist nämlich ein ganz entscheidender Punkt hier!

Diese Frage können eigentlich nur die israelischen Politiker beantworten.

Und wenn man bedenkt, daß auch nach vereinbarten Waffenstillständen weiterhin bombardiert wurde und Zivilisten getötet wurden, wäre es wohl kein bißchen naiv, diese Frage einfach mit ja zu beantworten?

Du suggerierst, daß das so einfach gewesen wäre, aber genaugenommen steckst du in diesen Verhältnissen nicht drin und übersiehst, daß das eine Idealvorstellung deinerseits ist, die sich darauf bezieht, wie das theoretisch funktionieren sollte

 

Anders als das bei einer Diskussion im naturwissenschaftlichen Bereich ist, kann man sich hier weit weniger auf die Basis unumstößlicher Tatsachen berufen, auf die man "wenn-dann"-Logiken aufbauen kann. 

Das scheint mir hier das methodische Hauptproblem deinerseits zu sein.

 

tatokala antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@tatokala 

Die Forderung nach Kollektivbestrafung kommt dem gleich. Und die gab es von Beginn an. Auch wenn dir das nicht passt.

Von wem genau stammt denn diese Forderung? Es sagt ja nichts aus, wenn man da irgendwen vor ein Mikrofon bekommt, der dann irgendwelchen Mist redet - die Frage ist, inwiefern hier eine offizielle Linie vertreten und vom Militär auch umgesetzt wird.

 

Daß es eine noch genauere Absichtserklärung nicht geben wird, hast du doch selbst zugegeben, indem du auf diese Nachfrage empört reagiert hast.

Keine Ahnung, worauf genau du dich hier  beziehst.

Diese Frage können eigentlich nur die israelischen Politiker beantworten.

Und wenn man bedenkt, daß auch nach vereinbarten Waffenstillständen weiterhin bombardiert wurde und Zivilisten getötet wurden, wäre es wohl kein bißchen naiv, diese Frage einfach mit ja zu beantworten?

Das Ziel war die Zerschlagung und Entwaffnung der Hamas. Nach einer Kapitulation und Abgabe der Waffen hätte es keinen Kriegsgrund mehr gegeben. 

Was genau führt dich zu der Annahme, dass das Militär danach weiter die Zivilbevölkerung getötet hätte?

Ein Waffenstillstand sagt dabei nicht viel aus, weil die Hamas kein Interesse an Frieden hat und eine Fortsetzung der Bombardierung und Tötung wünscht. Das muss nicht bedeuten, dass der Bruch des Waffenstillstandes immer von der Hamas ausging - aber es ist eben kein Ende des Krieges.

 

Du suggerierst, daß das so einfach gewesen wäre, aber genaugenommen steckst du in diesen Verhältnissen nicht drin und übersiehst, daß das eine Idealvorstellung deinerseits ist, die sich darauf bezieht, wie das theoretisch funktionieren sollte

Normalerweise bin ich ja derjenige, der hier immer wieder schreibt, dass es nicht so einfach ist... aber was soll in diesem Fall, also einer Kapitulation und Entwaffnung der Hamas, denn bitteschön schwierig sein?

Natürlich ist das Misstrauen groß, deshalb bin ich nicht so naiv zu glauben man könnte die Sache einfach von einer Minute auf die andere beenden. Aber sobald die Hamas aktiv zeigt, dass sie bereit ist, jegliche Kampfhandlungen dauerhaft einzustellen und die Waffen abgibt hat das israelische Militär das ausgegebene Ziel erreicht.

Der Krieg ist dann schlicht und einfach vorbei. Israel könnte es sich auch gar nicht mehr leisten, danach einfach weiter Menschen zu töten, wie stellst du dir das vor?

 

Anders als das bei einer Diskussion im naturwissenschaftlichen Bereich ist, kann man sich hier weit weniger auf die Basis unumstößlicher Tatsachen berufen, auf die man "wenn-dann"-Logiken aufbauen kann.

Das scheint mir hier das methodische Hauptproblem deinerseits zu sein.

Mir scheint, die simple wenn-dann-Logik und strikte Vereinfachung der Situation wird hier nicht von mir angewendet.

Hier wird beispielsweise unterstellt, dass die Palästinser, einschliesslich der Hamas, im Grund nur in Frieden leben wollen, so wie es für Menschen eigentlich normal ist.

Dass die Hamas kein solches Ziel hat, sondern vielmehr Hass, Armut und Verzweiflung ohne jede Hoffnung für das eigene Volk wünscht ist so ungeheuerlich, dass es für die Menschen hierzulande einfach nicht vorstellbar ist - und deshalb ignoriert wird.

Aber Hoffnung, Frieden und Wohlstand würden die Basis der Hamas und ihre Existenz unmittelbar bedrohen. Deshalb ist ihre ganze Politik darauf ausgerichtet, Hass zu schüren und Gaza im Elend zu halten. Wobei sie sich selbst als "Wohltäter" präsentieren, um ihr Handeln zu rechtfertigen und Israel als den eigentlichen Aggressor verkaufen zu können.

Dabei kommt es aber - obwohl die Mittel vorhanden wären - nie zu einem echten Wohlstand der Bevölkerung, sondern nur zu einer Linderung der größten Not. Ein echter wirtschaftlicher Aufschwung in Gaza würde die Hamas delegitimieren und überflüssig machen.

Nichts davon wird hierzulande wahrgenommen - und kommt auch in den Diskussion nicht vor. 

Da zählen allein Israel und tote Kinder - aber nichts von den Hintergründen.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
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@lucan-7 

Hier wird beispielsweise unterstellt, dass die Palästinser, einschliesslich der Hamas, im Grund nur in Frieden leben wollen, so wie es für Menschen eigentlich normal ist.

Wer unterstellt das wo? Bitte nenne Autor und Posting. Vielleicht habe ich das ja überlesen, aber ich kann mich nicht erinnern, das hier gelesen zu haben. 

Aber da Du das behauptest, wirst Du das ja sicher belegen können.

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chey 

Wer unterstellt das wo? Bitte nenne Autor und Posting. Vielleicht habe ich das ja überlesen, aber ich kann mich nicht erinnern, das hier gelesen zu haben. 

Aber da Du das behauptest, wirst Du das ja sicher belegen können.

Vielleicht irre ich mich ja, und du hast irgendwo eingeräumt, dass die Hamas selbst den Krieg in Gaza anheizt und den Frieden dort verhindert... aber das muss ich dann wohl überlesen haben. 

Solltest du irgendwo auf diese Tatsache eingegangen sein, dann entschuldige ich mich an dieser Stelle.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
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@lucan-7 

Da ich das mehrfach geschrieben habe, was ich von der Hamas halte

Und Du im Zweifel ja auch noch mal hättest nachfragen können,  bevor Du mir hier eine solche Verharmlosung der Hamas vorwirst 

machst Du hier das, was viele machen, die Israels Verhalten mit den zehntausenden unschuldig Getöteten und hunderttausenden Vertriebenen beschönigen wollen und die keine Argumente mehr haben gegen diese Verbrechen.

Du verunglimpft die Kritiker. Du hier mit der Hamas, Antisemitismus ist auch gern genommen, greift aber bei mir nicht, weshalb es hier eben wohl Hamasverharmlosung sein musste

 

Hätte ich Dir nicht zugetraut. Schade. Zeigt aber, wie Dein Thread hier gemeint ist.

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@chey 

Da ich das mehrfach geschrieben habe, was ich von der Hamas halte

Würde ich dich für einen Sympathisanten oder dergleichen halten, dann würden wir diese Diskussion gar nicht erst führen. Ich habe auch keinen Zweifel daran, was du von der Hamas generell hälst. Darüber müssen wir nicht diskutieren.

Aber das ist nicht der Punkt hier. Denn die Hamas moralisch zu bewerten ist eine Sache - ihren Einfluss und ihr Handeln zu beurteilen ist eine ganz andere Geschichte.

Denn viele sehen nur den Angriff vom 7. Oktober, die ermordeten Israelis und die Geiseln. Aber dass die Hamas auch die Regierung in Gaza darstellt und die Kämpfe jederzeit beenden könnte - das wird von den meisten Leuten, die die Situation dort beurteilen, völlig übersehen.

Denn die Hamas sitzt ja nicht in ihren Bunkern und lässt das Bombardement der Israelis einfach hilflos über sich ergehen. Die Hamas heizt die Kämpfe selber immer wieder an und sorgt damit dafür, dass es keinen Frieden gibt.

Die Rechnung dabei ist simpel: Je mehr tote Palästinenser es gibt, desto mehr schadet es dem Ansehen Israels - und um so mehr nützt es der Hamas. Deshalb werden auch Waffenstillstände gebrochen und jede Kapitulation abgelehnt - ganz egal wieviele Zivilisten sterben. Denn tote Zivilisten sind gut für die Hamas - das gibt drastische Bilder, die dem Ansehen Israels weiter schaden.

Damit ist den Anhängern der Hamas jetzt auch das propagandistische Glanzstück gelungen, den Israelis einen "Völkermord" anzuhängen... und nicht etwa der Hamas, die ja selbst einen Völkermord an den Israelis propagiert und das eigene Volk in den Tod laufen lässt.

Und ich betone, dass nicht jeder, der diese Erzählung aufgreift, ein "Antisemit" ist. Denn es ist nun einmal schwer zu ertragen, was da in Gaza geschieht.

Aber viele, die hier leichtfertig von einem "Völkermord" sprechen, übersehen dabei die Rolle der Hamas in diesem Konflikt, die weit über die Attacke vom 7. Oktober hinausgeht - und immer noch anhält.

lucan-7 antworten
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